KenFM im Gespräch mit: Tommy Hansen

Am 18. August 2018 verstarb der dänische Journalist Tommy Hansen nach schwerer Krankheit. Anlässlich seines Todes möchten wir auf ein Interview hinweisen, das KenFM im Sommer 2014 mit ihm geführt hat. In diesem Gespräch stellte er zum ersten Mal seine Idee eines Internetmagazins vor, das man auch ausdrucken kann.

Tommy Hansen war Gründer der Internetplattform Free21.org. In seinem Kampf für freie und unabhängige Medien setzte er sich insbesondere für eine Aufklärung der Ereignisse um die Anschläge am 11. September 2001 ein. Mit Tommy Hansen verliert der freie investigative Journalismus einen großer Mitstreiter in der Medienrevolution. Das Projekt Free21 wird weiterleben!

Anmoderation zum Interview:

Die Anschläge vom 11. September 2001 haben die gesamte Welt in eine neue Ära der Geschichte katapultiert. Mit dem 11. September wurden zahlreiche Kriege gerechtfertigt, und seit 2001 sind die USA in eine Nation, die Folter bis heute offiziell betreibt und mit 9/11 rechtfertigt.

Der 11. September führte zum Patriot-Act in den USA, also zur massiven Bescheidung von Bürgerrechten.

Der 11. September führte über den Hebel der NSA zu einem weltweiten Misstrauen gegenüber allen Ländern, die nicht bereit waren, den demokratiegefährdenden Weg der USA mitzugehen.

„Wer nicht für uns ist ist gegen uns!“ Dieser Satz des damaligen US-Präsidenten George W. Bush gilt unter Obama erst recht und hat mit der Drohnenpolitik seinen aktuellen Höhepunkt gefunden.

Auch ein Berufszweig ist seit dem 11. September besonders betroffen: Der Journalismus. Wer es bis heute auch nur wagt, kritische Fragen zu diesem Jahrhundertverbrechen zu stellen, das bis heute zu großen Teilen nicht aufgeklärt wurde, schießt sich ins Aus und begeht schnell finanziellen Selbstmord.

Sei „embedded“ oder ein Verschwörungstheoretiker – und damit Freund von Terroristen. Das ist die von den USA diktierte Linie, an der sich der Journalist zu orientieren hat.

KenFM gehört zu den wenigen Pressehäusern im deutschsprachigen Raum, das immer wieder Menschen die Gelegenheit bietet, den Fall 9/11 um weitere offene Fragen zu bereichern. Z.B. Mathias Bröckers, Daniele Ganser und Elias Davidsson.

Unlängst trafen wir den Journalisten Tommy Hansen, um mit ihm ein ausführliches Gespräch zu führen. Hansen lebt in Dänemark, arbeitet seit Jahren auf dem Gebiet der 9/11-Forschung und hat sich als freier Autor einen internationalen Ruf erarbeitet. Dafür hat der Mann einen hohen Preis bezahlt. Seine Familie brach den Kontakt ab, er wurde zum Einsiedler und lebte lange zurückgezogen im Wald.

All das hat ihn aber nicht vom eingeschlagenen Kurs abgebracht. Tommy Hansen ist ein investigativer Journalist aus dem Bilderbuch. Er hat die freie Presse als das verstanden, was sie ist: Das Immunsystem der Demokratie.

Tommy Hansen, der zu Beginn seiner Kariere als Schriftsetzer arbeitete, stellt uns im Gespräch eine revolutionäre Idee vor, die wir hiermit unterstützen wollen.

Er plant, die Printmedien auf ihrem Feld anzugreifen. Tommy Hansen will „das Internet ausdrucken„. Dafür wird eine Online-Zeitung ins Leben gerufen, so gestaltet wird, dass sie problemlos und ästhetisch ansprechend von Privathaushalten gedruckt und verteilt werden kann. Wir alle werden dabei zu Druckern und können somit Druck machen. Eine Idee, die so simple ist, dass wir uns fragen, warum vor Hansen niemand auf sie kam.

Das Interview mit Tommy Hansen stellt auch für KenFM einen entscheidenden Schritt dar. Die Zeit, in der der Internet-Journalismus nur im Netz zu finden war, ist vorbei. Wir werden haptisch und können so auch jene erreichen, die nur an Medien glauben, die sie in den Fingern halten können.

Auf das Feedback der Community sind wir sehr gespannt!

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6 Kommentare zu: “KenFM im Gespräch mit: Tommy Hansen

  1. Ich kannte Tommy Hansen nicht, wusste bis dato auch nicht, für was er eingestanden ist, und ich kann anhand der Beschreibung nur erahnen, welche Opfer er für seine Arbeit gebracht hat. Ich werde mir das Interview ganz bestimmt noch ansehen, aber ich weiß und fühle jetzt schon – dieser Mensch zählt für mich mit zu den wahren Helden unserer Zeit…..
    Auch von mir ein aufrichtiges R.I.P.

  2. hatte das glück mit tommy seit 2015 zu arbeiten. seit der 2ten ausgabe hab ich die cartoons auf der letzten seite gemacht – oder machen dürfen. ich hab den tommy immer als indianer journalisten gesehen. mal war er da, und im nächsten moment wieder weg. er konnte zu mittag nicht sagen ob er noch in wien bleiben wird, oder nach berlin, tirol, oder portugal fahren wird. aber immer sehr gelassen – und noch eines. beim tommy hats nie ein „nicht-so gut“ an kritik gegeben. entweder „toll“, oder „super toll“, oder „gigantisch“.
    jedenfalls hab ich immer für den tommy persönlich gezeichnet, und daran ändert sich auch nichts, obwohl er jetzt nicht mehr erreichbar ist.
    ganz im gegenteil.
    für mich bleibt er die konstante die er war …
    salute – shooft

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