»Transatlantifa« droht Antifaschisten

Artikel von Susan Bonath.

Freidenker-Verband sagt Friedensveranstaltung aus Angst vor Angriffen ab.

Als »links« und »Antifas« getarnte Transatlantiker, die heute zumeist unter dem Label »Antinationale« firmieren (besser bekannt als »Antideutsche«, im Artikel als »Transatlantifa« bezeichnet) machen wieder mobil. Diesmal richtet sich ihr Hass gegen den Freidenker-Verband, der sich als antifaschistisch, antimilitaristisch und antikapitalistisch versteht. Wegen Gewaltdrohungen auf dem Internetportal »linksunten.indymedia.org«, wo jeder anonym schreiben kann, ließ der Verband jetzt seine »Berliner Runde« platzen, die am 9. März in der Hauptstadt unter dem Motto »Die drohende Kriegsgefahr und was wir dagegen tun können« geplant war. Es sei »unerträglich, die Diskussion wegen mit der SA geistesverwandten Gruppen absagen zu müssen«, erklärte dazu der Verbandsvorsitzende Klaus Hartmann. Künftig müsse man wohl über einen effektiven Schutz der Veranstalter und Besucher nachdenken.

Hintergrund ist, dass der Freidenker-Verband das Feindbild der Transatlantifa schlechthin als Inputgeber eingeladen hatte: Ken Jebsen. Der Betreiber der Plattform KenFM sollte Fragen für eine Diskussionsrunde anreißen. Geplant war laut Aufruf das Thema Friedensbewegung und was getan werden könne für deren Aufschwung. Zudem wollten sich die Protagonisten und Gäste über »Grundlinien der US-amerikanisch-deutschen Mobilisierung gegen Russland« austauschen. Gewünscht habe sich der Verband »eine streitbare und auf praktische Förderung der Friedensinitiativen gerichtete Diskussion«.

Auch diesmal ging die Transatlantifa vor, wie immer: Mit Verleumdungen, Lügen und aus dunklen Zeiten bekannten Kontaktschuld-Vorwürfen. Ihre Anhänger wiegelten in dem am 1. März auf »indymedia« veröffentlichten Aufruf dazu auf, die Veranstaltung zu verhindern. Darüber hinaus seien Drohbriefe eingegangen, berichteten die Veranstalter. Das von den angriffswütigen, bekennenden Pro-Imperialisten oft benutzte Schlagwort hieß erneut: »Querfront«. Historisch meint der Begriff den Versuch faschistischer Kräfte in den 30er Jahren, linke, wie Kommunisten oder Sozialdemokraten, für ihre Ziele zu vereinnahmen. Seit Jahren schreit die Transatlantifa Jebsen als »Querfrontler« und »Verschwörungstheoretiker« mehr oder weniger öffentlich nieder. Der Journalist biete »bekennenden Rechtsextremisten wie Jürgen Elsässer eine Bühne«, führten die Schreiber auch jetzt als Grund an.

Dies zeigt erstens, dass die Verfasser die Vergangenheitsform nicht beherrschen, denn die gemeinten öffentlichen Gespräche mit Elsässer liegen mehrere Jahre zurück. Zweitens hat sich Elsässer erst in der jüngeren Vergangenheit zu einem Rassisten entwickelt und vor allem in den letzten Monaten extrem radikalisiert, offensichtlich, um die Auflage seines zum AfD-Werbeblatt mutierten Monatshefts »Compact« zu steigern. Bis vor kurzem behauptete Elsässer sogar noch, ein »Linker« zu sein. Bis Januar 2009 hatte er für die linke Zeitung »Neues Deutschland« geschrieben. Davor war er als Autor und Redakteur für weitere linksgerichtete Blätter tätig, darunter »konkret« und die »junge Welt«. Anfang der 90er war Elsässer selbst, gemeinsam mit der Publizistin Jutta Ditfurth, in der damals jungen antideutschen Bewegung aktiv. Und drittens geht es beim politischen Journalismus darum, politische Entwicklungen zu verfolgen und darzustellen. Dazu gehören auch Meinungen, die der Journalist nicht teilt. Gesellschaftliche Zustände im Zusammenhang mit unterschiedlichen Ansichten zu verstehen, gelingt nur, wenn man Andersdenkende hört.

»Abbruchunternehmen der Linken« in Action

Die Freidenker befürchten zurecht gewaltsame Angriffe der linksgetarnten Schlägertrupps. Auch zu einer Filmvorführung im Berliner Kino Movimento am Freitagabend hatten sie eine Gegendemo angemeldet. In dem Streifen begleitet der Regisseur Dror Dayan einen jungen israelisch-jüdischen Friedensaktivisten bei seinen Aktionen mit Palästinensern. Das Kino erklärte, es gehe um die »innere Zerrissenheit der Linken in Israel«. Der Regisseur hatte angekündigt, seine Premiere in Deutschland mit politischen Gruppen zu eröffnen, die sich gegen die israelische Regierung wenden. Im Sprachrohr der Transatlantifa, der Wochenzeitung »Jungle World« wetterte am Donnerstag der Autor Arthur Buckow in einem Kommentar, es sei »schade«, dass Kritik an Israels politischer Linie nicht verboten sei. Die Filmemacher nannte er »Minnesänger der »Israeli Apartheit Week 2016«, die mit »der Sehnsucht nach Entjudung«, dem »Kitt linker und alternativer Milieus«, durch Deutschland tourten. Sein Aufruf: »Man müsste es den antiimperialistischen Kampañeros (…) nicht so leicht machen. Man könnte diese Zeitung auch einfach einmal zuschlagen und etwas tun.« Was genau getan werden sollte, ließ der Autor wohlwissend weg. Ob es am Freitag vor oder im Kino zu Gewaltattacken kam, war beim Schreiben des Artikels noch nicht klar.

Gewaltattacken verübten Anhänger der Transatlantifa bereits vor einem Jahr in Leipzig. Dort stellte die Autorin Susann Witt-Stahl an der Universität ihr Buch »Antifa heißt Luftangriff« vor, das sich mit dem Abdriften einst antifaschistischer Gruppen in US-imperialistische und prozionistische Ideologie befasst. Zunächst hätten die Angreifer Israelfahnen entrollt. Bier trinkend hätten sie Gäste und Autorin beschimpft und seien schließlich handgreiflich geworden, teilten die Veranstalter mit. Zum Schluss seien auch Flaschen geflogen. Auch im Dezember 2013 hatten Stoßtrupps dieses Spektrums eine Veranstaltung des Bundesarbeitskreises Antimilitarismus und Frieden (bakauf) unter dem Motto »Der Iran im Fadenkreuz westlicher Interessen« mit Stühlen und roher Gewalt attackiert. Begriffe wie »Nazis«, »Islamlistenversteher« und »Judenschlächter« seien gefallen, wie auf der Webseite des bakauf zu lesen ist. Aber auch auf Friedensdemonstrationen oder -mahnwachen war »das Abbruchunternehmen der Linken«, wie es der Kopf des antideutschen Zentralorgans »Bahamas«, Justus Wertmüller, in die Agenda des Blattes schrieb, in den letzten Monaten rege mit US- und Israelfähnchen, Hassgebrüll und Übergriffen zugange. Es geht gegen Antikapitalisten, soziale Protestbewegungen und Friedensaktionen. Und offenkundig lassen die Straßenkämpfer der NATO-Apologeten und Befürworter imperialistischer Kriege nicht locker. Der Freidenker-Verband ist nur eins von vielen Opfern dieser verkappten braunen Terroristen.

 

Danke an die Autorin für das Recht zur Veröffentlichung des Artikels.

KenFM bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Meinungsartikel und Gastbeiträge müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.

 

21 Kommentare zu: “»Transatlantifa« droht Antifaschisten

  1. „3. Wir standen vor der Frage, der angedrohten Verhinderung der Veranstaltung entgegen zu treten. Sicherheitsmaßnahmen jedoch, die üblich sein mögen, wenn ein Enkel etwa von Frau v. d. L. durch die Muskauer Strasse gefahren wird, hatten für uns keinen Reiz. Das eigentliche Ziel der Veranstaltung wäre im Tumult auf der Strecke geblieben. Ganz abgesehen von den Belastungen für unsere Mitglieder und Gäste.“ Freidenker

    Ein sehr schwaches Argument.

    Mehr erschrocken bin ich aber über den Namen Dr. Klaus-Peter Kurch. Ein Ex-Stasi Mitarbeiter vor dem ich nur warnen kann: Etwa die auf opablog.net nachzulesene selbstgenügsame ‚Läuterung‘ gegenüber dieser seiner Tätigkeit, (und dem was unter seinen Löschungen noch übrig geblieben ist) nehme ich als Anlass zur Warnung – die überzeugt mich inhaltlich gar nicht.
    Dass er dreist der Lüge überführt entsprechend explizite Post gelöscht hat, versteht sich von selbst. Aber ich denke, aufmerksame Leser müssten auch so Auskunft über den ‚geläuterten‘ Charakter erhalten, und die Warnung nachvollziehen können.
    Für mich ist das ein skrupelloser Geist, der zwar gut ausgebildet und intelligent, aber seines eigenen-authentischen Maßstabes abhanden gekommen ist, und nun einem neuen Zeitgeist nachläuft.
    Unvergessen ist die ebenfalls unverhältnismäßige Hetze gegen Herrn Strate im Fall Mollath. Auch dieses Beispiel sollte man kennen.

    Nun hat Herr Dr. Kurch also eine neue geistige Betätigungstribüne gefunden.

  2. Da möchte ich dem Vorredner (Recht) geben!

    Die Radikalisierung schreitet voran und spaltet die Opposition! „OPPOSITION“ zu was denn?
    Wer hier im Forum schreibt ist wahrscheinlich nicht einverstanden mit der jetzigen Herschaftselite? Krieg, Nato, Ausbeutung usw.!

    Wenn doch, verstehe ich bald garnichts mehr!

    Was ich nicht verstehe ist wieso man soviel Angst vor denen hat die gegen diese Art der Regierungen (welche man ja mittlerweile als Regime bezeichenen muss) sind?

    Das hat mit Lügenpresse und Propaganda ja nichts zu tun, sondern mit Sozialneid und Angst den Status Quo zu verlieren!
    Egal ob auf gehobener Ebene oder bequem im System arrangiert zu Lasten der Ärmeren! Es sieht so aus das nur nach unten auf der Existenzleiter getreten wird? ×××Rette sich wer kann×××

    Das verstärkt nach rechts oder links ausgeteilt wird ist nur eine logische Folge! Aber wer nicht begreift das er nur Marionette an Fäden der Oberen ist, hat seine Aufgabe im System gefunden.

    Er funktioniert!
    Ich selbst kann mich nicht erwehren, festzustellen das Rechts mittlerweile Links ist oder andersherum, das ist auch egal, ich will mit solchen Leuten nichts zu tun haben!
    Menschen die eine geradlinige Meinung vertreten, ok! Und sich auch noch an die Regeln halten die wir uns doch mal gegeben haben, bestens!
    Dann ist es egal ob rechts oder links.

    Das macht Herr Elsässer ja auf seine weise, er versucht mit seinen gegebenen Mitteln seine Ziele zu verfolgen!
    Das macht die Regierung doch auch? Obwohl etwas perfider!

    Ich persönlich habe das Gefühl, seitdem wir die GROKO haben, die sich einfach Selbstermächtigt haben.

    Die Linken sind neben der SPD entstanden, warum soll nicht eine AFD neben der CDU entstehen?
    Da man ja gerade die NPD verbietet will, wobei ja niemand genau weiß wieviel V-MANN da noch drinn steckt, radikalisiert man die sogenannte GanzRechte und treibt Sie in den Untergrund!

    Dann lädt man die AFD zum Kuchen: „Teile und herrsche“

    Und mit der Radikalisierung kann man gleich noch ein paar Freiheitsrechte einschränken!

    Ja es besteht Handlungsbedarf!

    Alles so Alternativlos 🙂

  3. Ich habe mir ‚linksunten.indymedia.org‘ mal kurz angeschaut – es ist aus Sicht eines deer linken Szene fern Stehenden schon seltsam, was da abläuft. Zum Teil gibt es da wirklich ‚typisch linke‘ Aktionen wie z.B. die Besetzung von Wohnungen zwecks Protest gegen ‚Gentrifizierung‘ durch kommunale Gesellschaften, andererseits gibt es da offenbar auch eine gewisse Art von blinder Diffamierung gerade gegenüber Leuten, die meiner Meinung nach eigentlich den Linken primär sympathisch sein müssten, weil sie Gewaltstrukturen hinterfragen. Dafür nehmen die das inzwischen im alltäglichen Gebrauch völlig sinnentleerte Wort ‚Verschwörungstheoretiker‘, und diffamieren dabei – als nominell Linksradikale(!!) – im Stil und mit den Mitteln der Mc-Carthy-Ära und der Bush-Regierung gerade die, die die berechtigten Fragen zur aktuellen Politik stellen. Dabei sind sie selbst diejenigen, die auf hanebüchene Weise eine Verschwörung herbeidichten wollen, die ganz offensichtlich nicht existiert (‚Querfront‘).

  4. Wir sind in einer neuen, sehr aggressiven Meinungsdiktatur angekommen. Viele „liken“ z.b. auf Facebook Seiten wie KenFM, Naidoo,nicht mehr aus Angst, öffentlich an den Pranger gestellt zu werden, da diesen ja das Urteil „Reichsbürger“ und „Antisemit“ anhaftet. Was für eine Schreckensherrschaft. Es gibt bei den Antideutschen Sektionen, die bestimmte Gruppen unterwandern und die Mitglieder gegeneinander aufhetzen, so z.b. vegane oder auch Tierrechtsgruppen. Was für eine unschöne Philosophie, durch Angst und Einschüchterung die Leute dazu zu kriegen, „nichts mehr gegen Juden“ zu sagen oder „nichts mehr gegen USA“ es brodelt dann doch heimlich um so mehr.. 😉

  5. Wir sind in einer neuen, sehr aggressiven Meinungsdiktatur angekommen. Viele „liken“ z.b. auf Facebook Seiten wie KenFM, Naidoo,nicht mehr aus Angst, öffentlich an den Pranger gestellt zu werden, da diesen ja das Urteil „Reichsbürger“ und „Antisemit“ anhaftet. Was für eine Schreckensherrschaft. Es gibt bei den Antideutschen Sektionen, die bestimmte Gruppen unterwandern und die Mitglieder gegeneinander aufhetzen, so z.b. vegane oder auch Tierrechtsgruppen. Was für eine unschöne Philosophie, durch Angst und Einschüchterung die Leute dazu zu kriegen, „nichts mehr gegen Juden“ zu sagen oder „nichts mehr gegen USA“ es brodelt dann doch heimlich um so mehr.. 😉

  6. Liebe Frau Bonath,

    herzliches Dankeschön für diesen bewusstseinserweiternden Beitrag ! Eine Gruppierung, die von sich selbst behauptet,“links“ zu sein, wirft nun den Freidenkern vor, dass sie Ken Jebsen eingeladen haben. Nachtigall- ick hör dir trapsen…Merk-würdig, wie die sogenannte „Linke“ sich im Laufe der Zeit komplett umgestülpt hat. Noch in den 1960 er und 1970 er Jahren galt allgemein als „links“, durch Palästinenstertücher nach aussen hin zu demonstrieren, dass man mit Palestinensern solidarisch sein wollte. Man war gegen den US-Imperialismus, grundsätzlich gegen Kapitalismus. Man demonstrierte für Frieden. Gegen den Vietnamkrieg und skandierte: Ho-Ho-Ho Tschi Minh !

    Die heutige „Linke“ kommt mit israelischen Flaggen daher und will all diejenigen als „Rechte“brandmarken, welche es wagen, die amerikanische Politik zu kritisieren. Da muss irgendwie eine Gehirnwäsche stattgefunden haben. Eine reale Umstülpung.

    Herr Jebsen ist Journalist. Als ein solcher ist seine Aufgabe, mit möglichst allen zu reden. Wie irre müsste man denn sein, um einem Journalisten vorzuwerfen, er habe mit dem und dem mal geredet ? Selbst wenn Elsässer der „bitterböse Bi-Ba-Butzemann „wäre, ist für mich interessant, mit dem zu reden, weil nur so kann man ihn kennenlernen. Man müsste einem Journalisten vorwerfen, er habe NICHT mit allen geredet ! Seine Beiträge seien einseitig. Aber das ist ja, was diese Umgestülpten wollen: Einheitsdenken und Gleichschaltung aller. Und immer mit nur einem Ziel:“Deutschland verrecke“.
    Das ist nur eine andere Form von Rassismus, die von Kollektivschuld ausgeht.

    Es ist aber völlig überholt, an ganze Völker den moralischen Mass-Stab anzulegen. Völker sind weder moralisch noch unmoralisch,weder schuldig noch unschuldig. Letzteres sind ausschliesslich einzelne Menschen. Unabhängig von deren nationaler Herkunft. Mein Dankeschön auch an Ken Jebsen dafür, dass er uns hier die Möglichkeit/Freiheit einräumt, miteinander zu sprechen. Hoffentlich ist Ken Jebsen auch zukünftig frei, sich seine Gesprächspartner selbst auszusuchen !

  7. Diese ewige Streiterei nervt! Da wird gestritten her und hin, ob einer ein Rassist ist oder Querfrontler oder sonst was. Entscheidend ist doch, dass Deutschland an einem weiteren Kriegsschauplatz dabei ist, weil wir in einem Bündnis stecken, das man zu Recht das „aggressivste Militärbündnis der Erde“ (Drevermann) bezeichnen kann.
    Da müssen wir raus!!!
    Dann gibt es da Leute, die mit Gewalt verhindern, dass andere ihr Versammlungsrecht wahrnehmen können. Diese Leute verhalten sich extrem übergriffig, wie in den Zwanzigern die SA. Das müsste hier doch der Kern sein, über den wir uns hier GEMEINSAM empören sollten. Und tüfteln, was wir dagegen machen könnten. Alles, was davon ablenkt, dient der NATO.

    • das Dumme an den Meisten von uns ist unsere Bescheidenheit – es gibt einfach zu Wenige, die sich über ihren mangelnden Verstand beklagen.
      Insoweit kann ich Bernhard Meyer nur beipflichten.
      Mit meinen Worten:
      was wollt ihr denn?
      wollt ihr nur recht(s) behalten – oder wolt ihr Frieden finden?
      LG
      B-KEN-nender

  8. Dass Herr Elsässer ein Rassist ist, liegt klar auf der Hand. Da kann es gar keine zwei Meinungen geben.

    Er betreibt Antiziganismus, was besonders verabscheuenswert ist, da es absolut im deutschen Mainstream liegt und er deshalb keinerlei Protest der „bürgerlichen Mitte“ und der rechtsradikalen Tranatlantifa zu erwarten hat. Ich erwähnte schon seine Schmiererei „Hilfe, die Roma kommen!“

    https://juergenelsaesser.wordpress.com/2013/02/19/hilfe-die-roma-kommen/

    Es sind jedoch nicht nur Roma, gegen die gehetzt wird, auch auf Albanern glaubte der Herr schon herumtrampeln zu dürfen: „Hilfe, die Albaner kommen! Bitte sofort abschieben!“

    https://juergenelsaesser.wordpress.com/2015/02/14/hilfe-die-albaner-kommen-bitte-sofort-abschieben/#more-7158

    Und ist es eigentlich kein Rassismus, im Rahmen seines Werbefeldzugs für den CDU-Nachfolgeverein AfD Flüchtlinge als Merkels Invasoren zu bezeichnen?

    Und natürlich ist es auch kein Rassismus, gegen Menschen dunkler Hautfarbe zu hetzen? „Wahnsinn! Antifa-Mafia schützt dunkelhäutige Kinderbelästiger im Freibad“

    https://juergenelsaesser.wordpress.com/2015/08/14/wahnsinn-antifa-mafia-schuetzt-dunkelhaeutige-kinderbelaestiger-im-freibad/

    Es ist selbstverständlich auch kein Rassismus, von deutschen Rüstungskonzernen und deutschen Kriegseinsätzen zur Flucht getriebene Menschen mit einer Naturkatastrophe gleichzusetzen? Was denn dann? „Asyl.Die Flut – Wo soll das enden? Was tun? Kubitschek/Elsässer diskutieren“

    https://juergenelsaesser.wordpress.com/2015/09/09/asyl-die-flut-wo-soll-das-enden-was-tun-kubitschekelsaesser-diskutieren/

    Und auch hier, Hetze gegen die vom deutschen Kapital mit verursachten Flüchtlinge:

    https://deutschelobbyinfo.com/2015/09/25/7-000-gegen-asylmissbrauch-in-erfurt-merkel-ist-verrueckt-diese-regierung-muss-gestuerzt-werden-rief-elsaesser-unter-starkem-beifall-aus-kubitschek-fuegte-an-in/

    Wer angesichts dessen immer noch behauptet, Elsässer wäre kein Rassist, beleidigt die Intelligenz der Leser von KenFM. Verarschen könnt Ihr Leser von BILD und Bahamas aber nicht uns!

    • @Alexander
      „Dass Herr Elsässer ein Rassist ist, liegt klar auf der Hand. Da kann es gar keine zwei Meinungen geben.

      So?

      Zu: Hilfe die Roma kommen
      „Diese Armutsmigration muss sofort gestoppt werden, egal woher. Umgekehrt darf das aber nicht dazu führen, Roma und Sinti, die schon immer unter uns leben, zu stigmatisieren.. Das sind ganz normale Deutsche.“ Elsässer

      Ist das nicht das Gegenteil von Rassismus? Zeigt diese Differenzierung – selbst wenn Herr Elsässer ‚Rassist‘ wäre – dass seine Argumentation eben nicht über Rassismus geführt wird, sondern über Migrationswillige und bereits Migrierte?

      Mag sein, dass Herr Elsässer auf unkultivierte Menschen als solche diffamierend herabschaut. Dann ist das Ihnen und anderen vielleicht nicht sympathisch, dann ist das arrogant, eingebildet, unfreundlich – aber eben nicht einfach Rassismus.
      Mag sein, dass Herr Elsässer bestimmte Leute aus arroganten Gründen nicht nach Deutschland lassen will – mag sein dass er ein ‚Rassist‘ ist – aber jemanden nicht einreisen lassen zu wollen ist kein Rassismus. Es mag Ihnen und anderen unsympathisch sein, es mag egoistisch und ungerecht sein – aber eben nicht einfach Rassismus.

      „Das Roma-Problem wird frecher Weise von einigen Kommentatoren […]– hab heute die FAZ gelesen – als “sozialistische Spätlast” angesehen, […]. Völliger Quatsch. Das Problem heißt Europäische Union! Die Ausdehnung der EU auf Länder mit mangelnder Produktivität wie Rumänien und Bulgarien war EIN VERBRECHEN, und zwar zuerst ein Verbrechen an den Menschen dort. Ohne schützende Zollschranken war die einheimische Industrie und Landwirtschaft in Rumänien und Bulgarien ein leichtes Opfer für die überlegene Konkurrenz aus der “alten” EU. Folge: Rumänen und Bulgaren wurden massenhaft aus der Arbeit ins Elend gestoßen. Was bleibt ihnen anderes übrig, als nach Westen zu ziehen? “ Elsässer

      Ein Rassist sähe die Rasse als Problem an. Mag sein, dass Elsässer ein ‚Rassist‘ ist, aber seine Argumentation ist es nicht notwendigerweise.

      zu: Hilfe die Albaner kommen
      „Die NATO hat im Auftrag der Kosovo-Albaner (bzw. ihrer übergroßen Mehrheit) 1999 Jugoslawien bombardiert, […] Das war eine völkerrechtswidrige Aggression […] Und im Jahr 2008 haben die NATO-Staaten auch noch zugestimmt, dass das Kosovo ein eigener Staat werden darf! 1/6 des serbischen Territoriums wurde einfach abgetrennt!! Viele kluge Menschen […] haben schon damals davor gewarnt, dass auf diese Weise die Mafia einen eigenen Staat von der NATO geschenkt erhielt. [..] Und jetzt sollen auf diese ganzen Fehler und Verbrechen weitere folgen, indem die deutschen Grenzen für die albanischen NATO-Freunde geöffnet werden?“ Elsässer

      Man mag andrer Meinung sein, Herr Elsässer mag ‚Rassist‘ sein, aber seine Argumentation ist es nicht.

      Zu: Wahnsinn! Antifa-Mafia schützt dunkelhäutige Kinderbelästiger im Freibad

      „Wäre ein solche ekelhafte Annäherung an ein kleines Mädchen durch eine Gruppe deutscher Männer erfolgt, wäre die Aufregung – zu Recht!! – groß gewesen. Tatsächlich hat auch dieser Fall viele Menschen bewegt – der Ursprungspost des Fotografen Gregor Stein wurde auf Facebook etwa 10.000 mal geteilt. Doch es gab auch andere Stimmen, die die Belästiger in Schutz nahmen. Offensichtlich geht vielen Multikulti-Schutz vor Kinderschutz! Soll Migranten erlaubt sein, was Deutschen verboten ist? Diese Multikulti-Versteher (“Ist ja nur ne Badeszene…”) haben sich nun zu einem Shitstorm zusammengetan und Herrn Stein massiv bedroht – der daraufhin seinen eigenen Post gelöscht hat. Besonders empörend ist das Verhalten der Polizei.“ Elsässer.

      Herr Elsässer mag ein ‚Rassist sein, aber hier gilt sein Ärger wohl eher einer „ekelhaften Tat“, die „zu Recht“ auch zu Aufregung bei „Deutschen“ führen müsste, und der eigentliche Ärger gilt doch eher den „Multikulti-Verstehern“.

      Und seine Schlussfolgerung ist – selbst wenn Herr Elsässer ein ‚Rassist‘ sein mag, eine differenziertere und anders als rassistisch begründete:

      „Die zunehmende sexuelle Belästigung durch “Flüchtlinge” – klar, längst nicht alle Flüchtlinge machen das, aber es genügt, wenn ein kleiner Teil der im Juli 80.000 neu Angekommenen sich so verhält, damit sich Kinder und Frauen bedroht fühlen müssen, oder?? – wird nur zurückgedrängt werden können, wenn mehr Menschen so couragiert wie Gregor Stein EINSCHREITEN. Es genügt offensichtlich oft schon, mit dem Fotohandy auf verdächtige Personen draufzuhalten, um sie in die Flucht zu schlagen. Bitte macht das und dokumentiert die Fotos (noch besser: Videos) im Internet! Oder schickt sie an redaktion@compact-magazin.com!“

      Herr Elsässer mag ‚Rassist‘ sein, und es mag Ihnen und anderen unsympathisch sein, aber seine seine Empörung richtet sich hier keineswegs auf die niedere Triebe niederer Rassen, weswegen man gegen diese Rasse auf ‚rassistisch-ungebührliche‘ Weise vorgehen soll, sondern es pointiert seine Schlussfolgerung mit Großbuchstaben explizit auf couragiertes „EINSCHREITEN“, und meint damit “ mit dem Fotohandy auf verdächtige Personen draufzuhalten, um sie in die Flucht zu schlagen“.


      Jetzt habe ich mir die Mühe gemacht drei ihrer Links, die untermauern sollen, dass es keine andere Meinung darüber geben kann, dass Herr Elsässer ein ‚Rassist‘ sein soll, angesehen. (Ich kenne Herrn Elsässer bisher nur vom Namen Herr.)

      Und mein Ergebnis: Bei aller Antipathie gegenüber seinen Ausführungen – und bei aller Abneigung von Herr Elsässer gegenüber Migranten, seine Argumente und Schlussfolgerungen greifen gängige rechtsstaatliche Methoden auf, die z.B. völlig CSU konform formuliert dargeboten werden, und lassen sehr wohl die ‚Rasse‘ nebensächlich werden, was das Deutschsein von migrierten Ausländer betrifft, und er ist sehr wohl fähig die (zwar unlogisch befürchtete) Kriminalität nicht auf einen Wesenscharakterzug aufgrund einer Rasse zu gründen, sondern mit Angabe eines Prozentsatzes von der Rasse zu abstrahieren.
      Das mag unbegründet, unlogisch sein, es mag einer Abneigung gegenüber Ausländern geschuldet sein, es mag auch einer Abneigung gegenüber einer Rasse entspringen – das mag alles sein. Aber seine Argumentation ist es nicht. bzw. nicht so eineindeutig, dass es keine andere Meinung darüber geben könne.

  9. Positiv finde ich eine Sache :

    Hintergrund ist, dass der Freidenker-Verband das Feindbild der Transatlantifa schlechthin als Inputgeber eingeladen hatte: Ken Jebsen.

    Es ist nachvollziehbar, wieviel Beleidigungen und Hetze gegen den Menschen aufgefahren werden, der sich stärker für den Frieden interessiert, als die Gegner vor Ort des Freidenker-Verband.

    Sobald globale Verschaltungen eine Rolle spielen, die Freunde der Kriegsindustrie und des Imperialismus über 7 Ecken mit im Boot der Gesprächsrunde sitzen, gilt es für die Gegner darum:

    Bloß keinen dulden oder einladen, der uns gute Argumente liefern könnte, unsere Sichtweise zu überdenken.

    Da ist es einfacher Geschichten mit Elsässer heraus zu kramen, wo allerdings das Tempus unpassend ist.

    Wenn wir selber diese Verbände anschreiben, oder Herrn Jebsen noch mehr Unterstützung geben, haben wir es als Gruppe von Menschen für den Frieden auf der Welt in einiger Zeit leichter.

    Ich möchte da ein Beispiel bringen:

    Methodisch inkorrekt! [32c3]
    https://www.youtube.com/watch?v=Igy9hDrHNZ0

    Dort wird ab Min. 9:23 ein Experiment vorgetragen, wie eine Kette sich abrollt und beim Abrollen aufrichtet.
    Es geht da um den physikalischen Trick, dass ein Polymer oder aus einer Polymerkette, sich leicht schief stellt, beim Abrollen… da die Kette 8 Meter lang ist, stellen sich mehrere Polymere schief = in Summe addieren sich die Schiefstellungen und die Kette klettert über das Glas..

    Übertragen auf die Friedensbewegung: je mehr Menschen, sich ein bisschen abseits der politischen Atlantikbrücke oder der Kriegspropaganda stellen… desto eher verändert sich die „Polymere-Struktur“ der Menschen und ihrer Einstellung…

    desto leichter wird Ken Jebsen zu Wort kommen können, ohne mit Worten von Hetze etc.. oder mit dem Wunsch nach Ausladung von Gesprächen konfrontiert werden.

  10. Ich kann mich dem Eindruck, dass die „Transatlantifa“ faschistoide Muster an den Tag legt, nur anschließen und sehe darin eine oft unterschätzte Gefahr für Meinungsfreiheit und Demokratie. Allerdings rechtfertig weder dies noch die m.E. eher linke Selbstverortung von Ken Jebsen es, Jürgen Elsässer als „Rassist“ zu beschimpfen und das eigentlich abgelehnte „Kontaktschuld“-Muster gegenüber ihm wiederaufleben zu lassen.

    Ich möchte hier weder für Elsässers Zeitschrift noch für die AfD werben. Allerdings betrachte ich beide als legale und legitime Wege, um Meinungen, Sorgen und Ängsten, die tatsächlich bei sehr vielen Menschen in Deutschland vorhanden sind, in friedlicher und gewaltfreier Weise Gehör zu verschaffen. Wir müssen auch diese Menschen als unsere „Geschwister“ wiedererkennen, denn sonst tun wir selbst genau das, was wir richtigerweise der „Transatlantifa“ vorhalten müssen: sich wie missbrauchte Kinder zerstrittener Eltern gegeneinander instrumentalisieren zu lassen.

    Ich empfehle jedem diese Ansprache des Psychologen Hans-Joachim Maaz vor der „Bürgerversammlung“ am 3.3.2016 in Dresden, die der dort akut drohenden gesellschaftlichen Zerrüttung entgegenwirken möchte:

  11. @Bert:
    War das jetzt Zynismus? Wenn ja, bitte als solchen kennzeichnen. Es gibt in diesem Schreiberspace zuviele Idioten, die sowas wirklich ernst meinen.. Es fällt da schwer, zu unterscheiden.

    @Susan Bonath
    Die Behauptung, Elsässer sei ein Rassist, ist vollig haltlos.
    Ich bin ganz sicher nicht immer seiner Meinung, aber der hat Argumente, über die man reden kann.
    Mir stinkt es langsam, statt eines konstruktiven Diskurses solche bekloppten intelligenzbefreiten Argumentum ad Hominem lesen zu müssen. *ZORN*
    Nu das ist mal Glashaussteinewerfen in Reinform. Den anderen vorwerfen, was man selber tut, und sich dann wundern, wenn nix dabei rauskommt.
    Gratulation. Divide et Impera hat mal wieder funktioniert, weil die Feindbildgenese sooviel schöner ist, als miteinander zu reden.
    How silly can you get.. *kopfschüttel* *traurigguck*

    • @waldbaer
      Was soll man denn gegen diese blöden Etikettierungen noch sagen.

      Man beschwert sich über die plumpen Diffamierungen gegen Ken, und macht es im nächsten Absatz genauso. Einfach nur absurd.

    • „Hilfe, die Roma kommen!“ ist kein Rassismus? Wenn nicht das, was dann? Und es ist auch keine Spaltung, zwischen Roma und Nicht-Roma? Na dann…

  12. ich weiß nicht wie sich die AFD entwickelt. Aber das auch hier die Rassismuskeule ( auch gegen Elsässer ) benutzt wird , gibt mir zu denken u. finde ich armselig . Von solchen Hetzern geht vielleicht mehr Gefahr aus wie von den Dämonisierten .
    Sind die Leute wirklich so blöd u. merken die Sprachmanipulation nicht , auch teilweise in den sogenannten linken / alternativen /freien Medien . Viele Antifaschisten sind mir auch suspekt . Wer sind hier die wahren Faschisten. Das Wort anti scheint nur ein Deckname zu sein , damit man nicht erkennt was /wer wirklich dahinter steckt. Stören Friedensdemos u. anderes, als scheinheiliger Grund wird angegeben ,, mit Homophoben , Rassisten ….. wollen wir kein Frieden. Genau : denn von Homophobie ( was ich auch doof finde ) geht mehr Gefahr aus als von Kriegstreibern . Alles klar ? ! Es werden immer irgendwelche Gründe gefunden das die Menschen spaltet u. der Nato freut .

  13. das war der erste Gedanke gewesen der aufgekommen war, den Artikel lesend https://www.youtube.com/watch?v=k_mI13fm6Bg möge sich niemand davon ins Bockshorn jagen lassen. Ich bin sicher, dass sich Wege eröffnen werden der Wahrheit genüge zu tun.

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