Die Ursachen für die Anschläge von Brüssel

Von Kaveh Ahangar.

Seit März 2015 gab es mindestens neun Anschläge des „IS“ in der Türkei, Afghanistan und der arabischen Welt bei denen jeweils zwischen 33 und 137 Menschen getötet wurden. Keines dieser Anschläge war eine Titelstory wert. Im selben Zeitraum verübte der „IS“ vier Anschläge in Russland, den USA und Europa, die allesamt medial im Vordergrund standen. Als Anfang des Monats 150 Somalier bei einem US-Drohnenangriff getötet wurden – die US-Regierung behauptet, es waren Extremisten, aber die Identität der Opfer bleibt immer noch ungewiss – haben die Medien kaum darüber berichtet. Jetzt, wo 34 Menschen in Brüssel durch Anschläge getötet wurden, berichten die Medien seit drei Tagen ununterbrochen von den Attentaten. Diese Art der heuchlerischen Berichterstattung ist ein Markenzeichen westlicher Mainstreammedien und vielen Nachrichten interessierten Menschen sind diese Doppelstandards mehr als bewusst.

Abgesehen davon ist es kein Geheimnis, dass der westliche Staatsterrorismus deutlich mehr Menschenleben fordert als religiöse Extremisten. Die Wahrscheinlichkeit im Westen durch Terroristen ums Leben zu kommen, ist genauso hoch wie von Möbeln zerquetscht und getötet zu werden. Aber über Terroranschläge in westlichen Metropolen wird überdurchschnittlich viel berichtet, was auch erklärt, warum die Angst vor Terroristen so groß ist. Die Menschen im „Nahen-und Mittleren Osten“ dagegen werden nicht nur von korrupten und despotischen Regimen unterdrückt.

Etwa vier Millionen Menschen sind seit 1990 allein im Irak und Afghanistan durch den westlichen Staatsterror ums Leben gekommen. Letztes Jahr hat das US-Militär über 22.000 Bomben auf den Irak und Syrien abgeworfen. Wie viele Millionen Angehörige und Freunde getöteter Zivilisten wurden erst durch westliche Bomben radikalisiert? Die Zahl muss unvorstellbar hoch sein. Westliche Interventionskriege sind also eines der fruchtbarsten Nährböden des Terrors, geschweige denn, dass militante Islamisten von den Mujaheddin bis zu den Taliban und von al-Kaida bis zum „IS“ unter anderem erst durch die Unterstützung des Westens, Pakistans, der Golfstaaten und der Türkei so stark werden konnten. Aber es kommt noch schlimmer: Die PKK, welche die wichtigsten Verbündeten der Kräfte in Rojava darstellen, die wiederum mit ihren Bodentruppen den „IS“ bisher am erfolgreichsten bekämpfen, gelten im Westen immer noch als Terrorgruppe https://www.facebook.com/kavehtracks/posts/1073850309314464.

Für eine Reihe von „Jihadisten“ stellen die Anschläge in Europa und die Ausreise nach Syrien eine Art anti-kolonialer Befreiungskampf dar. Einige schließen sich dem „IS“ an, mit dem Glauben sie würden die gedemütigten Muslime verteidigen. Die Anschläge vom 13.11.2015 waren unter anderem eine direkte Antwort auf die französische Bombardierung Syriens, die zwei Monate vorher begann. Die jüngsten Anschläge von Brüssel wurden vom „IS“ ebenfalls damit legitimiert, dass sich Belgien an den Aggressionen gegen den „IS“ beteilige. Wenn die Bild-Zeitung schreibt: „Wir sind im Krieg“, dann stimmt das nur insofern, dass die NATO einem Großteil der Staaten des „Mittleren Ostens“ seit den 90er Jahren und vor allem seit 9/11 den Krieg erklärt hat und viele Muslime im Westen durch strukturelle Diskriminierung gedemütigt und marginalisiert werden. Der Staatsterror, der vom Westen gesät wurde, kommt nun wie ein Bumerang zurückgeflogen.

Aber nun zur Frage, warum ausgerechnet belgische Staatsbürger solche abscheulichen Terroranschläge verübt haben? Zunächst einmal sollte festgehalten werden, dass die „Jihadisten“ hausgemacht sind. Die meisten von ihnen sind in Belgien geboren oder aufgewachsen und kommen aus bildungsfernen Schichten. Wie auch die französischen Extremisten der Anschläge von Paris sind sie Opfer der misslungenen westlichen Integrationspolitik https://www.facebook.com/kavehtracks/posts/1071580712874757. Die meisten Attentäter waren Kriminelle, die sich ihren Lebensunterhalt durch Raubüberfälle und ähnliches verdienten. Radikalisiert haben sie sich größtenteils im Gefängnis. Kaum einer von ihnen war vorher besonders religiös. Sie haben Drogen genommen und ausgiebig gefeiert.

In diesem Sinne sind es also keine radikalisierten Islamisten, sondern eher „islamisierte Radikale“ (Olivier Roy). Das kann man auch daran erkennen, dass viele der Extremisten, die sich „Daesh“ anschließen mit Büchern einreisen wie: „Islam für Dummies“. Dass sie für die kriminelle Karriere eine Eigenverantwortung tragen ist natürlich nicht von der Hand zu weisen, aber nur die eine Seite der Medaille. Denn als belgischer Jugendlicher mit marokkanischen Wurzeln ist es ziemlich schwer eine Arbeit zu finden. Etwa 40% der Jugendlichen mit maghrebinischem Migrationshintergrund aus Molenbeek, dem Viertel aus dem die Attentäter stammen, sind arbeitslos. Darüber hinaus werden sie nicht als Belgier anerkannt, werden gesellschaftlich ausgegrenzt und strukturell benachteiligt. Sie sind entfremdet und fühlen sich weder als Belgier noch als Nordafrikaner. Wenn überhaupt, identifizieren sie sich am ehesten als Muslime.

In Molenbeek gibt es kaum staatlich geförderte soziale Einrichtungen, während die Schulen schlecht ausgestattet und überfüllt sind. Die größtenteils von Saudi-Arabien geförderten Moscheen übernehmen dort viele soziale Dienste und üben dadurch einen großen Einfluss aus. Die Menschen in Molenbeek leben nur wenige Kilometer von den wohlhabendsten Stadtvierteln entfernt und viele wollen auch ein Stück vom Kuchen abbekommen. Einige wenige sind davon überzeugt, dass ihnen der „IS“ ein Leben ohne die täglichen Demütigungen anbieten kann. Sie werden dann teilweise dadurch angeworben, dass man ihnen im Irak und Syrien Anerkennung, Luxusvillen, dicke Autos und Sexsklavinnen verspricht.

Belgien hat in ganz Europa die höchste pro Kopf Rate an Extremisten, die nach Syrien ausgereist sind und über ein Drittel dieser Leute stammt aus Molenbeek. Die Rolle Saudi-Arabiens – der saudische Innenminister hat diesen Monat vom französischen Präsidenten den Ehrenlegionstitel verliehen bekommen – spielt dabei eine entscheidende Rolle. Denn Saudi-Arabien hat dieses Jahr nicht nur ca. 70 Menschen hinrichten lassen, sondern exportiert bereits seit den 60er und 70er Jahren seinen wahhabitischen Islam in die Welt, der viele Gemeinsamkeiten mit der „IS-“Ideologie aufweist. Die Schulbücher, die vom „IS“ benutzt werden, stammen z.B. aus Saudi-Arabien und auch die Hinrichtungsmethoden sind dieselben.

Seit den 70ern gibt Saudi-Arabien etwa 5% seines BIP für wahhabitische Moscheen, Schulen, Universitäten, TV-Stationen, Webseiten und Stipendien aus. 1978 hat Saudi-Arabien die Große Moschee zu Brüssel eröffnet. Das Gebäude wurde auch noch vom damaligen belgischen König gespendet. Heute werden laut Experten etwa 95% der Kurse, die in Belgien für Muslime über den Islam angeboten werden, von jungen Predigern abgehalten, die in Saudi-Arabien ausgebildet wurden. Das Perverse daran ist, dass Saudi-Arabien nach Israel der wichtigste westliche Verbündete in der Region ist.

Die USA haben letztes Jahr einen der größten Waffendeals ihrer Geschichte abgeschlossen und verkaufen an die saudische Luftwaffe mehr als 19.000 Bomben im Wert von 1,29 Milliarden Dollar. Deutschland verkaufte zwischen 2001 und 2014 ebenfalls Kriegsgerät im Wert von fast 2,6 Milliarden Euro an die Saudis. Angesichts dieser Tatsache ist es alles andere als glaubwürdig, wenn europäische Politiker verkünden, jetzt erst recht europäische Werte wie Freiheit und Demokratie verteidigen zu wollen.

Die Hauptursachen für die Radikalisierung der Jugendlichen sind also die westlichen Interventionskriege und die Verheerung großer Teile des „Mittleren Ostens“ und Nordafrikas, die vom „IS“ und einer Reihe von entrechteten Sunniten als Krieg gegen den Islam interpretiert werden. Hinzu kommen die Entfremdung durch den strukturellen Rassismus und sozio-ökonomische Ausgrenzung, die viele in die Kriminalität treiben und schließlich über Gefängnisaufenthalte mit der Takfiri-Ideologie in Berührung bringen und vom militanten Islamismus überzeugen. Die neoliberale Sparpolitik, die Schwäche der Linken und der Einfluss des wahhabitischen Islams, der sich seit den 80ern verstärkt in Stadtvierteln wie Molenbeek verbreitet und über diverse Moscheen soziale Dienste übernimmt, die der Staat weggekürzt oder nie zur Verfügung gestellt hat, leisten ihr übriges.

Aber anstatt die Wurzeln des Extremismus anzupacken, wird immer mehr Hass geschürt. Besonders Frankreich macht vor, wie die Politik den Extremismus sogar noch verschärft. Seit der Ausnahmezustand verhängt wurde, gab es insgesamt 3.289 Hausdurchsuchungen ohne richterliche Anordnung. 341 Menschen sind in Gewahrsam genommen und 571 Verfahren eröffnet worden. Für 407 Betroffene wurde demnach Hausarrest ausgesprochen. Aber wirkliche Erfolge brachten die Maßnahmen bisher noch nicht. Es gibt Versammlungsverbote und vermeintlichen Terroristen darf die Staatsbürgerschaft entzogen werden. Dabei wäre es viel effektiver, in soziale Programme, Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen, Bildung, Kunst und Kultur zu investieren. Stattdessen spielt die westliche Politik dem „IS“ in die Hände, indem die Ressentiments der muslimischen Bevölkerung durch noch schärfere Gesetze und Überwachung geschürt werden und immer weniger Asylsuchende reingelassen werden, obwohl diese doch gerade vor dem Terror des „IS“ flüchten.

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Danke an den Autor für das Recht der Zweitverwertung.

Dieser Artikel erschien bei: Kaveh Ahangar auf Facebook.

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27 Kommentare zu: “Die Ursachen für die Anschläge von Brüssel

  1. Die CH-Pendlerzeitung „20 Minuten“ brachte gestern einen Artikel, wo man sehen soll, wie sich einer der Brüsseler Attentäter in die Luft sprengt: http://www.20min.ch/ausland/news/story/20082205

    Da ich meinen Dienst für das Vaterland geleistet habe, weiss ich, was eine Handgranate (ca. 200gr. TNT) auszurichten vermag. Derselbe CH-Typ HG wird ja auch von den Saudis an den IS geliefert, trotz Endabnehmer-Deklaration (man kann sich auch naiv anstellen in der Politik der Waffenausfuhr…).
    Wenn man jedoch mit einem Sprengstoffgürtel mit Kilos davon behängt ist, kann es nicht sein, dass ein Attentäter desintegriert / vaporisiert wird und die unmittelbare Umgebung soweit heil bleibt. Dass man auch, wie im Artikel beschrieben, die Fingerabdrücke sichern kann ist fast wie ein aufgelegter Personalausweis zu verstehen (Charlie Hebdo).
    Für mich ist das ein starkes Indiz, dass Brüssel ein Fake / False Flag war, so wie Paris auch.
    Verpuffte Terroristen hat man vorher im selben Zusammenhang, wie auch nachher, nie mehr gesehen…

    Ich finde es zutiefst bedenklich, dass man solchen Schund als Nachricht ins Netz stellt, denn die Einflüsse von Photoshop sind in den Bildern erkennbar.
    Was mein Ihr dazu?

    Was zu „20 Minuten“ zu sagen wäre ist, dass neben der TAMEDIA-Gruppe noch ein paar andere lokale Medien ihre Finger im Spiel haben, da es sich wie gesagt um eine morgendliche Pendlerzeitung handelt. Das sparchliche Niveau ist relativ tief, ansonsten ist man in 20 Minuten nicht durch damit. Die TAMEDIA-Gruppe ist mitglied bei LENA, der selbsternannten „LEading European Newspaper Association“, der auch die „Welt“ angehört, nebst „Le Figaro“ und Anderen. Somit ist die Brücke atlantisch. Das merkt man gut, wenn man im TA einen Artikel liest, der aus der Welt-Ecke stammt. Es ist ein anderer Stil, reisserisch und unreflektiert, und das kann man hierzulande auch noch sprachlich differenzieren.

    Ebenfalls aus meiner Rekrutenschule kenne ich einen der Erben der TAMEDIA-Gruppe, Martin Coninx. Er vertrat bei Gorbatschows Sturz 1991 die Meinung, dass nach dem Ende des Sowjetkommunismus der Lead logischerweise & alleinig beim Kapitalismus liegen würde. Ebenso, da man in der Kaserne aus allen Schichten und Berufen zusammenkommt, waren da ein paar Banker, die auch damals schon der Auffassung waren, dass die Banken systemrelevant seien und man sie deshalb nur schwer fallenlassen könne. Das hat sich nun bewahrheitet in dem Sinne, dass es so eingetroffen ist.

    Dass sich dieser vor allem in EUropa von der Sozialen Marktwirtschaft lossagen konnte, dem besten Mittelweg zwischen Marxismus und Kapitalismus, haben wir seither ja recht gut mitbekommen. Vor allem in Form der Globalisierten Finanzströme und dem Aussterben der Industrie, welche nun in China das tut, was man hier wegen dem Umweltschutz nicht mehr tun darf.

    Heute (27.04.2016) hatten wir in Zürich einen Stromausfall. Das kommt sehr selten vor, in der Regel dann, wenn eine Baumaschine ein Kabel erwischt und es zu einem Kurzschluss kommt. Die Reaktion des Publikums geht bereits dahin, dass man Terror als ersten Gedanken nennt. In der Schweiz??

    Ich denke, die Falsche Saat der MS-Medien ist am Aufgehen. Das erwähnte Video macht sowas möglich.

    @ KenFM: Macht bitte weiter so, es braucht dringend mehr Qualität, aber vor allem Unabhängigkeit in der Medienlandschaft.

  2. Stellt Euch vor, jemand erzählt euch, die Welt sei eine Scheibe. Und Ihr diskutiert darüber, ob er das vielleicht schon früher hätte verlauten müssen, welche Konsequenzen Ihr daraus ziehen müsst – und wer vielleicht noch davon wusste….

    Schon komisch: mittlerweile muss man bis auf Seite 4 scrollen, um etwas zum Thema Brüssel zu finden.
    Nur Mut! Think out of the box! Fehlende bzw. gegenteilige Indizien und Beweise, Merkwürdigkeiten und crisis actors überall. Praktisch keine Belege für die offizielle Story.
    Sucht mal bei youtube z.b. nach „brussels we see“! Checkt am besten auch „we see“´s kanal, checkt die Kanäle von „peekay truth“ oder „lift the veil“. Sucht nach „crisis actors brussels“, oder vergleicht mal mit „Boston hoax“.
    Schaut Euch die lachende Fresse von Hebdo-Redakteur Luz (youtube: „lesta hebdo“) an, der sich während der Trauerfeier mit Präsident Hollande vor Lachen nicht mehr halten kann.
    Slapstick pur – und wir diskutieren uns hier müde über die Folgen dieses Kasperltheaters.
    Kritisch ja, aber leider auch grenzenlos naiv.
    So kommen wir jedenfalls nicht voran – und die Drahtzieher lachen sich ihrerseits ins Fäustchen…

  3. @ Teebeutel

    Die Feststellung, dass bei dieser Geschichte „eine Mischung aus Beidem“ eine Rolle gespielt haben könnte, ist etwas erklärungsbedürftig, da kann ich verstehen, wenn dies eine ironische Reaktion provoziert.

    Ich habe das nicht ironisch gemeint. Ich meine das ernst.
    Es geht um Propaganda, um die Führung der Meinung von vielen.

    Es geht um die Behauptung, dass Sprenggläubige aus Brüssel sich Bomben gebaut und damit gewöhnliche Leute getötet hätten. Bekannt ist aber nur, dass da irgendwas explodiert ist.
    Statt nachzufragen, woher man weiß, dass es diese Leute von den Fotos waren, was diese Leute am Flughafen wollten, ob sie ein Ticket hatten usw, wird darüber diskutiert, ob der auf dem Foto ein Verletzter oder ein Schauspieler sei.
    Viele derer, die sich um die gefälschten Darstellungen kümmern, kümmern sich nicht mehr um das Interessante, nämlich ob die Behauptung, die dazu führt, dass der Überwachungsstaat ausgebaut wird, stimmt.

  4. Thema „Siezen“ oder „Duzen“: Mir ist das egal, geduzt oder gesiezt zu werden. Ggf. mag jede/r das selber entscheiden, wie es beliebt. Wer darauf besteht, gesiezt zu werden, weil das vielleicht respektvoller ist, wird von mir gesiezt, kein Problem.

  5. Wenn Irwisch darauf hinweist, dass viele Behauptungen der Medien usw. nicht überprüfbar sind, dann ist das wahr, und dann könnte man ja daraus die Konsequenzen ziehen und alles grundsätzlich infrage stellen, hinterfragen. Unabhängig davon, wie angeblich „offenkundig“ irgendetwas ist. Und diese Freiheit, die es bedeutet, Fragen stellen zu dürfen, die halte ich für einen Wert. Selbst wenn jemand die Tatsache bestreiten würde, dass der Regen von oben nach unten fällt, will ich ihm erstmal zuhören, ob es nicht vielleicht doch eine Ausnahmesituation gibt, in der das anders sein könnte. Starker Wind könnte den Regen von unten nach oben ziehen.
    Ich weiss auch nicht, ob Karl der Grosse jemals gelebt hat. Die offizielle Geschichtsschreibung lehrt uns, das anzunehmen. Ob nun mir persönlich diese oder jene Behauptung plausibel ist oder nicht, ist eigentlich doch unwichtig. Wichtiger erscheint mir die ergebnisoffene Forschung, deren Freiheit. Würde man mir gerichtlich verbieten, infrage zu stellen, ob Karl der Grosse gelebt hat, müsste ich das als Denkverbot betrachten.
    Nun kann man unterschiedlicher Meinung sein betreffs der Frage, ob manche solcher Denkverbote einen Sinn ergeben.
    Wer hat noch nie geirrt ? Wenn jemand etwas hinterfragt, kann er auch irren, kann durch ein Dickicht von Irrtümern hindurch zur Erkenntnis gelangen, selber geirrt zu haben. Das setzt die Freiheit voraus, durch selbständiges Denken zu einer Einsicht zu kommen. Vielleicht durch eine ergebnisoffene Diskussion. Wenn man der Meinung ist, es müsse das Hinterfragen einer Offenkundigkeit betreffs historischer Dinge verboten sein, dann sollte man offen sagen, dass man für Denkverbote eintritt.

    • Hat Karl der Große wirklich gelebt?

      Seit Jahren hält sich die These, dass die frühmittelalterliche Geschichte eine Kette von Erfindungen ist. Seriöse Historiker halten dagegen und bekommen jetzt Schützenhilfe – von einem Astronomen.

      http://www.welt.de/geschichte/article135827634/Hat-Karl-der-Grosse-wirklich-gelebt.html

    • Hahaha unfassbar… davon habe ich bis eben noch nie gehört, aber der Artikel ist nicht uninteressant. Da gibt es einen Professor, der ein Buch schon in 9.-10. Auflage verlegt, in dem er einfach behauptet, weil wenig Architektur zu finden ist, sei die gesammte Zeit von 614 bis 911 eine erfundene Geschichte. Dann möchte ich mal wissen, wie sie das den Menschen der Christlichen welt erklärt haben, wer auch immer dahinter stecken sollte. Ab morgen haben wir nicht mehr das Jahr dess Herren 615, sondern 911? Unser Erlöser war doch 300 Jahre früher dran, ehrlich? Ich meine, SO eine Divergenz kann garnicht erfunden worden sein, das hätte alles auf den Kopf gestellt und wäre völlig unerklärbar.

      Was ich nur nicht verstehe, ist, wieso der Punkt irgendwie wichtig wäre?

    • @Chris
      Mir selbst ist es vollkommen wurscht, ob Karl der Große existiert hat oder nicht. Die Frage war oben in meiner Antwort an Teebeutel lediglich ein Beispiel dafür, daß wir im Grunde nur das mit Sicherheit wissen können, was wir selbst erlebt haben.

  6. „Zum Schluss [des Beitrages mit dem Titel Warum sind islamische Staaten wirtschaftlich so wenig erfolgreich?] ein Ausblick. Wird sich in Zukunft manches so ändern, dass auch die islamischen Staaten den ökonomischen Anschluss schaffen? Nun, das kommt auf den Zeitraum an, den man im Blick hat. Was in 300 Jahren sein wird, weiß niemand. Relativ sicher dürfte es jedoch sein, dass die Welt, auch die Wirtschaft und das Verhältnis der Religionen zueinander in 300 Jahren ganz anders sein wird, als wir und das heute vorstellen bzw. vorstellen können. Es ist völlig müßig, darüber zu grübeln. Für die nächsten Jahrzehnte sind aber mein [Hermann von Laer] Ansicht nach sehr wohl Vorhersagen möglich. Auf Grund obiger Ausführungen halte ich es für ausgeschlossen, dass es in absehbarer Zeit im Islam eine Reformation oder gar Aufklärung nach europäischem Muster geben wird. Dies wird zur Folge haben, dass die relative ökonomische Rückständigkeit der entsprechenden Regionen erhalten bleibt, vielleicht sogar wächst. Welche Folgen dies in einer sich immer mehr globalisierenden Welt haben wird, werden wie sehen.“

    Quelle: Kultur und Kulturen, Hermann von Laer, Klaus-Dieter Scheer (Hg.), Münster 2004, S. 106f.

  7. In der Aufarbeitung der Ereignisse in Brüssel vermisse ich (auch) bei KenFM noch eine kritische Überprüfung der Tatsächlichkeit dieser „Anschläge“, bevor man sich mit Ursachen und Folgen davon befasst. Denn wir kennen doch bereits – neben False- Flag Terrorsimus, bzw. Staatsterrorsimus – auch den Fakt, dass manchmal gewisse Ereignisse komplett inszeniert werden. Ich will nicht per se behaupten, dass dies in Brüssel der Fall war, aber ein paar Gedanken dazu sollte man sich schon machen. Das soll auf keinen Fall pietätlos wirken.
    Aber: Ist wirklich erwiesen, dass hier Bombenexplosionen, die Menschen in den Tod rissen und viele Verletzte hinterliessen, auch tatsächlich so stattfanden? Wenn es „knallt“ ist es nicht immer eine Bombe. Man kann z.B. mit Filmbomben auch in der Öffentlichkeit gewisse glaubwürdige Knall- Effekte produzieren. Wir sahen – im Vergleich zu den publizierten Zahlen – nur sehr wenige Bilder, die Verletzte zeigen, und jene die es gab, werfen durchaus Fragen auf. Mir fällt dazu das Bild einer Frau ein, die an beiden Knien blutete, aber deren Jeans absolut unbeschädigt waren. Das wirkt nicht glaubwürdig, aber abschrecken, darum denkt keiner darüber nach. Überhaupt war bei Bildern von Opfern zwar immer viel Blut, aber meines Wissens selten oder sogar nie eine offensichtliche Verletzung (Schnittwunden und ähnliches) sichtbar. Da muss man sich schon Fragen, ob möglicherweise mit sogenannten „Krisenschauspielern“ operiert wurde, das gab es bewiesenermassen zum Beispiel bei den „Anschlägen“ von Boston in den USA. Oft zeigten die Bilder aus Brüssel irgendwelche Sanitätertrauben, die sich um Bahren gruppierten, aber offensichtlich Verletzte Menschen wurden nicht gezeigt. Ich erwarte ja nicht, dass Bilder von Verstümmelten gezeigt werden, es gibt natürlich eine Pietätsgrenze, aber auch leichte Verletzungen waren nicht sichtbar, nur immer viel Blut wurde gezeigt.
    Es ist schon klar, man will solche Bilder nicht sehen. Aber um herauszufinden, ob hier wirklich tödliche Bombenexplosionen stattfanden, sind diese aussagekräftig. Ein Mittel des Staatsterrorismus ist wie gesagt auch die Inszenierung von Ereignissen, und zwar auch mit Schauspielern und Kunstblut, in den USA kennt man dies schon besser. Und klar, danach gab es viele Bilder, von Evakuierungsszenen, von irgendwelchen Schäden, von abgesperrten Strassen und Polizei/Militär, das legt natürlich nahe, dass diese Ereignisse wirklich stattfanden, das ist ja auch etwas, was die Menschen in Brüssel wirklich erlebt haben. Aber zu den (angeblichen?) Bombenexplosionen gibt es tatsächlich nicht viel, was diese wirklich beweisen würde.
    Auch Zeugenaussagen dazu sind selten. Viele hatten gar keine Explosion gehört, obwohl ihre Arbeitsplätze unmittelbar vor Ort waren. Und wenn hier wirklich massive Bomben hochgingen, was wäre wohl ein wesentliches Element der Beschreibung davon, auch bei Zeugen, die sie nicht direkt sahen? Haben sie je irgendwo eine Aussage gelesen, die eine DRUCKWELLE beschreibt? Denn diese würde auch die meisten Verletzungen hervorrufen, innere Verletzungen vor allem, aber es gab darüber kein einziges Wort zu lesen.
    Was mir hier fehlt, ist eine kritische Hinterfragung der Ereignisse selbst. Wir sehen ja, dass diese nun benutzt werden, und es ist gut, dass dies beobachtet und kommentiert wird. Aber wir lesen zahlreiche Analysen zu echten oder angeblichen Ursachen, und das geht mir zu schnell, bevor nicht geklärt ist, dass diese Ereignisse wirklich so wie erzählt stattfanden.
    Denn falls dies nicht so ist, falls wir hier ganz oder teilweise Inszenierungen gesehen haben, sind diese Ursachenanlysen, zB. mit Bezug auf Syrien oder Jihadismus allgemein, so kritisch und ehrlich sie auch sein mögen, falsch. Wenn wir hier inszenierten oder echten Staatsterrorismus gesehen haben, was für mich auch aufgrund der skriptartigen Berichterstattung und Aufarbeitung der Hauptverdacht ist, dann muss die Ursachenanalyse sich zuallererst mit Geheimdienstaktivitäten, mit dem „wie“, befassen. Darauf gibt es eindeutig zu wenig Fokus. Auch wissen wir, dass so ziemlich alles, wo „IS“ draufsteht, Propaganda ist. Das ist ja auch Herrn Ahangar (dem Autor) klar, da er „IS“ deshalb immer in Anführungszeichen packt.
    Ich bezweifle einfach, dass diese Anschläge wirklich durch radikale Muslime, bzw. durch die präsentierten Phantomfiguren, ausgeführt worden sind, auch wenn viele das gerne glauben, um damit Politik zu machen. Wenn wir das (so leicht) glauben, geht die Propaganda aus der Sicht ihrer Betreiber auf. Selbst bei denen, die kritisch sind und den Zusammenhang zum Krieg, bzw. dem propagandistischen „Verkauf“ von Krieg sehen…

    • Warum sollte man Schauspieler einsetzen, die Verletzte spielen? Das sind doch nur Mitwisser, die quatschen können.
      Man kann drei Trottel mit Bomben im Gepäck auf dem Wagen in den Flughafen gehen lassen, und es dann krachen lassen. Dann hat man viele Verletzte. Außerdem sind die Trottel dann auch tot und können nicht mehr erzählen, wie sie dazu gebracht wurden, mit diesen Gepäckstücken da herumzuschieben.

    • Werter Teebeutel,

      Ihre Skepsis bezüglich des Wahrheitsgehalts groß aufgemachter Titelgeschichten und mit Trompetenpauken verbreiteter angeblicher Ereignisse kann ich nur begrüßen, zeigt sie mir doch, daß ich damit erstens nicht alleine stehe und daß sich zweitens außer meiner Wenigkeit offenbar auch andere über die Tücken der medialen Berichterstattung schlau zu machen suchen. Leider wird es für uns, die wir weit weg vom Geschehen leben und sind, so gut wie niemals möglich sein, diese Berichte zu falsi- oder verifizieren, uns von ihrem Wahrheitsgehalt persönlich zu überzeugen. Wir können ja nicht einmal die Inhalte des örtlichen Polizeiberichts in der lokalen Tageszeitung überprüfen, dazu fehlen uns neben den dafür notwendigen Mitteln auch die Zeit und die dazu notwendige Erfahrung. Ich wüßte auch gar nicht, wie ich jetzt z.B. die Ereignisse in Brüssel konkret überprüfen könnte. Oder wie hätte ich zum Beispiel die Brutkastenlüge durchschauen können oder die Behauptung, der Irak besäße Massenvernichtungswaffen? Noch weniger wäre es mir möglich gewesen, die Schilderungen der erfundenen Angriffe von Tonkin, die zum Vietnamkrieg führten, zu entlarven, oder die Pearl Habour Lüge, da dort ja wirklich die Japaner angegriffen hatten, nur eben in Kenntnis der US-Administration, die das zugelassen hatte, um die Bevölkerung damit in einen Krieg hetzen zu können.

      Natürlich kann ich eine mehr oder weniger sinnfreie Plausibilitätsprüfung vornehmen. Aber mal ehrlich: Tut das nicht jeder? Plausibilität ist ja schließlich keine feste Größe, sondern immer abhängig von dem, was ich von der Welt weiß oder zu wissen glaube. Bei den meisten Medienkonsumenten dürfte da nicht allzu viel Zusammenhängendes vorzufinden sein, verbringen sie ihre freie Zeit doch lieber vor der Glotze, statt einmal ein entsprechendes Sachbuch zu lesen oder sich längere Vorträge zu einem Themenkomplex anzuhören.

      Auf Free21 findet sich eine PDF-Datei mit dem Titel „Fünf Anti-Terror-Übungen, die wahr wurden“, [1] was ja eigentlich noch nichts besonderes ist, denn dafür üben die ja, damit sie dann eines Tages, wenn so ein Fall eintreten sollte, gut vorbereitet sind. Doch hier liegen die Dinge ganz anders. Bei diesen fünf „Übungen“ wurde das gestellte und geübte Szenario während der Übung, am selben Tag und zur selben Tageszeit wahr! Unglaublich? Mitnichten! So zählen die angeblichen Anschläge in Paris, die zum Eintritt Frankreichs in den Syrien-Krieg führten, ebenso dazu wie der angebliche Terroranschlag in Boston, den Sie bereits erwähnt haben. Auch am 11. September 2001 fand eine Übung statt, die auf genau das vorbereiten sollte, was dann tatsächlich geschah. Solche Informationen sind nicht weit verbreitet, wie ich leider immer wieder feststellen muß.

      Sehr ausführlich schildert Gerhard Wisnewski in seinem Buch „Verschlußsache Terror“ , [2] warum die Anschläge in London im Jahre 2005 weitaus mehr Fragen aufwarfen, als die Massenmedien zu beantworten wußten. Auch hier handelt es ich um einen angeblichen Terroranschlag, der am selben Tag und zur selben Zeit in London passierte, als auch eine Anti-Terrorübung stattfindet, die genau einen solchen Anschlag zum Inhalt hat. Zufall? Noch zufälliger findet ebenfalls am selben Tag im schottischen Perthshire, also auf britischem Boden ein G8-Gipfel statt, bei dem es um die aktuellen Krisen, um Rohstoffe und die zunehmende Unzufriedenheit der Weltbevölkerung geht. Die G8-Teilnehmer sind sich jedoch äußerst uneinig darüber, was zu tun sei, der Gipfel droht eine Pleite zu werden, wie die World Socialist Website am 9. Juli 2005 berichtet . [3] Da kommen die Anschläge in London gerade zur rechten Zeit. Wisnewski:

      Die Politik der Bush-Regierung schüre Spaltungen in Europa und habe die Europäische Union in eine beispiellose Krise gestürzt. Durch das Scheitern der EU-Verfassung und der Gespräche über den EU-Haushalt sei die Existenz der EU und sogar die gemeinsame europäische Währung, der Euro, in Frage gestellt worden. Dazu kämen die Kriege im Irak und in Afghanistan, die Instabilität der Weltwirtschaft, die steigenden Ölpreise, das US-Handelsdefizit und so weiter.

      All dies »könnte dazu führen, daß sich der Gipfel im luxuriösen Gleneagles-Hotel nahe Edinburgh, unabhängig von dem Anschein in der Öffentlichkeit, innerlich als noch zerstrittener und gespaltener als alle seine Vorgänger erweisen wird und kein gemeinsames inhaltliches Abkommen zustande bringt«. Das wäre wohl die größte Pleite in der Geschichte der G8-Gipfel gewesen. Eine Pleite, die einfach nicht passieren durfte. Aber der Gipfel wurde ja glücklicher- oder unglücklicherweise durch die Attentate denn auch umgehend auf Vordermann gebracht – und die Öffentlichkeit durch das offene Desaster von London von dem verborgenen Desaster in Gleneagles abgelenkt. Die Botschaft von NATO-Generalsekretär Jaap de Hoop Scheffer hörte sich an wie ein verzweifelter Einigungsappell, und zwar auch an die Adresse der NATO, die erst dreieinhalb Jahre zuvor durch die Anschläge vom 11. September zusammengeschweißt und damit gerettet worden war:

      Die Angriffe unterstrichen die Notwendigkeit für die internationale Gemeinschaft und die Mitglieder des Nordatlantischen Bündnisses, »im Kampf gegen den Terrorismus vereint zu bleiben«. (Der Standard, 07.07.2005)

      Die Attentate gaben dem Gipfel praktisch den Auftrag zu weiteren Angriffen auf »Terrorstaaten«, die den Westen mit ihrem Rohstoffreichtum unter Druck setzen könnten. Die Anschläge sollten als neuer Blanko-Marschbefehl in die große, weite Welt herhalten. Angesichts solcher Feinde gebe es nur eine Antwort, nämlich den Krieg zum Feind zu tragen und zu kämpfen, bis der Feind besiegt sei, gab George W. Bush wenig später die Marschrichtung vor. (The White House: PRESIDENT DISCUSSES WAR ON TERROR AT FBI ACADEMY, 11.07.2005)

      Mindestens so interessant wie die Frage, wo die Anschläge verübt wurden, ist natürlich auch die Antwort auf die Frage, wo sie nicht verübt wurden. Obwohl das Gipfeltreffen der G8 in Gleneagles natürlich schon seit Monaten geplant war, wurden die Anschläge nicht auf den G8-Gipfel verübt. Kein gekidnapptes Verkehrsflugzeug verirrte sich nach Schottland, nicht mal eine sprengstoffbeladene Cessna nahm Kurs auf die Luxusherber-ge der G8.

      Deshalb habe ich schon vor sehr langer Zeit beschlossen, nur noch das als nahezu 100 Prozent gesichert anzunehmen und nicht ernsthaft zu hinterfragen, was ich selbst erlebt habe – und auch da kann man sich irren, wie z.B. diverse Zauberkünstler belegen oder wenn auch nur die eigene Wahrnehmung durch aktuelle emotionale Vernebelung verzerrt wird. Alles andere, alles, was ich nur vom Hörensagen kenne – und genau das sind News und Schlagzeilen und Filme: Hörensagen –, sind Schilderungen, die genauso gut wahr wie erlogen sein können. War der Mensch je auf dem Mond? Kann ich nicht mit Sicherheit sagen. Gab es einen Kaiser namens Karl dem Großen wirklich? Keine Ahnung, damals hab ich noch nicht gelebt. Beim Glauben an einen Bericht aus der Zeitung verhält es sich nicht viel anders als beim Glauben an die Bibel oder den Koran, zumindest in dem Sinne, wie die meisten diese Märchen- oder Religionsbücher verstehen. Der Unterschied besteht lediglich darin, daß uns die Fraglosigkeit gegenüber einem außerirdischen Wesen, das alles sieht und alles hört, also dem Ober-Über-Abhörspezialisten und Superüberwacher des ganzen Weltalls gegenüber viel viel früher eingetrichtert wird als die Kritiklosigkeit gegenüber Massenmedien wie großen Tageszeitungen und dem Fernsehen. [4] Mit anderen Worten: Wir glauben das, was von einem Sender kommt, denn wir deshalb als glaubwürdig erachten, weil wir ihn für stark halten, für unerschütterlich hinsichtlich seines Eintretens für die Wahrheit. Nur die Schwachen haben es nötig, zu lügen, die Reichen und Starken haben es nicht nötig, zu betrügen und uns zu belügen, so haben wir’s gelernt. Es ist tatsäclich ein Unterschied, ob ich, ein vollkommen unbekannter und unbedeutender Mensch, den Leuten was erzähle, oder ob das z.B. Eugen Drewermann tut, auch wenn er genau dasselbe schildert wie ich: Ihm glaubt man seine Darstellung eher als mir. So geht es wohl auch Herrn Jebsen im Vergleich mit den etablierten Massenmedien: Den ersten hält man für einen Spinner und was weiß ich noch alles, weil die letztgenanten, die man für seriös zu halten gelernt hat, das behaupten.

      Inwischen bin ich mir einer Sache vollständig sicher: Die Nachrichten, die News, die Tageszeitungen und was da sonst noch alles in die Gehirne der naiven Masse gespritzt wird, dienen nicht der Information und der ehrlichen Weitergabe von Berichten, wie die allermeisten Menschen wohl noch immer im guten Glauben annehmen, sondern einzig und ausschließlich der Manipulation. Das ist nicht anders wie mit den Terroranschlägen selber, ob sie nun stattgefunden haben oder nur erfunden wurden: Sie werden inszeniert, um die Gemüter der Menschen, die davon erfahren, in einem ganz bestimmten Sinn zu beeinflussen, und der heißt: Angst! Es geht bei diesen Anschlägen ja nicht darum, diese oder jene ganz bestimmten Menschen zu töten. Und einen Einfluß auf die Getöteten kann man nach deren Ableben auch nicht mehr ausüben. Beeinflußt werden die Überlebenden, und zwar nicht die paar, die life dabeigewesen sein mögen, sondern die große Masse, die davon erfährt. Diese Menschen werden durch die Berichte, nicht durch die Attentate, in Angst versetzt. Verängstigte Menschen reagieren dann meist irrational, weil sie um ihre Leben, um ihre Unversehrtheit, zu fürchten beginnen – mal wieder. Würden die Attentate tatsächlich von Leuten ausgeführt werden, die einem Haß auf diejenigen folgen, die sie töten, dann würden diese Attentäter nicht irgendwelche Allerweltsmenschen für ihre Anschläge auswählen, wenn sie sich sowieso selbst dabei zu opfern bereit wären, sondern die Anführer, die wirklich oder scheinbar Verantwortlichen. Warum wohl wurde der Anschlag in London, wo er viele Unschuldige traf, ausgeführt statt im schottischen Perthshire, wo der G8-Gipfel tagte?

      [1] http://www.free21.org/fuenf-anti-terror-uebungen-die-wahr-wurden/
      [2] http://www.irwish.de/bin/Wisnewski.zip
      [3] http://www.wsws.org/de/articles/2005/07/gipf-j09.html
      [4] Noch früher wird uns die Angst vor dem Verlassenwerden, vor Liebes- und Zuwendungsentzug eingetrichtert, wie das Arno Gruen in seinen Büchern ausführt: http://www.irwish.de/bin/Gruen.zip

    • Denn wir kennen doch bereits – neben False- Flag Terrorsimus, bzw. Staatsterrorsimus – auch den Fakt, dass manchmal gewisse Ereignisse komplett inszeniert werden.

      Genau. Der Boston Marathon Anschlag war wohl so ein False-Flag-Anschlag mit entsprechend geschminkten Statisten (z.B. Rohlstuhlfahrer, denen schon Jahre vorher ein Bein amputiert wurde).

      Aber: Ist wirklich erwiesen, dass hier Bombenexplosionen, die Menschen in den Tod rissen und viele Verletzte hinterliessen, auch tatsächlich so stattfanden?

      Also zumindesten die Explosion(en) im Hauptgebäude des Flughafens waren wohl echt, wenn man sich die zerstörten großen Fenster des Gebäudes ansieht, die vermutlich auch im Fernsehen oft zu sehen waren (ich habe kein Fernsehen).
      Dann gibt es mindestens ein Bild eines total zerstörten U-Bahn-Waggons, was auf eine größer Explosionskraft hindeutet. Die Frage ist natürlich ob dieses Bild oder andere Bilder von eben diesem Anschlag in Brüssel stammt oder nicht (oder zum Beispiel von London aus dem Jahr 2005). Ich habe mich darum nicht gekümmert, weil ich schon viel zu oft mich an solchen Diskussion im Internet beteiligt habe, wo es darum ging solche Ereignisse zu analysieren. Es gab vor ca. fünf, sechs Jahren jede Menge Foren und Blogs, die das machten. Aber hat das alles nichts bewirkt. Das Einzig Gute, was man feststellen kann, ist, dass die Verkaufszahlen der Print-Massenmedien zurückgehen und dass die Menschen auch sonst deutlich kritischer in Sachen Medien geworden sind (Putin-Bashing).

      Bei Globalresearch.ca. gab es vor kurzem (gestern? vorgestern?) einen Artikel in dem beschrieben wurde, dass es in Brüssel zwei oder drei Wochen vorher eine große Übung gab, bei der ein schweres Unglück (Explosion?) in der Metro simuliert wurde.

      Ich bezweifle einfach, dass diese Anschläge wirklich durch radikale Muslime, bzw. durch die präsentierten Phantomfiguren, ausgeführt worden sind,

      Ich auch! Weil erstens sind diese Bilder der Überwachungskameras, wo die drei Attentäter zu sehen sind, lächerlich weil diese wenn sich doch irgendwie maskieren würden, nicht nur mit einem Hut. Zweitens sind die Attentäter wieder einmal ganz kurz nach den Anschlägen ermittelt, festgenommen und/oder erschossen worden wie schon beim Charly Hebdo-Anschlag oder bei den Anschlägen letzten November in Paris.
      Vorher sind alle Behörden und Geheimdienste total blind, obwohl jedesmal(!) die Attentäter als kriminell bekannt waren, aber nach den Anschlägen werden sie praktisch sofort gestellt.
      Bei all der heutigen Überwachung heutzutage (Telefon, Konten, PCs, Videoüberwachung mit Gesichtserkennung etc.) halte ich im Grunde normale Terroranschläge ohne Unterstützung durch mindestens einen Geheimdienst für nicht mehr durchführbar ohne vorher schon entdeckt zu werden.

      Dass z.B. der Norwegen-Attentäter Anders Breivik sich völlig problemlos große Mengen Kunstdünger kaufen konnte, der zum Bombenbau verwendet werden kann, halte ich für eine große Verarschung der Öffentlichkeit.

    • @Streng Geheim
      Warum sollte man Schauspieler einsetzen, die Verletzte spielen? Das sind doch nur Mitwisser, die quatschen können.

      Wer würde den Schauspielern glauben, wenn sie ihr Wissen verbreiten wollten?

      Würden CNN, Fox-News, CBS, ABS etc. einen solchen Beitrag zur besten Sendezeit bringen?
      Würden die NYT, die Washington Post, die LA Times und andere Kommentare zulassen, die die offizielle Version eines Anschlags, z.B. des Anschlags beim Boston Marathon, in Frage stellen?
      Würden die Print-Medien einen solchen Artikel, wenn sie denn überhaupt auf die Einreichung reagieren würden, veröffentlichen?
      Auch in Deutschland wurden viele Kommentarfunktionen von Medien deaktiviert oder sind inzwischen deutlich eingeschränkt.

      Es gab jede Menge englischsprachige, deutschsprachige und sicher auch anderssprachige Blogs und Foren in aller Welt, die sich mit diesem höchstwahrscheinlich gefaketen Anschlag in Boston beschäftigten. Und? Ist die Welt jetzt aufgeklärt? Hören die Medien auf Lügen zu verbreiten?
      Nur zum Teil, wenn man an die Rüge des ARD-Programmbeirats gegenüber der Berichterstattung über die Ukraine und Russland denkt. Hat die ARD, hat das ZDF deswegen aufgehört Propaganda und Lügen (Giftgasangriff in Syrien, Krankenhausbombardierungen durch Russen, Schuld der Russen an den Flüchtlingsströmen) zu verbreiten? Nein.

      Was können wir tun? Nur helfen den Ist-Zustand nicht schlimmer werden zu lassen, d.h. den Flüchtlingen helfen wo es geht, aber auch anderen Menschen helfen wo es geht, damit Hass und Gewalt keine Chance haben sich weiter auszubreiten.

    • Vielen Dank, Irwisch, für deinen Beitrag und die weiterführenden, thematisch treffenden Links. Insbesondere auch für das zur Verfügung stellen von Wisnewskis Büchern, dessen wichtigste Arbeiten ich natürlich auch kenne.
      Es ist auch für mich schön zu sehen, dass man mit diesen Betrachtungen und Gedanken nicht alleine ist..

      Gerade im Fall „Brüssel“ scheint mir nämlich ein solches Übungsszenario auch nicht weit zu sein, immerhin waren ja die Sicherheitskräfte und Armee durch diese Fahndung (?) in den Tagen zuvor bereits mobilisiert.

      Mir fehlt halt wie gesagt bei KenFM diese kritische Betrachtung der Ereignisse selbst (noch) zu sehr. Es wird gesagt, dass diese „Anschläge“ Racheaktionen für die westlichen Kriege seien, dass das Pendel nun zurückschlage. Es werden Opferzahlen gegeneinander abgewogen. Aber diese Betrachtungen bedeuten letztlich eben auch, dass der offiziellen Version über diese „Terroranschläge“ geglaubt wird, damit bin ich nicht einverstanden. Es geht hier in erster Linie um psychologische Kriegsführung gegen uns, um mehr „Engagement“ und „Einheit“ weit über die sogenannte Sicherheitspolitik hinaus zu erzwingen, und darauf sollte man nicht einsteigen..

    • Danke auch für deine Beiträge, Stephan Becker.
      Die Explosionen könnten auch echt gewesen sein, ich will hier nichts behaupten. Es ist einfach beides, also eine volle Inszenierung, oder ein klassische False Flag OP in Betracht zu ziehen. Oder eine Mischung aus Beidem, letztlich spielt das nicht so eine entscheidende Rolle, die Propaganda bleibt die Selbe.
      Es ist schon beachtlich, wie die Behörden und die Medien jeweils schon kurz nach den Anschlägen alles wissen, wie sie auch darstellten: Man kennt jeweils die Täter schon und hat angblich Bilder von denen, so lächerlich sie auch sein mögen. Man weiss noch am selben Tag, wo irgendwelche Razzien, bei denen man (angeblich) auch gleich weitere Bomben und IS-Flaggen findet, durchzuführen sind. Das alles gehört natürlich zum Programm bei solchen Ereignissen, wie auch die Meldung, dass die Täter Behörden (auch jenen anderer Länder) schon bekannt waren. Dies, um dann behaupten zu können, dass die Nachrichtendienste mehr Befugnisse erhalten sollen, und mehr Überwachung und Datenaustausch u.s.w. ermöglicht werden müsse. Um für „eine europäische Sicherheitsarchitektur“ zu werben.
      Die etablierten Pressehäuser werden ihre Berichterstattung nicht ändern, das ist leider ein Fakt. Den IST- Zustand nicht schlimmer werden zu lassen, ist aber schon mal was. Es ist ein erstaunliches Phänomen, dass Leute, die zB. den Ereignissen vom 11.9.01 kritisch gegenüberstehen, die aktuelle Terrorkampagne genau so glauben, wie sie präsentiert wird. Aber das hat vermutlich damit zu tun, dass in den öffentlich- etablierten Medien kein kritischer Austausch mehr möglich ist. Sie schreiben die selben Inhalte, und die Leserforen dazu sind geschlossen, zensiert oder auch von Kampagnenschreibern besetzt.

    • @ Teebeutel

      Es ist einfach beides, also eine volle Inszenierung, oder ein klassische False Flag OP in Betracht zu ziehen. Oder eine Mischung aus Beidem,

      Eine Mischung aus Beidem. Genau das ist es.
      Es gibt sowohl Zerstörung, Tote und Verletzte als auch gefälschte Darstellungen des Geschehens. Dann haben die Leute was zu diskutieren und die Ermittlung des Sachverhalts ist deutlich erschwert.

    • Teebeutel meinte am 27. März 2016 um 14:33:
      Vielen Dank, Irwisch, für deinen Beitrag und die weiterführenden, thematisch treffenden Links. Insbesondere auch für das zur Verfügung stellen von Wisnewskis Büchern, dessen wichtigste Arbeiten ich natürlich auch kenne. Es ist auch für mich schön zu sehen, dass man mit diesen Betrachtungen und Gedanken nicht alleine ist.

      Da wir uns offensichtlich duzen, was mir nur recht ist, obwohl ich erst den Eindruck hatte, daß die Mehrzahl der User hier auf dem Sie bestehen würde:

      Daß du Wisnewskis Bücher kennst, überrascht nicht wirklich, die sind meiner Ansicht nach für jeden Zweifler sozusagen genauso Pflichtlektüre wie die von Bröckers, Arnim, Chomsky, Berger, Bülow, Eggert, Wallraff und vielen anderen.

      Teebeutel meinte auch:
      Gerade im Fall „Brüssel“ scheint mir nämlich ein solches Übungsszenario auch nicht weit zu sein, immerhin waren ja die Sicherheitskräfte und Armee durch diese Fahndung (?) in den Tagen zuvor bereits mobilisiert.

      Wir können hier in der Tat nur über den Schein sprechen oder schreiben, und da sind deine „Erscheinungen“ genau so unbelegt wie für dich und mich die offizielle Version solcher Geschichten. Es sind ja eben erstmal nur Geschichten, bis vielleicht irgendwann irgendwelche Historiker, die sich womöglich Zugang zu Belegen verschaffen können, die mir nicht zugänglich sind, mehr herausfinden können, und auch dann sind und bleiben es Geschichten, die man sorgsam von dem, was man selbst erlebt hat, getrennt halten sollte.

      Teebeutel meinte dann noch:
      Mir fehlt halt wie gesagt bei KenFM diese kritische Betrachtung der Ereignisse selbst (noch) zu sehr. Es wird gesagt, dass diese „Anschläge“ Racheaktionen für die westlichen Kriege seien, dass das Pendel nun zurückschlage. Es werden Opferzahlen gegeneinander abgewogen. Aber diese Betrachtungen bedeuten letztlich eben auch, dass der offiziellen Version über diese „Terroranschläge“ geglaubt wird, damit bin ich nicht einverstanden. Es geht hier in erster Linie um psychologische Kriegsführung gegen uns, um mehr „Engagement“ und „Einheit“ weit über die sogenannte Sicherheitspolitik hinaus zu erzwingen, und darauf sollte man nicht einsteigen..

      Mir fehlt hier eigentlich nichts, denn es geht bei solchen Geschichten doch nicht in erster Linie um die Anschläge bzw. um die Frage, ob sie nun tatsächlich stattgefunden haben oder nicht, denn das können wir wie gesagt nicht feststellen. Jeder Mensch, der Geschichten liest oder sonstwie rezipiert, sollte eigentlich in der Lage sein, Geschichten als das zu beurteilen, was sie sind: Schilderungen von Begebenheiten. Auch das, was du in deinem Kopf an Bildern siehst, wenn du ein Geschehen selbst beobachtest, wurde von deinem Gehirn zusammengesetzt und ist daher streng genommen auch eine Geschichte. Psychologische Magazine wie z.B. Psychologie heute bzw. Psychologie today sind voll von Untersuchungen und Studien zu diesem Thema.

      Da gab es mal ein Experiment, da wurde einem schwarz-weiß-gemischten Publikum in den USA ein Film vorgeführt, in dem ein Weißer einen Schwarzen umbrachte. Anschließende Befragungen der weißhäutigen Versuchspersonen ergaben jedoch mehrheitlich, daß im Film ein Schwarzer einen Weißen umgebracht hätte. Die Schwarzen dagegen schilderten den Film so, wie er wirklich abgelaufen war. Oder bei Zeugenaussagen zum Tathergängen erhältst du gewöhnlich so viele unterschiedliche Schilderungen, wie es Zeugen gibt. Setzt du im Experiment z.B. zwei Psychologen zusammen, wobei jedem zuvor separat erklärt wurde, daß der andere ein Geisteskranker wäre, kannst du die tollsten Kapriolen erleben: Jeder der beiden findet im anderen „zuverlässige Hinweise“ für dessen geistige Störung, die ihm vorab bekanntgemacht wurde. Das heißt letztendlich: Berichte sind vor allem auch sehr stark von den Erwartungen und Erfahrungen der Berichtenden gefärbt. Berücksichtigt man dann noch die Tatsache, daß die meisten Menschen Berichte in ihren Erfahrungsschatz fast genau so aufnehmen wie Selbsterlebtes, wenn sie dem Berichterstatter vertrauen, dann vermagst du dir sicher lebhaft vorzustellen, wie weit verbreitete krude Ansichten zustande gekommen sind.

      Letztendlich ist es der Wirkung, die Berichte im Fernsehen oder in den Printmedien am Rezipienten ausüben, vollkommen wurscht, ob die Ereignisse tatsächlich stattgefunden haben oder nicht. Zudem kannst nicht von jedem Gastautor erwarten, daß er erstmal ein zwei Absätze darüber schreibt, daß er nicht wirklich weiß, ob das, was er im TV gesehen oder in der Zeitung gelesen hat, auch wirklich zutrifft. Damit würde er vermutlich mehr Leute davon abhalten, seinen weiteren Ausführungen zu folgen. Es ist so schon schwierig, abseits des Mainstreams zu schreiben, weil die meisten sich gar nicht erst trauen, was anderes als die Massenmedien zu konsumieren. Die Leute wollen Fakten. Natürlich wollen sie das nicht wirklich, aber sie wollen die Dinge so nehmen, als seien sie Fakten und als müsse man daran nicht zweifeln.

      Zu guter Letzt gibt es ja noch uns, die Forenten, die Kommentierenden, um Lücken in den Artikeln zu füllen und sie mit weiterführenden Gedanken zu ergänzen.

      http://www.irwish.de/bin/Chomsky.zip http://www.irwish.de/bin/Broeckers.zip http://www.irwish.de/bin/Buelow.zip http://www.irwish.de/bin/Eggert.zip http://www.irwish.de/bin/Engelmann.zip

    • Herzlichen Dank nochmals, Irwisch, für die weitere Zweiflerliteratur. Da kommt eine richtige Bibliothek zusammen:-)
      Darunter gibts einiges, dass mir gar nicht bekannt war, zum Beispiel Engelmann. Von Wolfgang Eggert wollte ich auch unbedingt mal was lesen, den kannte ich erst aus Diskussionssendungen. Interessanter Typ, interessante Recherchen von ihm.
      Mit meiner „Forderung“ (an KenFM), doch mal einen Blick auf die „Echtheit“ dieser Ereignisse zu werfen, meinte ich gar nicht unbedingt explizit Gastautor Kaveh Ahangar, das fehlte mir einfach in der generellen Aufarbeitung dieser Geschichte noch etwas. Aber richtig, auch ich äusserte hier einfach Thesen, also Vermutungen, die für mich halt in der Beobachtung solcher Terrorereignisse naheliegen. Letztlich auch einfach Geschichten, das ist völlig richtig, so wie du es erklärt hattest.
      Dass die Mehrheit der Forenten hier das „Sie“ bevorzugt, war mir gar nicht so recht bekannt. Werd‘ ich mir aber merken. Mich kann man natürlich gerne auch dutzen, sonst hätte ich nicht damit angefangen. Das ist mir letztlich nicht so wichtig, solange der Ton anständig und respektvoll ist, und das ist ja in diesem Leserforum in der Regel der Fall, denke ich.

      @Streng geheim:
      Die Feststellung, dass bei dieser Geschichte „eine Mischung aus Beidem“ eine Rolle gespielt haben könnte, ist etwas erklärungsbedürftig, da kann ich verstehen, wenn dies eine ironische Reaktion provoziert.
      Ich meinte folgendes damit, kurz erklärt:
      Es gab ja in Brüssel verschiedene Ereignisse, sowohl auf dem Flughafen (2 Explosionen) und in der U-Bahnstation Maelbeek eine weitere Explosion. Es kann ja sein, dass am einen Ort teilweise mit Inszenierungen gearbeitet wurde, und am andern nicht. Nur ein Beispiel.
      Oder: Auch wenn es wirklich Tote und Verletzte gegeben hat, ist der Einsatz von Schauspielerei noch nicht unbedingt auszuschliessen. Zum Beispiel bei Szenen, welche Trauernde zeigen. Bei einem Terroranschlag ist die Geschichte, welche in den Medien erzählt wird, ja sozusagen der Ertrag davon. Und diesen (vorwiegend emotionalen) Ertrag will man ja, von einer False-Flag-OP ausgegangen, bestmöglich unter Kontrolle haben und steuern können. Das betrifft natürlich nicht nur die Texte, welche in den Medien darüber zu lesen sind, sondern gerade auch die Bilder.
      Wenn ich jetzt jemanden, den ich gerne habe, so verlieren würde, hätte ich jedenfalls nicht das Bedürftnis, mich auf einem öffentlichen Platz in den Tagen danach vor Fotografen ausweinen zu gehen, um mich daraufhin auf den Titelseiten der europäischen Boulevardpresse wiederzufinden. Auch gibt es ja noch Bildrechte, die es eigentlich nicht erlauben, so explizit Privatpersonen (also nicht öffentliche Figuren) aller Welt zu zeigen. Da stellen sich eben dennoch ein paar Fragen bzgl. Schauspielerei. Das meinte ich, mit einer Mischung aus Beidem. Aber natürlich, das sind einfach Vermutungen. Dass durch die Diskussion solcher Vermutungen die Ermittlung des Sachverhalts erschwert wird, ist natürlich so subjektiv, wie die Vermutung selbst..

    • Teebeutel meinte hinsichtlich des Gedankens, daß eventuell auch Schauspieler, Darsteller in die mediale Ausschlachtung des Ereignisses involviert sein könnten:

      Das meinte ich, mit einer Mischung aus Beidem. Aber natürlich, das sind einfach Vermutungen. Dass durch die Diskussion solcher Vermutungen die Ermittlung des Sachverhalts erschwert wird, ist natürlich so subjektiv, wie die Vermutung selbst.

      Naja, wenn denn überhaupt echte Ermittler zum Einsatz kommen würden, könnten die schon anhand einer solchen Diskussion auf Ideen kommen. Wir, die wir hier diskutieren, wir ermitteln ja nichts, sondern spekulieren lediglich. Aber eigentlich gibt’s über das Ereignis – und für mich ist das Ereignis nicht irgend ein Vorfall in Brüssel, sondern vielmehr das mediale Ereignis ist das eigentliche Ereignis, denn nur das zeitigt die erwünschte Wirkung – nicht wirklich was zu diskutieren außer der Tatsache, daß damit Angst verbreitet werden soll. Mir wäre es viel lieber, diese Attentäter würden mal sowas wie das GEZ-Gebäude in Köln in Schutt und Asche legen, oder das Hauptregierungsgebäude in Berlin. Ich mein, wenn die sich schon unbedingt umbringen wollen, wäre das doch viel lohnender, oder etwa nicht? Doch wenn mal irgendwelche Politiker oder andere Großkopfete erschossen oder anderweitig gewaltsam zu Tode gebracht wurden, dann mit Sicherheit immer im staatlichen oder halbstaatlichen Auftrag, wie z.B. die Recherchen von Gerhard Wisnewski (Jörg Haider – Unfall, Mord oder Attentat?) über den angeblichen Autounfall des Jörg Haider zutage förderten wie auch die Recherchen desselben Autors im Fall Herrhausen (Das RAF-Phantom).

      Die Tatsache, daß Staatsterrorismus existiert, ist für die meisten Menschen nicht leicht zu glauben, wenn sie sich überhaupt getrauen, diese Möglichkeit in Betracht zu ziehen. Wo die Beweise für staatsterroristische Aktivitäten offensichtlich zu sein scheinen, werden Ermittlungsverfahren verschleppt, Beweise vernichtet, Staatsanwälte zurückgepfiffen und Zeugen ermordet. Das ist genau die Art und Weise, die man von der Mafia kennt. Nicht nur deshalb bin ich längst davon überzeugt, daß wir von hochkriminellen mafiosen Strukturen beherrscht und regiert werden. Gegen die heutige Staatsmafia sieht die einstige Mafia, die aus Sizilien stammte, wie ein Kindergeburtstag aus.

    • Aus meiner Sicht liegst du vollkommen richtig.
      Ich würde sogar daran Zweifeln, dass es auch nur ernsthaft Verletzte gab.
      Hier sehr schön von Peekay aufgespießt:
      https://youtu.be/sDkxbz0fRhY

      Nur Mut! Think for yourself!

  8. @ skyman

    Dieser Kommentar v.17:22 Uhr sollte mit der Wahrheitsmedaille geehrt werden. Der sollte jeden Tag rund um die Uhr im TV gezeigt werden, im Radio laut vorgelesen werden, mit Flyern von Flugzeugen abgeworfen werden. Und auch in Blindenschrift sollte der öffentlich verteilt werden. Ausserdem sollten Steinmetze das in Granit meisseln.
    In den Kirchen könnte der jeden Samstag (!) gepredigt werden unter dem Thema:Weg,Wahrheit und Leben.
    Der Kommentar könnte auch lebendig gepflanzt werden. Bäume in Form der Buchstaben. Dafür könnte man den Bundestag abreissen, um dafür Platz zu schaffen.
    „Bundestag“ ist sowieso der falsche Begriff. „Bundesnacht“ wäre angemessen.

  9. Exzellente Analyse. Ich befürchte nur dass die Verantwortlichen Europas – „mächtige“ Politiker a la Merkel, Hollande, Schulz oder Juncker – wissen, welch ein bösartiges, ignorantes und bigottes Spiel gespielt wird, aber …

    … es interessiert sie nicht. Diese Leute sind die absolute Fehlbesetzung. Wenn’s ums Geld geht reißen sie alle sofort – sit venia verbo – die Fresse auf. Aber keinen Finger krümmen, um wirklich Position gegen den Krieg zu beziehen.

    Sie würden nämlich sofort in Konflikt mit ihren ureigensten Interessen geraten – mit der Geld- oder Rüstungsindustrie hüben und drüben zum Beispiel. Die Mechanik der Macht würde sie sofort in ihrem Getriebe zerreiben.

    Diesen Profi-Lügnern haben wir zu verdanken dass sofort nach jeder Bombe nach noch unverschämteren Überwachungsmaßnahmen geschrien wird, allen voran dieser verbohrte Musterchrist und Polit-Extremist de Maiziere, Einschnitte in die Bürgerrechte scheinen diesem eiskalten Widerling ein ureigenstes Anliegen zu sein.

    Außerdem findet sich in der CDU immer jemand, der SOFORT in den Medien, punktgenau, mit den abartigsten und radikalen Forderungen auftritt („Waffenexporte schützen deutsches Menschenleben in Konfliktregionen“ (!!!)) So etwas geben deutsche Politiker öffentlich von sich.

    Keiner von diesen (*piep*) hat den Mut und die Ehrlichkeit zu thematisieren, was die wahren Gründe für den Nährboden der Gewalt betrifft. Wachsende soziale Ungleichheit in Deutschland wird von der Regierung Merkel auf unfassbare Weise IGNORIERT.
    Lieber lässt sich die hinterlistige Merkel als die große Allround-Managerin feiern, obwohl man eigentlich alles, was diese lispelnde Heimsuchung verbockt, allenthalben als Verschlimmbesserung bezeichnen kann. Aber „Lügenpresse“ und „Lügenfresse“ gehen nunmal Hand in Hand.

    Das letzte und seit langem übelste Meisterstück der Janusköpfigen ist die Waffenlieferung an die kurdische Peschmerga einerseits, und andererseits die erbärmlichen Flüchtlingsdeals mit dem Despot Erdogan, der das Kurdenvolk tyrannisiert und bis aufs Blut bekämpft. ALLES, NUR damit diese Frau in Deutschland an der Macht bleibt. Mir fehlen bei einer derartigen Chuzpe die Worte.
    Frau Merkel ist ja der „Superstar“ der europäischen Politik, sie prägt das Bild dieser maßgeblich. Wir dürfen wirklich „Stolz“ auf diese Politikerin sein. Mit ALLEN üblen Mitteln setzt sich diese Frau durch, und ausgerechnet dieser schäbige Charakter ist auch noch die Vorsitzende der „CHRISTLICH“ – „DEMOKRATISCHEN“ Partei unseres Landes.

    DAS ist die deutsche Bundeskanzlerin. DAS ist die deutsche Friedenspolitik.

    Was soll also von Deutschland aus in Richtung Weltfrieden für Signale ausgehen? Heuchlerische Zwergenaufstände, sonst nichts. Leute wie superGAUck oder von der Leichen haben in Merkels Kielwasser Konjunktur. Wir haben eine AfD, die aus dem Schoß der CDU hervorging. Merkels Politik hat seit ihren zehn Jahren das Erstarken der Rechten in Deutschland stillschweigend – wie immer wenn es um heikle Themen geht – ignoriert. Bewusst?

    Frösteln kann es einen ganz fürchterlich, wenn man sich anschaut, welche Alternativen zum Merkelismus existieren.

    Manchmal glaube ich aber, dass es vollkommen egal ist, wer auf diese plasmaförmige Marktwirtschafts-Sklavin folgt. Von daher macht es auch Sinn, sie so schnell es nur geht abzuwählen. Das wäre ein erster Schritt.

    Hier nochmal zum Nachlesen, wer Merkel wirklich ist:
    http://www.spiegel.de/politik/ausland/beitrag-in-us-zeitung-merkels-bueckling-vor-bush-a-237040.html
    Es damals gab genügend Stimmen, die vor dem höllischen Chaos, das dieser Krieg verursachen würde, eindringlich gewarnt haben. Es war auch klar dass es bei gleichzeitiger, bösartigster Lügnerei letztlich nur um US-Hegemonie am Golf und um Öl ging.
    Allerdings hat das unsere „Ähndschie“ alles einen Dreck geschert. Besäße diese Frau auch nur das geringste bisschen Anstand, so hätte sie mal was zu dem Thema gesagt, oder hielte Deutschland aus den ganzen dreckigen NATO Kriegen heraus. Nicht mit Merkel. Für sie hat es sich ja gelohnt: Ihre bedingungslose US-Hörigkeit wurde ihr mit der Freiheitsmedaille versüßt.

  10. „Denn als belgischer Jugendlicher mit marokkanischen Wurzeln ist es ziemlich schwer eine Arbeit zu finden. Etwa 40% der Jugendlichen mit maghrebinischem Migrationshintergrund aus Molenbeek, dem Viertel aus dem die Attentäter stammen, sind arbeitslos.“

    Und trotzdem versuchen viele Millionen Menschen aus dem muslimischen Raum nach Europa zu kommen?
    Warum ? Wenn wir die korrupten Politiker und die verheerende Außenpolitik außer Betracht lassen, so ist Europa noch ein relativ freies Land, von Saudi Arabien, Pakistan, Afghanistan, Iran, Israel kann dies nicht behauptet werden.
    Die Türkei entwickelt sich auch in Richtung Polizeistaat.

    „Die Hauptursachen für die Radikalisierung der Jugendlichen sind also die westlichen Interventionskriege und die Verheerung großer Teile des „Mittleren Ostens“ und Nordafrikas, die vom „IS“ und einer Reihe von entrechteten Sunniten als Krieg gegen den Islam interpretiert werden.“

    Saudi Arabien wurde nicht bombardiert, aber Saudi Arabien ist der größte Aufhetzer und enger Verbündeter der USA. Natürlich werden die Menschen durch die Bomben gebrochen und ich muss gestehen, wenn ich die Bilder sehe, dann würde ich am liebsten eine Atombombe nehmen und die ganze USA, ausradieren. Die Wut und der Zorn ist schwer auszuhalten bei den Bildern, obwohl man nicht betroffen ist. Darum werden dem europäischen Dummvolk auch diese Bilder vorenthalten, damit wir in unserer Scheinwelt weiterleben können und nichts hinterfragen.
    Aber wenn Deutschland die Waffen verkauft, dann muss diese auch jemand kaufen und einsetzen.

    Die Menschen wollen deshalb nach Europa, weil es hier noch!!! Freiheit gibt.
    Die Hauptursache ist das Öl und eine NWO, in diesem Zusammenhang ist die Hauptursache in Saudi Arabien zu suchen, genauso wie in der Türkei.

    Es geht nicht Westen gegen Osten, es geht nicht um Christen gegen Moslems, es geht um reiche skrupellose Mörder gegen unterdrückte Menschen, und die reichen skrupellosen Mörder sind auf beiden Seiten.
    Die Propaganda und Hetze läuft auch auf beiden Seiten.

    Nur die Menschen in Saudi Arabien, Katar, …. haben schon eine Diktatur und Schreckensherrschaft.
    Die USA ist auf dem besten Wege in eine Polizeistaat und in Europa arbeitet man auch daran.

    Es gibt einen Feind und der heißt sicher nicht Weste, Osten, Christ, Muslim, Jude.

    • Dazu muss man aber auch sagen, dass Saudi Arabien seine wahabitische Herrschaft nur halten kann, weil bspw. das Öl stark subventioniert wird (für das egene Volk meine ich) und auch andere Vergünstigungen die Massen bei Laune halten.

      Zum Thema Islam in Europa… Ich habe mir eben eine alte S endung von der Maischberger angesehen zum Thema Islamisierung, Ehrenmorde und Kopftücher. https://www.youtube.com/watch?v=jVb4mWFDS5Q Ich hätte jedesmal kotzen können, wenn auch nur einer der Gäste oder die Moderatorin den Mund aufmachte, abgesehen von Irmgard Pim oder wie sie heißt, die wenigstens logisch argumentieren konnte. Dieser Pierre Vogel mag zwar mit seinem Bart und seinen Redensarten gewissermaßen einen an der Waffel haben, aber ich sehe von ihm keine Bedrohung. Er predigt halt, aber friedlich. Da ist es schon viel gefährlicher, wenn der Nazi erklärt, wir können uns die Muslime nicht leisten und könnten der nächsten Wirtschaftskriese nur mit deren Abschiebung begegnen! Völlig absurd. Das ist, als würde ich sagen, ich muss alle blauen Kleidungsstücke ausziehen und in Zukunft meiden, damit ich die Grippe besiegen kann (zur Erläuterung: die Muslime sind in dem Fall die blauen Kleidungsstücke und die Grippe sind die kommenden Finanzcrashes 😉 ).

      Ansonsten waren da eine Traumatisierte Frau die einen sog. Ehrenmord miterleben musste und meint den unmittelbar auf den Islam/Koran zurückführen zu müssen, wobei es sich doch eindeutig um eine kulturelle Ursache handelt. Und nicht zu vergessen Jürgen Fliege. Der ist halt Jürgen Fliege und hält seinen Rüssel in jede Kamera die nicht rechtzeitig ausgestellt wir.

      Ich gebe dir Recht, diese Debatte wird nicht nur jetzt, sondern schon seit langem tüchtig angeheitzt und in eine Richtung gelenkt, die garnichts Gutes hervorbringen kann. Der Fokus wird abgelenkt von der Wallstreet etc, und wir hauen uns dafür die Fresse ein und hangeln uns von einem präsentierten Feind zum anderen.

      Doch um deine Frage zu beantworten: Keiner sagte den Einwanderern vorher, dass sie in gewissen Stadtteilen zusammengepfercht werden, die sie selber denn als Ghetto empfinden. Sie kamen mit der Hoffnung und Vorstellung her, dass so reiche Länder wie in Nord/Mittel-Europa einen Platz für sie haben, um zu arbeiten und in Freiheit leben zu können. Die Enttäuschung war oft herb, für manche sogar so herb, dass sie sie ihr ganzes Umfeld als feindlich empfinden. Das wiederum führt uns zu der Entstehung von Terrorzellen dem IS und anderen Radikalisierungen. Die beziehen ihren Nachwuchs nämlich direkt aus dieser Enttäuschung.

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