USA und der „Westen“ – too big to fail?

von Willy Wimmer.

In der amerikanischen Medienwelt werden seit Monaten die Riemen angeschmissen und die Temperaturen auf mediale Siedehitze gebracht. Wer sich eine Vorstellung davon machen will, wie Staatschefs der Länder, die im amerikanischen Interesse entweder beseitigt oder auf Vordermann gebracht werden müssen, fertiggemacht werden, sollte sich seit Monaten ansehen, wie auf CNN und auch auf BBC mit dem noch im Amt befindlichen US-Präsidenten Donald Trump umgesprungen wird. Aus der Munitionskiste möglicher Vorwürfe gegen ihn bleibt wenig ungenutzt. Die Art und Weise, wie unisono gegen Trump gegeifert wird, erfüllt den Tatbestand eines „publizistischen Standgerichts gegen den gewählten Präsidenten“. Die einst bei uns so gefeierten Medien sind am Endpunkt ihres Ansehens angekommen. Nach staatlich verordneter Publikation von fake news zur Begründung von Kriegen im US-Interesse und der Förderung von „hate speech“ ist man jetzt gegen Trump bei „hate news“ angekommen. Der Weg der Main Stream Presse führt diese Form von Presse ad absurdum. War sie ehemals dazu auserkoren, dem  Staatsbürger zu einer eigenen Meinung zu verhelfen, sieht sie heute ihre Aufgabe darin, dem Konsumenten eine Meinung vorzuschreiben. Das ist jeden Tag auf CNN und leider auch gegen Trump auf BBC zu bewundern. Dabei ist man gut beraten, im Haus die Rolladen herunterzulassen, wenn man CNN hört und sieht. Bei dem Gegeifere und der sich überbietenden Lautstärke in der Auseinandersetzung mit dem Präsidenten würden sonst die  Nachbarn zusammenlaufen.

Ist Trump der Sargnagel für die USA?

Sollte man eigentlich nicht annehmen. Es war Trump, der für eine historische Sekunde in Aussicht stellte, mit der Russischen Föderation nach den anerkannten Regeln des Völkerrechts die beiderseitigen Beziehungen zu gestalten. Den CNN, Mc Cain und Soros dieser Welt war es vorbehalten, das amerikanische Kriegsestablisment dagegen in Stellung zu bringen. Gegen diese Überlegung spricht auch nicht der Umstand, daß Äußerungen des neugewählten amerikanischen Präsidenten Trump gegenüber anderen Staaten wie Iran und China etwas anderes nahezulegen schienen. Wenn man vom Balkan und Osteuropa über den Nahen und Mittleren Osten, Iran und Afghanistan, von Nordkorea und China mit Taiwan ganz zu schweigen, alle Krisenherde durchgeht, kommt es auf Rußland ebenso an wie auf China und andere. Die Rechnung, die da aufgemacht wurde, war einleuchtend. Konfliktregelung auf allen diesen Feldern oder die Gewißheit, diese Konflikte alle auskämpfen zu müssen. Außer Unterstellungen infamer Art, die seit dem Staatsstreich in der Ukraine gegen die Russische Föderation zur Begründung eigener aggressiver Absichten seitens des Westens gegen Moskau vorgebracht worden sind, spricht nichts gegen die erklärte Bereitschaft der Russischen Föderation und ihres Präsidenten, genau diesen Überlegungen auf friedliche Konfliktbeilegung zu entsprechen. Das Aufscheinen eines Konfliktes auf der koreanischen Halbinsel in den letzten Monaten hat eines deutlich gemacht. Die USA werden von einem Habenichts in einer Weise herausgefordert, daß sie in ihrer Substanz bedroht sind. Wer, wie der als Trump-Gegner ausgewiesene republikanische Senator Graham, leichtfertig über die Vernichtung eines ganzen Volkes spricht und das Nordkorea in Aussicht stellt, muß in Rechnung stellen, daß er keine Verbündeten sondern nur noch Zwangsmitglieder in seiner NATO hat.

Überlegenheitsfanatiker und andere Nazis auf amerikanischen Straßen

Es können in Europa nur diejenigen empört-überrascht tun, was die Ereignisse in Charlottesville, Virginia, anbetrifft, die seit Jahren Augen und Ohren davor verschließen, was sich in den USA wirklich abspielt. Der Rassismus blüht und antisemitische Vorfälle haben seit langem Rekordniveau. In eine solche Situation hinein und kurz nach dem Todesfall in Charlottesville formuliert der amerikanische Präsident Sätze, die auf die Gefahren hinweisen, wenn man die haufenweise vorhandenen Gründungsmythen der USA sich ansieht. Natürlich waren George Washington und Thomas Jefferson Sklavenhalter. In diesen Tagen hat ein angesehener Bürgerrechtler in den Kommentarsendungen auf CNN darauf hingewiesen, wie sehr die heutigen USA eine „post-Völkermordgesellschaft“ sein würden. Unwidersprochen hat er nicht nur auf die Vernichtung der Ureinwohner auf dem heutigen Gebiet der USA hingewiesen und auf die Tatsache, dass sich die amerikanische Gesellschaft darüber hinwegheuchelt. Ist es fair, auf George Washington als Sklavenhalter seitens der Nordstaaten-Yankees hinzuweisen? Diejenigen, die heute mit Nazi-Flaggen über amerikanische Straßen pöbeln, berufen sich doch auf das aus England stammende Yankee-Konzept von der „Überlegenheit der angelsächsischen Rasse“. Das kommt uns historisch bekannt vor. Über die gezielt vom Kriegsausbruch über Versailles betriebene Zerstörung  moderner mitteleuropäischer  Staaten  wie Österreich-Ungarn und Deutschland hat man die Saaten des Rassenwahns in Berlin und Wien gelegt, wie sie heute auf amerikanischen Straßen demonstriert werden. Oder, wie ist die Rolle des damaligen amerikanischen Militärattaches im Berlin der zwanziger Jahre zu verstehen, dem die Anschubfinanzierung eines gewissen Adolf Hitler publizistisch nachgesagt wird? Wenn man den Weg der eigenen Geschichte betrachtet, muß einem das, was sich heute in Amerika abspielt, Schrecken einjagen. In allen Staaten auf diesem Globus wird man sich genau ansehen, wie die amerikanische Gesellschaft dabei ist, sich selbst zu zerlegen. Da hat sich soviel angestaut, daß niemand von Trump Wunder erwarten kann. Was bleibt übrig? Die Antwort haben die Vereinigten Stabschefs der Streitkräfte der USA in diesen Tagen gegeben. Sie stehen zu Recht und Gesetz. Wenn man sich die Führungspositionen in Washington derzeit ansieht, wird gerade die zivile Kontrolle des Militärs auf die militärische Kontrolle des politischen Gemeinwesens umgestellt. Damit sich daran nichts ändert, hat bereits Präsident Obama den Finanzrahmen für den militärischen Bereich im NATO-Rahmen auf eine zweiprozentige Steigerung der Militärausgaben erhöht. Von der ehemaligen Wertegemeinschaft „NATO“ bleibt nur noch die Zwangsmitgliedschaft einer Vasallentruppe im Interesse des amerikanischen Militärs übrig.

Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Artikels.

Willy Wimmer war Vizepräsident der Parlamentarischen Versammlung der OSZE 1994-2000 und Leiter der deutschen Delegation bis 2009.

KenFM bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Meinungsartikel und Gastbeiträge müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.

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20 Kommentare zu: “USA und der „Westen“ – too big to fail?

  1. Trump ist ein von den Medien gejagter Rassist. Die Mainstream-Medien der Nato-Staaten manipulieren die Öffentlichkeit mit Fake-News über die vermeintliche Notwendigkeit der Atom- und Aufrüstung, der Konkurrenz, des Verbrauchs der Ressourcen der Welt ohne Rücksicht auf Verluste,….
    Und Trump ist für ‚America first‘, der die ‚White Suprematics‘ nicht verurteilte, der von der Öffentlichkeit zu dem Satz gedrängt wurde, Rassismus sei böse. Diese Widersprüchlichkeit findet sich bei seinen Äußerungen immer wieder – Über Einwanderer aus Mexiko sagte er 2015: „Sie bringen Drogen, sie bringen Kriminalität, sie sind Vergewaltiger, und einige, nehme ich an, sind auch nette Leute.“ (https://web.de/magazine/politik/wahlen/us-wahl/us-wahl-hillary-clinton-donald-trump-denkwuerdigsten-zitate-wahlkampf-31999286) Der Schlussteil des Satzes kommt wie ein Feigenblatt für den Anfang daher, der die propagandistisch stärkere Botschaft transportiert, in der er verallgemeinert „Sie…“ – die Formulierung „Einige…“ braucht unterstellt, die wenigsten von ihnen seien in Ordnung.
    Das Wort Zwangsmitglieder würde ich bei der Nato nicht benutzen, ich bin für Deutschlands Austritt. Ich gebe nicht auf.

    • Das Wort Zwangsmitglieder würde ich bei der Nato nicht benutzen, ich bin für Deutschlands Austritt. Ich gebe nicht auf.

      Ich bin auch für den Gedanken der Entscheidungsfreiheit.

      Wenn Ramstein medial und Menschenmäßig immer mehr in den Fokus gerät, vielleicht sogar in einiger Zeit geschlossen werden kann, dann ist ein Natoaustritt schon ein ganzes Stück näher gekommen.

      Trump hat ja schon vor einiger Zeit Sätze gesagt wie „Europa muss sich um seine eigenen Angelegenheiten kümmern“.

      Dann sollte Jemand fähiges in der Politik das ernst nehmen und kontern : „Und deswegen möchten wir direkt aus der Nato austreten, da wir mehr Zeit für unsere Angelegenheiten brauchen.“

      Also: an einigen Stellen liefert Trump solche Vorlagen und Elfmeter, die schon häufiger zu unserem Vorteil genutzt hätten.

      Was bei dem Gedanke Politik, Nato-Austritt mir allerdings auch in den Sinn kommt, die vielen politischen Freunde der Atlantikbrücke; die möchten sicher gerne ihre eigenen Vorteile weiterhin genießen und dafür gerne in Kauf nehmen, dass Deutschland weiter in den Nato bleibt.

      Es braucht mehr mediale Öffentlichkeit und Scheinwerfer zu solchen Zusammenhängen, damit durch friedliche Proteste, Demonstrationen, Petition und Volksentscheide eine Kraft entfacht wird, die über die transatlantischen Freundschaftsinteressen einiger Politiker hinwegfegt.

  2. Die relativ positive Bewertung und In-Schutz-Nahme von einer Figur wie Trump war mir von Anfang an suspekt und
    wird mir nun nach all seinen Taten und vor allem Äußerungen immer unverständlicher. Die Marionette Hillary C. ist natürlich widerlich. Aber ich muss deswegen den Feind meines Feindes nicht verteidigen, wenn er sich als reaktionärer bis präfaschistoider Wirrkopf entpuppt

  3. Ja, die USA zeigt sich als „Post-Völkermordgesellschaft“. Ich befürchte, dass dies eine Art Naturgesetz ist. Aber es ist m.E. falsch, wenn sich die übrige Welt nur hinstellt und mit dem Finger ständig auf USA zeigt in Bezug auf Lebensverachtung und Gewalt. Man sollte es als deutlichstes Symptom und Warnung begreifen für den mörderischen Grundcharakter dieser ganzen Zivilisation. So lange sich dagegen immer noch mehrheitlich gesträubt wird, fährt der Karren mit dem gesamten Leben unbeirrt weiter in den Dreck. Seit ich politisch denken kann, ist mir klar, dass das Ganze nur in einer nie gekannten weltweiten Katastrophe enden kann, ehe an einen Neu-Anfang überhaupt zu denken ist. Und dieser Neu-Anfang kann nur auf der Basis, der uneingeschränkten Achtung vor dem Leben entstehen. Gewalt hat keine Zukunft mehr.

    • Wieso Post? Nur weil es die Indianervölker nicht mehr gibt? Sie (USA-Lenkermanschaft) sind doch immer noch im Völkermordgeschäft aktiv.

  4. “ Der Weg der Main Stream Presse führt diese Form von Presse ad absurdum. War sie ehemals dazu auserkoren, dem Staatsbürger zu einer eigenen Meinung zu verhelfen, sieht sie heute ihre Aufgabe darin, dem Konsumenten eine Meinung vorzuschreiben. “

    Wo und wann war es, der Bürger zu einer eigenen Meinung zu verhelfen, ?
    Ich habe es nie so erfahren, in mein kleines Ländchen.

    Im Gegenteil, nachdem Rabin etwa 1993 ermordet wurde fragte ich mich ‚will Israel Frieden ? ‚.
    Ich traute DIE Holländische Qualitätszeitung NRC nicht mehr, kaufte und las Bücher, und musste konkludieren dass ich vierzich Jahre am besten einseitig informiert worden war.
    Das ‚Land ohne Menschen, für Menschen ohne Land‘ hatte es nie gegeben.

    Aber is ist nicht nur heute in die USA, oder in den Niederländen, dass die Presse lügt, oder zumindesten Fakten nicht nennt, das war auch in Frankreich zwischen die Weltkriege so.
    Zeitungen wurden gekauft für bestimmte Politische Zwecke, Redakteure und Journalisten bekamen Geld um zu schreiben was die Geldgeber wollten.
    Was Udo Ulfkotte sagte, leider wieder ’nichts Neues im Westen‘.
    Jean-Noël Jeanneney, ‚Francois de Wendel en République, L’Argent et le Pouvoir 1914-1940, Paris 1976

    Heute sind die Medien voll beschäftigt mit etwa 14 Tote in Spanien, und noch etwa 50 Verwundete.
    Das eine USA Drohen Angriff dasselbe tut, hören oder lesen wir es irgendwo ?

    Ein USA Bürger schon lange her, der das KZ Gaza besucht hatte schrieb ‚if I were a Palestianian, would I be a terrorist, you bet‘.

    • Der Terror kommt aus dem Konzept der „Strategie der Spannung“ .

      Den Schaden haben der Islam , die europäischen Völker, die Freiheit und die (tatsächliche) Demokratie .
      Gewinner sind die Destabilisierung , der Hass , die totalitäre Politik , die Aufrüstung und der Krieg .

  5. Lieber Herr Wimmer,

    mir gefällt Ihr Beitrag, weil er neben berechtigt düsterem Inhalt auch die Möglichkeiten der Erkenntnis und des Bewusstseins darstellt:

    Das Nato-Bündnis als

    die Zwangsmitgliedschaft einer Vasallentruppe im Interesse des amerikanischen Militärs

    und

    keine Verbündeten sondern nur noch Zwangsmitglieder in seiner NATO hat.

    Auch hat mir gefallen, dass die Relation der Gegenpresse gegen Trump thematisiert wird.
    Mir fällt geschichtlich niemand adhoc ein, der medial so massiv alles mögliche in Rechnung gestellt bekommt.

    Auch Dirk Müller hatte am 16.08.2017 in einer Cash-Kurs-Ausgabe kurz thematisiert, dass es bei der medialen Berichterstattung gegenüber Trump nicht mehr um Fakten geht, sondern nur noch um Hetze.

    Keiner braucht ein Trumpfreund zu sein, um zu erkennen, dass die vermeintlich geglaubte neutrale Berichterstattung bei Trump schon lange einseitig betrieben wird.

    Was bei CNN, Jake Tapper, zu sagen ist, dass dieser viel mit dem Clintonwahlkampf zu tun hatte.

    Da könnte ich auch noch einiges ergänzen, um das Bild noch vollständiger zu machen, weswegen vermutlich Trump von CNN, das Clintonfreundlich ist, regelmäßig attackiert wird.

    Vereinfacht gesagt, ist das Medial doch ein Supergau oder die Megachance schlechthin.

    Schrieb ich hier https://kenfm.de/kenfm-ueber-konkurrenz-ist-gut-fuer-das-gas-geschaeft/#comment-121850
    noch etwas über Terror, deren Nutzenverwertung, lässt sich das ähnlich bei der medialen Trumpablenkung thematisieren.

    Welche Firmen Hillary Clinton betreibt.
    Wer der Mörder von Seth Rich ist.

    Wir können auch hier was interessantes lesen:
    http://www.focus.de/politik/ausland/waehrend-us-wahlkampf-millionenbetrag-deutscher-steuergelder-ging-an-clinton-stiftung_id_6264004.html

    nämlich:

    Bis zu fünf Millionen Dollar

    Wie die „Welt“ berichtet, geht aus der aktuellen Spendenliste der Stiftung hervor, dass das Bundesumweltministerium beträchtliche Summen überwiesen hatte. So flossen ausgerechnet im dritten Quartal 2016 deutsche Steuergelder in Höhe von bis zu fünf Millionen Dollar an die Stiftung – zu diesem Zeitpunkt befand sich der US-Wahlkampf auf dem Höhepunkt.

    Oder was hier steht:

    Veröffentlicht: 10.09.16 01:10 Uhr

    Analyst untersucht Clinton-Stiftung und kommt zu vernichtendem Urteil

    Hillary Clinton gerät wegen der Clinton-Stiftung unter Druck: Ein bekannter Wall Street-Analyst hat herausgefunden, dass es massive Ungereimtheiten hinsichtlich der Höhe und Verwendung von Spendengeldern gäbe. Ein erheblicher Teil der Spenden sei der Clinton-Familie als Boni überwiesen worden. Der Verdacht von Schmiergeldzahlungen liegt nahe.

    Quelle: https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2016/09/10/analyst-untersucht-clinton-stiftung-und-kommt-zu-vernichtendem-urteil/

    Oder auch hier:

    Einen Tag nachdem Julian Assange zum ersten Mal offiziell enthüllte, dass die Quelle der gehackten Podesta- und DNC-E-Mails, die sich im Besitz von WikiLeaks befinden, nicht Russland ist, beschuldigt Julian Assange Hillary Clinton im zweiten Auszug aus dem John Pilger Special, das RT am Samstag ausstrahlt, die Amerikaner über die wahre Tragweite der Unterstützung des Islamischen Staates von Seiten der Verbündeten Washingtons im Nahen Osten getäuscht zu haben.

    Wie zuvor berichtet, drängte Hillary Clinton in einer am 17. August 2014 durch WikiLeaks öffentlich gemachten E-Mail John Podesta, den damaligen Berater Barack Obamas, auf Katar und Saudi-Arabien „Druck auszuüben“, „die heimlich ISIS und anderen radikalen sunnitischen Gruppierungen finanzielle und logistische Unterstützung gewähren“.

    „Ich denke, dies ist die aussagekräftigste E-Mail in der ganzen Sammlung“, sagte Julian Assange – dessen Whistleblower-Seite im Laufe des vergangen Jahres drei Tranchen an Material in Zusammenhang mit Clinton veröffentlichte – im Interview mit John Pilger. „Alle seriösen Analytiker wissen, und sogar die US-Regierung hat dem zugestimmt, dass einige saudische Persönlichkeiten ISIS unterstützt und finanziert haben, aber der Trick war immer, zu sagen, dass es irgendwelche ‚Schurkenprinzen‘ seien, die mit ihrem Ölgeld tun, was immer sie wollen, und was ihre Regierung eigentlich missbillige. Aber diese E-Mail besagt, dass es die Regierungen von Saudi-Arabien und Katar sind, die ISIS finanziert haben.“

    Quelle : http://derwaechter.net/julian-assange-sagte-gerade-dass-clinton-und-isis-von-den-selben-leuten-finanziert-werden

    Also wer da ein bisschen nachstochert, sieht ziemlich schnell, warum es medial sinnvoll und sogar geboten ist, Trump als Ekelpaket und untragbar darzustellen.

    Da kommen Waffendeals, John Podesta mit Pädophilienskandal und gleichzeitig Clinton-Wahlkampfmanager, oder die Spende der Bundesregierung…

    da käme ganz viel anderes als Licht, wenn wir den medialen Scheinwerfer mal umdrehen würden; wollen wir das?

    Natürlich nicht.

    Deswegen: Trump ist Trumpf. Und aus unserer medialen Sicht auf jeden Fall der Böse. Logisch, oder?

    • ps.:

      Da kommen Waffendeals, John Podesta mit Pädophilienskandal und gleichzeitig Clinton-Wahlkampfmanager, oder die Spende der Bundesregierung…

      Sorry.. Schreibfehler: Bundesumweltministerium heisst es ja im Zitat des Focus, der die „Welt“ zitiert.

    • ps²:

      Und Google will bekanntlich nichts böses.

      Das weiß Wikipedia über Google:

      „Don’t be evil“ was the motto of Google’s corporate code of conduct,[1] first introduced around 2000. Following Google’s corporate restructuring under the conglomerate Alphabet Inc. in October 2015, the motto was replaced in the Alphabet corporate code of conduct by the phrase „Do the right thing“; however, the Google code of conduct is still prefaced by the phrase „Don’t be evil“.[2][3]

      https://en.wikipedia.org/wiki/Don%27t_be_evil

      Google hat sich dafür entschieden, das Richtige zu tun.

      Was das Richtige ist, hat Gerhard Wisnewski analysiert:

      https://www.youtube.com/watch?v=feOrc5WMsUs&t=12m37s
      Operation Gehirnwäsche: Google will „toxische Meinungen“ bekämpfen!

      Dort lernen wir:

      laut Google ist der Begriff:

      „Putin“ – 64% toxisch
      „Merkel“ – 24 % toxisch
      „Clinton“ – 1 % toxisch
      „Trump“ – 17 % toxisch

      Und damit ist auch klar, das Trump böse ist, weil Google das ja weiß und Google das Richtige macht. Stimmt doch, oder?

    • Während des gesamten Krieges gegen Syrien gab es Indizien, dass IS eine Söldnerarmee westlicher Staaten/USA ist .
      Wenn ich mich recht erinnere war es bei der Eroberung von Aleppo , dass die siegreichen syrischen Truppen mitten im IS Gebiet einen Bunker aushoben , in dem dutzende Militärs aus Israel und aus Natostaaten , darunter auch Deutsche , waren .
      Dieses zynische, skrupellose Doppelspiel der totalen Kontrolle , der Kontrolle über Gut und Böse , der Definitionshoheit über Gut und Böse durch das westliche Medienkartell wird nun gegen Trump gefahren , einem Trump , der angetreten ist , diese machtvolle und mafiöse Seilschaft zu beseitigen .
      Diese Seilschaft scheint nun zielgerichtet daran zu arbeiten, einen Krieg gegen Trump zu führen und zu gewinnen .

    • Ist ja interessant, dieser neue verbale Kampfbegriff mit dem Google jetzt operiert. Au wei, wie lange lässt sich die Mehrheit noch so verblöden?

  6. Ich verstehe nicht, was man an Trumps Verhalten nach Charlottesville positiv hervorheben kann – beim besten Willen nicht…

    Die leise Hoffnung, den Konflikt mit Russland zu befrieden, kann man ja weiterhin haben. Aber deswegen kann man doch nicht die Augen verschließen davor, dass die gesamte sonstige Politik von Trump eine Katastrophe ist – außen- wie innenpolitisch.

    • Auch in den USA ist Nationalismus im Konflikt mit Globalismus.
      Was ist nun die Katastrophe das Globalismus gewinnt oder das Nationalismus gewinnt ?

    • Donald Trump droht ganz offen, der Regierung Venezuelas mit einer “militärische Option”.
      Das ist schon Wahnsinn.
      In den deutschen Nachrichten wird das nicht einmal kritisiert.
      Venezuela hat keine Massenvernichtungswaffen und bedroht auch nicht die USA.
      Venezuela hat Öl – sehr viel Öl.
      Das die USA so etwas zu tun bereit ist, ist bekannt.
      Das aber das so deutlich im Vorfeld öffendlich ausgesprochen wird, ist eine neue Qualität.
      Von der Hoffnung auf Befriedung kann keine Rede sein.

      Ob Globalisten oder Nationalisten Krieg führen, ist für die Menschheit nicht von belang.

      Trumps “militärische Option” gegen Venezuela: Von außen oder von innen? —> Nachdenkseiten vom 18.08.17

    • Pieter Kamp: Zu Zeiten von Mussolinis Niedergang in Italien sagte der italienische Kommunist Ignazio Silone schon einmal:

      „Wenn der Faschismus wiederkehrt, wird er nicht sagen: „Hey! Ich bin der Fashismus. Er wird sagen: Hey, ich bin der Antifaschismus.“

    • Lieber Pieter Kamp, ich antworte auf Ihre Frage mit Globalismus und Nationalismus einmal mit einem Zitat von Martin Luther King: „Wenn wir nicht lernen, miteinander als Brüder zu leben, werden wir als Narren miteinander untergehen.“
      Als Einstein in einem Formblatt seine Rasse eintragen musste, fand er die einzig korrekte Begrifflichkeit: „Mensch“
      Das Blut aller Menschen egal welcher Hautfarbe usw. kann mit im Notfall einer erforderlichen Bluttransformation helfen zu überleben. Es führt zur Katastrophe, wenn wir übersehen, wie wir als Menschen aufeinander angewiesen sind.

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