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The Day After

Von Dirk Pohlmann.

Die Katerstimmung wird in Großbritannien länger anhalten als der Rausch des Ausstiegs, so viel ist schon mal klar. Das gilt für England, vor allem aber für Schottland und Nordirland, deren Hangover sich nach diesem Abstimmungsergebnis zu einem Realitätsschock auswachsen wird. Sie werden feststellen, dass ihnen die EU näher ist als England. Die Beziehung zwischen Schotten und Briten war schon immer ähnlich wurmstichig wie die Beziehung zwischen Großbritannien und der EU.

Als ein Freund von mir eine Schottin heiratete, wurde er als ungeliebter Deutscher von der Familie der Ehefrau mit „At least not an Englishman“ begrüßt.

Nach dem Brexit werden weitere Sezessionen kommen, denn Schottland und Nordirland werden sich gründlich überlegen, ob sie die Leinen zur MS Titanic nicht doch besser kappen sollten.

David Cameron wird also mit einem dreifachen Trennungs-Desaster in die britischen Geschichtsbücher eingehen.

Auch wenn die Folgen des Brexit buchhalterisch betrachtet ein Tiefschlag sind, vor allem für England selbst – so sind sie doch eine nötige Klärung.

Die unabgestimmten Führungspositionen, die sich Deutschland unter Angela Merkel in Europa angemaßt hat, in Sachen Griechenland, beim Flüchtlingsproblem, beim Brexit, werden jetzt zu ihrem Unheil werden. Ihre Position ist genauso schwach wie Camerons Position. Deutschland kann so nicht weitermachen. Und es kann auf der europäischen Bühne nicht mit dieser Kanzlerin weitermachen. So heftig die Analyse auch klingt, so wenig man sie in ARD und ZDF hören wird – sie ist doch nicht übertreiben, meine ich. Deutsche Arroganz ist nicht der Kitt, der Europa zusammenhält.

Die Briten werfen Deutschen gerne Arroganz vor, sowie eine angstvolle Unfähigkeit zur Veränderung. An dem Vorurteil ist in beiden Fällen etwas dran, aber leider setzt die Sherlock Holmes erprobte Analysefähigkeit der Engländer beim Blick in den Spiegel komplett aus.

In der Brexit-Kampagne hat England sein hässliches Gesicht gezeigt und diese Fratze wird es jetzt für einige Jahre herumtragen. Nationalismus, Rassismus und die Sehnsucht nach dem verlorenen Imperium zusammengerührt ergeben keinen leckeren Cocktail. Das gilt zwar für Insulaner wie die Festlandsbewohner, egal wo sich dieser Schimmelpilz ausbreitet. Aber die Engländer haben sich gerne in dem Glauben gesuhlt, dass Fremdenhass ein genetischer Fehler der Teutonen sei, während sich das wahre Gesicht Großbritanniens im kosmopolitischen London manifestiert habe. Not really.

Zivilisation ist eine konstante Kraftanstrengung, deren Nutzen immens ist. Kein vernünftiger Deutscher wird das angesichts unserer Geschichte abstreiten. Aber eine Kraftanstrengung ist es auch für die Briten. Auch sie sind nur Menschen. Der Lack der Zivilisation ist brüchig. Wie auf einem Schiff muss ständig nachgestrichen werden, damit der Rost nicht überhandnimmt. Auch in England.

Der Brexit ist auch die Quittung für 4,5 Jahrzehnte Dauer-Gemecker der Konservativen gegen die EU. Sie haben die EU-Mitgliedschaft stets als Giftbecher dargestellt, der den Briten von heimtückischen Funktionären überreicht worden sei. Cameron und Co. sollten sich also jetzt nicht wundern, dass ihre Bevölkerung diesen Mist nach jahrzehntelanger Propagandaberieselung auch glaubt, obwohl er nun den wirtschaftlichen Interessen der britischen Industriellen und Finanzkapitalisten extrem abträglich ist.

Damit sind wir gleichzeitig bei einer britischen Stärke angelangt, die es neben einem der wichtigsten Beiträge der Briten zu Europa, ihrem Monty Python Humor, zu feiern gilt: dem „Reality Check“.

Also, Reality Check für die EU. Sie ist nun wirklich keine gute Partie. Die EU ist bestenfalls eine Vernunftehe, in der die Partner ununterbrochen von besseren Zeiten träumen. Wie Deutschland Griechenland in der Krise behandelt hat, entspricht den Zuständen einer dysfunktionalen Beziehung. Die EU ist ein hässlicher, übergriffiger Bräutigam.

Die EU ist keine Idee, sie besitzt keine selbsttätig wirkende Anziehungskraft. Ihre Vorteile müssen langwierig erklärt werden, ihre überdeutlichen Fehler wegrationalisiert. Nur Streber und Karrieristen singen das Loblied der EU. Man assoziiert mit ihr kein genussvolles „Vive la différence”, keine friedensnobelpreisselige Gartenparty der ehemaligen “Erbfeinde”, nebst Bordeuxwein, Rohmilchkäse und Salami, sondern: Bürokratie, Nepotismus und Herrschaftsanspruch.

Der Brexit ist also auch ein Weckruf für uns. Die EU ist nicht cool. Sie ist kein Zukunftsmodell, keine Idee, die unbestreitbar Zukunft hat. Sie muss es aber werden. Wir brauchen sie angesichts der geopolitischen Wahnsinnspläne der USA dringender denn je.

Das Projekt Europa muss neu aufgestellt werden. Zukunftsfähig, mit neuen Ideen, jenseits der EU-Bürokratie. Als Projekt einer gemeinsamen Ordnung, die gesellschaftspolitisch experimentiert, aber eine feste Verankerung als Friedensmacht hat, die aus der Kriegserfahrung Europas gelernt hat, die für eine gemeinsame Sicherheitspolitik eintritt, die gute Nachbarschaft mit Russland und China auf dem eurasischen Kontinent anstrebt, den kriegslüsternen USA nicht mehr zur Verfügung steht. Raus aus der NATO. Grundeinkommen in Portugal, direkte Demokratie in Deutschland, dänische Arbeitslosigkeitsbekämpfung, norwegische Gefängnisse – mal sehen, was am besten funktioniert!

Warum ist es eigentlich unmöglich, dass verschiedene Gesellschaftsmodelle parallel existieren, um zu erkunden, was man wie verbessern kann? Wenn Griechenland aus der Krise zu einer anarchosyndikalististischen Zone würde – ich wüsste, wohin ich auswandere – als EU-Bürger!

Das sind weitreichende Vorstellungen, sicher. Schwer vorstellbar. Genauso schwer vorstellbar wie der Brexit.

Aber die Krise ist auch ein Alarmsignal. Wir sollten uns endlich gemeinsam fragen, wie die Gesellschaft aussieht, in der wir leben wollen, statt uns ständig an “alternativlose” Zustände anzupassen, die dann beim ersten Herbststurm weggeweht werden.

Niemand muss meinen Vorstellungen folgen, aber wir sollten auf jeden Fall gemeinsam diskutieren. Das geschieht nicht, unsere öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten, zu deren Auftrag es gehört, sind unwillig und unfähig dazu. “Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen.” soll Helmut Schmidt gesagt haben.

Das ist der dümmste und verheerendste Satz, den der Pragmatiker je von sich gegeben hat. Visionen sind das, was wir angesichts von Kriegen, Kriegsgefahr und Kriegsvorbereitungen, Klimawandel, Globalisierung und Massenflucht dringend brauchen. “In der allergrößten Not bringt der Mittelweg den Tod.” Wir müssen richtig reagieren und handeln und dazu müssen wir uns darüber einigen, wo die Reise hingehen soll. Sie könnte, gerade in Europa, in verschiedenen Regionen in verschiedene Richtungen gehen.

Sicher ist: wenn es keine Veränderungen in der EU gibt, können wir uns die Realität noch eine Weile schönreden, so weitermachen wie bisher und uns beim langsamen Walzer gegenseitig versichern: “Keine Panik, der Brexit war nur eine Kollision mit einem Eisberg. Aber unser Schiff ist unsinkbar!”

 

Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung.

KenFM bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Meinungsartikel und Gastbeiträge müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.

 

90 Kommentare zu: “The Day After

  1. In the air tonight

    Nein, es gibt keinen Brexit, in den Medien findet doch bereits eine gewaltige Propagandaschlacht für ein neues Votum statt. Wie immer, wenn in einem scheinbar demokratischen System, die Ergebnisse nicht stimmen (zum Beispiel Lissabon Vertrag). 51,9% waren für einen Brexit, bei einer Wahlbeteiligung von 75%. In den „System-Medien“ herrscht anscheinend mächtig Verwirrung. Scheiß die Wand an – Aufstand der Greisen. „Die Zeit“ ledert da einen aus der Feder, da muss man sich, als nicht geneigter Leser dieser Propagandablätter, schon mächtig an den Riemen reißen um nicht über die Tastatur zu kotzen (Es ging zum Beispiel um die Frage, ob man solche Entscheidungen, wie den Austritt aus der eu, dem dummen Bürger in die Hände legen darf).
    Eine Volksabstimmung ist das eine, die Umsetzung das andere (Münchner Flughafen, 3te Startbahn – 3 Volksabstimmungen).
    EU-Bürger, die zu der Einsicht gekommen sind, das diese eu, lediglich eine Abordnung von Beamten der Feudalherren ist, und diese EU-Bürger nun den Wunsch hegen, diesen Sumpf zu verlassen, werden sogleich als Fremdenfeindlich und/oder Europafeindlich abgestempelt.
    Die Verelendung in Griechenland, Spanien, Portugal, die Massenstreiks in Frankreich wegen der Arbeitsmarktreform, die Flüchtlingskrise (von 28 Mitgliedstaaten sind ganze drei bereit Flüchtlinge aufzunehmen), die Geldpolitik der EZB, die Abkommen TISA, CETA, TTIP, Glyphosat, (das nimmt mal wieder kein Ende, und ich höre mit der Aufzählung auf), sind die Folgen einer Neoliberalen eu, im Schlepptau der Feudalherren des Bankensyndikats. Die jetzige eu ist der feuchte Traum des Bankensyndikats.
    Die Luft in der EU knistert nicht nur, sie brennt.
    „Also“, fragt sich der, von der Elite missbrauchte Europäische Bürger: „ Was soll ich, in einer solchen eu“?
    Brüssel – ein Hort für honorige Persönlichkeiten

    Die eu, unter Führung der ewig an geschickerten Schnapsdrossel, Juncker, einem Leader aus Luxemburg, mit ausreichen Kenntnissen in Steuerbetrug (zum Nachteil der EU), ist auch nach dem Geschmack des feuchten Traum Syndikats. Dann haben wir da noch Martin Schulz, eine verlogene Politprimadonna im EU-Kleidchen, als willfähriger Lakai, dem die Lüge wohl mit in die Wiege gelegt worden ist (Was hat der schon gelogen, im Zusammenhang mit CETA und TTIP). Auch Drahgi soll hier nicht unerwähnt bleiben, ein abgesandter und Befehlsempfänger des Syndikats und anscheinend eine Ko¬ry¬phäe auf seinem Gebiet. Allerdings schaut diese Ko¬ry¬phäe Im eu-Parlament immer ein wenig verwirrt – das mag aber daran liegen, das ihm schwindelig ist, von den vielen Drehtüren, durch die er durch musste. Daniel Cohn-Bendit, ein bekannter grüner Kinderf…. gehört auch zu dem Kreis des auserlesenen eu-Zirkels.
    Die eu ist nicht reformierbar! Mit solchen „Persönlichkeiten“ und der „Neoliberalen Agenda“ der eu, wird es niemals gelingen Europa zu einer Einheit zu verschmelzen. Der EU-Bürger will keine Handlanger des Kapitals. Den Blutzoll, für diese eu, zahlen wir alle.

    Wir Bürger Europas, nähren an unserer gemeinschaftlichen Brust, über Zehntausend Feudalbeamte, mit dem Wissen über deren Unfähigkeit. Das wirtschaftliche Ungleichgewicht der EU-Staaten und die gemeinschaftliche Währung €, sind die brennende Lunte am Pulverfass eu! Selbst innerhalb von Einzelstaaten, finden Unabhängigkeitsbestrebungen statt (siehe Spanien). Brüssel ist sich auch nicht zu schade (zum Nachteil der EU), als Steigbügelhalter der Nato(t) zu fungieren.
    Protektionismus ist böse, Souveränität ist böse, so die Ansicht der eu-Ministerialen, das ist aber nicht Volkes Stimme und stimmt auch so nicht. Auch hier scheint es nur schwarz oder weiß zu geben.
    Ein bisschen mehr Protektionismus (seitens der eu) hätte den Griechischen EU-Bürger vor dem wirtschaftlichen Untergang und der Verelendung des Griechischen EU-Bürgers bewahrt.
    Ein bisschen mehr Protektionismus (seitens der eu) hätte den Spanischen EU-Bürger vor der Vertreibung aus ihren Häusern bewahrt.
    Einen sehr ausgeprägten Bankenprotektionismus, ja, den gibt es!
    Die Souveränität, insbesondere die des Deutschen EU-Bürgers, seit dem 2 Weltkrieg hat es nie gegeben (Kanzlerakte). Ein gutes Beispiel dafür sind die Besatzungstruppen in Ramstein und anderswo in unserer Republik.

    Die Souveränität der Briten (Regierung) und Volkes Wille wird nun auf eine harte Probe gestellt, denn der Geist ist aus der Flasche und mit viel Getöse soll der Geist nun wieder dazu bewogen werden in diese zurück zu kehren. Die Elite hat sich verspekuliert und bläst zum Angriff. Der Elite, ist das Votum des Britischen Volkes egal, es werden Mittel und Wege ersonnen um dieses Votum zu korrigieren.
    Viele ältere Bürger haben für den Austritt votiert, viele jüngere Bürger waren dagegen, die EU zu verlassen. Bei der Berichterstattung und den Interviews beschlich mich, wie öfters mal, das Gefühl, das hier auch wieder mit Klischees gearbeitet wird.
    Jung – Dynamisch, Aufgeschlossen und Weltoffen.
    Alt – Verbittert, Senil und Fremdenfeindlich.
    Die jungen Bürger beschweren sich darüber, das ihnen die „alten“ die Zukunft verbauen. Verwirrung stiften, Fronten aufbauen ist das Ziel dieser Printnutten und der Aktuellen Kamera (ARD, ZDF). An einer Tatsache kommt aber niemand vorbei, ein 40jähriger Bürger lebt schon 20 Jahre länger in der eu, als ein 20jähriger! Die Lebenserfahrung, (Datenspeicher) der älteren Generation, in Bezug auf das schwarze Loch, die eu, und das politische Hintergrundwissen der älteren Generation ist logischer Weise höher, Wenn die jüngere Generation dieses Hintergrundwissen hätte, würde sie vielleicht auch anders über die eu denken.

    Das einzig Gute an der eu – Der Gedanke.

    • Wenn man die Wahlbeteiligung auch nach Alter aufschlüsselt, so wird man feststellen, dass von den Jungen prozentual weniger für den Verbleib in der EU gestimmt haben als von den Alten. Ist mit Vorsicht zu genießen, den die Ansichten der Nichtabstimmer sind nicht bekannt (auch bei den Älteren).

  2. Ich kann der Logik des Herrn Pohlmann nicht folgen. Sie passt dieser Satz …

    „In der Brexit-Kampagne hat England sein hässliches Gesicht gezeigt und diese Fratze wird es jetzt für einige Jahre herumtragen.“

    … mit folgendem zusammen? (Stichwort „direkte Demokratie“)

    „Grundeinkommen in Portugal, direkte Demokratie in Deutschland, dänische Arbeitslosigkeitsbekämpfung, norwegische Gefängnisse – mal sehen, was am besten funktioniert!“

    Da setzt das Volk seinen Willen einmal durch und schon wird ihm eine hässliche Fratze unterstellt. „Der hässliche Engländer“ – tolles Feindbild, das Herr Pohlmann hier zeichnet. Wem soll das denn dienen? Der Völkerverständigung sicher nicht.

    Zitat:
    „Also, Reality Check für die EU. Sie ist nun wirklich keine gute Partie. Die EU ist bestenfalls eine Vernunftehe, in der die Partner ununterbrochen von besseren Zeiten träumen.“

    Man könnte auch von einer Unvernunftehe sprechen. Das trifft es wohl eher.

    • @ Freiherr von irgendwo

      geht mir ähnlich. es ist keine Logik in diesem Beitrag erkennbar….auf allen und jedem wird wild herum geschlagen, ohne erkennbare Linie…

      wer ist denn schuld?

      die querrulanten aus britanien?
      die deutsche Arroganz?
      die EU als nicht funktionsfähiger staatenverbund? oder doch alle gleichermaßen?

      hier wird alles mit allem verklärt….außer die Tatsache, dass viele Briten die EU als nicht zukunftsfähig erachten und deshalb genau so entschieden haben, wie sie es eben haben , ist nichts passiert….sie haben ihre Rechte genutzt und hoffentlich vielen damit die Augen etwas weiter geöffnet….

      wer das als Rückschritt erachtet , hängt vermutlich an Werten, die es schleunigst zurechtzurücken gilt.

    • Ehrlich gesagt, ich verstehe den Artikel überhaupt nicht und habe ihn deshalb abgelegt unter – momentan völlig derangiert.

    • Wollen Sie oder können Sie es nicht verstehen? Pohlmann meinte die (rassistische und großmacht-nostalgische) KAMPAGNE, nicht das Referendum als solches.

    • Zitat:
      „Wollen Sie oder können Sie es nicht verstehen? Pohlmann meinte die (rassistische und großmacht-nostalgische) KAMPAGNE, nicht das Referendum als solches.“

      Herr Pohlmann schrieb:
      „In der Brexit-Kampagne hat England sein hässliches Gesicht gezeigt …“

      Wer ist „England“? Wer hat denn da sein hässliches Gesicht gezeigt? Egal, wie ich es drehe und wende, ohne konkrete Benennug wirft der Satz ein schlechtes Bild auf alle Engländer. Pauschal. Und das halte ich in Zeiten wie diesen für … bedenklich.

  3. Ein schön geschwurbelter Beitrag von Ihnen Herr Pohlmann. Ich pflichte Ihnen zu 99,9% bei.
    Bezüglich Ihrer Wertung „des dümmsten und verheerendsten“ Satzes des Pragmatikers Helmut Schmidt (ich nehme Ihnen das nicht übel) empfehle ich mal anders herum zu fragen:
    Haben Visionen nicht genau dies gebracht: Kriege, Kriegsgefahr und Kriegsvorbereitungen, Klimawandel, Globalisierung und Massenflucht? Und gehörten jene Visionäre langsam nicht wirklich in ärztliche Behandlung?
    Schmidt wollte keine Abschweifung in die Ferne, sondern die Konzentration auf das hier und jetzt notwendig zu erledigende, sicher Machbare liegen. Das gilt für jede Zeit. Seinen Job machen. Dies machen Sie ja auch (!), und das ist richtig und wichtig.
    Dabei ein klares Zielbild vor Augen zu haben, nicht Visionen, ist die zweite Seite der Medaille. Es hilft auch die laufenden Geschehnisse einzuordnen und zu bewerten. Der zunehmende globale Raubbau an Rohstoffen setzt schon von selbst die nächste Zielmarke: die Ressourcen im Sonnensystem. Deren Erschließung setzt das Zustandekommen eines wirtschaftlichen übernationalen Gemeinwesen voraus. Ein Weg, der „schlaue“ Strategien zur „Befriedung, Neuordnung und Wiederaufbau“ anderer Länder erübrigt. Transatlantiker, Eurokraten, Propagandisten und sonstige Ideeologiker können nach Hause gehen. Sie werden in einer modernen, fairen und zukunftsoffenen Menschenwelt nicht gebraucht.

    • @wiebitte: „Dabei ein klares Zielbild vor Augen zu haben, nicht Visionen, ist die zweite Seite der Medaille“

      Ich nehme Sie streng wörtlich: „klares Zielbild“? Was ist das? „Ziel“ impliziert zweifellos etwas, was noch(!) in der Zukunft liegt.
      Ein Nachschlagen des Begriffs „Visionär“ ergibt für mich eine sinnvolle Erklärung:

      „eine Person, die Vorstellungen von der Zukunft entwickelt“. Ein „Ziel vor Augen“ zu haben ist somit die Vorstellung über die Zukunft. Denn ohne „Vorstellung“ kann man auch kein Ziel „klar vor Augen“ haben.
      Wenn Sie nun Ihren Satz nochmal durchlesen, erkennen Sie sofort den Widerspruch.

    • @ RonB. „Visionen“ und „klares Ziel vor Augen“ Dass grundsätzlich alle Visionäre in ärztliche Behandlung gehören, ist ja Gott sei Dank nicht die Behauptung. Unter dem Begriff „Vision“ verstehe ich den geistigen Empfang einer Botschaft in bildhafter Form. Von Hesekiel ist tradiert, dass der Visionen empfing und auch geistig in der Lage war, diese bildhaften Visionen mit der damaligen Lebenswirklichkeit in Verbindung zu bringen.
      Wer soetwas empfängt, ohne es mit der Lebenswirklichkeit verbinden zu können, gehört meist in ärztliche Obhut.
      Exkanzler Schmidt hat das ja auch so gesagt.

      Hier ein Beispiel dafür, wie englische Freimaurer schon 1890 ihr klares Ziel vor Augen hatten: Sie hatten eine Europakarte gezeichnet, wie sie sie später in der Zukunft haben wollten. Sie zeigte schon 1890 ein Europa in etwa den Grenzen, die es dann 1945 tatsächlich hatte.
      Das bezeichne ich nicht als „Vision“ sondern als Imagination. Solche Imagination ist Ausdruck von Vorstellungs-Kraft oder Vorstellungs-Vermögen. Und mir scheint, dass in dieser „Eurozone“ einfach auch allgemein dieses Vermögen fehlt, sich reinzudenken in die Intentionen derer, die Europa in Wirklichkeit zerstückeln wollen, weil sie eine wirtschaftliche Konkurrenz eines mächtigen geeinten europäischen Staatenbundes inklusive Russlands fürchten !

      Hinter Kriegstreiberei ist doch die Angst (!) vor dem Gegner oder vor der wirtschaftlichen Konkurrenz verborgen.
      Wenn da zwei Saftläden in derselben Strasse aufmachen und der eine Laden den anderen bekämpft, ist dahinter die Angst vor der eigenen Pleite und der eigenen Machtlosigkeit.
      Und genau solche Situation haben wir heute in der Welt. Angloamerikanische Gruppierungen wollen IHREN eigenen Saftladen gross aufziehen, und dafür sollen alle anderen – z.B. europäischen usw. – Läden in den Ruin und in die Zerstückelung und in – das muss man sehen – machtlose nationalistische Lager zerspittert werden, AUSSER es handelt sich um englischsprachigen Nationalismus und den des Netanjahu-Lagers !

    • @michaela: Wir haben offenbar unterschiedliche Auffassung darüber, was in obigem Artikel als „Vision“ zu verstehen ist.
      Jedenfalls kann ich dem Rest Ihrer Worte zustimmen.

    • @ RonB.: Wenn man bei AnthroWiki nach „Vision“ googelt, kommt man noch zu anderen Dingen hin.
      Aber wenn wir unter „Visionär“ eine „Person“ verstehen, „die Vorstellungen von der Zukunft entwickelt“, dann ist auch der Bäcker ein Visionär, der die Vorstellung entwickelt, dass ein fertiges Brot in der Zukunft aus dem Ofen gezogen wird, das er noch erst backen will.
      Das wird der Gesamtheit des Begriffes „Vision“ jedoch nicht beikommen.
      Ich meine, eben „wiebitte“ so verstehen zu sollen, dass wiebitte differenziert zwischen diffusem mystischen Glauben an Bilder und dem wachbewussten Konzipieren von Ziel-Vorstellungen.
      Ich meine, die heutige Zeit kann uns lehren, nicht unbedingt an Bilder zu glauben, solange wir nicht den Maler der Bilder kennen. Die Tele-Vision gaukelt uns so manches Lügenbild vor.
      Und „vision“ bedeutet im Französischen auch:“Traum“, wenn ich nicht irre. Es geht aber darum, sich im wachen Selbstbewusstsein darüber klar zu werden,welche Ziele die eigenen sind.

    • Wenn mir ein Politiker sagt, er habe die Vision von einem großen, vereinten, friedlichen Europa. Dann graust es mir schon. Bei diesem Beispiel ist es ja noch einfach, man braucht nur das Wort „Europa“ durch „1000 jähriges Reich“ ersetzen. Ok, wem das unpassend und ungerechtfertigt vorkommt, der kann auch gerne das Wort „P7blibox#“ oder eine, ihm genehme Buchstabenfolge einsetzen. Ich bevorzuge z.B. „Wolkenkuckucksheim“. Jeder wünscht sich das Paradies, jeder stellt es sich jedoch anders vor. Sein Europa. Das Europa der EU? Das Europa der Bürger? Oder das Europa der US-Administration? Oder wessen Europa? Egal, nur groß, vereint und friedlich muss es sein. Gut, das trifft auf eine Müllhalde auch zu. Der Planet Erde als eine solche kommt als Vision ja auch schon mal daher. Wie anders sieht es mit bildhafter Darlegungen von Zielen (=Zielbilder) aus. Man lege zum Beispiel eine Weltwirtschaftkarte aus, der sich leicht entnehmen lässt, wie die wirtschaftlichen Beziehung zwischen den Ländern zu gestalten sind, um z.B. den Anforderungen zur Förderungen der Rohstoffe aus dem Sonnensystem gemeinsam und für alle gerecht zu werden. Solche konkreten Zielbilder können auch Visionen bedienen. Ableitbar und fundiert. Was sie von Trugbildern und reinen Hirngespinnsten unterscheidet.

    • Zitat „Und gehörten jene Visionäre langsam nicht wirklich in ärztliche Behandlung?“
      Ohne Visionäre würden wir möglicherweise noch nicht mal mit Faustkeilen hantieren.
      Zitat „Schmidt wollte keine Abschweifung in die Ferne, sondern die Konzentration auf das hier und jetzt notwendig zu erledigende, sicher Machbare liegen.“
      Darum haben wir jetzt auch wieder eine kalten Krieg und immer noch diesen zerstörerischen Kapitalismus, weil zu viele Leute sich eben auf das Machbare beschränken. Irgend ein Schlauer hat mal gesagt, um das maximal Machbare zu erreichen, muss man das Unmögliche fordern/anstreben.
      Zitat „Haben Visionen nicht genau dies gebracht: Kriege, Kriegsgefahr und Kriegsvorbereitungen..“
      Soweit ich das beurteilen kann, waren diese Dinge eher Folgen der Handlungen/Politik von visionslosen Profitmaximierern, die den Kapitalismus als „alternativlos“ betrachten und die Gesetze des Marktes verabsolutieren. Das ist in meinen Augen eher das Gegenteil von visionär.
      Ich habe damals das Zitat von Schmidt selber gehört (in einer Talkshow, soweit ich mich erinnere- aber ich weiß noch genau, dass ich damals ziemlich negativ berührt war, weil das im Zusammenhang eindeutig gegen die Umweltbewegung und die Friedensbewegung gemünzt war, daran kann ich mich noch genau erinnern (glaube ich jedenfalls).

  4. Ich sehe es nicht ganz so dramatisch, wenn sie geblieben wären, hätte es früher oder später auch gekracht, durch ihre Rabatte und Sonderwünsche, das hätte meiner Meinung nach noch mehr Ärger und Zwietracht gebracht. Wie soll man einem Polen oder Slowaken erklären, dass seine Regierung Flüchtlinge aufnehmen muss oder finanzieren soll, z.Bsp. während England von vorn herein jede Mithilfe ablehnt und dafür noch Rabatte bekommt?

    Ich halte nix von Schadenfreude, doch wer soll denn Europa reformieren, wenn nicht der friedliche Wähler?
    vielleicht Juncker? Der wenn er nicht gerade Regierungschefs ohrfeigt, dafür gesorgt hat, dass Unsummen an Steuereinnahmen aus den Staatskassen hin zu Superreichen fließen?

    Die Rüstungslobby? Die Subventionsempfänger aus der Agrarindustrie? Die Militärs?

    In der bestehenden EU haben wir zu viele Widersprüche und Uneinigkeiten, da finde ich klare Ansagen besser, als weiteres rumwursteln, was beispielsweise zu einem enormen Aufflammen von Rechtsextremisten führt. Wenn ich an Griechenland denke, oder die Enteignungen von Kleinsparern, über die Auffassungsunterschiede z.Bsp. bei der Flüchtlingspolitik.. Orban, oder die Leute in Polen, Slowakei etc. die sehen das einfach mehrheitlich anders als die Menschen in Deutschland, Österreich etc. Die Sanktionen gegen Russland, die der Großteil der Menschen nicht will usw. Von A wie Atomkraft bis Z wie Zuckerwatte…

    Wenn man ständig die Menschen bevormundet und ihnen andere Meinungen aufzwingt, dann kracht es irgendwann richtig, mit sozialen Spannungen und anderen Problemen, die es nunmal gibt, verschärft sich das noch.
    Mir gefällt das auch nicht, dass es in manchen Ländern kein Problem ist, wenn normaler Käse durch Analogkäse ersetzt wird, oder dass Atomkraft immer noch beliebt ist, doch es nützt einfach nix. Die Europäischen Staaten, Völker, Lebensrealitäten und Traditionen sind nunmal verschieden.

    Ich glaube bei den allermeisten EU Bürgern gibt es Konsens darüber dass die Wirtschaftliche Gemeinschaft (bei allen Problemen die sie auch bringt) unterm Strich positiv ist, die Reisefreiheit, und zumindest unter Staaten die ungfähr gleich stark sind, eine Gemeinsame Währung.

    Die Tatsache dass die Gesetzgebungskonstruktion der Eu, derart gebaut ist, dass sie verwendet werden kann, um extrem upopuläre, widersprüchliche und gefährliche Aktionen durchzuführen, die geht wohl vielen Leuten sehr stark gegen den Strich.

    Schöne Grüße

    Andreas

  5. Achtung Spekulation

    Warum? Weil in Europa mit steigendem Migrationsinflux zu rechnen ist. Weil Migration Geldströme nach sich zieht – und umgekehrt. Weil die City of London von ihrem Territorium aus mit der Franfurter Börse fusioniert. Weil Migrationsinflux zur Macht von UK und US beigetragen hat.
    Weil Europa den Anfang eines historischen Migrationsinflux erlebt. Weil es so aussieht, als ob sich Migranten, Geld, Militär wie dirigiert bewegen. Das Geld weg von den alten Zentren der Macht. Militär und Migration folgen dem Geld. Nicht westward ho! Eastward ho! Projekt Eurasien! Brexit und EU werden sich kontrollieren lassen. Das ist Politik. Es gilt das Primat des Geldes.

  6. @ Dirk Pohlmann
    Zum ‚Brexit‘ selbst:

    Die beste Lösung ist, dass die EU mit Großbritannien absolut bindende Verträge eingeht, die am Stand nicht viel ändern. Großbritannien wird dann bestenfalls eine Position wie Norwegen haben, EU-assoziiert, aber halt nicht so reich. Und die weltpolitische Bedeutung Britanniens (das Groß kann man nun wohl weglassen) dürfte sich auch verdientermaßen an die Norwegens annähern. Lächerlich, wie manche Briten nun glauben, dass sie seit heute morgen wieder ‚Weltmacht‘ sind, dabei bricht gerade das Pfund ein und das LAnd steht vor der Spaltung. Der Macht- und Ansehensverlust des Königreichs wäre aber für die britischen Bürger gar kein Problem, solange sie ihre Reisefreiheit und die anderen Vorzüge des geeinten Europas behalten.

    Die Briten, die hier gegen die EU und für den Brexit gestimmt haben, hätten es allerdings verdient, GAR NICHT mehr nach Spanien in den Urlaub fahren zu dürfen. Aber im Sinne der Briten, die für die EU gestimmt haben und natürlich im Sinne der EU-Bürger muss die Freizügigkeit natürlich voll erhalten bleiben. Die Briten müssen nun eine Regierung stellen, die das hinbekommt. Hoffentlich sind sie wenigstens dazu in der Lage.

    Das Ganze zeigt auch wieder den Unsinn von sogenannten ‚Volksentscheiden‘. Es ist insbesondere absurd, wie diese ständig als besonders ‚echte‘ Demokratie angepriesen werden.
    Dabei ist auch hier nach meinem Eindruck etwas ganz Anderes passiert: Irgendwelche Lobbyisten (wahrscheinlich aus der US-Kriegslobby) haben offenbar beschlossen, dass ‚endlich‘ Spaltung in die EU hereingetragen werden soll. Dann haben sie wahrscheinlich Vertretern der britischen Regierung, die in ihren Bünden und Lobbygruppen sind, darunter Cameron, die Anweisung gegeben, in diese Richtung ‚aktiv‘ zu werden. Cameron und viele andere Politiker sind aber dagegen gewesen, Großbritannien zu spalten und aus der EU zu befördern. Und die Finanziers aus London waren auch dagegen, die Lobbyisten waren sich also mal nicht einig. Also ‚einigte‘ man sich wohl lobbyintern auf einen ‚Volksentscheid‘.

    So sind ‚Volksentscheide‘ wirklich. Irgendwelche ‚Stöckchen‘, die dem Volk hingehalten werden, und das Volk fällt ggf. darauf herein und ’springt darüber‘, so wie hier. Der ganze Prozess derartiger ‚Volksentscheide ist nicht freiheitlich-demokratisch. Auch das ist eine Lehre aus diesem Desaster.

  7. @Dirk Pohlmann

    ‚Nur Streber und Karrieristen singen das Loblied der EU.‘
    Was soll das? So macht man doch wieder Negativpropaganda, wenn man EU-Befürworter gleich negativ besetzt.

    Man könnte hierbei stattdessen vielleicht auch einmal die Darstellung der EU durch die Massenmedien hinterfragen.
    Zwanghafte rechtspopulistische Hetzer ohne jede Argumente werden auf den Titelseiten als ‚Eurokritiker‘ oder Ähnliches hingestellt und richtig aufgeblasen zu einer Art Pseudoalternative. Die EU hingegen wird ständig mit Worten wie ‚Bürokratie‘ etc. in Verbindung gebracht, so als gäbe es in den Nationalstaaten keine Bürokratie.

    • Zum ‚Brexit‘ selbst:

      Die beste Lösung ist, dass die EU mit Großbritannien absolut bindende Verträge eingeht, die am Stand nicht viel ändern. Großbritannien wird dann bestenfalls eine Position wie Norwegen haben, EU-assoziiert, aber halt nicht so reich. Und die weltpolitische Bedeutung Britanniens (das Groß kann man nun wohl weglassen) dürfte sich auch verdientermaßen an die Norwegens annähern. Lächerlich, wie manche Briten nun glauben, dass sie seit heute morgen wieder ‚Weltmacht‘ sind, dabei bricht gerade das Pfund ein und das LAnd steht vor der Spaltung. Der Macht- und Ansehensverlust des Königreichs wäre aber für die britischen Bürger gar kein Problem, solange sie ihre Reisefreiheit und die anderen Vorzüge des geeinten Europas behalten.

      Die Briten, die hier gegen die EU und für den Brexit gestimmt haben, hätten es allerdings verdient, GAR NICHT mehr nach Spanien in den Urlaub fahren zu dürfen. Aber im Sinne der Briten, die für die EU gestimmt haben und natürlich im Sinne der EU-Bürger muss die Freizügigkeit natürlich voll erhalten bleiben. Die Briten müssen nun eine Regierung stellen, die das hinbekommt. Hoffentlich sind sie wenigstens dazu in der Lage.

      So sind ‚Volksentscheide‘ wirklich. Irgendwelche ‚Stöckchen‘, die dem Volk hingehalten werden, und das Volk fällt ggf. darauf herein und ’springt darüber‘, so wie hier. Der ganze Prozess derartiger ‚Volksentscheide ist nicht freiheitlich-demokratisch. Auch das ist eine Lehre aus diesem Desaster.

    • das brexit Prozedere soll 2 Jahre und länger dauern?

      die biegen sich die Welt zurecht, bis sie passend erscheint…

      Herr kanellos die Überwindung der EU Bürokratie scheint doch zeitlich aufwendiger als gedacht…

      also ich will taten sehen und das zeitnah.

    • Ich halte gerade die deutsche nationale Büroktaie für schlimmer als die EU-Bürokratie.
      Worauf ich hinauswill: Die mediale Darstellung setzt die EU übetrhaupt ständig mit solchen Begriffen wie Bürokratie gleich, während sie den Eurohassern die Rolle von ‚Revolutionären‘ zuweist. Das stimmt nicht mit der Wahrheit überein, spielt aber leider nach wie vor eine Rolle. Hier muss durchaus gegengesteuert werden. DA stimme ich auch Dirk Pohlmann zu – das ist auch ein ‚Imagethema‘.

    • Es sind die Briten, die sich jetzt sortieren müssen. Sobald diese fretig sind und überhaupt wissen, was sie wollen, wird die EU konstruktiv reagieren, da habe ich wirklich volles Vertrauen!
      Wollen Sie im Ernst etwaige Verzögerungen, die die britische Politik mit ihrem nationalen Desaster verursacht, auch noch der EU anlasten? Die EU als Sündenbock für alles, sogar für das Chaos, das EU-Hasser in der britischen nationalen Politik verursachen??
      Inhaltlich absurd, aber genau so läuft das EU-Bashing wirklich!

    • Natürlich gibt es in Nationalstaaten auch genug Bürokratie.
      Wenn aber ein Nationalstaat in der EU ist, kommt die Bürokratie der EU noch oben drauf, falls die Nationale nicht ersetzt wird.
      Der Umgang der „Qualitätsmedien“ mit den „Eurokritikern“ ist für mich auch kritikwürdig.
      Das sie „ohne jede Argumente“ wären, kann ich nicht sagen.
      Ich halte jedoch viele Argumente und vor allen die Schussfolgerungen daraus für falsch.
      Ich bin nicht gegen die EU – aber ich möchte eine Andere.

      Was kritisieren Sie den an der EU? Oder ist alles o.K.

    • das brexit Prozedere soll 2 Jahre und länger dauern?
      die biegen sich die Welt zurecht, bis sie passend erscheint…

      Das war von vornherein klar. Das ist das Prozedere und ist vertraglich so geregelt. Bei jedem Land, das die EU verlässt.

    • @ Kabellos

      Also doch noch (hoffentlich) ein letztes Mal.
      Wenn es richtig ist, daß Michael Kabellos sich in den letzten zehn Jahren (oder länger) hauptsächlich in Amerika aufgehalten hat, dann hat er keine praktischen Erfahrungen mit den Auswirkungen der Politik der EU. Im Gegesatz zu den den Postern hier.

    • ‚Also doch noch (hoffentlich) ein letztes Mal.
      Wenn es richtig ist, daß Michael Kabellos sich in den letzten zehn Jahren (oder länger) hauptsächlich in Amerika aufgehalten hat, dann hat er keine praktischen Erfahrungen mit den Auswirkungen der Politik der EU. Im Gegesatz zu den den Postern hier.‘

      SIE haben keine Ahnung und posten hier aus Ihrer feigen Anonymität heraus diffamierenden Unsinn.
      Offenbar haben Sie weder Kenntnisse noch Argumente.
      Widerwärtig auf besondere Art, das sind Sie – Si verhalten sich wie ein Stasi-Scherge übelster Art.

    • @ Michael Kanellos

      „Man könnte hierbei stattdessen vielleicht auch einmal die Darstellung der EU durch die Massenmedien hinterfragen.
      Zwanghafte rechtspopulistische Hetzer ohne jede Argumente werden auf den Titelseiten als ‚Eurokritiker‘ oder Ähnliches hingestellt und richtig aufgeblasen zu einer Art Pseudoalternative. “

      Was ist denn das für eine Aussage? EU-Gegner sind zwanghafte rechtspopulistische Hetzer ohne Argumente? Wer nicht Ihrer Meinung ist, wird als rechtspopulistisch verrissen und hat keine Argumente? Ich hoffe, das verstehe ich falsch. Ansonsten stecken Sie ja voller extremistischer Vorurteile …

      Europa könnte sicher eine gute Sache sein – wenn es denn anders aufgezogen wäre. Aber der derzeitige Zustand gibt doch wirklich nicht viel Anlass zum Schwärmen.

    • @ Minzinella

      ‚Was ist denn das für eine Aussage? EU-Gegner sind zwanghafte rechtspopulistische Hetzer ohne Argumente? Wer nicht Ihrer Meinung ist, wird als rechtspopulistisch verrissen und hat keine Argumente? Ich hoffe, das verstehe ich falsch. Ansonsten stecken Sie ja voller extremistischer Vorurteile …‘

      Mit Logik haben Sie es wohl nicht so. Einige EU-Gegner – und zwar genau die, die ständig in den Massenmedien erscheinen und als ‚alternative‘, ja sogar angeblich ‚revolutionäre‘ Politiker hingestellt werden -, stehen meines Erachtens für zwanghafte, rechtspopulistische und hetzerische Politik mit verlogener Argumentation.

      Fundierte, konstruktive EU-Kritiker werden ebenso von den Massenmedien stiefmütterlich behandelt wie die EU selbst.

      Das Ganze zeigt auch wieder den Unsinn von sogenannten ‚Volksentscheiden‘. Es ist insbesondere absurd, wie diese ständig von den Mainstreammedien als besonders ‚echte‘ Demokratie angepriesen werden.
      Dabei ist auch hier nach meinem Eindruck etwas ganz Anderes passiert: Irgendwelche Lobbyisten (wahrscheinlich aus der US-Kriegslobby) haben offenbar beschlossen, dass ‚endlich‘ Spaltung in die EU hereingetragen werden soll. Dann haben sie wahrscheinlich Vertretern der britischen Regierung, die in ihren Bünden und Lobbygruppen sind, darunter Cameron, die Anweisung gegeben, in diese Richtung ‚aktiv‘ zu werden. Cameron und viele andere Politiker sind aber dagegen gewesen, Großbritannien zu spalten und aus der EU zu befördern. Und die Finanziers aus London waren auch dagegen, die Lobbyisten waren sich also mal nicht einig. Also ‚einigte‘ man sich wohl lobbyintern auf einen ‚Volksentscheid‘.

      So sind ‚Volksentscheide‘ wirklich. Irgendwelche ‚Stöckchen‘, die dem Volk hingehalten werden, und das Volk fällt ggf. darauf herein und ’springt darüber‘, so wie hier. Der ganze Prozess derartiger ‚Volksentscheide ist nicht freiheitlich-demokratisch. Auch das ist eine Lehre aus diesem Desaster.

  8. @Dirk Pohlmann

    ‚Nur Streber und Karrieristen singen das Loblied der EU.‘
    Was soll das? So macht man doch wieder Negativpropaganda, wenn man EU-Befürworter gleich negativ besetzt.

    Man könnte hierbei stattdessen vielleicht auch einmal die Darstellung der EU durch die Massenmedien hinterfragen.
    Zwanghafte rechtspopulistische Hetzer ohne jede Argumente werden auf den Titelseiten als ‚Eurokritiker‘ oder Ähnliches hingestellt und richtig aufgeblasen zu einer Art Pseudoalternative. Die EU hingegen wird ständig mit Worten wie ‚Bürokratie‘ etc. in Verbindung gebracht, so als gäbe es in den Nationalstaaten keine Bürokratie.

    Zum ‚Brexit‘ selbst:

    Die beste Lösung ist, dass die EU mit Großbritannien absolut bindende Verträge eingeht, die am Stand nicht viel ändern. Großbritannien wird dann bestenfalls eine Position wie Norwegen haben, EU-assoziiert, aber halt nicht so reich. Und die weltpolitische Bedeutung Britanniens (das Groß kann man nun wohl weglassen) dürfte sich auch verdientermaßen an die Norwegens annähern. Lächerlich, wie manche Briten nun glauben, dass sie seit heute morgen wieder ‚Weltmacht‘ sind, dabei bricht gerade das Pfund ein und das LAnd steht vor der Spaltung. Der Macht- und Ansehensverlust des Königreichs wäre aber für die britischen Bürger gar kein Problem, solange sie ihre Reisefreiheit und die anderen Vorzüge des geeinten Europas behalten.

    Die Briten, die hier gegen die EU und für den Brexit gestimmt haben, hätten es allerdings verdient, GAR NICHT mehr nach Spanien in den Urlaub fahren zu dürfen. Aber im Sinne der Briten, die für die EU gestimmt haben und natürlich im Sinne der EU-Bürger muss die Freizügigkeit natürlich voll erhalten bleiben. Die Briten müssen nun eine Regierung stellen, die das hinbekommt. Hoffentlich sind sie wenigstens dazu in der Lage.

    Das Ganze zeigt auch wieder den Unsinn von sogenannten ‚Volksentscheiden‘. Es ist insbesondere absurd, wie diese ständig als besonders ‚echte‘ Demokratie angepriesen werden.
    Dabei ist auch hier nach meinem Eindruck etwas ganz Anderes passiert: Irgendwelche Lobbyisten (wahrscheinlich aus der US-Kriegslobby) haben offenbar beschlossen, dass ‚endlich‘ Spaltung in die EU hereingetragen werden soll. Dann haben sie wahrscheinlich Vertretern der britischen Regierung, die in ihren Bünden und Lobbygruppen sind, darunter Cameron, die Anweisung gegeben, in diese Richtung ‚aktiv‘ zu werden. Cameron und viele andere Politiker sind aber dagegen gewesen, Großbritannien zu spalten und aus der EU zu befördern. Und die Finanziers aus London waren auch dagegen, die Lobbyisten waren sich also mal nicht einig. Also ‚einigte‘ man sich wohl lobbyintern auf einen ‚Volksentscheid‘.

    So sind ‚Volksentscheide‘ wirklich. Irgendwelche ‚Stöckchen‘, die dem Volk hingehalten werden, und das Volk fällt ggf. darauf herein und ’springt darüber‘, so wie hier. Der ganze Prozess derartiger ‚Volksentscheide ist nicht freiheitlich-demokratisch. Auch das ist eine Lehre aus diesem Desaster.

    • @Dirk Pohlmann
      (kann diesen Kommentar nicht auf oberster Ebene posten, technische Probleme des Forums?)

      ‚Nur Streber und Karrieristen singen das Loblied der EU.‘
      Was soll das? So macht man doch wieder Negativpropaganda, wenn man EU-Befürworter gleich negativ besetzt.

      Man könnte hierbei stattdessen vielleicht auch einmal die Darstellung der EU durch die Massenmedien hinterfragen.
      Zwanghafte rechtspopulistische Hetzer ohne jede Argumente werden auf den Titelseiten als ‚Eurokritiker‘ oder Ähnliches hingestellt und richtig aufgeblasen zu einer Art Pseudoalternative. Die EU hingegen wird ständig mit Worten wie ‚Bürokratie‘ etc. in Verbindung gebracht, so als gäbe es in den Nationalstaaten keine Bürokratie.

      Zum ‚Brexit‘ selbst:

      Die beste Lösung ist, dass die EU mit Großbritannien absolut bindende Verträge eingeht, die am Stand nicht viel ändern. Großbritannien wird dann bestenfalls eine Position wie Norwegen haben, EU-assoziiert, aber halt nicht so reich. Und die weltpolitische Bedeutung Britanniens (das Groß kann man nun wohl weglassen) dürfte sich auch verdientermaßen an die Norwegens annähern. Lächerlich, wie manche Briten nun glauben, dass sie seit heute morgen wieder ‚Weltmacht‘ sind, dabei bricht gerade das Pfund ein und das LAnd steht vor der Spaltung. Der Macht- und Ansehensverlust des Königreichs wäre aber für die britischen Bürger gar kein Problem, solange sie ihre Reisefreiheit und die anderen Vorzüge des geeinten Europas behalten.

      Die Briten, die hier gegen die EU und für den Brexit gestimmt haben, hätten es allerdings verdient, GAR NICHT mehr nach Spanien in den Urlaub fahren zu dürfen. Aber im Sinne der Briten, die für die EU gestimmt haben und natürlich im Sinne der EU-Bürger muss die Freizügigkeit natürlich voll erhalten bleiben. Die Briten müssen nun eine Regierung stellen, die das hinbekommt. Hoffentlich sind sie wenigstens dazu in der Lage.

      Das Ganze zeigt auch wieder den Unsinn von sogenannten ‚Volksentscheiden‘. Es ist insbesondere absurd, wie diese ständig als besonders ‚echte‘ Demokratie angepriesen werden.
      Dabei ist auch hier nach meinem Eindruck etwas ganz Anderes passiert: Irgendwelche Lobbyisten (wahrscheinlich aus der US-Kriegslobby) haben offenbar beschlossen, dass ‚endlich‘ Spaltung in die EU hereingetragen werden soll. Dann haben sie wahrscheinlich Vertretern der britischen Regierung, die in ihren Bünden und Lobbygruppen sind, darunter Cameron, die Anweisung gegeben, in diese Richtung ‚aktiv‘ zu werden. Cameron und viele andere Politiker sind aber dagegen gewesen, Großbritannien zu spalten und aus der EU zu befördern. Und die Finanziers aus London waren auch dagegen, die Lobbyisten waren sich also mal nicht einig. Also ‚einigte‘ man sich wohl lobbyintern auf einen ‚Volksentscheid‘.

      So sind ‚Volksentscheide‘ wirklich. Irgendwelche ‚Stöckchen‘, die dem Volk hingehalten werden, und das Volk fällt ggf. darauf herein und ’springt darüber‘, so wie hier. Der ganze Prozess derartiger ‚Volksentscheide ist nicht freiheitlich-demokratisch. Auch das ist eine Lehre aus diesem Desaster.

    • Zum ‚Brexit‘ selbst:
      (kann das nicht auf oberster Ebene posten, technische Probleme des Forums?)

      Die beste Lösung ist, dass die EU mit Großbritannien absolut bindende Verträge eingeht, die am Stand nicht viel ändern. Großbritannien wird dann bestenfalls eine Position wie Norwegen haben, EU-assoziiert, aber halt nicht so reich. Und die weltpolitische Bedeutung Britanniens (das Groß kann man nun wohl weglassen) dürfte sich auch verdientermaßen an die Norwegens annähern. Lächerlich, wie manche Briten nun glauben, dass sie seit heute morgen wieder ‚Weltmacht‘ sind, dabei bricht gerade das Pfund ein und das LAnd steht vor der Spaltung. Der Macht- und Ansehensverlust des Königreichs wäre aber für die britischen Bürger gar kein Problem, solange sie ihre Reisefreiheit und die anderen Vorzüge des geeinten Europas behalten.

      Die Briten, die hier gegen die EU und für den Brexit gestimmt haben, hätten es allerdings verdient, GAR NICHT mehr nach Spanien in den Urlaub fahren zu dürfen. Aber im Sinne der Briten, die für die EU gestimmt haben und natürlich im Sinne der EU-Bürger muss die Freizügigkeit natürlich voll erhalten bleiben. Die Briten müssen nun eine Regierung stellen, die das hinbekommt. Hoffentlich sind sie wenigstens dazu in der Lage.

  9. die angloamerikanische Weltherrschaft hat scheinbar kein Interesse mehr daran, politisch Zusammenhalt in Europa zu predigen. seine macht scheint dafür schon groß genug….oder seine Probleme….

    ein absoluter machtgewinn fùr die NATO..diese Entscheidung…das einzige Bündnis, dass alle großen westlichen Nationen vereint….

    Deutschland wird seine Rolle als EU Vorreiter , jetzt vermutlich mit Nachdruck vertreten müssen….

    wir sollten in zukunft sehr wachsam sein.

    • Stimme zu – die USA üben derzeit kaum noch den positiven Einfluss aus, den sie früher einmal hatten.
      In der Tat wird es langsam wieder ziemlich ernst.

    • Die USA akzeptiert keine andere Weltmacht neben sich, die EU ist nur Mittel zum Zweck. Die USA hat noch nie Zusammenhalt in Europa gewollt.

    • Die EU sichert Frieden und offene Grenzen in Europa. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

    • Punkto Frieden: Was war mit Jugoslawien, was ist mit der Ukraine?
      Punkto offene Grenzen: machen nicht zahlreiche Staaten die Grenzen dicht, um die Flüchtlinge abzuwehren?
      Das Verhalten Deutschlands gegenüber Griechenland ist OK?
      Und wie sieht es mit Frieden außerhalb der EU aus? Ist die EU nicht mitverantwortlich für den Terrorismus, der uns wie ein Bumerang heimsucht?
      Das EU-Embargo gegenüber Syrien ist OK?
      Das Freihandelsabkommen der EU mit Afrika, das Millionen in die Flucht treibt, ist OK?

    • Jugoslawien: ist zu 100% dauerhaft befriedet, die dortigen Bestrebungen innerjugoslawischer Kriege sind vorbei.

      ‚Punkto offene Grenzen: machen nicht zahlreiche Staaten die Grenzen dicht, um die Flüchtlinge abzuwehren?‘

      Das ist kein Problem der EU, sondern ein Problem der Nationalstaaten in der EU. Die Bundeskanzlerin hat alles versucht, um eine EU-weite vorbildliche Regelung zu etablieren. DAs scheiterte an den natioanlen Regierungen vor allem in Osteuropa.

      ‚Und wie sieht es mit Frieden außerhalb der EU aus? Ist die EU nicht mitverantwortlich für den Terrorismus, der uns wie ein Bumerang heimsucht?‘
      Das ist ein Problem der NATO-Politik, nicht der EU. Warum wird ständig fälschlich die fragwürdige bis desaströse ‚Strategie‘ der NATO, die von US_amerikanischen Lobbyisten kommt, der EU angelastet??
      Das ist schon Desinformation, was da betrieben wird. Die Türkei erleidet deshalb, wegen der fehlgeschlagenen NATO-Strategie, massenhaft Terror, und die ist nicht in der EU – oder zählen die für Sie nicht zum ‚wir‘?

      ‚Das Freihandelsabkommen der EU mit Afrika, das Millionen in die Flucht treibt, ist OK?‘
      In Afrika fehlt es an marktwirtschaftlichen Standards wegen der ebenfalls fehlgeschlagenen nationalen Souveränität. Dort gibt es monopolfreundliche und korrupte Marionettenregierungen, die sich nicht um ihre Staaten im eigentlichen Sinn kümmern,. Das der EU anzulasten, ist ebenfalls inhaltlich falsch.

      Das, was SIe machen, ist schon Diffamierung. Sie decken die wirklichen Urheber dieser Probleme, die US-amerikanischen Hardcore-Neocons mit ihrer Spaltungspolitik. Und wollen deren Fehler und absichtliche Fehlleistungen der EU in die Schuhe schieben – um Spaltung zu befördern auch innerhalb Europas.
      Das muss entsprechend beantwortet werden, mit einer Stärkung und Weiterimplementierung der Werte der EU, ansonsten gleicht sich Europa langfristig den miserablen Zuständen im jetzigen Arabien oder Afrika an und nicht umgekehrt.

  10. Ich ertrage eure Schadenfreude nicht. Wie könnt ihre euch nur darüber freuen und der EU den Zusammenbruch wünschen? Ich bin noch jung, wahrscheinlich auch ein wenig naiv, aber ich weiß das die EU für meine Genration wohl das beste ist. Es geht hier doch um mehr als die politische Gesaltung der EU, welchen immer kritisiert wird. Es ist die Idee, das „Lebensgefühl“. Ich könnte heute nach Italien, Frankreich oder sonst wo und ohne Probleme dort Leben, dort glücklich werden (@maik). Ich kann mich mit Erasmus Studenten unterhalten, von der Internationalität profitieren. Es gibt keine Alternative hierzu! Ich will nicht zurück in das 19.Jhd und über den Italiener oder den „Erbfeind“ den Franzosen reden. Warum denn alleine und verbittert, in Nostaligie dahinsiechend, in die Zukunft gehen? Wir gehören alle zusammen, alleine schafft es keiner, auch nicht eine Nation. Wir wissen alle was der Nationalismus Europa gebracht hat…
    Ich finde es vor allem schrecklich wie egoistisch der ältere Teil der Gesellschaft darüber abstimmt. Schaut doch auf die GEMEINSAME Zukunft, die eurer Kinder. Denn diese Genrationen werden diejenigen sein, welche von den Folgen der Abstimmung betroffen sein werden, eueren Horizont wird das nicht mehr berühren.

    • Das sind meines Erachtens Auftragsschreiber, die schreiben für die Lobbyisten, die weltweit Spaltung und Krieg wollen, weil sie einzelne Nationalstaaten besser manipulieren können als z.B. die EU.

    • @ Imu: “ politische Gestaltung“ Diese EU ist ein wirtschaftliches Selbstmordprogramm ohne Russland.
      Internationalität kann doch nur durch einen Staatenbund dauerhaft gewährleistet sein, der Zugang hat zum russischen Markt und dadurch zu Eurasien. Gerade das verhindert der „Bundesstaat Eurozone“, der vom Marktzugang abgeschottet wird ! Was für ein „Lebensgefühl“ soll das sein, in einem Deutschland zu leben, das nichtmal souverän genug dafür ist, die Drohnenmörder aus Ramstein rauszuschmeissen ? In dem es wirtschaftlich nur noch bergab geht?
      Man muss doch nicht in Nationalismus des 19.Jahrhunderts usw. fallen, um die wirtschaftlichen Realität so zu sehen, wie sie ist !

    • @ Michael kanellos

      „weil sie einzelne Nationalstaaten besser manipulieren können als z.B. die EU.“

      sie verstehen das Prinzip der EU und deren Zerstückelung in Hinsicht auf weltmachtansprüche nicht….hier wird dafür gesorgt durch das schaffen von bizarren Abhängigkeiten, Staaten ins “ aus“ zu manövrieren, ruhig zu stellen und handlungsunfähig zu machen…ihnen Selbstbestimmung zu nehmen und deren Glaubwürdigkeit zu schwächen- das ist geopolitik…

    • Ob das eine kluge Entscheidung war, wird sich zeigen.
      Auch Kreise in den USA werden nicht glücklich darüber sein, das das „Trojanische Pferd“ den Rückzug aus der EU antritt.

    • @Imu,

      immer schön vorsichtig, bisher haben die normalen Bürger keinerlei vorteile durch die EU bemerken können.Ihr, die Jungen solltet es den älteren Wählern zeigen, was es heißt wissend zu wählen, denn jetzt wird eine Manipulationswelle auf uns zu rollen, die immer schwerer zu durchblicken sein wird…Nichts fürchten unsere Politiker mehr, als Selbstdenker in Deutschland.
      Apropos Lebensgefühl, oder doch nur Bequemlichkeit?
      Zu EWG -Zeit konnten wir auch überall hin, auch im Ausland arbeiten gehen…aber das scheint vor Ihrer Zeit gewesen zu sein, denn Sie vergessen die Nachteile unter denen die Menschen durch die EU leiden.Die Armut wächst rapide, ebenso der Reichtum..Drangsalierung eines ganzen staates, Zwang zum Ausverkauf,….nun raten Sie einmal wer sich in Griechenland kräftig bedient hat…richtig Deutschland!.Kommt also nur darauf an, auf welcher Seite man selbst steht?!

    • „Ich ertrage eure Schadenfreude nicht. Wie könnt ihre euch nur darüber freuen und der EU den Zusammenbruch wünschen? Ich bin noch jung, wahrscheinlich auch ein wenig naiv, aber ich weiß das die EU für meine Genration wohl das beste ist. Es geht hier doch um mehr als die politische Gesaltung der EU, welchen immer kritisiert wird.“
      Ich glaube zu verstehen, wie du dich fühlst.
      Was steht den für Dich über der politischen Gestaltung der EU?
      Ich freue mich nicht über den eventuellen Zusammenbruch der EU.
      Ein einheitliches Europa ist eine gute Idee – doch die Umsetzung und die Ausgestaltung ist desaströs.

    • Eine europäische Zusammenarbeit kann auch anders aussehen. Die EU ist ein Kriegsprojekt. Wir stehen kurz vor einen Atomkrieg mit Russland dank der EU. Ich wünsche Ihnen eine gute Zukunft mit der EU aber ich befürchte Sie werden keine haben!

    • @ Kabellos @ Imu

      Das schlägt dem Faß den Boden aus! Ist wohl nur durch Kabellos zu überbieten!
      Da drückt ein junger Mensch seine Not aus, und Kabellos fertigt ihn ab in einem kurzen Satz aus Propaganda und Lüge. Amerika wollte eben nicht mit den vielen Einzelstaaten zu tun haben. Weil so viele Einzelstaaten schwerer zu manipulieren sind als ein zentralistisches Europa! Das weiß Kabellos! Lüge und Propaganda – aber
      kein Wort der Erklärung, wo Kabellos doch ansonsten Traktate liebt. Kein Wort, das den Versuch enthielte, trotzdem Hoffnung für die Zukunft zu vermitteln. Im Gegesatz dazu, haben andere Poster hier das versucht.

      Eigentlich wollte ich Kabellos ignorieren, aber hier konnte ich mich nicht mehr zurückhalten.

    • @annette ,
      schon schade wenn Sie das von mir beschriebene Gefühl, zugegebenermaßen auch ein wenig idealisiert (aber im Kern dennoch richtig), so assozieren. Denn das was ich erhalten möchte ist die Freiheit, und diese mit Bequemlichkeit in Verbindung zu setzen, zeugt für mich von Verbitterung und Pessimismus.
      Außerdem hat das Auseinanderdriften des Vermögens nur indirekt mit der EU zu tun. Dies ist ein Prozess welcher schon immer stattgefunden hat, und wohl auch nicht grundsätzlich zu verhindern ist, da dies in der Natur von Geld und Vermögen liegt zu kumulieren und exponentiell zu wachsen. Der Fakt das wir mittlerweile wieder solch hohen Disparitäten haben ist einzig dem geschuldet, dass es keine großen Umwältzungen, (wie Krieg), in den letzten Jahrzehnten gab. Die EU ist nicht perfekt, doch dies ist ein operativer Aspekt, welcher zurecht krtisiert werden darf, aber die Entwicklung der Ungleichheit alleinig der EU zuzuschreiben ist falsch.
      Außerdem schade das sie die Vorteile nicht zu schätzen wissen, es sind ja auch schließlich Dinge der alten EWG welche sie anscheinend als so selbstverständlich sehen das sie diese nicht schätzen, und immernoch eine Erbe der heutigen EU sind. Klar könnte man jetzt sagen das man sich auf das rein wirtschaftliche Beschränken könnte und auf die Ideologie der Einigung der Union verzichten könnte, aber es geht doch um mehr im Leben als Geld?

      Oder etwa nicht?

    • „aber es geht doch um mehr im Leben als Geld?

      Oder etwa nicht?“

      Das stimmt.

      Aber das sagen Sie mal Jemanden, der kein Geld hat.
      Geld ist kein Selbstzweck.

      Für Geld bekommt man ein Dach über den Kopf, Kleidung, Gesundheit und nicht zuletzt auch Bildung und Teilhabe am kulturellen Leben. (ohne Geld kann man nicht reisen.)
      Schauen sie mal nach Griechenland, Spanien u.a. EU-Länder.
      Die Bevölkerung wird die EU nur unterstützen, wenn die Menschen die Hoffnung haben, das es ihnen besser geht.
      Normale Leute, die davon ausgehen, dass es Ihren Kindern in Zukunft besser gehen wird als ihnen, findest Du heute kaum mehr.
      Das Gegenteil ist der Fall. Viele Leute in der EU haben Angst vorm Abstieg und Existenzangst.

    • @ Tony

      ‚Da drückt ein junger Mensch seine Not aus, und Kabellos fertigt ihn ab in einem kurzen Satz aus Propaganda und Lüge. Amerika wollte eben nicht mit den vielen Einzelstaaten zu tun haben. Weil so viele Einzelstaaten schwerer zu manipulieren sind als ein zentralistisches Europa! D‘

      Sparen Sie sich Ihre hirnlose Hetze. Die EU ist bewusst so aufgebaut, dass ihre Mitgliedsstaaten praktisch nicht in Richtung Diktatur und Bevorzugung einzelner Monopolisten zu beeinflussen sind. Das wird durch die ureigene Verfassung der EU verhindert. Und das macht die Stärke der EU aus und ist der Grund, warum die US-‚Teile-und-Herrsche‘-Lobby die EU nicht gut findet.
      Es macht Sinn, solche Dinge gegenüber jungen Leuten, die besorgt sind, klarzumachen. Um die echten Lösungen für Sorgen zu finden, muss man natürlich erstmal das Problem kennen.

      Dass SIe nicht mal die Höflichkeit besitzen, meinen Namen richtig zu schreiben, aus Ihrer Anonymität heraus, schlägt wirklich dem Fass den Boden aus. Aber das Thema ist zu wichtig, um es verlogenen Pöblern zu überlassen, das ist eine Lehre dieses ‚Brexit‘!

    • @ Eiszeit

      ‚Eine europäische Zusammenarbeit kann auch anders aussehen. Die EU ist ein Kriegsprojekt. Wir stehen kurz vor einen Atomkrieg mit Russland dank der EU. Ich wünsche Ihnen eine gute Zukunft mit der EU aber ich befürchte Sie werden keine haben!‘

      Was für ein Unsinn pur. An Ihren Sätzen stimmt nichts. Das Militärbündnis ist die NATO, nicht die EU.
      Wegen Leuten wie Ihnen und Ihrer ‚Teile-und-Herrsche‘-Lobby, für die Sie hier schreiben/spammen, gibt es zusätzliche Probleme. Aber man wird diese lösen müssen, und man wird auch nach diesem ‚Brexit‘ EU-ähnliche Bedingungen mit Groß(?)britannien schaffen müssen. Das müssen selbst die britischen Brexit-Befürworter unter den Politikern berücksichtigen.
      Großbritannien steht ‚dank‘ dieser idiotischen und außer für ein paar Hardcore-Wirtschaftslobbyisten, die von gekauften Regimes in Europa träumen, nutzlosen Spaltungspolitik der Rechtspopulisten vor dem Zerfall. Aber das müssen die Briten jetzt hinbekommen, das ist ein wirklich rein nationales Problem der Briten.

    • ‚Ein einheitliches Europa ist eine gute Idee – doch die Umsetzung und die Ausgestaltung ist desaströs.‘

      In der Tat – was die britische Politik mit diesem ‚Brexit‘ abgezogen hat, ist desaströs. Hier hilft aber jetzt nur Konstruktivität. Die britische Wirtschaft befindet sich ohnehin schon im freien Fall – kein wirklicher Manager oder Banker, der nicht zur Hardcore-Spaltungslobby gehört, lässt sich so eine Nummer ernsthaft gefallen.
      Wir sehen hier auch eine Spaltung bei den Wirtschaftslobbyisten. Die Spalter haben sich nun sogar GEGEN wesentliche Teile der Geldwirtschaft und der europäischen Wirtschaftslobby gestellt. Das ist eine weitere Grenzüberschreitung.

    • Sie machen es sich zu einfach.
      EU ist gut – UK ist böse.
      „Die britische Wirtschaft befindet sich ohnehin schon im freien Fall.“
      Woran machen Sie das fest?

    • ‚EU ist gut – UK ist böse‘

      Sehe ich überhaupt nicht, dass das UK ‚böse‘ sei. Aber offenbar ist deren Politik gerade völlig abgeschmiert.
      Als Deutscher sollte man sich da in der Tat mit Wertungen auch ein wenig bescheiden.

      EU ist gut – UK ist böse.

      Zum ‚Brexit‘ selbst:

      Die beste Lösung ist, dass die EU mit Großbritannien absolut bindende Verträge eingeht, die am Stand nicht viel ändern. Großbritannien wird dann bestenfalls eine Position wie Norwegen haben, EU-assoziiert, aber halt nicht so reich. Und die weltpolitische Bedeutung Britanniens (das Groß kann man nun wohl weglassen) dürfte sich auch verdientermaßen an die Norwegens annähern. Lächerlich, wie manche Briten nun glauben, dass sie seit heute morgen wieder ‚Weltmacht‘ sind, dabei bricht gerade das Pfund ein und das LAnd steht vor der Spaltung. Der Macht- und Ansehensverlust des Königreichs wäre aber für die britischen Bürger gar kein Problem, solange sie ihre Reisefreiheit und die anderen Vorzüge des geeinten Europas behalten.

      Die Briten, die hier gegen die EU und für den Brexit gestimmt haben, hätten es allerdings verdient, GAR NICHT mehr nach Spanien in den Urlaub fahren zu dürfen. Aber im Sinne der Briten, die für die EU gestimmt haben und natürlich im Sinne der EU-Bürger muss die Freizügigkeit natürlich voll erhalten bleiben. Die Briten müssen nun eine Regierung stellen, die das hinbekommt. Hoffentlich sind sie wenigstens dazu in der Lage.

    • ‚Sie machen es sich zu einfach.
      EU ist gut – UK ist böse.‘

      Nein, SIE machen es sich zu einfach. Ich behaupte nämlich gar nicht und meine auch gar nicht, dass das ‚UK böse‘ sei. Aber die britische Politik ist gerade ein Totalausfall. Die wissen meines Erachtens nicht mal, was sie jetzt machen sollen. Da die EU eine liberale Gemeinschaft ist, müssen die Briten nun sich um alles kümmern, was die Weitergestaltung der Veträge angeht. Und das bedeutet: Engländer, Nordiren, Waliser, Schotten und die Einwohner von Gibraltar gemeinsam. Da ist keinerlei Linie zu erkennen.
      Als Deutscher sollte man sich aber mit allzu nationalistischen Wertungen zurückhalten – das Problem sind nicht ‚die Briten‘, sondern die aktuelle Chaospolitik, die von der ‚Teile-und-Herrsche‘-Lobby geplant war, um Europa und Großbritannien zu spalten.

      „Die britische Wirtschaft befindet sich ohnehin schon im freien Fall.“
      Woran machen Sie das fest?‘

      Das Pfund bricht ein und Ratingagenturen beabsichtigen direkt, Großbritannien herunterzustufen.
      Wenn das kein freier Fall ist.

    • ’sie verstehen das Prinzip der EU und deren Zerstückelung in Hinsicht auf weltmachtansprüche nicht….hier wird dafür gesorgt durch das schaffen von bizarren Abhängigkeiten, Staaten ins “ aus“ zu manövrieren, ruhig zu stellen und handlungsunfähig zu machen…ihnen Selbstbestimmung zu nehmen und deren Glaubwürdigkeit zu schwächen- das ist geopolitik…‘

      Was verstehe ich Ihrer Meinung nach nicht? Der Grund, warum, die ‚Teile-und-Herrsche‘-Kriegslobby die EU nicht mag, ist, die Nichtrealisierbarkeit der ‚Handlungsunfähigkeit‘. Die EU hat Bedingungen, an die die Mitgleidsstaaten sich halten müssen und die exakt so abgefasst sind, dass die Staaten rein marktwirtschaftlich und demokratisch gesehen handlungsfähig bleiben. EU-Staaten können praktisch nicht von einer monopolistischen Lobby ausgeplündert oder ‚übernommen‘ werden. Sobald Staaten aus der EU heraus sind, kann sich das aber prinzipiell ändern. Das ist der Punkt hier.

    • Herr kanellos

      was erwarten sie denn ? das die Börsen jubeln?

      war doch immer schön so, politische Umbrüche , zahlt der kleine Mann.

      übrigens die größten verbrecher, verlieren am meisten…Banken u. Versicherungen…welch ein Zufall….

    • „Das Pfund bricht ein und Ratingagenturen beabsichtigen direkt, Großbritannien herunterzustufen.
      Wenn das kein freier Fall ist.“
      Der Fall kann kommen. Aber mit der Wirtschaft, jedenfalls bis jetzt, hat das nichts zu tun.
      Da wird Geld verdient. Gold ist heute auch stark gestiegen. Da wird auch Geld verdient.
      Es wird spekuliert u. gewettet. Das ist doch nichts Neues.
      „übrigens die größten verbrecher, verlieren am meisten…Banken u. Versicherungen…welch ein Zufall….“
      Das glaub ich wiederum nicht.
      Die haben sich bestimmt abgesichert. Das kann ich aber nicht beweisen.
      Der „kleine Mann“ wird wohl der Verlierer sein.

    • @ kanellos

      ich geb Anette recht und ich denke , das ist der richtige Ansatz.

      es sind keinerlei Fortschritte mehr für das Bürgertum erkennbar.

      es ist historisch einmalig , dass sich die Schere zwischen Arm und Reich europaweit! im gleichschritt öffnet. das ganze Volkswirtschaften in unmittelbare finanzielle Abhängigkeiten gegenüber des europäischen bankensystems geraten. das ein Staat wie Griechenland zum Zuschauer verdonnert wird…und hören sie auf , davon zu faseln, dass die ihr Steuersystem nicht im Griff haben…das hat Deutschland zehnmal nicht.
      meiner Meinung nach hat der falsche Staat zuerst dafür gestimmt, die EU zu verlassen. aber das nur am Rande.
      der brexit ist volkswirtschaftlich gesehen ne Katastrophe, aber wenn man sich die gesamte innenpolitische lage mal betrachtet, ist das doch die logische Schlussfolgerung.dieser staatenbund trägt sich nicht mehr durch das so oft probagierte Wachstum fùr alle. im Gegenteil , alle wachstumsmotoren der EU sind gleich geschaltet und auf Null gestellt. soll es Tschechien mit 6% Prozent Wachstum rausreißen? überall Proteste…kein fairer Wettbewerb.
      uns das ist erst der Teil innenpolitik….

      außenpolitisch ist die Lage noch desaströser…und wissen sie..ich persönlich , verzichte auf die privilegierte Stellung Deutschlands im Westen, wenn im Gegenzug das imperilistische machtgehabe an den europäischen grenzen ein Ende findet. Deutschland hat in der Vergangenheit stark von billigem Geld profitiert , aber auch immer gezeigt, dass es durch Innovation und wissen eine weltweite Führungsrolle einnehmen kann . ich bevorzuge eindeutig den zweiten weg…zurück tum bewährten. so viel selbstbewusstsein im Gegensatz zu ihnen habe ich. die Briten haben sichs jetzt schwer gemacht keine Frage , sie haben indirekt auch die nato gestärkt, aber sie haben vor allem eines gezeigt, dass ein Ausstieg möglich scheint.

      das man über Themen eben nicht nur debatiert. das Signal war das richtige. die Voraussetzungen dafür waren denkbar schlecht und die Zukunft wird mehr als unsicher, jetzt sind mutige Köpfe gefragt….nicht nur schaumschläger.

  11. Es gibt keinen Grund einer zerbröselten EU hinterher zu weinen, Herr Pohlmann. Ich meine es zwischen den Zeilen so erkennen zu können. Eine EU wird nie so existieren können wie es idealerweise sein sollte. Ein solch abstraktes Gebilde wird immer in die Hände eines „Syndikats“ fallen. Denken sie nur daran wie unser Bundesverfassungsgericht vor der europäischen Gerichtsbarkeit, Anfang der Woche, devot eingeknickt ist. Nur Nationalstaaten mit einer Verfassung und rechtsstaatlicher Justiz können Souveränität und Identität gewährleisten. Nur mit diesen wesentlichen Merkmalen kann man mit anderen Ländern und Kulturen im gegenseitigen Respekt und Einklang leben. Das hat Muhammad Ali schon 1974 erkannt. „Fuck the EU“ und kehrt zurück zu einem friedlichen Europa der Nationalstaaten, den unterschiedlichen Regionen mit unterschiedlicher Wirtschaftskraft und Geschwindigkeit.

    • Es ist begrüßenswert, dass der EU-Gerichtshof Standard setzt. Auch und gerade gegenüber Deutschland.

      Ich finde es wirklich frappieren, fast schon lächerlich, dass hier mehrere Poster, auch Sie, die Ausfälle (die nur geleakt wurden) der Vertreter der US-Kriegslobby übernehmen. Leute wie Sie wollen die EU am liebsten zerbröseln. Das ist etwas, wo politisches Engagement wirklich gegeben ist. Die, die ‚Fuck the EU‘ sagen, wollen meines Erachtens in Europa politisch korrupte Verhältnisse wie in Afrika oder im Mittleren Osten.
      Es wird langsam (wieder) ernst. Wegen Leuten wie Ihnen.

    • „Friedliches Europa der Nationalstaaten…“
      Ja das hat schon immer funktioniert.
      Es würde wohl nicht in Krieg enden, das halte ich in der heutigen Zeit für zu unwahrscheinlich, aber es würde Ressentiments schüren und Stereotypen verstärken, wenn wir den interkulturellen Austausch, welcher durch die EU gefördert wird vernachlässigen.
      Man würde die „Ausländer“ wieder verstärkt als Konkurrenten sehen, wenn es kein gemeinsames Projekt mehr gäbe an den alle mitarbeiten würden, um eine gemeinsame Vision zu verwirklichen.

    • @ Imu: „Es würde wohl nicht in Krieg enden…“ Und: „interkulturellen Austausch“ Wir leben in einem Wirtschaftskrieg.
      Von Ramstein aus wird ein Krieg geführt. Polen usw. wird vollgestopft mit Waffen, nicht mit Waffeln ! Ja ?
      Was für einen „inter“kulturellen Austausch gibt es denn in einer „Zone“, in der alles dafür getan wird, die nationale kulturelle Vielfalt abzuschaffen und Gleichmacherei zu betreiben und die russische Kultur zu diffamieren ?
      Dieser Wirtschaftskrieg zielt gegen den russisch-deutschen kulturellen UND WIRTSCHAFTLICHEN Austausch, weil ein wirtschaftlich unabhängiges Deutschland, das mit Russland ins Geschäft kommt, denjenigen angloamerikanischen Kreisen um die FED, die Wall Street und die City of London, die derzeit Sanktionen erzwingen, eine KONKURRENZ ist, die die zerstören wollen.
      Diese EU ist DEREN Konstrukt. Das ist doch nicht das Ergebnis freier demokratischer Wahlen. Das ist das Mittel, um gan z Europa durch TTIP und sonstigen antidemokratischen Blödsinn in eine Diktatur zu verwandeln, wenn nicht in eine unbewohnbare Wüste, in der nur noch atomar verseuchte verbrannte Erde existiert.
      Bill Clinton sagte, die „einzige Spezies, die einen Atomkreig überleben“ seien „Kakerlaken und Keith Richards“.

    • @ Michaela
      ‚Von Ramstein aus wird ein Krieg geführt. Polen usw. wird vollgestopft mit Waffen, nicht mit Waffeln ! Ja ?
      Was für einen „inter“kulturellen Austausch gibt es denn in einer „Zone“, in der alles dafür getan wird, die nationale kulturelle Vielfalt abzuschaffen und Gleichmacherei zu betreiben und die russische Kultur zu diffamieren ?‘

      Was von Ramstein aus gemacht wird, hat nichts mit der EU zu tun, sondern mit der NATO.

      Die EU beweist, dass die kulturelle Identität völlig erhalten bleibt. Es gibt diese angebliche ‚Gleichmacherei‘ schlicht nicht,

      Diffamierung der russischen Kultur gibt es ebenfalls nicht. Im Gegenteil, es war geplant, ein kulturell zu Russland sehr ähnliches Land, die Ukraine, aufzunehmen. Das wurde von Russland mit Krieg torpediert und die USA haben da auch keine gute Rolle gespielt.

      Das ist wirklich eine Lüge, wenn falsche Aussagen derart propagandistisch eingesetzt werden. Die EU-Hasser arbeiten zum Teil mit blanken Lügen.

    • @ Alle: Kanellos behauptet: “ Was von Ramstein aus gemacht wird, hat nichts mit der EU zu tun,…“

      Liegt Ramstein nicht in der EU ? Liegt nicht ganz Deutschland in der EU ? Hätten wir einen souveränen Rechtsstaat statt dieser Brüsseldiktatur, wäre ganz undenkbar, dass vom Boden dieses Rechtsstaates aus irgendwelche Fremden, die das Land besetzt halten und aufgrund von Lügenkampagnen völkerrechtswidrige Angriffskriege führen, auch noch Drohnenmorde ohne Gerichtsurteile durchführen. Dass solche Ungeheuerlichkeiten stattfinden, liegt daran, dass wir keinen souveränen Rechtsstaat haben, der die Macht hat, Recht durchzusetzen.

      “ Die EU beweist, dass die kulturelle Identität völlig erhalten bleibt. “ Wo denn ? In Griechenland etwa ? Ob das griechische Volk das auch so sieht ? In dieser EU bleibt nur EINE kulturelle Identität erhalten. Das ist die Identität der ENGLISCHSPRACHIGEN Kreise, die alles dafür tun, dass Anglizismen die deutsche Sprache abschaffen und die Fraktion von Annette Kahane das Weitere abschafft. TTIP ist deren Instrument zur Abschaffung der Demokratie und der Verfassungen der europäischen Staaten.
      Sanktionen gegen Russland, die im Ergebnis die deutsche Wirtschaft runieren, dienen weder der Erhaltung deutscher Identität im Sinne von Wertschätzung der eigenen kulturellen Wurzeln, noch dienen sie einem Kulturaustausch mit der russischen Kultur, der gerade wir Deutschen sehr viel zu verdanken haben.

      Es kann sich ja jeder darüber seine eigene Meinung bilden, wer hier mit „blanken Lügen“ daherkommt.

    • @ Herr kanellos

      Herr kanellos hat noch nicht verstanden, dass man Völker nicht mit “ Turbo Kapitalismus“ zusammenführen kann….

  12. Gerade wegen der geopolitischen Wahnsinnspläne der USA müssen wir Deutsche raus aus der NATO und auch raus aus der EU. Wenn man sich die osteuropäischen Länder ansieht die den USA in den Hintern kriechen und geil sind auf NATO-Präsenz, auf amerikanische Waffen, Radar- und Raketenstationen, und wie wenig sie für die EU etwas tun wollen. Wie fordernd sie ständig der EU gegenübertreten und wie hasserfüllt sie sich gegenüber Russland und Putin geriereren; das sind keine guten Freunde mit denen wir ein wirklich gemeinsames EUROPA bauen können.

    Vor Jahren dachte ich noch, dass die europäischen Länder bei gutem Willen und gemeinsamer Anstrengung zu einer tragfähigen Einheit kommen könnten. Noch bevor man über die ersten Ansätze grade so hinaus war, wurde die EU hemmungslos vergrößert und erweitert. Osteuropa, baltische Staaten, Balkanländer, der Türkei wurden Hoffnungen gemacht, Georgien und Moldawien stehen vor der Tür und mit der Ukraine hat man ein hinterfotziges Assoziierungsabkommen auch als Affront gegen Russland eingefädelt. Mit der Ukraine hat die EU für die nächsten fünfzig Jahre einen dermaßen Klotz am Bein, dass sie auf Dauer kränklich und schwach bleiben wird. Warum denn nicht auch noch Afhanistan in die EU?
    EU und NATO kreisen Russland ein und wollen es klein und schwach machen. Gleichzeitig schauen die USA eifersüchtig darauf, dass die EU nicht zu selbständig, zu groß und zu mächstig wird.
    Die EU und besonders auch Deutschland werden aufgefordert und genötigt sich mehr als bisher auch um die weiteren Brandherde in der Welt zu kümmern. Schleimerisch hat sich die deutsche Politik seit der Münchner Sicherheitskonferenz 2014 eilfertigst zum erweiterten Dienst gegen den weltweiten Terror gemeldet. Nachdem die Freiheit am Hindukusch erfolglos verteidigt worden war, steht man jetzt im Irak, in Syrien und Libyen Gewehr bei Fuß. Neuerdings wird die Freiheit auch südlich der Sahara verteidigt, in Mali, Niger, Somalia etc. Dort gehören deutsche Truppen nicht hin.

    Im Osten Europas robben wir uns zusammen mit der NATO direkt an die russischen Grenzen heran. Statt Frieden zu schaffen und mit Russland zu reden unterstützen wir die Ukraine in ihrem Bürgerkrieg und ergehen wir uns in immer weiteren Sanktionen gegen Russland, gegen das russische Volk und zerfleischen uns dabei „alternativlos“ selbst.

    Nein, bei diesem Wahnsinn sollte Deutschland nicht weiter mitmachen. Wir sollten uns aus der NATO verabschieden und analog dem Brexit der Briten den Dexit der Deutschen ins Auge fassen. Ein Neuanfang muss her und zuvorderst brauchen wir einen vernünftigen Plan und kein Hinterherrennen auf geopolitischen Roadmaps der Amis. Die Frage, was wollen wir eigentlich, muss am Anfang einer Neuorientierung stehen und im Volk breit diskutiert werden.
    Im Mittelpunkt könnte die schon einmal begonnene Annäherung an Russland, an ein Eurasien das von Lissabon bis Wladiwostok reicht, stehen. Diesem, nach Westen ausgefranzten, Riesenkontinent gehören wir an und er sollte uns näher sein als Amerika über dem großen Teich. Statt TTIP sollte eine privilegierte Partnerschaft mit Russland angestrebt werden; eine Verbindung die sich wunderbar zum Wohle beider Völker und weiterer Freunde dieser Idee ergänzen könnte.
    Die NATO und die EU stehen für Deutschland zur Disposition. Alternativlos müssen Alternativen auf den Tisch!

    • @ Joesef Kandl: “ was wollen wir eigentlich….?“ Ich will ein Wirtschaftsleben, das auf Basis der Brüderlichkeit steht und nicht auf der Grundlage von kriegerischem Konkurrenzkampf.
      Ich will ein Rechtsleben, das einen Rechtsstaat hervorbringt, in dem Justitia die AUGENBINDE trägt, um ALLE Ungleichheit auszublenden, auch die zwischen Armen und Reichen, und keinen Ueberwachungsstaat.
      Ich will ein Geistesleben, d.h. Hochschulen, die UNABHAENGIG gegenüber Staat und Hochfinanz arbeiten, anstatt staatlich und wirtschaftlich ferngesteuerter Schulen, die uns und unsere Kinder zu Marionetten erziehen, die denen die Steuern zahlen.

    • Die EU steht für Frieden und freie Marktwirtschaft, die NATO ist ein reines Militärbündnis. Ein Austritt aus der EU ist schlicht eine Erschütterung oder Katastrophe – es spricht meines Erachtens nichts dafür, auch nicht für den ‚Brexit‘.
      Bei der NATO ist es etwas anders. Die NATO wird anders als die EU durchaus für Spaltungs- und Monopolpolitik mißbraucht. Aber ein Austritt Deutschlands aus der NATO ist wohl politisch undenkbar. Deutschland schuldet den Westmächten dafür schlicht zu viel.

    • @ herr kanellos

      die nato operiert auf dem Gebiet der europäischen union, um Mitgliedsstaaten zu schützen , die nicht bedroht werden , sondern sich eventuell bedroht “ fühlen“ .

      also wenn Politik und Militär da keinen gemeinsamen Nenner haben….( EU, NATO)

      ist auch so ein Fehler der EU….kein eigenes militärbündnis zu haben….das muß doch selbst sie irgendwann mal stutzig machen…

  13. Die EU ist nicht Europa. Ohne EU hätte es keine Nato Osterweiterung gegeben. Also FUCK THE EU. Die europäischen Staaten sollten sich zusammentun und da könnte man die Strukturen des Europaparlaments nützen aber auf keinen Fall die Kommission, sie sollten also keine Gesetze machen sondern Angebote. Jedem Staat steht es frei an einem Angebot teilzunehmen oder nicht. Dann würden sich ja wohl nur solche Angebote durchsetzen die Sinn machen. Was haben alle gegen Nationalstaaten. Es gibt einen Staat der hat Glück als oberstes Regierungsziel. Dieser Staat sind totale Nationalisten. Dieser Staat wird von denen geliebt die hier alles nationale ablehnen.

    • Auch hier wird langsam klar, welche Schiene Sie wirklich vertreten:
      Die der Spaltung und der gesteuerten Hetze.
      ‚Fuck the EU‘ kenne ich von einer der härtesten öffen sichtbaren Vertreterinnen der US-‚Teile-und Herrsche‘-Kriegslobby, Victoria Nuland. Die ist zufällig Ehefrau des Drahtziehers des Irakkrieg-Thinktanks ‚Project for a New American Century‘.
      Der Brexit zielt auf Spaltung sowohl in der EU als auch in Großbritannien. Eine Herausforderung für die Politik, auch für die britische.

    • Und noch etwas: Ich finde dieses ‚Nationalglück‘ in Bhutan völlig daneben. Typische buddhistische Propaganda, um die Leute ja von ihren echten Forderungen abzubringen.

    • Mit FUCK THE EU meinte Nuland das die EU keine einenständigen Entscheidungen treffen sollte. Mit dem FUCK THE EU von mir meine ich die von der USA gesteuerte EU Kommission, deren Handlanger und deren Auftraggeber.
      Das FUCK THE EU kommt also von zwei unterschiedlichen Richtungen. Der Nuland ist es zu wenig USA hörig und kriegerisch, mir ist sie zu viel USA hörig und kriegerisch. Die EU wurde mit Propaganda eingeführt und hat seitdem nur Mist gemacht. Eine Spaltung in Europa gibt es doch längst und zwar arm gegen reich.Die EU verarscht die Menschen derartig, da helfen kleine Reparaturen auch nichts mehr. Sie muss sich auflösen dann sollten die Staaten wieder ihre Rechstaatlichkeit zurückgewinnen und wieder über eine vernünftige Zusammenarbeit nachdenken. FUCK THE EU, die EU scheißt auf die Menschen , dann sollen die Menschen auf die EU scheißen!
      Zumindest hat Bhutan ein ökologisches Gleichgewicht und einen Lebensweise die dem Land und den Menschen gerecht wird oder zumindest nicht ihre Grundlage zerstört solange sie nicht von außen angegriffen werden.
      Dieses Beispiel sollte nur zeigen wie dumm dieses „Deutschland ist Scheiße“ bei anderen Völkern haben die deutsch kein Problem damit das die sich als Volk verstehen, nur bei sich selbst weil man ist ja so politisch korrekt.
      Das genau dieses Verhalten die Menschen massenweise zu den Rechten treibt haben die Linken noch nicht gecheckt. Ein Hauptgrund warum die Engländer aus der EU heraus sind ist die Migrationspolitik der EU. Und dann regen sich genau die die diese Migrationspolitik befürworten auf das sich die EU zerlegt, das sich die Menschen zu den Rechten hinwenden. Nur das ihre Politik daran schuld ist begreifen sie nicht in ihrer Arroganz.

    • „Ein Hauptgrund warum die Engländer aus der EU heraus sind ist die Migrationspolitik der EU. Und dann regen sich genau die die diese Migrationspolitik befürworten auf das sich die EU zerlegt, das sich die Menschen zu den Rechten hinwenden.“
      Sicher war das ein Hauptthema.
      Die Zahl der Zuwanderer aus der Europäischen Union nach Großbritannien ist gewachsen. Die meisten von ihnen sind Polen und den Oststaaten der EU, die dort arbeiten.
      Allerdings sind nur wenige Prozent der Zuwanderer im UK Asylsuchende.
      Ich bin der Meinung, das dieses Thema aufgeblasen wurde.
      Wenn man die Kommentare nach den Brexit hört, spielt die Asylpolitik der EU in den Medien kaum noch eine Rolle.

  14. Siehe dazu auch einen interessanten Artikel auf f+f:
    https://www.fischundfleisch.com/benni/glueckwunsch-nigel-farage-22309#comment-171513

    Wenn es der EU schon nicht gelingt, seinen Mitgliedsstaaten zuzuhören, wie kann man dann erwarten, dass sie im demokratischen Sinne auf die Menschen hört – auf jeden einzelnen?
    Es geht nur um Wirtschaft, die nun auch noch unter deutscher Herrschaft schlecht umgesetzt wird, nicht aber um die wirklich wichtigen Dinge: die Menschen, die Kulturen, das Miteinander…

    • Herzlichen Glückwunsch. Sie sind nun endlich auch offen sichtbar voll auf der Linie der US-amerikanischen Kriegslobby.
      Wollen Sie Ihren Loginnamen nicht dementsprechend anpassen?

    • Man kann den Ausspruch von Victoria Nuland auch mal für seine Zwecke missbrauchen, auf transatlantischer Kriegslobby bin ich keineswegs. Wenn du der Meinung bist das es nur Dank der Zwangsmitgliedschaft innerhalb der EU Frieden in Europa gibt, hast du nichts verstanden.

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