TREE.TV 3 mit Dr. Markus Strauß

Dr. Markus Strauß hat eine bewegte berufliche Laufbahn hinter sich. Einst als begeisterter Geographiestudent gestartet, schlug er zunächst eine akademische Laufbahn ein, bevor seine Vita eine 180-Grad-Wendung nahm und er sich über mehrere Jahre hinweg in der Finanzbranche wiederfand. Doch irgendwas war komisch. Das Gefühl, dort nicht am richtigen Platz zu sein, weitete sich mit der Zeit zu einer tiefgreifenden Lebenskrise aus. Diese wies ihm den Weg zurück zu seiner wahren Leidenschaft und Berufung – der Natur.

Sein nicht linearer Lebensverlauf ist ein genaues Abbild von dem, was sich alltäglich da draußen abspielt, wovor wir, überflutet von Informationen und Reizen, jedoch unfreiwillig die Augen verschließen: Das Leben spielt sich in Zyklen ab: Auf den Tag folgt die Nacht, auf den Winter folgt der Frühling.

Jahrmillionen war der Mensch ein Teil dieser Zyklen. Er wanderte umher, kannte seine Umgebung, wusste sowohl um ihre Gefahren, als auch um ihre verborgenen Reichtümer. Doch dann, vor etwa 7.800 Jahren, einem erdgeschichtlichen Wimpernschlag, änderte sich etwas Grundlegendes: Der Mensch wurde sesshaft. Er baute sich einen Zaun und machte damit aus seiner einstigen Mitwelt eine Umwelt.

Diesen Trend gilt es wieder umzukehren. In seinem Buch „Artgerecht: 13 Thesen für die Zukunft des Homo sapiens“ plädiert Strauß für nichts Geringeres als eine Revolution. Keine gewaltsame, sondern eine, bei der sich der Mensch wieder darauf zurückbesinnt, wo er ursprünglich herkommt. Dazu muss er gar nicht zurückentwickeln. Eine gelungene Symbiose unserer neuesten Errungenschaften mit den alten Wissensschätzen der Natur birgt das Potenzial, den Homo Sapiens auf eine völlig neue Entwicklungsstufe zu befördern. Wie uns das gelingt? Dr. Markus Strauß stellt Lösungen vor und bringt Vorschläge für einen Weg „Zurück zur reinen Natur“.

Anmeldung zum Newsletter mit aktueller Sammelliste unter: www.dr-strauss.net

Informationen zur Stiftung EssbareWildpflanzenParks, kurz EWILPA, unter www.ewilpa.net

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10 Kommentare zu: “TREE.TV 3 mit Dr. Markus Strauß

  1. Ich habe auf unserem Hof zuhause angefangen Permakultur und Schenkungslogik zu etablieren. Bei erfolgreichem Crowdfunding kann ich sogar einen solchen essbaren Waldgarten in unserem Dorf anpflanzen. Um unseren Redweg sind viele ungenutzte Flächen. Die Absprache mit dem Gartenbauverein und der Gemeinde laufen schon. Vielleicht wollt ihr ja zu diesem praktischen Ansatz etwas beitragen.

    „Wir stehen vor der größten gesamtgesellschaftlichen Umgestaltung“. Dieser Satz hat mich dazu angeregt nach neuen Lösungen zu suchen auch die Landbevölkerung auf die Klimakrise und deren Beteiligung an unserem destruktiv wirkenden System aufzuzeigen.

    Nicht mit Vorwürfen, sondern durch das Vorleben eines natürlicheren Weges und neuer Gesellschaftsmodelle auf unserem Hof und im essbaren Waldgarten.

    Helft mit den nächsten der 4000 Waldgärten zu erstellen:

    https://www.startnext.com/senkunaglogik-bauernhof

    https://www.betterplace.me/sch…gik-permakultur-bauernhof

    Ich beleite das ganze auch mit einem Podcast, dem Pod2Future. Da könnt Ihr den Werdegang des Schenkungslogik-Permakultur-Hofs dokumentieren verfolgen. (auch inspirierende Interviews und Hörerkommentare zur Nutzung eurer Schwarmintelligenz gibt es im Pod2Future)

    Ich hoffe ihr kommt darüber mit mir ins Gespräch und in den produktiven Austausch, um mal kollektiv und vielleicht medienwirksam eine praktische Lösung voranzutreiben.

    Falls ihr bessere Ansätze kennt, in denen man sich einbringen kann wäre ich dankbar für einen Hinweis, da ich immer nach sinnstiftenden Projekten suche.

    LG Tobi

    🙂

  2. Wow, das war ein super interessantes Thema mit einem Großartigen Gast. Ich schließe mich zwar auch Bernhard Meyer an, dass Ken Jensen manchmal zwischen den Themen rumgehoppst ist und somit der Gast nicht jedes Thema in Gänze ausführen konnte, dennoch hat es mir viel Freude bereitet beiden zuzuhören. Vor allem Markus` Ansatz FüR etwas, statt gegen etwas zu kämpfen, stößt bei mir auf offene Ohren und bestätigt mich in meiner Einstellung.

    Ich beschäftige mich nun auch seit einiger Zeit mit Wildkräutern, Permakultur, alternativen Wohnkonzepten und Minimalismus und richte mein Leben sukzessive danach aus, weshalb ich es großartig finde, dass nun dieses Thema hier einen Platz gefunden hat. Ich konnte dabei eine Menge neue Dinge lernen und bin zu neuen Gedanken und Ideen gekommen.

    Die Idee mit dem Ewilpa finde ich großartig! Als Berliner habe ich zwar das Glück, im Vergleich zu vielen anderen Großstädtern, viele kleine und Große Parks, Grünstreifen und Bäume in den Straßen vorzufinden, wo man auch etliches Essbares findet, dennoch Fahre ich lieber raus um meine Nahrung zu sammeln. Die meisten Grünstreifen und Parks sind von Kippen, Plastikmüll, Hundekot und Urin, sowie Kotze und Urin von Partytouristen verunreinigt.
    Wie könnte so ein Ewilpa in einer Großstadt von den Verunreinigungen verschont bleiben? Mir fallen dabei leider nur Strenge Verbote (Hundeverbot, Rauchverbot, ect.) ein, die mit drakonischen Strafen durchgesetzt werden. Hierfür benötigt man wiederum Personal, die die Einhaltung überwachen. Gibt es dafür bereits andere Lösungsansätze, wie sieht es bei den bestehenden Prototypen aus oder haben andere Leser vielleicht alternative Ideen?

    Kleines Beispiel: In dem Sportpark in meiner Nähe, in dem wirklich Strenge Regeln herrschen, die auch ausgeschildert sind, verirren sich dennoch gerne mal Leute, denen der Mauerpark anscheinend zu voll ist, um dort saufend und rauchend mit ihren Hunden zu „chillen“, weshalb ich dann am nächsten Morgen bei meiner Sporteinheit deren Dreck und Bierpullen wegräume. Wildkräuter sammel ich dort inzwischen auch nicht mehr gerne.

  3. Ich bin auf dem Umweg über die Nachdenkseiten heute bei einem Zitat von Jean Ziegler gelandet: „Alle fünf Sekunden verhungert ein Kind auf diesem Planeten. Aber die Weltlandwirtschaft, so wie sie heute ist, könnte problemlos zwölf Milliarden Menschen ernähren“. Die Zahl kann ich nicht überprüfen, aber historisch gesehen hat meines Wissens jede Etappe auf dem Weg zur heutigen industriellen Landwirtschaft (Sesshaftigkeit, Dreifeldewirtschaft, Metallpflug, Kunstdünger u.ä.) zu einer Steigerung der Bevölkerungszahlen geführt, da mehr Menschen ernährt werden konnten. Daher meine Frage, ob die heutige Weltbevölkerung von über 7 Mrd. Menschen mit Wildpflanzennahrung ernährt werden kann? Wie sieht es da in Deutschland aus? Könnten 4000 EWILPAs (wenn so viele von der Fläche überhaupt Platz haben) 80 Millionen Leute ernähren?

  4. Danke, KenFM! Das war ein wirklich sehenswerter Beitrag mit einem sehr – sorry für den abgenutzten Begriff – authentischen Menschen.

    Ich bin noch nicht ganz fertig mit dem Anschauen, finde seine Themen aber relevant für jeden: Einerseits natürlich die politischen Forderungen, andererseits die ganz praktischen Tipps zur Verbesserung der eigenen Ernährung, etc. Letztlich hat das für mich mehr Relevanz als irgendwelche selbständigen „Macher“, die ein Unternehmen betreiben. Das kann auch mal interessant sein und inspirierend, aber ich werde es ihnen wohl nicht nachtun können oder wollen.

  5. Bevor hier noch über Autorennen oder Bundesliga oder Rezepte berichtet wird:

    Es gibt andere Themen die einem viel Aufwachen und Aufmerksamkeit abverlangen, auch wenn sie nicht in ein schoener Wohnen & Leben Wochenende passen.

    Zitat:

    „Die in der Schweiz hergestellten Flashballs sind als „beinahe tödliche Militärwaffen“ gelistet; sobald sie jedoch die Grenze zu Frankreich passiert haben, werden sie — hokuspokus — zu „Mitteln der Kontrolle von Menschenansammlungen“. Sie sind extrem stark und auf eine Entfernung von etwa 45 Metern sehr treffsicher. Die Anzahl der Kopfwunden macht deutlich, dass sie — wie auch Tränengaskartuschen und Granaten — absichtlich auf die Köpfe der Demonstrierenden abgefeuert wurden.

    Médiaparts Liste führt 606 verwundete und einen getöteten Demonstranten auf, zudem fünf abgerissene Hände, 23 auf einem Auge Erblindete, 236 Kopfwunden (einschließlich weggerissener Kiefer) und 103 Angriffe gegen Journalisten auf. Von den Verwundeten waren 464 Demonstranten, 39 Minderjährige, 22 Zuschauer, 61 Journalisten und 20 Sanitäter.
    Und die gewalttätigen Randalierer?

    Was den Schwarzen Block und die anderen „Randalierer“ betrifft — sie haben sich bestimmt massenweise der Sachbeschädigung schuldig gemacht, haben jedoch meines Wissens weder Mitmenschen verwundet noch zum Erblinden gebracht oder gar zum Schwerstbehinderten geprügelt. Das ist für mich — jedoch offensichtlich nicht für die französischen Medien — ein bedeutender Unterschied. Ich habe noch nie in Fouquets Restaurant gespeist, bin aber sicher, dass es versichert ist.

    Die in der Schweiz hergestellten Flashballs sind als „beinahe tödliche Militärwaffen“ gelistet; sobald sie jedoch die Grenze zu Frankreich passiert haben, werden sie — hokuspokus — zu „Mitteln der Kontrolle von Menschenansammlungen“. Sie sind extrem stark und auf eine Entfernung von etwa 45 Metern sehr treffsicher. Die Anzahl der Kopfwunden macht deutlich, dass sie — wie auch Tränengaskartuschen und Granaten — absichtlich auf die Köpfe der Demonstrierenden abgefeuert wurden.

    Médiaparts Liste führt 606 verwundete und einen getöteten Demonstranten auf, zudem fünf abgerissene Hände, 23 auf einem Auge Erblindete, 236 Kopfwunden (einschließlich weggerissener Kiefer) und 103 Angriffe gegen Journalisten auf. Von den Verwundeten waren 464 Demonstranten, 39 Minderjährige, 22 Zuschauer, 61 Journalisten und 20 Sanitäter.
    Und die gewalttätigen Randalierer?

    Was den Schwarzen Block und die anderen „Randalierer“ betrifft — sie haben sich bestimmt massenweise der Sachbeschädigung schuldig gemacht, haben jedoch meines Wissens weder Mitmenschen verwundet noch zum Erblinden gebracht oder gar zum Schwerstbehinderten geprügelt. Das ist für mich — jedoch offensichtlich nicht für die französischen Medien — ein bedeutender Unterschied. Ich habe noch nie in Fouquets Restaurant gespeist, bin aber sicher, dass es versichert ist.

    Mein Problem mit dem Schwarzen Block auf Demonstrationen der Gelbwesten ist, dass sie nie verhaftet und auch nicht von Flashballs getroffen werden. Wenn Sie auf YouTube gehen, können Sie Dutzende von Videos mit maskierten Kerlen in schwarzer Kleidung sehen, die vor aller Augen mit Brechstangen auf Banken und Geschäfte einschlagen — und niemand hält sie je auf. Warum nicht?

    Eine gewisse Anzahl Randalierer wurden als Provokateure im Dienste der Polizei identifiziert und gefilmt. Sie haben die Demonstrationen infiltriert und Dinge zerstört und wurden dann durch die Polizeilinien hindurch herausgeschleust. Dies ist eine alte Taktik der französischen Polizei — sie dient dem Zweck, das Image einer Demonstration zu zerstören und gewalttätige Repression zu rechtfertigen.“

    Link: rubikon.news/artikel/die-unbeirrbaren

    • Das finde ich unangebracht. Was hat das eine mit dem anderen zu tun? Ich bin absolut Ihrer Meinung bzgl. den Gelbwesten, denke ich – und unterstütze das absolut. Aber was hat Herr Strauß denn nun damit zu tun? Seine hier besprochenen Themen sind doch auch relevant! Das nur unter „Schöner Wohnen“ abzutun, finde ich nicht richtig.

    • Hallo, den von dir hier einkopierten Artikel aus dem Rubikon hatte ich auch gehört, natürlich werden diese Themen wahrgenommen, doch manchmal will man einfach eine leichtere Darstellung mit Handlungsmöglichkeiten.

      Gegen die Schaffung von gemeinschaftlichen Selbstversorger-/Permakultur-/Park- Gärten ist doch nichts einzuwenden.? Als Allmendegut, noch dazu als gemeinschaftlicher Treff- und Kommunikationsraum fördert das auch den gesellschaftlichen Zusammenhalt.

      Und dann gelingt vielleicht auch die Wiedereinsetzung der Vermögenssteuer – ist ja auch eine Forderung der Gelbwesten.

      (oder die vorgeschlagene Variante der Kirchengüterrückführung an die Gesellschaft (danach))

  6. Wie findet ihr nur immer diese Themen! Ein wunderbar vielfältiges Gespräch nach diesem verregneten Wochenende, das gute Laune macht. Ich bin sehr gespannt auf das Buch.. (zu lesen).

    Vor einigen Jahren habe ich den Vortrag eines Rabenforschers gehört, der mit seinem Team herausgefunden hatte, das Raben intelligent sind und in der Lage, ohne weiteres Werkzeuge zu benutzen, obwohl sie keinen Neokortex haben. Seitdem stelle ich mir in Momenten in denen mir die Ignoranz und Überschätzung in meiner Umgebung zu sehr auf die Nerven geht vor, Tiere könnten sehr wohl unsere hochgeschätzte analytische Intelligenz aufbringen, finden das nur zu eindimensional und legen deshalb keinen besonderen Wert darauf.

  7. Ein sehr sehr schönes Gespräch. Ich empfand die Gesprächsführung durch Herrn Jebsen als sehr angenehm, anregend und unterhaltsam. Die Idee mit den Parks ist super. Es wäre ja auch schön wenn sich die Forstwirtschaft den Wohlfahrtszweck des Waldes annehmen würde. Es könnte ja tatsächlich ein Teil des Waldes statt Holznutzung in solche Parks verwandelt werden.
    Den Herrn Thoma habe ich übrigens nicht bemerkt, dafür war das Gespräch zu gut.

    Die Enteignung der Kirche könnte ganz einfach über eine Besteuerung von Großgrundbesitz durchgeführt werden. Klingt dann auch nicht so wild, die müssen dann halt einfach Steuern zahlen. Würde dann auch jeden Großgrundbesitzer treffen. Und ob Kirche, Rothschild oder andere, die Großgrundbesitze sind ja zu 99,99% durch Enteignung zustande gekommen, ob über Zinsen oder Feuer usw. Das könnte ja auch so bei den Immobilien so gehandhabt werden, einen maximalen Mietpreis festlegen und besteuern, dann machen die Spekulanten Minus und werden die Immobilien verkaufen. Dadurch sinkt auch der Preis.

    Wie sagte Jesus: Du kannst nicht Gott und den Mammon dienen. Als ihn ein reicher besitzender Mann fragte was er noch tun kann um in den Augen Gottes Gefallen zu finden so antwortete Jesus ihm: Verteile deinen Hof und Besitz unter den Armen und komme mit uns. Als der Mann sich darauf hin beschämt abwendete und davon ging weil er es nicht über sein Herz brachte seinen Besitz zu verschenken da sagte Jesus: Amen ich sage euch, eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr als dass ein Reicher in den Himmel kommt.
    Geld korrumpiert. Aber davon will die katholische Kirche ja nichts wissen.

    Für alle die sich übrigens fragen ob 99,9999 periodisch gleich 100 ist:

    sagen wir

    M = 99,9999 periodisch ( das multiplizieren wir zB mit 10 )

    10M = 999,9999 periodisch ( nun subtrahieren wir M )

    9M = 900 ( und dividieren durch 9 )

    M = 100

    100 = 99,999 periodisch

  8. Grauslig wie hier wieder mal ein interessanter Mensch und sein Thema zu Tode gelabert wurde. „Kommen wir zur Bildung … Warum also Bitterstoffe?“ In meiner Erinnerung gibt’s mehrere Stellen, wo Herr Jebsen nach dem Muster Frage-Redeschwall-andere Frage vorgegangen ist. War was im Tee? Er sollte beim Kaffee bleiben. Ich kauf das Buch, dann kann ich die Infos strukturiert aufnehmen.

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