Trumps Kriegs-Klima: Kramp-Karrenbauer zum Befehlsempfang in Washington

Von Uli Gellermann.

Schon im vergangenen Juni hatte das Pentagon angekündigt, weitere 1000 Soldaten in den Nahen Osten zu schicken, „um amerikanische Truppen und nationale Interessen in der Region zu schützen.“ Ende Mai hatten die Vereinigten Staaten ihre Truppen im Nahen Osten um 1500 Soldaten verstärkt. Zuvor hatte das US-Militär unter anderem einen Flugzeugträgerverband und eine Bomberstaffel in die Region verlegt. Nachdem die jemenitischen Huthi-Rebellen sich gegen den mörderischen Krieg, mit dem die Saudis die zivile Bevölkerung des Jemens überziehen, mit einem Drohnenangriff auf zwei Ölanlagen in Saudi-Arabien gewehrt haben, will Präsident Trump seinen saudischen Freunden noch mehr Truppen senden. Im Hintergrund droht der unerklärte Krieg der USA gegen den Iran, den Verbündeten der Huthi-Rebellen, zum offenen, heißen Krieg zu werden. Trump heizt das Kriegsklima an.

Aus New York versendet Greta Zarro, Organisationsdirektorin von „Beyond the War“, Mails zur Mobilisierung für einen Marsch gegen die US-Kriegsmaschine. Man trifft sich an der Northwest corner of Herald Square near 34th St & 6th Ave in Manhattan. Und Greta begründet, warum die Friedensbewegung und die Klimabewegung zusammenkommen müssen. Unter anderem, weil das US-Militär pro Tag mehr Öl verbraucht als das Land Schweden. Parallel kamen aus der Mecker-Ecke der deutschen Friedensbewegung drastische und unqualifizierte Vorwürfe gegen „Zopfgretel“, Greta Thunberg, die Ikone der neuen Umweltbewegung. Leute, von denen man weiß, dass sie sich in militärischen Strukturen und Abrüstungsthemen gut auskennen, warfen sich plötzlich zu Klima-Experten auf und diskriminierten die bewegten Schüler und Studenten. Warum? Neid auf Jugend und Zulauf? Substanzielles war nicht zu erkennen.

Zeitgleich zu den von Greta Zarro Mobilisierten fliegt die deutsche Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer nach Washington, um ihren Amtskollegen Mark Esper zu treffen. Zwar behauptete die deutsche Regierung bisher, sie wolle sich an einer US-„Mission“ gegen den Iran nicht beteiligen. Aber in einem Papier der „Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik“ kann man lesen „Deutschland sollte zum Erhalt seines außenpolitischen Gestaltungsanspruchs und zur Wahrung seiner Interessen eine Mission mitentwickeln und sie gegebenenfalls führen.“ Schön friedlich klingt das Wort „Gestaltungsanspruch“. Gemeint ist die militärische Durchsetzung deutscher Außenpolitik auf dem Trittbrett der USA. Wenn man wissen will, wessen Interessen gemeint sind, dann muss man sich nur die Sponsoren und Mäzene der „Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik“ ansehen: Vom Auswärtige Amt, über die Deutsche Bank AG, die Airbus Group und die Robert Bosch Stiftung GmbH sind alle versammelt, die dem Krieg näher stehen als dem Frieden.

Und wer sich Mark Esper, den US-Minister und Gastgeber der Kramp-Karrenbauer in Washington anschaut, der entdeckt in dessen Lebenslauf, dass er lange als Vizepräsident für Regierungsbeziehungen bei Raytheon beschäftigt war. Die Raytheon Company baut und verkauft so schöne Sachen wie Torpedos und Marschflugkörper. Außerdem produziert Raytheon Radar-Systeme für fast jedes Kampfflugzeug der US-Air Force. Für diese Company ist ein Krieg eine erstklassige Maßnahme der Verkaufsförderung. Da weiß man, ohne am Treffen in Washington teilzunehmen, was Esper der Dame Kramp-Karrenbauer sagen wird: „Please listen, Annegret my dear, Rheinmetall will also make a profit, sure.“ Beglückt kann Annegret dann auf dem Weg nach Hause in Düsseldorf bei Rheinmetall vorbeifahren und dem Aufsichtsratsvorsitzenden, Ulrich Grillo, sagen: „Eure letzte Spende an die CDU von 33.000 Euro war ja ganz nett, aber im Ernstfall sollte es schon ein wenig mehr sein.“

Während man sich zwischen Waltham, Massachusetts (Sitz der Raytheon Company) über das bißchen Krieg sicher einig wird, ist in Deutschland ein gemeinsamer Kampf von Frieden- und Umweltbewegung noch nicht in Sicht. Das ist gut für das Kriegsklima.

Bildquelle:   Foto-berlin.net/shutterstock

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Dieser Artikel erschien am 23. September 2019 auf dem Blog Rationalgalerie.

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15 Kommentare zu: “Trumps Kriegs-Klima: Kramp-Karrenbauer zum Befehlsempfang in Washington

  1. @ Ross Dorn

    Nun, es gibt ja zweifellos 'Friedensbewegte', die der Friedensbildung Vorschub leisten wollen.
    Die Summe dieser summiert sich dann folgerichtig in einer 'Friedensbewegung' – die muss ja keineswegs institutionalisiert sein.
    Ob das, was offiziell unter 'Friedensbewegung' geführt wird de facto dem entspricht oder gerecht werden kann überlasse ich gerne anderen zu beurteilen.

    @ blauersalamander

    Ich habe Trump nur zitiert, weil er die erste Ansprechperson im Falle einer Kriegsvorbereitung gegen den Iran ist.
    Ob Trump dies persönlich beabsichtigt oder nicht, ob er taktiert wegen Gruppenkontroversen in den USA, Washington oder sonstwo hat für mich dabei keine Bedeutung.
    Es ging nur darum zu zeigen wie unmöglich eine persönliche Einflussnahme auf hoher politischer Ebene ist und warum es deshalb nahezu unmöglich oder sehr unwahrscheinlich ist, dass man hier als 'Friedensbewegter' faktischen Einfluss nehmen kann.
    Greta Thunberg ist zu dieser Aussage übrigens kein argumentatives Gegenbeispiel….

  2. Von Chris Hedges, Kolumnist

    Quelle: truthdig.com/articles/saving-the-planet-means-overthrowing-the-ruling-elites/

    Der Klimastreik von Studenten auf der ganzen Welt am Freitag wird nicht mehr Auswirkungen haben als die Massenmobilisierungen von Frauen nach der Wahl von Donald Trump oder den Hunderttausenden von Demonstranten, die auf die Straße gingen, um den Irakkrieg anzuprangern. Dies bedeutet nicht, dass diese Proteste nicht hätten stattfinden dürfen. Sie sollten haben. Aber solche Demonstrationen müssen in der bitteren Realität begründet sein, die wir in den Korridoren der Macht nicht zählen. Wenn wir in einer Demokratie leben würden, die wir nicht tun, hätten unsere Bestrebungen, Rechte und Forderungen, insbesondere die Forderung, dass wir uns dem Klimanotstand stellen, Auswirkungen. Wir wären in der Lage, Vertreter an die Macht zu bringen, um Veränderungen durchzuführen. Wir könnten von den Gerichten Umweltgerechtigkeit verlangen. Wir wären in der Lage, Ressourcen für die Beseitigung von CO2-Emissionen umzuleiten.

    Abstimmungen, Lobbying, Petitionen und Proteste, um die herrschenden Eliten zu einer rationalen Reaktion auf die Klimakatastrophe zu bewegen, haben sich nicht als wirksamer erwiesen, als die Appelle von Scrofula-Opfern an Heinrich VIII., Sie mit einer königlichen Berührung zu heilen. Die bekannten Taktiken, die Umweltschützer in den letzten Jahrzehnten angewendet haben, waren spektakuläre Misserfolge. 1900 produzierte die Verbrennung fossiler Brennstoffe – hauptsächlich Kohle – etwa 2 Milliarden Tonnen Kohlendioxid pro Jahr. Diese Zahl hatte sich bis 1950 verdreifacht. Heute liegt sie 20-mal höher als 1900. Während des letzten Jahrzehnts war der Anstieg von CO2 100- bis 200-mal schneller als der der Erde während des Übergangs von der letzten Eiszeit. Am 11. Mai verzeichnete das Mauna Loa Observatorium in Hawaii 415,26 ppm CO2 in der Luft. Es wird angenommen, dass dies die höchste Konzentration seit der Entwicklung des Menschen ist. Wir werden ein neues Paradigma für Widerstand annehmen oder sterben.

    Die herrschenden Eliten und die Unternehmen, denen sie dienen, sind die Haupthindernisse für Veränderungen. Sie können nicht reformiert werden. Und das bedeutet Revolution, was Extinction Rebellion mit der Forderung nach einem „internationalen Aufstand“ am 7. Oktober anstrebt, bei dem versucht wird, die Stadtzentren rund um den Globus durch anhaltenden zivilen Massen-Ungehorsam zu schließen. Macht muss in unsere Hände übertragen werden. Und da die Eliten die Macht nicht freiwillig aufgeben, müssen wir sie durch gewaltfreie Aktion führen.

    Proteste können der Beginn eines politischen Bewusstseins sein. Sie können aber auch leeres politisches Theater sein. Sie können verwendet werden, um unsere moralische Redlichkeit zu feiern – Werbung, insbesondere im Zeitalter der sozialen Medien, für uns. Es kann sich um einen Boutique-Aktivismus handeln, bei dem sich Demonstranten durch Polizeibarrikaden leiten lassen und Verhaftungen höflich choreografiert werden, was dazu führt, dass die Demonstranten einige Stunden im Gefängnis sitzen und sich als Radikale ausweisen. Sie können genutzt werden, um uns von einer widerwärtigen politischen Persönlichkeit wie Donald Trump zu distanzieren, während wir still und mitschuldig bleiben, wenn die gleiche Politik von einem vermeintlichen Progressiven wie Barack Obama betrieben wird. Dies ist ein Spiel, das der Staat gelernt hat, zu seinem Vorteil zu spielen. Solange wir die Maschine nicht stören, solange wir nach ihren Regeln protestieren, lassen uns die Eliten in Scheidenhüten durch die Straßen Washingtons marschieren oder für einen Tag die Schule verlassen.

    Wenn die Macht bedroht ist, wie es bei den anhaltenden Protesten während der Besatzungslager und bei Standing Rock der Fall war, reagieren die herrschenden Eliten sehr unterschiedlich. Sie setzen das volle Gewicht des Überwachungsstaats ein, um die Demonstranten zu dämonisieren, die Anführer zu verhaften und festzunehmen und die Provokateure zu infiltrieren, um gewaltsame Übergriffe durchzuführen, die den Einsatz der Polizei und der Sicherheitskräfte zur Beendigung der Proteste rechtfertigen.

    Die vorbeugenden Bemühungen der Sicherheitskräfte, die geplante Besetzung der Innenstädte durch Extinction Rebellion im Oktober zu behindern und zu vereiteln, die den Handel beeinträchtigen und Teile von Großstädten zum Erliegen bringen soll, haben bereits begonnen. Roger Hallam, der Mitbegründer von Extinction Rebellion, wurde am 14. September festgenommen und beschuldigt, mit einer Drohne versucht zu haben, den Flughafen Heathrow zu stören. Hallam hat Heathrow als „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ bezeichnet, das laut Klimaaktivisten 18 Millionen Tonnen Kohlendioxid pro Jahr ausstoßen, mehr als die Gesamtemissionen von 118 Ländern. Er und andere Aktivisten haben geschworen, die Pläne des Flughafens zum Bau eines dritten Runway zu stoppen.

    Hallams Fall wird am 14. Oktober vor dem Isleworth Crown Court verhandelt, was bedeutet, dass er erst nach den Protesten vom 7. Oktober freigelassen wird. Darüber hinaus wurden andere Organisatoren von Extinction Rebellion, darunter Andrew Medhurst, in England festgenommen und die Polizei hat ihre Telefone und Computer beschlagnahmt.

    Es spielt keine Rolle, wer das öffentliche Gesicht des Unternehmensstaates ist. Hier geht es nicht um politische Persönlichkeiten. Schließlich war es Obama, der die koordinierten nationalen Bemühungen zur Ausrottung der Occupy-Lager und zur Belagerung der Wasserschützer von Standing Rock beaufsichtigte.

    Obamas Umweltpolitik war trotz seines Lippenbekenntnisses zur Eindämmung der globalen Erwärmung und seiner Unterstützung des unverbindlichen Pariser Klimaabkommens, das der Klimaforscher James Hansen als Betrug bezeichnete, entsetzlich. Die US-Ölproduktion stieg jedes Jahr, seit er im Amt war, insgesamt um 88%. Es war der größte inländische Anstieg der Ölförderung in der amerikanischen Geschichte. Obama eröffnete Offshore-Bohrungen für amerikanische Ölfirmen, als wäre er Sarah Palin. "Amerikanische Energieproduktion, das wüsste man nicht immer, aber sie stieg jedes Jahr, als ich Präsident war", sagte Obama letztes Jahr vor einem Publikum an der Rice University. "Und du weißt, dass … Amerika plötzlich wieder der größte Ölproduzent ist … das war ich, Leute."

    Demokraten dienen wie Republikaner der Macht der Unternehmen. Sie werden die staatlichen Subventionen für die fossile Brennstoffindustrie und die Förderindustrie nicht beenden. Sie werden keine Kohlenstoffsteuern erheben, um fossile Brennstoffe im Boden zu halten. Sie werden den Überkonsum nicht begrenzen. Die Technologien, in die sie investieren – Fracking, Hybridautos, gentechnisch veränderte Lebensmittel – dienen dazu, das Verbrauchsniveau aufrechtzuerhalten oder zu erhöhen, nicht zu verringern. Sie werden nicht die Billionen Dollar und das wissenschaftliche und technische Fachwissen von Militär und Unternehmen umleiten, um uns vor der Umweltkatastrophe zu retten. Die Rhetorik und Spielereien, mit denen sie die Öffentlichkeit beschwichtigen, von Emissionsgutschriften über Windkraftanlagen bis hin zu Sonnenkollektoren, sind, wie der Wissenschaftler James Lovelock sagt, das Äquivalent zu Ärzten aus dem 18. Jahrhundert, die versuchen, schwere Krankheiten mit Blutegeln und Quecksilber zu heilen.

    Die Schaffung immer komplexerer bürokratischer und technokratischer Systeme in Zeiten knapper werdender Ressourcen ist ein Merkmal sterbender Zivilisationen. Zivilisationen in ihrer Endphase suchen verzweifelt nach neuen Ausbeutungsmethoden, anstatt sich an eine sich verändernde Umgebung anzupassen. Sie unterdrücken und beuten die unteren Schichten mit immer größerer Rücksichtslosigkeit aus, um den unersättlichen Appetit der Eliten nach Macht, Luxus und Hedonismus aufrechtzuerhalten. Je schlimmer es wird, desto mehr ziehen sich die Eliten in ihre privaten Enklaven zurück. Je mehr die Eliten außer Kontakt geraten, desto sicherer ist die Katastrophe. Dieser selbstzerstörerische Prozess verschlechtert das Ökosystem, bis katastrophale Systeme zusammenbrechen.

    Die herrschenden Eliten, die an Business Schulen und Managementprogrammen ausgebildet wurden, sind nicht in der Lage, die existenziellen Probleme zu bewältigen, die durch die Klimakatastrophe verursacht werden. Sie sind geschult, um unabhängig von den Kosten die Systeme des globalen Kapitalismus aufrechtzuerhalten. Sie sind Systemmanager. Ihnen fehlt die intellektuelle Fähigkeit und Vorstellungskraft, nach Lösungen außerhalb der engen Parameter des globalen Kapitalismus zu suchen.

    Diejenigen, die im globalen Süden leben, leiden und sterben bereits unter den Auswirkungen der globalen Erwärmung, für die die reichen Industrienationen des globalen Nordens den größten Teil der Verantwortung tragen. Die reichsten 0,54% oder 42 Millionen Menschen weltweit sind für mehr Emissionen verantwortlich als die ärmste Hälfte der Weltbevölkerung oder 3,8 Milliarden Menschen. Diese Eliten opfern zuerst die Ärmsten auf dem Planeten, während sie die soziale und wirtschaftliche Hierarchie aufbauen, um uns alle auszulöschen.

    Wir müssen unseren unerbittlichen Positivismus loslassen, unseren absurden Hoffnungswahn, unseren naiven Glauben, dass wir alle Probleme mit Entschlossenheit lösen können. Wir müssen uns der Trostlosigkeit vor uns stellen. Wir leben in einer Welt, die bereits durch die globale Erwärmung schwer beschädigt wurde und die sich zwangsläufig verschlechtern wird. Die Weigerung, an der weiteren Zerstörung des Planeten teilzunehmen, bedeutet einen Bruch mit der traditionellen Politik. Dies bedeutet, dass nicht mit der Autorität zusammengearbeitet wird. Es bedeutet, sich auf jede gewaltfreie Weise dem Konsumkapitalismus, dem Militarismus und dem Imperialismus zu widersetzen. Es bedeutet, unseren Lebensstil anzupassen, einschließlich Veganer zu werden, um die Kräfte zu vereiteln, die auf unsere Vernichtung abzielen. Und es bedeutet Wellen anhaltenden zivilen Ungehorsams, bis die Maschine kaputt ist.

    Die Biosphäre, einschließlich des Amazonas-Regenwaldes, der Ozeane und der polaren Eiskappen, verschlechtert sich zusehends. Hitzewellen lähmen Europa, Australien und den amerikanischen Südwesten. Überschwemmungen verwüsten den Mittleren Westen. In der vergangenen Woche erlitt Südost-Texas schwere Überschwemmungen und Todesfälle, als es vom siebt-regenreichsten tropischen Wirbelsturm in der Geschichte der USA getroffen wurde. In einigen Gebieten fielen innerhalb von drei Tagen mehr als 40 Zoll Niederschlag. Monsterhurrikane verwüsten die Karibik und die Küsten der Vereinigten Staaten. Waldbrände verschlingen die Wälder der Westküste. Trotz der konkreten Anzeichen eines Klimanotfalls versichern uns die Eliten weiterhin, dass wir so leben können, wie wir immer gelebt haben.

    Die mathematischen Modelle für die Zukunft des Planeten haben drei verheerende Auswirkungen: ein massives Absterben von vielleicht 70 Prozent der menschlichen Bevölkerung und dann eine unangenehme Stabilisierung; Aussterben von Menschen und den meisten anderen Arten; eine sofortige und radikale Umgestaltung der menschlichen Gesellschaft, um die Biosphäre zu schützen und vielfältiger und produktiver zu machen. Dieses dritte Szenario, von dem die meisten Wissenschaftler zugeben, dass es unwahrscheinlich ist, dass die Produktion und der Verbrauch fossiler Brennstoffe gestoppt werden, um auf eine pflanzliche Ernährung umzusteigen und die tierische Landwirtschaft und Treibstoffindustrie zerstören und die Wüsten begrünen und Regenwälder restaurieren. Wir wissen, was wir tun müssen, damit unsere Kinder eine Zukunft haben. Die einzige Frage, die noch offen ist, ist, wie wir Führungskräfte befähigen, die uns retten werden.

    Klimaforscher warnen davor, dass wir bald einen Wendepunkt erreichen werden, wenn die Biosphäre so degradiert ist, dass kein Versuch, das Ökosystem zu retten, den außer Kontrolle geratenen Klimawandel stoppen wird. Wir sind vielleicht schon da. Der Wendepunkt, glauben viele, ist ein weiterer Anstieg der globalen Temperaturen um 2 Grad Celsius. An diesem Punkt werden sich „Rückkopplungsschleifen“ durch Umweltkatastrophen gegenseitig verschärfen.

    Wir müssen einen neuen Radikalismus annehmen. Wir müssen nachhaltig zivilen Ungehorsam betreiben, um die Ausbeutungsmaschinerie zu stören, auch wenn wir uns auf die unvermeidlichen Verwerfungen und Katastrophen vorbereiten. Wir müssen unseren Lebensstil und unseren Konsum ändern, um unseren persönlichen CO2-Fußabdruck zu verringern. Und wir müssen uns organisieren, um bestehende Machtstrukturen durch solche zu ersetzen, die die vor uns liegende Krise bewältigen können.

    • Deutschland ist eine Kolonie der USA – Gesetze der USA gelten auch in Deutschland.
      Siehe auch NDS: Arbeitet das Spitzenpersonal Steinmeier und Merkel für uns oder für fremde Interessen?“ Hier besonders die Leserbriefe 27 – 30. Qyuelle: nachdenkseiten.de/?p=55001

      Daher hier, leider nur in Englisch

      youtube.com/watch?v=-oef3wLs3HI

    • Der Beitrag geht davon aus, dass des vermehrte CO2 in der Atmosphäre ein wesentliches Problem für die Menschen und die Erde sei . Ich halte das für einen Irrtum . Der Umgang mit CO2 hat Züge von religiösem Wahn .

    • Wenn ich schon solchen Schwachsinn lesen muss…..

      "saving-the-planet-means-overthrowing-the-ruling-elites/"

      Der Planet braucht niemanden der in safed, oder ???? Der Planet hat Zeit und wird keinerlei Probleme damit haben ohne Menschen auszukommen. Das ist schon mal der erste Schwachsinn, und sollte eigentlich eine Banalität sein. Warum sollte man jemanden ernst nehmen, dem anscheinend nicht mal das klar ist?

      Der nächste Schwachsinn ist die Vorstellung, dass sich Menschen solidarisieren, ihren eigene Wohlstand und ihr eigenes bequemes Konsum Leben riskieren indem sie den albernen Versuch starten, "overthrowing-the-ruling-elites".

    • Deutschland Kolonie der USA:

      USA im Niedergang? – Aber in der EU so mächtig wie noch nie | Werner Rügemer
      https://youtu.be/louOq9zcfF4

  3. Greta ist PR Frontfigur im ganz grossen Krieg .
    Im Krieg der Internationaen Kapitals gegen die Freiheit und Selbstbestimmung der Völker – im Krieg der totalen Monokuktur gegen die Vielfalt der Kulturen .
    CO2 ist, da auf der Erde praktisch gleich verteilt und Produkt des Atemvorganges jedes Menschen – also ein ein idealer Vorwand für den Zugriff der Machtgierigen auf alle Menschen und fast alle Angelegenheiten des Menschen .

    • Greta ist ein nützlicher Ídiot und so sind aiuch die paar millionen die hinter ihr herlaufen….

      Die Verbrecher in Politik und Wirtschaft, vorneweg die Obama und Merkel, loben und reden viel. Aber wenn es an tatsächliche Massnahmen geht, dann kommt… NICHTS. €10 an CO² Steuer, bedeutet 3cent pro Liter an der Tankstelle. Wow !!!! Da werden sich Autofahrer aber in die S-Bahnen stürzen….

      Selbst wenn alles was Greta&Co fordern noch diese Woche in allen Ländern der Welt umgesetzt würde…. es würde den Klimawandel nicht stoppen. Klimawandel gab es schon lange bevor CO² ausstossende Menschen existierten, die haben ihn höchstens beschleunigt. Einmal angefangen ist es ein sich selbst beschleunigendes System. Niemand weiss wie das Endresultat aussieht, wenn es so wie bei früheren Kliamwandel ist, dann heisst es sowieso Gute Nacht.

      Der Planet wird es überleben…

      Unterhalten sich zwei Planeten.
      Sagt der eine: "Mir geht es beschisssen, ich hab einen bösen Befall von Homo Sapiens…."
      Sagt der andere: "Mach dir keine Sorgen, das hatte ich auch schon mal. Das geht ganz von alleine wieder weg."

      So banal ist das…..

    • Die Wohlstandsgöre segelt mit einer Yacht nach NY und sabbelt was von wegen gegen Wachstum und Kapitalismus.

      Den anderen Verzicht aufdrücken und Steuern und Verbote.

      Ich hätte mit 16 vermutlich auch den ein oder anderen Unsinn öffentlich rausgeplärrt, wenn man mich hätte machen lassen.

  4. Krieg wird geführt, wenn jemand glaubt dass es etwas dabei zu gewinnen gibt.
    Krieg wird geführt, wenn jemand glaubt diesen gewinnen zu können.
    Krieg wird geführt, wenn jemand glaubt etwas gewinnen zu müssen, weil er sonst verloren ist.

    Wenn also jemand Krieg verhindern will, dann MUSS er diese drei Motivfaktoren bei den Kriegsgläubigen entkräften können.
    Ansonsten wird der Krieg geführt werden.

    Da gibt es für alle Formen der 'Friedensbewegung' noch außerordentlichen Nachholbedarf.

    • Haben wir denn den politischen Freiheitsraum dem Imperium widersprechen zu können?
      Das wüssten wir erst, wenn wir uns ihn nehmen würden.
      Deutschlands Widerstand gegen den Irak-Krieg war ja mehr verbaler Natur. Wir haben ja mitgemacht, wenn auch nicht an vorderster Front. Auch unser offiziell neutrales Verhalten im Libyen-Krieg war ja nur verbaler Natur. Im Hintergrund haben wir mitgemacht.
      Die drei Fragen, die sie stellen, gelten für ein autarkes Land, nicht für einen Vasallenstaat wie Deutschland.

    • @ blauersalamander

      Haben wir denn den politischen Freiheitsraum dem Imperium widersprechen zu können?

      Wir = D? Widersprechen wäre uns schon möglich. Manche unserer Vasallen machen das uns vor (Griechenland, Italien…), bei geringerem wirtschaftlichen Freiraum. Was meinen Sie mit politischem Freiraum? Unseren Obrigen ist der wirtschaftliche Freiraum wichtiger als der politische. Sie führen ihre Kriege und Geschäftsbücher mit Gott (Karl Kraus), ganz im Einklang mit den Auserwählten.

    • @ blauersalamander

      Naja, ich stelle ja keine Fragen, sondern schlicht fest ;-).

      Wenn z.B. Trump nach Auffassung von Kriegsgegnern keinen Krieg gegen den Iran führen soll, dann müssen sie Trump in den 3 obigen Punkten überzeugen – also, dass es nichts zu gewinnen gibt, dass er den Krieg nicht gewinnen kann und dass er diesen Krieg nicht führen muss, weil er ja eigentlich nichts zu verlieren hat, wenn er das lässt.

      Der übliche Dreischritt – Plakatieren, Protestieren, Petitionieren – funktioniert da eben nicht.
      Und natürlich wird keiner der Friedensbewegung bis zu Trump vorgelassen, um ihn persönlich davon überzeugen zu können und er hätte auch keinerlei Interesse daran.
      Aber DAS ist eben das Problem – in die abgeschottete Weltsimulation eines Kriegerhirns dringt man nur vor, wenn es so gewaltig schmerzt, dass selbst ein Hartgesottener die Augen öffnen und zur Kenntnis nehmen muss.
      Alles andere funktioniert m.E. nicht.

    • "Da gibt es für alle Formen der 'Friedensbewegung' noch außerordentlichen Nachholbedarf."

      Wo sehen sie denn Friedenesbewegungen?

    • Tony, wir, damit meine ich D., werden von der US-Regierung und den Machteliten anders betrachtet als Italien und Griechenland. Auf deutschem Boden stehen Atomwaffen, die theoretisch auch nach dem Westen gerichtet werden könnten. Will sagen: Wir sind noch immer ein besetztes Land. Westerwelle's Vorschlag an die USA, ihre Atomwaffen aus Büchel abzuziehen, ist ihm nicht gut bekommen. Sein Einfluss sank seit dem rapide, bis zu seinem überraschenden Tod.
      Birkat Kohanim ,
      Wir müssen unterscheiden, zwischen dem was Trump sagt und dem, was er tut. Bisher hat er seine kampfeslüsternen Sicherheitsberater noch alle raus geworfen. Deshalb hat er ja die, von den Machteliten gesteuerte Presse auch nicht hinter sich.

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