Tim Anderson: das neue Opfer der Gleichschaltung der politischen Wissenschaft

Von Jochen Mitschka.

Wer den USA oder Israel widerspricht, ist in Gefahr.

Mein Freund und Co-Autor Tim Anderson (auf Twitter @timand2037) wurde von der australischen Universität, an der er seit 20 Jahren lehrte, mit sofortiger Wirkung suspendiert. Grund war „beleidigende“ Kritik an den Streitkräften Israels während des letzten kurzen Krieges gegen Gaza. Deutlicher kann man kein Exempel gegen kritische Geister und solche, die vielleicht mit dem Gedanken spielen, es zu werden, statuieren.

Die Presseerklärung des Liepsen-Verlages, das sein erstes deutschsprachiges Buch veröffentlichte, erwähnt außerdem, dass er vom zuständigen Vizekanzler ein Hausverbot erhalten hatte. Außerdem heißt es darin: „Der bekannte Autor des in zehn Sprachen übersetzten Buches „Der Schmutzige Krieg gegen Syrien“ (Originaltitel: The Dirty War on Syria – Washington, Regime Change and Resistance) Tim Anderson ist am 3. Dezember 2018 von seinem Lehrstuhl für Politik und Ökonomie an der Sydney-Universität in Australien suspendiert worden.“

Noch einmal zum Verdeutlichen: Anderson hatte keine Dienstpflichten verletzt, sondern der Vizekanzler machte Tim Anderson seine Kritik an den israelischen Streitkräften im Gaza-Streifen zum Vorwurf. Damit ist klar, dass die Wissenschaft nicht mehr als Ausbildungsort für kritische Geister, die den Status Quo hinterfragen, existiert, sondern als Schule, die angepasste Arbeitskräfte für die Wirtschaft erzieht.

„Der Gegendruck, den Anderson zunehmend erfuhr, artikulierte sich nach seinem entschiedenen Eintreten für die Rechte des syrischen Volkes auf Selbstbestimmung und sein Engagement gegen jegliche Einmischung von außen in die innersyrischen Angelegenheiten. Durch sein bedingungsloses Eintreten für diese Sache gelang es Anderson, das bis dahin höchst einseitige Narrativ vom Terrorherrscher Assad und den humanitären Motiven der ‚westlichen Wertegemeinschaft‘ in der Öffentlichkeit hinterfragbar zu machen.“ So die Presseerklärung seines Verlages. Und natürlich waren seine Aktivitäten, mit denen auch australische Verbrechen in Syrien angeprangert wurden, schon lange ein Dorn im Auge des bedingungslos hinter den USA stehenden Establishments Australiens.

Aus diesem Anlass hier ein kleiner Ausschnitt eines Textes, den Tim Anderson für das Buch „Schattenkriege des Imperiums – Die Zukunft Palästinas“ (1) verfasste:

„Linke Zionisten“ und andere falsche Freunde

Die große Popularität und Legitimität der palästinensischen Sache, neben einer starken Unterstützung der jüdischen Kolonien durch den Westen, erzeugten Spannungen, die eine große Anzahl von Doppelzüngigkeiten hervorbrachten. Selbst solche Staaten, die Israel mit Waffen beliefern, reden von einer angeblichen Unterstützung für eine palästinensische Staatenbildung. Trotzdem haben diese selbsternannten Friedensvermittler, speziell die Regierungen von Großbritannien und den USA, wiederholt das palästinensische Anliegen verraten.

Es gibt zwei Wege, eine solche Duplizität, die bei vielen westlichen Politikern, Liberalen und Linken beobachtet werden kann, zu identifizieren. Erstens erklären diese falschen Freunde ihre Unterstützung für die palästinensische Staatenbildung. Als nächstes machen sie ihre Unterstützung von einem „gewaltlosen“ Widerstand abhängig und verweigern dadurch sofort den kolonialisierten Menschen ihre Rechte unter internationalem Recht wahrzunehmen. Schließlich verunglimpfen sie sowohl den bewaffneten Widerstand als auch die wichtigsten Verbündeten des Widerstandes  die Hisbollah, Syrien und den Iran  genau so entschieden, wie die meisten extremen Zionisten.

Falsche Freunde flüchten auch regelmäßig in Argumente der „moralischen Äquivalenz“, während sie sowohl die Kolonisten als auch die Kolonialisierten in einem Atemzug verurteilen. Dies ist eine arrogante Art des Zynismus unter dem Vorwand der Gleichbehandlung. Jene, die in dieser Weise agieren, während sie vorgeben das Kolonialverhalten Israels zu verabscheuen, scheinen die Idee eines netteren, freundlicheren Apartheidstaates zu unterstützen.

Der ehemalige US-Präsident Barack Obama zum Beispiel, forderte die Palästinenser auf, ihre Staatenbildung „gewaltfrei zu verfolgen“. Ein arabischer Kritiker sagte, dass Obama nicht verstand, „was die wahre Natur des Kampfes ist, indem er die Nachricht auf eine Stellungnahme über die Unerwünschtheit von Gewalt auf der Seite der unterdrückten Menschen reduzierte“. Er sagt, dass in allen antikolonialen Kämpfen „es nie um die Frage ging, ob die kolonialisierten Menschen das Recht haben, sich zu verteidigen (2 : Ch1 und 2)“. Obamas achtjährige Regierung fuhr damit fort, Israel zu bewaffnen, während sie gegenüber den Palästinensern Doppelzüngigkeit praktizierte und Stellvertreterkriege gegen Libyen, Syrien und den Irak führte.

In der zionistischen Kultur sehen wir viele Beispiele von „linkem Zionismus“. Im Verlaufe des 70. Jahrestages der Gründung Israels, wurde der bekannte Kritiker der Politik, Gideon Levy, von der Zeitschrift Haaretz eingeladen „70 Dinge zu sagen, die er an Israel liebt“. Levy dachte, er könnte nur 7 finden, aber er schaffte es, 67 zu definieren, viele davon machten ihn „stolz“ auf Israel. Zum Beispiel war er stolz auf den Gaza-Streifen und „vermisste“ selbigen, da der zionistische Staat Israels Journalisten verboten hatte, Gaza zu besuchen (Levy 2018). Haaretz ist eine Zeitung, die manchmal als kritisches Medium gefeiert wird, ist allerdings nur kritisch hinsichtlich Debatten zwischen Zionisten und linken Zionisten. Letztere sehen sich selbst als liberal, antirassistisch und human an.

In einem Artikel, der sich angeblich für das Ende der Zwei-Staaten-Lösung und den „Stopp der israelischen Apartheid“ einsetzt, nutzt der Israel-Kritiker A. B. Yehoshua sowohl das Argument des „gewaltfreien Widerstands“ als auch das der „moralischen Äquivalenz“ hinsichtlich der Kolonialisierung und argumentiert, dass „es der gestörte Charakter“ sowohl der jüdischen als auch der palästinensischen nationalen Identitäten ist, der den Konflikt verschärft. Er schlägt eine ‚gewaltfreie Partnerschaft zwischen Israelis und Palästinensern“ vor. Was bedeutet das? Am Ende des weitschweifigen Artikels ruft er dazu auf, keine neue Kolonien („Siedlungen“) in der Westbank zu bauen, aber ansonsten zum größten Teil den Status Quo zu erhalten, indem Israel die palästinensischen Territorien kontrolliert, den arabischen Israelis einige Konzessionen zubilligt, aber keine Veränderung des jüdischen „Rechts auf Rückkehr“ erfolgt (3). Dies ist ganz einfach ein verfehltes Verständnis der kolonialen Realität.

Wiederholte Forderungen der „moralischen Äquivalenz“ kommen von „Freunden“ Palästinas im Westen, in Bezug auf die angeblich „rücksichtslosen Raketenangriffe“, die aus Gaza nach Israel gefeuert werden. Wenn die Menschen in den Territorien in Selbstverteidigung agieren, werden ihre Antworten verurteilt, gemeinsam mit einem Aufruf an Israel „Zurückhaltung zu üben“. Zum Beispiel sagte Phillip Luther von Amnesty International nach dem zionistischen Angriff auf Gaza im Jahr 2014:

„Bewaffnete palästinensische Gruppen, darunter der bewaffnete Arm der Hamas, führten wiederholt rechtswidrige Angriffe während des Konfliktes und töteten und verwundeten Zivilisten (…) sie zeigten eine schamlose Missachtung der internationalen Menschenrechte und gegenüber den Folgen ihrer Verletzungen der Zivilisten sowohl in Israel als auch im Gaza-Streifen (…) Alle Raketen, die von den bewaffneten palästinensischen Gruppen abgeschossen wurden, waren führungslose Projektile, die nicht genau auf spezifische Ziele gerichtet werden können und sind daher von Natur aus willkürlich. Die Benutzung solcher Waffen ist unter internationalem Recht verboten und stellt ein Kriegsverbrechen dar.“ (4).

Ähnlich, aber in einer abgeschwächten Weise, verurteilte der britisch-australische Akademiker Jake Lynch, ein erklärter Unterstützer Palästinas und der BDS-Kampagne, nach den Angriffen Israels in den Jahren 2008/2009 gegen Gaza, was er die Nutzung von „unterschiedslos wirkende Waffen“ durch die palästinensischen Milizen nennt:

„Die selbstgebauten Raketen, die Hamas-Milizen nach Israel abfeuerten, waren unterschiedlos wirkende Waffen, die in verschiedenen Jahren ca. 20 Tote verursachten. Dies sind Kriegsverbrechen, aber (…) dies verblasst in Bedeutungslosigkeit, wenn man sie vergleicht mit der Wirkung von Israels High-Tech-Waffen, die 1300 Leben kosteten“ (5).

Lynch wie Luther wiederholt den populären Mythos, dass die Strafaktionen der Israelis einfach Konflikte wären, in denen beide Seiten Verbrechen begehen. Keiner von beiden war bereit zu akzeptieren, dass der koloniale Charakter des Unterdrückens sehr unterschiedlich war zu dem Recht auf antikoloniale Selbstverteidigung. Viele andere, auch die Europäische Union (6) und die New York Times (7), haben einen ähnlichen Ansatz. Jedoch sind Unterdrückung und Selbstverteidigung in diesem Konflikt nicht nur in Hinsicht auf den Grad, sondern auch in Hinsicht auf seinen Charakter, sehr unterschiedlich.

Und waren die Vergeltungsschläge der Palästinenser wirklich „mit unterschiedslos wirkenden Waffen“ erfolgt? Wenn wir Beweise aus unabhängigen Quellen prüfen, darunter auch solche aus Israel, stellen wir fest, dass die Behauptung von „unterschiedslos wirkenden Waffen“ hinsichtlich der Vergeltungsangriffe von Palästinensern unbegründet ist. Während des Angriffs von Israel auf Gaza im Jahr 2014 zum Beispiel, stellt die UN fest, dass mehr als 75 % der 1.088 Palästinenser, die von Israels Streitkräften getötet wurden, Zivilisten waren (8, 9). Das ist tatsächlich „willkürlich“. Auf der anderen Seite waren nur 6 % der 51 durch palästinensische Angriffe getöteten Zivilisten, die restlichen 48, oder 94 %, waren IDF Soldaten (10). Das ist weit entfernt „willkürlich“ zu sein. Dazu gibt es keine „Gleichwertigkeit“, weder im Charakter noch im Grad noch in der Willkür.

 

Tabelle 2: Der Angriff Israels auf Gaza, 2014

Tote verursacht durch

Israelische Streitkräfte

Palästinensischer Widerstand

1088

51

Davon Zivilisten

816 „mindestens“

3

% zivile Tote

75 %

6 %

Quellen: 8, 10, 6, 9, 7.

 

Die moralische Äquivalenz scheint eine Art „qualifizierende Stellungnahme“ in der öffentlichen Debatte geworden zu sein. Sie erschien notwendig, bevor man dem Gesprächspartner die Möglichkeit gab zu reden. Verurteile den Gegner des mit dem Westen verbündeten Regimes, bevor jede Art von Kritik erlaubt ist. Wir sehen dieses Argument auch bei dem australischen Professor für Ethik, Peter Singer. Er sagt: „(…) ich stehe beiden [Hamas und Israel] kritisch gegenüber (…) und ich denke, dass die Situation tragisch ist (…) natürlich gibt es Extremisten auf beiden Seiten (…) und man muss sagen, was die Hamas angeht, dass diese eine Terrororganisation ist, die Raketen nach Israel abschießt, und offen versucht, so viele Israelis wie möglich zu töten“ (in 11). Dies ist ein sehr populäres aber zynisches „Zum Teufel beider Sippschaft“-Argument. Es dient nur dazu, den Diskutanten zu „qualifizieren“, danach ist Kritik an der Unterdrückung Israels erlaubt.

Jene, die einen solchen Typ von „linkem Zionismus“ verfolgen  behauptend, sie wären Freunde des palästinensischen Volkes, obwohl sie ihren Widerstand verurteilen  scheinen zu glauben, dass es möglich ist, eine auf kolonialem Rassismus basierenden Kolonialismus zu reformieren. Sie übersehen die Lektionen der Apartheid Südafrikas. So etwas wie einen netteren, freundlicheren Apartheidstaat gibt es nicht. Selbst ehemalige Beamte der konservativen US-Regierungen haben anerkannt, dass es keine Zukunft für eine „Zwei-Staaten-Lösung“ gibt (12). Wie Falk und Tilley (13) sehr deutlich zusammengefasst haben, ist ein Apartheidregime ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit, das demontiert werden muss; und die internationale Gemeinschaft hat die Verpflichtung das zu erreichen. Da hilft kein Argument der „moralischen Äquivalenz“.

In Richtung eines demokratischen Palästina

Ein Apartheidstaat muss demontiert werden, und Südafrika ist das beste junge Beispiel, wie das geschehen kann. Ein demokratisches Palästina würde alle Einwohner als gleichwertige Menschen akzeptieren. In dieser Hinsicht hat das Experiment eines rassistischen jüdischen Staates böse versagt. Was von ihm übrig bleibt, ist ein zunehmend illegitimer Vertreter der Unterdrückung und ein Anstifter von Konflikten in der ganzen Region. Dieses Regime wird durch die großen ausländischen Mächte präzise aus diesem Grund unterstützt: um die Menschen in der Region gegeneinander aufzubringen und sie ungeschützt gegenüber einer Beherrschung von außen zu behalten.

Was sind demnach die Aussichten für ein demokratisches Palästina? Am besten kann man diese Frage beantworten, wenn man Herausforderungen und Stärken betrachtet. Ich hebe diese in Tabelle 3 hervor und erkläre sie weiter unten.

Tabelle 3: Aussichten für ein demokratisches Palästina

Herausforderungen

Stärken

Zionistische militärische Besatzung

Fortwährender palästinensischer Widerstand

Westliche Verbündete mit militärischen und medialen Werten Stärken

Moralische und internationale Legitimation

Fanatische zionistische Mission und Rassenideologie

Starke und geeinte regionale Verbündete

Uneinigkeit zwischen palästinensischen Fraktionen und ihren regionalen Alliierten

Verwundbarkeit von Israels Verbündeten (und jüdischen Unterstützern) gegenüber Aufdecken der Verbrechen des Apartheitregimes

Von allen Herausforderungen erscheint die zionistisch militärische Besatzung mächtig. Sie wird jedoch durch den fortgesetzten Widerstand und die Offenlegung der Unterdrückung sowie der wachsenden internationalen Illegitimität unterminiert. Was auch immer die mächtigen Sponsoren in Washington über Jerusalem oder die besetzten Golanhöhen sagen, das Völkerrecht hat sich in den letzten 50 Jahren nicht zugunsten Israels geändert. Die Menschen in den besetzten Gebieten sind nicht fortgegangen und die Unterdrückung und die Ermordungen bleiben eine offene Wunde.

Auf militärischem Gebiet gibt es die Doktrin des „tollwütigen Hundes“. Israels verstorbener Verteidigungsminister Moshe Dayan sagte: „Israel muss wie ein tollwütiger Hund sein, zu gefährlich, um sich mit ihm anzulegen“ (14). Der ehemalige Premierminister Ariel Sharon drohte in ähnlicher Weise: „Araber mögen das Öl haben, aber wir haben die Zündhölzer“ (in 15). Diskussionen innerhalb Israels sind oft aufrichtiger als die in anderen Ländern praktizierte diskrete Verkaufstaktik. Es ist zum Beispiel für Außenseiter schockierend, solche wie den israelischen Professor Arnon Soffer sagen zu hören, dass „falls wir überleben wollen, müssen wir töten und töten und töten, alle Tage, jeden Tag“ (Soffer in 16). Diese Bestätigung des Völkermordes war eine Antwort auf die „demografische Bedrohung“ der wachsenden palästinensischen Bevölkerung (17).

Die ungeheuerlichste Drohung ist als „Samson Option“ bekannt, die Vorstellung, dass für den Fall, dass das zionistische Regime eine militärische Niederlage erleidet, es Kernwaffen einsetzen wird, um Millionen von Menschen mit in den Untergang zu nehmen. Diese Idee steht bereits seit einiger Zeit im Raum. In den 1970er Jahren wurde die Premierministerin Golda Meir gefragt: „Sie sagen, dass falls Israel jemals in Gefahr wäre, auf dem Schlachtfeld besiegt zu werden, wäre es bereit die Region und sogar die ganze Welt mit sich zu reißen?“ Golda Meir:“Ja, das ist genau was ich sage“ (18 : xii). Dies bedeutet, dass der Sieg gegen und der Abbau des israelischen Apartheidsystems vorsichtig angegangen werden muss.

Tel Aviv unterhält starke westliche Verbündete, die die hauptsächlichen Waffenlieferanten und diplomatischen Beschützer sind. Sie verteidigen Israel bei den Vereinten Nationen und unterstützen seine Anliegen und Ideologie in unterschiedlicher Weise. Diese Unterstützung, gemeinsam mit jüdischem Lobbyismus, hilft unverblümt internationale Reaktionen auf die Verbrechen der Apartheid abzulenken, indem die falschen Slogans Israels als „einzige Demokratie in der Region“, „Widerstand gegen Terrorismus“ und so weiter, ständig wiederholt werden. Aber diese scheinbare Stärke ist verwundbar durch seine Offenlegung.

Die Ideologie und der Fanatismus der zionistischen Mission erzeugt einen gewissen Grad von Solidarität und Leidenschaft in großen Teilen der internationalen jüdischen Gemeinschaft. Die erweiterte Idee der jüdischen Menschen als Opfer, nicht nur Opfer der vergangenen europäischen Regime, sondern von derzeitigen arabischen und muslimischen Regimen, hat in der Vergangenheit gute Dienste geleistet. Aber diese Solidarität wird schwächer und es gibt Gegenbewegungen. Zunächst sind da Gruppen religiöser Juden, die Israel ablehnen und als einen Affront gegenüber dem Judentum denunzieren (19, 20). Dann gibt es die Ernüchterung der Säkularen. Während konservative Zionisten hoffnungsvoll davon reden, dass die Palästinenser die besetzten Territorien verlassen werden, machen gleichzeitig europäische und amerikanische Juden von ihrem Vorteil der doppelten Staatsbürgerschaft Gebrauch und geben Israel auf. Es gibt Berichte, dass 40 % (21) oder sogar 59 % (22) der Israelis mit dem Gedanken spielen, zu emigrieren. Rund 100.000 Israelis haben deutsche Pässe und eine Umfrage aus 2014 fand heraus, dass 25 % der jungen säkularen Israelis „ein Leben außerhalb Israels bestreiten wollten“ (22). Die Jerusalem Post berichtete, dass zwischen 200.000 und einer Million Israelis, darunter viele gut Ausgebildete, bereits in den USA leben (23). Den Geist einer vereinenden Mission unterminiert weiterhin die Tatsache, dass die dominante Gruppe der europäischen Juden Israels keine besondere harmonische kulturelle Beziehung mit den Juden aus dem Mittelmeerraum und dem Orient unterhalten. Und die Pseudo-Wissenschaft hinter der „Erweckung des zweiten Tempels“ wurde durch neuere Studien unterminiert. Wie bereits oben dargestellt, haben die meisten Juden europäische Wurzeln.

Das finale Hindernis für ein demokratisches Palästina und ein Aktivum des Zionismus ist die Uneinigkeit zwischen den palästinensischen Gruppen und Parteien und die Spaltung zwischen den regionalen Verbündeten. Die „kleinen Leute“ können nie die Oberhand gewinnen, wenn sie sich gegenseitig bekämpfen – dies ist eine sehr alte und gut eingeführte Lektion. Besonders das islamische Sektierertum war einer der wichtigsten Treiber für die Spaltung und half die Unterstützung für die palästinensische Führung zu schwächen. Mehr als die Hälfte (53 %) vertrauen keiner Partei (24). Auf das regionale Niveau gesehen hat der wichtigste potenzielle arabische Verbündete und Nachbar Ägypten wenig in den vergangenen Jahrzehnten getan, um Palästina zu helfen. Der Widerstand musste sich auf den Iran, Syrien und die Hisbollah verlassen. Das Staatsoberhaupt des Iran, Ayatollah Khomeini sagt, dass Unterschiede zwischen den palästinensischen Gruppen „natürlich und verständlich“ sind, aber dass „zunehmende Kooperation und Kraft“ notwendig sind. Eine größere Einigkeit würde die Zuversicht der Öffentlichkeit stärken, dabei helfen, sich zu fokussieren und organisieren, und erlauben, neue Schritte vorwärts zu gehen (25).

Auf der Seite der Aktiva steht die Tatsache, dass der öffentliche Widerstand nicht nachgelassen hat, trotz 70 Jahre Unterdrückung, Einkesselung und ethnischer Säuberungen. Der Widerstand bleibt die wichtigste Stärke und beinhaltet das Beharren auf eigenes Land, der Aufbau der Bevölkerung und die verschiedenen Formen des aktiven Widerstands. Widerstand bleibt auch das Fundament von Palästinas wachsender Moral und internationaler Legitimierung, stärkerer diplomatischer Beziehungen, zunehmender Zurückweisung Israels und größerer Anerkennung Palästinas als Staat in der UNO. Diese Legitimation wird auch machtvoll durch das relative Wachstum der arabischen palästinensischen Bevölkerung demonstriert (26).

Das strategische Gewicht der regionalen Verbündeten Palästinas kann an den nachdrücklichen Anstrengungen des zionistischen Staates erkannt werden, die Hisbollah im Libanon zu unterdrücken, bei der Zerstörung Syriens mitzuwirken, und das Maß der konstanten Hysterie einer allgemeinen Bedrohung durch den Iran. Diese drei sind die Quellen der materiellen Unterstützung für den Widerstand. Die Golfmonarchien haben einige finanzielle Hilfe geleistet (die Korruption entstehen ließ), aber keine Waffen geliefert. Aus diesem Grund fürchtet Israel eine gestärkte „Achse des Widerstandes“ nach dem Krieg gegen Syrien. Diese Achse wird sich von Teheran bis Beirut erstrecken und wird höchstwahrscheinlich Syriens Golanhöhen zurückholen. Und das wiederum wäre ein großartiger moralischer Auftrieb für den palästinensischen Widerstand.

Schließlich sind Israel und seine Verbündeten verletzlich durch die Aufdeckung von ständigen Apartheidverbrechen. Das ist der Grund, warum Tel Aviv verbot, Soldaten in den besetzten Territorien zu filmen (27). Jedes neue Verbrechen, wie die Verhaftung und Ermordung von Zivilisten, beschädigt das „Markenzeichen“ Israels und hilft, das Regime zu isolieren. Offene Grausamkeiten und ethnische Säuberungen schwächen die alten Behauptungen, dass Kritisieren Israels ein Angriff auf die historischen „Opfer“ sind oder irgendwie „antisemitisch“.

Gleichzeitig agitiert die gut vernetzte Bewegung „Boykott, Desinvestition, Sanktionen“ gegen Israel, basierend auf dem Prinzip, dass „Palästinenser die gleichen Rechte haben wie der Rest der Menschheit“ (29). Das mag kurzfristig keine große Bedrohung für die Wirtschaft Israels sein, jedoch schätzte die Rand Corporation die „potenziellen Kosten auf 47 Milliarden Dollar im Verlaufe von 10 Jahren“ (30). Andere weisen darauf hin, dass BDS eher eine „kulturelle, psychologische Schlacht“ ist, als eine wirtschaftliche. Israel hat eine „Schwarze Liste“ erstellt, die jene enthält, die „das Land“ nicht betreten dürfen (einschließlich Palästina), weil die Personen Verbindungen zur BDS Kampagne unterhalten (31).

Die internationale jüdische Gemeinschaft, ein wichtiger Teil dieses Unterstützernetzwerkes, wird ebenso durch Verbrechen Israels abgeschreckt. Dieses internationale Netzwerk hängt von finanzieller und moralischer Unterstützung ab. Aber viele amerikanische Juden sehen sich als liberal und tolerant an, und sind beschämt durch Identifikation mit den Verbrechen der Apartheid. Sie haben empört auf die Verhaftungen und Massaker von palästinensischen Zivilisten, sowohl in Gaza als auch in der Westbank reagiert (32).

Selbst jene, die die BDS-Bewegung nicht unterstützen, schaudern vor Israel zurück wenn die Nachrichten schlimm sind. Die in Israel geborene Hollywood-Schauspielerin Natalie Portman lehnte 2 Millionen Dollar und Israels „Genesis“-Preis ab, weil sie zu beschämt war, gemeinsam mit Premierminister Netanjahu gesehen zu werden (33). In einem größeren Rahmen kann die Entmutigung an der substanziellen Abwanderung, besonders unter der großen Gruppe von Israelis mit doppelter Staatsbürgerschaft, erkannt werden.

Richard Falk, ehemaliger UNO-Sonderberichterstatter für das besetzte Palästina, sagte, dass er die Idee zurückweise, dass Palästina eine „verlorene Sache“ sei, denn es sei dabei, die Schlacht um Legitimität zu gewinnen. „Palästina gewinnt den schlussendlich wichtigeren Krieg um den politischen Ausgang“. „Im Kontext des antikolonialen Kampfes“, so fuhr er fort, während er Vietnam, Algerien und den Irak anführte „gewann am Ende die Seite mit der größeren Beharrlichkeit und Ausdauer, nicht die, die das Schlachtfeld kontrolliere“ (34).

Die Zukunft Palästinas ist getrübt von Spaltungen, Schmerz und Opfern, und mit Angst vor furchterregenden Feinden. Aber sie ist weit davon entfernt, hoffnungslos zu sein. Es gab echte Gewinne in den letzten Jahren. Der Widerstand hat die Expansion des kolonialen Projektes begrenzt, sowohl im Norden als auch im Süden. Die entscheidende Schwäche war die Uneinigkeit unter den palästinensischen Fraktionen und Spaltungen in den regionalen Verbündeten. Die wichtigste Stärke bleibt der fortwährende Widerstand von gepeinigten aber mutigen und unverwüstlichen Menschen.

Quellen:

(1) Mitschka, Jochen und Anderson, Tim (2018) Schattenkriege des Imperiums, Die Zukunft Palästinas, NIBE-Verlag 2018, online: http://www.nibe-versand.de/Politik/Schattenkriege-des-Imperiums-Die-Zukunft-Palaestinas-Jochen-Mitschka-Tim-Anderson::71.html Seite zuletzt aufgerufen am 05.12.2018.

(2) Qumsiyeh, Mazin B. (2011) Popular Resistance in Palestine: a history of hope and empowerment, Pluto Press, London.

(3) Yehoshua, A.B. (2018) ‘Time to Say Goodbye to the Two-state Solution. Here’s the Alternative’, Haaretz, 19 April, online: https://www.haaretz.com/israel-news/.premium.MAGAZINE-time-to-nix-the-two-state-solution-and-stop-israel-s-apartheid-1.6011274 Seite zuletzt aufgerufen am 29.06.2018.

(4) Amnesty International (2015) ‘Palestinian armed groups killed civilians on both sides in attacks amounting to war crimes’, 26 März, online: https://www.amnesty.org/en/latest/news/2015/03/palestinian-armed-groups-killed-civilians-on-both-sides-in-2014-gaza-conflict/ Seite zuletzt aufgerufen am 22.06.2018.

(5) Lynch, Jake (2009) ‘Politicide or politic: Gillard and the Gaza muzzle’, Sydney Morning Herald, 10 July, online: https://www.smh.com.au/politics/federal/politicide-or-politic-gillard-and-the-gaza-muzzle-20090709-deju.html Seite zuletzt aufgerufen am 25.06.2018.

(6) Ceren, Omri (2014) ‘EU Blasts Hamas for “Criminal and Unjustifiable” Rocket Attacks, Calls for Disarmament’, 23. Juli, online: http://www.thetower.org/0760oc-eu-blasts-hamas-for-criminal-and-unjustifiable-rocket-attacks-calls-for-disarmament/ Seite zuletzt aufgerufen am 22.06.2018.

(7) Barnard, Anne und Jodi Rudoren (2014) ‘Israel Says That Hamas Uses Civilian Shields, Reviving Debate’, New York Times, 23 Juli, online: https://www.nytimes.com/2014/07/24/world/middleeast/israel-says-hamas-is-using-civilians-as-shields-in-gaza.html Seite zuletzt aufgerufen am 22.06.2018.

(8) AP (2014) ‘UN says three-fourths of Gaza dead are civilians; Israel says Hamas fires from homes, schools’, Fox News, 23 Juli, online: http://www.foxnews.com/world/2014/07/23/un-says-three-fourths-gaza-dead-are-civilians-israel-says-hamas-fires-from.html Seite zuletzt aufgerufen am 22.06.2018.

(9) Ma’an (2014) ‘Death toll in Gaza hits 1,088 as Israel resumes bombardment’, Ma’an News Agency, 29 July, online: http://www.maannews.com/Content.aspx?id=716726 Seite zuletzt aufgerufen am 25.06.2018.

(10) UWI (2014) ‘More IDF Casualties in Gaza Operation’, United With Israel’, United With Israel, 28 July, online: https://unitedwithisrael.org/more-idf-casualties-in-gaza-operation/ Seite zuletzt aufgerufen am 29.06.2018.

(11) Anderson, Colin (2018) ‘Another Australian Intellectual Fails the Palestine Test’, Middle East Reality Check, 23 Mai, online: http://middleeastrealitycheck.blogspot.com/2018/05/another-australian-intellectual-fails.html Seite zuletzt aufgerufen am 22.06.2018.

(12) Leverett, Flynt and Hilary Mann Leverett (2014) ‘The Two State Solution is dead’, The National Interest, online: http://nationalinterest.org/feature/the-two-state-solution-dead-10862 Seite zuletzt aufgerufen am 25.06.2018.

(13) Falk, Richard and Virginia Tilley (2017) Palestine – Israel Journal of Politics, Economics, and Culture; East Jerusalem Vol. 22, Issue 2/3, 191-196; verfügbar online hier: https://counter-hegemonic-studies.net/israeli-apartheid/ Seite zuletzt aufgerufen am 22.06.2018.

(14) Hirst, David (2003) ‘The war game’, The Guardian, 21 September, online: https://www.theguardian.com/world/2003/sep/21/israelandthepalestinians.bookextracts Seite zuletzt aufgerufen am 22.06.2018.

(15) Avishai, Bernard (2014) ‘Ariel Sharon’s Dark Greatness’, The New Yorker, 13 Januar, online: https://www.newyorker.com/news/news-desk/ariel-sharons-dark-greatness Seite zuletzt aufgerufen am 22.06.2018.

(16) Leibowitz, Ruthie Blum (2007) ‘I didn’t suggest we kill Palestinians’, Jerusalem Post, 10 October, online: https://www.jpost.com/Features/I-didnt-suggest-we-kill-Palestinians Seite zuletzt aufgerufen am 25.06.2018.

(17) JVL (2017) ‘Demographics of Israel: Jewish & Non-Jewish Population of Israel/Palestine (1517 – Present), Jewish Virtual Library, online: http://www.jewishvirtuallibrary.org/jewish-and-non-jewish-population-of-israel-palestine-1517-present Seite zuletzt aufgerufen am 05.12.2018.

(18) Hart, Alan (2005) Zionism: the real enemy of the Jews’, World Focus Publishing, Kent.

(19) TTJ (2018) ‘True Torah, Jews Against Zionism’, online: http://www.truetorahjews.org Seite zuletzt aufgerufen am 29.06.2018.

(20) NKI (2018) ‘Neturei Karta International’, online: http://www.nkusa.org Seite zuletzt aufgerufen am 05.12.2018.

(21) Klingbail, Sivan and Shanee Shiloh (2012) ‘Bye the beloved Country – why almost 40 percent of Israelis are thinking of emigrating’, Haaretz, 15 December, online: https://www.haaretz.com/.premium-bye-the-beloved-country-1.5273011 Seite zuletzt aufgerufen am 25.06.2018.

(22) Walker, Richard (2014) ‘Tens of thousands of Jews leaving Israel for Germany’, American Free Press, 26 October, online: http://americanfreepress.net/tens-of-thousands-of-jews-leaving-israel-for-germany/ Seite zuletzt aufgerufen am 29.06.2018.

(23) Sales, Ben (2017) ‘Can Israel bring home its million US expats?’, Jerusalem Post, 1 August, online: https://www.jpost.com/Diaspora/Why-more-Israelis-are-moving-to-the-US-501301 Seite zuletzt aufgerufen am 29.06.2018.

(24) JMCC (2018) ‘Poll No. 91 – Trump’s Jerusalem Decision & Freedom of Expression’, Jerusalem Media & Communication Centre, 24 February, online: http://www.jmcc.org/documentsandmaps.aspx?id=878 Seite zuletzt aufgerufen am 22.06.2018.

(25) Khamenei, Ayatollah (2016) ‘Discord is enemy’s tool to dominate Muslim nations: Ayatollah Khamenei’, 17. Dezember, Khamenei.ir, online: http://english.khamenei.ir/news/4455/Discord-is-enemy-s-tool-to-dominate-Muslim-nations-Ayatollah Seite zuletzt aufgerufen am 25.06.2018.

(26) JVL (2017) ‘Demographics of Israel: Jewish & Non-Jewish Population of Israel/Palestine (1517 – Present), Jewish Virtual Library, online: http://www.jewishvirtuallibrary.org/jewish-and-non-jewish-population-of-israel-palestine-1517-present Seite zuletzt aufgerufen am 05.12.2018.

(27) DW (2018) ‘Israel seeks to outlaw filming of soldiers in action’, 17. Juni, online: http://www.dw.com/en/israel-seeks-to-outlaw-filming-of-soldiers-in-action/a-44267455 Seite zuletzt aufgerufen am 22.06.2018.

(29) BDS (2018) ‘Impact’, Palestinian BDS National Committee (BNC), the coalition of Palestinian organisations that leads and supports the BDS movement and by the Palestinian Campaign for Academic and Cultural Boycott of Israel (PACBI), online: https://bdsmovement.net/impact Seite zuletzt aufgerufen am 22.06.2018.

(30) White, Ben (2017) ‘BDS’ effect on Israel’, Middle East Monitor, 29 November, online: https://www.middleeastmonitor.com/20171129-international-day-of-solidarity-with-the-palestinian-people-2/ Seite zuletzt aufgerufen am 29.06.2018.

(31) Bahar, Dany und Natan Sachs (2018) ‘How much does BDS threaten Israel’s economy?’, Brookings Institute, 26 Januar, online: https://www.brookings.edu/blog/order-from-chaos/2018/01/26/how-much-does-bds-threaten-israels-economy/ Seite zuletzt aufgerufen am 22.06.2018.

(32) Weiss, Philipp (2018) Israel ‚made a desert bloom‘ – and I helped – Kamala Harris to AIPAC, 10. März, online: https://mondoweiss.net/2018/03/israel-desert-helped/ Seite zuletzt aufgerufen am 13.07.2018.

(33) Spiro (2018) Natalie Portman: I’m not pro-BDS, I’m anti Netanyahu’, Jerusalem Post, 21 April, online: https://www.jpost.com/Israel-News/Culture/Natalie-Portman-Im-not-pro-BDS-Im-anti-Netanyahu-551384 Seite zuletzt aufgerufen am 29.06.2018.

(34) Falk, Richard (2014) ‘On ‘Lost Causes’ and the Future of Palestine’, The Nation, 16. Dezember, online: https://www.thenation.com/article/lost-causes-and-future-palestine/ Seite zuletzt aufgerufen am 22.06.2018

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3 Kommentare zu: “Tim Anderson: das neue Opfer der Gleichschaltung der politischen Wissenschaft

  1. Geld akkumuliert sich vor allem bei Psychopathen und es regiert sprichwörtlich die Welt. Deswegen wird die Welt von Psychopathen regiert, und das ist nichts Neues. Wir, in unserem kurzen Leben, glauben immer gerne an „das Neue“, und doch passiert stets dasselbe.
    Das einzige, was sich ändert sind die Größenordnungen der Zerstörungen, durch die unsere Spezies in nicht allzu ferner Zukunft sich selber vernichten wird, wenn nicht ein Wunder geschieht – und dafür sehe ich weder eine Grundlage noch einen Grund. Die Menschheit ist ein Schuss in den Ofen.

  2. Israel wird von wahnsinnigen US-Politverbrechern heute ebenso benutzt, wie die das weiland mit Hitlers Nazis taten. Dieser Netanjahu uebernimmt sogar fast woertlich Maximen, die der Oesterreicher in D schon formulierte, als er mit Rueckendeckung von Allan Dulles (der als Anwalt der Wallstreet Hochfinanz) diesen Hitler pimpte und der 6 Mio Juden vergaste.
    Es ging damals und es geht heute immer noch um das Gleiche: Feindaufbau Russland, Ressourcenklau bei Anderen, die Gewinne der Ruestungindustrie zu maximieren.
    Alles von Historikern untersucht und belegt, von Wisthleblowern bestaetigt, von gekauften Luegenmedien verschwiegen. Ob dabei mal 20 Mio Russen umkommen oder 300 T Palaestinenser oder 6 Mio Juden oder 3000 US-Buerger (in fingierten 9/11 Aktionen), ob mal jemand ganz offiziell in befreundeten Konsulaten bestialisch, geradezu oeffentlich, zerstueckelt wird, egal: es geht diesen Krebsherden in den USA samt Epigonen wie derzeit gerade mal zufaellig diesem komischen Netanjahu und allen Mitlaeufern von Trump bis zu unserem Steinmeyer doch total am Mors vorbei.
    Uebelster, menschenverachtender Absolutismus wie seit Tausenden von Jahren, Ressourcenrafferei, Menschen- wie Viehhaltung monstroes wie schon fast immer. Naja, wie seit ca. 10 T Jahren. Vorher scheinen die die Menschen allerdings 300 Tausend Jahre menschlicher gewesen zu sein (sagen die Archaeologen).
    Haben wir nicht mal Lust, diese krebsigen Verbrecher an uns Mehrheitsrest ganz primitiv mit Mistgabeln von unseren Hoefen und von unseren Bildschirmen zu jagen?

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