TREE.TV mit David Höner

Zieht man sich Tag für Tag die Breaking News, Mittagsmagazine und Talkshows rein, könnte man meinen, die ganze Welt sei ein Krisenherd. Kein Genuss, nirgendwo Sinnlichkeit, alles ungenießbarer Einheitsbrei. So wichtig wir Politik und deren Zusammenhänge finden – denn es betrifft nun mal jeden von uns – so notwendig ist es aber auch, jenen Menschen zuzuhören, die mit einer kräftigen Portion Mut im Gepäck versuchen, allen eine neue Perspektive zu geben, die es satt haben.

David Höner ist so ein Mensch. Als Koch erkannte er: Will man Frieden schaffen, gibt es nichts Besseres, als sich gemeinsam an einen Tisch zu setzen und miteinander zu essen. Höner blieb aber nicht nur ein Koch am heimischen Herd. Der gebürtige Schweizer blickte bald schon über den Tellerrand hinaus und gründete die „Cuisine sans Frontières“, die „Küche ohne Grenzen“.

Es entstand ein Projekt, das zunächst in Südamerika, mittlerweile aber auch in Afrika und Europa dazu beiträgt, Konflikte zu lösen, Frieden zu stiften, schlicht: Die Menschheitsfamilie an einen Tisch zu bringen.

Von der Entstehungsgeschichte der „Küche ohne Grenzen“ über gelebte Entwicklungshilfe bis hin zu kulinarischen Außergewöhnlichkeiten, servieren wir in einer neuen Folge TREE.TV ein üppiges Mehrgänge-Menü, das Lust macht, selbst aktiv zu werden.

Fangen wir an, unser eigenes Süppchen zu kochen – unabhängig, frei, mutig, selbstbestimmt. Und die üblen Gedanken bleiben am besten dort, wo der Pfeffer wächst.

Inhaltsübersicht:

0:03:29 Vom Pfadfinder zum Koch

0:14:56 Ecuador, Assange und das Geld der Weltbank

0:29:12 Die Küche ohne Grenzen – ein gemeinnütziger Verein

0:36:38 Das “Kitchen Battle”

0:46:32 Frieden stiftende, kulinarische Maßnahmen in Kenia

0:55:54 NGOs – wie man mit Entwicklungshilfe-Konzepten die Wirtschaft steuert

1:06:21 Indigene Kulturen mit unersetzlichem Wissen

1:12:35 Der Bus “Nautico” – ein Tourismus-Konzept in Ecuador

1:20:30 Entwicklungshilfe aus der Perspektive des “Hilfsbedürftigen”

1:35:09 Ein kritischer Blick auf das ZEWO-Gütesiegel

1:47:32 Familie und Beruf

1:53:30 Ein Schweizer Lieblingsgericht

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6 Kommentare zu: “TREE.TV mit David Höner

  1. War mit Rolf letztes Jahr lange in Kenia unterwegs. Die Situation an der Grenze zwischen den Pokot und den Turkana ist wirklich ein bissl prekär. Ein Mitarbeiter Rolfs wurde vor kurzem dort erschossen als er mit Rolf da durchfuhr. Das Restaurant in Calabash ist trotzdem ein toller Ort.

  2. Sagenhaft, was ein Mensch erfährt, versteht und erklären kann, wenn er
    den unmittelbaren Kontakt zu den Menschen sucht, die Fähigkeit zur
    Empathie zur Analyse von Zusammenhängen mitbringt (wo auch immer
    erlangt), aber wie ein unbeschriebenes Blatt neugierig und offen ist, ganz
    Anderes, ganz Fremdes kennenzulernen und vorurteilsfrei anzuerkennen!
    Ein Glück wahrscheinlich, dass ihm dabei keine Matura, keine vorgefundenen
    und wiedergekäuten Erkenntnisse von Fachleuten im Wege standen.
    Ich stimme ihm auch zu, dass bei bedauerlich ist, wie bei uns und überall
    wertvolle Kulturtechniken einfach 'untergehen'.
    Noch unsere Großeltern wussten, was 3-Felder-Wirtschaft (Fruchtfolge) ist, wann und wo
    man eine Zwischenfrucht schon mit dem Getreide ausbringen kann (Klee z.B.)
    und natürlich die 'Gesetze' der Permakultur auf ihrern eigenen, regionalen Böden.
    Das gilt aber auch für so ziemlich alle Handwerker-Fähigkeiten und -Fertigkeiten.
    Die Verflachung ist allgegenwärtig und damit das Nichtwissen darüber, wie wir,
    einmal auf uns alleine gestellt, Nahrung und Bekleidung/Stoffe selbst herzustellen
    hätten.
    Das Gespräch war so kurzweilig, dass ich erstaunt war, als da Video 'schon'
    zu Ende war.

  3. Wollte gerade dieses Spitzen-Interview auf facebook teilen… dann kam die Fehler-Meldung: "Du kannst diesen Link nicht teilen. Dein Beitrag konnte nicht geteilt werden, da dieser Link gegen unsere Gemeinschaftsstandards verstößt…." Eueueu

    • Ich versteh nicht, dass immer noch Leute facebook nutzen.

      Im Übrigen, was das Weiterempfehlen betrifft, der Mann ist schon interessant, aber das "Interview"… Herr Jebsen hat ja wieder dauernd reingequatscht, unterbrochen und mehr geredet, als der Interviewte. Mir geht das gehörig auf die Nerven.

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