Versailles – Ursache und Folgen

Willy Wimmer interviewt von Alexander Sosnowski

Eine Buchbesprechung von Wolfgang Bittner.

Versailles – das ist heute unter Historikern nahezu einhellige Meinung – war schicksalhaft für Deutschland. Mit dem demütigenden und ruinösen Vertrag von Versailles, der Hitler zur Macht verhalf, begann der Untergang des Deutschen Reiches. Die Militärführung hatte, vertrauend auf den 14-Punkte-Plan des amerikanischen Präsidenten Wilson, der einen „gerechten Frieden“ versprach, nach dem Waffenstillstand vom 11. November 1918 sämtliche Waffen an die Alliierten abgegeben und sich damit auf Gedeih und Verderb in die Hände der Siegermächte begeben. Der französische Marschall Ferdinand Foch triumphierte, jetzt sei Deutschland den Siegern auf Gnade und Ungnade ausgeliefert. Erpressung und Drohungen, in Deutschland einzumarschieren hatten zur Folge, dass den Vertretern des Deutschen Reichs nichts anderes übrig blieb, als am 28. Juni 1919 den Versailler Vertrag mit seinen übermäßig harten Bedingungen (unter Protest) zu unterschreiben und damit die Alleinschuld Deutschlands am Ersten Weltkrieg zu bestätigen.

Der Publizist Alexander Sosnowski und der Sicherheitsexperte und Staatssekretär a. D. Willy Wimmer haben jetzt einen Interview-Band mit dem Titel „Und immer wieder Versailles“ veröffentlicht, der Untertitel lautet: „Ein Jahrhundert im Brennglas.“ Schon in seinem Vorwort schreibt Wimmer, das Jahr 2019 lade zur Rückbesinnung ein: „Erster Weltkrieg, Zweiter Weltkrieg, Kalter Krieg – alles Geschichte, oder was? Nein, denn Gras darüber wachsen zu lassen wäre nur angebracht, wenn uns die Entwicklung den Frieden beschert hätte. Doch die Konferenz von Versailles vor genau einhundert Jahren sollte diesem Zweck nicht dienen.“

Auf die bedeutsame Frage Sosnowskis nach dem angelsächsischen Einfluss „auf die Geschichte und Geschicke Deutschlands“ sagt Wimmer, das sei ein zentraler Punkt. Deutschland sei angeblich „ein Hort des Militarismus“ gewesen, doch im Vergleich zu den Briten und Franzosen „waren wir die friedlichste Nation in Europa.“ In der Zeit zwischen 1871 und 1919 habe Deutschland eine Geistesblüte erlebt, von der Europa „etwa in den Bereichen Medizin und Technik noch immer zehrt. Auch sozial waren wir mustergültig und zeichneten uns zudem durch eine bewundernswerte Wirtschaftsleistung aus.“ Das aber habe „die angelsächsischen und französischen Kreise offenbar so sehr gestört, dass sie meinten, diesem prosperierenden kaiserlichen Deutschland etwas entgegensetzen zu müssen“.

Darauf geht Wimmer später noch genauer ein. Bereits lange vor 1914 sei eine Koalition gegen das Deutsche Reich und Österreich-Ungarn gebildet worden, „und zwar mit der Absicht einer Aggression“. Dies sei die zentrale Ursache des Ersten Weltkriegs gewesen, wobei man von einer langfristigen Strategie ausgehen müsse. Die „aufstrebenden Friedensmächte“ Deutschland und Österreich-Ungarn sollten zerlegt und die weitere prosperierende Entwicklung, die für britische und französische Kreise zu einer Konkurrenz wurde, verhindert werden.

Auf die Beteiligung der USA an dem Vorgehen gegen Deutschland und Österreich-Ungarn eingehend, nennt Wimmer einen der Drahtzieher und dessen „Lobbyarbeit“: „Colonel Houses Vorschlag bei seinem Besuch in Berlin 1916 hat die amerikanische Taktik mehr als deutlich gemacht: kein Krieg mehr gegen England und Frankreich, dafür freie Hand für Deutschland, um Russland zu vernichten.“ Zur gleichen Zeit wurde am russischen Zarenhof der einflussreiche Prediger Rasputin, der sich für einen Frieden mit Deutschland einsetzte, von einem britischen Geheimagenten ermordet; Russland sollte Kriegspartei gegen Deutschland bleiben.

„Es ging darum“, so Wimmer, „Russland gegen das kaiserliche Deutschland und Österreich-Ungarn weiter instrumentalisieren zu können. Das ist ein Prozess, den wir in seinen Grundstrukturen bis heute fortgeschrieben sehen.“ Ein Krieg zwischen Deutschland (als Brückenkopf) und Russland würde zum endgültigen Untergang beider Länder führen. Und Kriegspläne – so Wimmer weiter – „werden ja nicht von Regierungen oder Parlamenten geschmiedet, sondern durch auf allen Ebenen bestens vernetzte Kräfte, die sich des staatlichen Systems bedienen, um ihre klandestinen Pläne umzusetzen.“

Zum Aufstieg Hitlers und der NSDAP stellt Alexander Sosnowski die Frage, wer die Finanziers dieser Bewegung waren, worauf Willy Wimmer antwortet: „Ohne ausländisches Geld wäre Adolf Hitler nicht möglich gewesen.“ Hierzu kommen er und Sosnowski auf Henry Ford und andere amerikanische, britische und französische Geldgeber zu sprechen. Darin, dass diese drei Staaten kurz darauf Krieg gegen Nazi-Deutschland führten, sieht Wimmer keinen Widerspruch. Vielmehr liegt für ihn die Rolle, die Deutschland „zugeteilt“ bekam, in der Funktion eines „Rammbocks“ gegen Russland: „Man musste das eigenständige kaiserliche Deutschland beseitigen, führte es in die Fremdbestimmung der Weimarer Republik und in das Elend des Zweiten Weltkriegs. Anschließend wurden wir für die Angelsachsen und Franzosen zum europäischen Brückenkopf gegen die Russische Föderation, die sich als Ergebnis des Zusammenbruchs der Sowjetunion gebildet hat.“

Die Autoren schlagen einen großen Bogen. Sie sprechen über Themen wie den Vertrag von Rapallo (1922), Polens Expansionsbestrebungen unter Marschall Pilsudski, den Hitler-Stalin-Pakt (1939), die Teilung Deutschlands nach 1945, die Gründung der Europäischen Union oder den Elysée-Vertrag von 1963 sowie über die faktische Aufhebung der Charta der Vereinten Nationen durch den völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen Jugoslawien (1999). Die Leserinnen und Leser können über fast 200 Seiten ein breit gefächertes Gespräch verfolgen, das vom Wiener Kongress (1814/15) mit seinen Auswirkungen für Europa bis in die Gegenwart mit dem Brexit und der ausufernden Aggressions- und Sanktionspolitik gegen Russland reicht.

Willy Wimmer, ehemaliger Vizepräsident der KSZE/OSZE, nimmt hier die Gelegenheit wahr, seinen umfangreichen Fundus an Erfahrungen und Wissen über historische Entwicklungen und Zusammenhänge auszubreiten. Ein beeindruckender Schatz, der nur noch wenigen politisch denkenden Zeitgenossen zur Verfügung steht und der vieles in einem neuen Licht erscheinen lässt. Seine Ausführungen zu Versailles und der „deutschen Kriegsschuld“ werden sicherlich von manchen Historikern als Geschichtsrevisionismus abgetan werden, aber Wimmer beruft sich auf Fakten, er polemisiert nicht, beantwortet die Fragen Sosnowskis sachlich und trotz der Brisanz eher zurückhaltend. Heute seien wir, so meint er, wieder bei demselben rechtlichen Zustand wie bei Ausbruch des Zweiten Weltkrieges angekommen – das mache „den zivilisatorischen Verlust, den wir heute haben, deutlich“.

Das ganze Buch könnte unter dem Motto eines darin vorkommenden Satzes von Willy Wimmer stehen, der sich auf das gegenwärtige Deutschland bezieht: „Irgendwie scheint alles, was zum normalen politischen Leben eines Landes gehört, unterzugehen.“ Er begründet das: „Vor der Wiedervereinigung, in der teilsouveränen Bundesrepublik Deutschland, hatten wir immer wieder Regierungen, welche die nationalen Interessen vertraten … Die Politiker der Berliner Republik hingegen artikulieren sich eigentlich kaum noch als Regierung im Sinne der Wählerinnen und Wähler, die diese Regierung gewählt haben. Und sie artikulieren sich schon gar nicht im Zusammenhang mit deutschen nationalen Interessen.“

Diese von beiden Autoren vertretene Ansicht durchzieht das ganze Gespräch und gipfelt in der Frage des Interviewers, ob Deutschland nach 1945 von den USA über die Geheimdienste unter Vormundschaft genommen worden sei. Wimmer antwortet: „Die Frage kann nur im Zusammenhang mit den Folgen einer bedingungslosen Kapitulation und der Übernahme des gesamten deutschen Staates durch Besatzungsmächte beantwortet werden. Der deutsche Staatsapparat war für die Besatzungsmächte eine offene Scheunentür, nicht nur bezüglich der staatlichen Organe, sondern auch der gesamten deutschen Presse.“

Genau das, was nach 1945 angebahnt wurde, hat sich bis in die Gegenwart erhalten: Deutschland ist als Frontstaat weitgehend den US-Direktiven ausgeliefert und gegen Russland aufgestellt, die Medien versagen als kritische Instanz fast völlig und nach wie vor hängt das Damoklesschwert eines großen Krieges über uns, wie vor 1914 und vor 1939. Nach kurzer Beruhigung und Besinnung wird nun seit Jahren aufgerüstet, die USA mit der von ihr dominierten NATO sind entgegen allen Versprechungen bis an die Grenzen Russlands vorgerückt und haben dort eine gewaltige Militärmacht stationiert. Die Charta der Vereinten Nationen ist schon lange Makulatur, spätestens seit dem völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen Jugoslawien von 1999. Jetzt betragen die Vorwarnzeiten für die gegen Moskau gerichteten Raketen fünf bis zehn Minuten. Aber die Bevölkerung wird für dumm verkauft und indoktriniert.

Wimmer stellt fest: „Die erklärte Politik der NATO nach der Charta von Paris 1990 ist so dermaßen gegen das russische Volk und die Russische Föderation gerichtet, wie es die amerikanische, britische, französische Politik gegen das kaiserliche Deutschland vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs gewesen ist. Mit allen sich daraus ergebenden Folgen.“ Auf die Schlussfrage ob er eher pessimistisch oder doch optimistisch in die Zukunft blicke, antwortet Willy Wimmer: Das „deutsche Verhängnis“ habe in Versailles seinen Ursprung genommen und sei „durch die jetzige Regierung in übelster Weise befördert worden“. Er meldet „große Bedenken“ an, „wenn man die momentane Entwicklung sieht“, und er schließt mit dem Satz, das habe Deutschland nicht verdient.

Alexander Sosnowski/Willy Wimmer, Und immer wieder Versailles – Ein Jahrhundert im Brennglas, Verlag zeitgeist Print & Online, Höhr-Grenzhausen 2019, geb., 216 S., 29 Abb., 21.90 €.

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25 Kommentare zu: “Versailles – Ursache und Folgen

  1. Dank an den Autor Herrn Wolfgang Bittner für seinen Kommentar. Hier folgt nun eine Art Fortsetzung der „Symptome“ mit Quellenangaben – zum Nachprüfen, denn nichts soll einfach nur so geglaubt werden, sondern nachprüfbar sein:
    1. Der Milner-Kreis bewirkte am 7. Dezember 1916 einen Regierungswechsel in Großbritannien, bei dem Lloyd George Premierminister wurde und Alfred Milner als Minister without Portfolio selbst in das Regierungskabinett kam. Dadurch wurde wirksam verhindert, dass die kriegsmüde britische Bevölkerung auf das deutsche Friedensangebot eingehen konnte, von dem Milner wusste, dass es bald kommen würde. Und tatsächlich machte Bethmann-Hollweg am 12. Dezember 1916 ein Friedensangebot. Doch dieses Angebot der Deutschen für einen Verhandlungsfrieden ist, laut Steiner, „bebrüllt“ worden. Quellen: http://www.faz.net/aktuell/politik/der-erste-weltkrieg/frankfurter-zeitung-13-12-1916-friedensangebot-der-mittelmaechte-14465095.html und ab 29:42 dargestellt in: „June 16 – The Shadow of 1916 on Britain’s Momentous EU Decision: In, Out or Something Else?“: https://www.youtube.com/watch?v=1yqD3CmiU9c
    2. Das viel zitierte „Selbstbestimmungsrecht der Völker“ wurde nicht von US-Präsident Wilson erfunden, sondern wurde schon gegen Ende Oktober 1914 in gewisser Weise „vorgedacht“ vom britischen Oberbefehlshaber Sir John French, der Gedanken zu diesem Thema über US-Botschafter Page an Präsident Wilson übermitteln ließ. Wenn Sir John French diese Ideen übermittelte, heißt das, dass der Ursprung dieser Gedanken somit im CID und damit bei der geheimen Elite liegen dürfte. Dieses Selbstbestimmungsrecht könnte in Wahrheit ein Mittel gewesen sein, große Vielvölkerstaaten in kleinere aufzuspalten und somit zu schwächen. Quelle: Walter Mills: Road to War, America 1914-1917, S. 105
    3. Das Bankhaus GP Morgan gab den Alliierten schwindelerregend hohe Kriegskredite – und ein Vertreter von GP Morgan war schon bei den Coefficients dabei. Quelle: Walter Millis: Road to War und https://www.youtube.com/watch?v=1yqD3CmiU9c, bei Min. 38:17
    4. Die alliierten Kriegsziele vor dem Ersten Weltkrieg waren: Frankreich wollte Elsass-Lothringen zurück, Russland wollte Konstantinopel und die Straße der Dardanellen, England wollte Deutschland als wirtschaftlichen Konkurrenten loswerden und Serbien träumte von einem großserbischen Reich, doch dazu musste Österreich-Ungarn zerschlagen werden. Quelle: Terry Boardman: “Britain’s Responsibility in 1914…” : https://www.youtube.com/watch?v=k1yJ0zID_xw ab: 1:13:44 ff.
    5. Italien und Rumänien traten erst später in den Krieg ein und bekamen Gebiete zugesprochen, die ihnen nie gehört hatten (z.B. Südtirol). Quelle: Walter Mills: Road to War, America 1914-1917, S. 374.
    6. Der britische Geheimagent Oswald Rayner hat Rasputin ermordet. Quelle: Wolfgang Effenberger: Europas Verhängnis 14/18 I, S. 71
    7. Kerenski war Freimaurer und sollte nach der Februar-Revolution den Krieg Russlands gegen Deutschland fortführen. Quelle: Markus Osterrieder: Welt im Umbruch, S. 1301 ff.
    8. Es war der britische Geheimdienst MI6, der befahl, Trotzki, der 1916 in Kanada festgesetzt worden war, wieder freizulassen und weiterreisen zu lassen. Trotzki war in Bezug auf die Revolution der Mann fürs Praktische. Quelle: Terry Boardman: “Britain’s Responsibility in 1914…” : https://www.youtube.com/watch?v=k1yJ0zID_xw ab: 1:07:03
    9. Die Sowjetunion wurde mit Hilfe der Wall Street aufgebaut, v. allem der Skull&Bones-Mitglieder W. A. Harriman und einigen seiner Skull&Bones- Klassenkameraden von 1917 mit Hilfe des Guaranty-Trust, eines Tochter-Unternehmens der GP Morgan Bank. Quelle: Antony C. Sutton: America’s Secret Establishment – An Introduction to the Order of Skull & Bones und Guido Giacomo Preparata: http://www.larsschall.com/2012/08/05/die-ublichen-geschafte-hinter-dem-gemetzel/
    10. Leider hat Prinz Max von Baden die Soziale Dreigliederung NICHT verkündet, obwohl Rudolf Steiner sie ihm nahe gelegt hatte. Dadurch hatte Mitteleuropa kein eigenes Konzept für die künftige politische Entwicklung vorzuweisen und nahm die westlichen, von Wilson vorgeschlagenen Konzepte bezüglich homogener Nationalstaaten innerhalb ihrer eigenen Grenzen an – doch diese Konzepte waren am westeuropäischen Nationalstaat ausgerichtet, die wenige Minderheiten innerhalb ihrer Grenzen hatten und waren daher für die mitteleuropäischen Gebiete (in denen Deutsche, Polen, Tschechen, Slowaken, Slowenen, Ukrainer, Österreicher, Ungarn, Slawen und noch weit mehr Minderheiten wohnten, insgesamt allein 12 verschiedene Völker im Vorkriegs-Österreich-Ungarn) ungeeignet, da Mitteleuropa und vor allem der östliche Teil davon in Bezug auf seine Bewohner sehr stark durchmischt war. Das musste zu schweren Komplikationen führen.
    11. Es war Philip Kerr, der Zögling von Alfred Milner und maßgebliches Mitglied der Round Table Group, der den Kriegsschuldparagraphen über Deutschlands Alleinschuld im Versailler Vertrag aufgesetzt hat – obwohl er die Rolle von Alfred Milner und all der anderen kannte, die schon lange vor dem Ersten Weltkrieg auf den großen Krieg gegen Deutschland hingearbeitet hatten. Quelle: Andrea Bosco: The Round Table Movement and the Fall of the „Second“ British Empire (1909-1919), S.402.
    12. Clemenceau hat 1919 folgenden Satz gesagt hat: „Der Fehler der Deutschen ist, dass es 20 Millionen zu viele von ihnen gibt“. Quelle: Clemenceau in Spiegel-Text: „Der Unfriede von Versailles“ http://www.spiegel.de/spiegelspecial/a-296153.html
    13. Die USA und Großbritannien haben Deutschland schon während der Weimarer Republik und darüber hinaus wieder „aufbauen“ geholfen – mit ihren Krediten – und nun waren sie auch in deutschen Firmen drin. Vor allem haben sie geholfen, es zu remilitarisieren – damit es dann wiederum umso gravierender vernichtet werden könnte: Dawes Plan, Young Plan, Darlehen aus den USA an Vereinigte Stahlwerke AG, AEG und IG Farben, Förderung der NSDAP. Quelle: https://fassadenkratzer.wordpress.com/2015/04/30/von-der-wegbereitung-des-nationalsozialismus-durch-britisch-amerikanische-finanzkreise/ und : Guido Giacomo Preparata: Wer Hitler mächtig machte.
    14. Die britischen Eliten hatten das gleiche Ziel: Krieg zwischen Deutschland und Russland, um beide empfindlich zu schwächen, verfuhren aber dreigleisig : Eine Gruppe war „Appeaser“ seien – das war der Round Table-Kreis um Philip Kerr, Chamberlain und Halifax – eine Gruppe war Hardliner (um Churchill) und eine dritte Gruppe war Deutschland wohlgesonnen, weil man Deutschland als „Bollwerk“ gegen den Bolschewismus brauche – eben jenes Bolschewismus, den der Anglo-Amerikanismus aufbauen geholfen hat, siehe oben. Quelle: https://fassadenkratzer.wordpress.com/2015/05/15/das-britische-schachspiel-die-instrumentalisierung-hitlers-fur-die-westliche-kriegs-strategie/ und : Guido Giacomo Preparata: Wer Hitler mächtig machte.
    15. Die Skull&Bones-Harriman-Gruppe hat über Thyssen Hitlers Partei Kredit gegeben über die Bank für Handel und Schiff, Rotterdam, eine Tochter der Union-Banking-Corporation, die eine Thyssen-Harriman-Verbindung war. Quelle: Antony Sutton: America’s Secret Establishment…, S. 164 ff.
    16. William Averell Harriman war ein Eugeniker und machte den Deutschen Ernst Rüdin zum Vorsitzenden des Eugenischen Weltverbands. Quelle http://www.ag-friedensforschung.de/regionen/USA/ploppa2.html
    17. Lloyd George hat 1936 Hitler besucht. Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=c9QLJa1vmDI Lloyd George besucht Hitler 1936. Alte Farbaufnahmen.
    18. Die Round –Table-Group hat Hitler 1939 eine Falle gestellt, um ihn in den Krieg zu locken. https://fassadenkratzer.wordpress.com/2015/05/15/das-britische-schachspiel-die-instrumentalisierung-hitlers-fur-die-westliche-kriegs-strategie/ und: http://threeman.org/?p=2584 The Round Table and the Fall of the Second British Empire
    19. Harry S. Truman, der 33. US-Präsident, ist am 24. Juni 1941 in der New York Times – damals war er noch Senator für den Bundesstaat Missouri – folgendermaßen zitiert worden: „Wenn wir sehen, dass Deutschland gewinnt, sollten wir Russland helfen, und wenn Russland gewinnt, sollten wir Deutschland helfen und sie auf diese Weise so viele wie möglich einander totschlagen lassen.“ Quelle: Rede von Thorsten Schulte, Aussage ab Min. 4:55 https://www.youtube.com/watch?v=dR4Jk0oA890
    20. Eugen Gerstenmeier in der FAZ sagte: „Was wir im deutschen Widerstand während des ganzen Krieges nicht wirklich begreifen wollten, haben wir nachträglich vollends gelernt: Daß dieser Krieg schließlich eben nicht nur gegen Hitler, sondern gegen Deutschland geführt wurde.“ Er fügt hinzu, dass das Scheitern aller Verständigungsversuche, aus dem deutschen Widerstand, auch derjenigen von Moltkes „deshalb kein Zufall“ war. „Es war ein Verhängnis, dem wir vor und nach dem Attentat machtlos gegenüberstanden.“ Quelle: bezieht sich auf einen Artikel aus der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 21. März 1975, S. 11: Politische Bücher: „Ein Charakter von großer Selbständigkeit – eine Biographie Helmuth James von Moltkes“; siehe auch Thorsten Schultes Rede, oben
    21. Der Befehlshaber von „Groß-Paris,“ General von Choltitz hat 1944 Paris gerettet, indem er zwei „Trümmerfeldbefehle“ nicht befolgt hat – und dass es sehr gefährlich war, Befehle der Nazi-Führung nicht zu befolgen, kann man sich denken. Quelle: Thankmar von Münchhausen „Paris, Geschichte einer Stadt“, München, 2007. S. 504, 505.
    22. Roosevelt, Stalin und Churchill haben in Jalta am 7. Februar 1945 Folgendes über die „Umsiedlung“ der Deutschen aus den ehemaligen Ostgebieten gesprochen: „Stalin sagte: „Es gibt eigentlich keine großen Probleme, da wo die Rote Armee ist, gibt es eigentlich keine Deutschen mehr.“ Churchill ergänzte: „Außerdem sind 6 bis 7 Millionen Deutsche schon getötet und bis Kriegsende werden es noch mehr sein, wahrscheinlich nicht weniger als 1 bis 1,5 Millionen.“ Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=MAKRkUQvYUM ab 10:08 geht es um das Treffen in Jalta
    23. W. A. Harriman, Skull & Bones, US-Botschafter in der Sowjetunion von 1943-1945, hat das Massaker von Katyn den Deutschen in die Schuhe geschoben, obwohl es von Angehörigen des sowjetischen Volkskommissariats für Innere Angelegenheiten begangen worden war, wie Gorbatschow zugab. Info über Massaker von Katyn entnommen aus Wikipedia 2016. Zitat daraus: „Er war von 1943 bis 1946 US-Botschafter in Moskau. 1944 unterstützte er in einem Schreiben an das State Department in Washington die sowjetische Version des Massakers von Katyn, nach der die Massenexekutionen von der Wehrmacht begangen worden seien. Er hatte im Januar 1944 seine Tochter Kathleen mit einer Journalistendelegation zu einer Pressekonferenz der Burdenko-Kommission, der sowjetischen Untersuchungskommission unter Nikolai Burdenko, nach Katyn geschickt. Der Katyn-Bericht von Kathleen Harriman kam in den Behördenumlauf. 1952 mussten sich beide von der Madden-Kommission, dem Untersuchungsausschuss des US-Kongresses unter Leitung des demokratischen Abgeordneten Ray J. Madden, der den Umgang der US-Behörden mit Informationen über den Massenmord aufklären sollte, vorhalten lassen, naiv auf die sowjetische Propaganda hereingefallen zu sein.“ Ende Zitat. Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/W._Averell_Harriman
    24. War Adenauer der Wunschkandidat der Round Table Group? Denn Adenauer ist Alfred Milner schon nach dem Ersten Weltkrieg aufgefallen – wegen einer Rede, die Adenauer gehalten hat über Westbindung. Quelle: Ab Min. ca:1:50:58 : Adenauer soll Alfred Milner schon 1919 aufgefallen sein, als Adenauer junger Bürgermeister in Köln war. https://www.youtube.com/watch?v=yhnzUkoMSfk
    25. Winston Churchill hat am 14. Mai 1947 in der Albert Hall eine Rede über den Weltstaat gehalten und ein Vereinigtes Europa als Voraussetzung dafür gefordert. Quelle: Bei Min. 1:50:38 https://www.youtube.com/watch?v=1yqD3CmiU9c und: Wolfgang Effenberger: Europas Verhängnis 14/18, S.74.
    26. Margaret Thatcher sagte nach dem Mauerfall in Bezug auf die Deutschen: „Zweimal haben wir sie geschlagen und jetzt sind sie wieder da.“ Quelle: http://www.spiegel.de/einestages/maggie-thatcher-und-die-wiedervereinigung-a-948498.html
    27. Wolfgang Schäuble sagte auf dem Europäischen Bankenkongress am 18. Nov. 2011, Deutschland sei seit dem 8. Mai 1945 zu keinem Zeitpunkt mehr voll souverän gewesen. Quelle: Wolfgang Schäuble https://www.youtube.com/watch?v=YWfy63Wmdlw
    28. Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel hat auf dem Kirchentag in Dresden 2011 gesagt, wer eine richtige Weltordnung wolle, eine globale politische Ordnung, käme nicht umhin, Souveränität an andere abzugeben. Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=6nzAwNoSbUw
    29. Die US-amerikanische Nato-Botschafterin Kay Hutchison im Deutschlandfunk sagte in einem Interview am 8. Juni 2018, sie „wünsche“ dass Deutschland im Falle einer Konfrontation mit Russland die Konfrontation anführe. Kay Hutchinson kennt die deutsche Geschichte und weiß sicherlich auch, dass die meisten Deutschen (73 %, laut einer repräsentativen Umfrage) : „Nie wieder Krieg!“ wollen. Die Moderatorin weist sie auf die deutsche Geschichte hin. Doch Hutchison entschuldigt die Deutschen. Deutschland sehe leider noch nicht, dass es über seine Vergangenheit hinausgewachsen sei und dass es heute „demokratisch“ und ein „Wächter der Demokratie“ sei. Sie glaube, dass sich Europa eine deutsche Führungsrolle wünsche, weil Deutschland so erfolgreich aus seiner dunklen Geschichte herausgekommen sei und die Wiedervereinigung geschafft habe. Es gäbe keinen Grund, warum Deutschland nicht die Führungsrolle in Europa innehaben sollte, aber das bedeute auch, dass man in der Lage sein solle, sich selbst zu verteidigen. Quelle: https://www.deutschlandfunk.de/us-nato-botschafterin-kay-hutchison-wir-wuenschen-uns-dass.694.de.html?dram:article_id=419839
    30. Sputnik hat dieses Interview von Kay Hutchison analysiert und kam zu folgenden beachtenswerten Schlüssen (Quelle: https://de.sputniknews.com/kommentare/20180612321129060-leyen-nato-aufruestung/)1. Die Grundhaltung „Kein Krieg!“ habe nichts mit Schuldgefühlen zu tun, sondern sei eine berechtigte Grundhaltung des Menschen. 2. Die US-Botschafterin und auch die anderen Kriegstreiber, die Deutschland eine Führungsrolle zusprechen wollten, täten dies nicht aus Liebe zu Deutschland und den Deutschen, sondern eher aus gegenteiligen Gründen. Ein Krieg gegen Russland unter deutscher Führung würde die Vernichtung Deutschlands bedeuten und die Kriegstreiber wüssten das sehr genau. 3. Es habe im Ersten und Zweiten Weltkrieg auch nichtdeutsche, vor allem angelsächsische Interessen daran gegeben, dass sich Deutschland und die Deutschen im Kampf gegen Russland und die Sowjetunion gegenseitig ausbluteten. Sputnik fragt weiter: Wie sei es in diesem Zusammenhang zu beurteilen: dass Mitglieder der deutschen Regierung wie die Ministerin Ursula von der Leyen (CDU) deutlich zeigten, dass sie der Forderung nach „Führung“ gern nachkämen, dass deutsche Politiker davon redeten, Deutschland müsse „mehr Verantwortung übernehmen, und „führen“, dass die deutschen Militärausgaben tatsächlich auf die Zwei-Prozent-Höhe hochgeschraubt würden und dass jetzt kontinuierlich aufgerüstet werden solle? Auch mit einer neuen Nato-Kommandozentrale für schnelle Truppentransporte an die russische Grenze im süddeutschen Ulm? Wollten diese deutschen Politiker nach zwei verlorenen Weltkriegen in einem dritten Weltkrieg endlich mal auf der „richtigen Seite“, auf der Seite der „Sieger“ stehen? (Fragt Sputnik zu Recht.) Und tatsächlich: Wolfgang Ischinger sagt in einem Artikel des Tagesspiegels: „Als deutscher Botschafter in den USA habe ich gerne gesagt: In der Geschichte haben wir Deutschen oft auf der falschen Seite gestanden. Nun werden wir immer auf der richtigen Seite stehen.“ Quelle: https://www.tagesspiegel.de/politik/wolfgang-ischinger-im-interview-deutschland-macht-nur-dinge-bei-denen-man-nicht-nass-wird/22902048.html
    31. Der stellvertretende US-Staatssekretär für Europa und Eurasien, Wess Mitchell, hat am 21. August 2018 vor dem Auswärtigen Ausschuss des US-Senats Folgendes gesagt : »Im Gegensatz zu den hoffnungsvollen Erwartungen der Vorgängerregierungen haben sich Russland und China in ernsthafte Konkurrenten verwandelt, welche die materiellen und ideologischen Grundlagen errichten, die sie benötigen, um die Vormachtstellung und die Führungsrolle der USA im 21. Jahrhundert infrage zu stellen. Es zählt mit Blick auf die nationale Sicherheit weiterhin zu den wichtigsten Interessen der Vereinigten Staaten zu verhindern, dass die eurasische Landmasse von feindseligen Mächten dominiert wird. Das zentrale Ziel der Außenpolitik dieser Regierung ist es, unsere Nation darauf vorzubereiten, sich dieser Herausforderung zu stellen. Erreicht wird dies durch eine systematische Stärkung der militärischen, wirtschaftlichen und politischen Grundlagen amerikanischer Macht.« Quelle: https://kopp-report.de/us-staatssekretaer-enthuellt-gruende-fuer-kampagnen-gegen-russland/

  2. Ich bin weit davon entfernt, Feindschaft oder Hass gegen Briten oder Amerikaner oder andere Menschengruppen säen zu wollen, wenn ich auf gewisse Symptome hinweise. Vor negativen Gefühlen sei dringend gewarnt. Worauf es mir ankommt, ist, Anhaltspunkte zu liefern, anhand derer man geistige Strömungen besser einordnen kann. Es führt z. B. eine geopolitische Kontinuität von Mackinder zu Brzezinski von Lord Salisbury zu Samuel Huntington und von Arthur Balfour und Theodore Roosevelt bis zum heutigen Militär-Gigantismus der USA und NATO (Stichwort: Forderung nach Erhöhung der Militärausgaben auf 2% des BIP der NATO-Staaten.) Dahinter steht eine geistige Strömung, die eine industriell-kommerzielle Weltherrschaft unter angloamerikanischer Kultur herbeiführen will. Es gibt auch andere geistige Strömungen, z. B. diejenige, die von den Rosenkreuzern über Goethe zu Rudolf Steiner führt oder diejenige geistige Strömung, die über die römisch-katholische Kirche bis zu den Jesuiten und Opus Dei etc… führt…. Wieder eine andere Strömung mag hinter Macron und dem „Grand Orient de France“ und gewissen Plänen für die EU stehen …

    Wenn ich schreibe, ich könne eine gewisse Kontinuität z. B. von Arthur Balfour/Theodore Roosevelt zum heutigen US-Militär- und NATO-Gigantismus feststellen, dann beziehe ich mich auf eine Briefkorrespondenz zwischen Arthur Balfour und Theodore Roosevelt von 1908, in dem der Ex-Minister Arthur Balfour dem Ex-Präsidenten der Vereinigten Staaten, Theodore Roosevelt einen angelsächsischen Staatenbund vorschlägt. Terry Boardman hat diese Korrespondenz hier sehr gut analysiert :

    ttp://threeman.org/?p=587 „Sir Edward Grey, liberaler Imperialismus und die Frage nach der britischen Verantwortung für den ersten Weltkrieg: Vom englischen zum amerikanischen Weltreich“. Die Analyse der Korrespondenz beginnt nach der Zwischen-Überschrift: Balfours Angelsächsischer Staatenbund.

    Balfour schrieb da z. B.: „…Ein Weltfrieden wird nur dann erreicht werden, wenn diese Großmächte die Welt unter sich aufgeteilt haben… … oder wenn eine Nation allen anderen eindeutig überlegen sei… … In einem losen Staatenbund würde keiner seine Eigenart opfern müssen. Zu dem Nationalgefühl von Engländern, Amerikanern, Kanadiern, Südafrikanern und Australiern käme dann nur ein gemeinsamer angelsächsischer Patriotismus hinzu… sollten sich aber England und Amerika nicht verbünden, wird die Weltgeschichte auch weiterhin eine kriegerische bleiben, denn eine Reihe von Mächten wird um die Vorherrschaft kämpfen…würden sie sich aber gegen den Rest der Welt verbinden, wären sie unangreifbar…Solch ein Bündnis bedeute ein Seeimperium, das keine Landgrenzen zu verteidigen habe. Ihm würden die dünn besiedelten Gegenden und alle Meere gehören… Das Federal Council hätte nur mit Prioritätsfragen und… Verteidigung… zu tun. Die dauerhafte Einrichtung einer Regierung sei nicht erforderlich…ein solches Bündnis sei praktisch unbezwingbar und würde die Welt beherrschen…Es würde praktisch dem Rest der Welt den Frieden von See her befehlen…

    – Also eine gigantische militärische Übermacht erzeugen, die alle anderen einschüchtert und lähmt, sah Balfour darin tatsächlich das Mittel zum „ewigen Frieden“?

    Menschen stellen sich (freiwillig ! oder auch nicht freiwillig?) in geistige Strömungen hinein – oder auch nicht – durch Versäumnis oder Ablehnung. Sind die letztlichen Ursachen für geistige Strömungen womöglich gar in der „Geistigen Welt“ zu suchen? Haben sie gewissermaßen übermenschlichen Ursprung? Menschen können offenbar Werkzeuge innerhalb dieser geistigen Strömungen sein – vermutlich bewusst, halbbewusst oder unbewusst.

    Und wenn eine wichtige Strömung abgelehnt wird – so wie die geisteswissenschaftliche Strömung Rudolf Steiners vielfach abgelehnt wird – gewinnt dann eine bestimmte andere Strömung die Überhand?

    Ich jedenfalls empfehle sehr, die „Zeitgeschichtlichen Betrachtungen“ von Rudolf Steiner zu lesen – am besten die Taschenbuchausgabe mit den langen und gut recherchierten Anmerkungen hinten. Rudolf Steiner hat schon während und nach der Zeit des Ersten Weltkriegs, als Zeitgenosse, vieles erkannt, was heute, unabhängig von Steiner, durch die neuere bis modernste Geschichtsforschung, oft von Nicht-Anthroposophen (!) aufgedeckt wird (Wolfgang Effenberger, John P. Cafferky, Gerry Docherty/Jim Macgregor, Andrea Bosco, Christopher A. Lambert, Andreas v. Bülow, Antony Sutton, Carrol Quigley, Wolfgang Bittner, Terry Boardman, u. a.

  3. Merkel hat es ausgesprochen :
    (Sinngemäß) Deutschland ist ein geografischer Ort und Deutscher ist jeder, der da wohnt .
    Deutschland wurde Kultur und Geschichte genommen ( Ausnahme : ein paar Jahre zur Konstruktion der Schuldindustrie) .
    Jeder Mensch auf der Welt ist (potentieller) Deutscher und wenn nun in diesem Gebiet die CIA Gründung „die Grünen“ an die Macht gebracht werden, ist das machtpolitisch folgerichtig .
    Deutschland ist nun 100 Jahre Spielball der Interessen des Internationalen Kapitals und nach 100 Jahren scheint tatsächlich nur noch ein vollständig entseeltes Gebiet Deutschland zu bestehen .

  4. Kompliment! Klug und vielbelesen der KenFm-Think-Tank, da wird doch wieder klar, wie heute in entscheidenden Kreisen unverändert gedacht und gehandelt wird: Die Katzen lassen die Mäuse nicht. Deshalb kann ich „Mensch“ auch nicht folgen in seiner Feststellung: „Gerade heute trägt für mich die Mehrheit der Deutschen schon jetzt die Mitschuld am nächsten Krieg.“ Die Mehrheit der Deutschen hat gar keine Chance sich schuldig zu machen, sie wird wie früher nicht beteiligt und nicht gefragt … an und nach NICHTS.

  5. Es wird z. B. in Fritz Fischers Band: „Griff nach der Weltmacht“ behauptet, das deutsche Kaiserreich habe eine Weltherrschaft angestrebt und dafür auch Krieg in Kauf genommen. Doch stellt sich die Frage, ob nicht eher angelsächsische Eliten eine weltweite Vorherrschaft im Sinn hatten – und dafür Krieg in Kauf nahmen? Im Folgenden eine Symptom-Sammlung mit Quellenangaben, zum Nachprüfen. Bei youtube-Links habe ich das erste „h“ weggelassen – ich hoffe, die Links gibt es noch – die Recherche ist schon ein paar Monate alt:
    1. Am 11. Dezember 1905 wurde Sir Edward Grey britischer Außenminister. Zehn Jahre zuvor hatte er sich zum außenpolitischen Ziel der Milner-Gruppe geäußert: „Tatsache ist, dass der Erfolg der britischen Rasse die Gemüter des Restes der Welt erschüttert hat, und jetzt, da sie nicht mehr über Provinzen in Europa streiten und die Augen auf ferne Orte gerichtet haben, finden sie uns überall im Weg. Daher die allgemeine Tendenz, uns als lästig zu betrachten und sich gegen uns zu verschwören. Ich fürchte, wir werden früher oder später kämpfen müssen, es sei denn, ein europäischer Zankapfel fällt unter die kontinentalen Mächte, aber wir haben eine gute Karte zur Hand, und ich denke, ein mutiger und geschickter Außenminister könnte Russland aus der Anzahl unserer aktiven Feinde herauslösen, ohne dabei sehr wesentliche britische Interessen zu gefährden.“ (Quelle: John P. Cafferky: Lord MIlners Second War, S. 151).
    2. Schon Archibald Primrose Lord Rosebery (1847-1929), zweimal Außenminister und Premierminister, durch seine Heirat mit der einzigen Tochter des Bankiers Mayer de Rothschild zum reichsten britischen Regierungschef geworden, glaubte an die rassische Überlegenheit der angelsächsischen Weltgemeinschaft und sagte im November 1900 vor Studenten der Universität Glasgow: „Was ist das Empire, wenn nicht Vorherrschaft der Rasse?“ Was künftig allein zähle, seien Besitz und Rasse. 1893 richtete Rosebery in einer Rede am Royal Colonial Institute folgenden Appell an seine Zuhörer: Wir müssen uns daran erinnern, dass es Teil unserer Verantwortung und unseres Erbes ist, dafür zu sorgen, dass die Welt, soweit sie noch von uns geprägt werden kann, angelsächsischen und nicht einen anderen Charakter erhält. (Quelle: Markus Osterrieder: Welt im Umbruch, S. 822).
    3. Der herausragende britische Staatsmann Robert Gascoyne-Cecil, 3. Marquess of Salisbury überlegte sich schon im Jahre 1885, wie der Rivale des British Empire, das zaristische Russland, in Schach gehalten werden konnte und entwickelte folgende Langzeit-Strategien: 1. Schwächung des Gegners durch Hineintreiben in Zahlungsunfähigkeit und danach Entfachen von Revolutionen, 2.Widerbelebung des Islams an Russlands Rändern und 3. ein verlustreicher Krieg gegen Deutschland. (Quelle: John Charmley: „Splendid Isolation?“ London, 1999, S. 201, unten und auf S. 213.)
    4. Kronprinz Edward, der spätere britische König Edward VII, hatte schon 1878, zusammen mit Papst Leo XIII, die Vision eines neuen politischen Kurses. Papst Leo XIII hat daraufhin entscheidend dazu beigetragen, das Bündnis zwischen dem russisch- orthodoxen Zarenreich und der laizistischen Französischen Republik gegen das katholische Österreich und gegen Deutschland zustande zu bringen. Quelle: Professor Evgenij A. Adamow: Die Diplomatie des Vatikans zur Zeit des Imperialismus. Berlin, 1932 und Wolfgang Effenberger: “Europas Verhängnis 14/18”, Kritische angloamerikanische Stimmen zur Geschichte des Ersten Weltkriegs, S. 30 ff.)
    1887 wendet sich Salisbury an Count Chaudordy. Der Herzog von Norfolk wendet sich dann an Papst Leo XIII & Kardinal Rampolla und kommuniziert dieses „Bild für das 20. Jahrhundert“. Der herausragende russische Diplomat Alexander Iswolski wird russischer Botschafter am Vatikan. Der Papst bewegt sich auf den Zaren zu. Papst Leo befiehlt den französischen Katholiken, sich der („freimaurerischen, atheistischen“) Dritten Republik zu fügen. Der Papst befiehlt den polnischen Katholiken, sich dem (orthodoxen) Russland zu unterstellen. Somit steht einem Bündnis zwischen Frankreich und Russland (das gegen die Mittelmächte gerichtet ist) nichts mehr im Wege. (Quelle: Terry Boardman, ab Min. 55:44 ttps://www.youtube.com/watch?v=_Hsb9SQ6Ayw The Battle for the Truth about the First World War.)
    5. In der Weihnachtsausgabe von 1890 der Satirezeitschrift „Truth“ erschien eine „Satire“ über Kaiser Wilhelm II, in der stand, dass er hypnotisiert werde und danach einen Traum hätte, einen Krieg anzuzetteln und schließlich im Armenhaus zu landen; die Zeitschrift präsentierte eine neue Europa-Karte als Ergebnis dieses Krieges, auf der Deutschland zerstückelt und Russland als „russische Wüste“ erscheint. (Siehe Der Europäer, April/Mai 2010, S. 18: „Die geplante und auf politischen Karten skizzierte Zertrümmerung Mitteleuropas und ihre schrittweise Realisierung.“ Siehe auch hier, ab ca. 1:06:06 ttps://www.youtube.com/watch?v=k1yJ0zID_xw)
    6. Der Okkultist Harrison, ein angelsächsischer Okkultist, der der anglikanischen Hochkirche nahestand, lehrte Anfang des Jahres 1893 vor der Berean Society, dass das russische Reich sterben müsse, damit das russische Volk leben könne und dass der „National-Charakter sie befähigen werde, „socialistische, politische und ökonomische Versuche durchzuführen…“ (Quelle: C. G. Harrison: Das Transcendentale Weltenall, S. 46.) Damit einher werden Gedankengänge suggeriert, dass die englisch-sprachigen Völker die „Kultur-Amme“ des Slaventums werden sollten. Die Berean Society stand der „High Church“ nahe, einem elitären Zweig der anglikanischen Kirche, die 1889 die Bewegung „Lux Mundi“ gründete, die ihren Ausgangspunkt in Lord Salisburys Haus hatte.
    7. Am 11. 9. 1897 brachte die Zeitschrift „The Saturday Review“ einen Artikel mit dem Titel „England and Germany“ – England und Deutschland heraus, der mit folgendem Satz endete: „Germania esse delenda“ (Deutschland muss zerstört werden). (Quelle: Ab 1:22:42 ttps://www.youtube.com/watch?v=_Hsb9SQ6Ayw The Battle for Truth about the First World War.)
    8. Arthur Balfour aus der einflussreichen Cecil-Familie und Neffe von Lord Salisbury, schrieb 1909 an Theodore Roosevelt bezüglich einer angelsächsischen Konföderation. Doch hinter der Konzeption einer losen Konföderation der englisch-sprachigen Länder soll Philip Kerr, der spätere Lord Lothian gestanden haben, der Jünger von Alfred Milner. (Quelle: Ab ca. 1:13:24 ttps://www.youtube.com/watch?v=k1yJ0zID_xw siehe auch: ttp://threeman.org/?p=2564 The Cecils and the End of the British Empire.)
    9. Von 1902-1909 bestand ein „Dining Club“, eine Art früher Thinktank, „The Coefficients“ und folgende höchst einflussreiche Mitglieder waren dort anwesend: Die beiden Fabianer Sidney Webb, Beatrice Webb, Richard Haldane, Sir Edward Grey, Arthur Balfour, Bertrand Russel, H. G. Wells, Sir Robert Cecil, Alfred Milner, Charles Repington, ein Vertreter der G. P. Morgan Bank, Halford Mackinder, Leopold Maxse und Leo Amery . (Quelle: Ab ca. 38:12 ttps://www.youtube.com/watch?v=1yqD3CmiU9c)
    10. In diesem Dining Club, den „Coefficients“ war Sir Halford Mackinder. Er lieferte die geostrategische Vorgehensweise, nach der die Weltherrschaft der Englisch-Sprachigen langfristig erzielt werden soll: Sir Halford Mackinder war der Pate der Geopolitik. Er stellte 1904 anlässlich einer Rede vor der Royal Geographic Society in London eines der einflussreichsten Dokumente der globalen Außenpolitik vor. Er hielt eine Rede mit dem Titel »The Geographical Pivot of History«. Mackinder teilte die Welt in zwei zentrale geografische Machtblöcke auf: Seemacht und Landmacht. Auf der einen Seite standen die Seemächte Großbritannien, USA, Kanada, Südafrika, Australien und Japan, welche die Weltmeere und die Handelsströme beherrschten. Sie könnten von Landmächten nicht bedroht werden, solange die zentrale Landmasse in „Eurasien“ miteinander uneins sei. Sollte aber Russland »über die marginalen Staaten Eurasiens hinweg expandieren«, würde das »ungeheure kontinentale Ressourcen zum Flottenbau gestatten«. Mackinder: »Das Weltimperium wäre damit in Sicht.« Dies könne auch geschehen, wenn sich Deutschland mit Russland zusammentäte. Halford Mackinders Karriere wurde von Alfred Milner finanziert, der ja das Rhodes-Vermögen verwaltete. (Quelle: Terry Boardman: „June 16 – The Shadow of 1916 on Britain’s Momentous EU Decision: In, Out or Something Else?“: ab ca. 39:02: ttps://www.youtube.com/watch?v=1yqD3CmiU9c )
    Im September 1915 erschien ein „anonymer“ Artikel in der „Round-Table-Zeitschrift, der von Philip Kerr geschrieben worden war, einem der wichtigsten Gefolgsleute von Lord Milner und späteren Sekretär von Lloyd George. Der Artikel enthielt Folgendes über den „Weltstaat“, den die Round-Table-Gruppe um Milner damals schon für die neue Nachkriegsordnung konzipierte: „Ein solcher Staat muss alle anderen außer Kraft setzen. Tatsächlich wird er der einzige Staat sein. […] Darunter mag es eine unbegrenzte Anzahl von nationalen Einheiten geben, aber das oberste Gesetz wird das Weltrecht sein, übergeordnet dem nationalen Recht, dort, wo es mit ihm kollidiert und es wird für alle Bewohner der Welt verbindlich sein.“ (Quelle: Terry Boardman, ttp://threeman.org/?p=2304) Boardman zitiert aus dem Round Table Artikel: “Such a state must override all others. Indeed, it will be the only state. […] Beneath it there may be an indefinite number of national units as at present, but the supreme law will be the world law, overriding national law where it conflicts with it and binding on all the inhabitants of the globe.”

    Ist dieser letzte Satz nicht wie ein Entwurf für die “New World Order”, den Weltstaat unter Vorherrschaft der Englisch-Sprachigen? Und das wurde schon 1915 von Philip Kerr imaginiert.

    • @ A. Eberl,
      vielen Dank für die umfangreichen Informationen, die zur Stützung der Thesen Wimmers (und auch meiner in einem im September erscheinenden neuen Sachbuch) beitragen. Dass Sie sich derart eingehend mit der Materie beschäftigen und Ihre Kenntnisse und Erkenntnisse weitergeben, ist sehr verdienstvoll.
      Freundliche Grüße, Wolfgang Bittner

    • Wenn man überlegt, wie lange es den „Roman“ von Engelmann über die Bilderberger schon gibt, dann sind solche Prozesse einfach nicht zu erwarten.
      Und leider ist in Bezug auf deutsche Geschichte auf linken Portalen kaum etwas zu erwarten, denn dort wird nur „aufgedeckt“, was dem Narrativ vom bösen Deutschen dienstbar gemacht werden kann.
      Gerade hier wird noch die hinterletzte Harmlosigkeit in einen antideutschen Schuldkult eingepasst. Jedenfalls auffallend oft. Das ist nicht neutral und fördert keine Erkenntnis.

  6. Ich schätze Herrn Wimmer sehr, wegen seines konsequenten Engagements für Frieden. Sicher werde ich auch dieses Buch lesen. Schon länger steht für mich fest, dass Deutschland nicht allein schuldig ist an den vergangenene Kriegen. Für mich steht aber auch fest, dass damals wie heute ein deutsches Establishment existiert, welches Kriege will, weil es für sich Vorteile daraus ziehen will und in den letzten Kriegen ja auch gezogen hat. Ich möchte ganz eindringlich warnen vor dem „Unschuldslamm Deutschland“. Gerade heute trägt für mich die Mehrheit der Deutschen schon jetzt die Mitschuld am nächsten Krieg.

    Abgesehen von den deutschen reichen Profiteuren an Kriegen, die wieder aus ihren „Löchern“ gekrochen sind und eigentlich in Westdeutschland auch nie richtig weg waren, spreche ich auch von der deutschen Bevölkerung, die eben nicht grundsätzlich gegen Krieg ist. Es gibt so ca. 4-5 tausend Deutsche, die wirklich gegen Krieg grundsätzlich sind und dafür auch auf die Straße gehen. Die überwiegende Mehrheit ist aber lediglich für Frieden in Deutschland, woanders ist es ihnen egal. Wer stellt denn die freiwilligen Soldaten der Bundeswehr heute, wer sind dessen Eltern und Freunde?!!! Wer sind die Angestellten in Funk, Fernsehen und Zeitung, die willig den Feind Rußland, Iran, Venezuela, Nordkorea usw. herbeilügen?!!! Wer arbeitet in den deutschen Rüstungskonzernen?!!! Wer geht jedes Jahr freiwillig zum Tag der offenen Tür bei der Bundeswehr und jubelt dieser Bundeswehr zu?!
    Ich spreche mit Jung und Alt und ich treffe auf tiefe USA-Gläubigkeit und oft völliges Desinteresse am Thema Krieg und Frieden. Jung und Alt springt willig auf jede Kuh, die durchs Dorf Deutschland getrieben wird. Andere Themen sind kaum im Gespräch. Die Mehrheit der Deutschen würde leider wieder in den Krieg gegen Rußland ziehen, das weiß auch das deutsche und us-amerikanische Establishment. Die Deutschen wachen erst auf, wenn sie den Einberufungsbefehl auf dem Tisch haben und dann ist es zu spät, weil sie nicht gelernt haben, sich zu solidarisieren und rechtzeitig millionenfach der Kriegspolitik öffentlich zu widersprechen.

    Viele Deutsche übernehmen willig den öffentlich immer wieder durch BILD und Co verbreiteten Eindruck, die Deutschen seien klüger, fleißiger eben irgendwie besser als andere Völker. Das konnte man sehr schön am Beispiel Griechenland sehen und auch an der Flüchtlingsdebatte. Es ist der Anfang vom Ende, wenn ich mich über andere stelle und das machen viele Deutsche gern. Ich weiß nicht, ob das in anderen Ländern auch so? Jedenfalls ist auch das ein Grund dafür, warum viele Deutsche bereit sind, andere Völker zu töten, weil sie sich tatsächlich für etwas besseres halten.

    Natürlich muss Geschichte ehrlich aufgearbeitet werden aber viel wichtiger ist der Blick in die Gegenwart und Zukunft und da sehe ich bei der Mehrheit eine große Gleichgültigkeit und diese Gleichgültigkeit wird den Deutschen wieder zum Verhängnis. Wenn wir Deutsche nicht endlich millionenfach für Frieden, gegen Aufrüstung und den militärischen Ausbau der Straßen nach Osten, gegen Ramstein und das neue us-amerikanische Krankenhaus auf deutschem Boden usw. auf die Straße gehen, verdienen wir uns den nächsten Krieg durch Gleichgültigkeit! Wenn die Militärstraßen gen Osten und das Militärkrankenhaus und die andere Kriegsinfrastruktur fertig sind, kommt der Einberufungsbefehl, darauf können wir Gift nehmen!

    • Mit Verlaub, hier muss ich Ihnen widersprechen, vor allem, wenn Sie schreiben: „Gerade heute trägt für mich die Mehrheit der Deutschen schon jetzt die Mitschuld am nächsten Krieg.“

      Es ist meiner Ansicht nach falsch, Völkern oder Kollektiven die Schuld an Kriegen zu geben.
      Der Erste Weltkrieg wurde schon lange im Voraus herangelotst – aber nicht von den „Völkern“ und schon gar nicht von den Mittelmächten!
      Aufschlussreich ist, was Benjamin Disraeli in seiner Rede vom 20. September 1876 in Aylesbury sagte:
      „Serbien erklärt der Türkei den Krieg – das heißt, die Geheimgesellschaften Europas erklärten durch
      Serbien der Türkei den Krieg. Ich kann Ihnen versichern, Gentlemen, dass bei er Bemühung, die Regierung durch
      diese Welt zu führen, ganz andere Elemente zu berücksichtigen sind als jene, mit denen unsere Vorfahren zu tun hatten. Wir haben es nicht nur mit Herrschern, Fürsten und Ministern zu tun, sondern hier geht es um Geheimgesellschaften […] , die im letzten Moment alle unsere Vorkehrungen in Frage stellen könnten, die ihre Agenten überall haben, ruchlose Agenten, die zum Mord anstiften und notfalls auch ein Massaker hervorrufen könnten.“ Zitatende.

      Benjamin Disraeli war sich also noch bewusst, dass es „behind the curtain“ Geheimgesellschaften gibt, die tiefgreifend in das geschichtliche Werden eingreifen. Eine dieser „Geheimgesellschaften“ war z. B. der Kreis um Alfred Milner in Großbritannien. Eine weitere Geheimgesellschaft war die „Schwarze Hand“… doch gab es weitere…

      Der Vorwurf, den man dem „Volk“ oder den Bevölkerungen – und auch den Deutschen allerhöchstens machen kann, ist der, dass sie schlafen, dass es ihnen an Wachsamkeit fehlt.

    • @ Mensch
      „Gerade heute trägt für mich die Mehrheit der Deutschen schon jetzt die Mitschuld am nächsten Krieg.“

      Für mich trägt die Mehrheit der Deutschen die Mitschuld an
      – dem Krieg in Jugoslawien
      – dem Krieg in Irak
      – dem Krieg in Afghanistan
      – dem Krieg in Libyen
      – dem Krieg in Syrien
      – dem Krieg in Jemen
      – dem Krieg in Palästina
      – dem Krieg in Ukraine

      Und das kann auch gar nicht anders sein, wenn nur Äußerlichkeiten aufgearbeitet wurden, aber die Leute im Inneren die gleichen sind.

  7. Allein von der menschlichen Seite bin ich von der Untriebigkeit von Herrn Willy Wimmer begeistert. Es scheint ihm eine Herzensangelegenheit zu sein, trotz des hohen Alters mit Vorträgen und Büchern, geschichtlich situtative Spannungsverhältnisse der damaligen Politik aufzuzeichnen.

    Was wir heute daraus lernen können, ist nicht immer wieder in ideologische Fallen zu tappen. Wir müssen lernen uns die Frage zu stellen: Was ist Deutsch? Es darf kein geächteter Begriff werden, sondern ein Kulturangebot.

    Das was ich nicht möchte, ist ein Ideologisches-Zwangs-Verhalten, sonderrn im Kern wünsche ich mir die Gestaltung von gesellschaftlichen Strukturen, die eine freie Begegnung zulässt.

  8. Wenn mir im „außen“ Ungerechtigkeit begegnet, dann kann ich mein ganzes Leben damit verbringen Ungerechtigkeit aufzuspüren und zu verurteilen. Dabei übersehe ich aber, dass ich derjenige bin, dem Ungerechtigkeit begegnet. Ungerechtigkeit anzuprangern hat nichts mit Eigenverantwortung zu tun, das wäre genau das Geegnteil von Verantwortung. Meine Verantwortung als Mensch besteht darin, in mir, in meiner Persönlichkeit, die Ursache aufzuspüren, welche mich z. B. Ungerechtigkeit empfinden lässt.

    Das ist Eigenverantwortung.

    Wenn ich diese Ursache, in mir, entdeckt habe, wird Ungerechtigkeit in meinem Leben keine Rolle mehr spielen.

    Dadurch kann ich die Welt verändern.

    Seinen Feind zu lieben, heißt: Erkennen, dass es gar keinen Feind gibt.

    • Der Witz ist ja, dass von den heute lebenden (und noch aktiv schreibenden) wohl kaum jemand den Ersten Weltkrieg noch selber miterlebt hat – aber heutzutage in Deutschland aufgewachsene Leute sich regelrecht persönlich angegriffen fühlen … Psychologie.

  9. Ich habe das Buch „Und immer wieder Versailles“ gelesen – und empfehle es dringend.
    Wolfgang Bittner bringt es hier mit diesem Satz auf den Punkt:

    „Deutschland ist als Frontstaat weitgehend den US-Direktiven ausgeliefert und gegen Russland aufgestellt, die Medien versagen als kritische Instanz fast völlig und nach wie vor hängt das Damoklesschwert eines großen Krieges über uns, wie vor 1914 und vor 1939.“

    Es ist wichtig, dass wir uns NICHT als Rammbock gegen Russland einsetzen lassen.
    Auch interessant zum Thema:
    ttps://www.youtube.com/watch?v=sZhzzPEuUYw
    Daniele Ganser – Preisverleihung.

  10. @ Andreas
    Dass Versailles für Deutschland schicksalhaft war, ist zwar heute unter Historikern nahezu einhellige Meinung, nicht aber, wie es wirklich zum Ersten Weltkrieg kam und was aus Versailles – nach Darstellung von Willy Wimmer, die ich teile – wirklich folgte und bis in die Gegenwart wirkt. Das hat weder mit Mainstream noch primär etwas mit Lernfähigkeit oder Psychopathologien zu tun, vielmehr mit Strategien.
    Freundliche Grüße, Wolfgang Bittner

    • Außerdem hat Graf Bernstorff, der deutsche Botschafter in den USA, schon vier Wochen nach Kriegsausbruch, nämlich am 5. September 1914, gegenüber dem jüdischen Geschäftsmann Oscar Straus die Bereitschaft für einen Verständigungsfrieden signalisiert und US-Außenminister William Jennings Bryan erfuhr dies schon am nächsten Tag von Straus persönlich, der extra den Nachtzug genommen hatte, um Bryan darüber zu informieren und Bryan wollte bei den Alliierten vermitteln (Vermittlungsvorschlag „Feeler“), doch der britische Botschafter in den USA, Sir Cecil Spring Rice vereitelte dies, denn die Alliierten wollten keinen so frühen Frieden, in dem Deutschland noch militärisch erfolgreich dastand. Sie wollten, dass Deutschland vollständig besiegt und unten gehalten würde und begründeten das mit der scheinheiligen Formulierung, dass sie einen „dauerhaften“ Frieden wollten (wobei sie implizierten, dass Deutschland so aggressiv sei.) Quelle: Walter Millis: Road to War, America 1914-1917, S. 78 und Wolfgang Effenberger: Europas Verhängnis 14/18. Kritische angloamerkische Stimmen zur Geschichte des Ersten Weltkriegs, S. 83-84.

    • Zur Vorgeschichte zum Ersten Weltkrieg kann ich etwas beitragen:
      Alfred Milner war geistiges Oberhaupt einer Gruppe, die sich – wohl in Anspielung auf König Artus Tafelrunde – „Round Table“ nannte. Durch diese Gruppe übte Milner Einfluss auf die britische Elite aus und zwar parteiübergreifend, doch geschah dieser Einfluss nicht durch demokratische Mittel sondern durch Herstellung eines außerparlamentarischen Konsenses bezüglich einer bestimmten politischen Agenda, vor allem in der Außenpolitik. Sobald ein strategisches Ziel gesetzt war, setzte die Round Table Bewegung alle verfügbaren Mittel ein, um es zu erreichen, auch Manipulation, was die Gruppe „Modellieren“ der öffentlichen Meinung nannte. Eine weitere, wichtige Vorgehensweise zum Erreichen eines strategischen Zieles waren koordinierte und orchestrierte Handlungen durch ein Netzwerk von miteinander verbundenen Personen und Organisationen. Das Royal Institute of International Affairs (Chatham House) und der Council on Foreign Relations waren die wichtigsten unter ihnen.
      Dank des Kollateralismus einiger historischer Institutionen der Universität Oxford – All Souls College, vor allem aber auch Balliol, New College und des Rhodes Trust-und einer totalen Kontrolle über die damalige „Qualitätspresse“ wie The Times und The Observer und anderen konnte der Round Table innerhalb des Empire eine „kulturelle Hegemonie“ ausüben, insbesondere in den dreißig Jahren zwischen 1910 und 1940.
      Die Round Table Gruppe schuf eine Vierteljahresschrift mit dem Namen „The Round Table“, die sich voll und ganz dem Empire und den auswärtigen Angelegenheiten widmete und sich, als elitäre Zeitschrift, vor allem an diejenigen richtete, die in der Lage waren, die öffentliche Meinung zu beeinflussen. Sie wollte „Denkanstöße“ liefern, die dann im gesamten Empire weiter verbreitet werden sollten durch andere Zeitungen, durch Hochschulen und Thinktanks. Ein gewaltiges, weltweites Instrument.
      London war zu Beginn des Jahrhunderts das Zentrum eines weltweiten metropolitanen politischen Journalismus. Die erste Ausgabe der Zeitschrift erschien im November 1910 und beinhaltete einen Artikel mit dem Titel „Anglo-German Rivalry“ von Philip Kerr. Es war ein gegen Deutschland gerichteter Propaganda-Artikel, eine Art Agitprop.
      Die Round Table –Bewegung war eine politische Organisation mit deutlicher Verwurzelung in allen großen peripheren Zentren des Reiches, mit fast unbegrenzten finanziellen Mitteln durch den Rhodes-Trust und mit einer Zeitschrift, die bezüglich des Empire und der Außenpolitik als maßgebend anerkannt wurde. Bedeutende Mitglieder waren Lionel Curtis und Philip Kerr, der Musterschüler von Alfred Milner.
      Quellen: .: http://threeman.org/?p=2584 und Andrea Bosco: The Round Table Movement And the Fall of the „Second“ British Empire (1909-1919), S. 8-10.
      Der heutige Professor Andrea Bosco, ein großer Sympathisant des British Empire – sein Buch hat einen stattlichen Preis und ist nicht für den Mainstream geschrieben, sondern für „Insider“ – dieser Professor Andrea Bosco schreibt auf S. 12 seines oben genannten Buches, dass das deutsche Kaiserreich von der Round Table Group geschickt in eine Falle gelockt wurde, damit es zum Ersten Weltkrieg kam.

    • @ Wolfgang Bittner
      „Das hat weder mit Mainstream …“

      Für Sie vielleicht nicht, für andere, und da gehöre ich dazu, ist es Grundprinzip der Kritik, genau dann genauer hinzuschauen, wenn breite Einigkeit besteht und etwas als selbstverständlich gilt – also Mainstream ist.

      “ … noch primär etwas mit Lernfähigkeit oder Psychopathologien zu tun, vielmehr mit Strategien.“

      Dann leben wir wohl in verschiedenen Welten.
      Jede Kriegspartei hatte ihre Strategie und die Strategie der Deutschen war so arm wie das Spielergebnis dieser Runde grand chessboard eindeutig war.
      In meiner Welt ist es wesentlich Psychopathologie, wenn der gleiche Fehler nochmal gemacht wird (WK II).

  11. „Versailles – das ist heute unter Historikern nahezu einhellige Meinung … “

    Eine nahezu einhellige Meinung wird neudeutsch auch Mainstream genannt.

    “ … und ruinösen Vertrag von Versailles, der Hitler zur Macht verhalf“

    Wenn man ein Mal damit gescheitert ist, es gegen militärische Übermächte militärisch zu versuchen und damit eine harte Landung (Versailles) erlebte, müsste man daraus entsprechend gelernt haben.
    Vorausgesetzt, die Deutschen wären lernfähig gewesen, hätte Versailles „Hitler“ verhindert.
    Außer eben, politischer Faschismus entsteht aus ganz anderen Faktoren, nämlich Psychopathologien.

    • Antwort an Andreas: Wollen Sie in Ihrem Kommentar andeuten, dass das Kaiserliche Deutschland unbedingt einen Weltkrieg gegen eine gewaltige Übermacht „versucht“ habe und Versailles lediglich eine (verdiente?) harte Landung gewesen sei?
      Was um die Zeit des Ersten Weltkriegs herum bewohnbare Erde war, davon besaß das British Empire damals ein Viertel, dazu noch die Herrschaft über das Meer. Zählte man noch die Landmasse dazu, die Frankreich und Russland damals besaßen, macht das die Hälfte der bewohnbaren Erde aus. Und als dann noch die USA als Gegner der Mittelmächte dazu kamen, da waren es praktisch drei Viertel der bewohnten Landmasse, auf denen die Menschen gegen die Mittelmächte waren – die Propaganda tat ihr Übriges. Eine gewaltige Übermacht. Und da wurde in Versailles behauptet, das Deutsche Kaiserreich habe einen Krieg gegen eine solche gewaltige Übermacht bewusst angestrebt?
      Da deutet ein Gespräch, das schon im Jahre 1907 zwischen dem bedeutenden Briten, Arthur Balfour und dem amerikanischen Botschafter, Henry White, stattfand auf eine andere Urheberschaft hin:

      Balfour: „Wir sind vermutlich Narren, dass wir keinen Grund dafür finden, Deutschland den Krieg zu erklären, bevor die Deutschen zu viele Schiffe bauen und uns den Handel wegnehmen…“
      White: … Wie können Sie da überhaupt nachdenken über etwas politisch dermaßen Unmoralisches wie das Provozieren eines Krieges gegen eine harmlose Nation, die ein ebenso großes Anrecht auf eine Marine hat wie Sie? … …“
      Balfour: „Das würde bedeuten, unseren Lebensstandard zu senken. Vielleicht wäre es für uns einfacher, einen Krieg zu führen…“
      Quelle: Wolfgang Effenberger: „Europas Verhängnis 14/18, Die Herren des Geldes greifen zur Weltmacht“, S. 41.

    • Ich kann nur sehen, dass seit hunderten von Jahren die Welt mit Kriegen überzogen wird, und sicher freut sich keine Bevölkerung darüber, in einen Krieg gezogen zu werden noch darüber, Flächenbombardements wie in Korea oder Kambodscha zu erleiden . Oder die Zerstörung von hunderten Städten und Dörfern-ob in Russland oder Deutschland-zu erleiden.
      Das hat rein gar nichts mit einem psychologischen Problem der Bevölkerungen zu tun, sondern nur mit dem Geldsystem, das von Kriegen profitiert. Die deutsche Bevölkerung ist genau so wie andere Bevölkerungen der Welt-sie möchten ihrer Arbeit nachgehen und ihr Leben leben.
      Das , was ich sage, ist nun das, was eigentlich jeder denkt. Wer profitiert denn von Kriegen innerhalb der einfachen Menschen . Nicht ein einziger Mensch .
      Es ist ein perverses Spiel, von denjenigen , die davon profitieren. Es ist müssig , darüber zu reden. Weil es doch im 21. Jahrhundert ganz offensichtlich ist, wer dieses Spiel auf wessen Kosten betreibt.

    • @ A. Eberl
      „Wollen Sie in Ihrem Kommentar andeuten, dass das Kaiserliche Deutschland unbedingt einen Weltkrieg gegen eine gewaltige Übermacht „versucht“ habe und Versailles lediglich eine (verdiente?) harte Landung gewesen sei?“

      Sehen Sie, wenn Sie Menschen, die anderer Meinung sind als Sie, mehr in den Mund legen, als diese geäußert haben, dann kommen Sie schnell zu Feindbildern – wie die damaligen Deutschen, gleiche psychische Grundfunktion.

      Was ich schrieb, war und ist:
      „Wenn man ein Mal damit gescheitert ist, es gegen militärische Übermächte militärisch zu versuchen und damit eine harte Landung (Versailles) erlebte, müsste man daraus entsprechend gelernt haben.“

  12. …. eine ausweglose Situation, vielleicht sollten wir auswandern? Da nehmen uns die US-Freunde mit ihren Atombomben auf deutschem Gebiet in Geiselhaft und unsere Kanzlerin macht uns bei unseren Nachbarn auf grausame Art unbeliebt, da wünsche ich mir die Zeiten von Willy Brandt zurück: “ Wir wollen ein Volk von guten Nachbarn sein!“
    SPD vorwärts: „ZURÜCK ZU WILLY BRANDT“

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