KenFM im Gespräch mit: Thomas Sattelberger („Ich halte nicht die Klappe“)

Thomas Sattelberger wurde in kleinen schwäbischen Verhältnissen groß und schaffte es ohne Vitamin B in die Chefetagen der größten deutschen Konzerne. Er gilt bis heute als der erfolgreichste deutsche Personalmanager. Wie aber definiert sich für ihn Erfolg in Zeiten des knallharten Wettbewerbs und des Personalabbaus?

Thomas Sattelberger kann ein Lied davon singen, denn er begann bei Daimler-Benz als der Laden noch reaktionär befehligt wurde. In der Zeit um den 11. September 2001 gelang ihm das Kunststück, die schon angeschlagene Lufthansa vor dem finanziellen Absturz zu retten und das, obwohl die Buchungen von heute auf morgen um mehr als 30 % einbrachen und das Personal sich aus Angst vor Anschlägen reihenweise krankmeldete.

Die letzten Jahre in der freien Wirtschaft verbrachte Thomas Sattelberger beim Bürokratie-Monster Telekom. Hier ging es um eine völlig neue Kultur der Personalführung. Wie z. B. muss ein Konzern intern funktionieren, damit auch Frauen und Mütter ihn als attraktiven Arbeitgeber wahrnehmen?

Sattelberger räumt im Gespräch mit KenFM auch Fehler ein. Beim Reifenriesen Continental hätte er seinerzeit zu großen Wert auf die Gewinnerwartung der Besitzer gelegt und die Interessen der Beschäftigten vernachlässigt. Das hätte dem Verfasser diverser hochgelobter Bücher zum Themenbereich „Menschliche Personalführung“ nicht passieren dürfen, räumt er ein.

Die Gesamtbilanz des Praktikers kann sich dennoch sehen lassen.

Der Mann, der heute für die FDP im Bundestag sitzt, legte immer größten Wert auf die Bildung der Belegschaft. Auch als Facharbeiter sollte man die Chance haben, einen höheren Abschluss zu machen, um über den zweiten Bildungsweg aufsteigen zu können.

Ein Konzern, der seine Angestellten vorsätzlich dumm hält, ist weder zukunftsfähig, noch kommt er als Aushängeschild seiner Branche in Frage.

Mit einem derart menschlichen Ansatz macht man sich in den Chefetagen der DAX-Konzerne nicht unbedingt Freunde, dennoch hielt das den Schwaben nie davon ab, seiner Überzeugung zu folgen:

Der Mensch steht im Mittelpunkt!

Inhaltsübersicht:

0:04:23 Auf dem Weg nach „Oben“ ohne die eigene Meinung

0:14:47 Wohin geht die Reise, deutsche Automobilindustrie?

0:17:11 Migration von Fachkräften – ein Gewinn für die deutsche Wirtschaft

0:20:11 Ein junger Schwabe geht als Friedensaktivist in die USA

0:31:01 FDP-Mitglied und überzeugter Sanierer

0:36:43 Braucht der Mensch Arbeit, um sich definieren zu können?

0:46:43 Herr Herrhausen und die soziale Verantwortung der Banken

0:55:01 Der Erfolg der AfD

0:57:41 „Wenn’s die RAF noch gäbe, wärst du jetzt erschossen.“

1:03:51 Jedes Wirtschaftssystem hat sein Bildungssystem

1:07:20 Die Lufthansa wieder „auf Linie“ bringen

1:11:54 Erhöhter Krankenstand bei Flugbegleitern nach dem 11. September 2001

1:25:40 Frauen in Führungspositionen bringen – mit Talent-Management

1:31:59 Elf Wochen Streik, bis Franz Müntefering anruft

1:38:32 Flüchtlinge & Integration, politisches Asyl & Fachkräfte

1:49:40 GroKo oder Neuwahlen?

1:59:41 Die Konkurrenz der klassischen Parteien belebt das Wirtschafts-Geschäft

2:03:06 „Gut und sicher leben“ – wie geht das in Deutschland?

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67 Kommentare zu: “KenFM im Gespräch mit: Thomas Sattelberger („Ich halte nicht die Klappe“)

  1. Ich weiss von Herr Sattelberg nicht mehr dan wass hier steht.
    Aber ich muss denken an die heutige Ministerin für Arbeit usw, bei Macron.
    Sie war bei Danone Personal Cheffin.
    Wenn sie Ministerin wurde publizierten französche Zeitungen von Artikel oder Reden aus ihre Danone Zeit.
    Meine Konklusion ‚höchst naïev‘, sie schildert ein Unternehmen als glückliche Gesellschaft, wo ein jeder sich zu Hause fühlt.

    Es gibt in Frankreich grosse Streiks und Demonstrationen des Bahn’s Personal.
    Im Französisches Fernsehen sah ich kurz diese Dame.
    Sie schien entsetzt.
    Meine Gedanke ‚Wilkommen in der Wirkliche Welt‘.
    Mélenchon hat mehr Verstand ‚die Macron Politiker haben keine Ahnung das hundert Jahre gekämpft ist für den Arbeitstag von acht Stunden‘.

  2. Kommen Sie etwas dichter an den Verhandlungstisch bitte.

    Das ist in all den Jahren *klopf* *klopf* das vermutlich ERSTE MAL das bei Ken- Jebsen jemand SO selbst- zufrieden! ist *fuchtel*, dass er NICHT MEHR in den Lichtkegel - passt.

    Bildlicher als in diesem Interview kann man sich gar nicht vorstellen, wie arme Menschen unter diesem Herren zu leiden hatten, wie er selbst unter seinen noch höher vorgesetzten. Das bekommt das Wort vorgesetzt gleich einen ganz anderen Anklang.

    Und immer schön die Scheuklappenökonomie des Einzelunternehmens auf die ganze Welt aufpumpen und damit alles erklären.

    Wenn wir jetzt nur noch wüssten, wo wir all die Informatiker herbekommen, die fehlen.

  3. Neues Thema – Neues Spiel

    Bitte mehr von kraftvollen und umtriebigen Menschen

    voller Energie – Krisenmanager – ja bitte

    Führer nein, Manager ja

    Wohin verschwindet die Energie der Menschen?

    Wohin ist der Mut des klempnern verschwunden?

    Zweideutig zu verstehen, ja bitte

    Wo sind die Klempner, die alles wieder fließen lassen

    Wo?

    Auf wen kann man sich verlassen?

    Claudia Volke aus Dresden

  4. Amerkung zu meinem gestrigen, sehr emotionellen Beitrag: Ich finde es überhaupt nicht falsch, dass Ken auch Leute wie Sattelberger interviewt. Vielleicht wäre es eine äusserst interessante Richtung wenn Ken mal mehrere Mitglieder dieser alten bundesrepublikanischen Managerklicke vors Mikrophon bekäme – die Nachkriegsgeneration, die noch in den letzten Tagen am Krieg teilnehmen „durfte“, was, wie viele meinten, sie hart und deshalb erfolgreich gemacht hat. Das wäre mal ein richtig schönes Fass voll Würmer!

    • Wohl fast alle, die hier regelmäßig lesen, wissen, dass die Fähigkeiten des Herrn Jebsen in Sachen Wissen, Wortschatz und Dialektik mehr als ausgereicht hätten, diesen „Gast“ noch mehr vorzuführen als dieser dies ohnehin schon selbst tat. Über den Grund, warum Herr Jebsen das nicht tut, lohnt sich nachzudenken. Es ist im doppelten Wortsinn ein guter und einen Hinweis darauf gibt uns Herr Jebsen ja durchaus am Ende des Interviews.

      Also vielleicht einfach mal abwarten und sehen was passiert .. wäre doch sicher super-interessant zu sehen, wie sich die Löwen in der Höhle des Tigers selbst aus dem Spiel nehmen, oder?

      Ihren vorgestrigen – wie Sie selbst sagen „emotionalen“ – Beitrag finde ich übrigens gar nicht so sehr emotional. Für mich ist Ihr Beitrag – auch dieser hier oben – richtig und gut und vor allem sehr wahr.

    • Auch ein emotionaler Beitrag: Ich fand es zu Beginn auch ein wenig schwierig, diesem Mann meine begrenzte Zeit zu schenken, aber ich möchte verstehen und leider wird an der Stelle, als er endlich darüber reflektiert, dass er nicht einfach Profite kreativ vermehrt oder gerettet hat, sondern den Preis hingenommen hat, Menschen dadurch in existenzielle persönliche Krisen zu stürzen, nicht weiter vertieft. Genau an der Stelle, wo es eine Pause gebraucht hätte und ein Nachhaken, wird weiter gerast. Es ist verdammt schwer, in diesem System unschuldig zu bleiben. Darum brauchen wir ein anderes. Aber zuvor müssen wir durch den Sumpf der Trauer um wirklich zu begreifen.

      Es geht nicht ums Vorführen. So etwas würde ich mir als Zuhörerin auch nicht antun, sondern ums Nachdenken. Wie wollen wir in der Zukunft miteinander umgehen? Das Linke so intolerant miteinander sind, ist doch nicht links. Das ist eine Schande!! Das ergibt keine bessere Gesellschaft, ob linker oder rechter Egomane. Wie wollen wir in einem neuen System miteinander und nicht gegeneinander arbeiten?

      Apropos: Kann mir mal einer sagen, von welcher Firma der Typ war, der auf eine Frau urinierte, damit ich nicht versehentlich die Produkte dieses Vereins kaufe. Heißt er Spiegel oder ist er von diesem Verlag?

      Diese Menschenverachter sind unsere Feinde und das sind die eigentlichen Träger dieses Systems (positive Ausnahmen bestätigen die negative Regel- an dieser Stelle ist er leider systemverklärend). Es geht nicht um Aggressivität, es geht um menschenverachtende Aggressivität und ohne die schafft man es nicht an die Spitze.
      Aber wer Menschen als Würmer bezeichnet, der ist vielleicht von der Denke von Menschenverachtern garnicht so weit entfernt.
      Er hier ist ein im Grunde gut sein wollender Mensch, dem ich das über viele Strecken seines Lebens auch zugestehe, der aber schuldig geworden ist in einem menschenverachtenden System Er kann das noch nicht wirklich verstehen, aber der Anfang ist gemacht. Das ist doch schon mal was und ich glaube ihm, halte ihn nicht für zynisch (viele aus der FDP schon). Aber er ist schuldig geworden. An Menschen, an der Natur, am Leben. Vielleicht erkennt er das ja noch bevor sich der Kreis für ihn schließt. Es gibt nicht viel Hoffnung, denn er hat sich , wie von ihm selbst beschrieben, nicht einen Hort von Frei- und Querdenkern, sondern homogenen Leuten gesucht.
      Ich habe viel gelernt. Danke dafür Ken.

  5. Hallo KenFM,

    seit nun 9 Tagen versucht Ihr uns das hier als Top-Beitrag anzupreisen? Ist das Euer Ernst?!?

    Die Clickzahlen sind – zurecht – miserabel, es gibt kaum noch Kommentare dazu hier im Forum und nur sehr wenigen Leuten hat das hier anscheinend gefallen.

    Jetzt reicht es dann doch mal, oder?

  6. Dieser angebliche „West-Coast“-Ex-„68er“ steckt natürlich trotz aller pathetischen Beteuerungen noch in seinem (schwäbisch?)neoliberalen „Betriebswirtschafts-Silo“, ohne den er garnicht erst in die Millionärsriege aufgestiegen wäre: im gleichen Atemzug, wie er aus dieser bequemen Warte locker Auslagerungen in Billiglohnländer, „Verschlankungen“ von Konzernen in personell minimierte „Holdings“ à la „Nike“ und „Google“ und Abbau von anständigen Gehältern in Deutschland propagiert (wie es das Macrönchen grade der frz. Staatsbahn androht), schwafelt er von Selbstverwirklichung in der neoliberalen (Nicht-)Arbeitswelt, angesichts des unfachkräftigen Schlendrians der aussterbenden Deutschen natürlich auch für unterbezahlte indische und tunesische Informatiker, und freut sich über Mindestlohn-Jobs für paar Prozent der Flüchtlinge – man kann garnicht soviel fressen, wie man kotzen möchte, um mal wieder Liebermann zu zitieren.
    Jebsen hätte diesen egozentrischen Schweinehund, der auch nicht weniger „schizoid“ zu sein scheint, als seine ehemaligen Ober-Chefs, grandios vorführen können, aber seine berechtigte Frage, ob der Alte etwa seine angeblichen alten Ideale verraten habe, läßt er ihn ungerührt mit „Nein“ beantworten und freut sich stattdessen über den „frechen“ Buchtitel von dessen eitler Biographie.
    Die „FDP“ hat diesen Typen wahrlich verdient !

  7. „Ich halte nicht die Klappe“ – weil ich von früh an gelernt habe, dass immer das Richtige rauskommt. – Mit diese Leuten wie Sattelberger bin ich im Wirtschaftswunderland Deutschland aufgewachsen – in den sechziger Jahren. Wie ein gutsituierter Mediziner mir erklärte: „Das Leben ist ein Schützengraben und wer nicht aufpasst wird vom Panzer überrollt.“ Sorry, aber die Erinnerungen, die angesichts dieser Leute wie Sattelberger bei mir hochkommen sind nicht angenehm!

  8. Der Albtraum :
    Deutschland als verlängerte Werkbank von Israel oder Silicon Valley .
    Ein kapitalistisch globalistisches Ausbeutungssystem, in dem weltweit den Völkern, Gemeinschaften und Staaten die besten Menschen entzogen werden um sie in der Werkbank (Deutschland) produktionsoptimal zu verwerten .

  9. Die Diskussion, die ich zur Zeit bei „Solidarität! Statt Ausgrenzung und Selbstgerechtigkeit“ führe und ein Kommentar von Herrn Bernhard Trautvetter inspirierte mich zu folgenden:

    Zu jedem Thema \ Problem gibt es eine These und Antithese. Wie wäre es mal zur Abwechslung mit einer Synthese, die rückhaltlos scheuklappenfrei und in der Tat humanistisch ist.

    Viele Begriffe, die oberfläch gesehen unmissverständlich sind, verstehen und interpretieren wir unterschiedlich.

    Fangen wir doch mal bei der Logik auf der Metaebene der menschlichen Existenz an und wir werden ganz schnell auch eine Definition für den Humanismus finden.

    Meine Interpretation und Verständnis von Logik :
    Leben erhalten und schützen, Leid mindern oder vermeiden.
    Die Unlogik wäre entsprechender Weise:
    Leben vernichten und nicht schützen, Leid vergrößern oder nicht verhindern.

    Wer lust sich an dieser Diskussion zu beteiligen, den bitte ich den Fokus erstmal nur auf den Bereich von Logik und Humanismus zu legen. Wenn wir da eine Synthese hinbekommen kann man diese auf verschiedene Themengebiete rückhaltlos scheuklappenfrei anwenden.

    • Die Definition von Logik sehe ich so: Aus der Gesetzmäßigkeit von Ursache und Wirkung abgeleitet, stellt die Logik die Widerspiegelung von Ursache bis Wirkung in einer Erklärungskette ohne Widerspruch dar.
      Ein Hindernis gilt es jedoch zu beachten: Die Ursachen sind immer multifunktionaler Herkunft, daher lässt sich keine hunderprozentige Ergründung erschließen. Aber die Wirkung kann man immer zum Zeitpunkt der Messung eindeutig abbilden.
      Als Beispiel für Logik bzw. Unlogik: Die Beobachtung von dem Systems eines Konzern ist eindeutig die Abbildung einer Machtpyramide. Die Wirkung ist Verobjektivierung von Menschen als sog. Humankapital, was man als inhuman bzw. unmenschlich bezeichnet.
      So, wenn der Herr glaubt, er sei ein Philantrop in dem er sich wohltätig für die Belegschaft innerhalb dieser Strukturen einsetzt, aber das System an sich nicht verändert oder verändern will, dann ist das ein krasser Widerspruch, weil das übergeordnete System immer bestimmend wirkt.
      Somit kann in dem Fall von Logik keine Rede sein sowie das Wort Wohltätigkeit fehlgebraucht, eher ist das Wort Gönnerhaftigkeit passend.

      Was Humanismus betrifft, so denke ich, dass dieser Begriff sich an die Logik anlehnt, aber nur im Rahmen der menschlichen Struktur. Alles was human ist, muss nicht gleichbedeutend Leben erhaltend für andere Lebewesen sein.

    • Danke für Ihren Beitrag Son_Snow.
      Wichtige Ergänzungen, die ich aus ihren Beitrag herausgelesen habe, für meine anfängliche und einfache Definition:

      Man sollte nicht nur menschliches Leben miteinbeziehen.
      Die Betrachtung \ Perspektive sollte den größtmöglichen „Blickwinkel“ einnehmen, um Korrelationen und Folgewirkungen zu berücksichtigen.

      Meine Ergänzung wäre noch, dass man nicht nur unmittelbare Wirkungen betrachtet, sondern auch zukünftige.

      Also meine erste Definition angepasst:

      Jegliches Leben erhalten und schützen, Leid mindern oder vermeiden in Bezugnahme unmittelbarer und zukünftiger (Aus)Wirkungen, die nach Möglichkeit alle Korrelationen berücksichtigen.

      Wer es besser zusammenfassen kann, jeder Vorschlag ist willkommen.

    • In dem Fall liegt die wirkliche funktionale Logik auf der Hand. Sie liegt vor allen in der sozialer Kompetenz ins Besondere im Verständnis der Paradigmen sozialer Dynamik wie gegenseitige Abhängigkeit , Zusammenarbeit, Synergie usw.
      Basis : Siehe: https://www.youtube.com/watch?v=JYLh2iYEKvo
      Kalle Marx hat’s treffend beschrieben, wie es nicht funzt.
      Heute verfügen wenig in der Tat über den logischen Background, doch bzgl. dieser Kompetenz gibt es Negativauslese, weil man eben auf negative Abhängigkeit setzt.

    • Genauso ist es.

      Ich versuche mal auf diesen Weg meine Positionen zu verdeutlichen.
      Logik, Humanismus, sprich die Liebe zum Leben sind keine direkten Widersprüche.
      Nur ist mein Verständnis von Logik und Humanismus eher universell und absolut, sobald eine Politik \ Vorhaben unmittelbar oder zukünftig zum Tod und Leid von Menschen führt ist sie nicht human.

      Unsere Asyl- und Migrationspolitik führt zum Tod und Leid von Menschen, im eigenen Land und auch außerhalb.

      Daher suche und unterstütze ich Alternativen.

      Meine Alternative:

      Die „Festung“ Europa:

      Nur 100% legale Möglichkeiten um nach Europa zu gelangen \ zu immigrieren. Jeder illegaler Versuch (Straftat) führt ausnahmslos zur Rückführung.

      Entspräche der Genfer Flüchtlingskonvention:
      Straffreiheit in Bezug auf die illegale Einreise bei unmittelbarer Einreise aus dem Fluchtland und sofortiger Meldung bei den Behörden (Artikel 31, Abs. 1 GFK).

      Die Rückführung erfolgt in Aufnahme\Asylzentren. Wenn einer keine Papiere hat oder nicht wer weis wo er her kam, geht es zurück in nächstgelegene Aufnahme\Asylzentrum.

      Diese Aufnahme\Asylzentren sollen keine „Billig-Flüchtlingslager“ sein. Da kann man schon mehrere 100 Mrd in die Handneben, bezüglich der Grundversorgung (Obdach, Nahrung und Medizin) Schutz der Zentren durch die UN \ Frontex.

      Asylanträge können nur Vorort gestellt werden.

      Erhoffte Wirkungen:
      Weniger Tote bis irgendwann gar keine mehr auf dem Mittelmeer, weil es keine illegale Möglichkeit \ Duldung gibt.

      Weniger Tote und Risiken auf der Flucht, da die Flucht zu den Zentren wesentlich kürzer ist.
      Es kann mehr Menschen geholfen werden, z.B. auch denen, die sich keine Flucht nach Europa aus gesundheitlichen oder finanziellen Gründen leisten können.

      Weniger Tote sowie Verletzte und soziale Spannungen in den Zielländern, da es immer eine Rückführungsmöglichkeit gibt und die Aufnahme an Flüchtlingen und Migranten reguliert werden kann.

      Alle diese Effekte erzielt man schon ohne die Fluchtursachen zu bekämpfen. Wenn man nach und nach die Fluchtursachen bekämpft kann man die Problematik nachhaltig lösen.

  10. Ich denke mal, dass der Gedanke zu diesem Interview war, einen Einblick hinter die Kulissen zu geben. Das ist meines Erachtens auch gelungen.
    Wir wissen ja das überall nur mit Wasser gekocht wird. Wie Tommy hier seine Kollegen angeht und die Szenarien beschreibt ist es gar ziemlich abgestandene Plürre.
    Dazu sieht man welche Art von Typen die Eliten hier einsetzen, und das sie ohne die ja quasi gar nichts auf die Reihe bekommen würden. Ab einen bestimmten IQ sind Menschen für dieses System eben gar nicht käuflich.

  11. Ich kenne Herr Sattelberger aus der Zeit, als er Personalvorstand bei der Telekom war. Mit seiner sprunghaften Art, war er immer präsent. Positiv ist zu erwähnen, dass er nach vielen Jahren dafür gesorgt hat, dass wieder akademische Nachwuchskräfte eingestellt wurden. Weiterhin hat er neue Themenschwerpunkte gesetzt und so eingetretene Pfade verlassen. Das war es aber auch schon.
    Nach dem 2001 ein neues Bewertungs- und Zahlungssystem eingeführt worden war, bei dem genau geschaut wurde, welche Tätigkeit wird gemacht und was ist diese dem Unternehmen wert, kam Herr Sattelberger und meinte die Leute bei der Telekom (er ausgeschlossen) verdienen zu viel (oder hatten sich mit der Gewerkschaft zu viel erkämpft). Man solle sich doch mal mit dem Elektomonteur um die Ecke vergleichen und froh sein, dass das Gehalt pünktlich kommt. Die Telekom wurde daraufhin in viele GmbHs aufgeteilt. Danach wurde die Bestandsbelegschaft per Betriebsübergang dorthin zu den dortigen schlechteren Bedingungen transferiert. Konkret bedeutete das 7-10% weniger Gehalt, gleichzeitig plus 4 Stunden länger in der Woche arbeiten und weniger Erholungsurlaub, da Heilig Abend und Silvester wieder volle Arbeitstage wurden. Fazit, ca. 20% Einkommesabsenkung in Summe. Da ist er wieder mein Zorn!
    Da dies für alle galt, auch für Akademiker, war es auf einmal schwierig geeignete Nachwuchskräfte zu finden. Kein Problem für Herrn Sattelberger. Er legte für akademische Nachwuchskräfte Mindestjahresgehälter fest. Was dazu führte, dass Bachelors, die frisch von der Schule kamen, auf einmal mehr oder gleich viel verdienten, als Ingenieure mit 20 Jahren Berufserfahrung. An den Hinterlassenschaften von Herrn Sattelberger leidet die Telekom noch heute.

    Falls KenFM die Gesprächspartner ausgehen, dann sollte mal Carsten Frerk zur nicht konsequent erfolgten Trennung von Kirche und Staat interviewt werden. Das ist ein Thema, das mir bisher viel zu kurz kam.

  12. Wie immer, wenn es eine Person von derartigem Format in diese Sendung schafft, dann freue ich mich für KenFM.
    In diesem Fall besonders, da Herr Sattelberger sein eigenes Format zu sein scheint.

    Sicherlich repräsentiert er für viele hier „den Feind“, aber welch bessere Gelegenheit werden wir bekommen, diesen zu studieren als in einem langem Gespräch in diesen Hallen ?

    Ich begrüße solche Gesprächspartner ausdrücklich und wünsche mir mehr davon !

    Ein ausdrückliches WEITER SO also von mir in diesen Anti-Weiter-So-Zeiten.

  13. So viel Selbstdarstellung ist nach einer Arbeitswoche nicht zu ertragen.

    Aber wirklich besser wird es nicht.
    Ich kann mir bestens vorstellen, wie sich die Lufthansamitarbeiter über die neuen Uniformen gefreut haben. Ach sowas von menschlich und mitfühlend. Allein der Versuch Gesundheit anzuordnen…
    Mir kommen die Tränen vor lauter Rührung.
    Diese Wertschätzung der arbeitenden Menschen, ich kaufe sie dem Herrn nicht ab.

    • Zum Glück hatte er Erfolg, sonst hätte man im Flugzeugkostüm auch noch anderen Schleim verteilen müssen, der mit Grundeinkommen nicht laufen würde.

  14. Sehr interessantes Gespräch. Ein sehr intelligenter, erfahrener und differenzierter Realist des Unternehmertums. Das liberale Schweigen über die Kernprobleme der Gesellschaft ist aber auch hier nicht zu überhören. Es sind die Themen Geldsystem, Banken, Profit und Umweltzerstörung. So schön und lehrreich es ist, aus einem Leben in einem verwinkelten, komplexen Gebäude zu berichten, es blendet das Wesentliche aus: Das Fundament, das Geldsystem, ist morsch. Man kann mit räuberischen Banken keine Gerechtigkeit schaffen. Man kann eine an Werte orientierte Menschheit nicht durch Gewinnmaximierung definieren. Unendliches Wachstum ist in einer endlichen Welt paradox.

    • Immerhin gibt es einen Einblick womit man es zu tun hat. : Schizo-Opportunismus und Typen deren vorzüglichste Fähigkeit darin besteht laut schreien zu können.

  15. In einer Welt, wo bedingter Tauschhandel das Maß aller Dinge ist, muß es zwangsläufig zu einer Welt führen, in der es für Menschen, soferne die sich als natürliche Wesen bezeichnen, nicht (gut) zu leben ist.

  16. Danke Ken Jebsen für das Gespräch mit Thomas Sattelberger, der uns eine
    großartige und leichtverständliche Darstellung einzelwirtschaftlichen Denkens
    gab.
    Eine Volkswirtschaft kann man natürlich nicht wie eine Firma führen.
    Deshalb hoffe ich auf eine nächste Lektion, in der uns ebenso klar und
    leichtverständlich gesamtwirtschaftliches, also volkswirtschaftliches
    Denken nahegebracht wird.

    Mit Sahra Wagenknecht beispielsweise prallten erstens Links-Sozialdemokratisches
    Denken (im besten Sinn) und (neo)liberales Denken (Thomas Sattelberger),
    dazu eine volkswirtschaftliche Sichtweise auf eine einzelwirtschaftliche Sicht
    zusammen (oder Makro-Sicht trift auf Mikro-Sicht).
    Das müsste topspannend sein! Ob sie sich überhaupt verständigen würden?

    Eine Einzellektion in Makro-Ökonomie wäre dem dann vielleicht doch vorzuziehen.
    Denn wahrscheinlich bräuchte man bei einem solchen Mikro-Makro-Duell eine
    3. Person, die klärt, wer gerade auf welcher Ebene argumentiert.

    • Apropos : Bildungs-Irrwege …

      Wenn alle Unternehmer es geschafft haben die menschliche Arbeitskraft durch Roboter aus ihren Unternehmen zu drängen, woher bekommen die Menschen dann das Geld, um sich diese Produkte kaufen zu können? Ohne ein Bedingungsloses Grundeinkommen werden alle Unternehmer auf ihren Waren sitzen bleiben müssen.

      Kapitalismus gescheitert (Bildungs-Irrweg) / Grundversorgung kommt

      Wenn man ein neues System will muß man das alte System loslassen.

      Fakt ist : Gewinne können immer nur dann entstehen, wenn ein Anderer Verluste hat. Und Armut kann nur durch Reichtum entstehen und Reichtum kann nur durch Armut entstehen. Das ist keine Scheinkorrelation, sondern ein grundsätzlicher Kausalzusammenhang.

      Laßt das alte System los und stellt die Bücher in die Bibliothek in das Regal für gescheiterte Wirtschaftswissenschaften.

      Vielleicht werden die Bücher in der Hausbibliothek der Enterprise im 24. Jahrhundert der Ausleih-Renner als Nachtlektüre auf welchem Irrweg die Menschen im 21. Jahrhundert waren.

      „Ja, ich entsinne mich vom Ende der Lohnarbeit auf der Sternenflotten-Akademie gelesen zu haben. Die Lohnarbeit fand Mitte des 21. Jahrhunderts durch die schuldgeldbedingte und verzinste hohe Produktivität, weil niemand mehr all den unnützen Plunder konsumieren wollte, ein schnelles Ende und wurde durch das Bedingungslose Grundeinkommen vollständig ersetzt – bevor man später gar kein Geld mehr benötigte“.

      Jean-Luc Picard vom Raumschiff Enterprise im 24. Jahrhundert

  17. Ich finde es gut, sogar absolut notwendig, dass Menschen wie Herr Sattelberger bei Kenfm zu Wort kommen. Nur so könne wir, die wir Herrn Sattelberger nicht einmal das Wasser reichen dürfen, erkennen, wie diese Menschen „ticken“. Menschen wie Herr Sattelberger sind sicher noch nicht die Elite, sondern nur deren willige Diener oder anders gesagt glückliche Sklaven in der Position der Sklavenaufseher, aber diese Sichtweise würde Herr Sattelberger ganz sicher strikt von sich weisen.
    Herr Sattelberger ist meiner Meinung ein Neoliberalist bis in die letzte Zelle seines Körpers und sollte das mit der Reinkarnation stimmen, werden die Menschen dieses energetische Geist-Seele-System in einem anderen Körper noch einige Male ertragen müssen.
    Gut fand ich auch, wie Ken Jebsen seinen Interviewpartner dazu bringt diese Dinge die er sagt auch auszusprechen. Bei einem Menschen wie Herrn Sattelberger sicherlich ein Unterfangen, dass nicht ganz einfach ist, da Herr Sattelberger sicherlich ein Profil der Rede ist. Das gelegentliche Räuspern und leichte Unsicherheiten in den Antworten waren nicht zu überhören und die Köpersprache nicht zu übersehen.
    Das Herr Sattelberger nicht die Ansichten des „einfachen“ Arbeiter oder Angestellten vertritt sollte jedem klar sein, der sich dieses Video anschaut. Hier wird eine Welt beschrieben, die nur an den Schnittstellen zur Ausbeutung der „abhängig Beschäftigten“, auch wenn Herr Sattelberger diesen Ausdruck nicht mag, Berührungspunkte hat.
    Wir 99% werden von den 1% an der Nase rumgeführt, durch Menschen wie Herrn Sattelberger, die zu den Dienern und Ausführenden der Eliten gehören. In diese Gedankenwelt Einblick zu erhalten ist absolut wichtig, um zu erkennen, mit welchen Menschen wir es zu tun haben. Nur dann können wir auch angemessen reagieren.
    Schließen möchte ich mit dem Zitat von W.F. Bernstein:
    „Die schärfsten Kritiker der Elche waren früher selber welche!

    • Bin ja mit Ihnen ganz eins, nur brauchen wir diese Sichtweisen immer wieder?
      Prof. Mausfeld hat uns doch mehr als deutlich vor Augen geführt, wie diese Leute ticken, man kann ihnen nicht mal verübeln das sie Null Unrechtsbewusstsein haben.
      In deren Welt ist das Gerechtigkeit, selbst diesen Ausdrucks befleissigte sich der ‚weledle Herr‘ , wie sich sich vor noch nicht allzu langer Zeit in Holland nennen liessen.
      Wenn ich das Interview auseinander nehmen wollte, bräuchte ich 20 Seiten um zu jeder Aussage das Bild zu skizzieren, das diese Herren im realen Leben der Menschen anrichten.
      Sogar nach einer Nacht schlafen und mir das Gespräch nochmal anzutun, bekomme ich Zahnbelag von selbst betriebswirtschaflichem Nonsense der da im Brustton tiefster Überzeugung artikuliert wird.
      Deutsche Aerospace ist übrigens Rüstungsindustrie vom Feinsten..naja ich hör hier auf sonst schwillt mir echt der Kamm.

  18. Dieser ‚werte‘ Herr ist ein absolut „ehrlicher Vetrtreter“ der sogenannten 68-iger Bewegung.
    Sie haben alle Werte für die sie einst standen verraten, ihre Seele verkauft an das System gegen welches sie mal gekämpft haben.
    Heute, total neoliberalisiert mit verbal sozialem Anstrich und sicher verdient zu Hause bei der FDP.
    Er liebt es zu arbeiten, frei bestimmt und in Gebieten die ihn Interessieren. Ja ich auch.
    Nur hab ich kein Vermögen auf dem Rücken der Belegschaft gemacht die ich rausgeschmissen hab und bin heute ökonomisch unabhängig.
    Dieser Herr hat weder Ahnung noch kommt da mehr als Geschwätz. Tut mir leid.

    • So sieht es aus!

      Oder um es mit den Worten von KIZ zu sagen:

      „Ihr wollt Kapitalismus mit Herz
      Fick mich, aber nicht im Etap Hotel
      Sondern richtig schön mit Essen gehen
      Und am nächsten Morgen noch Taxigeld.“

      Dieses ganze Gespräch wäre vielleicht vor 30 Jahren noch zeitgemäß gewesen, und selbst damals hätte man schon weiter sein können.

    • Das ist kein Vertreter sondern ein opportunistischer Verräter der 68-Bewegung. So wie man hat sich auch eines J.Fischer bedient hat , um den Überfall auf die Bundesrepublik Jugoslawien zu propagieren.

  19. prima Interview, sehr interessante Einblicke in geschlossene Unternehmens-Systeme und ihre Seilschaften und Zwänge.
    Wenn schon Repräsentanten in Politik, dann sollten diese zumindest erst dann einsteigen dürfen, wenn sie nicht mehr zum Futtertrog müssen und selbständig, unabhängig denken und handeln können.
    Wird bestimmt eine gute Positionsrunde.

  20. Ein interessantes Interview!

    Ich hätte da mal einen kleine Vorschlag: Wäre es möglich, dass sich die Teammitglieder (Kamera, Cutter, Onliner, Neue, die sich auf den letzten Emailaufruf gemeldet haben) einmal in einem kurzen Video vorstellen? Mich würde es brennend interessieren, wer sich hinter den Kulissen von KenFM verbirgt!
    Wie heißen sie?
    Warum arbeiten sie dort?
    Wie lange arbeiten sie schon dort?
    Was beinhaltet die Ausbildung bei KenFM?
    Wie läuft ein Tag bei KenFM ab? Und wannn beginnt ein Arbeitstag? (Gibt es da unterschiedliche Arbeitszeiten, oder fangen alle zur selben Zeit an?
    Können sich die Mitarbeiter selber aussuchen wann sie zu arbeiten beginnen? (Vertrauensarbeitszeit)
    …….. ………

    Vielen Dank schon mal im Voraus
    Eure Michaela

  21. Es wundert mich nicht, dass Herr Sattelberger in der FDP seine politische Denkheimat gefunden hat.
    Wie kann sich jemand erdreisten „Industriearbeitern“, im Falle eines Bedingungslosen Grundeinkommens, die Fähigkeit abzusprechen sich selbst zu verwirklichen und endlich frei zu werden?
    Das ZOO-Beispiel von Ken trifft es genau! Natürlich kann ich damit argumentieren, dass Menschen, die abhängig beschäftigt sind, nach früherem Ausscheiden möglicherweise in ein schwarzes Loch fallen. Tja….das tun drogenabhängige auch, wenn man denen den Stoff wegnimmt. Gibt es da Fachleute, die sagen: Heroin ist wichtig und notwendig für diese Menschen? Wohl kaum.
    Die bisweilen aufkommende Kritik seinerseits gegen Schrempp & Co. sollte nicht darüber hinwegtäuschen, dass seine Denkweise durch und durch von oben herab und besserwisserisch ist. Wer selbst bewertet, darf auch selbst bewertet werden, Herr Sattelberger.
    Ein Bedingungsloses Grundeinkommen schafft glückliche Menschen, weil, und hier stimme ich ihm sogar vollkommen zu, die absolute Mehrheit der Menschen arbeiten würde. Nur…in einem Job, in dem sie die Erfüllung finden, der sie eben glücklich macht. Und nur glückliche Menschen sind hochproduktiv, hochmotiviert und hochkreativ.

  22. Ich schätze die Interviews von KenFM. Andere oder neue Sichtweisen sind immer interessant. Sie sollten jedoch irgendwie plausibel unterlegt werden können. Hier ging es im ersten Anlauf nur bis Min 45. Der schon religionsgleiche Glaube an „Innovation und Wachstum“ als Grundfeste der menschlichen Entwicklung – was für ein Narrativ ! Georg Schramm’sYoutube-Video „Volksverblödung“ bringt u.a. das auf den Punkt: „….wenn in den kleinen Fettwanst noch ein Big-Mc-Döner reingestopft wird …“ ….dann wird er platzen. Das zum Wachstum. Bei der Innovation hängen wir der bereits bestehenden techischen „Entwicklung“ geistig /philisophisch um Größenordnungen hnterher. Jedenfalls die breite Masse. Es passt perfekt in Merkels unsägliches (Nicht-)Wirken und ist eine Blaupause der Propaganda der (asozialen) IN(a)SM.
    Der Herr Sattelberger bemüht bis dahin (Min 45) lediglich alte Zöpfe, die längst überholt sind: Wir müssen erst dass verdienen, damit wir …blabla ….
    Wir alle wissen das Geld und Finanzierung bei der gegeben Wirtschaftskraft kein Problem darstellen würden, einen fairen , nicht „gleichmacherischen“, Sozialstaat aufrecht zu erhalten …oder überhaupt aufzubauen.
    Einem Hochschullehrer Mausfeld verzeihe ich das späte öffentliche Aufstehen – wobei er sicher schon viel eher schulintern Aufklärung betrieben hat – bei einem Ex-Daimlervorstand hat das heute jedoch einen faden Beigeschmack…..

    • Noch eine Bitte an Herrn Jebsen: Zwischenfragen können gut sein – mir sind es aber zu viele und oft an ungünstigen Stellen eingeworfen, gerade wo man sich auf den urpsrünglichen Gedanken des Befragten einlassen will – wir man weggeführt. Hier z.B. gerade bei der ersten Frage zum Grundeinkommen, zumal sich mir die Relevanz des Einwurfes nicht erschloß.

  23. 0:55:01 Der Erfolg der AfD

    Was für ein dummes Geschwätz, philosophieren über den Erfolg der AfD ohne die eigentliche „Ursache “ zu benennen: Die Auswirkungen der Migrationspolitik !

    Ja ja diffuse Ängste in der Zukunft:
    Mia in Kandel hatte auch „diffuse“ zukünftige Ängste, deswegen erstatte sie Strafanzeige bevor ihre diffusen Ängste wortwörtlich auf sie einstachen.

    Hat Herr Jebsen nicht selber Kinder ? eine Tochter ?!

    Ich kann förmlich die Gedanken lesen:
    „Gewalt z.B. gegen Mia und gegen Flüchtlinge und ihre Unterkünfte ist verbrecherisch und mit den Mitteln des Rechtsstaates zu bekämpfen.“

    Richtig! Aber der Rechtsstaat muss schon an unseren Grenzen aktiv werden und nicht wenn die Frauen und Mädchen schon tot sind.

    Mittlerweile sind bzw. sollten die Zeiten vorbei sein, wo man sich hinter dem Siechtum intellektueller Ignoranz und ideologischer Verblendung verstecken kann.

    „Wer mit den Augen nicht sehen will, der braucht sie früher oder später zum weinen.“

    • mein alternativvorschlag wäre til schweiger, der uns am ende des gesprächs das tolle angebot macht:
      jeder, der sich in seinem hamburger restaurant BAREFOOD DELI (???????) als kenfm spender zu erkennen gibt, bekommt ein glas frisches Leitungswasser kostenlos!

  24. Bitte 🙂

    Ich bin mit den meisten Aussagen ja auch nicht einverstanden. Trotzdem habe ich den Eindruck, Thomas Sattelberger verfügt über reichlich Reflektionsvermögen, in einer Positionensendung auch andere Standpunkte gelten zu lassen. Das hier ist „nur“ ein Interview und somit kommt auch nur seine Stimme zur Geltung.

    Wie Helmut E. weiter unten schreibt; Es wird nach abweichender Vielfältigkeit gerufen und dann wird der Mensch, bei aller Kontroverse, von anonymen Nutzern im Netz als Schwätzer und dergleichen beschimpft.

    Wie wollen wir denn mit Menschen umgehen, deren Meinung und Handeln nicht unserer Denkweise entspricht? Beleidigen und aussperren, statt überzeugender Argumente?! Der Mann ist intelligent und mir wäre es sehr lieb, könnten wir solche Menschen durch gegenseitiges Argumentieren auf unsere Seite ziehen und gemeinsam etwas zu erreichen.

    • Genau!!!!

      Ich denke, es braucht gar nicht sein, dass wir diese Menschen auf unsere Seite (er)ziehen. Wo bleibt dann die „abweichende Vielfältigkeit“???

  25. Supergut!!

    Ein hochinteressanter Einblick in die Strukturen großer Unternehmen!
    Sattelbergers Einblicke in die Systemtheorie und Psychologie der Unternehmen haben das Zeug in die Lehrbücher einzukehren. Perfekte Analyse; “Ein geschlossenes System stabilisiert seine Macht in dem es Gleichartigkeit nach oben bringt“ – das ist eigentlich schon ein grundgültiger Lehrsatz.

    Schade nur das er sich zur FDP hingezogen fühlt und nicht mehr Linksaußen mitspielen möchte.
    Und Genial! ….Nur KenFM kann all diese unterschiedlichen Positionen und Charaktere vereinen! – Danke dafür!

    • Schließe mich dem Urteil an. Auch wenn der Mann offensichtlich politisch woanders steht als ich, kann ich beim Zuhören meinen Horizont erweitern. Ich denke, dass die Kritiker hier zu eng sehen, was hier bei KenFM zur Sprache kommen kann/darf.

    • Hab erst die Kommentare gelesen, vorm Anschauen des Videos. Ich vertrau euch mal und spar mir das Interview jetzt. Neoliberales Zeugs kann ich mir im Fernsehen anschauen.

  26. Danke für das Interview!
    Würde mich auch sehr freuen, Herr Sattelberger bei Positionen wiederzusehen. Er hat einen ganz anderen Blickwinkel, scheut sich nicht vor Diskussionen. Gut!

    Mich würden interessieren, wie er zu den ökologischen und sozialen Aspekten unserer globalen Konsum-Maschinerie steht. Es ist ja verständlich, dass wir nicht hinter andere Länder zurückfallen wollen. Nur leben wir ja in einem Land, dass man zu den Wohlstandsgesellschaften zählen kann. Gut für „uns“. Aber was ist mit den anderen Gliedern in dieses Kette des Wohlstandsgefälles?

    Nun bitte ich darum, mich nicht falsch zu verstehen: ich will keineswegs die Hoffnungsflamme mit einem Wust von Problemen und Negativismus löschen – man darf sie aber auch nicht vergessen, die Kehrseiten „unseres“ Reichtums – dafür gibt es viele Namen: Neo-Feudalismus, Neo-Kolonialismus, Imperialismus… naja, die ganzen linken Ideologien wieder, werden manche sagen… dennoch sind sie eine nicht zu vernachlässigende moralische Komponente. Mit sehr realen Auswirkungen.

    Kurze Rede, langer Sinn, und ohne „zu links“ klingen zu wollen: „Es gibt ja nicht nur unsere Wirtschaft auf diesem Planeten.
    Wie schafft man es, keine Wirtschaftsflüchtlinge zu produzieren und dennoch fortschrittlich zu bleiben/werden?“ (Und selbe Frage mit ökologischen Vorzeichen)

    Fabian Scheidler könnte hierbei ein interessanter Gesprächspartner sein. In seinem letzten Buch formuliert er z.B. politische Forderungen an unsere Gesellschaft, insbesondere auch in wirtschaftlicher Hinsicht.

    Nochmals danke fürs Interview und für eure Arbeit, KenFM!

  27. … sehr interessant der Mann ! … Aber man muss folgendes anmerken: Warum bekommen unsere „Top-Manager“ erst im Rentenalter den Zugang zu halbwegs menschlichen Ansichten. – Beispiel Lufthansa wurde hier ja schon erwähnt: Als Sanierer fiel auch ihm nur ein … Entlassungen. Etwas mehr Kreativität und Verantwortung muss doch mal den Weg finden !

  28. So ein neoliberaler Dummschwätzer. Hier hat Ken eindeutig vergessen den Typ bei seinen Aussagen festzunageln und diese zu hinterfragen.
    Er gehört doch selbst zu den Egomanen, denen die Leute, die sie hin und her schubsen, völlig egal sind.
    Er hat die Leute wohl nicht als abhänig Beschäftigte behandelt? Und was versteht der edle Herr Sattelberger unter sozialer Verantwortung? Da mokiert er sich über den Beschäftigten bei der Telekom, welcher als ausgelernter Geselle fast mehr verdient als ein junger Assistenzarzt. Schon mal darüber nachgedacht, dass dann das Gehalt des Arztes das Problem ist?
    Ist der „Obergrüne“ in Baden-Württemberg nicht eher ein Schwarzer unter den Olivgrünen?
    Als er von sozialer Verantwortung anfing zu fabulieren, bin ich fast vom durchaus stabil stehenden Stuhl gefallen. Und dann noch von Unternehmenskultur zu schwätzen, welch ein Hohn. Was für eine Kultur herrscht den in den Unternehmen, wo er seine Spuren hinterlassen hat. Da erinnnere ich mich an solche Begriffe wie „Low Performer“.
    Das er die Steuerreform in den USA gut findet hat mich nich überrascht, denn sonst könnte nicht als strammer Liberaler mit einem Herrn Lindner in einer Partei zusammen agieren.
    Oh, und die fast Vollbeschäftigung, welche sicherlich für den ausgeprägten Fachkräftemangel verantwortlich ist, musste unbedingt erähnt werden. Welche Drops lutschen Sie, Herr Sattelberger, jeden Morgen? Wechseln Sie bitte die Sorte oder bitte etwas weniger nehmen, dann klappt es wieder mit der Realitätswahrnehmung.
    Selbstverständlich kommen die Banken nur mit Lobhudelei davon. All diese „Rettungsaktionen“ ist nichts anderes legalisierter Betrug am Volk. Und wem noch nicht zum speien ist, der lese sich das hier und die verlinkte Seite durch!
    https://blog.fefe.de/?ts=a4610570
    Eins weiß ich auf jeden Fall, dass Buch werde ich mir nicht kaufen, auch wenn es von Ken beworben wird.
    Dem Herrn Sattelberger kann ich dafür ein Buch von Prof. Maaz empfehlen – „Die narzisstische Gesellschaft: Ein Psychogramm“

    • Ich glaube Ken hat hier sein Taktgefühl bis über. den akzeptablen Anschlag strapaziert. Erhalten wohl gemerkt das er hier mit einem Ochsen pflügt, der sich auf etwas anderes nicht eingelassen hätte.

  29. Ich glaub ich bin im falschen Film. Eine andere Welt liegt jenseits von abstrakter Arbeit und Vereinbarkeit von Familie (nicht wahr, das Leben und Leben weitergeben ist nur noch „biologischer Rucksack“) und Beruf (angewendet werden).

    • Liebe Petra, du vergisst, dass es in einer Welt, wo bedingter Tauschhandel das Maß aller Dinge ist, es zwangsläufig zu einer Welt führen muß, in der Leben wietergeben als „biologischer Rucksack“ gesehen wird.

  30. ist richtig anstrengend, jemanden zuzuhören , der über den „neoliberalen“ Populismus nicht hinauskommt.

    hab mir mal die mühe gemacht, anzuschauen, wie glorreich die LH (Lufthansa) saniert wurde ab 1994!
    war nicht anders zu erwarten, 1994-1998 knapp 9000 leute entlassen und LH in mehere Firmen aufgeteilt, vermutlich ohne Tarifbindung.

    klasse personaler, der sich 2 stunden lang, selbst auf die schulter klopft.

    ja, Team kenfm ladet ihn nochmal ein. mit dem ziel den ottoN noch mehr zu verblöden.

    • @ Helmut Edelhäußer
      wenn ich alle menschen hören/sehen will, kann ich auch auf zu anne will“`s-wissen“ umschalten.
      irgendwie habe ich den eindruck, dass kenfm intellektuell stehen geblieben ist??!!

  31. Ich hab damals besagte Küche mitsaniert, mitten im Dreck, Pestizitqualm und zigtausend toter Kakerlaken, ohne Schutzkleidung für einen Hungerlohn. Für „meine“ Firma arbeiteten auch Leiharbeiter für noch weniger Geld. Aber da ist der Schwätzer wohl schon auf seinem rosa Wölckchen weiter geschwebt. Vl. zu den Stewardessen … ? Mer waases nit.

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