KenFM am Telefon mit: Urheberrechtsanwalt Poche am 25.4.2012

Was bedeutet das Urteil des Hamburger Landgerichts für die Zukunft von Plattformen wie Youtube, und was war der Gegenstand des Rechtsstreits zwischen Youtube und der Verwertungsgesellschaft GEMA? Sonja Gehner im Gespräch mit dem Urheberrechtsanwalt Poche von der Berliner Kanzlei Scheuermann – Westerhoff – Strittmatter.

2 Kommentare zu: “KenFM am Telefon mit: Urheberrechtsanwalt Poche am 25.4.2012

  1. So wie der Herr Poche die GEMA erklärt, klingt die echt nett. An sich ist an einer Verwertungsgesellschaft auch nicht viel auszusetzen. Ohne sie, müsste jeder Künstler immer selber prüfen, ob irgendwo seine Musik gespielt wurde, Radiosender müssten bei jedem Künstler einzeln alles rechtliche prüfen und aushandeln – quasi unmöglich. Über eine Verwertungsgesellschaft kann man das wieder handhaben. Das Problem ist die Struktur der GEMA als ein Exemplar einer Verwertungsgesellschaft. Künstler werden dort in wertvoll und nicht wertvoll eingeteilt und unterschiedlich bezahlt. Das meiste landet, dank einem vor nicht allzu langer Zeit eingeführtem Multiplikatorsystem, am Ende doch bloß in der Chefetage. Der GEMA selbst sollte mal auf den Zahn gefühlt werden. Eine pauschale Ablehnung von Verwertungsgesellschaften schießt meiner Meinung nach am Ziel vorbei.

  2. http://www.heise.de/tp/blogs/6/151875
    http://www.internet-law.de/2012/03/mussen-wir-uns-vom-konzept-des-geistigen-eigentums-verabschieden.html

    Eigentum an beliebig kopierbaren Daten kann es nicht mehr geben. Man nimmt ja niemandem etwas weg, wenn man kopiert. Im Gegenteil, man vervielfältigt.
    Also den Terminus des „Geistigen Eigentums“ – tolles Mem der Industrie, die damit Geld verdient.. Kumm, geh fott.
    Das Urheberrecht streite ich persönlich ja gar nicht an oder ab. Aber.. Der Urheber sollte dann die Kohle kriegen, und nicht der „Verwerter“.
    „Geistiges Eigentum“ gibt es doch gar nicht mehr. Man kann es nicht exklusiv veräußern, das schwirrt da einfach so rum.
    Es muss ein Recht geschaffen werden, daß die Rechte des Urhebers belohnt und beschützt. Auch die rumschwirrende Sachen.
    Der Urheber muss im Vordergrund stehen, und letzlich auch davon leben können.
    Frag doch mal den Herren Juristen, was passieren würde, wenn man das Konzept „Geistiges Eigentum“ einfach sein lassen würde, und gegen ein echtes „Urheberrecht“ ersetzen würde. Also wenn die Leute, die was geschaffen haben, für das Schaffen entlohnt würden, auch wenn das nicht mehr ihr Eigentum wäre, sondern, weil sie die Leute sind, die das erschaffen haben.
    Das leistet die gegenwärtige Gesetzgebung nicht. IMHO muss man das einfach nochmal ganz von vorne neumachen. Und nicht mit irgendwelchen „Körben“ flickschustern.

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