KenFM präsentiert: Tödliche Agri Kultur – Wie Monsanto die Welt vergiftet

Ein Film von Gaby Weber.

Seit 20 Jahren werden in Argentinien riesige Flächen mit gentechnisch veränderter Soja bepflanzt. In Monokultur. Anfangs war das für die Landwirte, die Saatgutverkäufer und die Chemie-Konzerne ein Freudenfest. Allen voran: Monsanto. Heute ist das Modell Monsanto gescheitert. Nicht für die Investmentfonds, aber für die Landwirte vor Ort und für die Verbraucher in den Städten.

20 Millionen Hektar Land werden mit Herbiziden, Insektiziden, Fungiziden und künstlichem Dünger überflutet. Die Folge sind Überschwemmungen riesiger Landesteile. Staatliche Kontrollen sind nicht vorhanden. Argentinien hält den weltweiten Rekord, was den Verbrauch an Glyphosat angeht. Was die Lebensmittelindustrie von diesen Feldern in die Supermärkte bringt und exportiert, ist giftig. Aber es gibt Alternativen zu dieser tödlichen Agri-Kultur.

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15 Kommentare zu: “KenFM präsentiert: Tödliche Agri Kultur – Wie Monsanto die Welt vergiftet

  1. Ja, lieber Specht,
    ob dieser oder andere Kommentare von Marikka, alle waren sie stets authentisch, gut recherchiert und von Innen nach Aussen gebracht.
    Schreibe selbst sehr wenig, verfolge aber immer wieder gerne den Austausch von Kommentatoren. Wirklich schade, hier fehlt nun ein wichtiger „Beitrags-Impulsgeber*in“

    • Mein Kommentar sollte eigentlich unter Specht, als Antwort für seine Anmerkung zu Marikkas Aussagen.

  2. Es genügt im argentinischen Genehmigungsverfahren die Bestechung EINER einzigen Person – den Agrarminister – um das gesamte Agrarland Argentinien seit 1996 zu vergiften.
    Gleiches muss man bei Einfuhren hoch belasteter argentinischer Agrarprodukte in die EU vermuten.
    Welch eine gigantische Rendite.
    So kanns weitergehen – demnächst in der Ukraine.

    Glyphosat – ein völkerrechtswidriger Giftgas-Krieg gemäß Genfer Konvention ?
    Klar das jetzt Monsanto Bayer heißt, denn darin haben sie 100-jährige Tradition.
    http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=20151

  3. Diesen Film kann man heute auch eins zu eins übernehmen für den Raum Südostasien all beschriebenen Symptome sind identisch.
    Ich bin mir mit den Projekten der Renaturierenung der Landwirtschaft nicht so euphorisch. Mir kommt es so vor als ob man sich freuen könnte, wenn man einen Stück Waldbrand gelöscht hat, aber ringsherum weitere Hektars noch in Flammen stehen und der Brandstifter rennt freudig noch frei herum; ist eine wahnsinnige Sissyphusaufgabe.

  4. Was ich aus dem Film mitgenommen habe:

    Das wenn Menschen sich zusammentun und hartnäckig bleiben,
    das man dann auch solche Dinge verhindern kann.
    Das finde ich macht Mut.

    Ich weiß nicht von wem dieses Zitat stammt: Sklaverei funktioniert nur
    wenn sie freiwillig geschieht.

    Man kann solche schlimmen Dinge uns nur dann antun, wenn wir sie
    freiwillig geschehen lassen. Und wenn man eben nichts dagegen tut.

    • Finde ich einen super Gedanken!
      Viele Faschoschweine haben gejubelt, als ihnen der Massenmord wirtschaftlichen Aufschwung beschert hat, ohne aber die Kehrseite zu sehen: Das sie damit in ein Gefängnis gelockt wurden, in dem ihr Leben von a-z vorbestimmt war und am Ende zu dem sich abzeichnenden Kollaps führen musste…
      Und heute ist das im Kleinen eigentlich bei allen Menschen so: „Hauptsache Arbeit“ ist im Gehirn, damals stand es erstmal auf den Gitterstäben eines KL. Nun leben wir das alle – weil sonst keiner ne Antwort auf die Frage hat, was er hier eigentlich solle… und dann lieber rein in die freiwillige Bevormundung.
      Ein Leben Kinderstube, ohne jemals zu tieferen Einsichten im Leben zu gelangen – und das kann man heute den Leuten als „Karriere“ und „Verdienst“ unterjubeln…

  5. Zur Ergänzung der Hinweis:

    „Überall drängen BlackRock und dutzende gleichartiger Investoren auf Gewinnsteigerung und Kostensenkung. Ein beliebtes Mittel dafür sind Unternehmens-Fusionen. BlackRock drängt auf die Fusion von Deutscher Bank und Commerzbank – Blackrock ist bei beiden Miteigentümer. Gegenwärtig organisieren BlackRock & Co. die Übernahme des US-Agrarchemiekonzerns Monsanto durch den Chemiekonzern Bayer.

    … aus:

    Werner Rügemer: Die neuen Mächtigen

    Während Regierungen und Leitmedien seit der Finanzkrise das Theater aufführen, eine umfassende Bankenkontrolle und -regulierung stünde unmittelbar bevor, bauen die Eliten ihre Macht aus und modernisieren sie. Die „neuen Mächtigen“ werden nicht reguliert, ihr Handeln organisiert sich über keine Bank. Dennoch bedrohen sie Demokratie, Sozialstaat, Arbeitsverhältnisse und Lebenssicherheit. Doch um wen handelt es sich? Und wie steht es um den von Georg Schramm konstatierten Krieg „Geld gegen Staaten“? Zu diesen Fragen sprach Jens Wernicke mit dem Autor und Publizisten Werner Rügemer, der mit seinem neuen Buch eine Art „Geschichtsschreibung von unten“ vorgelegt hat, die die Unterdrückungsverhältnisse hinter dem Nebel der alltäglichen Propaganda wieder sichtbar macht.

    von Jens Wernicke

    http://www.free21.org/die-neuen-maechtigen/

    • Alte oder neue Mächtige. Alte oder neue Namen. Alter Wein in neuen Flaschen. Es sind nicht die neuen Flaschen, es ist nicht das Etikett, es ist, wie Georg Schramm sagt, DAS GELD, welches Krieg gegen Staaten führt, so wie es im Feudalismus die Fürsten und Monarchen mal reich, mal arm gemacht hat. Den Weg des Geldes zu verfolgen, das geschieht zunehmends. Aber erst, wenn von einer Mehrheit verstanden wird, wie Geld funktioniert, dann „werden wir morgen die Revolution haben“. Ein Interview mit Georg Schramm hier wär‘ doch was! Oder?

    • Ja.

      Ich wurde zum ersten Mal, durch das Ansehen der drei „Zeitgeist“ Dokumentationen, auf den Mechanismus des Geldes gestossen.
      Deshalb fand ich es auch sehr erfreulich, daß Herr Senf, bei KenFM im Interview, Gelegenheit bekam dies darzulegen.

      Da Geld ist vor allem eines ist, ein Kontrollinstrument, bedeutet viel Geld gleich viel Kontrolle. Wofür man dann jedes Gut und jede Schandtat kaufen kann. Kein Geld, keine Kontrolle und man ist gezwungen sich selbst zu veräußern, dies dann auch, um im Auftrag Schandtaten zu begehen.

      Das Thema wird sehr sporadisch erwähnt und auch nur sehr marginal angegangen, durch z.B. lokale Währungen oder vereinzelt Experimente mit einem bedingungslosen Grundeinkommen.
      Wobei ein Grundeinkommen, das die Grundbefürfnisse nicht abdeckt, ziemlich sinnfrei ist. Das Grundeinkommen losgelöst aus einem größeren Kontext zu betrachten, wie dies manche Kritiker tun, halte ich ebenso für recht sinnfrei.

      Weshalb ich darauf komme? Sie erwähnten den sehr verdienstvollen Herrn Schramm und gestern war „die Anstalt.“
      Anny Hartman war Gast und es war Thema in ihrem Soloauftritt.

    • P.S.: Die Furcht vor Existenzverlust durch Geldmangel, tritt in der von Frau Weber vorliegenden Dokumentation sehr deutlich hervor.

  6. Im Film zwar mit Bildern gezeigt, aber nicht mit Worten gesagt, wurde, daß der Sojaanbau Argentiniens für die Massentierhaltung auch in Europa verwendet wird. Wer Fleisch isst, unterstützt Monsanto und die Krebserkrankungen in Argentinien. Wir Tierrechtler wissen und sagen das schon lange, aber auf uns hört man ja nicht. Die Mitglieder der „Krone der Schöpfung“ bekommen ihr Hinterteil erst hoch, wenn die eigene Hütte brennt. Und wie man im Film lesen konnte, einige selbst dann nicht (krebserkrankte Monsanto-Soja-Bauern, die die wahre Ursache ihrer Krankheit nicht anerkennen wollen).
    Soviel geballte Dämlichkeit läßt bei mir keinen Optimismus aufkommen.

    • „Als Macrons Optimismus-Macherin und Jugend-Anmacherin agierte bisher Axelle Tessandier, Start Up-Unternehmerin aus dem Silicon Valley. Die quasselige Missionarin aus dem Paradies der asozialen Internet-Ökonomie präsentierte sich bei ihren Auftritten stylish mit weißen Turnschuhen und als konsequente Veganerin. Knallhart mit softem Lächeln propagiert sie die disruptive economy der Amazon, Facebook, Google/Alphabet, Uber, Airbnb, Taskrabbit & Co. Macron lässt seine Missionarin die angeblich überholten Gesetze und Regeln anprangern, durch die die US-Konzerne bei ihrer Durchdringung Europas behindert werden. Gewerkschaften sind für die Befürworter der prämienbezogenen Individualentlohnung ein Hass-Objekt.“

      … aus:

      „America first“ in Europe
      Die Kritik an Trumps „America first“ ist heuchlerisch.
      von Werner Rügemer

      https://www.rubikon.news/artikel/america-first-in-europe

    • Tja, auch böse Menschen können Vorzüge der veganen Ernährung egoistisch für sich nutzen: Neben den gesundheitlichen Vorteilen auch das positive Image, das der vegane Lebensstil in bestimmten Bevölkerungsgruppen hat (prototypisch: jung, gebildet, weiblich, urban).
      Mit dem politischen Veganismus hat das aber nichts zu tun. Dieser ist ein Gegenentwurf zum Recht des Stärkeren. Damit quasi automatisch links, gegen Konzerne und für starke Gewerkschaften.

  7. Es kann gar nicht genug darauf hingewiesen werden, wie Monsanto und die Menschen, die Glyphosat ausbringen, die Welt vergiften. Vielen Dank an Gaby Weber für ihren Einsatz und für diesen Film.
    Glyphosat wurde und wird in seiner Schädlichkeit für Mensch, Tier und Umwelt systematisch verharmlost. Monsanto stellt ganz legal Massenvernichtungsmittel her und hat in Südamerika die Existenz vieler Kleinbauern vernichtet und ihre Gesundheit ruiniert. Aber nicht nur dort, sondern auch in Deutschland werden 40 Prozent der Ackerflächen durch Glyphosat verseucht, das Ökosystem zerstört und die Gesundheit von Mensch und Tier aufs Spiel gesetzt.
    Die weitere Zulassung von Glyphosat innerhalb der EU für die nächsten Jahre, steht demnächst an und es läuft zur Zeit eine europaweite Unterschriftenaktion um genau dies zu verhindern. Ob es gelingt ist fraglich, aber ich denke, wir sollten wirklich alles versuchen, um zu verhindern, dass dieses Gift weiter ausgebracht werden darf. Es ist für jeden einzelnen bedeutsam, sich da klar zu positionieren, Widerstand gegen diese Massenvernichtung zu leisten und durch das eigene Kaufverhalten Einfluss zu nehmen.
    Vielen Menschen ist gar nicht bewusst, wie schädlich dieses Mittel tatsächlich ist. Leider ist es einigen auch völlig egal. Gerade auch das Zusammenwirken von Glyphosat und Aluminium oder auch Quecksilber, welche ebenfalls zunehmend die Umwelt belasten, kann zu schwersten Erkrankungen führen. Insbesondere bei der Entstehung degenerativer Erkrankungen des Gehirns, des Nervensystems und bei Krebserkrankungen spielen diese Stoffe eine große Rolle. Diese Erkrankungen werden in den nächsten Jahren rasant zunehmen, wenn die Menschen kein Bewusstsein dafür entwickeln und entsprechend gegensteuern.
    Eine Tochterfirma von Monsanto hat auch Aspartam entwickelt, welches heute weltweit in den ganzen Light-Produkten zu finden ist und das nachweislich sehr toxisch im Körper reagiert und ebenfalls zu vielen neuro-degenerativen Erkrankungen und zu Krebs führen kann. Warum werden diese Stoffe nicht verboten? Ursprünglich wurde Aspartam als biologisches Kampfmittel entwickelt und man hat sich dann entschlossen, es gleich im großen Stil einzusetzen und die Light-Produkte kräftig zu vermarkten.
    Monsanto hat jetzt ein aluminium-resistentes Saatgut entwickelt. Darüber sollten sich die Menschen ebenfalls Gedanken machen, auch wenn sie z.B. das Thema Chemtrails lieber in die ganz tiefe Verschwörungsschublade packen wollen.

    • Sehr guter, wichtiger Kommentar! Schade, dass diese Userin abgeschaltet ist. Ich hätte gern hier bei KenFM noch mehr von ihr gelesen!

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