„The Great Reset“ | Von Dirk Pohlmann (Podcast)

Ein Kommentar von Dirk Pohlmann.

Jedes Jahr treffen sich im Schweizer Ferienort Davos die mächtigsten Herren – und vereinzelt auch Herrinnen- der Welt. Das Wort Davos ist zum Synonym für das World Economic Forum geworden. Das Weltwirtschaftsforum, das ist die Übersetzung des englischen Begriffs, hat einen irreführenden Namen. Was ist der Unterschied zwischen dem Bundesnachrichtendienst und dem Weltwirtschaftsforum? Es gibt keinen. Weil: Das Weltwirtschaftsforum beschäftigt sich genausoviel  mit Wirtschaft, wie sich der Bundesnachrichtendienst mit Nachrichten beschäftigt.

In eigenen, saftigen Worten definiert definiert das World Economic Forum seine Aufgabe so: „Das Weltwirtschaftsforum bietet den 1000 weltweit führenden Unternehmen eine Bühne, um eine bessere Welt zu schaffen. Als eine Mitgliederorganisation führt das Forum Firmen zu Projekten und Initiativen zusammen -online und offline- und ermöglicht es ihnen, sich mit geschäftlichen, regionalen und systemischen Themenfeldern zu beschäftigen.“ 1)

Das Weltwirtschaftsforum ist kein Country Club, sondern gleichzeitig Think Tank und Zentralkomitee der kapitalistischen Internationale. Der Parteitag der globalen Oligarchen mit dem Willen zur Macht. Im letzten Jahr haben sich zu den Weltenlenkern in Davos 119 Milliardäre mit zusammen 500 Milliarden USD Kapital gesellt. 2) Die Weltelite aus erstens Wirtschaft, zweitens Wirtschaft, drittens Wirtschaft und viertens Politik trifft sich dort nicht, um nur Geschäfte zu besprechen.  Man ist deutlich selbstbewusster. „Das Weltwirtschaftsforum formt Geschichte“, sagt sein heute 81 jähriger Gründer, Geschäftsführer und Zeremonienmeister Klaus Schwab. 3)

Das World Economic Forum legt die Zukunft fest, man ist den herrschenden Verhältnissen planerisch immer einen Schritt voraus. 4) 5) Das heißt zum Beispiel: In Davos ist die Globalisierung Schnee von gestern, genauso wie der Neoliberalismus. Das neue Ziel ist die totale Machtübernahme, der „Große Reset“. Man ist very international und transhumanistisch und wird Rassismus, Klimawandel und alle anderen globalen Probleme bekämpfen. Systemisch, global, durch den Einsatz von Governance und mit künstlicher Intelligenz.

Die Elite, die sich in Davos versammelt, versteht sich als Avantgarde einer neuen Weltordnung. Als Francis Fukuyama 1989 nach dem Zusammenbruch des sowjetischen Imperiums das Ende der Geschichte verkündete, weil ab sofort liberale Demokratie und Kapitalismus als Herrschaftsform alternativlos wären, griff er zu kurz. 6)

Das Herrschaftssystem der westlichen Welt hat seitdem mehrere Metamorphosen durchlaufen, die durch große Krisen möglich wurden. Die Krise, die die neue, entscheidende Verwandlung möglich machen wird, ist die COVID-19 Pandemie. Das ist keine Verschwörungstheorie von Aluhutträgern, sondern der erklärte Wille von Klaus Schwab, den er in seinem neuen Buch und in Davos darlegt. 7) Ob all die Katastrophenübungen von Dark Winter über Clade X bis zu Event 201 darauf planmäßig gezielt haben oder ob sie nur Bausteine sind, die jetzt genutzt werden können, ändert nichts an der Wirklichkeit. 8)

Aus den eben genannten Katastrophen-Übungen entstanden die Erfahrungen und Pläne, die nun umgesetzt werden. Der Große Lockdown ist gültige Vorbedingung für den kommenden Großen Reset. Die Angst um die Weltgesundheit macht ihn möglich. Religionen oder Ideologien sind heute nicht stark genug, um eine globale Entwicklung anzustoßen, ihre Wirksamkeit ist regional zu partiell, aber die neue Pest, auch wenn sie in Wirklichkeit keine Pest ist, wirkt zuverlässig über nationale, kulturelle und Systemgrenzen hinweg als Brandbeschleuniger.

Die erste große Krise war der Zusammenbruch der Sowjetunion. Der Auslöser war nicht der Mauerfall, sondern der Siegeszug der Solidarnosc Bewegung im katholischen Polen. Der realexistierende Sozialmus war eine Herrschaftsform geworden, an die nicht einmal mehr seine Protagonisten glaubten. Marian Arendt, Mitglied des polnischen Zentralkomitees, sagte damals: „Einst war ich so naiv zu glauben, dass einige wenige schlechte Männer für die Irrtümer

der Partei verantwortlich wären. Jetzt mache ich mir keine solchen Illusionen mehr. Mit unserem

ganzen Apparat stimmt etwas nicht, mit unserer gesamten Struktur.“ Lech Walesa wollte eigentlich genau wie Michail Gorbatschow versuchen, einen dritten Weg zwischen Kommunismus und Kapitalismus einzuschlagen, Solidarnosc wollte eine schwedische Variante der Marktwirtschaft aufbauen, in der die Arbeiter an ihren Unternehmen beteiligt sein würden, einen Staat mit einem starken sozialen Sektor. Aber nachdem man in unglaublicher Geschwindigkeit die alte Wirtschaftsordnung geschleift hatte, entstanden nicht die erhofften blühenden Landschaften, sondern Ratlosigkeit machte sich breit. Das Leben der Menschen, die sich nach Veränderung gesehnt hatte, verschlimmerte sich, der Vertrauensvorschuss für die Solidarnosc-Aktivisten schmolz wie Schnee in der Sonne. Die einzige schnelle Lösung war die Übernahme eines Modells, dass von den USA, der Weltbank und dem Internationalen Währungsfonds propagiert wurde, wofür es Experten und fertige Pläne gab: das neoliberale Modell. Für den dritten Weg gab es weder durchführbare Planung, noch die Experten, noch  Unterstützung. Die Notlösung wurde durch den Zeitmangel und sich immer weiter verschärfende Situation diktiert. 9)

Ganz ähnlich wie in Polen lief auch die Perestroika in der UdSSR, die Umwandlung der Wirtschaft. Sie lief aus dem Ruder. 1991 kostete die Perestroika Gorbatschow die Macht. Damals wurde in der UdSSR gesagt, die Perestroika ist wie ein Auto, in dem der Zündschlüssel steckt, dass sich aber keinen Meter bewegt. Sein Gegenspieler Boris Jelzin, der nach dem Putsch gegen ihn die Macht übernahm, geriet ins gleiche Fahrwasser wie Lech Walesa. Die neoliberalen Chicago Boys kamen von oben in einer feindlichen Übernahme über das Riesenreich. Mit dem Ausverkauf der Sowjetunion begann das globale Zeitalter des Neoliberalismus.

Das war die erste große Krise, die neue Verhältnisse möglich machte, einen „Großen Reset“ im Sinne der Davos-Oligarchie. Es war eine totale Transformation, mit falschen Versprechungen für eine bessere Welt.

Die zweite Krise, die alles änderte, war 911. Ein Ereignis, dass wie die COVID-19 Krise nach einer Inszenierung, mindestens aber nach „Let it happen on purpose“, „lass es absichtlich geschehen“ riecht. In wie weit die Ereignisse in den Ostblockstaaten ab 1988 ein „halb zog er sie, halb sank sie hin“ waren, ein Regime Change, der auf große Bereitschaft stieß, wird in Zukunft zu untersuchen sein, die These, dass die USA und der ganze Westen atemlos die Ereignisse in Polen und in anderen dissidenten Ostblockstaaten wie Ungarn und der DDR verfolgten, und nur die Gelegenheit beim Schopf packten, ist nachträglich so glaubwürdig, wie die blühenden Landschaften, die von den Neoliberalen versprochen wurden.

Mit 911 war die Transformation der NATO vom stationären Bündnis zur internationalen schnellen Eingreiftruppe der USA abgeschlossen, die mit dem ersten Irakkrieg und dem völkerrechtswidrigen Jugoslawienkrieg begonnen hatte. „Out of Area or Out of Business“, was man mit „Auslandseinsätze oder Aussterben“ übersetzen kann, war keine Forderung mehr, sondern Realität geworden. 911 war der vorher als notwendig definierte „Pearl Harbour“ Moment, der eine Serie neuer Kriege der USA möglich machte, die den Grundstein für das „Neue Amerikanische Jahrhundert“ legen sollten, die Umgestaltung des arabischen und nordafrikanischen Raumes, die immer noch läuft, die Sicherstellung der Erdölfelder, die Totalüberwachung. 911 war der Beginn einer jetzt fast 20 jährigen Periode der „Terrorkriege“. Das ist ein wahrhaftigerer Ausdruck als „Krieg gegen den Terror“. 10)

911 und seine Folgen haben die USA Glaubwürdigkeit in enormen Ausmaß gekostet. Die Attraktivität des American Way of Life ist jetzt so schwach, dass Donald Trump mit dem Slogan „Make America Great Again“ antrat. Und gewinnen konnte. Denn Amerika ist nicht mehr großartig. Es ist mit Snowden, Guantanamo, Abu Graibh, Assange, mit dem Verschwinden des Mittelstandes und grassierender Obdachlosigkeit auf dem Weg in polnische oder sowjetische Zustände, in der Loyalität nur noch gekauft oder erpresst werden kann. Oder, wie Caitlin Johnstone es vor kurzem ausdrückte: „Amerika hat keine Alliierten mehr, nur noch Geiseln.“ 11)

Ähnlich wie das polnische ZK Mitglied Marian Arendt den realexistierenden Sozialismus kritisierte, ein Begriff, der die Entschuldigung für die Abweichung von den Versprechen bereits in sich trägt, kritisiert jetzt der Pate des Weltwirtschaftsforums Klaus Schwab den Neoliberalismus. Mit dieser Ideologie lassen sich nur noch die Dümmsten der Dummen und die Verzweifelsten der Verzweifelten einfangen.

Der neue Plan ist die Governance Herrschaft der Oligarchen. Staatsmanagement. Die Elite herrscht, die verwirrte Herde grast. Die Demokratie ist aus Sicht des wichtigsten Think Tanks im Kapitalismus eine Idee des 18. Jahrhunderts, holprig, ineffektiv und marode.  An ihre Grundlage, den durch eine hellwache Öffentlichkeit aufgeklärten Bürger, der in Abstimmungen und Wahlentscheidungen die Zukunft bestimmt, glaubt in Davos niemand mehr, auch nicht die Spitze der Weltpolitik, die sich dort versammelt. 

Die entscheidenden Protagonisten des neuen IT-militärisch-finanziellen Komplexes, der in Davos den militärisch industriellen Komplex abgelöst hat, sind nicht mehr die Konzernbesitzer aus dem Rostgürtel, in dem die einstige Industrienation USA Waren produzierte, und der jetzt nur noch als Kulisse für dystopische Science Fiction taugt.

Es sind die Datenhändler aus dem Silicon Valley, die immense Reichtümer aufgehäuft haben. Microsoft, Google, Facebook, Amazon, Oracle, Paypal. Sie zahlen extrem wenig oder gar keine Einkommensteuer, Amazon hat es sogar geschafft, Steuerrückzahlungen zu erhalten. Der Staat, dessen regierenden Parteien  sie mit Spenden entlohnen, ermöglicht ihnen diese große Abzocke. Und ihre immensen Gewinne investieren sie sie dann in ihre Oligarchie-Zukunftsvorstellungen, als Philanthropen, für angeblich wohltätige Zwecke. De facto übernehmen sie nach der Computerbranche neue Bereiche der Gesellschaft, z.B. Bildung oder weltweite Gesundheitspolitik. Eigentlich alles. Die Privatisierung geht weiter. Silvio Berlusconi und Donald Trump sind nur die groteske Version dieser Herrschaft der neureichen Oligarchen, sie sind die Erscheinungsform, die viel Kohle aber wenig kulturelles Kapital besitzt. So primitiv ist Davos nicht. Trump hat seine Fanboys und -girls, aber international wohl nicht so viele wie die coole Sau Elon Musk. Allerdings mehr als König Bill Gates, der die Welt mit seinem schlechten Betriebssystem in Geiselhaft nahm, aber ohne die Attraktivität seiner Milliarden auf jeder Party ein Mauerblümchen wäre. Eric Schmidt kennen nur wenige, auch wenn er mit der CIA die Zukunft der Künstlichen Intelligenz für das US Imperium plant. Die Silicon Valley Chefs haben ihre Gurus wie Raymond Kurzweil, sie gehören einem neue materialistischen Kult an, dem Transhumanismus, der die Menschmaschine schaffen will, unsterbliche Androiden als verbesserte Version des unzulänglichen, sterblichen Homo sapiens. 12)

Sie nutzen die Macht der Datenanalyse, sie schaffen den Überwachungskapitalismus, mit einer so totalen Überwachung wie sie eine Provinz in China besitzt, von den IT-Kapitalisten mit Krokodilstränen beklagt, wobei die westliche Variante schlechtere Lebensbedingungen für die Masse bietet als die chinesische. Sie herrschen anstelle der alten Institutionen. Die WHO ist nur noch der zerschlissene Mantel der Bill und Melinda Gates Foundation, sie hängt als Junkie an der Nadel seiner Infusionen. Die Entscheidungen über Impfstoffe, AIDS, Malaria und Tuberkulosebehandlung trifft Bill Gates mit seinen Institutionen. 13) Die UN kann in ihrer Bedeutung mit Davos als globales Herrschaftsforum nicht mehr mithalten. Dort spielt die Musik.

Die neue Oligarchie nutzt die Wissenschaft, um ihre Macht zu zementieren und auszuweiten. Eine Gruppe behavioristischer Wissenschaftler aus dem britischen Imperial College und der Rand Corporation hat z.B. untersucht, wie Regierungen Kommunikation gestalten können, um ihre Politik besser durchsetzen zu können. Das bedeutet, der Think Tank des Pentagon und die britischen Experten aus dem „Herzen der Regierung“, die die Welt mehrfach mit hyperapokalyptischen Todesprognosen zu Pandemien irreführten, haben sich zusammengetan, um die Kommunikation zu beherrschen. 14)

Es dürfte also kein Unfall sein, wie wirksam die Konzern- und staatlich finanzierten Medien jeden Diskursversuch über den Maßnahmenstaat, die Global Governance auf dem COVID-19 Planeten abwürgen. Dass die Internetmedien die Algorithmen tunen und immer mehr Dissidentenkanäle löschen. Dass die letzten Quellen anarchisch freier Kommunikation im Internet zunehmend verschüttet und vergiftet werden. Dass es in den Parlamenten keine Opposition mehr gibt. Dass Demonstrationen zunehmend verboten werden und Polizei-Robocops immer brutaler agieren. Dass der Staat die Blockwartmentaltät fördert und institutionalisiert.

Das Weltwirtschaftsforum rekrutiert „Young Leaders“, „Junge Führer“, die in Zukunft im Sinne der Elite agieren werden. Ganz frisch dabei ist die grüne Spitzenkandidatin Anna Lena Baerbock. Sie gehört jetzt zur Weltelite. 15) 16) So wie Cem Özdemir „Young Leader“ des American Council on Germany wurde, Transatlantic Fellow des German Marshall Funds und zum Mit-Gründer des European Council on Foreign Relations wurde. 17) Der Vorreiter der Transatlantiker bei den Grünen war Joschka Fischer, der die Grünen von der Friedenspartei zu olivgrünen NeoCon Unterstützern abwertete und sich zum Dank mit der Elite tummeln darf. Ich hacke auf den Grünen herum, weil sie einmal die Hoffnung auf den Neubeginn waren. Sie sind zu der Pandemie mutiert, als deren Bekämpfer sie sich ausgeben. Die anderen Parteien sind keine Alternative zu den Alternativen. Die politische Landschaft ist derzeit in einem ganz anderen Sinn alternativlos, als wir es uns zusammenmerkeln.

Es dürfte kein Unfall sein, dass die Wissenschaft zunehmend gleichgeschaltet wird. Dass unliebsame Experten als Aluhutträger diffamiert werden. Dass ihre Buch-Bestseller unter Ausschluss der Medienöffentlichkeit Erfolg haben. Die Elite interessiert nicht, was die Herde in der Küche liest, solange das Herdenvieh nicht im Salon auftaucht. In Dänemark ist die bisher größte Studie zur Wirksamkeit von Masken gegen COVID-19 ein halbes Jahr lang durchgeführt worden, mit 6000 Teilnehmern. Die Veröffentlichung der Ergebnisse wurde von 3 der wichtigsten Publikationen abgelehnt, offenbar, weil die Ergebnisse nicht zu den staatlichen Maßnahmen passen. 18)

All das sind Symptome eines Niedergangs der Demokratie. Der Restbestände einer Volksherrschaft, die es nie richtig gab. Jetzt ist auch die Idee auf dem Müllhaufen der Geschichte gelandet. Er liegt hinter dem Konferenzzentrum von Davos.

Die COVID-19 Krise für eine demokratische Veränderung zu nutzen, bräuchte bedeutend mehr Einsatz von unten, als bisher zu beobachten ist, es bräuchte verweigerten Gehorsam und vor allem funktionierende Organisationen. Ohne Organisation, von unten nachwachsend, ist nichts mehr zu reißen. Die Revolution war noch nie erlaubt und sie wird auch nicht von den TV Sendern übertragen werden.

Aber: Die Dialektik der Verhältnisse produziert die Möglichkeit neuer, ungewohnter Koalitionen. Es gibt potentielle Verbündete, der reale Macht und Finanzen einbringen könnten: die mittelständische Wirtschaft. Genau wie die Kulturszene gehört sie zu den Schlachtopfern des Great Reset. Die kleinen und mittelständischen Unternehmer, die jetzt in die Pleite getrieben werden, die in naher Zukunft den Heuschrecken aus Davos zum Fraß angeboten werden, haben jetzt die gleiche Interessen wie die verwirrte Herde. Sie wollen überleben. Sie sind mögliche Verbündete gegen die Machtübernahme der Oligarchie.

Ein entscheidender Schritt gegen den Great Reset wäre es, sehr schnell Foren der Verständigung und Planung jenseits von YouTube und Facebook zu schaffen, die Machtinstrumente der globalen Elite sind, was immer klarer wird. Dabei könnte der Mittelstand helfen, mit IT Expertise und Geld. Über Foren könnte auch organisiert werden, dass die Hilfstruppen des Great Reset wissen, womit sie wegen ihrer Entscheidungen rechnen müssen: organisierte Abwahl und die Beendigung ihrer politischen Karrieren, wo immer sie auch antreten. Die Grundbedingung für einen Wandel ist die Möglichkeit zur Kommunikation, die gerade beseitigt wird. In modernen Kriegen wird zuerst „Command and Control“ des Feindes vernichtet. Das erleben wir gerade live mit. Der Feind sind wir.

Es wird darauf zu achten sein, dass geheimdienstliche Unterwanderung verhindert wird. In Deutschland gibt es dafür historische Parallelen. Etwa die Infiltration und Nutzung von gewaltbereiten rechten und linken Gruppen in das Protestlager. Im Klartext: Weimarer Verhältnisse. Demonstranten sollten sich mit den historischen Beispielen beschäftigen. Wer nicht lesen will, kann Babylon Berlin gucken, da gibt es viel zu lernen. Das erleichtert die Mustererkennung. Ein anderes Beispiel: mit der CoIntelPro-Zersetzung sorgte das FBI dafür, dass die US Bürgerrechtsbewegung gewalttätig wurde. So konnte sie wirksam gespalten, kriminalisiert und bekämpft werden. 19) Die Demo vor dem Reichstag, ihr Personal, ihre polizeiliche und mediale Umrahmung und Nutzung, ist eine deutliche Warnung.

Lebensfähiger Widerstand hingegen wird aus dem Wurzelwerk kommen, aus den direkten menschlichen Beziehungen, aus der Verständigung mit Menschen gleicher Interessen.

Ereignisse wie die „Niedervereinigung“ 1989, das Kapern von Bürgerrechtsbewegungen und ihre Kastration durch die Eliten, müssen vermieden werden. Diese Krise ist auch eine Chance, der Realität in die Fratze zu blicken, die Fehler von 1989 zu revidieren. Wenn man an David gegen Goliath glaubt. Wenn sie klug und organisiert genutzt wird, wenn Menschlichkeit und Augenmaß, aber auch Tatkraft und die Bereitschaft zum Bohren dicker Bretter auf Seiten des Widerstandes zu finden sind. Das ist keine leichte Aufgabe. Aber die Alternative dazu ist keine Alternative. Es gilt die Regel der Bremer Stadtmusikanten, die jetzt so lautet: Etwas besseres als Davos finden wir überall!

1) https://www.weforum.org/about/our-partners/

2) https://www.bloomberg.com/news/articles/2020-01-17/dalio-dimon-and-117-other-billionaires-set-to-descend-on-davos

3) https://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/davos-2020-119-milliardaere-und-politiker-und-ein-grosses-thema/25452874.html

4) https://time.com/collection/great-reset/

5) https://twitter.com/TIME/status/1319563867345879040

6) https://www.google.com/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=&ved=2ahUKEwiyrKaU69TsAhX-EWMBHc_WAlUQFjAEegQIKhAC&url=https%3A%2F%2Fzeithistorische-forschungen.de%2Ffile%2F3032%2Fdownload%3Ftoken%3Dnum04IbR&usg=AOvVaw0qVT4lNNtdAyQ00rFv2mRH

https://www.bi.team/publications/mindspace/

7) https://www.amazon.com/dp/2940631123

8) https://tube.kenfm.de/videos/watch/ee09da08-cbc9-4b6a-8bee-9c740dc6dc3d

9) Naomi Klein, Die Schock Strategie – Der Aufstieg des Katastrophen-Kapitalismus

10) http://www.free21.org/von-911-bis-zum-grossen-reset-von-al-qaida-bis-zum-covid-virus/

11) https://caitlinjohnstone.com/2020/10/21/america-has-no-allies-only-hostages/

12) https://scienceblog.at/index.php/transhumanismus-der-mensch-steuert-selbst-seine-evolution

13) http://www.free21.org/der-neue-absolutismus-das-koenigreich-gates/

14) https://www.bi.team/publications/mindspace/

https://de.wikipedia.org/wiki/COINTELPRO

15) https://www.younggloballeaders.org/community?_hsenc=p2ANqtz–mTepsgXScXAhNJ__K5GUtxAC0M8nlnXymIhYLF2nDRLsJWoJlH0b1e9cT0xImIOAXurbG&page=10

16) https://www.lto.de/recht/kanzleien-unternehmen/k/anahita-thoms-baker-mckenzie-young-global-leader-weltwirtschaftsforum/

17) https://de.wikipedia.org/wiki/Cem_%C3%96zdemir#Sonstiges_Engagement

18) https://www.transcend.org/tms/2020/10/the-suppressed-danish-mask-study/

19) https://de.wikipedia.org/wiki/COINTELPRO

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Danke an den  Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

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Bildquelle: OSORIOartist / shutterstock

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