KenFM im Gespräch mit: Ullrich Mies („Fassaden-Demokratie und Tiefer Staat“)

Niemand von uns lebt in einer Demokratie. Wir glauben nur, es zu tun. Volksvertreter sind in Wahrheit von der Elite vorgecastete Marionetten. Ihr Job ist es, uns glauben zu lassen, wir, die Bürger, wären der Souverän. Das sind wir nicht. An keinem Ort der Welt. Wir leben in simulierten Demokratien. Eine Demo-Version, die sich hinter der Mogelpackung Repräsentative Demokratie versteckt.

Während eine Diktatur keinen Hehl daraus macht, wer konkret und absolut das Sagen hat, ist die Repräsentative Demokratie den ganzen Tag und auf allen Ebenen damit beschäftigt, die Bürger überall auf der Welt über die tatsächlichen Machtverhältnisse zu täuschen. Das fängt bei der Bildung an und hört im Parlamentarismus auf.

Die Schlüsselrolle in dieser Fake-Demokratie haben die Medien. Ihr Hauptziel, um Noam Chomsky zu zitieren, besteht darin, uns von allem wichtigen fernzuhalten. Wir sollen uns mit Shopping, Sport oder Sex befassen. Was wir nicht sollen, ist hinter die Kulissen zu schauen. Wer es dennoch wagt und diese Demokratie-Show entzaubert, indem er der Dauer-Propaganda echte Fakten entgegenhält, wer sich seine eigene Meinung bildet, anstatt die der herrschenden Elite zu übernehmen, bekommt es unmittelbar mit dem zu tun, was man Tiefenstaat nennt.

Der Tiefenstaat ist so unsichtbar wie die Software in einem Computer, aber niemand würde auf die Idee kommen zu behaupten, es gäbe auf einem Rechner nur die Benutzeroberfläche.

Die Benutzeroberfläche des Tiefenstaates ist die Repräsentative Demokratie. Unter dieser Oberfläche existiert ein bewährtes, stabiles Netz der Macht, bestehend aus Geheimdiensten, Militär, Medien und Banken. Ein Kartell, das längst global agiert, Kriege anzettelt, Meinungen macht und über Think-Tanks und Stiftungen dafür sorgt, dass jeder, der stellvertretend in eine Machtposition gehievt wird, gar nicht mitbekommen hat, dass man ihn schon von frühester Jugend an dressiert und damit „abgerichtet“ hat.

Menschen in Schlüsselpositionen, die gar nicht wissen, dass „ihre“ Haltung gar nicht von ihnen stammt sondern via Gruppenmanipulation verabreicht wurde, sind nützliche Idioten, wenn es darum geht, im Falle X auch Kriege zu rechtfertigen. Demokratische Kriege, wohlgemerkt.

Es reicht ein Blick auf die Verteilung des Reichtums auf diesem Planeten, um zu erkennen, dass von fairer Teilhabe der Macht keine Rede sein kann, wenn gerade einmal acht Personen soviel besitzen wie die ärmere Hälfte der Menschheit, sprich 3,7 Milliarden Menschen. Das sind 3.700 Millionen! Ökonomische Macht korreliert stets mit politischer Macht. Geld regiert die Welt, weiß der Volksmund und hat absolut recht.

KenFM traf den Autor Ullrich Mies, der sich in seinem aktuellen Buch intensiv mit dem Status quo der Macht auseinandergesetzt hat und dabei zahlreiche Personen des öffentlichen Lebens zum Tiefenstaat zu Wort kommen lies. Das Buch trägt den bezeichnenden Titel „Fassadendemokratie und Tiefer Staat“ und wurde im Mainstream, der konzerngelenkten Presse, natürlich totgeschwiegen. Warum sollte man sich selber enttarnen?!

KenFM versteht sich nicht als alternatives Medium. Wir machen Presse und schaffen Transparenz. Die, die uns als Alternative Medien bezeichnen, sind in Wahrheit selber die Alternative. Eine alternative zu dem, was man Wahrheit nennen könnte.

Die Massenmedien als Teil der Gehirnwaschmaschine des Tiefenstaates lügen nicht, sie lassen nur den Teil der Realität weg, den man benötigt, um sich ein vollständiges Bild der Gegenwart zu machen. Mit dem Internet hat dieses System ein gigantisches Datenleck bekommen. Dieses Leck ist der Hauptgrund der „Krise“ der Demokratie und des Tiefenstaates. Das Volk weiß inzwischen zu viel. Macht und Transparenz widersprechen sich in diesem System, nur hat es keinen Sinn, Menschen, die fest in Schlüsselpositionen installiert wurden, dazu zu bewegen, mal über den Tellerrand zu blicken, Zweifel zuzulassen. Wir, die wir außerhalb des Systems Position bezogen haben, müssen den Wandel zu echter Demokratie voranbringen, denn:

„Es ist schwierig, einem Menschen etwas begreiflich zu machen, wenn sein Gehalt davon abhängt, es nicht zu begreifen“
– Upton Sinclair.

Inhaltsübersicht:

0:03:10 Was ist der „Tiefe Staat“?

0:18:20 Die Zentren der Macht

0:27:38 Geld regiert. Profit entscheidet.

0:36:42 Die AfD als 6. neoliberale Partei im Parlament

0:48:20 30 Menschen entscheiden, was an Universitäten auf dem Lehrplan steht

1:02:08 Globale Bürokratien ohne Gesicht

1:06:08 Demonstranten mieten ist heute nichts Ungewöhnliches mehr

1:14:42 Wie man die Bevölkerung zu Mitläufern macht

1:27:34 Neoliberalismus UND Demokratie: ein Widerspruch in sich

1:37:57 Der NATO-Bündnisfall und Rechtsnihilismus in

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65 Kommentare zu: “KenFM im Gespräch mit: Ullrich Mies („Fassaden-Demokratie und Tiefer Staat“)

  1. Danke für den Hinweis auf Bernd Hamm, aber auch auf Bolognia.
    Zum Wählen möchte ich anmerken:
    Trotz alledem finde ich es falsch, nicht zur Wahl zu gehen. Schlimm genug, dass die bisherigen Parteien uns keine (Aus)-Wahl bieten, aber soll ich meine Möglichkeiten noch selber einengen?
    Christoph Hörstels Partei hatte es in meinem Bundesland auf die Wählerliste geschafft, für mich eine Wahlmöglichkeit, denn sie benennt die wesentlichen Themen. Nur 2 Beispiele: Glysophat und Atomstrom (Holger Strohm, den ich für einen großen Denker halte, erklärt sehr einfach, dass angereichertes Uran notwendigerweise einhergeht mit abgereichertem. Anstatt dieses abge-
    reicherte Uran als schwach strahlender Müll einzulagern, wird es zum ‚Rohstoff“ für panzer-brechende Uranmunition). Einen Direktkandidaten gab’s dabei nicht, aber der Kandidat der LINKS-Partei (gegen Rüstungsexporte und Kriege) war akzeptabel für mich.
    In Minute 41:45 erfahre ich, was ich lange nicht verstand (und damit auch nicht diese Vorsicht bei der DM, denn warum kann ich da nicht einfach mal unverbindlich reinschnuppern), wie Personen eingeschleust werden in neue Parteien, damit diese keine Wirkung entfalten können. Wenn so
    ein neues Feuer sofort ausgetreten werden muss, ehe es sich überhaupt erst entfalten kann, muss es für sehr gefährlich gehalten werden.
    Zur Privatisierung öffentlichen Eigentums ab Minute 57:40.
    Genau so ist es: Man kann nicht oft genug betonen, dass sie mit der Privatisierung den Bürgern
    das wegnehmen, was diese finanziert haben und was deshalb Eigentum der Bürger ist. Wenn man das zusammensieht: zum einen, statt gerechter Entlohnung, prekäre Arbeitsverhältnisse und zum anderen verschleudern die Politiker mittels Privatisierung das durch die Bürger bezahlte öffentliche Vermögen, erkennt man einen doppelten Zugriff, eine Art Zangengriff in welchem sich der Lohn-
    oder Gehaltsabhängige befindet.
    Spannend auch ab Stunde 1:17:26: „Herr Mies, wie lange geht das noch?“ und ab 1:21.15 „Welche Spielräume haben wir?“
    Seit langem heißt es bei allen Maßnahmen, sie seien alternativlos. Wer zunächst denkt: wie einfältig, wo es doch überall Alternativen gibt, musste erfahren (z.B. durch Prof. Mausfeld) warum sie das
    sagen.
    Was ist, wenn sie sagen es sei unumkehrbar?
    Wo und Inwieweit sind die Verhältnisse (bereits) unumkehrbar?

    1:25:24 Dass die LINKE die KULTUR-ZERSTÖRUNG nicht sehen will, die kommen muss, wenn wir keinerlei Obergrenzen setzen, und dass die LINKEN ihren Frust an einander und gegen einander abreagieren, statt gemeinsam gegen die neoliberalen Zumutungen zu kämpfen, dem stimme ich zu.

    • Man kann auch mal den Gedanken denken, dass es für den Teil der Linken, die einen Welt-Kommunismus anstreben, geradezu eine Grundvoraussetzung ist, dass sich kulturelle Differenz auflöst; denn nur so lassen sich große Massen unter eine Führung, Ideologie und in ein System einpassen. Kollektivismus trägt doch deutliche Zeichen kultureller Vereinheitlichung in sich. Und die Migrationsagenda von EU und UNO befördert das ausdrücklich, nachweisbar in ihren Publikationen zu dem Thema Replacement Migration, das nur fälschlicherweise und verharmlosend mit Bestandserhaltungsmigration übersetzt wird. Es geht um den Tausch/Austausch.
      Das Ziel ist klar formuliert. Teile der Linken schweigt dazu. Warum?

    • Wenn wir bedenken, dass durch das Wählen EINES Menschen/ einer Person, die anschliessend einige Jahre lang dafür Sorge trägt, dass die übrigen Menschen eines Staates in die, und zwar genau die selbe Richtuung gelenkt werden, dann kann ich mir dazu nur überlegen, dass dies wohl ein Schritt in Richtung Ende der Vielfalt ist. Diesen Schritt gehen wir mittlerweile lange genug. seht ringsum wohin es führt: fruchtbare Fläche wird versiegelt, nicht essbares Geld in Form von Bits und Bytes wird generiert … usw. usf. usw. usf.

      ich wähle den bedingungslosen Tausch, nichts in der Natur erfolgt unter/nach einer Bedingung. tauschen ist wichtig um wachsen zu können. die Bedingung ist wichtig um Wachstum zu verhindern.

      – super Kommentar, Gloucester 😉

  2. Unerträglich, Lilith, ist es in der Tat, was da draußen vor sich geht. Eine weise Frau hörte ich einmal sagen, daß auf dem spirituellen Weg irgendwann dieser Moment der totalen Unerträglichkeit kommen werde – dann gibt es keine „anderen“ mehr sondern nur noch Dich selbst und die Unerträglichkeit des menschlichen Daseins. Und das zerreißt Dir das Herz. Dieser Moment bricht Dir das Herz. Im positiven Sinne: alles, was Dich klein, begrenzt und unvollständig gemacht hat, bricht ein, bricht weg, löst sich im Schmerz auf, der sich, so wir bleiben, in Liebe wandelt. Und wenn wir dann nicht gleich wieder flüchten (in Gedanken, in Ablenkungen, in neuen Input), dann kann der Moment der Befreiung stattfinden: der Tod des Egoselbst. Und das ist die Erlösung bei lebendigem Leibe.
    Ken Wilber sagte mal, das Christentum habe mit seiner ins Jenseites verlagerten Erlösung bei den Menschen einen Juckreiz an einer Stelle erschaffen, an dem man sich nicht kratzen könne. Gefiel mir gut dieses Bild.
    Das Dogma der Auferstehung nach dem Tod ist vermutlich eines der schlimmsten Mißverständnisse, auf die ein Mensch überhaupt kommen kann. (Paulus, dieser …………!!!!)
    Von Jesus ist das nicht.
    Hat er nie gelehrt.
    Noch nicht mal seinen „Opfer“tod.
    Aber ich schweife ab.

    Mein persönlicher Umgang mit dem Horror ist durch Unterscheidungsvermögen geregelt: was möchte ich mir zumuten, was tut mir gut, was kann ich tragen?
    Womit verbinde ich mich, wovon halte ich mich fern?
    Was baut mich auf, was zieht mich runter?
    Das Richten unserer Aufmerksamkeit ist DAS Gnadengeschenk, das uns gegeben wurde. Nur wenige nutzen es weise.

    Liebe Lilith, ich verstehe Sie nur zu gut. Bei mir hat die Wiederentdeckung des „Solar Radiation Management“ (Geo Engineering; Chemtrails) vor einigen Woche diese Krise ausgelöst; es war zuviel. Es war ein Schock. Ich fiel in Starre und Depression.
    Herausgeholfen hat mir da die Meditation und die Ausrichtung auf das Wahre, Schöne, Gute, das wir in gottesverwirklichten Menschen direkt erfahren können. Oder auch durch deren Musik:

    ttps://www.youtube.com/watch?v=7v4_BVpQp34

    Beste Seelenmedizin!!! Läuft bei mir stundenlang: „Joy am I and Love am I!!!“

    Und DAS ist die Wahrheit über den Menschen.

    ********************

    Bis dahin:

    BLEIB ERSCHÜTTERBAR UND WIDERSTEH, von Peter Rühmkorf

    Also heut: zum Ersten, Zweiten, Letzten:
    Allen Durchgedrehten, Umgehetzten,
    was ich, kaum erhoben, wanken seh,
    gestern an und morgen abgeschaltet:
    Eh dein Kopf zum Totenkopf erkaltet:
    Bleib erschütterbar – doch widersteh!

    Die uns Erde, Wasser, Luft versauen
    – Fortschritt marsch! mit Gas und Gottvertrauen –
    Ehe sie dich einvernehmen, eh
    du im Strudel bist und schon im Solde,
    wartend, daß die Kotze sich vergolde:
    Bleib erschütterbar – und widersteh.

    Schön, wie sich die Sterblichen berühren –
    Knüppel zielen schon auf Hirn und Nieren,
    daß der Liebe gleich der Mut vergeh…
    Wer geduckt steht, will auch andre biegen.
    (Sorgen brauchst du dir nicht selber zuzufügen;
    alles, was gefürchtet wird, wird wahr!)
    Bleib erschütterbar.
    Bleib erschütterbar – doch widersteh.

    Widersteht! im Siegen Ungeübte,
    zwischen Scylla hier und dort Charybde
    schwankt der Wechselkurs der Odyssee…
    Finsternis kommt reichlich nachgeflossen;
    aber du mit – such sie dir! – Genossen!
    teilst das Dunkel, und es teilt sich die Gefahr,

    leicht und jäh – – –
    Bleib erschütterbar!
    Bleib erschütterbar – und widersteh

    • @Andreas S. Gesierich
      Herzlichen Dank für Ihre Zeilen, sie erreichen mich!
      Sehr kluge und weise Gedanken, die meine volle Zustimmung finden.
      Während einer Therapie in einer spirituell ausgerichteten Klinik war es mir vergönnt, sehr viel über mich zu lernen. Dieses Gleichgewicht zu finden, von dem Sie schreiben, den Selbstschutz rechtzeitig zu aktivieren, fällt mir sehr schwer. Wenn man in diesen unerträglichen Momenten, in denen man sich mit der nächsten Widerwärtigkeit konfrontiert sieht, in seinem sehr überschaubaren persönlichen Umfeld nicht nur keine Empathie findet, sondern im Gegenteil der Schmerz noch vergrößert wird, wird es in der Tat unerträglich.
      Meine Spiritualität gibt mir Halt. Daß ich kreativ sein kann, ist ein wunderbares Geschenk für mich und macht mein Leben trotz allen „Irrsinns“ in dieser Welt einigermaßen erträglich.
      Danke für das Gedicht von Peter Rühmkorf!

      Mich haben diese Worte von Guenter Eich durch mein Leben begleitet:

      Wacht auf, – denn eure Träume sind schlecht!
      Bleibt wach, – weil das Entsetzliche näher kommt.

      Auch zu dir kommt es, der weitentfernt wohnt
      von den Stätten, wo Blut vergossen wird,
      auch zu dir und deinem Nachmittagsschlaf,
      worin du ungern gestört wirst.
      Wenn es heute nicht kommt, kommt es morgen,
      aber sei gewiß.

      „Oh, angenehmer Schlaf
      auf dem Kissen mit roten Blumen,
      einem Weihnachtsgeschenk von Anita, woran sie drei Wochen gestickt hat,

      oh, angenehmer Schlaf,
      wenn der Braten fett war und das Gemüse zart.
      Man denkt im Einschlummern an die Wochenschau von gestern abend:
      Osterlämmer, erwachende Natur, Eröffnung der Spielbank in Baden-Baden,
      Cambridge siegte gegen Oxford mit zweieinhalb Längen, –
      das genügt, das Gehirn zu beschäftigen.

      Oh, diese weichen Kissen, Daunen aus erster Wahl!
      Auf ihm vergißt man das Ärgerliche der Welt, jene Nachricht zum Beispiel:
      Die wegen Abtreibung Angeklagte sagte zu ihrer Verteidigung:
      Die Frau, Mutter von sieben Kindern, kam zu mir mit einem Säugling,
      für den sie keine Windeln hatte und der
      in Zeitungspapier gewickelt war.
      Nun, das sind Angelegenheiten des Gerichtes, nicht unsre.
      Man kann dagegen nichts tun, wenn einer etwas härter liegt als der andre.
      Und was kommen mag, unsere Enkel mögen es ausfechten.“

      Ach, du schläfst schon? Wache gut auf, mein Freund!
      Schon läuft der Strom in den Umzäunungen, und die Posten sind aufgestellt.

      Nein, schlaft nicht, während die Ordner der Welt geschäftig sind!
      Seid mißtrauisch gegen ihre Macht, die sie vorgeben für
      euch erwerben zu müssen.
      Wacht darüber, daß eure Herzen nicht leer sind, wenn mit
      der Leere eurer Herzen gerechnet wird!
      Tut das Unnütze, singt die Lieder, die man aus eurem Mund nicht erwartet!
      Seid unbequem, seid Sand, nicht das Öl im Getriebe der Welt!

      Nochmals herzlichen Dank für Ihre wohltuenden Worte und alles Gute für Sie!
      Lilywhite Lilith

  3. Lieber Ken Jebsen,
    es wäre wünschenswert, wenn die interviewte Person aussprechen könnte, ihr weit weniger das Wort abgeschnitten würde und diese damit den angefangenen Gedanken ausführen könnte. Oder als Alternative ihr Gelegenheit gegeben würde, das aufgegleiste Thema intensivieren könnte.
    PS: Ich schaue Kenfm täglich, empfehle den Sender wo ich kann und finde ihn äusserst hilfreich in vielerlei Hinsicht. Ich unterstütze Kenfm monatlich.

  4. Für den Interessierten: „Gangs of America / The Rise of Corporate Power and the Disabling of Democracy“ von Ted Nace. Als pdf im Internet googeln: gangsofamerica

    Gleich in den ersten Absätzen der Einführung erfährt man wie ein elektrisches Transit-System umgewandelt wurde in Diesel-betriebene GM-Busse. Umfangreich (300+ Seiten) und in englischer Sprache.

  5. Ein großartiges Interview, und – es ist von größter Wichtigkeit, daß das darin erörterte Wissen über den Aufbau und die Funktionen unseres „tiefen Staates“ und das eigentliche Wesen unserer derzeitigen „Demokratie“ mehr und mehr auch der breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird!!! – Tausend Dank für diesen hervorragenden Beitrag!

  6. Ergänzend:

    Die Macher hinter den Kulissen – Hermann Ploppa spricht in Bautzen (17.11.2017) (1:11:03)
    eingeSCHENKt.tv

    Am 24.11.2017 veröffentlicht

    Hermann Ploppa zeigt in diesem Vortrag die diskreten, feinmaschigen Netzwerke auf, die in aller Stille Politik, Wirtschaft, Medien und Wissenschaft durchdrungen haben.
    Namen wie „Bilderberger“ oder „Atlantikbrücke“ sind im Gespräch.
    Doch das ist nur die Spitze des Eisbergs. Neoliberale Strategen und Lobbygruppen arbeiten seit Jahrzehnten in einem Generationen übergreifenden Projekt an der Enteignung und Entmündigung von Staat und Bürgern.
    Die Politik selbst wird durchdrungen, in Netzwerke eingespannt und bei Bedarf „auf Linie“ gebracht. Ziel ist es unter anderem, durch Privatisierungen und stetig wachsender Einflussnahme in weite Teile der Gesellschaft Macht zu generieren und zu festigen, Geldflüsse zu kontrollieren und politische Entscheidungen zu lenken.
    Der Staat und die in Deutschland traditionelle Dreiteilung der Wirtschaft sollen stetig aber möglichst unbemerkt ausgehöhlt werden.
    Die politischen „Spielregeln“ bestimmen immer weniger gewählte Politiker, Kommunen oder der Staat – sondern andere mächtige Personengruppen, die sich hinter Institutionen, Netzwerken, Thinktanks und Stiftungen gut zu verstecken wissen.
    Doch es gibt auch einen Trend, der zeigt, dass diese Machenschaften erkannt und aufgedeckt werden. Hermann Ploppa zeigt Alternativen auf. Das Rad muss nicht neu erfunden werden, um doch noch eine soziale und menschenwürdige Gesellschaft zu ermöglichen.
    Hermann Ploppa ist Politologe und Publizist. Er schrieb unter anderem das Buch „Die Macher hinter den Kulissen. Wie transatlantische Netzwerke heimlich die Demokratie unterwandern“.
    Der Vortrag wurde am 17. November 2017 in Bautzen aufgezeichnet.
    https://www.youtube.com/watch?v=7SOrt4kxayo&feature=youtu.be

    • „Das Rad muss nicht neu erfunden werden, um doch noch eine soziale und menschenwürdige Gesellschaft zu ermöglichen.“

      Aber auch hier praktisch nur Analysen des Ist-Zustandes.
      Daher ein Beispiel, dass das Rad in der Tat nicht neu erfunden werden muss. Frei nach Goethe: Alles ist schon geschrieben und gedacht worden, man muss es nur neu denken.
      Anmerkung: Die konfuzianisch geprägten Japaner und die Deutschen (Preußen) gelten als „wesensverwandt“.

      Von Josh
      Anarchism is usually considered a recent, Western phenomenon, but its roots reach deep in the ancient civilizations of the East. The first clear expression of an anarchist sensibility may be traced back to the Taoists in ancient China from about the sixth century BC. Indeed, the principal Taoist work, the Tao te ching, may be considered one of the greatest anarchist classics.
      The Taoists at the time were living in a feudal society in which law was becoming codified and
      government increasingly centralized and bureaucratic. Confucius was the chief spokesman of the legalistic school supporting these developments, and called for a social hierarchy in which every citizen knew his place. The Taoists for their part rejected government and believed that all could live in natural and spontaneous harmony. The conflict between those who wish to interfere and those who believe that things flourish best when left alone has continued ever since.
      The Taoists and the Confucians were both embedded in ancient Chinese culture. They shared a
      similar view of nature, but differed strongly in their moral and political views. They both had an
      attitude of respectful trust to human nature; the Christian notion of original sin is entirely absent from their thought. Both believed that human beings have an innate predisposition to goodness which is revealed in the instinctive reaction of anyone who sees a child falling into a well. Both claimed to defend the Tao or the way of the ancients and sought to establish voluntary order.
      But whereas the Taoists were principally interested in nature and identified with it, the Confucians were more worldly- minded and concerned with reforming society. The Confucians celebrated traditionally ‘male’ virtues like duty, discipline and obedience, while the Taoists promoted the ‘female’ values of receptivity and passivity.
      Although it has helped shape Chinese culture as much as Buddhism and Confucianism, Taoism by its very nature never became an official cult. It has remained a permanent strain in Chinese thought.
      Its roots lay in the popular culture at the dawn of Chinese civilization but it emerged in the sixth century BC as a remarkable combination of philosophy, religion, proto-science and magic.
      The principal exponent of Taoism is taken to be Lao Tzu, meaning ‘old Philosopher’. He was born around 604 BC of a noble family in Honan province. He rejected his hereditary position as a noble and became a curator of the royal library at Loh. All his life he followed the path of silence — ‘The Tao that can be told is not the eternal Tao’, he taught. According to legend, when he was riding off into the desert to die, he was persuaded by a gatekeeper in north-western China to write down his teaching for posterity.
      It seems likely however that the Tao te ching which is attributed to Lao Tzu, was not written until the third century BC. It has been called by the Chinese scholar Joseph Needham ‘without exception the most profound and beautiful work in the Chinese language’. The text consists of eighty-one short chapters in poetic form. Although often very obscure and paradoxical, it offers not only the earliest but also the most eloquent exposition of anarchist principles.
      It is impossible to appreciate the ethics and politics of Taoism without an understanding of its
      philosophy of nature. The Tao te ching celebrates the Tao, or way, of nature and describes how the wise person should follow it. The Taoist conception of nature is based on the ancient Chinese principles of yin and yang, two opposite but complementary forces in the cosmos which constitute ch’i (matter-energy) of which all beings and phenomena are formed. Yin is the supreme feminine power, characterized by darkness, cold, and receptivity and associated with the moon; yang is the masculine counterpart of brightness, warmth, and activity, and is identified with the sun. Both forces are at work within men and women as well as in all things.
      The Tao itself however cannot be defined. it is nameless and formless. Lao Tzu, trying vainly to
      describe what is ineffable, likens it to an empty vessel, a river flowing home to the sea, and an uncarved block.’ The Tao, he asserts, follows what is natural. It is the way in which the universe works, the order of nature which gives all things their being and sustains them.
      The great Tao flows everywhere, both to the left and the right. The ten thousand things
      depend on it; it holds nothing hack. It fulfils its purpose silently and makes no claim.
      Needham describes it not so much as a force, but as a ‘kind of natural curvature in time and space’. Like most later anarchists, the Taoists see the universe as being in a continuous state of flux. Reality is in a state of process; everything changes, nothing is constant. They also have a dialectical concept of change as a dynamic interplay as opposing forces. Energy flows continually between the poles of yin and yang. At the same time, they stress the unity and
      harmony of nature. Nature is self-sufficient and uncreated; there is no need to postulate a conscious creator. It is a view which not only recalls that of the Greek philosopher Heraclitus but coincides with the description of the universe presented by modern physics. Modern social ecology, which stresses unity in diversity, organic growth and natural order, further reflects the Taoist world-view. The approach to nature recommended by Lao Tzu and the Taoists is one of receptivity. Where the Confucian wants to conquer and exploit nature, the Taoist tries to contemplate and understand it. The Taoists’ traditionally ‘feminine’ approach to nature suggests that their way of thinking may well have first evolved in a matriarchal society. While at first sight it might seem a religious attitude, in fact it encouraged a scientific and democratic outlook amongst Taoists. By not imposing their own preconceptions, they were able to observe and understand nature and therefore learn to channel its energy beneficially.
      The Taoists were primarily interested in nature but their conception of the universe had important corollaries for society. A definite system of ethics and politics emerges. There are no absolute Taoist values; for good and bad, like yin and yang, are related. Their interplay is necessary for growth, and in order to achieve something it is often best to start with its opposite. Nevertheless, an ideal of the wise person emerges in Taoist teaching who is unpretentious, sincere, spontaneous, generous and detached. For the Taoists, the art of living is to be found in simplicity, non-assertion and creative play.
      Central to Taoist teaching is the concept of wu-wei. It is often translated as merely non-action. In fact there are striking philological similarities between ‘anarchism’ and ‘wu-wei’. Just as ‘an-
      archos’ in Greek means absence of a ruler, wu-wei means lack of wei, where wei refers to ‘artificial, contrived activity that interferes with natural and spontaneous development’. From a political point of view, wei refers to the imposition of authority. To do something in accordance with wu-wei is therefore considered natural; it leads to natural and spontaneous order. It has nothing to do with all forms of imposed authority. The Tao te ching is quite clear about the nature of force. If we use force, whether physical or moral, to improve ourselves or the world, we simply waste energy and weaken ourselves: ‘force is followed by loss of strength’. It follows that those who wage war will suffer as a result: ‘a violent man will die a violent death’. By contrast, giving way is often the best way to overcome: ‘Under heaven nothing is more soft and yielding than water Yet for attacking the solid and strong, nothing is better;
      it has no equal. The weak can overcome the strong; the supple can overcome the stiff.’ The gentle peacefulness recommended by the Taoists is not a form of defeatist submission but a call for the creative and effective use of energy.
      ‘Practise non-action. Work without doing’, Lao Tzu recommends. In their concept of wu-wei,
      the Taoists are not urging non-action in the sense of inertia, but rather condemning activity contrary to nature. It is not idleness that they praise, but work without effort, anxiety and complication, work which goes with and not against the grain of things. If people practised wu-wei in the right spirit, work would lose its coercive aspect. It would be undertaken not for its useful results but for its intrinsic value. Instead of being avoided like the plague, work would be transformed into spontaneous and meaningful play: ‘When actions are performed Without unnecessary speech, People say, “We did it!”’
      If people followed their advice, the Taoists suggest, they would live along life and achieve physical and mental health. one of their fundamental beliefs was that ‘whatever is contrary to Tao will not last long’, while he who is filled with virtue is like a new-born child. In order to prolong their lives the Taoists resorted to yoga-like techniques and even alchemy.
      The most important principle at the centre of their teaching however was a belief that ‘The world is ruled by letting things take their course. It cannot be ruled by interfering.’ The deepest roots of the Taoist view of wu-wei probably lies in early matriarchal society in ancient China. The Taoist ideal was a form of agrarian collectivism which sought to recapture the instinctive unity with nature which human beings had lost in developing an artificial and hierarchical culture. Peasants are naturally wise in many ways. By hard experience, they refrain from activity contrary to nature and realize that in order to grow plants they must understand and co-operate with the natural processes. And just as plants grow best when allowed to follow their natures, so human beings thrive when least interfered with. It was this insight which led the Taoists to reject all forms of imposed authority, government and the State. It also made them into precursors of modern anarchism and social ecology.
      It has been argued that Taoism does not reject the State as an artificial structure, but rather sees it as a natural institution, analogous perhaps to the family. While the Tao te ching undoubtedly rejects authoritarian rule, it does read at times as if it is giving advice to rulers to become better at ruling:
      If the sage would guide the people, he must serve with humility. If he would lead them, he must follow behind. In this way when the sage rules, the people will not feel oppressed.
      Bookchin goes so far as to claim that Taoism was used by an elite to foster passivity amongst the peasantry by denying them choice and hope.
      Certainly Lao Tzu addresses the problem of leadership and calls for the true sage to act with the people and not above them. The best ruler leaves his people alone to follow their peaceful and productive activities. He must trust their good faith for ‘He who does not trust enough will not be trusted. If a ruler interferes with his people rather than letting them follow their own devices, then disorder will follow: ‘When the country is confused and in chaos, Loyal ministers appear.’ In a well-ordered society,
      Humans follow the earth.
      Earth follows heaven.
      Heaven follows the Tao.
      Tao follows what is natural.
      However a closer reading shows that the Tao te ching is not concerned with offering Machiavellian advice to rulers or even with the ‘art of governing’. The person who genuinely understands the Tao and applies it to government reaches the inevitable conclusion that the best government does not govern at all. Lao Tzu sees nothing but evil coming from government. Indeed, he offers what might
      be described as the first anarchist manifesto:
      The more laws and restrictions there are,
      The poorer people become.
      The sharper men’s weapons
      The more trouble in the land.
      The more ingenious and clever men are,
      The more strange things happen.
      The more rules and regulations,
      The more thieves and robbers.
      Therefore the sage says:
      I take no action and people are reformed.
      I enjoy peace and people become honest.
      I do nothing and the people become rich.
      I have no desires and people return to the good and simple life.
      Contained within the marvellous poetry of the Tao te ching, there is some very real social criticism.
      It is sharply critical of the bureaucratic, warlike and commercial nature of the feudal order. Lao Tzu specifically sees property as a form of robber: ‘When the court is arrayed in splendor, The fields are full of weeds, And the granaries are bare.’ He traces the causes of war to unequal distribution: ‘Claim wealth and titles, and disaster will follow ’ Having attacked feudalism with its classes and private property, he offers the social ideal of a classless society without government and patriarchy in which people live simple and sincere lives in harmony with nature. It would be a decentralized society in which goods are produced and shared in common with the help of appropriate technology.
      The people would be strong but with no need to show their strength; wise, but with no presence of learning; productive, but engaged in no unnecessary toil. They would even prefer to reckon by knotting rope rather than by writing ledgers:
      A small country has fewer people.
      Though there are machines that can work ten to a hundred
      times faster than man, they are not needed.
      The people take death seriously and do not travel far.
      Though they have boats and carriages, no one uses them.
      Though they have armour and weapons, no one displays them.
      Men return to the knotting of rope in place of writing.
      Their food is plain and good, their clothes fine but simple, their homes secure;
      They are happy in their ways.
      Though they live within sight of their neighbours,
      And crowing cocks and barking dogs are heard across the way,
      Yet they leave each other in peace while they grow old and die.
      The anarchistic tendency of the Taoists comes through even stronger in the writings of the philosopher Chuang Tzu, who lived about 369–286 BC. His work consists of arguments interspersed with anecdotes and parables which explore the nature of the Tao, the great organic process of which man is a part. It is not addressed to any particular ruler. Like the Tao te ching, it rejects all forms of government and celebrates the free existence of the self-determining individual. The overriding tone of the work is to be found in a little parable about horses:
      Horses live on dry land, eat grass and drink water. When pleased, they rub their necks
      together. When angry, they turn round and kick up their heels at each other. Thus far only
      do their natural dispositions carry them. But bridled and bitted, with a plate of metal on
      their foreheads, they learn to cast vicious looks, to turn the head to bite, to resist, to get
      the bit out of the mouth or the bridle into it. And thus their natures become depraved.
      As with horses, so it is with human beings. Left to themselves they live in natural harmony and
      spontaneous order. But when they are coerced and ruled, their natures become vicious. It follows that princes and rulers should not coerce their people into obeying artificial laws, but should leave them to follow their natural dispositions. To attempt to govern people with manmade laws and regulations is absurd and impossible: ‘as well try to wade through the sea, to hew a passage through a river, or make a mosquito fly away with a mountain!’. In reality, the natural conditions of our existence require no artificial aids. People left to themselves will follow peaceful and productive activities and live in harmony with each other and nature.
      In an essay ‘On Letting Alone’, Chuang Tzu asserted three hundred years before Christ the fundamental proposition of anarchist thought which has reverberated through history ever since:
      ’There has been such a thing as letting mankind alone; there has never been such a thing
      as governing mankind. Letting alone springs from fear lest men’s natural dispositions be
      perverted and their virtue left aside. But if their natural dispositions be not perverted nor
      their virtue laid aside, what room is there left for government?
      The Taoists therefore advocated a free society. without government in which individuals would
      be left to themselves. But while pursuing their own interests, they would not forget the interests of others. It is not a sullen selfishness which is recommended. The pursuit of personal good involves a concern for the general well-being: the more a person does for others, the more he has; the more he gives to others, the greater his abundance. As the Taoist text Huai Nan Tzu puts it, ‘Possessing the empire’ means ‘self-realization. If I realize myself then the empire also realizes me. If the empire and I realize each other, then we will always possess each other.’
      Human beings are ultimately individuals but they are also social beings, part of the whole. Anticipating the findings of modern ecology, the Taoists believed that the more individuality and diversity there is, the greater the overall harmony. The spontaneous order of society does not exclude conflict but involves a dynamic interplay of opposite forces. Thus society is described by Chuang Tzu as an agreement of a certain number of families and individuals to abide by certain customs.
      Discordant elements unite to form a harmonious whole. Take away this unity and each
      has a separate individuality… A mountain is high because of its individual particles. A
      river is large because of its individual drops. And he is a just man who regards all parts
      from the point of view of the whole.
      Taoism thus offered the first and one of the most persuasive expressions of anarchist thinking. Its moral and political ideas were firmly grounded in a scientific view of the world. Although Taoist philosophy (Tao chia) contains Spiritual and mystical elements, the early Taoists’ receptive approach to nature encouraged a scientific attitude and democratic feelings. They recognized the unity in the diversity in nature and the universality of transformation. In their
      ethics, they encouraged spontaneous behavior and self-development in the larger context of nature: production without possession, action without self-assertion and development without domination. In their politics, they not only urged rulers to leave their subjects alone and opposed the bureaucratic and legalistic teaching of the Confucians, but advocated as an ideal a free and co-operative society without government in harmony with nature.
      Taoism was not aimed by an elite at peasants to make them more docile and obedient. The Taoists social background tended to be from the small middle class, between the feudal lords and the mass of peasant farmers. Nor were they merely offering advice on how to survive in troubled times by yielding to the strong, keeping a low profile, and by minding their own business. On the contrary, Taoism was the philosophy of those who had understood the real nature of temporal power, wealth and status, sufficiently well to find them radically wanting. Far from being a philosophy of failure or quietude, Taoism offers profound and practical wisdom for those who wish to develop the full harmony of their being.

      The Anarchist Library
      Anti-Copyright
      Josh
      Anarchism and Taoism
      theanarchistlibrary.org

  7. “Heute bestimmt die PR Industrie. Die Werbeindustrie bestimmt letztendlich was wir zu sehen bekommen, was wir zu hören bekommen, und was wir zu lesen bekommen. Und das ist das, xy Becker beschreibt es eben auch wunderbar: sie können, wenn sie genug Kohle haben, können sie das alles bestellen. Sie können den Staatsstreich bestellen, der medial inszeniert wird, sie können die Kriegsvorbereitungen bestellen, die dann medial inszeniert werden. Das wird dann von oben eingespeist und diffundiert dann herunter in den ganzen Medienapparat bis in die kleine Lokalklitsche damit auch der Schluss- und Endverbraucher auch diese Ideologie frisst.”

    27000 PR Berater im Pentagon werben für Krieg – verpacken die illegalen Angriffskriege in humanitäre Interventionen.

  8. Auch wenn das vielleicht hier nur ein Tropfen auf die heißen Steine der Dampferzeugung ist – der Neoliberalismus steht in keinster Weise im Widerspruch zu echter Demokratie.

    Konzerndiktatur (oder von den Eigentümern von Konzernen ‚bestellte‘ Diktatur) ist KEIN Neoliberalismus.
    Sondern das genaue Gegenteil davon.

    Also nennen Sie bitte nicht antiliberale Politik, die gerne mal Diktaturen oder korrupte Regimes ‚bestellt‘, völlig fälschlich ’neoliberal‘! Ich wiederhole das, obwohl das bei KenFM ähnlich wie bei der Linkspartei wohl hoffnungslos ist.
    Aber genauso wenig wie vom SPIEGEL lasse ich mir meine Meinung von KenFM oder von der deutschen Linken manipulieren, und das gebe ich gerne hiermit kund..!

    *) der wirklich zu einem Revolverblatt (einer ‚Bild‘ für ‚Intelllektuelle‘) degeneriert ist, man sieht das gut, wenn man mal alte Spiegelartikel etwa aus den frühen 1970ern liest und sie mit dem heutigen Nonsens vergleicht, den der Spiegel liefert

    • Lieber Thatsit! Auch wenn ich ihre Meinung über Neolobealismus so grotesk wie vermutlich alle anderen hier finde, möchte ich auch Ihnen eine schöne Weihnachtszeit wünschen. Immerhin vertreten sie tapfer einsam und alleine Ihre geheimnisumwitterte Meinung hier schon lange und sind ein gutes Beispiel für Meinungsfreiheit im KenFM-Forum. Und was sie über den Spiegel hier sagen, trifft ja den Nagel auf den Kopf! Ich kann mich auch noch an meine Spiegel-Zeit sehr gut erinnern und wie ich mich immer auf den Spiegeltag gefreut hatte, wo ich auch eifrig Leserbriefe zu den vielen guten Artikeln schrieb, die sogar einige male abgedruckt wurden. Im Spiegel abgedruckt zu werden, war damals fast wie eine Ehrung. Und heute? Da sieht man doch genau die Abgründigkeit des sog. Neoliberalismus.. 🙂

    • ………………….
      „In den 1970er Jahren wurde der Ausdruck Neoliberalismus wieder aufgegriffen und erfuhr einen Bedeutungswandel. Oppositionelle Wissenschaftler in Chile benutzten ihn mit negativer Konnotation und kritisierten damit die von Ideen der Chicagoer Schule sowie Friedrich August von Hayek beeinflussten radikalen Reformen durch die Chicago Boys. Von hier aus verbreitete sich die neue Wortbedeutung in die angelsächsische Welt.[11] Heute wird der Begriff vorwiegend als pejorative Fremdbezeichnung von „Marktfundamentalismus“ verwendet,[12] nicht selten im Zusammenhang mit der New Right und der damit verbundenen Wirtschaftspolitik Ronald Reagans und Margaret Thatchers.“ (wikipedia)

      Schauen Sie mal bei „Neoliberalismus – Lobbypedia“ oder „Neoliberalismus – Nachdenkseiten“!
      Aber ist wohl zwecklos.

    • wollen wir uns jetzt über die Definition des jetzt (vor)herrschenden Sytems streiten?
      Im Klartext kann man es ein mafiöse, von Korruption völlig durchwachsene, hochkriminelle Struktur nennen, die in immer schnellerer Entwicklung in Richtung eines totalitären Systems marschiert.
      Geprägt von Willkür, Doppelstandarts, Gewalt, Raub, Erpressung, Unterdrückung, Mord und speziell angepassten Terrorismus dient diese sogenannte Demokratie allein den Herren des Geldes.
      Ob man das jetzt Neoliberalismus, Kapitalismus, Turbo- oder Raubtierkapitalismus und wie die Begriffe noch alle heißen mögen nennt ist doch völlig gleichgültig.
      Erfreulich ist jedefalls, wenn man sich mal weit ab der Zombiunterhalung (Spiegel, Stern, Heute, SZ, Welt usw. usf.) informiert, dass nicht mehr zu übersehen ist dass die Ziocon-Globalistenfraktion seit geraumer Zeit definitiv verloren hat und sich langsam aber sicher eine Multipolare Ausrichtung formiert.
      Da können unsere Medien und Politiker noch so geifern, plärren, ihre hohlen Drohunge aussprechen. Sie haben verloren. Alles was zur Zeit passiert dient genau dieser Agena.
      Abgesehen davon: Trump hat jerusalem zur Hauptstadt Israels gemacht?! Dieser Entwurf vom Senat lag schon Jahrelang bvereit, allein die vorhergehenden Präsidenten haben es nicht unterzeichnet, Trump hat das getan.
      Was passiert jetzt?! Israel (wie auch die VSA) wreden immer mehr isoliert, werden immer mehr zu einem Paria der von der restlichen Welt geächtet und ausgeschlossen wird.
      Ist doch schön! Besser kann es nicht laufen!
      Will sagen, langsam hat auch das letzte Land kapiert, dass vom „Wertewesten“ nichts anderes zu erwarten ist als ausgeraubt, belogen, ausgebombt, unterdrückt und benutzt zu werden.
      Ich freu mich schon auf künftige Kriegsverbrechertribunale, die die jeweiligen ehem. Machthaber (also Kriegsverbrecher) ihrer gerechten Strafe zuführen.
      Die VSA und Israel haben fertig.

    • Ergänzend zu „schwarz ist weiß“ sollte erwähnt werden, dass
      der Neoliberalismus, wie im Colloque Walter Lippmann vorgeschlagen, wohl (???) einen neuen Liberalismus als antikommunistischen und antikapitalistischen Dritten Weg konzipieren wollte – bis zur Trennung der amerikanischen und deutschen Vertreter dieses Konzepts (erstere Chicagoer Schule; letztere Vertreter dieses Dritten Wegs in der Sozialen Marktwirtschaft).

      Thatsit hat wohl (nicht nur an dieser Stelle) einen oder mehre „blinde Flecken“ in Sachen Liberalismus, geschuldet der Brüchigkeit und schillernden (visible hand) Geschichte des Liberalismus. Richtig ist natürlich auch, dass der Plan (die Verschwörung) von Hayek wirklich auf subtilste und geheimnisvollste Weise und mit langer Planung umgesetzt wurde: Ein Plan der durchaus zu recherchieren ist, wenn auch mit einigem Aufwand.

      In den 70er Jahren, „als der Ausdruck Neoliberalismus wieder aufgegriffen wurde“, etwa in dieser Zeit beginnt die Umsetzung der „Hayek-Verschwörung“ durch systematischen Aufbau weltweiter Think-Tanks und praktische Umsetzung durch Thatcher, Reagan und Kohl in den 80er Jahren. Thatcher übrigens bekennende Anhängerin von Hayek.

      Diese Leute selbst reden zu lassen, das ist die beste Methode, den Liberalismus zu verstehen, ergänzend von Meinungen aus zweiter und dritter Hand:

      Hayek:

      „Eine freie Gesellschaft benötigt eine bestimmte Moral, die sich letztlich auf die Erhaltung des Lebens beschränkt: nicht auf die Erhaltung allen Lebens, denn es könnte notwendig werden, das eine oder andere individuelle Leben zu opfern zugunsten der Rettung einer größeren Anzahl anderen Lebens. Die einzig gültigen moralischen Maßstäbe für die »Kalkulation des Lebens« können daher nur sein: das Privateigentum und der Vertrag.“ – Interview in: El Mercurio, Santiago de Chile, 19. April 1981

      „Und der vorherrschende Glaube an »soziale Gerechtigkeit« ist gegenwärtig wahrscheinlich die schwerste Bedrohung der meisten anderen Werte einer freien Zivilisation.“ – Recht, Gesetzgebung und Freiheit, Bd. 2, Landsberg am Lech 1981, S. 98

      “Es gibt keine bessere Zerstörungsmethode der Marktwirtschaft als den Begriff der sozialen Gerechtigkeit.”

      “Das Geld ist eines der großartigsten Werkzeuge der Freiheit, die der Mensch erfunden hat.”

      „Es mag hart klingen, aber es ist wahrscheinlich im Interesse aller, daß in einem freiheitlichen System die voll Erwerbstätigen oft schnell von einer vorübergehenden und nicht gefährlichen Erkrankung geheilt werden um den Preis einer gewissen Vernachlässigung der Alten und Sterbenskranken.“ Die Verfassung der Freiheit, Tübingen, 1983, S.397

      “Wahr ist nur, daß eine soziale Marktwirtschaft keine Marktwirtschaft, ein sozialer Rechtsstaat kein Rechtsstaat, ein soziales Gewissen kein Gewissen, soziale Gerechtigkeit keine Gerechtigkeit – und ich fürchte auch, soziale Demokratie keine Demokratie ist.“
      – Friedrich August von Hayek: Wissenschaft und Sozialismus. In: Gesammelte Schriften in deutscher Sprache

      Mill, On Liberty, Einführung:

      „Es ist kaum nötig zu sagen, daß diese Lehre nur für Menschen in der Reife ihrer Fähigkeiten gilt. Wir sprechen nicht von Kindern…Aus denselben Gründen bleibt die Betrachtung jener rückständigen Zustände der Gesellschaft außerhalb des Rahmens unserer Untersuchung, in denen sich das Menschengeschlecht im Zustand der Unreife befindet… Der Despotismus ist für die Barbaren die legitime Regierungsmethode, vorausgesetzt, der Zweck ist die Verbesserung ihres Zustandes. Freiheit als Prinzip wird erst dann anwendbar, wenn die Menschheit der Verbesserung mit Hilfe freier und gleicher Diskussion fähig geworden ist. Bis dahin gibt es für sie nur implizite Unterwerfung unter einen Akbar, einen Karl, wenn sie glücklich genug sind, einen solchen Führer zu finden.“

    • PS.:

      Zur „invisible hand“ Tomáš Sedláček:

      „Laut einer Legende aus alter Zeit werden all unsere törichten Pläne und eitlen Dünkel auf das Gemeinwohl hingeordnet.“

      Die visible hand im Neoliberalismus ist Hayek.

    • Ich würde es eher als grotesk bezeichnen, wenn von Großindustriellen oder anderen „Big Playern“ unterstützte Diktatur als „neoliberal“ bezeichnet wird. Lobbyisten vom Schlag derer, die die Nazis oder die Regierung Saudi-Arabiens stützten bzw. stützen, beweisen, dass sie null komma null liberal sind, und somit auch nicht neoliberal.

      Das Thema ist wichtig, immerhin wird durch die massiv falsche Bezeichnung von konzerngestützter monopolistischer Diktatur als „neoliberal“ die liberale Politik generell in wesentlichen Aspekten diffamiert.

      Neoliberalismus ist gegen Monopole und somit explizit gegen Konzerndiktatur und strikt gegen die Einrichtung von Diktaturen, die einzelnen Firmen Vorteile verschaffen.

      Dass die chilenische radikale Linke offenbar diese völlige Begruffsverwirrung eingeführt hat, macht zwar Pinochets Diktatur nicht besser, zeigt aber, dass viele etablierte Linke kein Problem damit haben, liberale und freiheitliche Politik mal eben zu diffamieren.

    • Ich bin übrigens nicht der Auffassung, dass ein sozialer Rechtsstaat kein Rechtsstaat ist. Im Gegenteil, natürlich braucht jede Gesellschaft soziale Mindeststandards, um überhaupt von allen als Rechtsstaat wahrgenommen zu werden, und die Standards können nur durch den Staat festgelegt werden.

      Da auch jeder echte Markt feste Regeln braucht, die ebenfalls allgemein, also staatlich, gelten müssen, ist da kein Widerspruch. Der Staat kann parallel soziale Standards, Regeln des freien Markts und diskriminierungsfreie Mindeststandards einführen. Das nennt sich dann Neoliberalismus und ist meines Erachtens das einzige staatliche Modell, das überhaupt funktioniert.

    • Sehr geehrter Thatsit,

      fällt Ihnen, selbst nach Jahren der Aktivität hier, nicht auf, daß Sie der einzig Verbliebene sind, dem die Kaperung von Begriffen wie“Neoliberal, Demokratie, Werte, Freiheit oder auch Brunnenbauen“ immer noch völlig unbekannt sind?

      Oder möchte Sie lediglich einen dezenten Hinweis setzen, daß Sie ein Buch gelesen haben. Anders ist die völlige Ignoranz nicht erklärbar. Schließe mich der vegan Enttäuschten dennoch an und wünsche Ihnen auch ein Frohes Fest und eine schöne Zeit im Kreis ihrer Familie und Freunde.

    • ….. und wie das funktioniert.
      Marktkonforme Demokratie – wie von Merkel gefordert.
      Herzlichen Glückwunsch!!!

      PS: Es muss ja Menschen geben, die dieses Politikspielchen begrüßen, vielleicht profitieren Sie ja davon.
      Wer weis?

    • Empfehle Thatsit ernsthafte Studien in Sachen Liberalismus. Als Basis: Western Liberalism, A history in documents from Locke to Croce, Ed. Bramsted and Melhuish. Laski: The Rise of European Liberalism.

  9. Vielen Dank für dieses Interview Herr Jebsen und Herr Mies,

    Ich möchte einen Umstand in Fokus stellen, der aus meiner Sicht zwar bei KenFM oft behandelt wird, aber die Präsentation meistens schwächelt.

    Es geht um mündigen Bürger, oder die Zivilcourage o.Ä., oder darum dass man (leider) keine Wahl mehr hat außer sich aktiv mit der Thematik von Prof. Mausfeld oder Herrn Mies zu beschäftigen. Warum?
    Lest bitte folgende Begriffsdefinition:
    „X ist ein organisierter und unter Einsatz erheblicher Mittel …. ausgetragener Konflikt, an dem oft mehrere planmäßig vorgehende Kollektive beteiligt sind. Ziel der beteiligten Kollektive ist es, ihre Interessen durchzusetzen.“

    So.. finden Sie die Bedeutung von X.

    Unser Alltag (Lebensplanung) verläuft dominierend nach organisierter (also vordefinierter) Schema von bestimmter Menschengruppen (Lebensmittelketten, sonstige Konzerne), die nicht unbedingt von einander wissen. Auch unter dem Einsatz von erheblicher Mittel (z.Bsp. Werbung). Dass ich (oder die andere Menschengruppe) nicht viel Spielraum zur unabhängiger Gestaltung des Lebens habe/n, ist uns allen hoffentlich bewusst. Ich kann nicht meine Arbeitskraft am „Markt“ nicht anbieten!
    Dass dabei diese bestimmte Menschengruppen ihre eigene Interessen im Vordergrund haben, ist per Definition von Kapitalismus, sicher.

    Somit haben wir hohe Übereinstimmung von Definition von X und den Fakten aus dem Alltag.

    Nur das Traurige dabei ist – X steht für Krieg (zumindest bei Zensurpedia ;)). Ich (oder die andere Menschengruppe) befinde mich im Krieg in dem ich, Stand heute, das Wissen als Waffe mit der ich mich gegen die Auf­dring­lich­keit der Interessen wehren kann. Hat man das Wissen nicht, ist man in diesem Konflikt wehrlos.

    Mann kann den Wissensrahmen auf eigenes Leben begrenzen und bei Bedarf reagieren – Funktioniert bei primitiven Lebensformen sehr gut. Womit ich heute konfrontiert bin, ist strategische langjährige, sogar generationsübergreifende Planung. Es reicht nicht mehr aus, um aus diesem Konflikt ohne Verluste raus zukommen, bei Bedarf zu reagieren.

    Wie im Straßenverkehr – vorausschauend fahren, oder Analyse der Fakten und Prävention, erspart Blechschäden und rettet ggf. das Leben. Die Alternative, sich nicht zu Informieren – ich weiß nicht ob ich diese als lebenswert bezeichnen kann.

    Grüße

  10. Hui, der Mann ist große Klasse. Trotz der langen Auslandsaufenthalte und Leben im Tulpen,- und Frikandelland sprudelt immer mal wieder die Pott-Klappe hervor.

    Mit der Aussage, daß die meisten Menschen eben keine Zeit haben sich weiterführend, über die Regierungs,- sowie Herrscherpresse zu informieren, kann ich nicht vollkommen mitgehen. Sicher trifft das auf Wenige zu, die Masse jedoch beschäftigt sich mit Krimi, Dschungelcamp, DSDS usw..Die Einschaltquoten, auch in absoluten Zahlen, sprechen eine ganz klare Sprache.

    KenFM, nur als eines von vielen Beispielen, bietet seit Jahren Informationen in großer Masse. Wer wirklich mag und, vor Allem, wer sich traut, kann doch chronologisch beginnend ab 2012 Gespräche, Informationen und Querverweise aus diesem mittlerweile riesigen Schatz aufsaugen. Tatsache ist aber auch, danach wird deine Welt nie wieder so sein wie sie einmal war. Das ist es, so zumindest meine Erfahrung im Umfeld, wovor die Masse Angst hat.

    Durch die Heizung strömt wärmende Brühe, der Kühlschrank ist voll mit Fraß vom Discounter, Auto läuft tadellos und Kaffee ist auch noch genügend da. Da wird nicht mal gezuckt, die Lämmer wollen ja keine schlafenden Hunde aufwecken.

    Natürlich brauchen wir irgendetwas das nach Revolution oder dergleichen riecht. Aber mit wem denn??

    • Natürlich brauchen wir irgendetwas das nach Revolution oder dergleichen riecht. Aber mit wem denn??

      Mit KenFM.

      Denn hier wird von Innen und von Aussen viel versucht zu zerstören.

      Das heisst im Umkehrschluss: KenFM ist relevant.

      Aber auch alle in MMM39 beworbenen Medien sollten die Bewusstseinsrevolution mittragen.

      Mit vielen Menschen lässt es sich viel leichter organisieren.

      🙂

    • Natürlich wird, und nicht nur hier, von innen und außen Zerstörung betrieben. Das ist einer der Treibstoffe des miesen Systems in dem wir leben. KenFM, besonders Ken selbst ist sehr relevant. Herr Mies hat die Systematik dahinter anhand des Attac-Beispiels sehr gut benannt. Bist Du erst groß genug…

      Wir sind leider nicht Viele. Mir kommt es manchmal vor, als säße ich in einer Blase, ganz alleine und die, die das Kasperletheater durchschauen und sich dann auch noch wehren, sind so weit weg. Wieviele Menschen in ihrem näheren Umfeld haben Sie, mit denen Sie sich darüber austauschen können? Ganz ohne verdrehte Augen oder Aussagen wie „och komm, jetzt bitte nicht“ etc..

      Welche Relevanz ein Ken Jebsen hat sieht man doch an der Causa Lederer. Dieser Pseudolinke hat sich echt erblödet gg. geltendes Deutsches Recht, welches auch in Anbetracht unserer Verstrickung in Angriffskriege oder der Vorgehensweise gegen friedliche Demonstranten etc.. nicht mehr wirklich viel wert ist, zu intervenieren und sich dabei dermaßen lächerlich zu machen.

      Liebe(r) E-b-G, ich laß den Kopf ja nicht hängen, aber schwindelig wird mir oft genug bei all´den Baustellen.

    • Hallo Спаси́бо ,

      Wir sind leider nicht Viele

      Da kann ich Sie / Dich beruhigen: dies ist ein Irrtum.

      Es gibt sehr viele Menschen, die mit dem System des Neoliberalismus unzufrieden. Die nur darauf warten, die richtigen Impulse zu bekommen, um aufzustehen.

      Vor einiger Zeit habe ich ganz ähnlich gedacht. Mittlerweile weiss ich, dass wir sehr viele sind.

      Ich kann Ihnen / Dir empfehlen, sich mit dem Thema Resonanz zu beschäftigen und mit der Sichtweise der Quantenphysik.

      Ich habe dazu mal etwas gesagt : https://www.youtube.com/watch?v=PyxQYWkFN30&t=77m17s

      Da spreche ich auch davon, dass dieses Bewusstsein ( = jeder hat globalen Einfluss) durch Stimmungen transportiert wird.

      Wenn Du diesen Gedanken in Dir aufnimmst und testweise mal auf der Strasse unbekannte Menschen anlächelst und merkst, dass diese Menschen zurücklächeln, so wird Dir klar werden, dass es möglich ist; nur durch Verhaltensänderung schon automatisch ein ganz anderes Stimmungsfeld zu erzeugen.

      Liebe(r) E-b-G, ich laß den Kopf ja nicht hängen, aber schwindelig wird mir oft genug bei all´den Baustellen.

      Kann ich nachvollziehen.

      Ging mir bis vor einiger Zeit auch ähnlich, bis ich die „unendliche Geschichte“ von Michael Ende entdeckt habe und Momo ebenfalls entdeckt habe.

      Was haben diese Geschichten mit dem „Kopf hängen lassen – viele Baustellen“ zu tun?

      Die Arbeit der Medien ist die Erzeugung von einem gedanklichen Glaubenssystem.

      Die Medien, Ken Jebsen sagt es selbst oft genug auch über KenFM, dass alle Informationen geprüft werden sollen, bevor sich eine Meinung; ein eigenes Bild gemacht werden soll.

      Dies können Sie als Gedanken zunächst in sich aufnehmen zu suchen.

      Wenn Sie dann es innerlich spüren, dass die ganzen Bilder und Geschichten in den bekannten Nachrichtenformaten immer mit Krieg, Terror, Panik zu tun haben, werden Sie mit achtsamen Blick erkennen können, dass da von Aussen versucht wird, eine ungesunde Sichtweise auf die Welt und auf ihre Mitmenschen in ihrem Kopf zu erzeugen.

      „Momo“ und „die unendliche Geschichte“ können Abhilfe schaffen. Wie?

      Lassen Sie zu einem größeren Teil zu, dass deren transportierte Inhalte in den Protagonisten Bastian und Momo auch möglicherweise das Vorbild für ihr eigenes Handeln im Leben werden können.

      Denn beide Protagonisten verkörpern eine innere Geisteshaltung, die gänzlich anders ist, als die des Neoliberalismus. Hingegen werden bei beiden Geschichten Erscheinungsformen des Neoliberalismus in Form von „Nichts“ ( = unendliche Geschichte) und in Form von grauen Herren, die Zeitdiebe sind ( = Momo) thematisiert.

      Wenn Sie diese Geisteshaltung vertieft haben, können Sie sich vielleicht schon für den Glaubenssatz öffnen, den ich extra für diese Geisteshaltung empfangen habe:

      “ Wir brauchen keine Paläste auf Erden mehr, wenn wir den Reichtum in unseren Herzen spüren“

      Lieben Gruß Ihnen

      André

      „Wir brauchen keine Paläste auf Erden mehr, wenn wir den Reichtum in unseren Herzen tragen.“

  11. Danke für die erhellenden Analysen zum Thema „Fassaden-Demokratie und Tiefer Staat“. Ein weiterer Mosaikstein zum besseren Verständnis des „Irrsinns“.

    Was ich höre und lese über den Zustand des Planeten Erde, über die Akteure, die maßgeblich dafür verantwortlich sind, macht mich immer wütender. Die Warnung, daß man den ganzen „Irrsinn“, der sich tagtäglich deutlicher abzeichnet, nur mit Humor überhaupt noch einigermaßen ertragen kann, ist mehr als berechtigt. Mir ist der Humor leider restlos abhanden gekommen, ich gehöre zu jenen, die die täglichen Horrormeldungen krank machen.
    Hoimar von Ditfurth hat in seinem1985 erschienenen Buch „So laßt uns denn ein Apfelbäumchen pflanzen“ dargelegt, warum er nicht glaubt, daß der „Irrsinn“ noch aufzuhalten ist. Seine Analysen haben mich damals tief erschüttert. Ich war 31, und es war die Zeit, in der ich von den „Grünen“ begeistert und irgendwie noch verhalten optimistisch war. In der Zeit bis heute wurden mir unablässig Argumente geliefert, Ditfurths Thesen nicht nur nicht anzuzweifeln, sondern auch meinen Optimismus zu beerdigen. Ditfurth kommt mir immer dann wieder in den Sinn, wenn kluge Leute verlautbaren, durch welches Drehen an welchen Stellschräubchen des Ökosystems (das sie nicht verstehen) man den verhängnisvollen Weg noch kurz vorm Abgrund verlassen könnte.
    Im Gespräch fiel an einer Stelle von Herrn Mies die Bemerkung, daß selbst die ehrenwerteste Gruppierung irgendwann von „Stinkstiefeln“ unterwandert würde. Ein Grundproblem, und mir scheint, wo zwei oder drei versammelt sind, beginnen die Probleme bereits. Es existiert aus meiner Sicht von Beginn an ein Ungleichgewicht der Machtverhältnisse. Treten Konflikte auf, hängt es einzig vom Charakter der Beteiligten ab, ob einer von der „Macht des Stärkeren“ Gebrauch macht oder darauf verzichtet und nach Lösungen sucht, die auch die Bedürfnisse des anderen sieht und miteinbezieht.
    Die Verlockung, Macht (und Besitztümer) zu erlangen, ist offenkundig riesengroß. Und Macht korrumpiert Menschen extrem schnell. Das Verhalten nicht weniger Akteure im politischen Zirkus belegt das immer wieder eindrucksvoll (siehe zum Beispiel die beeindruckende geistig-moralische Kehrtwende eines Joschka Fischer. Aber vermutlich war es gar keine Wende, sondern eine zuvor geschickte Tarnung seiner wahren Grundüberzeugungen). Dieser Verlockung der Macht zu widerstehen, dazu bedarf es wohl Menschen mit geistiger und charakterlicher Bildung, die auf Macht bewuß verzichten oder die willens sind, diese absolut selbstlos für andere und für das Gemeinwohl einsetzen.
    Zum Glück bin ich in einem Alter, in dem ich keine Utopien mehr brauche. Auch nicht die christliche eines „Reiches Gottes auf Erden“. Spätestens seit dem widerlichen Obama-Jubelkirchentag in diesem Jahr nicht mehr.
    Weltbilder sind wohl oft so stark verinnerlicht und verfestigt, daß es ein langer und oft schmerzlicher Prozeß ist, Zweifel an ihnen überhaupt zuzulassen, sie dann kritisch zu hinterfragen um sich, falls erforderlich, dann von ihnen zu verabschieden. Wer zum Beispiel wie ich in einer Pfarrersfamilie aufwächst, benötigt oft starke Impulse von außen, um es überhaupt einmal zuzulassen, etwa ein kirchenkritisches Buch von Karlheinz Deschner zu lesen. Dann allerdings kommt nicht selten eine Lawine ins Rollen, die den Blick frei macht und das alte Weltbild hinwegfegt.
    Plattformen wie KenFM, Telepolis, die Nachdenkseiten und andere besuche ich täglich (meinen Fernseher habe ich zuletzt vor vielen Jahren eingeschaltet). Ich genieße das Privileg, Zeit zu haben. Und es ist in mir eine regelrechte Sucht entstanden, die großen weltpolitischen Vorgänge und Zusammenhänge zu verstehen. Je mehr ich aber eindringe in diese Zusammenhänge und den „Irrsinn“ erkenne, umso kränker fühle ich mich. All diese beinahe täglichen Berichte und Enthüllungen vom Sieg der Mächtigen und Rücksichtslosen über die Machtlosen und Schwachen, empfinde ich als unerträglich.
    Daß ich selbst innerhalb meiner Familie belächelt werde, weil ich immer wieder „alternative Medien“ wie KenFM oder Telepolis zitiere und versuche, sie davon zu überzeugen, daß die öffentlich-rechtlichen Verblödungsanstalten nicht unabhängig, umfassend und der Suche nach der Wahrheit verpflichtet informieren, sondern schamlos manipulieren, nimmt mir jede Hoffnung, daß diesem „Irrsinn“ in naher oder ferner Zukunft ernsthaft etwas entgegenzusetzen wäre. Denn es sind Menschen, ausgestattet mit genügend Zeit und fähig zu kritischer Reflexion. Aber nicht fähig oder willens, ihr eigenes Weltbild kritisch zu hinterfragen und so Grundüberzeugungen in Zweifel zu ziehen, die ihnen die öffentlich-rechtlichen Sender allabendlich in ihre Köpfe hämmern.

    • Die Verlockung der Macht ist definitiv riesengroß. Und sie wird für immer mehr Menschen erstrebenswert, je machtloser sie sich fühlen. Deswegen diese Aggressivität gegen Andere allerorten. Aber dieses Verhalten wird den Menschen anerzogen, schon in der Kita geht das los.

      Ich kenne diese Sucht, die weltpolitischen und unpolitischen Zusammenhänge verstehen zu wollen. Die Realität ist tausend mal spannender, als jeder Spielfilm.

      Wenn Sie sich davon aber krank machen lassen, wird es Sie lähmen und dann haben Sie nichts erreicht und können auch nichts mehr bewegen. Wenn ich solche Tiefpunkte habe, lese und schaue ich ganz bewusst tagelang nichts negatives mehr. Und mittlerweile habe ich, nicht immer leider, die Fähigkeit entwickelt, mir das Weltgeschehen anzuschauen mit Distanz. So wie einen schlechten Film. Es ist ja teilweise auch so surreal…

    • Ich glaube, ich verstehe Sie sehr gut und möchte mich für ihr ehrliches Statement bedanken. Für einen Menschen wie Sie muss es umso schwerer sein mit dieser Wahrnehmung allein unter Ignoranten. Das muss entsetzlich sein. Ich habe das große Glück, mit meiner Sicht der Dinge NICHT ganz allein dastehen zu müssen und wünsche ihnen von Herzen eine oder mehrere Bekanntschaften und Freundschaften unter denen, die auch begriffen haben, welche Stunde es geschlagen hat! Ich sehe eine Lösung nur noch allein in einem vielleicht möglichen geistigen Quantensprung, der so viele Menschen erfasst, dass es wie ein reinigendes Feuer auf die ganze Welt übergeht.

    • Menschen, wie jene Justine in Lars von Triers Film „Melancholia“, hat diese kranke Welt krank gemacht. Und doch haben gerade diese Kranken meist eine unglaubliche Kraft in sich, die die „Gesunden“ nur nicht wahrnehmen können. Das zeigt der Film sehr schön. Ich denke, wer an dieser kanken Welt leidet, zeigt eine sehr gesunde Reaktion. Mit Galgenhumor können manche Menschen dieses Leiden an der Welt vielleicht ein wenig verdrängen. Jeder muß wohl seine eigene Strategie finden, wenn er sich von den Erschütterungen erschüttern läßt. Ich versuche es mit kreativ sein (z. B. Photographie), da kann ich meine Empfindungen „kanalisieren“. Das hilft ein wenig.

  12. Wieder ein sehr informativer Beitrag. Herzlichen Dank!
    Und es kommt bei mir seit sehr langer Zeit mal wieder die Lust auf, ein Buch zu lesen.
    Drum werd ich einfach mal mit dieser Buchvorstellung beginnen. Danke für den Tipp.

  13. Hallo!
    Gruppe von Senioren. Die Unbelehrbaren. Darf man da mitlachen?

    Ansonsten: Wer sich mit dem System der kalabrischen Mafia, welche international vernetzt ist, befasst, der erkennt Parallelen. Nach dem Motto „birds of a feather flock together“ sind sie Anteilseigner von den unterschiedlichsten Konzernen geworden in den letzten 20 Jahren. Dass sie in jüngster Zeit vom Staat energischer angegangen werden hat vielleicht damit zu tun, dass auch in dieser Animal Farm manche gleicher sind als andere.

  14. sehr gutes Gespräch! Nur: bei ca. 1h28Min sagt Herr Mies, dass in England ein Prozess läuft der den Bürgern verbieten soll bestimmte Seiten zu lesen. FALSCH: die EU beschließt staatliche Websitensperren ohne Gerichtsbeschluss! Also völlig offen (nat. nicht über Staatsfunk & MSM, die Schäfchen sollen schließlich NICHT WISSEN) wurde bereits eine Verordnung der ZENSUR beschlossen und wird nun auch umgesetzt werden.
    Das alles läuft natürlich wieder versteckt als Anhang zu einer Verbraucherschutzverordnung, offener Diskurs ist ja nicht mehr erwünscht. Wie in dem Gespräch auch hervorgeht, wir bewegen uns mit Riesenschritten in ein totalitäres Sytem, besser: befinden uns eigentlich schon mitten drin.
    Funktionieren kann das alles nur mit den Desinteresse der großen Masse, mit ihrer geistigen Trägheit, mit Helfershelfern / Wasserträgern / Handlangern wie Medienschaffenden, Politikern und natürlich „dem kleinen Mann“ der völlig verblendet und belogen Partei ergreift für ein System das ihn schlussendlich auffressen wird.
    Schön zu erkennen an Kommentaren besagter geistiger Minderleister, die dann Partei ergreifen für „peace Keeping Operations“, Kim Jong Un und NK als das Böse schlechthin bezeichnen und an die Märchenstunde von Putin als den neuen Unterdrücker und Weltverunsicherer glauben.
    Schlimm, ist aber leider so.
    Die meißten Menschen wissen nichts, gar nichts, sie sind dermassen dumm und stumpf dass man die Verachtung der „Eliten“ gegenüber dem gemeinen Volke schon fast nachvollziehen kann. Leider.
    Link: http://blauerbote.com/2017/11/17/eu-beschliesst-staatliche-websitesperren-ohne-gerichtsbeschluss/

    • „Die meißten Menschen wissen nichts, gar nichts“
      Es ist noch schlimmer .
      viele Menschen haben eine eigene Meinung und die gibt —- rein zufällig —- die politischen Ansichten wieder, die von den MSM verbreitet werden . Und diese eigene Meinung ist emotionalisiert und wird hoch-emotional verteidigt – wer nicht der alternativlos richtigen Meinung ist , wird aus der Schublade beworfen , z.B. mit Nazi oder Verschwörungstheoretiker .

    • Zitat “ dass in England ein Prozess läuft der den Bürgern verbieten soll bestimmte Seiten zu lesen. FALSCH“
      Auch wenn das, was Du hier schreibst (über EU-Taten) stimmt, so ist dies trotzdem richtig. In England/GB soll es strafbar werden, bestimmte Websites zu besuchen. Kann sein, dass das entsprechende Gesetz sogar schon in Kraft ist.
      Zitat „sie sind dermassen dumm und stumpf“
      Auch hier muss ich widersprechen: Sie sind nicht dumm, sondern unwissend, wer sie als dmm bezeichnet/betrachtet, geht der Propaganda der Herrschenden auf den Leim (siehe Bernay und Co.). Die Stumpfheit kommt (höre auch im Gespräch) davon, dass sie (ich meine mal, die meisten von ihnen) voll im Überlebenskampf eingespannt sind , ihnen durch den Zwang, immer mehr zu arbeiten zu müssen für ihr Auskommen, keine Zeit und Energie mehr bleibt für alternative Gedanken und Handlungen.
      Ansosnten stimme ich mit Dir überein.

    • vizero: das sind Ausreden. Jeder ist eingespannt, ich auch (2 Jobs, Tochter, alleinerziehend, Fam. weit weg usw..).
      Dumm sind die Menschen, wenn sie vorbehaltlos die Möhre schlucken die ihnen hingehalten wird. Das ist leider die Eigenschaft der großen Masse und ich finde das dumm.
      Hier auf KenFm, auch auf anderen kritischen Seiten (ich meine jetzt Quellenseiten zu denen ich KenFm nicht zähle) tummeln sich Menschen die man „neophil“ nennen könnte. Ich glaube das ist einem schon in die Wiege gelegt worden. Die meißten hier sind wahrscheinlich inihrem Leben nicht mit den Strom geschwommen. Diese Menschen sind eben auch kritisch, offen, lassen sich nichts vormachen, forschen, wollen wissen.
      Die Masse ist wahrlich stumpf (in dieser Hinsicht) das verschwindet aber schnell wenn es um das neue I-Phone oder sowas geht.
      So seh ich das.

    • ok, ich weiß, ich sollte dies Menschen mit mehr Liebe betrachten. Auf diesem Weg bringts wahrscheinlich einfach nix.
      Aber manchmal muss man seinem Frust einfach freien Lauf lassen.
      Ich bin sehr aktiv, gehe auf Demos, ruf bei den Öffentlich Rechtlichen an, schreibe e-mails an Politiker und Medienschaffende, habe eine regionle Gruppe geründet usw. usf.
      Manchmal platzt mir aber einfach der Kragen.

  15. Die interessantesten Gespräche sind heute auch die bedrückendsten, daran müssen wir uns gewöhnen, denn noch bedrückender ist es für den denkenden Menschen, im Ungewissen dieser künstlich aufgebauten, im Grunde mörderischen Täuschungswelt zu leben. Und dass diese Täuschungswelt tatsächlich auch für uns ganz aktuell hier in Europa und in der ganzen Welt schon vor Beginn des „dritten Weltkrieges“ schon mörderisch ist, ist denen klar, die nicht nur um den seelischen Vergiftungsprozess wissen, sondern auch um den körperlichen, der durch die vom Kapitalismus geführte industrielle und militärisch bedingte flächendeckende Vergiftung unserer Bio-Sphäre hervorgerufen wurde und bisher ununterbrochen weiter abläuft.
    Herr Ulrich Mies ist mir mit seinen Aussagen auch deshalb so sympathisch, weil er immer wieder auch auf die Dummheit dieser sog. neoliberalen Politik hinweist. Diese schwerreichen Lebensausbeuter auch noch als „intelligent“ anzusehen und zu bezeichnen, ist ein folgenschwerer Fehler, den ich aber immer wieder beobachte. Damit verknüpft man nämlich diesen Begriff direkt mit dieser hier auf diesem Planeten systematisch ablaufenden Lebensvernichtung und pervertiert auch ihn noch. So wird der Aberglaube in der Bevölkerung gefestigt, dass „die da oben“ ja wohl nicht so dumm sein könnten, gewisse Dinge zu tun oder zuzulassen, die imstande sein könnten, das gesamte Leben auf dem Planeten auszuradieren. Sie sind leider nachweislich und tatsächlich so dumm. Es lässt sich mit dieser Erkenntnis zugegebenermaßen schwer leben, weil sie die ganze Fehlentwicklung dieser auf dem Aberglauben an die menschliche Allmacht aufgebauten Zivilisation bloßlegt und die damit einher geschrittene Degeneration des menschlichen Geistes.

    Was ich mir an geistreichen Aussagen von Herrn Mies notiert habe;
    “ Als Erwachsener entscheidet man sich selber, blöd zu sein“.
    „Man hält so lange still, wie es irgendwie geht“(Beschreibung der unerklärliche Haltung der Mehrheit).
    „Rechts-Nihilismus“ und „Profit-Regime“.

    Und dass man das alles ohne immer wieder einen Schuss Galgen- Humor gar nicht mehr aushalten würde, ist natürlich auch wahr.

    • „Herr Ulrich Mies ist mir mit seinen Aussagen auch deshalb so sympathisch, weil er immer wieder auch auf die Dummheit dieser sog. neoliberalen Politik hinweist. Diese schwerreichen Lebensausbeuter auch noch als „intelligent“ anzusehen und zu bezeichnen, ist ein folgenschwerer Fehler, den ich aber immer wieder beobachte. Damit verknüpft man nämlich diesen Begriff direkt mit dieser hier auf diesem Planeten systematisch ablaufenden Lebensvernichtung und pervertiert auch ihn noch. So wird der Aberglaube in der Bevölkerung gefestigt, dass „die da oben“ ja wohl nicht so dumm sein könnten, gewisse Dinge zu tun oder zuzulassen, die imstande sein könnten, das gesamte Leben auf dem Planeten auszuradieren. Sie sind leider nachweislich und tatsächlich so dumm. Es lässt sich mit dieser Erkenntnis zugegebenermaßen schwer leben, weil sie die ganze Fehlentwicklung dieser auf dem Aberglauben an die menschliche Allmacht aufgebauten Zivilisation bloßlegt und die damit einher geschrittene Degeneration des menschlichen Geistes.“

      Gut formuliert, Ent-täuschung!
      Ich suche schon seit längerem nach einem anderen Begriff für dieses irrwitzige wording „Eliten“, das überall auftaucht. Die neoliberalen Eliten – so, als ob das, was die sind, irgendwie erstrebenswert oder vorbildlich oder auch nur menschlich wäre.
      Auch da beginnt doch bereits die Irreführung und die Indoktrination.
      Eliten sind das für mich nicht, diese hochausgebildeten Maschinenmenschen. Schon viel eher Zombies.
      Andere Vorschläge?

    • Es ist schwer, ein passendes Wort zu finden für Lebewesen wie solche, deren Wünsche und Süchte ich gefühlsmäßig so schwer oder eigentlich nachvollziehen kann. Für mich sind das Ungeheuer, aber das besagt ja nichts.
      Allerdings habe ich auch in meinem kleinen realen Leben mit solchen Ungeheuern zu tun und existenziell gegen sie anzukämpfen. Das ist ja das Verheerende, dass die nicht nur alle da ganz oben sitzen in der Machtpyramide, sondern auch noch ständig Beihilfe von unten kriegen. Die Sucht, andere Menschen total zu kontrollieren und das, was wir Sadismus nennen, hängen eng zusammen, sind eigentlich identisch(der wunderbare Erich Fromm hat da sehr gut drüber referiert). Das endet dann in einem Zustand, für den mir nur noch das Wort Satanismus einfällt.

    • es muss natürlich heißen: …deren Wünsche und Süchte ich so schwer oder eigentlich GAR NICHT nachvollziehen kann.

    • Ich nenne sie die „herrschenden Psychopathen“. Genau das sind sie nämlich. Alles Brüder/Schwestern von Hannibal Lector. Aber sie (die 100 oder 1000 ganz ganz oben in der Pyramide) zerstören das Leben nicht aus Dummheit, sondern mit Absicht. Es geht wirklich um Maximierung von Leid. Geld und Macht haben die mehr als im Überfluss, aber sie haben Freude daran uns und alles Lebende leiden zu sehen. Beweis z.B. die Lebendtransporte von Rindern in die Türkei. Die LKWs stehen tagelang bei 40Grad im Schatten an der Grenze und die Tiere verrecken jämmerlich. Tiefkühltransporte wären billiger zu haben weil mit weniger Verlust. Es geht also nicht um Geld.
      Und wenn wir mal beim Satanismus bleiben – KenFm wird das wohl niemals zum Thema machen – diese Monster bekommen Macht als Lohn, für das Leid, dass sie erzeugen, von ihren dunklen Herren.

      Dummheit sehe ich allerdings auch bei den Marionetten in der 2. Liga der Herrschenden. Also Politiker, Richter, Manager usw. Diese Typen können oder wollen nicht sehen, dass sie, wenn sie ausgedient haben, auch auf den Müll geworfen werden. So wie Gaddafi oder Hussein.

    • Das ist in der Tat ein starkes Stück. Aber ich glaube Ihnen. Es gibt ja ähnliche Fälle, wie die mit den Steuerfahndern in Hessen, die aufeinmal alle paranoid waren und versetzt wurden. Oder der Gustl Mollath Fall.
      Das Traurige und Schlimme ist, dass es immer noch genügend Leute (im Polizeiapparat, Politik, Wirtschaft, Medien) gibt, die da mitspielen und das mitzuverantworten haben. Die also bei den ganzen Ungerechtigkeiten mitmachen. Manchen ist es wohl nicht klar, was sie damit anrichten, manche machen es bewusst, manche haben zuviel zu verlieren, als dass sie ausscheren können… Ich weiß nicht, was man denen in die Muttermilch getan hat, damit die so werden. Jedenfalls sind diese Leute mitverantwortlich für die Zerstörung von Existenzen, Krankheit, Tod und Krieg. Das muss man so sagen und da kann sich keiner Herausreden. Es ist Fakt. Vielleicht müsste man es den Leuten klarer machen, dass sie auch wirklich für die schrecklichsten Konsequenzen mitverantwortlich sind. Was mich auch immer wütend macht ist, wie verantwortungslos diffammiert und verleumdet werden und dadurch in Ihrer Existenz bedroht sind oder schwere wirtschaftliche, gesundheitliche Schäden davontragen. Einigen junge Journalisten, mit wenig Erfahrung, tun sich hier besonders hervor. Vielleicht werden sie für die „Drecksarbeit“ auch nur benutzt und sind so naiv, dass sie es gar nicht merken. Dann sind sie als Journalisten aber völlig ungeeignet.

    • LIeber Herr Franz,
      ich habe mich mit Ihren Briefen befaßt und ziehe den Hut vor Ihrer Courage.
      Es wäre schön, wenn sich jemand von KenFM ihres Falles annehmen würde. Habe Ihnen eine private Mail
      geschrieben. (Kennen Sie diese Funktion? Auf Ihren blauen Namen klicken, so erreichen Sie Ihren Account hier auf KenFM).
      Bis bald und alles Gute!!

    • Lieber Martin FRANZ: Ich glaube ich kann mich sogar noch an Ihre verzweifelten Postings aus dem damaligen Freitagsforum erinnern. Ich schreibe dort allerdings schon seit Jahren nicht mehr und möchte das auch nie wieder tun.
      Ich wünsche Ihnen von Herzen alles gute und jetzt noch eine gemütliche Weihnachtszeit!

    • Lieber Herr Franz,

      ich weiß, das tröstet Sie vielleicht wenig, aber Sie sind bei weitem kein Einzelfall. Meinem Cousin, ein Ex-Kollege von Ihnen, ging es ähnlich und ihn hat man am Ende sogar für 3,5 Jahre eingesperrt, mit getürkten Beweisen.

      Ich für meinen Teil glaube Ihnen jedes einzelne Wort. Auch ich und viele Andere in unserem Land haben „Erfahrungen“ mit unseren Behörden und Institutionen. Ich schließe mich Ent-Täuschung an und wünsche Ihnen alles alles Gute.

  16. Das Volk weiß inzwischen zu viel. Macht und Transparenz widersprechen sich in diesem System, nur hat es keinen Sinn, Menschen, die fest in Schlüsselpositionen installiert wurden, dazu zu bewegen, mal über den Tellerrand zu blicken, Zweifel zuzulassen. Wir, die wir außerhalb des Systems Position bezogen haben, müssen den Wandel zu echter Demokratie voranbringen, denn:

    „Es ist schwierig, einem Menschen etwas begreiflich zu machen, wenn sein Gehalt davon abhängt, es nicht zu begreifen“
    – Upton Sinclair.

    Sehr weise Worte.

    Passendes schrieb ich dazu bei: https://kenfm.de/nachdenken-ueber-aufruf-demonstration-presse-und-meinungsfreiheit/#comment-128809

    Lieber Box,

    vielen Dank für diesen Beitrag von Dir.
    Eine wichtige Information, denn letztlich funktioniert ein System wie dieses des Neoliberalismus nur solange, wie Menschen sich innerhalb dieser gedanklichen Systemstruktur aufhalten mit ihrem Verhalten, ihren Gedanken und ihren Köpfen.

    In dem Moment, wo die Menschen beginnen, die Standpunkte ihres jeweiligen Gegenübers als Teil der Realität in der Welt zu begreifen, kann ein echter Dialog entstehen.

    Ein Austausch.

    Es kann sogar Anflüge von Schwarmintelligenz bekommen, wenn zwei Menschen wie Sie und ich z.B. hier schreiben und dieser austauschende Inhalt für eine Person oder mehrere „dritte“ Personen, die mitlesen, interessant wird und zum Mitdenken, zu neuen Ideen werden kann.

    Die Kunst, achtsam mit sich und seinem Gegenüber umzugehen, besteht meiner Ansicht nach in der Fähigkeit, über schnittmengen Suche; wo passt das, was Person A gesagt hat, zu meinem Inhalt ( Person B)?

    Wie lässt sich A + B zu einem dritten, einem „C“ formen? Wie müsste C aussehen?

    Das stört natürlich die Stabilität des neoliberalen Gedankenkonzeptes gewaltig.

    Weil dies baut auf Konkurrenz, Wettbewerb, Kampf, Übervorteilung, Hinterlist, Missgunst, Ausbeutung, Skrupelosigkeit, Gier und vielem anderen auf.

    Und sobald plötzlich zwei Menschen die Gemeinsamkeiten in dem Austausch ihrer Gedanken suchen, bekommt so ein neoliberales Konzept erste Risse.

    Ich empfehle allen, die von dem Neoliberalismus genug haben, das Buch von Michael Ende ( oder den Film, wer Musik zu der Geschichte hören möchte) „die unendliche Geschichte“.

    Das Nichts breitet sich dort über Phantasien aus und keiner der Bewohner von Phantasien kann es stoppen.

    Eine Analogie, die im realen Leben besteht, sieht so aus:

    – viele Menschen, wissen nicht, was sie gegen den Neoliberalismus tun können
    – viele Menschen verzweifeln wie die Bewohner Phantasiens und möchten fast erstarren
    – die Bilder in den Medien zeigen oft Terror, Gewalt, Krieg, Panikmache – und dies ist in den Köpfen der Menschen

    Wie geht nun der Film / das Buch die „unendliche Geschichte“ damit um; mit dem „Neoliberalismus“, dem „Nichts“ im Film?

    Bastian ist auch lange nur begeisterter Leser des Buches. Passiv aber begeistert. Er fühlt und leidet mit den Schicksalen der Bewohner Phantasiens. Er kann sich lange nicht vorstellen, dass es auf ihn selbst ankommt. Das er selbst ein Mit-gestalter der Welt sein kann, die ihn umgibt.

    Gerade gegen Ende, bevor fast alles durch das Nichts vernichtet wurde, fängt Bastian damit an, an sich und seine Gestaltungsfähigkeit zu kommen. Und er wird für seinen Einsatz hochbelohnt.

    Daher: Jeder der sich ohnmächtig fühlt, oder eine Inspiration im Handeln gegen den Neoliberalismus sucht, kann sich von der Welt der Passivität in eine Welt der Aktivität hineinziehen lassen, wenn er sich mit der „unendlichen Geschichte“ beschäftigt.

    Bastian ist im Film der aktive Gestalter.

    „Momo“ ist auch ein Buch von Michael Ende. Es geht dort um die Zeitdiebe und Momo ist eine gute Zuhörerin.

    Auch dieses Thema passt in die heutige Zeit mehr denn je; denn wie oft werden Menschen am Fernseher, bei Pc-Spielen oder am Smartphone zu einem Suchtverhalten zu verführen gesucht.

    Gespräche, echtes Zuhören; ohne Smartphone für manche Menschen undenkbar.

    Beide Bücher: „die unendliche Geschichte“ und „Momo“ führen die Menschen ganz tief zu ihren Wurzeln einer Geisteshaltung zurück, die jahrzehntelang den Menschen gezielt ausgetrieben werden sollte.

    Zu einer Geistehaltung, die an die Mitmenschen denkt und an sich selber denkt. Zu einer Geisteshaltung, die das eigene Gestaltungspotenzial wiedererweckt und jeden Menschen ermutigen kann, die Welt zu einer bunteren Welt zu machen; wenn er sich selbst ins Rennen bringt.

    Was es dazu braucht?

    Interesse, Lust auf die Geschichten und auf das Abenteuer des eigenen Lebens und die schelmische Gewissheit, dass in diesen Kindergeschichten viel mehr Lebensweisheit verborgen ist, als viele Erwachsene auf den ersten Blick vermuten möchten.

    Lieben Gruß Ihnen, Box.

    Box antwortete :

    Liebe Grüße zurück,

    nach einem Dafürhalten ist hier die Schlüsselszene:

    die unendliche geschichte 1984 720p mkv (~ 4 min.)
    Am 08.11.2015 veröffentlicht
    Atréju spricht mit dem Gmork und erfährt die Wahrheit über Phantasien.
    https://www.youtube.com/watch?v=qiUgfnQn4jc

    Und darum geht es.
    Den Menschen eine Geisteshaltung anzubieten, ansprechend zu verpacken und positive Entwürfe der Eigenverantwortung und Schwarmintelligenz zu zeigen.

    In diesem Sinne.

    Bis Bald.

    • Alles klug und richtig!
      Etwas Realismus ist allerdings auch angebracht, fürchte ich.
      Das Bildungsystem in diesem Lande ist verkommen zum AUS-Bildungssystem.
      Will sagen, da muss etwas (R)AUS- gebildet werden, nämlich das kritische Hinterfragen von Geschichte und Gegenwart. Das kommt im Interview auch ansatzweise nach vorn.
      Meine Studenten -15-20 Jahre alt- lesen nicht mehr. Begreifendes Lesen ist verkümmert, in erschreckendem Maße.
      Bücher werden (kaum) eher gar nicht gelesen, wegen Zeitmangel und Desinteresse.
      Da spielen sie nächtelang VR-Spiele.
      Bei den Eltern sieht es nicht besser aus, kaputt vom Job, zerfressen von Sorgen, gibt man den Kindern ‚Freiheit‘ und Regeln, schon ein Widerspruch in sich.
      Die Leute brauchen HILFE!
      Keine Einführung in die Hintergründe der ‚unendlichen Geschichte‘.
      Und nochwas: Wer kann es sich leisten seine ökonomische Basis auf’s Spiel zu setzen?
      Dadurch das er sich engagiert muss er mit Verfolgung, Kriminialisierung und Ausgrenzung rechnen.
      Ich wage zu behaupten, dass rund 80% aller die sich heute engagieren, entweder Rentner sind oder als Schriftsteller/Intellektuelle eine gewisse ökonomische Unabhängigkeit erreicht haben.
      Diesen Teufelskreis gilt es zu durchbrechen. Wer fängt die Leute auf wenn sie alles verloren haben? Wo finden sie Solidarität, Aufnahme, ein neues Lebensumfeld, das ihnen das Dasein unter der Brücke oder im Knast erspart?
      Wenn Das heute nicht die wesentliche Frage ist, dann viel Spass bei der „unendlichen Geschichte“.
      Ihnen alles Gute

    • Hallo mein lieber Perschke / fpdcb.

      Ich hab mich schon gewundert, wann Sie sich wieder melden:

      https://kenfm.de/me-myself-and-media-39/#comment-127936

      Hier fragte ich extra nach ihrem ganz interessanten Post nach, wo Sie über mich geschrieben haben:

      fpdcb sagt:
      10. November 2017 at 23:10

      Edit: entlarvt*

      Und daraufhin kam der zweimal sehr leicht eigentümliche Zufall zustande, dass mein Rechner beim Verfassen von zwei Postings „rein zufällig“ ausgeschaltet wurde.

      Hier der erste Beitrag:
      https://kenfm.de/tagesdosis-18-11-2017-soziale-ungleichheit-die-schockierenden-zahlen-der-credit-suisse/#comment-127392
      Und zwar genau beim Verfassen dieser Textzeilen:

      Also das wäre so ähnlich wie: Ein Imperium greift ein anderes Land an, bombardiert das Land ein bisschen und sagt : „Wir wollten hier nur humanitäre Aufbauhilfe leisten – wir wollten uns nicht wichtig machen; aber vielleicht geht es auch anderen Ländern und deren Wirtschaft schlecht, deswegen haben wir nur ein paar Bomben geworfen… zum Kennenlernen…verstehen Sie?“

      Da war der Bildschirm komischerweise für 30 Sekunden weiß und die Anzeige, die Grafikkarte wäre ausgeschaltet worden.

      Das zweite Mal erfolgte beim Post von : https://kenfm.de/tagesdosis-21-11-2017-russiagate-und-kein-ende/#comment-127541

      Und das geschah gegen Ende; ich schrieb zunächst etwas andere Zeilen, bevor ich mit diesen Zeilen geendet hatte :

      So liebe Fangemeinde hier: schaut, dass ihr etwas tut, was euch nützt.

      p.s.: liebe Fangemeinde @ Home ( die zu meiner Sicherheit seit 2 Tagen sich rührend um meine Rechnerabstürze kümmert) : ihr könnt euer Augenmerk mal auf wen anders richten – ich meld mich hier erstmal ab…

      Und genau da ist es doch interessant; finden Sie nicht auch?

      Ich freue mich ja, dass Sie mich kritisieren und sich freuen, wenn Sie mich „entlarvt“ haben.

      Auf meine Fragen wird nicht eingegangen, aber was Sie inhaltich zum Besten geben, aktuell, zitiere ich auch gerne:

      Das Bildungsystem in diesem Lande ist verkommen zum AUS-Bildungssystem.
      Will sagen, da muss etwas (R)AUS- gebildet werden, nämlich das kritische Hinterfragen von Geschichte und Gegenwart. …
      Die Leute brauchen HILFE!
      Keine Einführung in die Hintergründe der ‚unendlichen Geschichte‘.
      Und nochwas: Wer kann es sich leisten seine ökonomische Basis auf’s Spiel zu setzen?
      Dadurch das er sich engagiert muss er mit Verfolgung, Kriminialisierung und Ausgrenzung rechnen.

      Und genau darum geht es ja, mein lieber Perschke.

      Wenn Sie wissen wollen, warum ich Sie immerzu Perschke nenne? Weil Sie vorher diesen Nicknamen hatten, bevor Sie sich umgemeldet haben.

      Hier der Post, wo Sie damals noch geschrieben haben unter diesem Namen; woher ich das noch weiss:

      https://kenfm.de/alles-rechtsruck-oder-was/#comment-124088

      Und dort schrieben Sie schon dieselben Argumente wie jetzt :

      Vorsichtig vermute ich mal das es etlichen so geht wie mir und die Aktion gegen Rammstein darum geschwächt wird. …

      KENFM ist nun Jahre unterwegs, Rubikon, Nachdenkseiten usw ‚betteln‘ bei ihren usern um Unterstützung, (zu Recht!) da müssen auch Mieten bezahlt, Kinder zur Kita/Schule und Brote belegt werden. …

      Ohne Organisation werden wir uns hier in ein paar Jahren noch erzählen das dieses System zum Scheitern verurteilt ist und uns staunend, verärgert und einige resigniert fragen;
      War das alles wozu es gereicht hat? …

      Damals dachte ich noch, Sie wären auf der Seite der Menschen, die etwas verändern wollten; und Ihnen würde lediglich die Kraft oder Motivation dazu fehlen.

      Da Sie dann aber die Sache mit „entlarvt*“ schrieben – meine Anfrage dazu unbeantwortet ließen, jetzt in dieser Antwort dezent darauf hinweisen, dass:

      Und nochwas: Wer kann es sich leisten seine ökonomische Basis auf’s Spiel zu setzen?
      Dadurch das er sich engagiert muss er mit Verfolgung, Kriminialisierung und Ausgrenzung rechnen. … Das Bildungsystem in diesem Lande ist verkommen zum AUS-Bildungssystem.
      Will sagen, da muss etwas (R)AUS- gebildet werden, nämlich das kritische Hinterfragen von Geschichte und Gegenwart

      Verstehen Sie, was ich meine?

      Indem Sie eine Sache, oder Sichtweise äußern, dämonisieren Sie diese. Das fiel mir damals latent bei Ihnen auf.

      Aber es wird ja nun immer konkreter bei Ihren Postings. Und es bestätigt meine Annahme, in wessen Auftrag Sie schreiben „müssen“.

      Ich will Ihnen abschließend etwas mitteilen:

      es wäre das völlig falsche Signal, sich nun wegzuducken.

      Was soll sich ändern dadurch?

      Wird der tiefe Staat dadurch friedlicher, liebevoller, zugeneigter?
      Macht der Neoliberalismus eine Pause, wenn KenFM aufhört diesen zu thematisieren und ich ebenfalls pausieren würde, eine Handhabe gegen dieses Drecksglaubenssystem zu finden?

      Die Antwort lautet „nein“.

      Und die Antwort, ob die Menschen glücklicher werden, wenn sich alle solidarisch wegducken, ob das neoliberale , weltweite Gedankenkonstrukt dadurch friedlicher wird und wie das „nichts“ im Film plötzlich eine Pause NICHT einlegt?

      Die Mächte, die daran Interesse haben, die Menschen auszubeuten; werden es immer probieren.

      Der Unterschied ist nur: wer sich aktiv für echte Demokratie einsetzt, der hält diesem Neoliberalismus etwas entgegen.

      Wer sich wegduckt, oder mauert, oder anfängt alles negativ zu schreiben, zu reden – Rechner auszuschalten etc…

      der unterstützt, ob bewusst oder nicht bewusst – das System hinter dem der Neoliberalismus steht.

      Nochmal kurze Zwischeninfo; auch interessant für Sie, Perschke:

      https://kenfm.de/tagesdosis-15-11-2017-querfront-preisverleihung-abgesagt-kein-raum-fuer-ken-jebsen/#comment-127073
      Der Herr Lederer ist Mitbegründer des BAK- Shalom, einem U-Boot innerhalb der Linken, welches vor allem uns anderen Mitgliedern die Kritik an Israels Regierung verbieten will.
      Ein großes Problem, weil wir logischerweise nur glaubwürdig sein können, wenn wir alle Menschenrechtsverletzungen kritisieren und nicht die, die den Palästinensern angetan werden ausklammern.
      Die Mehrheit von uns Linken sieht das auch weiterhin ganz genau so.
      Wir werden deswegen in regelmäßigen Abständen vom Herrn Lederer und seinem BAK-Shalom, in den ihnen wohlgesonnen, transatlantischen Medien als Antisemiten beschimpft.

      Sie sehen, es geht also auch innerhalb der Linken schon los mit Ausgrenzung. „Im Westen nichts neues“ , Perschke, möchte man meinen.

      Ich zitiere nochmal Herrn Prof. Mausfeld:

      Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=aK1eUnfcK4Q&t=113m40s

      Das finden Sie in ganz vielen…den Medien.
      Ob Demokratie oder Authoritarismus, spielt doch garkeine Rolle, Leute.
      Lassen wir uns doch auf das Vernünftige einigen. Wir brauchen eine Outputorientierte Herrschaftsform.

      Was zählt, ist doch letztlich der Erfolg. Das heisst: man kommt jetzt sozusagen aus den antidemokratischen Löchern raus, und artikuliert ganz offen: Wir brauchen einen Verzicht auf Demokratie.

      Das finden Sie auch schon ganz am Anfang, beim Beginn des Neoliberalismus, von Mises, Hayek war da durchaus bereit mit Diktatoren, Mises sogar dem Faschismus; daher kommt der Begriff „Auch der Faschismus ist als Notbehelf des Augenblicks tragbar.“, sagt von Mises.

      Also diese autoritäre Tradition ist auch geschichtlich ganz alt.

      So damit komme ich jetzt zum Ende und zur Übersicht:

      – Wir haben eine Entwicklung von der repräsentativen Demokratie, die immer eine Elitendemokratie war, zu einer outputorientierten Demokratie, wurde aber immer noch begleitet von einer Demokratierhetorik.

      Man behauptet immer eine Demokratie anzustreben.

      Dann kommt der Ausdruck neoliberale Demokratie, der Märkte, die marktkonforme Demokratie. Da geht Politik nur noch um effektive, um rationale Anpassung an die naturgesetzlichkeiten des Marktes.

      Ein zutiefst metaphysisch-ideologischer Begriff.

      Die Demokratierhetorik tritt jetzt schrittweise in den Hintergrund und wird ersetzt durch eine Stabilitätsrhetorik. Und da haben wir zwei Aspekte: der Bürger als wirtschaftlicher Konsument: das ist der Überwachungskapitalismus.

      Und der Bürger als politischer Konsument, das ist dann die innere Sicherheit.

      Und das führt uns dann zu dem eigentlich angestrebten Ziel eines Sicherheitsstaates.

      Das heisst dieser Übergang, der ist interessant; wozu dient da eigentlich Demokratierhetorik?

      Ich hab ganz am Anfang gesagt: Demokratie wollten die Eliten nie, weil es ihre Macht einengt. Demokratierhetorik war aber deswegen sinnvoll, weil es die Bürger pazifiziert sozusagen, befriedet, ihr Bedürfnis : “ wir können doch mitsprechen.“

      Es suggeriert, dass jeder mitsprechen kann. Es hat eine Befriedungsfunktion.

      Demokratie hat den Nachteil, dass es uns immer wieder eine Wurst vor die Nase bindet; wir könnten unser eigenes Schicksal mitbestimmen. Das ist nachteilig an der Demokratierhetorik. Die Demokratierhetorik fördert das emanzipatorische Veränderungspotenzial.

      Dieses Veränderungspotenzial ist im Neoliberalismus extrem gestiegen, also möchte man darauf gerne verzichten.

      Also sagt man: wir verzichten ganz auf die Demokratierhetorik, die ist überholt. Die können wir uns heute schenken. Wir haben bereits so viele Stabilisierungsmechanismen eingebaut, dass wir jetzt auf eine neue Rhetorik gehen; nämlich die Stabilitätsrhetorik. Und Sheldon Wolin geht wieder soweit, er sagt : „die Bezeichnung Demokratie ist nichts mehr als eine zynische Geste etwas zu verdecken, was eigentlich ein zutiefst autoritäres, manipulatives System ist“; Sheldon Wolin sagt: „Die Entwicklung dieses neuen Totalitarismus, der global orchestriert ist, der für uns kaum sichtbar ist. Der sich manchmal noch ein demokratisches Gesicht gibt, aber der ein unglaubliches Arsenal an Techniken entwickelt hat, Dissenz zum Schweigen zu bringen.

      Das ist eine der folgenschwersten, politischen Entwicklungen unserer Zeit.

      Jetzt kommt die Frage, die Sie wahrscheinlich am meisten interessiert, nach all diesen deprimierenden Dingen:

      „Was tun?“, und damit die Frage nicht zu abstrakt bleibt, „Und wer zum Teufel tut es?“

      Darauf müssen wir einen selbstkritischen Blick werfen, denn es könnte ja sein, dass mit diesem „wer“ wir gemeint sind.

      Wenn wir auf die Geschichte zurückblicken, können wir zweierlei erkennen: zum Einen wurden in den letzten Jahrzehnten und Jahrhunderten, trotz vielfältiger Rückschläge, große emanzipatorische Fortschritte erzielt.

      Zu diesen emanzipatorischen Fortschritten gehörte auch, dass wir heute hier, zumindest im historischen Maßstab in einer relativ freien Gesellschaft leben.

      Allein diese Tatsache ist eigentlich Anlass und Grund zu großer Hoffnung.
      Zweitens jedoch sind emanzipatorische, zivilisatorische Errungenschaften immer nur in oft langen und sehr mühsamen, sozialen Kämpfen errungen worden.

      Das ist ein schwieriger Punkt für uns, denn wir mögen eigentlich, wir mögen eigentlich Kämpfe nicht, denn Kämpfe suggerieren Gefahr und Unsicherheit; was wir aber eigentlich suchen ist Harmonie und Sicherheit.

      Daher versuchen wir Konflikte mit Anderen, in der Regel durch Austausch, Dialog, Verständigung zu lösen.

      Das führt nun dazu, dass diese , und das ist ja sehr gut, dass wir diese natürliche Bedürfnis haben und eine gewisse natürliche Aversion gegen Kämpfe.

      Das macht uns aber anfällig für einen sehr folgenschweren Kategorienfehler:
      Wir neigen nämlich dazu, interpersonale Kategorien der Konfliktlösung wie Dialog und Verständigung auch auf gesellschaftliche Antagonismen, also auf asymmetrische Machtverhältnisse zu übertragen.

      Das ist ein sehr schwieriger Punkt.

      Man kann es sich aber ganz einfach klar machen, wieder durch einen Blick auf die Geschichte :

      Soziale Errungenschaften wurden den Mächtigen stets abgetrotzt, in sozialen Kämpfen.
      Sie können die gesamte Geschichte zurückgehen: soziale Errungenschaften wurden immer in sozialen Kämpfen den Mächtigen abgetrotzt, und nicht etwa in einem empathischen Dialog errungen.

      Wir profitieren also heute von Denen, die oft mit großem, überpersönlichen Einsatz diese sozialen Kämpfe geführt haben. Oft gegen die Apathie und das Desinteresse weiter Teile, großer Teile der Bevölkerung.

      Und die sozialen Errungenschaften, auf die wir heute so stolz sind, wurden von jenen errungen, die diese Kämpfe geführt haben.

      Hoffnung, dass wollen wir haben. Hoffnung basiert also stets auf der Vorraussetzung, dass auch wir bereit sind, für gegenwärtige und zukünftige Generationen, diese sozialen Kämpfe zu führen.

      Um diese sozialen Kämpfe zu führen, brauchen wir etwas, wofür wir kämpfen und nicht nur etwas, wogegen wir kämpfen.

      Und das ist ein Punkt, wo uns insbesondere die Aufklärung einen großen Reichtum hinterlassen hat, der immer noch, muss man sagen, auf seine Umsetzung wartet.

      Ohne soziale Kämpfe wird sich der ökologisch-ökonomisch-sozial-zerstörerische; und damit letztlich auch für den Kapitalismus selbstzerstörerische Weg in den autoritären Neoliberalismus fortsetzen.

      Ich will also enden mit den Worten des 88 Jährigen Noam Chomsky, der in ganz einfachen Worten, in dem Buch was ich Ihnen schon genannt hatte, seine Erfahrungen eines lebenslangen Kampfes, eines lebenslangen sozialen Kampfes, in ganz einfache Worte kleidet und uns damit daran erinnert, wer zum Teufel die Verantwortung für dieses Tun eigentlich hat.

      Chomsky sagt: „Was können wir tun? So ungefähr alles, was wir wollen, wenn wir nur wollen. Tatsache ist, dass wir in einer relativ freien Gesellschaft leben. Die ist nicht vom Himmel gefallen.

      Die Freiheiten, die wir haben, wurden in harten, schmerzlichen, mutigen Kampf erstritten, aber nun haben wir sie.

      Das ist kein Grund, sich stolz zurückzulehnen, denn wir haben sie nicht errungen.
      Wir haben es für zukünftige Generationen das zu erringen, worauf wir bei den vergangenen stolz sind.

      Sie sind unser Erbe, ein Erbe, das uns die Kämpfe anderer hinterlassen haben.

      Es kann viel getan werden, wenn die Menschen sich organisieren; (ein ganz wichtiger Punkt: einzeln geht garnichts. Das ist ein ganz ganz wichtiger Punkt: es geht nur wieder in solidarischen Aktionen) , für ihre Rechte kämpfen, wie sie es in der Vergangenheit getan haben und wir können noch viele Siege erringen.

      Ich danke Ihnen.

      Und genau dieses solidarische, gemeinschaftliche in Aktion treten, wird sowohl in der „unendlichen Geschichte“ als auch bei „Momo“ in einer nachamenswerten Geisteshaltung formuliert, die für ein soziales Miteinander sich einsetzt.

      Ich kann Ihnen abschließend dazu
      Lucius Annaeus Seneca zitieren (Werk: Moralische Briefe an Lucilius (Epistulae morales ad Lucilium), XVII/XVIII, CIV, 26):

      Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer.“

    • Die Leute brauchen Hilfe. Da bin ich voll dabei. In welcher Form stellst du dir das vor? Können wir mehr tun, als einen anderen Lebensentwurf vorleben? Überredung funktioniert nicht.

      Und ich kann es nur immer wieder sagen, man kann zivilen Ungehorsam praktizieren, OHNE die ökonomische Basis aufs Spiel zu setzen. Die Fallmanagerin neulich ausm Pott – die musste den bettelnden HartzIVler nicht anscheißen. Niemand hätte ihr gekündigt, wenn sie einfach nur ihren dummen Mund gehalten hätte.

      Zuerst mal muss diese überbordende Bosheit, die hier entstanden ist, aus den Menschen wieder raus.

    • Hallo Kristana,

      schön, Sie wiederzulesen.

      Und schön, dass Sie ein positives Beispiel direkt erwähnen.

      Denn so etwas stärkt das Bewusstsein bei allen Menschen, die mitlesen, mitdenken, mitfühlen.

      Ich danke Ihnen.

    • Gerne 🙂 liebe/r E-b-G

      Es gäbe so viele Wege kleine Dinge zu ändern, Das einzige, was wir brauchen ist ein bisschen Mut. Wenn Montags im Büro alle übers Dschungelcamp lästern, wo ist das Problem zu sagen: sowas fieses guck ich mir nicht an, die Leute tun mir voll leid. Und zu schwärmen von einem tollen Buch, das man am Wochenende gelesen hat und glücklich dabei auszusehen. Das ist anziehend auf andere.
      Wo ist das Problem, wenn einer sagt, „hab letzte Woche mit Aktien en paar Tausender gemacht“, zu antworten „oje, die armen anderen Leute tun mir jetzt aber schon ein bisschen leid. Wenn du so krass Gewinn machst, müssen andere ganz viel verloren haben.“

      Wir haben tief in uns drin eine innere Stimme, die „gute“ Menschen anziehend für uns macht. Warum sind wohl Ghandi und Mandela so beliebt gewesen. Und warum stellt man sonst Obama als Friedensfürst dar, oder Merkel als Mutti.

      Im Grunde will doch die Mehrheit keine Schlechtmenschen sein. Nein liebe Kinder, die Minions lügen euch an, es ist nicht ganz toll böse zu sein.

      Es gäbe 1000 Beispiele für kleine Dinge, die viel verändern könnten. Gute Menschen mit Eiern braucht das Land!

    • Liebe Kristana,

      Es gäbe 1000 Beispiele für kleine Dinge, die viel verändern könnten. Gute Menschen mit Eiern braucht das Land!

      Das teile ich voll und ganz.

      Ich habe mir auch schon einen Glaubensgedanken für die echte Demokratie und den Frieden überlegt, der in den Köpfen all derer Platz nehmen darf, die den Frieden, die echte Demokratie und die Meinungsfreiheit unterstützen möchten:

      „Wir brauchen keine Paläste auf Erden mehr, wenn wir den Reichtum in unseren Herzen tragen.“

      Lieben Gruß Ihnen,

      André …

    • @ fpdcb:

      Sie schreiben aber nicht zufällig gerade einen „CODE“ oder?

      Zitat:

      Etwas Realismus ist allerdings auch angebracht, fürchte ich.Etwas Realismus ist allerdings auch angebracht, fürchte ich.
      Das Bildungsystem in diesem Lande ist verkommen zum AUS-Bildungssystem.
      Will sagen, da muss etwas (R)AUS– gebildet werden, nämlich das kritische Hinterfragen von Geschichte und Gegenwart. Das kommt im Interview auch ansatzweise nach vorn.
      Meine Studenten -15-20 Jahre alt- lesen nicht mehr. Begreifendes Lesen ist verkümmert, in erschreckendem Maße.

    • @fpdcb

      Huch, das seh ich ja jetzt erst. Die Studenten zwischen 15 und 20 ??? Sind die superhochbegabt, wenn sie mit 15 schon studieren? 15jährige lesen doch auch nicht. Die haben alles andere im Kopf, sind hormongesteuert und wollen Musik, Parties, flirten und vielleicht en Mopped.
      Ich hab andere Erfahrungen mit Studenten. Die Freunde meiner Nichte, Studenten um die 23, lesen begeistert Arno Gruen und schauen Prof Mausfeld.

    • Lieber E-b-G 🙂

      „Wir brauchen keine Paläste auf Erden mehr, wenn wir den Reichtum in unseren Herzen tragen.“

      Ist das von Ihnen? Das ist sehr schön und keine Floskel. Wer einmal erlebt hat, dass es ein viel schöneres, nachhaltigeres Gefühl ist 100€ an einen Obdachlosen zu verschenken, als jemanden um 100€ zu betrügen, der weiß das.

      Auch mit den Filmen, wie Momo, kann ich nur zustimmen. Unser Bewusstsein wird von dem Gesehenen geprägt. Wenn ich mir den ganzen Tag schlimme Nachrichten anschaue, bin ich abends mutlos, demotiviert und ängstlich. Wenn ich (ganz Frau) 5 Folgen von Sex & the City geschaut habe, hab ich Bock auf schminken und Nägel lackieren. Ist wirklich so…

    • Geehrter Herr/Frau E-b-G, (oder war es nicht erst „ein besonderer Gegenentwurf“?),
      vielen Dank für die Arbeit die Sich sich bezüglich meiner Person und meiner Beiträge gemacht haben.
      Warum Sie allerdings zoviel Zeit und Mühe darauf verwenden um mich hier zu verunglimpfen, sogar nicht einmal vor Unterstellungen zurück schrecken, wird wohl Ihr Geheimnis bleiben.
      Weiterhin sehe ich keinen Grund mich bei Ihnen für irgend etwas zu rechtfertigen.
      Wenn Ihnen meine Beiträge nicht gefallen, bleibt es Ihnen unbenommen darauf zu reagieren, mach ich ja auch. Allerdings werd ich Sie nie persönlich angreifen oder Ihnen unlautere Absichten unterstellen.
      Wenn Sie ein persönliches Problem mit mir haben, gibt es hier die Möglichkeit mich persönlich via e-mail anzusprechen. So wie Sie es hier abziehen, empfinde ich es , gelinde ausgedrückt, als eine Unverschämtheit.

      Dabei will ich es dann auch belassen.
      trotzdem auch Ihnen alles Gute.

    • Liebe Kristana,

      ich unterrichte nicht in der BRD und in anderen Ländern sind die Schulsysteme etwas anders eingerichtet als bei uns. Darum auch andere Altersgruppen.
      Hormongesteuert ist allerdings richtig, dies ist vor allem nicht auf Nationalität bezogen 😉
      Dennoch hab ich nach mehr als 10 Jahren als Dozent/Lehrer eben meine Erfahrungen und diese hier geäussert, mehr nicht.
      Allerdings weiss ich eben aus direktem Erleben, das alle tollen Sprüche nichts nutzen wenn es Menschen an die Existenz geht.
      Dann klingen Sachen wie: „Wir brauchen keine Paläste auf Erden mehr, wenn wir den Reichtum in unseren Herzen tragen.“
      nur noch wie blanker Hohn, da kann es so intellektuell wahr sein wie es ist.
      Wenn ich Heim und Herd verliere, weil andere mich denunziert haben, meine Lebensgrundlage zerstört wird, weil ich mich für die richtige Sache engagiere, dann nützt mir Euer „Reichtum im Herzen“ herzlich wenig. Das versuchte ich rüberzubringen.
      Das ist was ‚die Leute‘ eben sehen und fühlen, mir in Gesprächen deutlich machen und uns Linken dafür den Stinkefinger zeigen.
      Weil es bei denen ankommt wie intellektuelle Spinnerei.
      Abgehoben in ihren Elfeinbeintürmen, die aus dem Stehgreif tolle Zitate aus der Antike bringen können, praktisch jedoch oft nicht mal einen Nagel gerade in die Wand bekommen, um es mal überspitzt zu sagen.
      Dennoch glaube ich das um Wege diskutiert werden soll, auch kontrovers und vor allem konstruktiev.
      Ihnen alles Gute

  17. Interessantes Interviev .
    Anzumerken ist neben dem erwähnten Strategen und US Regierungsberater Zbigniew Brzezinski
    noch der US Historiker und Regierungeberater Thomas Barnett, der im Rahmen der US (Welt)Herrschaft spezifisch die Funktion der Massenzuwanderung in Europa als Herrschaftsinstrument beschreibt .
    Der Neoliberalismus wird weiter „Demokratie“ verwenden, wenn auch reduziert auf den Begriff ,
    denn „Demokratie“ hat für die Machthaber, vornehmlich auch für die diktatorischen Machthaber,
    den Vorteil, die Politik der Machthaber als Wille des Volkes zu verkaufen und die Wähler für diese Politik
    in Verantwortung zu nehmen .

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