Vergewaltigte Nachricht

Minderjährige! Gerüchte! E-Mails! Russen!

Eine E-Mail beherrschte den Auftakt der Münchner Sicherheitheitskonferenz. Eine E-Mail aus dem Osten. Es erzitterte die versammelte NATO-Generalität, furchtsam duckten sich die Verteidigungsminister, es klapperten die Zähne der Rüstungsindustrie-Vertreter. Vor allem aber nahmen die Angst-Verstärker in den Medien sofort den Kampf auf: Die westliche Welt erbebte in ihren Grundfesten. Denn im bedeutenden Land Litauen soll eine E-Mail gesichtet worden sein, gelesen gar und über den SPIEGEL der Weltöffentlichkeit weitergegeben: „Nach SPIEGEL-Informationen streuten Unbekannte vor einigen Tagen durch gezielte E-Mails Gerüchte, dass deutsche Soldaten bei ihrem Einsatz in dem baltischen Land eine Minderjährige vergewaltigt hätten.“ Unbekannte streuten! Gezielt! Und in einer ersten Fassung wusste der SPIEGEL auch wer hinter der E-Mail steckte: „Russland attackiert Bundeswehr mit Fake-News-Kampagne“

Die brutale Information über die brutale Attacke der brutalen Russen schlug in den deutschen Redaktionen ein wie eine Bombe. Da gerade keiner zum Entschärfen da war, wurde der einmal geworfene Sprengsatz einfach weitergeworfen: Der TAGESSCHAU-Staatsfunk wußte aus der russischen Nirwana-Bedrohung eine Schlagzeile zu schnitzen: „Mit Fake News gegen die Bundeswehr“. Die FRANKFURTER ALLGEMEINE, das Blatt der Immer-Besser-Verdienenden, beklagte schon die ersten Opfer im Kampf der E-Mails, denn „das deutsche Truppenkontingent (sei) Opfer einer Fake-News-Kampagne geworden.“ Der TAGESSPIEGEL, Zentralorgan des ewigen West-Berliner Rentners, konnte flugs die Kriegsministerin zitieren: Es sei gut „dass wir jetzt die Muster kennen und schnell reagieren können“. Was wird sie tun? E-Mails über der Krim abwerfen? Russische U-Boote in Mails ertränken? 

Die einstmals seriöse BADISCHE ZEITUNG zitierte den verteidigungspolitischen Sprecher der Unionsfraktion, Henning Otte, der von einer „perfiden Propagandageschichte“ erzählen konnte. Und auch: „Es ist damit zu rechnen, dass Deutschland daher auch in Zukunft zur Zielscheibe von Propagandaangriffen wird“. Ab heute wird zurück ge-mailt! Der STERN, seit den Hitler-Tagebüchern der Experte für FAKE-News, wußte von einer „Fake-News-Attacke in Litauen“ und auch: „Die Nato verdächtigt Russland, die Falschinformationen gezielt verbreitet zu haben“. Die journalistisch untadlige Illustrierte braucht keine Quelle, kein Zitat, nicht den Hauch eines Beweises. Denn wir sind im Krieg. Jedenfalls die deutschen Redaktionen. 

Niemand hat diese E-Mail gesehen. Keiner kann ihren Absender nennen. Trotzdem hat man in Litauen nachgeforscht. Die polizeilichen Ermittlungen haben anschließend ergeben, dass es weder ein Opfer, noch Zeugen oder einen Täter gab. Genau für diese Fälle schwerster Attacken aus dem Nichts hat die Europäische Union die „East StratCom Task Force“ gegründet, die Medien-Einsatzgruppe, die aus der Kälte des kalten Krieges kommt. Denn, so hackt das Europäische Parlament ins Netz: „Die russische Strategie ist aggressiver und resoluter gegen Russlands Nachbarn“. Wer jetzt überlegt, dass die „East StratCom Task Force“ einfach eine Mail über eine Vergewaltigung in Litauen erfunden haben könnte, kommt dem surrealen Kern der Einsatzgruppe ziemlich nahe. Denn nichts fressen deutsche Medien offenkundig lieber als Nachrichten, die es nicht gibt, um sie als russische Fake-News auszugeben und dann daraus eigene Fake-News herzustellen. – So werden mit Vergewaltigungs-Nachrichten die Hirne von Medien-Konsumenten vergewaltigt.

Danke an den Autor für das Recht der Zweitverwertung.

KenFM bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Meinungsartikel und Gastbeiträge müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.

46 Kommentare zu: “Vergewaltigte Nachricht

  1. Informationsfreiheit – Informationsüberlegenheit – Informationsausbeutung – Informationsvergewaltigung

    Zwei Passagen aus:
    „Joint Vision 2020
    The Joint Chiefs of Staff’s ‘Joint Vision 2020’, expanding and explaining the doctrine of Full Spectrum Dominance“

    http://www.pipr.co.uk/wp-content/uploads/2014/07/jv2020-2.pdf

    Übersetzung der Passagen, gefolgt vom Originaltext:

    Informationsüberlegenheit – die Fähigkeit, einen ununterbrochenen Fluß an Informationen zu sammeln, zu bearbeiten und zu verbreiten, während gleichzeitig die Fähigkeit eines Opponenten, dasselbe zu tun, sich zunutze gemacht (ausgebeutet) oder veweigert wird.

    Das Wort „Überlegenheit“ impliziert einen Status oder Zustand des Ungleichgewichts zu eigenen Gunsten.

    Originaltext:

    „Information Superiority – the capability
    to collect, process, and disseminate an uninterrupted flow of information while exploiting or denying an adversary’s ability to do the same.“

    „The word “superiority” implies a state or condition of imbalance in one’s favor.“

  2. „Russischer UN-Botschafter in New York überraschend gestorben.“

    Passt jetzt nicht zum Thema aber – es ist doch unfassbar, was hier abgeht. Zuerst der Botschafter in der Türkei, jetzt in den USA – es wird so massiv an einem Krieg gearbeitet, wie nur irgend möglich.

  3. Mal ehrlich Leute, über diese spezielle Fake-News-Geschichte und alle anderen dieser Art brauchen wir nicht ernsthaft zu diskutieren.
    Dafür sollte uns unsere Zeit zu schade sein.
    .
    Ein Blick auf das Ergebnis/die Wirkung dieser medial aufgeblähten Falschinformation reicht, um zu wissen von wem sie kommt und von wem nicht.

    • Mag sein, aber trifft wohl mehr auf diejenigen Bürger zu, die aus der verordneten Narkose bereits aufgewacht sind.
      Und wenn man mal überlegt, wie lang der eigene Aufwachprozess gedauert hat, dann wird diese Strategie bei den Massen wohl greifen.
      Für das Aufdecken der dicksten Fake-News sollte uns die Zeit dann doch nicht zu schade sein, weil, wie man z.B. anhand der aufgedeckten Wikipedia-Machenschaften sehen kann, welchen Effekt das haben kann auf diejenigen, die bisher nur wage Zweifel an der allgemeinen Berichterstattung hatten aber jetzt die Bestätigung für ihre Zweifel bekommen haben. Diese Leute werden weiter forschen und vorsichtiger werden und letztlich ganz aufwachen.

  4. „Denn nichts fressen deutsche Medien offenkundig lieber als Nachrichten, die es nicht gibt, um sie als russische Fake-News auszugeben und dann daraus eigene Fake-News herzustellen.“

    Genau so ist es, habe ich an anderer Stelle schon geschrieben.

    Man hat sich schon gefragt: wenn das „Fake News“ sind, müssten die ja vorher irgendwo aufgetaucht sein, damit man sie nachher als falsch anprangern kann.
    Offenbar arbeitet KenFM, die nachdenkseiten, neopresse und so weiter so wasserdicht, dass man ihnen etwas „andichten“ muss, um sie faktisch überhaupt anprangern zu können.

    • Ja, das Ziel der Fake-News – Strategie besteht zum einen darin Russland zu diskreditieren und als Feind aufzubauen und zum anderen gleichzeitig aufkommende Wahrheiten in einem Meer von unglaubwürdigen Informationen untergehen zu lassen.

    • Der Trick ist so simpel wie einfach:
      .
      Eine offensichtlich und leicht nachprüfbare Falschinformation mit brisantem Inhalt einem (politischen) Gegner anhängen, um diesen in der öffentlichen Meinung schlecht dastehen zu lassen.

    • Man schlägt gleich zwei Fliegen mit einer Klappe: man hängt die „Falschnachricht“ nicht nur dem Gegner, also Russland, an, sondern man schafft gleichzeitig eine negative Stimmung gegenüber allen Meldungen, die außerhalb des propagandistischen Mainstreams liegen, um diesen Meldungen sogleich das Etikett „unglaubwürdig“ anzuheften.

  5. Wir haben eben doch nicht „Lückenpresse“ sondern „Lügenpresse“. Wieso ist dieses Wort eigentlich so verpönt?
    Es ist doch einfach nur die knappste und treffendste Beschreibung.
    Und der Geist des 3. Reiches ist leider in der Zwischenzeit nur mehr oder weniger übertüncht worden, ganz recht(„ab jetzt wird zurückgemailt“). Jetzt haben wir anstatt „dem Führer“ eben die Ämter(mit den willigen Beamten) und die Presse. Die Mehrheit denkt nach wie vor, Brav-Sein lohnt sich am meisten und es gibt nach wie vor auch jede Menge solcher, die gern gegen guten Lohn die Sklavenaufseher machen.

    • Lügenpresse stimmt schon alleine deshalb nicht, weil nicht alles erlogen ist, was da erscheint und weil gute Propaganda immer aus einem überwiegenden Teil an Wahrheit bestehen muss, um glaubwürdig zu sein.
      Also wäre Propagandainstrument der bessere Ausdruck dafür.

    • „…weil gute Propaganda immer aus einem überwiegenden Teil an Wahrheit bestehen muss, um glaubwürdig zu sein.“
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      Stimmt glaubwürdig muss es sein, ABER dazu muss es nicht notwendigerweise wahr sein, sondern nur so dargestellt werden, dass es für die Massen plausibel scheint.
      .
      Je dümmer bzw. unkritischer die Masse ist, desto leichter ist diese von der Plausibilität eines Sachverhaltes zu überzeugen, der einem kritischen Menschen niemals vorgemacht werden könnte.

    • Lügenpresse nur ganz selten. Dafür ist das System zu schlau, wo werden denn wirkliche Lügen sichtbar? An ein paar falschen Fotos bzgl. der Krim, das ist mir etwas zu dünn.
      Wo finden sich denn z. B. wirkliche Falschmeldungen zu Trump? Er wird halt in jedem Artikel als der Dorftrottel und zukünftige Diktator dargestellt, denn man am besten gleich erschießen sollte, dann haben wirs hinter uns.
      Wirkt massiv, ist extrem perfide und menschenverachtend, aber wirklich gelogen wird dabei (noch) kaum.

    • Die Wahrheit wird in den uns zugedachten Massenmedien zu einem Lügengespinst verwebt. Das nenne Ich Lügenpresse.

    • vizero: Erst nachdenken – dann schreiben!;-) >>> Jede Lüge, die ein kleines Kind verwendet, ist eingebettet in Wahrheit. Lüge wird nur dadurch zur Lüge, weil sie in Wahrheit eingebettet ist. je unsichtbarer, desto durchschlagender!

  6. Es ist eine völlig haltlose Verschwörungstheorie, dass „Russland“ diese Fake News erfindet und verbreitet.

    Das bestätigt meine Annahme, dass Verschwörungstheorien dazu gebraucht werden, um politische Entscheidungen zu beeinflussen. Auf der Sicherheitskonferenz kann man dann kollektiv die Empörten spielen (oder manche sind es sogar echt). Jene Politiker, die das Spiel durchschauen aber brauchen um andere zu täuschen, können sich hinter der Verschwörungstheorie dumm stellen um Interessen durchzusetzen, und jene die die Verschwörungstheorie glauben, sind die nützlichen Idioten die glaubwürdig in ihrer Empörung rüberkommen.

    • Die Kriegstreiber brauchen diese Verschwörungstheorie damit sie sich selbst „legitim, aus Notwehr“ verschwören können. Als Rechtfertigung, wie bei einer militärischen False Flag.

  7. Soldaten vergewaltigen, das ist mal was ganz Neues. Auf welchem Planeten leben die Kriegstreiber?

    Diese Akribie der Recherche über die Echtheit von Anschuldigungen würde ich mir für die Kölner Silvesternacht wünschen. Da gingen hunderte von Mails und Anrufen aus dem Ausland Tage später als Anzeigen rein. Könnte da mal jemand die Spuren verfolgen? War das vielleicht eine Verschwörungsverleumdung zu Lasten von arabischen Männern und deutscher Polizei?

    • Danke Herr Gellermann, Sie haben es mit dem angebrachten Humor rübergebracht.

      Das alles im Angesicht der Tatsache, dass sie in München neue Kriege vorbereiten.

    • Kenfmfan:
      „sie“ – das sind die Lobbyisten/Politischen Marionetten des Finanz-Establishments…die gespannten Gesichter der Zuhörer bei Pence`s Rede auf der Münchener Sicherheitskonferenz waren interessant (RT Mitschnitt) …Merkel, v.d.Leyen, NATO Gen.sekr. Stoltenberg, McCain,…u.v.a. …offenbar allgemeine Verwirrung, ein leises Stöhnen, als Pence „christliche Werte“ hervorhob…was meint er wohl damit? Den Begriff „westliche Werte“ kennt man ja, aber…wie meint er denn das wohl? …

    • @Linus Ida: Bei den christlichen Werten, die er meint, kommt zu den westlichen Werten die Inquisition noch dazu: Ketzer und Hexen dürfen dann wieder verbrannt werden, Selbstmordversuch wird mit dem Tode bestraft, usw.. Vermute ich mal.

    • „„sie“ – das sind die Lobbyisten/Politischen Marionetten des Finanz-Establishments“

      Ja Linus Ida, und ich zähle die Kriegsindustrie und die Medien noch mit dazu

  8. Ist es denn so unwahrscheinlich, dass ein litauisches Mädchen mit Bundeswehrsoldaten Sex hatte, dass es die Eltern rausbekommen haben, aber nicht zur Polizei gegangen sind, und deswegen die Polizei auch nichts weiß? Dass ist doch wirklich die trivialste und naheliegendste Erklärung.

    (Kann ja ein 20-jähriger Soldat gewesen sein und das Mädchen hat sich vielleicht gar nicht gewehrt oder mitgemacht. Trotzdem ist – nach deutschem Recht – jeder Sex mit Kindern strafbar, ob freiwillig oder nicht)

  9. Eingesetzt wird, was funktioniert.
    Die Gretchenfrage ist doch, warum es so einfach funktioniert, dass am Ende doch eine Mehrheit sich dieser programmatisch-hysterischen Propaganda unterwirft?!
    Letztlich ist ja jeder für seine Wahrheit selbst verantwortlich.
    Der Grund muss also darin liegen, dass der Glaube an Fake-News ein Glauben-Wollen von Fake-News ist.
    Es ist derselbe Mechanismus, der z.B. Mobbing an Schulen so effektiv macht – viel zuviele WOLLEN hören, dass jemand ’schlechter‘ ist als sie oder dass er wenigstens von der eigenen Schlechtigkeit dadurch ablenkt und deshalb wird munter das Krematorium der Reputation gestocht, weil der Geruch von veraschter Würde anderer den eh schon würdelosen Kretin vitalisiert.

    Weiters gilt es festzuhalten, dass man sich ja auch fragen kann, warum viele Fake-News, die mit dem eigenen Leben ja so rein gar nichts zu tun haben (‚Kim Kardassian hat einen voluminösen Hintern, weil das ein implantierter Airbag ist, für den Fall, dass jemand ihrer Karriere als IT-Girl einen Tritt in selbigen gibt!‘) – hochspannend, weil….k.A.
    Und doch füllt so etwas nicht nur Spalten auf Seite 10, sondern ganze Industrien leben davon! (Red/Prominent & Co.; Yellow-Press; Arzt- u. Bergbauernromanverlage; Judjub-/Twidda- & Fakebookgedönse etc.etc.).

    Man kann dem Schlangenöl-Bader noch nicht mal einen Vorwurf daraus machen, dass er aus seiner Inkompetenz das Beste zum eigenen Überleben macht, indem er die Wahnesliebe seiner Kundschaft bedient (gerne auch mit Aphrodisiaka aus allem möglichst exotischen und gefährdeten Getier).

    Es ist also schlicht ein genereller Hang zum Delirium tremens zu attestieren.
    Mitleid oder Fürsorgepflicht ist hier fehl am Platze, denn der dankbare Fake-News-Rezipient ist nicht Opfer, sondern Mittäter.

    • Als erstes stellen Sie noch eine sinnvolle Frage, deren Beantwortung ja hier bei KenFm und anderen Seiten ein zentraler „Forschungsgegenstand“ ist :

      „Die Gretchenfrage ist doch, warum es so einfach funktioniert, dass am Ende doch eine Mehrheit sich dieser programmatisch-hysterischen Propaganda unterwirft?!“

      In Ihrer Beantwortung dieser Frage nehmen Sie dann alleinig das Individuum in Haftung:

      „Letztlich ist ja jeder für seine Wahrheit selbst verantwortlich.“
      „Der Grund muss also darin liegen, dass der Glaube an Fake-News ein Glauben-Wollen von Fake-News ist.“
      „…denn der dankbare Fake-News-Rezipient ist nicht Opfer, sondern Mittäter.“

      Die Leute sind selbstverantwortlich, sind zu blöde, wollen Glauben, sind Mittäter etc. etc.
      Diese Argumentation lese ich in ähnlicher Form in letzter Zeit immer häufiger hier.

      Wie kann das weiterhelfen?
      Ich würde sagen gar nicht, denn in der Konsequenz würde das doch letztlich heißen: Pech gehabt, da kann man nichts machen, die Menschen kapieren eben nichts. Hören wir einfach auf mit Fragen!

      Mit Ihrer Gretchenfrage sind wir aber alle dazu aufgerufen nach Ursachen für die mangelnde Beurteilungskompetenz vieler Menschen zu schauen. Und dafür gibt es jede Menge Aspekte, die zu betrachten sind.

      Es ist eben nicht so einfach, dass jeder für „seine Wahrheit“ selbst verantwortlich ist. Wir als Gesellschaft haben die Mitverantwortung dafür welche Individuen, mit welcher Beurteilungskompetenz, wir hervorbringen. Wir haben es zugelassen, dass sich das Staatswesen immer weiter davon entfernt hat Politik für die Gemeinschaft und der Menschen zu verfolgen, so wie es seine Aufgabe wäre. Die Menschen müssen sich auf die Führung und auf demokratische Einrichtungen wie die der freien Presse verlassen können.
      Es gilt also genau hinzusehen, was da schief läuft und gelaufen ist und warum.

      Das ist es, worum es auf Seiten wie Kenfm letztlich geht.

    • 1. Wie ist es dazu gekommen?

      a) Der Zeitgeist der 90er: man hatte einfach eine sehr positive/nativ gestimmte Sicht der Dinge, ohne die Probleme wirklich (Finanz- und Schuldsystem, Staatsverschuldung, Klimawandel) anzugehen. Es war halt nicht 5 sondern erst 15 vor 12.

      b) 9/11: der größte Betrug der Menschheitsgeschichte, falls die offizielle Version nicht stimmt. Damit begannen die Kriege, die Beschränkung der Recht im Inneren – damit begann im Prinzip das, was Orwell vorausgesehen hatte. Big Brother is watching you – Big brother is protecting you (and your freedom, in middle east).

      2. Warum funktioniert es noch?
      Ich glaube, gerade weil die Wahrheit so mächtig ist, muss sie so extrem übertüncht werden. Das funktioniert zwar (noch), aber nichtmehr lange. Immer mehr Menschen wachen auf, und immer mehr Menschen begreifen, was vor sich geht. Das System so wie es jetzt ist, wird nicht ewig so weiterlaufen.

    • @ Außerkontrolle: Einige Antworten zur ersten Frage sind bei dem neuen Vortrag von Mausfeld zu finden, den ich hier wärmstens empfehlen möchte.

    • @volume:
      „…, falls die offizielle Version nicht stimmt.“
      Ich bitte dich, du denkst doch nicht ernsthaft, dass die offizielle Version den Tatsachen entspricht???
      .
      Allein der angeblich am Tatort gefundene (von wem eigentlich?) und komplett unversehrte Ausweis eines der angeblichen Flugzeugentführer ist der Sargnagel für die offiziele Version.
      .
      Mit dieser Aussage ist der Käse gegessen. Dieser Terroranschlag ist ein Insidejob gewesen.
      .
      Viel interessanter finde ich die folgenden Fragen:
      .
      Wie kriegt ma die Verantwortlichen an den Eiern und was macht man dann mit ihnen und ihren Unterstützern?
      .
      Was machen die USA, also die Bürger der USA, und was macht die Welt, wenn sie die unvermeidbare Tatsache anerkennen müssen, dass dieses unbeschreibliche Verbrechen gegen die EIGENE Bevölkerung von der Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika begangen wurde?
      .
      .
      Im Moment sieht es noch so aus, als ob sich die Menschen in den USA nicht sicher sind, ob sie nicht doch lieber mit der Lüge (also der offiziellen Version von 9/11) leben wollen, da sie keine Antwort auf eben diese Frage haben.

    • @ Außerkontrolle:

      ‚In Haftung‘ nimmt nur der Staat – ich gewiss nicht.

      Jedes Kind kann selber Fragen stellen, sobald es sprechen lernt.
      Das In-Frage-stellen wird dem Kind aber relativ schnell madig gemacht, indem man ihm zu verstehen gibt, dass es
      lästig ist und das besser sein lassen sollte –
      bzw. Fragen mühselig gestaltet, indem man sich lustig darüber macht oder unbrauchbare, ausweichende Antworten gibt –
      bzw. ‚falsche‘ Fragen schlicht bestraft
      bzw. man als Gefragter nicht dumm da stehen will, weil man die Antwort selber nicht kennt und sie deshalb boykottiert –
      bzw. man als Gefragter die Wahrheit sehr wohl kennt, aber zu feige ist, sie auszusprechen und sie deshalb boykottiert bzw. als Indoktrinator Fragen generell ächten muss (außer denen des genehmigten Fragenkatalogs)
      und dergleichen halt mehr.

      Die Unmündigkeit der Bürger ist also eine anerzogene, denn Kinder stellen fast alle Fragen, Neugier ist ihnen angeboren.

      Trotzdem ist jeder Erwachsenen ja wohl in die Pflicht sich selbst gegenüber genommen, sein Leben dahingehend auszuorientieren (wenn er damit Erfolg haben will), dass er sich möglichst an der Wahrheit = den wahren Verhältnissen ausrichtet und sich nichts zurecht phantasiert, da dies zwangsläufig zum Scheitern führen muss, was man ja unschwer erkennen kann.

      Und dass es leichter ist ‚blöde‘ zu sein und zu bleiben, liegt bei den Schwierigkeiten, die sich ja sofort auftürmen, sobald man aus seiner ‚Blödigkeit‘ austreten will, auf der Hand.
      Ich habe auch kein Problem mit den ‚Blöden‘, solange sie sich nicht über die Verhältnisse beschweren, die sie selbst entstehen lassen und mitgetragen haben und an denen sie nun vielleicht doch zu leiden haben.

      Spätestens im Leiden sollte doch wohl jeder imstande sein sich zu fragen:
      Woher kommt dieses Leiden? Woran leide ich wirklich? Was kann/muss ich dagegen tun?
      Wenn das nicht möglich ist, dann ist es auch unmöglich etwas zu ändern.

      Wenn man sich die Millionen_Kohorten russischer wie deutscher Gefangenen-Konvois im 2WK ansieht , die von einer ‚Handvoll‘ Bewaffneter in Schach gehalten werden, wird der Mechanismus, durch den so etwas funktioniert, evident:
      Gebrochensein, Resignation, totale Erschöpfung, Visisonslosigkeit.
      Erkennt man das Prinzip auch in der modernen ‚zivilen‘ Gesellschaft nicht wieder?!

      Wer also da etwas ändern will, der muss die ‚Siechen und mit Mühsal Beladenen‘ wieder aufrichten, sie aufpäppeln und organisieren.
      Wer immer das aber auch nur im Ansatz erfolgreich versuchen würde, würde unmittelbar und vehement deaktiviert – so wie bei einem Gefangenenaufruhr der Anführer möglichst als erster erledigt wird.

      Da also die Veränderung nicht von außen kommen KANN, MUSS sie vom Einzelnen geleistet werden oder es ändert sich halt nichts.
      Auf den ‚deus ex machina‘ oder irgendeine ‚Erlöserfigur‘ zu warten, das ist nur was für ‚mosaische Fetischisten‘.

      Insofern kommt das Individuum also nicht darum herum sich selbst zu fragen und auch selbst die Antwort für sich zu finden.
      Würden allein dies mehr als jetzt leisten, wäre schon was gewonnen, weil es eine Schwarmbewegung wäre, die nicht zentral gesteuert wäre – also nicht durch die Machtkonservativen infiltriert, manipuliert oder eben exekutiert werden könnte.

      Die ‚Gesellschaft‘ hat keine Verantwortung, denn sie ist weder Person noch Körperschaft, noch eine homogene Struktur, sondern nur ein mythenbeladener Begriff, der gerne nebulös Verwendung findet, wenn sonst nichts greifbar ist 😉
      Die Meeresbewohner sind insgesamt auch eine ‚Gesellschaft‘, aber was hat der Hai mit dem Plankton zu schaffen???
      Wie soll die Flunder den Röhrenwurm von ihrer Lebenweise überzeugen?
      Wie kann eine Makrele eine Krabbe sein wollen?
      Und: wer regiert eigentlich das Meer?

      Und auf Führung außerhalb meiner lege ich gar keinen Wert.
      Kinder werden erwachsen, sobald sie die ‚Führung‘ durch andere Erwachsenen nicht mehr benötigen, um sich zurecht zu finden und sie selbst sein zu können.

      Was sollen denn ‚demokratische Einrichtungen‘ sein?
      Sobald hier irgendetwas institutionalisiert wird, hat man einen Machtapparat, egal ob man das anstrebte oder nicht.
      Denn jede Institution hat Struktur, wird also verwaltet zum Erhalt dieser Struktur und benutzt dazu Regeln, denen sich wieder alle unterzuordnen haben, egal ob sie das gut finden oder nicht – weil es dazu keine Alternative gibt!
      Aber sobald Verwaltung/Bürokratie und Regeln/Gesetze Einzug gehalten haben, gibt es privilegierte Machtträger – das ist unvermeidlich und schon geht die Katze auf den alten Füßen weiter.
      Da ist nichts ‚demokratisch‘ dran.

      ‚Demokratie‘ ist nur ein wertloses Buzzword.
      Wie stimmen Fischschwärme und Vogelschwärme ihr Verhalten ab, wie stimmen sie über den Weg ab, den sie beschreiten?

      Wie kann man darauf kommen, dass es hier irgendwo ‚freie Presse‘ außerhalb diverser Nischenexistenzen gibt???
      Presse ist zu 95% Privateigentum!
      Die ist so ‚frei‘ wie das Öffentlich-rechtliche Fernsehen!

      Und KenFM, bei durchaus anerkennswerten Verdiensten, ist hier halt auch kein Instrument, um die Lage zu verändern – es ist Sammelbecken für politisch Gleichgesinnte oder -gestimmte, aber kein Strukturgeber oder Vektorenbündler, der Ideen gegen die Machtkonservativen Schlagkraft verleiht.

      Was tun?
      Das, was jeder Wurm bestens versteht: im Umfeld seiner Reichweite den Boden bestellen.
      Mehr ist nicht und mehr braucht es auch nicht.

      Wenn ich schon oft hier wie anderswo lese, dass selbst im innerfamiliären Bereich ‚Aufklärung‘ scheitert, dann muss man schon fragen, woher die Idee einer überregionalen ‚Einheit‘ herkommen soll?
      ‚Brüder im Geiste‘? Soso:
      Kain hat Abel erschlagen, Loki Thor verraten und selbst siamesische Zwillinge sind sich keineswegs einig.

      Vielleicht ist es einfach auch so, dass es kein einziges Individuum auf dieser Welt gibt, dass keine andere Aufgabe haben kann als sich erst mal um sich selbst zu kümmern und dann bei vorhandenen Reserven auch um sein unmittelbares Umfeld.
      Wenn ein Haufen defizitärer Individuen sich zusammenrotten, dann habe ich lediglich ein Minus multipliziert, das hier aber nicht ein (mathematisches) Plus gibt.

      Im Gegenteil: die Defizite verstärken sich gegenseitig und jede Form der Veränderungsabsicht muss ebenfalls defizitär sein, weil sie nur darauf abgestimmt ist, die Defizite zu kompensieren, was aber angesichts der Unterschiedlichkeit der Interessen nicht funktionieren kann, ohne dass sich immer wieder große Teile benachteiligt fühlen und dies deshalb sabotieren.

      ‚Demokratie‘ ist der Köder der Machtkonservativen, ist Opium für das Volk, das sich mittels der halluzinierenden Begriffsschwaden in einen Machtrausch träumen darf.

      Hier wollen viel zuviele Mitbestimmer sein, die ja noch nicht mal über ihr eigenes Leben bestimmen, sondern auf allen Ebenen, in allen Bereichen bestimmt werden ohne dessen gewahr zu werden oder die dies insgeheim sogar gut zu finden.

      Das ist die Paradoxie der Aufklärung: Nur mit autarken und autonomen Menschen ist ein ‚Staat‘ zu machen.

    • @ ceterum censeo:
      Danke, schöner Text!
      Für mich eine der Schlüsselfragen: organisieren und möglichst groß und schlagkräftig werden als Organisation, oder im kleinen Wirken, dem System mit seinen eigenen Mitteln die Energie entziehen oder zumindest verweigern, noch weiter etwas hineinzupumpen, und sich auf Grundwerte der Menschlichkeit besinnen?
      Es hilft auf jeden Fall, klein anzufangen, und das zu tun, was man kann. Was nicht geht, geht nicht, also genießt das Leben und habt Spass, sonst macht ihr euch nur selbst fertig. 🙂

    • ceterum censeo
      Alles wäre etwas einfacher gewesen, hätten Sie den Umstand der Paradoxie der Aufklärung gleich benannt. Sie beschreiben ja entsprechend richtig, dass es dem Einzelnen aufgrund seiner Indoktrination schwer gemacht wird die Wahrheit zu erkennen und auch, was passiert, wenn er was ahnt oder aufmucken will. Es bewahrheitet sich Max Webers Aussage: „die Bürokratie erweist sich als stahlhartes Gehäuse“ und alle machtvollen Instrumente der sogenannten Demokratie stellen sich wenig bis gar nicht demokratisch da. Das diese sich im Sinne von echter Freiheit gar nicht gebrauchen lassen ist richtig. Das ich sie oben genannt habe heißt nicht, dass ich diese in ihrer tatsächlichen Funktion nicht erkennen oder gar akzeptieren würde. Ich spreche ja auch von Gemeinschaft, die es besser trifft. Und das wir immer in gemeinschaftlichen Verhältnissen leben müssen, versteht sich von selbst.
      Der Demokratiebegriff, wie wir ihn kennen ist tatsächlich unbrauchbar.

      Man kann bei Erich Fromm, Arno Gruen und anderen Psychoanalytikern nachlesen wie und warum die Macht in uns hineinkommt.
      Von Kindesbeinen an verinnerlichen wir Autoritäten, die den eigenen, natürlich angeborenen Impulsen, widersprechen. Wir tun dies z.B., weil wir soziale Wesen und auf Liebe und Zuneigung angewiesen sind, die wir letztlich nur erhalten, wenn wir uns anpassen. Die Unterdrückung dieser Impulse zugunsten externer Autoritäten führt zur Identifikation mit der Autorität aber auch zu einem unbewussten Selbsthass (Das Gefühl sich selbst verraten zu haben). Sehr gut angepasste und im System „erfolgreiche“ Menschen „hassen“ nicht selten alles, was sich gegen die Autorität, der sie sich selbst einst anpassen mussten, so sehr, dass sie jede Alternative ablehnen. Das ist natürlich eine sehr verkürzte Darstellung, reicht aber, denke ich, um das Wesentliche zu verdeutlichen:
      Wir alle leben in einem Abstand zu uns selbst, den wir nicht so leicht überbrücken können. Natürlich gibt es individuelle Unterschiede, aber die Grundbedingungen von Bedürfnis nach sozialer Zugehörigkeit und Liebe auf der einen Seite und der determinierenden Macht auf der anderen bleiben grundlegend bestimmend.

      Sie sagen nun:
      „Spätestens im Leiden sollte doch wohl jeder imstande sein sich zu fragen:
      Woher kommt dieses Leiden? Woran leide ich wirklich? Was kann/muss ich dagegen tun?
      Wenn das nicht möglich ist, dann ist es auch unmöglich etwas zu ändern.“

      Nun, ich könnte mir vorstellen, sie sprechen hier Adorno an, nach dem das Leiden an den Verhältnissen zum Wunsch nach Genesung werden soll.

      Einverstanden. Aber, wenn der Mensch dann leidet, sucht er in seiner sozialen Umgebung nach Antworten. Systeme allerdings zeigen sich als relativ unfähig, die Ursachen für Störungen in sich selbst zu suchen. Es werden dann alle möglichen Hilfen empfohlen, die alle aber gemeinsam haben, dass sie die Wurzel des Übels nicht angehen.
      Der Kern dieses Phänomens lässt sich wohl wie folgt beschreiben:

      „Der Mörder ruft Polizei und Detektive herbei und lässt nach sich suchen“

      Das lässt sich gut beobachten an allen möglichen und zugleich unsinnigen Empfehlungen, von der Gesundheitsfürsorge mit Fitnessprogrammen über psychologische Beratung hin zu mehr Selbst- Zeit- und Ressourcenmanagement, Ratgebern zu mehr Erfolg und Schönheit im Leben etc. etc.
      Am Ende dient es nur dazu das eigentlich krankmachende nicht zu erkennen.

      Sie sagen nun bei der Frage, was wir tun können:
      „Das, was jeder Wurm bestens versteht: im Umfeld seiner Reichweite den Boden bestellen.
      Mehr ist nicht und mehr braucht es auch nicht.“

      Ich gebe Ihnen für den ersten Teil des Satzes recht, wir sollten unser persönliches Umfeld bestellen.
      Was heißt das denn Ihrer Meinung nach?
      Mal abgesehen davon, dass wir uns ein maximales an Aufmerksamkeit und Zuwendung geben sollten, ist es nicht wichtig Bewusstsein zu schaffen für unser Gefängnis und seine Beschaffenheit? Und woher kommt unser eigenes Bewusstsein, kommt das einfach angeflogen?
      Sie sagen noch:
      „Wenn ich schon oft hier wie anderswo lese, dass selbst im innerfamiliären Bereich ‚Aufklärung‘ scheitert, dann muss man schon fragen, woher die Idee einer überregionalen ‚Einheit‘ herkommen soll?“

      Was passiert im innerfamiliären Bereich bei dem Versuch Aufzuklären? Gerade hier ist es schwer. Der Prophet im eigenen Hause zählt nichts, heißt es so schön. Als Jesus in seinem Geburtsort anfing zu predigen, jagten sie fort mit dem ungefähren Hinweis, Du, ein Zimmermann willst uns die Wahrheit sagen!?
      Gerade die Nächsten, die sehen, wie Du selbst nach den Gesetzen leben musst, die allen auferlegt sind, werden Dir nicht glauben. Jesus empfiehlt sogar an mehreren Stellen diese Nächsten zu verlassen, um sich mit anderen zusammenzuschließen.

      Aber davon abgesehen, die ich meine Nächsten nicht verlassen habe, habe ich die Erfahrung gemacht, dass sie irgendwann doch anfangen das ein oder andere näher an sich heran zu lassen. Da die Erkenntnis natürlich immer mit Angst vor der Auflösung des eigenen Lebens und seiner Grundordnung zu tun hat, ist das verdammt schwer. Aber, wenn der Prophet im eigenen Hause zunächst nichts zählte, so sind es dann meistens eben doch Informationen, welche über alternative Medien kommen, die zu einem weiteren Denken anregen und den Propheten rehabilitieren, sicher nicht gleich ganz, aber immerhin in Teilen.
      Die Möglichkeit also über den eigenen Tellerrand im Austausch mit anderen hinaus zu sehen ist wichtig und so ist auch die Seite Kenfm wichtig.

      Niemandem, der nicht weiß wohin der segeln will, ist der Wind günstig!

      So gesehen haben Sie recht, wenn sie sagen viele versammelte Defizitäre bringen noch nichts positives hervor. Das Wissen und Bewusstsein muss daher wachsen, damit etwas sinnvolles wachsen kann. Wie will man sonst diejenigen überzeugen, die jetzt noch im Dunkeln tappen aber gleichzeitig mitbestimmen wollen? (Ihre Mitbestimmer)

      Sie haben meiner Meinung nach alles richtig analysiert, aber der Schluss daraus ist mir zu wenig, zu dunkel. Nicht zuletzt, weil der Zugriff des Systems in seiner Intensität härter und gnadenloser geworden ist dadurch, dass sich Zwang im wesentlichen über die Einbildung der eigenen Freiheit verwirklicht.

      Einen Hinweis möchte ich noch geben.
      Adornos Hoffnung auf das Leiden als Auslöser für Genesung begründet er mit der frühkindlichen Erinnerung jedes Menschen, in denen sich das Denken durch Liebe gebildet hat:
      „Selbst der Erwachsene, der sich gänzlich konform zu den instrumentellen Zwängen der kapitalistischen Lebensform verhält, bewahrt eine schwache Erinnerung an die Herkunft seines Denkens aus früheren Momenten der Empathie und Zuwendung.“

      Sie haben sicher den Vortrag von Prof. Mausfeld gesehen. Er hat uns das ganze Streben der Elite vor Augen geführt, den natürlichen Impuls der Menschen nach Freiheit entweder unsichtbar zu machen oder zu unterdrücken. Ebenfalls, dass diese ihre Ziele mit aller Härte und Brutalität verfolgen.

      Ich habe vor kurzem gelesen, in Amerika solle es Orte geben, an denen im großen Stil Babys und Kleinkinder gefangen gehalten werden. Sie werden dort auf eine bestimmte Art gefoltert. Babys werden bereits im Mutterleib mit Nadeln traktiert. Kinder erhalten dort bewusst durch ihre Peiniger im Wechsel Schmerzen unvorstellbare Art zugefügt und Zuneigung in kleinen Dosen für ein bestimmtes Verhalten. Sie werden auch brutal vergewaltigt.
      Es ist nicht das erste mal, dass ich so etwas gelesen habe.

      Vergleichen Sie das mit Adornos Aussage, dann macht dieses unvorstellbare Handeln sehr viel Sinn.
      Es könnte sich als der Versuch erweisen die Fähigkeit zu Empathie und Liebe einerseits und den natürlichen Impuls des Menschen sich nicht unterdrücken lassen zu wollen andererseits, zu zerstören. Als Experiment und als Absicht Menschen zu erzeugen, die in jeder Situation absolut gehorsam ohne Mitleid sind.

      Angesichts auch solcher möglicher Sachverhalte, sollten wir unser Bewusstsein etwas schneller entwickeln.

      Vielen Dank für den Austausch!

  10. Das ist doch nichts Neues! Badische Zeitung hat sich während des Wahlkampfes vehement auf Clinton`s Seite gestellt – manchmal radikaler, als die anderen MS-Medien! Wer glaubt den ganzen Schxxx noch, der da täglich abgelassen wird? Ich lese inzwischen nur noch, um zu wissen, was n i c h t ist! Wenn Focus schreibt, die Welt geht unter, weiss ich, dass gerade die Sonne aufgeht.
    Selbst RT bringt seltsame Sachen: Da sagt der Linke Dr. Alexander Neu zur Rede von Pence: „Wir rollen rasend schnell auf eine neue Phase des Kalten Krieges zu.“ Die Rede im Original angehört, brachte sie keine neuen konkreten Erkenntnisse in diese Richtung, als die Bestärkung dessen, was Trump die ganze Zeit schon forderte: Harte Verhandlungen und klare Standpunkte, auf christlichen Werten, letztlich Frieden und Verständigung!

    • Linus Ida
      „Wenn Focus schreibt, die Welt geht unter, weiss ich, dass gerade die Sonne aufgeht.“
      Ja, so geht es mir auch schon.

      KenfmFan
      Ersteres denke ich auch, sie suggerieren, was sie realisieren wollen. Das zweite, der heiße Krieg könnte uns noch in der Konsequenz bevorstehen. Auf welchem Territorium muss man dabei sogar noch offen lassen.

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