KenFM im Gespräch mit: Ulrich Teusch („Der Krieg vor dem Krieg“)

Im Zweifel für den Krieg. Die deutsche Mainstream-Presse sowie die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten sind auf Krawall gebürstet. Das wissen wir nicht erst seit dem 11. September 2001 oder seit der Ukraine-Berichterstattung. Schon lange ist jedem aufmerksamen Leser und Hörer klar, dass hier etwas ganz und gar nicht klar ist: der gemeinsame Nenner „Frieden“ fehlt völlig. Der Abstand zwischen dem, was die Menschen vom Journalismus erwarten und was sie am Ende in den Mainstream-Medien serviert bekommen, wächst. Unmut macht sich breit. Objektive Berichterstattung? Fehlanzeige. Fehler und Feindbilder? Allgegenwärtig.

Kein klar denkender Mensch will Krieg. Doch die Mainstream-Medien, vom herrschenden System abhängig und ihm dienend, können gar nicht anders, als dieses von Krieg lebende System zu erhalten. Eine Diskrepanz, die im besten Falle enttäuscht.

Im schlimmsten Fall aber nimmt Otto Normal die vorgefertigte Meinung als bare Münze hin und lässt sich „an die Front schreiben“ oder „die da oben“ in ihrer Machtbesessenheit gewähren. Weil man ja eh nichts machen kann? Doch, kann man!

Hat man die Tricks, die Ziele und die Muster nämlich einmal durchschaut, bleibt nur noch ein letzter – zugegeben – schwerer Schritt: selber denken. Dann fällt es aber leicht, politische Nachrichten, zum Besten gegeben von Tagesschau, Talkshows und der guten alten Tageszeitung, als Halbwahrheiten, Täuschungen und Propaganda zu enttarnen.

Und dann ist da noch das „Problem“ mit der Wahrheit. Am Beispiel von Julian Assange sehen wir dieser Tage allzu deutlich, was es für Konsequenzen haben kann, spricht man das aus, was nicht gesagt werden darf. Assanges Verhaftung ist nichts anderes als ein Exempel, eine Warnung an die freie Presse. Macht man nämlich den echten Krieg, den uns das System als harmlose Spielerei (Bundeswehr-Werbung) oder als „notwendiges Übel“ (Die Grünen) verkauft, in all seiner Grausamkeit sichtbar, so landet man schnell im Hochsicherheitstrakt.

Im Gespräch mit Ulrich Teusch erleben wir einen teils zornigen, teils hoffnungsvollen Politologen und Medien-Experten, der nicht aufgegeben hat zu analysieren. Teusch ist jemand, der (noch) für die öffentlich-rechtlichen Medien arbeitet, in seinen Büchern aber schon lange Tacheles spricht und Kritik an seiner Branche übt.

Nach über 100 Minuten wird klar, welche Abneigung in ihm gegen die bewusste Verbreitung von vorgefertigten Meinungen brodelt und wie man sich einer solchen Beeinflussung entziehen kann.

Zum Beispiel: mit einem Buch, mit gesundem Menschenverstand und bald auch mit einem weiteren, unabhängigen Online-Magazin: https://www.startnext.com/multipolar

Inhaltsübersicht:

0:06:04 Systemmedien

0:15:52 „Nicht-Ereignisse“ und die Folgen einer „Nicht-Korrektur“


0:32:26 Die Wirkung alternativer Medien

0:46:06 Die wirkungslosen Warnungen kritischer Journalisten


1:08:08 Messen mit zweierlei Maß – Geschichte im Vergleich


1:16:31 Solidarität mit mutigen Journalisten – Julian Assange


1:28:33 Konflikte innerhalb der Eliten


1:34:16 Wer macht die beste Propaganda?


1:39:37 Das Portal „Multipolar“


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42 Kommentare zu: “KenFM im Gespräch mit: Ulrich Teusch („Der Krieg vor dem Krieg“)

  1. Lieber Herr Teusch,

    mit Freude, viel Spass und sehr großem Interesse höre ich gerade Ihr Gespräch, ich bin allerdings noch nicht fertig. Vielen Dank aber schonmal für die klaren Worte!

    Allerdings ist es bei aller Erregung ja auch immer schön, aktiv werden zu können. Und zumindest da gibt es eine frohe Botschaft. Bei Minute 14:28 sagen Sie wörtlich: "Und für diesen Scheissdreck zahle ich Gebühren!" Die Empörung ist berechtigt, aber die Lösung liegt hier doch auf der Hand: Zahlen Sie einfach keine Gebühren mehr, so wie rund 4 Mio. andere Zwangsverpflichtete auch nicht! Natürlich, irgendwann werden bewaffnete Kräfte die Beitreibung unter Anwendung von Gewalt durchsetzen. Dagegen ist mit zivilem Ungehorsam nicht beizukommen.

    Aber bis dahin werden die ordentlichen Gerichte sich weiterhin an der Beitreibung in illegitimer Weise (grundrechte.org/beschwerde-bverfg-rundfunkbeitrag-verstoss-13gvg/#beschwerde_gemaess_art_19_abs_4_gg
    ) beteiligen. Abzuwarten bleibt dann, wann dieser Aufwand und Rechtsbruch sich nicht mehr totschweigen lässt. Von den Zahlungsausfällen bis dahin ganz zu schweigen!

  2. Hallo Herr Jebsen,
    ich möchte auf Grund Ihres Gespräches mit Herrn Teusch meine Kommunikation mit dem ZDF, betreffend der völligen Entgleisung von Claus Kleber mitteilen. Da ich mit Herrn Teusch der gleichen Meinung bin, wurde es mich freuen, wenn Sie diesen Post an ihn weiterleiten.
    Vielen Dank im Voraus
    Bernd Hartwich

    Meine Beschwerde an das ZDF vom 13.04.2019:
    Das Intro von Herrn Kleber am 04.04.2019 war eine geschmacklose Entgleisung sowie eine Verletzung der journalistischen Standards im öffentlich-rechtlichen Fernsehen. Auf keinen Fall war das eine Nachricht im journalistischen Sinne, sondern eine nicht neutrale, wertende Äußerung, die in einem Nachrichtenjournal nichts zu suchen hat. Vor Allem dann, wenn sie vom Moderator ausgesprochen wird. Das war reine Kriegshetze und soll wohl die Bevölkerung auf einen Krieg der NATO gegen Russland mental vorbereiten.
    Dieses ist gemäß Art. 26 Abs. 1 Satz 1 GG mit Strafe bedroht: "(1) Handlungen, die geeignet sind und in der Absicht vorgenommen werden, das friedliche Zusammenleben der Völker zu stören, insbesondere die Führung eines Angriffskrieges vorzubereiten, sind verfassungswidrig. 2Sie sind unter Strafe zu stellen."
    Ich erwarte sanktionierende Konsequenzen für Herrn Kleber.
    ——————————————————————————————————————————
    Antwort vom Chefredakteur am 25.04.2019:
    Sehr geehrter Herr Hartwich,
    vielen Dank für Ihre Zuschrift vom 13. April 2019, in der Sie die Anmoderation von Claus Kleber zum 70. Jahrestag der NATO-Gründung in der "heute journal"-Sendung vom 04. April 2019 kritisieren. Ihre Nachricht wurde zuständigkeitshalber an mich weitergeleitet. Gerne möchte ich Ihnen hiermit antworten.
    Lassen Sie mich zunächst die vollständige Moderation von Claus Kleber zitieren:
    "Zu Wasser und in der Luft sind heute Nacht amerikanische, deutsche und andere europäische Verbündete unterwegs nach Estland, um die russischen Verbände zurückzuschlagen, die sich dort – ähnlich wie vor einigen Jahren auf der Krim – festgesetzt haben. Keine Sorge, das ist nicht so, das ist nur eine Vision. Aber eine realistische. So etwa müsste nämlich im Ernstfall die Antwort der NATO aussehen auf einen Angriff auf das Territorium eines ihrer Mitgliedsstaaten – und sei er so klein wie Estland. Wenn das in Frage gestellt scheint, würde die Abschreckung brüchig, die seit siebzig Jahren den Frieden in Europa sichert. Das Problem ist, dass der Bestand des Bündnisses heute, zu seinem 70. Geburtstag, brüchiger erscheint als jemals in seiner Geschichte. Einer – bisher – beispiellos erfolgreichen Geschichte. Stefan Leifert berichtet aus Washington."
    Falls Sie sich durch diese Moderation persönlich getroffen oder für einen Augenblick verstört gefühlt haben, bedauere ich das sehr. Ich kann Ihnen versichern, dass wir auch intern sehr kontrovers darüber diskutiert haben. Die Moderation ist markant formuliert und nutzt einen kurzen Moment des möglichen Aufschreckens als Instrument der pointierten Zuspitzung. Die Auflösung kam aber prompt, sehr klar und wurde durch den zweiten Teil der Moderation – und erst recht durch den folgenden Beitrag – eingeordnet. Ihren Vorwurf der "Kriegshetze" muss ich entschieden zurückweisen.
    Inhaltlich stützt sich die Moderation auf die Möglichkeit eines derartigen russischen Vorgehens, das durchaus Teil der Befürchtungen seitens der NATO ist. Seit der Annexion der Krim im März 2014 und der neuen russischen Militärdoktrin vom Dezember 2014, wonach die NATO als Gefahr eingestuft wird, ist ein russisches Vorgehen auf dem Baltikum – wie Claus Kleber es skizzierte – genau das, was in NATO- und anderen Sicherheitskreisen mit großer Sorge diskutiert wird. Die Annexion der Krim und das Vorgehen Russlands in der Ukraine führten dazu, dass die NATO die militärische Zusammenarbeit mit Russland einstellte und eine sogenannte "Very High Readiness Joint Task Force", also eine schnelle Eingreiftruppe, ins Leben rief, an der auch Deutschland beteiligt ist – und selbstverständlich würde nach einer russischen Aggression im Baltikum der NATO-Bündnisfall eintreten.

    Sehr geehrter Herr Hartwich, natürlich hoffen wir alle, dass dieses Szenario nur eine visionäre Zuspitzung bleiben möge. Wir werden über die von Ihnen kritisierte Anmoderation auch weiterhin intern sprechen und ich versichere Ihnen, dass auch Ihre Anmerkungen in unsere redaktionellen Diskussionen einfließen.
    In der Hoffnung, Ihre Bedenken mit meinen Ausführungen ausgeräumt zu haben, würde ich mich freuen, wenn Sie dem ZDF-Programm auch weiterhin als interessierter und durchaus kritischer Zuschauer erhalten blieben.

    Mit freundlichen Grüßen
    Dr. Peter Frey
    ——————————————————————————————————————————
    Mein letztes Schreiben an das ZDF, weil der Transatlantiker Kleber es einfach mit der Hetze nicht lassen kann (10.08.2019):

    Herr Frey,
    Ihre schön redende Erwiderung auf meine Beschwerde können Sie sich sonst wo hin stecken, denn Sie können es einfach nicht lassen!
    Ihr überbezahlter Hofhund Kleber ist wie Sie ein ganz übler Transatlantiker, der nur ein unsinniges Feindbild gegen Russland aufbauen will.
    Das ist schon längst kein "Qualitätsjournalismus" mehr, aber Propaganda im Sinne der "Atlantik-Brücke", des "Aspen-Instituts" und weiteren ominösen transatlantische Organisationen.
    Solch einen Scheiß, wie das Heute Magazin und im gleichen Maße die Tagesschau schaue ich mir nicht mehr an.
    Und ich bin nicht der Einzige, es werden immer mehr, denn es gibt bessere Quellen.

    Bernd Hartwich
    ——————————————————————————————————————————
    Und jetzt:
    Kleber, der ein von den Zwangsgebühren finanziertes Jahreseinkommen von €600.000 hat, weicht keinen Zentimeter von seinem Stil ab, der aber auch nun gar nichts mit Journalismus zu tun hat.
    https://youtu.be/e1ajPWf9ZEY

    • Sehr geehrter Herr Hartwich, ich denke, Sie haben unserer gemeinsamen Sache mit der Wortwahl in Ihrem Schreiben vom 10.08.19 keinen Gefallen getan. Im übrigen stimme ich Ihnen voll zu, schon gar in dem Punkt, dass ein verantwortungsloser Agitator wie Herr Kleber jährlich doppelt soviel von meinen Zwangsgebühren erhält wie die Bundeskanzlerin. Das macht deutlich, dass wir diesen gekauften Mann nicht überzeugen können, denn für 600 000,-€ würde ich es mir vielleicht auch überlegen, den politischen PausenClown zu spielen. Wenn Kleber nicht so gefährlich wäre, könnten wir ja vielleicht über ihn lachen.

    • Apropos Herr Frey: Was ist eine "visionäre Zuspitzung"? ich hab mal im Duden nachgeschaut, visionär bedeutet: prophetisch, seherisch, vorausschauend, voraussehend, weitblickend. ich glaube, Kleber ist gefährlicher als man allgemein denkt. Bei Wiktionary bedeutet Zuspitzung: Hinwirken auf einen extremen Zustand oder der Fall, dass er erreicht wurde. Wie kann Herr Frey solche Mitarbeiter auf uns loslassen, "Mit einer visionären Zuspitzung"

    • Zu "visionärer Zuspitzung":

      Von einem Journalisten konnte man einst mit relativer Sicherheit annehmen, dass er sprachlich kompetent ist.
      Das ist nicht mehr so.

      Lexikon Vers. 2.2.1.:
      Vision |Vision|, die
      Substantiv, feminin
      die Vision; Genitiv: der Vision, Plural: die Visionen
      HERKUNFT mittelhochdeutsch vision, visiun = Traumgesicht; Erscheinung < lateinisch visio (Genitiv: visionis) = das Sehen; Anblick; Erscheinung, zu: visum, Visage
      a übernatürliche Erscheinung als religiöse Erfahrung
      die Visionen der Apokalypse
      b optische Halluzination
      sie hat öfter Visionen
      c in jemandes Vorstellung besonders in Bezug auf Zukünftiges entworfenes Bild
      die Vision eines geeinten Europas, vom Übermenschen | sie wollte ihre künstlerische, politische Vision verwirklichen | Visionen für das 21. Jahrhundert

      Welcher Art Vision Kleber auch immer haben mag. Wir dürfen es uns aussuchen. Mehr aber auch nicht.

    • wolfcgn

      Schmidt: Ein Visionär am Ende seines Lebens, der davor zurückschreckte, seine Vision in klaren Worten auszudrücken.

  3. Krieg auch im Gesundheitswesen:

    "Es findet ein Zerstörungsprozess statt!" – Dr. med. Bernd Hontschik zu unserem Gesundheitswesen

    youtube.com/watch?time_continue=2&v=moWrEw9LNo4

  4. Ulrich Teusch, sehr überzeugend und tief schürfend. Was mich aber (fast ver-) zweifeln lässt , ist die Tatsache, dass uns (hier?) alles klar und verständlich ist, wir diese Bestätigung immer wieder gerne hören (wollen), aber alles wirkungslos bleibt. ich hab den Albtraum, mich eines Tages in der berüchtigten Blase wieder zu finden mit der Angst, dass sie platzt.

  5. <a class='bp-suggestions-mention' href='https://kenfm.de/members/tony/' rel='nofollow'>@Tony</a>

    Sie haben eine Masse von Leuten genannt die zur Menge der Masse gehoeren.

    Alle die fuer ihr Ueberleben gezwungen sind einem Herrn zu dienen, einer Person, Institution, Firma, Staat. Die Trennlinie ist die geistige und materielle Freiheit des Individuums.

    • Begriffsverwirrung!

      Enzyklopädisches Stichwort:

      Was Masse ist, wird am deutlichsten, wenn man diesen Begriff dem der Menge gegenüberstellt: unter Menge versteht man eine Ansammlung von Menschen, die – außer ihrem Menschsein – nichts miteinander verbindet; Masse wird eine größere Zahl von Menschen genannt, die, wenn auch nur vorübergehend und unter bestimmten, zeitlich bedingten gefühlsmäßig gebundenen Voraussetzungen, durch ein Gemeinsames – eine Leidenschaft, eine Erregung, eine Hoffnung, ein Augenblicksziel – zu einer Einheit zusammgeschlossen werden. Während Menge also ein rein quantitativer Begriff ist, verbindet sich mit dem wesentlich inhaltsreicheren der Masse die Vorstellung von eine Anzahl von Menschen, die unter bestimmten psychologischen Voraussetzungen zu plötzlichen Affekthandlungen verführt werden können. Die Erforschung von Gesetzmäßigkeit im Verhalten der Masse ist Aufgabe der Massensoziologie und Massenpsychologie – nicht der Mengensoziologie oder Mengenpsychologie.

    • PS.

      So habe ich vielleicht eine Menge von Leuten genannt, die zu einer Masse gehören? – um Ihre Formulierung aufzunehmen.

    • <a class='bp-suggestions-mention' href='https://kenfm.de/members/tony/' rel='nofollow'>@Tony</a>

      Begriffsverwirrung? Soll vorkommen. Ich meinte "Menge" im mathematischen Sinne. So wie "Die Menge aller Deutschen ist die derer, die einen deutschen Pass haben". Manche sind anderer Meinung.

    • <a class='bp-suggestions-mention' href='https://kenfm.de/members/tony/' rel='nofollow'>@Tony</a>

      Wikipedia

      „Unter einer ‚Menge‘ verstehen wir jede Zusammenfassung M von bestimmten wohlunterschiedenen Objekten m unserer Anschauung oder unseres Denkens (welche die ‚Elemente‘ von M genannt werden) zu einem Ganzen.“

  6. @ Birkat Kohanim

    Aufgeklaertsein aendert gar nichts solange jeder einzelne direkt oder indirekt am Tropf des Systems oder des Staates haengt. Deshalb gibt es im goldenen Kaefig des Westens auch keine Revolution, zumindest solange die Insassen einigermassen versorgt werden. Und wer moechte schon darauf bauen, dass die Masse es besser richtet ?

    • Wer oder was ist "die Masse"? Was ist die "Akademikerschwemme?" Was ist das Ergebnis von Bologna? Was das Ergebnis von Massen von BWLern und MBAlern und creative destruction? Wer sind die Massen? Wo und wie agieren sie? In Think Tanks? In global vernetzten PR-Agenturen? Im vermassten Volk? In der vermassten Elite? Welche "Masse" hat welches Gewicht (Macht)? Wer sind die Insassen? Wo sind sie Insassen? In der produktiven Industrie oder in der Finanzspekulation? Wer oder was ist das System? Was ist das Ergebnis einer Revolution? Die Diktatur (des Proletariats)?
      Was ist der "Tropf" des Systems? Trickle-Down oder Bismarcks Sozialpolitik von Oben?

      Schließlich: Wer möchte darauf bauen, dass die Masse der Funktionseliten (Gewinner und Opfer der Vermassung) es weiterhin so richtet, wie die Dinge stehen? Und: Wer sitzt im goldenen Käfig?

  7. Herr Teusch wäre die ideale Besetzung für das Amt des Bundespräsidenten. Stattdessen setzt man uns so zweifelhafte Charaktere wie Steinmeier und davor, noch schlimmer, Gauck vor die Nase.
    Da fällt mir ein, warum lädt Ken Jebsen nicht mal Bernt Höcke zum Gespräch ein. Der wird vom Mainstream äußerst unfair behandelt. Nicht, dass ich die AfD wählen würde, ich bin seit 15 Jahren Nichtwähler, aber hier könnte Ken mal den in MMM doppelt eingeblendeten Voltaire-Spruch praktisch umsetzen.

  8. Bei 22.36 sagt Teusch: „Man kann sich das wirklich so vorstellen, dass man Medien hat, mit denen kann man Kriegspropaganda machen, dann findet der Krieg statt. Dieselben Leute sind bei Rüstungskonzernen drin, die von diesem Krieg profitieren…“

    Das ist wahr und dafür habe ich ein konkretes Beispiel aus dem Ersten Weltkrieg, das sozusagen das U-Phänomen dieses Verhaltens darstellt: Hudson Maxim und sein Bruder, Sir Hiram Maxim.

    Der Amerikaner Hudson Maxim, Erfinder verschiedener Sprengstoffe, überschwemmte die USA im Jahre 1915 mit seinem Buch: „Defenseless America“, von dem er selbst sagte: „Das Hauptziel dieses Buches ist es, eine Phalanx von Fakten über den wehrlosen Zustand dieses Landes zu benennen und aufzuzeigen, was rasch getan werden muss, um das schlimmste Unglück abzuwehren, das ein Volk treffen kann: Die gnadenlose Invasion durch einen Feind.“ Die Ankunft des Krieges – womit natürlich die Deutschen gemeint waren – sei „unvermeidlich.“ Die Wirkung der Botschaft des Buches verstärkte sich noch, als James Stuart Blackton sich die Filmrechte holte. Es entstand: „The „Battle Cry of Peace“, ein Propagandafilm, der der Bereitschafts-Bewegung unheimlichen Auftrieb gab. Zwar wurden die Deutschen darin nicht namentlich genannt, doch zeigte der Film, wie das wehrlose, unschuldige Amerika von den brutalen Soldaten einer fremden Macht überrannt wurde, deren Soldaten so ähnliche Uniformen trugen, wie die Deutschen sie hatten. Bilder wirken oft mehr als Worte.
    Wie allerdings die im Stellungskrieg festgesetzten und von Feindstaaten umgebenen Deutschen – die, im Gegensatz zur Royal Navy, kaum Übersee-Stützpunkte hatten – die britische Blockade durchbrechen und ein Millionenheer über den vom Feind gut bewachten Atlantik bringen sollten, um in den USA einzufallen – diese Frage stellten sich offenbar nicht gerade viele Leser von Hudson Maxims Buch – und auch nicht viele Zuschauer des Films.

    Aber damit noch nicht genug: Was Hudson Maxim natürlich nicht schrieb, war, dass es sein eigener Bruder, Sir Hiram Maxim, war, der 1884 das Maschinengewehr erfunden hatte! Hiram Maxim hatte die britische Staatsbürgerschaft angenommen und war von Großbritannien geadelt worden. 1889 erhielt er das Patent für das Schießpulver, das er für sein Maschinengewehr erfunden hatte, siehe Wiki: „dazu entwickelte er Maximite, ein rauchloses Schießpulver aus Trinitrocellulose und Nitroglycerin, für das er 1889 ein Patent erhielt! Und in beiden Jahrzehnten danach wurden die Streitkräfte von mehr als 20 Nationen mit seinen Maschinengewehren ausgerüstet. Wikipedia: „Viele weitere Maschinengewehre des frühen 20. Jahrhunderts basieren auf dem Maxim, so das deutsche MG 08, das russische PM 1910, das Schweizer Mg 11 sowie das von Vickers als Nachfolger entwickelte Vickers-Maschinengewehr (1912).
    Und dann schreibt sein, in den USA verbliebener Bruder Hudson Maxim im Jahre 1915 das Buch „Defenseless America.“ Offenbar wollte er auch an die US-Streitkräfte möglichst viele Maschinengewehre und Gunpowder verkauft sehen – doch die Folge davon würde sein, dass dann auch noch amerikanische Jugendliche durch die Folgeprodukte der Erfindung seines geadelten Bruders niedergemäht würden. Hauptsache satte Gewinne für ihre Munitions-Industrie? Haben das die Leser damals eigentlich nicht durchschaut?

  9. Ulrich Teusch beklagt zurecht, dass trotz vielfältiger Aufklärungsimpulsen sich nichts Wesentliches geändert hat.

    Der Grund dafür liegt darin, dass der Ansatz des Bewusstmachenwollens, des Ratio-Appells, der Vernunft-Debatte, der Fakten-Deklamation und der Skandal-Reportage verfehlt sind.

    Sie sind verfehlt, weil sie in keiner Weise das Machtgefüge, das die Aufklärer redundant abbilden, selbst dadurch verändern können.
    Ein Hebel, der auch nur einen Zentimeter zu weit versetzt versucht einen Fels zu bewegen, versagt.

    Mit anderen Worten: nur das Verstehen des kompletten Macht-GEFÜGES ermöglicht es zu erkennen, wo ein Hebel wirksam angesetzt werden kann, um an ENTSCHEIDENDER Stelle wirkend BEDEUTUNG zu erlangen, indem er tatsächlich mit einem Bruchteil der Kraft des Machtgefüges dieses umwälzt.

    Ein 'systemisches' Verständnis beruht aber nicht auf der Abbildung von Vorstandslisten, Finanztransaktionen, Konzernstrukturen, Politik- und Wirtschaftsverbindungen oder Aufdeckung wie Auflistung von Schandtaten etc. wie es üblicherweise getätigt wird.

    Ein 'systemisches' Verständnis filtert heraus, an welchem 'Haken' das dynamische Mobile der Macht aufgehängt ist.
    Und dann korrodiert es gezielt den Ankerpunkt des Hakens.

    Lustigerweise wäre es unter anderem technisch problemlos möglich, aber all die (H)A(c)ktivisten, die das Zeug dazu hätten, kaprizieren sich auf völlig Nebensächliches wie Email-Konten, Zahlbelege, irgendwelche 'kryptischen top-secret'-Dateien, mitgeschnittene Telephongespräche und sonstigen Tinnef.
    Man muss fast vermuten, dass die auch auf dem Lohnzettel der Macht stehen, so penetrant wie sie es vermeiden ans 'Eingemachte' zu gehen.

    Es gibt interessanterweise auch z.B. nicht einen einzigen Roman oder Spielfilm, der das wirksame 'Abhaken' der Macht darstellt bzw. Ideen dazu vermittelt.
    Das Grundlegende bleibt unangetastet und wird nicht mal in einem Nebensatz erwähnt.
    Das Originalstück wird weiter aufgeführt, nur in Neubesetzung von Regisseur bis Kartenverkauf und Umgestaltung der Leuchtreklame.

    Da, Herr Teusch, liegt Ihr Hund begraben.

    • Achja, Nachtrag:

      Der Film 'Matrix' z.B. (häufig und gerne zitiert bzw. ins Feld geführt) gibt sich auch (pseudo)aufklärerisch.
      Aber der Kern des Narrativs zerstört das alles nachhaltig – weil es einen 'Erlöser' (mal wieder) braucht, um aus der Misere zu gelangen.
      Nach einer Auffassung ist 'Matrix' ein äußerst gelungener Coup, weil er einen Erkenntnis'durchbruch' signalisiert, der in der Wirklichkeit eben durch 'Matrix' wirksam verhindert wurde.

    • @ Birkat Kohanim
      Ihre Gedanken und Ausführungen finde ich sehr gut und kann dem eigentlich nur zustimmen.
      Aus meiner Sicht müsste ein Film oder Roman davon handeln, wie die Menschen wieder ihr Bedürfnisse nach eigenständigem Denken, Empfinden und Gestalten wahrnehemn
      und ihre möglichen positiven (liebenden) Verbundenheiten mit der Welt und den Menschen in ihren Gemeinschaften entdecken,
      diese Bedürfnisse dann leben, ein Bewusstsein dafür zu entwickeln und letztendlich daraus einen Anspruch auf Mitbestimmung und entsprechenden Veränderungen daraus ableiten. . . . .

      Das klingt jetzt vielleicht ein bisschen zu allgemein, aber da liegt wohl der Haken und die Stelle, wo die Hebel anzusetzen sind, oder . . .
      wir können noch so sehr nach den schlimmen Menschen suchen, die uns das alles antun. Wir werden damit keinen Erfolg haben, da – aus meiner Sicht – die Systeme längst eine Eigendynamik entwickelt haben und es deshalb keinen Sinn macht nach "Schuldigen" oder Haken zu suchen. Wir haben es ALLE verkackt, oder . . .
      Aus dem eigenen Dasein schlicht und ergreifend einen Anspruch auf ein gesundes und erfülltes Leben abzuleiten, indem ich bestimme, wann und worüber ich Angst habe und nicht über all nur mit Gehirnwäsche zu existieren ist.
      Da muss glaube ich wohl jeder den haken bei sich selber finden . . .

    • @ Birkat Kohanim

      "…an welchem 'Haken' das dynamische Mobile der Macht aufgehängt ist…Und dann korrodiert es gezielt den Ankerpunkt des Hakens. Lustigerweise wäre es unter anderem technisch problemlos möglich, aber…"

      Der Spion (Wegelagerer/Bankier/Missionar) hinter der Säule auf dem Marktplatz und auf den Verkehrs- und Handelswegen seit Jahrtausenden; der Beichtvater; die Straßenbeleuchtung (Stromnetz); der Buchdruck; die Print-/Ton/Bild-Medien; das Internet.

      Erzählung des Sufi Nasreddin:

      Nasreddin suchend auf- und abgehend auf der Straße vor seiner Hütte. Sein Freund kommt vorbei. Fragt ihn, was er denn sucht. Nasreddin antwortet, er suche seinen Ring. Sein Freund hilft ihm bei der Suche. Nach einer langen Weile fragt der Freund Nasreddin, wo er den Ring verloren habe. Nasreddin antwortet, er habe ihn in seiner Hütte verloren. Sein Freund fragt verwundert, warum sie dann vor der Hütte suchen. Nasreddin antwortet: In meiner Hütte habe ich kein Licht; hier vor meiner Hütte ist Licht von der Straßenlampe.

      Irgendeiner wird den Haken finden, und das Licht ausschalten. Vermutlich werden es die Besitzer des Lichtes sein.

    • @ Meinenstein

      Ja, einer der Haken sitzt direkt bei jedem von uns im Kopf 🙂
      Der andere Haken hat etwas mit technischer Energie zu tun bzw. mit der Transformation dieser technischen Energie in Information.

    • @ Tony

      Ja, der Haken an der Sache mit dem Haken ist, dass wir alle dran hängen.
      Und der, der das Licht ausmacht hat garantiert eine autarke Selbstversorgung.
      Diejenigen, die im Protest dagegen die Kerzchen schwingen sind dem 'bösen Wolf' noch nie begegnet, der die Häuschen der 3 kleinen Schweinchen mal eben weggepustet hat.
      Die Solidität der Reaktion der 3 kleinen Schweinchen daraufhin wird man hier aber nie erreichen.

  10. Ulrich Teusch ist ein berüchtigter bundesweit bekannter Waffendealer. Wir dürfen uns da keinerlei Illusionen machen. Er liefert Waffen in Krisengebiete und aktuelle heiße Konfliktzonen, ein typischer Vertreter des militärisch-intellektuellen Komplexes eben. Auch mich bewaffnete er, wenn auch nur im Sinne des Schweizer Soziologen Jean Ziegler, nämlich mit Begriffen in meiner Auseinandersetzung mit dem Propaganda-Outlet Westdeutscher Rundfunk in Sachen Zwangsbeiträge. In meinem Fall wegen der Erweckungspropaganda (mobilizing propaganda) zum War On Terror an 9/11.

    In einem Punkt bin ich allerdings anderer Auffassung als der geschätzte Ulrich Teusch. Er vermeidet den Begriff Lügenpresse wegen seiner Konnotation mit der Nazi-Epoche. Das reicht mir nicht, um mir den Begriff als ewig anrüchig verbieten zu lassen. Meine Formulierung ist demzufolge so: Lückenpresse, vulgo Lügenpresse. Und ich sage auch warum und zitiere dazu Simone de Beauvoir, die es treffend auf den Punkt brachte: „ La forme la plus insidieuse du mensonge, c'est l'omission“, frei übersetzt: die hinterhältigste Art der Lüge ist die Lücke. Und was wäre dermaßen mit lauter Lügen so gespickt wie das offizielle Narrativ mit den 19 bösen Muslimen an 9/11. Der monströse Maßstab dieser medialen Lügengeschichte findet nicht leicht seinesgleichen und ist der Fingerabdruck skrupelloser Psy-Ops, zu denen ein taumelndes Imperium greift, das noch nicht zum taktischen Rückzug und zur Einordnung in eine multipolare Weltordnung bereit ist.

  11. Wissenschaftlich erklärt – Warum so viele Menschen einfach nicht AUFWACHEN können!

    legitim.ch/post/wissenschaftlich-erkl%C3%A4rt-warum-so-viele-menschen-einfach-nicht-aufwachen-k%C3%B6nnen

  12. Marx war sich mit Heine nicht nur in der Einschätzung der anachronistischen Zustände in Preußen-Deutschland einig, sondern auch hinsichtlich der Notwendigkeit einer radikalen Theorie: Diese sollte von der »entschiedenen positiven Aufhebung der Religion« ausgehen und einem »kategorischen Imperativ« folgen, nämlich »alle Verhältnisse umzuwerfen, in denen der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verlassenes, ein verächtliches Wesen« ist.⁴ Und Heine hat sicher auch Marxens Wirkungsstrategie zugestimmt, »den Deutschen keinen Augenblick der Selbsttäuschung und Resignation« zu gönnen und deshalb »den Druck noch drückender« zu machen, indem man ihm das Bewusstsein des Drucks hinzufügt, die Schmach noch schmachvoller, indem man sie publiziert.« Ja, Marx wollte sogar »das Volk vor sich selbst erschrecken lehren, um ihm Courage zu machen«.⁵ Heine erreicht dies durch seine satirischen Techniken, seine witzig-entlarvenden Reime, seine ironischen Anspielungen, seine respektlosen Kalauer und derben Späße, die den Text ebenso lesbar-vergnüglich, ja unterhaltend wie unversöhnlich-kritisch machen.

    Der Blick, den das »Wintermärchen« auf die Wirklichkeit wirft, ist ernüchternd. Immer wieder stößt Heine auf Beispiele eines repressiven Militarismus, Autoritarismus, auf Zensur, Zollkontrollen und Überwachungsmentalität, auf einen reaktionären Religionskult, der die Feudalzustände legitimieren soll, oder einen Patriotismus, der auf Hass und Fremdenfeindlichkeit beruht. Heine nutzt die Figur des Ich-Erzählers, um die episch ausgebreitete Wirklichkeit aus subjektiver Sicht zu entlarven und der Lächerlichkeit preiszugeben. So suchen die preußischen Douaniers nach Schmuggelware und verbotenen Büchern, kommen aber nicht auf die Idee, dass die mitreisende »Konterbande« im Kopf steckt. Immer wieder findet Heine einprägsame, witzige Bilder und zitierbare Formulierungen. Wenn er von den Büchern spricht, die er noch schreiben wird, heißt es: Sein Kopf sei »ein zwitscherndes Vogelnest / Von konfiszierlichen Büchern«. Der preußisch dominierte Zollverein ist kein Fortschritt, denn der »materiellen« Einheit, die er liefere, entspreche die »geistige Einheit der Zensur«.

    Unter Preußens Knute

    Der ökonomisch-politische Fortschritt wird also, und dies ist geradezu eine Formel für die deutsche Entwicklung weit über Heines Lebzeiten hinaus, durch Repression erkauft. Diese Repression findet Ausdruck im allgegenwärtigen preußischen Militär, in der hölzernen Steifheit seiner mechanischen Bewegungen und im pene­tranten »eingefrorenen« Dünkel. »Reformen« wie die Abschaffung der lange geltenden Prügelstrafe haben daran nichts geändert, Autoritarismus und Unterdrückung sind jetzt verinnerlicht. Die Soldaten stelzen umher, »als hätten sie verschluckt den Stock / Womit man sie einst geprügelt«. Das Zopftum ist nicht abgeschafft, sondern in eine neue Phase getreten, denn der altertümliche »Zopf, der eh’mals hinten hing / Der hängt jetzt unter der Nase«. Die neue Pickelhaube, die bis ins 20. Jahrhundert getragen werden sollte, wird als romantische Nachahmung des Mittelalters verspottet. Deren Spitze habe allerdings den Vorteil, dass sie »des Himmels modernste Blitze« anziehe, womit Heine auf eine mögliche Revolution anspielt.

    Aus: Ausgabe vom 04.10.2019, Seite 12 / Thema
    Literaturgeschichte
    Den Stock verschluckt
    Heinrich Heines »Deutschland. Ein Wintermärchen« spielt den erstarrten Verhältnissen ihre Melodie vor. Vor 175 Jahren schritten die preußischen Zensurbehörden gegen das Versepos ein
    Von Jürgen Pelzer
    (junge Welt)

    • Wäre ´Ernüchterung´ der Effekt kritischen Spiegelns à la Marx, Heine, … – und also die entscheidende Zugkraft aus den irrwitzigsten waffenbleckenden Erstarrungen, dann hätte sich längst keine Gesellschaft dieser Welt mehr zu Kriegsbereitschaften verstiegen.

      Den Teil unserer Phantasie, der uns immer neue Friedensfähigkeit entwickeln hilft, nähren Ernüchterung und Empörung am allerwenigsten, scheint mir.

      Schauen wir stattdessen doch in bewusster Beschränkung und mit all unserer Iminations-Befähigung dahin, wo es Menschen und Gesellschaften gelingt, Frieden zu halten, Konflikte nicht aufzubauschen, sondern zu entschärfen !

      Und machen wir les-, schau- und hörbar, was sich da alles finden lässt, damit wir uns um vieles entspannter und angeregter dessen Anziehungskraft überlassen können… ! Nur so erübrigt sich für uns im Kleinen wie im Großen der Irrweg ´Krieg´…

    • Drollig. Denn natürlich ist Ausblenden ein weiteres hochwirksames Wirkmittel, aus dem Repertoir kapitalistischer Kopfbesetzung.

      Z.b. hier:

      Donnerstag, 29. März 2018, 12:02 Uhr
      ~17 Minuten Lesezeit
      Kapitalismus im Kopf
      Eine ganze Industrie arbeitet daran, unseren Verstand zu manipulieren.
      von Ulrike Orso

      Hat sich noch nie jemand gefragt, wo plötzlich die vielen „Berater“ herkamen? Ein schier unüberschaubarer Markt an Beratungs- und Bildungsangeboten hat sich in den letzten Jahrzehnten entwickelt. Dabei fällt eines auf: Überall werden die gleichen Sätze, die gleichen Aufforderungen und Gleichschaltungsmechanismen eingesetzt. Ein Großteil der insbesondere an Unternehmer und Arbeitnehmer adressierten Bereiche entstand aus der Idee des „Positiven Denkens“. Nach dem Zweiten Weltkrieg kam es zwischen manchen — in den USA sehr erfolgreichen — Predigern, namhaften Psychologen, den Vertretern der neuen Propagandatechniken und den Entwicklern der Ideologie des Neoliberalismus zu einem weitreichenden Schulterschluss.
      (Quelle: Rubikon)

      Oder hier:

      Zweitens jedoch sind emanzipatorische, zivilisatorische Errungenschaften immer nur in oft langen und sehr mühsamen sozialen Kämpfen errungen worden. Das ist ein schwieriger Punkt für uns, denn wir mögen eigentlich Kämpfe nicht. Denn Kämpfe suggerieren Gefahr und Unsicherheit. Was wir aber eigentlich suchen, ist Harmonie und Sicherheit.

      Daher versuchen wir Konflikte mit anderen in der Regel durch Austausch, Dialog und Verständigung zu lösen. Es gut, dass wir dieses natürliche Bedürfnis und eine natürliche Aversion gegen Kämpfe haben.

      Das macht uns aber anfällig für einen sehr folgenschweren Kategorienfehler. Wir neigen nämlich dazu, interpersonale Kategorien der Konfliktlösung wie Dialog und Verständigung auch auf gesellschaftliche Antagonismen, also auf asymmetrische Machtverhältnisse, zu übertragen. Das ist ein sehr schwieriger Punkt. – Man kann ihn sich aber ganz einfach klarmachen – wieder durch einen Blick auf die Geschichte. Soziale Errungenschaften wurden den Mächtigen stets abgetrotzt, in sozialen Kämpfen. Sie können die gesamte Geschichte zurückgehen: Soziale Errungenschaften wurden immer in sozialen Kämpfen den Mächtigen abgetrotzt – und nicht etwa in einem empathischen Dialog errungen.

      Aus:
      28. Pleisweiler Gespräch mit Professor Mausfeld – 22. Oktober 2017 Wie sich die "verwirrte Herde" auf Kurs halten lässt: Neue Wege der "Stabilitätssicherung" im autoritären Neoliberalismus

      Krass, nicht wahr?

      Und hier:

      <strong>„Das Bewußtsein der Massen wird eines Tages reif sein zu erkennen, daß ihre Arbeitsbedingungen, insbesondere die Folgen der Arbeitsteilung, inhuman sind, das heißt, ihrer Lage als ganzheitliche menschliche Wesen nicht entsprechen.</strong>
      Wenn dieses Gefühl von einer politischen Bewegung umgesetzt werden kann in eine massenhafte Empörung gegen diese Ungerechtigkeit, dann wird die Lage kritisch (…)

      Ob unsere Demokratie die Kraft hätte, Maschinengewehre gegen revoltierende Arbeitermassen zu richten, bezweifle ich.
      Ein Noske, der 1919 erklärte: einer muß den Bluthund machen, scheint mir nicht am Horizont.“

      (Günther Nollau, Wie sicher ist die Bundesrepublik?)

      <i>Hr. Mausfeld:</i> An dieser trockenen Analyse, würden wir auch heute noch sagen, da ist sicherlich etwas dran. Der Schluß erscheint mir etwas optimistisch, denn ich denke wenn die Situation da ist, daß die Zentren der Macht sich wirklich bedroht fühlen, dann wird es sicherlich auch keinen Mangel an Noskes geben, die bereit sind sich für diese Aufgabe zur Verfügung zu stellen.
      (…)
      Begriff der ,Gewalt´ gehört zum politischen Falschwörterbuch

      Als ,Gewalt´ werden Reaktionsweisen der Machtunterworfenen angesehen,
      Gewalt ist das, was einzelne (nicht staatliche) Täter begehen

      Nicht zur ,Gewalt´ zählen:

      – Gewalt durch staatliche Zwangs- und Sicherheitsorgane
      – Gewalt durch Zerstörung ökonomischer und ökologischer Lebensgrundlagen
      – Gewalt durch die systematische Erzeugung von Angst und Unsicherheit
      – Gewalt durch Verletzungen sozialer Menschenrechte
      – …

      > Die Folgen struktureller Gewalt werden auf das Individuum projiziert – individualisiert und pathologisiert. Dadurch wird strukturelle Gewalt unsichtbar.
      (…)
      Hr. Mausfeld: Vergessen sie den Traum von sozialer Gleichheit, das führt nur zu Gewalt. Das ist die Scheidelsche Drohung.
      Interessant ist auch hier wieder, wichtig ist ja sozusagen daß wir politische Denkmethodologie üben und uns immer wieder die Sprache ansehen. Scheidel spricht von dem ungeheuren menschlichen Leid. Er meint das ungeheure menschliche Leid das in der Geschichte dadurch entstanden ist, daß Leute gegen menschenunwürdige Zustände gekämpft haben.
      Er meint nicht das ungeheure menschliche Leid das durch die Zustände, durch die Mechanismen die zu diesen Zuständen geführt haben, durch die Zustände selbst entstanden ist.
      Hier sehen sie im Grunde schon wieder eine ideologische Verbrämung des Status quo.
      (Verbrämung – positive, abgeschwächte Darstellung von etwas Negativem)

      Aus:
      Rainer Mausfeld: Neue Wege des Demokratiemanagements

      Und hier:

      Klassische Wege des Demokratiemanagements
      systematische Verschiebung des Demokratiebegriffs

      Da Demokratie in ihrem Kern Einhegung von Macht bedeutet, also einen permanenten Kampf gegen illegitime Macht, bestand die Reaktion der Machteliten seit jeher darin, ihr mit einer Konterrevolution zu begegnen.

      Moderne Erfolgsgeschichte der „Demokratie“ beruht auf einem schlichten Trick einer systematischen Bedeutungsverschiebung des Demokratiebegriffs.

      Die Idee der „repräsentativen Demokratie“ diente von Anfang an der Demokratieabwehr und wurde „als ein Mittel verstanden, um das Volk von der Politik fernzuhalten“ und „eine besitzende Oligarchie mit der Unterstützung der Masse der Bevölkerung über Wahlen an der Macht zu halten.“

      Ellen Meiksins Wood (2010). Demokratie kontra Kapitalismus.

      (…)

      „Die ausgebeuteten Massen sollen zwar die Überzeugung, d.h. die Illusion hegen, daß sie durch den richtigen Gebrauch des Stimmzettels ihr Schicksal selbst in der Hand haben, daß es also ihre eigene Schuld ist, wenn sie nicht zufrieden sind.

      Aber in der Praxis ist durch eine geschickte Struktur des politisch-parlamentarischen Apparates dafür gesorgt, daß der Wille der Massen keine politische Wirksamkeit haben kann.“

      Anton Pannekoek (1952/2008)
      Arbeiterräte. Texte zur sozialen Revolution. Germinal Verlag.

      (…)

      Wie läßt sich das Volk „von der Politik fernhalten?“

      Man muß das Bewußtsein der Bürger so manipulieren, daß sie unfähig sind, angemessene Schlüsse aus ihren politischen Erfahrungen zu ziehen, nämlich zu begreifen, daß sie an allen relevanten Entscheidungen keinen Anteil haben.

      – durch Indoktrination
      ein „falsches Bewußtsein“ und Falsch-Identitäten erzeugen

      – Gefühl der Ohnmacht und Angst induzieren
      >Erhöht die Status quo-Neigung

      – durch Konsumismus, mediale Überflutung mit Nichtigkeiten, Infantilisierung u.ä. die politische Apathie verstärken

      – durch ein geeignetes Empörungsmanagement das Veränderungsbedürfnis der Bürger auf Scheinziele ablenken

      Aus:
      Rainer Mausfeld: Neue Wege des Demokratiemanagements

      Die Fokussierung auf das Friedens-Symptom ist Resultat der Furcht vor Besitzstandsverlust, eines zu einem gewissen Besitzstand gekommenen Kleinbürgertums.

    • Danke, Box, dass Du meine Anmerkungen als ´drolligen Ausfluss kapitalistischer Kopfbesetzung´ betrachtest.

      Der Umstand, dass allüberall a u c h bis vorrangig Manipulation im Spiel ist, heißt doch nicht, dass diese auch überall fraglos wirkte ! ??

      Der Umstand, dass vieles, was Gesellschaften sich erworben haben, sehr häufig per Kampf erworben wurde – Unterdrückung und Eroberung nicht anders als Recht und Wohlfahrt (!) – heißt das denn zugleich, dass Kämpfe die einzigen Wege wären, in der Vielfalt dieser Welt ein Auskommen zu finden ?
       
      Wann und wo hätte es je Macht-Symmetrie gegeben ? Macht zielt wesensgemäß auf Asymmetrie. Kampf nicht anders.

      Macht-Denken und Macht-Spiele belegen unsere Köpfe und Herzen seit Menschengedenken wieder und wieder im Übermaß. Wir fangen sie nur ab, wenn wir sie nicht länger annehmen !
      Spätestens heute in Zeiten geno-suizidalen Rüstungs- und Polarisierungs-Irrsinns wäre das angesagt. Die Lernphase war lang und blutig genug…

      Die Kraft dazu kommt in meinen Augen nicht aus der Empörung und nicht von Entlarvungen. Sie kommt aus dem, was Du ´drollig´ nennst.

      Faules nicht sehen und wahrhaben -Wollen ereignet sich dann, wenn wir zu wachsenden Anteilen nach Schuldigen suchen für das, was der Wahrnehmung im Grunde aller nach nicht stimmt, uns aber in einem Maße zu Neuansätzen drängt, demgegenüber wir uns nur wenig zutrauen. Jeder Manipulator hat da leichtes Spiel.

      Soll der Mut zum Umbau allein aus der Wut über Fehlorganisiertes zum Nutzen Weniger erwachsen, wird es immer nur um veränderte Machtverhältnisse gehen, nie um ein neues Wachsen in Gedeihlichkeit. Beleben wir unsere Phatasie in diese Richtung !
       
      Letzteres sollte unser wichtigstes Lernziel sein, nicht das Kreisen im Immergleichen immer einfallsreicherer Macht- und Kampfszenarien…

    • Antwort an Box:
      Bitte nehmen Sie es mir nicht übel, aber ich glaube, Sie sind selbst ein Opfer von Propaganda. Sicherlich hat Heines‘ und Marx’s Kritik einige Berechtigung gehabt, wenn sie die „Hölzernheit“ der Preußen und die Autokratie usw. kritisierten und verspotteten – aber Preußen erwirkte nur Marx' Ausweisungen, wie ich gerade gelesen habe – er wurde nicht seines Lebens bedroht, man hat keine Agenten auf ihn angesetzt oder ihn wegen falscher Gerichtsklagen ins Gefängnis gesetzt, wie Julian Assange! Und Heine wurde zwar angefeindet und zensiert, aber auch nicht seines Lebens bedroht. Er ist freiwillig nach Paris gegangen.
      Überhaupt scheint in Deutschland damals das geistige Leben freier gewesen zu sein, als später! In der Zeit des letzten Drittels des 19. Jahrhunderts bis vor dem Ersten Weltkrieg gab es in diesem, von Ihnen so verfemten Deutschland, bahnbrechende Erfindungen: Otto-Motor, der erste Computer, Röntgentechnik, Verfeinerungen der Operationsmethoden in der Charité, Erfindungen im Infektionsschutz, Beleuchtung der Städte durch Siemens-Technik, Elektromotor, Max Planck und die Quantenphysik, Albert Einstein und die Relativitätstheorie, Eleonore Duse im Theater, Musik von Schumann, Strauß und Wagner, Nietzsche, Rilke, Morgenstern und Rudolf Steiner. Und das geistige Leben war während der Kaiserzeit relativ frei, vielleicht sogar freier als heute, wo Kritikern „Hass“ unterstellt wird (!!!), man durfte damals doch im Großen und Ganzen denken, was man wollte, im Gegensatz zu später! Denken Sie doch nur daran, wie Lenin, Stalin, Hitler und Mao mit Kritikern umgegangen sind. Wer Lenin, Stalin, Hitler, Mao und Pol Pot kritisiert hat, wurde ermordet, ins Lager gesteckt oder hingerichtet! Was wohl Karl Marx zu den oben genannten Kommunisten und NationalSOZIALISTEN gesagt hätte? Hätte er erkannt, dass er geistiger Wegbereiter für einige dieser Sozialisten gewesen war, da er ja die "Diktatur" des Proletariats propagiert hatte?

    • In der Schule habe ich auch ständig vom "preußisch-deutschen Militarismus" gehört. Aber wovon wir nichts gelernt haben, war vom französischen, britischen, zaristischen und amerikanischen Militarismus – deshalb nochmals meine Auflistung, die ein anderes Bild über den Militarismus des British Empire, über Frankreich, Russland und die USA liefern:

      Kriege des British Empire zwischen 1816-1913 – GEZÄHLT
      1. Gurkha-Krieg (1814–1816)
      2. Dritter Marathenkrieg (1817–1818)
      3. Erster Anglo-Birmanischer Krieg (1824–1826)
      4. Zweiter Anglo-Birmanischer Krieg (1852–1853)
      5. Dritter Anglo-Birmanischer Krieg (1885)
      6. Erster Anglo-Afghanischer Krieg (1839–1842)
      7. Zweiter Anglo-Afghanischer Krieg (1878–1881)
      8. Dritter Anglo-Afghanischer Krieg (1919)
      9. Erster Opiumkrieg (1840–1842)
      10. Zweiter Opiumkrieg (1856–1860)
      11. Neuseelandkriege (1845–1872)
      12. Erster Sikh-Krieg (1845–1846)
      13. Zweiter Sikh-Krieg (1848–1849)
      14. Krimkrieg (1853–1856)
      15. Anglo-Persischer Krieg (1856 – 1857)
      16. Sepoy-Aufstand (1857)
      17. Schweinekonflikt (1859)
      18. Britische Äthiopienexpedition von 1868 (1868)
      19. Aschanti-Kriege
      20. Red River Expedition (1870)
      21. Zulukrieg (1879)
      22. Erster Burenkrieg (1880/81)
      23. Anglo-Ägyptischer Krieg (1882)
      24. Mahdi-Aufstand (1881–1898) – Der Krieg bestand aus mehreren Schlachten und wurde beendet durch die Schlacht von Omdurman, wo die Maxim-Maschinengewehre und große Wunden reißende „Dum-Dum“-Geschosse auf Seiten der Briten eingesetzt wurden – 12.000 Sudanesen wurden getötet und nur 47 Briten – ja, wahrlich ein „heldenhafter Sieg“ von General Sir Herbert Kitchener.
      25. Gordon Relief Expedition (1884/85)
      26. Britisch-Sansibarischer Krieg (1896)
      27. Zweiter Matabelekrieg (1896)
      28. Malakand Field Force (1897)
      29. Boxeraufstand (1899/1900)
      30. Zweiter Burenkrieg (1899–1902)
      31. Feldzüge in Somaliland (1902–1920)
      32. Britischer Tibetfeldzug (1903-1904) https://de.wikipedia.org/wiki/Britischer_Tibetfeldzug

      Aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Portal:Britisches_Weltreich/Kriege_des_Britischen_Weltreiches

      Kriege des russischen Zarenreiches zwischen 1816-1913 – GEZÄHLT

      1. 1816–1825: Russisch-Georgischer Krieg
      2. 1817–1864: Kaukasuskrieg – (eigentlich Kaukasuskriege – nach „Russische Zaren“)
      3. 1826–1828: Russisch-Persischer Krieg
      4. 1827: Sieg von Admiral Micahil Lasarew über die türkisch-ägyptische Flotte in der Bucht von Nawarin.
      5. 1828–1829: Russisch-Osmanischer Krieg
      6. 1830-1831: Polnischer Aufstand. Niederdrückung des Aufstands im Jahre 1831.
      7. 1849: militärische Intervention zugunsten Österreichs in der Ungarischen Revolution 1848/1849
      8. 1853: Mittelmeer-Feldzug von General W. Perowski. Einnahme der kokandischen Festung Ak-Metschetj. (Quelle: Russische Zaren)
      9. 1853–1856: Krimkrieg
      10. 1857–1858: Russisch-Georgischer Krieg
      11. 1858: Gewinn der Gebiete zwischen Amur und Küste. (Quelle: Russische Zaren)
      12. 1859: Eroberung des Ostkaukasus (Quelle: Russische Zaren)
      13. 1865: Einnahme von Taschkent durch russische Truppen (Quelle: Russische Zaren).
      14. 1868: Einnahme von Samarkand. (Quelle: Russische Zaren).
      15. 1865–1868: Eroberung des Emirats Buchara
      16. 1865–1869: Eroberung des Khanats von Kokand
      17. 1877–1878: Russisch-Osmanischer Krieg
      18. 1881: Einnahme von Aschchabad.
      19. 1885: Russisch-afghanischer Konflikt. Anschluss von Merw. (Quelle: Russische Zaren).
      20. 1899–1901: Niederschlagung des Boxeraufstands
      21. 1900: Russisch-Chinesischer Krieg
      22. 1904–1905: Russisch-Japanischer Krieg
      23. 1911–1914: Russische Invasion in Täbris, Persien
      Entnommen aus:
      https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Milit%C3%A4roperationen_Russlands_und_der_Sowjetunion
      und: Boris Antonow: Russische Zaren. Petersburg 2012.

      Kriege Frankreichs zwischen 1816-1913 – GEZÄHLT

      1. 1821-1829 Griechischer Unabhängigkeitskrieg / Griechische Revolution (Europa)
      2. 1823 Französische Invasion in Spanien (Europa)
      3. 1828-1834 Miguelistenkrieg (Portugal)
      4. 1833-1840 Erster Karlistenkrieg (Europa)
      5. 1838-1839 Kuchenkrieg (Mexiko)
      6. 1830-1848 Eroberung Algeriens (Nordafrika)
      7. 1853-1856 Krimkrieg (Krim, Schwarzes Meer, Balkan, Pazifik)
      8. 1856-1860 Zweiter Opiumkrieg (China)
      9. 1859 Sardinischer Krieg / Zweiter Italienischer Unabhängigkeitskrieg (Italien)
      10. 1862-1867 Französische Intervention in Mexiko (Mexiko)
      11. 1870-1871 Deutsch-Französischer Krieg (Europa)
      12. 1884-1885 Chinesisch-Französischer Krieg (Südostchina, Taiwan)
      13. 1893 Französisch-Siamesischer Krieg (Siam, heute Thailand)
      14. 1899-1901 Boxeraufstand (Nordchina)
      15. Am 21. Mai 1911 marschierten französische Truppen unter General Charles Moinier nach Marokko ein und besetzten Fès und Rabat. https://de.wikipedia.org/wiki/Zweite_Marokkokrise

      Entnommen: – wissenschaftl. Dienst d. Deutschen Bundestags, als PDF herunterzuladen:
      Wd-1-046-16-pdf-data.pdf-Adobe Reader
      Siehe auch: Wissenschaftliche Dienste Deutscher Bundestag, Dokumentation: „Beteiligungen Englands und Frankreichs an Kriegen im 18. Und 19. Jahrhundert.“

      Kriege deutsch-sprachiger Staaten zwischen 1816-1913 – GEZÄHLT

      Und nun, im Vergleich dazu, die Liste der Kriege, die die späteren, sogenannten „Mittelmächte“, also Preußen, der Deutsche Bund und Österreich im gleichen Zeitraum geführt haben:
      1. Schleswig-Holsteinischer Krieg (1848–1851)
      2. Krieg gegen Ungarn 1848 und 1849
      3. Deutsch-Dänischer Krieg (1864)
      4. Deutscher Krieg (1866)
      5. Deutsch-Französischer Krieg (1970-1871)
      6. Militärische Besetzung Bosnien-Herzegowinas durch Österreich-Ungarn (auf Anraten Lord Salisburys während des Berliner Kongresses, 1878)
      7. Boxeraufstand (1899/1900)
      8. Herero-Aufstand (1904)
      9. Nama-Aufstand (1904-1908)

      https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Kriege_und_Schlachten_Preu%C3%9Fens
      https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsches_Kaiserreich
      https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%96sterreichische_Milit%C3%A4rgeschichte

      Und die Liste der Kriege in den USA im selben Zeitraum ist so lang, dass gar nicht alles hier hinpasst, siehe hier:
      http://www.washingtonsblog.com/2015/02/america-war-93-time-222-239-years-since-1776.html

    • @ Box

      Schachteln sind praktisch. Man kann draufschreiben, was drin ist. Man kann auch draufschreiben, was nicht drin ist. Oder die Aufschrift (heimlich) ändern. Sachen können in Schachteln für kurze oder auch sehr lange Zeit aufbewahrt werden. In Schachteln kann man auch Sachen "verschwinden" und als andere Sachen wieder "erscheinen" lassen. Schachteln ohne Aufschrift mit Sachen drin und ohne Sachen drin können hin und her geschoben werden, bis keiner mehr weiß, in welchen Schachteln (et)was drin ist. Schachteln sind nützlich für alle möglichen praktischen Zwecke.

      Den denkenden und handelnden Menschen: das Denken und den Menschen in Schachteln zu analysieren mag praktisch erscheinen; im Effekt jedoch finden sich dann das Denken und der Mensch in der Schachtel gefangen.

      "Kapitalistische" Kopfbesetzung ist so eine Schachtel: Kopfbesetzung war in der gesamten Geschichte auch ohne Kapitalismus möglich; der Vatikan soll da sehr wirkmächtig gewesen sein. Jeder der ISMEN ist für sich eine Schachtel. "Asymmetrische" Machtverhältnisse: eine Schachtel; Machtverhältnisse sind per se asymmetrisch. "Leute", die gegen menschenunwürdige Zustände kämpfen: in einer Schachtel; "Zustände, Mechanismen", die zu diesen Zuständen geführt haben: in einer anderen Schachtel. Die "Kleinbürger": eine Schachtel (Kategorie) in der Schachtel des "Besitzstandsverlustes" – nur die Kleinbürger? "Falsches Bewußtsein", "falsche Identitäten" in der Schachtel der "Indoktrinierten" – ohne die Indoktrinierer; keine Schachtel "falsches Bewußtsein" , "falsche Identität" für die Indoktrinierer? Die "ausgebeuteten Massen" in einer Schachtel; die Ausbeuter in einer anderen "Schachtel". Masse und Volk in einer Schachtel als "Schafe". Elite in einer Schachtel "Hüter". Der Mensch in Schachteln und Klassen: Das Denken in Schachteln und Klassen.

      Hier hilft m. E. Denken OUT OF THE BOX (Anspielung ergibt sich; bitte nicht persönlich nehmen; ist emphatisch gemeint).

      "Meine Zielgruppe ist der Mensch" – nicht die Schachtel, der Mensch in der Schachtel.

      Denken out of the box: In der Spieltheorie befindet sich "der Mensch" im Gefangenendilemma (Konkurrenz-/Kooperationsdilemma) eines "race to the bottom". Das Dilemma für den Menschen ist, daß es sich für den einzelnen Menschen nur dann lohnt zu kooperieren, wenn er sicher sein kann, daß alle anderen auch kooperieren. Sobald der einzelne Mensch davon ausgeht, daß die anderen nicht kooperieren – weil es keinen Kooperationsdruck gibt (gesellschaftlicher Konsens, Autorität) – ist es für den einzelnen Menschen lohnender, ebenfalls nicht zu kooperieren. Das Dilemma: Die individuell vorteilhafter erscheinende Handlungsoption – nicht kooperieren – erzeugt am Ende ein für alle "Menschen" unvorteilhafteres Ergebnis: Man trifft sich am Ende am „bottom“, beim kollektiv schlechtestmöglichen Ergebnis. Unsere globale ökonomisch-ökologische Situation.

      Was die "Schafe" betrifft: Unter den heute vermassten und ebenfalls im Gefangenendilemma befindlichen Funktionseliten in den Regierungen, in Politik, Wirtschaft und Medien weiden Schafe eben auf anderen Weiden als das "Volk", welches sich sprachkonventionell in der Schachtel "Masse" befinden soll. Nur außerhalb der Schachtel denkt der Mensch, sieht er: Wir weiden alle auf der selben Weide.

    • PS:

      PS:
      Barbarei und Masse sind Phänomene, die sich ebenfalls nicht "in der Schachtel" analysieren lassen.

      Als Victor Hugo schrieb –
      Die Zivilisation ist in den Völkern, die Barbarei in den Regierungen – meinte er, sie ginge von der Regierung über in das Volk.
      Und Ortega y Gasset analysiert das Massenphänomen auch in der vermassten Elite.

  13. Hätte es je so oder so verfestigte Macht unter Menschen gegeben, die nicht auf Bemäntelung, also Lüge angewiesen wäre ? ? Macht beinhaltet Erzwingungsgewalt – als Möglichkeit und Drohung und nicht selten ganz real eingesetzt. Ohne Mäntelchen bliebe sie zu erschreckend und häßlich …

    Solange wir verfestigte, nicht je besonders übertragene Macht als etwas begreifen und hinzunehmen bereit sind, das nun einmal sein müsse, weil wir uns und unsere Werke nur mit ihrer Hilfe schützen zu können meinen: solange lassen wir unser Denken und Fühlen um Machtverhältnisse, -Verluste und -Gewinne kreisen. Solange jagen wir völlig ilusionäre hinter möglichen Ausballancierungen von Macht durch Vorteilsnahmen, Rüstung, Deals und Bündnisse her…

    Jeder Regelungsdiskurs landet, kaum dass ein Vorschlag auf den Tisch gebracht ist, vor allem anderen bei der Frage, ob und wie er die Machtverhältnisse der jeweiligen Entscheider berührt, ggf. verschiebt, von daher diese oder jene Aussicht hat oder eher nicht. Allenfalls geht es um Interessen und Deals zwischen so oder so ´Entscheidungs-Mächtigen´, statt um ja vielleicht erreichbare Gedeihlichkeiten …

    Wir reden von Ländern bzw. Staaten als ´M ä c h t e n´, nur regionalen oder auch großen, gar globalen.
    Wir begreifen die größten unter ihnen als ´M a c h t p o le´, um die wir uns wie die Eisenfeilspäne zu gruppieren bereit sind, mal bi-, mal uni-, mal multipolar…
    Wir nehmen eher immer aberwitzigere Formen und Uferlosigkeiten von Krieg in Kauf, als dass wir uns auf Möglichkeiten konzentrierten, den Erzwingungswahn Machtversessener anders als militärisch unterlaufen zu lernen …!

    Wir kapitulieren vor der allenthalben als erdrückend getriggerten Logik der Kriegs-Verfechter, ja -Anbeter, die als macht-´hungrige´ Akteure auf der sogenannten Höhe der Zeit und Zvilisation die ´angesagtesten´ Wahrnehmungsbereiche okkupiert haben.

    Krieg schützt nie. Niemanden. Nichts.

    Wer Krieg erwidert, gibt ihm den Raum, den außer einzelnen Profiteuren niemand wollen kann. Also lassen wir die Illusion, es gäbe so etwas wie eine erfolgreiche militärische Landesverteidigung, endlich fahren !!
    Das Motto: wenn mich jemand pressen will, soll er möglichst noch mehr bluten als er mich bluten lässt, war schon immer blanker Irrsinn. In multipolar atomaren und Cyberkriegs-Zeiten erst recht !

    Erst wer Krieg erwidernd annimmt, bringt ihn zur Existenz !!

    In Konflikten gibt es weiß Gott andere Mittel als die Eskalation bis zum Einsatz steigerbarer Kampfmittel !

    Nachzudenken darüber, wie oft wir Alltag für Alltag äußern, wir hätten zu ´k ä m p f e n´: gegen unbedingt heftig Abzulehnendes und für unbedingt so und nicht anders zu Erreichendes – es wäre ein Anfang, uns unserer kriegerischen Horizonte zu entwöhnen ! – Oder ?!

  14. Schön Sie wiederzusehen. Gleich nochmal zurückzappen nach 2016 ist sehr interessant.
    Geht es nur mir so oder haben wir hier jemanden gefunden, der es in Puncto Sprachfluss, Geschwindigkeit und Durchsetzung mit Herrn Jebsen aufnehmen kann?
    Aber Sie haben recht: es war ein sehr lustiges Gespräch.

  15. Wir haben Wohlstand, weil wir infolge der Geldschöpfungen der Banken aus dem Nichts viel zu wettbewerbsfähig sind.
    Erst die doch sehr bequeme Geldentstehung bei den Banken und dann der unglaubliche Machtkampf weniger großer Akteure um immer mehr wirtschaftliche Macht, wodurch für uns im Moment noch alles sehr günstig zu kaufen ist.

    Ebenso sorgt doch auch die Konzentration im Einzelhandel zumindest im Moment noch für unglaublich günstige Einkaufspreise.

    Unser Geld sorgt jedenfalls wegen seiner falschen Schuldscheinlogik für immer mehr Schulden für alle bzw. Geldbesitz für wenige und es macht künftige Generationen zu Verlierern.
    Außerdem wird unser Geld immer mehr zur Illusion und es verliert immer mehr seinen Bezug zur Realität.

    Wir glauben es zudem, dass unsere Regierungen unsere Interessen vertreten, aber in Wirklichkeit können sie sich dies gar nicht leisten.

    Wenn wir eine funktionierende Demokratie hätten und wenn es gerecht zuginge, dann wären wir nicht mehr "wettbewerbsfähig".

    Das derzeitige System kennt jedenfalls nur immer schneller ansteigende Schulden als Ausweg, während es für uns immer schwieriger wird ein Einkommen zu erzielen, und das ist letztlich der Grund, weshalb es den Krieg benötigt.

    Daher sehe ich das derzeitige Wettrüsten mit Sorge, weil die Art und Weise unserer Politiker nichts Gutes erahnen lässt.

    Die Konzerne und Banken, die die vielen Parteispenden, durchaus auch an die AfD, leisten, haben Interessen, die uns zwar im Moment noch Wohlstand liefern, aber dieser Wohlstand steht auf tönernen Füßen.

    Jedenfalls scheinen viele CDU'ler, Bündnis 90/ Grüne, große Teile der FDP oder die AfD immer noch sehr an die Kräfte des Marktes zu glauben.
    Sven Giegold und Annalena Baerbock wollen mit einer CO2-Bepreisung das Klima retten, aber es kommt mir so vor, als sei dies die fehlerhafte Neoklassik des Fachs VWL, die bei Bündnis 90/ Grüne Anwendung findet.

    Etwa bei der CDU merkt man es jetzt aber doch ein wenig, dass Frau K. K. innerhalb ihrer eigenen Partei deutlich an Rückhalt verliert. Ihr wird keine Kanzlerschaft zugetraut.
    Friedrich Merz äußerte sich jetzt in einem youTube-Video bezüglich der Marktwirtschaft ein wenig kritischer.
    Trotzdem würde ich ihn wegen seiner zu großen Bankennähe erstmal noch nicht wählen wollen.
    Vor allem sind die Probleme nicht mehr von den nationalen Regierungen lösbar, weil sie keine Kontrolle über das Geld haben.

    Wolfgang Schäuble, dessen Wahlkampf ich in Porta Westfalica besucht hatte, gab es dort selbst zu, dass er keinen Einfluss auf die EZB-Geldpolitik hätte.

    Dann nennt Rolf Mützenich, Fraktionsvorsitzender der SPD, die Grünen neoliberal, aber auch er scheint die Funktionsweise unseres Geldes nicht zu verstehen.

    Ich lese dort etwa:
    Ich denke an den Kohleausstieg, an den Ausbau erneuerbarer Energien, an die Windenergie und die CO2-Bepreisung.

    Die Linke ist keine eindeutige Alternative und sehr durchwachsen.
    Einerseits will sie keinen Krieg, aber andererseits liefert sie teilweise durchaus eine Inhaltsarbeit, die eindeutig auf Krieg zusteuert.

    Wenn die Linke etwa Investitionen statt Schuldenbremse fordert, dann ist das eine Politik, die in Krieg münden muss.

    War mal in Bielefeld bei einer Veranstaltung der Linken mit Bernd Riexinger. Er warb dabei für sein Buch „Neue Klassenpolitik“.

    Seine grobe Denkrichtung ist richtig, aber ich habe sein Buch bislang noch nicht gelesen.
    Ähnlich wirbt auch Axel Troost auf seiner Webseite für eine bereits stattgefundene Veranstaltung "Die Politik der Vielen".

    Bei Frau Wagenknecht bin ich mir nicht sicher, ob sie die Funktionsweise des Marktes versteht. Teilweise sagt sie es im Bundestag durchaus, dass die Marktwirtschaft nicht funktioniert.
    Trotzdem irritieren mich einige Einträge auf ihrer Webseite. Sie will etwa Ludwig Erhard verstehen.

    Für das derzeitige Dilemma gibt es keine Lösungen. Vielleicht könnten wir es mal mit Helikoptergeld versuchen und jedem Bürger etwa 10.000 EUR auf die Hand geben.

    Eine völlig andere Politik benötigen wir dann aber trotzdem, weil das Helikoptergeld irgendwann zu Hyperinflation führen muss.

    • "Für das derzeitige Dilemma gibt es keine Lösungen"

      EINSPRUCH!

      Dazu haben wir eine echte und nicht gekaufte Wissenschaft = Die Geisteswissenschaft.

      youtube.com/watch?v=pXSZ60XWMAk

  16. Vielen Dank Herr Teusch, für die ehrliche und in meinen Augen ebenso realistische Einschätzung der Propagandaführung in den etablierten Fernseh- und Medienhäusern. Meine Meinung: Deutschland hat sich nie aus faschistischen Klauen befreien können. Das System wechselte lediglich vom Nationalsozialismus hin zu einem US besetzten Kolonialfaschismus…

    • Was nützen einem riesige Demos von Menschen, wenn die etablierten Medien nicht darüber berichten und die Realität verkennen und nach ihren Wünschen und Zielen umdrehen (siehe Chemnitz). Meiner Meinung nach kann man sich gegen diese Propaganda und Strukturen nur mit schwarz-sarkastischen und spitzfindigen Humor wehren und Menschen erreichen, wenn dieser richtig weh tut….

  17. Gratulation Herr Teusch, schätze Ihre Arbeit sehr! Aufwachen dauert ….aber ist möglich. Der Krieg vor dem Krieg ist nicht nur im Journalismus im vollen Gange, siehe:

    Wenig Zeit? Bei 19:15 Min mal lauschen den Worten von Prof. Dr. Dr. Enrico Edinger

    youtube.com/watch?v=VvxXidbNU0g

    und auch hier mal

    youtube.com/watch?v=mmlGYiMh0Mc

    WAKE UP AUFWACHEN HALLO jemand zu Hause? WAKE UP AUFWACHEN HALLO jemand zu Hause? WAKE UP AUFWACHEN

    auch hier bei 8:50 min

    youtube.com/watch?v=B08XF42wg1U

    • Man kann nicht nur M E D I E N nicht mehr nur naiv konsumieren! Aber das ist ein sehr guter Anfang!
      Wie naiv wird denn ALLES ANDERE konsumiert?
      Liebesersatz – Süßigkeiten, Bezugsersatz – Handy, Partnerersatz – Pornography bis Puff, Freundesersatz – Facebook, Anerkennung – Shopping usw….you name it!

      Vom Schuhkarton KITA über Schuhkarton SCHULE zum Schuhkarton AUS(-mit-)BILDUNG geht man über in die nächst grösseren Con-t(r)ainer KARRIERE (Karre in die Irre) und man presst sich rein. Lösung = Die Depression) .
      Wenn der Mensch es nicht schon vorher per überall zugelassener Droge Alkohol (Feuerwasser hat Tradition) – oder für die sog. Besserverdiener mit Heroin (der CIA gesteierte Opiumkrieg hat auch lange Tradition) – geschafft hat sich zu SUIZIDIEREN, dann kommt eines Tages die Gnade des Vergessens (Alles kommt Heim) und der Menschen wird per ALZHEIMER erlöst, wobei (Fluoride + Aluminium) das helfen zu beschleunigen. Euthanasie war gestern???

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