KenFM im Gespräch mit: Timm Koch („Herr Bien und seine Feinde“)

Von Albert Einstein soll der Satz stammen: „Wenn die Biene stirbt, dann hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben“. Die Erfolgsdoku „More Than Honey“ ist seine moderne Überlieferung. So hat inzwischen nun fast jeder mitbekommen, dass es mit den Bienen mehr auf sich hat, als nur schmackhafter Honig und schmerzhafte Stiche. Doch was ist es, das die Biene so unverzichtbar macht? Und wie funktioniert der hochkomplexe Organismus Bienenvolk eigentlich genau?

Timm Koch setzt sich nun schon seit vielen Jahren mit eben diesen Fragen auseinander. In seinem Buch „Herr Bien und seine Feinde“ liefert der begeisterte Hobbyimker Antworten auf die Fragen, die der Biene in der heutigen Berichterstattung zu unverhoffter Popularität verholfen haben. Antworten, die weit über die Insektengruppe der Biene hinausgehen und die die Beziehung des Menschen zu seiner Umwelt in ein völlig neues Licht rücken.

Inhaltsübersicht:

0:04:38 Die Varroamilbe – ein relativ neuer Bienenfeind

0:07:49 Bestäubung

0:15:56 Synthetische Pfanzenschutzmittel

0:19:19 Das Leben einer Biene im Bienenstock

0:27:20 Die Aufgabenverteilung im Bienenstock

0:35:07 Die Biene und der Mensch

0:41:41 Menschliche Hybris und die Gier nach Göttlichkeit

0:46:06 Die natürlichen Feinde der Biene

1:01:48 Bienenbrot, Bienengift & Gelée royale.

1:08:38 Bienen haben Charakter

1:23:49 Wenn Bienen volltanken

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24 Kommentare zu: “KenFM im Gespräch mit: Timm Koch („Herr Bien und seine Feinde“)

  1. Das Gespräch mit Herrn Koch spricht endlich einmal einen Zustand an, den ich seit einigen Jahren mit zunehmender Angst beobachte.
    Seit über 30 Jahren wohne ich auf dem Land und habe täglich weite Flächen vergifteter Felder um mich. Es ist traurig und unglaublich unverantwortlich wie wir Menschen mit Tieren, Pflanzen, Erdreich und Wasser umgehen. Was mich jedoch schier entsetzt, ist die Tatsache wie unser Himmel mittels massivem Versprühens von Aluminium, Nanoplastikteilen, Barium etc., genannt „Chemtrails“, zu einem Giftcocktail bearbeitet wird, dem sich niemand mehr entziehen kann….keine Pflanze, kein Tier, kein Mensch, keine Talsperre und natürlich auch keine Biene! Diese Chemtrails sind keine Verschwörungstheorie. Jeder kann sie beobachten.
    Jeder angebliche Kondensstreifen (im Engl. „contrail“) , der länger als einige Minuten am Himmel zu sehen ist, ist ein Chemtrail, also ein mit o.g. Chemikalien und Metallen angereicherter Ausstoß von Flugzeugen. Meist verwischen diese oft schachbrettartig gezogenen Chemiestreifen, bis sich nach 1-2 Stunden eine milchige Decke über den ganzen Himmel ausgebreitet hat. Wahre Kondensstreifen, die bekanntlich aus Eiskristallen bestehen, verwischen nicht, sie lösen sich auf.
    Ich kann verstehen, dass diese Phänomene Stadtbewohnern nicht so leicht auffallen, aber achtet man bewusst darauf, kann man sie auch zwischen Häuserschluchten und natürlich bei längeren Autobahnfahrten sehr gut wahrnehmen.
    Da sich immer mehr Menschen, vorallen aber Wissenschaftler, Meteorologen und Piloten zu Wort melden und die Zustände anprangern, wird seit kurzem der Einsatz von Chemtrails von Seiten der Medien und der Politik mit der Beeinflussung des Wetters begründet. Um die zu starke Sonneneinstrahlung abzuschwächen, bringe man Aluminium etc. aus,so dass die Strahlen reflektiert würden. Dies setzt natürlich die Theorie der Klimaerwärmung als gegeben voraus, was allerdings von einer zunehmenden Anzahl von Wissenschaftlern nicht so gesehen wird.
    Ihr könnt euch selbst fragen, wo die Wahrheit liegt, wenn ihr euch aufmacht und eure unmittelbare Umgebung beobachtet.
    Ich zum Beispiel war erschüttert, als ich gestern morgen (Donnerstag, den 18.Okt.18) morgen um 7 Uhr in mein Auto stieg. Es war neblig, so neblig, dass ich nicht über den Hof bis zur Haustür unserer Nachbarn gucken konnte. Mein Mann schaltete automatisch die Scheibenwischer an….aber es gab nichts zu wischen! Weder auf der Windschutzscheibe noch auf den Seitenspiegeln war auch nur eine Spur von Wassertröpfchen zu sehen, alles war staubtrocken! Wie kann derart dichter Nebel ohne Wasser entstehen? Auch auf der Fahrt zur Arbeit lichtete sich der ‚Nebel‘ nur wenig. Es blieb bei uns im mittleren Niedersachsen den ganzen Tag etwas diesig bei absoluter Trockenheit. Dazu muss ich erwähnen, dass es bei uns im Umkreis von etwa 20 km keinerlei Fabrik oder größere Stadt gibt.
    Wenn ihr die Augen aufhaltet, könnt auch ihr merkwürdige Wolkenformen (zB. in ausgeprägt gleichförmigen Wellenmustern) , ungewöhnliche Farben (unnatürlich grellweiß oder metallischgrau) oder sehr gleichmäßige Löcher sehen. Es wird experimentiert an und mit unserem Himmel. Schon 2025 will die NASA das Wetter „beherrschen“, so wie Timm Koch es auf den Punkt bringt: „Gott spielen“.
    Wenn wir seinen Ausführungen folgen, sehen wir, welche Macht diejenigen besitzen, die das Wetter beherrschen und über Leben oder Nichtleben entscheiden.
    Nebenbei kann man durch das Ausbringen von Aluminium, das im Rufe steht, unter anderem Alzheimer auszulösen, wunderbar die Menschen verblöden lassen, so dass sie ähnlich den Bienen nicht mehr den Weg nach Hause schaffen.
    Dann erübrigt sich auch die Befürchtung der US-Elite, deutsches Knowhow könne sich mit russischen Ressourcen verbinden….
    Und auch das von Prof. Mausfeld konstatierte ‚Schweigen der Lämmer‘ erklärt sich. Jeder ist damit beschäftigt, sich noch halbwegs gesund und leidlich motiviert durch das Leben zu schleppen….oder könnt ihr euch eine Erkältungswelle im September !!! nach derlei vielen Monaten des Sonnetankens erklären?
    Ich denke, wir müssen sehr genau beobachten, was um uns und mit uns geschieht – nicht nur auf der politischen Ebene, sondern verstärkt auf der ökologischen und auf unserer Bewusstseinsebene.
    Und wir müssen darüber reden….auch wenn wir befürchten, andere würden uns für Narren oder Kassandras halten.

    • Das haben Sie sehr behutsam anmoderiert, liebe Ute. Ich freue mich über Ihr Posting.
      Leider werden Sie Gesprächspartner zu diesem Thema, das auch ich als eines der Allerwichtigsten überhaupt ansehe, auf diesem Forum nicht finden. Man beschäftigt sich lieber mit China, statt mit dem Himmel über unseren Dächern oder mit dem Boden unter unseren Füßen; lieber mit Nazis und Diktatoren da draußen, statt mit dem Nazi im Kopf und dem Diktator in unseren verschlossenen Herzen.

  2. Was ich nicht lese ist das die Giften, die Bienen und viele andere Insekten töten, nötig sind um die immer wachsende Bevölkerung der Welt zu ernähren.
    Leider, das es schon jetzt viel zu viel Menschen gibt, politisch nicht korrekt das zu sagen.
    Aber schon in den sechziger Jahren folgte ich Vorlesungen einer Professor in Entwicklungshilfe, der uns erklärte dat die Regierungen ärmer Länder keine Medizinische Hilfe wollten, nur mehr Münde worin Essen muss.

  3. Honig ist wie die Milch kein Nahrungsmittel für den Menschen. Das verstehen viele Imker auch nicht. Es braucht nicht alles süss zu sein. Und Die Biene ist auch nicht da, um uns das Leben zu versüssen.
    Der Bien baut natürlicherweise nach unten. D.h. die herkömmliche Art zu „imkern“ unter anderen mit „deutsch Normalmass“ (manchmal auch „Hitlerbeute“ genannt, denn daher kommt sie auch) zwingt den Bien nach oben zu bauen. Was das Volk auch ziemlich stresst. „Frei“ baut der Bien nach unten, wenn’s kein Platz mehr hat, dann bleibt das Volk in der dem Raum angemessener „Stärke“(Grösse).
    Leider ist die Imkerei so „hip“, dass oft nicht mehr gesehen wird, dass der Wunsch „eigenen“ Honig zu „haben“ (Na,wo hat er ihn denn????) schon an sich maximalhybrid ist.
    Varroabehandlung bedeutet, eine Hoffnung zu haben, dass der Ökozid doch nicht so schlimm ist. und es in absehbarer Zeit ein „Mittel“ dagegen (Wieder so ein K(r)ampf) geben wird. Da hammwer ja nochmal Glück gehabt…
    Wenn Familie Koch 30 kgs Honig /Jahr verbraucht, braucht das bei extensiv bewirtschafteten Völkern 3 von diesen, wenn die Völker nicht für den Winter zugefüttert werden sollen. Die Zuckerwasserfütterung ist ähnlich wie Silagefütterung bei Rindern; vergleichbar mit „Brot und Wasser“ im Vollzug. Die Kreatur überlebt geradeso und bringt,was gewünscht wird. Eine Biene nimmt den Zucker, doch ist ihr Magen nur zur Nektarverdauung geschaffen, ähnlich der Kuh, die die „Silage“ eigentlich erst in ihrem Magen „macht“. Auch das stresst den Organismus.(Aus menschlicher Imkersicht natürlich nicht so dolle, wie die Varroa). Die „Krätze“ beim Menschen trifft auch immer die „schwächsten“, die wird auch von einem Spinnentier verursacht.
    Es hat auch schon wieder mit Hybris zu tun, wenn Mensch als Imker denkt, der Bien kann ohne ihn nicht mehr existieren . Die Pharmas haben auch so Vorschläge für die menschliche Spezies. „Helfen“ bedeutet wohl wieder fit machen für die weitere „Nutzung“……
    …let’s face it!

    • Also bei dieser Logik, kannst du dich gleich zu den Astralasketen gesellen und nur von Luft und Licht „ernähren“.
      Sämtliche Früchte und Samen sowie Gräser und Blätter der Pflanzen sind nicht für den Menschen entwickelt worden.

      Es ist nicht sehr angenehm, wenn einer in seiner blinden Kritikwut noch den Verstand ausschaltet.

    • ich kann es gerade mal wieder nicht verstehen. Ernähren sich nur Veganer von Pflanzen? Essen Allesesser nur Tierprodukte? Achja und die Tiere? Wovon ernähren die sich? Ah, im Falle der Bienen von Zucker (insofern sie „zugefüttert“ werden). Habe ich jetzt nicht gerade gelernt, dass bei der Produktion von Zucker Menschen versklavt werden? Oder ist das ein anderer Zucker? Oder brauchen die Bienen unvergleichlich viel weniger Zucker? Da gibt es doch auch Gerüchte über Billiglohnsklaven in den Fleischfabriken …
      Hm und letztlich bringen wie immer Veganer mehr Tiere um als Allesesser und bringen mehr Leid über den Planeten … erstaunlich …Soja wird schließlich auch unter dem Einsatz von Unmengen Pestiziden und für die Abholung der Regenwälder für den Tofu angebaut, den Veganer IMMER und ausschließlich essen … das alte Lied 🙁

    • …Ja Kuscheln mit Künast usw. möchte ich nicht… Aber, tröste Dich : es gibt bestimmt noch (ideo)logische „verstandesgemässe“(wessen Verstand?wo?wer?was? …ach,ja, der“Verstand“…)Wohlfühloasen, die angenehm sind.

    • @Jeck
      Herzlichen Dank für Ihren Mut, die von vielen als unbequem verdrängten Wahrheiten hier zu benennen. Wie sehr Sie damit „auf die 12“ getroffen haben, ist Ihnen sicher schon anhand der unsachlichen Folgekommentare aufgefallen.
      Mir haben Sie damit eine große Freude gemacht, denn im Alltag steht man mit solcher Haltung doch häufig recht alleine da. Weshalb es um so schöner ist, zu lesen, dass es auch nich andere Denkende gibt, die es schaffen, über ihren eigenen Tellerrand hinauszuschauen.
      Dankeschön!

    • Noch ein Nachtrag zum Thema Zuckerwasser für die Bienen. Die für mein Empfinden unerträglichste Stelle in dem Film „More than Honey“ war, als die Bienen nach tagelangem Transport halb verhungert sich auf das Zuckerwasser stürzten. Aber auch der ganze restliche Film war eigentlich schon weit über meine Schmerzgrenze. Da ist es mir ein Rätsel, wie man Bienen noch weiter „nutzen“ kann für die Produktion von Honig. Ich habe auch von Imkern gehört, die nur den Überschuss Honig abschöpfen und kein Zuckerwasser zufüttern. Das ist mit Sicherheit nicht „profitabel“, aber wenn überhaupt, der einzig gangbare Weg …
      Es wird wohl so sein, dass meine Vulnerabilitätsgrenze einfach viel zu niedrig ist … aber wie sagte unser damaliger Kriegsminister? „Diese Bilder (ertrunkene Kinder im Mittelmeer) müssen wir aushalten, wenn wir unseren Wohlstand halten wollen“

    • @paleene….Danke ebenfalls!
      @angi k….wenn’s interessiert:Bienenhaltung für Alle, Abbe Warre…Ernte und Durchsicht einmal/Jahr etc.. gibt trotz der Erwerbsorientierung dabei (eben Bienenhaltung für die „Arbeiter“ nicht nur für „Spezialisten“) eine andere Idee/Sicht auf das Bienenleben..
      und: Karsten Massei… ganz elementar.
      Viel Spass und auch ein Dankeschön.

  4. Es ist natürlich wunderbar, an dem umfangreichen Detail-Wissen von Timm Koch teilzuhaben (Danke 🙂 ich habe es sehr genossen!) – aber „nötig“ war es für mich nicht: Den Kreislauf des Ökosystems habe ich bereits in der Grundschule kennengelernt und somit war mir klar, dass jegliches Eingreifen des Menschen kritisch betrachtet werden muss.

    Lernen Kinder in der Grundschule „Das Ökosystem“ eigentlich noch wie die gesamte Fauna und Flora mit dem Menschen im Einklang stehen und einen perfekt funktionierenden und überlebenssichernden Kreislauf bilden?
    Seit Jahren frage ich mich, ob die die Entscheider in diesem Machtkasino der Reichen in der Schule nicht aufgepasst haben!?
    Liest man den Kommentar von „Box“, scheinen sie sehr wohl aufgepasst zu haben… (welch perfide Dystopie!).

  5. Zum pathologischen Streben nach Vergöttlichung:

    Transhumanismus: Greifbare Zukunft, Träumerei oder Dystopie?
    30.09.2017 • 07:45 Uhr

    Die aktuellsten Trends und Pläne in den neuen Technologien lassen vermuten, wie weit der futuristische Traum von unserer Gegenwart entfernt ist. Experten äußern sich unmissverständlich. Projekte werden konkret angekündigt, und die Staaten aller Kontinente ziehen mit.

    Was ist Transhumanismus?

    Der Begriff ist älter als manche denken. Die Idee dahinter geht sogar noch viel weiter zurück. Heute bedeutet es die buchstäbliche Konvergenz zwischen Mensch und Maschine. Der Homo Sapiens verlässt seine ehemalige, sterbliche und kränkelnde Hülle und lebt weiter, dank Technologie, ohne Leiden. Die Transhumanisten nennen es einen zukünftigen Präzedenzfall: Etwas, wonach sich der Mensch seit jeher sehnte, nie erreichte und erst jetzt glaubwürdig in Aussicht gestellt bekommt. Laut ihnen nimmt dieser Prozess bereits sichtbar Form an. Der Erinder und Futurist Ray Kurzweil, der sich zum Transhumanismus bekennt:

    „Gibt es Gott? Nun ja, ich würde sagen, noch nicht.“

    Er bezieht sich dabei auf die bevorstehende „Singularität“. Gemeint ist damit der Zeitpunkt, ab dem sich maschinelle, also künstliche Intelligenz verselbstständigt, sich autonom und rasant verbessert und damit den technischen Fortschritt derart beschleunigt, dass die Geschicke der Menschheit hinter diesem Ereignis nicht mehr vorhersehbar sind, weil deren Gestaltung nicht mehr in ihren eigenen Händen liegt. Bei den Transhumanisten ist die Rede von einer rapiden und direkten Integration der organischen, menschlichen Spezies in eben diesen Prozess. Im Altgriechischen erfasst es der Begriff Apotheose treffend: die Erhebung des Menschen zu einem Gott.
    (…)
    https://deutsch.rt.com/gesellschaft/58210-transhumanismus-greifbare-zukunft-traumerei-oder-dystopie/

    Oder hier:

    Samstag, 25. August 2018, 15:30 Uhr
    ~12 Minuten Lesezeit
    Der Krieg der Reichen
    Die Reichen verschwören sich, um uns zurückzulassen.
    von Rubikons Weltredaktion

    „Flucht statt Ethos“ könnte das Motto dieser Männer sein, geht es ihnen doch nicht darum, die Welt noch zu retten oder zumindest zu verbessern — nein, es geht ihnen um Flucht, darum, die eigene Haut zu retten, koste es was es wolle. Der Autor dieses Artikels, Douglas Rushkoff, kommt zu dem Schluss, dass in dieser Denkweise nicht die „neutrale“ Technologie als das Problem angesehen wird, sondern der fehlerhafte, defizitäre, schrecklich un-binäre Mensch in seiner ganzen Widersprüchlichkeit. Und die gilt es zu transzendieren – Maschinen sind schließlich die besseren Menschen.

    (…)
    Die wirklich interessanten Fragen

    Welche Region wird die kommende Klimakrise weniger zu spüren bekommen: Neuseeland oder Alaska? Baut Google wirklich ein Zuhause für Ray Kurzweils Gehirn und wird sein Bewusstsein während des Übergangs weiterleben oder wird es sterben und völlig neu wieder geboren werden? Schließlich erklärte der Vorstandsvorsitzende eines Maklerunternehmens, dass er den Bau eines eigenen unterirdischen Bunkersystems so gut wie fertiggestellt hatte und fragte dann:

    „Wie erhalte ich nach dem Ereignis meine Autorität gegenüber meinen Sicherheitskräften aufrecht?“

    Trotz ihres ganzen Reichtums, trotz ihrer ganzen Macht glauben sie nicht, dass sie die Zukunft beeinflussen können.
    „Das Ereignis“

    Das Ereignis. Das war ihr Euphemismus für den ökologischen Zusammenbruch, soziale Unruhen, eine Atomexplosion, einen unaufhaltsamen Virus oder einen Mister Robot-Hack, der alles zusammenbrechen lässt („Mister Robot“ ist eine US-Serie, in der ein IT-Spezialist angeheuert wird, um die Weltwirtschaft ins Chaos zu stürzen; Anmerkung der Übersetzerin).
    Sich des Mobs erwehren

    Diese einzige Frage beschäftigte uns für den Rest der Stunde. Sie wussten, dass sie bewaffnete Wachen brauchen würden, um ihre Anwesen vor dem wütenden Mob zu schützen. Wie würden sie aber die Wachen bezahlen, wenn das Geld wertlos geworden wäre? Wie könnte man die Wachen daran hindern, einen eigenen Anführer zu wählen? Die Milliardäre dachten über spezielle Zahlenschlösser für ihre Nahrungsmittelvorräte nach, deren Zahlenfolge nur sie kannten. Oder darüber, ihren Wachen eine Art disziplinarische Halsbänder anzulegen, um sich zu schützen. Oder vielleicht könnten ja auch Roboter als Wachen und Arbeiter dienen, wenn die Technik bis dahin so weit sei.
    Das Transzendieren des Menschseins an sich

    Da wurde mir schlagartig bewusst: Für diese Herren war dies tatsächlich ein Gespräch über die Zukunft der Technik. Angeregt wurden sie von Elon Musk, der den Mars bevölkern und Peter Thiel, der den Alterungsprozess umkehren möchte; von Sam Altman und Ray Kurzweil, die ihren Verstand in einem Supercomputer speichern wollen.

    Diese fünf hier bereiteten sich auf eine digitale Zukunft vor, die weit weniger damit zu tun hat, die Welt zu verbessern, als damit, die conditio humana an sich zu transzendieren und sich abzuschotten von den sehr realen und gegenwärtigen Gefahren des Klimawandels, dem steigenden Meeresspiegel, Massenmigration, weltweiten Pandemien, nativistischer Panik und Ressourcenerschöpfung. Für sie besteht die Zukunft der Technologie allein in der Flucht.
    Die transhumane Vision

    An übertrieben positiven Einschätzungen davon, wie Technologien der menschlichen Gesellschaft nützen können, ist nichts auszusetzen. Der derzeitige Drang in Richtung einer post-humanen Utopie ist jedoch etwas ganz anderes.

    Es ist weniger die Vision einer Migration der gesamten Menschheit zu einem neuen Daseinszustand als vielmehr das Streben danach, alles zu transzendieren, was menschlich ist: den Körper, wechselseitige Abhängigkeit, Mitgefühl, Verletzbarkeit und Komplexität. Wie Technikphilosophen bereits seit Jahren aufzeigen, reduziert die transhumane Vision viel zu leicht die gesamte Wirklichkeit auf Daten und folgert, dass „Menschen nichts weiter sind als informationsverarbeitende Objekte.“

    So wird die menschliche Evolution auf ein Videospiel reduziert, das jemand gewinnt, indem er die Notluke findet und ein paar seiner allerbesten Freunde mitnimmt. Wird es Musk sein oder Bezos, Thiel … Zuckerberg? Diese Milliardäre sind die mutmaßlichen Gewinner der digitalen Wirtschaft – desselben „Der Stärkste-gewinnt“-Wirtschaftsszenarios, das überhaupt erst diese Spekulationen angefacht hat.
    (…)
    https://www.rubikon.news/artikel/der-krieg-der-reichen

    • Da’s passt:

      Es gibt mich seit der Morgendämmerung der Menschheit und wird mich weiter geben, bis der letzte Stern vom Himmel gefallen ist.
      Ich bediene mich zwar des Körpers und der Seele des Gaius Caligula, also bin ich ein Mensch. Und bin doch kein Mensch. Also kann ich nur eins sein: Nämlich ein Gott!
      (Caligula, Spielfilm USA/Italien 1979, Tinto Brass)

    • @ Box:
      Sie geben ja bestimmt Ihr Allerbestes, werter Kommentator, aber könnten wir uns bitte auf die Übereinkunft einigen, daß jeder nur über das schreibt, was er kennt, worin er sich auskennt und was er, vor allem, aus eigener Erfahrung weiß?
      Sie haben, wie an vielen Stellen zu lesen war, nicht die geringste Ahnung von dem, was Spiritualität und Transzendenz sind. Aber Sie fühlen sich immer wieder dazu aufgerufen, zur Spiritualität und allem, was irgendwie auf Hierarchien gründet, Ihre destruktiven und ignoranten Linkzusammenstellungen zu präsentieren.
      Das führt zu gar nichts.
      (Vielleicht sollten Sie sich lieber mal Ihre Charakterfixierung anschauen, da es da ein massives Problem mit Autorität gibt und die Beziehung zum Vater muß auch geheilt werden.)

      Für Sie ist jegliche Autorität per se bereits schlecht.
      Es gibt aber WAHRE AUTORITÄT. Und auch die greifen Sie an, wo immer Sie Ihnen begegnet.
      Schlecht. Ganz schlecht. Für welche Kräfte Sie auf diese Weise als Agent arbeiten, das möchten Sie überhaupt nicht wissen … … …
      Der Trans“humanismus“ hat sich raffinierterweise eines Begriffes bedient, der ursprünglich positiv belegt war. Er ist aber kein Trans, er ist eine Regression; ein Retro; eine perverse Verstümmelung des Menschseins.

      Seien Sie also doch bitte so gut und bleiben Sie bei Ihren Leisten: innerhalb des Paradigma des Materialismus als einzige Wirklichkeit; und dazu ein bißchen Psychologie, denn das ist doch Ihr Weltbild, nicht wahr?

      (Und dabei schließen Sie ungefähr 99,9 Prozent von dem aus, was uns als Menschen als Potential und Hoffnung in die Wiege gelegt wurde. Und das weiß ich aus meiner eigenen Erfahrung.)

    • P.S.: Ich habe mich nicht nur auf diesen einen Kommentar (oder diese zwei hier) bezogen, die im Grunde gar nicht so schlimm sind. Es geht mir um die Verwendung von Begriffen, die wir nicht aus unserer Erfahrung kennen.
      Dann sind sie nämlich leer und bedeutungslos; Schall und Rauch, oder besser: Anmaßung und Dunkelheit.

    • Ihnen etwas diktieren? Würde ich gern, können Sie Steno?

      Was man von Ihnen nie und nimmer hören wird, egal wie oft und intensiv sich Herr Lenz eingesetzt hat, auch Herr Fleck und andere,
      um die Materialisten auf etwas Höheres aufmerksam zu machen und Ihnen vor Augen zu führen, daß sie völlig in die Irre gegangen sind und sie nichts, aber auch gar nichts in Ihrer mentalen Diktatur von einem Caligula unterscheidet (außer ihrer Feigheit) – was man hier von Ihnen niemals hören wird,
      ist das:
      Danke für den Hinweis.
      Hm, Sie könnten Recht haben.
      Da könnte was dran sein.
      Ist das nicht etwas übertrigben?
      Na, da haben Sie sich jetzt aber vergalloppiert.
      Nein, so habe ich das nicht gemeint.

      Nein. Ihnen geht jede offene Freundlichkeit verloren, sobald Sie auf das hingewiesen werden, was Sie tun in ihrer geistigen Verfinsterung und ihrem ausweglosen Materialismus.

      Und wenn Ihnen die Argumente ausgehen, nichts als diese perfide Ironie, diese zynischen Anklagen.
      Dieses SichzumOpfer machen.

      Denn diktatorisch, das sind ja immer nur die anderen.

      Niemals das, was Sie in Ihrem Kern regiert.

      Sie versuchen hier das aufrichtige Bestreben von Menschen, die erkannt haben, daß das Flachland uns überhaupt gar nirgendwo hinführen wird, und die bereit sind, sich dem Großen zu öffnen und an sich selbst zu arbeiten – was niemals zu Macht oder Größenwahn führt sondern, im Gegenteil, zu Demut – – –

      mit dem Wahnsinn und der Gewalttätigkeit der Transhumismusbetreiber zu verklammern.

      Das ist einfach nur jämmerlich in meinen Augen.

    • Nun es gibt Menschen denen nehme ich ihre Spiritualität ab, ich habe da Welche im realen Leben kennengelernt.
      Im Internet wären da spontan Herr Drewermann oder jener Herr der mit Frau Calvez im Gespräch war, Dada Madhuvidyananda.

      Das Gegenteil hiervon; während sie von Freundlichkeit schreiben und dabei Gift und Galle speien, das erweckt mir eher den Anschein von Glaubenskongregation. Ihren Spiritus kaufe ich ihnen nicht ab.

      Im Grunde ist es keine große Sache, also nicht wirklich von Bedeutung, da man gerade im Internet, in den Kommentarspalten, häufiger Extreme antrifft, häufiger als das in der freien Wildbahn der Fall ist.

    • Sehen Sie, da gibt es leider gar keine Verständigungsmöglichkeit.

      Für Sie kann es nur um das Ich des Kommentators gehen und das Ich desjenigen, der sich mit ihm mißt.

      (Und wenn der sich nicht „heilig“ verhält bzw. so, wie es die sogenannten Heiligen tun müssen, immer sanft, immer liebevoll schwebend, eben so richtig gutmenschenhaft — sondern vielleicht als ein Spiegel dessen, was er angreift – dann hat er nicht das Recht über das „Heilige“ zu reden. )

      Jesus im Tempel, wie er die Tische der Geldwechsler umwirft – das war doch bestimmt jemand aus der freien Wildbahn.

    • @Saatchi

      „(…) aber könnten wir uns bitte auf die Übereinkunft einigen, daß jeder nur über das schreibt, was er kennt, worin er sich auskennt und was er, vor allem, aus eigener Erfahrung weiß?(…)“

      Das müsste dann ja zuvorderst auch für Sie gelten.
      So „wissen“ Sie nachfolgende Aussage (als Beispiel) also aus eigener Erfahrung?
      Interessant.

      Der Trans“humanismus“ hat sich raffinierterweise eines Begriffes bedient, der ursprünglich positiv belegt war. Er ist aber kein Trans, er ist eine Regression; ein Retro; eine perverse Verstümmelung des Menschseins.

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