Transhumanismus und künstliche Intelligenz

Alibaba-Chef Jack Ma prophezeit „Dekaden des Schmerzes“

Meinung von Florian Hauschild.

Nach Elon Musk und Facebook-Sprecherin Regina Dugan äußert sich nun auch Alibaba-Chef Jack Ma zur Entwicklung künstlicher Intelligenz und deren gesellschaftlichen Folgen. Der Menschheit stehen Jahrzehnte des Schmerzes ins Haus, so der chinesische Milliardär.

Jack Ma ist in China das, was Mark Zuckerberg, Elon Musk oder Jeff Bezos im Silicon Valley sind. Dem Selfmade-Milliardär gelang es als erstem Unternehmer aus dem Reich der Mitte, mit seinem Tech-Konzern Alibaba nicht nur einen globalen Big Player zu schaffen, sondern auch selbst zur gewichtigen Stimme in gesellschaftlichen und politischen Debatten zu werden. Ma ist längst ein eigener Machtfaktor neben der chinesischen Politik und zugleich der Prototyp einer neuen Unternehmer-Generation in China.

Dass eine solche Biografie auch im zentralistischen und autoritär regierten China möglich ist, zeigt, wie schwach Politik im globalen Maßstab längst geworden ist. Die Digitalkonzerne und Datenminen erobern immer mehr Gestaltungsräume – überall auf der Welt.

Besonders eine Episode verbildlicht diese Entwicklung auf äußerst deutliche Weise: Direkt nach seiner Wahl traf der damals noch designierte US-Präsident Donald Trump zuerst Jack Ma, lange bevor der chinesische Präsident Xi Jinping in Washington auftauchte. Ma ließ den Partei- und Staatschef aus dem eigenen Land damit wie einen Nachzügler aussehen.

Reich geworden ist der ehemalige Englischlehrer aus Hangzhou mit einer chinesischen Adaption des Geschäftskonzeptes von Amazon. Alibaba ist längst der größte Online-Handelsplatz Asiens. Und auch in der Unternehmensstrategie scheint sich Ma bei Amazon-Chef Jeff Bezos einiges abzuschauen: Während der Silicon-Valley-Unternehmer im Jahr 2013 die traditionsreiche Washington Post aufkaufte, meldete Alibaba zwei Jahre später den Kauf der South China Morning Post, der größten englischsprachigen Zeitung Hongkongs.

Längst ist es neben der finanziellen Macht und der Macht über die Daten auch der mediale Einfluss, der sich in den Händen der milliardenschweren Tech-Unternehmer zu Gestaltungsmöglichkeiten verbindet, deren klar definierte Mission die Architektur der Zukunft ist.

Der Transhumanismus drängt in den Mainstream 

Die vorgegebenen Ziele entstammen dabei der Ideologie des Transhumanismus und setzen zunächst vor allem auf die zunehmende Entwicklung künstlicher Intelligenz und der technischen Vernetzung dieser mit dem Menschen selbst. Gleich mehrere solcher Projekte wurden von den Big Playern in den vergangenen Wochen an die Öffentlichkeit getragen, was sich als eine Art Mainstream-Startschuss für die bisher eher subkulturell verfolgte Agenda werten lässt.

Ende März gab der milliardenschwere Unternehmer und Gründer der Unternehmen SpaceX und Tesla, Elon Musk, bekannt, mit dem neurowissenschaftlichen Startup Neuralin eine Mensch-Computer-Schnittstelle (BCI) entwickeln zu wollen.

Ins Gehirn implantierte Elektroden sollen es künftig Menschen erlauben, per Gedankenübertragung mit Maschinen und anderen Menschen zu kommunizieren. Sprache und Bilder hätten schlicht eine zu geringe Datenrate, um die Kommunikation der Zukunft zu bewerkstelligen, so Musk.

Ins ähnliche Horn bläst Facebook: Vergangene Woche kündigte der Social-Media-Riese ebenfalls die Entwicklung eines Brain-Computer-Interfaces an. Doch dem Unternehmen zufolge ist das alles halb so wild: Regina Dugan, Unternehmens-Sprecherin und Chefin von Facebooks geheimer Hardware-Abteilung Building 8, versicherte, dass mit der Technologie nicht etwa willkürlich Gedanken lesbar gemacht werden sollten, sondern lediglich solche, die an das Sprachzentrum weitergeleitet werden. Am Ende ist dies wohl eine Frage des Vertrauens.

Dr. Seltsam vs. Das Schweigen der Lämmer

Doch es wäre zu einfach, die Musks, Zuckerbergs und Mas dieser Welt als reine Wiedergänger von Dr. Seltsam zu sehen, die ihre Macht lediglich zu finsteren Zwecken einsetzen wollen. Denn die Unternehmer formulieren recht offen ihre Zukunftsvisionen und legen damit eigentlich für alle sichtbar die Karten auf den Tisch. Die Frage lautet vielmehr: Erkennen die Gesellschaften, dass das Spiel um die Zukunft längst begonnen hat oder wenden diese sich mit Schrecken und Grauen ab, verlieren sich in Zerstreuung oder debattieren lieber über Belanglosigkeiten? Der bloße Statist wird immer nur Getriebener und am Ende Leidtragender der geschichtlichen Entwicklung bleiben.

Dass die Fragen der Zukunft nicht alleine in den geheimen Laboren der Tech-Konzerne entschieden werden, betonte der Chinese Ma nun auf einer Konferenz in Zhengzhou. Überraschend und ungewöhnlich ernsthaft warnte Ma vor den gesellschaftlichen Folgen der fortschreitenden technologischen Entwicklung, Digitalisierung und der Entwicklung der Künstlichen Intelligenz (KI):

„In den nächsten 30 Jahren wird auf der Welt weit mehr Schmerz als Glück sein, weil es viel mehr neue Probleme gibt, die uns begegnen. Soziale Konflikte werden in den nächsten drei Dekaden einen Einfluss auf alle möglichen Industrien und den Lauf des Lebens haben.“

Als Auslöser der Konflikte sieht Ma zwar die zunehmende Automatisierung von Arbeitsprozessen und den Austausch von Menschen durch Roboter im Arbeitsalltag, als Plädoyer gegen künstliche Intelligenz und Augmented Reality dürfen Mas Worte jedoch nicht missverstanden werden. Auch Elon Musk stellte seiner Ankündigung, eine Mensch-Computer-Schnittstelle entwickeln zu wollen, eine dystopische Warnung voran. Verweigert sich der Mensch dem technologischen Upgrade, wird er das Rennen gegen die Künstliche Intelligenz verlieren und diese am Ende die Kontrolle übernehmen, so Musk.

Es ist eine altbekannte politische Strategie: Schaffe ein Problem und sorge für dessen Lösung. Nur, dass auf Grund der rasanten Entwicklungsgeschwindigkeit im digitalen Zeitalter die Kassandrarufe nahezu zeitlich mit der Verkündung von so genanntem Fortschritt zusammenfallen, der die Lösung verspricht und alles auch noch aus denselben Mündern ertönt.

Was Ma mit seiner apokalyptischen Warnung hinsichtlich künstlicher Intelligenz eigentlich ausdrücken will, zeigt am besten eine Anekdote aus seinem eigenen Leben, auf die der Unternehmer in seiner Rede in Zhengzhou ebenfalls verwies. Früher habe er selbst davor gewarnt, wie Internetunternehmen den traditionellen Handel umkrempeln und nach und nach übernehmen werden:

„Vor 15 Jahren hielt ich Reden und warnte 200 oder 300 Mal, dass das Internet einen Einfluss auf alle Industrien haben werde, aber die Menschen hörten nicht auf mich, weil ich ein Niemand war.“

Mas Konsequenz aus dem Gefühl, mit seiner Prognose nicht ernst genommen worden zu sein: Der Chinese gründete Alibaba und wurde mit dem Onlinehandel zum Milliardär. Am Ende war es der einstige Unglücksprophet selbst, der die Klinge an den Hals der kleinen Einzelhändler setzte. Ein Stoff, der durchaus bühnentauglich ist. Ebenso wie die Frage, ob Ma, Musk und Zuckerberg nun die möglicherweise „böse Zukunft“ zu verantworten haben, oder jene, die sich schlicht nicht für die Fragen der Zeit interessieren.

Das Glasperlenspiel

Es ist kein Zufall, dass vor allem auch im Silicon Valley einflussreiche Stimmen zunehmend für das Bedingungslose Grundeinkommen plädieren. Schließlich müssen die Massen ruhig gehalten werden und weiter in der Lage sein, Apps zu kaufen und ihre Smartphone-Verträge zu bezahlen, auch nachdem Kollege Roboter oder Chefin Algorithmus den eigenen Arbeitsplatz wegdigitalisiert hat.

Zwar wäre es eigentlich Aufgabe der Politik, solche Fragen zu behandeln und zu beantworten, aus den träge gewordenen Apparaten der alten Macht sind jedoch längst keine Antworten mehr zu erwarten. Wie auch? Während die Repräsentanten der Politik mühsam intern um Positionen und extern um Wählerstimmen kämpfen müssen, können die Tech-Riesen die Kundschaft mit dem Versprechen alltäglichen Komforts und jeder Menge Spaß bezirzen. Die bunten Apps übernehmen dabei dieselbe Funktion wie einst die Glasperlen, welche die spanische Conquista den Ureinwohnern Amerikas im Tausch gegen deren Gold überließ. Einzig: Das Gold der heutigen Zeit sind Daten. Doch sind sie nicht schön, diese Glasperlen?

Dieser Artikel erschien am 25.04.2017 bei RT-Deutsch.

Hier der link zum Beitrag von Florian Hauschild: Transhumanismus und künstliche Intelligenz (…)

KenFM bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Meinungsartikel und Gastbeiträge müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.

82 Kommentare zu: “Transhumanismus und künstliche Intelligenz

  1. Microsoft’s teenage fem-chatbot Tay presents a contemporary cautionary tale. In March 2016, Tay went live on Twitter. Intricately programmed to mimic neural networks in the human brain, Tay was supposed to learn from her human ‘friends’. She was expected to articulate conversational gambits without filters or behavioural supervision. Within hours, malicious followers on Twitter caused Tay to morph into an internet troll, spewing racist and sexist vitriol. After less than 12 hours, she was terminated by her makers. Her easily corrupted learning system dampened optimism in self-educating AI and smart robots.

  2. Ich sah auf unseren Fernsehen ein Harari, Israelischer Historiker, über wie Maschinen user Leben beherrschen werden.
    Sein Beispiel war ein Navigations System, wir können keine Karten mehr lesen, und so verlieren wir alle Fähigkeiten an Maschinen.
    Dass Smartphones uns dummer machen, ja.
    Wiki weiss alles.
    Aber ich kann nicht glauben dass ein jeder sein kritisches Denken stoppt.
    Es hat in die ganze Geschichte immer Menschen gegeben die nicht dumm alles für wahr annahmen was Autoritäten sagten, leute wie Servetius, Luther, Giordano Bruno, Galilei, sie dachten selbstständig.

    „““ Ray Kurzweil fasst die Entwicklung wie folgt zusammen:

    „Die Revolution der Nanotechnologie wird uns ermöglichen, unseren Körper und unsere Gehirne Molekül für Molekül neu zu gestalten – weit über die Grenzen der Biologie hinaus. Der Einsatz von künstlicher Intelligenz innerhalb unseres biologischen Systems wird für die Menschheit einen evolutionären Sprung nach vorne markieren, aber es bedeutet auch, dass wir mehr „Maschine“ sein werden als „Mensch“. Milliarden von Nanobots werden durch die Blutbahnen in Körper und Gehirn reisen. Sie werden Krankheitserreger zerstören, DNA-Fehler korrigieren, Giftstoffe beseitigen, und viele andere Aufgaben erfüllen, die unsere körperliches Wohlbefinden steigern. Als Ergebnis werden wir in der Lage sein, auf unbestimmte Zeit zu leben, ohne zu altern. „““

    „“““Der Einsatz von künstlicher Intelligenz innerhalb unseres biologischen Systems wird für die Menschheit einen evolutionären Sprung nach vorne markieren, „““

    Dieser Kurzweil, nach meinem Ansicht keine blasse Ahnung was er sagt.

    • Das Kurzweil keine blasse Ahnung hat, würde ich nicht sagen.

      Ich würde eher sagen, das wir die Ahnungslosen auf diesem Gebiet sind.

      Er ist eine Mischung aus Geschäftsmann und religiösem Fanatiker.
      Anderseits ist er ein technisches Genie und ein guter Informatiker.
      Genie und Wahnsinn liegen oft sehr nah.

    • Ich kann das nicht.
      Otto_Normalverbraucher kann das (noch) nicht realisieren. Ist noch Zukunftsmusik.
      Grobe Erklärung:
      Transhumanismus – Neue Eugenik: Damit sie Leben können, müssen wir sterben!? –> bei You Tube eingeben.
      Weis nicht, ob Ihnen das vorerst reicht?

  3. Schwachsinn. Alles Schwachsinn!
    der „smarte Kühlschrank“, das selbstfahrende Auto usw. usf. wer braucht diesen Müll?!
    Wenn sich die deutsche Industrie darauf konzentrieren würde einen „Volkswagen mit E-Motor“ zu entwickeln, will sagen ein E-Auto was sich die große Masse leisten kann, das wäre sinnvolle Forschung und Entwicklung.
    Wenn ich mir die paar Werbefilme von selbstfahrenden Autos zurück ins Gedächtnis rufe, das ist so ein Schwachsinn!
    Wer kann sich das überhaupt leisten?! Das ist doch lächerlich.
    Oder der Kühlschrank, der die Milch selber beim Verteiler bestellt, die Milch kommt dann per Drohne?!
    Die Menschen sind dermassen Hirnverklebt es ist nicht mehr zum aushalten.
    Der Mensch hat schon längst das Wesentliche verloren. Er hat es verloren seit er sinnvolle Tätigkeiten (die er meißt in Gemeinschaft verrichtete) mit sinnlosen Tätigkeiten eintauschte. Diese sinnlosen Tätigkeiten erfüllen nicht mehr, der Mensch kann nicht mehr Meister seines Faches werden (wie denn auch mit Schrauben sortieren oder Waren über den Barcodescanner ziehen?!) ist nichtmehr umgeben von Ästhetik und Schönheit.
    Viele fühlen das, sie sind entwurzelt, das Leben ist einsam, kalt, sinnfrei.
    Zu verdanken haben wir dies alles dem Geldsystem. Es sorgt dafür, dass alles immer billiger, eifacher, zeiteffizienter werden muss. Zudem müssen Dinge des täglichen Gebrauchs auch nach spätestens 2 Jahren kaputt gehen. Der Mensch verbindet sich nicht mehr.
    Die westliche „Werte“gemeinschaft ist total degeneriert. Das überwiegende was neu kommt ist Schrott. Man muss sich nur die Computer und Programme ansehen (Microsoft). Alles Schrott! Alles unsicher, störanfällig. Das ist das Destillat unserer Gesellschaft.
    Es gibt welche die machen das anders…. man muss nur mal nach Russland sehen…
    Auch dieser übertriebene, verweichlichte Minderheitenschutz. Da bringt einer eiskalt über 70 Menschen um und darf sich in Haft auch noch beklagen seine Bedingungen seinem Menschenunwürdig…
    Transen wählen den Bundespräser mit (ja ich weiß, eh ne Lachnummer).
    In Kindergärten werden Dildos herumgezeigt und in der Grundschule dürfen unsere Kinder Sperma schlucken lernen und Analsex…
    Und einige dieser völligst fehlgekeiteten Existenzen wollen jetzt KI´s entwickeln und Mensch/Computer-Schnittstellen. Ich lach mich schlapp.
    Es wird keine KI geben. Diese Zombies denken der Mensch (insgesamt, die ganze Schöpfung) ist Seelenlos, sie denken wenn sie sterben ist alles aus, sie denken sie funktionieren nur aufgrund biochemischer Prozesse. Ja, es ist wahrscheinlich so wie Rudolf Steiner sagte: über 60% der Menschen sind seelenlos…
    Ich könnte hier nur noch kotzen.
    Wann werden endlich die wirklich wichtigen Dinge thematisiert?!
    Wir könnten uns das Paradies auf Erden schaffen! Jetzt und HIer!
    Wir könnten die Gesellschaft umbauen auf eine nachhaltige, öffentl. Verkehrsmittel könnten umsonst sein, Autos raus aus den Städten, es könnte Gemüse wachsen und jeder könnte ein paar Haustiere haben. Auf den Dächern könnten schon längst Solarthermien sein und für Heizung und Warmwasser sorgen.
    Es gäbe so viel wirklich wichtiges.
    Was wir groß thematisiert?! Pflegeroboter, selbstfahrende Autos, KI, smarte Produkte usw. usf…
    WIE SINNLOS UND DUMM!

    • Alles schön und gut, aber wenn wir wieder anfangen, Nutztiere zu Hause zu halten, geht die gleiche Misere wie bisher wieder von neuem los. Warum ist das bloß so schwer zu verstehen?

    • schliemanns,

      weitestgehend Zustimmung und eine Anmerkung zu einem Detail, da sie es erwähnen.

      Öffentliche Verkehrsmittel, die den Namen auch verdienen, wären schon ein enormer Gewinn an Lebensqualität. Die sollten schon automatisiert sein, denn wer will schon stupide den ganzen Tag Hoch- oder U-Bahnen durch die Stadt kutschieren.
      Die Straßen fallen weg, was ein enormer Flächengewinn wäre um Städte schön und natürlich zu gestalten, so als wären sie tatsächlich gebaut um darin leben zu wollen.

      Nun das Wissen und die Möglichkeiten für ein solches Konzept sind vorhanden, doch wenn sie das womöglich thematisieren, wäre eine mögliche Antwort wohl, „wer soll das bezahlen?“ Als wenn das wichtig wäre!

    • „wer soll das bezahlen?“
      .
      Also ich wüßte da sofort jemanden 🙂
      .
      Laut Oxfam unterschlagen die 50 größten Konzerne (mit Ablegern ca. 1700) der Welt JÄHRLICH ca. 1,5 Billionen € an Steuern.
      Damit läßt sich so einiges finanzieren, was der Allgemeinheit von Nutzen ist.
      .
      Das Geld ist also vorhanden, wir müssen es nur holen.

    • Habakuk,

      sicherlich so kann man argumentieren, das Geld ist da und es ist schlecht verteilt, allerdings bleibt man damit in der Logik dieses Unterdrückungswerkzeugs.

      Worauf ich hinaus möchte ist, daß das Finanzwesen eben das ist, ein Unterdrückungs- ein Kontrollwerkzeug. Ohne diesen Hemmschuh ist was heute unmöglich erscheint, morgen möglich.

    • Habakuk,

      ich möchte ihnen durchaus nicht widersprechen, viel mehr bin ich dankbar für ihren Kommentar.

      Es ermöglicht noch eine weitere Ausführung zum Thema. Ich fürchte bei all der Furcht vor Krieg, Tod und Terror gerät eine der Hauptursachen für die ganze Misere aus dem Fokus.

      Die Mörder und Lügner unserer Tage werden mit Geld gedungen.

    • Habakuk,
      doch, jemand berechnete dass nur 8% des Vermögen in den ganzen Welt schwarz ist.
      Natürlich können wir Konzerne mehr Steuern zahlen lasssen, aber, sie haben kein Wald von Geldbäume, die Preise der Produkte werden steigen.
      Sehr trauriges Fach, Volkswirtschaft.

  4. Ein guter Artikel zu einem sehr wichtigen Thema.

    Den zu erwartenden „Dekaden des Schmerzes“ vermag ich grundsätzlich und perspektivisch nur zustimmen.
    Auch diesem Passus im Artikel kann ich nur zustimmen: “Die Frage lautet vielmehr: Erkennen die Gesellschaften, dass das Spiel um die Zukunft längst begonnen hat oder wenden diese sich mit Schrecken und Grauen ab, verlieren sich in Zerstreuung oder debattieren lieber über Belanglosigkeiten? Der bloße Statist wird immer nur Getriebener und am Ende Leidtragender der geschichtlichen Entwicklung bleiben.“
    Sehr treffend auch: „Längst ist es neben der finanziellen Macht und der Macht über die Daten auch der mediale Einfluss, der sich in den Händen der milliardenschweren Tech-Unternehmer zu Gestaltungsmöglichkeiten verbindet, deren klar definierte Mission die Architektur der Zukunft ist.“

    Was leisten also die „Gesellschaften“ an Erkenntnis-Arbeit?
    Wird die „Mission“ der „milliardenschweren Tech-Unternehmer“ diskutiert?
    Was wird uns „Schmerzen“ bereiten, die Rettung unseres MenschenWESENS aus den Verheißungen des Maschinen-Paradieses im Signum der ‚Künstlichen Intelligenz‘ (KI)….oder das hinnehmende Versinken darin…?…??
    ____________________________________

    …zu dem Artikel habe ich einige ergänzende Gedanken (Audio) veröffentlicht: http://denkgarten.blogspot.de/2017/04/endtscheidungszeit-wesen-und-zukunft.html

  5. Es wäre angebracht sich mal wirklich mit der Hirnforschung ein wenig auseinanders zu setzen.

    Wir haben nach wie vor nicht die geringste Ahnung wie das Gehirn funktioniert: Die Idee wird hätten irgendeine Vorstellung was im Gehirn ein Gedanke ist, ist aufgeblasenes Pennäler Gewäsch.
    Da ist nicht nur nichts, man auch nicht die geringste Vorstellung davon, wie man das angehen könnte.

    Was Mr Ma angeht so kann man sich darauif verlassen, dass das ZK der KP Chinas wie meistens sehr genau weiss, was es tut wenn es Herrn MA gewähren lässt. An dem Tag an dem er aufhört das zu tun, was man im ZK für nützlich hält wird man ihn zB ganz einfach nicht mehr ins Land lassen.

    Und: NEIN, es sind keineswegs die „Ma, Musk und Zuckerberg die nun die möglicherweise „böse Zukunft“ zu verantworten haben“, es ist wie immer die blöde Masse, die jeden Dreck konsumiert, solange der das eigene lächerliche Ego aufzuplustern hilft, und die auch ausnahmlos immer Politiker wählt, die niémals im Interesse der Bürger Politik machen werden.
    Es hat also alles seine Ordung.

    • Keine Ahnung geht zu weit, aber wir wissen immer besser dass wir nicht viel wissen.
      ⦁ William H. Calvin, ‚De opkomst van het intellect, Een reis naar de ijstijd‘, Amsterdam 1994 (The Ascent of Mind. Ice Climates and the Evolution of Intelligence‘, 1990)

    • TDVollm…. weiß doch offensichtlich gar nicht, wie Logisch -und- differenziert- denken geht. Interessiert ihn vermutlich auch gar nicht.

    • schwarz weiss… Einer der Angst hätte soinst erschlagen zu werden.

      vegan… das ist einfach nur… strohdumm.

      Pieter… das Problem dabei, wenn man es so höflich ausdrückt, ist, dass die Kleinkinder sich unbeirrt an ihren Positivismus klammern und realistische Politik verhindern.
      Das Buch ist zwar gut aber 30 Jahre alt, also werden die KLeinkinder daraus den Schluss ziehen, dass sie völlig REhct haben weil Menschen wie sie heute ja sooooo viel mehr wissen. Sie sehen das ja täglich in ihren tollen Filmen, ihren tollen Mangas und Videospielen…
      Und obwohl dieser Blog noch einer der wenigen zivilisierten ist, sieht man auch hier wenig Lernfähigkeit, man glaubt lieber das Weltbild das man schon hat
      Mit anderen Worten, nix neuesauf der Welt.

    • „Einer der Angst hätte soinst erschlagen zu werden.“

      Also ein Politiker, der Politik im Interesse der Bürger macht, der dann wiederum Angst hat, wenn er das nicht mehr macht, erschlagen zu werden.

      Und wer ist das? Es gibt wohl Keinen.

      Ich glaube eher das ein Politiker, der Politik für die Bürger macht, Angst hat von den waren Machthabern erschlagen zu werden. Das ist doch die Realität.

    • Ich verstehe nicht, das so ein fehlgeleitetes Kind mit seinem immer gleichen verrannten Kommentier-Konzept hier überhaupt noch ernst genommen wird. 🙂

    • Also spricht ein Anhänger der Religion der Veganer…

      Wenns nicht so traurig wäre, müsste man lachen

      Und schwarz weiss: Vollig richtig.

    • „Aber was für’n Ticker ist ein Poli-Ticker? Woher kommt er und was will er von der Welt?“
      Ein Refrain von
      Georg Kreisler

  6. „Computer sind dazu da, um mit ihnen Probleme zu lösen, die man ohne sie gar nicht hätte.“

    Dass sich immer wieder Klugscheißer, die erfolgreich ein Geschäft aufgebaut haben, einbilden, sie hätten das Recht, für die Menschheit zu entscheiden, was gut für diese sei…

  7. Transhumanismus, (potentielle) Unsterblichkeit, Gottmenschentum,….die altbekannte Hybris der von Satan fehlgeleiteten, armen Seelen.
    Ich nenne es schlicht „Babylon reloaded“.

    • Wenn Mensch nicht immer Leiche essen würde, gäbe es diesen ganzen Schwachsinn nicht.

    • Hab mir gerade Ray Kurzweil: „Wie Technologie uns verändern wird“ (deutsche Untertitel einstellen) auf YouTube angeschaut. Der Beitrag ist 10 Jahre alt.

      „Die Singularität wird uns die Begrenzungen unserer physischen Körper und Hirne überwinden lassen. Wir erlangen die Macht über unser Schicksal. Unsere Sterblichkeit wird in unseren eigenen Händen liegen. Wir werden so lange leben, wie wir wollen.“

      Ray Kurzweil ist seit 2012 Leiter der technischen Entwicklung bei Google.

    • @ schwarz=weiß

      Ob Mensch oder Unternehmen, wenn man genau hinsieht, muß man sich doch fragen: Wer und/oder was verhilft was/wen zu so viel Macht und Einfluß? Wozu und für wen?
      Denn anders als zu Zeiten des humanistischen Ideals, als der Mensch sich selbst machen sollte (und konnte), sind Menschen und Sachen heute gemacht von wem? Und wozu?
      Mr. Microsoft, Mr. Apple, Mr. Amazon haben sich doch nicht selbst gemacht! Im Großen wie im Kleinen: Wenn ein neues Einkaufszentrum einen Bäckerladen haben soll, dann zieht dort ein Bäckerei-Großbetrieb ein, und der junge Bäckermeister denkt: Pech gehabt. Und der Bürger (wenn er überhaupt denkt) denkt auch: Pech gehabt. Eben nicht Pech!

  8. Was ist Intelligenz überhaupt? Der IQ eines Menschen ist hierfür jedenfalls _kein_ Ausweis.

    Transhumanismus ist lediglich die Fortsetzung der Ideologie des Fortschritts, des Idealen, des Optimalen, des Besten, des Gewinnens, des Siegens, auch wenn keiner genau weiß, was dies denn überhaupt sein soll, geschweige denn das Ziel. Unsterblichkeit? Von was? Das kann es nicht sein, denn dafür müßte ein Mensch etwas an sich sein, das ihn ausmacht, welches bereits unsterblich ist. Dann ist das Streben wiederum sinnlos, da bereits gegeben.

    Von daher ist dies kein Größenwahn, sondern lediglich die dialektisch wissenschaftliche Vorgehensweise des Wahnhaften ohne Größe. Ausdruck von Menschen mit ausgeprägten ideellen Minderwertigkeitssymptomen, sich selbst niemals genügend. Malen nach Zahlen. Wer genau in der Klapse sitzt ist eh nicht so gewiß, siehe Rosenhan-Experiment. Heute noch Genie, morgen bereits verrückt oder auch umgekehrt, wie es gerade paßt.

    Zur technischer Perspektive bleibt anzumerken, daß wir Mathematik nur imitieren. Mit anderen Worten, die Digitalisierung ist tatsächlich gar keine. Es ist analoge Technik, die im Grenzbereich betrieben wird.
    Ein Computer, der seine Anweisungen selbständig erstellt und daher nicht nach Anweisungen ‚handelt‘, wird allgemein als defekt angesehen. Bei Windows ist das Resultat der gefürchtete Bluescreen. Kein Prozessor, keine Hardware ist fehlerfrei.
    Computer arbeiten _nicht_wirklich_ mit 0 und 1, das ist nur die erzählte Legende.
    Eine simulation des Gehirns scheitert bereits an dieser analogen Stelle, gleichgültig, ob dieses Hirn selbst überhaupt digital arbeitet. Signaltechnisch ist auch letztere Annahme schlicht Schwachsinn.
    Ein Hirn zu simulieren, wie es das Human Brain Project behauptet, ist eine reine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für Unis und Institute.

    Die weit größere Wahrscheinlichkeit besteht darin, daß der ganze vernetzte Mist zusammenbricht und keiner mehr Ahnung hat, was passiert. Big Data sind nur Daten, die einem Menschen zugewiesen werden, er produziert diese nicht.
    Auch völlig ohne Hacker wird der Spaß schmerzhaft, da Voraussagen auch hier unmöglich sind und bleiben. Wenn auch die Anhänger und Theologen der Naturgesetze gegenteiliges beschwören.

    Was mich stört ist nicht die Forschung, sondern seine Einseitigkeit, denn wer bezahlt, entscheidet, über was geforscht wird. Forschung ist nicht nur viel zu wenig und zu einseitig, sie ist auch noch zu stark auf Simulationen ausgelegt und nicht mehr am Experiment ausgerichtet. Der RECHTgläubige steuert auch hier den Wahn.
    Wissen wird nicht berechnet, es ensteht durch Versuch und Irrtum, durch Erkenntnis am wirklichen (er)Leben. Garantiert _nicht_ durch Entdeckung bzw. Berechnung von ominösen theologischen Naturgesetzen. Mathematik ist Sprache, und beschreibt _nicht_ die Wirklichkeit, noch nicht einmal die Modelle der Wirklichkeit. Letztere hat keine.

    Verstehen, Verständigung, Verständnis, Verstand.

    • IQ isst teils Kulturell beëinflusst.
      IQ isst kein Mass für Intelligenz, wir können nicht definiëren was Intelligenz isst.
      Was ich dann und wann als Vorbild nenne, die Aboriginals in Arnheim Land, N Australiën, leben dort in ein Paradies, essen was die Natur gibt, wir verhungern da, oder vergiften uns, in zwei Tage.

    • Wahn bring es auf den Punkt. Diese Menschen wurden mit Projekten wie Amazon in China usw.. unermesslich reich. Jetzt denken sie in ihrem Wahn sie könnten KI entwickeln. Meiner Meinung nach wir es das nie wirklich geben. Wie sie sagen; evtl. wird uns noch etwas mehr Arbeit abgenommen. Aber KI? No way.
      Gedankenübertragung per Kabel? Ja, es gab jemanden bei Jugend forscht der es geschafft hat einen Curser willentlich mit Gedanken zu steuern, evtl. lässt sich dan noch verfeinern aber „Bilder und Sätze sind zu langsam“ bla bla… da spricht der Wahn! UNd wofür das?!
      Gedankenübertragung gibt es schon seit Jahrtausenden, allein bei uns verkümmert diese Gabe in weiten Kreisen mehr und mehr.

    • Sobald die Trennung von der Natur erfolgt ist, braucht der Mensch Sklaven. Und um die zu schaffen, braucht er eine Religion, Ideologie oder den Mythos des IQ, womit er dem Sklaven zu verstehen gibt, daß es Herrscher und Beherrschte gibt. Natürlich!

  9. Ich verstehe das Problem, das hier skizziert wird, überhaupt nicht.

    Entweder, wir leben in einer Demokratie, in der WIR uns vor UNSEREN Erfindungen überhaupt nicht fürchten brauchen. Wenn, dann nehmen diese Erfindungen UNS etwas Arbeit ab, machen uns allen das Leben etwas leichter, und wenn jemand konkret Arbeit verliert, dann entscheidet er sich entweder, trotzdem (aus Lust darauf), die Arbeit weiter zu machen, oder aber die Arbeitsentlastung wird anteilig auf das ganze Volk ungelegt, und der „Arbeitsverlierer“ entsprechend entschädigt.

    Oder, wir leben nicht in einer Demokratie, sondern eine Herrschaft der Weniger (Oligarchie) bzw. der Reichen (Plutokratie). In dem Fall ist aber auch die Technologisierung nicht das Problem, sondern die Staatsform. Dann gilt es, zu einer Demokratier zurückzukehren, und wir sind bei Szenario 1.

    Diese ganze Panik vor der Industrialisierung/Technokratie ist doch nur ein Brainwash, der das wahre Problem überdeckt, das ganz wo anders liegt.

    • Das Problem liegt in der unwahren Aufklärung sowie Geschichtsschreibung.
      Man verklickert den Großteil der ahnungslosen Menschen, dass ein Zuckerberg, ein Gates oder sonstige „Größen“ von Nullpunkt aus ein „innovatives“ Unternehmen mit einer einzigen brillianten Idee zu einen Weltkonzern aufgebaut haben, das Problem daran ist, viele glauben dieses Geschwätz auch noch.
      Unterschlagen wurden alle erdenklichen Grundlagen wie von Kondrad Zuse bis zur Ada Lovelace sowie die Unix-Systeme. All diese Grundlagen wurden zum Zweck des Dogmas der Gewinnmaximierung der Allgemeinheit entzogen. Wenn man ein Allgemeingut benutzt, muss man einen Teil des Erwirtschaften wieder der Allgemeinheit zukommen lassen, wie wir aber die Steuermoral dieser Techkonzerne kennen, ist das ein Wunschdenken.
      Auch wurde unterschlagen mit welchen finanziellen Mitteln diese Konzerne in deren Entstehungszeit befeuert wurden.
      Und wenn man die Konzerngeschichten dieser „Techgiganten“ genauer durchleuchtet, wird man feststellen können, dass die innovativesten Köpfe bzw. Entwicklungen meist von kleinen Nischen angeworben bzw. mit viel Kapital gekauft wurden.
      Diese Techeliten haben ein gewaltiges logische Problem. Deren bisherige Strategie besteht darin, geistige Inzucht zu betreiben und mangelnde Innovation und Kreativität durch Zukauft wettmachen. Leider klappt diese Strategie; noch.

    • Ich hatte gedacht dass ein Deutscher die Ottomotor nennen wurde, Dieselmotor, synthetischer Farbstoffe, Dünger, synthetiser Gummi, der Düsenmotor, Raketenmotor, usw., usw.

  10. Mit der Vorherrschaft des modernen „wissenschaftlichen“ Materialismus ist Erkenntnis in philosophischer Hinsicht in einen ziemlich erbärmlichen Zustand geraten, und das trotz (oder wegen?) eines gigantischen technologischen Fortschritts. Wahrscheinlich erst wenn wir den alten Gedanken der Seele wieder zurück in die Wissenschaft und die gesellschaftliche Diskussion bringen, und ihn zudem mit dem Gedanken der Evolution verknüpfen, werden echte gesellschaftliche Fortschritte folgen.

    Intelligenz mit Bewusstsein unterscheidet sich ganz prinzipiell von künstlicher Intelligenz ohne Bewusstsein. Und wenn wir selber unsere Vorfahren waren und so-Gott-will noch unsere Nachfahren sein werden*, dann ist es langfristig wichtiger, unsere eigene Intelligenz und die unserer Mitmenschen zu fördern als die von Maschinen.
    * pandualism.com/z/reincarnation.html

    Gruss, Wolfgang

    • Die modernen Naturwissenschaften haben im Interesse der Naturbeherrschung die Welt auf eine Summe gesetzmäßiger Mechanismen reduziert, die auf mathematische Formeln gebracht werden können. Dieses Denken, heißt es in André Gorz‘ Kritik der ökonomischen Vernunft, bringt schließlich eine Maschine hervor, „die das Denken der Äußerlichkeit durch die Äußerlichkeit dieses Denkens selbst ersetzt und seitdem als Bezugspunkt für den menschlichen Geist dient: der Computer, gleichzeitig Rechenmaschine und ‚künstliche Intelligenz‘, Maschine zur Komposition von Musik, zum Schreiben von Gedichten, zur Krankheitsdiagnose, zur Übersetzung, zum Sprechen … Die Fähigkeit zum Entwurf von Maschinen begreift sich schließlich selbst als Maschine; der Geist, der in der Lage ist, wie eine Maschine zu funktionieren, erkennt sich in der Maschine wieder, die in der Lage ist, wie er selbst zu funktionieren – ohne zu begreifen, dass in Wirklichkeit die Maschine nicht wie der Geist funktioniert, sondern nur wie jener Geist, der gelernt hat, wie eine Maschine zu funktionieren.“

    • ja, genauso ist es! Ich kannte das schon. Das wichtigste Ziel ist immer das Zerstören und das Töten in dieser Welt. Seit mindestens 7000 Jahren. Ein Wunder, dass sie das bis jetzt überhaupt ausgehalten hat.

    • Entwickelen von Landwirtschaft, die wichtigste Erfindung der Menschen, hatte kein Vernichtung Ziel.
      Auch Einstein wollte nichts vernichten.

    • Mord und Vernichtung ist im Macht-und Profit-Wahn immer mit enthalten gewesen. Von Anfang an dieser Zivilisation. Im AT wird von Jahve der Genozid anempfohlen und die Steinigung für jene, die nicht“gehorsam“ sind.

  11. Transhumanismus = Größenwahnsinn

    Transhumanisten sind schwerkranke Menschen in tiefster geistiger Umnachtung, die glauben, dass der Mensch ein seelenloser Kohlenstoffhaufen ist. Mensch und Natur werden nur nach Effizienzkriterien beurteilt und ausgebeutet.
    Da hilft nur Aufwachen!
    Ray Kurzweil ist der Hohepriester des Transhumanismus und technischer Direktor bei Google, der den Menschen in eine Maschine verwandeln will. Anstatt diesem Wahnsinn Einhalt zu gebieten wird er mit Ehrendoktortitel überhäuft und bekommt ein Milliardenbudget zur Verfügung gestellt, um die Robotisierung der Menschen voranzutreiben.
    Das ist alles so krank, dass einem manchmal wirklich die Worte fehlen.

  12. „Die Frage lautet vielmehr: Erkennen die Gesellschaften, dass das Spiel um die Zukunft längst begonnen hat oder wenden diese sich mit Schrecken und Grauen ab, verlieren sich in Zerstreuung oder debattieren lieber über Belanglosigkeiten? Der bloße Statist wird immer nur Getriebener und am Ende Leidtragender der geschichtlichen Entwicklung bleiben.“

    Das ist, glaube ich, der Punkt.

    Aber auch, wenn wir uns nicht abwenden, wie gehen wir mit dieser Erkenntnis um.
    Diese Entwicklung wird über alle hinweg rasen. Warnen und jammern hilft da überhaupt nichts.
    Das hat der Chef von Alibaba ja selbst erlebt und seine Konsequenzen gezogen.

    Uns bleibt nur, wachsam zu sein und nicht nach jedem Knochen, den man uns vorhält zu schnappen.
    Wir müssen lernen nur das (und sei es nur privat) zu nutzen was wir wirklich als Fortschritt erkennen.
    Ich fürchte aber, dass wir nicht immer die Wahl haben.
    Arbeitserleichterungen sind ja vom Prinzip her nichts Schlechtes.
    Monotone und schwere und sehr präziese Arbeiten Robotern zu überlassen finde ich grundsätzlich richtig.
    Aber was sollen all die „freigesetzten“ Menschen machen und von was bestreiten sie ihren Lebensunterhalt.
    Die Zerstörung der Umwelt wird die Neue Technologie eher beschleunigen, wenn sie nicht intelligent eingesetzt wird.
    Damit haben wir ja schon genug Erfahrung.
    Und da Wachstum, Profit und Macht die Triebfeder dieser Entwicklung ist, ist da nichts Gutes zu erwarten.
    Und nun?

    • Wir verweigern uns einfach diesem „Fortschritt“, der den Menschen immer mehr in die Entfremdung von sich selbst und von der Natur führt. Mutig Widerstand leisten und als erstes mal das Smartphone abschaffen.

    • Whatsapp ist seit ca 1 Jahr deinstalliert.
      Für meine Mutter (wird 90 Jahre) und Freunde sowie Kinder und Enkel (wohnen ca 100 km von uns) ist das momentan keine Option. Für den, der darauf verzichten kann – o.K.
      Mit Mut hat das nicht viel zu tun. Ich arbeite 4 Schichten. Da kann ich meine sozialen Kontakte gleich vergessen.
      Selber das machen, was geht.

    • Der bisherige Weg führt nur weiter in Tod und Zerstörung. Das können wir alle sehen. Also kann nur eine Haarnadelkurve helfen.

    • Marikka

      „Mutig Widerstand leisten und als erstes mal das Smartphone abschaffen.“

      Das mit dem Smartphone abschaffen ist wunderschön sarkastisch… Das werden wir beide in diesem Leben nicht mehr erleben.

  13. Aus meiner Sicht sind diese Silicon-Valley-Jungs (und auch ihre chinesischen Pendants) v.a. völlig größenwahnsinnig. Vielleicht bin ich zu naiv, aber diesbezüglich (KI, usw.) bin ich relativ gelassen. Ganz einfach, weil ich denke, dass wirkliche „Fortschritte“ in dieser Richtung – falls überhaupt technisch machbar – noch viele Jahre brauchen werden. Da fliegt uns die Welt, die wir kennen, doch vorher schon längst aus ganz anderen Gründen um die Ohren – entweder durch Krieg(e) oder einen Finanzcrash ungekannten Ausmaßes.

    • Was KI betrifft, sollten die Eliten mal erklären was die darunter verstehen. Ein autonomes Gebilde, das selbstständig seine Entscheidungen trifft, gemäß dem Abbild des Menschen? Oder ein kontrolliertes Gebilde, dass höchst effizient menschlichen Regungen, sprich Tätigkeiten vollziehen kann?
      Letzteres haben wir schon lange und ist Kolonialismus 2.0. Die Folgen des Kolonialismus kennen die meisten, da braucht man sie hier nicht näher zu erläutern.
      Beim erstgenannten Gebilde, da muss man die Mauern des geistigen Inzuchts dieser Tech-Eliten durchbrechen.
      Autonomie oder Selbstständigkeit ist unvereinbar mit Kontrolle, aber das wollen die ernsthaft unter einem Hut bringen.
      Darüber braucht kein Mensch Sorgen machen.
      Bedenklich ist immer nur, wenn geistiger Inzucht auf unvorstellbare Menge an Kapital (was im Engen Sinne, angesammelte Energie bedeutet) aufaddiert werden.

  14. Ich habe in dieser Entwicklung intuitiv immer nur Zerstörung gesehen, und vom Verstand her größenwahnsinnigen Aufbau von Gerätschaften und Technologien, die nur durch Raubbau an der gesamten Natur und durch Missbrauch von echtem Lebenspotential möglich sind. Ich kann an dieser Entwicklung überhaupt nichts Positives erkennen, es sei denn ich sehe es so, dass es zu der tatsächlich für alle unvorstellbar schmerzlichen, aber dafür ultimativen Erkenntnis führt, dass das Leben so nicht mehr funktioniert. Anscheinend braucht die Menschheit diese Erfahrung bis zum bittersten Bodensatz. Das „Geheimnis der Schöpfung“ soll durch profitgesteuerte Berechnerei ersetzt werden können. Da fehlen einem die Worte.

    • Das Geist-Körper-Problem

      Du erkennst intuitiv das Manko des körperlichen Ideals, der übersinnlichen, übermenschlichen, übernatürlichen Vernunft. Wunderbar.

      Ernsthafte Frage
      Warum erkennst Du Dein eigenes geistiges Ideal nicht intuitiv als zerstörerisch?
      Das liefert in Geschichtsbüchern sehr ähnliche Ergebnisse.

      Im Erkennen des Problemes liegt die Lösung, finde jedenfalls ich. Das wertfrei, sprich ohne moralischen Kategorien, zu diskutieren, bringt alle weiter.

    • Oh gottogott, der F.M.A. nun wieder! Bist Du eigentlich auch TDVolland? Der leidet nämlich am Selben.

    • Franz

      Man nimmt nicht an Foren, bzw dem Prototyp „Facebook“, teil, weil man „weiter gebracht werden will“.
      Sondern weil man seinen eigenen Glauben bestätigt haben will. Und zwar umso heftiger, als man sich für einen Gut-Menschen hält. Albernste Moralapostal die sich für wissenschaftlich denkend halten.

  15. Wenn in England mechanische Webegeräte kamen vernichteten die Handweber die.
    Wer weiss was damals Kleidung usw. kostete und was es jetzt kostet, weiss dass diese Leute nicht ahnten dass zumindestens ihre Kinder ein besseres Leben bekamen.
    Jetzt isst das Spuk Automatisierung.
    Im industriëllen Zeit arbeitete man sechs Tage in die Woche zehn Uhr oder so pro Tag.
    Jetzt acht Uhr fünf Tage.
    Was isst dass Problem ?
    Und künstliche Intelligenz, jedes Neuron hat anscheinend Gehirn Kapazität, isst viel mehr als ein Schalter.
    Wie ein Programm dass imititieren kann, ich sehe es nicht.
    Noch nie hat ein Programm eine einzige originelle Gedanke produziert.

    Roger Penrose, ‚The Emperor’s New Mind, Concerning computers, minds, and the laws of physics‘, 1989 Oxford

    Dass Buch isst über unser Gehirn und Quantum Physik.
    Und über freie Wille.

    • Lieber Pieter Kamp,

      ich schätze Ihre fundieren Kommentare und Beiträge sehr, wundere mich aber jetzt umso mehr über Ihre Äußerung zu „originellen Gedanken“. Sie wissen doch, daß wir das Zeitalter originärer Gedanken hinter uns gelassen haben, wenn wir nur mal den Zeitraum von der Renaissance und Aufklärung, deren brutale Umkehr durch Industrialisierung, Kommerzialisierung und Technisierung bis in die Gegenwart betrachten. In einem race to the bottom inzwischen in allen Lebensbereichen (außer im Luxussegment) werden Originalität und Qualität vernichtet. Originalität? Wo bitte? In Wissenschaft? Quantität, Copy & Paste, ja, aber Originalität?

    • P.S.: Free Will? Sehr schwieriges Thema. Als ich 16 war, fasziniert von Schopenhauer. Generationen von Philosophen haben sich daran versucht.
      ISAIAH BERLIN, FOUR ESSAYS ON LIBERTY: „…our own attitudes and activities are likely to remain obscure to us, unless we understand the dominant issues of our own world. The greatest of these is the open war that is being fought between two systems of ideas which return different and conflicting answers to what has long been the central question of politics-the question of obedience and coercion. ‚Why should I (or anyone) obey anyone else?‘ ‚Why should I not live as I like?‘ ‚Must I obey?‘ ‚ If I disobey, may I be coerced? By whom, and to what degree, and in the name of what, and for the sake of what?‘

    • Niederländische Wissenschaftler in Delft versuchen ein Komputer zu bauen basiert auf dass unbegreifliche Phenomän verstrengeling in Niederländisch, auf english ….
      Das unbegreifliche isst das zwei Teilchen, die jeder mit Lichtgeschwindigkeit in gegenübergestellte Richtungen fliegen, doch noch ein Teilchen sind.
      Als es gelingt, vielleicht nie, werden Komputer unendlich viel schneller, die Lichtgeschwindigkeit spielt jetzt eine Rolle.
      Auch die Möglichkeit Kommunikation über viele Lichtjahre könnte möglich sein.

    • Dik Bouwmeester, Jian-Wei Pan, Klaus Mattle, Manfred Eibl, Harald Weinfurter & Anton Zeilinger, Experimental Quantum Teleportation, Nature vol.390, 11 Dec 1997, pp.575.

    • @ Pieter Kamp

      Kann der Mensch wollen, daß ein Programm oder eine Maschine wollen kann, wenn der Mensch selbst nicht weiß, ob er wollen kann?

      Zu Freiheit und Technologie/Wissenschaft:

      Von der Kritischen Theorie hat meine Generation gelernt, dass man nicht alles, was technisch möglich ist, auch tun muss.
      „Vielleicht wird die wahre Gesellschaft der Entfaltung überdrüssig und lässt aus Freiheit Möglichkeiten ungenützt, statt unter irrem Zwang auf fremde Sterne einzustürmen“, schrieb Adorno in seinem Buch Minima Moralia.

    • P.S.
      Wir nichts als Stoff?
      Kants Kritik der reinen Vernunft war das Schwert, das den europäischen Deismus köpfte. Rousseau in den Händen von Robespierre zerstörte das alte Regime. Etc.

    • Mit Stoff ist wohl der Begriff Substanz gemeint.

      Qunatenverschränkung ist das Phänomen, weshalb Einstein den (verkürzten) Satz ‚Der Alte würfelt nicht‘ gebrauchte. Wichtig zu wissen ist, daß dies mathematische Betrachtungen sind, die sich aus der Theorie ergeben.

      Das ist bei schwarzen Löchern, dunkler Materie, dunkler Energie nichts anderes. Bei Naturkonstanten sind dies Meßwerte, die in Formeln des Standardmodells eingesetzt werden.

      Ausschnitt einer Arbeit der Astronomen John Barrow & John Webb

      Manche Dinge ändern sich nie. Physiker nennen sie Naturkonstanten. Größen wie die Lichtgeschwindigkeit c, Newtons Gravitationskonstante G und die Ruhemasse des Elektrons me haben, so die allgemeine Überzeugung, überall im Universum und zu allen Zeiten denselben Wert. Sie bilden das Gerüst, mit dessen Hilfe die physikalischen Theorien errichtet wurden, und sie bestimmen die grundlegende Struktur unseres Universums. In dem Maße, in dem ihre Werte experimentell immer präziser gemessen wurden, hat sich das gesamte Gebäude der Physik weiterentwickelt.
      Und doch:
      Erstaunlicherweise konnte bislang niemand auch nur eine dieser Konstanten berechnen oder _theoretisch_ begründen. Warum sie ihre speziellen Zahlenwerte besitzen, ist schlicht unbekannt.

      Fazit
      Wir wissen sehr viel weniger als allgemein angenommen wird. Davon abgesehen, daß das Leben selbst im Widerspruch zur Mathematik (als Wirklichkeit) steht.

    • Ich habe hier gewarnt dass mein Deutsch nicht perfekt isst.
      Substanz scheint besser als Stoff, war auch schon nicht gut, hätte Staub sein sollen.
      Doch besteht in Deutsch das Wort Stoff, zweiten Weltkrieg Raketenjäger flogen mit Stoff, was genau, nie gewissen, sehr gefährlich.

    • Dass englische Wort isst entanglement.

      Über Wille, wenn, lange her, mein Vater mir etwas tun lassen wollte was ich nicht wollte, sagte er ‚wo eine Wille isst, isst ein Weg‘.
      Ich fragte dann ‚wo kaufe ich diese Wille ?‘.
      Wir können tun was wir wollen, aber ich glaube nicht dass wir willen können wass wir wollen, hoffe dass das Deutsch verstanden wird.
      Habe mal versucht meine Frau umbringen zu wollen, gelang mir nicht.

  16. Das vorrangige Kriterium ist der Wille zur Macht. Macht benötigt die Kontrolle über die Recourcen und die Kontrolle der Menschen . Der Mensch und die Gemeinschaft als im Idealfall als autonomes und autarkes Wesen steht Machtinteressen diametral entgegen .
    Der technische Fortschritt ist nicht neutral. Er folgt Machtinteressen. Die den technischen Fortschritt bestimmen, bestimmen auch, dass der technische Fortschritt neutral und logisch unaufhaltam sei. Die Welt begründet auf Machtinteressen ist Dogma. Es ist letzten Endes Gefühlssache, ob ein Dogma für eine Gesellschaft tragfähig ist oder nicht. Ich empfinde die Tragfähigkeit als weit überschritten. Der entindividualisierte Mensch als Teil einer einzigen großen Maschine ist ein Albtraum.
    Die bestimmenden Sektoren wie gezielte Zervolkung (Züchtung des Einheitsmenschen) , die vollständige Anhängigkeit des Einzelnen von (der Einheit) Staat und Konzernen, der damit verbundene gläserne Mensch – ermöglicht durch technischen Fortschritt, die absehbare zwangsweise Übertragung von Arbeitskraft ( = Einkommen) direkt auf private Banken (verbunden mit schleichender Bargeldabschaffung), die Monopolisierung der Meinung durch Dominalz der Staatz&Konzernmedien mit begleitender zunehmender Zensur, die gezielte Destabilisierung u.a. durch false flag Terror, die Produktion von failed states ….
    weisen in diese Richtung .

    • Die Dampfmachine wurde entwickelt als in eine Mine ein Dampfgetriebener Pump entwickelt war, um Wasser weg zu pumpen.
      Die Dampfmachine machte es möglich ohne Pferden, Wind oder Wasserkraft Machinen arbeiten zu lassen.
      Ich kann kein Macht Interesse darin sehen.
      Nachdem Züge in Betrieb kamen war es Von Moltke die die Militärische Möglichkeiten sah.
      Und er organisierte dass, Truppen konnten schnell überall streiten.
      Aber die Folge war nicht erst militärische Bedürfnisse, erst technische.

    • @Pieter Kamp

      Wer finanziert welche Projekte aus welchen Gründen ?
      „Der Krieg ist der Vater aller Dinge“ … ist der Realität doch einiges näher

  17. Das alte Spiel, die Emotionen instrumentalisieren mit „Terrorismus“, „Wirtschaftskrise“, „Migration“, NATO „obsolete“, „Aufrüstung für „WW 3“ …
    Die Zielrichtung sind die DISPENSABLES, DEPLORABLES, die ÜBERFLÜSSIGEN. Wenn diese aufwachen und verstehen, daß für sie kein Geld da war, aber für Banken, und warum bestimte Unternehmen so groß werden, daß sie Staaten übernehmen, einschließlich ihrer Weltraumprogramme etc., wenn die aufwachen, dann….ja dann ist die NATO nicht mehr obsolete, und viele werden schon transhuman sein, „freiwillig“.

    Kluger aktueller Artikel von Kai Ehlers passend zu diesem Thema:

    Auszug:

    „Den großen Krieg zu führen, das hieße den Atomkrieg zu riskieren. Das wäre der totale Widersinn auch für die, die einen solchen Krieg beginnen sollten. Widersinnig bleibt es selbst unter der Voraussetzung, dass heute ‚nukes‘ existieren, deren Einsatz örtlich begrenzbar ist. Ein solcher Einsatz müsste in jedem Falle eine Eskalation nach sich ziehen.

    Schauen wir genau hin: Das Gerede um die Modernisierung der NATO: Was wird da modernisiert? – Modernisiert wird die NATO als Kriseninterventionsinstrument im globalen Maßstab, auf der Ebene des Cyberkrieges, des Internetkrieges, des Weltraumkrieges, des sog. ‚hybriden Krieges‘, das heißt, des entgrenzten, vielstufigen Krieges. Was sich heute entwickelt, ist der unerklärte Krieg, in dem Krieg oder Frieden fließend ineinander übergehen, in dem nicht mehr klar zu unterscheiden ist, wo Frieden aufhört und wo Krieg schon begonnen hat. Der Krieg beginnt bereits im Kindergarten, in der Schule, in den Medien, in der Propaganda, in der Wirtschaft. Er steigt über all diese Ebenen hinein bis in die sog. „Innere Sicherheit“, bis in die Generalprävention gegenüber einer täglich beschworenen globalen Bedrohung.

    Irreführende Feinderklärungen

    Von wo kommt die Bedrohung? Von Russland? Von China? Vom Islam? Von Korea? Vordergründig mag das so scheinen. Langfristig gesehen kommen die Bedrohungen jedoch nicht von Russland, nicht von China, erst recht nicht von Korea. Jedenfalls nicht primär. Diese Konflikte sind konjunkturell und können geregelt werden, wenn man sich einig ist in der Hauptsache. Die Hauptsache aber heißt: Die eigentliche Bedrohung kommt aus der Masse der Menschen, die heute aus den Industriegesellschaften ausgegrenzt werden. Hier hat denn auch die Kritik ihre tiefere Ursache, die von den wichtigsten der heutigen ‚player‘, also von Russland, ebenso wie von China gegen die US-Politik vorgebracht wird, nämlich, dass die USA nicht bereit seien, gemeinsam gegen ‚den‘ Terrorismus vorzugehen.

    ‚Gemeinsam gegen den Terrorismus‘ heißt im Kern eben nichts anderes, als gemeinsam gegen die Unterprivilegierten, die Ausgestoßenen, die in ihrer Ohnmacht, Wut und Verblendung zu Terror greifenden Minderversorgten und zivilisatorisch Zurückgestauten vorzugehen, um sie niederzuhalten, sie wenn nötig nieder zu bomben. Da liegt das Ziel der NATO, die sich anschickt eine Weltorganisation zur Krisenprävention werden zu wollen. Da liegt die eigentliche Struktur, um die es heute geht – lokal wie global. Hier sei nur an Sbigniew Brzezinskis Warnungen vor dem „awakening of people“, dem Erwachen der Völker und Personen erinnert.[2] Alles andere sind vordergründige Techtelmechtel, sind Ablenkungen, Ersatzkämpfe, auch wenn sie brutal daherkommen und immer wieder die Schlagzeilen der Presse füllen.

    • Ich denke es ist sehr wesentlich hervorzuheben, ob man es nun Angst- oder Empörungsmanagement nennt, sei es die Gefahr durch Krieg, Terror, Migration, Armut oder eines beliebigen anderen Themas, bei all dem werden die systemischen Ursachen verschleiert oder komplett ausgeblendet.

      Bei aller Aufklärung und allen Aktionen die sich dieser Symptome annehmen, sollte deshalb stets auch die Systemfrage gestellt werden.

      Das System basiert auf Furcht, Konkurrenz, künstlicher Knappheit und alle sind auf der Jagd nach dem Gedankenkonstrukt Geld.

      P.S.: Ich denke beim sog. Transhumanismus ist es das Hauptanliegen der sog. Eliten, virtuelle Unsterblichkeit zu erlangen und da man nebenbei noch alle anderen kontrolliert, bleibt lediglich Alles beim Alten.
      „Wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit. Amen.“

    • @ Box

      Ja, 99% ist Verschleiern und Ausblenden für 99% zugunsten von 1%.

      Was Transhumanism und Unsterblichkeit der Elite betrifft, das sehe ich anders kommen als Sie: Das 1% wird mit Hilfe der Medizin bereits innerhalb der nächsten ca. 30 Jahre etwa 130 – 150 werden können; vielleicht auch schon früher. Unsterblichkeit? Vielleicht wenn mal noch ein paar zusätzliche „Erden“ realisiert sind. Ich bezweifle, daß sie selbst transhuman werden wollen; es sei denn sie müssen, um der KI gegenüber den Status der Überlegenheit zu verteidigen – irgendwann in der Zukunft. Sicher ist für 99% Transhumanism angedacht, und es wird so sein, wie ein Zukunftsforscher (Name fällt mir gerade nicht ein) meinte: Es wird die geben, die Robotern sagen, was sie zu tun haben, und dann wird es die geben, denen von Robotern gesagt wird, was sie zu tun haben.

    • Tony Hill,

      ich denke beide Ausführungen sind zutreffend und schließen sich nicht aus, es liegt dann wohl im persönlichen Ermessen und im Grad der Umsetzung.
      Eine virtuelle Unsterblichkeit ist vom Zustand des Planeten ziemlich unbetroffen, könnte sie doch auch in einem Vakuum, bei Zugriff auf eine beliebige Energiequelle, existieren.

    • Der einzige Bedrohung der Welt isst nach meinem Ansicht der USA, oder war.
      Ich hoffe noch immer das Trump diese Politik ein Ende machen wird.

Hinterlasse eine Antwort