Teaser: Dr. Daniele Ganser: Frieden ist die Basis von allem

„Es gibt nur ein perspektivisches Sehen“

Diese Erkenntnis von Friedrich Wilhelm Nietzsche hat Folgen, wenn man sie wirklich versteht. Nach Nietzsche existiert das, was man Objektivität nennt, überhaupt nicht. Objektivität ist immer abhängig vom Standpunkt des Betrachters. Objektivität ist immer das Resultat eines Prozesses, bei dem die eigene Position und Meinung massiv zu dem beiträgt, was man später DIE Wahrheit nennt.

Wahrheit ist in Wirklichkeit immer auch Meinung und damit manipulativ. Das hat Folgen. Vor allem für die Presse, die stets beteuert, neutral zu sein, objektiv, und das oft auch glaubt.

Schon die Auswahl eines Themas ist streng genommen eine Form der Beeinflussung. Wer fokussieren will, muss ausblenden. Er muss sich auf einen Standpunkt konzentrieren und damit gegen den Rest aller anderen Sichtweisen, die er theoretisch auch einnehmen könnte, entscheiden.

Was uns die Tagespolitik als Realität, Wahrheit oder Ist-Zustand verkauft, ist nichts anderes als das Festlegen auf eine Meinung, die nur deshalb von der Masse nicht hinterfragt wird, da sie massiv publiziert wird. Wenn in allen Zeitungen, Radio- und TV-Sendern zu Person X die selben „Fakten“ veröffentlicht werden, nimmt der Bürger an, es gäbe nur diese Fakten und sie wären die ganze Wahrheit. So entsteht das, was man Meinungshoheit nennt und die wird von den Machthabern mit allen Mitteln verteidigt. Die herrschende Meinung ist immer die Meinung der Herrschenden. Überall. Wer in einer Machtpyramide der Spitze offen widerspricht, bekommt spätestens dann Gegenwind, wenn er allein durch seine Reichweite an Relevanz gewinnt. Das Netz bietet diese Möglichkeit auch Personen, die von der Mainstream-Presse bisher erfolgreich totgeschwiegen wurden.

Speziell bei Presse, reagiert der sogenannte „freie“ Markt extrem aggressiv, wenn Abweichler es wagen, eigene Interpretationen in diesen Markt zu pumpen. Machterhalt ist ohne Manipulation der Massenmeinung ein viel zu kompliziertes Geschäft. Wer es versteht, die Information zu begrenzen, schränkt damit Denken ein und was nicht gedacht werden kann, kann auch nicht ausgesprochen werden. Gerade in einer Demokratie ist die Kontrolle dessen, was auf der Straße gesprochen wird, elementar. Abweichende Meinungen können sich dynamisch und damit kaum berechenbar gegen die Eliten entwickeln und schnell wahlentscheidend werden.

Die Hauptaufgabe der Presse besteht weniger darin, diese Bevölkerung mit Informationen zu versorgen, auf das sich diese ihre Meinung selber bilden möge, vielmehr geht es darum für sämtliche relevante Geschehnisse einen Deutungsrahmen vorzugeben. Die Technik nennt man „FRAMING“.

Wer es wagt, diesen Frame, diesen Deutungsrahmen zu hinterfragen, zu verlassen oder einen alternativen Deutungsrahmen anzubieten, wird an der Meinungsfront mit allen Mitteln bekämpft.
Rufmord ist das Ziel.

Dr. Daniele Ganser, Historiker und Friedensforscher aus der Schweiz, hat mit seinem aktuellen Bestseller „Illegale Kriege: Wie die NATO-Länder die UNO sabotieren. Eine Chronik von Kuba bis Syrien“ einen alternativen Deutungsrahmen zur Geschichte vorgelegt.

Ganser schlägt vor, die NATO-Brille beim Betrachten geschichtlicher Ereignisse abzusetzen und sie durch die Brille der UNO zu ersetzen. Völkerrecht statt das Recht des Stärkeren, sollte unser aller Standpunkt sein, wenn wir Geschichte bewerten. Früher nannte man Leute wie Ganser „Ketzer“ und verfrachtete sie auf den Scheiterhaufen. Scheiterhaufen gibt es immer noch, nur sind sie heute digital.

Ganser hielt Anfang Dezember 2016 einen Vortrag zum Thema „Framing“ im Berliner Kino Babylon und war erneut Gast bei KenFM, um über sein aktuelles Buch zu sprechen. Der Vortrag wird am 1. Februar, das Interview am 3. Februar bei KenFM online gehen.

20 Kommentare zu: “Teaser: Dr. Daniele Ganser: Frieden ist die Basis von allem

  1. 100 %ige Zustimmung. Jeder sollte mal darübernachdenken, wenn die Main-Stream-Medien in einem Halbsatz mitteilen, dass Deutschland weitere Soldaten in das Ausland schickt, wie wichtig es ist, dagegen aufzustehen und dagegen zu protestieren.

    Das ist ein existentielles Thema; nicht welches Kleid Frau Trump trägt oder ob Frau Merkel ihre Mundwinkel nach unten zieht.

  2. freue mich schon auf das Interview.
    Ohne Frieden ist kein normales Leben möglich. Das scheinen viele zu vergessen. Finde das Beispiel von Dr. Ganser mit den Schminktipps bei YT sehr bezeichnend. Nur ist die Frage wie bekommt man solche Menschen dazu, sich die Vorträge von Dr. Ganser anzuhören? Oder sich über andere Themen Gedanken zu machen?
    Hat jemand von euch eine Idee?
    Habe mir das noch nie angeschaut. Aber jetzt rechechiert und ein Video gefunden mit 2.183.072 Aufrufen.
    Kaum zu glauben aber es ist so.
    ALLTAGS MAKE-UP – Dagi Bee
    https://www.youtube.com/watch?v=uiiV0FVa7uw

    • Hallo Palina,
      diese Frage habe ich mir auch schon oft gestellt.

      Es würde mich sehr interessieren, was die jungen Mädchen wirklich beschäftigt. Welche Vorbilder sie haben und was sie neben diesen ganzen Make-Up Videos noch konsumieren. Eine kleine Befragung einzelner Mädchen via Youtube wäre hier bestimmt eine gute Möglichkeit. Des Weiteren denke ich, dass man ihnen auch eine Alternative bieten müsste. Von allein würden sich die wenigsten mit einam Video von Herrn Ganser auseinandersetzen. Bietet man ihnen jedoch z.B. einen Youtube-Channel der auf diese Zielgruppe eingestellt ist, so könnte man bestimmt einige Mädchen erreichen und ein wenig zum Nachdenken bewegen.

  3. Krieg den Mensch dann kriegst du auch den Krieg. Zuerst kommt die Wirtschaft, dann die politisch motivierte Propaganda. Hass wird geschürt bis zum Erbrechen. Ein über die Zeit zunehmendes, unübersichtliches Durcheinander. Zu oft wird es uns weder verschleiert noch zensiert dargeboten, aber der Trageweite der Informationen sind sich zu wenige bewusst. Hauptsache der Rubel rollt – und zwar bis übermorgen und die Mächtigen können ihre Taschen füllen, ganz ohne Sorgen. Kriegst du das Geld, kriegst du den Mensch, doch wenn nichts übrig bleibt, was hast du dann, Mensch?

  4. Zufälligerweise beschäftige ich mich gerade mit dem Syrienkrieg. Ich habe hierzu eine rechtliche Frage. Vielleicht hat ja hier jemand eine Antwort drauf =)

    Ganser meint, dass der Syrienkrieg illegal sei, da keine gültige UN-Resolution vorläge. Er verweist auf die UN-Resolution 2249 (http://www.un.org/en/ga/search/view_doc.asp?symbol=S/RES/2249%282015%29) und sagt, dass hier zwar stehe, dass gegen den IS in Syrien alle Maßnahmen ergriffen werden können, aber unter Beachtung des Völkerrechts (stimmt soweit ich das beurteilen kann)
    Ganser leitet jedoch daraus ab (so verstehe ich ihn), dass immer noch die Souveränität Syriens zu beachten sei. Ein Eindringen beispielsweise in den syrischen Luftraum ohne ein Zustimmung Assads wäre also illegal.

    Ist es aber nicht so, dass die UN-Resolution diese Souveränität Syriens aufhebt, indem sie den IS auf syrischem Gebiet „zum Abschus“ freigibt?

    Hier der wichtige Teil in meinen Augen:

    „5. Calls upon Member States that have the capacity to do so to take all necessary measures, in compliance with international law, in particular with the United Nations Charter, as well as international human rights, refugee and humanitarian law, on the territory under the control of ISIL also known as Da’esh, in Syria and Iraq, to redouble and coordinate their efforts to prevent and suppress terrorist acts committed specifically by ISIL also known as Da’esh as well as ANF, and all other individuals, groups, undertakings, and entities associated with Al Qaeda, and other terrorist groups, as designated by the United Nations Security Council, and as may further be agreed by the International Syria Support Group (ISSG) and endorsed by the UN Security Council, pursuant to the Statement of the International Syria Support Group (ISSG) of 14 November, and to eradicate the safe haven they have established over significant parts of Iraq and Syria;

    6. Urges Member States to intensify their efforts to stem the flow of foreign terrorist fighters to Iraq and Syria and to prevent and suppress the financing of terrorism, and urges all Member States to continue to fully implement the above-mentioned resolutions;“


    • in compliance with international law ..
      heißt meiner Meinung nach
      unter Einhaltung internationaler Gesetze
      wäre also eine einschränkende Wirkung

      Es wird also zu Maßnahmen aufgerufen, wenn diese die UN-Charta einhalten.

    • Danke erst einmal für deine Antwort 😉

      Jaber der Sicherheitsrat kann Eingriffe in Staaten anordnen und das tut er ja irgendwie, wenn er sagt: „Calls upon Menber Stats […] to take all necessary measures […] on the territory under the control of ISIL also knwon as Da esh, in Syria and Iraq, to redouble and coordinate ther efforts to prevent and supress terrorist acts […]“

      Vielleicht bleibt die Resoulution auch absichtlich etwas nebulös…

  5. Ganser hat eine Lücke in seiner Argumentation: Zuerst sagt er, man solle sich hüten den Staat abzuschaffen, seltsamerweise nennt er den Staat „Rechtsstaat“, was auch immer das sein soll, und dann sagt er, dass die Basis von allem der Frieden sei – man könnte meinen, er denkt, der Staat sei der Hüter des Friedens… was ziemlich ahistorisch wäre, denn ohne Staat gab es bisher ja auch keinen Krieg 😉 Denn Staat, die Struktur der politischen Zentralisation, ist ja erst die Grundlage für Krieg….
    Auch legt er nicht dar, dass zwar in der Bundesrepublik 50 Jahre lang kein militärischer Krieg herrschte, aber die Arbeiterklasse von der Bourgeoisie permanent ausgebeutet wurde (Was auch für die Bonzen in der DDR galt) und auch viele Todesopfer zu beklagen hatte. Also die Reichen nannten das zwar „sozialen Frieden“ oder „Sozialpartnerschaft“, aber wenn man denen das alles glaubt, dann brauch man auch nicht als Aktivist auftreten, sondern kann einfach bei denen einsteigen. Dafür gibt es Bewerbungsverfahren.

    Lohnsklave zu sein, ist kein Frieden.
    Politisch unmündig zu sein, ist kein Frieden.
    Wahlvieh zu sein, ist kein Frieden.
    Ökologische Zerstörung, ist kein Frieden.
    Bespitzelt zu werden, ist kein Frieden.
    Ein vorgezeichnetes Leben zu führen, ist kein Frieden.

    Frieden ist nicht nur die Abwesenheit von Krieg. Wenn ja, dann können sich die Leute ihren sogenannten Frieden sonstwo hinstecken.

    Und „Frieden“, zumindest die abstrakte Vorstellung, die uns hier der Ganser vermittelt, ist auch nicht die Basis von allem – Krieg kann das zwar alles zerstören, aber das macht den „Frieden“ nicht automatisch zum Garant des menschlichen Lebens… die Gegenseitige Hilfe ist der Garant allen menschlichen Lebens – das hängt zwar mit Frieden zusammen, aber ist nochmal was anderes – die Gesellschaft aller und die in ihr stattfindende menschliche Kooperation steht dem, was Politiker als Frieden bezeichnen neutral gegenüber – pazifistisch bspw. sind Menschen nie – das würde auch gar nicht gehen. Denn unsere Fehlbarkeit schafft automatisch auch im Miteinander Konflikte. Meistens handelt es sich dabei aber um Chancen… und nicht um Desaster, es sei denn, Menschen können ihre Differenzen nicht kultiviert, also auf einer Wellenlänge beilegen – wenn der Staat als Nutznießer der menschlichen Konflikte auftritt, als sogenannter „Rechtsstaat“ bspw. dann wird es erst pervers. Dann wird wegen Kleinigkeiten schon mal ein Krieg vom Zaun gebrochen, der, wegen der Größe der Einflusssphäre von Staaten, schon mal einige Millionen Todesopfer haben kann….
    Wir wissen heute, dass die Mär vom Krieg aller gegen alle wissenschaftlich und besonders historisch nicht haltbar ist. Der Mensch ohne Staat hat sich nicht bekriegt, sondern einander geholfen, auch ohne politisches Kirchengebilde, weil er sonst gar nicht in der Lage gewesen wäre, bspw. große Gegner, wie Höhlenbären zu besiegen.
    Ich finde an diesem kurzen Video gemessen, die mangelnde Klarheit, die mangelnde Definition von Frieden hier sehr fragwürdig. Was die Reichen als Frieden bezeichnen, dass kann ja schnell mal viele tausend Arme das Leben kosten… welche Art Frieden meint denn der Ganser?
    Ich finde auch nicht, dass es sein kann, dass der Eine eine Millionen für’s Nichtstun erhält und der Andere für harte Arbeit einen Bandscheibenvorfall…. wenn dieses Missverhältnis der Klassen, ohne militärische Auseinandersetzung Frieden ist… naja, dann halte ich nicht viel vom sogenannten Frieden.
    In einer Bewegung muss Klarheit herrschen – man kann nicht die Menschen ködern, mit Dezentralisation und dann doch wieder nach Zentralisierung über ihre unmündigen Köpfe hinweg kommen…
    Man muss sich schon über die Rolle des Staates in der Geschichte klar werden – auch als Historiker steht man vor der Notwendigkeit die tatsächliche Geschichte zu analysieren und nicht aus den abstrakten Sphären der politischen Philospohie (der politischen Religion) zu synthetisieren….
    Wenn Intellektuelle zu viel reden, dann wird mir immer schlecht. Sie gehen nämlich gerne über alle jene hinweg, die nicht ihre Lebensrealität teilen. Die meisten von ihnen sind Diener der Mächtigen, weil sie einfach in deren Bildungsinstitutionen in deren Geist erzogen wurden. Das ist schade, aber man muss leider immer wieder zu dem Schluss kommen, dass man wie es Jebsen sagte, IMMER selbst der Wandel sein muss, den man sehen will. Gesellschaftsvorstellungen, wie die des Staates, die einem genau dazu keinen Raum lassen, brauchen also auch keine Fürsprecher in unseren Reihen zu haben.

    • Die Grundlage von Krieg ist Gier. Nicht Staaten sind dafür verantwortlich sondern Nicht Staaten also Gebilde wo eine Staatliche Ordnung nicht mehr funktioniert. Wo einer oder eine kleine Gruppe offensichtlich oder versteckt die Entscheidungen treffen. Das trifft halt nur zu wenn als Staat eine basisdemokratische Struktur zu Verwaltung gesehen wird. das ist ja bei vielen Staaten gar nicht der Fall, da sollte definiert werden was mit Staat gemeint ist.
      Zeigen sie mir einen Krieg wo eine Volksabstimmung dazu geführt hat. Nur dort wo massive Propaganda eingesetzt wird und dort wo gelogen wird sind Kriege möglich. Und sie werden immer von einzelnen Gruppen gewollt, denn die Mehrheit hat nichts von Kriegen.
      Gerade jetzt laufen massive Vorbereitungen zu einen Krieg.
      Der Ist Zustand wird der Bevölkerung nicht mitgeteilt, sondern es wird gelogen und diffamiert.

    • dein Denkfehler; Der Mensch ohne Staat hat sich nicht bekriegt…

      zwar hat er sich in der Tat geholfen, sonst wäre die Jagd auf große beute nicht möglich gewesen. Aber wehe, der Stamm nebenan hatte eine bessere Höhle und war in der Unterzahl… es gab immer Krieg, solange es Menschen gab und der nächste evolutionäre Sprung der Menschheit wird nur ohne Krieg gelingen. Mahlzeit.

    • @ Ralf Weinberg – 100% Zustimmung!

      Staat ist vom Grundkonstrukt her auch nichts anderes, als die evolutionäre Entwicklung, des es winig Sinn macht, sich innerhalb eines Sprach- und Kulturkreises gegenseitig die Rübe einzuhausen. Quasi ein upgrade auf Stamm, Horde oder Gruppe 2.0. Es soll sogar schon geschafft worden sein, friedliche Beziehungen zw. zwei oder mehreren solcher Staaten längerfristig herzustellen oder diese unter einer gemeinsamen Idee, unter gemeinsamen Nennern miteinander zu vereinen, selbst wenn es dort z.T. erhebliche sprachliche und auch kulturelle Unterschiede gab und gibt. Der Schlüssel dazu liegt m.M.n. in Verständigung, also tatsächlich Sprache!

      Das Fehlen von Verständigung auf breiter Ebene, also die Sprachbarriere, öffnet Krieg und den dazu nötigen Hebeln Tür und Tor. Der Mensch ohne Staat hat sich auch immer auch bekriegt, sobald es mind. einen natürlichen Mangel gab! Selbst ohne einen derartigen Mangel sind wir als Spezies nicht davon befreit, uns gegenseitig die Köpfe einzuschlagen und damit gehören wir zu einer der ganz wenigen Spezies, die das tun.

    • @ Kommentatoren zur Nuevo1

      Nun ist es ja so, dass es Staaten erst seit Ende des Ancien Regime gibt – Kontinentalkongress in Amerika oder auch die Französische Revolution und den dritten Stand zur Nation werden lässt. Sie zeichnen sich durch Antagonismus aus und die Forderungen – nunmehr nur noch als abstrakte Interessen vorstellbar – richten sich nicht an eine neutrale Instanz, sondern durchaus an ein Subjekt, das an die Erfüllung dieser Forderungen Bedingungen knüpft, sie auch verwehrt zu Gunsten Forderungen anderer, sie gewährt oder kriminalisiert auch entsprechend eigener Interessenslage. Sie können auf Verhandlungsweg, militant, auch mit überraschenden fantasievollen Methoden vorgetragen werden, immer aber setzen sie die eigenen Interessen und Unternehmen anderen entgegen.

      Die theoretischen Formulierungen dieses Antagonismus reichen von Anleitungen zum verantwortungsvollen staatsbürgerlichen Handeln bis zur Festschreibung des Antagonismus als Klassenkampf, der Geschichte nicht nur dieser Verhältnisse ist, sondern gleich die Geschichte der gesamten Menschheit bestimmen soll seit der neolithischen Revolution über mehr als ein Jahrzehntausend hinweg. So wird einerseits der Antagonismus der bürgerlichen Gesellschaft in die Vergangenheit zurückverlängert, um ihn aus dieser Vergangenheit heraus – gewollt oder ungewollt – als legitimatorisches Argument zu Gunsten der eigenen Verhältnisse zu verwenden. Da werden die griechische polis und die res publica ebenso beschworen und als Exempel nutzbar gemacht wie die deutschen Bauernkriege. Dies kann verantwortungsvolles Handeln für das Ganze, für das Gemein- und Staatswohl ebenso betreffen wie auch Handeln im wohlverstandenen distinkten Klasseninteresse, wobei die Durchsetzung des Klasseninteresses schon auch als ein Weg zu einer besseren Gesellschaft in ihrer Gesamtheit, gegen Unverständnis und durch gewaltsame Unterwerfung der anderen, gilt, wie im gegenteiligen Fall verantwortungsvolles Handeln für das Ganze auf der subjektiven, distinkten Sicht von der eigenen Wahrheit und Richtigkeit beruht. Dieses Verhältnis von Partikularem zum Gesamten ist aber nicht das antagonistische gesellschaftliche Verhältnis selbst. Dies ist das Verhältnis der verschiedenen, vereinzelten, interessierten, entgegengesetzten, partikularen Subjekte selbst. Hier aber finden wir auf der Ebene der politischen Macht und Herrschaft ein Verhältnis zwischen Partikularinteressen und Gesamtwohl in dem Sinne vor, dass das Partikularinteresse sich mit dem Gesamtwohl identisch setzt. Schon der erste Ausdruck bürgerlicher Staatlichkeit, der moderne Urknall sozusagen, stellt diese Identität her, wenn die amerikanischen Revolutionäre sich gleich zum Kontinentalkongress konstituieren und eine Kontinentalarmee befehligen; angesichts der realen Größe der dreizehn Kolonien an der Atlantikküste, verglichen mit dem Kontinent selbst, wohl eine Überheblichkeit, die nur aus dem Pathos, für die Welt zu sprechen, entstammen kann und so fast wieder liebenswürdig wird.
      Warum kann nicht gesehen werden, dass unsere heutige Welt etwas substantiell anderes ist als die Welten uns vorausgegangene Epochen?
      Um es mit einem Bonmot zu verdeutlichen: Geschichtlichkeit ist das Leitfossil der bürgerlichen Epoche. Erst sie hat es zu ausgebildetem historischem, das heißt chronologischem Denken gebracht und in dieser von ihr entdeckten und aufgezeichneten chronologischen Ordnung Platz genommen. Dies unterscheidet diese Epoche, die ich in diesem Zusammenhang auch die wissenschaftliche, in Abgrenzung zur vorigen Formation, der religiösen, nennen will, von ihren Vorgängern. Erst die bürgerliche Epoche bringt es zu Wege, sich in einem Universum zu verorten, zu etablieren, das nicht mit ihr beginnt. Zwar beginnen religiöse Universen mit Gottheiten (die sich oft gegen andere, ältere durchsetzen müssen – ein Reflex auf die früheren magischen Geister), aber die sind sofort mit den Menschen verbunden. Sind Götter erst da, beginnen sie sofort mit der Schöpfung einer Welt und der Erschaffung der Menschen. In der religiösen Erklärung betritt der Mensch, folgend der jüdisch-christlichen Tradition, nach sechs Tagen von einigen tausend Jahren die Welt, folgend der wissenschaftlichen Erklärung eine hunderstel Sekunde einer Stunde, wenn die gesamte Naturgeschichte eine Stunde dauert.
      Historisches Denken ist wie Religion der vorigen Formation ein Ausdruck fetischister Verfasstheit. So wie Religion die Neuordnung von Umwelt und Gesellschaft durch Sesshaftigkeit und agrarische Technologien widerspiegelt, so reflektiert historisches Denken die gesellschaftliche Leistung, Reichtum durch dessen Abstrahierung und die Abstrahierung des Reichtums durch Wachstum zu sichern. Reichtum, gesellschaftlicher Reichtum, der sich nicht mehr in sinnlicher, sinnlich wahrnehmbarer Anhäufung und festlicher Verschwendung, nicht mehr in Zurschaustellung und Verzehr des Angehäuften äußert, sondern bloß in immer größeren Zahlen, in immer größeren Geldsummen, erscheint zuallererst als Phänomen der Buchhaltung, nicht des durch ihn vermittelten Genusses. Er ist nicht mehr an Zyklen der Herstellung und des Verbrauchs gebunden, sondern durchbricht diese Zyklen und beweist sich nicht durch Verzehr des Überschusses, durch Verschwendung oder durch Verwaltung des Mangels in schlechten Zeiten, sondern durch stetiges Anwachsen. Ob der sinnliche, konkrete Zugang zu dem sich steigernden Reichtum gewonnen werden kann und wie, steht dabei gar nicht zur Debatte. Ob die abstrakten Kennzahlen die Aufnahmefähigkeit körperlicher, sinnlicher, konkreter Befriedigung übersteigen, auch nicht. Zwar weiß der Volksmund, dass man Geld nicht essen kann, weiß also über das begrenzte Verhältnis von Reichtum und Genuss Bescheid, aber diese banale Binsenweisheit spricht in der bürgerlichen Gesellschaft keineswegs gegen ein höchst dotiertes Konto. Aber dieses stetige, lineare Anwachsen, das nicht mehr zyklisch abgefangen wird, bringt die abstrakte Vorstellung des Fortschritts mit sich, der von sinnlichen, körperlichen Bedürfnissen ebensowenig angekränkelt wird wie von der Frage nach Notwendigkeiten (etwa von noch weißer waschenden Waschmitteln, wobei der Fortschritt der Weiterentwicklung oft nicht mehr feststellbar ist). Der Fortschritt wird also bloß im Koordinatensystem verortet, sein Ausbleiben oder seine Verlangsamung als Bedrohung empfunden, sein Wirken in der Natur als geschichtliche Entwicklung zum Maßstab, der auch die menschliche Entwicklung bestimmt und sich unterwirft, die Menschheitsgeschichte zum Sonderfall der Naturgeschichte, der biologischen Evolution macht.
      Unsere Formation ist keine bessere, höhere oder entwickeltere als andere Hervorbringungen der Leute vor uns – nur anders. Es ist unstatthaft unsere Welt nach hinten zu verlängern. Das Erfreuliche ist, dass wir das aber auch nicht in die Zukunft tun müssen. Die entscheidende Fähigkeit von Menschen ist, ihre eigenen Beziehungen untereinander vereinbaren zu können. Das haben die Leute bisher getan und ihre „Erfindung“ sofort an ein Drittes delegiert, seien es nun Geister, Götter oder jenseits von uns waltenden Naturgesetze. Möglich wäre es aber durchaus, unsere besondere Fähigkeit nicht in einer äußeren Instanz zu verorten, sondern uns unserer eigenen Urheberschaft bewusst zu bleiben. Das würde die Welt auf eine bisher nie gekannte Weise menschlich machen, weil klar bleibt, dass unsere Sicht auf Natur und uns selbst immer von uns selbst herrührt. Eine nicht mehr antagonistische Welt ist logisch auch eine ohne Krieg.

    • @ Petra – Eingangsposting, letzter Absatz, Satz 1 und 2.

      Wenn ich schon jedes dritte Fremdwort googlen muß – und ich halte mich nicht für dämlich oder begriffsstutzig – könnte es möglicherweise daran liegen, dass ich weder Zeit noch Muse habe, derartiges zu tun um überhaupt zu begreifen, was Du mit Deinem Text zur Sprache bringen willst. Mit solch einem Text, wirst Du niemalsnicht dem Mädel das keinen Zusammenhang zw. der Möglichkeit Schminktipps über einen YT-Kanal zu folgen und der Grundvoraussetzung eines dazu notwendigen Friedens, möglicherwiese auch einer aktiven Unterstützungshandlung dazu, begreiflich machen können.

    • @ unknown74

      Tut mir sehr Leid, wenn Antagonismus nicht mehr zum gewöhnlichen Sprachgebrauch gehört. Andererseits denke ich, dass gerade in Zeiten des Niedergangs einer Epoche jede und jeder sehr präzise formulieren sollte, damit das Unerhörte (der doppelte Sinn ist Absicht) auffällt.
      Aber gern auch in Kurzform: Es gibt keine Universalgeschichte, Staat ist nicht die enhanced version von Gruppe, Stamm oder Horde. Die Leute schaffen sich in den verschiedenen Epochen Erklärungen für sich und ihre Umwelt, die für mehr oder weniger lange Zeit das Leben der Menschen praktikabel macht – die religiöse Formation überblickt immerhin 8000 Jahre. Diese eigene Erklärung delegieren sie an dritte Instanzen wie beispielsweise die Götter. Wenn die Erklärung nicht mehr praktikabel ist, scheitert die Formation. Irgendwann später entsteht eine andere Weise des Zusammenlebens, die sich aber nicht aus der vorherigen ableitet, sondern ganz anders ist.
      Mittels bürgerlicher Universalgeschichte wird die Vergangenheit, die in Brüchen ablief, kassiert und in ein Narrativ vereinnahmt, das auch bei vergangenen und untergegangenen Zivilisationen immer auf unsere Verhältnisse Bezug nimmt. So wird von Feuersteinindustrien in der Steinzeit schwadroniert oder von Staaten im antiken Griechenland, Münzen werden behandelt wie modernes Wert- und Fiatgeld und Kriegshandwerk mit modernen Militäroperationen gleich gesetzt.
      Der Witz bei der Sache ist, dass wir Heutigen ebenso unser Zusammenleben an eine Dritte Instanz delegieren wie die bereits untergegangenen Formationen. Damit wird verschleiert, dass die Menschen die Kompetenz haben, ihre Wirklichkeit auch ganz anders zu regeln als nach den angeblich ehernen Gesetzmäßigkeiten, die durch Autoritäten bewacht und mit Gewalt beschützt werden.
      Auf anderer Ebene hat Nuevo das gut beschrieben.

    • Petra, was habe ich denn geschrieben und – ganz wichtige Frage – was ist denn Staat?

      Fangen wir mal mit dem 2. Teil an. Staat ist doch nicht irgendeine völlig losgelöste Regierungselite, Staat sind Du und ich, unsere jeweiligen Familienangehörigen, genau so unsere Nachbarn, die, die wir kennen aber auch die, mit denen wir nix zu tun haben und uns nur gelegentlich über den weg laufen. Staat ist auch der völlig Fremde 3 Querstraßen weiter! Interessanterweise benehmen sich die wenigsten Menschen wie Staat, oder Gruppe, Horde, Stamm 2.0 sondern wie mit den Ellebogen um sich schlagende Individualisten ohne jedes Erkennen und Achten (oder respektieren) von Werten und dort schließe ich sowohl die christlichen Grundwerte nach denen wir in aller Regel erzogen wurden, selbst wenn wir einer derartigen Konfession nicht durch Steuerpflicht angehören, den daraus zu erwartenden höflichen Umgang miteinander (auch Fremden gegenüber), als auch tatsächlich greifbare Sachwerte allumfassend mit ein.

      Staat ist kein Konstrukt, welches durch Gewalt bewacht werden müßte, so er funktioniert. Macht wird durch Autorität und Gewalt geschützt und die ist völlig unabhängig – meiner Meinung nach – von der Form des Zusammenlebens. Die breite Masse will in irgendeiner Form möglichst vernünftig gelenkt werden, die breite Masse ist viel zu faul und in ihrem Horizont beschränkt, als das sie sich Gedanken über Zusammenhänge oder Ursachen machen würde. Es fehlt dem größten Teil der Bevölkerung schlicht und ergreifend am nötigen geistigen Ergeiz, das einfache Fragewort „Warum?“ überhaupt zu formulieren und das ist nichteinmal Bildungsstandabhängig. Ich will hier keineswegs irgendwelche Klassen oder Kasten oder Stände innerhalb der Gesellschaft hochheben, an den Pranger stellen oder in irgendeine Ecke stellen, ich will damit lediglich verdeutlichen, dass dort ALLE dazu gehören.

      Wir hatten es hier neulich erst mit dieser unmöglichen Subventionierung jeder noch so kleinen Minderheit um ja nicht deren Persönlichkeitsrechte aufgrund mehrheitlicher Anerkennung oder eben einer solchen fehlenden einzuschränken – völliger Käse! Die sollen sich behaupten innerhalb der Spezies Mensch oder unter gehen, ganz einfach. (so lange es nicht irgendwie gewaltsam beschleunigt oder vorangetrieben wird – ganz klare Trennung!)
      Einfaches Beispiel zum Nachvollziehen: Wenn sich zwei gleichgeschlechtliche Menschen finden, gemeinsam den Rest ihres Lebens miteinander verbringen wollen oder nur einen Teil davon – bitte, sollen sie tun! Nachwuchsförderung – neverever – ihnen fehlen die nötigen unterschiedlichen körperlichen Voraussetzungen dazu, Ende der Evolution an dieser Stelle – Punkt. Wenn Menschen der Meinung sind, über gemeinsame geistige Willensbekundungen Berge versetzen zu können sollen sie’s tun. Andere nehmen einen Spaten in die Hand – schlussendlich zählt das Ergebnis und bisher fehlt jeder Beweis, dass ein Berg tatsächlich durch reine Willenskraft auch nur einen Millimeter verrückt wurde.

      Ich sehe aktuell nicht, dass Staat als Form des räumlichen, kulturellen und sprachbasierten Zusammenlebens überholt ist. Im Gegenteil, er ist aktueller denn je. Woher kommt das Bestreben in der Fremde auf bekannte mehr oder weniger funktionierende Strukturen der eigenen Herkunft zurück zu greifen oder diese in der Fremde zu installieren? Ganz sicher nicht vom Migrationswillen (welch dämliches Wort, bzw. welch völlig falscher Zusammenhang, in dem es immer wieder mißbraucht wird!) Sicher werden sich direkte Nachbarn auch durch die globalisierte Gleichmacherei irgendwann soweit annähren, dass interne Grenzen wegfallen könnten. Bis das global tatsächlich friedlich und umfänglich möglich ist, vergehen mit Sicherheit noch einige hundert Jahre. Selbst dann ist die Entfernung zum nächsten Kulturkreis immer noch so groß, dass sich dort örtliche Besonderheiten schlicht und ergreifend erhalten und sogar neu herausbilden.

      Was ist Staat? Wann bist Du das letzte Mal durch einen der Allgemeinheit, also auch dir gehörende Parkanlage gegangen und hast Dir Deinen unbestimmten Teil des Eigentums an diesem Park und (!!!) Deine damit verbundene Verantwortung bewußt werden lassen? Was ist mit der Straße, in der Du lebst, den Pflastersteinen, dem Aspahlt, dem Blumenkübel der dort vllt. irgendwo rum steht? Was ist mit der Brücke über die Du jeden Tag radelst und ich möchte wetten, das Du keine Gedanken daran verschwendest? DAS ist Staat, neben der Verantwortung für Dich, Deine nächsten, den Blumenkübel vor der Tür (etwa so in der Reihenfolge, beim einen mehr, beim anderen weniger – auch das gehört dazu) und genau letztgenanntes geht durch die aktuelle Machtelite einfach nur vor die Hunde und wir Idioten legitimieren sie auch noch dazu, indem wir sie ungestraft machen lassen, statt den nächsten evolutionären Schritt zu gehen und VERANTWORTUNG auf die Fahnen zu schreiben und danach zu handeln.

    • Ja, das ist zweifellos einer der möglichen Blickwinkel auf Staat und beschreibt recht gut den IST-Zustand.

      Ich verstehe Staat mal grundsätzlich als Rahmenkonstruktion, in dessen Grenzen sich jeder unter respektabler Einhaltung dieser verwirklichen können sollte. Dazu gehört allerdings NICHT das vermeintliche Recht eines einzelnen, sich über allgemein anerkannte Grenzen zur Erlangung eines persönlichen Vorteiles hinwegzusetzen und nur dafür steht die Exikutive zur Verfügung. Das Problem daran ist, dass ein Wechsel innerhalb der 3 Säulen jederzeit möglich ist und sie sich schon dadurch gegenseitig kompromitieren und zwar massivst. Dort liegt der Fehler im System denke ich und allen anderen Stilblüten wurde darüber der Weg geebnet, vor allem wenn man bedenkt, dass die Legislative defakto für ihr Tun und Handeln nicht durch die Judikative zur Verantwortung gezogen werden kann. Die Exikutive hat gegenüber der Legislative keinerlei Handlungsmöglichkeiten, sie ist zu 100% von Ihr abhängig.

  6. „Es gibt nur ein perspektivisches Sehen“

    Stimmt Objektivität ist eine Illusion. Man kann sich aber der Objektivtät
    wie dem Grenzwert in der Mathematik so annähern, dass der subjektive Anteil möglichst
    gering ist.

    Meiner Meinung nach erreicht man das am besten mit dem Gegenüberstellen von These und Antithese.
    Wenn man nach Argumenten und Beweisen für beiden Thesen sucht und diese gegeneinander abwägt ist man
    näher an der „Wahrheit“ als wenn man nur eine Seite betrachtet.

    Dieses analytische Denken setzt aber voraus, dass man sich sämtlicher Denkschablonen entledigt, denn
    man muss für eine möglichst objektive Argumentation und Beweisführung einer Antithese zeitweise vorbehaltlos die Gegenposition einnehmen können.

    Zusätzlich muss man bereit sein bei einer unzureichenden Argumentation und Beweisführung seiner These, diese zu verwerfen und die Antihese zu akzeptieren.

    Im Falle eines Remis, sollte man auf sein „Bauchgefühl“ hören oder die Logik entscheiden lassen.

    Meine These ist, dass Herr Dr. Ganser dies sehr gut beherrscht. Ich beziehe mich unter anderem auf seine Äußerungen zu Donald Trump, die er sehr sachlich und „objektiv“ formulierte.

    • Es gibt Studien wie das Gehirn funktioniert. Und zwar nähert man sich am Anfang mit Großen Schritten der Wahrheit an und macht die Schritte immer kleiner. Das Problem ist immer wenn die Messung des Ist Zustandes nicht funktioniert, dann kann man sich nicht annähern, wer mit falschen Daten gefüttert wird, der wird die Wahrheit niemals finden.

  7. Guter Text erst einmal und ich freue mich auf das ganze Gespräch. Daniele Ganser ist ja so etwas wie „unsere ordnende Hand in Sachen Friedensaufklärung“.Einer der hoffentlich noch rasant zunehmenden Lichtblicke unter den medial Tätigen. Danke!

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