KenFM im Gespräch mit: Thomas Mayer („Die neue Ordnung des Geldes – Warum wir eine Geldreform brauchen.“)

Wer Scheiße baut, muss dafür auch haften!

Thomas Mayer ist Volkswirt, Banker und war den größten Teil seines Lebens für die Hochfinanz an den „Märkten“ tätig.

Zu seinen Arbeitgebern gehörte neben Goldman Sachs auch der IWF oder die Deutsche Bank Gruppe. Hier war er als Chefvolkswirt und auch für den Bereich Research tätig.

Mit dem Jahr 2008 änderte sich auch seine Sicht auf die eigene Branche. Plötzlich zeigte sich, dass das bisher abstrakt wirkende Kaufen-Verkaufen-Spiel eine gefährliche Verzahnung auf das echte Leben hat.

Angela Merkel musste vor die Presse treten, um den Bürgern zu versichern, ihre Sparkonten seien sicher, nur weil an der Wall Street eine Bank namens Lehman Brothers sich verzockt hatte. Doch aus dieser Pleite entwickelte sich ein global tosender Finanz-Tsunami der Hunderttausenden die Existenz kostete und auch Angela Merkel hätte bei einem Banken-Run ihr Versprechen niemals halten können. Sie hatte schlicht gelogen, um einer Panik entgegenzuwirken.

Spätestens jetzt dämmerte es auch einem naiven Laien, der sich für einen Profi hielt – und von denen gab es gerade in der Finanzwirtschaft jede Menge- , dass der kleine Banker der Sparkasse deines Vertrauens mit einem Investmentbanker aus Frankfurt a.M., London oder NYC in etwa so viel gemeinsam hatten, wie ein Schlauchboot mit einem Flugzeugträger.

Auch der bis dato äußerst erfolgreiche Thomas Mayer wurde durch die Lehman-Pleite herbe geweckt. Die Image-Blase des kreativen Geldmanangers platzte und hinterließ einen unmoralischen Beigeschmack.

Wovon war er da Teil?, frage sich Mayer. Welche Auswirkungen hatten seine abstrakten „Empfehlungen“ für das echte Leben?

Der Entwicklungsökonom verabschiedete sich von seinen bisherigen Arbeitgebern, um sich einer fundierten Analyse des Geldsystems zu widmen. Heraus kam 2014 das viel beachtete Buch „Die Neuordnung des Geldes – warum wir eine Geldreform brauchen.“

Es geht um elementare Erkenntnisse zum Thema Geld und warum wir um einen völligen Reset nicht herumkommen. Thomas Mayer war lange Teil des Systems, um so wichtiger ist es, ihn als Geläuterten zu Wort kommen zu lassen.

Wie funktioniert das System intern? Wie wird vor allem die Karriereleiter dazu genutzt, um Neueinsteigern die Bodenhaftung zu nehmen?

Thomas Mayer ist Gründungsdirektor des Flossbach von Storch Research Institut in Köln. Wir trafen den Schwaben an einem Tag, an dem Nicht-Kölner die Stadt am besten verlassen. Rosenmontag.

Die Frage: „Wer Scheiße baut, muss dafür auch haften?“, beantwortet er im Gespräch eindeutig.

Inhaltsübersicht:

00:00:12 Werdegang von Thomas Mayer

00:10:08 Geldanlage und Finanzkrisen

00:26:08 Was ist Geld?

00:36:08 Die „Österreichische Schule“

00:41:56 Kapitalmarktgeschäft – Trennung des Bankwesens

00:59:43 Zinsen und Wachstum

01:09:41 Die Reform des Geldwesens

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53 Kommentare zu: “KenFM im Gespräch mit: Thomas Mayer („Die neue Ordnung des Geldes – Warum wir eine Geldreform brauchen.“)

  1. Der erste und der zweite Hauptsatz der Thermodynamik sind die Wissenschaft, alles andere ist Religion. Der Typ hat nicht einsatzweise verstanden was die Ressourcenknappheit bedeutet und dass die nicht mit Internet und I-Pad lösen kann

  2. Ich beschäftige mich – als makroökonomischer Laie – nun schon seit fast zwei Jahrzehnten mit der Frage, was Geld eigentlich ist. Auf die Idee, mir diese Frage zu stellen kam ich durch die High-Tech-Blase an den Aktienmärkten vor der Jahrtausendwende. Von der profitierte ich als Kleinanleger auch, dank des glücklichen Umstands rechtzeitig wieder ausgestiegen zu sein. Welche Renditen ganz legal steuerfrei da zu erwirtschaften waren, das war nun wirklich atemberaubend verglichen mit dem mühseligen Gelderwerb durch meine Arbeitsleistung.

    Da ging mir erstmals ein Licht auf, daß mit unserem Geldsystem – über das ich mir vorher keinerlei Gedanken gemacht hatte – etwas nicht in Ordnung sein kann.

    Bei meinen Recherchen zum Thema stieß ich mehr oder weniger zufällig als erstes auf das von Silvio Gesell verfochtene Schwundgeld (daß Herr Mayer auch erwähnt). Ich war von der Idee fasziniert, da es sich hierbei um zinsfreies Geld handelt und die Geldhorterei durch die sogenannte Liquiditätsgebühr unattraktiv gemacht wird.

    Bei meinen weiteren Recherchen stieß ich dann auf die Unterscheidung von Kredit- und Warengeld (bei Herrn Mayer heißt das Passiv- und Aktivgeld) und in der Folge auf die Österreichische Schule. Durch die Österreichische Schule mit seiner Kritik am Fiatmoney und der Verteidigung der Bedeutung des Warengeldes bzw. der Wichtigkeit einer werthaltigen Deckung des Geldes wurde mir erstmals klar, daß das gegenwärtige Geldsystem das widerwärtigste und betrügerischste ist, das in der ganzen Menschheitsgeschichte jemals existierte. Dank nahezu perfekter Tarnung ist der Betrug in diesem System schwer durchschaubar. Die Österreichische Schule verurteilt nicht die Erhebung von Zinsen auf Geldverleih. Dies allerdings auf der (auch von Herrn Mayer im Interview beschriebenen) Annahme, daß es sich beim Geldverleih um einen zeitweisen Verzicht über die eigene Verfügungsgewalt über das Geld handelt, den man fairer- und vernünftiger Weise nicht unentgeltlich eingeht. In unserem gegenwärtigen betrügerischen Fiatmoneysystem allerdings wird Zins erhoben von privaten Akteuren, die staatlicherseits mit dem Privileg ausgestattet wurden Geld aus dem Nichts zu schöpfen (Banken). Dies ist nun wirklich eine freche Betrugskonstruktion, die (vergeblich) ihresgleichen in der Menschheitsgeschichte sucht. Gebühren kassieren für den Verleih von etwas, was man selber gar nicht hat. Chapeau!

    Im weiteren Verlauf meines Erkenntnisgewinns wurde mir (in meinem laienhaften Verständnis) klar, daß die drei Grundfunktionen des Geldes (auch Herr Mayer nennt sie im Interview) – Tauschmittel, Wertaufbewahrungsmittel, Wertmeßinstrument – nicht unter einen Hut zu bringen sind. Sprich, daß für diese drei Funktionen mehr als ein Medium erforderlich ist, da insbesondere die Funktionen Tauschmittel und Wertaufbewahrungsmittel in einer Weise miteinander in Konkurrenz stehen, daß ein vernünftiges Funktionieren auf Dauer ausgeschlossen ist. Warum beide Zielsetzungen nur schwer gleichzeitig realisierbar sind liegt auf der Hand: nimmt die Präferenz der (möglichst risikolosen) Wertaufbewahrung überhand trocknet der Pool an Tauschmitteln aus wenn das Vehikel für beide Ziele dasselbe ist. Ich vermute der Vorschlag von Herrn Mayer von konkurrierenden privaten Geldemittenten ist auch ein Weg dieses Dilemma zu lösen. Da wird es Geldsorten geben, die besser zum (nahezu risikolosen) Sparen geeignet sind und andere die besser für das kurzlebige Tauschgeschäft sind. Wohlgemerkt: Herr Mayer plädiert nicht dafür, daß die diversen privaten Geldemittenten ihr Geld aus dem Nichts schöpfen können. Das muß immer (zumindest zu einem Teil) durch echte, werthaltige Dinge gedeckt sein.

    Mir persönlich schwebte dabei eine Kombination aus Goldstandard (das Geld zum Sparen) und Schwundgeld (das Geld für den Handel) vor. Hierzu möchte ich allerdings nicht weiter ins Detail gehen, zumal ich die Idee (mangels makroökonomischen Fachwissens) nicht wirklich zu Ende gedacht habe. Zu guter letzt kam ich zu der Erkenntnis, daß Schwundgeld auch abzulehnen ist, da es sich nur um eine spezielle Form von Fiatmoney handelt.

    Meine Ablehnung des Fiatmoney basierte auf der in den letzten Jahrhunderten damit in der Praxis gemachten Erfahrungen. Die Versuchung zu betrügen ist bei dieser Art von Geld für diejenigen, die über die entsprechenden Machtmittel verfügen offenbar unwiderstehlich. Mit Fiatmoney wurde immer Schindluder getrieben egal ob die Emittenten staatlicher oder privater Natur waren. Die Macht Geld aus dem Nichts zu schöpfen in private Hände ohne demokratische Kontrolle zu legen – so wie das heute weltweit der Fall ist – ist allerdings der Gipfel der Dummheit (aus Sicht des Volkssouveräns, der ja angeblich in einer Demokratie das Sagen hat).

    Inzwischen stehe ich Fiatmoney (nicht privat emittiert!) nicht mehr so kompromißlos ablehnend gegenüber wie ursprünglich. Das liegt vor allem daran, daß ich auf meiner Suche nach der Antwort auf die Frage was denn Geld sei im speziellen und auf der Suche nach Antworten auf makroökonomische Fragen im allgemeinen auf die Seite makroskop_eu (korrekte Schreibweise vermieden um die formelle, langwierige Kommentarprüfung zu umgehen – sorry, der Beitrag wird deswegen vermutlich doppelt erscheinen) gestoßen bin. Das ist der Nachfolger von flassbeck-economics. Zu den Gründern dieser Seite gehört Heiner Flassbeck. Seines Zeichens einst Staatssekretär bei Oskar Lafontaine und nach dessen kurzer Amtsperiode für ca. ein Jahrzehnt Chef-Ökonom bei der UNCTAD, einer UNO-Organisation für den Welthandel. Das erklärte Ziel der Macher von makroskop_eu ist es makroökonomisches Fachwissen verständlich darzustellen und Laien zugänglich zu machen. Meiner Meinung nach ein gelungenes Unterfangen, das allerdings auch viel Anstrengung der Leser (Lernenden) erfordert. Auf dieser kostenpflichtigen Plattform (einzelne Artikel sind frei zugänglich) gibt es äußerst interessante, zum Teil sehr kontroverse Diskussionen zu allen möglichen Themen aus dem engeren und weiteren Feld der Makroökonomie. Kann ich jedem Interessierten nur empfehlen. Flassbeck und viele seiner Mitstreiter sind ausgewiesene Keynesianer (und damit Befürworter von Fiatmoney), scharfe Kritiker der Neocons und insbesondere der deutschen Besessenheit vom Wahn der Exportweltmeisterschaft, mit der die Eurozone zugrunde gerichtet wird. Ohne jetzt auf nähere Details einzugehen nur so viel zu meinem Sinneswandel bezüglich Fiatmoney: es hat – ehrlich und ohne betrügerische Absichten gemanagt – seine unbestreitbaren Vorzüge gegenüber anderen Geldarbeiten insbesondere für die Zielsetzung der Vollbeschäftigung. Eine Spezialität von Herrn Flassbeck ist es, sich – mit guten Argumenten fundiert – über Aussagen von Prof. Sinn lustig zu machen. Oder anhand von Aussagen unseres Finanzministers Schäuble nachzuweisen, daß dessen makro-ökonomisches Verständnis und Fachwissen gleich Null ist.

    Unabhängig von den neuen Erkenntnissen zu denen ich über Makroskop komme mache ich mir auch weiterhin meine Gedanken, wie ein gerechtes und robustes Geldsystem aussehen müßte. Ich kann mir durchaus vorstellen, daß meine Ideen bei Flassbeck et.al. als undurchdachter makro-ökonomischer Schwachsinn angesehen würden. Aber ich nehme mir trotzdem die Freiheit, mir meine eigenen Gedanken hierzu zu machen.

    Hier eine kurze Skizze derselben: die Frage, ob eine moderne, arbeitsteilige Gesellschaft Geld braucht kann nur mit einem eindeutigen Ja beantwortet werden. Angesichts der Tatsache, daß mit Geld viel Schindluder und Machtmißbrauch getrieben wurde kann ich zwar verstehen, daß manche Zeitgenossen am liebsten das Geld schlechthin abschaffen würden. Aber das halte ich in etwa für so sinnvoll wie wenn man jetzt auf die geniale Erfindung des Rades verzichten würde, weil auch Panzer auf Rädern laufen. Meines Erachtens ist Geld für das Leben in einer arbeitsteiligen Gesellschaft ein Lebenselexier fast so notwendig wie Luft und Wasser. Auf letzteres (Luft und Wasser) kann niemand verzichten. Auf ersteres (Geld) nur wer bereit ist absolut autark zu leben. Auch in angeblich geldlosen Gesellschaften wird es immer Verpflichtungen geben, die sich daraus ergeben, daß man irgendwelche Hilfen oder Zuwendungen anderer in Anspruch genommen hat. Auch wenn hierfür (um es als geldlose Gesellschaft zu bezeichnen) auf die Bezeichnung Geld verzichtet würde, so wäre das nur Augenwischerei. Und die gesellschaftlichen Zwänge, die sich aus solchen Verpflichtungen ergäben wären Schuldverhältnissen vergleichbar und gleichermaßen für Machtausübung geeignet wie ein Geldsystem. Bei einem Verzicht auf die – bis auf Betrugsabsichten – weitgehend neutrale de-personalisierte Funktionsweise von Geld wäre man subjektiven personengebundenen Machtausübungen nur um so hilfloser ausgeliefert.

    Was allerdings unabdingbar für ein gerechtes Geldsystem ist sind exakte Regeln und effiziente demokratische Kontrolle. Ein großes Problem unseres heutigen Geldsystems ist, daß fast alle Menschen eine vollkommen falsche Vorstellung davon haben wie es funktioniert. Die meisten Leute glauben nach wie vor, das würde ungefähr so funktionieren wie ein gold-gedecktes Währungssystem. Man hätte mit seinem Geld also letztendlich Anspruch auf irgend etwas Werthaltiges. Und von Banken vergebene Kredite seien (zumindest teilweise) durch Ersparnisse gedeckt bzw. aus solchen gespeist. Um diese Hirngespinste aus den Köpfen der Leute zu bekommen wäre meines Erachtens ein ganz anderes, vollkommen transparent kommuniziertes Geldsystem in etwa folgender Art erforderlich: Geld wird nur staatlicherseits emittiert. Dieser Vorgang unterliegt strengen Regeln und wird sanktionsbewährt demokratisch kontrolliert. Die Geldemission erfolgt aus dem Nichts aber immer nur zum Zweck des produktiven Einsatzes. Geld wird ausschließlich zu dem Zweck emittiert die potentielle Arbeitskraft der Gesellschaftsmitglieder zu aktivieren. Die Geldemission ist also immer an die Bedingung gebunden, daß mit dem neu geschaffenen Wert durch den Einsatz von Arbeitskraft Wert geschöpft wird. Das Geld wird staatlicherseits an diejenigen ausgegeben, die durch den Einsatz ihrer Ideen und Arbeitskraft produktiv tätig werden. Der Staat ist hierbei nicht – so wie in unserem aktuellen System – darauf angewiesen, daß schwerreiche Leute ihm gegen Zinszahlung Geld leihen. Ganz im Gegenteil, der Staat ist ermächtigt – sofern die überprüfbaren Voraussetzungen gegeben sind – Geld zu emittieren und an seine Bürger weiter zu geben. Der Staat ist also nie Schuldner sondern im Gegenteil von Beginn an Gläubiger seiner Bürger. Und die Bürger sind verpflichtet nach festgelegten Regeln Steuern an den Staat zu bezahlen, wodurch (ein Teil) des emittierten Geldes wieder aus dem Verkehr gezogen wird. Das ist im Prinzip heute auch so wird aber vollkommen anders kommuniziert. Nur in einem Detail ist es ganz anders: der Staat kann heute kein Geld aus dem Nichts schöpfen. Er hat dieses Privileg an Privatiers vergeben und bezahlt diesen für ihren arbeitslosen und mühelosen „Dienst“ auch noch Gebühren (Zinsen). Dieser Schwachsinn muß aufhören. Die Redensart „Ich lasse mein Geld für mich arbeiten!“ muß höhnisches Gelächter auslösen. Geld arbeitet nicht und muß dementsprechend auch so konstruiert sein, daß dies deutlich wird. Die einzige Rechtfertigung seiner Entstehung muß produktive Wertschöpfung sein und Nutznießer unmittelbar diejenigen, die diese Werte schaffen. Ihnen stehen sie dann in ihrer Funktion als universelles Tauschmittel zur Verfügung und können im Zuge dessen auch jederzeit in andere Geldsorten gewechselt werden, die zur Wertaufbewahrung geeignet sind (weil sie den Anspruch auf reelle Werte verbriefen).

    Ich bitte um Entschuldigung für die Unausgegorenheit dieser hier vorgetragenen Idee. Und insbesondere darum, dies nicht etwa mit bedingungslosem Grundeinkommen zu verwechseln. Denn das ist meiner Meinung nach eine Mogelpackung (aufgrund der ungeklärten Finanzierung) mit Hilfe derer jegliche Ansprüche auf soziale Leistungen ein für allemal abgebügelt werden sollen. Allein schon die verbreitete Sympathie für diese Idee bei diversen Verfechtern eines neokonservativen Wirtschaftssystem sollte stutzig machen.

    • Wer soll das umsetzen?
      Der Staat, (Politiker, Bürokraten und ihre Bürger bzw. Bürgen), muss sich bei den privaten Banken Geld leihen, wenn sie Banken retten müssen. Ein Selbstbedienungsladen der Bankbesitzer, dessen System sie so kreiert haben, dass sie selber an der Kasse sitzen.
      Das heißt, die Banken (Oligarchen als Bankbesitzer) haben die Macht, die Kaufkraft aller Staatsangehörigen über die Höhe ihrer zu tragenden Abgabenlast für die „Bankenrettung“, (entsprechend dem Steuersystem), sowie über die Höhe der Zinsen, zu bestimmen. Dieses Privileg werden sie nicht freiwillig aufgeben. Wie der Werdegang Lafontaine’s gezeigt hat.

    • Ein gerechtes und ehrliches Geldsystem und eine funktionierende Demokratie bedingen sich gegenseitig. Beides funktioniert auch nur mit einer Bevölkerung, die halbwegs durchblickt.

      So gesehen ist meine Idee sicher nicht mehr als ein Anstoß zum Nachdenken. Mit dem heute zur Verfügung stehenden Personal an der Spitze unseres Staates, von dem man im besten Fall annehmen kann, daß es makro-ökonomisch vollkommen unterbelichtet ist, ist der Kraftakt so einer Umstellung mit Sicherheit nicht zu bewerkstelligen.

      Nichtsdestotrotz wäre meiner Meinung nach die schlimmste Wahl die Flinte gleich ins Korn zu werfen. Für solch eine Geldreform wäre meines Erachtens nach auch kein revolutionärer Akt erforderlich. Ein emanzipatorischer würde genügen. Am Anfang muß die Diskussion des bestehenden Geldsystems stehen um ein Bewußtsein für die Problematik zu schaffen. Hierbei sind auch Interviews wie das mit Herrn Mayer hilfreich. Herr Mayer ist nicht mainstream-kompatibel. Aber seine Einsichten sind interessant und verdienen zumindest gehört zu werden.

      Ein Problem mit dem real existierenden Fiatmoney ist meiner Meinung nach auch folgendes: in der linken Szene scheint es eine „natürliche“ Abneigung gegen Warengeld zu geben. Gold ist pfui. Aber Warengeld muß ja nicht unbedingt Gold sein (auch wenn Gold in besonderem Maße die Voraussetzungen erfüllt um die Funktion Wertaufbewahrung des Geldes zu erfüllen). Gold (als Münzgeld) kam schließlich ursprünglich zur Besoldung von Söldnern in die Welt. Und deswegen ist es pfui. Da schwärmt der aufrechte Linke lieber für Fiatmoney und wird dabei gar nicht gewahr, wie er dabei von der Finanzmafia über den Tisch gezogen wird. Dto. was neokonservative Wirtschaftskonzepte betrifft wofür „Sozialdemokraten“ wie Schröder oder Blair beredtes Zeugnis abgegeben haben. Haben sie doch die arbeitnehmerfeindliche Politik dieser Kreise „erfolgreicher“ durchgesetzt als es einer konservativen Regierung möglich gewesen wäre.

      Ich hoffe Ken bringt mal Herrn Flassbeck vors Mikrofon. Zwischen Makroskop und den Nachdenkseiten existieren ähnlich freundschaftliche Beziehungen wie zwischen KenFM und den Nachdenkseiten. Da besteht zumindest die Hoffnung, daß es von seiten Herrn Flassbecks keine Berührungsängste geben sollte. Von Kens Seite gibt es so was glücklicherweise ohnehin nicht.

    • Beim Thema Geld stoßen wir auf mehrere Widerstandsgrößen die bis auf einen Punkt, nämlich eines Totalcrash des Systems, unmöglich macht irgendetwas neu zu gestalten.
      Die meisten Menschen wissen bzw. nehmen nicht die Zeit darüber nachzuforschen was Geld wirklich ist und in dieser Gesellschaft eine Absicht verfolgt. Dann, wenn sie doch diese Unternehmung machen, bekommen sie eine breite Latte an unlogischen fehlerhaften Informationen und müssen sich daraus subjektiv ihre eigene Interpretationen basteln, was widerum zu fehlgeleiteten Wissen führt.
      An anderer Stelle haben wir dann Menschen die haben sich eine Fehlidentität gebastelt die sie mit Begeisterung dazu animieren ein unlogisches Konstrukt in die Welt zu promoten.
      Abschließend haben wir eine ganz kleine Gruppe von Menschen die wissen genau was Geld ist, nämlich ein raffiniert Taschenspielertrick vor etwa 5 Tausend Jahren entwickelt und bis Heute verfeinert, um die Lebensenergie der unwissenden Menschen für ihre Zwecke zu missbrauchen.

      Ich bin sehr dankbar, dass der Beitrag von Erwin Thoma jetzt gezeigt wurde. Hier zeigt er sehr schön auf, wie alle lebenden Organismen eine für sich energetisch effiziente Strategie entwickeln, um die von der Natur frei zur Verfügung gestellte Energie umzuwandeln, um für das Betreiben des Lebens zu nutzen.
      Und in der Natur ist die Tauschwährung nicht Geld, sondern Zucker, 🙂 also Energie.

      Die logische Definition des Geldes ist ganz einfach, es ist ein Hilfswerkzeug (wie z.B. ein Messbecher) zur Messung der Arbeit mal die Lebenszeit des Menschen, was letztendlich Energieumwandlung bedeutet. Also ein Mensch verrichtet eine Umwandlung von einen für ihn ungünstige Energieform in eine für ihn günstige Energieform um. Da aber diese Energieformen je nach Potenzial des Menschen unterschiedliche Formen (wie Nahrung, Möbel, Häuser, Werkzeuge etc.) haben, braucht er eine Metaebene um eine gleiche Bewertungsbasis für die Energieformen zu haben, weil er dann Tauschhandel aus dem nicht benötigen Rest seiner Produkte betreibt.
      Es ist also völliger Irrsinn, die Messeinheit welche man logischerweise ins unendliche Ausdehnen kann, das als Wert über den tatsächlichen Wert einer Energieform darzustellen. Aber das macht man ja mit dem Geld, die Zahl auf dem Schein oder auf dem Konto wird dem Menschen eingetrichtert, hat einen Wert; lediglich das Papiergeld hat einen energetischen Brennwert.
      Um den Energiegehalt eines Produktes zu messen, kann man alle möglichen von Einheiten benutzen, je nach Lust und Laune. Umgangssprachlich, nennen ja die US-Amerikaner das als „Bugs“, warum nicht? Käfer haben zumindest einen höheren Nährwert als ein Münzstück.
      Die Deutschen nennen dazu „Kohle“; genau genommen hat Kohle einen sehr hohen Energiewert.

      Um diesen absichtlich herbeigeführten Taschenspielertrick mit dem Geld, kann man doch nicht die Disziplin die gerade das zu verantworten hat, herbeizuziehen, um das Problem des irregleiteten Wissen zu lösen, auch wenn die Wirtschaftswissenschaft auf verschiedenen Strömungen vermeintliche „Lösungen“ anbieten.
      Da gehe ich in die Biologie, finde dort bekannte Lösungen, oder gehe in die Physik und habe eine Erklärung wie das ganze auf der kleinsten Ebene funktioniert und erarbeite in Verknüpfung mit anderen Bereichen für den Menschen günstige Strategien.

      Also, Geld braucht kein Mensch! Und andere Lebewesen nutzen so ein Schwachsinn nicht.

      Die höchste Energieumwandlungseffiziens beweisen uns die Pflanzen, ein einziger Prinzip, die Photosynthese, ermöglicht es die eigene Art und viele anderen Arten das Leben zu garantieren!

    • Kleines Nachwort zum Horten. Horten ist etwas ganz Natürliches, merken viele Menschen zu ihren Erschrecken an den beiden „Rettungsringen“ am Leib :). Energiereserven horten ist von der Natur sinnvoll eingerichtet.
      Nur etwas Schwachsinniges wie Geld zu horten, da wird dummerweise das Wort horten in Misskredit hineingezogen, weil dann horten wirklich unsinn ist.

    • Ja warum nicht Zucker. Wenn die Beteiligten sich auf Zucker als Zahlungsmittel einigen sollte ihnen diese freie Wahl (so es denn eine ist) niemand verbieten können.

    • w schürer
      auch ich bin eifriger lesen von/auf makroskop. empfehle daher die lange Episode „unser geldsystem“ und MMT zu lesen. weiterhin ist es ratsam sich mit geschicht/wirtschaftsgechichte auseinanderzusetzen!

      dann wird den einen oder anderen schnell klar, wieso gesell-Geld keine Zukunft hatte.

      daher kann ich mich nur anschließen, dass der Videobeitrag und viele, viele anderen mainstreamökonomischer-ideologischer Unsinn sind. Geld und Ökonomie auseinanderzuhalten ist grundsätzlich Unsinn.

  3. Ich beschäftige mich – als makroökonomischer Laie – nun schon seit fast zwei Jahrzehnten mit der Frage, was Geld eigentlich ist. Auf die Idee, mir diese Frage zu stellen kam ich durch die High-Tech-Blase an den Aktienmärkten vor der Jahrtausendwende. Von der profitierte ich als Kleinanleger auch, dank des glücklichen Umstands rechtzeitig wieder ausgestiegen zu sein. Welche Renditen ganz legal steuerfrei da zu erwirtschaften waren, das war nun wirklich atemberaubend verglichen mit dem mühseligen Gelderwerb durch meine Arbeitsleistung.

    Da ging mir erstmals ein Licht auf, daß mit unserem Geldsystem – über das ich mir vorher keinerlei Gedanken gemacht hatte – etwas nicht in Ordnung sein kann.

    Bei meinen Recherchen zum Thema stieß ich mehr oder weniger zufällig als erstes auf das von Silvio Gesell verfochtene Schwundgeld (daß Herr Mayer auch erwähnt). Ich war von der Idee fasziniert, da es sich hierbei um zinsfreies Geld handelt und die Geldhorterei durch die sogenannte Liquiditätsgebühr unattraktiv gemacht wird.

    Bei meinen weiteren Recherchen stieß ich dann auf die Unterscheidung von Kredit- und Warengeld (bei Herrn Mayer heißt das Passiv- und Aktivgeld) und in der Folge auf die Österreichische Schule. Durch die Österreichische Schule mit seiner Kritik am Fiatmoney und der Verteidigung der Bedeutung des Warengeldes bzw. der Wichtigkeit einer werthaltigen Deckung des Geldes wurde mir erstmals klar, daß das gegenwärtige Geldsystem das widerwärtigste und betrügerischste ist, das in der ganzen Menschheitsgeschichte jemals existierte. Dank nahezu perfekter Tarnung ist der Betrug in diesem System schwer durchschaubar. Die Österreichische Schule verurteilt nicht die Erhebung von Zinsen auf Geldverleih. Dies allerdings auf der (auch von Herrn Mayer im Interview beschriebenen) Annahme, daß es sich beim Geldverleih um einen zeitweisen Verzicht über die eigene Verfügungsgewalt über das Geld handelt, den man fairer- und vernünftiger Weise nicht unentgeltlich eingeht. In unserem gegenwärtigen betrügerischen Fiatmoneysystem allerdings wird Zins erhoben von privaten Akteuren, die staatlicherseits mit dem Privileg ausgestattet wurden Geld aus dem Nichts zu schöpfen (Banken). Dies ist nun wirklich eine freche Betrugskonstruktion, die (vergeblich) ihresgleichen in der Menschheitsgeschichte sucht. Gebühren kassieren für den Verleih von etwas, was man selber gar nicht hat. Chapeau!

    Im weiteren Verlauf meines Erkenntnisgewinns wurde mir (in meinem laienhaften Verständnis) klar, daß die drei Grundfunktionen des Geldes (auch Herr Mayer nennt sie im Interview) – Tauschmittel, Wertaufbewahrungsmittel, Wertmeßinstrument – nicht unter einen Hut zu bringen sind. Sprich, daß für diese drei Funktionen mehr als ein Medium erforderlich ist, da insbesondere die Funktionen Tauschmittel und Wertaufbewahrungsmittel in einer Weise miteinander in Konkurrenz stehen, daß ein vernünftiges Funktionieren auf Dauer ausgeschlossen ist. Warum beide Zielsetzungen nur schwer gleichzeitig realisierbar sind liegt auf der Hand: nimmt die Präferenz der (möglichst risikolosen) Wertaufbewahrung überhand trocknet der Pool an Tauschmitteln aus wenn das Vehikel für beide Ziele dasselbe ist. Ich vermute der Vorschlag von Herrn Mayer von konkurrierenden privaten Geldemittenten ist auch ein Weg dieses Dilemma zu lösen. Da wird es Geldsorten geben, die besser zum (nahezu risikolosen) Sparen geeignet sind und andere die besser für das kurzlebige Tauschgeschäft sind. Wohlgemerkt: Herr Mayer plädiert nicht dafür, daß die diversen privaten Geldemittenten ihr Geld aus dem Nichts schöpfen können. Das muß immer (zumindest zu einem Teil) durch echte, werthaltige Dinge gedeckt sein.

    Mir persönlich schwebte dabei eine Kombination aus Goldstandard (das Geld zum Sparen) und Schwundgeld (das Geld für den Handel) vor. Hierzu möchte ich allerdings nicht weiter ins Detail gehen, zumal ich die Idee (mangels makroökonomischen Fachwissens) nicht wirklich zu Ende gedacht habe. Zu guter letzt kam ich zu der Erkenntnis, daß Schwundgeld auch abzulehnen ist, da es sich nur um eine spezielle Form von Fiatmoney handelt.

    Meine Ablehnung des Fiatmoney basierte auf der in den letzten Jahrhunderten damit in der Praxis gemachten Erfahrungen. Die Versuchung zu betrügen ist bei dieser Art von Geld für diejenigen, die über die entsprechenden Machtmittel verfügen offenbar unwiderstehlich. Mit Fiatmoney wurde immer Schindluder getrieben egal ob die Emittenten staatlicher oder privater Natur waren. Die Macht Geld aus dem Nichts zu schöpfen in private Hände ohne demokratische Kontrolle zu legen – so wie das heute weltweit der Fall ist – ist allerdings der Gipfel der Dummheit (aus Sicht des Volkssouveräns, der ja angeblich in einer Demokratie das Sagen hat).

    Inzwischen stehe ich Fiatmoney (nicht privat emittiert!) nicht mehr so kompromißlos ablehnend gegenüber wie ursprünglich. Das liegt vor allem daran, daß ich auf meiner Suche nach der Antwort auf die Frage was denn Geld sei im speziellen und auf der Suche nach Antworten auf makroökonomische Fragen im allgemeinen auf die Seite http://www.makroskop.eu gestoßen bin. Das ist der Nachfolger von flassbeck-economics. Zu den Gründern dieser Seite gehört Heiner Flassbeck. Seines Zeichens einst Staatssekretär bei Oskar Lafontaine und nach dessen kurzer Amtsperiode für ca. ein Jahrzehnt Chef-Ökonom bei der UNCTAD, einer UNO-Organisation für den Welthandel. Das erklärte Ziel der Macher von http://www.makroskop.eu ist es makroökonomisches Fachwissen verständlich darzustellen und Laien zugänglich zu machen. Meiner Meinung nach ein gelungenes Unterfangen, das allerdings auch viel Anstrengung der Leser (Lernenden) erfordert. Auf dieser kostenpflichtigen Plattform (einzelne Artikel sind frei zugänglich) gibt es äußerst interessante, zum Teil sehr kontroverse Diskussionen zu allen möglichen Themen aus dem engeren und weiteren Feld der Makroökonomie. Kann ich jedem Interessierten nur empfehlen. Flassbeck und viele seiner Mitstreiter sind ausgewiesene Keynesianer (und damit Befürworter von Fiatmoney), scharfe Kritiker der Neocons und insbesondere der deutschen Besessenheit vom Wahn der Exportweltmeisterschaft, mit der die Eurozone zugrunde gerichtet wird. Ohne jetzt auf nähere Details einzugehen nur so viel zu meinem Sinneswandel bezüglich Fiatmoney: es hat – ehrlich und ohne betrügerische Absichten gemanagt – seine unbestreitbaren Vorzüge gegenüber anderen Geldarbeiten insbesondere für die Zielsetzung der Vollbeschäftigung. Eine Spezialität von Herrn Flassbeck ist es, sich – mit guten Argumenten fundiert – über Aussagen von Prof. Sinn lustig zu machen. Oder anhand von Aussagen unseres Finanzministers Schäuble nachzuweisen, daß dessen makro-ökonomisches Verständnis und Fachwissen gleich Null ist.

    Unabhängig von den neuen Erkenntnissen zu denen ich über Makroskop komme mache ich mir auch weiterhin meine Gedanken, wie ein gerechtes und robustes Geldsystem aussehen müßte. Ich kann mir durchaus vorstellen, daß meine Ideen bei Flassbeck et.al. als undurchdachter makro-ökonomischer Schwachsinn angesehen würden. Aber ich nehme mir trotzdem die Freiheit, mir meine eigenen Gedanken hierzu zu machen.

    Hier eine kurze Skizze derselben: die Frage, ob eine moderne, arbeitsteilige Gesellschaft Geld braucht kann nur mit einem eindeutigen Ja beantwortet werden. Angesichts der Tatsache, daß mit Geld viel Schindluder und Machtmißbrauch getrieben wurde kann ich zwar verstehen, daß manche Zeitgenossen am liebsten das Geld schlechthin abschaffen würden. Aber das halte ich in etwa für so sinnvoll wie wenn man jetzt auf die geniale Erfindung des Rades verzichten würde, weil auch Panzer auf Rädern laufen. Meines Erachtens ist Geld für das Leben in einer arbeitsteiligen Gesellschaft ein Lebenselexier fast so notwendig wie Luft und Wasser. Auf letzteres (Luft und Wasser) kann niemand verzichten. Auf ersteres (Geld) nur wer bereit ist absolut autark zu leben. Auch in angeblich geldlosen Gesellschaften wird es immer Verpflichtungen geben, die sich daraus ergeben, daß man irgendwelche Hilfen oder Zuwendungen anderer in Anspruch genommen hat. Auch wenn hierfür (um es als geldlose Gesellschaft zu bezeichnen) auf die Bezeichnung Geld verzichtet würde, so wäre das nur Augenwischerei. Und die gesellschaftlichen Zwänge, die sich aus solchen Verpflichtungen ergäben wären Schuldverhältnissen vergleichbar und gleichermaßen für Machtausübung geeignet wie ein Geldsystem. Bei einem Verzicht auf die – bis auf Betrugsabsichten – weitgehend neutrale de-personalisierte Funktionsweise von Geld wäre man subjektiven personengebundenen Machtausübungen nur um so hilfloser ausgeliefert.

    Was allerdings unabdingbar für ein gerechtes Geldsystem ist sind exakte Regeln und effiziente demokratische Kontrolle. Ein großes Problem unseres heutigen Geldsystems ist, daß fast alle Menschen eine vollkommen falsche Vorstellung davon haben wie es funktioniert. Die meisten Leute glauben nach wie vor, das würde ungefähr so funktionieren wie ein gold-gedecktes Währungssystem. Man hätte mit seinem Geld also letztendlich Anspruch auf irgend etwas Werthaltiges. Und von Banken vergebene Kredite seien (zumindest teilweise) durch Ersparnisse gedeckt bzw. aus solchen gespeist. Um diese Hirngespinste aus den Köpfen der Leute zu bekommen wäre meines Erachtens ein ganz anderes, vollkommen transparent kommuniziertes Geldsystem in etwa folgender Art erforderlich: Geld wird nur staatlicherseits emittiert. Dieser Vorgang unterliegt strengen Regeln und wird sanktionsbewährt demokratisch kontrolliert. Die Geldemission erfolgt aus dem Nichts aber immer nur zum Zweck des produktiven Einsatzes. Geld wird ausschließlich zu dem Zweck emittiert die potentielle Arbeitskraft der Gesellschaftsmitglieder zu aktivieren. Die Geldemission ist also immer an die Bedingung gebunden, daß mit dem neu geschaffenen Wert durch den Einsatz von Arbeitskraft Wert geschöpft wird. Das Geld wird staatlicherseits an diejenigen ausgegeben, die durch den Einsatz ihrer Ideen und Arbeitskraft produktiv tätig werden. Der Staat ist hierbei nicht – so wie in unserem aktuellen System – darauf angewiesen, daß schwerreiche Leute ihm gegen Zinszahlung Geld leihen. Ganz im Gegenteil, der Staat ist ermächtigt – sofern die überprüfbaren Voraussetzungen gegeben sind – Geld zu emittieren und an seine Bürger weiter zu geben. Der Staat ist also nie Schuldner sondern im Gegenteil von Beginn an Gläubiger seiner Bürger. Und die Bürger sind verpflichtet nach festgelegten Regeln Steuern an den Staat zu bezahlen, wodurch (ein Teil) des emittierten Geldes wieder aus dem Verkehr gezogen wird. Das ist im Prinzip heute auch so wird aber vollkommen anders kommuniziert. Nur in einem Detail ist es ganz anders: der Staat kann heute kein Geld aus dem Nichts schöpfen. Er hat dieses Privileg an Privatiers vergeben und bezahlt diesen für ihren arbeitslosen und mühelosen „Dienst“ auch noch Gebühren (Zinsen). Dieser Schwachsinn muß aufhören. Die Redensart „Ich lasse mein Geld für mich arbeiten!“ muß höhnisches Gelächter auslösen. Geld arbeitet nicht und muß dementsprechend auch so konstruiert sein, daß dies deutlich wird. Die einzige Rechtfertigung seiner Entstehung muß produktive Wertschöpfung sein und Nutznießer unmittelbar diejenigen, die diese Werte schaffen. Ihnen stehen sie dann in ihrer Funktion als universelles Tauschmittel zur Verfügung und können im Zuge dessen auch jederzeit in andere Geldsorten gewechselt werden, die zur Wertaufbewahrung geeignet sind (weil sie den Anspruch auf reelle Werte verbriefen).

    Ich bitte um Entschuldigung für die Unausgegorenheit dieser hier vorgetragenen Idee. Und insbesondere darum, dies nicht etwa mit bedingungslosem Grundeinkommen zu verwechseln. Denn das ist meiner Meinung nach eine Mogelpackung (aufgrund der ungeklärten Finanzierung) mit Hilfe derer jegliche Ansprüche auf soziale Leistungen ein für allemal abgebügelt werden sollen. Allein schon die verbreitete Sympathie für diese Idee bei diversen Verfechtern eines neokonservativen Wirtschaftssystem sollte stutzig machen.

  4. Das Prinzip ‚Schuld‘ ist erprobt und funktioniert immer, weil an Religion und – was dasselbe ist – an Geld (Schuldgeld) und Zins (ewiges Leben) geglaubt wird und so der Schöpfer von Geld zum Gläubiger und der Gläubige zum Schuldner wird. Religion und Geld brauchen Schuldner, die ihre „Schuld“ gläubig akzeptieren. Und so trägt der Gläubige seine Schuld sein Leben lang (ab), in der Hoffnung, sie möge ihm am Tor zur Ewigkeit (Glückseligkeit) vergeben werden.

    • Das schätze ich auch so ein.
      Habe wenig Ansätze gesehen, dass der gute Thomas Mayer auf seine alten Tage eine realistische Distanz zum neoliberalten Dogma findet – ist zu tief verinnerlicht.
      Erfrischender war diesbezüglich das Interview mit dem Günter Grzega v. 17.05.2017 (https://kenfm.de/guenter-grzega/).

  5. Kann die Mehrzahl der Lohnempfänger, die weniger als 2000 Euro monatlich verdient, 60000 Euro sparen bzw. horten?
    Der Herr Mayer lebt in einer Welt, in der dieser Bevölkerungsanteil gedanklich nicht vorkommt. Das die arbeitende Bevölkerung einen fairen Anteil von dem „gemeinsam Geschaffenen“ abhaben will, ist für ihn kein Thema.
    Das wird in diesem System aber nicht möglich sein. in dem nicht nur die Geldschöpfung, sondern auch das Zinssystem für eine unfaire einseitige Vermögensanhäufung und somit Kaufkraftverteilung sorgt. Um der andauernden Öffnung der Arm- Reich Schere entgegen zu wirken, braucht es Empathie für die „Lohnsklaven“ Welt. Das fehlt mir in diesem Gespräch. Das heißt: Nicht nur an das Geld denken, sondern auch das Wissen über seine Mitmenschen wachsen lassen, damit Solidarität statt Ausbeutung wieder Thema in der Finanzwelt wird.

  6. Als Vermögensverwalter ist Thomas Mayer daran interessiert, dass das Geldsystem sich nicht störend auf Kapitalinteressen auswirken soll. Geldreformen sollen natürlich nichts daran ändern, dass Boden und Kapital weiterhin die menschliche Arbeitskraft dominieren. Die reinigende Kraft des Marktes soll gleichermaßen für Banken (too big to fail) gelten, wie auch für die überflüssigen Arbeitskräfte, die sich eben nicht mehr im Konkurrenzkampf auf dem Arbeitsmarkt behaupten können. Die wichtige inner- und zwischenstaatliche Funktion des Geldes als Machtinstrument wird gar nicht erst erwähnt. So komplex wie es mir Herr Mayer versucht darzustellen, ist es gar nicht. Auch ein kompliziertes Atomkraftwerk ist nichts anderes als ein großer Tauchsieder. Die Idee des bedingungslosen Grundeinkommens halte ich deshalb für so wichtig, weil die Arbeitskraft die Möglichkeit erhält (je nach Umsetzung) annähernd gleichberechtigt den Kapitalinteressen gegenüber zu treten.

  7. Geld entsteht durch die Zwangsabgabe = Schuldtitel
    Staat, Eigentum, Geld, Zins und Wirtschaft bilden ein unlösbares Geflecht.
    Wie kam nun Geld in die Welt? -durch die Macht!
    Mit der Abgabe wurde durch Käufe (z.B. Waffen und Staatsbedienstete) die Macht finanziert, erhalten und ausgebaut und floss zum Abgabentermin (Steuer) wieder an die Machthaber zurück, wodurch die Macht weiter ausgebaut werden konnte. Dies war vor rund 5000 Jahren in Mesopotamien nicht anders als heute.

  8. Achja zu dem Punkt, die Kapital- Finanzwirtschaft als „Motor“ des gesamten menschlichen gesellschaftlichen Gefüges, welcher Herr Mayer eigenmächtig hochstilisiert.
    Da schmeiße ich mal zwei Fragen ins Getriebe.
    Können Sie mir eine Planzen- oder Tierart nennen die Geld benutzt, um überleben zu können?
    Was wird passieren, wenn sämtliche landwirtschaftliche Nahrungserzeuger ihre Dienste verweigern?
    Genauer gesagt, wir stellen zwei Fragen gegenüber.
    Was wird passieren, wenn auf einmal kein Nahrung mehr gibt? Dem gegenüber
    Was wird passieren, wenn auf einmal kein Geld mehr gibt?

    • Leute ohne Staat brauchen kein Geld.
      Das Ziel allen Planens, Rechnens, Tätig seins, der Zweck der Arbeitsaufnahme schlechthin ist nicht die Güterwelt, nicht der »Bedarf«, nicht der »Konsum«, das »bessere Leben«, und wie die schönen Sprüche aus den Sonntagsreden alle lauten.
      Der einzige Sinn ist die Vermeidung des permanent und unerbittlich drohenden Untergangs/Hungerns.

    • Genau die richtigen Fragen.
      Ich möchte da einen sehr schönen Satz zitieren:

      „Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werdet Ihr merken, dass man Geld nicht essen kann.“

      Die Menschen, die in der Finanzkrise glauben erwacht zu sein, denken weiterhin in den gelernten Strukturen ohne diese mal in Gänze zu hinterfragen. Die Vorteile und die Funktionen von Geld erklären sich nämlich irgendwie nur dadurch, dass man davon ausgeht, dass es ohne Geld nicht geht.

      Ich fand hierzu den folgenden Artikel sehr nett:

      Die VWL ‚erklärt‘, wozu Geld alles gut ist.

      Die ganze Theoretisiererei funktioniert hier doch nur, weil wir jeden Tag was zu Fressen auf dem Tisch haben. Sobald der Fall eintritt, dass dies eben nicht mehr so ist, werden plötzlich ganz andere Dinge wichtig werden und die Menschen werden wieder lernen (müssen), was sie wirklich brauchen.

      Geld, um die Wirtschaft anzukurbeln ist es sicher nicht.

      Bleibt friedlich…

      Ich

    • @ Patrick
      Wenn Sie über dieses Kommentar gestolpert sind, dann würden Sie verstehen, dass ich keinesfalls Herr Mayer beleidige als ich schrieb er solle doch einen Bauernhof betreiben.
      Ich bin den großteil meines Lebens im Umfeld von Bauern (schön klingender Begriff: landwirtschaftlicher Nahrungserzeuger) großgezogen worden. Persönlich kann ich nicht viel sagen über die Zeit nach dem letzten Weltkrieg, aber die Anekdoten die eine alte Bauerndame überlieferte, geben mir ein düsteres Bild ab, was passieren wird, wenn diese ganze finanz-kapitalistische Lügenkonstrukt zusammenbricht.
      Sie erzählte, dass die Menschen die damals aus den Großstädten aufs Land flüchteten all ihre bei sich tragenden „Wertgegenständen“ wie Silber- oder Goldschmuck anboten nur für ein Paar Kartoffeln.
      Sie hat die sperrliche Nahrungsmittel mit den Menschen geteilt, nicht weil sie viel wert auf den Schmuck legte, sondern weil sie ihr leid taten.
      Also ist es keine Beleidigung an Herrn Mayer, wenn ich sage er soll doch Bauer werden, viel eher ist es umgekehr eine Beleidigung an die Profession der landwirtschaftlichen Nahrungserzeuger, wenn Sie diese als geringwertig schätzen.

      Ich vermute grob 90% der deutschen Bevölkerung würden nach einem Zusammenbruch dieses Lügenkonstrukts nicht wissen, wie sie sich selber versorgen können; die Bauern wissen und können das.
      Daher ist die Angst und Panik so gewaltig, dass dieses Lügenkonstrukt auf Teufel kommt raus weiterexerziert werden muss.

  9. “ Es geht um elementare Erkenntnisse zum Thema Geld und warum wir um einen völligen Reset nicht herumkommen. “

    Welche diese elementare Erkenntnisse sind, und welche völligen Reset wir brauchen, ich sah das noch nie.
    Geld ist nichts besonderes, es war eigentlich immer überall.
    Geld ist nicht mehr als ein allgemeines Tauschmittel, in Neu Guinea waren es kauri, in Ost Afrika 1850 war es Kupfer und Tuche.

    Lange funktionierte Geld ohne Aufsicht, Italiëner schon etwa 1300, man zahlte mit Briefen.
    Holländische Schiffe nahmen sehr selten bahres Geld mit.
    Günter Grass, ‘Beim Häuten der Zwiebel’, München 2008 erzählt wie nach dem Krieg Zigaretten Geld waren, un wie die deutsche Geldreform 1948 oder so die Wirtschaft aufblühen liess.
    Charles P. Kindleberger, ‚A Financial History of Western Europe‘, 1984, London, Boston, Sydney zeigt wie es immer wieder Geldkrise gab.

    1970 oder so hörte Nixon auf mit der Dollar in Gold wechseln zu können.
    Die Gold Wechsel war auf sich etwas sehr dummes, mit viel Mühe Gold aufgraben, und es dann wieder begraben unter Fort Knox.

    Aber die Gold Wert verhinderte dumme Geld Wirtschaft, wie jetzt Draghi mit den Euro.
    Draghi kann Euros machen so viel er will, durch nur Zahlen in ein System ein zu führen.
    Der USA tut dasselbe mit Dollar.

    Das System hat keine Fehler, die Leute die das System führen sind unverantwortlich, und/oder dumm.
    Dabei kann es so sein dass die das System nicht mehr begreifen, Varoufakis ist der Meining das seit 1970 Volkswirtschaft, Makro Ökonomie, nirgends mehr gelehrt wurde.

    Meine Meining isst das das Derivaten Debakel dummheit ist, dumme Volkswirte die ihre eigenen Ziffer glauben.
    Komplizierte Modelle, die niemand versteht, vielleicht auch diejenige die sie machen, nicht.

    Wert aber, wird durch ein Markt festgestellt, ein Markt die sich durch Modelle nichts sagen lässt.

    • @pieterkamp
      „Komplizierte Modelle, die niemand versteht.“

      Da liegt der Hund begraben. Die Modelle auf denen der ganze Quatsch basiert, sind so vereinfacht, dass die tatsächlichen Auswirkungen doch niemand nur im Ansatz abschätzen kann.

      Ich muss allerdings widersrpechen.
      Das System ist voller Fehler!.

  10. „Sozialismus und Kapitalismus sind 2 Seiten der gleichen Medaille, sie hatten die gleichen Finanziers.“
    Das sagte der jung verstorbene Andreas Claus.
    Die Linken und Rechten sind bewusste mediale Feindbilderzeugung der Finanzmafia, um von Oben und Unten, Reich und Arm, also sich, abzulenken.
    Nicht neu, was ich hier sage. KenFM sollte es mehr bedenken, bevor sie dieser Welt ein Forum gibt.

  11. 2012 stellte Herr Mayer „seinen Vorschlag in den Raum“, flexible nationale Parallelwährung zum starren Verrechnungssystem Euro in der Euro-Zone zuzulassen, was den EU-Südländern die Möglichkeit gäbe, ihre nationalen Parallelwährungen abzuwerten – und so ihre Binnenwirtschaften anzukurbeln, um die Bankenkrise / Staatskrise zu überwinden.

    Überlegenswert – fand ich damals.
    Doch in Brüssel „machten sie einfach weiter, Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gab.“ Also lieber Rettungsschirme für sogenannte Banken – und Hungerlöhne, Arbeitslosigkeit und Ausverkauf des Eigentums der Bürger, die für diese Bankgeschäfte demokratisch haften mussten.
    Folglich fragte sich nicht nur die Kriminalpolizei; „Ist die Deutsche Bank eine kriminelle Vereinigung ?“
    http://www.kriminalpolizei.de/ausgaben/2014/maerz/detailansicht-maerz/artikel/ist-die-deutsche-bank-eine-kriminelle-vereinigung.html

    Wenn Herr Mayer aber heute als bekennender neoliberaler Anhänger der sogenannten „Österreichischen Schule“ um Hayek, Mises & Co. behauptet, der WETTBEWERB um die BESTEN Ideen der heutigen Konzern-KARTELL-Märkte sei absolut „demokratisch“ und ein VIELFÄLTIGES privates Geld sei im Wettbewerb zueinander gut, dann wird mir leider extrem übel.

    Denn wie der „demokratische“ Wettbewerb um die BESTEN Ideen der sogenannten Märkte ist, sieht man z.B. gut bei Energie, Pharma, Mobilität…
    Kartelle blockieren seit Jahrzehnten technische Innovationen, „produzieren“ stattdessen in Gutsherrenart dort wo ARMUT großgeschrieben und die Umwelt vernichtet wird – und hängen sich als Gutmenschen noch das Papier Pariser-Memorandum um.

    Zum privaten Geld sollte Herr Mayer folgendes überprüfen:
    Wenn private Geldschöpfer auf Grund einer Banklizenz, ungedecktes Falschgeld in rauhen bits&bytes-Mengen per Kredit / Schuldgeld herstellen können – und für diesen AUFWAND an Eigenkapital (der heute nahe Null liegt) z.B. 5% Zinsen vom „Schuldner“ verlangen, so ist die Eigenkapital-Rendite der sogenannten privaten Bank nicht 5%, sondern mindestens drei – vierstellig.
    EK-Rentabilität = Gewinn (Jahresüberschuss) / eingesetztes Eigenkapital.
    https://www.controllingportal.de/Fachinfo/Grundlagen/Kennzahlen/Eigenkapitalrent.html

    Dafür lohnt es sich schon eine private Bank zu gründen.

    2014 fragte ich Herrn Mayer bei Cashkurs, ob
    1.)
    die DeuBa ihre sogenannten „Strafzahlungen“ mit Geld aus dem Nichts begleichen?
    2.)
    die Banken auf INTERBANKEN-Ebene sich gegenseitig kreditieren würden, so dass für Banken KEINE Schuld in ihren Bilanzen entsteht? (siehe Horst Seiffert, siehe Doktorarbeit Josef Ackermann)
    3.)
    WANN Banken ihre Kredit-Schulden begleichen, in dem sie sich selbst kreditierten, um sich Immobilien-Vermögen anzueignen?

    Auch hier war Herr Mayer zugeknöpft. Es scheint irgendwie mit „Neoliberal“ zusammen zu hängen, wenn es darum geht wer die Rechnung zahlt.
    https://www.youtube.com/watch?v=EnAr-gnxkBU

    • “ 2012 stellte Herr Mayer „seinen Vorschlag in den Raum“, flexible nationale Parallelwährung zum starren Verrechnungssystem Euro in der Euro-Zone zuzulassen, was den EU-Südländern die Möglichkeit gäbe, ihre nationalen Parallelwährungen abzuwerten – und so ihre Binnenwirtschaften anzukurbeln, um die Bankenkrise / Staatskrise zu überwinden. “

      Nie verstanden wie das funktionieren kann, überall und immer wo versucht wurde Werte zu diktieren, entstanden schwarze Märkte.

      Die Gedanke scheint mir einerseits der Wunsch der Euro zu behalten, oder Angst die zu verlieren, und zugleich die alte Vorteile Wechselkurse wieder zu bekommen.
      Nach meiner Meinung ist es nur das eine, oder das andere.
      Wir brauchen der Euro nicht:
      Thilo Sarrazin, ‚Europa braucht den Euro nicht, Wie uns politisches Wunschdenken in die Krise geführt hat‘, 2012 München
      oder: ohne politische Einheit kann der Euro nicht funktionieren
      Yanis Varoufakis, ‚The Global Minotaur, America, Europe and the Future of the Global Economy‘, London, New York, 2013

    • Du hast den Sinn dieses Videos nicht verstanden. Es geht nicht darum, die Person Thomas Mayer vorzustellen und seine politischen Vorstellungen zu beleuchten. Es geht darum, dass man sich die interessanten Sachen rauszieht, um sich weiterzubilden.

    • So ist das halt mal.
      Einmal erklärt sich dass „Horten von Geld“ (50:50) „sei eine Funktion des Geldes“ – klar – „und horten löst sich dann von selbst auf, da Preise und fallen.“ ??
      So liegt zzt. der Faktor bei 3,5, es gibt also 220 Billionen global zirkulierendes Kapitalvermögen und das Welt BIP liegt bei schlappen 65 Billionen.

      Klar, jetzt fallen die Preise.
      Nur „Geld-Horter“ könnten dann noch billiger einkaufen, wenn Löhne und Preise fallen. Zudem ändern sich damit Macht- und Eigentumsverhältnisse.
      Bevor dann die Preise wieder steigen.

      Aber warum ist es dann bei Inflation (bei Geldmengenausweitung) wieder anders herum? (1:06:10), denn bei Geldschwemme steigen die Preise wieder – also Inflation beherrscht den Schweine-Zyklus. Passt das denn, oder kann man es passend machen?

      Zum Chicagoplan (57:41) = 100% Deckung bei Kreditvergabe eine Alternative:
      wenn private Geschäftsbanken sich davor zieren, dass ihre Kreditvergabe zu mehr als 1% Mindestreserve gedeckt ist, … (da sie angeblich nur von der „Zinsspanne“ leben müssen (EK-Rendite xxx% ).
      Ja, wie wäre dann der Alternativ-Vorschlag von Prof. Dr. Helge Peukert zu bewerten?

      “Wenn ein privates Bankhaus, dass Kredite mit 1% Deckung vergibt und in eine Krise gerät, dann muss diese notleidende Bank, – gemäß neu zu verabschiedenden gesetzlichen Regelungen -, so viele neue Aktien zu 1 % (gem. Mindestdeckungssatz) des aktuellen Aktienkurses ausreichen, bis das Eigenkapital der Bank wieder aufgepäppelt ist“.

      Was spricht dagegen ? Wäre doch eine nette Alternative auf dem Weg zu tatsächlichen Volksbanken und Entmachtung der privaten Geldschöpfer.
      Oder wird hier nicht sehr deutlich, dass für Pleiten der Privaten der Steuerzahler haften soll?

      Ich bleib dabei. Ein „robustes Stehaufmännchen“-Geldsystem (1:10:20) wäre dann tatsächlich nur ein staatliches – und kein Privates neues Geldsystem. Denn das geht nie Pleite, so wie Herr Mayer es selbst festgestellte im Fall FED, Euro, Yen.
      Kurz-um. Mir scheint, dass Hamsterrad würde sich viel entspannter drehen, wenn wir nicht für die privaten Geldschöpfer mitarbeiten müssten. Schließlich beträgt der „Schuldendienst“ in der Eurozone ca. 170 Milliarden Euro / a nur für Zins.

  12. Wie hat Hannah Arendt den Unterschied zwischen einen Lüger und einen Verlogenen definiert? In einem Lüger ist die Wahrheit noch vorhanden, weil er weiss dass er lügt, während beim Verlogenen die Wahrheit nicht zu finden ist, weil der die Lüge lebt. Ich schätze Letzteres ist bei diesem Herrn der Fall.
    Hätte er doch nach seinem Rückzug aus der Lügenwelt den Bauernhof zugelegt, dann würde er erkennen wie wahres Wirtschaften und der ökonomische Handel funktioniert!
    Nun darf der „nette Herr“ auch noch junge Menschen in seine Lügenwelt eine Teilhabe andrehen. eine sehr gefährliche Sache!

    Jetzt mal zum Geld, der Grund warum es so komplex aufbauscht ist, hat ganz bestimmte Absichten. Diese erahnen die Menschen langsam.

    Und die Begründung des ewigen Wachstum mit der falschen Verknüpfung an das Wissen ist sowas von daneben!
    Weil das Wissen eine Verknüpfung von min. zwei Informationen ist. Information ist äquivalent zu Energie, die ist im Universium überall und unendlich vorhanden. Wissen kann verloren gehen, wenn die Verknüpfungen getrennt werden bzw. neu strukturiert werden, während Information wie der Energieerhaltungssatz nie verloren gehen kann.
    Theoretisch ist das potenzial für unendliches Wissen bzw. unendlicher Wachstum an Wissen möglich, wenn man unendliche Verknüpfungen von Informationen durchführt. Macht die Natur aber nicht, weil sie energetisch effiziens alles strukturiert.
    Ein vergleichbares anschaulicheres Muster bietet die neurologische (Hirn-) Forschung. Das Wissen das ein Mensch sich aneignet, basiert nicht auf der Tatsache, dass seine Gehirnzellen immer mehr werden, sprich wachsen, sondern die Anzahl der Verknüpfungen oder Verschaltungen dieser Gehirnzellen. Aber hier ist die Effiziens des Energiehaushalts auch bestimmend. Hat das Wissen für eine Person eine Bedeutung für sein Leben, dann werden diese Verschaltungen gebaut, während andere Verschaltugen die wenig bis keine Bedeutung haben, abgebaut, weil dieser Aufbau numal immer viel Energie benötigt.
    Daher ist Wachstum theorethisch ins unendliche Mögliche, aber in der praktischen Beobachtung nähert sich diese für das jeweilige System einen optimalen Grenzwert.

    Ein weiteres Beispiel warum die Begründung des netten Herren, der Mensch brauche unendlichen Wachstum, auch an Wissen, sonst würde er nicht weiter existieren können, totaler Quatsch ist, können wir aus der Tierwelt nehmen.
    Die Ameisen hat es schon vor der Ankunft des Menschen gegeben und werden beim Verschwinden des Menschen auch weiterhin exisitieren. Meiner Erkenntnis nach ist deren Wissen nicht unendlich weiter gewachsen und wofür auch? Sie haben ein perfektes mit der Natur vereinbartes Lebenssystem aufgebaut.

    Mein Fazit: Was man bei diesem Gespräch mitnehmen kann, ist, welch fehlgeleiteten Falschidentitäten Menschen eingetrichtert bekommen, wenn Sie sich der Scheinwelt des Kapitals sowie Finanzen aussetzen. Der Mann braucht unbedingt Hilfe um wieder sein Kernselbst zu finden.
    Mein Ratschlag: doch mal wirklich den Bauernhof großziehen.

    • Ich habe mir hier exemplarisch mal die Mühe gemacht einen Beitrag auf fundierte Argumente und Argumentationschema zu gliedern. Von den Rechtschreibfehlern und Grammatikfehlern mal abgesehen. Ich möchte an dieser Stelle die „Netiquette“ zuziehen, die nicht nur für uns Forumsmitglieder gelten, sondern insbesondere auch für den Gesprächspartner des Herrn Jebsen (und alle vor und nach ihm), ohne den Beitrag als solchen zu bewerten oder meine persönliche Meinung dazu kundzutun. Da wir hier ja alle, uns sehr erzürnen, wenn uns die bösen Leute vom „Mainstream“ unsachlich kommen, möchte ich meinen kleinen Beitrag leisten, dies präventiv hier und da auch an „persönlichen Meinungsproklamationen“ unter uns durch zu exerzieren. Auch aus dem Grund, weil mir die unsachliche, unfaire und infantile Art und Weise mit der ein Mensch der sein Wissen und seine Ansichten (!) auf einem Alternativmedium teilt zuwider ist. Hier die Gliederung des Kommentars über mir und mein persönliches Fazit: Die Argumentation ist unter aller Sau, teils beleidigend mit einem bitteren Beigeschmack von esoterischen Einflüssen. Doch ich empfehle dem Autor keine weiterführende Therapie, da dies einfach nicht im meinem Ermessen ist. FAIRPLAY gilt für alle.
      P.S.: USER-MEINUNGEN WIE DIESEN GIBT ES VIELE UND DIES IST NUR EIN BEISPIEL. JEDEM SEIN RECHT AUF FREIE MEINUNGSÄUSSERUNG, DOCH BITTE BLEIBT SACHLICH WIE AUCH WIR ES VON ANDEREN VERLANGEN!

      —PERSÖNLICHE MEINUNG—
      Wie hat Hannah Arendt den Unterschied zwischen einen Lüger und einen Verlogenen definiert? In einem Lüger ist die Wahrheit noch vorhanden, weil er weiss dass er lügt, während beim Verlogenen die Wahrheit nicht zu finden ist, weil der die Lüge lebt. Ich schätze Letzteres ist bei diesem Herrn der Fall.
      Hätte er doch nach seinem Rückzug aus der Lügenwelt den Bauernhof zugelegt, dann würde er erkennen wie wahres Wirtschaften und der ökonomische Handel funktioniert!
      Nun darf der „nette Herr“ auch noch junge Menschen in seine Lügenwelt eine Teilhabe andrehen. eine sehr gefährliche Sache!

      —ABSTRAKTE UNBEGRÜNDETE BEHAUPTUNG—
      Jetzt mal zum Geld, der Grund warum es so komplex aufbauscht ist, hat ganz bestimmte Absichten. Diese erahnen die Menschen langsam.

      —PERSÖNLICHE MEINUNG—
      Und die Begründung des ewigen Wachstum mit der falschen Verknüpfung an das Wissen ist sowas von daneben!

      —PHILOSOPHISCHE THESE—
      Weil das Wissen eine Verknüpfung von min. zwei Informationen ist. Information ist äquivalent zu Energie, die ist im Universium überall und unendlich vorhanden. Wissen kann verloren gehen, wenn die Verknüpfungen getrennt werden bzw. neu strukturiert werden, während Information wie der Energieerhaltungssatz nie verloren gehen kann.
      Theoretisch ist das potenzial für unendliches Wissen bzw. unendlicher Wachstum an Wissen möglich, wenn man unendliche Verknüpfungen von Informationen durchführt. Macht die Natur aber nicht, weil sie energetisch effiziens alles strukturiert.

      —VERSUCH VON VERGLEICHEN ZU (VORLÄUFIG) BEWIESENEN WISS. ERKENNTNISSEN; PSEUDOARGUMENT—
      Ein vergleichbares anschaulicheres Muster bietet die neurologische (Hirn-) Forschung. Das Wissen das ein Mensch sich aneignet, basiert nicht auf der Tatsache, dass seine Gehirnzellen immer mehr werden, sprich wachsen, sondern die Anzahl der Verknüpfungen oder Verschaltungen dieser Gehirnzellen.

      — „HINKENDER VERGLEICH, GEGENARGUMENT UM AUF DER BIO. NEUROL. EBENE ZU BLEIBEN: ALZHEIMER?—
      Aber hier ist die Effiziens des Energiehaushalts auch bestimmend. Hat das Wissen für eine Person eine Bedeutung für sein Leben, dann werden diese Verschaltungen gebaut, während andere Verschaltugen die wenig bis keine Bedeutung haben, abgebaut, weil dieser Aufbau numal immer viel Energie benötigt.

      —PHILOSOPHISCHE THESE—
      Daher ist Wachstum theorethisch ins unendliche Mögliche, aber in der praktischen Beobachtung nähert sich diese für das jeweilige System einen optimalen Grenzwert.

      —PERSÖNLICHE MEINUNG—
      Ein weiteres Beispiel warum die Begründung des netten Herren, der Mensch brauche unendlichen Wachstum, auch an Wissen, sonst würde er nicht weiter existieren können, totaler Quatsch ist, können wir aus der Tierwelt nehmen.

      —IRRELEVANTER BIOLOGISCHE EXKURS MIT HYPOTHESE—
      Die Ameisen hat es schon vor der Ankunft des Menschen gegeben und werden beim Verschwinden des Menschen auch weiterhin exisitieren. Meiner Erkenntnis nach ist deren Wissen nicht unendlich weiter gewachsen und wofür auch? Sie haben ein perfektes mit der Natur vereinbartes Lebenssystem aufgebaut.

      —PERSÖNLICHE MEINUNG—
      Mein Fazit: Was man bei diesem Gespräch mitnehmen kann, ist, welch fehlgeleiteten Falschidentitäten Menschen eingetrichtert bekommen, wenn Sie sich der Scheinwelt des Kapitals sowie Finanzen aussetzen.

      — RUFMORD—
      Der Mann braucht unbedingt Hilfe um wieder sein Kernselbst zu finden.
      —BELEIDIGUNG—
      Mein Ratschlag: doch mal wirklich den Bauernhof großziehen.

    • @ Patrick
      Nehmen Sie bitte wieder Bezug auf das Thema des Gespräches. Was haben Ihre moralapostolischen Aussagen in gutmenschlichen Manier an Informationsgehalt welches zu einer besseren fundierten Aufklärung wie das bestehende System so wirklich funktioniert und vielleicht mit nur ein paar verbesserungswürdigen Schönheitskorrekturen weiterfunktionieren kann so wie es sich Herr Mayer vorstellt.

      Also, zum Objekt Ihrer Belehrungen in Hinsicht auf meine fehlerhaften Rechtschreibungen, Grammatik sowie Argumentationschreibstil, dazu habe ich Sie wirklich nicht nötig.
      Dafür gibt es auf dieser Welt reichlich Menschen die das perfektioniert haben, sehr wahrscheinlich besser als Sie es sich erträumen können.

    • @ Patrick
      Nur mal beiläufig vom Thema abschweifend.
      Da Sie ja die Quantenphysik in den Bereich der Philosophie eingeteilt haben. Nur ein Paar Fragen:
      Aus was besteht Materie? Die CERN Wissenschaftler haben auch schon Antimaterie nachgewiesen.
      Was ist dann Antimaterie, aus was besteht sie?
      Das Higgs Boson-Teilchen wurde auch in einem Versuch nachgewiesen.
      Was ist nun das Higgs Bosson-Teilchen? Also das (bis jetzt angenommene kleinste) Teilchen das jeden Körper eine Masse verleiht. Was nehme ich aus diesem Teilchen heraus? Eine Information!

      Und zu dem der „vorläufigen“ bewiesenen wissenschaftlichen Erkenntnissen der Hirnforschung:
      Wenn ein Mann der einen Schlaganfall erlitt und ihm die linke Hirnhälft abstirbt wo das Sprachzentrum liegt. Was bedeutet, dass die Zellen dort abgestorben sind und er somit nicht mehr sprechen kann. Aber trotzdem durch gute ärztliche Begleitung in seiner Rehabilitation wieder das Sprechen erlernt und man heute nachweislich mit dem bildgebenen Computertomographen die Neustrukturierung seiner rechten Gehirnhälfte zeigen kann, dann können Sie mir bitte eine andere Erklärung abgeben wie das Phänomen zu deuten ist.
      Ich meine, dieser arme Mensch hat ca. 50% seiner Gehirnzellen verloren, wo auch sein gesamtes Wissen über eine Sprache gespeichert ist und dennoch vermag er eine Sprache wieder zu erlernen nur mit einer Gehirnhälfte die schon mit anderem Wissen belegt ist.

    • @ Patrick
      Zu den Ameisen, nachgewiesen würde das älteste Exemplar auf dem afrikanischen Kontinent aus eingeschlossenem Harz mit ca. 8 Millionen Jahren datiert. Wie alt ist die Entdeckung des Menschen?

      Wenn Sie ein besseren Vergleich haben wollen, dann nehmen Sie den aktuellen Vortrag von Erwin Thoma.
      Da ist das Bild noch besser und fundierter dargestellt, wie es sich verhält, wenn man perfekt mit der Natur in symbiose lebt.

    • @ Patrick
      Nachtrag zu der „Philosophie“ der Informationen.
      Das mit der Quantenphysik würden Menschen die keine Zeit haben sich damit auseinander zusetzen.

      Also das Bild das ich Ihnen mittels eines Satzes übermittle, können Sie anhand Ihres Wissen über diese spezifische Sprache konstruieren, also letztendlich spiegelt das Bild ein gewisses Maß an Wissen wieder.
      Meine Frage:
      Mittels was wurde anfangs ein Wort konstruiert, das letztendlich mit anderen Konstruktionen zu diesem Bild führt?

    • „Das mit der Quantenphysik würden Menschen die keine Zeit haben sich damit auseinander zusetzen, nicht verstehen.“

    • @ Son_Snow: Schön, dass Sie sich bei Ihren Antworten die Zeit genommen haben, mehr auf die Form zu achten. Besten Dank! Mein „gutmenschlicher“ Kommentar zu Ihrem ursprünglicher Kommentar diente in der Tat nicht der “ besseren fundierten Aufklärung wie das bestehende System so wirklich funktioniert und vielleicht mit nur ein paar verbesserungswürdigen Schönheitskorrekturen weiterfunktionieren kann“, so wie Sie es sagen, sondern dem Aufruf an uns (ich wiederhole mich) alle, auf das auch wir sachlich und fair bleiben. Sehen Sie mir es bitte nach, wenn ich Ihre Higgs Boson-Ameisen-Metaphorik für, verzeihen Sie den lapidaren Ausdruck, abgespacte Esoterik, halte. Ich zweifle nicht daran, dass man mit genügend Sachverstand ganz verschiedene Dinge auf einen Nenner bringen kann. Aber woher zum Ameisenhügel möchten Sie denn bitte wissen, was Ameisen „wissen“. Sie sprechen davon, dass das „Wissen“ der Ameisen „nicht unendlich weiter gewachsen und wofür auch“ ist. Sparen Sie sich weitere Belege aus der Wissenschaft diesbezüglich. Wenn Sie schon die weiten Felder der an menschlicher Vorstellungskraft grenzenden Felder der Physik zu Rate ziehen, dann kann ich mir vorstellen, dass Sie, wenn Sie etwas weiter denken, Ihre Hypothese „Wissen ist nicht Information“ und kann durch „Trennen der Verknüpfungen und Spaltung“ zerstört werden auch recht bald überdenken werden. Abschließend möchte ich noch einmal darauf eingehen. Sie werden zum Ende ihre ursprünglichen Kommentars Herr Lebens Interview-Partner beleidigend. Nehmen Sie die Sichtweise eines Menschen, der nicht ihre Meinung vertritt so sehr persönlich? Verletzt Sie das? Mein Ratschlag: Entspannen Sie mal und kommen argumentativ wieder ins Jahr 2016 auf der Erde zurück und lassen die Bosonen Bosonen sein und die Wirtschaft die Wirtschaft. Schönen Tag noch.

    • @ Patrick
      Dass mit der Meinungsfreiheit ist auch so eine komische Sache. Oder wie erklärt man sich das Phänomen, dass in den USA die Bewegung der „Scheibenwelt-Menschen“ wächst. Also von alleine passiert da erstmal gar nichts, es müssen schon Menschen mit eisenfester Überzeugung und Ausstrahlung das auf andere mit dem Wissen unerfahrenen Menschen überstülpen, damit so etwas im Gange läuft.
      Die Erde ist eine Scheibe. „Meine Meinung!“

      Ach das mit der Information und die Verknüpfung bzw. Verschaltung die dann das Wissen erst generiert:
      5 3 4 1 2 5
      Können Sie damit was anfangen? Nein? Dann bauen Sie diese Verknüpfungen zwischen den Zahlen ein: + – – + =
      Das nur mal als einfacher mathematischer Beweis. Dazu brauche ich nicht überdimensionierte Formeln der Quantenphysik, um zu zeigen was Information und was Wissen ist.

  13. Gerade weil ich vor ein paar Tagen ein Interview mit Irma Schiffers und Ronald Bernad gehört habe, kommt mir dies hier als verharmlosende Einlull Phrase vor. Diese Hochfinanz ist ein mörderischer Psychopathen Verein, und muss komplett abgeschafft werden. Dazu müssen endlich Rechenschaften abgelegt werden, und zwar in Strafen, die Ihrem Namen gerecht werden.
    https://youtu.be/Std9-9oFufE

  14. Der Herr Mayer mag ja viel Ahnung von Geld haben, aber durch sein abstraktes Finanz-Denken scheint er fernab jeder gesellschaftlichen Realität zu leben. Hier nur einige wenige Beispiele:
    1.Längst nicht jeder ist in der Lage Geld zu „horten“, geschweige denn Kreditwürdig. Und die Probleme mit dem Geldhorten liegen nicht am kleinen Sparer, der sich was zurücklegt, wenn die Waschmaschine mal kaputt geht.
    2. Armutsstatistiken übertrieben?? Die aller ärmsten der Armen (Obdachlose) sind meist gar nicht alle statistisch erfasst und mit einbezogen. Es ist eher schlimmer, als die Statistiken es darstellen und da spreche ich die Dritt-Welt-Länder gar nicht erst mit an…
    3. Auch Wachstum durch neue Innovationen verbraucht meistens Ressourcen. (z.B. Smartphone – seltene Erden). Es scheint eher so zu sein, dass durch den technischen Fortschritt immer mehr Ressourcen verbraucht und verschwendet werden, nicht weniger. Vor allem, wenn alle Menschen teilhaben wollen.
    Dennoch Interessant wie andere die Probleme des Geldes sehen.

    • Kann mich Eurem Kommentar nur anschließen. Zum Thema Wachstum: Es wächst anscheinend nur die Dummheit, trotz Beinahe- Finanzcrash 2008. Wir machen weiter so, ohne Ethik und Moral.
      Es gibt auch Harz4 Empfänger, die sich artikulieren können. So als Ausgleich zur Finanzmafia.

  15. Der Mann ist wirklich brilliant. Ich habe noch keinen gehört, der so einen Durchblick bei den Geldsystemen hat.
    Wenn ich diesem Mann zuhöre, fügen sich alle Puzzleteile, die ich in mir hatte, zu einem Bild zusammen. Und alles passt.

  16. Mit der Stimme eines Märchen Onkels, wird beschönigt, und wieder einmal die Zuständigkeiten abgegeben. Der Markt wird als absolut demokratisch, neutral und objektiv verkauft. Als gesagt wurde das ein gutes Mittelständiges Unternehmen mit 150 MA ganz normal ein Vermögen von 30 Milliarden haben kann, frage ich mich warum soll ich mir das anhören.
    Dazu die Aussage, mit meinem gefallenen Aktienpaket der Deutschen Bank bin ich doch genug gestraft. Ha Ha Ha .
    Also Lieber Herr Jebsen, wenn Sie sagen das Sie keine Belletristik lesen, sondern nur Sachbücher, dann bin ich doch froh nicht dermassen eingeschränkt zu sein, um an diesen Büchern vorbei zu kommen.
    Ich gehe jetzt mit meinem Janus Aktiv Gesicht lieber schlafen.
    Glaube an das Geld meine Brüder und Schwestern. Glaube Glaube Glaube

    • Interessant war in der Tat die Aussage bei Minute sieben: „Der Markt ist unheimlich demokratisch. Der Markt richtet über sie…neutral und gnadenlos.“ Das hat mit demokratisch nun überhaupt nichts zu tun. Eine entlarvende Wortwahl an der Stelle.

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