TAZ & SPIEGEL – Billiger Verschwörungs-Journalismus

Von Uli Gellermann.

Was haben die TAZ und der SPIEGEL gemein? Beide Blätter kommen noch auf Papier daher und sind seit langem im Auflagen-Sinkflug. Beide haben eine Vergangenheit als ziemlich interessante journalistische Erzeugnisse. Und offenkundig keine Zukunft mehr. Nicht nur, weil das Internet den gedruckten Produkten längst den Rang abgelaufen hat. Auch weil der SPIEGEL sich seinem Konkurrenten FOKUS bis zur Verwechslung angeglichen und weil die TAZ sich der SPIEGEL-Linie bis zur Kenntlichkeit angenähert hat. Man darf beide Zeitungen zum Mainstream zählen: Brav russophob und auf das Corona-Regime vetrauend. Dass bei dieser Sorte Anpassung an die Regierungsmeinung die Qualität sinkt, dass die ursprünglich kritische Auseinandersetzung mit der Macht in der journalistischen Blindheit landet und diese Uniformität in der Langeweile, das wissen immer mehr ehemalige Leser. An beider Blätter Reaktionen auf die neue Grundgesetz-Bewegung – jene Empörung von UNTEN, die inzwischen jede deutsche Stadt erfasst hat – ist dieser Substanzverlust an einem synchronen Wort abzulesen: VERSCHWÖRUNG. Mit diesem geradezu regierungsamtlichen Begriff ist der Blick von OBEN von TAZ und SPIEGEL garantiert. In zwei parallelen Artikeln aus den letzten Tagen ist der Beweis für die Konformität der beiden Zeitungen einfach anzutreten.

Planung gegen staatliche Ordnung

Verschwörung, schreibt der DUDEN, ist die gemeinsame Planung eines Unternehmens gegen jemanden oder etwas (besonders gegen die staatliche Ordnung). Zur Zeit wird das Grundgesetz, die Grundlage der staatlichen Ordnung in Deutschland, von einer kleinen Gruppe von Politikern und Medien-Besitzern faktisch außer Kraft gesetzt: Die gesetzlich garantierte Versammlungsfreiheit ist abgeschafft. Diese brutale Änderung des Grundgesetzes könnte nur von zwei Dritteln der Mitglieder des Deutschen Bundestages und mit zwei Dritteln der Stimmen des Bundesrates beschlossen werden. Davon kann keine Rede sein. Von der Regierungsposition abweichende Meinungen zur Vorbeugung der Corona-Infektionen finden sich weder in den öffentlich-rechtlichen noch in den wesentlichen privaten Medien. Damit ist die im Grundgesetz festgelegte Meinungsfreiheit faktisch abgeschafft. Das kann nur als Verschwörung gegen die staatliche Ordnung bezeichnet werden.

Kein Beweis, keine Recherche, kein Journalismus

Wer dem Angriff gegen die staatliche Ordnung entgegensteht, wie eine wachsende Zahl von deutschen Bürgern auf Straßen und Plätzen, wird von den Einheitsmedien als „Rechts“ diffamiert oder als „Verschwörungstheoretiker“ gebrandmarkt, ein Begriff, der bestenfalls „Spinner“ bedeutet. Zugleich operieren Medien wir TAZ und SPIEGEL mit schlichten Lügen: Die TAZ behauptet zum Beispiel von Anselm Lenz, einem Sprecher der Berliner Pro-Grundgesetz-Aktionen, er „ermuntere“ Rechtsextreme. Beweis: Null. Der SPIEGEL lässt die Dreckschleuderei vom Thüringer Innenminister erledigen, der von den Pro-Grundgesetz-Aktionen behauptet: „Hier kippt der Protest schnell ins Antisemitische“. Beweis: wieder Null. Eigene Recherche des SPIEGEL? Null Komma Null. Den Mitinitiator der Berliner Samstagsaktionen, Uli Gellermann, nennt der SPIEGEL „prorussisch“. Die TAZ behauptet, Gellermanns Zielgruppe seien „Putin-Fans“. Rein zufällige Ähnlichkeit der beiden Zeitungen? Irgendeine Form von Beweisführung ist beiden Publikationen fremd, man setzt auf die seit Hitler in Deutschland übliche Russophobie.

Quelle: Verfassungsschutz

Die Quellen der angeblichen Journalisten von SPIEGEL und TAZ? Zum Beispiel der Verfassungsschutz beim SPIEGEL, der „bei der letzten (Berliner) Demo Rechtsextreme in mittlerer zweistelligen Zahl“ gesehen haben will. Ob er wohl seine eigenen V-Leute multipliziert hat? Die TAZ lässt die Berliner Innenverwaltung auftreten, die sähe in den Aufrufen zur Hygienedemo „ideologische Anknüpfungspunkte für Rechtsextremisten, insbesondere für rechtsextremistische Reichsbürger“. Natürlich muss die Innenverwaltung, zuständig für die politische Polizei, keinen Beleg dafür vorweisen. Dass politische Behörden politische Interessen haben und echte Journalisten ihnen erst einmal mit tiefem Misstrauen begegnen müssen, ist den beiden Blättern entweder nicht bekannt oder sie sind ideologisch befangen: Kein Beweis, keine Recherche, kein Journalismus, um die Behauptungen zu verifizieren. Gern kommen bei beiden Zeitungen solche Propagandaworte wie „verschwörungsideologisch“ oder „Verschwörungsmythen“ vor. Auch diese Begriffe, längst von der Lesergemeinde gelernte Verleumdungs-Vokabeln, bedürfen natürlich keiner Beweise: Sie funktionieren wie das Wort „pädophil“, wem das angehängt wird, der ist erledigt.

Haltet den Dieb!

Kritischen Lesern könnte auffallen, dass sich die beiden Zeitungen an keiner Stelle mit den Inhalten der neuen Bewegung auseinandersetzen. Man beschuldigt, statt zu argumentieren, man behauptet, statt redlich zu analysieren. Der Begriff „Verschwörung“ funktioniert wie der Ruf „haltet den Dieb!“ Er soll von der eigenen Verschwörung ablenken und andere jener gesetzwidrigen Tat bezichtigen, die man selbst verübt. Und geplant werden muss kaum: Man sieht sich ja in den einschlägigen Kneipen rund um den Reichstag, man kennt sich vom Bundespresseball, man trifft sich auf dem Empfang des Bundespräsidenten. Eine Hand wäscht die andere: Gibst du mir jene Information, dann verschweige ich diese. Vor allem: Man hat das gute Gefühl, dabei zu sein. So billig wird man korrumpiert, so preiswert ist Verschwörungs-Journalismus.

Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung.

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Bildquelle: nitpicker / shutterstock

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Dieser Artikel erschien am  11. Mai 2020 auf dem Blog Rationalgalerie.

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15 Kommentare zu: “TAZ & SPIEGEL – Billiger Verschwörungs-Journalismus

  1. Der Spiegel, ja. Mit dem hatte ich auch eine nette Zeit. Kann mich noch erinnern, Ende der 70 ziger Jahre in Westberlin. An den Unis die Dozenten, Ärzte, Verwaltung, Schule usw. Jeder der aussah als hätte er was auf dem Kasten, der hatte regelmäßig den Spiegel unter dem Arm. Vor sich hergetragen wie ein Ausweis, "seht mal, ich habe den Durchblick".
    Wollte ich auch. In Cafés, immer schön publikumswirksam den Spiegel hochgehalten, unterwegs drauf geachtet das mein Spiegel auch ja ein Stück aus dem Rucksack herausstand, so dass jeder sehen konnte – ich gehöre zu den Durchblickern.
    Ja, man war noch richtig jung, wollte aufdrehen, eine besondere Art Mädels beeindrucken. Und hey, überall war der Spiegel dabei, wie ein vor sich her getragener Nachweis für intellektuelle Befähigung(Durchblickerstatus).
    2 Jahre später war es mir peinlich mit dem Ding gesehen zu werden. Zu viele Dinge in der Berichterstattung kamen mir plötzlich seltsam und unpassend vor, also gemessen an meinen persönlichen Erfahrungen. Bei einigen kritikwürdigen Projekten hatten wir an den Spiegel geschrieben, in der Wahrnehmung war das ja damals "Die Instanz", da kam nicht einmal eine Eingangsbestätigung wie bei anderen Zeitschriften. Und das waren gute Schriftsätze. Um die langwidrigen Details jetzt zu sparen, ich, wie auch viele andere Leute in meinem Umfeld verloren langsam das Interesse an dem was im Spiegel stand, das passte zu vieles nicht. Ähnlich auch mit der Taz. Man entwickelte langsam ein kritisches Denken, bemerkte die Kluft zwischen der immer reißerischeren Berichterstattung und dem, hinter was die Zeitungen tatsächlich standen. Mitte der 80ziger war dann Schluss mit lustig, respektive Spiegel, Taz, FAZ usw. Irgendwann kam dann noch so ein Klon, hybride Mischzeitung namens Focus. Da hatte ich mal kurz rein gesehen, kam zu dem Schluss hier macht die Bild – Zeitung auf Spiegel.
    Ich denke der Spiegel hatte eine gute Zeit, die Ende der siebziger Jahre auslief. Viele gute Zeitungen und Zeitschriften haben sich damals durch Veränderung der politischen Situation oder profitorientierter Aufkäufe einfach "verabschiedet".
    National wie auch International. Schade, die "Vierte Macht" war damals schon dabei sich langsam aufzulösen.
    Und heute? Fast Alles nur noch von Profitgier getriebene und systemangepasste Werbepostillen. Die kritische Aufgabenstellung hat sich durch Aufkäufe der meisten Zeitschriften erledigt, die Besitzer wollen sich ganz sicher nicht mit dem System anlegen, gehören sie doch dazu. Unter den Schreiberlingen und Redakteuren gibt es zwischenzeitlich andere Prioritäten als die Wahrheit, das Aufdecken oder demokratierelevantes Hinterfragen. Hier zählt heute der Kontostand, die Audi & BMW – Lust, das Häuschen auf Ibiza. Man tut so als ob – reicht ja auch. Und die Besitzer sind auch nicht böse, hat man sich in diesen Kreisen schon längst damit abgefunden dass bald Schluss ist. Ich zumindest, kann es kaum erwarten.

  2. Liebe Mitmenschen,
    erinnert Euch daran, wie schwer es Galileo Galilei es hatte, als er seine Thesen veröffentlichte und behaltet Euren Mut.

    Es dauert eine Weile beim menschlichen Schwarm, bis die "Vögel", die die Flugrichtung schon gewechselt haben, von der trägen Masse des Schwarms, bemerkt werden. Deshalb schimpfen gerade viele, weil sie ihre Flugrichtung ändern müssen, um nicht mit uns, im Lebensflug, zusammen zu stoßen.

    Also weiter Querdenken und Querfliegen, immer auf Augenhöhe bleiben.

    Es gibt einen Riss in jedem Ding, durch den hindurch, wir schon den Lichtstrahl sehen. (L.Cohen)

    PS: Wir könnten Mal unsere Thesen, Forderungen und Wünsche an die Bundesvirusregierung irgendwo hin nageln…
    Vielleicht klappt es nochmal.

  3. Ich habe noch ein paar Spiegel – und Taz – Ausgaben aufgehoben, falls das wieder Toilettenpapier knapp wird.

    Das ist ein altes Kindergartenspiel. "Querfront", wie lächerlich. Das sind Vokabeln aus Dr. Goebbels Wörterbuch.
    Ich hau einen und wenn die Bundesviruskindergärtnerin, wegen des Geschreis kommt behaupte ich: "Er wars"…

    Auch hier würde ich gerne wissen WHO finanziert die Taz noch, außer die "Genossen" ?

    Schade jetzt wird unser Geld, nach 12 Jahren schwarzer 0 Zielvorgabe, mit vollen Händen ausgegeben und die kinderlose Bundesviruskanzlerin verschuldet ungeborene Generationen.

    Wenn wir nicht schon eine "crowdfinanzierte" Bundesvirusregierung hätten, würde ich vorschlagen wir rufen eine Gegenregierung aus.

  4. Der "Spiegel" – ist mutiert von einer demokratisch-kritischen Instanz zu einem Progadanda-Blatt, dessen Hntergrund-Interessen es m.E. noch immer gilt, offenzulegen.

    Verfolge ich dieser journalistischen Mutation, lande ich zwangsläufig bei der Berichterstattung zu HIV/AIDS.

    Aber überzeugen Sie sich selbst anhand einer "alten" Dokumentation (die damals immerhin offiziell eine Auszeichnung erhalten hat). Der "Spiegel" hat erkennbar schon damals seine Neutralität in den Wind geschrieben.

    Und wundern Sie sich bitte nicht über die Parallelen, die sich – denkt man selbst mit – zur aktuellen Corona-Krise zeigen:

    https://www.youtube.com/watch?v=q3y2IYZPFe8

  5. Die MSM kann man doch gar nicht mehr ernst nehmen.
    Wenn man sich ein wenig mit dem System beschäftigt hat und auch mit der Geschichte, dann erkennt man die Propaganda, das Framing und die Steuerung des Denkens der Menschen relativ gut bis leicht. Manchmal ist es besser versteckt, manchmal kann ich nur noch drüber schmunzeln oder den Kopf schütteln, was gerade für eine riesen Lachnummer vom Stapel gelassen wurde.
    Bis auf die Fußballergebnisse oder andere eher unbedeutende Ereignisse, ist der Mainstream reine Interessenvertretung geworden, inkl. der zumindest Spitzenpolitiker und die EU ist eh Privatpolitik.
    Sobald es sich um Themen wie Wirtschaft, Finanzsystem, Politik/Geopolitik und entscheidende Bereiche dreht, ist die Nachricht mindestens eingefärbt, lückenhaft, verdreht oder realitätsfern, im schlimmsten Falle einfach eine glatte Lüge. Es werden auch Bereiche ausgetestet, wie weit man "neues Land" betreten kann und wei weit die Menschen mitgehen.

    Die MSM tarnen sich stetig als die "Guten", die die die Wahrheit sagen und alle anderen sind automatisch die Verwirrten und Brandstifter und bringen die Scheindemokratie in Gefahr. Ich verstehe ja auch die MSM, wenn sie davon reden, dass dieses System dadurch in Gefahr gerät. Ihr System der Täuschung und der Umverteilung, welches sie als Demokratie darstellen.
    Ich denke mir da immer.. es wird allerhöchste Zeit, diese Diktatur und Plünderung zu beenden und Stück für Stück gegen ein System einzutauschen, das uns an die Spitze hebt und den Rest als Dienstleister unten drunter ansetzt.
    Ich brauche keine Wirtschaft der ich diene.. wir brauchen eine Wirtschaft die uns dient und den Fortschritt so einbindet uns zu befreien und unsere Erdkugel trotzdem in einem stabilen Umfeld belässt.

    Ich vergleiche es immer mit meinen ganzen technischen Geräten.. Vom Handy über den Geschirrspüler und PC bis zum Sensor-Staubsauger, diese Sachen sollen mir das Leben erleichtern und mich von vielen Zwängen stark befreien.
    Jetzt wäre es aber so, dass mich diese Sachen nötigen mehr und mehr zu tun und meine Zwänge zunehmen.. also dann brauch ich diesen ganzen Krams auch nicht und schaffe das Handy wieder ab und mähe meinen Rasen mit dem guten alten Rasenmäher…
    Es kann nicht sein, dass der Mensch samt der Erdkugel ganz unten steht und wenigen Macht- und Herrschaftssüchtigen als Milchkuh dient, der man allen Lebenssaft bis auf die Knochen entzieht und dann schlachtet… Und dazu bedient man sich den Mitteln der Politik, Medien, Wirtschaft, Finanzsystem und der Lüge und Propganda, der Angst und der Knechtschaft, des Krieges in allen Facetten und der Kontrolle…

    Ich denke wir haben das lange genug mitgemacht und die Verantwortlichen hatten ihre Chance. Sie haben gezeigt, dass sie mit der Verantwortung nicht umgehen können und das sich das System immer stärker verschlimmert und unsere Erde so langsam vor die Hunde geht.
    Besser wurde es immer dann, wenn die breite Schicht der Menschen Gegenwehr geleistet hat und soziale Errungenschaften eingebracht hat.
    Wir können Minderheiten nicht mehr über uns entscheiden lassen. Wie die Geschichte immer wieder beweisst, geht das nicht gut.. Und da spielt es keine Rolle ob das System DDR oder Westen heisst. Egal wo Machtzentralisierung stattfindet, es tendiert stark zum Chaos und Leid, und wenn wir dazu in der Lage sind, Zerstörung des Planeten..

    Ich glaube daran hat keiner Interesse…
    Also wir brauchen dringend eine Abkehr von diesem Minderheitensystemen. Früher haben diese Irren nicht so viel Schaden anrichten können.. Heute sind alle Menschen und der Planet selbst in Gefahr.
    Das muss gestoppt werden.. und nun ratet mal wer in der Geschichte der Menschheit das Privileg und die Pflicht hat dies tun zu dürfen?
    Wir alle… jetzt!
    Ich hätte als Kind nie gedacht, als ich dem Geschichtsunterricht gefolgt bin.. dass ich viele Jahrzehnte später mal so eine entscheidende Rolle in genau dieser spielen würde… Man die werden uns in 100 Jahren sowas von feiern… Worauf warten wir noch?

  6. Der Spiegel sagt Uli Gellermann ist prorussisch – Mon Dieu!
    Vielleicht will er sich nicht dem Mainstreamjournalismus anschließen und eine kalkulierte Russophie entwickeln?
    Vieleicht ist auch alles ein Irrtum und er in Wirklichkeit proportugiesisch – wer weiss!?

    Interessant ist auch die Geschichte, die Uli Gellermanns Versuch beschreibt, sich dem Mainstreamjournalismus qualitativ anzunähern.
    Er hielt der Süddeutschen einfach den Spiegel vor.
    Aus dem Artikel resultierte ein Rechtsstreit den Uli Gellermann 2018 vor Gericht gewann:

    Uli Gellerman versus Harald Wetzel

    EIN POSTFAKTISCHES ARSCHLOCH IN DER SÜDDEUTSCHEN
    Neue Hexenjagd: Donald Trump schlagen und Putin meinen

    Große Schlagzeile: HERR X IST EIN KINDERSCHÄNDER! Ganz, ganz klein im Text: Bisher ist es nicht bewiesen. Nach dieser Ekel-Methode, die sich für Journalismus ausgibt aber in Wahrheit den Zuhälter für bestimmte politische Interessen macht, verfahren zur Zeit nahezu die kompletten deutschen Medien. Die einst durchaus respektable SÜDDEUTSCHE ZEITUNG führt diesen Gossen-Journalismus geradezu an und lässt auf Seite 3 ihrer heutigen Ausgabe einen Hubert Wetzel ganzseitig los, dem der Sensations-Geifer auf die Tasten tropft:

    „Eine Sexorgie in einem Moskauer Hotel?“ fragt der Wetzel mit nichts in der Hand als einem „ehemaligen britischen Geheimdienstmitarbeiter“ der ein Schmuddel-Dossier zu Trump herumreicht, in dem nichts, aber auch gar nichts bewiesen wurde. Und auch wenn Wetzel eher beiläufig erwähnt, dass nichts bewiesen ist, erhebt er das Geklittere gezielt in den Rang eines Dokumentes. Geradezu beschwörend taucht dieses Wort für eine Fälschung immer wieder auf, um die Schmiererei auseinandersetzungsfähig zu machen.

    Genüsslich wälzt sich Wetzel in Einzelheiten, die wahr sind: Es gibt das erwähnte Hotel, es gab eine Reise Trumps nach Moskau, es gibt das „eine große Bett“ in dem schon die Obamas geschlafen haben und in dem das alles stattgefunden haben soll. Und kaum ist das „ist nicht bewiesen“ in den Artikel geworfen, wahrscheinlich wegen der teuren Folgen einer Verleumdungsklage, glitscht der Autor ins scheinbar Faktische: „Und weil Trump Michelle angeblich abgrundtief hasst, heuerte er russische Prostituierte an, die für ihn eine Orgie auf diesem Bett veranstalteten.“ Diese Behauptung ist zwar ebenfalls völlig unbewiesen, wird aber von Wetzel als faktisch erzählt, damit er nur ja weiter der verklemmten Fantasie des Dossiers folgen kann, die wahrscheinlich der seinen entspricht: „Die Einzelheiten (der vorgeblichen Orgie) sind unappetitlich“, das geht noch als Zitat durch, aber schon mit Wetzels Satz „Mag sein, dass das Hotel ihm beim Check-out eine neue Matratze auf die Rechnung gesetzt hat“ erreicht er das angeblich Faktische und befriedigt doch nur seine voyeuristischen Vorstellungen und sich selbst.
    Beispielhaft ist auch eine fette Zwischenüberschrift: „Nichts ist bewiesen, aber die Details reichen klar, um die Dienste in Alarm zu versetzen“. Ja, suggeriert Wetzel, aber wenn die Geheimdienste schon durch die Details alarmiert sind, dann ist es völlig egal, ob was bewiesen ist oder nicht. Es muss auch mich und meine Leser total alarmieren! Denn immerhin: Es gibt Details!

    Und so füllt Wetzel jede Zeile seines Artikels mit einer Methode, die man auf ihn anwenden muss, etwa so: "Wetzel ist eine echte Schmierblatt-Sau, auch wenn das nicht bewiesen ist, kann es gut sein, dass er auf seinen Artikel onaniert hat. Zwar weiß man es nicht genau, aber wenn man diese Behauptung ernst nimmt, dann erhält man ein erschreckendes Bild. Weitere erschreckende Details sollten auch Sie alarmieren. Angeblich lässt sich Wetzel für diesen Artikel deutlich mehr zahlen, als eine normale Prostituierte verdient. Aber er erarbeitet sich das auch so dreckig wie möglich."

    Das ganze SZ-Geschreibe mündet dann in diesem Original-Artikel-Satz: „Danach ist Trump im Grunde kaum mehr als ein politischer Geschäftspartner von Wladimir Putin“. Danach meint, wenn man dem Geheimdienst-Dossier folgen würde. Die meisten deutschen Medien beziehen sich nun auf das 35-Seiten-Geschmiere eines dubiosen Ex-Geheimdienstlers. Aber darum geht es in Wahrheit: Man schlägt Trump und meint Putin!
    Trump ist ein unangenehmer Oligarch. Aber noch hat er den Clinton-Obama-Grad nicht erreicht: Weder hat er 50.000 Libyer auf dem Gewissen, noch hat er versucht, über den Ukraine-Konflikt einen Krieg mit Russland loszutreten, noch hat er mit Islamo-Faschisten in Syrien zusammengearbeitet. Trump hat aber einen viel schwereren Fehler begannen: Er hat im Wahlkampf erzählt, dass er ein entspannteres Verhältnis zu Russland anstrebe. Ob er das wirklich umsetzt, weiß keiner. Aber schon der Versuch, vielleicht mal ganz normal mit Putin zu reden, reicht offensichtlich aus, um einen braven Immobilien-Hai zum Gesetzlosen zu stempeln. Das macht das normale SÜDDEUTSCHE-Arschloch zu einem gefährlichen Hexenjäger, der aus dem Postfaktischen unbedingt in den Prä-Krieg mit Russland rein will.

  7. Ich möchte an dieser Stelle nochmal auf den Fall Beate Bahner hinweisen: https://www.youtube.com/watch?v=PVAh5AUAxWE Beate Bahner hatte als erste Juristin in Deutschland öffentlich Verfassungsklage gegen die Covid-19 Maßnahmen eingereicht und wurde kurz daraufhin in die Psychiatrie zwangseingewiesen. Seit ein paar Tagen sind alle Inhalte welche Frau Bahner auf ihrer Internetseite zum Thema Covid-19 verfasst hat nicht mehr abrufbar. Stattdessen findet sich ein einziger Satz: "Rechtsanwältin Bahner ist auf unbestimmte Zeit erkrankt.", OBWOHL sie bereits wieder aus der Psychiatrie entlassen wurde und Stellungnahmen auf ihrer Homepage veröffentlichte. http://www.beatebahner.de/

    KenFM ist bis jetzt auch nicht weiter auf den Fall Bahner eingegangen. Wäre es nicht interessant hier weiter zu recherchieren?

  8. Mir erklärt sich auch nicht, warum ausgerechnet die Telekom sich nun in die V.-Hetze einzumischen zu haben meint??

    Warum wird mir als harmloser Passant und ÖPNV-Bahn-Nutzer am Morgen über diese unseligen riesigen Bahnhofs-TV-Flacker-Flächen (ohnehin nur gedacht um uns noch mehr zu stressen & zu verwirren!) großformatig erklärt " Verschwörungs-Theoretiker sind s c h w e r zu erreichen" und obendrein mit der Signatur eines Psychologen Soundso.

    Was soll das??
    Wozu diese freche, unterschwellige Beleidigung, V. wären alle mental irgendwie behindertt??
    Was erdreisten die sich??
    Eine Privatfirfma wie die Telekom nutzt den Öffentlichen Raum um polit. Propaganda gegen andersdenkende Bürger zu machen mittels banalster & frechster Beleidigung und Ausgrenzungen??
    Leben wir hier tatsächlich in irgendeinem diktatorischen Bananen-Land?
    WER hat das so angeordnet UND so abgesegnet?

    Für mein Empfinden geht das absolut zu weit, ich finde das diese zeitgleich geschaltete Propaganda, die offensichtlich inzwischen nicht mal mehr nur in den MSM, sondern auch im Privatsektor geführt wird, nicht mehr hinnehmbar und mehr als skandalös.

    Ganz abgesehen davon, dass man die Verursacher dieser häßlichen Machenschaften nie, nie, nie wieder ernst nehmen oder gar nutzen kann.

    Und wenn man dann noch liest, dass vor dem Apple-Shop die Leute in einer 100 m langen Schlange stundenlang auf Einlass warten, um sich dann, endlich einmal an die Tür gelangt, auch noch Fieber messen (!!) zu lassen und ihre sämtlichen Daten angeben, ganz freiwillig & begeistert…

    dann verliert man wirklich so langsam den Galuben an die Menschheit und leider auch an irgendwelche menschliche Unterstützung bei all diesen Irrsinn.

    • Oder sollte diese Bahnhofs-Propaganda der Telekom O-Ton "Verschwörungs-Theoretiker sind s c h w e r zu erreichen" sich bereits einzig gegen den Whistle-Blower aus dem Gesundheitsministerium gerichtet, um den als verrückt darzustellen und zu erklären?

      Was für ein schlimmes Drama!

  9. Ergänzend:

    Verschwörungstheoretiker! Rechtsradikal! … Wie solche üblen Etiketten gemacht werden, auch von der Tagesschau
    11. Mai 2020 um 8:43 Ein Artikel von: Albrecht Müller

    Verschwörungstheorie, Rechtsradikale, AfD-nah – so oder ähnlich lauten die Etiketten für jedermann und jede Frau, die den Regierenden und Meinungsführern nicht passen. Am konkreten Fall kann man zeigen, wie das geht und wie die Etikettierung angewandt wird. Menschen, die die amtliche Bewertung der Corona-Krise und vor allem die Lockdown-Entscheidungen von Bund und Ländern nicht für richtig halten und für Lockerung plädieren, werden zu Verschwörungstheoretikern erklärt. Das ist die erkennbare große Linie der Meinungsmache. Was jetzt, besonders massiv am vergangenen Wochenende, zur Bewertung und Abwertung des Protestes benutzt wird, ist zuvor geplant und angelegt worden. Albrecht Müller.

    Den Vorgang beschreiben wir anhand einiger Tagesschau-Meldungen. Was dort geschieht, ist repräsentativ für viele Medien. Und die Politik hat sich angehängt – beispielhaft und mustergültig der Generalsekretär der SPD, Klingbeil. Auch darauf wird am Ende dieses Artikels eingegangen.

    Und nun zur Beschreibung und Analyse der aktuellen Vorgänge:

    Die Tagesschau berichtete gestern Abend wie schon am Samstag, dem 9. Mai:

    Proteste gegen Maßnahmen: Tausende bei Demos gegen Corona-Regeln

    Hier einige Passagen von Relevanz:

    Hauptredner in Stuttgart war der wegen seiner Verschwörungstheorien umstrittene Youtuber Ken Jebsen. Bei einer von Gewerkschaften und linken Gruppierungen organisierten Gegenkundgebung sagte eine ver.di-Sprecherin, man müsse in der Corona-Krise zusammenstehen, anstatt zu hetzen und klare Kante gegen rechts zeigen.

    Da wird schon gar nicht mehr hinterfragt, ob das Etikett Verschwörungstheoretiker angebracht ist. Interessant ist auch der Hinweis auf die Gegenkundgebung von Gewerkschaften und anderen sogenannten linken Gruppierungen. Das sind Zeichen der Anpassung an die herrschende Linie, auch Zeichen der erkennbaren Spaltung des linken Potenzials.

    Dann geht es weiter bei der Tagesschau vom 9. Mai:

    Warnung vor extremistischer Unterwanderung

    Die Sorge vor Unterwanderung der Proteste durch Rechtsextremisten beschäftigt deutsche Innenpolitiker. Der thüringische Innenminister und derzeitige Vorsitzende der Innenministerkonferenz, Geog Maier, warnte vor Versuchen “von Extremisten, die Proteste zu kapern”, wie er dem “Spiegel” sagte. Er will das Thema auf die Tagesordnung der nächsten Innenministerkonferenz setzen.

    Auch der Berliner Innensenator Andreas Geisel sieht eine drohende Einflussnahme von Extremisten: “Das Gefährliche daran ist, dass diese Leute mit ihren kruden Thesen auch Menschen erreichen, die eigentlich fest auf dem Boden des Grundgesetzes stehen”, sagte der SPD-Politiker dem Magazin: “Die lassen sich dann für die Verbreitung von Verschwörungstheorien instrumentalisieren.”

    Die Tagesschau berichtet hier – und in Wiederholung dann auch am Sonntagabend – von Unterstellungen offizieller Personen, die demonstrierenden Gegner der Coronapolitik drohten von Extremisten unterwandert zu werden – so der thüringische Innenminister und der Berliner Innensenator. Immerhin wird konzediert, dass die Proteste auch von Menschen getragen werden, die „eigentlich fest auf dem Boden des Grundgesetzes stehen“.

    Komplett unter:
    https://www.nachdenkseiten.de/?p=60879

    Noch zweierlei Anmerkung. Erstens, wenn staatliche Funktionsträger des Inneren von Verschwörungstheorien daherreden, dann ist das schon einigermaßen drollig, da, als Befasster mit den Geheimdiensten des Inneren, ist das ein hauptsächlicher Betätigungsbereich, die Verschwörungspraxis.

    Zweitens, die Gewerkschaften als insgesammt pseudo-linke Organisationen stinken vom Kopfe her und sind seit je und immer mehr Organisationen, die den Status quo zu wahren haben. Auch hier gibt es bei den NachDenkSeiten lesenswerte Artikel:

    Bsp.:
    Das geplante Desaster der Deutschen Bahn – Beraterverträge für Ex-Politiker und Gewerkschafter
    05. September 2019 um 9:00 Ein Artikel von: Albrecht Müller

    Das Desaster der Deutschen Bahn ist kein Versehen. Es gibt Täter. Sie sitzen in der Bundesregierung, im Bundestag und seit Jahren im Tower der Deutschen Bahn. Arno Luik, langjähriger Stern-Autor und profilierter Bahn-Kenner, zeigt in seinem Buch „Schaden in der Oberleitung“ das komplette Desaster detailliert auf. Er nennt Ross und Reiter, er nennt die Täter. Albrecht Müller.

    (…)
    Da wäre noch Norbert Hansen, Boss der größten Bahngewerkschaft Transnet. Im Mai 2005 wechselte der Gewerkschafter plötzlich die Fronten und ging, ohne auch nur mit der Wimper zu zucken, als Arbeitsdirektor in den Bahnvorstand.

    War das der Dank der Bahnspitze dafür, dass Hansen sich vorher so vehement gegen die offizielle Linie der Gewerkschaften in Sachen Bahnprivatisierung gestellt hatte? Weshalb er sich in den Jahren zuvor in seiner Gewerkschaft, in seiner SPD so heftig für den Börsengang der Bahn eingesetzt hatte? Es ist wohl das erste Mal in der Geschichte der deutschen Gewerkschaftsbewegung, dass sich ein Arbeiterführer so schnell, so wahrhaft schamlos für seine Hilfsdienste hat einkaufen lassen.
    https://www.nachdenkseiten.de/?p=54577

    Und Bsp.:
    Leserbriefe zum Interview mit Katrin Mohr von der IG Metall – harte Meinungen und bittere Erfahrungen Gewerkschaften betreffend
    31. Juli 2019 um 10:53 Ein Artikel von: Redaktion

    Dazu fällt mir aber sofort etwas auf.

    Und zwar meine damalige Zeit, in der ich noch aktives Mitglied eines des größten europäischen Stahlunternehmes gewesen bin, die direkt an die IG Metall angeschlossen waren.

    Dazu kann ich Ihnen folgendes berichten:

    Ich war selbst oft genug Zeuge so manch einer korrupten und ehrlosen Vereinbarung mit gerade dieser Gewerkschaft.

    Sicherlich sind dort viele Menschen tätig, die auch und insbesondere aus ihrer persönlichen Einstellung heraus für diese Gewerkschaft tätig sind.

    Aber im Großen und Ganzen kann ich aus erster Hand berichten, dass die Führungsriege dieser Gewerkschaft nichts anderes ist, als Teil des kaputten Systems, welches hauptsächlich darauf bedacht ist, sich und ihre eigenen Pfründe zu sichern.
    (…)
    Mehr noch. Mir wurde innerhalb des BR mit Gewalt und dem Rauswurf aus allen Ausschüssen gedroht, falls ich den Kollegen im Betrieb etwas von dieser “Vereinbarung” erzählen sollte. Weil ich sonst damit den sozialen Frieden im Unternehmen massiv stören würde.

    Daraufhin rief ich die IG Metall Bezirksvertretung in Düsseldorf an und bat um eilige Unterstützung.

    Diese schickten auch tatsächlich und unverzüglich den ersten Sekretär, der für den Großraum Düsseldorf verantwortlich war. Dieser “Kollege” … riet mir in einem vier Augen Gespräch nichts anderes, als mich dem Rest des Gremiums “anzupassen”. Nur so könnte ich ein wichtiger Teil des BR bleiben. Auch deshalb, weil ich alleine nichts verändern und schon garnichts erreichen könnte.
    https://www.nachdenkseiten.de/?p=53854

    P.S.: Wie ist das nun mit dem Verfassungsschutz, jetzt da ihm das Schutzobjekt abhanden geraten ist? Oder anders gefragt, gegen wen müsste der Verfassungsschutz gerade jetzt aktiv werden? Also das nur, sollte man das Etikett ernst nehmen.

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