Tyrannische Denkfaulheit | Von Matthias Rohl

Beim Versuch, „Verschwörungstheorien“ abzukanzeln, versteigt sich der Literaturwissenschaftler Joseph Vogl selbst in wirre Theorien.

Ein Standpunkt von Matthias Rohl.

Erschütternd, was sich seit Monaten vor unseren Augen abspielt: Immer tiefer gerät die Exekutive eines nervösen Staates in die selbstgestellte Autoritätsfalle. Die Verstetigung des Ausnahmezustands kann dabei die eklatanten Widersprüche einer evidenzlosen Maßnahmenpolitik kaum noch verdecken. Der Staat spielt Krieg im Frieden — gegen die eigenen Bürger; denunziert wird, wer Fragen stellt. Jetzt hat auch der renommierte Literaturwissenschaftler Joseph Vogl in einem Interview pauschal jede Demonstration gegen diese Maßnahmenpolitik in das imaginierte Reich des Postfaktischen verbannt. Was geht hier vor? Und wie sähe eine intelligente Alternative aus?

„Wenn man die Demokratie erst mal schützen muss, ist sie schon keine mehr“ — Elfriede Jelinek (Babel, 2004).

„Jedes Spiel hat seine Regeln. Wir müssen nur lernen, sie zu brechen“ — Westworld (HBO, dritte Staffel, Episode zwei, 2020).

Fritz Lang zeigt in seinem expressionistischen Meisterwerk Metropolis (1927) jene dystopische Welt des New Dark Age (1) — ein dunkles Zeitalter, das seine visionären Schatten weit in unsere Gegenwart hineinwirft. Im Fluchtpunkt einer cineastisch inspirierten Lagebildforschung lässt sich zudem jener sozialutopische Impuls in den unzähligen Motiven des teuersten Films der Weimarer Republik erkennen: Aufstand, Ausbeutung, Automation, Doppelgänger, Eifersucht, Entfremdung, Familienkonflikt, Maschinenmacht, Rache, Reichtum (2). Virtuos überblendet Lang demnach dystopische und utopische Bildkosmen — das Lichtspiel erscheint als paradoxal-philosophische Kollektivierung der Träume (3).

Während die Reichen und Mächtigen in der Oberstadt ihrem Luxusleben frönen, fristen die Arbeitssklaven in den Tiefen der Erde ihr unausweichliches Elend. Oberausbeuter Joh Fredersen sieht in den Arbeitern nichts als niedere Abhängige, schließlich folgt der Massenaufstand. In einer Schlüsselszene heißt es:

„Joh Fredersen will, dass die in der Tiefe sich durch Gewalttat ins Unrecht setzen, damit er das Recht zur Gewalt gegen sie bekommt.“

Man ist versucht, dies als die perfekte metaphorische Beschreibung der aktuellen Verstetigung des Ausnahmezustands durch die Exekutive zu lesen, die der empirisch unhaltbaren, zudem verfassungswidrigen Logik (4) einer PCR-testinduzierten (5) Pandemie-Fiktion (6) folgt — inzwischen sogar orchestriert durch perfide Methoden digitaler Demagogie, Manipulation und Zensur (7).

Ausnahmezustand im nervösen Staat

Die destruktive Entkopplung der Exekutive von jeder demokratischen Kontrolle ist indes kein wirklich neues Phänomen — was wir gegenwärtig erleben, ist allenfalls die radikalisierte Beschleunigung, der Drift in die Antizipationsfalle, in die sich der nervöse Staat manövriert hat.

Der Philosoph Giorgio Agamben hat hierfür — vor dem Hintergrund der 9/11-Erfahrung — den juristischen Begriff des Ausnahmezustands durch rhapsodisch arrangierte Lektüren kanonischer Texte von Carl Schmitt, Walter Benjamin und Michel Foucault revitalisiert und revidiert (8).

Für Agamben ist die Gewalt der Ausnahme rechtsvorenthaltende Gewalt — zeitlich im Ausnahmezustand und räumlich in der Ausnahme des nackten Lebens:

„In diesem Brennpunkt der beiden Logiken der Ausnahme ergibt sich für Agamben nun eine katastrophale Latenz, nämlich die Möglichkeit der zeitlichen Verstetigung des Ausnahmezustands und der räumlichen Ausweitung der Exklusion von nacktem Leben“ (9).

Im Deutungshorizont dieser doppelt zugespitzten Ausnahmelogik avanciert das (Internierungs-)Lager gar zum Nomos der Moderne (10). Doch was ist der nervöse Staat? Der Rechtswissenschaftler Tristan Barczak resümiert in seiner bahnbrechenden Habilitation:

„Nervös ist ein Staat, der die Logik der Wirklichkeit durch die Logik der Möglichkeit ersetzt, der aus ständiger Angst, den kritischen Zeitpunkt rechtzeitigen Handelns zu verpassen, schon in der Normallage so handelt, als befinde er sich im Ausnahmezustand, der unentwegt nach Gefahrenquellen und potentiellen Feinden Ausschau hält, der Gefahren beseitigt, bevor sie entstehen, der vorsorglich agiert, statt abzuwarten, der bekämpft, statt abzuwehren, der im Frieden Krieg spielt. Nervös ist ein Staat, der sich in einem Zustand ständiger Wachsamkeit befindet, der seine Burg verlässt, weil er ihren Mauern nicht vertraut. Ein Staat, der nie ruht, ist ein nervöser Staat“ (11).

Inwieweit sich dieser nervöse Staat des methodischen Repertoires militärisch inspirierter Aufstandsbekämpfung, geheimdienstlich koordinierter Ausspähung sowie polizeigesetzlich flankierter Aufrüstung bedient, ist inzwischen differenziert erforscht (12).

Getöse im Debattenraum

Bedenken und Zweifel mit Blick auf die Anti-Corona-Maßnahmen der Exekutive lassen sich demnach — medizinisch, ökonomisch, juristisch — nicht einfach verdrängen. Was wäre der kritischen Faktenfülle noch hinzuzufügen, die sich rasch im digitalen Äther hierzu abrufen lässt (13)? Genau deshalb formiert sich ja seit Monaten an breiter Front zunehmend Widerstand in vielfältiger Form. Und wie reagiert Joseph Vogl, Professor für Neuere deutsche Literatur an der Humboldt-Universität zu Berlin und Permanent Visiting Professor an der Princeton University, in einem aktuellen Interview? Ich transkribiere so präzise und wortgetreu wie möglich:

„Wie geht man mit Sachverhalten um wie diesem eigentümlichen Novum des öffentlichen Dissidententums wie beispielsweise Anti-Corona-Demonstrationen? Interessant ist ja, dass sich hier auf der einen Seite die Radikalisierung des Meinungshaften im Zeichen von Verschwörungstheorien mit einer Radikalisierung des Postfaktischen, das heißt also, ich demonstriere gegen die Existenz einer Seuche, dass sich diese Dinge in einer eigentümlichen Weise miteinander verknüpfen — und ich würde behaupten, dass sich hier auch in diesem politischen Spektrum, das sich dort versammelt, eine eigentümliche Resilienz gegenüber gegenwärtigen Informationsökonomien gebildet hat.

Das heißt also: Ich spiele mit. Ich bin präsent. Ich äußere mich öffentlich. Und ich radikalisiere einen entscheidenden Punkt des gegenwärtigen Systems, nämlich die Reduktion der eigenen Position auf das schlicht Meinungshafte, auf etwas, das ich nicht begründen muss, auf etwas, das ich vom anderen nicht widerlegt haben will — und auf etwas, was sich durch das Recht des Nicht-Recht-haben-Könnens in irgendeiner Weise auszeichnet. Das, was hier zirkuliert, eigentlich Infopinion genannt werden müsste, also eine eigentümliche Vermischung zwischen Meinung und Information.

Wir leben letztlich in einer Gesellschaft der Meinungsmärkte. Ich bilde mir meine Meinung und ich bestehe darauf. Die Meinungsfreiheit von den Vereinigten Staaten (First Amendment) hat sich gewissermaßen zu einem Weltprinzip entwickelt. Und das ist das Recht, in letzter Konsequenz erstens keine Gründe anführen zu müssen und zweitens das Recht, nicht Recht haben zu dürfen, wird damit eingeschlossen. Und ich denke, dass Resilienz in diesem Zusammenhang bedeutet, im Zweifelsfall den Rückzug auf die eigene Meinung als Strategie des Ausstiegs wie der Teilhabe in diesem System gleichermaßen zu begreifen. Das heißt also in der Immunisierung gegen Legitimitätsbegründungsfragen, wenn man so will, auch in der Immunität gegenüber Fragen der Haftung, dessen, was man äußert, zeigt sich die Resilienz, das heißt die Anpassungsfähigkeit an das gegenwärtige Informationsregime“ (14).

Es ist zutiefst erschütternd, sehen zu müssen, wie sich Vogl hier vor laufender Kamera in wenigen Minuten selbst diskrediert — und nicht zuletzt den diskursiven Höchststandard seiner eigenen Monographien konsequent unterläuft (15). Ironisch könnte man noch pointieren:

Hätte er hier, statt von Demonstrationen, vom Agieren der Exekutive gesprochen — es wäre fast eine originelle Beschreibung der Demokratie zerstörenden Entwicklungen der letzten Monate und das Interview gerettet gewesen.

So jedoch ist buchstäblich jede Silbe schief und falsch: Die Demonstrationen und Widerstände richten sich nicht gegen „Corona“, sondern gegen die Maßnahmen, die jede evidenzbasierte Plausibilität sprengen (16).

Der Rest ist folgerichtig nur noch rhetorisches Getöse, weil schon die Intentionen des Adressaten dieser Fundamentalkritik völlig falsch beschrieben sind. Wer hat wann und wo genau in den letzten Monaten jemals gegen die Existenz einer Seuche demonstriert? Und warum spricht Vogl von Seuche, wenn der offizielle Terminus doch Pandemie (17) lautet? Kennt er den Unterschied nicht? Gibt es einen? Wer reduziert seine Position auf das schlicht Meinungshafte? Warum nennt Vogl in dieser Interview-Passage nie konkrete Namen oder Beispiele — anders als etwa sein Fachkollege Slavoj Žižek, der ja mit Namen und Beispielen niemals geizt?

Auf welche Quellen beruft sich Vogl bei seinem Pauschalangriff? Oder bezieht er sein politisches Weltwissen etwa leichtsinnig nur aus überregionalen Tageszeitungen? Kennt er überhaupt die zahlreichen Gegeninitiativen, die sich im Netz professionell formieren, gerade weil etablierte Medien ihnen keinerlei angemessenen Diskurs- und Debattenräume mehr eröffnen (18)?

Es wäre wirklich interessant, zu erfahren, aus welchen valide überprüfbaren Quellen Joseph Vogl sein Wissen schöpft — man kann nur hoffen, dass sein neues Buch hierzu seriös recherchierte Fakten benennt (19). Unweigerlich sei vorerst an jenes berühmte Diktum von Pierre Bourdieu erinnert: Wenn man sich politisch engagiert und dabei anfängt, Unsinn zu erzählen, ist man nicht länger ein Intellektueller.

Dialektik als humoristisches Weltprinzip

Besonders frappierend ist jedoch, dass Vogl, der in seinen bisherigen Forschungen stets jede seiner Thesen und Ideen äußerst minutiös und präzise belegt, in diesem Interview jeden Minimalstandard seriöser Geistes- und Sozialwissenschaft unterminiert. Hätte er bei seinem Fachkollegen Peter Zima nachgeschlagen, wüsste er, dass sich, stark vereinfacht, mindestens zwei unhintergehbare Gütekriterien guter geistes- und sozialwissenschaftlicher Theorie angeben lassen: Dialektik und Dialog — also Widerstreit und Verständigung (20)!

Man könnte hier erinnern an Goethes Maxime: „Das Gleiche läßt uns in Ruhe, aber der Widerspruch ist es, der uns produktiv macht.“ Auch die berühmte diskursethische Formel vom zwanglosen Zwang des besseren Arguments von Jürgen Habermas hat hierin ihren Ursprung. Nicht zuletzt ließe sich denken an Niklas Luhmanns lakonische Bemerkung, in der Wissenschaft gebe es ohnehin nur semantische Festlegungen auf Widerruf.

Wollte man den eindimensionalen Sichtachsen unserer „bleiernen Zeit“ (Hölderlin) entfliehen, wäre das Abtauchen in die komplexen Untiefen der Philosophie Hegels zudem aktueller denn je. Warum? Weil sie uns, wie bereits Bertolt Brecht betonte, Dialektik als humoristisches Weltprinzip offenbart (21).

Oder, wie der Schwabe Georg Wilhelm Friedrich Hegel nicht selten genüsslich bemerkte: „So isch no au wieder!“ (22). Das soll heißen: Jede Sicht auf die Welt ist perspektivisch und konkret — und gerade nicht absolut.

Der Philosoph Günter Zöller bilanziert: „Wir Späteren können von Hegel lernen, dass man schwierigen und schwer überschaubaren Lagen und Situationen nicht mit Vereinfachungen und Einseitigkeiten begegnet, sondern mit der gründlichen Kenntnis der Vorgänge und Zusammenhänge und mit der vernünftigen Einschätzung der Möglichkeiten und Grenzen.“ (23)

Hegelianisch betrachtet, ist demnach das substanzlose Gefasel über Verschwörungstheorien schon deshalb kognitiv kastriert, weil hierbei bereits der Begriff Theorie, im Sinne des skizzierten komplexen Zusammenspiels aus Widerstreit und Verständigung, völlig falsch — oder gar nicht — verstanden wird und zudem „schlichte Arroganz oder das Unvermögen, ein klares Gegenargument zu benennen“ (24) in den Lichtkegel kooperativer Erkenntnis tritt (25).

Man könnte dies auch denunziatorische Tyrannei der Denkfaulheit nennen — und die Frage drängt sich auf, ob man sich diese Faulheit angesichts der gegenwärtigen Weltlage noch erlauben kann.

Wir sollten immer bedenken: Wer seinen Mitmenschen jede dialogische Dialektik verweigert, läuft stets Gefahr, seine eigene Menschlichkeit zu verlieren (26). Jeder Schritt in diese Richtung ist einer zuviel. Eigentlich erbärmlich, dass man daran überhaupt erinnern muss.

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Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

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Die Bücher „Die feinen Unterschiede“ und „Über den Staat“ von Pierre Bourdieu werden in diesem Zusammenhang empfohlen.

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Dieser Beitrag erschien am 16.12.2020 im Rubikon – Magazin für die kritische Masse

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Hinweis zum Beitrag: Der vorliegende Text erschien zuerst im „Rubikon – Magazin für die kritische Masse“, in dessen Beirat unter anderem Daniele Ganser und Rainer Mausfeld aktiv sind. Da die Veröffentlichung unter freier Lizenz (Creative Commons) erfolgte, übernimmt KenFM diesen Text in der Zweitverwertung und weist explizit darauf hin, dass auch der Rubikon auf Spenden angewiesen ist und Unterstützung braucht. Wir brauchen viele alternative Medien!

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Bildquelle: Dusan Petkovic / shutterstock

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35 Kommentare zu: “Tyrannische Denkfaulheit | Von Matthias Rohl

  1. Oliver7 sagt:

    Joseph Vogl ist ein verwirrter mann, der kann gar nicht anders.

  2. Wildenfelser sagt:

    Was sonst noch so passiert…
    Unser liebe Freund Boris Johnson hat entdeckt, dass das Virus mutiert ist. Whow! Existierende (?) Viren mutiere immer – Corona dürfte schon mehrmals seit Wuhan mutiert sein. Liest man über das englische Virus weiter, so ist es nicht anders, nicht gefährlicher als das alte. ABER… es könnte bei der Impfung durchrutschen (Klar, Jahr für Jahr bei Influenza rutscht die neue Variante durch) und wir kommen zu dem, worum es geht:
    1. Die neue Welle wird kommen (Hurra!)
    2. Die braucht dann einen weiteren Lockdown (Zweimal Hurra!)
    3. Nach der jetzigen Impfung brauchen wir natürlich Jahr für Jahr eine neue Impfung. Dreimal Hurra: Hurra! Hurra! Hurra!
    Da wären wir beim Kern von Boris' Erkenntnis: Impfen, impfen, impfen…
    Doch das wissen wir schon, dass das das große Geschäft ist. Billy Gates nickt heftig im Hintergrund.

    • RULAI sagt:

      Sie haben aus Bergamo gelernt. Impfe, und Du bekommst massenhaft Tote.
      Dem neuen, hochgefährlichen Virus werden einfach die jetzt in Britannia krankgeimpften Menschen zugerechnet werden, und auch die Sterbefälle.
      Zuerst dachte ich ja, sie würden eine völlig harmlose Impfung in GB verabreichen, damit die Menschen hier dann Schlange stehen (und das echte Gift verabreicht bekommen.)
      Es geht aber noch viel perfider, wie man sieht. Einfach eine neue Variante herbeifabulieren, und alles, was krank- und totgeimpft wurde, dieser Variante zurechnen.
      Man kann gar nicht so viel zu sich nehmen, wie man ausko…. möchte.

  3. Frank N. Furter sagt:

    Wen interessiert noch diese Vogl?
    Ich kann gar nicht verstehen, warum man sich an solchen Leuten noch abarbeitet??

  4. zweifelstein sagt:

    Vielleicht sollte man es mal mit strategischen Ansätzen versuchen. Lars Grünewald hat die Geamtlage analysiert.
    https://www.rubikon.news/artikel/widerstand-im-dritten-weltkrieg

    • Martin Bauer sagt:

      Alles was geht,aber nur nicht in einem starken dynamischen Prozess in die Angststarre fallen.(Niederfrequent)
      Denn wer starr ist ,bricht sehr leicht.

      Wer liebt hat keine Angst und wer Angst hat liebt nichtweiss Dieter Lange.
      Der Weg aus der Angst fuehrt immer durch die Angst.

      Es gibt zwei grundlegende Motivationskräfte: Angst und Liebe. Wenn wir Angst haben, ziehen wir uns aus dem Leben zurück. Wenn wir (universell) lieben , öffnen wir uns mit Leidenschaft, Aufregung und Akzeptanz für alles, was das Leben zu bieten hat.
      -John Lennon

      Mein Ansatz ist keep singing und dancing.

      Die goettliche Liebe in Kombination mit der Zeit gewinnt immer
      weil sie unendlich ist.

      Das goettliche Licht ist mit uns.
      Vor was sollen wir uns also fuerchten???

  5. Martin Bauer sagt:

    Also wenn ich die "Chienlit" richtig deute ,geht es hier eher um das (elaborierte) Gerangel
    an den staatlichen Futterplaetzen der Hochschulen.
    Ich meine es stoert sonst doch kein grossen Geist in welchen Auspuff Joseph Vogl kriecht.
    Er sucht halt Schutz vor der VUCA-Welt und versteht nicht das VUCA auch die Loesung ist.

  6. effess sagt:

    Aber die Kernaussage "dieses Vogels" und elementare Analyse ist doch okay – logo: den Start, in welchem er sich aus dem Fenster lehnt und jenen, die gerne weiterhin bei der Deutung der Realität und der öffentlichen Meinung einen Debattenraum hätten in welchem faktenbasiert diskutiert und im Kampf um die bessere Argumentation gestritten wird schlichtweg attestiert, dass jene eben einfach behaupten würden, dass es gar keine Grippewelle gäbe.

    Mit diesem Einstieg kam mir dann doch der laxe gedanke: "Nomen est Omen" …
    …ich bin nur nicht sicher, ob "dieser Vogel" nun auch tatsächlich eben einen hat, oder ob dies ein geschickter Schachzug war um überhaupt irgendwie durch die engen Maschen dieses Medienfilters hindurchzuhuschen.

    Hätte er zum Einstieg nicht die "Querulanten mit der abweichenden Meinung" sondern die (dank KI bald überflüssigen) Befehls- und Meinungsempfänger hergenommen, dann hätten ausser seinen Studenten vielleicht noch seine Frau und seine Hilfskräfte seine Analyse überhaupt wahrgenommen…

    ————–

    … und um dem Mantra des mainstreams das Mantra "meiner eigenen Meinung" entgegen zu stellen – und dank SocialMedia eben nicht nur für mich selbst, noch die üblichen Punkte:

    1.) Im Vorfeld, offensichtlich als konzertierte Aktion wurden in allen beteiuligten Ländern der Pathologie die Arbeit untersagt – soetwas gibt es nichteinmal bei Ebola, sondern im Gegenteil: bei einer neuen Seuche ist stets das Wichtigste die Toten zu untersuchen um möglichst schnell festzustellen, was da eigentlich los ist. So etwas macht man nur, wenn man etwas vertuschen will und basierend auf der Unsicherheit Angst verbreiten möchte
    2.) zum Angstverbreiten: da gab es auch jenes Papier, in welchem den Kindern beigebracht werden sollte, dass sie ~"die Eltern und Großeltern umbringen und dann Schuld sind…"
    3.) Offensichtlich wurden einige Personen eingeweiht und darauf eingeschworen, den Rahmen des entworfenen Debattenraums nicht zu verlassen und eben jene Mantras rigide und unablässig zu wiederholen – komme was da wolle.(zB der "SPD-Lauterbach", einer der wenigen welchen man vor der Plandemie tatsächlich auch zuhören konnte und welchem seither plötzlich die eigenen Argumente und Belege ausgegangen…)
    4.) Als argumentative Grundlage dienen laufend Zahlen, welche keinerlei Bedeutung zur Lageabschätzung beiten – stattdessen werden Zahlen genannt, welche gesteuert werden können. (ZB: "die Infektionszahlen" durch Anzahl der Tests – und vor allem eben auch: durch die Anzahl der Iterationen der PCR-Tests selbst. zudem werden alleine die positiven Testergebnisse betrachtet – selbst jeder BWLer würde hier doch lauf Aufschreien und weitere Spalten in der Tabelle haben wollen, also:
    5.) Bei den Tests eine Tabelle anlegen, welche nicht nur die laufende Nummer & positiv JA/NEIN, sondern auch:
    + Art des Tests (primär: Anzahl der Iterationen);
    + Alter der getesteten Person;
    + PLZ des primären Aufenthalts der letzten zwei Wochen
    + Vorerkrankungen: 1,2,3, … sonstige
    + Symptome: 1,2,3, … sonstige
    + Welche Behandlung: 1,2,3,…. sonstige
    + fehlende Felder (zum KVP des Fragebogens):
    6.) bei den veröffentlichten Belegungszahlen der Intensivmedizin wird stets so getan, als wären dies alles COVID Patienten (in Wirklichkeit sind dies nur max. 25% – und in den USA gab es zB zig tausende an USD für jeden COVID-Patienten extra – vielleicht kennt ja wer die Zahlen für Deutschland.)
    7.) positiv Getestete kommen in Quarantäne und das war es – hätten wir eine Pandemie, dann bekämen alle eine Behandlung. Man verschweigt den menschen sogar, "WAS" COVID eigentlich ist – und was man dagegen tun könnte. Richtig: Trombosen, speziell eben in der Lunge. "sieht aus, als wären die an der Höhenkrankheit gestorben – das Blut ist total verklumpt" …
    … es scheint also so, als möchte man möglichst viele schweren Fälle, damit man irgendwie weitermachen kann bei dem was da eigentlich läuft.

    und aus der META-Perspektive:

    A) Ungleichverteilung des Produktivkapitals sorgte trotz Null- und Negativzinsen plus massivster Aufnahme von Neuschulden plus einer Konjunkturspritze durch ~2 Millionen neu hinzugekommener Ausländer, welche hunderte von Milliarden an zusätzlichen Ausgaben mit sichbrachten, kein Wirtschaftswachstum mehr am Ende rauskam. Das bedeutet nichts anderes, als: Das System benötigt einen Reset ( sagt ja selbst das WEF .. )

    B) dank Internet kann der Debattenraum nicht mehr allumfänglich kontrolliert werden – die mediengestützte Scheindemokratie verliert eine der wichtigsten Säulen – zusammen mit:

    C) durch die Digitalisierung wird nun – nach Kapital und Waren – auch die Wissens-Arbeit zu einem globalisierten, weltweit beziehbarem Gut. Michael E.Porters "Competitive Advantage of nations" muss umgeschrieben werden: anstelle regionaler Cluster verlagert sich die Wettbewerbsfähigkeit runter auf die einzelnen Mitarbeiter – und bei den allermeisten eben auf deren Lebenshaltungskosten. Diejenigen, die bisher alles hier finanzierten können daher nicht mehr belastet werden. Im Gegenteil: die benötigen bald fast alle ein BGE um noch einen Job zu finden und noch was machen zu dürfen – und wenn diese Säule des etablierten Systems bricht, dann bricht auch das System als Ganzes unweigerlich in sich zusammen.

    Die Mittelschicht, welche sich nach wie vor noch zu den Gewinnern des Systems zählt und dieses daher unterstützt wird sich bald auf der Verliererseite wiederfinden.

    Auf diese Situation will sich das etablierte Regime gerade vorbereiten.

    Dies ist die Antwort auf die eigentliche Frage: WARUM?

    … und wie dieser Vogel schon sagt: das ist natürlich nur meine eigene Meinung – und vielleicht liege ich damit ja sogar näher als der Mainstream ….

    PS: benötigt eigentlich eine KI noch Menschen in "ihrer" Welt, welche über keine eigene Meinung verfügen – oder könnten die seitens einer KI vielleicht sogar als Existenzbedrohend für das Überleben der Menschheit betrachtet werden, und müssen daher nun weg?
    … vielleicht liegt die KI-Singularität ja bereits in der Vergangenheit …
    jeder, der in der Lage ist zu sehen, der sieht es jedenfalls. Schrägerweise selbst Leute ohne Internet…

    • Werweißdasschon sagt:

      Jede ernstzunehmende KI wird ab einem gewissen Punkt, den Menschen selbst als überflüssiges Risiko einstufen, da diese (zumindest am Anfang der Ausbreitung) die einzigen sind die den Stecker ziehen könnten. Das werden die Menschen zwar nicht tun, da schon jetzt eine Abhängigkeit geschaffen wird, welches in einer noch nie dagewesenen Form manifestiert wird. So blöde sind wir tatsächlich.
      Doch jede KI wird sich dieses Restrisikos entledigen.

      Die dystopischen FIlme die in Vergangenheit, zu diesem Bezug ausgestrahlt wurden, wrden nicht von jedem als Dystopie verstanden. Es gibt viele Individuen die das als Anleitung verstehen, für die eigenen zerstörerischen desktruktiven Bestrebungen.

      Bestes Beispiel ist hierfür eine seh alte dystopische Abhandlung, genannt die Offenbarung (Bibel). Für viele ist das keine Warnung, sondern der Bauplan für den eigenen Wahn.

  7. Wildenfelser sagt:

    Ähnlich ist heute auch die Haltung der Kirchen zu beobachten:
    Die Kirchen verhalten sich, als hätte es eine große Synode aller Kirchen gegeben, bei der man posthum Dietrich Bonhoeffer erneut aus der Kirche ausgeschlossen hätte.
    Zu Jesus kommt nur, wer Maske trägt, Abstand hält, sich die Hände desinfiziert und seine Daten angibt.
    Jesus, der zu den Aussätzigen ging, wird als unverantwortlicher Irrläufer gebrandmarkt.
    Deshalb wird auch Dietrich Bonhoeffer erneut ausgeschlossen, denn er hätte bei den Menschen sein wollen – die Kirchen wollen aber beim Staat sein und interessieren sich für Menschen nur als herum zu schubsendes Verfügungsmaterial.

  8. Isabelle Emcke sagt:

    https://m.facebook.com/story.php?story_fbid=2550393535259027&id=100008652161347

  9. Cohiba sagt:

    Wieviel hat Weltbürger denn schon von der Welt gesehen? Mit wie vielen auf der Welt gesprochen?
    Die Teller, in die Sie vorgeben hinein geschaut zu haben, haben mich jetzt doch neugierig gemacht. Ich habe jedenfalls kein Problem auch kluge Leute aus der AFD anzuhören, die differenzieren können und sich keinerlei Fraktionszwängen unterordnen. Ihre letzten zwei Sätze waren bis jetzt die Einzigen, auf denen wir aufbauen können. Doch können Sie nicht von uns erwarten, solche Kommentare wie 19.12. 15:28 als diskussionswürdig zu betrachten.
    Sollten Sie einen fairen Gegenpol zu uns darstellen wollen und nicht nur Spaß am Zerstören der letzten Bastionen der Meinungsfreiheit als Ihre Mission erkannt haben, dann prüfen Sie bitte Ihre Gesamteinstellung zum Status Quo. Dieses Forum kann nur die Vorstufe zur Wiedererlangung eines freien Geistes im Sinne eines runden Tisches innerhalb des korrumpierten Systemes sein.
    Um die nächste Stufe zu zünden, benötigen wir die echte Gegenwart von echten Treffpunkten in Form von kleinen und mittleren Zellen. Von Angesicht zu Angesicht, Maskenlos sozusagen.

    • Weltbuerger sagt:

      Von der Welt habe ich nie genug gesehen und erlebt! Es gibt noch so viele Teller in die ich schauen muss.
      Meinungsfreiheit ist wichtig! Heißt aber auch das jeder seine eigene haben darf. Bleibt nur die Frage ob man auch wirklich alles sagen darf und wo und wer eine Grenze ziehen darf?
      Für mich ist Leugnung des Holocaust ein Tabu aber Mohamed oder Karikaturen von Gott in Ordnung. Andere Menschen sehen das sicher anders.
      Aufhören miteinander zu Reden hat bisher noch nie einen Konflikt gelöst aber viel zu oft viel zu viele Menschenleben gekostet.
      Reden kostet uns nichts! Manchmal vielleicht das über den eigenen Schatten springen. Manche Bekannte sehen es kritisch das ich hier auf einer "Coronaleugnerseite" lese. Für mich heißt hier zu Lesen aber nicht die Meinung der Artikel vertreten zu müssen sondern eine Weitere Meinung zu Wort kommen zu lassen und die Chance des miteinander Redend nicht zu vertun.

    • Cohiba sagt:

      Wie kommen Sie jetzt auf Holocaust? Das ist überhaupt nicht unser Thema und hier ist keinesfalls die Zentrale irgendwelcher abgefahrener Faschisten. Im Gegenteil. Hier geht es ums Freidenken und das ist wohl eher im Mainstream unerwünscht. Miteinander reden erfordert leider auch ein etwa ähnliches Interesse an diversen Themen und nicht schon zementierte Meinungen. Also doch so etwas wie die Vorbedingung eines Grundwissens zu einem Thema. Hat man das nicht, so sollte man erst einmal Wissen sammeln gehen. Wenn der Wein dann gereift ist, darf die Verkostung beginnen. Und sportlich betrachtet geht es hier auch nicht um Geschmack sondern um Inhalt. Deshalb sind mir Ihre Schmerzgrenzen zu Karikaturen erst mal zweitens aber nicht egal.
      Wir müssen aufpassen, daß uns bei der Kürze unseres Lebens der Sinn nicht abhanden kommt.
      Stellen wir unser Leben in den Dienst an die Gemeinschaft?
      Oder ist der Egoismus ein Krebsgeschwür, das ähnlich wie MRSA kaum noch Gegenwehr erfährt?
      Weltbürger, ich lade Sie ein als freier Mensch hier frei zu sein. Wenn Sie das nicht sind, dann finden Sie woanders sicher Gehör.

  10. NomoreMartini sagt:

    „Wie geht man mit Sachverhalten um wie diesem eigentümlichen Novum des öffentlichen Dissidententums wie beispielsweise Anti-Corona-Demonstrationen? Interessant ist ja, dass sich hier auf der einen Seite die Radikalisierung des Meinungshaften im Zeichen von Verschwörungstheorien mit einer Radikalisierung des Postfaktischen, das heißt also, ich demonstriere gegen die Existenz einer Seuche …eigentümliche Resilienz gegenüber gegenwärtigen Informationsökonomien …Recht des Nicht-Recht-haben-Könnens … Infopinion… an das gegenwärtige Informationsregime“

    Mit einem Wort:

    GeistigerDünschiss.

    • Ania sagt:

      „Hegelianisch betrachtet, ist demnach das substanzlose Gefasel über Verschwörungstheorien schon deshalb kognitiv kastriert, weil hierbei bereits der Begriff Theorie, im Sinne des skizzierten komplexen Zusammenspiels aus Widerstreit und Verständigung, völlig falsch — oder gar nicht — verstanden wird und zudem „schlichte Arroganz oder das Unvermögen, ein klares Gegenargument zu benennen“ (24) in den Lichtkegel kooperativer Erkenntnis tritt (25).“

      Das sind natürlich – gegenüber dem „geistigen Dünnschiss“ des Literaturwissenschaftlers Joseph Vogl – wohlformulierte, leicht verständliche, gehaltvolle Sätze…

      Für meine Begriffe gehen solche Beiträge an der Situation vorbei. Angela Merkel hat zum Thema „Verschwörungstheoretiker“ gerade mal zwei Sätze gesagt, doch die waren prägnant formuliert, für jedermann verständlich und wurden von allen Mainstream-Medien wiedergegeben. Und vermutlich werden dem Reden irgendwann Taten folgen. Hierzulande steckt man nicht massenhaft Menschen Gulags, sondern man isoliert unliebsame Gruppen oder Personen. Man bringt die öffentliche Meinung auf seine Seite und geht dann gegen die, die „unsere ganze Lebensweise angreifen“, vor.

      Da nützt es nichts, die Kanzlerin als „Poliopathin“ zu bezeichnen, bei ihr eine „histrionische Persönlichkeitsstörung“ zu diagnostizieren, ihr Äußerungen von vor fast 20 Jahren im Vorfeld des Irak-Kriegs vorzuhalten oder eben Texte wie den hier zu bringen, die vom „substanzlosen Gefasel über Verschwörungstheorien“ faseln.

      Das ist ein völlig erwartbares Verhalten, mit dem man sehr wahrscheinlich auch im Kanzleramt kalkuliert. Reiz und Reaktion, wie auf Knopfdruck. Es liefert denen, die „Verschwörungstheoretiker“ aus dem Verkehr ziehen wollen, höchstens weitere Munition.

    • Martin Bauer sagt:

      NomoreMartini
      Also wenn ich die "Chienlit" richtig deute ,geht es hier eher um das (elaborierte) Gerangel
      an den staatlichen Futterplaetzen der Hochschulen.
      Ich meine es stoert sonst doch kein grossen Geist in welchen Auspuff Joseph Vogl kriecht.
      Er sucht halt Schutz vor der VUCA-Welt und versteht nicht das VUCA auch die Loesung ist.

      Und jo liebe Anja
      Nicht nur Angela Merkel sondern auch Honecker glaubte an die Allmaechtigkeit des Staates.
      "Den Sozialismus in seinem Lauf…"
      15. August 1989: Stur und ungeachtet der Stimmung im Land singt SED-Chef Erich Honecker noch im Sommer 1989 sein Loblied auf den Sozialismus. Anlass ist die Übergabe des ersten 32-bit-Mikroprozessors.

      Wie lange hatte es dann noch gedauert bis auch er aus seiner "Kiste" fliegen konnte?
      Machen Sie sich also keine Sorgen ,Angela Merkel und Sie schaffen das auch noch.

      Und hier noch eine weitere Verschwörungstheorien an der sich ihr Ego mit aller Macht abarbeiten darf :

      „Nichts an einer Raupe sagt dir, dass sie ein Schmetterling werden wird. “
      -Buckminster Fuller

      Je staerker Sie es tun desto staerker werden spaeter ihre Fluegel.
      Viel Erfolg und Glueck.

  11. Martin Bauer sagt:

    – Albert Einstein: wenn du es nicht einfach erklären kannst, hast du es nicht gut genug verstanden.

  12. Wildenfelser sagt:

    Ein ganz ausgezeichneter Artikel, dem nichts hinzu zu fügen ist, außer vielleicht… es gibt noch mehr solcher Vögel….

  13. Rudi Rast sagt:

    Es ist schon grauenhaft was dieser Prof . ( Buchgelerter ) so von sich gibt . Einfach nur Lakai der Herrschenden .

  14. Christian Milz sagt:

    Die Literaturwissenschaft ist schon lange total auf den Hund gekommen und einer völlig irrelevanten irrelevanten intellektuellen Selbstbefriedigung erlegen. Ganz katastrophal ist, was sie zu Georg Büchner fabriziert, alles nur noch Unsinn. Sie kann nicht mal Daten verarbeiten, die schwaz auf weiß im Text stehen, dafür produziert sie Sekundärdaten ohne jede wissenschaftlich-literarische Begründung. Im Woyzeck-Fragment verlangt die innere Stimme des Protagonisten, das weibliche Opfer totzustechen. Auf dem Höhepunkt der Verzweiflung ruft dieses Opfer aus: "Das Kind gibt mir einen Stich ins Herz" und die Büchner-Rezeption, zu allerletzt die wissenschaftliche, weigert sich, diesen Satz auch nur zu diskutieren und im Hinblick auf eine wörtliche Bedeutung (Täter = Kind des Opfers?) zu analysieren. Man übergeht ihn einfach. Herzogs Film lässt ihn aus. Keiner merkt es. Insofern ist das, was jetzt zu Corona abgeht, absolut nichts überraschendes. Man ist nicht in der Lage oder will die echten Narrative nicht zur Kenntnis nehmen und reproduziert dafür die bewusst erzeugten falschen. Peinlich, peinlich, aber irgendwann fällt auch dieses scheinakademische Kartenhaus.

    • Wildenfelser sagt:

      Schlimmer: Was uns als "Kultur" angeboten wird ist durchweg auf den Hund gekommen. Man muss sehr suchen, um noch die wenigen Dinge zu finden, die zurecht unter diesen Begriff zu fassen sind.

    • effess sagt:

      "Man ist nicht in der Lage oder will die echten Narrative nicht zur Kenntnis nehmen und reproduziert dafür die bewusst erzeugten falschen. Peinlich, peinlich, aber irgendwann fällt auch dieses scheinakademische Kartenhaus."

      Wieso ist DAS peinlich?

      … peinlich ist höchstens die Dummheit der Mitläufer welche oftmals eben der Ansicht sind, dass gerade sie irgendwie zu den systemgewinnern zählen und daher diesen offensichtlichen Scheiss dankend mittragen.

      Aber nun kommt es zum Schwur: "Impfkaninchen – oder besser doch nicht?" …

      Aus Sicht der Dirigenten wird dies wohl das herausragende Schlüsselelement, der tatsächliche Lakmustest sein: wieviele treten freiwillig vor und lassen sich das ungetestete Zeug reinknallen.
      Darauf basierend werden die Entscheidungen für die weiteren Schritte, für die Auswahl und die Festlegung der Abfolge der weiteren Akte dieses Stücks diskutiert und initiiert.

  15. Weltbuerger sagt:

    Seltsam das die Coronaverschwörung und Diktatur so gut funktioniert, die Verschwörer und Diktatoren es aber nicht schaffen die kleinen Lichter wie KenFM mundtod zu machen und im Gulag verschwinden zu lassen. Vielleicht hätten sie sich Mal Unterstützung der AFD holen sollen. Die haben noch von früher gute Erfahrungen mit solchen Dingen.

    • rigforred sagt:

      Mit was hat die AFD Erfahrung? Das verstehe ich nicht.

    • Querdenker sagt:

      Ja, da bitte ich auch um Aufklärung!

    • rigforred sagt:

      Hab ich seit 2013 irgendwas verpasst?

    • RULAI sagt:

      Paul heißt jetzt Weltbürger und ist davon überzeugt, daß die AfD aus verkappten Nazis besteht, die nichts als Menschenverachtung bewegt.
      Auf demselben Niveau von "Lieber tot als rot" und "der Neger hat Aids."
      Laßt ihn labern, Leute, das führt zu nichts.

    • Wildenfelser sagt:

      Komme auch zu dem Schluss: Trolle nicht füttern. Hungern lassen.

    • Paulinski sagt:

      Nee. "Weltbuerger" bin ich nicht. Ich war allerdings mal wieder gelöscht, weil ich einen der beiden Herren Lenz ausgelacht hatte. Anscheinend ist er hier auch Admin.

    • Weltbuerger sagt:

      Grüße aus Greifenfurt! RULAI hat absolut Recht in Bezug auf meine Meinung zur AFD und nein nicht Troll. Ich schaue nur gern Mal von meinem Tellerrand aus in einen anderen Teller rein. Außerdem finde ich es wichtig im Gespräch mit allen Menschen zu bleiben. Wenn wir nicht mehr miteinander reden können haben wir schon verloren.

    • effess sagt:

      ..RULAI hat absolut Recht in Bezug auf meine Meinung zur AFD … Außerdem finde ich es wichtig im Gespräch mit allen Menschen zu bleiben. Wenn wir nicht mehr miteinander reden können haben wir schon verloren."

      … wenn diese Analogie zum Statement des "Vogels" absicht war: Hut ab ….

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