Tschernobyl, Europa und die Welt 30 Jahre nach dem Super-GAU

Von Bernhard Trautvetter.

Es gibt den Begriff „Gau“, für den größten anzunehmenden Unfall. Und dann gibt es den Super-Gau.

Damals war Leichtfertigkeit mit im Spiel. Die Techniker überschätzten sich und fuhren den Reaktor zu in einer Experimentalphase erschreckend unbedacht hoch und ‚runter, übergingen Warnsignale, überbrückten Kontrollverlustgefahren, wurden von einem an sich vorhersehbaren Überhitzen überrascht. Der Rest ist bekannt.

Die Zahl der Toten und weiteren Opfer nicht; sie kann nur geschätzt werden. Die Angaben schwanken zwischen einigen Tausend und circa 1.5 Millionen [Die Welt 12.4.2011]. Die Liquidatoren, die mit Abdichtversuchen direkt über dem Gau-Zentrum eine Kernschmelze verhinderten, gaben ihr Leben für die Menschheit dahin, zumindest die Bevölkerung im alten Europa.

Zwei Tage später regnete es über Deutschland, als die Strahlungswolke gerade angekommen war, Ergebnis: wir durften mit unseren Kindern nicht in den Sandkasten, Milch war Tabu, Wildfleisch und Pilze auch… Strahlung kennt keine Grenzen. „Für Wissenschaftler Lengfelder ist klar, dass die Kernkraft-Katastrophe zu vermehrten Krebserkrankungen geführt hat – und noch führen wird: „Wir sind in Bayern mit einer Krebsstudie leider nicht weitergekommen, weil es für Bayern kein Krebsregister gibt. Wir sind deshalb nach Tschechien gegangen. Die Untersuchung hat ergeben, dass der Schilddrüsenkrebs dort nach Tschernobyl hochsignifikant zugenommen hat.“[Ärzte Zeitung online, 23.04.2011]

Eine Technologie, die ohne Kühlung zum Inferno führt, deren Müll über Jahrhunderttausende hermetisch sicher vom Ökosystem abgeschieden werden muss, ist nichts für die Menschheit. Was war hier vor 10.000 Jahren los? Über so weite Zeithorizonte kann niemand Sicherheit schaffen. Das klappt ja noch nicht einmal direkt jetzt.

Mehr noch: Man belügt uns mit dem Begriff der ‚Friedlichen Nutzung‘: Anlagen in einem Gebiet, das irgendwann einmal vom Krieg überzogen werden könnten, verbieten sich aus Verantwortung für das Leben. Als Tschernobyl gebaut und in Dienst geschaltet wurde, stand es in der Sowjetunion, danach in der Ukraine, jetzt im Krieg.

Die NATO hat die damals illegal im Amt befindliche Jazenjuk-Regierung in Kiew im Umgang mit Atomanalagen im Kriegsfall ‚beraten‘. Das zeigt die Leichtfertigkeit und Verantwortungslosigkeit der NATO und des Militärischen Komplexes überhaupt: In der Tagesschau vom 28.05.2014 berichtete Jürgen Döschner, dass NATO-Generalsekretär Rasmussen in einer Pressekonferenz beiläufig eingestand, dass eine solche Delegation mit einem solchen Beratungsauftrag aktiv sei: „Ja, wir haben auf Bitten der Ukraine eine kleine Gruppe ziviler Experten in die Ukraine entsandt, um den Behörden zu helfen, die Sicherheit ihrer zivilen Nuklearanlagen zu verstärken.“

Die unabdingbare Erneuerung der Schutzhülle um den Gau-Reaktor kostet über 600 Millionen €, die niemand aufbringen will.[online focus 16.9.2014]

Die Finanz-Probleme des Kriegslandes Ukraine übertreffen angesichts der Zeitbombe Tschernobyl die Griechenlands um Universen.

Die Menschheit lebt sicherer, wenn sie auf erneuerbare Energien und Friedenspolitik setzt, statt auf NATO und friedlich genannte und militärische Nutzung der Atomenergie.

Dafür ist die Friedensbewegung in Ramstein, Kalkar, Büchel, Berlin,… aktiv.

Unser Nein zum Militär und zum Atom ist ein Ja zum Leben.

 

Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Textes.

KenFM bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Meinungsartikel und Gastbeiträge müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.

76 Kommentare zu: “Tschernobyl, Europa und die Welt 30 Jahre nach dem Super-GAU

    • Windgas ist Blödsinn. Wenn man aus überschüssiger Windenergie Wasserstoff macht und nachher aus dem Wasserstoff wieder mechanische Energie, also Verbrennen im Gaskraftwerk oder im Verbrennungsmotor im Auto, hat man einen Wirkungsgrad von zwei Prozent, also von hundert kWh, die man rein steckt, bekommt man nur 2 kWh wieder raus. Für solche Speicherung ist eigentlich nur Pumpspeicherkraftwerk mit einem Wirkungsgrad von 80 Prozent sinnvoll. Aber wir haben leider nicht genug Pumpspeicherkraftwerke.

      Statt Wasserstoff zu erzeugen, ist es viel sinnvoller, lagerbaren Brennstoff zu sparen. Deswegen Elektoautos. Das spart letztendlich Öl und man braucht zum Nachladen elektrische Energie, die stoßweise billig vorhanden ist.

      Windgas ist so ein Unfug wie Biosprit. Zu beiden gibt es Alternativen, die etwa Faktor hundert überlegen sind. Für Photovoltaik gegen Biodiesel habe ich Faktor 133 ausgerechnet.

      Greenpeace ist in solchen Fällen kein guter Berater.

    • Jetzt hatte ich doch Wasserstoff geschrieben, obwohl ich Methan gemeint habe. Also das, was auch im Erdgas drin ist.

      @ DEUSSEMPERMAJOR
      Die Schlawiner mit ihren 60% Wirkungsgrad haben sauberes Kohlendioxid benutzt. Das ist teuer. Wenn man die Herstellung davon berücksichtigt, sieht das völlig anders aus.

      Eine große Anlage dazu ist das Audi eGas Projekt. Die nimmt 6,3 Megawatt auf und produziert dabei täglich 3900 Kubikmeter Methan. Die Anlage wird von einer Biogasanlage versorgt, die eine Mischung aus Methan und Kohlenmonoxid produziert. Von den in der Werbung angegebenen 300 Kubikmetern SNG pro Stunde war schon die Hälfte im Biogas. Wieviel Methan hinzukam, kann man aus den dort genannten 2800 Tonnen CO2 pro Jahr ausrechnen. Dann kommt man auf 160 Kubikmeter pro Stunde, was auch mit den Angaben aus dieser Bachelorarbeit übereinstimmt. Das macht dann einen Wirkungsgrad von 23%, wobei der Aufwand für die Reinigung des Biogases, damit es die Maschine nicht verschlunzt, noch nicht berücksichtigt wurde.
      Wenn man jetzt noch hinzunimmt, dass ein Verbrennungsmotor im Auto wieder nur ein Drittel der Energie aus dem Methan in mechanische Energie umsetzt, hat man einen Wirkungsgrad von deutlich unter 8 Prozent.

      Mit 6,3 Megawatt kann man gerade mal zwei Windkraftanlagen mit 3 MW bei Vollast verbrauchen.
      Mit den Akkus, mit denen man mit 1000 Autos 1000 Kilometer weit fahren kann, kann man die Vollast von zehn solchen Windkraftanlagen über fünf Stunden hinweg verbrauchen.

      Akkus taugen nicht für die Energieversorgung bei Nacht und Flaute. Dafür ist der Akkuverschleiß viel zu teuer, etwa 40 Cent pro gespeicherter kWh. Aber zum Autofahren ist das ok. Der Verschleiß eines Verbrennungsmotors kostet genauso viel.

    • nochmal ohne Links

      Jetzt hatte ich doch Wasserstoff geschrieben, obwohl ich Methan gemeint habe. Also das, was auch im Erdgas drin ist.

      @ DEUSSEMPERMAJOR
      Die Schlawiner mit ihren 60% Wirkungsgrad haben sauberes Kohlendioxid benutzt. Das ist teuer. Wenn man die Herstellung davon berücksichtigt, sieht das völlig anders aus.

      Eine große Anlage dazu ist das Audi eGas Projekt. Die nimmt 6,3 Megawatt auf und produziert dabei täglich 3900 Kubikmeter Methan. Die Anlage wird von einer Biogasanlage versorgt, die eine Mischung aus Methan und Kohlendioxid produziert. Von den in der Werbung angegebenen 300 Kubikmetern SNG pro Stunde war schon die Hälfte im Biogas. Wieviel Methan hinzukam, kann man aus den dort genannten 2800 Tonnen CO2 pro Jahr ausrechnen. Dann kommt man auf 160 Kubikmeter pro Stunde, was auch mit den Angaben aus dieser Bachelorarbeit übereinstimmt. Das macht dann einen Wirkungsgrad von 23%, wobei der Aufwand für die Reinigung des Biogases, damit es die Maschine nicht verschlunzt, noch nicht berücksichtigt wurde.
      Wenn man jetzt noch hinzunimmt, dass ein Verbrennungsmotor im Auto wieder nur ein Drittel der Energie aus dem Methan in mechanische Energie umsetzt, hat man einen Wirkungsgrad von deutlich unter 8 Prozent.

      Mit 6,3 Megawatt kann man gerade mal zwei Windkraftanlagen mit 3 MW bei Vollast verbrauchen.
      Mit den Akkus, mit denen man mit 1000 Autos 1000 Kilometer weit fahren kann, kann man die Vollast von zehn solchen Windkraftanlagen über fünf Stunden hinweg verbrauchen.

      Akkus taugen nicht für die Energieversorgung bei Nacht und Flaute. Dafür ist der Akkuverschleiß viel zu teuer, etwa 40 Cent pro gespeicherter kWh. Aber zum Autofahren ist das ok. Der Verschleiß eines Verbrennungsmotors kostet genauso viel.

    • Streng Geheimer schreibt u.a.: „…Blödsinn…“
      Es ist fast die gleiche Technologie!
      Außer das Du schreibst: „…Die Anlage wird von einer Biogasanlage versorgt..“
      Bist Du Dir sicher?
      Greenpeace Energy proWindgas benutzt allerdings kein Biogas!
      „… Warum bietet Greenpeace Energy proWindgas und bewusst kein Biogas an?
      Biogas ist mit erheblichen ökologischen und ethischen Vorbehalten verbunden. Zu
      groß ist nach unserer Auffassung die Gefahr, dass Bioenergien mit der Lebensmittel-
      produktion in Konflikt geraten. Die heutige Biogasproduktion ist meistens verbunden
      mit dem Anbau von Monokulturen wie z. B. Mais oder wird in betrieblicher Abhängig-
      keit von Massentierhaltung erzeugt. Greenpeace Energy setzt sich für eine Umstellung
      auf ökologische Landwirtschaft ein und möchte dieses Ziel nicht gegen die Erzeugung
      von Biogas ausspielen.
      Wir sagen: Ökologische Landwirtschaft und Naturschutz haben Vorrang vor Biogas!
      Auch wenn es eine bestimmte, aber sehr begrenzte Menge von ökologisch verträglich-
      em Biogas gibt, so halten wir Windgas für die energiepolitisch und ökologisch deutlich
      sinnvollere Option. Mit proWindgas wird das Gasnetz sukzessive auf erneuerbare
      Energien umgestellt, die nicht aus einem Kuhmagen, sondern aus Windkraftwerken
      stammen…“ +
      „… Verglichen mit der CO2-Aufnahme von Bäumen, entspricht dies in etwa der Menge,
      die im Jahr von 224.000 Buchen aufgenommen wird…“

      Das Audi e-gas Projekt
      „… Das Audi e-gas Projekt koppelt den regenerativ erzeugten Strom über die Erzeugung
      von Methan an das Erdgasnetz an. Damit kann das Projekt dazu beitragen, das Problem
      der Speicherung überschüssigen Wind- oder Solarstroms zu lösen. Aus dem Gasnetz
      lässt sich die Energie, wenn gewünscht, jederzeit ins Stromnetz zurückführen… “ +
      “ … Im emsländischen Werlte wurde die weltweit erste industrielle Anlage errichtet,
      die aus CO2 und erneuerbarem Strom einspeisefähiges, synthetisches Methan (e-gas)
      generiert. „Diese Power-to-Gas-Technologie eröffnet neue Möglichkeiten für eine nach-
      haltige Mobilität und die Energiewirtschaft der Zukunft. Mit dem e-gas project bringen
      wir die Energiewende ins Automobil.“, erklärt Reiner Mangold, Leiter nachhaltige Produktentwicklung bei der AUDI AG… “ +
      „… Seit Herbst 2013 speist die Anlage Gas ins Erdgasnetz ein. Pro Jahr produziert die
      Audi e-gas-Anlage etwa 1.000 Tonnen Gas und bindet dabei zirka 2.800 Tonnen CO2.
      Das entspricht etwa der Menge, die ein Wald mit über 220.000 Buchen im Jahr auf-
      nimmt. Als Nebenprodukte fallen lediglich Wasser und Sauerstoff an… “

      P.S.: Bei Greenpeace Energy proWindgas sind es 4000 Buchen mehr!

    • @ DEUSSEMPERMAJOR

      Es geht darum, weniger lagerbaren Brennstoff von irgendwo anders zu brauchen. Ob man lagerbaren Brennstoff herstellt, oder spart, kommt aufs Gleiche raus.

      Hier eine Rechnung für eine große Windkraftanlage mit 3 MW, die zu einer Zeit, in der man keine elektrische elektrische Energie braucht, fünf Stunden lang auf Volllast laufen kann.

      1) Akkus für Autos laden.
      Ein Auto braucht für 500 Kilometer 75 kWh aus dem Akku, 30 Liter Diesel, 30 Kubikmeter Erdgas oder 35 Liter Benzin.
      Man kann durch Laden von Akkus für Autos 6000 Kubikmeter Erdgas sparen.

      2) Methan herstellen
      Mit der Anlage vom Audi eGas Projekt kann man 800 Kubikmeter Methan herstellen, braucht aber Biogas und eine halbe Anlage vom Typ Audi eGas Projekt.

      3) Wasserstoff herstellen und ins Erdgasnetz pumpen
      Mit den 15 MWh kann man 3500 Kubikmeter Wasserstoff herstellen, die man einem Erdgaslager beimischen kann. 3500 Kubikmeter Wasserstoff ersetzten 1100 Kubikmeter Erdgas. Man braucht allerdings mindestens 175000 Kubikmeter Erdgas zum Untermischen, damit die Mischung auch als Kraftstoff für Kraftfahrzeuge gilt.

      4) Wasserstoff herstellen, komprimieren, speichern und bei Flaute in Gaskraftwerk verbrennen
      Aus den 15 MWh kann man bei Flaute 3,5 MWh wieder herausholen, womit man dann 900 Kubikmeter Erdgas spart. Man braucht einen 4,5 Kubikmeter großen Hochdrucktank.
      Das Verfahren ist zur Zeit noch so teuer, dass es sich nicht lohnt. Es ist aber billiger als die Energie in Akkus zu speichern.

    • 5) Im Winter damit in Häusern Wasser erhitzen und damit dann die nächsten Tage heizen
      Mit den 15 MWh kann man 180 Tonnen Wasser von 20 Grad Celsius auf 90 Grad Celsius erhitzen. Das spart 1600 Kubikmeter Erdgas.
      Das ist das Gleiche wie damals, als man weil die Atomkraftwerke nur Grundlast können, Nachtspeicherheizungen installiert hat. Solche Wassertanks als Wärmespeicher braucht man heute, wenn man Wärmetauscher auf dem Dach hat. Die Dinger sind billig und gehen nicht kaputt.

  1. @ Michael Kanellos
    Das mit der Grundlast hat sich erst eingeschlichen, nachdem es Kraftwerke gab, die nur Grundlast können.
    Wenn wir die Großverbraucher so umstellen, dass sie dann verbrauchen, wenn Energie billig zu haben ist, verschwindet die Grundlast wieder. Insbesondere für Windkraftanlagen muss etwas her, das innerhalb von kurzer Zeit sehr viel Energie verbraucht. Und da wären Akkus für Fahrzeuge passend. Die können dann tagelang in Lagern an Autobahnen herumstehen, und werden irgendwann, wenn es mal für ein paar Stunden sehr windig ist, nachgeladen. So könnte der gesamte Ölverbrauch für den Verkehr vermieden werden.
    Dazu braucht man aber Autos, wo die Akkus sehr schnell gewechselt werden können. Und die Akkus müssen standardisiert sein. Die Akkus gehören dann nicht mehr dem Autofahrer, sondern jemand anderem, der sie an den Autofahrer verleiht und an den Akkulagern lagert und nachlädt. Seit Jahrzehnten wird da nur Blödsinn gemacht. Ich vermute, dass wir ein funktionierendes System irgendwann mal aus China übernehmen werden.

    Und jetzt noch einmal zu Ihrer „Dampfexplosion“. In Fukushima sollen ein paar Tonnen Wasserstoff, die aus den zu heiß gewordenen Brennstäben entstanden sind, explodiert sein.
    In Tschernobyl ist ein Reaktor, der im Normalbetrieb ein Gigawatt leistet, für kurze Zeit auf über hundertfache Leistung gelaufen sein. Mit einem Gigawatt kann man pro Sekunde eine halbe Tonne Wasser bei gewöhnlichem Luftdruck zum Kochen bringen. Wenn man diese Energie nicht abführt, fliegt der Betonklotz auseinander. Dabei kann auch ein tausend Tonnen schwerer Deckel hochfliegen. Die Energie, die bei der Explosion von Dynamit freigesetzt wird, ist nicht sonderlich viel. Schokolade hat pro Kilogramm acht mal mehr. Es kommt nur auf die Geschwindigkeit an, in der das freigesetzt wird. Und Gigawatt in einem Betonklotz führen, wenn man die nicht abführt, innerhalb von Minuten dazu, dass das Ding auseinander fliegt. So viel ich weiß, wussten die Leute im Atomkraftwerk Tschernobyl bis zum Taganbruch nicht, ob der Reaktor heil geblieben ist. So stark kann die Explosion dann wohl nicht gewesen sein. Den Schornstein neben dem zerlegten Reaktor hat es ja auch nicht umgehauen.

  2. Zu der damaligen Warnung in Deutschland, die Kinder erst mal nicht in Sandkästen spielen zu lassen, weiß ich eine wahre Story aus meinem pers.Umfeld. Eine damalige Bekannte kam mit ihrem Kleinkind von einer Reise zurück und hatte die Warnungen über die Medien noch nicht vernommen Sie wunderte sich nur, dass sie mit ihrem Kind die einzige auf dem Spielplatz war und ließ ihren Kleinen fröhlich Sand in den Mund stecken. Wenig später war dieses Kind Dauerpatient und musste ständig alle möglichen Medikamente einnehmen. Die Veränderung war ihm deutlich anzumerken. Aus einem glücklichen Kind war ein kleines Nervenbündel geworden…

  3. aber…aber wir brauchen den Stoff doch so dringend!!!11einself

    da sind die paar krebstoten und die paar Quadratmeter kontaminierte erde alle paar Jahrzehnte doch vernachlässigbar, wenn wir im Gegenzug in E-Autos fahren, in mit 25° C. beheizten räumen wohnen, in mit Klimaanlagen gekühlten Büros sitzen, eiskalte getränke schlürfen, drölfzig stromfressende elektronische geräte bedienen und zig lampen in allen Wohnräumen betreiben können…tzz

    so werdet doch vernünftig!! 😀

    [/Ironie ende]

  4. @ B. Trauvetter,

    das Kernproblem in der Ukraine ist die Korruption,
    von den Geld was dort angekommen ist (Schutzhuelle) ist nur ein ganz kleiner Teil
    des Geldes was ueberwiegend aud Deutschland auf dem Weg gebracht wurde.

    Wenn ich die Situation mit der hier in Japan vergleiche wird mir wirklich uebel,
    es geht in der Ukraine alles viel zu langsam und wir muessen dringend die Kontaminierung stoppen,
    Chernobyl sitzt direkt im Einzugsgebiet der Dnepr, dieser Fluss is afaik die Nr. 3 aller Fluesse in Europa.

    Chernobyl pustete ueberwiegend Strontium, Uran und Plutonium,
    diese verhalten sich ganz anders als zb. Caesium (Fukushima-Daiichi)
    Das „Zeug“ muss endlich „entsorgt“ werden und nicht, wie in vielen Videos zu sehen ist,
    als Muell, den Elementen ausgesetzt, rumzuliegen!

    Es gibt gute Videos aus Chernobyl auf Utube, Bionerd23 macht/e sehr informative Videos dazu.

    ……

    • @Eiszeit: Das ist ja der Hammer! So wird also vertuscht, unterdrückt und bewusst gelogen! Eine ehemalige Bekannte- ursprünglich aus dem Stuttgarter Raum(Kernkraftwerk Gundremmingen) -, erzählte einmal ziemlich betroffen über die Häufung von Krebstoten unter ihren Verwandten und Bekannten dort. Und man hat immer wieder von Häufungen solcher Krankheiten in direkter Umgebung von Kernkraftwerken gehört, sodass man entweder davon ausgehen muss, dass sogar bei Normalbetrieb schädliche Strahlung freigesetzt wird, oder dass es noch viel mehr vertuschte Zwischenfälle in AKW’s gibt und das weltweit. Dass die eine Augenzeugin für den Brand anonym bleiben wollte, ist feige aber verständlich, denn die mächtigste und unerbittlichste Lobby ist die der Atom- und Waffenidustrie, die ja eng miteinander verkoppelt sind. Es gibt eines oder auch mehrere Bücher über die kriminellen Vertuschungs- Machenschaften der Atomlobby von Robert Jungk.

  5. Wirklich und relativ sicher klimaschonend sind Kraft-Wärme-Kopplung, sparsamer Umgang und erneuerbare Energien.
    Hier ein youtube-Film zur wohl leider unabsehbaren Nachwirkung von eher kurzfristigen Zeithorizonten einer Planung, die unabsehbar nachwirkt:
    https://www.youtube.com/watch?v=ZVb5ldv-DEg

    Und hier das Vermächtnis des verstorbenen leitenden Liquidatoren Tschno(u)senko:
    https://www.youtube.com/watch?v=lEPzXKb3x4U

    Solange wir etwas nicht genau wissen, ist Achtsamkeit bei existenzielllen Fragen die einzig verantwortliche Antwort.

    • Ich habe mir gerade das Vermächtnis von Tschernousenko angesehen und kann das nur jedem hier empfehlen.

      Mir ist aufgefallen, dass dort nichts von den hundert tausend Jahren gesagt wird.
      Zu zwei Stellen habe ich etwas zu ergänzen.

      19:23 Danach gelangten radioaktive Elemente eben nicht in einer Größenordnung von 50 Millionen Curie, sondern in der von 6,3 Millarden in die Atmosphäre. Dies übertrifft bei weitem den ökologischen und gesundheitlichen Schaden, der durch sämtliche bisherigen Atombombentests und den Abwurf der Atombomben über Hiroshima und Nagasaki entstanden ist.

      In Curie wird Aktivität angegeben. Heute gibt man das in Becquerel an. Es geht um „Zerfälle pro Sekunde“.
      Dabei ist es wichtig, was man da alles mitzählt. Stoffe mit kurzer Halbwertzeit haben eine hohe Aktivität, sind aber auch schnell weg. Wenn die 6,3 Millarden Curie mit Jod-131 (Halbwertzeit 8 Tage) und die 50 Millionen Curie ohne Jod-131 sind, ist schon alles erklärt.
      Das Caesium-137 (Halbwertzeit 30 Jahre), das bei Tschernobyl freigesetzt wurde, waren übrigens 2,3 Millionen Curie und sind jetzt, 30 Jahre später, nur noch die Hälfte.

      27:15 10000 Röntgen

      Mit Röntgen wird Ionendosis angegeben. Man kann daraus die Körperdosis in Sievert abschätzen. Das sind etwa 100 Sievert.
      Wer das abkriegt, stirbt in den nächsten Tagen. Die zugelassene Dosis für Arbeiter in strahlenexponierten Bereichen ist 20 Millisievert pro Jahr.
      Möglicherweise waren das 10000 Röntgen pro Stunde, wo man die Liquidatoren dann für 30 Sekunden rein geschickt hat.

      Ich schätze, dass von den Männern, die wegen der Hitze ohne Atemschutz den Tunnel gegraben haben, die Hälfte das nächste Jahr nicht überlebt haben.
      Ein Gramm Caesium-137 strahlt etwa so stark wie 5000 Tonnen Uran. Und für einen Menschen ist es egal, ob das Zeug erst nach 4,5 Millarden Jahren oder schon nach 30 Jahren zur Hälfte weg ist. Dies nur zum Vergleich mit denen, die im Irak den Staub, der beim Abbrennen von DU-Munition eingeatmet haben.

    • Ich habe mir gerade das Vermächtnis von Tschernousenko angesehen und kann das nur jedem hier empfehlen.

      Mir ist aufgefallen, dass dort nichts von den hundert tausend Jahren gesagt wird.
      Zu zwei Stellen habe ich etwas zu ergänzen.

      19:23 Danach gelangten radioaktive Elemente eben nicht in einer Größenordnung von 50 Millionen Curie, sondern in der von 6,3 Millarden in die Atmosphäre. Dies übertrifft bei weitem den ökologischen und gesundheitlichen Schaden, der durch sämtliche bisherigen Atombombentests und den Abwurf der Atombomben über Hiroshima und Nagasaki entstanden ist.

      In Curie wird Aktivität angegeben. Heute gibt man das in Becquerel an. Es geht um „Zerfälle pro Sekunde“. Dabei ist es wichtig, was man da alles mitzählt. Stoffe mit kurzer Halbwertzeit haben eine hohe Aktivität, sind aber auch schnell weg. Wenn die 6,3 Millarden Curie mit Jod-131 (Halbwertzeit 8 Tage) und die 50 Millionen Curie ohne Jod-131 sind, ist schon alles erklärt.
      Das Caesium-137 (Halbwertzeit 30 Jahre), das bei Tschernobyl freigesetzt wurde, waren übrigens 2,3 Millionen Curie und sind jetzt, 30 Jahre später, nur noch die Hälfte.

      27:15 10000 Röntgen

      Mit Röntgen wird Ionendosis angegeben. Man kann daraus die Körperdosis in Sievert abschätzen. Das sind etwa 100 Sievert. Wer das abkriegt, stirbt in den nächsten Tagen. Die zugelassene Dosis für Arbeiter in strahlenexponierten Bereichen ist 20 Millisievert pro Jahr.
      Möglicherweise waren das 10000 Röntgen pro Stunde, wo man die Liquidatoren dann für 30 Sekunden rein geschickt hat.

      Ich schätze, dass von den Männern, die wegen der Hitze ohne Atemschutz den Tunnel gegraben haben, die Hälfte das nächste Jahr nicht überlebt haben.
      Ein Gramm Caesium-137 strahlt etwa so stark wie 5000 Tonnen Uran. Und für einen Menschen ist es egal, ob das Zeug erst nach 4,5 Millarden Jahren oder schon nach 30 Jahren zur Hälfte weg ist. Dies nur zum Vergleich mit denen, die im Irak den Staub, der beim Abbrennen von DU-Munition entsteht, eingeatmet haben.

    • Ein paar Tage nachdem das mit Fukushima losging, haben die Russen den Japanern angeboten, dass, wenn es knüppeldicke kommt, 20 Millionen Japaner für ein paar Jahrzehnte nach Russland kommen könnten.
      Dieser Vorschlag war angemessen. Er beschreibt die Größenordnung des Problems, das beim Betrieb von Atomkraftwerken droht.

      Ich schließe mich den Worten von Tschernousenko an: Atommafia!
      Der Betrieb von Atomkraftwerken ist so gefährlich, dass man das sofort beenden muss.

    • Ich schließe mich dem so nicht an.
      Wie schon erwähnt (und regelmäßig in den Medien – und von der EEG-Lobby, die in Deutschland gerade massiv Einfluss hat – suggestiv falsch dargestellt), konkurriert der Energieträger Kernenergie NICHT mit den erneuerbaren Energien, da erneuerbare Energieträger nicht basislastfähig sind und es in den Sternen steht, ob sie es in Deutschland jemals werden können.
      Kernenergie konkurriert vielmehr mit Kohle, Öl und Gas. Eine problemlos funktionierende Kernenergie (insbesondere ohne Endlagerproblem) wäre insbesondere der Öl- und Gas-Lobby nicht genehm, und das ist noch vorsichtig ausgedrückt.
      Außerdem gibt es besonders seitens der USA große Bedenken gegen die Kernenergie (außer wenn sie in den USA selbst genutzt wird, versteht sich), weil die US-Regierungen ‚traditionell‘ die Befürchtung haben, dass die Nutzung der Kernenergie der EInstieg in die weltweite Verfügbarkeit von Atombomben sein kann. Das ist nicht ganz von der Hand zu weisen, auch wenn z.B. Frankreich das offenbar weit lockerer sieht (und ggf. mehr Vertrauen in die Friedfertigkeit anderer Regierungen / Ideologen hat).
      Diese beiden Aspekte begründen, dass es eine sehr mächtige ANTI-Atom-Lobby gibt, die durchaus daran interessiert ist, die Kernenergie auch über die wirklichen Probleme (die ich keinesfalls leugnen will) hinaus zu ‚beschuldigen‘.

      Zur konkreten Situation: Basislastfähige Energieträger fallen nicht vom Himmel.
      In Deutschland mit seinen Wetter- und topographischen Verhältnissen (die z.B. auch große Wasserkraftwerke nicht zulassen) sind das nur Kohle, Öl, Gas und Kernkraft.
      Man kann da nicht einfach eine Variante ohne triftige Gründe ausschließen. Energieversorgung ist dazub zu wichtig.

    • @ Berhard Trautvetter
      Erneuerbare Energien sind in Deutschland nicht basislastfähig.
      Es wird derzeit massiv – und massiv mit Zwangsabgaben ausschließlich deutscher Staatsbürger gefördert – an Möglichkeiten geforscht, wie man erneuerbare Energien basislastfähig machen kann. Bisher ist aber nichts in Sicht.
      Eine Energieversorgung ohne Basislastversorgung ist unmöglich. Daher steht es in den Sternen, ob es jemals überhaupt technisch möglich ist, die Versorgung wesentlich auf erneuerbare Energien umzustellen.
      Dazu kommen politische und landschaftsarchitektonische Probleme. Bereits jetzt weigern sich ganze Landstriche z.B., weitere Windräder zu akzeptieren (ich habe allerdings noch nie so eine Anti-Windrad-Petition unterschrieben, das möchte ich anmerken).

      Kernenergie hat Null Emissionen, ist völlig klimaneutral und die Bestände an Uran sind ausreichend für sehr lange Zeit. Dagegen steht nur das Endlagerproblem und das Problem bei Störfällen. Ob Tschernobly und Fukushima allerdings Besipiele für Störfälle sind oder eher für Terroranschläge und schwere Sabotage, ist meines Wissens bisher nicht geklärt. Und bei den Fakten muss man gerade auch bei einem so grundlegenden Thema wie der Energieversorgung bleiben.

    • PS: Mit Basislast meine ich das, was oft auch als ‚Grundlast‘ bezeichnet wird. Google-Suche nach ‚Grundlast‘ findet dazu mehr als nach ‚Basislast‘.

    • Korrektur!
      Mein Vergleich zwischen Caesium-137 und Uran-238 (DU-Munition) stimmt nicht. Ich habe irgendwas falsch eingetippt. Ich habe es gerade noch einmal nachgerechnet. Wenn es in der Lunge ist, wirkt ein Gramm Caesium-137 so stark wie 400 Kilogramm Uran-238-Staub. Aber Caesium-137 ist schon nach Monaten wieder raus, während der Uranstaub von DU-Munition viele Jahre im Körper bleibt.

  6. Ich verstehe nicht, wie man die Atomtechnologie und ihre Auswirkungen derart verharmlosen kann, wie das hier u.a. gemacht wird in den Kommentaren. Ich denke oft, dass dies eine sich selbst nicht bewusst gemachte Verdrängungsreaktion ist, weil das Problem tatsächlich so grundlegend und unlösbar erscheint, dass man es als solches gar nicht mehr betrachten will. Ein Zeichen dafür, dass der Zivilisationsmensch mit seinen eigenen Technologie-Schöpfungen total überfordert ist. In dieser Erkenntnis liegt die einzige Chance auf neues heilsames Denken und Tun. Diese Verdrängungsreaktion kann man auch bei allen anderen Problemthemen heute beobachten. Die Idee des „positive thinking“ ist ja gut und schön, aber wenn man sie zur Realitätsverdrängung missbraucht, dann blockiert sie nur das kreative Denkvermögen und macht alles nur schlimmer, anstatt irgend etwas besser. „Weiter so, bloß viel besser“ funktioniert garantiert nicht.

    • Wenn man ein Methode finden würde, die das Endlagerproblem lösen würde, könnte man aber ‚viel besser‘ mit der Kernenergie umgehen. Es ist stets so, dass man zunächst zweifelhafte technische Ansätze weiterführen kann und manchmal sogar muss, wenn man sie ‚viel besser‘ machen kann. Ich verstehe also nicht den Satz ‚Weiter so, viel besser funktioniert nicht‘.
      Ich denke wirklich, dass das Thema der Energie-Grundversorgung so komplex ist, dass man da nicht mit Floskeln weiterkommt.

    • @ DEUSSEMPERMAJOR
      Ganz offensichtlich sieht man in diesem Video, dass das ganze Gebäude völlig zerstört wurde. Das zeigt eine sehr starke Explosion. Der Mangel an Trümmern und das Ausmaß der Zerstörung deutet sogar auf eine kleine Atombombe hin – das ist ja bei Kernkraftwerken leicht zu vertuschen. Im Übrigen kommt auch die offizielle Version nicht umhin, die massive Explosion zu erwähnen. Da Kernreaktoren unter keinen Umständen explodieren, müsste dafür eine ‚Dampfexplosion‘ herhalten. Das, was im Video zu sehen ist, deutet aber auf etwas Anderes.

  7. Lieber Sebastian, lieber ‚Streng geheim‘,
    hier nur ein paar Quellen, die in der Diskussion weiterhelfen: Ich warne vor dem, was Günter Anders Apokalypseblindheit nannte, da er darin die Ursache der Gefahr sah. Das müssen wir wohl auf vieles Heutiges übertragen. Ich hätte es auch gerne gefahrloser. Aber die Verhältnisse, sie sind wohl leider nicht so.
    + Das mit den 100 000 Jahren habe ich vom inzwischen an Krebs verstorbenen Chef der sog. Liquidatoren. Aus einem SPIEGEL-Interview mit ihm:
    >>TSCHERNOSENKO: Ich meine, diese Reaktoren sind gefährlicher als die Atomwaffen. Ich meine auch, daß die Folgen einer Katastrophe in einem solchen Block viel weitreichender und gefährlicher sind, als wenn eine Hiroschima-Bombe abgeworfen wird. Bei der Explosion in Tschernobyl wurden 520 verschiedene Radionukleide freigesetzt, darunter auch so langlebige wie Plutonium. Das ist im Effekt schrecklicher als die Explosion einer Atombombe.
    TSCHERNOSENKO: So ist es, sie ist nicht bezahlbar und nicht erreichbar. Diese eine Explosion in Tschernobyl hat für Tausende von Jahren unser ökologisches Verständnis umgekippt. Der reale, derzeit überschaubare Schaden dieser Katastrophe steht in keinem Verhältnis zu dem, was noch kommt. Die Notwendigkeit, Tausende von Jahren ein Endlager beobachten zu müssen, bringt uns alle an den Bettelstab.
    Denken Sie beispielsweise an Deutschland, dort sind derzeit 21 Atomkraftblöcke in Betrieb, es sind gigantische Minen mit Zeitzündern. Es müssen nur ein oder zwei Reaktoren auf deutschem Territorium in die Luft zu fliegen – dann braucht sich in den nächsten 100 000 Jahren dort niemand mehr blicken zu lassen.<> Über etwa eine Million „Liquidatoren“ waren 1986 und später nach dem Reaktorunfall mit den Aufräumarbeiten in Tschernobyl beschäftigt. Die sowjetische Regierung hat über eine Million Menschen ins atomare Feuer geschickt. Bei den nach 1986 geborenen Kindern dieser Liquidatoren wurden jetzt siebenmal häufiger genetische Veränderungen festgestellt als bei anderen Kindern. Wissenschaftler aus Israel und der Ukraine haben diese Erkenntnisse jetzt in der britischen Zeitschrift „Biological Sciences“ veröffentlicht.
    Entscheidend für die genetischen Veränderungen sind die Zeit, die ein Elternteil der Kinder als „Liquidator“ am Reaktor verbracht hat. Der Chef der Liquidatoren war der Atomphysiker Professor Wladimir Tschernosenko. Er sagte 1996 Franz Alt in einem Fernsehinterview: „Langfristig werden Millionen durch den Tschernobyl-Unfall sterben. Ich gehöre dazu.“ Und auf die Frage, ob westliche AKW tatsächlich sicherer seien, sagte der Atomphysiker: „Sie werden etwas später explodieren.“
    Der Atomphysiker Tschernosenko war durch seinen Einsatz in Tschernobyl total verstrahlt und vom Atombefürworter zum kämpferischen Atomgegner geworden. „Atomenergiegewinnung ist ein Verbrechen an der Menschheit“, war jetzt seine These.<> Die radioaktive Strahlung in Tschernobyl war Experten zufolge etwa 500 Mal stärker als nach dem Atombombenabwurf auf Hiroshima 1945. Das Kraftwerkspersonal bekam den Brand lange nicht in den Griff, so kam es damals zur Kernschmelze – ein Super-GAU.<<
    http://www.stern.de/fotografie/tschernobyl–so-unheimlich-ist-die-gegend-um-das-havarierte-atomkraftwerk-6805156.html

    • Wie schon geschrieben:
      Eine Kernschmelze ist natürlich eine Katastrophe, aber keine Explosion.

      Atomreaktoren als solche explodieren nicht, sie können gar nicht von isch aus explodieren, auch nicht bei einem Super-GAU. Das ist schlichtweg Tatsache. Die verheerende Katastrophe in Tschernobyl wird offiziell einer sekundären ‚Dampfexplosion‘ zugeschrieben. Es sind aber große Zweifel angebracht, ob eine solche Dampfexplosion überhaupt eine derartige Wirkung entfalten kann, wie sie in Tschernobyl passierte.
      Die Rhetorik dieses Herrn Tschernosenko ist mehr als eigenartig. Er wirft die Explosion rhetorisch mit der Kernschmelze einfach in einen Topf.

      Allerdings wäre ein Bombenanschlag auf ein Kernkraftwerk regelmäßig in der Tat katastrophal. Zumal es relativ leicht möglich ist, sogar einen Atombombenanschlag auf ein Kernkraftwerk als ‚Explosion‘ zu tarnen, weil man ja in diesem Fall aus der Radioaktivität nicht auf eine Atombombe schließen kann. Ein ganz spezielles Dilemma – nämlich die Frage, wie weit man Terroristen oder Kriegsverbrechern präventiv nachgeben soll – ergibt sich aber aus der Frage, die entstehen würde, wenn das das Hauptproblem der Kernenergie sein sollte. Das ist momentan zwar nicht der Fall, weil die Endlagerproblematik in der Tat ebenfalls gravierend ist – bei den wahren Fakten sollte man aber bleiben, meine ich.

    • Ein Beispiel für die Zweifel an der ‚offiziellen Version‘ zu Tschernobyl:
      ‚https://sascha313.wordpress.com/2014/10/22/krawtschuk-die-tragodie-von-tschernobyl-war-geplant/‘

    • Hallo Michael Kanellos,
      Du schreibst u.a.: „…Atomreaktoren als solches explodieren nicht…“
      Glaubst Du das?

    • Das ‚glaube‘ ich nicht nur, das ist Tatsache. Google hilft.
      Auch die offizielle Tschernobyl-Version kommt nicht daran vorbei. Daher postuliert diese Version eine ‚Dampfexplosion‘, nicht eine des eigentlichen Reaktors.

    • Es geht mir darum, dass das größte Problem in den Vordergrund gestellt werden soll.
      Wir haben da Höllenmaschinen stehen, wo zentnerweise radioaktives Jod und tonnenweise radioaktives Caesium drin ist. Und wir haben die passenden Waffen im Land mit denen diese Höllenmaschinen so beschädigt werden können, dass der Inhalt da raus kommt und Milionenstädte verseucht. Wenn das passiert, haben wir schon innerhalb von Monaten hunderttausende bis Millionen Tote und danach viele nicht lebensfähig geborenen Kinder wie in Basra, und zwar sehr viele, deutlich mehr als eins von hundert, möglicherweise eins von zehn, und der Rest hat auch irgendeinen Schaden.
      Diese Hibakusha werden dann wohl aussterben. Gruß von Doktor Seltsam!

    • @ Michael Kanellos
      Im Tschernobylreaktor wurde im Normalbetrieb pro Sekunde knapp zehn Tonnen Wasser verdampft. Im Schadensfall ist das Ding für kurze Zeit auf über hundertfache Normalleistung gelaufen.
      Was kommt wohl dabei heraus, wenn man eine Maschine, das kann auch ein Kohlekraftwerk sein, so bedient, dass diese Wärme nicht abgeführt werden kann?
      Eigentlich ist es erstaunlich, dass in Tschernobyl neben dem kaputten Reaktorgebäude der Schornstein noch stand.

      Ich habe hier das erste mal etwas von „Dampfexplosion“ gehört. Möglicherweise ist Wasserstoff statt Wasserdampf gemeint.

    • @ Der Souverän
      Stimmt. Da war mal was mit 7000, aber das waren Tonnen pro Stunde bei einem in Deutschland üblichen Druckwasserreaktor. Tschernobyl hatte RBMK-1000, also 1 GW Bruttoleistung. Das reicht nur für eine halbe Tonne Wasser bei normalem Luftdruck.
      Ist trotzdem genug, um damit innerhalb von Minuten so einen Betonklotz zu sprengen.

    • @ DEUSSEMPERMAJOR
      Also die schwarze Wolke in den Bildern sieht ja wirklich wie eine Pilzwolke einer Atombombe aus. Das wird ja immer eindeutiger (und schockierender). Ich habe bisher nur über die Zweifel in Texten gelesen, die Bilder sind ja mehr als verdächtig.
      Die offizielle Version behauptet eine ’steam explosion‘ (findet man so bei Google). Die Bilder zeigen etwas Anderes, meine ich.

    • @ DEUSSEMPERMAJOR
      Die Bilder sind allerdings Fukushima – aber auch da wird von einer ’steam explosion‘ gesprochen in der offiziellen Version.
      Wenn man im Bild ganz rechts (in der Bilder-Dreiergruppe) genau hinschaut, sieht man am Boden auch, dass offenbar die Gebäude teilweise pulverisiert werden, jedenfalls sieht das so aus. Das würde klar auf eine Atombombe hindeuten.

    • PS: Nochmals die wichtige Information dazu: Nukleare Explosionen können unter keinen Umständen durch Kernreaktoren erzeugt werden, auch nicht bei einem Super-GAU. Eine nukleare Explosion kann ausschließlich durch Atombomben erzeugt werden.

    • @ M. Kanellos, Du schreibst jetzt: „… Nukleare Explosionen können unter keinen
      Umständen durch Kernreaktoren erzeugt werden…“
      Du denkst also, dass eine Dampfexplosion am Reaktorteil, die Reaktorkammer nicht
      beschädigen kann und somit würde es auch keine Radioaktivität geben?
      Du glaubst also an einen Bombenanschlag? Denn Du schreibst weiter: „… Allerdings
      wäre ein Bombenanschlag auf ein Kernkraftwerk regelmäßig in der Tat katastrophal.
      Zumal es relativ leicht möglich ist, sogar einen Atombombenanschlag auf ein Kern-
      kraftwerk als‚ Explosion‘ zu tarnen, weil man ja in diesem Fall aus der Radioaktivität
      nicht auf eine Atombombe schließen kann…“

  8. Herr Trautvetter!
    Ich schätze Ihre Beiträge und Ihre Menschlichkeit sehr. Aber was Sie hier geschrieben haben, ist technisch falsch, führt zu falschen Schlüssen und verhindert, die tatsächlichen Probleme zu erkennen.
    Deshalb rücke ich das jetzt richtig.

    Es gibt den Begriff „Gau“, für den größten anzunehmenden Unfall. Und dann gibt es den Super-Gau.

    GAU war ein Euphemismus. Heute nennt man das Auslegungsstörfall. Das ist das, was beim Bau der Anlage berücksichtigt wurde. Damit ist klar, dass es schlimmer kommen kann, was man dann Super-GAU nennt.

    Die Zahl der Toten und weiteren Opfer nicht; sie kann nur geschätzt werden. Die Angaben schwanken zwischen einigen Tausend und circa 1.5 Millionen [Die Welt 12.4.2011].

    Das liegt daran, dass man nicht weiß, wie man es bewerten soll, wenn jemand 30 Jahre später stirbt und ohne Tschernobyl 35 Jahre später gestorben wäre, und wie man es bewerten soll, wenn ein durch Tschernobyl geschädigtes Ungeborenes stirbt.
    Abschätzungen über die durch bessere Energieversorgung, weniger Rauch und nich geschehenen Kohleabbau vermiedenen Toten erstrecken sich über den gleichen Bereich.

    Normalerweise hat man Faktor 3 in beide Richtungen. Der eine spricht von 500 Demonstranten, der andere von 5000, dann werden es wohl 1500 gewesen sein.
    Hier ist es zwei mal Faktor 3 in beide Richtungen. Mitten drin (logarithmisch) liegt hundert tausend.

    Die Liquidatoren, die mit Abdichtversuchen direkt über dem Gau-Zentrum eine Kernschmelze verhinderten, gaben ihr Leben für die Menschheit dahin, zumindest die Bevölkerung im alten Europa.

    Der geschmolzene Reaktorinhalt liegt im Keller. Es ging nicht mehr darum, eine Kernschmelze zu verhindern. Da brannten tausend Tonnen Graphit und es drohte eine Wolke mit radioaktiven Jod nach Kiew zu fliegen, und das Grundwasser war bedroht.
    Da haben die Sowjets ein paar tausend Mann in den Tod geschickt, um hunderttausende bis Millionen Menschen zu retten. Wohl dem, der nicht so etwas zu entscheiden hat!

    Zwei Tage später regnete es über Deutschland, als die Strahlungswolke gerade angekommen war, Ergebnis: wir durften mit unseren Kindern nicht in den Sandkasten, Milch war Tabu, Wildfleisch und Pilze auch… Strahlung kennt keine Grenzen.

    Die Verstrahlung in Deutschland durch die Atombombentest in den 1950ern war acht mal höher. Da es um Caesium-137 geht, was eine Halbwertzeit von 30 Jahren hat, sind auch heute noch für Deutschland die Atombombentests aus den 1950ern vier mal schlimmer als Tschernobyl.

    Die Untersuchung hat ergeben, dass der Schilddrüsenkrebs dort nach Tschernobyl hochsignifikant zugenommen hat.“[Ärzte Zeitung online, 23.04.2011]

    Etwas Seltenes tritt jetzt deutlich öfter selten auf. Es bleibt aber immer noch selten. Wenn man das in Tote umrechnet und mit Toten aus anderen Gründen vergleicht, wird es klarer.

    Eine Technologie, die ohne Kühlung zum Inferno führt, deren Müll über Jahrhunderttausende hermetisch sicher vom Ökosystem abgeschieden werden muss,

    Dass man das für Jahrhunderttausende hermetisch sicher vom Ökosystem abgeschieden verwahren müsse, stimmt nicht.
    Nach zehn Halbwertzeiten ist von einem Stoff nur noch ein Promill vorhanden, er also weg. Für Caesium-137 sind das 300 Jahre.
    Plutonium-239, das eine Halbwertzeit von 24000 Jahre hat, straht auch nur ein Tausendstel so stark als wenn es eine Halbwertzeit von 24 Jahren hätte. Da Plutonium-239 in Uran-235 zerfällt, straht eine Tonne Plutonium etwa so stark wie 20 Millionen Tonnen Uran, was acht mal Alpha strahlt, bevor es stabil ist. Die tausend Tonnen Plutonium, die es zur Zeit gibt, könnte man gut verteilt ins Meer schütten, wo sie bei den dort vorhandenen 4 Milliarden Tonnen Uran nicht auffallen.

    Das richtig große Problem mit Atomkraftnutzung ist radioaktives Jod mit einer Halbwertzeit von 7 Tagen und radioaktives Caesium.
    Bei den Atombombentest in den 1950ern wurden 300 Kilogramm Caesium-137 freigesetzt. Bei Tschernobyl waren es 30 Kilogramm und bei Fukushima waren es 12 Kilogramm. In Brasilien sind mal knapp hundert Gramm davon verkrümelt worden. In Atomkraftwerken, Wiederaufbereitungsanlagen und dergleichen sind hunderte Kilogramm, vielleicht sogar Tonnen Caesium-137. Das große Problem ist, dass die in Hamburg oder Berlin verkrümelt werden könnten.

    • Mist! Irgendwas ist ja auch immer.

      straht eine Tonne Plutonium etwa so stark wie 20 Millionen tausend Tonnen Uran,

      Die tausend Tonnen Plutonium, die der Mensch erzeugt hat, strahlen so stark wie ein halbes Prozent des im Meer vorhandenem Urans.

    • „Dass man das für Jahrhunderttausende hermetisch sicher vom Ökosystem abgeschieden verwahren müsse, stimmt nicht.
      Nach zehn Halbwertzeiten ist von einem Stoff nur noch ein Promill vorhanden, er also weg.“

      Ja, dann ist das Cäsium weg. Was wenig bringt, weil der ganze verdammte Berg drumrum strahlt – wenns denn nur ein Berg wäre, am besten der Berg, aus dem man den Mist ursprünglich rausgeholt hat -, und zwar mit allen möglichen Isotopen in allen möglichen Farben. Weil da ständig irgendwelche Neutronen oder Alphateilchen in irgendwelche stabilen Elemente reinknallen, die anregen, und dann geht der Spass von vorne los. So einfach ist es deswegen nicht.

      Im übrigen hat sich unendliche Verdünnung in der Praxis nicht bewährt. Sieht man im Falle von Fukushima, wo sich reichhaltige Cäsium- und Iod-Isotope einfach in bestimmten Sedimenten vor der Küste angereichert haben. Das selbe Problem haben Pilze, und die meisten Fleischfresser, die das Zeug mit der Nahrung aufnehmen, aber nicht mehr abscheiden können. Also wird es im Körper eingeschlossen, in irgendwelchen Fetten oder der Leber, wo halt ein Körper seinen Müll entsorgt. (Fleischfresser sind mehr betroffen, weil die Pflanzenfresser das Problem schon haben, und dann deren Organe schon angereichert sind, und ein Fleischfresser frisst halt viele Pflanzenfresser)

      Und nochmal ganz allgemein, weil wir gerade bei falschen Schlüssen waren – das derzeitige Konzept zur Finanzierung der Atommüllentsorgung ist sowas wie das Rentenpaket 2.0. Es geht um eine Kapitalgedeckte Atommüllvorsorge (Die Energieversorger sollen in einen Fonds einzahlen, der dann die Rechnung begleichen soll), und die funktioniert aus genau den selben Gründen nicht, aus denen auch eine Kapitalgedeckte Altersvorsorge nicht funktioniert. Und das betrifft nur die Rechnung.
      Sicher ist, dass wir heute die Kosten nicht tragen können, denn die sind zu entrichten, wenn sie anfallen. Und man kann sie nicht ersparen, denn es sind Volkswirtschaftliche kosten. Man MUSS sie umlegen, und wenn das Verfahren 10x angeblich Kapitalgedeckt ist, es bleibt effektiv immer ein Umlageverfahren, bei dem die jenigen, die in 50, 100 oder auch 1000 Jahren den Müll verwahren auch in 50, 100 oder 1000 Jahren den Aufwand betreiben müssen. Egal wie sie dafür entlohnt werden, und von wem. Es ist aber heute schon garantiert, dass die öffentlichen Institutionen auf den Kosten sitzen bleiben werden.
      Sieht man super an der Kapitalgedeckten Altersversorgung. Manchmal geht’s gut, aber oft genug (sprich irgendwann) eben nicht (mehr). Und dann gibt es 2 Möglichkeiten. Man büßt seine Rente ein. Also man verzichtet darauf, die Altlasten zu warten. Oder der Staat oder was immer dann hier ist, springt ein. Kapitaldeckung my Ass. 🙁

    • Weil da ständig irgendwelche Neutronen oder Alphateilchen in irgendwelche stabilen Elemente reinknallen, die anregen, und dann geht der Spass von vorne los.

      Neutronen sind da selten. Das berühmte Kobalt-60 von der Kobalt-Bombe oder dem Bauschutt vom Reaktor entsteht nicht.

  9. Hervorragende Rede des ukrainischen Umweltministers Xxxxxxxxxxenko am 25.04.2015 vor dem internationalen Restatomwertenergieverwertungsgremium in Genf
    (Übersetzung aus dem Ukrainischen ins Klardeutsche von mir)

    Hochverehrte und hochwertgeschätze Damen und Herren

    Ich schlage vor, Sie nehmen jetzt sofort den Finger aus dem Arsch und werden unverzüglich tätig.

    Falls Sie glauben das Thema gehe Sie nichts an, oder sei allein unser Problem, werde ich veranlassen das bereits morgen ein Hubschrauber eine Tonne radioaktiven Schutt aus Tschernobyl über dem Spreewald abwirft. Können Sie wirklich auf Spreewaldgurken verzichten? Überlegen Sie sich das gut.

    Und was wollten Sie dann tun? Die Ukraine mittels Atombomben sanktionieren? Oder einen internationalen Gerichtshof beauftragen uns auf 700 Milliarden Euro Reparationszahlungen zu verklagen?

    Meine hochverehrten Damen und Herren, ich danke Ihnen von ganzem Herzen für Ihre geschätzte Aufmerksamkeit. (Xxxxxxxxxxenko macht flatulierend einen Abgang)

  10. Die Quintessenz kam beim Speichern meiner Kommentar-Antwort nicht mit:

    Eine Technologie, die Menschen, wenn die Menschheit dann noch lebt, in einer unüberschaubar weit entfernten Zukunft noch bedrohen kann, verbietet sich alleine schon deshalb. Das gebietet die Ehrfurcht vor dem Leben.

    • Die Endlagerproblematik ist in der Tat schwerwiegend.
      Aber die basislastfähigen Alternativen zur Kernenergie sind derzeit nur Öl, Gas und Kohle.
      Wenn man die Kernenergie dauerhaft ablösen will, muss man in den großen Industrienationen eine dauerhafte basislastfähige Alternative haben. Energieversorgung ist essentiell – das nicht zu unterschätzen, gebietet ebenfalls die Ehrfurcht vor dem Leben.
      Das ist ein sehr komplexes Thema, das auch wirklichen Experten aus allen Lagern (Kernkraftgegner und Kernkraftbefürworter z.B.) Kopfzerbrechen bereitet. Mit Parolen kommt man da wohl eher nicht weiter.

  11. Lieber Sebastian, liebe/r Mitengagierte/n
    in der Tat sind die Informationen zu Themen, bei denen neue Entwicklungen immer wieder neue Daten mit sich bringen, schwierig, und doch ist es im Falle von Tschernobyl unverzichtbar, sich und die Gesellschaft aufzuklären, statt wegzuschauen.
    In den letzten tagen kam ein Vorbericht über eine Greenpeace-Studie ins Netz, demzufolge vor Optimismus zu warnen ist. Leider. Interessierten Kreise aus Industrie und etabliert-konservativer Presse beschwichtigen in dieser Frage gerne. Hier ein Zitat aus dem erwähnten Vorbericht:
    „Weder die Führung in Kiew noch die internationale Gemeinschaft hätten einen nachhaltigen Plan für die am meisten betroffene Zone, heißt es in einer Studie über den Super-Gau vom 26. April 1986, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Greenpeace will das Papier an diesem Donnerstag offiziell vorstellen. In der Studie warnt die Organisation auch mit Nachdruck davor, die Ukraine nach Fertigstellung der im Bau befindlichen neuen Schutzhülle mit den Problemen allein zu lassen. ‚Die gewaltigen Mengen Atommüll aus dem Reaktor zu bergen, wird eine zweistellige Milliardensumme kosten‘, sagte Tobias Münchmeyer von Greenpeace. Die Bundesregierung und ihre G7-Partner müssten die geschwächte Ukraine unterstützen. ‚Diese Sisyphos-Arbeit muss geleistet werden – obwohl nicht absehbar ist, ob sie je gelingt.‘ Die frühere Sowjetrepublik Ukraine wird derzeit von einem Krieg gegen prorussische Separatisten ausgezehrt. Nicht nur deswegen drücken massive Geldprobleme Europas zweitgrößten Flächenstaat. Zwar räumt die Regierung in Kiew erhebliche Finanzierungssorgen in Tschernobyl ein. Sie hält die Schwierigkeiten in der Zone aber mittelfristig für überwindbar – und hat ehrgeizige Pläne, etwa ein Naturschutzgebiet sowie ein Zwischenlager für Atommüll zu schaffen. Kritiker in Kiew sehen die Absichten skeptisch, unter anderem, weil der Posten des Umweltministers wegen einer Regierungskrise seit Monaten vakant ist.“ [http://www.svz.de/incoming/verherrende-folgen-noch-immer-sichtbar-id13369336.html]
    Ich habe in der Tat geschrieben, dass die Sarkophag-Kosten nicht gedeckt sind und dabei eine 2 Jahre alte Quelle benutzt.
    Aktuell findet man Folgendes: „Dabei stand der Weiterbau des Projekts wegen Kostenexplosionen mehrfach in Frage. Die Fertigstellung kommt nun in Sicht, weil sich 2015 eine Geberkonferenz in London einigen konnte, eine weitere große Geldspritze aufzuziehen – mit immerhin 615 Millionen Euro. Doch das Schließen der neuen Hightech-Hülle ist längst nicht das Ende des Tschernobyl-Aufräumjobs. Vielmehr fängt er dann erst richtig an. Die Atomruine soll zurückgebaut werden, beginnend mit den instabilen Teilen des alten Sarkophags. Um die schweren Teile bewegen zu können, sind im Innern des ‚New Safe Confinement‘ zwei große Kräne vorgesehen. Allerdings können die Trümmer wegen der hohen Strahlung nur ferngesteuert zerlegt und beseitigt werden. Richtig ans Eingemachte geht es, wenn auch die Reste des geschmolzenen – und extrem stark strahlenden – Reaktorkerns aus der Anlage geholt werden sollen. So etwas ist bisher noch nirgends auf der Welt gemacht worden. “ (Frankfurter Rundschau, 26.4.2016) Der Vize-Direktor der Atomanlage von Tschernobyl gibt laut FR von heute an, der Rückbau der Ruine sei 2064 abschlossen. Die Leichtfertigkeit, Beschwichtigung, bewusst oder manipulative Selbstüberschätzung, die zum Unfall geführt hat, setzt sich fort. Nach Einstein gilt immer mehr: „Die entfesselte Macht des Atoms hat alles verändert, nur nicht unsere Denkweise. Wir brauchen aber eine wesentlich neue Denkungsart, wenn die Menschheit am Leben bleiben soll.“

    Quintessenz:

    • In den letzten tagen kam ein Vorbericht über eine Greenpeace-Studie ins Netz, demzufolge vor Optimismus zu warnen ist.

      Vor fünf Jahren hat mal jemand einen von Greenpeace gefragt, warum die Nordwestpassage noch nicht schiffbar ist, obwohl von diesem Greenpeace in den 1990ern behauptet worden ist, dass das im Jahr 2010 so sein würde.
      Der Greenpeace sagte, dass man übertreiben müsse, damit sich überhaupt etwas tut.

      Allerdings können die Trümmer wegen der hohen Strahlung nur ferngesteuert zerlegt und beseitigt werden.

      Das haben die Sowjets vor 30 Jahren schon mal versucht. Die ferngesteuerten Geräte sind durch die Strahlung kaputt gegangen. Später dann, nach Tokaimura, waren die Japaner dabei, Roboter zu bauen, die Strahlung vertragen. Das Projekt wurde eingestellt, weil Atomkraft in Japan sicher sei. Dann kam Fukushima, wo man solche Geräte dringend braucht.
      Japan. Das Land, wo die kuriosesten Maschinen erfunden werden. Und dann sowas.

      Richtig ans Eingemachte geht es, wenn auch die Reste des geschmolzenen – und extrem stark strahlenden – Reaktorkerns aus der Anlage geholt werden sollen.

      Und dann? Wohin damit?
      Ich würde den da liegen lassen und etwas drum herum bauen, dass da kein Wasser rein und raus kommt.
      Wozu sollte man das Ding rückbauen? Die Umgebung ist ohnehin schon so versaut, dass da die nächsten hundert Jahre keiner mehr wohnen will. Da stört die Ruine nicht.
      Und in hundert Jahren sieht die Welt anders aus. Da gibt es andere Maschinen und das Ding strahlt sehr viel weniger.

  12. @Bernhard Trautvetter

    Der Artikel stützt sich auf inzwischen 2 Jahre alte Informationen (die sich inzwischen geändert haben) und ist damit ziemlich problematisch. Außerdem ist ihnen ein Fehler um 3 Größenordnungen unterlaufen. Das ist zusammen genommen sehr ärgerlich in Bezug auf ihre Glaubwürdigkeit. 🙁

    Zuerst muss gesagt werden, dass für die Fertigstellung der neuen Schutzhülle im April 2014 etwa 600 Millionen (nicht Milliarden) € fehlten. Das geht auch so aus dem genannten Focus-Artikel hervor: http://www.focus.de/politik/ausland/615-millionen-euro-fehlen-erneuerung-des-tschernobyl-sarkophags-droht-baustopp_id_4135512.html
    Es gab daraufhin eine Geberkonferenz (organisiert von einer dafür vorgesehenen Entwicklungsbank) auf der das Geld bis auf etwa 85 Millionen € zusammenkam. Die haben sich wohl inzwischen auch noch gefunden (http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/finanzierung-fuer-neue-tschernobyl-schutzhuelle-gesichert-13566811.html), allerdings gab es dafür wohl schwierigkeiten mit Dollar/Euro-Wechselkursen was ein 100Millionen € Loch in die Finanzierung gerissen hat.
    Ein insgesamt guter Artikel dazu fand sich ebenfalls auf welt.de (tatsächlich!): http://www.welt.de/wissenschaft/article141605176/Wehe-uns-wenn-der-Sarkophag-zusammenbricht.html

    Der ist zwar vielleicht insgesamt immernoch etwas zu optimistisch, aber das ist ja eine Frage der persönlichen Einschätzung. Zumindest ist er recht umfangreich und gibt grundlegende Einblicke in die Schwierigkeiten von Finanzierung, Rückbau und einhegung, und vergisst auch nicht zu erwähnen, dass es eben kein Rückbau mit Schlusspunkt geben wird, sondern dass das ganze ein Langzeitprojekt mit Ewigkeitscharakter ist, weil der Betrieb ein laufender ist, und zwar für quasi immer und ewig (was bei der „finanzierung“ natürlich fortdauernde Probleme schaffen wird).

    Außerdem wird in dem Artikel deutlich, das Tschernobyl eben kein Ukrainisches, sondern in jedweder Hinsicht ein internationales Problem ist, aller wenigstens jedoch ein gemeinschaftlich europäisch/russisches. Insofern ist es ein wenig irreführend, Bau und Betrieb um die Reaktorruine nur dem ukrainischen Haushalt zuzurechnen.

    • Ihre Anmerkung bezüglich dem ‚internationalen Problem‘ ist insofern interessant, als es je nach Land sehr unterschiedliche Einstellungen zur Kernenergie gibt. Innerhalb des ‚alten Europas‘ bereits gibt es das ganze Spektrum vom totalen Ausschluss der Kernenergie (Italien) über den Fukushima-Ausstieg (Deutschland (und Japan – die meines Wissens einzigen Nationen, die derart eindeutig auf Fukushima reagiert haben)) bis hin zur faktischen Abhängigkeit von der Kernenergie (Frankreich). In der Tat halte ich einige erneuerbare Energieträger (Wind und Photovoltaik) für sehr interessant und ausbaufähig. Photovoltaik würde sich meines Erachtens sehr für dünn besiedelte sonnenreiche Staaten anbieten und wäre dort sogar basislastfähig.
      Es ist aber unklar, ob erneuerbare Energieträger konkret in Deutschland mit den wechselnden Wetterverhältnissen jemals basislastfähig sein können. Dann bleibt nur Öl, Gas, Kohle oder eben Kernkraft. Ein komplexes Problem, das auch Experten Rätsel aufgibt.

    • PS: Das mit der ‚Basislastfähigkeit‘ der Photovoltaik in sonnenreichen Gegenden ist nur eine Vermutung und hängt von der Speichertechnik ab – selbst in der Sahelzone mit etwa 364 Sonnentagen pro Jahr müsste natürlich die nächtliche Versorgung gesichert werden. Und dazu braucht man eben entsprechende Energieträger.

  13. Es gibt einige Indizien dafür, dass die Tschernobyl-Katastrophe ein Terroranschlag bzw. Sabotage war. Der offizielle Report zeigt schwere physikalische Ungereimtheiten. Kernreaktoren explodieren nicht, auch nicht bei einem Super-GAU, und die postulierte ‚Dampfexplosion‘ kann nicht das Ausmaß des Schadens erklären. Da es 1986 kein Internet gab, gab es keine breite Diskussion darüber.
    Infos und Quellen sind im Netz zu finden – Google hilft auch hier.

  14. „Anlagen in einem Gebiet, das irgendwann einmal vom Krieg überzogen werden könnten, verbieten sich aus Verantwortung für das Leben.“

    Dann sollten wir in Europa schnellstens all diese Anlagen rückbauen – und überhaupt weltweit.

    • Frankreich und auch die USA (die in der Regel nur bei Anderen gegen die Nutzung von Nukleartechnologie sind) planen keinen Atomausstieg. Ich bin kein Anhänger der Kernenergie, aber kürzlich in Frankreich konnte ich wieder sehen, welchen Nutzen der billige und massenhaft verfügbare Strom in Frankreich hat. Dort wird z.B. mir Stromheizungen (kosten ein paar Euro im Baumarkt) geheizt.
      Kernenergie ist zudem klimaneutral. Die Kernenergie steht in Konkurrenz zu Öl, Gas und Kohle und nicht etwa in Konkurrenz zu den erneuerbaren Energieträgern, wie oft falsch suggeriert wird. Mir sind die Probleme der Kernenergie bewusst, aber die Fakten sprechen keine eindeutige Sprache gegen die Kernenergie, meine ich.

    • Fakten gibt es nicht. Aber im Falle der Atomenergie ist die Lage sehr eindeutig. Das Grundproblem ist das selbe, wie bei Erdöl oder Fleischkonsum. Es werden systematisch die Kosten kleingerechnet. Wenn Fleisch zu einem ehrlichen Preis auf den Markt käme und nicht an allen Ecken und Enden subventioniert würde, dann wäre der Verbrauch im Vergleich zum aktuellen Konsum vernachlässigbar. Ähnlich beim Öl. Hier sind die Rechnungen aber tatsächlich schwierig.
      Nicht so bei der Kernenergie. Der Rückbau der Kraftwerke ist vielleicht (nur vielleicht, aber in der Praxis zeigen sich da aktuell schon deutliche Risse in den Finanzierungsplänen, und zwar hier in Deutschland) beherrschbar. Aber wie billig in €-Cent/Jahr soll denn die sichere Lagerung (nicht Endlagerung, sowas gibt es nicht für Enegiekraftwerke) bitte sein, damit sich der Strom rechnet, wenn man den Müll für Millionen Jahre lagern, umschichten und neulagern muss??? Wer Nullen Zählen kann ist hier klar im Vorteil…

    • Sebastian
      „Aber wie billig in €-Cent/Jahr soll denn die sichere Lagerung (nicht Endlagerung, sowas gibt es nicht für Enegiekraftwerke) bitte sein, damit sich der Strom rechnet, wenn man den Müll für Millionen Jahre lagern, umschichten und neulagern muss???“

      Es gibt „Berechnungen“ – können logischerweise auch immer nur Schätzwerte sein – die besgen, das jede erzeugte kw/h (also 1.000 Watt) erzeugter Atomstrom bislang und weiterhin 4 € kostet – aktuell real ca. 0,25 €.

      Ich denke diese 4 € sind ein wenig knapp „berechnet“. Es werden wohl eher 4 Milliarden Euro pro kw/h sein. Das eine solche Summe nicht bezahlt werden kann, wird sie bezahlt indem irgend jemand irgendwann in irgendeinen Computer einfach eine Zahl eintippt.

      Und sowieso wird kein Mensch der heute lebt die Summe bezahlen müssen, allenfalls mit dem Leben – und das kost ja nix…

    • die besgen, das jede erzeugte kw/h (also 1.000 Watt) erzeugter Atomstrom

      So etwas macht macht mich sehr traurig, nachdenklich und verzweifelt. Ist das schon genauso schlimm wie bei Cem Gigabyte Özdemir ?
      Es heißt kWh, Kilowatt mal Stunde. Und es heißt km/h, Kilometer pro Stunde.

      Man kann damit ganz leicht rechnen. 60-Watt-Lampe für acht Stunden leuchten gelassen hat 60 Watt mal 8 Stunden sind 480 Watt mal Stunde, also 0,5 Kilowatt mal Stunde, also eine halbe kWh verbraucht, und 15 Cent gekostet.

    • @ Sebastian
      Natürlich gibt es Fakten. Subventioniert werden in Deutschland vor allem die erneuerbaren Energieträger, und zwar von den Bürgern per Zwangsabgabe. In Frankreich ist die Stromversorgung weitgehend staatlich, daher kann man da nur bedingt von Subventionierung sprechen. Faktum ist, dass Frankreich für die Endverbraucher günstige Strompreise hat und in Frankreich im großen Stil sehr günstige und leistungsfähige Stromheizungen verwendet werden können, weil es kaum Versorgungsengpässe mit Strom gibt, während man sich in Deutschland mit der Fernwärme und Ähnlichem herumschlägt.
      Die Stromheizungen sind in Frankreich erwünscht, da sonst die Kernkraftwerke geregelt werden müssten, das ist sozusagen ‚Überschussstrom‘. Allerdings musste Frankreich auch schon einmal Strom aus Deutschland importieren, und zwar nach der Energiewende in Deutschland (im massiv kalten Winter 2011/2012)! Das Thema ist sehr komplex.
      Kernenergie ist natürlich, was die Kosten angeht, vom Uranpreis abhängig.
      Nach dem Fukushima-Desaster (einiges deutet auch hier auf einen Anschlag hin) ist dieser massiv gesunken.
      Natürlich ist die Endlager-Problematik ein schwerwiegendes Argument gegen Kernenergie. Allerdings muss man, wenn man die Kernenergie dauerhaft ablösen will, andere basislastfähige Energieträger finden. Diese sind derzeit nur Öl, Gas und Kohle. Bezüglich Windkraft gibt es dazu Forschungen über geeignete Speichermedien, aber noch nichts Marktfähiges.

    • Streng Geheim sagt: 26. April 2016 at 16:13
      „So etwas macht macht mich sehr traurig, nachdenklich und verzweifelt.“

      Ich möchte wirklich deine Probleme haben – Du hast nämlich keine.

      Ich habe früher – wahrscheinlich warst Du da noch nicht geboren – in einem Beruf gearbeitet wo ich täglich mit Kw/h und deren Berechnung zu tun hatte. Überhaupt interessiert mich nicht wirklich wer, wann, und warum mal etwas in die Welt gesetzt und vielen Menschen oktroyiert hat, was unlogisch ist.

      Ausgeschrieben heißt es
      Kilowatt pro Stunde
      Kilometer pro Stunde
      Kilogramm pro Stunde (in der verarbeitenden Lebensmittelindustrie)

      Das h steht für die im englischen kleingeschriebene hour. Der / steht für pro oder je und Kilo steht für tausend.

      Wenn ich Kilowatt trenne und abkürze, habe ich Kw – Km -Kg. Wenn ich Kilometer pro Stunde und Kilogramm pro Stunde so angebe Kg/h – Km/h dann gebe ich logischerweise die Kilowatt ebenso an.

      Fehler, Dogmen usw werden oft über Generationen weitergetragen, weil alle sich dem fügen. Das kann man machen – muß man aber nicht.

      Und nun geh Aaaale angeln. 🙂

    • @ Der Souverän

      Wenn ein Kraftwerk innerhalb von einer Stunde von 300 MW auf 400 MW hochgeregelt wird, dann sind das 100000 kW/h.
      Und ein Ostfriese mit Schüppe und Schubkarre kann auch ein paar Kilo Watt pro Stunde holen.

    • Wenn ich meinen Fön von Null auf Spitzenlast hochfahre, verbraucht der 1 Kw/h – unabhängig davon wie lange der Ostfriese im Watt rumwatet.

    • @ Der Souverän

      Es geht hier nicht um ‚Kilowatt pro Stunde‘, sondern um Kilowattstunden, berechnet in Leistung (in Kilowatt) MAL Betriebsdauer (in Stunden). Nicht ‚geteilt durch‘.

      Wo haben Sie mit kw/h gearbeitet? Etwa als Auftragsschreiber?
      Diese von Ihnen genannte ‚Einheit‘ ‚kW/h‘ macht nämlich überhaupt keinen realen Sinn, es sei denn, man will eine Anlage beschreiben, deren Leistung sich kontinuierlich ändert.

    • Damit Du auch weißt worüber Du schreibst.

      Kilowattstunde, die |Kilowattstunde|
      [elektrische] Energie, die bei einer Leistung von einem Kilowatt während einer Stunde verbraucht wird Maßeinheit; Einheit der elektrischen Energie
      kWh

    • „Diese von Ihnen genannte ‚Einheit‘ ‚kW/h‘ macht nämlich überhaupt keinen realen Sinn, es sei denn, man will eine Anlage beschreiben, deren Leistung sich kontinuierlich ändert.“

      Da kann man in völliger Ermangelung jeglicher Erfolgsaussicht nur eines tun – aufgeben.

    • @ Der Souverän

      Da kann man in völliger Ermangelung jeglicher Erfolgsaussicht nur eines tun – aufgeben.

      Das tue ich jetzt auch. Aber anders als du denkst. Denn Michael Kanellos hat recht, und du verstehst es nicht.

    • „Jein“!
      Was wir dringend benoetigen ist mehr Geld fuer die Erforschung besserer Technologien,
      wir muessen die Kerntechnologie als Studienfach wieder attraktiver gestalten!

      Wir muessen auch viele der alten Reaktoren abschalten und zurueckbauen
      aber auch neue Reaktoren, die unter modernen Gesichtspunkten erprobt wurden, bauen.

      @ Chernobyl
      Oh, oh, kann gar nicht glauben das es schon 30 Jahre sind,
      das war eine wirkliche Katastrophe.

      Und es war die Zeit des „eisernen Vorhang“, es gab wirklich nur sehr wenig Information
      ueber den Unfall aber auch ueber die Gefahren der Strahlung.
      Research war wirklich schwierig zu dieser Zeit, nur Buecher und Studien
      aber kein scholar.google.de oder andere multimediale Quellen.
      Das hat sich ja nun, imho. zum Glueck, geaendert.

      mfg aus Tokyo, 0.075mcSv/ Hour on the Ground und im Durchschnitt

Hinterlasse eine Antwort