Tagesdosis 9.3.2018 – Märchen aus Tausendundeiner Nacht

Ein Kommentar von Sebastian Bahlo.

Wenn sich im korrupten politischen Establishment und bei der mit ihm verfilzten Journaille wieder einmal große Empörung breitmacht, zeigt der moralische Kompass aufgeklärter Menschen unfehlbar an, dass jemand etwas sehr gutes getan haben muss.

Dieser Tage sind es sieben Bundes- und Landtagsabgeordnete der AfD, die sich den staatstragenden Shitstorm redlich verdient haben. Mit einer Reise. Einer Reise in die syrische Hauptstadt Damaskus. Um sich ein eigenes Bild von der Situation im Land zu machen, wie sie verlauten ließen. Was wie ein löbliches, aber doch vor allem ganz normales Ansinnen erscheinen möchte, trifft die deutschen Wadenbeißer der transatlantischen Kriegsmafia direkt ins Mark.

„Damaskus“ hat nämlich für brave Deutsche gar nicht zu existieren, seitdem 2012 die diplomatischen Beziehungen zur Arabischen Republik Syrien völkerrechtswidrig abgebrochen wurden. Die Legende, daß in Syrien ein „Volksaufstand“ gegen einen „blutigen Diktator“ tobt, ist bei uns seit sieben Jahren staatsoffizielle Doktrin. In die Welt gesetzt wurde sie vom US-Außenministerium, damals noch unter der Leitung der Massenmörderin Hillary Clinton, und diente einzig der Bemäntelung der aggressiven US-Interventionsstrategie zur Zerschlagung des syrischen Staates, die seitdem auf mehreren Ebenen, unter anderem durch Ausrüstung und Steuerung salafistischer Terrorgruppen, betrieben wird und hauptursächlich für die Dauer und Heftigkeit des Syrienkrieges ist.

Auch Deutschland ist Kriegspartei und hat durch verschiedene kriminelle Maßnahmen große Schuld am Leid der syrischen Bevölkerung auf sich geladen. Umso wilder deuten Regierung und gleichgeschaltete Medien auf den „Schlächter Assad“.

Welch ein Frevel, daß deutsche Parlamentarier es da wagen, in die Hauptstadt des Leibhaftigen zu fahren und uns vor Augen zu führen, dass dort, trotz den barbarischen Wirtschaftssanktionen unserer westlichen Menschenfreunde, ein friedliches, zivilisiertes Leben herrscht. Not und Elend regieren in den vom Terror unterjochten Landesteilen, also da, wo der schlimme „Diktator“ keine Kontrolle ausübt.

Und die Beißreflexe funktionieren. Weil sich die AfD-Abgeordneten mit dem Minister für nationale Versöhnung Ali Haidar und dem Großmufti Ahmed Hasun trafen, urteilte der deutsche Regierungssprecher: „Wer dieses Regime hofiert, disqualifiziert sich selbst.“ Aus den Twitter-Accounts der „Etablierten“ schäumte es regelrecht. Von der AfD-Reise zu „Assads Schergen“ war die Rede, und davon, dass der Großmufti 2011 gedroht habe, Selbstmordattentäter nach Europa zu schicken; er avancierte gar zum „Terrorwerber“. Alle Stichworte wurden dankbar von den Hetzpostillen aufgegriffen, die Behauptung, Hasun habe Europa mit Selbstmordattentaten gedroht, ist breit wiederholt worden.

Nur die Wahrheit bleibt bei Deutschlands Starjournalisten leider auf der Strecke. Ali Haidar ging als Oppositioneller in die Regierung der nationalen Einheit; er vertritt selbst öffentlich die Meinung, dass Assad nicht länger Präsident bleiben solle. Und der Großmufti? Haben Abgeordnete einer dezidiert anti-islamischen Partei sich tatsächlich mit einem islamischen Führer getroffen, der Selbstmordanschläge in Europa befürwortet? Schon in einem Gespräch mit dem SPIEGEL 2011 stellte er klar: „Ich habe nicht mit Selbstmordattentaten gedroht, sondern ein Szenario geschildert, wie es sich leicht aus der Situation entwickeln kann, und habe vor dem, was kommen könnte, gewarnt. Man hat Sätze aus dem Kontext gerissen und ihnen eine andere Färbung gegeben. Der Zusammenhang, auf den sich meine Äußerung bezogen hat, war im Übrigen eine Notwehrsituation: ein möglicher Nato-Angriff auf Syrien […] Wenn es dazu kommt, wird die Welt explodieren. Dann kommt es zum ganz großen Blutbad, das auch Sie im Westen in Mitleidenschaft ziehen wird. Deshalb sollte sich gerade Europa mehr in der Region engagieren: Die Europäer wären bessere Friedensvermittler als die Arabische Liga.“

Aber dass der Unterschied zwischen Warnen und Drohen bei deutschen Journalisten quasi unbekannt ist, weiß man ja schon von der Berichterstattung über Aussagen des russischen Präsidenten. In dem genannten Interview macht der Großmufti noch zahlreiche weitere bemerkenswerte Aussagen, darunter: „Ich glaube an die strikte Trennung von Staat und Kirche“, und: „Ich fühle mich als Großmufti aller 23 Millionen Syrer, nicht nur der Muslime, sondern auch der Christen und sogar der Atheisten. Ich bin ein Mann des Dialogs. Wer weiß, wenn mich eines Tages ein Agnostiker mit den besseren Argumenten überzeugen sollte, trete ich über zum Nicht-Glauben.“ Solche religiösen Führer würden sich wohl sehr viele Menschen weltweit mehr wünschen. So steht es also um den „Terrorwerber“, mit dem sich die AfDler getroffen haben.

Die führenden deutschen Medien sind nicht willens, uns auch nur einen kleinen Ausschnitt der Komplexität der syrischen Tragödie sehen zu lassen, sie können nur plump hetzen und diffamieren. Bei aller aufrichtigen Anerkennung für die Courage der Reisenden kann es uns nicht freuen, dass diese Initiative aus der Mitgliedschaft einer stockreaktionären Partei kommt und natürlich mit der Forderung nach Rückführung syrischer Flüchtlinge eng verknüpft ist. Angesichts der stramm prozionistisch und damit letztlich antisyrisch orientierten Parteiführung dürfte sie im eigenen Haus zu erheblichen Verstimmungen führen, aber das ist nicht unser Problem.

Unser Problem ist, dass die politische Linke durch Naivität und Opportunismus ein Vakuum im Feld der Aufklärung geschaffen hat, in das die Rechten eindringen können. Das Aufspringen auf die Ideologie des humanitären Imperialismus und Sympathie für den kurdischen Separatismus haben die fortschrittlichen Kräfte von einer klaren Solidarisierung mit dem syrischen Verteidigungskampf abgehalten. Als Freidenker wollen wir dazu beitragen, diesen Fehler zu korrigieren.

Ein SPD-Abgeordneter Mützenich forderte, dass sich parlamentarische Ausschüsse mit der Reise der AfDler befassen sollten. Ein Untersuchungsausschuss wäre wirklich eine gute Idee: Nämlich zu den gegen Syrien gerichteten Völkerrechtsbrüchen der Bundesregierung. Ob den auch erst AfD-Abgeordnete fordern müssen, oder ob die Linke das schafft?

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Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

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20 Kommentare zu: “Tagesdosis 9.3.2018 – Märchen aus Tausendundeiner Nacht

  1. Eigentlich gehört die Syrienreise als wichtigster Beitrag oben angeheftet. Immerhin bestimmt das Mantra: Mit Assad als Staatsoberhaupt könne man nicht selbstbestimmt und frei leben, unsere Politik in allen Bereichen.

    Aber im Gleichschritt mit den ÖR und der „antisyrisch orientierten Parteiführung“ der AFD lässt man ganz schnell Gras drüber wachsen. Ich wette die Mehrzahl der AFD-Mitglieder weiß auch nichts davon. Schade eigentlich.

    Na ja, inzwischen habe ich Marco Glowatzki auf YouTube entdeckt.

  2. Was ist aus den Syrienreisenden geworden? Seit dem Besuch der Universität von Homs lese ich keine Neuigkeiten mehr.
    Übrigens waren auch mal Abgeordnete auf der Krim. Hört man auch nichts von, und die Außenpolitik unseres Landes hat sich dadurch leider auch nicht geändert.

  3. Ich war etwa 1986 in Syriën.
    Gegen zwölf Uhr abends spazierten wir noch durch Damaskus, und fühlten uns völlig sicher.
    Aleppo was für mich die meist kosmopolitische Stadt die ich je besuchte, von Burka bis Minirock.
    Eine Diktatur, ja, mit unangenehm aussehende geheime Dienst Männchen, die mein Passport nicht lezen konnten.
    Aber eine zufrieden aussehende Bevölkerung, viele Mädchen in Jeans, ohne Kopftuch, mit junge Männer spazierend, es sah weniger islamitisch aus dan wenn ich heute Mittag durch meine Niederländische Stadt ging.
    Weit von Städte, keine Moscheeën, nichts gesehen von Religion, selbst kein beten.
    Die Suq von Aleppo, noch mittelalterisch, eine einmalige Erfahrung, leider jetzt verwüstet.
    Einer von uns war fliessend in arabisch, wenn wir das Land verlassen wollten erklärte der Kommandant an die Grenze, in ein Gespräch von mehr als eine halbe Stunde, das die Israelier die Razisten sind, nicht die Araber.
    Doch, auch um diese Zeit schon Aufstände, ein Soldat am Bus Station in Damaskus wurde sehr nervös als ein wenig weg lief von mein Gepäck, erst ein Jahr später erfuhr ich das bevor wir da waren dort eine Bombe explodiert war.
    Ich vermute das es in Syriën ist wie in Iraq als Saddam noch die Macht hatte, keine Wahlen, aber Sicherheit auf die Strasse, Elektricität, und Trinkwasser.

    • Sicherheit auf der Straße war auch 1938 in Deutschland. Naja, nicht so sehr am 9. November. Aber das „galt ja nur“ für die Juden, die nichtjüdischen Deutschen da waren immer noch sicher. Naja, solange es keine Linken waren, die sich immer noch versteckt halten konnten.

      Die Sicherheit auf Chinas Straßen ist auch super. Die in Nordkorea soll exzellent sein.

      Irgendwie taugt das nicht als Argument, oder?

    • Aleppo was für mich die meist kosmopolitische Stadt die ich je besuchte, von Burka bis Minirock.

      Genau das wollen die geflüchteten eben nicht, deshalb flüchten sie unter Anderem.
      Schließlich folgen sie dem Ruf derer, die den islamistischen in Syrien Terror unterstützen.
      Dann kommt das böse Erwachen.
      Der Anteil an Syrern unter den Ankömmlingen ist bei weitem nicht so hoch wie suggeriert.

  4. Es kann nur dumm sein, jedwede Gedanken in links und rechts einzuteilen. Soll die welt demnächst einen Krieg zwischen linken und rechten führen? Man muss aufeinander zu gehen und miteinander sprechen. Was die afd macht kann nur besser sein, als Militär nach syrien zu schicken. Die meisten aufgeklärten menschen wissen, dass es in syrien um mehr geht als um assad. Ich habe mir übrigens schon viele Interviews mit assad angehört. Leider nicht in unseren leitmedien. Dieser Mann steht für Frieden in seinem Land. Leider will er nicht nach der pfeife der usa sprich derer Rothschild banken tanzen, deshalb soll er weg. Alle menschen, die wollen dass diese kriege aufhören müssen sich vereinigen. Es ist zweitrangig, ob diese eher links oder eher rechts sind. Auch die afd sucht ihren weg. Ich hoffe, sie findet ihn in einer friedenspartei, die nationale Wege geht ohne die internationalität aufzugeben.

  5. Mit unserer Sympathie für jedwedem Freiheitskampf machen wir es uns zu einfach.
    Wir sollten souveräne Staaten auffordern, Rechte von Staatsbürgern, insbesondere von
    Minderheiten zu achten, wenn es hier mangelt; die Minderheiten aber auch darin bestärken,
    zwar auf ihrer eigenen Sprache, Religion, Kultus zu bestehen, aber gleichzeitig sich auch
    solidarisch einbringen in das Staatsgebilde, dem sie angehören und das sie willkommen
    geheißen hat und schützt. Soviel mir bekannt ist, waren und sind die Kurden in der
    Arabischen Republik Syrien wohlgelitten.

    • Buchtip „The Clash of Civilizations“

      Manche Kulturen\Religionen können nicht nebeneinander friedlich koexistieren, wenn die Grundwerte nicht geteilt werden oder die Einhaltung dieser nicht konsequent eingefordert wird.

      z.B. friedlichen Islam gibt es nur wenn die Staatsmacht dies einfordert.
      Darf der Islam ohne Einschränkung seiner „friedlichen“ Natur frönen, kommt Saudi Arabien, Iran und die jetzige Türkei dabei raus. Alles Musterbeispiele für die Einhaltung der Frauen- und Menschenrechte.

  6. „Auch Deutschland ist Kriegspartei und hat durch verschiedene kriminelle Maßnahmen große Schuld am Leid der syrischen Bevölkerung auf sich geladen.“
    So sieht es aus. Nachdem Versuch von Dr. Yavuz Özoguz, siehe delfrieden.de, hat sich RA Wilfried Schmitz erneut mit einer Strafanzeige wegen der Entsendung der Bundeswehr nach Syrien u.a. befasst:
    https://propagandaschau.wordpress.com/2018/02/24/wilfried-schmitz-strafanzeige-wegen-der-entsendung-der-bundeswehr-nach-syrien-u-a/
    Auch auf openPetition kann man sich beteiligen:
    https://www.openpetition.de/petition/online/entsendung-der-bundeswehr-nach-syrien-muss-strafrechtlich-aufgearbeitet-werden
    Bei der momentanen Hetze und Kriegspropaganda, die auch auf propagandaschau.wordpress.com dokumentiert wird ist jedenfalls zu befürchten, daß noch der große Nato-Angriff auf Syrienvorbereitet wird (da ja die von der Nato unterstützten Terroristen militärisch nicht in der Lage sind den angestrebten Regimechange zu erreichen).
    Deswegen kann ich auch den Syrern, die das Land verlassen haben nicht empfehlen nach Syrien zurückzukehren, das sieht eher nach Armageddon aus.
    Wem die Lage in Syrien zu unübersichtlich ist sei Daniele Ganser empfohlen:
    https://www.youtube.com/watch?v=KBIAeWb0Wbg

  7. Angesichts der stramm prozionistisch und damit letztlich antisyrisch orientierten Parteiführung dürfte sie im eigenen Haus zu erheblichen Verstimmungen führen, aber das ist nicht unser Problem.

    Doch ist es, weil ich in diese Partei große Hoffnungen setze.

    Wenn sich im korrupten politischen Establishment und bei der mit ihm verfilzten Journaille wieder einmal große Empörung breitmacht

    An wenigen Stellen im Internet. Sonnst hört man da kaum etwas drüber. Auch auf der Hauptseite der AFD ist kein Hinweis,
    was an der antisyrisch orientierten Parteiführung liegt.
    Ich verfolge jedenfalls die Mitteilungen der Abgeordneten die von dort berichten mit großem Interesse.

  8. Das ich das noch erlebe… Selbstkritik und eine zutreffende Selbstanalyse bei einem politischen „Linken“. Wenn Fakten, Zusammenhänge und Korrelationen auf mysteriöse Weise das Logik-Zentrum des Gehirns erreichen, können aus naiven ideologisierten „Linken“ auch Freidenker werden, bis leider der Opportunismus oder die Nazikeule zuschlägt.

    Ich schreibe „Links“ in Anführungszeichen weil diese Links und Rechtseinordnungen dem Freien Denken entgegen wirken.

    Es gibt kluge und bescheuerte Ideen, Thesen, Überzeugungen.
    Leider gibt es wirkliche Frei-Denker eher selten.
    Meist ist nicht entscheidet was einer sagt sondern wer (politische Einordnung).
    „Links“ ideologisierte Gehirne können nur noch in Denkschablonen denken.
    Aus diesen Grund sprudeln Begriffe wie rechts, rechtsextrem und Nazi einfach nahezu reflexartig so heraus. Der Gegen-Kampfbegriff „Gutmensch“ ist im Gegensatz zu dem inflationär gebrauchten Wort „Nazi“, sinn behaftet und eine zutreffende Beschreibung:
    Eine Person, die aus Naivität oder Opportunismus, etwas „Gutes“ tuen will aber dadurch das Gegenteil erreicht.

    Nazi – die Abkürzung von Nationalsozialist steht für eine Menschen verachtende Ideologie,
    die zu Massenmord und zahlreichen anderen Verbrechen führte.

    Die Brandmarkung mit dem Wort „Nazi“ hat der daher eine ganz andere Gewichtung, als die „Beleidigung“ Gutmensch.

    Die Migrationspolitik ist nun mal bescheuert, unlogisch und selbstzerstörerisch, entspricht aber „linker“ Ideologien \ Weltanschauung. Daher kann bzw. muss Kritik immer von Rechts kommen.

    Erfreulich zu sehen, dass immer mehr Menschen dies erkennen bzw. zumindest die Denkschablonen bemerken.

    • Man kann natürlich auch annehmen, daß die sogenannte Linke komplett mit Agenten, Rechten und Bekloppten durchsetzt ist.

      Gestern fand ein Frauenstreik in Spanien statt. Laut einer Studie des Georgetown-Instituts (gegründet von Hilary Clinton) steht Spanien an 5. Stelle, was die Zufriedenheit mit der Gleichberechtigung betrifft (Fehlendes-einsetzen—politica.elpais.com/politica/2018/03/09/actualidad/1520590540_573274.html) 15 von 45 Bürgermeisterinnen in der Region Murcia sind Frauen. Sogar die spanische Königin erklärte sich solidarisch – wie süß!

      Diese hohe Frauenquote ist hier wirklich gleich hoch in allen Bereichen, bei den betrügerischen Banken, bei der Korruption und sie trifft alle gleich bei der Arbeitslosigkeit. Bei letzterem gäbe es wirklich viele Streikgründe.

      Aber nein, zum Streik riefen auf einem Plakat 2 Frauen auf. Eine mit und eine ohne Kopftuch, natürlich politisch korrekt auf Valenciano (Dialekt des Katalan). So liefen an der Spitze von einigen Demos auch Frauen mit Kopftuch mit.

      Die Frau im Iran, die kürzlich bei den Demos sich ihr Kopftuch vom Kopfe riß, damit winkte und jetzt Gefängnis fürchten muß, wird sich über diesen Streik und Akt der Solidarität riesig gefreut haben.

      Ich sage, es wird Zeit, daß man die Streu vom Weizen trennen muß. DIE LINKE ist nicht links, obwohl es sicher einige Linke in ihr gibt. Aber es sind schwierige Zeiten, darüber gibt auch das hervorragende Interview mit Fulvio Grimaldi hier auf kenfm Auskunft.

    • Es ist alles konfus und durchsetzt. Wenn die AfD wirklich ne Alternative wäre und nicht nur der rechte Arm der CDU, dann wäre sie weder prozionistisch, noch proNATO, noch proUSA, noch neoliberal. Die Migrationspolitik wird auch von Sahra W. kritisiert und die ist meines Wissens nicht rechts.

      Und sorry, wer Südländer als Kameltreiber und Kümmelhändler bezeichnet, mit einer derartigen Aggression, den darf ich auch als Nazi beschimpfen. Obwohl, man müsste ja richtigerweise NaNeLi (nationalneoliberal) sagen. Immer diese Opferrolle… Eine Runde Mitleid für die armen kleinen Naneli’s Schlechtmenschen.

    • Moin, Entschwörungspraktiker, mir scheint als stuende hier jemand ganz weit ueber den Dingen!
      Nicht „links“ nicht „rechts“ also frei-denkend. Das hat ja etwa befreiendes und man ist ueberhaupt nicht angreifbar.
      Links-sein oder links-denkend hat etwas damit zu tun die emanzipatorische Seite der Diskussion oder des Problems zu begreifen.
      Als es „damals“ noch sehr viel einfacher war, die welt zu begreifen, reichte es auf die Sitzordnung im Parlament zu schauen, um rechts von links unterscheiden zu können. Das reicht heute bei weitem nicht mehr aus, wie wir sehen.
      In der Tat war die Haltung in den 60er und 70er Jahren, die wir den Italienern und Tuerken sowie Griechen gegenueber zeigten antirassistisch. Das lag an der nicht allzuweit zurueckliegenden Zeit des Nazitums, das eben mit anderen „Rassen“ so verfuehr, wie man sich das selber nicht vorstellen wollte.
      Heute haben wir eine andere Situation, in der eben ganz andere Kulturkreise hier einlass fordern. Und hier ist es eben nicht emanzipatorisch zu sagen:“kommt alle rein, wir schaffen das!“
      Sondern damit schaffen wir uns unsere Lohndumper hier im eigenen Land. Das Kapital muss nicht ins Ausland, um billiger produzieren zu können, sondern holt sich das sog. Humankapital ins eigene Land.
      Es gäbe sicherlich dutzende von Beispielen, um eine dezidierte linke Position zu entwickeln, aber indem man sich ueber die Dinge erhebt, wie sie es tun, erspart man sich die Muehe!

    • hj_allemann

      Ich stimme ihnen zu. Bis auf Sahra Wagenknecht und Oscar Lafontaine gibt es in der Linken keinen Sachverstand, sonder nur pure Ideologie und Idiotie.

      Kristana

      Welche Alternative suchen Sie denn ?
      Die Linke ist keine Alternative zur Migrationspolitik, auch wenn es da ein Gehirn mit schönen langen Beinen gibt. Parteiprogramm lesen, sich Katja Kipping anhören – wer dann noch nicht mit Kopf schüttelt braucht auch keinen. Zumindest zum Denken nicht.
      Ich Wortneuschöpfung ist kreativ, bringen sie die mal unter die Leute – ich freu mich schon auf die „Nanelis Raus“-Transparente 😉 Vielleicht mit Blümchen drauf ?!

      Hog1951

      Natürlich bin ich erhaben und stehe über den Dingen. Das ist aber auch nicht schwer wenn man es z.B. mit „linken“ Aktivisten zu tuen hat. Wenn kein Sachverstand da ist braucht, man ledig eine funktionierende Gehirnzelle mehr. Der aufmerksame Leser dürfte erkennen, dass ich folgendes gemeint habe: Es gibt keine linken oder rechten Positionen, sondern nur intelligente und den angeblichen alternativ-losen geistigen Dünnschiss.

      Also macht euch frei von diesen Denkschablonen.

      Wenn die Migrationspolitik zu diffusen Ängsten führt. Wie z.B. belästigt, vergewaltigt oder ermordet zu werden dann stimmt etwas nicht !
      Ach ja so diffus sind die Ängste ja nicht, die Mia aus Kandel könnte es Ihnen bestätigen wenn sie noch leben würde. Aber egal soll sich der Rechtsstaat drum kümmern, aber wehe er macht das an unseren Grenzen, dann ist das voll Nazi!

      Die AfD ist nun mal die einzige Alternative zur jetzigen Migrationspolitik !
      Und auch zur bekloppten Energiepolitik ! Stichwort EEG.

      Zum Thema Nato mal genau das Parteiprogramm lesen.

    • So lange die Deutschen nicht selbst ihre Geschichte schreiben können wird es konfus bleiben, fürchte ich.
      Propaganda und Geschichte sind Feinde von einander.
      Propaganda verhindert auch klar zu sehen was jetzt gescheht.
      Und doch gab es ein Deutscher, Udo Ulfkotte, der klar beschrieb wie das was heute erzählt wird entsteht.
      Ein anderer Deutscher, Schultze Rhonoff, schrieb das Buch ‚Die Krieg die viele Väter hatte‘.
      Ich denke nicht das die Krieg viele Väter hatte, vielleicht zehn, aber das Buch war schon politisch nicht korrekt.
      Sarrazin, die gegen die Massen Migration ist, und gegen den Euro, auch nicht politisch korrekt.
      In ein solches Land klar zu sehen, fast unmöglich, denke ich.

    • Entschwörungpraktiker

      Welche Alternative ich suche? Na jedenfalls ganz sicher eine, die mich nicht beherrschen will! Das letzte was ich brauche ist „Zucht und Ordnung“, Teutschgetümmel, Polizeistaat und Reden wie in den 30ern. Die Welt wird niemals (Gott sei Dank) am deutschen Wesen genesen.

      Und ich seh bei Ihnen ständig Mia aus Kandel. Was soll der Mist? Sie tun grad so, als ob noch nie ein Deutscher eine Frau ermordet oder vergewaltigt hätte. Das ist ein MÄNNER-Problem, kein Migranten-Problem. Wollen wir allen Männern vorsorglich die Pässe entziehen und auf ne einsame Insel abschieben? Lassen Sie bitte diese Hetze! Die diffusen Ängste kommen nicht von der Migrationspolitik, sondern von Hetzern wie Ihnen. Und Sie wollen mir was von Denkschablonen erzählen?

      Im Parteiprogramm steht ein deutliches Bekenntnis ZUR Nato. Ich sehe da jedenfalls kein „raus aus der Nato“. Und wenn die USA der wichtigste Bündnispartner bleiben soll, dann heißt das für mich „ja auch wir buckeln vor den Amis“.
      Zitat: „Die USA bleiben für uns der wichtigste Bündnispartner. Die NATO muss wieder ein reines Verteidigungsbündnis werden.“
      Zur Erinnerung; die Nato geriert sich die ganze Zeit als Verteidigungsbündnis. Sind doch alles nur humanitäre Einsätze für Brunnen und Schulen oder gegen böse Dikatoren.

    • Kristana

      Es tut mir leid, wenn ich Ihnen durch das Aufzeigen der Folgen der Migrationspolitik das indoktrinierte Weltbild zerkratze.

      Zitat: „Die USA bleiben für uns der wichtigste Bündnispartner. Die NATO muss wieder ein reines Verteidigungsbündnis werden.“

      Zum Thema NATO sagt die AfD im Umkehrschluss: Die Nato ist kein Verteidigungsbündnis mehr. Hat die AfD recht oder nicht?

      Zum Thema Mia:
      Lesen sie mal die Hintergründe zur Tat.
      Stellen sich die Frage wäre dieser Migrant\Flüchtling nach geltenden Recht, lesen sie das Grundgesetz, die EU-Verordnung Dublin-II, die Genfer Flüchtlingskonvention im Bezug auf die Straffreiheit der illegalen Einreise, nicht im Land gewesen, würde Mia jetzt noch leben ?

      Ich könnte ewig so weiter machen… Silvesternacht in Köln und in den anderen Städten, Maria Ladenburger usw.

      Sie haben, wenn auch sehr simplifiziert, schon richtig erkannt ein „Männer-Problem“, brauchen wir jetzt noch mehr „Männer“-Probleme jedes Jahr ?

      Durch die Zuwanderung kommen ja mehr Männer, also auch ihre „Männer“-Probleme werden mehr, oder ?

      Das mit dem Hetzer nimm ich ihnen nicht übel, sie sind ein bissle entschuldigt durch die Folgen der Gehirnwäsche durch die Mainstream-Propaganda.

      Ich lade Sie herzlichst ein bei
      „Solidarität! Statt Ausgrenzung und Selbstgerechtigkeit“
      von Bernhard Trautvetter hier bei KenFM mitzudiskutieren.
      Dort gibt es eine interessante Diskussion mit mir und Herrn Trautvetter und anderen zum gleichen Thema.

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