USA bereiten militärische Eskalation in Syrien vor

Artikel von Barry Grey in World Socialist Web Site vom 25.02.2016.

KenFM empfiehlt diesen Artikel. Hier der Link zum Text: https://www.wsws.org/de/articles/2016/02/25/syri-f25.html

 

KenFM bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Meinungsartikel und Gastbeiträge müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.

 

2 Kommentare zu: “USA bereiten militärische Eskalation in Syrien vor

  1. Zum Thema Syrien und Irak ist gerade das neue Buch „Flächenbrand: Syrien, Irak, die Arabische Welt und der Islamische Staat“ von Frau Leukefeld erschienen, auf das ich an dieser Stelle hinweisen möchte.

    PapyRossa Verlag; Auflage: 2., erweiterte u. aktualisierte Auflage (20. Februar 2016)

  2. Ich habe einmal einen Dokumentarfilm über Syrien gesehen, der im Günter-Wallraff-Stil gedreht war und in der Tat eine Art orientalische ‚DDR‘ zeigte. Das ist meiner Meinung nach natürlich nicht optimal, aber dennoch fehlt mir jedes Verständnis für die Art und Weise des Vorgehens der USA und dieses ‚Bündnisses‘, in dem außer den USA kein westlicher Staat zu finden ist.
    Ich bin der Meinung, dass die Wahrscheinlichkeit groß ist, dass selbst bei einem Erfolg der USA das Resultat schlimmer wäre als das jetzige Syrien. Da droht ein weiterer ‚failed state‘ oder auch eine weitere Islamdiktatur. Das USA-Politestablishment fordert offen die weitere Unterstützung der sunnitischen Rebellen – es stimmt nicht, dass dies im Wahlkampf nicht erwähnt wird. Rubio hat ganz offen gesagt, dass genau so sein Plan aussieht – ‚Sunni rebels‘, und Bush (der ja inzwischen ausgestiegen ist) hat dies ebenfalls sinngemäß bekräftigt.

    Die Frage ist, wohin diese US-Politik führen soll. Offenbar geht es dem US-Poliestablishment nur noch darum, unliebsame Machthaber irgendwie ‚wegzubekommen‘, was danach passiert, scheint denen völlig egal zu sein (die mit der US-Politik verbandelten Firmen schützen sie zur Not ja mit hochbezahlten privaten Sicherheitskräften, die sie wahrscheinlich direkt bei den Dschihadisten ‚rekrutieren‘). Das ist eine Politik, die langsam wirklich aus WESTLICHER Sicht bedrohlich wird, jedenfalls wenn man auf westliche Werte wie Religionsfreiheit, Demokratie, Rechtsstaat und nicht zuletzt offene Grenzen für Touristen Wert legt. Aber stattdessen reißen in den westlichen Staaten Rechtspopulisten die Debatten an sich (mit Hilfe der Massenmedien), die das ‚Flüchtlingsproblem‘ aufblasen – und damit von dieser skandalösen und wohl de facto von Korruption bestimmten Nahostpolitik ablenken.

    Diese US-Politik hat de facto BESTENFALLS eine Art zweites Saudi-Arabien zum Ergebnis (vielleicht nicht ganz so schlimm, weil sie es so nicht durchsetzen könnten), was alleine schon ein schwerer Rückschlag westlicher Werte wäre. Es kann aber noch schlimmer kommen (was schon schwierig ist bei einem zweiten Saudi-Arabien) und in einen failed state münden, in einer brisanten Weltregion.
    Ich bin alles andere als ein Anhänger der russischen Regierung und habe kaum Verständnis für einige Aktionen der russischen Regierung, und erst recht kein Anhänger des Sozialisten Assad, aber der Westen schafft es derzeit allen Ernstes (zusammen mit den Saudis), die russisch/syrische Seite als eindeutig kleineres Übel gelten zu lassen – das muss man erstmal ‚hinbekommen‘.

Hinterlasse eine Antwort