Tagesdosis 9.12.2017 – Bitcoin: Alarmstufe Rot für Kleinanleger

Ein Kommentar von Ernst Wolff .

Der Bitcoin-Kurs ist in dieser Woche kometenhaft in die Höhe geschossen und veranlasst momentan immer mehr – vor allem junge – Kleinanleger, ihr Glück in der Spekulation mit Kryptowährungen zu suchen. Eine nüchterne Analyse der derzeitigen Situation des Finanzsystems und der Entwicklung der Kryptowährungen sollte sie allerdings sehr vorsichtig machen.

Das globale Finanzsystem ist nach dem Beinahe-Crash von 2008 nur durch das Eingreifen von Staaten und Zentralbanken am Leben erhalten worden. Die Zentralbanken haben riesige Geldsummen geschaffen und sie zu immer niedrigeren Zinssätzen vergeben. Offiziell ist das geschehen, um die Wirtschaft wieder in Gang zu bringen. Tatsächlich aber hat es das internationale Finanzcasino weiter angekurbelt.

Dieses Casino ist inzwischen vollkommen außer Kontrolle geraten. Allein der US-Börsenindex Dow Jones hat in diesem Jahr um 25 Prozent zugelegt, mehr als sechzig neue Rekorde aufgestellt und Großinvestoren riesige Gewinne beschert. Da die weitgehend stagnierende Realwirtschaft im Vergleich zum Finanzsektor erheblich geringere Profite bietet, suchen diese Investoren zurzeit händeringend nach anderen Möglichkeiten, das gewonnene Geld einzusetzen.

Auf dieser Jagd haben sie die Kryptowährungen, allen voran Bitcoin entdeckt. Eigentlich waren die Kryptowährungen ja angetreten, um das Finanzsystem zu revolutionieren und die Macht der Banken zu brechen. Hintergrund ist die Blockchain-Technologie, die durch das direkte Verschicken von Geld in Form verschlüsselter Datensätze Überweisungen über Kreditinstitute überflüssig machen sollte.

Der Finanzsektor aber hat auf seine Weise auf die Herausforderung reagiert: Er bekämpft oder ignoriert die Kryptowährungen nicht mehr, sondern verleibt sie sich ein. Inzwischen legen diverse Banken und Börsen Derivate auf, mit denen man auf die Kurssprünge beim Bitcoin wetten kann. D.h.: Der Bitcoin, einst von Kritikern des Bankensystems zu seinem Sargnagel erklärt, ist zum Bestandteil dieses Systems geworden – als Spekulationsobjekt.

Das große Problem dabei ist, dass Kryptowährungen im Gegensatz zu allen ständig wiederholten Behauptungen ihrer Fürsprecher keine Währungen sind und darüber hinaus gegenüber vielen anderen Spekulationsobjekten einen riesigen Nachteil haben: Sie besitzen keinen inneren Wert. Damit unterscheiden sie sich zum Beispiel grundlegend von den Edelmetallen.

Warum aber springen dann große Investoren in aller Welt auf den Bitcoin-Zug auf? Die Antwort ist simpel: Weil hier schnelles Geld zu holen ist und diese Leute wissen, wie man Märkte durch seine Marktmacht manipuliert. So haben Großunternehmen wie Apple, Google und Amazon ihre Aktienkurse in der jüngeren Vergangenheit durch Rückkäufe ihrer eigenen Aktien erheblich angetrieben. Die übermächtigen Zentralbanken sind noch weiter gegangen: Sie haben durch Anleihenkäufe ganze Staaten vor der Pleite bewahrt, um deren Banken (und so das globale Finanzsystem) am Leben zu erhalten.

Was bedeutet das? Es bedeutet, dass Kryptowährungen wie Bitcoin nicht nur Teil des Finanzsystems geworden sind, sondern mittlerweile von den großen Marktteilnehmern nach deren Wünschen manipuliert werden können. Zudem hat der Hype um Kryptowährungen fürs globale Finanzsystem einen großartigen Nebeneffekt: Er entzieht den überhitzten Märkten Geld und sorgt so für eine leichte Entspannung.

Wie lang wird das so weitergehen? Das kann niemand voraussagen. Es ist gut möglich, dass der Bitcoin-Kurs noch zulegt und sogar noch weitere Rekordmarken reißt. Aber das zeigt nur, wie stark das Interesse von Spekulanten an Bitcoin geworden ist und dass es mittlerweile zu einer prall gefüllten Blase am Markt geführt hat.

Wann diese Blase platzen wird, werden vermutlich einige der ganz großen Player am Markt entscheiden. Niemand kann sie daran hindern, Absprachen zu treffen und urplötzlich aus dem Bitcoin auszusteigen. Dann allerdings werden wir einen historischen Crash erleben, der gewaltige Vermögenswerte vernichtet und bei dem vor allem Kleinanleger auf der Strecke bleiben werden.

Am schlimmsten aber wird es diejenigen treffen, die sich, um am Rausch teilzuhaben, das Geld zum Erwerb von Bitcoins geliehen haben. Im Fall eines Crashs wird es nämlich zum „Margin Call“ kommen, d.h.: Die Finanzinstitute werden darauf bestehen, dass ihre Kunden die zum Kauf von Bitcoins aufgenommenen Kredite mit anderen Sicherheiten hinterlegen. Anders ausgedrückt: Die Betroffenen werden nicht nur ihren Einsatz verlieren, sondern auch noch in der Verschuldungsfalle landen.

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Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Artikels.

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57 Kommentare zu: “Tagesdosis 9.12.2017 – Bitcoin: Alarmstufe Rot für Kleinanleger

  1. Das ’normale‘ Geld bezieht seinen Wert aus Umrechnungskursen, die als Grundlage und Wertrückhalt die jeweilig konnotierte Wirtschaftsleistung bzw. das Staatsvermögen haben.

    Welche Wirtschaftsleistung von wem bzw. welche Reservewerte werden nochmal für die Wertermittlung der Kryptowährungen vorgehalten???
    Hier ist es nur Angebot und Nachfrage, gestützt durch die Gewinnhoffnung von Spekulanten.

    Wer glaubt, mit Bitcoin & Co. die Banken zu entmachten, der sollte sich erstmal bewusst machen, dass ein einziges Gesetz – eingebracht und durchgedrückt durch die Bankenlobby – usreicht, um dem Spuk ein Ende zu verleihen.
    Denn die Staaten – und damit die Iudikative – sind zu100% von den (Zentral)Banken abhängig.

    Prinzipiell könnte ein Staat natürlich die vorhandene Zentralbank wieder verstaatlichen – nur seltsam, das dass wirklich nirgends passiert.
    Russland hätte am 01.01.2017 die Möglichkeit gehabt sich die Kontrolle über den Rubel zurück zu holen und nicht mal die haben das gemacht.
    Da darf mal heftigst darüber nachgedacht werden, warum das wohl so ist!?!

    Die viel zitierte und hochgelobte ‚Dezentralisierung‘ des Bitcoin ist doch eine Marginalie!?
    Fakt ist: man weiß nicht, wer das Ding unter welcher Prämisse in die Welt gesetzt hat; die Zahl der zu erschaffenden Bitcoins ist streng limitiert; und der normale Bürger hat gar nicht die Ressourcen dazu so ‚IT-demokratisch‘ quasi sich sein Geld selbst zu erzeugen – da ist er auch mittlerweile auf die professionellen Miner, die somit nichts anderes darstellen als ein Banken-Äquivalent, einseitig angewiesen!

    Der Bitcoin ist in der Geldmenge nicht volatil und taugt schon allein von daher nicht als regulärer Geldersatz.

  2. „Hintergrund ist die Blockchain-Technologie, die durch das direkte Verschicken von Geld in Form verschlüsselter Datensätze Überweisungen über Kreditinstitute überflüssig machen sollte.“

    Allein an diesem Satz erkennt man, dass Ernst Wolff von der Blockchain-Technologie keine Ahnung hat.

    Verifizierte Transaktionen sind etwas komplett anderes als Verschlüsselte Daten. Die Blockchain-Technologie ist einzig und allein dafür zuständig, um ein Datenbanksystem ausfallsicher zu machen und die Macht zu dezentralisieren.
    Das Datenbanksystem Bitcoin stellt eine Währung dar, wo alle Transaktionen und damit Kontostände für jeden einsehbar sind. Da ist nichts verschlüsseln. Nur die Nutzer verschlüsseln ihre „Passwörter“ zu ihren „Kontonummern“.

    Do you own research!

  3. „…einen riesigen Nachteil haben: Sie besitzen keinen inneren Wert“ Wenn ich das schon höre wird mir schlecht.
    Ich kann keinen Autor mehr ernst nehmen der so einen Schwachsinn behauptet.
    Soll mir doch mal wer erklären was der Innere Wert einer Dollar Note ist…

    Abschließendes Resümee zu dem Artikel: Für einen Mainstream Bericht überdurchschnittlich aber mal ganz ehrlich: Es ist ein Haufen zusammengewürfelter Hausfrauen-Weisheiten.
    Für alle die nicht glauben sondern Denken: Do you own research!

  4. Es ist alles möglich sowie in jeder anderen Währung denoch denke ich bevor der Bitcoin platzt Platzt der Euro und der Dollar und selbst wenn das geschied kann jeder noch seine Bitcoins in Schweizer Franken Yen und Rubel Gold und Silber usw. tauschen

  5. Es kann sein, daß der Bitcoin steigt, weil

    Bürger die Angst um ihr Geld haben, dieses in Bitcoin zu sichern suchen, oder

    Bänker mit Draghigeld den Bitcoin nach oben treiben

    Bänker spielen gerne mit Hausfrauen, d.h. sie treiben den Kurs mit geschenktem Geld nach oben, Hausfrauen steigen dann ein und danach werfen die Bänker all ihre Bitcoins auf den Markt, sodaß der Kurs innerhalb weniger Sekunden zu Null geht. Danach treten dann die Bänker als Bottomfisher auf, d.h. die Banker kaufen dann wieder alle Bitcoins auf, die die Hausfrauen in ihrer Panik auf den Markt werfen.

    Ich gehe davon aus, dass sich die Bänker nicht ihr neues Spielzeug kaputt machen, d.h. in der nächsten Runde werden sie dann den Kurs wieder nach oben treiben, auf dass das ganze Spiel wieder von vorne beginnt.

    Wer nicht die Gelassenheit in diesem Spiel mitbringt, sollte nicht spielen und diejenigen, die spielen, sollten nur soviel investieren, was sie problemlos verlieren können, ohne dass sie einen Herzinfarkt bekommen.

    Grundsätzlich rate ich dazu, vor einem Engagement, mindestens drei Monate lang vorher, gewissenhaft im Bitcoinforum mitzulesen und dort auch Fragen zu stellen, bis alle Unklarheiten beseitigt sind.

    Eigentlich müssen wir das alle machen, denn die nächste Währung ist der von GoldmanSachs z.Zt. vorbereitete Bitcoinclon, den sie uns dann mithilfe ihrer Medienmacht als Originalbitcoin verkaufen werden. Das ist er aber definitiv nicht, denn Goldman wird seine dazugehörige Blockchain allein kontrollieren. Beim Originalbitcoin wird die Blockchain von allen Bitcoinusern kontrolliert und das ist der entscheidende Unterschied.

    Möglich ist also, dass Goldman nun seinen Bitcoinclon einführen will und hierfür den Originalbitcon mit Draghigeld hochjagt, ihn danach abstürzen läßt, um danach dann sein eigenes Produkt vorstellen wird, dass dann angeblich viel sicher sei.

    Wie bereits mehrfach gesagt: Alles ist Manipulation, nicht Spekulation !

    (Obligatorischer Hinweis: dies ist keine Rechts- oder Finanzberatung)

    www.buergerzukunft.wordpress.com

    • Guter Beitrag.

      Informieren ist wichtig. Erst von der Seitenlinie beobachten. Und wenn dann nur mit soviel rein gehen, wie man bereit ist zu verlieren.

      Im Kryptomarkt bracht man gute Nerven und Informationen.

  6. „Glaubt irgend jemand, dass die Big Player ihr Geld in Dinge investieren, bei denen auch nur der Hauch einer Chance des Verlustes besteht?“
    Ja, das glaub ich. Was ist mit der
    US-Investmentbank Lehman Brothers – Vermögen: 691,1 Milliarden Dollar
    Washington Mutual – Vermögen: 327,9 Milliarden Dollar
    Worldcom – Vermögen: 103,9 Milliarden Dollar
    Nur um mal die drei größten Pleiten in den USA zu nennen.

  7. Irgend wie schon dagewesen. Alle 20 Jahre kennt sich mal wieder einer aus, und alle rennen Hinterher. War das nicht mit den Telekom Aktien so und mit Infineon. Auch FEBA war mal der Renner.
    Dazwischen wurden Schneeballgeschäfte mit Unilever angekurbelt.
    Auch Die Leipziger Hausbau, war mal der Geheimtipp.
    Aber auch Die Maschmayer Klinkenputzer wurden auf die Strecke geschickt.
    Reich geworden ist wohl nur der Chef selber.
    Das Ende war dann immer eine blutige Nase bei den Kleinanlegern.
    Wer´s dann unbedingt braucht.

    • Für einen Betrag X, der nicht schmerzhaft ist, BTC Anteile kaufen und wichtig halten. Wenn sehr viele Menschen das machen, wird die Preisvolatilität geringer.
      Was wollen die scheiss Banken dann noch machen. Bitcoin ist doch DIE Möglichkeit, den Banken Widerstand zu leisten.

      In Japan ist der Bitcoin bereits offizieles Zahlungsmittel

  8. “ Das große Problem dabei ist, dass Kryptowährungen im Gegensatz zu allen ständig wiederholten Behauptungen ihrer Fürsprecher keine Währungen sind und darüber hinaus gegenüber vielen anderen Spekulationsobjekten einen riesigen Nachteil haben: Sie besitzen keinen inneren Wert. Damit unterscheiden sie sich zum Beispiel grundlegend von den Edelmetallen. “

    Es bleibt schwierig Geld zu verstehen.
    Weder Euro noch Dollar haben inneren Wert.
    Ob Edelmetalle innere Wert haben, auch nicht, Gold und Silber haben nur Wert weil die Leute es Wert geben.
    Wenn Morgen jemand Gold machen kann ist Gold genau so viel wert wie es kostet es zu machen.
    Diamant hat schon dieses Problem.
    Draghi schöpft Euros, wer Bitcoins schöpft, und wieviel, und warum, ich habe keine blasse Ahnung.
    Draghi schöpft zu viele Euros, aber wir wissen was er tut, und wieviel.
    Dadurch vertrauen wir der Euro, und weil der Euro vertraut wird, können wir damit kaufen.
    Wie jemand Bitcoins vertraut, ich kann es nicht verstehen.

    • Mit dem WERT von Geld verhält es sich wie mit dem WERT von Ansichten. Gute Ansichten wertlos. Es kommt darauf an, wer sie hat.

    • Weil jeder seine Steuern und Strafzettel in Euro bezahlen muss, gibt es eine künstliche Nachfrage in Euro.
      Darauf basiert das Vertrauen in Euro. Gewalt und Repression.

      Das Vertrauen in Bitcoin basiert dagegen auf den dezentralen Konsens und der Mathematik. Freiheit und Selbstbestimmung

  9. Die Banken haben kein Interesse daran, den Bitcoin kurz -und mittelfristig zu zerstoeren. Zuerst wird das Grosskapital versuchen massiv abzukassieren. Das wird 3-5 Jahre dauern.
    Dann werden Politiker geschmiert um den Bitcoin zu verbieten.
    Den Rest muessen wir abwarten.

    Je mehr Menschen den Bitcoin kaufen und halten, desto besser. Das Einzige was den Bitcoin gefaehrlich werden kann, ist das Core Development Team.
    Die Transaktionsgeschwindigkeit muss massiv erhoeht werden und die Transaktionsgebuehr muss massiv reduziert werden.

    Wer sich auf coinmarketcap.com die Kurse anschaut, wird unweigerlich feststellen, dass die Preise manipuliert werden. Max Mustermann ist mit Sicherheit nicht dafuer verantwortlich, was letzte Woche passiert ist.

    Bitcoin wird mehr Bewusstsein schaffen, wie kriminell Banken sind, als kenfm und andere Alternativmedien es je vermoegen.

  10. Der eigentlicher Grund für derart rasanten Trend ist aus meiner Sicht folgender:

    Ab Anfang nächsten Jahres müssen Banken nicht nur den Finanzbehörden, sondern auch Finanzdienstleistern nach der neuen EU-Richtlinie Payment Services Directive 2 (PSD2) Zugang zum Konto gewähren. Die Richtlinie verpflichtet die Banken „eine Schnittstelle zu schaffen, über die Drittanbieter Zugriff auf Ihre Kontodaten erhalten“
    (https://www.godmode-trader.de/artikel/achtung-ab-januar-gehoeren-ihre-bankdaten-nicht-mehr-ihnen,5597190)

    und eventuell auch das:
    https://www.wort.lu/de/business/zwei-neue-register-eingeschraenkte-transparenz-5a2820bfc1097cee25b79d3a

    Was MiFID II mit sich bringt ist noch abzuwarten.

    Es sieht nach einfachem „rette-sich-wer-kann“ unter den super-reichen, die sich bis jetzt von überforderten und korrupten „Finanzbehörden“ (a.k.a. Abmachungen mit Fiskus) verstecken konnten. Den „die Drittanbieter“ werden wahrscheinlich private Institutionen sein. Die gezielt und mit Profit-gesteuertem Eifer nach „Auffälligkeiten“ in Konten suchen werden.

    Aber das sind nur Vermutungen…

    Grüße

    • Der einzige Roy, der beeindruckt, ist der Rob Roy.

      Auf deinen Roi sch… ich einen dicken Haufen.

  11. Das interessante am Bitcoin ist die dahinterstehende Technik der Blockchain. Diese wirde einer oder anderen weiterentwickelten Form zum Einsazt auch im Zahlungsverkerht mit dem Euro kommen. Zentralbanken und Geschäftsbanken beschäftigen sich sehr intensiv mit der Technologie und den Möglichkeiten. Die Technik wird sicher einiges umkrempeln. Derzeit sind Kryptowährungen wie der Bitcoin aber nur Spekulationsobjekte mit extremer Volatilität, was zwangsläufig zu starken Kurseinbrüchen (Crash) führt. Danach kann es natürlich weitergehen. Es wird der Bitcoin durch nur zur Spekulation gekauft und nicht als alternatives Zahlungsmittel. Diese Funktion hat er einfach nicht.

    Der Stromverbrauch für die Transaktionen ist viel höher der im „normalen“ elektronischen Zahlungsverkehr, 250kWh/Transaktion mit steigender Tendenz. Insofern keine Alternaive zum herkömmlichen Zahlungsverkehr – jedenfalls zum derzteitigen Stand. Hier kann man mehr erfahren:
    https://digiconomist.net/bitcoin-energy-consumption

    • Der Bitcoin wird heute habtsächlich als Cash an den Kryptobörsen genutzt. Damit gibt es einen riesiegen Markt, wo er als alternatives Zahlungsmittel eingesetzt wird.

      Zweitens wird Bitcoin als Wertaufbewahrung eingesetzt.

      Drittens ist er ein Werttransfermittel für gejagte Organisationen wie Wikileaks und bei vielen anderen.

      Die Blockchain ist nur für die Dezentralisierung der Macht gut. Das ist nicht das Geschäftsmodell von Zentralbanken und Geschäftsbanken. Die wollen höchstens das Schlagwort „Blockchain“ kapern.

  12. Eine platonisches _Ideal_, die Idee, hier als Geld bezeichnet, existiert _nicht_.

    Jeder Betrug anderer Menschen läuft über das Nicht-existente, das als Existent erklärt wird.

    Ihr könnt immer nur so tun, als ob es existierte. Es ist ein Spiel.

    Nur ein weiteres höheres Wesen. Nur eine weitere verlogene Moral, mit der anderen das Leben zur Hölle gemacht wird…

    Amen.

  13. Das ist übrigens keine Empfehlung Bitcoins zu kaufen… im Gegenteil, der Zug ist abgefahren.
    Das wäre aktuell so ziemlich das dümmste was Ihr machen könnt.

    Aber es gibt Alt Coins mit fantastischen ideen dahinter, und die sind noch ganz frisch am Start & billig.
    Man muss sich halt nur überlegen wie sich diese ideen in den nächsten 2-3-4-10 Jahren entwickeln, und dann selber entscheiden ob es sich lohnt mal 100 Euro langfristig in eine ICO anzulegen. Endweder es geht „to the Moon“, oder eben nicht.

    Und es gibt da echt viele verschiedenste Sachen.
    ICOs die sich Altruistisch und/oder Philanthropisch engagieren.
    Oder ICOs die ein globales dezentrales Internet aufbauen wollen… weg von Providern.
    Eine ICO will eine Virtuelle Welt aufbauen dezentral (ähnlich Second Life).
    Hab sogar schon eine ICO gesehen die sich komplett auf AI spezialisieren will.

    Alles Themen die extrem relevant in der Zukunft werden.

    • Nicht-existentes, hier das Ideal namens ‚Geld‘, kann nicht für die Existenz notwendig sein.

      Relevant für die Zukunft ist es nur insofern, um zu sehen, ob das nur Dekadenz oder bereits Degeneration des Menschen ist.

    • Wer noch nichts vom Krytomarkt und Blockchain zu versteht sollte nicht in ein ICO invertieren.

      Wenn dann bitte bestehende Coins ausprobieren und schauen, wie die technische Entwicklung und das Sozialgefüge funktioniert.

      Wenn man nur Ether oder Bitcoins auf ein ICO wirft, hat man nichts gelernt, selbst wenn der ICO ein Erfolg sein sollte.

  14. Also hier schimpfe ich mal mit KenFM:
    Herrn Wolff gibts doch auch zeitgleich auf Video bei NuoViso.tv, genau zum Thema Bitcoin.
    https://www.youtube.com/watch?v=qJvLS4xTFcE

    Da erklärt er das deutlich ausführlicher. Wieso wird das hier nicht verlinkt? [schimpf] ;o)
    Und für mich kommt ein irrationaler, aber wichtiger Aspekt dazu: Es ist mir immer eine Freude, Herrn Wolff zuhören zu können. Sehr sympathisch :o)

    Was das Geldsystem betrifft.. Auch Bitcoin ist nur ein Nullsummenspiel. Wenn man eine Bitcoin haben will, muss man die jemand anderem wegnehmen.
    Es gibt bessere Geldsysteme, wo man niemandem etwas wegnehmen muss. Das beste, was ich bislang gefunden habe, stammt von Franz Hörmann.. Plan B geht auch, aber.. Sorry Rico ;o)
    Das ist ein weites Feld.
    Erstmal muss die Menscheit mit den Kriegen aufhören.

    • Ach, und wo ich hier schon grad dabei bin, die Linkfreischalter zu nerven:
      Dem Dirk C. Fleck seine Utopie (es lebe dem Dativ) – Equilibrismus.
      Die Zukunft kommt: Ab auf die Insel – Eric Bihl und Dirk Pohlmann im NuoViso Talk:
      https://youtu.be/gN5NhXzfOtE
      Die waren tatsächlich in Kanada, und haben sich da ne insel angeguckt.. Wow! :o)
      Ob man da dann Geld braucht? Was sagt eigentlich Maeva zum Thema Geld?

    • Franz Hörmann will ein zentralisiertes Buchhaltungssystem. Es ist somit wieder Fiat, was in der Versklavung mit null Freiheit und Selbstbestimmung endet.
      Letztendlich quatscht Herr Hörmann nur und hat kein System live. Für mich ist er auch wegen andere Ding absolut unseriös. Ich habe ihn schon live erlebt. Einfach nur grausam.

  15. „…sondern verleibt sie sich ein.“

    Logo! Gibt es irgend etwas, das nicht „einverleibt“ wurde/wird? Pacman – oder … Und der Haifisch, der hat Zähne und die trägt er im Gesicht…Denn die einen sind im Dunkeln
    Und die andern sind im Licht.
    Und man siehet die im Lichte
    Die im Dunkeln sieht man nicht.

  16. Ich bitte euch bei KenFM das Thema Bitcoin richtig zu recherchieren! Satoshi hat das System entwickelt um eine Blase zu verhindern, da Bitcoins begrenzt sind und nicht beliebig geschaffen werden können. Die Blase existiert dabei nur im Fiat System, das den Wert zu Bitcoin bemisst!

    Bitcoin und andere Kryptowährungen sind einen Bottom Up Bewegung für ein demokratisches Geldsystem, das in den Händen der Vielen liegt und nicht in Händen von ein paar Wenigen!

    Das Bitcoin keinen Gegenwert hat, ist sowas von falsch! Bitte, bitte denkt über das nach! Wir haben schon öfter bei KenFM gehört das „Geld nur Buchhaltung“ ist. Im Falle von Bitcoin ist es diese unmanipulierbar und für jeden nutzbare Buchhaltung, die unter der Kontrolle der Vielen steht. In dieser Buchhaltung kann niemand neues Geld schaffen, keine Kriege führen etc. Der Wert liegt in dieser Buchhaltung…

    Bitcoin ist eine Software, welche von einigen der Besten Ingeneure der Welt gepflegt und gewartet wird. Jeder (sogar ich selbst) kann dort Ideen einbrigen und weiterentwickeln. Jede Erweiterung und Entwicklung wird in einem Community-Prozess diskutiert. Das ist die reinste Basis-Demokratie.

    Man kann Bitcoin und Kryptowährungen nicht mit den Erkenntnissen des alten Systems bewerten, das ist völlig falsch. Bitcoin ist Geld ohne Staat unter der Kontrolle aller. Genau das was wir uns als freie Menschen immer schon wünschten. Wir können global mit jedem Transaktionen durchführen und niemand kann uns daran hindern. Jeder kann sich ein Konto erstellen ohne Erlaubnis von irgendjemandem!

    Free Money, free society! Vires in numeris.

    • Bitcoin hat keinen realen Gegenwert. Wie viel Wert es ist, dass man ohne Banken bezahlen, ist allerdings unklar.

      Ich habe aber eine andere Frage an dich, da du dich auszukennen scheinst. Meines Wissens wird bis in das Jahr 2033 immer mehr Bitcoin auf den Markt gebracht durch Mining. Ab dem Jahr 2033 lohnt sich das Mining nicht mehr, da keine neue Bitcoin produziert werden. Aus diesem Grund werden dann viele Menschen ihre stromintensiven Miner abschalten, oder ? Und somit ist das System dann sehr instabil. Deshalb wird es früher oder später zusammenbrechen.

      Wie siehst du das ?

    • Eine „Blase“ entsteht nicht durch Vervielfachung der Ware, sondern durch Vervielfachung des Geldes – und der Bitcoin ist in diesem Spiel die Ware.

      Gerade die Mengenbegrenzung habe ich immer für einen großen Fehler gehalten, weil eine Währung, die deflationär angelegt ist, natürlich gehortet wird und damit besonders zur Spekulation taugt. Dabei sind die Anforderungen zur Schaffung von Bitcoins schon lange dermaßen hoch, dass diese nur mit immensem finanziellen (und energetischem) Aufwand zu errechnen sind.
      Bedeutet unterm Strich: Hier treffen spekulative Schürfer, die ihr Angebot knapp halten können, auf spekulative Zocker, die neuerdings gar nicht mehr Bitcoin selbst sondern ein Derrivat handeln (ein Wertpapier mit Bitcoin als Basis), wodurch sich die nachfragende Liquidität nochmals drastisch erhöht. Das ist dann der Typ Zocker, dem weitgehend egal ist, ob er auf Währungen, auf Öl oder auf Weizen spekuliert, solange das „Chartbild“ nur stimmt.

      Übrigens: Der Bitcoin als Zahlungsmittel ist damit weitgehend tot. Steam z.B. kann wegen der Schwankungen keine mehr entgegen nehmen: www.heise.de/-3914044

    • Zitati „Die Blase existiert dabei nur im Fiat System, das den Wert zu Bitcoin bemisst!“
      Der Bitcoin ist um ein Vielfaches gegenüber dem Euro gestiegen. Damit existiert die Blase nicht im Fiat-System, sondern im Bitcoin System! Oder ist der Euro gegenüber dem Bitcoin um ein Vielfaches gefallen? Dann hätten wir im Fiat-System aber das Gegenteil einer Blase.

      Der Bitcoin wird doch hauptsächlich als Spekulationsobjekt und nicht als Zahlungsmittel genutzt. Beim Euro ist es genau anders herum. Insofern ist die Funktion des Bitcoin als Währung sehr gering.

    • Der Bitcoin wird doch hauptsächlich als Spekulationsobjekt und nicht als Zahlungsmittel genutzt. Beim Euro ist es genau anders herum. Insofern ist die Funktion des Bitcoin als Währung sehr gering.
      –> Insofern hat Wolff absolut recht.

    • @ Marvin
      vollkommen richtig!

      So einfach geht das in der schönen neuen Welt der Virtualität. Man verkündet, dass man eine neue Währung geschaffen habe, die natürlich nicht so heftig vermehrt werde wie die offiziellen Währungen, und schon gibt es jede Menge Zocker in den Märkten, die das Zeug kaufen und den Preis in irrsinnige Höhen treiben, immer im Vertrauen darauf, den noch größeren Idioten zu finden, der einem das Zeug noch abkauft.
      Normalerweise wird der Blödsinn nur von viel Tamtam und scheinbar objektiv klingenden Argumenten begleitet, damit der letzte Käufer nicht merkt, dass er der letzte in einer langen Reihe von Dummen ist.
      –quelle markroskop

    • Ich stelle nur ein Paar fragen bzgl. des technischen Aspektes, da der Kommentator schon beim Ökonomischen, Unsinn verzapft.
      Wer ist an der Entwicklung der Software für die Bitcoin Community beteiligt?
      Wie wird diese sog. Dezentralität bewerkstelligt, wenn man, entweder eine Software benutzt die die Prozesse steuert bzw. die Transaktionen abwickelt, oder man sich online bei Markplatzanbietern sein Wallet registriert und dieser Provider liefert die Dienstleistung?
      Hat ein einzelner Laie überhaupt Zeit und Kompetenz den Source Code der Software anzuschauen, um zu wissen was sie genau macht, wenn es Open Source ist?
      Welche Unternehmen bzw. Verbünde von privaten Miner/Schürfer sind an diesem Schürfrausch beteiligt?
      Auf welcher DBMS (Datenbankmanagementsystem) wird die Geschichte verwaltet?
      Sind DBMS absolut sicher vor Manipulation?

      Dann wären noch die Geschichte mit dem Peer-To-Peer Netzwerk.
      Hat die Community dazu ein Parallelnetzwerk aufgestellt, neben des Internets?
      Welche Netzwerknotenpunkte gibt es, kann ein Privatanwender einer dieser Knotenpunkte sein?
      Wo kann man im Netzwerk die meisten Informationspakete abfangen?
      Kann man aus Netzwerkprotokolle bzw. durch die Auswertung der beinhalteten Metadaten, Rückschlüsse auf dem Benutzer schließen?

      Und zum Schluss:
      Wer zum Teufel ist eigentlich dieser Satoshi Nakamoto?
      Welcher Mensch, der „womöglich“ die Geschichte der Menschheit revolutioniere, versteckt sich hinter Anonymität?
      Muss ein sehr bescheidener Mensch sein!
      Also von den großen Propheten der Menschheitsgeschichte kennt man das auf jeden Fall nicht.

    • @Anonymer Schweizer:
      Im Bitcoin System werden als Belohnung für jeden Block neue Bitcoins geschaffen (gemined). Die ausgeschüttete Menge halbiert sich alle 210.000 Blöcke. Gestartet wurde mit 50/Block aktuell sind es 12.5/Block. Derzeit sind bereits > 75% der gesamten Menge ausgeschüttet und ca im Jahre 2140 sind alle Bitcoins ausgeschüttet. Neben der Mining Reward können Transaktionen eine Gebühr hinzufügen, sodass die Transaktion im Block aufgenommen wird. Dies wird die Einnahmequelle für Miner falls keine Rewards mehr ausgegeben werden. Dies nennt man den Fee Market der entsteht. Es gibt pro Block eine Begrenzung auf ca. 2000 Transaktionen, das heißt aktuell kann Bitcoin nur 2000 Transaktionen je 10 Minuten prozesieren bei einem Wachstum der Blockchain 1MB/10 Minuten. Der nächste Schritt ist die Einführung eines 2nd Layers, welcher sog. off-chain Transaktionen ermöglicht. Dies wird Lighning Network gennant, die Blockchain wird nur noch zum sog. Settelment benötigt. Dies ermöglicht vollkommen verschüsselte und private Transaktionen mit quasi unbegrenter Menge.

      @marvin:
      vgl die Tulpenblase oder Kreditblasen. Hier wird quasi unendlich die gewünschte Ware produziert und mit Fiat gefüttert, bis dieses ausgeht (bzw. niemand mehr Investiert), dann platzt die Blase. Bitcoin ist eine begrenzte Ware wie Gold, hierbei kann dieser Effekt nicht eintreten. Es gibt bei Bitcoin zwar eine begrenzte Menge, diese ist aber quasi unendlich teilbar. Dies ermöglicht bei geringen Transaktionskosten (siehe Layer 2, Lighning Network) unendliche Tauschmöglichkeiten. Das Problem der Deflation sehe ich nicht. Es müssen closed loops entstehen: der eine gibt bitcoin aus der eine nimmt es ein und ein zirkulierender Geldkreislauf, dann wäre das kein Problem. Bitcoin könnte auch als reserve Währung fungieren (zB wie Bancor geplant wäre). Dies wird sich erst zeigen.

      @Son_Snow:
      Das sind sehr viele Fragen. Ich werde versuchen zumindest technisch zu antorten, da wir scheinbar ökonomisch anderer Meinung sind. Es gibt zwei wichtige Knoten im Netzwerk, 1. Miner (machen die Arbeit und verifizieren Transaktionen, gegen Belohnung) und 2. Full Nodes (propagieren die Blöcke bzw. alle Transaktionen, Betreiben das P2P Netzwerk). Die Full Nodes können alle sein wie du und ich, wir bestimmen die Regeln, weil wir die Blöcke der Minier die nicht unseren Regeln entsprechen nicht propagieren müssen, damit stimmen wir ab (demokratisch im Verbund). Siehe dazu die Debatte zur Blocksize (Bitcoin Cash, Bitcoin 2x, etc). Es entstehen unterschiedliche Ansätze, wie eine neue Entwicklung gemacht wird und die Vielen entscheiden, indem sie einen Fork der Software installieren oder eben nicht. Es gibt viele Unternehmen bzw. Private die Mining, auch mit Verlust, da der zukünftige Wert insteressant ist, nicht der heutige. Bitcoin in seiner aktuellen Form ist pseudonym, das heißt man weiß von jedem Konto welche Ein- bzw. Auszahlungen stattfinden (siehe Blockchain.info zB als Block Explorer). Mit neuen Verschüsselungen bzw. Erweiterungen wird auch eine vollständige Anonymisierung möglich (zb Zero-Knowledge Proofs wie bei ZCash). Wir wissen nicht wer Satoshi ist, das ist auch gleichgültig, weil die Weiterentwicklung von der Community übernommen wurde. Er/Sie hat auf jeden Fall ca. 1.000.000 Bitcoins, welche noch nie bewegt wurden. Da gäbe es aber sicherlich noch vieles zu erzählen.

      Bester deutschsprachige Blog zum Thema: https://coinspondent.de
      Siehe auch Bücher: https://coinspondent.de/bitcoin-recherche/mediathek/buecher/

    • @ La Fayette:
      Deflation ist, wenn die Kaufkraft steigt, und um das nicht zu sehen, müssen Sie sich schon ganz fest die Augen zuhalten. Aber ich will keine Cryptojünger bekehren. Das ist mir zu langweilig.

      Frank Meyer hat auf seiner Seite („rottmeyer.de“) noch einen interessanten Aspekt des Bitcoin-Handels, den ich hier mal zitieren möchte:
      „Man sollte übrigens nicht davon ausgehen, dass alle Betreiber, die heute Dienstleistungen anbieten, wie etwa den Transfer von Euros zu bitcoins, eine Krise überleben können. Dazu genügt eine kleine Rechnung. Angenommen, Anleger zahlen 1 Mrd. Euro ein und kaufen für diesen Betrag bitcoins. Der Wert der bitcoins steigt dann auf 50 Mrd Euro. Nun wollen alle wieder raus und wollen für 50 Mrd. Euro bitcoins über den Anbieter zurückgeben. Klingt interessant, oder? No way, wie der Amerikaner sagen würde.“

      Denken Sie mal drüber nach. 😉

    • @ La Fayette Sie haben die spannenden Fragen NICHT beantwortet, nur die Informationen bzgl. der propagierten Dezentralität und Anonymität durch Blockchain-Anwendung wiedergekäut.
      Jeder der sich einigermaßend mit Datenkommunikation auskennt, wird Ihnen sagen, dass absolute Dezentralität und Anonymität NIE gewährleistet werden kann.

      Eine Sache noch, versuchen Sie bitte nicht Anonymität mit Demokratie in Verbindung zu setzen, weil das eine im krassen Widerspruch zum Anderen steht und somit Sie sich entblösen, dass Sie keinen blassen Schimmer haben was Demokratie bedeutet.

    • @marvin:
      Deflation zu diskutieren ist mir ebenfalls zu langweilig. Bitcoin ist (1) nur eine von vielen sog. Kryptowährungen und (2) wird/soll es weitere Geldformen neben diesen geben. Bitcoin ist nur eine Alternative. Deflation beschreibt einen Zustand einer Volkswirtschaft, kann aber nicht auf eine Geldform übertragen werden. Es gibt Broker und Börsen. Schauen Sie sich das Volumen auf Börsen an, das ist öffentlich. Das beschriebene Phänomen kann nicht eintreten, da Angebot/Nachfrage den Preis regeln…

      @Son_Snow:
      Dann schaue ich nochmals nach.
      – DBMS ist levelDB ein Key-Value Store (NoSQL).
      – p2p Netzwerk basiert auf dem Internet, also kein eigenes Netzwerk. Basiert auf dem TCP/IP Stack.
      – wichtig ist das man ein Wallet nicht bei einem Dienstleister hält, sonder bei sich selbst. Dann ist man aber selbstverantwortlich, man muss sich selbst um seine privaten Schlüssel kümmern (welche das Wallet sind)
      – Ein Laie kann wahrscheinlich den Quellcode nicht lesen, aber auf zB r/bitcoin oder bitcointalk wird alles sehr detailiert besprochen. hier kann sich auch ein Laie ein gutes Bild machen und für sich entscheiden.
      – Dezentralität gilt für viele Aspekte: (1) ich muss mich nicht zentral registrieren um mitzumachen, also ein Konto kann vollkommen dezentral erstellt werden. (2) die Geldschöpfung funktioniert dezentral. (3) Transaktionsverifizierung funktioniert dezentral (Proof-of-Work) und führt zu einem gemeinsamen Konsens. (Lösung des double spend Problems, siehe Problem der byzantinischen Generäle) Lösung durch Verknüpfung von Technik und ökonmischen Anreizen (Mining, TX-Gebühren)
      Anonymität u. Demokratie: Mit dem Betrieb eines full nodes, wird das p2p Netzwerk gestärkt und die Konsensus-Regeln angegeben (One CPU one Vote) welchen ich folge, Basis-Demokratische Entscheidung wie das System auszusehen hat (Demokratisches Vollgeldsystem). Transaktionen (wem ich wieviel Geld sende, wievile Geld ich habe) können anonymisiert werden, bzw. langfristig werden mehr und mehr Techniken integriert um out-of-the-box anonym zu sein.
      Absolute Dezentralität/Anonymität vs hinreichende bzw. ausreichende.

    • Die Qualität von Bitcoin ist die darum aufgebaute PR .
      Einen entsprechenden Algorythmus zu schreiben ist, man siehe die hunderten Kryptocoins, offensichtlich kein grosses Problem .
      Bitcoin ist intransparent und hierarchisch . Sehr wahrscheinlich hat eine sehr kleine Gruppe billigst einen grossen Teil der Bitcoin gesichert . Bei von B-fans erwarteten Werten
      von 100 000$/Coin wären die Betreiber von Bitcoin alleine auf Grund guter PR die reichsten Menschen auf der Erde . Bitcoin ist entgegen ihrer Behauptung radikal antidemokratisch .

      Sie vergleichen Bitcoin mit Gold ? Warum nicht mit Äpfeln und Birnen , denn auch ihre Menge ist beschränkt . Der Vergleich mit Gold ist beliebig und in mehrfacher Hinischt falsch . Der Vergleich mit Gold ist reine PR .

    • @ la fayette
      deswegen wird so ein „quatsch“ wie Demokratie nie funktionieren. ihre naiven Vorstellungen sind Beispiel, wenn es „potentiell“ zu einer „Volksabstimmung“ kommen würde, mit der frage „soll bitcoin den euro ablösen“.
      nicht nur, dass sie nicht wissen welche Funktion währungen, geldsysteme haben, auch die technische Komponente, scheinen sie völlig zu unterschätzen!
      ich stimme @ son-snow vollkommen zu. jedes technische System, wenn es sich lohnt, lässt sich überwinden!
      im übrigen wurde die (Tulpe) „bitcoin“ in der Vergangenheit öfter angegriffen und geklaut.

    • @ La Fayette Bitte lassen Sie die Ökonomie sowie Demokratie draußen aus Ihreren Antworten bzgl. des propagierten Bitcoin, weil Sie von den beiden Elementen wenig Ahnung haben.
      Mir geht es rein um die informationtechnischen Aspekte.

      Gemäß Ihrer Begründung der Dezentralität, hat die Bitcoin Community alle Direktverbindungen zu einander und auch noch parallel zum Internet ein eigenes Netzwerk. Ich mache mir mal ein Bild: LAN-Party wo jeder eine Direktverbindung zu jeden, ohne Router/Switch/Hub unterhält, klingt sehr „plausibel“.

      Bzgl. des Blockchain Mining unterschlagen Sie einige wichtige Informationen:
      Solagen über die Hälfte der Beteiligten am Mining Prozess sich aufrichtig sowie korrekt den Vereinbarung verhalten, ist eine Manipulation am Blockchain, also KAUM und nicht „nicht“, möglich. Weil die Rechenkapazitäten für eine Manipulation sehr hoch sind. Ich kenne aber Techgiganten, ob staatlich oder privat, die haben Rechenkapazitäten, die Versorgung von über eine Millarde Menschen abdecken können.
      Diese Blockchain Mining ist eine Art mathematisches Rätselratespiel, also quasi wie Gaming. Was passiert den eigentlich im Bereich des Gaming, wenn die Aussicht auf den Erhalt eines Preises sinkt, aber parallel die monetäre Ausschüttung exorbitante Level erreicht? Verhalten sich die Beteiligten sich dann noch Anständig, oder fangen Viele an sich durch Schummelei das Ersehnte sich zu bemächtigen?

      Unterschlagen haben Sie auch die Information über die Beschlagnahmung bzw. Zerschlagung des Silkroad Portal durch das FBI. Wie haben die Behörden es den geschaft ein „absolut“ anonymes Bezahlsystem auszuhebeln? Was ist eigentlich mit den beschlagnahmten Bitcoins geschehen? Welchen „$-Wert“ haben diese Bitcoins jetzt?

      Dann wäre noch diese Meldung:
      https://deutsch.rt.com/wirtschaft/61677-zuckerbergs-zwillingsrivalen-werden-zu-ersten-bitcoin-milliardaren/
      Welche Interessen haben diese Menschen die vor eignigen Jahren Millionen darin investiert hatten.
      Für Wohltätigkeit sowie Demokratieförderung bezweifle ich ganz stark.

      Bitte hören Sie auf eine Ideologie zu propagieren und liefern Sie eine realitätsnahe Analyse.

    • @wasserader:
      Ja sicherlich gibt es PR zu Bitcoin. Aber sehr vieles ist negativ, vorallem im Mainstream, deshalb hätte ich bei KenFM auf etwas mehr Hintergrund gehofft. Bitcoin machen einen Klitzekleinenteil der gesamten globalen Vermögenswerte aus. Tut mir leid, dass sie das mit dem antidemokratisch so sehen, das sehe ich gänzlich anders. Die Regeln des Systems werden über einen demokratischen Prozess entschieden. Sie haben Recht der Vergleich mit Gold ist nicht ganz zutreffend, da es heute bereits Möglichkeiten gibt Gold physikalisch zu produzieren. Bitcoin ist Mathematik dort kann nicht gefälscht werden…

      @keeneahnung:
      Das hätte ich nicht gesagt, das ein System das andere ablöst. Bitcoin und andere Kryptowährungen sind einfach eine alternative zu Fiat Währungen.

      @Son_Snow:
      Bitte führen Sie mich sachlich auf meine Unkenntniss der Ökonomie bzw. Demokratie. Ich würde geren etwas von ihrer Weißheit erfahren. Da Sie mich auf diese Art kritisieren, müssen Sie scheinbar mehr wissen als ich (mehr davon verstehen als ich), da würde ich gerne was von Ihnen lernen. Bittesehr!

      Das mit der LAN-Party verstehe ich nicht. Bitcoin basiert auf dem Internet Protokol Stack. Das ist soweit unproblematisch, verstehe nicht worauf sie da hinaus wollen…

      Das Thema Mining ist mir jetzt wirklich zu anstrengend, ausführlich aufzuklären. Da treffen wir uns lieber auf einen Kaffee, das würde länger dauern. Aber ich kann ihnen sagen, dass dies keine Rolle spielt, da diese Atacken bereits oft versucht wurden (siehe Bitcoin Cash, oder Segwit2x), aber wie gesagt, wegen den full nodes spielt dies keine Rolle (siehe User activated soft fork UASF: http://www.uasf.co/)

      Die Bitcoins von Ross Ulbrich wurden meines Wissens versteigert. Bitte recherchieren Sie selbst, aber Ross wurde wegen eines Captchas im Tor-Browser deanonymisiert. Und damit konnte der Hidden-Service abgeschaltet werden. Daraufhin sind 1000de Kopien aufgepoppt und funktionieren heute besser als je zuvor. Dark Markets funktionieren heute besser als je zuvor. Wie gesagt Bitcoin „aktuell“ ist Pseudonym, siehe zcash oder monero für Anonymität.

      Das es in einem Geldsystem unterschiedliche Verteilung der Geldeinheiten gibt, ist unbestritten. Was Bitcoin ausmacht, ist das das Geldsystem an sich nicht von einzelnen Instanzen beliebig geändert werden kann. Denn dann würde es wertlos. Ich sehe keinerlei Ideologie bzw. Propaganda. Ebenfalls gibt es keinerlei Wohltätikeit im System. Das braucht es nach meiner Ansicht auch nicht. Wichtiger ist, das es Regeln gibt und diese können nicht beliebig geänert werden. Damit wird Bitcoin aus meiner Sicht zumindest „besser“ als alles was es sonst gibt. Ebenfalls denke ich, dass es wichtig ist, das es mehrere Alternativen gibt, sodass die zentralisierte Macht aufgespalten wird.

    • @La Fayette
      Ihre Argumentation ist polemisch .
      Wie viele Milligramm Gold wurden bis heute physikalisch hergestellt ?
      Um auf ihrer Linie zu bleiben : Der Bitcoin ist 100% physikalisch .

    • Grundkurs Ökonomie: Was sind die wichtigsten Grundbedürfnisse eines Menschen um seine Existenz zu sichern?
      Wenn diese abgedeckt sind, was erfolgt dann? Was ist Wertschöpfung?
      Ich glaube wohl kaum, dass Sie bei Bitcoin von Wertschöpfung sprechen können, wenn Sie sich den massiven Stromverbrauch anschauen.

      Zum Demokratieverständnis: Was sind die Grundideen der Demokratie, wenn es bzgl. um Entscheidungen die das Schicksal einer ganzen Gemeinschaft betreffen? Werden die in der Anonymität abgestimmt?
      Der Tiefe Staat macht das gerne in der Anonymität.

      Was dieses komische Bild das von der Dezentralisierung des Bitcoin-Netzes betrifft. Das ist ein Mythos. In der Kommunikation mit Daten über ein Netz mit vielen Teilnehmern, wandern die Datenpakete immer durch Netzwerkknoten und dort können diese abgegriffen werden. Fragen Sie dann die Nachrichten- bzw. Geheimdienste warum sie gerne diese Knotenpunkte anzapfen und nicht direkt bei Ihnen.
      Weiterhin sollten Sie schon mitbekommen haben, dass das FBI Tracking- und Analysetools entwickelt bzw. erworben haben, um diese gepriesene Sicherheitvorkehrungen zu umgehen.
      Dann wäre noch die Geschichte mit dem Tor-Netzwerk. Zwei Fragen: Wurde nicht ein Entwickler des Torprojektes vom FBI angeheuert? Nutzen nicht auch Geheimdienste dieses Netzwerk um ihre Agenten zu schützen? Haben die kein Interesse daran die Kontrolle darüber zu erlangen? Haben die Geheimdienste die Ressourcen solch ein Netzwerk abzuschalten? Wenn ja, warum nicht?
      Weiterhin ist die Geschichte mit dem Drogenhandel. Welche Einrichtungen oder Organisationen ist am meisten involviert im Drogengeschäft? NATO-Militär? CIA? oder Mafia? Wie wäscht man das Geld? Ist Bitcoin dazu gut geeignet?
      Wenn ja, haben diese Entitäten eigene Interessen wie sich das Bitcoin Netzwerk zu ihren gunsten entwickelt? Haben Sie die Ressourcen dazu nach ihren Interessen zu gestalten?

      Langsam habe ich das Gefühl, dass Sie auch IT-mäßig sehr naiv sind und glauben Sie sind völlig bzw. absolut sicher vor Angriffen.
      Letzter Hinweis: „Die größste Fehlerquelle ist immer derjenige der vor dem Bildschirm sitzt.“

    • @wasserader:
      Ja ich weiß es nicht wieviel. Der Vergleich mit Gold ist beliebig Sie haben recht! Es geht einzig darum, das Bitcoin ein digitales knappes Gut ist (kein Strg + C, Strg + V möglich). Und diese Knappheit wird durch ein Regelwerk bestimmt, das unveränderlich ist, basierend auf mathematischen Prinzipien und nicht auf physikalischen. Warum ist denn der Vergleich mit Gold so falsch?

  17. Im Tutorial der heutigen Ausgabe der c’t [09.12.17] wurde auch etwas zum Stromverbrauch durchs Mining gesagt. Wie seriös die Zahlen sind, kann ich nicht beurteilen: https://www.heise.de/ct/ausgabe/2017-26-Editorial-Aus-Schaden-wird-man-reich-3909081.html

  18. Wie schon der letzte Beitrag von Ernst Wolff so erscheint mir auch dieser Teil als mehr oder weniger „absurd“. Wer sein Geld in Bitcoin oder Gold oder … oder … anlegt der kann nunmal gewinnen oder verlieren. Würde es eine Gewinngarantie geben dann müsste niemand mehr arbeiten gehen. Einfach Geld anlegen und es wird mehr. Zum Thema Bitcoin ist Teil von dem was es bekämpfen wollte: die Leute brauchen nur zu einer anderen Kryptowährung wechseln oder eine eigene aufmachen wenn sie der Meinung sind es gibt in Bitcoin ein Monopol was sich negativ auf dieses oder jenes auswirkt. Monopole an sich sind nicht schlimm solange sie nicht für niedere Zwecke ausgenutzt werden auch wenn das eher theoretischer statt praktischer Natur ist. Dem gegenüber steht nämlich die unorganisierte und oft verstrittene/gierige Masse (Stichwort BlackFridayÜberDenHaufenLaufenWeilEsEinenToasterFürSechsDollarGibt). Bockig dastehen und bedient werden wollen das geht nicht. Wenn Goldman Sachs in Bitcoin investiert hat und die Leute zu Kryptowährung Z wechseln dann hat Goldman Sachs 100% Verlust eingefahren.
    Besser wäre es die Leute über Bitcoin aufzuklären damit sie aufgeklärt frei darüber entscheiden können.
    Interessant ist zudem wie Bitcoin immer abwechselnd gehypt oderfür „schlecht“ erklärt wird. Jetzt aktuell z.B. wieder in der ZEIT und eben hier. Bei Bitcoin kann man am Steigen und Fallen verdienen und damit beteiligt sich auch der Artikel von Ernst Wolff daran.

    • Tja,

      so ist das, für alle Gläubigen der Welt, wenn aus _Nichts_ _Etwas_ wird.

      Geld existiert nicht. Geld ist nur der Ausdruck der herrschenden Moral.

      Geld verwandelt Wasser in Wein, Geld ist stärker als Gott, so geht wahrer _Glauben_…

    • Ernst gemeinte Antwort – das geht mit dem Einsatz und dem erwarteten Endergebnis nur im Spielcasino.

    • Und genau hier liegt der deterministische Fehlschluss…
      Es benötigt keine 10 Euro um 100 Euro zu machen…da reicht auch bsw eine Idee 😉
      Bitcoin ist diese Idee.

    • Wenn du mit dem Bitcoin aus 10 Euro 100 machst, dann werden 90 Euro von anderen zu dir umverteilt – Wie bei allen anderen Wertpapieren oder Spekulationsobjekten. Den Gewinnern stehen Verlierer gegenüber. Und so wird es beim Crash des Bitcoins auch sein.

    • @rule72
      Stimmt.

      Glaubt irgend jemand, dass die Big Player ihr Geld in Dinge investieren, bei denen auch nur der Hauch einer Chance des Verlustes besteht?

      Die Großen manipulieren das Spiel stets so, dass sie nicht verlieren können. Egal ob mit Währungen, Edelmetallen, Waffen, Nahrungsmitteln, Ressourcen, Immobilien, oder mit was auch immer gerade gespielt wird.

      Etwas anderes zu vermuten ist Wahnsinn.

    • Es wird eine Korrektur geben ohne Frage, aber Crash? glaub ich nicht @rule72 😉
      Im Gegenteil… die Cryptowährungen werden das alte Wirtschaftssystem auf lange Sicht ersetzen.

      –> https://d.tube/#!/v/dollarvigilante/u65qmsfw

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