TREE.TV 8 mit Hubert Lehle

“One apple a day keeps the doctor away”. Doch stimmt diese Weisheit auch, wenn besagter Apfel ein Produkt konventionellen Anbaus ist?

In Zeiten von Fridays for Future und globaler Hysterie rund um den Klimawandel ist das Ansehen konventionell arbeitender Bauern gehörig in den Keller gerutscht. Manchmal könnte man, in Anbetracht der aktuellen Berichterstattung, gar den Eindruck gewinnen, die Bauern seien die alleinigen Verantwortlichen für Klimawandel, Artenverluste und den Verlust an Biodiversität. Doch wie so häufig zeigt eine solch pauschale Kritik und Diskreditierung nur die eine Seite der Medaille. Dass die Bauern tagein tagaus in körperlicher Schwerstarbeit daran arbeiten, einer wachsenden Weltbevölkerung ausreichend Lebensmittel zur Verfügung zu stellen, geht in den Diskussionen rund um die zweifellos skandalösen Ausmaße der deutschen Massentierhaltung gerne unter. Zu weit ist der Bauer nicht nur geographisch, sondern inzwischen auch sozial vom modernen Stadtmenschen entfernt. Tragisch nur ist, dass eben dieser moderne Stadtmensch nun zunehmend eine Neigung entwickelt, dem Bauern, in Ermangelung jeglicher Fachkenntnisse, vorschreiben zu wollen, wie dieser zu arbeiten habe.

Doch Bauer ist nicht gleich Bauer. Und konventioneller Landbau ist nicht gleich konventioneller Landbau. Die nordamerikanische Form gigantischer Monokulturen ist beileibe nicht alternativlos. Um dies zu erkennen und um zu verstehen, mit welchen Herausforderungen sich der Bauer im 21. Jahrhundert konfrontiert sieht, muss die Arbeit der Landwirte wieder zurück in den Fokus des öffentlichen Lebens rücken. Das funktioniert aber nur, wenn die daraus folgenden Gespräche auf Augenhöhe stattfinden.

Wir von KenFM haben genau das versucht. In einer neuen Ausgabe von TREE.TV erklärt uns Hubert Lehle, ein langjähriger Obst- und Weinbauer vom Bodensee, warum er so arbeitet, wie er arbeitet und warum er davon überzeugt ist, dass seine Arbeitsweise nachhaltig ist.

Unser Tipp: Vorurteile ausschalten, Video einschalten und lernen!

Inhaltsübersicht:

0:00:06 Hubert Lehle – Obst- und Weinbauer

0:13:49 Alles schlecht in der konventionellen Landwirtschaft?

0:24:37 Die Bienen und das Volksbegehren Artenschutz

0:53:55 Freihandelsabkommen, Kleinbauern und Ernähungssicherheit

1:09:05 Bürgerdialoge statt Spaltung

1:30:28 Ökologischer Landbau und Konsumgewohnheiten

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44 Kommentare zu: “TREE.TV 8 mit Hubert Lehle

  1. Weil es mir gerade auffiel, ein Vergleich zwischen einen Interview von Tilo Jung und Ken Jebsen zum selben Thema:

    https://youtu.be/sBn1Exw05N0?t=5052

    Leider hat Ken Jebsen wegen seinem Gast ganz klar verloren. Leider auch nicht ordentlich eingearbeitet in die Themen, was seine eigene Schuld war. Wobei bei Tilo Jung auch nicht alles super lief.

    "Wichtigster Beitrag Umwelt" oh je …. was soll man da noch sagen?

    Der Lobbyist vom Bauernverband, der sich aus toller Umweltschützer ausgibt und ihr fallt darauf rein. Warum kam er überhaupt zu euch zu diesem Zeitpunkt? Weil er von bösen Umweltschützern aufgeschreckt wurde. Einer Petition in BW, die zu weit ginge und zu hart formuliert war. Klingelt da bei euch nichts, keine Alarmglocke? Dann erklärt er euch wie Umweltschutz richtig geht, weil Umweltschutz hat schon sein Urururopa gemacht. Dumm nur, dass die Realität das genaue Gegenteil zeigt von dem, was er verspricht. Artensterben und Umweltzerstörung sind in vollem Gange und weit fortgeschritten. Am Besten wäre auch ihr praktiziert Umweltschutz selber und lernt darüber mit Fortbildung. Man muss natürlich Resultate überprüfen. Landwirte, die der Chemieindustrie hörig sind, sind nun mal mit die größten Buhmänner für das Artensterben und die menschengemachte globale Erwärmung. Leugnen ändert nichts an diesem Tatbestand.

    Genauso wie Leugnern des menschengemachten Klimawandels eine Plattform bieten.
    Warum bringt ihr es nicht fertig die Propaganda von Eike (nuoviso) und AfD klar blosszustellen? Oder euch mal zu entscheiden, ob die Klimawissenschaftler richtig liegen oder die Leugner von Eike & Co. KG, die auch auf eurer Plattform ihr Unwesen treiben dürfen, die oft nicht alte Gewohnheiten und ihre Geschäftsgrundlage in Frage stellen wollen?

  2. Die Bauern haben es echt schwer und werden nicht gewürdigt. Hier eine Aussage von Bloomberg, der Milliardär und ehemalige Republikaner, der sich jetzt um die Nominierung der demokratischen Partei in den USA bewirbt. Arroganter geht es nicht. https://www.democracynow.org/shows/2020/2/18 ca. Minute 3:44+
    Bloom 2016
    Farming
    Bloomberg in speech at Oxford University 2016
    I could teach anybody, even people in this room, so no offense intended, to be a farmer. It’s a process. You dig a hole, you put a seed in, you put dirt on top you add water up comes the corn. You could learn that
    You have 300 years of the industrial society. You put the piece of metal on the lathe. You turn the crank in the direction of the arrow and you can have a job. . And we created a lot of jobs. The information economy is a different man. At one point 98% percent of the world worked in agriculture. Today its 2 % in the USA.
    Now comes the information economy. And The information economy is fundamentally different. It is about replacing people with technology. And the skillsets that you have to .learn are how to think and analyse. And that is a whole degree level different. You have to have a different skill set. You have to have a lot more grey matter.

  3. Eins ist klar: Herr Lehle bestreitet seinen Lebenserwerb mit Landwirtschaft und muss damit Geld verdienen. Dabei sind die äußeren Rahmenbedingungen für ihn bescheiden. Vermarktungspreise nach Angebot und Nachfrage, bei Überangebot muss unter Produktionskosten verkauft werden. Wetter bedingte Missernten sind sein eigenes Risiko. Geld wird nur verdient wenn die Produktivität hoch ist.

    Was im Gespräch hier für Apfelproduktion galt, gilt genauso für Milchproduktion und nun auch seit dem neuesten Waldsterben für Holz.
    Überall die Preisbildung nach heutigen marktwirtschaftlichen Gesetzen. HIER MUSS DER ERSTE HEBEL ANGESETZT WERDEN: für alle Lebensmittel muss der der Vermarktungspreis mindestens die Produktionskosten betragen. PUNKT. Als Gesetz fixieren und fertig. Wäre doch was für die Regierungspartei in Baden-Württemberg, oder sind die mit Stuttgart 21 und Verteidigungsvorbereitungen beschäftigt?

    Wären die Marktgesetze anders, wäre auch für Herrn Lehle es möglich ohne Gifteinsatz Äpfel zu produzieren. Das Risiko der wetter-bedingten Missernten wäre von der Gesellschaft zu tragen.

    Ein Anregung an die Redaktion:
    Kann zusätzlich zu dem Gespräch einige Hintergrundinformation im Artikel beschrieben werden, hier z.B. der Hinweis zu den Gutachten zur Bienenpopulation vs Biodiversität, die einer der Wegweiser im Gespräch waren.
    Ich für meinen Fall habe Zweifel an diesen Gutachten wenn ich sie nicht kenne. Und wenn die Gutachten nicht zuträfen wäre die Argumentation für und gegen chemischen "Pflanzenschutz" in der Apfelproduktion eine ganz andere für Herrn Lehle.

  4. Die Direkte Demokratieder Schweiz wird in diesem Beitrag als erstrebenswert dargestellt. Sicher ist sie das im Vergleich mit der deutschen "Demokratie".
    Zugleich ist sie als Beispiel auch ein Hindernis für wirkliche Demokratie. Man kann sie verächtlich und berechtigt auch als Diktatur der Mehrheit bezeichnen.
    Wenn wie geschehen die Mehrheit TV-Konsumenten die Minderheit "Abstinente" zur Bezahlung von Rundfunkgebühren zwingen kann, dann fühlt sich der Überstimmte mehr vergewaltigt als wenn das eine Politkaste allein entscheidet. Diese hat das Ziel natürlich problemlos erreicht indem tiefere Gebühren versprochen wurden, wenn a l l e für Staats-TV zahlen müssen.
    Es gibt Dinge, die jeder für sich entscheiden kann. Wir brauchen keine Bevormundung, auch nicht oder vollem nicht durch die Mehrheit. Dazu gehört die kulturelle Betätigung. Wir brauchen keine Staatsmedien, keine Staatstheater, keine Staatsschulen usw. Das wäre Sache der Einzelnen, die sich frei mit anderen verbinden.
    Die Welt wäre friedlicher so.

    • An Alfons!Wirth:

      Das politische System in der Schweiz ist stabil.., und wie stabil es ist. Das Alpen-Disneyland ist so stabil, dass man es eigentlich als eines der best geführten Freiluftgefängnisse der Welt bezeichnen müsste. Nebenbei erwähnt, Ist man im Besitz der äusserst seltenen «Red Pill» Spezial-Sonnenbrillen, kann man bei der Einreise an der Schweizer Grenze die Überschrift am Eingangstor lesen, «Arbeit macht frei».

    • An Schattenkrieger

      Ich wollte in keiner Weise die Direkte Demokratie in der Schweiz schlecht machen. Für Deutschland könnte man nur wünschen, diese schweizerische Demokratie. Ich wollte nur auf Grenzen direkter Demokratie hinweisen

  5. Ein großartiges Interview, finde ich. Man muss Lehle nicht in allem zustimmen. Aber er sieht nach einem Mann aus, der auch in einem Gespräch mit einem Kontrahenten eine gute Figur machen sollte. Man kann es nicht oft genug sagen: Das gute Streitgespräch fehlt leider bei KENFM. Der Mehraufwand bei der Produktion wäre ja nicht sehr groß. Gerade bei hoch strittigen Themen wäre das eine echte Bereicherung.

    • Sorry aber ich persönlich finde dies überhaupt nicht. Selbige Aussagen von Herrn Lehle, habe ich Jahrelang beim Deutschlandfunk von den Vertretern des Bauernverbandes oder dessen aktive Lobbyisten in Person der Landwirtschaftsminister(in) gehört. Ein Streitgespräch verläuft eigentlich so, das zwei Fachleute mit gegensätzlichen Meinungen und Ansichten sprich Standpunkten aufeinander treffen und ihre eigenen Ansichten in ordentlicher und nachvollziehbarer Logik austauschen. Dies hier war ein Interview wo Ken sich knapp 2 Stunden anhören musste, wie schlimm die Bauern heutzutage oder seit vielen Jahren behandelt werden. Und speziell die konventionellen Landwirte eine schützenswerte Spezies vor diesem fiesen Volksbegehren "Artenschutz – Rettet die Bienen" sind. Nein vielleicht hätte sich Ken, Unterstützung von Herrn Wolf-Dieter-Storl mitnehmen sollen. Für die Rubrik Streitgespräch gibt es ja die Sendung Positionen.

  6. siehe: https://www.youtube.com/watch?v=UCh_Qe79i-w#t=15m20s
    herzliche Grüsse Georgweissmann@yahoo.de

    Der Schlüssel zu allem was Ken Jebsen bisher gemacht hat liegt meiner Meinung nach in diesem Video. Denn es geht darum zu erkennen dass wir tatsächlich alle vergiftet sind und dass es tatsächlich an der Landwirtschaft liegt. Monsanto und Bayer sind nicht unsere Freunde die uns helfen wenn wir krank werden – es sind die die uns krank machen. Und zwar über das vergiften von Pflanzen – Landwirtschaft ist der Kern der Wirtschaft – Nahrung ist neben Atemluft das Wichtigste. Man kann ohne Wohnung überleben aber nicht ohne Luft Wasser und Nahrung – also es geht darum die Landwirtschaft anders zu betreiben. Wenn ihr jetzt sagt – ja aber ich bin kein Bauer und ich möchte auch keine 17 Stunden am Tag arbeiten dann macht es doch so wie ich. Ich habe einen Handel angemeldet und kaufe bei Bio Bauern zu fairen Preisen Grundnahrungsmittel ein – Zb Getreide und verarbeite dieses seit 8 Jahren zu hause zu Brot – dann trage ich es auf den Bauernmarkt und verkaufe es. Die Stand Gebühren die an das Amt entrichtet werden müssen ( es kommt jemand kassieren ) sind gering – 4,60 Euro für einen halben Tag einen Stand am Hauptplatz einer 200 000 Einwohner Stadt – die Gewinne sind bescheiden – aber man kann mit den Anderen Produzenten tauschen – man bekommt super soziale Kontakte – und man kann alles was man von Ken Jebsen und seinen Interviewpartener gelernt hat weiter sagen. ( und das mach ich auch seit Jahren auf der Verpackung meines Brotes ) – Der Schlüssel ist Wirtschaft anders zu betreiben – Unternehmer zu werden – Ob wie Thoma – der König aller Unternehmer für mich – oder wie ein kleiner Marktfahrer – es geht alles nur mit der Industrie speziell der Pharmaindustrie und der konventionellen Landwirtschaft Kompromisse zu schliessen geht höchstens in dem Sinn dass man gegen Ware im Tausch für Konventionelle Bauern arbeitet die sich für Bio Landwirtschaft entschliessen und umstellen. Glyphosat ist viel viel gefährlicher als das in diese Bericht erwähnt wird. Siehe dazu den link.

    • Ich bin absolut nicht der gleichen Meinung mit dem was dieser Herr da von sich gibt – man muss sich nur mal den Dokumentarfilm " The need to grow" ansehen und man weiß Bescheid.
      Der Herr lässt sich beraten und ausbilden von den Chemiekonzernen aber kein Mensch würde zu eienr Ernährungsberatung zu Mc Donald fahren.
      Er ist der Meinung, dass es keinen Unterschied macht ob er das "Unkraut" unter den den Bäumen sener Pnantage mit Glyphosat vernichtet oder mit dem der Sense – das zeugt meiner Meinung nach von totaler Dummheit.
      In Amerika haben sie die Baumwollfelder in den 60zigern mit arsenhaltigen Pestiziden flächendeckend besprüht – heute bauen sie auf diesen Flächen teilweise Reis an, der so stark arsenhaltig ist, dass es einer komplizierten Kochmethode bedarf, um ihn überhaupt noch konsumieren zu können. Das Pestizide im Boden gespeichert werden, sollte ein BAUER wissen…
      Desweiteren, was sind das für Märchen, dass Bauern einen 17 Stunden Tag haben – ich habe, weltweit, als Freiwilliger auf Biofarmen gearbeitet – die Arbeitszeiten betrugen nie (!) mehr als tgl. 6 Stunden. Natürlich, wenn Erntezeit ist, kommt man auf mehr Stunden pro Tag, dafür kommt der Ausgleich in der Zeit in der die Feldfrüchte erst wachsen. Der Herr erzählt Märchen… um seinen Verbrauch an Pestiziden zu rechtfertigen – wenn sie so ungiftig sind, empfehle ich jeden Tag ein Gals davon zu trinken. Wohl bekomms!

  7. . . . vor 40 Jahren hatten wir im Ostteil Deutschlands eine regionale Obst – Pflanzen und Tierproduktion – ohne Profitmaximierung – sicherlich auch mit Pflanzenschutz – – – jetzt fangen wir an das Rad neu zu erfinden – so kann man Konsum generieren um wieder 50% in den Müll zu werfen – 1990 gab es so einen Spruch im Osten : Coca-Cola, Dosenbier – Helmut Kohl wir danken Dir !

  8. Danke Kit2,
    ja, das erwäge ich auch.
    Sie scheinen sich gut auszukennen. Deshalb meine Frage: Inwieweit ist Gemüsesamen z.B. Möhrensamen mit
    einem Namenszusätzen "Hybrid" ein genmanipuliertes Saatgut?
    Und wie sieht das mit Tomaten- und Gurkenpflanzen aus?
    Ich kaufe schon seit Jahren auf Kürbisse als Unterlage aufgepropfte Schlangengurken
    und habe Spaß an deren Wüchsigkeit. Jetzt kommt mir der Gedanke, dass diese
    schönen Gurken auch genmanipuliert sein könnten.

    • "Hybrid" unf F1-Saat kann sich durch Züchtung nicht mehr vermehren, was schade ist und obendrein absurd, denn die Natur hat das natürlich nicht so vorgesehen.

      Die Pflanzen sehen aber durchaus schick aus und sind meist robust und ertragreich eben für diese eine Ernte.
      GVO müssen sie wohl nicht immer sein, ich würde sie trotzdem nicht kaufen, sondern mich auf Bio-Saat und Bio-Pflänzchen beschränken, aus den bekannten Gründen.
      Oder zumindest F1-Saat nur auf biologisch vorbereiteten Boden bringen und die ganze Saison ohne Spritzgifte behandeln.

      …"Gerade die modernen Hybridsorten werden mit zunehmend komplizierten biotechnologischen Methoden hergestellt, die eine Abgrenzung zur Gentechnik eventuell schwierig machen."…
      https://schrotundkorn.de/ernaehrung/lesen/sk0202e4.html

      Bio-Saat und -Setzlinge kann man inzwischen bei vielen sehr seriösen Herstellern beziehen/sich schicken lassen und somit Umwelt, Insekten, Vögel, Kleintiere und sich selbst unterstützen. Hier ist nur einer der vielen guten Produzenten: https://biogartenversand.de

      Und gerade Gurken wachsen z.B. auch ungepfropft aus selbstgezogenen (Bio)-Setzlingen und sehr gut gedüngt (Brennessel-Sud) meist ganz wunderbar und so üppig, sodass man am Ende kaum dagegen ankommt. 😉

  9. Falls es in meinem Kommentar unter gehen sollte, mein größter Wunsch für einen tollen Interviewpartner / Gast bei Tree.TV wäre auf jeden Fall der Förster Peter Wohlleben

    Link: https://www.peter-wohlleben.de/

    Es wäre gerade für die Rubrik Umwelt/Macher oder auch soziales Miteinander bei KenFM ein großer Mehrwert, ich hoffe es klappt 😉

    • Oh, bitte nicht den Wohlleben. Es gab schon genug Esoterik in der letzten Zeit. Lehles Standpunkt ist immerhin mal angenehm pragmatisch. Einiges dürfte anfechtbar sein. Aber der Mann ist ganz sicher kein Spinner und wirkt auch nicht wie ein Lobbyist der Industrie. Natürlich steckt man nicht drin in den Menschen. Anders als Erwin Thoma, der für eine elitäre Klientel produzieren kann, muss Lehle auf einem breiten und hart umkämpften Markt überleben.

    • <a class='bp-suggestions-mention' href='https://kenfm.de/members/mjkk2/' rel='nofollow'>@MJKK2</a>: Was bitte hat denn der Herr Wohlleben mit Esoterik am Hut? Er bringt lediglich ruhig und für den Laien verständlich rüber wie das System Wald funktioniert und zeigt deutlich auf welche Fehler die letzten Jahrzehnte gemacht wurden und aktuell noch immer gemacht werden. Wenn das Aufzeigen von Fehlern mit Hinweis auf die Natürlichkeit als Esoterik verstanden wird, dann sollte man sich einmal näher mit beiden Dingen beschäftigen. Und wie kommen Sie darauf das Erwin Thoma nur für ein elitäre Klientel produzieren würde? Haben Sie sich überhaupt einmal die Gespräche von Herrn Thoma angehört. Ken hatte hierzu vor einiger Zeit nochmals einen Beitrag mit Erwin Thoma, wo dieser deutlich auf die Frage nach dem finanziellen Aspekten des Mondholzes bzw. Holz100 System für jeden einging. Also jeder kann wenn er dies möchte auf einen Falt-TV, Smartphone oder teures Auto/Urlaub verzichten und stattdessen seinen Schlafraum oder anders Räume mit Holz100 verkleiden bzw. ausbauen. Extrem mit dem Kopf schütteln muss ich, bei ihrem Vermerk, wonach die Standpunkte von Herrn Lehle angenehm pragmatisch, also sachbezogen sein sollen? Vielmehr widerspricht sich der Herr Lehle oftmals selbst. Beispielweise meint er das es ein Überangebot von Bioprodukten in Dt. geben würde und die Leute es nur nicht kaufen. Ab 1:02:50 meint er wiederum Bio-Anbau gegenüber von konventionellen Anbau würde erheblichen Minderertrag bedeuten und dafür würde er keinen Ausgleich bekommen. Also wieder nur monetarisierte Sichtweise, da Marktgesetz könnte er hierbei vielleicht einmal ansprechen. Gerade die bei den Bauern verhassten jüngeren Leute, fragen gerade extrem nach gesunden Bio-Lebensmitteln nach. Aber Herr Lehle ist hier immer und immer wieder in seinen alten Denkmustern. Ab 1:31:40 behauptet er dagegen es geb ein Überangebot an ökologisch produzierte Lebensmitteln. So könnte man eigentlich nach jedem dritten Satz, seine Widersprüche aufdecken. Herr Lehle ist einerseits gegen Freihandel wenn ausländische Anbieter auf den Markt wollen. Ich bin mir aber sicher, das er sehr gern auf billige Erntehelfer aus Osteuropa bei seinen Apfelplantagen zurück greift. Findet den Fehler… Auch die Zuschüsse der EU nimmt er sicherlich extrem gern mit, ich könnte mir jetzt die Mühe machen, einmal nach den Agrarsubventionen welche Herr Lehle bekommt zu suchen, aber dies überlasse ich jeden selbst. Die extremsten Falschaussagen hat Herr Lehle aber bzgl. Biotope und Umweltschützer getätigt. Er behauptet hier einfach Dinge welche nachgewiesenermaßen komplett falsch sind. Die Behauptung wonach Biotope weniger Tiere, Insekten und andere Arten beinhalten würden, ist eine absolute Frechheit und kompletter Blödsinn sorry! Ich kann nochmals sagen, KenFM hat hier einen Agrarindustriellen eine Plattform geboten, ich kann mir vorstellen Ken hat sicherlich innerlich oftmals mit dem Kopf geschüttelt. Sein Gesicht nachdem er zunächst genüsslich in den Apfel gebissen hatte und anschließend erklärt bekam, das der Apfel mit Pflanzengiften (Pflanzenschutzmittel) behandelt wurde, hätte ich sehr gern gesehen 😉
      Ich kann Herrn Lehle dies mal empfehlen: https://www.sielmann-stiftung.de/biotopverbund-bodensee/

  10. Ich höre immer sehr gern alle möglichen Beiträge zu den vielfältigen Themen bei KenFM und bin regelmäßig erstaunt, wie viel neues und interessantes man stetig dazu lernen kann. Aber bei diesem Interview mit dem Apfelproduzent Hubert Lehle, dem musste ich mich wirklich extrem überwinden es wirklich bis zum Schluss anzuhören. Mein Puls ging regelmäßig über 200, insbesondere beim Framing, beispielsweise das gebetsmühlenartige wiederholen „Pflanzenschutzmittel“ Nein Herr Lehle, diese Stoffe sind keine Pflanzenschutzmittel, sondern hochtoxische Umweltgifte für Tiere, Pflanzen und Menschen. Bei Herrn Lehle haben offenbar die Verkaufsstrategien und Veranstaltungen, bzw. Seminare von Bayer & Co extrem funktioniert. Hierzu kann ich beispielsweise auf die Doku, Monsanto mit Gift und Genen https://www.youtube.com/watch?v=PRsP_Plj5R4 verweisen. Es gibt eigentlich mehr als genügend Berichte und Forschungen zum Thema Neonikotinoide: https://www.bund.net/themen/umweltgifte/pestizide/wirkstoffe-von-pestiziden/neonikotinoide/ Deshalb kann ich Herrn Lehle auch nicht als Bauern bezeichnen, sonder er ist lediglich Apfelproduzent. Genauso wie ein Fleischer keine Tierschützer ist. Es ist eine Schande wie sich die Vertreter von Agrarindustrie und Viehindustrie als Bauern bezeichnen können. Mein Großvater Baujahr 1910 war Bauer hatte 12 ha Eigentumsland (also kein Pachtland) und einen Hof mit 5 Kühen, Schweinen, Hühnern, Ziegen etc. Meine Großeltern waren mit Leib und Seele Bauern, ohne Traktor und toller teurer Technik. Alles wurde durch sehr viel Handarbeit und Pferdekraft bewerkstelligt. Natürlich gab es keinen Urlaub aber ein überzeugtes Leben (Berufung) als Bauer. Mein Großvater war auch als Rentner täglich zu Fuß in Wald und Flur, haben bis in hohe Alter noch den Großen Bauerngarten gepflegt und alles ohne Umweltgifte oder Monokultur sondern mit Muskelkraft. Dennoch haben meine Großeltern niemals gejammert oder gar Subventionen bekommen. Vielmehr standen sie nach dem 2. Weltkrieg vor dem nichts und haben alles wieder aus eigener Handarbeit wieder zum erfolgreichen Laufen gebracht. Meine Großeltern würden sich bei Leuten wie Herrn Lehle im Grab umdrehen. Ich selbst bin auf dem Land aufgewachsen und seit knapp 10 Jahren wieder auf dem Land, bin fast täglich zu Fuß oder mit dem Rad in Wald und Flur unterwegs und kann nur mit dem Kopf schütteln wie die Agrarindustriellen mit dem Land und der Umwelt umgehen und dennoch immer und immer nur jammern. Glücklicherweise haben wir hier in der Umgebung auch einige Bio-Landwirte (keine EU-Bio) welche wirklich nach Demeter bzw. Bioland, Naturland und Gäa produzieren. Diese bekommen keinerlei Subventionen vom Staat und kommen dank Hofladen und zufriedenen Kunden, gut über die Runden. Als zufriedener Kunde habe ich von diesen Bio-Landwirten, noch nie ein negatives Wort oder gar jammern gehört, vielmehr fühlt man sich wohl und motiviert. Man sieht als deutlich, das es auch richtig geht. Statt stetig zu jammern, sollten sich Industrie-Vertreter wie Herr Lehle an die eigene Nase fassen und fragen, ob sie eigentlich den richtigen Beruf gewählt haben. Nicht der Steuerzahler sollte das Einkommen der Agrarindustriellen und Großproduzenten bezahlen, sondern einzig und ausschließlich zufriedene Kunden. Ein Landwirt oder Bauer (auch Apfelbauer) kann nun einmal nicht finanziellen Reichtum erlangen, sondern sein Reichtum liegt auf einer gesunden Umwelt, zufriedenen Kunden und qualitativ hochwertigen „Bio-Produkten“. Und hierzu gehört eben kein Einsatz von Pestiziden oder Neonikotinoiten, keine geregelte Arbeitszeit und kein stetiges Wachstum. Land- und Viehwirtschaft gehört eben nicht in die Politik sondern kann nur durch die eigene Einstellung in eine positive Richtung gesteuert werden. Stellt einfach hochwertige Bio-Produkte her, schützt und pflegt die Natur und Umwelt und ihr braucht nicht mehr jammern. Erstere Weg komplett von den Giftproduzenten wie Bayer & Co. Das ständige Jammern und selbst bemitleiden von Agrarindustriellen wie Herrn Lehle hat zwischenzeitlich so überhand genommen. Dazu kann man nur sagen, wenn ihr die Wünsche der Bürger (Bürgerbegehren) nicht annehmt oder umsetzt, dann bekommt ihr auch kein Steuergeld (Subventionen) mehr. Und das Herr Lehle hier darauf besteht, das er gut in seinem Umfeld ausgebildet wäre, dann kann man nur dazu sagen, warum produzieren sie dann nicht ökologisch ohne Subvention und ohne Abhängigkeiten von Giftproduzenten. Wieso setzten sie nur darauf, technisch ausgebildet zu sein? Ein Landwirt sollte zunächst ein sehr tiefgreifendes Wissen über Natur, Böden Wetterentwicklung, Insekten, Nützlinge, Standorte, Sorten usw. haben. Was Herr Lehle hier verdeutlicht (zumindest kommt es so rüber) ist ein Wissensstand lediglich beim Einsatz der neusten Ernte- oder Spritzmaschinen zu haben, bzw. welche Giftmittelchen, wann gespritzt werden sollten gemäß der Vorgaben der Giftkonzerne. Insgesamt war ich total unzufrieden mit dem Interview. Auch die Aussage zu dem scheinbaren Überangebot von Bio-Produkten ist komplett falsch. Vielmehr gibt es aktuell noch immer viel zu wenig Bio-Produkte in Deutschland: https://www.oekolandbau.de/landwirtschaft/biomarkt/oekoflaeche-und-oekobetriebe-in-deutschland/ Weshalb Deutschland einen Großteil der Bioprodukte gerade Obst aus dem Ausland importieren muss. Auch sonst sind die Antworten von Herrn Lehle eher unbefriedigend bis nichtssagend. Laut Herrn Lehle liegt die Schuld stets bei den anderen, beispielsweise dem Verbraucher, der Politik, dem Weltmarkt oder schlicht den Großabnehmern/Handel. Man merkt über allem schwebt ausschließlich nur das eigene Profitdenken, was der eigentliche Grund ist, warum wir aktuell vor diesen riesigen Umweltproblemen mit Insektensterben und Artenschwund stehen. Ich kann Herrn Lehle nur dringend empfehlen, hören sie sofort auf mit der Vernichtung unserer Natur und Umwelt und suchen sie sich besser einen anderen Job. Geben sie ihre Flächen lieber an wirkliche Bio-Bauern welche mit Berufung und Überzeugung ihre Arbeit täglich gern verrichten. Dies ist derzeit der einzige sinnvolle Ausweg aus unserer Umweltzerstörung. Auch wenn mir dieses Interview nicht so zusagte, was ausschließlich am Gast lag, möchte ich mich dennoch für die stetig tolle Arbeit beim KenFM-Team bedanken. Und einen kleinen Hinweis auf einen möglichen Tree.TV Gast geben. Am Wochenende habe ich mir im Kino die Dokumentation von dem Förster Peter Wohlleben „Das Geheime Leben der Bäume“ angeschaut und kann diese Doku nur jedem wärmstens empfehlen. Also KenFM mein Wunschgast bei Tree.TV wäre auf jeden Fall Peter Wohlleben.

    • Danke, Lauterhörner, für diesen guten Beitrag, der auch mein Unbehagen und Ärger beim Zuhören von Herrn Lehles (teilweise sogar sehr flachen..) Ausführungen beschreibt.

      Ich glaube nicht, dass diese, seine Ausführungen und Einstellungen in irgendeiner Weise zukunftsweisend sind für eine bessere Welt und eine Versorgung mit echten *Lebens*-Mitteln und wenn er sagt "Wir müssen reden" meint e r garantiert eben genau nicht, sich anpassen zu wollen, sondern er will einen Kompromiss, wo es keinen mehr geben kann. Und obendrein natürlich einen K. der einzig seinen Verdienst nicht schmält, sondern möglichst das Gegenteil…
      Ich bin durchaus auch der Meinung, er sollte seine Flächen besser abgeben an Jemand, der diese sinnvoll und mit Respekt für eine Zukunft für Erde, Mensch & Tier behandelt.

      Und vielleicht kann er sich bei dieser Gelegenheit auch gelegentlich fragen, ob "der Auftrag", den er (und/oder seine Vorfahren) einmal bei Überlassung der Äcker bekam – nämlich dass er *unser aller Land für uns* bestellen darf und sich dadurch ernähren kann – nicht irgendwie mißbraucht wird durch seine Art von Anbau und Wirtschaft. Diesen Gedanken könnten sich natürlich a l l e seine konventionell arbeitenden Kollegen ebenfalls machen…

      Hier ist ein weiteres markantes Video zu dem Glyphosat Thema, das ja in diesem Land immer noch nicht wirklich verboten ist und deshalb auch von den Konventionellen munter weiter genutzt wird. Auch wenn sie es verharmlosend Pflanzen-"Schutz" nennen:
      https://youtu.be/5Tj9v24H-Lo

      Peter Wohllebens Film (und Buch) fand ich auch sehr wohltuend und beeindruckend. Ein Interview mit ihm (oder auch mit Wolf-Dieter Storl) würde mir auch gefallen. Was bei Wohlleben "zu esoterisch" sein soll, wie oben der Leser "MJKK" schreibt, erschließt sich mir nicht, gehts doch gerade bei der Kommunikation & KO-operation von Pflanzen (und Tieren) um inzwischen beweisbare Wissenschaft.

      Dass wir uns alle für unser künftiges Zusammenleben besser genau daran ein Beispiel nehmen sollten, anstatt weiterhin "Märkte zu umkämpfen", versteht sich von selbst.

  11. Vielen Dank Ken Jebsen und Hubert Lehle. Herr Lehle informiert sachlich und unaufgeregt.
    Dass die Sorge der Naturschützer den Wildbienen gilt, war mir bekannt.
    Aber dass es 560 Arten gibt, sehr interessant! Anstelle von Blühstreifen
    fände ich größere Bienen-Almende-Flächen in jeder Gemeinde sinnvoller,
    denn natürlich hält sich kein Lebewesen an eine unsichtbare Grenze.
    Aus diesem Grund gibt es für mich auch keine Ausnahme vom
    chemiefreien Gärtnern für unsere beiden Apfelbäume.
    Unser Berlepsch und die Goldparmäne, als Hochstämme 2008 gepflanzt,
    haben ansagegemäß nach 7 Jahren erstmals geblüht, dann Früchte getragen,
    aber nie blieb einer am Baum bis zur Verzehr-Reife. Sie verfaulten am Baum
    nach einem Insektenbefall o.ä. und fielen ab.
    Beide Bäume sind von mir vorbildlich in Form geschnitten und sind einfach
    nur schön und ein Tummelplatz für unsere Eichhörnchen, Spechte u.a.Vögel.

    Angeregt durch das KenFM-Gespräch habe ich mich jetzt intensiv auf die Suche
    nach Apfelbaum-Pflanzenschutz gemacht und dabei folgendes ausfindig gemacht
    (und so neue Hoffnung geschöpft):
    Es gibt mindestens 4 Arten, Obstanbau zu betreiben:

    1) Konventionell

    2) Integrierter Obstbau (ich denke, dass Hubert Lehle hier
    anzusiedeln ist)

    3) Biologischer Anbau. In Südtirol etwa gibt es eine Initiative:
    https://www.bioland.de/ueber-uns/landesverbaende/suedtirol/suedtirol-detail/article/argumente-fuer-den-biologischen-obstbau-in-suedtirol.html

    4) Biologisch-dynamischer Anbau (Bsp. die Demeter-Höfe)
    https://www.youtube.com/watch?v=-mxkKqoRfCQ Augustin, Altes Land
    https://www.youtube.com/watch?v=xDoOkUV1Png Krämer, Meckenheim
    https://www.youtube.com/watch?v=rBjOUScp3hw Mondäpfel Krämer, Meckenheim
    Interessante Zusatzinfos:
    https://www.demeter.de/fachwelt/landwirte/praeparate/biodynamischen_praeparate
    https://praeparatekiste.de/pages/die-biodynamischen-kompostpraparate-502-507

    Mir ist leider der Einkauf im Bioladen dadurch versperrt, dass durch Zukauf von
    allerhand Obst u. Gemüse unvermeidlich Ingwer herumliegt, auf den ich höchst allergisch
    reagiere (infolge eines Bio-Tipps, Allergien sind leider unabhängig von natürlich oder
    unnatürlichen Lebensmitteln).
    Ich muss also meine Äpfel selbst anbauen oder einen Bio-Apfelbauern finden, um dort
    direkt am Hof einzukaufen.

    Neue Hoffnung also: Ich möchte einmal Frau Augustin im Alten Land aufsuchen
    Min. 4:06 im obigen Video: https://www.youtube.com/watch?v=-mxkKqoRfCQ
    und mir ansehen, wie sie diese auf Rudolf Steiner zurückgehenden Präparate
    herstellt und zur Anwendung bringt.

    Noch ein Thema, das mich seit Sylvester beschäftigt:
    Obwohl mein ökologischer Fußabdruck mit 7,51 nicht schlecht ist, möchte ich
    mehr tun, so mein Neujahres-Vorsatz.
    Unsere Wasch- und Putzlappen und -Mittel wurden durchgeprüft und nach
    Alternativen gesucht (Baumwolltücher z.B.)
    Keine Schwammtücher mehr (die einmal hochgelobten Microfasertücher: ohne
    Seifen, allein durch mechanische Schmutzbeseitigung – gelten inzwischen selbst
    als zu vermeidendes Microplastik).
    Statt Fertig-Waschmittel wieder wie einst nach der Hobbythek ein
    Grundwaschmittel mit von Fall zu Fall unterschiedlichen Zusatzstoffen (z.B.
    zur Fleckenentfernung oder für den Farbenerhalt)
    Stichwörter: Hobbythek Jean Pütz, Spinnrad-Produkte
    https://de.wikipedia.org/wiki/Hobbythek
    Ich will wieder zu diesem Baukastensystem übergehen.

    Nebenbei musste ich entdecken, dass Microplastik in großer Menge im Abwasser
    der Waschmaschine in die Kläranlagen und von dort in die Flüsse gelangt, und zwar
    durch unsere Kleidung, Tisch- und Bettwäsche aus Polyester, Polyamid usf.:
    https://www.umweltberatung.at/mikroplastik_textilien

    • an Phlox 🙂

      Das ist zwar ein guter Vorschlag:
      " Anstelle von Blühstreifen fände ich größere ***Bienen-Almende-Flächen*** in jeder Gemeinde sinnvoller,
      denn natürlich hält sich kein Lebewesen an eine unsichtbare Grenze."

      Leider scheitert der meist an der Realität und der "Gier" der konventionellen Landwirte um buchstäblich jeden Zentimeter Ackerfläche. Schon die Blühstreifen erforderten eine (sehr geringe!!) Abgabe vom eigenen Acker und sind deshalb und wegen des Arbeitsaufwands durchaus verhasst. Eine größere Bienen- und Falterweide wird hier in S-H gerade vom Naturschutzbund angeregt, kommt aber – mal wieder – wegen der Widerstände der Obengenannten vermutlich nicht durch.

      Die Fronten sind leider sehr verhärtet, im "Alten Land" ebenfalls und mit vielen Problemen gerade auch für die Biobauern belastet. Siehe meine Links ganz unten von Schrot & Korn.

      Was die guten Demeter-Äpfel betrifft, so würde der Hof im Alten Land (wie andere auch) seine Ware sicher auch günstig versenden, bevor deine eigene Bäumchen denn tragen.

      Viel Spaß damit!

    • Das ist ein schöner Beitrag. Du versucht viel zu ändern und dann musste halt sehen, was klappt und was nicht.

      Die Wildbienen und andere Insekten sind wirtschaftlich gesehen eine milliardenschwere kostenlose Bestäubungshilfe für alle Blühpflanzen, egal ob Wild- oder Kulturpflanzen. Über Insekten oder Mikroorganismen wissen wir fast nichts. Die Forschung dazu fällt oft unter Grundlagenforschung und man kann daraus kaum Profit schlagen. Für Firmen wie Bayer oder BASF (Kapitalisten) sind diese Lebewesen Marktkonkurrenten und müssen vernichtet werden, denn sie wurden bisher nicht finanzialisiert. Auch weite Teile unserer Gesellschaft sehen Insekten nur als Störenfriede und Schädlinge.

      Genauso ist Regenwald oder überhaupt Flächen, wo wir noch keine nenneswerte menschliche Infrastruktur draufgebaut haben, für viele Firmen einfach nur ungenützer Real estate, so wie das Meme im Internet, also niederbrennen und dann Plantagen drauf, denn nur die bringen Profit.

  12. Liebes KenFM-Team,
    vielen Dank für dieses ineressante Interview eines "Praktikers", der für mein Empfinden weitgehend unideologisiert denkt und handelt. Die Praktiker sind mir eh die Liebsten!
    Dass der Verlusst von Wissen recht schnell von statten geht, ohne dass es viele Menschen mitbekommen beobachte ich auch in vielen anderen Berufen. Nicht nur, aber vor allem in den handwerklichen Berufen. Die vielen sog. "überbetrieblichen Ausbildungsstätten" (subventionierte Aus/Ver?bildungsindustrie) sind von Ausnahmen, die es geben mag mal abgesehen völlig unbrauchbar um insbesondere im Handwerk das wertvolle Wissen der Alten weiter zu geben. Das mag nicht nur an der falschen Grundkonzeption dieser Ausbildungsstätten (wenn man sie überhaupt so bezeichnen darf) liegen, sondern eben daran, dass hier oft nur Theoretiker lehren.
    Ich bin der Meinung, dass "Freihandel" in der jetzt praktizierten Form ganz grundsätzlich dazu führt, dass kleineren und mittelständischen Unternehmen mittel- und langfristig die Substanz ausgeht. Das gilt nicht nur für die Landwirtschaft!
    Ändern kann das aber ganz leicht der Endverbraucher/Konsument, indem er sich beim Kauf entsprechend entscheidet. Hier zählt allein der eigene Wille und die eigene Tat!
    Als Herr Lehle seine Aussage darüber machte, dass kaum noch jemand weiß, wie man Samen zieht und wann man pflanzt und erntet etc. kamen mir spontan folgende Gedanken:
    Ich bin noch in den Genuss des DDR-Schulsystems gekommen. Wir sind in der Unterstufe noch in unseren SCHULGARTEN gegangen und haben dort Grundkenntnisse des Gärtnerns erlernt. Wir hatten auch die Fächer WERKEN oder NADELARBEIT zwischen denen wir wählen konnten.
    Heute liegt der Schwerpunkt in der Grundschule nach meinen Erfahrungen eher auf Genderisierung und Frühsexualisierung um es mal überspitzt zu formulieren.
    In der Oberstufe hatten wir TECHNISCH ZEICHNEN, PA (PRAKTISCHE ARBEIT) und ESP (EINFÜHRUNG IN DIE SOZIALISTISCHE PRODUKTION) im Wechsel. Man kann über die Bezeichnungen sicher unterschiedlicher Meinung sein und sicher wurde auch versucht uns in POLITISCHER BILDUNG zu ideologisieren, aber nach meiner Erfahrung waren die SchülerInnen, die die DDR entließ wesentlich lebensnaher und viel praktischerer Natur.
    Sehr gerne höre ich mehr Gespräche dieser Art und sehr gerne unterstütze ich KenFM für ihre wertvolle Arbeit auch weiterhin!

  13. 1. "Klimahysterie" und die "Klimaverschwörung". Aber dann etwas von Artensterben schwafeln. Ist also Ken Jebsen ein Leugner der menschengemachten globalen Erwärmung und Empfänger von russischem Sponsoring? Warum muss er denen immer in die Hände spielen? Nicht immer so feige wegducken!

    2. Warum überhaupt den Gast einladen, der nix aus erster Hand weiß und meistens nur hilflos rumstottert? Der hat hauptsächlich Ferienwohnungen, einen kleinen Obstbaubetrieb und einen Hofladen laut seiner Seite. Auch ist das "wir ham die gefragt" verdächtig. Wer ist denn "wir"? Das sind Verbände von konventionell arbeitenden Landwirtschaftsbetrieben und seine Kumpels, die auch so arbeiten wie er. Er betreibt auch Panikmache, z.B. "dann können wir Apfelbauern keine Äpfel mehr anbauen." oder "dann können wir nicht mehr so viel ernten" wie im Südkurier, wo er schon ehrlicher ist. Er meint die Konventionellen wie ihn. Es geht ihm also primär um sein kleines Geschäft und sekundär um Umweltschutz. Warum nicht Wissenschaftler einladen, die etwas von Insektensterben wissen oder über die Gefahr von Pestizide?

    Der Gast hat auch einfach nachgeflötet, was die Hersteller von Pestiziden auf die Verpackung schreiben und was man machen soll und da hält sich natürlich jeder Obstbauer total dran, wenn ihm seine schöne Ernste kaputtzugehen droht. Auch gab es noch nie den Fall, dass sich bei den Pestiziden nach einer Weile herausstellte, dass die doch nicht so harmlos sind wie versprochen, nachdem Typen wie er das Zeug massenhaft in der Landschaft verteilt haben.

    Es könnte natürlich sein, ihr keine besseren Gäste kriegt, weil sich gerade Naturwissenschaftler nicht auf Typen einlassen wollen für die ihr Wissen nur dann etwas gilt, wenn es ihnen passt, siehe Klimahysterie-Anschuldigungen.

    • Danke für diesen kleinen dennoch boshaft anmutenden Kommentar – er passt gut in die Sammlung für Beiträge von Ignoranz und Konditionierung des Denkappars durch einseitiges und falsches Pseudo"wissen".
      Aber: es ist immer gut Material für die soziologischen Studien, die man hier wunderbar machen kann. zu bekommen…

      Ich habe Sympathie für die Sache der Bauern, und es braucht eine unaufgeregte sachliche Diusskussion in einer breiten Öffenlichkeit.
      Vielleicht einfach (nochmal) bei Min. 1.21.00 hereinrhören…

    • "kluger und maßvoller Gesprächspartner" "boshaft anmutenden Kommentar" " unaufgeregte sachliche Diusskussion"

      blablabla, die üblichen Worthülsen vom kenfm-Publikum und der Fisch stinkt halt auch von Kopf.

      Fakt ist: Die Bürgerinitiative war von "echten" Umweltschützern oder was viele hier als "besorgte Gutmenschen" betiteln würden. Dieser arme, schwäbische Bauer hier vertritt die Gegenseite, nämlich konventionelle Landwirte, die ihre Interessen bedroht sehen.

      Das hatte ich in dem ersten Kommentar schon geschrieben, aber darf natürlich nicht sein.

      Von den 600 Wildbienenarten sind auch schon ca. 40 ausgestorben in den letzten Jahren in Deutschland. Der Herr Landwirt will jetzt mehr mit Umweltschutzorganisationen zusammenarbeiten und ein paar mehr "Kästen" in seinen Plantagen aufhängen. Blabla könnt ihr alle so viel machen wie ihr wollt, die Wirklichkeit da draussen beruhend auf pysikalischen Gesetzen, lässt sich davon nicht beeindrucken.

      Es geht also wie immer nur um Zeit schinden, egal ob Braunkohletagebau oder andere Industrieinteressen bedroht sind.

      Fakt ist auch: Die Ökosysteme weltweit brechen immer schneller zusammen. Gesellschaftliche Institutionen brechen flächendeckend zusammen. Der Zusammenbruch ist unaufhaltsam, zu schnell und es wird kein Happy End geben.

    • "Ist also Ken Jebsen ein Leugner der menschengemachten globalen Erwärmung und Empfänger von russischem Sponsoring? " Wir wissen nicht was sie genommen haben aber es scheint die falsche Dosis zu sein. Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie…

    • Die Antwort beeindruckt mich überhaupt nicht. Im Gegenteil, sie ist kindisch.

      Macht doch mal für den Anfang eine Transparenzerklärung zu eurem Spendenaufkommen, irgendein Jahresabschluss oder dergleichen gut sichtbar auf eure Seite. Lasst euch da mal beraten. Die Geschichte von wegen "finanziert aus Kleinspenden" glaube ich euch nicht mehr so ganz. Ihr seid zwar vorsichtiger als nuoviso, die sich direkt als Scharlatan-TV, AfD und Eike-Anhängsel outen, aber ihr hängt auch in der bubble und fühlt euch offensichtlich ganz wohl dort und das läuft schon seit Jahren so und das Publikum ist in weiten Teilen identisch mit deren Publikum. Der Unterschied ist ungefähr so groß wie zwischen CDU und SPD, also eher homeopathisch klein. Einem Interview mit Rainer Mausfeld folgt ein Interview mit Karl Ess, so ungefähr.

      Ich fasse nochmal zusammen:

      1. Das Interview hier kann nur ein Anfang sein beim Thema Artensterben oder ökologische Landwirtschaft und der Gast war unglücklich ausgewählt.

      2. Man kann nicht Rainer Rupp und andere Klimawandelleugner schon seit Monaten ohne jegliche redaktionelle Kontrolle auf seiner Plattform wüten lassen. Oder selbst hier Kampfbegriffe aus der Gruppe von Rupp "Klimahysterie" mal so eben einflechten. Das ist einfach dumm (da, das böse Wort) und schlechter Journalismus. Manchmal gerät kenfm zu Recht unter Beschuss, weil der Meister persönlich falsch liegt oder Derjenige aus dem Team, der das getan hat.

      3. Euer Publikum hat sich in den letzten Monaten oder Jahren verändert, weil ihr eben nicht klare Positionen bezogen habt, weder bei dem Thema Migration noch bei menschengemachter globaler Erwärmung. Das Ziel Avantgard zu sein, und Massenpublikum zu erreichen, beißt sich. Was ihr hier macht, ist oft Biedermeiertum und nuoviso macht es noch schlimmer. Bei denen stimmt meistens nichts von dem, was sie erzählen, aber sie sind keine Lügenmedien wie die bösen MSM und total aufgewacht.

      4. Ich habe auch nicht vergessen wie Rüdiger Lenz und andere "Friedensbewegte" über linke Spalter empört waren, die Rainer Rothfuß seit er bei der AfD-Stiftung tätig ist, nicht mehr glauben, was er bei kenfm erzählt hat. Damals war er noch relativ unbekannt, aber das hat sich eben geändert.

      https://politics.theonion.com/you-re-a-piece-of-shit-and-i-hope-everyone-like-you-di-1841363666

  14. Der Einstieg täuscht, Leute bleibt dran! Für alle, die nicht so viel Zeit haben: So richtig spannend wird es ab ca. Minute 55:45!
    Fazit: Obwohl wir durchaus viele Kritikpunkte haben, stimmen wir grundsätzlich zu. Ja-, wir Bürger müssen aufpassen, dass wir nicht gegeneinander ausgespielt werden – in diesem Fall gegen die (noch) bäuerlich arbeitenden Bauern, egal ob bio oder konventionell. Denn die sind selbst Opfer einer Politik, die hauptsächlich die Agrar-Großbetriebe und industrielle Landwirtschaft stützt und dadurch zu immer noch stärkerer Konzentration und weiterem Höfesterben führt. Sie sind Opfer einer Politik, die die kleineren und mittleren Unternehmen – nicht nur im Agrarsektor – mit den unterschiedlichsten Regelungen immer stärker knebelt, aber die großen, längst international agierenden Konzerne komplett in Ruhe lässt. Die zuschaut, wie große Finanzinvestoren und Lebensmittelkonzerne auch in Deutschland immer mehr Agrarland aufkaufen, und dann dort Böden, Luft und Umwelt so richtig und nachhaltig zerstören. Sie sind auch Opfer einer Politik, die unsere Landschaft mit immer noch weiteren Gewerbe-, Baugebieten und Straßen weiter zubetoniert, natürlich meist auf gutem Ackerboden, als stünde der uns unendlich zur Verfügung, als gäbe es keinen Klimawandel, und obwohl unsere Bevölkerung kaum noch wächst.
    Und jede(r) sollte sich fragen, wer von einem System profitiert, das
    • über unsere Köpfe hinweg einfach zerstörerische Freihandelsabkommen wie Mercosur plant (eine der Folgen wäre, dass in unseren Supermarkt-Regalen Produkte liegen, die mit weit mehr Pestiziden produziert werden, als europäische)
    • immer mehr Geld in die Aufrüstung pumpt, dafür die Infrastruktur verfallen lässt und am Bürgerservice spart wo immer es geht,
    • immer mehr privatisiert, so auch den Beratungsservice für Bauern, der dann den großen Agrarchemie-Riesen überlassen wird usw. usw.
    Ja – der breit angelegte Bürgerdialog wäre wichtig – nicht nur im Agrarbereich. Aber an dem scheint unsere Politik absolut kein Interesse zu haben. (Frage: warum wohl?). Nur – wer wählt denn diese Politik, diese Politiker konstant alle vier Jahre? Vielleicht auch die vielen kleinen und mittleren Landwirte?
    Zum Schluss: auch wir in Bayern hatten ja ein Volksbegehren zur Artenvielfalt. Die CSU-geführte Regierung hat dem und einem vorgelegten Gesetzentwurf verdammt schnell zugestimmt. Kam uns gleich komisch vor. Die meisten haben aber gejubelt. Und jetzt? Wird unter Ausschluss der Öffentlichkeit irgendwas gemauschelt, den Eindruck haben wir jedenfalls. Durchgedrungen ist bereits, dass nun viele Streuobstwiesen gefährdet sind, weil nur Bäume mit einem Kronenansatz von mindestens 1,80 m geschützt werden sollen. Gleichzeitig ist gerade Bayern Spitzenreiter im Zubetonieren. Kein Dialog findet dazu statt. Jedenfalls nicht in der Öffentlichkeit, nicht mit uns Bürgern, und nicht in den „Mainstream“-Medien, nirgends.
    Obwohl wir angesichts all dieser Entwicklungen skeptisch sind, wünschen wir Herrn Lehle viel Erfolg mit seinem Volksantrag in Baden-Württemberg – und sind gespannt, was dabei herauskommt.

  15. Der Einstieg täuscht, Leute bleibt dran! Für alle, die nicht so viel Zeit haben: So richtig spannend wird es ab ca. Minute 55:45!
    Fazit: Obwohl wir durchaus viele Kritikpunkte haben, stimmen wir grundsätzlich zu. Ja-, wir Bürger müssen aufpassen, dass wir nicht gegeneinander ausgespielt werden – in diesem Fall gegen die (noch) bäuerlich arbeitenden Bauern, egal ob bio oder konventionell. Denn die sind selbst Opfer einer Politik, die hauptsächlich die Agrar-Großbetriebe und industrielle Landwirtschaft stützt und dadurch zu immer noch stärkerer Konzentration und weiterem Höfesterben führt. Sie sind Opfer einer Politik, die die kleineren und mittleren Unternehmen – nicht nur im Agrarsektor – mit den unterschiedlichsten Regelungen immer stärker knebelt, aber die großen, längst international agierenden Konzerne komplett in Ruhe lässt. Die zuschaut, wie große Finanzinvestoren und Lebensmittelkonzerne auch in Deutschland immer mehr Agrarland aufkaufen, und dann dort Böden, Luft und Umwelt so richtig und nachhaltig zerstören. Sie sind auch Opfer einer Politik, die unsere Landschaft mit immer noch weiteren Gewerbe-, Baugebieten und Straßen weiter zubetoniert, natürlich meist auf gutem Ackerboden, als stünde der uns unendlich zur Verfügung, als gäbe es keinen Klimawandel, und obwohl unsere Bevölkerung kaum noch wächst.
    Und jede(r) sollte sich fragen, wer von einem System profitiert, das
    • über unsere Köpfe hinweg einfach zerstörerische Freihandelsabkommen wie Mercosur plant (eine der Folgen wäre, dass in unseren Supermarkt-Regalen Produkte liegen, die mit weit mehr Pestiziden produziert werden, als europäische)
    • immer mehr Geld in die Aufrüstung pumpt, dafür die Infrastruktur verfallen lässt und am Bürgerservice spart wo immer es geht,
    • immer mehr privatisiert, so auch den Beratungsservice für Bauern, der dann den großen Agrarchemie-Riesen überlassen wird usw. usw.
    Ja – der breit angelegte Bürgerdialog wäre wichtig – nicht nur im Agrarbereich. Aber an dem scheint unsere Politik absolut kein Interesse zu haben. (Frage: warum wohl?). Als langjährige Grünen-Wähler sind wir auch von diesen (nicht nur in diesem Punkt) maßlos enttäuscht, scheinen doch auch sie daran uninteressiert zu sein. So jedenfalls unsere eigenen Erfahrungen.
    Nur – wer wählt denn diese Politik, diese Politiker konstant alle vier bzw. fünf Jahre? Vielleicht auch die vielen kleinen und mittleren Landwirte?
    Zum Schluss: auch wir in Bayern hatten ja ein Volksbegehren zur Artenvielfalt. Die CSU-geführte Regierung hat dem und einem vorgelegten Gesetzentwurf verdammt schnell zugestimmt. Kam uns gleich komisch vor. Die meisten haben aber gejubelt. Und jetzt? Wird unter Ausschluss der Öffentlichkeit irgendwas gemauschelt, den Eindruck haben wir jedenfalls. Durchgedrungen ist bereits, dass nun viele Streuobstwiesen gefährdet sind, weil nur Bäume mit einem Kronenansatz von mindestens 1,80 m geschützt werden sollen. Gleichzeitig ist gerade Bayern Spitzenreiter im Zubetonieren. Kein Dialog findet dazu statt. Jedenfalls nicht in der Öffentlichkeit, nicht mit uns Bürgern, und nicht in den „Mainstream“-Medien, nirgends.
    Obwohl wir angesichts all dieser Entwicklungen skeptisch sind, wünschen wir Herrn Lehle viel Erfolg mit seinem Volksantrag in Baden-Württemberg – und sind gespannt, was dabei herauskommt.

  16. Das Problem bei Anbau für den Verkauf und Erträge ist, dass man leider niemals den Grad an Nährstoffen erreicht, der für eine gesunde Ernährung für sich alleine ausreicht.
    Klar ist es verständlich, geht kaum anders, aber der Preis den wir bezahlen ist hoch.

    Alleine schon das die Insekten nicht mehr an die Pflanzen kommen, ist fatal. Ohne den mini Prozentanteil Tierischem in den und an den Pflanzen durch Larven, Eier, kleine würmer in Kirschen z.B., das wir mitessen sollen, das hat die Natur so gemacht, fehlen uns sehr wichtige und essenzielle Nährstoffe. Die oftmals unreife und leeren Böden machen dann weitere Problemfelder auf.

    Rohköstler z.B. scheitern oftmals mit der Ernährung, weil sie durch die Nahrung aus den Märkten so nicht komplett alle Nährstoffe bekommen können. Egal ob Bio oder nicht.. Wenn ich in und aus der Natur vollreife schwarze Kirschen esse, esse ich auch immer ein wenig Würmer mit, ohne das ich das groß merke.. Oder nehmen wir die wilden Kirschplaumen, Blaubeeren aus dem Wald usw. Ich bin nach recht wenig Nahrung nicht nur viele Stunden lange satt, sondern nach wenigen Wochen macht mich diese Art der Nahrung extrem leistungsstark, viel mehr als mit jeder anderen Kostform.

    Esse ich über Monate nur rohes Obst aus den Märkten z.B. merke ich mit der Zeit, wie meine Tiefenkraft fehlt. Mir gehts zwar nicht schlecht und durch den Zucker habe ich gute Energie, aber ich merke auch das da etwas so nicht stimmt.
    Zudem man dann neigt viel zu viel zu essen. Leider bekommt man auch durch die vielen eher unreifen Früchte mit vielen noch vorhanden Säuren, dann schnell kaputte Zähne, besonders bei sauren Früchten ist das schnell gemacht.

    Ich wollte das mal eingeworfen haben.. Ich habe mich mit der Ernährung über ein Jahrzehnt intensiv beschäftigt und selbst an mir ausprobiert. Ich habe auch Lehrgeld bezahlt..
    Heute weis ich das praktisch fast alle unseren Krankheiten und zeitige Alterung durch Fehlverhalten durch die Nahrungsaufnahme entstehen..
    Blöd nur, dass man in einem System gefangen ist und nicht mehr sich selbst versorgen kann, sondern sich versorgen lassen muss.

    Wenn ich schon sehe, wie mit der Nahrung immer mehr Geschäfte gemacht werden und unsere Lebensgrundlage selbst immer mehr nur zu Ware wird die Profite erzeugen soll, wird mir Angst und Bange..
    Die Krankheiten und Probleme werden da nur zunehmen. Das ist unausweichlich und eine logische Konsequenz.
    Daher verweigert konsequent und strikt alle Arten von GVO-Nahrung. Lasst sie nicht immer mehr dieser Dinge produzieren, die zwar aussehen wie Essen, aber in Wahrheit nur noch Ware sind..schnittfestes Wasser, oder verstrahlt und zerstört.

    Pflegt alte Sorten und baut diese wieder an. Lasst Hybriden im Laden stehen. Sucht im Netz nach saatechten und alten Sorten. Diese ganze extreme Verzüchtung hat auch viele Schattenseiten. Unsere Organismen brauchen bestimmte Schlüsselelemente um zu funktionieren.

    Und esst nicht so viel und zu spät. Viel Essen und auch spätes Essen, belastet nur stetig die Organe und macht schnell Alt und krank..
    Dafür muss die Nahrung die man isst, aber eben auch gut sein und ist sie das noch, nur weil sie gut aussieht?

    Vielleicht sollte man ein Großprojekt starten irgendwo im Süden, mit genug Wasser, wo es auch im Winter per Solarenergie Gewächshäuser gibt und die Menschen wieder mit besseren Nahrungen versorgen.
    Nur woher nehmen?
    Alsbald leben wir alle von Mindestlohn, also Sklavendeckungskosten, damit man die teure direkte Sklaverei nicht bezahlen muss..
    Davon kann man dann auch nur Gengemüse kaufen, was einem wohl in wenigen Jahren den Darm perforiert.. tolle Aussichten in dem Ausbeutersystem der Zukunft, wenn wir nicht alsbald anfangen die Pyramide abzuräumen und ein System erzeugen was uns dient..

  17. Das Gespräch ist wie immer sehr aufschlussreich, auch wenn ich mir an einigen Stellen eine etwas kritischere Gesprächsführung gewünscht hätte. So sind Antibiotika nicht nur durch die Verschreibungspraktiken der Ärzte in unserem Grundwasser, sondern vorallem durch den massiven Verzehr von Antibiotika belastetem Fleisch. Auch gibt es, wie ich gehört habe, Staaten in denen Glyphosat verboten ist (z.B. Russland) und deren Landwirtschaft trotzdem funktioniert.
    Dass Arten sterben, und zwar in Flora und Fauna – auch wenn es der domestizierten Honigbiene hierzulande noch gut geht – wird sicher auch Herr Lehle nicht bestreiten. Jeder, der schon etwas länger Auto fährt, kann sich noch gut daran erinnern, wie oft man früher nach einer längeren Autofahrt die Windschutzscheibe von massenhaften Insektenleichen befreien musste.
    Ich wohne auf dem Land und sehe , wie oft um uns herum die Äcker mit Chemie besprüht werden, das ist nicht witzig!! Obwohl ich kein Freund dieser Art von Landwirtschaft bin und lieber teuere Biowaren einkaufe, meine ich, dass hier etwas auf Landwirte abgewälzt wird , wofür sie nur zu einem kleinen Teil verantwortlich sind.
    Die Landwirtschaft hängt unmittelbar mit unserem Ökosystem zusammen und dies wiederum mit dem Wetter.
    Auch wenn nur wenig in den Medien darüber berichtet wird – unser Wetter wird seit Jahrzehnten massiv beeinflusst. Die USA hat sich schon vor der Jahrtausendwende auf die Fahnen geschrieben, bis 2025 das Wetter global beherrschen zu können. Man erinnere sich an ihre offiziellen Aussagen über ihr Vorhaben, in 7, mit Namen genannten Staaten, militärisch einzugreifen…. sie blieben sich erschreckend treu!!
    Ich bin vor Jahren auf das Thema des Geoengineerings mittels Chemtrails durch ein Interview mit Rüdiger Dahlke gestoßen. Es zog mir auf die gleiche Weise die Beine weg wie die Enthüllungen zu 9/11.
    Da ich mitten auf dem flachen Land wohne, habe ich tåglich die Möglichkeit, den gesammten Himmel zu betrachten. Was ich an mindestens 2-3 Tagen pro Woche sehe, hat alle Qualitäten, mich in eine Depression zu treiben.
    Es werden vermeintliche "Kondenzstreifen" von zahlreichen Flugzeugen ausgebracht, die, angereichert mit diversen Chemikalien und Nanopartikeln, oft im Gittermuster angelegt ūber viele Stunden am Himmel stehen beiben bzw. bei leichtem Wind allmählich zu einem grauem Einheitsbrei verwischen.
    Echte Kondenzstreifen jedoch bestehen aus Eiskristallen und können ebenso wenig ūber Stunden am Himmel stehen bleiben oder zu Wolken verwischen wie das WT 7 durch Feuer im freier Fall zusammenstürzen kann.
    Die Frage, wem es nūtzt, wenn die USA das Wetter in 5 Jahren unter Kontrolle hat, erübrigt sich. Es sind die Selben, die Nutzen aus der Zerstörung unserer Landwirtschaft, unserer Industrie, unseres Bildungsystems und unserer Gesundheit ziehen.
    Wir müssen das zum Thema machen!!!!….auch wenn man Gefahr läuft, als Verschwörungstheoretiker betitelt zu werden.

  18. Habe das Buch "Das Wunder von Mals" gelesen und den gleichnamigen Film von Alexander Schiebel gesehen, habe noch die Spritz-Nebel in Erinnerung, die ich auch vom Bodensee kenne, wo ich aufgewachsen bin. Da habe ich kurz einen Schreck bekommen, als Ken Jebsen herzhaft in den Apfel biss und sagte "vom Bodensee".
    Also der Hubert Lehle ist ein sehr sympatischer Mensch und sein mir so vertrauter Akzent nimmt mich für ihn ein. Aber ich kann mir nicht helfen, zum ersten Mal habe ich mir bei einem KenFM-Gespräch eine zweite Meinung gewünscht, ein weiterer Experte von der anderen Seite, von der Seite der Bio-Bauern. "Kupfer baut sich im Boden nicht ab", aber verwendien Biobauern das überhaupt noch? Oder bauen sich die konventionellen Spritzmittel alle ab? Bleibt davon nichts zurück? Leider konnte Herr Jebsen die Rolle des Gegenexperten nicht übernehmen. Der Vorwurf des Populismus und Demagogie bei dem Volksbegehren Artenschutz mag vielleicht berechtigt sein, aber ich habe aber schon mindestens so Demagogisches vom Bauernverband gehört und gelesen.
    Also Herr Lehle hat Recht, man sollte nicht aufeinander einschlagen, sondern mit einander reden und so ein Gespräch hätte ich mir gewünscht.

  19. Während ich mir das Interview angehört habe, war ich damit befasst, Gemüse vorzubereiten, um morgen daraus einen Gemüsefond zu machen. Diese werde ich dann in Gläsern vakuumieren.

    Mir ist in den letzten Jahren klar geworden, dass wir – mich mit eingeschlossen! – es total verlernt haben, für uns selbst zu sorgen. Wir sind abhängig geworden von Supermärkten, Bäckereien und Döner-Buden. Wir planen unsere Ernährung nicht mehr bzw. das, was wir dafür brauchen, sondern verlassen uns auf die prall gefüllten TK-Truhen mit Pizzen und TK-Fertiggerichten und stillen unseren Hunger zwischendurch nicht selten an irgendwelchen Imbiss-Buden. Dieses verloren gegangene Wissen hole ich mir nun seit einiger Zeit zurück, in dem ich mir die Dinge, angefangen von Grundrezepten bis hin zur langfristigen Haltbarmachung nach und nach beibringe. Ein interessanter Nebeneffekt dabei ist die Erkenntnis, dass die selbstgemachten Sachen keinesfalls günstiger sind, im Gegenteil. Ich tue es dennoch, weil es mich zum einen unabhängig macht und aber auch irgendwie schöner anfühlt und vor allem schmeckt, die selbst hergestellten Sachen zu essen und zum anderen, weil ich so gänzlich selbst entscheiden kann, was in meinen Fabrikaten drin ist und was nicht. Da ich mich nun schon seit geraumer Zeit in dieser Weise ernähre, schmecken mir die meisten "mit heißer Nadel" hergestellten Produkte zum einen oftmals nicht mehr. Zum anderen verhält es sich aber mittlerweile auch so, dass ich vieles auch gar nicht mehr so gut vertrage, weil ich es durch meine eigenen Nahrungsprodukte nicht mehr gewohnt bin, spezielle Salze, Geschmacksverstärker und Konservierungsstoffe etc. zu mir zu nehmen. Es geht mir dann über mehrere Stunden nicht gut, weshalb solche Ausrutscher auch immer seltener werden.

  20. Wie das der Landwirt ehrlich sagt: man müsste jetzt auch noch einen Imker, der "pro rettet die Bienen" ist interviewen.

    Ich habe die Debatte damals verfolgt, und fand das eine gute Aktion, weil sich endlich mal etwas bewegt hat, und das GEGEN den massiven Widerstand der Landwirtschaft – also der AgrarINDUSTRIE.
    Hier einen Vertreter der "Industrie" zu zitieren, der pro Monokulturen argumentiert und wie toll doch diese kleinen Grünstreifen sind, halte ich für zu einseitig.
    Schon mal gesehen, was die Pflanzenschutzmittel mit Insekten machen? Die sterben einfach.
    Und: wenn man vorher die ganzen Blumen etc. abmäht – was passiert dann mit den Schmetterlingslarven, die gerade auf diesen paar wenigen Blumen, die noch blühen dürfen, brüten? – Die sterben auch.

    Alles hat zwei Seiten, und dieses Volksbegehren hier so runter zu machen halte ich nicht für wirklich begründet.

    • 100 %.

      Aber Ken Jebsen kriegt es auch bei der menschengemachten Globalen Erwärmung nicht auf die Reihe sich mal zu entscheiden auf welcher Seite er sein will, wer richtig liegt und wer nicht. Dann gäbe es auch Streit in seiner social media bubble. Es gibt da kein sowohl als auch, was die pyhsikalischen Gesetze betrifft. Das ist für ihn immer noch offen, also er ist letztlich lieber auf der Seite von Exxon Mobile oder eben von Gazprom. Das hier ist einfach schlechter Journalismus.

    • also Götterbote, nomen est omen? sind Ihre Äußerungen göttlich? Ja dann wird's ja einfach:"Verkünden Sie doch bitte DIE Wahrheit", dann kommen wir geschlossen von KenFM zu Ihnen. Mir ist aber eigentlich ganz lieb, dass bei KenFM alle Seiten beleuchtet werden, denn ob Sie im Alleinbesitz der göttlichen Wahrheit sind? ….übrigens, aus der Kirche bin ich ausgetreten, weil dort auch nur eine Wahrheit zugelassen wurde.

  21. "Dass die Bauern tagein tagaus in körperlicher Schwerstarbeit daran arbeiten, einer wachsenden Weltbevölkerung ausreichend Lebensmittel zur Verfügung zu stellen, geht in den Diskussionen rund um die zweifellos skandalösen Ausmaße der deutschen Massentierhaltung gerne unter."

    Für Menschen essbare Lebensmittel werden hier – außer Obst – bei uns allerdings kaum noch angebaut, die kommen meist aus dem Ausland.

    Hier gibts flächendeckend Grünzeug (Gen-Mais…) für Treibstoff und Soja + Mais (vermutlich auch genetisch verändert) als Futter für die armen Viecher in der Massentierhaltung, die sowas freiwillig nie fressen würden. Raps kommt ebenfalls noch dazu, den mögen selbst die Bienen nicht mehr. Alles schwer gespritzt natürlich und die Böden ausgelaugt, überdüngt und für Anbau von Nahrungsmitteln für Menschen für lange Zeit unbrauchbar.

    Dann kilometerweit Baumschulen mit schaurigen Einheitspflanzen für Baumärkte und Gartencenter. Die Abdrift durch meist nächtliche (!) Sprühaktionen mit Pestiziden ist für Mensch, Tier, Biobauern und Kleingärtner eine wirkliche Belastung.
    Von den Hausärzten in der Region übrigens bestätigt…

    Das Obst aus den großen konventionellen Apfelplantagen der Region ist natürlich auch schwer behandelt, die Böden sind schlecht gepflegt. Geschmacklich verändert es sich jetzt obendrein dahin, dass die altbekannten Sorten plötzlich nicht mehr existieren, bzw. nicht mehr schmecken und die neuen Sorten eine Art Einheitsaroma und eine irgendwie künstliche Optik hervorbringen.
    Der energetische Nähr-Wert a lá "An apple a day" der konventionell hergestellten Äpfel ist dadurch traurigerweise sehr eingeschränkt. Dazu kommen natürlich die Klimaveränderungen, die auch dem Obst zusetzen.

    https://schrotundkorn.de/ernaehrung/lesen/aepfel-bios-spritzen-anders.html
    https://schrotundkorn.de/lebenumwelt/lesen/200809b11.html
    https://schrotundkorn.de/news/lesen/bio-ernte-vergiftet.html

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