KenFM-Spotlight: Uwe Soukup über Manipulationen am Leichnam von Benno Ohnesorg

Heute vor 50 Jahren wurde der Student Benno Ohnesorg vom Polizeibeamten und Stasi-Spitzel Karl-Heinz Kurras auf einer Demonstration gegen den Schah von Persien erschossen. Sein Tod veränderte die Republik wie kein zweiter, er war Auslöser massiver Studentenproteste gegen den Staat und Startschuss für die 68er-Bewegung sowie die Terrororganisation „Rote Armee Fraktion“, die West-Deutschland Jahrzehnte außer Atem hielt.

50 Jahre nach dem Mord am 2. Juni 1967 sind erschreckende weitere Details zu dem Fall, die auch über den Schuss hinausgehen, ans Licht gekommen. Uwe Soukup fasste im Gespräch mit KenFM die umfangreichen Manipulationen am Leichnam des Erschossenen zusammen. Das gesamte Gespräch ist hier zu sehen: https://kenfm.de/uwe-soukup/

Soukup hält am heutigen Jahrestag einen Vortrag in der Berliner Urania, in dem er mit umfangreichen Fotos das Geschehen vor der Oper und in der Krummen Straße rekonstruiert. http://www.urania.de/der-mord-benno-ohnesorg-am-2-juni-1967

Den Link zum Buch „Ein Schuss, der die Republik veränderte“ findet ihr hier.

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4 Kommentare zu: “KenFM-Spotlight: Uwe Soukup über Manipulationen am Leichnam von Benno Ohnesorg

  1. Vor Benno Ohnesorg gab es den Demonstrations-Toten durch Polizeikugeln bei der Friedenskarawane am 11.5.1952 Philipp Müller gegen die Wiederbewaffnung. Die Friedenskarawane wurde unter anderem von einem Essener Pfarrer aus dem Umfeld von Martin Niemöller organisiert und verboten, als schon tausende bundesweit auf dem Weg nach Essen unterwegs waren. Die Eskalation war eine solche quasi mit Ansage. Hier mehr zu Philipp Müller: http://www.philipp-mueller-1952.de/
    Die Jugendkarawane, auf der Philipp Müller zu Tode kam, setzte sich gegen vieles von dem ein, was wir heute haben. Es ging den Friedenskräften damals darum, einen Friedensvertrag als Beitrag zu einer Weltfriedensordnung und nicht nur gegen den Beitritt zur NATO auszuhandeln. Es ging gegen die Remilitarisierung, die sieben Jahre nach der Befreiung von Faschismus und Krieg von den Westalliierten und der Adenauer-Regierung vorbereitet wurde. Fast auf den Tag genau drei Jahre nach dem Tod von Philipp Müller trat Deutschland am 9.5.1955 der Nato bei.
    Adenauer, dessen Regierung die Eskalation in Essen vor 65 Jahren verantwortete, sah in Atomwaffen nur die Weiterentwicklung der Artillerie. Auch dagegen wandten sich die Friedenkräfte damals. Die heutigen Friedensaktivitäten führen fort, was die Friedens- und Solidaritätsbewegung der 50er, 60er … – Jahre begonnen haben.

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