Verschwörungsinflation – Tagesdosis 26.5.2020

Vorsicht! Was heute noch als solide Recherche und seriöse Berichterstattung verkauft wird, kann schon morgen gefährliche Verschwörungsideologie sein.

Ein Kommentar von Mathias Bröckers.

Als habilitierter Konspirologe und „elder statesman“ der Verschwörungstheorie verfolge ich die aktuelle Aufregung über die „Gefahren“ und die „unheimliche Macht“ (Spiegel) der Verschwörungstheoretiker  ja eher amüsiert.  Und erstaunt, dass der inflationäre Gebrauch das Diffamierungs,- und Denunziationspotential des Begriffs noch immer nicht abgenutzt hat. Was möglicherweise damit zu tun hat, dass die akademischen „Experten“, die dazu publizieren und verstärkt im Fernsehen herumgereicht werden, zu diesem Thema in der Regel nur küchen-psychologischen Bullshit von sich geben.

Dass es reale Verschwörungen gibt und viele anhand von Indizien darüber aufgestellte Hypothesen sich als wahr erwiesen haben – dass Verschwörungstheorie als heuristisches Verfahren also durchaus Berechtigung zukommt – wird von diesen Experten ebenso ausgeblendet wie die im Namen des Staats und der Großmedien verbreiteten Verschwörungstheorien. Zum Beispiel die WMD des Irak oder – soeben aufgeflogen – die Verschwörungstheorie „Russiagate“, nach der „die Russen“ die Computer der Demokraten gehackt und Trump zum Wahlsieg verholfen hätten. Wie jetzt veröffentlichte Dokumente von Kongress-Anhörungen zeigen, hat der Verantwortliche der IT-Firma „Crowdstrike“ ausgesagt, dass sie keinerlei Beweise für „russische Hacker“ gefunden hätten. Dennoch wurde diese haltlose Story mit Putin als Erzbösewicht auf allen Kanälen seit drei Jahren immer wieder hochgekocht – und kein „Qualitätsjournalist“ stellte auch nur eine kritische Frage oder gar eigene Recherchen an. Die hätten nämlich zu niemand anderem als dem ehemaligen technischen Direktor der NSA höchstselbst, Bill Binney, geführt, der nachgewiesen hat, dass die Daten aus dem DNC-Server nicht von außen gehackt, sondern von innen abgesaugt wurden. Sowie natürlich zu der Merkwürdigkeit, warum bei einem vermeintlichen Großskandal bei dem feindliche Mächte demokratische Wahlen manipulieren und in Computer einbrechen, weder das FBI noch eine andere staatliche Stelle – sondern nur die Privatfirma Crowdstrike – den betroffenen Server untersuchen durfte.

Man musste keinen Bachelor der Illuminaten-Akademie in der Tasche haben, um zu erkennen, dass die Russiagate-Story vom Tag Eins an faul war, es brauchte eigentlich nur einen IQ über Zimmertemperatur, den Willen hinzuschauen und zu tun, was einst „Spiegel“-Rudi seinem Nachrichtenmagazin verordnete: „Sagen was ist“. Aber da kam nichts, weder beim ehemaligen Nachrichtenmagazin noch sonst in einem der selbsternannten Qualitätsmedien – drei lange Jahre lang wurde nahezu täglich die Russiagate-Saga aufgetischt. Was einen weiteren Aspekt des Themas verdeutlicht, der von den Experten gern außer Acht gelassen wird: Wenn’s der Obrigkeit passt, sind auch haltlose Verschwörungstheorien völlig in Ordnung. Und Russiagate passte in jeder Hinsicht: Als Sündenbock für den unerklärlichen Betriebsunfall der Niederlage Hillary Clintons, als Dauervorwurf an Donald Trump, dessen Politik ansonsten kritiklos durchging, und als nötiges Angstszenario für weitere militärische Aufrüstung. Da kann man dann als Top-Journalist dann jahrelang zur besten Sendezeit Verschwörungstheorien verbreiten, ohne für diese Fake News-Orgie irgendwie zur Rechenschaft gezogen zu werden. Solche VertreterInnen des lügenden Gewerbes „Presstitutes“ zu nennen ist eigentlich eine Verharmlosung, da die KollegInnen aus dem liegenden Gewerbe niemals solche Schäden anrichten wie diese Verbreiter gefährlicher Verschwörungstheorien, mit denen Kriege angezettelt werden.

Wenn jetzt in Sachen Corona vor der  Gefahr und der „unheimlichen Macht“  von Verschwörungstheoretikern gewarnt wird und als Beispiel dafür ein veganer Koch, ein  Schlagersänger und ein paar Impf-Rebellen sowie der stets aufgedrehte Ken Jebsen herhalten müssen, entbehrt das nicht einer gewissen Komik. Dass dafür in Deutschland auch gleich der ganz große Diffamierungshammer herausgeholt wird („Nazis“, „Holocaustleugner“, „Antisemiten“) ist mittlerweile ebenfalls üblich – schon als unter einer Million Demonstranten gegen das Freihandels-Abkommen TTIP auch ein paar hundert Nazis mitgelaufen waren, faselten die Experten im „Spiegel“ und TV von einer gefährlichen „Querfront“. Dasselbe jetzt bei den Lockdown-Protesten, die nicht als berechtigter Bürgerprotest gegen fragwürdige Rechtseinschränkungen behandelt werden, sondern als Panoptikum von „Wirrköpfen“, „Rechten“ und „Verschwörungstheoretikern“. Sowie, weil das als Diffamierung offenbar noch nicht reicht, als potentielle Gewalttäter und Anstifter, wie es der „Spiegel“ in einem üblen Schmierenstück vorführt, das KenFM mit der Attacke auf ein ZDF-Produktionsteam bei der 1. Mai-Demo in Verbindung bringt. Weil, so die „Spiegel“-Rechercheure, KenFM würde sich ja mit diesem Produktionsteam das Studio teilen, hätte also von den geplanten Dreharbeiten gewusst. Und? That`s it! Was heißt: unterste Denunziationsschublade, Hetzjournalismus at it’s best! Zwar dreht Kollege Ken ja schon im Normalfall auf 180 und regt viele Leute auf – und seit Corona dreht er jetzt mit 250 im roten Bereich und zieht quasi als Corona-Rezo auf YouTube Millionen an. Dass es bei diesen Drehzahlen bei den Fakten zu Aussetzern kommt, Zuspitzungen zu steil werden und Kurzschlüsse verursachen, ist nahezu unvermeidlich… Hier würde dem Motor des Garagensenders KenFM etwas weniger Bleifuß fraglos guttun. Das ändert freilich nichts an der Tatsache, dass er von den Fake-News-Produzenten des „Relotius-Spiegel“ in Sachen haltlose Verschwörungstheorien weit unterboten wird.

Als ich 1999 mit  Robert Anton Wilson, dem konspirologischen Großmeister und Autor von „Illuminatus!“,  an der deutschen Ausgabe  des Lexikon der Verschwörungstheorie, arbeitete, sprachen wir auch darüber, wie er seine ersten Erfahrungen mit Verschwörungen gemacht hatte –  in der Friedensbewegung der 1960er Jahre und mit dem FBI-Programm CoIntel-Pro, das die Gruppen unterwanderte und mit Verdächtigungen und Gerüchten spaltete: „Irgendwann gegen Ende der 60er hatte ich mich dann mehr oder weniger an den Gedanken gewöhnt, dass nahezu jeder, mit dem ich einmal politisch zusammengearbeitet hatte, ein Regierungsagent war. Anstatt nun paranoid zu werden, fand ich das eher ziemlich komisch.“ Das fiel mir wieder ein, als ich jetzt erfuhr, dass bei der Demo in Leipzig die Plakate mit den wirrsten, durchgeknalltesten Parolen von einem Trupp scheinbar Autonomer stammten, der, nachdem alles von der ARD abgefilmt war, wieder verschwand. Solche Aktionen zur Spaltung und Kanalisierung von Protestbewegungen sind ebenso alte CoIntel-Pro-Schule wie die Denunziation und Kriminalisierung vermeintlicher „Rädelsführer“. Auch der Brandanschlag auf die Tontechnik-Lkws der Stuttgarter Corona-Demo passt da ins Bild.

Mit einem Ergebnis, dass laut Umfragen aktuell 85 Prozent der Bevölkerung mit den Corona-Maßnahmen weitgehend einverstanden sind, könnten die deutschen Konsens-Fabriken eigentlich äußerst zufrieden sein. Doch mit dem Geschrei um eine Großgefahr durch Verschwörungstheoretiker, dem „Wahn aus dem Internet“ (FAZ), soll diese Quote aber offenbar noch in die Nähe in die Nähe von 99,5 % geknüppelt werden. Muss so schon im Vorfeld die absolute Deutungshoheit sichergestellt werden, um jede Kritik an Immunitätsausweisen und ungeprüften Gen-Impfstoffen von vorneherein auszuschalten? Kann man noch von demokratischer Öffentlichkeit und Meinungsfreiheit sprechen, wenn Widerspruch, Kritik und Dissidenz als „gefährlich“, „wahnsinnig“ und „kriminell“ gelten ? Oder nicht besser von einer „Kirche der Angst“ in der eine Diskurspolizei Verstöße gegen den „wahren Glauben“ verfolgt und mit Ex-Kommunikation ahndet?

Mittlerweile – nachdem Panzer-Uschi von der Leyen das EU-Pandemie-Kommando an Bill Gates übertragen hat („Thank you for the leadership, Bill“) – erfüllt es jedenfalls den  Tatbestand der Blasphemie wenn man darauf hinweist, dass noch vor kurzem in der „Zeit“ , der ARD und anderswo ausführlich begründet wurde, warum man diesem Herrn nicht die Kontrolle der Weltgesundheitsorganisation und Milliardären nicht die globale Agenda überlassen sollte. Weil solche Hinweise mittlerweile als irre „Corona-Mythen“ gelten, hat der SWR seiner Doku von 2017 – Titel: „WHO am Bettelstab – Wo’s lang geht bestimmt Bill Gates“ – dann auch schnell noch einen Link vorangestellt, zu einem neuen Beitrag aus dem wir erfahren, dass Onkel Bill natürlich schwer in Ordnung ist. Also: Vorsicht Kinder, und immer schön auf die Sendungen mit der Verschwörungsmaus achten: Was euch heute noch als solide Recherche und seriöse Berichterstattung verkauft wird, kann schon morgen gefährliche Verschwörungsideologie sein…

Mathias Bröckers veröffentlichte zuletzt „Don’t Kill The Messenger – Freiheit für Julian Assange“ im Westendverlag. Er bloggt auf broeckers.com

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Danke an die Autoren für das Recht zur Veröffentlichung.

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Bildquelle: Valery Sidelnykov / shutterstock

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52 Kommentare zu: “Verschwörungsinflation – Tagesdosis 26.5.2020

  1. Passender Artikel zum Thema und sehr lesenswert
    https://www.rubikon.news/artikel/digitale-machtergreifung

    "Digitale Machtergreifung"
    Die Informationstechnologie ist zum ultimativen Werkzeug bei der potentiellen Errichtung einer globalen Diktatur geworden.
    von Werner Meixner

    Zitat aus Artikel: "

    Macht und Ohnmacht

    Der Bürger, dem man die Hintergründe von Beschlüssen verschweigt, ist in der Situation des Machttheoretikers. Jeder politisch denkende Bürger ist Machttheoretiker, was so viel heißt, dass er sich über die ursächlichen politischen Zusammenhänge ein Bild macht.

    Mit dem Ausdruck Verschwörungstheoretiker verwehren die Mächtigen dem Bürger in Wahrheit das Recht, sich über die Ursachen politischer Ereignisse selbstständig und mündig ein Bild zu machen und die Zusammenhänge zu begreifen. Die Mächtigen beanspruchen die Deutungshoheit über die Geschichte und das Recht zur Verkündigung dessen, was als Wahrheit zu gelten habe. Dies ist Teil der Arroganz der Macht. Das können wir Bürger natürlich nicht akzeptieren.

    Von Karl Rove, einem der einflussreichsten Berater von George W. Bush insbesondere während seiner Präsidentschaft, gibt es folgendes Zitat:

    „Wir sind jetzt ein Imperium, und wenn wir handeln, schaffen wir unsere eigene Realität. Und während Sie noch — so umsichtig, wie Sie mögen — diese Realität studieren, werden wir wieder handeln und andere neue Realitäten schaffen, die Sie ebenfalls studieren können (…).“

    Mit „Sie“ meinte er alle diese Leute, die ihm mit moralischen Vorhaltungen kommen. Rove personifizierte die Methoden der Macht wie sonst nur Richard Cheney, Donald Rumsfeld und Paul Wolfowitz. Rove ist die Inkarnation der Arroganz der Macht, die den Menschen die Lüge ins Gesicht sagt und ihnen grinsend zu verstehen gibt, dass sie die Lügen sogar als Wahrheit glauben müssen. Die Arroganz der Macht besagt: Ich und du, wir wissen, dass ich lüge, aber du musst die Lüge als Wahrheit nehmen, auch wenn du an meinem Grinsen krepierst. Dies ist exakt die, inbesondere in der Corona-Krise, heute praktizierte Arroganz, die es möglich macht, dass die Propaganda der Medien und Politiker problemlos die Lügen wiederholen kann, die jeder durchschaut. Die Neue Weltordnung heißt Arroganz der Macht.

    Mit moralischen Kategorien an die Realpolitik heranzugehen, ist ein Fehler, wie Rainer Mausfeld in einem Interview mit Ken Jebsen sagte:

    „Ein amerikanischer Vordenker hat gesagt ‚Ein Gulliver lässt sich nicht von Lilliputanern fesseln. Alle internationalen Vereinbarungen sind der Versuch, den großen Gulliver durch Lilliputaner fesseln zu lassen. So etwas machen wir nicht. Wir nutzen internationale Vereinbarungen, TTIP ist ein wunderbares Beispiel dafür.‘ Tatsächlich geht es bei TTIP ja nicht um Freihandel. Es geht darum, Wirtschaftsinteressen der USA durchzusetzen.“

    Macht kennt keine Moral. Dies bedeutet, dass Leute, die sich dem System der Macht verschrieben haben, moralisch nicht unterscheidbar sind.

    Bush, Kissinger, Gates, Rockefeller, Hitler, Stalin und so weiter handeln danach, was für ihre Macht am nützlichsten ist. Da für keinen von ihnen moralische Kategorien zählen, sind alle prinzipiell zu den gleichen Taten fähig. Alles ist eine Frage der Nützlichkeit. "

  2. "Geschäftsleute des gleichen Gewerbes kommen selten, selbst zu Festen und zur Zerstreuung, zusammen, ohne dass das Gespräch in einer Verschwörung gegen die Öffentlichkeit endet oder irgendein Plan ausgeheckt wird, wie man die Preise erhöhen kann. Solche Zusammenkünfte kann man aber unmöglich durch irgendein Gesetz unterbinden, das durchführbar oder mit Freiheit und Gerechtigkeit vereinbar wäre, doch sollte das Gesetz keinerlei Anlass geben, solche Versammlungen zu erleichtern, und, noch weniger, sie notwendig zu machen." Adam Smith (1723-1790)

    Die vierte Gewalt im Staat darf unter keinen Umständen Hofberichterstattung betreiben! Wie absurd sich das Ganze momentan darstellt zeig Mathias in einer äusserst humorvollen Art und Weise auf. Schon Karl Popper versuchte marxistische Thesen als Verschwärungstheorien zu diffamieren, die eigentliche Hochkonjunktur erfuhr dieses Schlagwort als CIA Kampfbegriff, um die offiziele Verschwörungstheorie bezüglich des Mordes an John F. Kennedy zu stützen. Der Kampf um Begrifflichkeiten und die Deutungshoheit ist keine neue Erscheinung, dieses Schauspiel tritt unterdessen nur offener zu Tage und ist leichter zu durchschauen, vorausgesetzt man ist bereit ausserhalb der verorneten Kiste zu denken. Vollkommen absurde Methoden in einer vollkommen absurden Welt, ergeben vollkommen absurde Resultate.

    TIME Editor Literally Admits He’s For Gov. Propaganda!
    https://www.youtube.com/watch?v=ZCQJm1B29p8

    Medien in Deutschland: Das Transatlantik-Netzwerk
    https://swprs.org/netzwerk-medien-deutschland/

  3. Entblödung gescheitert – Medien neigen jetzt stärker zu Selbstdemontage
    https://www.youtube.com/watch?v=o7dXStYV2Z8

    Bazon Brock über Vertreter des Idiotismus
    https://srv.deutschlandradio.de/dlf-audiothek-audio-teilen.3265.de.html?mdm:audio_id=823632

  4. Hallo Leute!

    Super, daß unser Verschwörungstheoretiker M. Broeckers weiterhin auf ‚amüsanter‘ Droge ist! Das ist ja alles sooo unterhaltend! Ist es aber gar nicht! Laßt Euch nicht von diesem Pseudo-Aufklärer ins Bockshorn jagen! Wenn Ihr Euch z.B. dieses Statement vom „veganen Koch“ Attila Hildmann zu seiner Festnahme anschaut, dann dämmert Euch vielleicht langsam, wohin wir in dieser BRD steuern:

    https://www.youtube.com/watch?v=FkNxX0zbKqw

    Mir kommt die kalte … hoch.
    Hut ab vor Attila!

    AlexH

    P.S.: hier noch seine starke Rede, die er nach all den Torturen hielt:
    https://www.youtube.com/watch?v=O9GXJl1mhN8

    Und: Wo ist eigentlich der ‘TAZ-Rovlutionär‘ M. Broeckers auf den Demos zugegen?
    Hat er schon seine Anteile an dem Atlantikbrückensprachrohr TAZ zurückgegeben?

    • @ Schattenkrieger

      na ganz so wie sie, sehe ich das nicht. Bröckers gibt zwar eine treffende Zustandsbeschreibung und ein nachvollziehbares Statemnet bezüglich der Qualität der vielen Verschwörungsvorwürfe, kommt aber darüber eben nicht hinaus.
      Er zieht keine Schlüsse daraus und reflektiert auch nicht darüber, was es denn heißen mag, dass es gerade so ist, wie es ist, erst recht wenn es -so wie er es ja feststellt – um die Sache eigentlich gar nicht mehr geht, sondern in Willkür abdriftet.
      Will er da nicht weiter denken oder kann er nicht? Das wissen wir nicht! Den Grips dazu hätte er doch!?
      Die Kritiken muss/ wird er sich dann wohl gefallen lassen.

      Treffende Zustandsbeschreibung hin oder her, Mensch ist schließlich daran interessiert wie es weitergehen kann und sich da einfach nur zurücklehnen und den Eigendynamiken zuzuschauen, die sich da entfalten, kommt in diesen Tagen da wohl auch nicht so gut an.
      von daher kann ich AlexH eigentlich ziemlich gut verstehen.

    • An Meilenstein:
      Wir sollten unsere kollektive Intelligenz darauf verwenden das System zu transformieren, Verschwörungstheorien und die Instrumentalisierung dieses Begriffs, sind nur Nebenschauplätze und eine weitere Ablenkung vom Wesentlichen. Man zwingt uns damit in eine "offene Feldschlacht", deren Gewinner bereits feststeht. Auch diese "Schlacht" auf dem Schlachtfeld der Wahl des Gegners zu schlagen erachte ich als reine Energieverschwendung.

    • @ schattenkrieger
      da bin ich dann auch wieder ganz bei Ihnen. Tausend Dank für den Link! 🙂
      Ja so in der Art kann es gehen.

      Metastrukturen , die nicht nur verbinden, sondern auch Übersicht schaffen, gibt es da wohl noch viel zu wenig im Netz und insofern finde ich Ihren Link da als einen sehr sehr wichtigen Hinweis!
      Daran würde es sich – wohl auch für die Alternativen Medien – lohnen zu arbeiten und hier vielleicht Formate zu entwickeln und – so wie sie es sagen – dort Energien hinzustecken.

      🙂

    • ja sicher, und demnäxt gib´s auch noch ein "Let´s Dance" mit Coronageheilten,
      Tatortkommissare mit Mundmasken und
      die Mundmaske für Opernsänger wird auch noch erfunden.
      Ich bin ein Star, holt mich hieraus!
      Matrix lässt grüßen!
      Willst Du die rote oder willst Du die blaue Pille?

  5. Kommt es nur mir so vor, oder ist das auch bei Einigen von Euch der Fall. Wenn ich einen Kommentar abgebe zu KenFm Videos, dann überprüfe ich ganz genau, ob der Text korrekt ist. Wenn dem so ist, dann drücke ich auf "Speichern". Und in den meisten Fällen, wenn ich meinen Text abgeschickt habe, erkenne ich sofort mehrere Fehler im Text. Ganz besonders bei Youtube Videos von KenFm ist das der Fall. Das geht mit mittlerweile dermaßen auf die Palme, dass ich die Krise kriege. Ist das nun eine algorythmische Form der Zersetzung von KenFm "Usern", "Aktivisten" sozusagen, oder nicht.

    • kann ich auch nicht sagen, bei mir sind´s da immer meine eigenen Gnubbelfinger, die sich in der Tastatur verhaken und Ungeduld beim Abschicken 🙂

    • Ja,

      habe ich auch so, selbst beim Schreiben harkt es schon und die Buchstaben sind die falschen. Passiert aber nur wenn ich den IE von MS nutze(jetzt mal wertefrei). Bei Opera habe ich das Problem nicht.

  6. Stellt sich bei dieser hyperinflationären Verchwörungsdefamierungkampagne nicht auch die „Robert Lemke“- Frage für die alternativen Medien: „Wer bin ich?“

    Vielleicht grundsätzlich, vielleicht auch gerade jetzt wieder neu, wo immer mehr Reichweite in Sicht ist?

    Was bin ich: Wachhund? Ergänzung? Aufklärer?Opposition? Alternative?einfach nur eine Meinung mit Anspruch gehört zu werden? Gegenspieler? Teil der großen Koalition der Gleichberechtigten?

    Als was sollten die Alternativen Medien, den sonst gesehen werden, wenn nicht als Verschwö…? Wie soll das kommuniziert werden?

    Wie ist da überhaupt eigentlich der Stand der Dinge?
    KenFm positioniert sich da eindeutig in einem Statement und Mensch kann nachschauen, was KenFm bisher sein will (vielleicht ändert sich das oder es bleibt so?). Auf den Nachdenkseiten finde ich auch ein klares Statement, wer sie sind und was sie wollen. Auf Rubikon finde ich das so nicht, auf Telepolis auch nicht, um jetzt hier nur Einige zu nennen.
    Könnte es hier auch vorrangige Konzepte geben?

    Die öffentl. rechtl. Medien agieren ja immer aus ihrer Rolle als Eier legende Wollmilchsau heraus, mit Anspruch die Wirklichkeit abzubilden. Ist das nicht mittlerweile nationalistisch-romantisch-verklärte Folklore, die mit der heutigen Erschlossenheit von Informationen überhaupt gar keine adäquate Antwort mehr bieten kann? Braucht es hier neue Informationskonzepte?

    Da stellen sich einfach ungalubliche viele Fragen, die –wie ich finde- sich zu diskutieren sich lohnt und wohl bestimmt mehrere Diskussionsrunden ergeben können.

    Vielleicht wäre jetzt, wo viele neue Menschen reinschauen in die alternativen Medienen, sogar der richtige Zeitpunkt dafür, einige der hier aufgeworfenen Fragen in Talkrunden zu thematisieren?

    • Talk zum Thema 🙂

      https://www.youtube.com/watch?v=llaqI7SNTRI und https://www.youtube.com/watch?v=I5AXzpXbkbg

    • ja der Bus würde sich auch hervorragend dafür eignen. Bin auch sehr gespannt, was daraus wird. Es darf aber auch ruhig eine Postionsrunde auf Kenfm sein und noch vieles mehr, oder. . .

      geht ja schließlich darum, dass die alternativen da wirklich als vollwertige Nahrung beim Info-shoppen mit in die Einkaufstüte kommen und nicht nur als Nahrungsergänzungsmittel oder gar als gesundheitsschädliche Alkoholika nur unterm Ladentisch gehandelt oder in große Tüten geraucht werden 😉

    • Im Moment sind die Alternativen Wachhund und dringend benötigte Meinungspluralität. Mein Wunsch wäre, auch wenn der vlt nicht jedem gefällt, daß die GEZ medien anders beaufsichtigt werden. Redaktionsleiter und Chefredaktionen müssen fallen, wenn ihnen mangelndes journalistisches Handwerk und fehlende Abbildung der Meinungspluralität im Land nachgewiesen werden. Im Moment bedeutet das, sie müßten alle ausgetauscht werden. Die jetzigen Alternativen müssten personell integriert werden oder für einzelne Sendungen/Ressorts beauftragt.
      Mindestens eine Wochenzeitung gehört ebenfalls ins Angebot der ÖR, besser auch noch eine Tageszeitung im Stile kenFMs – ein Teil der Artikel regt mich wirklich auf, anderes finde ich einzigartig. Damit werden Privatmedien reines Ergänzungsangebot.

      Informationszugang ist elementare Basis für die Demokratie und daher nix für den privaten Sektor.
      Daneben ist ein wikileaks eine hervorragende Ergänzung.

    • @ Alcedo

      ja das mit dem Wachhund ist wohl so.
      Das kommt nur leider- in unsicheren Zeiten wohl erst recht – nicht gut an bei den Rezipienten der Mainstream- Gesinnungsidylle. Genau an dieser Gesinnungsidylle und den einfachen Wahrheiten klammern sich m.E ja viele Menschen, wohl erst recht auch die älteren Generationen fest. Es ist wie ein Strohalm der im präsentierten Meinungskino gegriffen wird und da kann Mensch einen Wachhund gar nicht gebrauchen, der ihn immer wieder hinaus auf die rauhe See führen will, anstatt an´s rettende Ufer.
      Dieses Handeln in der Orientierungsdramatik in Krisenzeiten (und wir leben ja nur noch in Krisenzeiten!) ist zwar nachvollziehbar, aber eben nicht förderlich für´s Verändern.

      Die riesige Erschlossenheit von Informationen und die für jedermensch zugänglichen vielfältigen Möglichkeiten der medialen Aufbereitung und Zusammenführung, sind allen bekannt und auch die Schwierigkeiten der Orientierung in dieser Fülle von Informationen und ihren Zugänglichkeiten.
      Was aber fehlt und bisher wohl nur in Eigenregie etabliert wird, ist die eigentlich erforderliche Medienkompetenz mit diesen Informationen umzugehen und diese Palette an unbegrenzten Möglichkeiten zu akzeptieren, sich damit sein tägliches Bild von der Welt da Draußen malen zu lassen oder eben selbst zu malen.

      Da hinken wir – aus meiner Sicht – noch meilenweit hinterher. Die Annäherungsversuche gingen da bisher auch immer nur in die eine Richtung ör. in´s Internet, oder Papierzeitung in´s Internet, usw.

      Es sollte nun auch darüber nachgedacht werden, wie wir es auch in die andere Richtung hinbekommen

      und ich denke, die alternativen Medien wären auch gut beraten, die Problematik ansich aufzugreifen, zu thematisieren und zu diskutieren. Die Situation ist günstig und gemacht werden muss es sowieso!
      Und wer es macht, schafft doch Vertrauen! Das ist allemal besser als irgendwelche überholten und mittlerweile folkloristisch anmutenden Meinungs-kino-formaten, wie in den ö.r. Medien vorzufinden, hinterherzulaufen oder diese bis zum Erbrechen zu kritisieren, in der Hoffnung dass diese sich bitteschön von alleine ändern. Das wird nicht passieren.

      also selber machen!

      Bleiben wir stark!

      🙂

    • @ Meinenstein
      Die eigene Meinung wurde kontinuierlich abgewöhnt und Ungerechtigkeit zum Normalzustand.

      Allein wenn ich mir ansehe, wieviele Arbeitsplätze mittlerweile im Dienstleistungsbereich liegen und dort größtenteils erzwungene Dienstleistung an den eigentlichen Produktivkräften – Arbeitsvermittlung, "Weiterbildung", Sozialarbeit, Marketing….. oft besser bezahlt als die eigentlich Produktiven in 2ter und 3ter Reihe (Leiharbeiter, Werkvertragler). Das sind alles Menschen, die sich schon haben korrumpieren lassen. Das nächste Mal wird's leichter.

      Dann die, die sich schlecht bezahlt unter vollständiger Selbstausbeutung als "Unternehmer" durchschlagen, da sie sich medial vermittelt besser fühlen dürfen als der arbeitslose Rest.. ebenfalls der Realität entfremdet.

      Die Arbeiterklasse muß neu definiert werden, alle bislang genannten gehören mit dazu und wollen doch nicht : ))

      "Es sollte nun auch darüber nachgedacht werden, wie wir es auch in die andere Richtung hinbekommen"

      Im Kleinen gibt es viele Nischen:
      * Solidarische Landwirtschaft/Selbstversorger/Ökodörfer
      * Wohnprojekte (gemeinsam Bauen oder Themenspezifisch, oft mit gemeinsamer Kinderbetreuung, Freizeitgestaltung und mehr)
      * Coworkingspace, offene Werkstätten (um Praxis wiederzubeleben (Holz, Metall, Elektronik, Kunststoff… themenspezifisch Fahrrad, Auto, …), in allen Kunstbereichen sowieso..
      * gemeinschaftlich Bau/Nutzung von: Windrädern, Schulen, Waldkindergärten…

      alles irrelevante Nischen. Ohne Zugriff auf die Gesetzgebung und die Steuermittelverwendung ändert sich nichts Wesentliches.

      "Selber machen"?
      Was nun genau ist gemeint? Die Zeitung?

    • @ Alcedo

      ich versuche mal eine kurze Antwort und hoffe dass sie mir irgendwie verständlich gelingen wird, weil ich finde es ist schon ein sehr breites Thema über das auch ganze Bücher geschrieben werdenkönnen

      "Es sollte nun auch darüber nachgedacht werden, wie wir es auch in die andere Richtung hinbekommen . . und selber machen . . "

      die MSM haben sich in´s Netz hineinbegeben und die Politik ebenso. Geht aber in der Vielfalt völlig unter und mnch einer wundert sich, dass über Twitter Weltpolitik gemacht wird. Dem ist natürlich nicht so. Die alten Kreise und Zirkel wirken da natürlich immer noch und auch ihre Medienformate mit denen sie an die Öffentlichkeit gehen.
      Die Thinktanks und alten Medienformate haben über die Jahrzehnte (-hunderte) Formate entwickelt, in denen sie "ihre Informationen" bündeln, aufbereiten und zum Verzehr an die Öffentlichkeit ausgeben.
      Da sind Gesinnungsinstanzen geschaffen worden, die die alternativen Medien kaum aufzubrechen vermögen. Nicht umsonst spricht Ulli Gellermann da von der "Macht um Acht", um nur eine "Gesinnungsmacht" zu nennen.

      Mein Gedanke war, eben sich genau in diese Richtung hin zu bewegen und diese Gesinnungsnüsse zu knacken und so letztendlch auch das "Wahlvieh" (spreche hier im Sinne der MSM-Wertschätzung von Bürgern, weil nichts anderes interessiert die Politik und Medien) erreichen, so dass diese nicht mehr brav ihre Kreuzchen machen.

      wie schon erwähnt, ist die Informationsvielfalt und deren Präsentationsformen schier unbegrenzt und Mensch ist aber immer noch unbeholfen, daraus verwertbare Destilate zu ziehen. Es gelingt ja schon , hier und da und besonders gut dort, wo auch ein Statement gegeben wird, wie auf Kenfm oder nachdenkseiten, wo Mensch nachlesen kann, was das Portal will und warum. Das ist aber noch viel mehr ausbaufähig und sollte noch vielmehr kultiviert werden und letztendlich die alten Gesinnungsformate obsolet werden lassen.
      Eine Diskusiion darüber, dass dieses Problem, welches bestimmt viele nachvollziehen können, besteht würde da den alternativen Medien gut stehen und Vertrauen schaffen. ein weiterer oder anderer Schritt wäre, in den öffentlich rechtlichen Institutionen endlich mal Platz zu schaffen, der von alternativen Medien bespielt werden kann. Der Platz wird natürlich nicht freiwillig eingeräumt, dass ist schon klar, sollte m.E -nötigenfalls mit Petition – eingefordert werden, auch schlicht als Beweis an den Bürger, dass er auch wirklich (zumindets in einer Art) Demokratie lebt.

      Sie zählen zu recht eine Reihe von Projekten auf, die aber bei der Allgemeinheit gar nicht ankommen. ein Platz in den öffentl. Rechtlichen würde das ändern oder auch schon eine andere Wertschätzung er alternativen Medien. Hier auf Kenfm gibt es ja schon mit den "Machern" und anderen Formaten hervorragende Beispiele.

      War letztes Jahr auf einem Bundeskongress des BMI, im alten Bonner Plenarsaal. Thema "Zukunftbau", wie kann es weitergehen im Bauwesen, Architektur, Stadtentwicklung etc..? Das waren die Fragen. Festgestellt wurde immer wieder, es gibt bereits wahnsinnig viele und gut Lösungen, die gerne ein breite Bevölkerungsschicht umsetzen würde, bzw. es für dringend notwendig hält, mit Bezug auf Wiederverwertung, Nachhaltigkeit, Lebensqualität und Gemeinwohl, etc. Allein Alles, aber auch wirklich Alles scheitert und scheitert immer und immer wieder am kapitalistischen Effiziens- und Profitoptimierungsdruck, an den Paradigmen der Wettbewerbsfähigkeit, denen unsere Politik scheinbar ohnmächtig ausgeliefert ist und was über die ö.r. Gesinnungskinos und von der Politik immer wieder verbreitet wird.
      Ja wen wundert es, wenn BRD nur noch Wirtschaftsstandort und die Bürger nur noch Produktionsfaktoren und Bürgerrechte nur noch Geschäftsbedingungen sind und entspanntes Leben nur noch für die Priveligierten oder für die Nichtpriveligierten nur noch vor der Glotze und im Internet möglich sind?

      Die da "Oben" werden sich von alleine ganz bestimmt nicht durch Einsicht ändern. Ändereungen erreichen wir nur, wenn wir die Mitmenschen von diesen Gesinnungsanstalten lösen und das geht m.E auch effektiver als bisher. Da sollten wir ansetzen und eben selber machen. wie immer das auch aussieht.
      Wichtig ist es wohl, da das Problem zu erkennen und aktiv zu werden und nicht einfach "nur" zu warten, wie sich das dann wohl so alles entwickeln wird. Das müssen wir nciht. Esgibt bereits viele viele gut Ansätze aber eben zu sehr gestreut und nicht für alle greifbar

    • Bin bißchen älter und muß zum Glück die ganzen social media tools nicht nutzen, in meinem Augen ist das sehr viel Wiederholung. Ich hoffe immer noch, daß sich irgendwann dieses lifestyle-gepose im Internet wieder überholt, wenn es wieder ein authentischeres reallife gibt. Die jungen haben gar keine Gelegenheit mehr durch Fehler zu wachsen.
      Insofern werden auch Informationsmedien wieder ohne Twitter und ähnliches auskommen.

      In die traditionellen Gesinnungsinstanzen – Unis, Forschungsinstitute, Lobbyverbände usw. kommen die Alternativen Medien vmtl nicht, obwohl corona hier eine Tür aufgemacht hat, sich in viel breitere Kreise – Krankenhäuser, Schulen, Kitas usw. zu etablieren. Wundert mich auch, daß man mit so einer plumpen Manipulation dachte über so lange Zeit durchzukommen.

      Im Moment braucht mein privater Rahmen eine Neuordnung, nach der Pause beteilige ich mich auch wieder an Aufklärung über den persönlichen Bekanntenkreis hinaus.

      Die Gesprächskreise der Nachdenkseiten funktionieren schon recht gut und vielleicht steht es den "alternativen medien" auch gut, ihre gewünschte Rolle in Bezug auf die ÖR zu diskutieren, das vermag ich nicht einzuschätzen. Wenn man Leute dazu bekommt, die alternativen medien eine zeitlang als echte Informationsalternative zu nutzen, überzeugen sie idR durch die Qualität. Die Schwierigkeit besteht im Einstieg.

    • @ Alcedo

      "….Wenn man Leute dazu bekommt, die alternativen medien eine zeitlang als echte Informationsalternative zu nutzen, überzeugen sie idR durch die Qualität. Die Schwierigkeit besteht im Einstieg. . ."

      da kann ich Ihnen nur zustimmen, das sind auch meine Erfahrungen. Vor dem Rechner sitzten ist immer eine Sache, in der realen Welt zu sein und mit Menschen zu dikutieren, immer noch eine ganz andere.

      Ja auch ich zergrübel mir immer wieder den Kopf, wie ich da eine Verbidnung herstellen kann und auch anderen den Einstieg schmackhaft zu machen. Deswegen habe ich ich für mich den Vergleich mit der biologischen Ernährung entwickelt, den ich dann auch auf die geistig gesunde Ernährung übertragen kann. So ist es mir möglich mit nachvollziehbaren Bildern, auch Aussenstehenden eine Vorstellung davon zu entwickeln, als was Mensch die alternativen Medien betrachten kann (Teil einer ausgewogenen gesunden geistigen Informationsaufnahme. Manches geht da auch im Supermarkt oder an der Tanke, warum nicht?).
      Es hilft mir auch selbst, diese Kluft zwischen den ö.r. (Alternativlosen) und den Alternativen immer wieder zu erleben (ertragen). Auch das ist ja ein Grund warum viele andere Schwierigkeiten haben, dort längerfristig einzusteigen.
      Diese Kluft gilt es zu überwinden. Persönliche Gespräche oder Texte an Bekannten, von denen ich weiß, dass sie diese auch lesen, sind da auch so mein Weg.

      Vielen Dank auf jeden Fall für Ihre Einlassung auf meinen Kommentar

      🙂

  7. Fünfundachtzig Prozent Zustimmung zu den Polizeistaatsmaßnahmen. Das entspringt wohl eher einem Wunschdenken und die Verkündung dieses Wunsches verknüpft sich mit dem Unterfangen Widerstand zu frustrieren.
    Ebenso wie früher die Stimme aus dem Volksempfänger den nahenden Endsieg verkündete.

    Die "Kirche der Angst" ist und war es schon immer:
    "Die Furcht schützt die Tempel besser als alle Mauern."
    (Gustave Flaubert)

    Z.b. hier:
    Demselben Zweck einer Verdeckung eigener Ziele und Absichten dient eine Angsterzeugung durch propagandistische Deklaration einer großen Gefahr X, der die Bevölkerung durch einen »Kampf gegen X« entschlossen entgegentreten müsse. Eine derartige propagandistische Warnung begleiten die staatlichen Apparate durch »die gegenwärtig alles beherrschende Verheißung des Schutzes vor Terrorismus und Bösem aller Art«. X kann dabei so ziemlich alles sein, was sich irgendwie wirksam zur Angsterzeugung nutzen lässt. X kann also für »Kommunismus« stehen, für Migranten, »Sozialschmarotzer«, Terrorismus, Fake News und Desinformation, Rechtspopulismus, Islamismus oder für irgendetwas anderes.

    Durch die propagandistische Ausrufung eines »Kampfes gegen X« lassen sich in »kapitalistischen Demokratien« gleichzeitig mehrere von den Zentren der Macht gewünschte Ziele erreichen: Zum einen wird der für Machtzwecke nutzbare Rohstoff »Angst« produziert, zudem lässt sich die Aufmerksamkeit sehr wirksam auf Ablenkziele richten, und schließlich lassen sich unter dem Vorwand eines Kampfes gegen X demokratische Strukturen abbauen und auf allen Ebenen der Exekutive und Legislative autoritäre Strukturen etablieren.
    (Rainer Mausfeld, Angst und Macht – Herrschaftstechniken der Angsterzeugung in kapitalistischen Demokratien, S. 39)

    Oder hier:
    Der Gesundheitsterror
    Mit dem neuen Paradigma der „Biosicherheit“ wird die Weltgesellschaft in einer Weise umgestaltet, von der frühere Faschisten nur träumen konnten.
    von Giorgio Agamben

    Wie beraubt man die Menschen ihrer grundlegenden Rechte und greift in nie dagewesener Weise selbst in ihre intimsten Beziehungen zueinander ein? Wie digitalisiert man den sozialen Kontakt, zerstört Solidarität und atomisiert funktionierende Gesellschaften? Wie schafft man das so, dass sich selbst sonst sehr kritische Kräfte wie Grüne und Linke in dieses totalitäre Umgestaltungsprojekt einbinden lassen? Die Lösung liegt in der Kreation einer Bedrohung von ungeahntem Ausmaß, die alle Bürger zu disziplinieren imstande ist — stärker noch als bei angeblicher terroristischer Gefahr. Das Thema Gesundheit aktiviert nicht nur unweigerlich archaische Ängste fast aller Menschen, es tarnt die Anpassung an die Diktatur als Altruismus und delegitimiert selbständiges Denken. Die geniale Konstruktion der Architekten dieser neuen Weltordnung lautet: Wir ersetzen das bisherige Recht auf Gesundheit durch eine Gesundheitspflicht.
    (Rubikon)

    • Weshalb sich Grüne und Linke in dieses "Unterhaltungskonzept" einbinden lassen, nun, das wird wohl vollkommen andere Gründe haben. Ich vermute, grade auf Parteiebene wird man auch in der Lage sein Wodarg, KenFM, Rubikon oder geleakte Dokumente zu lesen, sich hier ein reales Bild zu erarbeiten.
      Wenn ich unter diesem Aspekt darüber nachdenke wird mir übel, da wäre mir die Todesangst der Kirchen a X weitaus lieber. X ließe sich dann wohl mit rückgradloser Kriecherei oder ungerechtfertigter Vorteilsnahme aufschlüsseln.

    • grüne und linke haben selbst das Klima geschaffen, in dem es so gut wie unmöglich geworden ist in irgendeiner Form noch Opposition zu sein. Aus der Nummer kommen die ja gar nicht mehr raus . .
      Die Parteien sind da wie der Anstreicher der den Boden lackiert hat und sich am Ende fragt, wie er da jetzt aus der Raumecke wieder herauskommt. Ohne durch den Lack zu latschen wird das nicht gehen und dafür sind sich die Herrschaften ganz bestimmt zu schade.

      Sehenswert: Interview mit Prof. Peter-Alexis Albrecht, Strafrechtler an der Uni Frankfurt, über die Wandlung des deutschen Rechtsstaats in einen Überwachungsstaat! Oder eben auch Umwandlung des Rechtsstaates in einen Sicherheitsstaat! Sehr sehr sehr aktuell!!

    • Link vergessen Interview mit Prof. Peter-Alexis Albrecht, Strafrechtler an der Uni Frankfurt, über die Wandlung des deutschen Rechtsstaats in einen Überwachungsstaat!

      https://www.youtube.com/watch?v=SilOG1uexSQ

    • Pseudo-links-grün … Verlogenheit ist Hauptbestandteil der Dienstleistung und neben Einschüchterung und der Aufspaltung der Unterworfenen in zahlreiche kleine Gruppierungen, die einzige Möglichkeit die Herrschaft der Wenigen über die Vielen aufrechtzuerhalten.

      Dazu:
      Die Schaffung einer ganzen Kaste von Beauftragten, die im Namen von Benachteiligten sprechen und an deren Stelle Vergünstigungen beziehen, ist eine effiziente Maßnahme zur Stabilisierung bestehender Benachteiligung und zur Sicherung wachsender Ungleichheit. Denn wenn in einer Gesellschaft die Einkommensunterschiede sich verschärfen, werden die Verteilungskämpfe härter. Da ist es – wie in jeder Herrschaftssituation – günstig, Kollaborateure heranzubilden. Man ermöglicht Leuten, die sonst meist vergleichsweise wenig Qualifikation innerhalb ihres jeweiligen Apparats aufweisen, einen gewissen sozialen Aufstieg und Zugang zu Kontrollfunktionen in ebendiesen Apparaten. Klarerweise werden die Kollaborateure bestrebt sein, dies ihren Gönnern zu danken. Und sie werden in klugem Eigeninteresse sämtliche Aufgaben und Anliegen, für die sie stehen, immer nur so weit betreiben und vorankommen lassen, dass sie selbst nicht überflüssig werden.
      (Robert Pfaller, Erwachsenensprache – Über ihr Verschwinden aus Politik und Kultur)

      Oder auch hier:
      Die repräsentative Demokratie hat für die eigentlichen Zentren politischer Macht den Vorteil, dass die gesamte Veränderungsenergie des Volkes in der Wahl anderer Repräsentanten aus einem vorgegebenen Spektrum erschöpft wird. Damit fehlen innerhalb der gegenwärtigen Formen repräsentativer Demokratie Mechanismen, durch die ein Veränderungswille politisch wirksam werden kann. Genau dadurch stellt die repräsentative Demokratie für die Machteliten eine nahezu perfekte Herrschaftsform dar; sie ist eine Form der Oligarchie, die jedoch dem Volk als Demokratie erscheint.
      In der Herdenmetapher bedeutet dies, dass die repräsentative Demokratie die öffentliche Aufmerksamkeit auf die Hirten lenkt und die Herdenbesitzer gleichsam unsichtbar macht; die Veränderungsenergie des Volkes bleibt darauf beschränkt, andere Hirten aus dem Personal des Herdenbesitzers zu wählen. Dieses Problem wurde früh erkannt, und der amerikanische Karikaturist Joseph Keppler hat es bereits 1889 in seiner Zeichnung „»The Bosses of the Senate« bildlich verdichtet dargestellt.
      Es ist selbst als ein Erfolg jahrzehntelanger Indoktrination anzusehen, wenn wir den Eindruck haben sollten, diese Karikatur sei eine groteske Überzeichnung des Repräsentationsproblems. Überspitzt ist sie nur in den künstlerischen Mitteln; in der Sache stellt sie die wirklichen Machtverhältnisse der damaligen Zeit recht zutreffend dar. Seitdem haben sich die Verhältnisse noch einmal massiv zugunsten oligarchischer und plutokratischer Strukturen verschoben. Zudem wurde von den Macht- und Funktionseliten das »Unsichtbarmachen« der tatsächlichen Zentren politischer Macht – unter intensiver Erforschung nutzbarer Schwachstellen des menschlichen Geistes – in zunehmend systematischer Weise perfektioniert.
      (Rainer Mausfeld, Warum schweigen die Lämmer? Wie Elitendemokratie und Neoliberalismus unsere Gesellschaft und unsere Lebensgrundlagen zerstören)

      Schlußendlich:
      Die Fragestellung der marxistischen Massenpsychologie setzt also gerade dort an, wo die unmittelbare sozialökonomische Erklärung versagt. Der Ökonomismus hat bisher übersehen, dass die wesentlichste Frage nicht die ist, dass und wie Klassenbewusstsein beim Werktätigen vorhanden ist (das ist selbstverständlich!), sondern was die Entwicklung des Klassenbewusstseins hemmt.

      Die Ablehnung der psychologischen Beobachtung und Praxis in der proletarischen Politik ergab bisher in den Diskussionen eine unproduktive politische Fragestellung. Die Kommunisten erklärten z. B. die Machtergreifung durch den Faschismus aus der illusionären, irreführenden Politik der Sozialdemokratie. Diese Erklärung führt im Grunde in eine Sackgasse, denn es ist ja eben die Funktion der Sozialdemokratie, als objektive Stütze des Kapitalismus, Illusionen zu verbreiten. Das wird sie immer tun, solange sie besteht.

      Diese Erklärung ergibt keine neue Praxis. Ebenso unproduktiv ist die Erklärung, die politische Reaktion hätte in Gestalt des Faschismus die Massen „vernebelt“, „verführt“ und „hypnotisiert“. Das ist und bleibt die Funktion des Faschismus, solange er existiert. Es ist unproduktiv, weil es keinen Ausweg zeigt, die Politik nur auf die objektive Funktion einer kapitalistischen Partei, nämlich Stütze der kapitalistischen Herrschaft zu sein, zu begründen.
      (…)
      Kein Krieg und kein Faschismus ohne Massenbasis

      Es handelt sich offenbar um die grosse Frage, dass jede Gesellschaftsordnung sich in den Massen ihrer Mitglieder diejenigen Strukturen erzeugt, die sie für ihre Hauptziele braucht. Ohne diese massenpsychologisch zu erforschenden Strukturen wäre der Krieg nicht möglich gewesen. Es muss eine wichtige Korrelation bestehen zwischen der ökonomischen Struktur einer Gesellschaft und der massenpsychologischen Struktur ihrer Mitglieder; nicht nur in dem Sinne, dass die herrschenden Ideologien die Ideologien der herrschenden Klasse sind, sondern, was für die Lösung von praktischen Fragen der Politik bedeutsamer ist: Auch die Widersprüche der ökonomischen Struktur einer Gesellschaft müssen in den massenpsychologischen Strukturen der Unterdrückten repräsentiert sein. Anders wäre nicht denkbar, dass die ökonomischen Gesetze einer Gesellschaft nur durch die „Aktion“, das heisst die psychischen Strukturen der ihnen unterworfenen Massen zur konkreten Auswirkung gelangen können.

      Die proletarische Bewegung wusste zwar von der Wichtigkeit des sogenannten „subjektiven Faktors der Geschichte“; woran es mangelte, war die Erfassung des irrationalen, unzweckmässigen Handelns, anders ausgedrückt, des Auseinanderfallens von Ökonomie und Ideologie. Wenn der Werktätige weder eindeutig bürgerlich noch eindeutig revolutionär ist, sondern in einem Widerspruch zwischen reaktionären und revolutionären Strebungen steht, so muss sich, wenn wir diesen Widerspruch entdecken, zwangsläufig eine Praxis ergeben, die den konservativen psychischen Kräften die revolutionären entgegensetzt.

      Aus:
      Donnerstag, 16. Januar 2020, 15:00 Uhr
      ~21 Minuten Lesezeit
      Anatomie des Wahns
      Wilhelm Reichs Klassiker „Massenpsychologie des Faschismus“ provoziert Vergleiche zwischen 1933 und heute.
      von Andreas Peglau
      (Rubikon)

  8. Pressekonferenz der Kassenärztlichen Vereinigung " Aktueller Stand der ambulanten Versorgung während der Coronavirus-Pandemie" – https://www.kbv.de/html/45889.php und https://youtu.be/d-ebT8OHOgw

  9. Es gibt einen Unterschied zwischen Wahrheitsregime und Verschwörungstheoretiker.Der staat hat das Monaopol der Wahrheit und kann die Medien mit GEZ bestechen, seine Wahrheit zu verbreiten. Verschwörungstheoretiker dagegen sind, die diese Wahrheit innerhalb des Hoheitsgebiets des Wahrheitsregimes nicht teilen wollen.

  10. Die "Schaukel-Stuhl-Beschreibung" finde ich zutreffend, aber ich werte das nicht negativ, weil auch wir sollten unseren Ruhepol haben. Was ist schlecht an objektiver, sachlicher Beschreibung unseres Befindens?

  11. Egal wo ich hin komme, wenn ich mit Personen dann ins Gespräch kommen, meine ich es nur noch mit Verschwörungstheoretikern zu tun zu haben. Ob wie letzte Woche auf einer Alm in Bad Wiessee unter Radlern und Almbesuchern, oder mit türkischen oder kosovo-albanischen Freunden (also länderübergreifend, obwohl sie lieber momentan in Deutschland leben wollen, als in ihrer ehemaligen Heimat – der politischen Lage und Korruption wegen, so sagen sie es), oder auch viele ehemalige Ostbürger, die die Wende mit herbei geführt haben vergleichen die Situation zum Teil mit ihrem ehemaligen Staat oder meinen, dass sie das so in ihrem DDR-Staat nicht erlebt haben. Ich weiss nicht, ob man mir es unbedingt ansieht, dass ich ein Verschwörungstheoretiker bin. Ich arbeite in einem wunderschönen Beruf als selbständiger, zu mir kommen die Leute. Wenn wieder einmal ein kritischer bzw. hinterfragender Leserbrief von mir veröffentlicht wird – immerhin 3 Stück in Corono-Zeiten, dann ruft man mich an (obwohl keine Telefonnummer in der Zeitung angegeben wird) oder klopft an meiner großen Scheibe und hebt den Daumen nach oben. Ich bin wohl von einigen bis vielen Verschwörungstheoretikern umgeben. Und alle sind so friedlich und bürgerlich. Wo sind nur all die Unterwanderer, die die Hygiene- und Grundgesetz-Demos der Verschwörungstheoretiker missbrauchen? Kann es sein, dass diese Rechten, Linken und Reichsbürger nur mit der Brille der Öffentlich-rechtlichen und privaten Medien und etablierten Zeitungen und somit auch der Politiker zu sehen sind?

    • Ketzer überall! Die schauen doch tatsächlich aus dem Fenster, wenn sie wissen wollen, wie das Wetter ist, und nicht in die Zeitung! Wo soll das noch hinführen?

    • Also ich hole mir meinen Wetterbericht bei Mutti – Funk. Das ist bequem, da muss ich nicht nachdenken. Muss auch nicht raus vor die Tür, und Mutti – Funk sagt mir sogar die nächsten Tage voraus.
      Und das möchte ich mir auch erbitten, schließlich bezahle ich mit meinen Rundfunkgebührenbeitrag dafür.

  12. Ganz offenbar bezieht sich der Begriff des Qualitätsmediums nicht auf das Niveau Berichterstattung sondern auf das der Gehirnwäsche. Und da muss man den Herr- und Damenschaften in den Relotiusredaktionen wirklich Respekt zollen! Sie geben nicht nur die jeweiligen Glaubens- und Meinungsinhalte konsequent vor, so dass sie auch der oder die Dümmste nachplappern kann.
    Sie bringen es auch noch fertig, dass der Michel jeden Tag neu nachsieht, nachsehen muss, ob er damit auch noch auf der Höhe der aktuell zu blökenden Losungen ist, um nicht als schwarzes Schaf zu gelten.

    Nein, wir brauchen nicht mehr Lösungen für dieses Land, wir brauchen mehr Losungen!
    Jeder Jäger weiß, was damit gemeint ist!

    • Das Bild mit dem Schaukelstuhl finde ich sehr treffend.
      Auf der einen Seite kann Mensch ja Bröckers gerne folgen und ich denke wir können auch sicher sein, dass er da wirklich als Fachmann spricht, der sich über die Jahrzehnte mit dem Thema immer iweder auseinander gesetzt hat und uns da schon glaubwürdig und aufrecht aufklärt, andererseits frage ich mich, was ist mehr drann an diesem Thema, als einfach nur eine gute Nachtgeschichte oder Verandatalk im Schaukelstuhl mit Blick auf den Abendhimmel?
      Liesse sich das Thema nicht auch von einer anderen Seite angehen?
      Weil es ja schließlich auch gar nicht um die Geschichten und deren Wahrheiten selbst geht, will heißen, weil es völig willkürlich ist, was da zur Verschwörung auserkoren wird. Es geht da schlicht nicht um die Sache.

      Der eigentlich – theoretisch mögliche – offene Diskurs, findet seit Jahren immer weniger statt, während gleichzeitig die technischen Möglichkeiten (s. Internet) dazu eigentlich immer besser geworden sind.
      Wie passt das zusammen?
      In allen anderen Bereichen, wo wir in unserem Leben betroffen sind und Entscheidungen treffen, klicken wir uns doch auch mit allergrößter Selbstverständlichkeit unsere Infomationen zusammen, um schlußendlich zu einer Position, Haltung und Entscheidung zu kommen. Da kommt ja auch keiner auf die Idee, sich als Verschwörungsmensch, in dem jeweils relevanten Themenfeld, zu betrachten.

      Das Problem in der Inflationären Verwendung von Verschwörungsonstwas sehe ich darin, dass die eigentlichen öffentlichen Diskurs- und Informationsplattformen nur noch als Schlachtarenen verstanden werden, wo es um grundsätzliche Deutungs- und Meinungshoheiten gehen soll und nicht mehr um das bestmögliche Angebot von Information, Argument und Aufklärung.
      Was für ein Schwachsinn, hier stimmt ja schon die Grundkonzeption nicht. Und hier sehe ich aber auch beide Seiten in der Verantwortung, sowohl Medienproduzent als auch Medienrezipient.

      Bezüglich Ernährung sind wir ja glücklicher Weise so weit, dass wir frei in der Auswahl sind, ohne gleich als Verschwörungsmensch zu gelten, wenn ich bspw. beim Biobauern einkaufe. Heute habe ich da selbst im Supermarkt schon ein reichhaltiges Angebot, manchmal muß die Tanke herhalten und manchmal ist es eben der Apfel direkt vom Baum. Da gibt es dann das Obst und Müsli und manchmal eben auch den Heißhunger auf Sahnetorte mit Nutella und Honig obendrauf, was weiß ich. Auf jeden Fall sind da der Fantasie keine Grenzen gesetzt.

      Bezüglich geistiger Informationsaufnahme und Angebot befinden wir uns scheinbar in einem fürchterlichen Regressionsstadium und sind kaum noch in der Lage uns überhaupt noch auszutauschen.
      Zum amüsieren im Schaukelstuhl ist das für mich nicht.
      Herr Bröckers mag sich das vielleicht verdient haben
      es gilt aber da neue Wege zu finden und ein Bewußtsein zu schaffen, das Mensch sich auch geistig ausgewogen ernähren kann, ohne ein Spießrutenlauf durch Minenfelder hinlegen zu müssen.

    • und vielleicht geht es hier auch nun einmal mehr um das Selbstverständnis der Alternativen Medien, die dann vielleicht eben nicht mehr "nur" entarnen und es (im best gemeinten Sinne) besser wissen wollen, da wo Fake und sonst was für Inszenierungen erkannt werden, sondern sich wirklich "stückweit" als Alternative zur geisten Informationsversorgung, -aufnahme und angebot begreifen, was da auch außerhalb von Kriegs- und Krisenzuständen und Meinungsgefechtsschlachten seine Berechtgiung haben will/ kann/ sollte.

      Ich fände es angebracht, hier mehr den Schwerpunkt der weiteren Entwicklung hin zu verlegen, auch weil es dann die Verschwörungsvorwürfe relativiert, bzw. diese ins Leere laufen lassen kann und Mensch muss nicht seine Energien vergeuden, in einem Kampf, den er doch eigentlich gar nicht führen will.

    • Die Verantwortung der Medienproduzenten? Die hat sich ja wohl überwiegend mit der Überweisung von Herrn Gates erledigt.
      Zudem, ich denke schon, zumindest auf mein Erlebnisumfeld bezogen, dass sich ein großer Teil der Leute die Informationen "zurecht klickt".
      Allerdings Informationen erhalten ist eine Sache. Darauf folgend die Alternative zu ergreifen eine ganz andere.
      Angst, Unsicherheit, Duckmäusertum et cetera. Wir haben es beim Durchschnittsbürger leider nicht mit der Volksgruppe der Spartaner zu tun.
      Und dann natürlich der Teil der Bevölkerung der es tatsächlich nicht begreift, sich immer raushält, von Soetwas Garnichts wissen will. Das sind wohl jene die gut schlafen und ein hohes Alter erreichen.

    • @ Frank

      ja das mit dem zurecht klicken ist wohl so, is ja bei mir auch so. Denke aber das es sinnvoll ist zu versuchen diese Brücke zwischen den alternativlosen und alternativen zu überwinden. Vielleicht über eine Petition einforden, dass mit den Gezgebühren im ö.r. auch den Alternativen ein Sender zur Verfügung gestellt wird. Damit wäre dann so eine Art Absolution geschaffen. Hört sich vielleicht blöd an, dass Mensch so was überhaupt braucht, aber wenn´s so ist und trotzdem funzt, solls recht sein.
      Da muss eine andere Wertschätzung der Alternativen als biologisches Grundnahrungsmittel her und erarbeitet werden.

  13. "Let the messenger live" Freiheit für Julien Assange ! Whistleblowing@Bundestag !

    Zitat: Muss so schon im Vorfeld die absolute Deutungshoheit sichergestellt werden, um jede Kritik an Immunitätsausweisen und ungeprüften Gen-Impfstoffen von vorneherein auszuschalten? Kann man noch von demokratischer Öffentlichkeit und Meinungsfreiheit sprechen, wenn Widerspruch, Kritik und Dissidenz als „gefährlich“, „wahnsinnig“ und „kriminell“ gelten ? Zitatende.

    1. Ja man/frau muss die Deutungshoheit behalten, sonst geht der Betrug sofort nach hinten los.

    2. Natürlich ist für Gefährder, Wahnsinnige und Kriminelle die demokratische Öffentlichkeit und Meinungsfreiheit gefährlich.

    Vielen Dank für den Beitrag !

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