Von der Würde der Tiere

Von Dirk C. Fleck

„Weh dem Menschen, wenn nur ein einziges Tier im Weltgericht sitzt“. – Christian Morgenstern (1871 – 1914)

Selten habe ich solche Schwierigkeiten gehabt, mich einem Thema sprachlich anzunähern, wie diesem, obwohl es in meinem Herzen tief verankert ist. Für das Leid der Tiere fehlen mir die Worte. Natürlich könnte ich von ihren unsäglichen Qualen berichten, ich könnte mit anklägerischer Attitüde auf das hinweisen, was ihnen mitten unter uns Tag für Tag millionenfach angetan wird, aber ich habe nicht mehr die Kraft dazu, es würde mich innerlich zerreißen. Aus diesem Grund meide ich inzwischen auch jede Dokumentation, die sich dieses traurigen Themas engagiert annimmt. Insofern unterscheide ich mich keinen Deut von meinen Mitmenschen, ich bin wie sie zum Verdränger geworden. Mit einem Unterschied: die Verdrängung macht mich nicht frei, denn ich höre sie unentwegt, die Schmerzensschreie unserer gefolterten Mitwesen, die den Planeten wie eine akustische Qualschicht umgeben. Dieses Hörvermögen, das nicht über die Ohren funktioniert, scheint unter Menschen allerdings kaum ausgeprägt zu sein. Wie schrieb der französische Nobelpreisträger Romain Rolland bereits vor hundert Jahren?: „Die Grausamkeit gegen die Tiere und auch schon die Teilnahmslosigkeit gegenüber ihren Leiden ist meiner Ansicht nach eine der schwersten Sünden des Menschengeschlechts, sie ist die Grundlage der menschlichen Verderbtheit“. Und genau diese Teilnahmslosigkeit, von der Rolland sprach, ist es, die mich an vielen meiner Mitmenschen erschreckt.

Noch vor fünfzig Jahren stritten Wissenschaftler allen Ernstes um die Frage, ob Tiere Schmerz empfinden. Wir wissen von den Verbrechen, die im Namen der Wissenschaft in sogenannten Tierversuchen jährlich an dreihundert Millionen unschuldiger Kreaturen verübt werden. Hat man sie gesehen, die Affen, deren Köpfe in Schraubstöcken klemmen, während ihre Schädeldecken längst im Abfall gelandet sind? Kennt man sie, die Hunde, deren Augen bei lebendigem Leibe heraus geschnitten werden? Fühlt man die Schreie der Katzen, die mit dosierten Hammerschlägen auf den Kopf zu zerstückelten, zuckenden Reflexgebern degradiert sind? Die Liste ließe sich ad finitum fortschreiben, denn in nichts hat sich der Mensch bisher erfindungsreicher gezeigt, als im Ersinnen von Foltermethoden, die er entweder gegen sich selbst oder gegen seine Mitwesen anwenden kann. Mir ist unerklärlich, mit welcher Arroganz sich diese Spezies, die im entkleideten Zustand auf dem ästhetischen Niveau von Nacktmullen anzusiedeln ist, über alle anderen Lebewesen erhebt. Das hat ganz sicher mit unserem Unverständnis gegenüber dem filigranen Netzwerk der Natur zu tun. Schließlich kann man nur etwas beherrschen wollen, von dem man sich grundsätzlich getrennt weiß.

„Tiere sind nicht nur eine andere Spezies, sie sind andere Nationen und wir ermorden sie auf eigene Gefahr,“ sagt Philip Wollen, ehemaliger Vizepräsident der Citibank, der sich nach seinem Abschied aus der Finanzindustrie zum engagierten Tierrechtler gewandelt hat. „Der Friedensplan,“ so Wollen weiter, „wird auf der Speisekarte entworfen. Frieden ist nicht nur die Abwesenheit von Krieg, sondern das Vorhandensein von Gerechtigkeit. Gerechtigkeit muss blind sein für Rasse, Hautfarbe, Religion oder Spezies. Wenn sie nicht blind ist, wird sie zu einer Waffe des Terrors. Und jetzt, in diesem Moment, herrscht ein entsetzlicher Terror in den Guantanamos, die wir Massentierhaltung und Schlachthöfe nennen“.

Die Lakota sagen: Wer die Achtung vor Tieren verliert, verliert auch die Achtung vor den Menschen. So ist es ja auch gekommen. Sie behaupten, dass der Mensch an dem Tag sein Mitgefühl verlor, als er die Tiere als Ressource ansah und nicht mehr als seine Verwandtschaft. In vielen Sprachen der amerikanischen Ureinwohner wird dem möglichen Verlust des Mitgefühls noch heute auf ganz einfache Art begegnet. Die Yuroks zum Beispiel nennen alle Lebewesen Menschen. Es gibt die Frosch-Menschen, die Wolf-Menschen, die Büffel-Menschen, die Menschen-Menschen. All diese Menschen haben ihr Mitgefühl, um all diese Menschen können sie trauern, wenn ihnen etwas Böses zustößt. Man kann um die durstigen Hirsch-Menschen trauern, um die Molch-Menschen, die im Winter nicht genug Regen abbekommen haben, um zu überleben, um die Lachs-Menschen, die es an den Staumauern vorbei nicht mehr flussaufwärts schaffen.

Das sind doch wunderschöne Gedanken, oder etwa nicht? Ich stelle mir gerade vor, wie die Welt wohl aussehen könnte, wenn auch wir sie im Herzen bewegen würden. Aber mittlerweile ist es ein Ding der Unmöglichkeit geworden, uns aufgeklärten Zivilisationsbürgern den Weg zum Frieden schmackhaft zu machen. Uns schmeckt die Haxe, Fleisch ist ein Stück Lebenskraft. Und Würste, das bringen wir unseren Kindern auch noch bei, hängen an den Bäumen rund um Krakau, Wien oder Frankfurt. Dabei ist es eine unumstößliche Wahrheit, dass alles was wir tun, denken und fühlen mit allen anderen Taten, Gedanken und Gefühlen sämtlicher Mitwesen auf diesem Planeten in ständiger Verbindung steht und einander bedingt. Aus diesem Konglomerat erwächst der augenblickliche Zustand der Welt. Je mutiger unser Handeln, je klarer und gerechter unsere Gedanken und je tiefer unsere Gefühle, desto mehr tragen wir dazu bei, dass sich die Gesamtlage zum positiven verändert. Aber bevor wir uns mit diesem esoterischen Schnickschnack die Laune verderben lassen, drücken wir uns lieber noch einen Dopplwopper rein …

Der 2005 verstorbene Schriftsteller und Umweltaktivist Carl Amery („Die ökologische Chance“) brachte es treffend auf den Punkt: „Wenn wir zum Abschluss unserer schmerzlichen Bilanz eine neue ethische Orientierung der Menschheit, zumindest ihres aktivsten und aggressivsten Teils, fordern, dann haben wir von der Tatsache auszugehen, dass noch nie die moralischen und ethischen Werte der Zeitgenossen so weit von den objektiven Anforderungen ihrer Epoche entfernt waren wie heute.“

Der britische Sozialhistoriker und Philosoph Eric Hobsbawm (1917 – 2012) stimmte in der Analyse überein, setzte aber weiterhin auf das Prinzip Hoffnung: „Warum halten wir an einem System fest, das regelmäßig die fürchterlichsten Katastrophen produziert? Das die Umwelt ausbeutet und zerstört, den Ast also absägt, auf dem wir sitzen? Dabei hat der Mensch die Anlagen zum Guten wie zum Schlechten – und wie er sich benimmt, das kann man wohl ändern! Dass unsere Welt, immer noch oder endlich mal Heimat für alle werden kann – das ist doch ein schönes Ziel!“ Endlich mal Heimat für alle. So war es wohl gedacht…

Zum Schluss möchte ich drei Szenen wiedergeben, die ich bei den Vorbereitungen zu meinem Roman „GO! – Die Ökodiktatur“ Anfang der 90er Jahre einigen Reportagen des Fernsehens entnommen habe. Es sind willkürliche Belege einer gigantischen Horrorstory, die einfach kein Ende nehmen will. Aber Horror ist ja angesagt heutzutage, also kann es für den einen oder anderen jetzt sogar prickelnd werden

Szene 1: Die Kuh liegt mit ängstlich geweiteten Augen an Deck. Zwei Männer schlingen ein Seil um ihr gebrochenes Vorderbein und geben dem Kranführer ein Zeichen. Mit einem Ruck wird der massige Körper vom Boden gerissen und in luftiger Höhe über die Bordwand geschwenkt. Das Tier baumelt an seinem Bein wie an einem seidenen Faden, bis es am Pier klatschend zu Boden fällt. Es zittert auf dem Asphalt, zum Brüllen ist es zu schwach. Ein Mann im weißen Kittel nähert sich, stößt mit dem Gummistiefel gegen den zuckenden Leib und senkt den Daumen. Ein Schaufelbagger setzt sich in Bewegung. Er rammt seine Stahlzähne unter die Kuh und wirft das Tier zurück aufs Schiff, wo es verzweifelt mit den Hufen zuckt. – Return to Sender. Die Annahme dieser „rauhfutterverzehrenden Großvieheinheit“ (offizielle Bezeichnung für Rinder in der DDR) aus der Tierproduktion Nordfleisch wurde vom arabischen Empfänger wegen ihres schlechten Zustands verweigert.

Szene 2: Der gekachelte Kellerraum hallt von dem erbärmlichen Gewinsel eines Hundes wider. Das Tier, ein etwa vier Jahre alter Rottweiler, kauert mit eingezogenem Schwanz, aufgestellten Nackenhaaren und angelegten Ohren auf dem Steinfußboden. Aus Nase und Ohren sickert Blut. Sein Peiniger mit dem Tirolerhut bindet sich eine Gummischürze um, befestigt eine Schlinge um den kräftigen Hals seines Opfers und hängt es an einen Fleischerhaken, der in der Decke installiert ist. Anschließend prügelt er auf den zappelnden Körper ein, wobei er einmal die Runde macht, damit sich die Schläge schön gleichmäßig verteilen. Das sieht nicht nach Bestrafung aus, sondern nach eingefleischter Routine, nach Choreographie. Nachdem die Peitschen-Partitur abgearbeitet worden ist, greift der Mann zu einem Bunsenbrenner, prüft die Schraubverschlüsse und stellt die Flamme ein. Der Hund hängt wie ein Sandsack von der Decke, nur die Hinterfüße treten panisch ins Leere. Als der Feuerstoß in lang gezogenen Bahnen sein Fell versengt und sich die Haut zu schwarzen Blasen aufwirft, reicht die Kraft nicht mehr zu hektischen Reflexen. Die Augen des Tieres aber bewegen sich noch immer entlang der Decke, als suchten sie die Pforte zum Himmel. – Nicht nur in Korea, auch in Europa und besonders in der Schweiz, zahlen Gourmets horrende Preise für die verbotene Delikatesse. Weltweit werden jährlich über zwei Millionen Hunde auf diese Weise zubereitet. Die Feinschmecker sind sicher, dass erst das Stresshormon Adrenalin dem Fleisch seine besondere Würze verleiht.

Szene 3: Arbeiter in verschmierten Gummischürzen schmeißen zappelnde Rinderföten in eine Betonwanne, wo ihnen mit Kanülen bestückte Plastikschläuche in die Leiber gerammt werden. Die kleinen Wesen mit den großen Köpfen und den geschlossenen, kaum ausgeprägten Augen rotieren auf dem Boden, während ihr rasendes Herz das eigene Blut aus dem Körper durch die Schläuche in riesige Plastikbehälter pumpt. Dies ist der erste und letzte Eindruck, den sich diese Geschöpfe von unserer Welt machen dürfen. – Zwei Millionen Föten werden auf diese Weise allein in Deutschland ausgesaugt. Endverbraucher sind die Pharmakonzerne, die mt dem Blut der Föten ihre Bioreaktoren auffüllen. Das Kälberserum dient zur Herstellung von Hightech-Medikamenten sowie als Nährlösung für Spendenorgane.

Und noch eine kleine Anekdote aus dem Anfang der neunziger Jahre, die mir in Erinnerung geblieben ist. Zur selben Zeit, als die letzten Wildpferdbestände in Australien vom Hubschrauber aus mit Maschinengewehren niedergemetzelt wurden, verurteilte ein Gericht in Melbourne einen Aborigine zu zwei Jahren ohne Bewährung, weil er in einem Naturschutzgebet einen Hasen gejagd hatte, um seiner hungernden Familie etwas zu essen zu geben. Auf seine Bemerkung hin, er hätte das Tier doch zuvor um Verzeihung gebeten, brach der Richter in schallendes Gelächter aus und ließ den Hammer fallen.

Finito, ich kann nicht mehr. Eigentlich habe ich diesen Artikel nur geschrieben, um der folgenden Botschaft noch einmal Nachdruck zu verleihen:

NICHT JEDER IST IN DER POSITION TIEREN ZU HELFEN. ABER JEDER IST IN DER POSITION IHNEN NICHT ZU SCHADEN.

613 Kommentare zu: “Von der Würde der Tiere

  1. So sieht Verhungern aus – für einen Eisbären:

    https://www.instagram.com/p/BcU-6PsAoIp/

    Paul Nicklen: „My entire @Sea_Legacy team was pushing through their tears and emotions while documenting this dying polar bear. It’s a soul-crushing scene that still haunts me, but I know we need to share both the beautiful and the heartbreaking if we are going to break down the walls of apathy. This is what starvation looks like. The muscles atrophy. No energy. It’s a slow, painful death. When scientists say polar bears will be extinct in the next 100 years, I think of the global population of 25,000 bears dying in this manner. There is no band aid solution. There was no saving this individual bear. People think that we can put platforms in the ocean or we can feed the odd starving bear. The simple truth is this—if the Earth continues to warm, we will lose bears and entire polar ecosystems. This large male bear was not old, and he certainly died within hours or days of this moment. But there are solutions. We must reduce our carbon footprint, eat the right food, stop cutting down our forests, and begin putting the Earth—our home—first. Please join us at @sea_legacy as we search for and implement for the oceans and the animals that rely on them—including us humans. Thank you your support in keeping my @sea_legacy team in the field.“

    Leider glaubt der Autor offensichtlich an die offizielle CO2-Märchengeschichte ….

    Nach Lektüre des Buches von Dr. Rosalie Bertell „Kriegswaffe Planet Erde“, Trägerin mehrer Ehrendoktortitel sowie Empfängerin des Alternativen Nobelpreises, kann man diese Mainstream-Trance durchschauen.

    • Martin Balluch ist klasse! Ein Held unserer Zeit. Danke für den Link, Angi!
      Besonders beeindruckt hat mich seine Gelassenheit, trotz der großen Steine, die ihm die Gewaltmenschen in seinen Weg gelegt haben. Hätte ich das durchleben müssen, wäre ich vermutlich nicht mehr so locker drauf.

  2. Soweit so gut.

    meiner Meinung zufolge ist der Sachverhalt diesbezüglich ganz klar!!

    Wir als Menschen, wenn wir so wollen, als Teil der Natur haben uns genau nach den Regeln der Natur zu verhalten.
    es sollte daher gar kein Problem sein, Teile der Natur zu verzehren, egal ob Pflanze oder Tier.

    vielleicht sollten wir sogar nicht zu viele Pflanzen essen, da sonst Tiere verhungern könnten, wenn sie nichts mehr zu fressen finden?

    Ich bin sehrwohl der Ansicht, dass ALLE Lebewesen vor den Folgen des Kapitalismus geschützt werden müssen.
    so sind seit ein paar Jahren einige Hühner, einige Schafe, wenige Schweine, sowohl zum Züchten als auch zum mästen in meiner Obhut. Wiel erwähnt nur zur Selbstversorgung bzw. zur Versorgung von ein paar Verwandten und Beannten. Weiters bewirtschafte ich Gemüse, pflege Obstbäume, Sträucher und Wiesen. es ist mir überaus ein Anliegen!!!!!!! dass mir Monetär nichts übrigbleibt, denn wie gesagt, ich bin SELBSTVERSORGER ;-))

    noch eine Geschichte:

    Ein Gelehrter fragte einen Weisen,
    wie sich das Einzelne zu einem Ganzen fügt
    und wie das Wissen um das Viele
    sich vom Wissen um die Fülle unterscheide.

    Der Weise sagte:
    „Das weit Verstreute wird zu einem Ganzen,
    wenn es zu einer Mitte findet
    und gesammelt wirkt.
    Denn erst durch eine Mitte wird das Viele
    wesentlich
    und wirklich,
    und seine Fülle erscheint uns dann als einfach,
    fast wie wenig,
    wie ruhige Kraft auf nächstes hin,
    die unten bleibt
    und nahe dem, was trägt.

    Um Fülle zu erfahren
    oder mitzuteilen, muß ich daher nicht alles einzeln
    wissen,
    sagen,
    haben,
    tun.

    Wer in die Stadt gelangen will,
    tritt durch ein einziges Tor.
    Wer eine Glocke einmal anschlägt,
    bringt mit dem einen Ton noch viele andere zum Klingen.
    Und wer den reifen Apfel pflückt,
    braucht dessen Ursprung nicht ergründen.
    Er hält ihn in der Hand
    und ißt.“

    Der Gelehrte wandte ein, daß wer die Wahrheit wolle
    auch alle Einzelheiten wissen müsse.

    Der Weise aber widersprach.
    Nur von der alten Wahrheit wisse man sehr viel.
    Wahrheit, die weiterführe,
    sei gewagt
    und neu.
    Denn sie verbirgt ihr Ende wie ein Keim den Baum.
    Wer daher noch zu handeln zögert,
    weil er mehr wissen will,
    als ihm der nächste Schritt erlaubt,
    versäumt, was wirkt.
    Er nimmt die Münze
    für die Ware,
    und aus Bäumen
    macht er Holz.

    Der Gelehrte meinte,
    das könne nur ein Teil der Antwort sein
    und er bitte ihn um noch ein bißchen mehr.

    Der Weise aber winkte ab,
    denn Fülle sei am Anfang wie ein Faß voll Most:
    süß und trüb.
    Und es braucht Gärung und genügend Zeit,
    bis er sich klärt.
    Wer dann, statt daß er kostet, trinkt,
    beginnt zu schwanken.

    • Schon wieder so einer, der bei der ganzen Sache vergisst, dass die Tiere, die Menschen essen, selber auch essen müssen und zwar Pflanzen in großen Mengen. Haben Sie sich das logische Denken abgewöhnt? Erschreckend!

    • Ich bin gespannt, wie weit die Verblödung der Fleisch-Ess-Apologeten jetzt noch voran schreiten kann. Sie hat ja schon ein höchst bedenkliches Maß erreicht.

    • Netter Versuch, sSchual, von der Faktenlage abzulenken. Das geschieht jetzt schon durch
      raunend-mystische Zitate aus den Lehren der Heiligen, es gibt doch immer wieder neue Überraschungen.
      Wie wäre es mit diesem Wort eines Mystikers?: 2Du sollst nicht töten!“
      Zu einfach? Zu klar? Zu direkt? Nicht umdeutbar sondern eindeutig?
      Na dann …

      Aber ja, vielleicht, wer weiß, werden diese Zeilen (aus Ihrem Text kopiert), eines Tages ja auch
      bei Ihnen Realität:

      “ …denn Fülle sei am Anfang wie ein Faß voll Most:
      süß und trüb.
      Und es braucht Gärung und genügend Zeit,
      bis er sich klärt.
      Wer dann, statt daß er kostet, trinkt,
      beginnt zu schwanken.“

    • Auch wenn es uns mit der Zeit schon fast stumpfsinnig vorkommt, müssen wir immer und immer wieder die Lügen und Unwahrheiten über unsere Ernährung in jeder Beziehung widerlegen, die immer noch trotz der weltvernichtenden Tierhöllen hartnäckig am Leben gehalten werden, obwohl sie alle schon unzählige Male wissenschaftlich klar widerlegt wurden und sie sich durch das Leben selbst sowieso sonnenklar als unwahr erweisen. Was ist denn um Himmels Willen bloß an Blut und Fleisch, artfremder Qualmilch und der Menstruation von Hühnern und schwermetallvereuchten Fischen so wahnsinnig begehrlichkeitsantreibend? Ich werde es wohl niemals nachempfinden können.
      Wie schön sind dagegen die Lebensmittel, die uns die Natur ganz ohne Qual und Leid freiwillig schenkt! Warum sind die meisten Menschen so undankbar und unverschämt, dass ihnen das nicht genügen will und sie auf Gedeih und Verderb mit aller nur erdenklichen Gewalt der Tierwelt das Leben zur Hölle machen?

      Das tierische Protein ist NICHT lebensnotwendig, sondern ganz im Gegenteil macht es krank!
      Wir brauchen NICHT Tierblut und -Fleisch vertilgen wegen des Eisengehalts, sondern ganz im Gegenteil macht uns das Häm-Eisen im Fleisch krank!
      Wir brauchen Keine Milchprodukte für unsere Knochen, sondern ganz im Gegenteil werden unsere Knochen dadurch krank!

    • Ja, das ist alles tausendfach empirisch nachgewiesen und belegt.
      Und wird von der Ignoranz tatsächlich immer noch als Ideologie
      bezeichnet, wenn man für den Veganismus eintritt. Eine Ideologie,
      die man doch bitte anderswo verbreiten möge, es gebe dafür
      die entsprechenden Foren.
      Eine empirische Wissenschaft wird als Ideologie bezeichnet,
      dem Sündenbock auf den Rücken gebunden und dann mit
      Fußtritten in die Wüste gejagt.
      Ich kann auch nicht nachvollziehen, warum die Menschen es
      vorziehen, ihren Körper zu vergiften. Wofür bestrafen sie
      sich? Das wäre vielleicht eine Frage, die tiefer führen könnte.
      Wofür nehmen Menschen Rache, indem sie an etwas
      Lebens- und Weltzerstörendem festhalten?
      Und vor allem: an wem?
      Du weißt, Je m’en vais, daß ich sehr viel von der vietnamesischen
      Weisen Suma Ching Hai halte. Sie hat in einem ihrer vielen
      Vorträge gesagt, daß die ganze Welt sich ändern würde, daß alle
      Kriege aufhören würden, daß die ganze Atmosphäre sich reinigen
      und besänftigen würde, incl. des aufgewühlten Klimas (wie im
      Äußern so innen) – – wenn jeder Mensch nur zwei Monate lang
      vegan leben würde.
      Ein Gedankenspiel freilich, und nicht realistisch angesichts
      der Unbeglichkeit und des Starrsinns der Menschen.
      Aber es weist uns die richtige Richtung.
      So ein einfaches Rezept!!!
      Das ganze Wissen für die Rettung der Erde ist da.
      Das glaubt aber einfach keiner.
      Und zugegeben, wenn Du hier im Allgäu in den Supermarkt
      gehst, dann fühlst Du Dich vor den Kühlregalen wie ein
      Außerirdischer.
      Mein Dank also an jeden, der bereit ist, diese persönlichen Opfer
      zu bringen, die ja wirklich nur am Anfang solche zu sein
      scheinen; die aber nicht wirklich Opfer sind; ganz im Gegenteil:
      man belohnt und beschenkt sich selbst. Nur muß man sich
      das halt wert sein.
      Der schuldbeladene Mensch scheint sich der Gesundheit
      und eines erfüllten Lebens tatsächlich nicht mehr wert
      zu sein.

      Wenn die Menschheit aber nicht bald das Signal ans Universum
      sendet – zum Beispiel durch massiv zunehmenden Veganismus –
      daß sie bereit ist, etwas zu ändern, daß sie bereit ist, die Kräfte
      der Liebe einzuladen (sie warten nur auf diese Einladung), und
      hier auf Erden die Verkörperung von Liebe und Wahrheit zu sein,
      so wie es uns bestimmt ist –
      dann könnte es tatsächlich sein, daß er seine Daseinsberechtigung
      verspielt hat.

  3. Wenn wir über die Würde der Tiere diskutieren, so zeigt sich, dass letztendlich mit der Achtung bzw. Nichtachtung vor dem empfindsamen Leben nicht nur unser Gefühlsstandard steht und fällt, sondern genauso unser gesamter realer Lebensstandard auf der ganzen Welt. Für alle Menschen.
    Man sehe und höre sich dazu nur einmal den Vortrag des Dr. Kurt Schmiedinger an, provokaner Titel:
    „Wie verwandle ich die Welternte in Gülle?“

    https://www.youtube.com/watch?v=8OYtwjOpKsA

    • Hier wird dann auch noch einmal ganz klar anhand der „Länge der Nahrungskette“, die durch Nutztierhaltungernährung besteht, wie unglaublich unwissend und gedankenlos diejenigen unter den Tiervernutzern und Fleischessern sind, die immer mit dem Argument daherkommen, dass doch Pflanzen ja angeblich auch Gefühle hätten und es deshalb doch egal sei, ob man Tiere oder Pflanzen vernutze. Denn ganz abgesehen davon, dass Pflanzen ja gar kein Nervensystem haben, ist es auch aus rein rechnerisch- ökonomischer Sicht völlig daneben. Ich weiß nicht wie viel mal mehr durch die Nutztierhaltung an Pflanzen verbraucht werden, als wenn die Pflanzen dieser Welt direkt und nicht über den Umweg über Tiere als Nahrung aufgenommen würden. Aber die Zahl muss logischerweise enorm hoch sein. Man kann sie sicher auch recherchieren. Wenn also jemand tatsächlich auch so großes Mitleid mit den Pflanzen hat, wie die Veganer mit den Tieren, so ist es noch umso logischer, vegan zu leben. Die Schlussfolgerung, dass man deshalb ja dann auch genauso gut Tiere essen könne, ist völlig hirnlos, wenn nicht sowieso nur eine selbstbelügende Ausrede.

    • Was die Vitamin B-12 Problematik betrifft, die angeblich nur die Veganer betrffe, möchte ich noch folgendes anmerken: Es gibt jetzt in deutscher Sprache schon 2 gute Bücher darüber, deren Autoren ausdrücklich darauf hinweisen, dass Vitamin B12-Mangel mittlerweile schon als allgemeine Mangelerscheinung anzusehen ist und alle Menschen sowie auch Tiere zunehmend davon betroffen sind. Dies erklärt sich vor allem dadurch, dass dieses Vitamin draußen in der Natur von Mikrooorganismen an Pflanzen gebildet wird, von wo aus Tier und früher auch Mensch es regelmäßig aufnehmen konnten. Diese Aufnahmemöglichkeit schwindet aber mit der Zunahme der Denaturierung der Böden, da sich dort das B12 nicht mehr bilden kann und da heute die meisten Nutztiere es gar nicht mehr aufnehmen können. In der Massentierhaltung muss VitaminB12 deshalb auch schon lange mit verfüttert werden, weil es ein lebenswichtiges Vitamin ist und die Tiere sonst u.U. nicht einmal bis zum Schlachttermin durchhalten. Es wird auch verschwiegen, dass z.B. in Altersheimen regelmäßig auf VitaminB12 untersucht wird und viele es dort regelmäßig gespritzt bekommen müssen, weil der Darmtrakt bei ihnen nicht mehr so funktioniert, dass sie es durch orale Aufnahme verarbeiten können. Es wird empfohlen, dass jeder Mensch mindestens ab 40-ganz unabhängig von seinen Ernährungsgewohnheiten- sich zur Sicherheit auf VitaminB12-Mangel untersuchen lassen solle. Dieses Vitamin, das angeblich nur in Tieren vorkomme, kann nach Meinung einiger Wissenschaftler in einem gesunden Darm auch von selbst gebildet werden, auch im menschlichen. Aber, wie in allen Bereichen, ist dies individuell verschieden und der Mangel an diesem Vitamin nimmt aus oben genanntem Grund weltweit ständig noch zu.
      In den meisten Fällen kann man es aber ganz einfach tröpfchenweise und sogar vegan als Nahrungsergänzungsmittel zu sich nehmen. Ich selbst mit meinen 70 Jahren nehme es z.B. seit einem halben Jahr nun regelmäßig zu mir, maximal 1 Tröpfchen pro Tag. Bei anderen kann es mehr oder weniger sein. Aber es ist unbedingt zu beachten, von jedem!

      Seit diesem Vortrag von Schmiedinger sind nämlich auch schon wieder 5 Jahre vergangen und neue Erkenntnisse über B12 gewonnen.

    • „Woody Harrelson“ ist mein Lieblings-Crêpe-Gericht in meiner veganer Berliner Lieblings-Crêperie „Let ist be“.
      Da haben die Gerichte alle Namen von eganen US -Musik -oder anderen Stars.

    • Oje, nach Segen klingt das ja nicht gerade 😉
      Aber solange das Gericht nicht heißt „Natural born killers“ …..

      Zugegeben: in dieser Liste sind deutsche und europäische Schauspieler unterrepräsentiert.
      Hat wohl ein Ami verfaßt. Oder gibt es etwa tatsächlich so wenige berühmte Veganer in Deutschland?
      Würde ich diesem Land der Festzelte, der Bier- und Grillparties durchaus zutrauen.
      (Gar nicht zu reden von den Schweinsköpfen in den Regierungskreisen.)

    • Es gibt schon sehr viele solcher Listen und wenn es nicht um geschichtliche Persönlichkeiten geht, die ausdrücklich für die tierfreie Ernährung Stellung bezogen haben mit plausiblen Begründungen, so würde ich mich nicht dafür verbürgen, dass alle diese aufgezählten Personen tatsächlich dazugehören. Bei den Lebenden kann man sich an ihrem Äusseren orientieren. Die mit den Speckmasken und der fettig glänzenden Haut sind jedenfalls nicht vegan und die mit dem versackten Kinn sind auch keine Vegetarier, geschweige denn Veganer. Es gibt z.B. ganz dünne Männer, die aber diesen Sack unterm Kinn tragen müssen und eine permanente Gesichtsröte. Das ist ein deutliches Zeichen für viel Fleischverzehr(viel zu hoher Blutdruck), nicht unbedingt für Milchprodukte, so meine Erfahrung. Es gibt keinen langjährigen Veganer mit zu hohem Blutdruck. Die Reste des tierischen Proteins, die vom Organismus nicht verarbeitet werden können, lagern sich überall im Gewebe ab und lösen die „Zivilisationskrankheiten“ aus und verleihen den Betreffenden dieses Äussere. Übergewichtigkeit an sich kann auch leicht bei den heute so genannten Vegetariern auftreten. Ich selbst war auch übergewichtig, als ich noch Milchprodukte und Eier zu mir nahm.
      Dass es in Deutschland weniger Veganer gibt, glaube ich nicht. Ganz im Gegenteil ist Deutschland da meines Wissens sogar führend. Berlin ist die vegane Hauptstadt Europas mit 2 großen rein veganen Supermärkten(Veganz) und einem kleinen(Dr. Pogo) und unzähligen veganen Restaurants und Cafés. Sogar mindestens eine vegane Nachtbar gibt es meines Wissens und eine italienische Pizzeria, wo Du alle bekannten Pizzen in vegan bekommst und die schmecken seeeeehr lecker.

  4. Es passiert immer dann, wenn etwas Neues, Schöneres für die Tiere beginnt. Damals, 2011, als wir die Ex-Labor Schimpansen in ihre neuen Außengehege entließen und das Video dazu sich verbreitete, freuten sich weltweit viele Millionen Menschen mit ihnen. Und nun ist es wieder so ein Video, das für großes Aufsehen sorgt.. Dieses Mal war Aiderbichler Tierretter Christian Kögl wegen anderer Rinder auf dem Hof und entdeckte Stier Bandit. Sein Bauer erzählte, dass Bandit drei Tage lange muhte, nachdem er angebunden wurde. Neben dem Stier die Stallwand, die er schon aufgescheuert hatte. Auf der anderen Seite ein ebenfalls angebundenes Rind. Als Christian an ihm vorbeiging, machte Bandit auf sich aufmerksam – im Rahmen seiner Möglichkeiten, die in diesem Falle aus einer 40 cm langen Kette bestanden. Bandit ging auf die Knie. Christian empfand diese Geste wie eine Bitte, ihn zu befreien. Er bat uns, den Stier abholen zu dürfen. Ein Aufruf im Internet ermöglichte uns seine Befreiung. Benno war mit der Kamera dabei, als Christian die Ketten löste und Bandit vor lauter Freude durch den Stall hüpfte. Derselbe Freudentanz dann nach der Ankunft auf Gut Aiderbichl noch einmal. Und dann macht sich plötzlich Stille breit. Bandit schmiegt sich an seinen Retter, lehnt seine Stirn an Christians Kopf. So verharren die beiden lange. Für Außenstehende sind solche Reaktionen verblüffend. Doch sie zeigen uns, wie sehr Menschen Tiere unterschätzen. Sie sind zur Freude fähig, zur Trauer und Dankbarkeit. Wie können wir anders handeln, als sie zu beschützen? Benno war mit der Kamera dabei und hielt diesen berührenden Moment fest.

    https://www.gut-aiderbichl.com/tiere/unseretiere0/rinder/bandit-2181/

    Unten noch der Link zum Video 🙂

    https://youtu.be/UO9ClK6fSTg

    • Oh, wie schön! Leider kann ich nicht Patin werden, weil ich unter der Armutsgrenze lebe. Kann grad noch das Vogelfutter und das für unseren Kater bezahlen. Wir legen jetzt eine gesunde Fastenwoche pro Monat ein, damit wir uns weiterhin gute Nahrung kaufen können. Es stimmt übrigens nicht, dass ein Mensch nur 3 Tage ohne Flüssigkeit sein kann. Mein Mann ist jetzt im 4. Tag und fühlt sich fit wie eh und je.
      Ich drück die Daumen, dass sich bald ein Pate findet.

  5. Aus dem Vorwort des Verlegers der Bücher von Hans Ruesch zu dem Buch: „Die nackte Herrscherin“, in dem die Versuche mit Tieren mit den Worten der Experimentatoren selbst beschrieben wurden, sodass der Text juristisch nicht anfechtbar war und deshalb mit aller Macht versucht wurde, die Veröffentlichung dieses Buches zu unterdrücken:

    Dieses Buch bot zum ersten mal die Möglichkeit, die Tierversuche nicht mehr, wie bisher einzig und allein vom ethischen, sondern auch und vor allem vom medizinischen Standpunkt aus anzugreifen, und es fanden sich nun endlich auch namhafte Mediziner, die sich nicht mehr scheuten,für die Abschaffung ALLER Tierversuche zu plädieren.
    Prof. Dr. med. Pietro Croce, Leiter der Mikrobiologischen Abteilung des Spitals M. Sacco von Mailand, Verfasser verschiedener medizinischer Abhandlungen über Tuberculose, schrieb in seinem letzten Buch TIERVERSUCHE ODER WISSENSCHAFT- EINE WAHL(1981): „Nackte Herrscherin“ ist das grundlegende Werk über Tierversuche: Es enthüllt die Hintergründe, die finanziellen Interessen, die Schäden, die sie dem wissenschaftlichen Fortschritt zugefügt haben und die Lügen, die sie aufrecht erhalten.“
    Dr. med. Werner Hartinger, Facharzt für Chirurgie und Unfallchirurgie, Arzt der Berufsgenossenschaften D-Waldshut-Tiengen: „Wenn nun dieser beschämende und wohl dunkelste Aspekt der menschlichen und wissenschaftlichen Entwicklung breiten Kreisen bekannt gemacht wird, so ist es das Verdienst von Hans Ruesch. Erst eine spätere Generation wird möglicherweise ermessen können, welche Hilfe er durch seine Arbeit und Opferbereitschaft den Menschen geben wollte und gegeben hat“(Reform- Rundschau, Jan. 1985).
    Und im Vorwort zur zweiten Ausgabe von „Slaughter of the Innocent“(=Nackte Herrscherin) drückt sich Prof. Dr. med. Robert S. Mendelsohn, Professor für Präventivmedizin an der Universität Illinois(Chicago), Vorsitzender des Ausschusses, der die Befugnis zum Praktizieren erteilt, und Autor von zwei medizinischen Bestsellern, folgendermaßen aus: „Hans Rueschs großartiges Buch räumt mit den fadenscheinigen Ausreden der Tierversuchsbefürworter gründlich auf. Allgemeinverständlich und sorgfältig dokumentiert, bei aller Objektivität zwingend in seinem leidenschaftlichen Appell, ist es der stählerne Sturmbock, der den Eckstein der modernen Medizin, den Tierversuch- herausbrechen kann. Wir alle- auch künftige Generationen- schulden ihm Dank“.
    Prof. Dr. med. Fernando de Leo, Professor für Chirurgie an der Unuversität Neapel und Chefchirurg am Spital Pellegrini schrieb beim Erscheinen von „Imperatrice Nudo“(Nackte Herrscherin) in Italien: „Die Zeugnisse der hier zitierten medizinischen Autoritäten stellen das Hauptgewicht dieses Buches dar, über das sich vor allem diejenigen, die im Interesse der Menschheit das harte Studium der Medizin unternommen haben, ernstlich Gedanken machen sollten“.
    NACKTE HERRSCHERIN war auch der Anstoß und die Grundlage für das Erscheinen weiterer Bücher und zahlreicher Abhandlungen und der Gründung von Vereinen und Initiativen mit dem Ziel, die Tierversuche total abzuschaffen.
    Es ist demnach kaum verwunderlich, dass sich das gesamte chemisch-medizinische Syndikat bemüht hat, das Buch seit seinem Erscheinen zu unterdrücken. Der erste Verleger, Rizzoli, musste alle Bände kurz nach der Veröffentlichung von seinen Buchhandlungen verschwinden lassen; Rizzoli war nämlich kein unabhängiger Verleger, sondern gehörte der Multinationalen Montedison an, die unter anderem die wichtigsten italienischen Pharmaunternehmen besaß, wie Carlo Erba und Farmitalia.
    In Großbritannien versuchte Dr. Christian Barnard hartnäckig, aber erfolglos, sämliche Bände beschlagnahmen zu lassen. In der Schweiz wurden in einigen Zeitungen ganze Absätze von NACKTE HERRSCHERIN in gepanschter Form den Lesen serviert, um ein höchst humanitäres Buch als anti-humanitär erscheinen zu lassen. (…)
    1984 wurde die Welt von Presseberichten erschüttert, dass in Forschungslaboratorien insgeheim an lebenden, abgetriebenen menschlichen Feten experimentiert wird, so dass sogar der Papst offiziell dagegen Stellung nahm. Den Lesern von NACKTE HERRSCHERIN bedeutete auch diese „sensationelle Enthüllung“ nichts Neues…… usw.

    Wir Tierrechtler sehen also heute, dass sich die Hoffnungen dieser Zeit auf Abschaffung der Tierversuche und des gesamten Tiermissbrauchs nicht erfüllt haben. Genauso wenig, wie die selben Hoffnungen bezüglich der gesamten Umwelt-und Innenwelt – Vergiftung der Menschheit und durch die Menschheit. Was können wir daraus schließen?
    Worauf kann Hoffnung noch gebaut werden?
    Meiner Ansicht nach höchstens noch auf dem kompletten Zusammenbruch all dieser grausamen und lebensverachtenden Systeme dieser Zivilisation. Hoffen wir, dass der Planet das alles noch aushält!

    • Pessimistischer Ausblick, aber durchaus realistisch. Die Frage ist allerdings, was käme nach dem Zusammenbruch? Wäre das dann wirklich besser?
      Ich hoffe noch immer auf eine evolutionäre Entwicklung zum Besseren. Daß auf dem Weg dorthin viele Unschuldige auf der Strecke bleiben, steht außer Frage.

    • Den Zusammenbruch der Systeme, die ja auf der Basis der Unterdrückung und blutigen Gewalt aufgebaut sind, müssten wir ja nicht beweinen. Was uns alle bedroht, ist die Bereitschaft der Vielen, diese Systeme immer noch weiter zu befeuern und der hartnäckige Glaube an sie. Das ist es, wovon das gesamte Leben bedroht ist und sogar der Planet selbst: Die menschliche Borniertheit mit dem eitlen, einfältigen Glauben, alles mit dieser bisher erprobten Menschengewalt immer noch wieder in den Griff zu bekommen.

    • Ja, ich glaube, die unterschiedliche Sichtweise kommt dadurch zustande, daß wir das Wort „Zusammenbruch“ verschieden aufgefasst haben. Während Du hiermit Subsysteme der menschlichen Gesellschaft meinst, habe ich gleich das gesamte Ökosystem auf dem Planeten verstanden. Beschränkt man die Aussage auf Subsysteme, kann ich Dir völlig zustimmen. Erfahrungsgemäß ändern Menschen ihr problematisches Verhalten erst, wenn eine konkrete Gefahr droht. Und wenn die Gefahr aus den Nachrichten verschwunden ist, kehren sie sogar zum problematischen Verhalten zurück. Die „BSE-Krise“ in den 1990er-Jahren ist ein Beispiel dafür. So gesehen muß es erst noch zu weiteren Krisen kommen, bevor die Menschen verstehen, daß sie ihr Verhalten grundlegend überdenken müssen.

    • Weißt Du, Torsten, was ich nicht verstehe? Es gibt jetzt mittlerweile weiissnicht wieviel „alternative soziale“ Medien, die über den Lug und Trug und die Verbrechen der offiziellen Weltpolitik(v.a. der USA) und den 11. September berichten. Aber ich kenne kein einziges solches, das Berichte über den Lug und Trug und den Tier-Missbrauch in der Nahrungsmittelindustrie und in der Arzneimittelindustrie bringt. Das sind aber genau die beiden Bereiche, auf die wir aufgebrachten Bürger als Verbraucher am allermeisten Einfluss nehmen können! Und es ist ein großer Bereich, der mit dem Missbrauch und der Vergiftung allen Lebens direkt zu tun hat! Wie ist das erklärbar?

    • Also die Homepages von PETA, Albert-Schweitzer-Stiftung, Animal Rights Watch, Animals Equality, Deutsches Tierschutzbüro, Vier Pfoten, tierrechte.de, Animals Angels und viele andere würde ich als solche Enthüllungsseiten ansehen. Sie haben halt keine Kommentarfunktion und kein täglich wechselndes Thema. Aber die dort eingestellten Artikel sprechen doch eine deutliche Sprache.

    • Ja schon. Das sind spezielle Tierrechts-Seiten. Aber die anderen wie „QuerdenkenTV“, „Nachdenkseiten“, „NuoViso“ und wie sie alle heißen und eben hier KenFM schließen einfach diese Bereiche, die mit Tiermissbrauch zu tun haben, vollkommen aus, so, als ob sie für die Entwicklung einer besseren Lebensalternative völlig irrelevant wären. Das ist eine Einschränkung des Blickwinkels, die der öffentlichen Diskussion nicht gut tut. So werden auch Menschen wie wir dort immer noch mehr oder weniger als Störenfriede angesehen und es wird logischerweise eine Abspaltung einer bestimmten Gruppe alternativ denkender Menschen damit betrieben. Ob das nun gewollt ist oder nicht. Der Zivilisationsmensch an sich darf – wir alle – dürfen- hier nicht kritisiert werden. Das ist ein Denkverbot, das ich in dieser Situation, in der sich die Menschheit heute befindet, überhaupt nicht für zielfördernd erachte. So bleibt nämlich im Prinzip alles mehr oder weniger beim alten. Die ganze Schuld wird letztendlich immer wieder nur „da oben“ verortet und dagegen kann man dann nichts machen, weil „die da oben“ alle tödlichen Waffen haben. Dies ist ein Geisterkrieg. Er ist mit materialistischem und egozentrischem Denken nicht zu gewinnen. Das sehen die immer noch nicht. So wird das nichts.

    • Die Webseiten spiegeln halt die Geisteshaltung der jeweiligen Redaktion wider. KenFM ist hauptsächlich anthropozentrisch, aber mit den Beiträgen von Herrn Fleck auch ein bißchen universalistisch. Ken hat mit Herrn Thoma dieses Jahr die Welt der Bäume entdeckt. Ken ist sicher gegen Massentierhaltung, aber als er in Kanada war, konnte er einen gefangenen Wildfisch essen. So ist er, und so ist seine Webseite.
      Die Ausgrenzung als Störenfriede kommt meiner Ansicht nach nicht von der KenFM-Redaktion, sondern von den Anthropozentrikern unter den Kommentatoren. Das ist nach einer so langen Geschichte der Tierversklavung in vielen Köpfen drin. Wir Tierfreunde können/sollten/müssen (je nach Zeit und Kraft) bei den Kommentaren hier die notwendigen Ergänzungen vornehmen.

    • Naja- wer sagt schon, er sei FÜR Massentierhaltung! Das könnte ja höchstens der Tierfabrikbesitzer selber sein.
      Auf jeden Fall sind Fleischesser mehr FÜRS Fleisch-Essen als GEGEN Massentierhaltung. Ich will damit eigentlich nur sagen, dass auch die Begründer der Sozialen Medien dieser massive Missbrauch von empfindsamem Leben nicht wirklich zu stören scheint. Sie können sich deshalb auch logischerweise nicht bewusst darüber sein, dass dieser Tier-Missbrauch einmal den Grundstein zum heutigen Lebensmissbrauch überhaupt gelegt hat. Und das kann nicht viel Hoffnung auf echte Veränderung entfachen. Sie glauben im Grunde an die alte, durch die Wirklichkeit heute unzähligfach widerlegte Herrschaftstradition der patriarchalen Hirtenkultur, was ihnen vermutlich gar nicht bewusst ist.

    • Oh, danke! Da können wir ja jetzt stöbern! Die machen sich also auch Gedanken um die Tierwelt, obwohl sie noch nicht vegan sind! Es hat mich auch gefreut, da jetzt bei QuerdenkenTV zu erfahren, dass Neuseeland so ein beispielhaft gutes neues Tierschutzgesetz auf den Weg gebracht hat. Seit Februar 2016, was die Jagd und Tierversuche unter Strafe stellt und Verfahrensweisen, die bisher für Haustiere und Viehbestand auf Bauernhöfen als völlig normal galten. Und wilde Tiere dürfen auch nicht mehr in Gefangenschaft gehalten werden! Das ist doch mal ein guter Schritt in die richtige Richtung:
      ANIMAL WELFARE BILL.

  6. Sehr geehrter Herr Dirk C. Fleck,

    ich möchte hier passend zum Thema ab und an Texte von Nicole Tschierse einstellen. Sie ist Tierärztin und hat in einem Schlachthof (ein kleiner, als quasi beim Metzger des Vertrauens) gearbeitet. Ihr Anliegen war es, den Tieren ihren letzten Gang zu erleichtern. Mittlerweile hat sie so viele Tiere gerettet, dass sie mit einem großen Gnadenhof in Oldenrode/Moringen „fusioniert“ hat. Sie arbeitet nicht mehr im Schlachthof. Tiere werden dennoch ständig gerettet, sei es aus schlechter Haltung oder eben vor der Schlachtung oder Einschläferung.
    Hier ein Text: Alltag im Schlachthof.

    Ein älterer Text, immer aktuell:
    Montagsgedanken

    Heute vier Uhr. Lebendbeschau am Schlachthof.
    Der erste Blick bei der Kontrolle der Schweinebuchten: In einer der Buchten ist alles voller Blut. Auch fast alle Tiere sind ganz damit beschmiert. Ca. zehn Tiere, alle scheinbar recht munter, wuseln durcheinander. Bei dem Gedränge ist es unmöglich zu sehen, woher das Blut ursprünglich stammt. Ich kann nur anweisen, diese Tiere zuerst zu schlachten, damit das Verletzte zumindest nicht noch lange so aushalten muss.

    Der zweite Blick: Der ganze Stall ist heute voller Tiere. Sonst werden sie oft nach und nach im Laufe des Morgens gebracht. Diesmal offenbar alle am Vorabend. Sechs grosse Bullen sind auf zwei Buchten verteilt. Der Rest ist voll mit Schweinen. Leider sind auch schon zwei Kälber dabei, obwohl die Lieferanten Anweisung haben, die immer erst kurz vor der Rinderschlachtung zu bringen, also am späten Montagmorgen.
    Die beiden stehen in einem winzigen eigenen Abteil zwischen lauter mit Schweinen belegten Abteilen. Jetzt fürchten sie sich noch zusätzlich vor den unbekannten Tieren und eines schreit durchgehend.
    Es ist das Kleinere, winzig klein, mit verkrüppelten Beinen und krummem Rücken. Es ist kaum in der Lage, zu gehen, erst recht nicht zu springen, deshalb ist es nicht angebunden.
    Das Größere ist angebunden. Ein schönes, muskulöses Tier. Ein perfektes Rind als Miniaturausgabe.
    Beim Kleinen sagen die Metzger:“ Der muss sowieso weg.“ Beim Großen sagen sie:“Das ist ein schönes Mastkalb, so sollen sie aussehen (zum Schlachten).“

    Stunden später werden die Bullen in den Gang getrieben. Es gibt ein Gedränge. Die zwei Letzten sind etwas kleiner als die Vorderen. Sie werden zusammen geschoben, der Vorletzte stürzt und gerät dem Letzten unter die Beine. Dieser steht jetzt teilweise auf dem gestürzten Tier und deshalb etwas höher. Bei dem Gestrampel, das jetzt erst recht weiter geht, bleibt er mit einem Hinterbein über der Seitenwand hängen. Er bringt das Bein selbst nicht mehr raus und bleibt verrenkt stehen, unter sich das andere hilflose Tier begraben.
    Ein Metzger ist schon mit dem Elektroschocker unterwegs.
    Was für ein Unsinn: Wer sollte mehr Interesse daran haben, aus dieser Lage wieder frei zukommen, als die Tiere selbst? Sie geben sich ja bereits erfolglos alle Mühe.
    Ich veranlasse stattdessen, mehr Platz zu schaffen. Die vorderen Tiere werden enger zusammen getrieben und abgetrennt von den hinteren. Nach einer Weile schafft es der Gestrauchelte, auf die Beine zu kommen, weil er jetzt etwas mehr Platz zum Schwung holen hat. Der Hintere hängt jetzt allerdings noch unglücklicher mit dem Hinterbein fest.
    „Vorsicht, der ist gefährlich!“
    Ja, klar kann er so zutreten, aber Hilfe braucht er nunmal trotzdem.
    Ich weiß nicht, was passieren würde, wenn ich in so einer Situation zögern würde. Vielleicht orientieren sich die Mitarbeiter oft mehr an mir, als ich glaube.
    Ich tue es aber keinen Augenblick und keiner der Männer gibt sich die Blösse, zu kneifen.
    Zu dritt, mit einem Strick um den Fuß des Bullen und einem klug gewählten Zughebel über eine obere Stange, ist er schneller befreit als gedacht.
    Er hat nicht versucht, zu treten. Er hatte wohl andere Sorgen…

    Inzwischen sind alle Kälber tot. Alle Hätte-wäre-wenn-Gedanken erübrigen sich also für mich.
    Bleibt nur einmal mehr die Erkenntnis: Keines ist so erbärmlich, dass es keiner schlachten wollte. Und Keines so prächtig, dass es verschont bliebe. (Ausnahmen sind Randerscheinungen)
    Zuletzt werden noch zwei schöne, brave Kühe gebracht, vier und sechs Jahre alt. Zwei von der Sorte, mit denen ich problemlos davon gehen könnte. Sie würden mit mir mit gehen. Obwohl es heute nur gut halbsoviel Rinder waren wie sonst, gibt mir das den Rest.

    Der Spruch „man kann halt nicht alle retten“ ist Quatsch. Wen soll das trösten?
    Es muss besser lauten:
    Man kann Einige retten! Und wieviele, weiss man erst, wenn man es probiert hat.

    Wenn ich es nicht jede Woche sehen würde, dieses unwürdige Elend, wäre meine Motivation, zu helfen, nicht so groß.
    Da es aber so ist wie es ist, brauche ich Menschen, die sich wiederum von mir motivieren lassen, zu helfen.
    Deshalb schreibe ich darüber. Es ist keine Weiterleitung meines Weltfrustes an Leser meiner Texte. Ich jammer auch nicht über eine Arbeit, zu der mich schließlich niemand zwingt.
    Schlachthöfe brauchen Glaswände, um die Leute zu Bewusstsein zu bringen und dabei zu halten. Das ist der Sinn dieser Texte.

    Text Nicole Tschierse

    https://www.white-paw.de/ (Der Gnadenhof)

    • Dieser Bericht spricht Bände. Gut dass diese tapfere Frau aus diesen Zuständen tätige Konsequenzen ziehen konnte, andere können daran zerbrechen. Es gibt in der kostenlosen Broschüre des Dr. med. Ernst Walter Henrich
      „Vegan-die gesündeste Ernährung“ einen Bericht einer angehenden Tierärztin(Christiane M. Haupt), der die Grenzen ihrer seelischen Belastbarkeit aufzeigt – und auch meine. Sie schreibt zuletzt:

      „Ich gehe ohne einen Blick zurück, denn ich habe Zeugnis abgelegt, und jetzt will ich versuchen, zu vergessen, um weiterleben zu können. Kämpfen mögen nun andere, mir haben sie in jenem Haus die Kraft dazu genommen, den Willen, die Lebensfreude, und sie gegen Schuld und lähmende Traurigkeit getauscht. Die Hölle ist unter uns, vieltausendfach, Tag für Tag. Eines aber bleibt immer, jedem von uns: Nein zu sagen. Nein, nein und abermals nein!“

      Obwohl ich niemals ein Schlachthaus betreten habe, kann ich hier jedes einzelne Wort nachempfinden und die Worte berühren mich beim Lesen und Niederschreiben immer wieder zu Tränen. Hut ab vor Nicole Tschierse!
      Nicht jede(r) ist so stark.

      Ich erinnere mich in diesem Moment an ein Video, wo zu sehen war, wie ein tapferer junger Bulle aus der Reihe der zum Schlachten Verurteilten ausgeschert ist, um sein Leben zu retten. Aber da stand schon ein kräftiger Mann im Flucht- Weg bereit, der dem Tier mit einer dicken, massiven Eisenstange so oft mit aller Gewalt in die Schnauze hieb, bis das Tier aufgeben musste…

    • „Es schmerzt mich, dass es nie zu einer Erhebung der Tiere gegen uns kommen wird, der geduldigen Tiere, der Kühe, der Schafe, allen Viehs, das in unsere Hand gegeben ist und ihr nicht entgehen kann. Ich stelle mir vor, wie eine Rebellion in einem Schlachthaus ausbricht und von da sich über eine ganze Stadt ergiesst.“
      ELIAS CANETTI (1905-1994), Literaturnobelpreisträger 1981

    • In Einzelfällen wehren sich kluge Tiere auch mal. Neulich wurde z.B. in Afrika ein erfahrener Großwildjäger von einem Elefanten angegriffen und totgetrampelt.
      Und die Natur schlägt mit Krankheiten zurück. Aber die meisten Menschen sind zu ignorant, um es zu erkennen.
      Eine neu veröffentlichte Studie besagt:
      Wahrend der Milch-und Milchprodukte-Konsum in Japan von 1950-1975 um das 21fache stieg, erhöhte sich die Anzahl der Schlaganfälle um 38%, der Herzkrankheiten um 35%, die Brustkrebsraten und Darmkrebs beide um 77% und Lungenkrebs sogar um 300%.
      https://groups.yahoo.com/neo/groups/NotMilk/conversations/messages/343

    • „Sie kommen zurück, ist das nicht schön?“ hörte Cording die Frau sagen. „Die Tiere und Pflanzen kommen zurück,“ wiederholte sie leise, als spräche sie zu sich selbst. Dabei nickte sie bedächtig mit dem Kopf. Plötzlich reichte sie Cording die Hand: „Ich bin Martha,“ sagte sie, „und das da drüben ist Jayden. Jaydens Eltern wurden vor einem halben Jahr verhaftet und verschleppt. Sie gehörten einer Gruppe radikaler Umweltschützer an, die für eine Reihe sehr erfolgreicher Sabotageakte gegen den Smithfield-Konzern verantwortlich waren. Sie sind nicht von hier, hab ich recht?“

      „Ich komme aus Deutschland,“ antwortete Cording. Dabei registrierte er aus den Augenwinkeln, dass der Junge sie nun aufmerksam beobachtete.

      „Dann haben Sie von Smithfield sicher noch nichts gehört. Der Smithfield-Konzern ist der größte Tierproduzent der Vereinigen Staaten. Tierproduzent – das Wort muss man sich auf der Zunge zergehen lassen! Wenn man es dann endlich runtergeschluckt hat, weiß man ziemlich gut bescheid über die Spezies Mensch.“

      „Aber wie kommt ein Schweinemastbetrieb in die Hallen eines ehemaligen Automobilwerkes? Das ist absurd.“

      „Finden Sie? Im Kapitalismus ist nichts absurd. Smithfield ist ja nicht irgendein Konzern, Smithfield betreibt in North Carolina die größte Schlacht- und Fleischverarbeitungsfabrik der Welt. Auf Betreiben Smithfields hatte das Oberste Bundesgericht den regionalen Behörden sogar untersagt, dem Konzern Vorschriften für die Schweinemast zu machen. So kam diese Schweinerei hier zustande. Die Anlagen von Packhard Plant standen jahrzehntelang leer. Die Stadt brauchte Geld, also hat sie die Hallen vermietet. Notgedrungen zu extrem günstigen Konditionen. Wie praktisch für Smithfield. Diese sowie zwei weitere Mastanlagen vor der Stadt produzierten mehr Gülle, als die Felder Michigans aufnehmen konnten – nicht ein bisschen zu viel, nicht viel zu viel, sondern ein richtiger Haufen Scheiße zu viel. Naja, mit dem Beitritt unserer Stadt zur URP hatte die Sauerei ihr verdientes Ende gefunden. Smithfield gab auf, was aber nicht bedeutet, dass die Mastbetriebe in North Carolina noch immer mehr Stickstoff produzieren, als alle Nutzflächen des Bundesstaates absorbieren können. Wussten Sie, dass ein Drittel der Landoberfläche unseres Planeten für Viehzucht genutzt wurde? Wir fressen noch immer mehr Fleisch pro Kopf, als jede andere Kultur in der Menschheitsgeschichte. Allein Smithfield erzeugt pro Jahr 20 Millionen Ferkel und verarbeitet 35 Millionen Schweine zu diversen Fleischwaren. In Detroit nicht mehr. Detroit ist zu einer vegetarischen Hochburg geworden, aber das haben Sie sicher schon festgestellt, lässt sich ja auch nicht übersehen.“

      Aus meinem Roman FEUER AM FUSS

    • Die heilige Kuh hat in Indien eine besondere Bedeutung. In vielen Kulturen gilt die Kuh als Symbol für Fruchtbarkeit, Reichtum, Segen, Fülle und Wohlstand. Darüber hinaus ist sie mit der Zeit auch zu einem Symbol von Macht und Vermögen geworden.
      Das vedische Sanskrit-Wort für »Krieg«, »gavisti«, bedeutet wörtlich »Verlangen nach mehr Kühen«.
      Das Verlangen, die Gier, ist ebenfalls mitbeteiligt am Krieg. Das Verlangen nach mehr.

      Wenn ich jetzt ein Verlangen nach mehr Artikeln von Ihnen, lieber Herr Fleck, hier äußere. Dann werden Sie das gewiß wohlwollend auffassen?
      Ich hoffe, es geht Ihnen gut? Warum finden wir seit geraumer Zeit keine Beiträge mehr von Ihnen auf KenFM?
      Herzliche Grüße

    • Lieber Dirk! Ich habe diesen Roman bei mir im Bücherbord stehen!
      Ich habe irgendwo im Netz einmal eine Blutsee – Landschaft in USA auf Video gesehen. Was ist bloß mit der Menschheit geschehen? Ich frage mich das jeden Tag. Und ich breche schon wieder in Tränen aus, stütze meine Stirn in beide Hände und halte mir die Augen zu.
      Es ist einfach schon lange too much.

    • Es ist ja nur logisch, dass das tierische Protein den menschlichen Verstand vernebelt. Erwiesen ist, dass erworbene Herzkrankheiten hauptsächlich durch Ablagerungen tierischen Proteins in den Artherien entstehen(durch vegane Diät in den meisten Fällen ohne OP noch heilbar sind) und Rheuma durch Ablagerungen in der Muskulatur. Dass im Gehirn im Lauf des Lebens „weiße“ Areale, also auch Ablagerungen, entstehen, die immer häufiger Demenz verursachen, ist auch bekannt.

  7. Ich habe mich mit dem Thema „Tierhaltung“ eingehend beschäfigt, zig Bücher gelesen und auch mir vor Ort einige Modelle der Tierhaltung intensiv angeschaut. Ich war zwar nur auf einem Demeter-Vorzeige-Bauernhof und niemals in einem „Viehmästerbetrieb“, das habe ich mir nicht angetan, aber das muss auch nicht sein, das kann man sich getrost sparen.
    Ich war jedoch in den letzten Tagen auf dem Gnadenhof „die wilde Hilde“ bei den 2 fähigsten unglaublichsten Frauen, die ich je kennengelernt habe. Melanie Vogelei und Nicole Tschierse. 2 Frauen, die im Grunde den ganzen Gnadenhof alleine schmeißen. Jeden Tag, immer, für immer. 98 Rinder, Schweine, Ziegen, Hunde- die meisten die ärmsten “Schweine“, die sich finden ließen. Für nichts, absolut sinnlos, bringt wirklich niemand was, außer den Tieren und natürlich den Menschen, die den Schmerz der untersten unserer Gesellschaft nicht ertragen. Denn Tiere sind ja vor unserem Gesetz Sachen. Wie auch immer, ich wußte ja, was das für eine unglaubliche Arbeit ist. Dennoch konnte ich das Ausmaß bisher nicht so ganz überschauen. Aber jetzt. Natürlich haben die beiden immer wieder Besucher, die helfen. Aber letztlich sind das halt Besucher, Paten, etc.
    Die beiden haben auch Fachwissen und Erfahrung ohne Ende. Nicole Tschierse ist Tierärztin und hat im Schlachhof gearbeitet, in einem kleinen Betrieb (beim Metzger des Vertrauens quasi) und hat versucht, das Elend und das schreckliche Leid dort zu verringern. Oft hat sie es nicht ausgehalten und hat Tiere freigekauft und mitgenommen. So hat sie ihren ersten kleinen Gnadenhof in der Nähe von Augsburg aufgebaut. Der wurde zu klein und zu teuer. Also hat sie sich mit der “Wilden Hilfe“ zusammen getan.
    Ich kann mir eine Kritik vorstellen im Sinne von: “Erstmal muss man doch den armen Menschen helfen, bevor man sich in Unkosten für einen schwerbehinderten Hund stürzt“. Das ist Speziesismus. Es gibt glücklicherweise Menschen, die besser Tieren helfen können als menschlichen Tieren. Ich selbst kann auch besser Menschen helfen und kann mit Tieren nicht soooo gut. Aber dennoch kann ich deren Leid (wie auch das Leid der menschlichen Tiere) nicht ertragen.
    Wenn man sich lang und intensiv mit dem Thema der Tierhaltung auseinandersetzt, kommt man immer wieder zu dem Punkt, zu sehen, dass es nicht geht, zumindest nicht flächendeckend, für ALLE. Und wer bekommt dann keine Tierprodukte? Weil es nicht für alle machbar ist? Die Frage kann man sich leicht beantworten.
    Im konkreten Fall Weitersroda. Da wird die Dame gefragt, warum Hühner Eier legen und sie antwortet, weil sie halt einfach so Eier legen würden (sinngemäß), weils halt raus muss. Das ist schon hart. Hühner legen bekanntlich ursprünglich deswegen Eier, um sie auszubrüten um ihre Nachwuchs aufzuziehen.
    Da sie die Hühner von einem Züchter haben, ist davon auszugehen, dass die bereits so gezüchtet sind, dass sie mehr Eier geben als ein unmanipuliertes Huhn (Petra sprach ja von „Legehenne“). Das Ei ist quasi die Hennenperiode, wenn es nicht befruchtet wurde. Es ist richtig, dass nicht alle Hühner immer gleich viel Lust auf brüten haben, aber grundsätzlich wollen sie das (auch wenn Petra richtig festestellt, dass diese Hühner gar nicht mehr so genau wissen, was sie mit den Eiern anfangen sollen). Ich könnte noch lange zu den Hühnern und ihren Eigenschaften und ihrem Leben schreiben und dass es evtl. möglich wäre, sich ab und zu ein Ei zu sichern, ohne dem Huhn zu schaden, was bei der Milch schon schwieriger, eigentlich unmöglich ist.
    Die Kuh muss eigentlich ein Kälbchen haben, für das die Milch bestimmt ist. Ist das Kalb abgestillt, versiegt der Milchfluss, selbst wenn man die Kuh weitermelkt. Bei den heutigen (ver)züchteten Kühen kommt wahrscheinlich noch länger Milch nach dem Abstillen, aber sehr sehr viel weniger und schließlich würde auch das versiegen. Also was tun? Schwängern, mit Stier oder künstlich. Neues Kalb, gleiches Spiel. Evtl. kommt ein Bulle? Dann gibts keine Milch. Was dann mit dem Bullen tun? Bestimmt kastrieren (sonst zu wild und taugt auch nicht für Fleisch) und dann muss er mit durchgefüttert werden. Oder doch zum Schlachter? Dieses Spiel ließe sich endlos fortsetzen. Kühe fressen, trinken, und scheiden aus, dass es nur so kracht. Das ist die Hauptaufgabe auf so einem Gnadenhof. Scheiße wegmachen. Dann füttern und tränken. Unmengen an Futter, Unmengen an Wasser.
    Tiere halten für die Ernährung?
    Keine Chance. Das war eine der schlechtesten Ideen, die wir je hatten. Und ich rede hier nicht von den Inuit, die nur Fisch haben und den zum überleben brauchen und trotzdem nicht sehr alt werden…
    Und ja, es gab in Deutschland mal eine Kälteperiode, in der die Menschen überlebt hatten, die das Enzym hatten, durch das Lactose gespalten werden konnte. Die haben das dann auch weitervererbt, weil sie dadurch überlebt haben. Wir haben aber keine deartige Notsituation. Wir hier schon gar nicht.
    Man könnte natürlich auch argumentieren, dass die Tiere, die hier für uns domestiziert wurden und von uns ja gefütter und unterhalten werden, auch eine Gegenleistung bringen müssen. Quasi arbeiten. Das Argument hat durchaus seine Berechtigung. Dennoch: die Gewinnung von Milch und Eiern greift einfach zu stark in den Hormon-und Energiehaushalt der Tiere ein. Es verlangt den Tieren einfach zuviel ab und dient numal ausschließlich der Fortpflanzung. Es würde den Tieren einfach körperlich schaden. Das ist doch genau etwas, was wir vermeiden wollen: anderen zu schaden.
    Nochmal zurück zu dem Lebenshof. Dieser Hof ist eine unglaubliche Leistung. Man kann dort für 15 Euro pro Nacht “Urlaub“ machen. So etwas könnte ich mir auch als ein Modell für Arbeitsplätze in der Zukunft vorstellen. Nach und nach muss aber die Tierhaltung gänzlich sehr sehr stark reduziert werden. Es wäre ja ein Unding, jetzt die Tiere weiterhin in diesem Ausmaß zu züchten und sie dann auf einem Gnadenhof zu parken. Nun ja, das wird eh nicht passieren. Man schaue sich die Zahl der Tiere auf solchen Höfen an und die die jährlich geschlachtet oder für Tierversuche oder anderes “verbraucht“ werden. Die Ressourcen und das Klima werden kapitulieren, wenn die Zahl der “Nutz“tiere nicht drastisch zurückgefahren wird.
    Hier noch die links zum Hof.
    https://www.youtube.com/watch?v=Irqt4VlTWjw
    https://www.youtube.com/watch?v=9-xtAL7MdrI
    https://www.youtube.com/watch?v=MzEzuVy8HGU

    Und ich kann jedem Tierrechtler nur die Bücher „Kontinuität von Bewusstsein – das naturwissenschaftliche Argument für Tierrechte“ von Martin Balluch und „Zoopolis – eine politische Theorie der Tierrechte“ von Sue Donaldson und Will Kymlicka empfehlen! Vor allem das zweite Buch versucht einen Ansatz zu entwickeln, wie ein Zusammenleben mit Tieren in der heutigen Gesellschaft möglich sein kann. Und zwar mit Wildtieren, Schwellenbereichstieren (Tiere, die bsw. in unseren Städten wild leben) und den von uns domestizierten Tieren.

    • Das meiste theoretische Wissen über unsere verkehrte Ernährung habe ich aus dem exzellenten Recherchewerk des John Robbins aus dem letzten Jahrhundert. „Ernährung für ein Neues Jahrtausend“(„Diet for a New America“).
      Und das literarische Werk, in dem noch darüber hinaus alles aufgeführt wird, was ich selbst aus eigener seelischer Erfahrung und geistiger Verarbeitung herausgefunden habe und selbst am liebsten veröffentlicht hätte, ist das des Will Tuttle. „Ernährung und Bewusstsein“(„The World Peace Diet“) aus diesem Jahrhundert. Als ich dieses Buch zunächst in Englisch anfing zu lesen, fiel mir auf, wie oft das Wort „Connection“ auftauchte. Aber jetzt ist mir schon lange klar, wie wichtig es ist, dass wir überall die Verbindungen herstellen, um die Zusammenhänge zu erkennen.
      Dass alle endlich die einfachste Wahrheit, das einfachste Wissen in sich wieder reaktivieren, dass alles mit allem zusammenhängt.

  8. 2 Ratschläge an die Schweinezüchter in USA aus dem letzten Jahrhundert schon:

    Hog Farm Management 1976:
    „Vergessen Sie dass das Schwein ein Tier ist. Behandeln Sie es genauso wie eine Maschine in einer Fabrik. Gehen Sie beim Umgang mit den Schweinen wie beim Ölen eines Gerätes um. Die Vermehrung der Schweine sollte wie ein Fließbandprozess betrachtet werden. Der Verkauf der Ware ist einfach nur das Handeln mit fertigen Gütern.

    National Hog Farmer, März 1978:
    „Die trächtige Sau sollte man ansehen und behandeln wie eine kostbare Maschine, deren Funktion darin liegt, wie eine Wurstmaschine kleine Babyferkel auszupumpen“.

    • „Until one has loved an animal, a part of one’s soul remains unawakened.“
      Anatole France

      („So lange wir nicht wenigstens einmal ein Tier geliebt haben,
      bleibt ein Teil unserer Seele im Tiefschlaf.“)

    • Wie schön, dass man bei Aufnahmen, wo Tiere in Menschen-„Obhut“ sind auch einmal Freuden-Tränen vergießen darf!

  9. Vor etwa einem dreiviertel Jahr wurde hier ja über die Pferdeblut-Farmen in Argentinien und Uruguay kommentiert. Dazu ein kurzes Update und eine neue Petition:
    Der US-Pharmakonzern Merck Sharp & Dohme (MSD) hat versprochen, für sein Europa-Geschäft kein Stutenblut von den schlimmsten Farmen mehr zu beziehen. Sicherlich ist das nur ein Teilerfolg, aber immerhin dürfte das schon vielen Stuten helfen.
    Die Firma IDT Biologika aus Dessau-Roßlau in Sachsen-Anhalt hält hingegen weiterhin stur an dem grausamen Geschäft fest. Mit folgender Petition kann man sich dagegen aussprechen:
    https://actions.sumofus.org/a/pferdequal-stoppen

    • Das Elend spielt sich im Verborgenen ab: die KZs unserer Zeit, und es gibt Tausende in Deutschland, haben keine Fenster.

    • Ich habe mir gut überlegt, ob ich das folgende Link posten soll. Warum? Da unter Umständen Ängste aktiviert werden, die unsere ohnehin nicht mehr gesunde kollektive psychische Atmosphäre noch stärker verschmutzen würden. Ich habe einen ausführlichen Briefwechsel mit SSRF-Anhängern (Spiritual Science Research Foundation)
      gehabt; in dem ich ihnen unter anderem vorwarf, durch ihre Aufmerksamkeit und ihre Erwartungen die Katastrophe noch zu beschleunigen – wenn nicht gar herbeizurufen.
      Denn es gibt spirituelle Lehrer, die den ihnen Verbundenen inzwischen anraten, ÜBERHAUPT keine negativen
      Gedanken mehr zuzulassen und gar keine negativen Bilder mehr in sich zu aktivieren oder zu verbreiten.
      Das bringt mich, als Tierliebenden und Veganer, in eine Zwickmühle, denn die Aufklärung ist ja wohl unbedingt nötig, oder?
      Man muß nicht jedes Wort, das hier geschrieben steht, für bare Münze nehmen.
      Tatsächlich hat sich das, was die Hellsichtigen der SSRF wahrgenommen haben, ja auch bereits zeitlich verschoben. Es sieht so aus, als wäre sehr viel Gnade am wirken. Als hätten wir noch einmal eine Gnadenfrist bekommen, durch Änderung unseres Verhaltens, vor allem den Tieren gegenüber, ein starkes Signal an den Kosmos zu schicken, daß die Menschheit es wert ist, gerettet zu werden. Dieses Signal müßte allerdings noch kommen. Andernfalls – – –
      O.K. hier also der Link zusammen mit meiner Überzeugung, daß die Katastrophe noch vermieden werden kann.
      Unzählige hohe Meister sind da. Wahrlich. Unzählige!!!!
      ttp://www.spiritualresearchfoundation.org/de/3-weltkrieg-prophezeiung

    • Danke! Man kann es nicht oft genug sagen. Aber leider scheinen der Mehrheit die immer wieder von neuem postulierten Lügen der Tiervernutz-Lobby immer noch glaubwürdiger zu sein. Was ist der Mensch doch für ein seltsames Geschöpf(geworden)!

  10. Seelisch sind wir alle miteinander spürbar verbunden – wir, die wir nicht die Wahrheit verleugnen wollen und den Schmerz nicht verdrängen können. ich habe ihn heute morgen wieder zu spüren bekommen, diesen tiefen Schmerz und ich ging gleich zum Rechner, um nachzuschauen, was wieder passiert ist: Die neuesten bekannt gemachten Nachrichten über die Rücknahme der mühsam erkämpften Teil-Rechte für unsere sowieso schon unter lebenslanger Folter stehenden, zu reinen Nutzartikeln herabgewürdigten Mit-Lebewesen durch den neuen US- Präsidenten Donald Trump!

  11. „I am not a man!/ I’d never kill or eat an animal/ And I never would destroy this planet I’m on/ Well … what do you think I am… a man?“
    „Ich bin kein Mensch. Ich habe noch nie ein Tier getötet oder gegessen. Und ich würde auch niemals den Planeten zerstören, auf dem ich zu Gast bin. Also … was denkt ihr was ich bin? Ein Mensch?!“

    STEVEN PATRICK MORISSEY, ehemaliger Sänger der Rockgruppe The Smiths, auf seinem Album „World Peace Is None Of Your Business“

    • „Meat is murder“. Wer das immer noch nicht begriffen hat, der gebe doch mal: Meat is Murder-youtube in den Sucher und sehe sich das auch mal alles an, was wir Menschen da anrichten und wofür wir verantwortlich sind!

    • All die sowieso nur unbefriedigenden, mühsam erkämpften Teil-Rechte für die schwerverbrecherisch missachteten Tiere werden nun gerade in Regie von Donald Trump wieder aufgehoben, siehe Vegan.eu.

  12. Jean Ziegler, ehemaliger CH-Nationalrat und UNO-Sonderbeauftragter:

    „Die weltweite Getreideernte ist rund 2 Milliarden Tonnen pro Jahr. Über 500.000 werden dem Vieh der reichen Nationen verfüttert – während in den 122 Ländern der Dritten Welt pro Tag nach UNO-Statistik 43.000 Kinder am Hunger sterben. Diesen fürchterlichen Massenmord will ich nicht mehr mitmachen: kein Fleisch zu essen ist ein minimaler Anfang.“

    • Lieber Dirk! Genau das denke ich auch schon lange: Missbrauch- Missbrauch- Missbrauch- so weit das Auge reicht.
      Es gibt wohl nichts mehr, was nicht schon längst unter Missbrauch steht in unserer verbrecherisch ignorant fabrizierten Menschenwelt.
      Aber wen wundert’s, wenn wir bedenken, dass das Gros der Menschheit tagtäglich sich den blutigen Missbrauch einverleibt, „genießt“ und sich damit auch noch „schmückt“?

    • Mit dem Kindmissbrauch-Vergleich hat Morrissey auch nicht nur genau ins Schwarze getroffen, sondern hat auch das wichtigste Dikussionsfeld medial eröffnet bezüglich unserer Frage nach unserer „Menschlichkeit“. Wenn man sich nämlich einmal alle diese „Erfindungen“ ansieht, wie Tiere auf möglichst schreckliche Weise am Leben gehalten oder zutode gequält werden können, so stellt sich mir schon lange die Frage, ob da wirklich primär „rationelle“ Überlegungen dahinter stecken, oder ob nicht viel mehr da schon lange eine höchst bedenkliche degenerative seelische Erkrankung am Werke ist, die sich in immer noch schlimmeren Formen von Sadismus ausdrückt. Wenn man z.B. die Lust auf die traditionell anerkannte und gesellschaftlich immer noch hoch rangierende „Jagd“ einmal unter die Lupe nimmt, so zeigt sich deutlich als deren Triebfeder die Lust der „absoluten Herrschaft über Leben und Tod“. Die kann hierbei immer noch in aller Öffentlichkeit nach allen Regeln der Kunst ausgetobt werden. Der größte Kitzel für die Reichen ist dabei dann noch die „Großwildjagd“. Es gibt ja jetzt sogar schon Großkäfige in der Landschaft, wo große Raubkatzen völlig chancenlos jederzeit von jedem Idioten, der das nötige Geld hat, abgeknallt werden können. Wie tief kann die „Menschlichkeit“ eigentlich noch sinken?

    • Ja, in Südafrika werden Löwen massenhaft gezüchtet (auch eine Art Massentierhaltung), um zuerst die Löwenbabies den Touristen als Streichelobjekte anzubieten, gegen Bezahlung natürlich. Und wenn die Löwen ausgewachsen sind, werden sie von reichen Idioten abgeknallt, wofür die im Schnitt etwa 40.000 $ bezahlen. Ein „super“ Geschäft. Die Löwen sind die Menschen von klein auf gewöhnt und gehen friedlich auf ihre Mörder zu, weil sie Menschen bis dahin nur als freundlich erlebt haben.
      Einer dieser Löwen hat es in die Schlagzeilen der MSM geschafft: Cecil. Nach seinem tragischen Tod wurde die Einfuhr von Löwentrophäen in etliche Länder, z.B. USA, verboten. Womöglich macht das Trump auch bald wieder rückgängig. Jedenfalls sterben viele Löwen nur dafür, als Leiche zusammen mit ihren obszön grinsenden Mördern auf einem Facebook-Foto zu erscheinen.
      Dieser „normale“ Ablauf eines Löwenlebens in Südafrika zeigt die ganze Perversion des menschlichen Mißbrauchsverhaltens.

    • Starker Tobak. Die Audio-Version des Textes oben. Leider bricht es mittendrin ab. Aber die Botschaft ist trotzdem eindeutig.

    • Es ist dann immer, als ob ein Messer in einer nicht -heilen -könnenden Wunde noch wieder einmal herumgedreht wird. Unbeschreiblicher Seelenschmerz. Um damit zu leben, muss bis zu einem gewissen Grad permanent verdrängt werden. Aber ich beneide jene nicht, die diesen Schmerz nicht (mehr) erfühlen(wollen?, können?)..

      „…Alle im Irrtum lebenden Menschen enden in den großen Krankenhäusern dieser Welt. Wenn dieser Prozess nicht sogar das ganze Erdendasein beendet, dann bleiben nur diejenigen übrig, die vernünftig, also im Rahmen der Naturgesetze, leben. Für sie wird sich die Natur immer zur Güte entfalten… Wir erkennen im Leid einen bedeutungsvollen Inhalt. Das Böse, das Schwarze, Widrige, wird zum TEIL unserer Erlösung, denn durch die Not werden wir innerlicher, wir werden gezwungen, über uns gründlich nachzudenken. Wir erkennen den Zusammenhang zur gesamten kosmischen Substanz. Wir sind verbunden mit dem gesamten Geschehen im Weltall. Alles gehört zum GANZEN, Dies gilt für alle Zeiten. Mit diesem Wissen wächst das eigene Ich allmählich in diese ICHHEIT hinein, die wir Ra-ich-tum(ra-Gott), Reichtum nennen. Es entsteht eine alles einschließende LIEBE zum Leben, die das Mögliche verwirklicht, ohne das Unmögliche zu verdammen. Deshalb ist der Mensch, der den radikalen Bezug zur Natur anstrebt, der Humane, die Hoffnung unserer Zeit.“

      Aus: „Der erste Schritt aus dem Teufelskreis“. (Gedanken zur Lebensschulung nach Walter Sommer(1887-1985) von Karl-Heinz Baumgartl.

    • Lieber Dirk C. Fleck! Bravo! Sie sind der einzige Schreiber hier bei KenFM, der sich um die permanente Tierfolter Sorgen macht! Und auch von unseren gesamten Spitzenpolitikern kümmert sich nicht eine(r) darum.

    • Ja, an diesen Satz muß ich jedes Mal denken, wenn ich Frau Merkel irgendwo sehe. Er hat mein Verhältnis zu ihr für immer geprägt.
      Ihre Frage, sehr geehrter, lieber Herr Fleck, muß wohl leider bejaht werden.

  13. Der Verein „Animals‘ Angels“ mit Sitz in Frankfurt/Main beobachtet Tiertransporte in der Hoffnung, den Tieren auf ihrer einzigen Reise, der in den Tod, noch irgendetwas Gutes zukommen lassen zu können. Dabei sind zahlreiche Fotos entstanden. Die Gründerin von Animals‘ Angels, Frau Christa Blanke, hat eine Webseite erstellt, auf der sie die Bilder eingestellt und jedem Tier einen provisorischen Namen gegeben hat. Sie schreibt, sie vertraue darauf, daß die wirklichen Namen im Himmel bekannt seien, wo die Tiere – so ihre Hoffnung – jetzt alle sind. Ich finde das beeindruckend und möchte den Link zur Seite hier bekanntgeben: http://www.animalmemorial.org/

    • Danke, Torsten! Mich rührt das auch tief an und erinnert mich an eine Frau- ich glaube es war sogar eine Pastorin- die sich immer vor Schlachthäuser gesetzt hat, um für die Tiere dort drin zu beten. In Berlin hat auch einmal eine Frau am Brandenburger Tor in einem engen Käfig eine Hungerstreik-Demo über Tag und Nacht vollführt gegen die Nutztierhaltung. Es gibt sie immer wieder, die Helden und Heldinnen, die reinen Herzens sind und die immer wieder ein Lichtlein in der geistigen Finsternis anzünden.

  14. Zwei kürzere Videos über Tierkommunikatorin Andrea Frankrone.
    Ausschnitt: Frage des Moderators: „Was genau haben die Milchkühe Frau Frankrone hinsichtlich dessen gesagt,
    wie sie ihr Leben empfinden und was ihre Meinung über die Menschheit ist?“
    Anwort: „Da ist ganz viel Traurigkeit. Ganz viel Verzweiflung. Ich habe mit vielen solcher betroffenen Tiere geredet,
    und es hat mich oft verwundert, daß diese Tiere keine Wut oder gar Haß gegen Menschen empfinden. Aber es ist
    einfach die große Traurigkeit.“
    http://www.suprememastertv.com/aw/?wr_id=433&page=9&page=9#v

    • Ich fürchte, dass diesen Geschöpfen noch nicht einmal „die große Traurigkeit“ bleibt. Das wäre ja vergleichsweise noch ein Trost. Diese Geschöpfe erleiden permanent „die große Qual“. Wahrscheinlich können wir noch froh sein, dass wir uns das im gesamten Ausmaß gar nicht vorstellen können. Aber ich kenne jedenfalls einen Zustand, der viel schlimmer ist als „die große Traurigkeit“, denn diese ist mir heute wie eine Heimat in einer von entweltlichten Menschen stetig vergifteten und gefolterten Umgebung.

    • Wir sind doch die Begnadetsten aller Geschöpfe mit unserer Gabe des Betrauerns und des Verlachens. Dafür sollten wir alle dankbar sein und äusserst bemüht darum, nicht anderen Geschöpfen aus reiner Achtlosigkeit die Hölle zu bereiten. Ich habe das Kapitel über die Milchkühe in dem Buch: TheWorldPeaceDiet(in deutscher Übersetzung: „Ernährung und Bewusstsein“) von Will Tuttle mir deshalb zu lesen bis jetzt noch nicht getraut, weil er schreibt, dass diese Art der Tiervernutzung aus seiner Sicht die schlimmste von allen ist. Ich weiß ja, wie genau und realistisch Will Tuttle schreibt und das höchst lebensverachtende und abnorm perverse Prinzip der Fremdmuttermilchgewinnung kenne ich ja. Einen schlimmeren Missbrauch mit dem Mutter-Sein kann man wohl kaum noch betreiben. Allerdings gibt es ja jetzt schon lange die Farmen, wo Pferde ständig geschwängert werden, um ihnen dann ihr Blut abzusaugen für die Schweinemastindustrie. Aber wer möchte hier überhaupt noch Vergleiche anstellen? Unaussprechlich und unbeschreibbar, was Menschen alles zu tun sich erlauben! Und dazu die mittäterische Gleichgültigkeit derjenigen, die das alles auch noch gedankenlos mit nutzen!

    • Man bedenke dabei, dass auch dies ein nahezu kollektives Verbrechen ist, denn: Wie können Zoobesucher und Zuschauer dieses Spektakels Elefantendressur heute überhaupt noch so blöd und empfindungstaub sein, sich so etwas PROTESTLOS anzuschauen? Da muss sofort PFUI TEUFEL geschrien werden und zwar im Chor und jedesmal!
      Diese Perversitäten werden von viel zu vielen gedankenlosen Menschen ja offensichtlich immer noch GEWÜNSCHT! Ich gedenke immer noch meines Ekels im Zuge des Eisbärbaby-Hipes im Berliner Zoo, der sich jeden Tag von den Volksmassen begaffen lassen musste – und bald danach vor Seelenkummer eingegangen ist- und das sogar noch Weltweit Schule gemacht hat! Ich frage mich immer: bis zu welcher Stufe von Schwachsinn kann eigentlich dieser degenerierte Zivilisationsmensch noch getrieben werden?

  15. Ich bitte den Kosmos, die herrschenden Geister darum, dass denen, die Tiere vorsaetzlich quaelen, das Gleiche erfaehrt, sowie ihren Kindern und Kindeskindern. Ohne Erbarmen, MItgefuehl und Verzeihung – So sei es! – So sei es! – So sei es!

    • Ich bete jeden Tag darum, dass die Tier-Hölle hier auf Erden beendet wird. Das kann aber nur durch ein aufsteigendes Menschheitsbewusstsein geschehen.

  16. Es gibt mal wieder eine Petition, die so starken Zuspruch erfährt, daß sie Aussicht auf Erfolg hat. Diesmal geht es um den Walfang durch norwegische Schiffe.
    Wale sind atemberaubende Lebewesen. Es ist bekannt, dass sie über Gesänge miteinander kommunizieren und menschenähnliche Emotionen verspüren.
    Von Norwegern werden die anmutigen Meeresriesen Jahr für Jahr gejagt, getötet, zerhackt und zu Tierfutter oder Kosmetika verarbeitet. Es bricht einem das Herz.
    Fast unbemerkt ist Norwegen zur größten Walfangnation der Welt geworden. In wenigen Tagen eröffnet Norwegen die jährliche Jagdsaison. Hunderte Meeressäuger sollen brutal abgeschlachtet werden.
    Doch wenn jetzt ein weltweiter Proteststurm losgeht, kann Europa dazu gebracht werden, keine norwegischen Walfänger in seine Häfen zu lassen. Mit Island ist das schon gelungen — tun wir es jetzt noch einmal!
    https://secure.avaaz.org/campaign/de/norway_save_the_whales_loc/

  17. Neues Gesetz in Portugal bestimmt, dass vegane Nahrung in Schulen, Universitäten, Krankenhäusern, Gefängnissen und anderen öffentlichen Einrichtungen angeboten werden muss.

  18. Ich habe jetzt endlich mal eine klar formulierte Kritik an der gebetsmühlenartig wiederholten idiotischen Phrase gefunden, dass Veganismus eine „Religion“ sei. Und zwar unter einem Video des „Cyberphilosophen“ über Veganismus.

    User „Andoy“ schreibt da:

    „Ich finde immer die Assoziation von Veganismus und Religion hochproblematisch. Alle großen Religionen haben ja eine Art Merkmal: Das Bewahren eines (nicht beweisbaren) Geheimnisses, das explizit nicht in Frage gestellt werden soll bzw. darf. Eben der Sinn von „Glauben“, deshalb heißt es ja auch so. In radikalen Auslegungen monotheistischer Religionen ist das In- Frage-Stellen des höchsten Geheimnisses sogar strafbar.
    Im Veganismus ist es genau umgekehrt: Alles soll aufgedeckt werden, die ganze Lebensweise ist darauf ausgelegt, die Wahrheit auf den Tisch zu legen. Wo andere die Augen schließen, legen die Veganer die Finger in die Wunde. Es ist auch kein Zufall, dass viele Veganer gleichzeitig den klassischen Religionen zumindest sehr kritisch gegenüber stehen, wenn nicht sogar Atheisten sind. Ich meine da wirklich einen mentalen Zusammenhang zu sehen. Wer also den Veganismus selbst als Religion oder Religionsersatz sieht, ist gedanklich auf dem falschen Dampfer… finde ich.“

    Es ist immer eine große Hilfe, finde ich, wenn andere Menschen, wie hier der user „Andoy“ die eigenen „Bauchschmerzen“ bei einem dieser vielen schwachsinnigen Vorurteile gegen Veganismus schon klar ausformuliert haben. Das nächste mal werde ich sie bei diesem Vergleich nicht mehr haben müssen.

    Ein anderes beliebtes Pro -Tier- Vernutzungs- Argument ist ja dann dieses: „aber es war doch schon immer so!“
    1. ist dies ja einfach nicht wahr, weil die industrielle Tierausbeutung in dieser heutigen Form ja erst im 20. Jahrhundert in Angriff genommen wurde, wie wohl natürlich die Jahrtausende alte Miss-Achtung unserer empfindsamen Mit-Lebewesen dazu geführt hat.
    2. Ist der Hinweis auf eine noch so lange Tradition und die noch so massenhafte Ausübung dieser Tradition der achtungslosen Tiervernutzung ja noch lange kein Beweis auf deren Berechtigung und deren „Erfolg“!
    Im Gegenteil ist doch der Zustand der Menschheit und der von ihr misshandelten Welt ja geradezu der zwingende Gegenbeweis!

    Um damit auf den Religions- Vergleich zurück zu kommen: Das sich gedankenlose Dranhängen an alte, massenhaft ausgeübte und nie hinterfragte Traditionen, dem Konservativismus, ist sowohl im Kirchenglauben die Regel, wie auch im Medizin- und Ernährungsglauben. So könnte man viel eher und mit viel mehr Berechtigung behaupten, dass die westliche Ernährungstradition auf bloßem Glauben begründet ist, der bis vor einigen Jahren leider viel zu wenig öffentlich hinterfragt wurde und auch heute immer noch zu wenig hinterfragt werden will. Im Gegenteil, die ihn öffentlich mit sachlichen Argumenten hinterfragen und widerlegen können, werden als „fanatisch religiös“, „missionarisch“ und „dogmatisch“ diffamiert. So wird, wie heute ja in allen Bereichen, die Wirklichkeit immer noch eifrig weiter verdreht. Sogar nach meiner Erfahrung von vielen, die in anderen Fragen durchaus des logischen Denkens mächtig sind.
    Dies ist ein bemerkenswertes und bedenkliches Phänomen und kann eigentlich nur darauf hinweisen, wie tief dieser überhebliche, und ja: grausame Irr-Glaube schon in die menschliche Psyche eingesunken sein muss! Wer dann heute Mitgefühl mit den Wehrlosesten unter uns hat und zeigt, wird aller möglicher Vergehen bezichtigt von denen, für die das Wohl und Wehe dieser Lebewesen, die Hölle, die ihnen von der Menschheit zugewiesen wird anstelle unser aller Nährmutter Erde, erst einmal noch selbstverständlich ist.
    So entsteht diese irrsinnig verdrehte These, wir müssten erst einmal unsere eigenen Probleme lösen und dann würde sich auch dieses Problem auflösen. Diese These kann nur von Menschen stammen, die an sich selbst die Veränderung noch nicht erlebt haben, die der Veganismus am eigenen Leibe und bis in die tiefsten Schichten der Seele bewirkt.

    • Und speziell noch, was den Vorwurf des „missionierens“ betrifft: Er wird immer dann gebraucht, wenn gegen die sachlichen Argumente, die gegen die Tiervernutzung sprechen, die sachlichen Gegenargumente fehlen. Es ist auch nichts anderes als die heute üblichen „Sperrwörter“ wie „Verschwörungstheorie“ etc. , die einfach dazu dienen, sich einer weiteren sachlichen Diskussion zu entziehen. Praktisch für den Moment, aber alles andere als demokratisch oder friedensfördernd.

  19. Auf Hochleistung – und daher krank – gezüchtete Tiere, unnatürliche Haltungsbedingungen und qualvolle Schlachtung – das ist der Alltag für Milliarden sogenannter „Nutztiere“. Wie Recherchen belegen, werden oftmals nicht einmal die minimalen gesetzlichen Standards eingehalten.

    Wer sich mit einer Unterschrift gegen die Qualzuchten in der Nutztier-Haltung aussprechen möchte, kann auf der Homepage von PETA einen Appell an Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt unterzeichnen, die staatlichen Subventionen für diesen Irrsinn zu beenden.

    • Ich werd nochmal wahnsinnig bei dieser Verlinkerei! Wie kann es sein, dass es manchmal klappt und manchmal nicht beim selben link?

      Bitte selber in den Sucher geben: Jesus’geheime Rohkost- David Ekwe-Ebobisse- youtube.

    • Hi VeganisLove und Torsten,
      es stand u.a. in der BLZ vom 20.2.2017:
      „Umweltministerium streicht Fisch und Fleisch
      Teilnehmer von Veranstaltungen im Bundesministerium leisten künftig
      einen Beitrag zum Klimaschutz. In einer E-Mail werden die Abteilungs-
      leiter des Ministeriums angehalten, von Caterern nur noch vegetarische
      Produkte sowie saisonale und regionale Lebensmittel mit kurzen Trans-
      portwegen zu beziehen. Zudem sollen nur ökologisch angebaute Lebens-
      mittel und bevorzugt Produkte aus fairem Handel verwendet werden. Die
      Union sprach von „Bevormundung und Ideologie. (AFP)“

      Dank an euch, die ihr mit gesunden Verstand entscheidet!
      Wie viele UNIONER profitieren, von der Qual und dem Tod der Tiere? 

      Vorsicht, die Wahrheit des täglichen Qäulens, ist machmal sehr erscheckend!!!
      http://www.peta.de/kampagnen

    • Hi DEUSSEMPERMAJOR, danke für Deinen Kommentar. Ja, ich hab’s auch gelesen. Wieder einen Millimeter Fortschritt, immerhin.
      Aus dem Umweltministerium von Barbara Hendricks kamen auch die neuen Bauernregeln, die sich größtenteils mit realen Problemen in der Massentierhaltung beschäftigen. Entsprechend massiv war dann auch der Druck von den Bauernlobbies, bis sich Frau Hendricks schließlich dafür öffentlich entschuldigte.
      Das wirft ein grelles Licht auf diese Republik. Wer die Wahrheit sagt, wird solange mit Dreck beworfen, bis man zu Kreuze kriecht.

    • Das für mich interessanteste Ergebnis der Parlamentswahl in den Niederlanden gestern ist, daß die „Partij voor de Dieren“ ihre Abgeordnetenzahl von 2 auf 5 mehr als verdoppeln konnte. Das wird das Schicksal der Tiere sicherlich (noch) nicht grundlegend ändern, kann aber als Fort-Schritt in die richtige Richtung interpretiert werden. So etwas möchte ich nicht ganz unerwähnt lassen.
      Überhaupt finde ich es aufschlußreich, daß diese Partei schon lange im NL-Parlament sitzt. Die Niederländer sind in der Hinsicht vorbildlich.
      Dort gibt es auch keine 5 %-Hürde, mit dem Ergebnis, daß dort regelmäßig über ein Dutzend Parteien im Parlament vertreten sind. Der Fraktionszwang, der im deutschen und europäischen Parlament so schädlich wirkt, weil sich die Abgeordneten nicht mehr nach ihren Gewissen entscheiden, sondern nach der Partei-Linie, hat in NL dadurch eine wesentlich geringere Auswirkung. Selbst wenn alle Parteien Fraktionszwang haben, kommen dort 13 Meinungen (13 Parteien) zustande. In Deutschkand sind es maximal 6.

    • Erfreulich, das mit Holland! Die waren sowieso schon immer erstaunlich fortschrittlich und „unspießig“. Die ersten damals mit Grünen in der Regierung, als die Grünen noch wirklich grün waren. Und von mir sind da 2 Freundinnen vom spießigen Hannover nach Holland gegangen, um sich nicht mehr so eingeengt fühlen zu müssen.

  20. Schlachtbetriebe klagen erfolgreich gegen Verwaltungsgebühren des LANUV (Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz)

    Zu diesem auf der BürgerZeitung meiner Stadt ( http://www.bz-mg.de/staedtische-haushalte/finanzen-gebuehren-steuern-geld/schlachtbetriebe-klagen-erfolgreich-gegen-verwaltungsgebuhren-des-lanuv.html#sthash.jnL1791T.dpbs ) erschienen Artikel, kopiere ich den Text des Kommentars von „Brummbär“, der wohl so ziemlich alles aufzählt, was aufzuzählen ist:

    „Das ist aber schön für die Schlachtbetriebe!

    WER klagt eigentlich gegen alles das, was vorher in der Massentierqualhaltung passiert?

    WER klagt gegen die Qualzuchten, das unendliche Leid und Schmerzen, die die sogenannten „Nutztiere“ von der Geburt bis zu ihrem widerlichen Tod in einem Schlachthof irgendwo außerhalb, wo keiner sich an deren Schreien und Angst mehr stört, dies nicht mal zur Kenntnis genommen wird, ertragen müssen?

    WER klagt dagegen, dass diese armen Nutztiere einer extrem schnellen Gewichtszunahme und Wachstum ausgesetzt sind, so dass Schweine oft nur noch im Hundesitz dahin vegetieren können, Hühner und Puten Blasen und Wunden auf der überzüchteten großen Brust haben, weil sie wegen dieser gar nicht mehr die für Vögel normale Haltung einnehmen können? Wenn sie überhaupt dank verletzter und gebrochener Knochen noch versuchen können zu „stehen“. Gehen ist bei der Dichte der sogen. „Bodenhaltung“ ohnehin nicht mehr drin. Bei sogenannten Masthühnern macht das Brustfleisch ein viertel des Körpergewichtes aus!

    WER klagt dagegen, dass ein Masthuhn in nur 34 – 37 Tagen vom Küken mit 40 – 45 g zum 2 bis 2,2 kg schweren, „schlachtreifen“ Huhn wachsen muss? Mit allen Qualen, die ein derartiges Turbowachstum verursacht! Dieses „Wachstum“ wäre vergleichbar mit einem Säugling, der von seiner Geburt an in nur einem Monat ein Gewicht von 175 kg erreichen müsste!!! Dass das kein gesunder und angenehmer Wachstumsprozess sein kann, dürfte jedem einigermaßen vernunftbegabten Menschen klar sein.

    WER klagt dagegen, dass letztendlich, ob Schwein, Rind, Hühner, Puten als Säuglinge und Teenager geschlachtet werden, die nur dank leidvollem, extrem schmerzhaftem Wachstum bereits schlachtreif sind, wenn unter natürlichen Bedingungen alle diese Tiere noch bei ihren Müttern wären? WER klagt gegen die unfassbaren, miesen Haltungsbedingungen z.B. auf Spaltböden, verdreckten, unhygienischen Verhältnissen, meist in Dunkelheit bei penetrantem Gestank bei monotonem Tagesablauf, so dass es zu gegenseitigem Beißen/Picken kommt, bis hin zu Kannibalismus?

    WER klagt gegen die perverse Haltung der Mutterschweine in Kastenständen mit NULL Bewegungsmöglichkeit und viel zu vielen Ferkelchen, die dank der ständigen Hormonbehandlungen viel zu viele sind als die Natur es vorsieht, die also niemals alle einen Stammplatz an Mutters Zitzen haben können, weil das natürliche Verhältnis nicht mehr stimmt. Diese Kümmerlinge werden dann als Abfall entsorgt. Wenn sie Glück hatten, wurden sie nicht durch Totschlagen umgebracht. Wenn sie noch weniger Glück hatten, leben sie noch, wenn sie im Abfall landen.

    WER klagt gegen die „Haltung“ der Pferdestuten, die regelrecht ausgelaugt werden, weil deren Blut für die Produktion der Hormone für die Schweinezucht gebraucht wird. Wie die Milchkühe auch, werden sie ständig geschwängert, weil ihr Blutserum für die Schweinzucht (auch in Deutschland) wichtig ist. Angeblich liebt man in Südamerika Pferde. Hier ein Auszug eines Artikels dazu aus der Süddeutschen Zitat: „Die Blutentnahme dauert etwa zehn Minuten. Dann zieht ein Arbeiter die Nadel und den Ablaufschlauch aus dem Hals der Pferde. Es sieht nicht aus, als ob es ihm ein Anliegen wäre, dass alles möglichst schmerzfrei zugeht. Eine Stute mit schwarz-weißem Fell wankt aus einer Fixierbox, offenbar entkräftet vom hohen Blutverlust. Sie bricht zusammen. Niemand scheint sich um sie zu kümmern. Die Stute steht wenig später wieder auf, aber sie ist zu schwach, um ihren Kopf zu halten und stützt ihn auf dem Zaun der Stallbox ab. Jetzt kommt ein Arbeiter und versucht das zitternde Tier zu verscheuchen. Der Arbeiter steigt auf das Geländer und tritt der Stute drei Mal mit dem Fuß ins Gesicht. Sie bricht erneut zusammen. Der Arbeiter läuft aus dem Bild.“ Zitat Ende.

    http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/handel-grausamer-bluttransfer-1.2668283

    WER klagt gegen die Blutentnahme bei ungeborenen Kälbern? Fötales Kälberblut, direkt aus den noch schlagenden Herzen der nicht betäubten, ungeborenen Kälbchen, die alle doch so süüüß finden! Geschätzte 2 Millionen ungeborene Kälber erleiden jährlich weltweit dieses Schicksal. Ein Milliardengeschäft. Ein schmutziges Geschäft der Pharmaunternehmen.

    http://www.sueddeutsche.de/wissen/pharmaindustrie-das-schmutzige-geschaeft-mit-dem-blut-ungeborener-kaelber-1.2602820

    WER klagt gegen die absolut perverse Aquazucht von Fischen (inzwischen auch Hummern und Garnelen), die sogar noch ein großes Risiko für die Meere darstellen? Garnelen werden inzwischen sogar in Bayern gezüchtet. Jeder zweite Fisch kommt bereits aus einer „Farm“. In diesen Farmen, egal wo, sind die Fische genauso arme Schweine, wie dieselben in den Ställen der Schweinezüchter. Teils noch schrecklicher, da aus Platzmangel über- und aneinandergedrängt. So könnte ich noch lange fortfahren mit den Grausamkeiten, die keiner zu Gesicht bekommt und niemanden stören, meist nicht einmal interessieren, auf dass Wurst, Schinken, Braten, Butter, Milch, Käse, Eier, Daunen, Wolle, Räucherlachs, Forelle und was noch so alles aus diesen armen, gequälten und überwiegend kranken und verletzten Geschöpfen nach einem Qualleben und widerlichen Tod, wird. … ach ja, ich vergaß – die Verbraucher konsumieren ja nur „gutes“ Fleisch. Zumindest wird diese Aussage öfter getätigt, als dass überhaupt die Frage dazu gestellt würde. Das alles für einen kurzen Gaumenkitzel und weil es doch soooo gut schmeckt?“

    DANKE dafür – dem ist vermutlich nichts mehr hinzuzufügen … 🙁

    • Vielen Dank, Vegan4Life, für diesen Hinweis. Aufgrund der gegebenen Fakten ist es offensichtlich, daß die Massentierhaltung das größte Verbrechen der Menschheitsgeschichte darstellt. Gefördert in unserem Land durch eine Regierung, die das Wort „christlich“ im Parteinamen trägt, was für eine Gotteslästerung. So ist zu erklären, warum die Klagen, die mein Bruder im Geiste „Brummbär“ vermißt, nicht erhoben werden.
      „In Zeiten, da Täuschung und Lüge allgegenwärtig sind, ist das Aussprechen der Wahrheit ein revolutionärer Akt.“
      George Orwell (1903 – 1950)

  21. Dr. Ernst-Walter- Henrich von ProVegan schrieb am 16.02.2017:

    „DER MENSCHEN- UND DER TIER-HOLOCAUST AUS DER SICHT DER MENSCHEN, DIE DEN HOLOCAUST ÜBERLEBTEN:

    Was ist der Unterschied zwischen dem Menschen-Holocaust durch die Nazis und dem Tier-Holocaust durch die restliche Menschheit? Die extrem größere Anzahl der Opfer beim Tier-Holocaust. Trotzdem behaupten einige Leute, dass man den Menschen-Holocaust mit nichts vergleichen dürfe, weil man dadurch die Opfer der Nazis herabwürdigen würde…“

    Es ist ganz offensichtlich, warum man das tut. Man müsste nämlich sonst anerkennen, schwerste Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu begehen….Da ist es einfacher, diejenigen zu diffamieren, die von einem „Tier-Holocaust“ sprechen. Mit besonderer Inbrunst wird das in Deutschland abgelehnt und es wird behauptet, man diffamiere damit ehemalige Holocaust-Überlebende. Dies überrascht besonders, wenn man erfährt, dass es Holocaustüberlebende und deren Angehörige selbst waren, die diesen Vergleich als erste herangezogen haben und dass auffallend viele von ihnen danach nie wieder Fleisch gegessen haben. Und das erste Vegetarier -Dorf AMIRIN in Israel wurde 1958 von Holocaust-Überlebenden gegründet, die eine Parallele zwischen dem Holocaust und der Art und Weise, wie wir mit den Tieren umgehen, gesehen haben.

    Hier Zitate von Juden und Holocaust-Überlebenden:

    Isaac Bashevis Singer, jüdischer Literatur-Nobelpreisträger:
    „Wenn es um Tiere geht, ist jeder Mensch ein Nazi. Für Tiere ist jeden Tag Treblinka“.

    J. M. Coetzee, Literatur-Nobelpreisträger:
    „Ich will es deutlich sagen: Rings um uns herrscht ein System der Entwürdigung, der Grausamkeit und des Tötens, das sich mit allem messen kann, wozu das Dritte Reich fähig war, ja es noch in den Schatten stellt, weil unser System kein Ende kennt, sich selbst regeneriert, unaufhörlich Kaninchen, Ratten, Geflügel, Nutztiere auf die Welt bringt, nur um sie umzubringen.“

    Edgar Kupfer-Koberwitz, Schriftsteller, 1940-1945 Häftling im KZ Dachau:
    „Ich weigere mich, Tiere zu essen, weil ich mich nicht von den Leiden und vom Tod anderer Lebewesen ernähren kann. Ich weigere mich, dies zu tun, weil ich selbst schmerzlich gelitten habe, dass ich den Schmerz anderer fühle, indem ich mich an mein eigenes Leben erinnere.“

    Martin Niemöller, Theologe, von 1937-1945 Häftling in den KZs Sachsenhausen und Dachau:
    „Ich entsinne mich, dass ich während eines Urlaubaufenthaltes von 1967 im russischen Wald bei Cavidovo zum ersten Mal eine solche „Hühnerfabrik“ gesehen und besucht habe und dass mein erster Eindruck – und es hat sich später nie geändert- der war: das muss für die armen Tiere ja schlimmer sein als was wir im Konzrntrationslager ausstehen mussten!“

    Alex Hershaft, der 81-jährige Holocaustüberlebende erklärt in einer beeindruckenden Rede an der Universität von Tel Aviv den Zusammenhang zwischen dem Holocaust der Juden und dem Holocaust der Tiere. Er überlebte als Kind den Holocaust durch großes Glück. Er lebt seit fast 40 Jahren vegan, um sich nicht selbst am Holocaust zu beteiligen.

    Gary Yourofsky, amerikanisch-jüdischer Tierrechtler:
    „Gerade jetzt in diesem Moment sind auf amerikanischen Straßen nicht weniger als 5.000 KZ-LKWs unterwegs- Lastwagen, die man dafür konstruiert hat. In diesen LKWs sind unschuldige Lebewesen, die in Angst und Schrecken versetzt wurden. Diese Fahrzeuge steuern Schlachthöfe an, die man mit Sorgfalt in ganz Amerika gebaut hat. Wenn die Lastwagen dort ankommen, dann sind die Tiere so verängstigt, dass sie nicht einmal aus dem Wagen wollen. Sie sind nicht dumm. Sie wissen, was als nächstes kommt. Deshalb gehen die Leute mit Elektroschockern auf die LKWs und zwingen sie über die Rutschen hinunter in den Tod…
    Wissen Sie, wer noch irrsinniger ist? Die Fleischesser. Sie spazieren herum, als ob ihr Lebensstil überhaupt kein Leid verursachen würde. Gerade so, als sei es normal und natürlich, Gewalt und Tod zu konsumieren. Wie würden sie sich fühlen, wenn jemand an dem Tag, an dem sie geboren wurden, bereits ihre Hinrichtung geplant hat? Das ist es, was es bedeutet, eine Kuh, ein Schwein, ein Huhn oder ein Truthahn auf diesem Planeten zu sein. Dieses Gebaren ist unentschuldbar und unwürdig für eine Spezies, die vorgibt, richtig von falsch unterscheiden zu können. Die Tiere haben uns nicht eine einzige Sache angetan, die dieses Wüten und diese Grausamkeit rechtfertigen würde, die wir ihnen antun. “

    Dr. Helmut F.Kaplan, Philosoph und Psychologe:
    “ Lesen Sie Berichte über Experimente, die die Nazis in ihren Forschungslabors mit Juden gemacht haben, und dann lesen Sie die Berichte über die Experimente, die wir heute mit Tieren durchführen. Dann fällt es Ihnen wie Schuppen von den Augen: Die Parallelen sind lückenlos. Die Berichte von Menschenversuchen und Tierversuchen sind austauschbar. Alles, was die Nazis den Juden angetan haben, praktizieren wir heute mit den Tieren! Unsere Enkel werden uns einst fragen: Wo wart ihr während des Holocausts gegen die Tiere? Was habt Ihr gegen diese entsetzlichen Verbrechen gemacht? Ein zweites Mal können wir uns nicht daraus herausreden, nichts gewusst zu haben.“

    Romain Rolland, Literatur-Nobelpreisträger:
    „Die Grausamkeit gegen die Tiere und auch schon die Teilnahmslosigkeit gegenüber ihrer Leiden ist meiner Ansicht nach eine der schwersten Sünden des Menschengeschlechts. Sie ist die Grundlage der menschlichen Verderbtheit. Wenn der Mensch so viel Leiden schafft, welches Recht hat er dann, sich zu beklagen, wenn auch er selber leidet?“

    Philip Wollen, ehemaliger Vizepräsident der Citybank:
    „Tiere müssen von der Speisekarte genommen werden, denn heute Nacht schreien sie vor Todesangst in den Schlachthöfen, in Ställen, in Käfigen – diesen grausamen, schändlichen Gulags der Verzweiflung. Wissen Sie, ich habe die Schreie meines sterbenden Vaters gehört, während der Krebs seinen Körper zerfraß, und mir wurde bewusst, dass ich diese Schreie einmal gehört hatte: Im Schlachthaus, mit ausgestochenen Augen und zerrissenen Sehnen, auf den Viehtransportern in den Nahen Osten, und von einer sterbenden Walmutter, in deren Gehirn eine Harpune explodiert, während sie nach ihrem Kind ruft. Ihre Schreie waren die Schreie meines Vaters. Ich sah, dass wir auf die gleiche Weise leiden.
    Der Schlachthof meines Kunden machte mich vom Fleck weg zum Vegetarier. Der Gedanke, dass Milchbetriebe ein genauso elender Gulag für Tiere sind, kam mir nicht. Erst als ich das Gemetzel bei Kälbern sah, die künstliche Befruchtung von Kühen, das Wegnehmen winziger Kälber von ihren Müttern, das gewaltsame Töten „unrentabler“ Kälber, wurden Milchprodukte zu einer weiteren Grausamkeit auf der Liste.“

    • Vielen Dank, Veganislove, das ist sehr aufschlußreich, zu lesen, daß KZ-Opfer diesen Vergleich befürworten. Die Parallelen sind ja auch frappierend: Auf Seiten der Opfer Gutgläubigkeit bis zum Schluß, auf Seiten der Täter Abgestumpftheit und ideologisches Verblendetsein, und bei der Bevölkerung der Drang, darüber garnicht soviel wissen zu wollen.
      Wir leben in einer Welt voller KZs. Das einzige, was sich seit dem 3. Reich verändert hat, ist, daß wir den Massenmord aus unserer Spezies größtenteils (Ausnahme: Kriege) ausgelagert haben. Dafür trifft es die anderen Lebewesen umso schlimmer und hemmungsloser.

    • Lieber Torsten!

      Das einzige, was sich seit dem 3. Reich verändert hat, ist, dass wir den Massenmord aus unserer Spezies(dem menschlichen Bewusstsein) größtenteils(Ausnahme:Kriege) ausgelagert haben.
      DAFÜR TRIFFT ES DIE ANDEREN LEBEWESEN UMSO SCHLIMMER UND HEMMUNGSLOSER!

      Das hast Du gut gesagt!

    • Prima Video, vielen Dank für den Hinweis.
      Der Mann hat Mut, und er läßt sich nicht von den üblichen, von „Antisemitismus“ labernden Wirrköpfen beeindrucken. Ähnlich wie Ken. Das ist klasse.

  22. Heute in den Nachrichten: 416 Grindwale gestrandet, 300 davon tot und die noch leben, wollen lieber sterben, als zurück in die Giftbrühe! Fisch ist heute laut Nachrichten das giftigste Essen überhaupt!
    Unsere Zukunft:
    Was die Menschen der Welt und den Tieren antun, müssen sie alles auch selber ausbaden!
    Salat ist in diesem Jahr dreimal so teuer wie im letzten und in englischen Supermärkten jetzt rationiert. ich esse schon immer am liebsten grünen Salat.

    DANKE MENSCHHEIT! DANKE ERNÄHRUNGS- UND RÜSTUNGS- INDUSTRIE, DANKE GELDGEBER FÜR ALL DAS!

  23. Ich habe vorhin die Sendung von Torsten Pasler über das ununterbrochen global ablaufende Tiermassaker auf „Sthörradio“ gehört. Es werden eine Stunde lang allseits bekannte Fakten darüber ausgesprochen. Ich fordere jeden Fleischesser hiermit auf, sich das alles auch einmal anzuhören und dann zu überlegen, ob ihm tierliche Nahrung denn wirklich noch schmecken kann. Ich kann nur sagen: PERVERSER wie der größte Teil der Menschheit sich heute ernährt, wie er sich da ESSEND UND GENIESSEND an einem unaufhörlich ablaufenden Höllenszenario aktiv beteiligt, GEHT NICHT MEHR!

    „Jährlich werden weltweit ca. 65 Milliarden Tiere geschlachtet. Hinzu kommen ca. 170 Milliarden getöterer Fische. Die
    Welt schwimmt im Blut unschuldiger Opfer des Wahns, tierisches Protein zu konsumieren. Dabei wäre die vegane Ernährung von Menschen die Lösung für zahlreiche bedrückende und bedrohliche Probleme!“

    Auf „Sthörfleck“ des Radiosenders klicken. Dort gibt es jetzt am Samstag, den 11. 02. und Sonntag den 12.02. noch einmal diese Sendung und später noch in der Mediathek!

  24. „Solange noch Menschen Tiere töten, werden sie auch Kriege führen.“
    Franz Josef Degenhardt (Dichter, Folk-Sänger, Rechtsanwalt)
    am 18.08.1991 in Zürich (Vortrag mit dem Dalai Lama)

    Dem ist nichts hinzuzufügen.

  25. Wer die Würde der Tiere missachtet, missachtet die Würde des Lebens an sich und damit genauso die Würde des Menschen!

    Studie: Tierprodukte erhöhen das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall. Trimethylamin-N-Oxyd(TMAO)ist ein Molekül, das bei der Verdauung von Fleisch, Eiern und Milchprodukten entsteht.TMAO erhöht das Risiko für tödlichen Herzinfarkt und Schlaganfall. Die Forscher überwachten die TMAO-Konzentrationen bei 530 Test-Teilnehmern und verfolgten die Anzahl der Herzattacken und Schlaganfälle. Die mit erhöhten TMAO-Werten erhöhten auch ihr Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle. Die Forscher empfehlen deshalb eine Ernährungsumstellung. Herzinfarkt und Schlaganfall gehören zu den häufigsten Todesursachen in Industrieländern mit westlichem Ernährungsstil.

    Referenz: LIXS,ObeidS,Klingenberg R, et al.Gut microbiota- dependent timethylamine N-oxyde in acute coronary syndroms:aprognostic marker for incident cardiovascular events beyond traditional riskfactors(Published January 11, 2017). Eur Heart J.doi:10.1093/eurheartj/ehw582

    • Hi VeganisLove,
      „… Studie: Tierprodukte erhöhen das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall. Tri-
      methylamin-N-Oxyd(TMAO)ist ein Molekül, das bei der Verdauung von Fleisch,
      Eiern und Milchprodukten entsteht.TMAO erhöht das Risiko für tödlichen Herz-
      infarkt und Schlaganfall…“
      Sich bewusst ernährende Menschen, werden bei den nachfolgenden Auszügen
      eventuell etwas aufschrecken, die das nicht tun, werden wahrscheinlich denken:
      „““NA UND?“““
      In der BLZ 27.1.2017 wird u.a. geschrieben:
      „Mischwesen – Erstmals haben Forscher Embryonen geschaffen, die eine Mixtur
      aus Schwein und Mensch sind. Derlei Kreaturen sollen eines Tages Ersatzorgane
      für die Medizin liefern. Ethikexperten lehnen so etwas nicht kategorisch ab…“
      + „… Durch biotechnologische Kniffe könnten in den Paarhufern eines Tages
      menschliche Herzen, Nieren und Co. heranwachsen…“
      + „… Schweine kommen dennoch als Spender infrage, weil ihre Organe die
      passende Größe haben.
      Abbruch nach vier Wochen
      Die Forscher ließen künstlich befruchtete Schweine-Eizellen ein paar Tage im
      Labor heranwachsen. Dann, im Blastozysten-Stadium, fügten sie menschliche
      Stammzellen ein und übertrugen die Embryonen in eine Schweine-Leihmutter.
      Die Chimären wurden aber nicht ausgetragen, sondern nach drei bis vier
      Wochen getötet und aus der Gebärmutter der Sau entfernt…“
      +++
      Und in der BLZ vom 26.1.2017 steht u.a.:
      „In Kitas soll mehr Schwein auf den Tisch
      Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt setzt seltsame Schwerpunkte
      und umgeht die wirklich wichtigen Agrarthemen…“

    • Ja DSM, man muss die Wahrheit ständig wiederholen, weil die Lügen immer noch weiter ständig auf dem Vormarsch sind!

      Die beiden größten Ernährungsorganisationen der Welt, die AND(Academy of Nutrition and Diatetics, Amerikanische Gesellschaft für Ernährung) und die DC ( Verband der kanadischen Ernährungswissenschaft) gaben schon 2003 eine Empfehlung für eine vegane Ernährung in „allen Phasen des Lebenszyklus, einschließlich Schwangerschaft, Stillzeit, früher und später Kindheit und Adoleszenz heraus.
      Die amerikanische Ärztekommission PCRM(The Physicans for Responsible Medicine) kommt zu dem Ergebnis:

      „Vegane Ernährung, die keine tierlichen Produkte enthält, ist gesünder als vegetarische Ernährung. Vegane Ernährung enthält kein Cholesterin und weniger Fett, gesättigte Fettsäuren und Kalorien als vegetarische Ernährung, indem sie keine Milchprodukte und keine Eier enthält. Die wissenschaftliche Forschung zeigt, dass die gesundheitlichen Vorteile zunehmen, wenn die Menge der Nahrung aus tierlichen Quellen verringert wird. Dies macht die vegane Ernährung zur gesündesten überhaupt.“

      Was Bundeswirtschaftsminister Christian Schmidt betreibt, ist reine Bedienung der Tierindustrie-Profitinteressen und verbrecherisch gegenüber der Bevölkerung, der Fauna und der Flora, der Natur insgesamt.

      Ich habe übrigens gerade selbst wieder die Erfahrung gemacht, dass auch pflanzliche gesättigte Fette wie die der Kokosnuss(98%) mit Vorsicht zu genießen sind. Es kommt da auf die Menge an. Wir machen uns in letzter Zeit immer eine sehr leckere Butter zum Frühstück aus Kokosöl, etwas Oliven-oder Leinöl, etwas Salz, etwas Zitronensaft, etwas Wasser und Hefeflocken oder etwas Chlorellapulver. Das schmeckte mir immer so gut, dass ich das mit der Zeit immer dicker aufstrich.:) Nach einiger Zeit hatte ich nach dem Frühstück dann immer leichtes Sodbrennen und habe mir tagelang den Kopf darüber zerbrochen, woher das plötzlich kommen könne! Bis mein Mann dann auf die richtige Idee kam: zuviel gesättigte Fettsäure! Angeblich brauchen wir ein wenig davon, aber anscheinend wirklich nur kleine Mengen. In Olivenöl und Avocado u.a. sind z.B. auch gesättigte Fettsäuren enthalten, wenn auch nicht so viel wie in Kokosöl. Natürlich werde ich das alles weiterhin genießen- aber eben in Maßen! Tierliche Fette bestehen zu 100% aus gesättigten Fettsäuren!

  26. Was in Bezug auf die Fleischproduktion nach und nach ans Licht der Öffentlichkeit kommt, ist immer noch perverser und grausamer, obwohl man da eine Steigerung und Ausweitung gar nicht mehr für möglich hält!

    PFERDEBLUTFARMEN IN SÜDAMERIKA!

    Für die Schweinefleischproduktion müssen nicht nur Schweine leiden und sterben, sondern auch PFERDE!
    Denn Schweine erhalten Hormone, die aus dem Blut trächtiger Stuten in Südamerika gewonnen werden. Wie es den Hormonlieferanten in Argentinien und Uruguay ergeht, interessiert dabei niemanden. Die abgezapften Blutmengen sind hoch, die Pferde werden immer schwächer, die Fohlen werden abgetrieben und die Stuten werden erneut geschwängert – bis sie schließlich zusammenbrechen und der Schlachthof die letzte Station ist.

    HELFT DEN PFERDEN UND UNTERSCHREIBT DIE ENTSPRECHENDE PETITION!
    Quelle: Zentrum der Gesundheit

    • Daß die Fleischproduktion Menschen mittels multiresistenter Keime tötet, ist ja schon lange bekannt. Walter Popp, der Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene, sprach 2013 von „mindestens einer Million Infektionen und mehr als 30.000 bis 40.000 Todesfällen“ pro jahr in Deutschland. Tendenz steigend. Dies steht in einem Artikel der „Zeit“, einem Organ der Lügen-/Lückenpresse, aber bei diesem Thema gehe ich jetzt mal von Glaubwürdigkeit aus.
      Daß die Schweinefleisch-Produktion sogar Pferde tötet, und dazu auch noch auf so grausame Art, ist mir neu und zeigt eimal mehr, wie kaputt und verbrecherisch das ganze Fleisch-System ist.

    • Diese Hölle auf Erden wird auch Erwähnung finden in meinem Radiovortrag „Fleisch – Der globale Massenmord“ auf sthoerfunk.de. Hier die Sendetermine (es ist 1 Sendung, die nachfolgenden Termine sind Wiederholungen):
      Montag, 6. Februar: 16 bis 17 Uhr
      Dienstag, 7. Februar: 15 bis 16 Uhr
      Mittwoch, 8. Februar: 11 bis 12 Uhr
      Donnerstag, 9. Februar: 6 bis 7 und 23 bis 24 Uhr
      Freitag, 10. Februar: 7 bis 8 Uhr
      Samstag, 11. Februar: 15 bis 16 Uhr
      Sonntag, 12. Februar: 17 bis 18 Uhr
      Der Sender hat auch eine Mediathek, mit der der Vortrag auch unabhängig von den genannten Zeiten angehört werden kann.

    • Ich bin froh, dass der Sender auch eine Mediathek hat, ich glaub nämlich nicht, dass wir das hier kriegen!
      Danke Torsten für alles! Ich verlinke hier jetzt auch mal das Gespräch mit Dieter Duhm, das ich eben auf Ken’s Thread über das Pyramidensystem verlinkt habe. Es geht um Duhm’s Buch: TERRA NOVA
      Ich kann jedes Wort unterschreiben, was er sagt. Sehr wertvoll. Es macht ein bisschen Hoffnung. Er sagt: „Die Erde ist heilbar“ und begründet das auch.
      https://www.youtube.com/watch?V=QZgISF_RXVY

    • Komisch, ich hab es genauso verlinkt, wie auf dem Blog von Ken über die Machtpyramide, aber hier funzt es nicht.
      Ist das erklärbar? Schau es Dir einfach von dort aus an, morgen(also heute) wird es freigeschaltet sein.

  27. Jetzt hat es die Fleischindustrie schon bis ARTE geschafft!
    Ich habe zwar diese Doku selbst noch nicht gesehen, weil ich kein TV habe, aber die Überschrift: „Die Natur hat eine vegane Ernährung nicht vorgesehen“ prangt jetzt in allen Lügenblättern der Nation.
    Bisher habe ich’s nur in der BERLINER Zeitung gelesen, was da mit erstaunlicher Dummdreistigkeit behauptet wird! Es sind die beiden altbekannten fadenscheinigen Argumente von wegen dem angeblich zu flächendeckenden Soja-Anbau und dann das Vitamin B!2, das angeblich nur Veganern zu wenig zukomme. Ich habe wirklich keine Lust mehr zum gefühlten millionensten Mal diese beiden wahrhaft dummdreisten Argumente hier noch einmal zu widerlegen. Aber wie Goethe schon erkannt hat, muss man die Wahrheit immer wieder aufs neue gegen die ständig wiederholten Lügen in der Welt aussprechen.
    Also: Die riesenhaften Mono-Gen- Soja-Anpflanzungen in der ganzen Welt für die ständig Wälder gerodet werden, dienen fast ausschließlich der Futtermittelproduktion für die Massentierhaltung! Veganer nehmen gar nicht so viel Soja zu sich und wenn, dann in der Regel nur biologisch angebautes, was einen schwindend kleinen Teil des Gesamtanbaus von Soja in der Welt ausmacht! Dass dieses ganz offensichtlich verlogene Argument verwendet wird, lässt vermuten, dass eine sehr uninformierte und leichtgläubige Mehrheit als Zielgruppe angenommen wird.
    Das zweite Argument mit dem Vitamin B12 ist da noch ein bisschen raffinierter und nicht so schnell widerlegbar, weil selbst diejenigen Mediziner, die für die vegane Ernährung plädieren, empfehlen, dieses Vitamin bei reiner Pflanzenernährung zusätzlich einzunehmen. Dass Vitamin B12 -Mangel eine Volkskrankheit ist, die jeden treffen kann und vor allem bisher bei „Normalessern“ aufgetreten ist, ist viel zu wenig bekannt gemacht worden. Man muss wissen,
    dass Vitamin B12 in freier, unberührter Natur von Mikroorganismen an Pflanzen gebildet wird und im Darm von Säugetieren, wozu der Mensch auch gehört. Der Mangel an Vitamin B12 allgemein ist vor allem der Denaturierung der natürlichen Böden zuzuschreiben. Und es wird von den Forschern der Fleischindustrie auch nie erwähnt, dass die Schlachttiere selbst VitaminB12 im Futter zugesetzt bekommen. Ein Vitamin B12-Mangel tritt in der Regel dann auf, wenn Magen und Darm durch Fehlernährung geschädigt sind und das Vitamin, das nur in ganz geringen Mengen benötigt wird, aber essentiell ist, gar nicht mehr richtig aufnehmen oder produzieren kann.
    Mein Mann und ich, wir leben seit den 1970-er Jahren vegetarisch und seit 13 Jahren vegan und haben noch nie VitaminB12 extra zu uns genommen. Wir ernähren uns allerdings sehr bewusst und zunehmen rohköstliich mit viel frischem Grünzeug und in der wärmeren Zeit jeden Tag mit Wildkräutern, im Winter mit Algen und Sauerkraut.
    Wir waren seit 30 Jahren nicht mehr beim Arzt außer Zahnarzt und haben das auch für den Rest unseres Lebens nicht mehr vor.
    Für uns hat die Natur die vegane Ernährung vorgesehen und wir sind ihr dankbar dafür!

  28. Ich beziehe mich auf den eben erschienenen Artikel gegen vegane Kinderernährung im SPON:

    Es ist klar, dass die Tierquälerindustrie nicht tatanlos zusieht, wie die Veganer/innen sich vermehren. Gerade die vegane Kleinkindernährung muss ja das rote Tuch für die sein, denn: Die bisherigen Ergebnisse sind in Wirklichkeit ja auffallend positiv und lassen sich ja auch anhand von medizinischen Untersuchungen beweisen. Wenn von klein auf vegan ernährte Menschen erwachsen und auffallend gesünder sind als der Durchschnitt, ist dann der endgültige Beweis für die naturgegebene gesündeste Ernährungsweise erbracht. Und das möchte die Tiervernutzindustrie auf keinen Fall geschehen lassen. Da schließt sich sicher auch die Impfindustrie gern mit an, die bisherige Ernährungslüge mit aller Macht aufrecht zu erhalten, denn unter den Veganer/innen sind auch mit guten Gründen die meisten Impf-Kritiker/innen.
    Viele user hier bei KenFM müssen wohl auch noch begreifen lernen, dass die Politik, die um unsere Ernährung betrieben wird, logischerweise sich nicht von der übrigen unterscheidet! Das bedeutet, dass dort schon genauso lange gelogen und betrogen wurde, die Wahrheit zur Unwahrheit erklärt wurde im Sinne des Profits für Wenige, wie überall.
    Dass die Muttermilch einer anderen Spezies für den Menschen gesund, ja sogar unabdingbar sei, ist wohl die bisher schlimmste Verdrehung der Wirklichkeit in der Ernährung der Menschheit!
    Was die menschliche Muttermilch betrifft, ist es sogar so, dass gesunde frische grüne Pflanzennahrung die Muttermilch besser und reichlicher gedeihen lässt! Hier ist mal der Vergleich mit der Kuh erlaubt!

    • Auf vegan.eu gibt es eine ausführliche Stellungnahme zu dem Artikel von Juno Vai im SPON. Juno Vai konnte für ihren Artikel aktuell weltweit nur 2 Extrembeispiele finden, bei denen die Kleinkinder jeweils angeblich durch vegane Ernährung geschädigt wurden. Wer kümmert sich eigentlich um die geschädigten Kinder der vielen Alkoholiker und massenhaft Fehlernährten dieser Welt?

    • Liebe Veganislove, vielen Dank für den Hinweis auf den vegan.eu-Artikel. Bei veganer Kinderernährung war ich besser noch nicht sicher, aber ich werde es immer mehr.

      Den Fall der Frau aus Pennsylvania habe ich vor einiger Zeit mitbekommen, und zwar bei den Nachrichten auf der Startseite meines e-Mail-Providers web.de. Aufschlußreich waren die Kommentare unter dem Artikel. Sie waren so dermaßen verächtlich und verbal gewalttätig gegen Veganer und Vegetarier, daß dies eine andere mich beschäftigende Frage eindeutig beantwortet hat: Ob es möglich ist, daß sich die rechten und linken Establishment-Kritiker gegen den herrchenden Lügen-Apparat verbünden können („Querfront“). Da die Kommentare bei web.de derzeit von Rassisten beherrscht werden, kann man davon ausgehen, daß Rassisten auch Veganerhasser und damit Tierqual-befürworter sind. Mit solchen Leuten ist eine Zusammenarbeit nicht möglich. Sie sind noch schlimmer als das Establishment.
      Dies mag banal erscheinen, aber für mich war diese Erkenntnis wichtig.

      Eine ganz ähnliche Beobachtung machte ich kurz nach Weihnachten bei einem Artikel bei Russia Today zu Frank Zanders Weihnachtsgänse-Essen für Obdachlose in einem Berliner Hotel, was einen Shitstorm von Tierrechtlern/-schützern ausgelöst hat. Während der RT-Artikel nur in einem Satz Mißbilligung des Shitstorms ausgedrückt hat, waren die Kommentare wieder voller Hass. Ausgerechnet Russia Today. Das war eine große Enttäuschung. Offenbar wird die Seite von vielen Faschisten besucht, die sich bei Gelegenheit dagegen verwehren, als Nazis bezeichnet zu werden. Aber sie sind Nazis.

    • Ja Torsten, dies ist ein schwieriges Kapitel. Ich verstehe da auch nicht die Doppelmoral der Friedensbewegten:
      Keiner von denen würde wohl öffentlich den weltbekannten Spruch von Tolstoi in Abrede stellen(der ja übrigens nur ein Remake vom Pythagoräischen Prinzip ist), aber sie verändern trotzdem nichts an ihren Gewohnheiten.
      Es ist eben, so naiv das sich für viele immer noch lesen mag, die umfassende Liebe, die alles eint und alles in die richtigen Bahnen lenkt und nicht irgendein politisches Konzept.

    • Ja, es ist immer dasselbe, wann immer man von den Vorteilen der veganen Ernährung berichtet, gibt’s Gegenwind – in Orkanstärke!

      Oh, und wie furchtbar, wurde doch jetzt vorgeschlagen, die MWSt. auf Fleisch und Milchprodukte von 7 auf 19% anzuheben (ist bei vielen veganen Produkten ungerechterweise schon immer so – z. B. bei Pflanzen-Milch).

      Da geht’s dann richtig hoch her. Bin mal gespannt, ob das vor den Bundestagswahlen noch was wird – ich erinnere mich dunkel an einen Vorstoß der Grünen zur Einführung eines freiwilligen (!) Veggiedays, der sie damals enorm viele Stimmen gekostet hat.

      Ich schätze, wenn’s ans Fleisch geht, dann gehen die Leute auf die Straße – aber doch nicht, wenn ein Krieg droht, wie uninteressant… 🙁

      Heike

    • „vegan“ krieg ich nicht hin – aber seit 45 Jahren vegetarisch. Man braucht das in der Tat nur zu erwähnen wird das Gegenüber automatisch meist gleich einen Tick aggressiver und stellt fest, dass er Fleisch braucht, es ihm schmeckt und überhaupt….
      Für mich bedeutet das, dass die Menschen durchaus noch sowas wie ein Unrechtsempfinden haben dabei. Sie wissen sehr genau was sie tun. Aber sie verdrängen es, und verstecken sich hinter den vielen Anderen. So viele können sich doch nicht irren.
      Je mehr wir werden, desto schwerer wird das Verstecken! Und desto lauter werden sie protestieren. Wer aber wirklich begriffen hat, und nur einen Bruchteil der Empathie aufbringen kann, die viele Tiere ganz automatisch haben (wenn es mir schlecht geht oder ich schmerzen habe, legt sich meine Katze an die schmerzende Stelle. Sie spürt es ohne Worte und zeigen. Da sollten wir in Ehrfurcht erstarren anstatt uns zu Herrschern der Welt aufspielen).
      Der Mensch sitzt auf ganz hohem Ross – und der Fall wird sehr unangenehm werden.

    • Was Ihr drei hier alles erzählt, kann ich im direkten Kontakt mit meinem vorwiegend Omnivoren Umfeld so nicht mehr bestätigen. Im Gegenteil werde ich immer wieder auch positiv überrascht, was sich da so alles tut. Jetzt stellt sich ja z.B. die V-Partei zur Bundestagswahl auf und ich bitte jeden tieriieben Menschen, sie zu wählen. Aber ich kenne diese beschränkten, unlogischen Gedanken der selbst ernannten Omnivoren von früheren Jahren aus den Zeitungsforen zur Genüge. Das irreste fand ich da immer das In-die-Nazi-Ecke-Stellen, weil Hitler und Kumpane angeblich auch Vegetarier gewesen seien. Und erstaunlich finde ich auch immer die Überzeugung, dass wir Menschen doch „von Natur aus die Esswerkzeuge zum Tiere-Essen“ hätten, wo doch ganz offensichtlich und nachweisbar das Gegenteil der Fall ist. Wenn man sich überlegt, dass die Menschheit also vorwiegend von Unlogik und Verkennung der Natur besteht, die sie sich tagtäglich wieder erneut an-isst, dann könnte man alle Hoffnung auf Besserung verlieren. Aber diejenigen, die da noch auf ihr natürliches Gewissen horchen, werden ja zusehends mehr…
      Als der Vegan-Boom hier in Deutschland ausbrach vor ein paar Jahren und auch die Fleischablehner immer mehr wurden, war ich so erstaunt und erfreut wie nie! Und dies ist natürlich meine einzig verbliebene Hoffnung heute auf Heilung der erkrankten Menschenseele. Ist das jetzt Religion? Wenn ja, dann ist es die einzig wahre und wirksame, die es je in der uns bekannten Geschichte gab.

    • Lieber Uli Herrmann, ich möchte Ihnen danken für 45 Jahre vegetarische Ernährung. Auch wenn vegan besser wäre, so haben Sie doch in dieser Zeit zwischen 4000 und 5000 Tieren ein trauriges Leben und einen grausamen Tod erspart. Und der Tierausbeutungsindustrie einen Geldbetrag im oberen fünfstelligen Bereich entzogen. Ohne sonst noch etwas über Sie zu wissen, wage ich zu behaupten, daß dies der größte und ehrenvollste Verdienst Ihres Lebens ist, denn es ist kaum zu toppen. Nur halt mit vegan. Vielleicht können Sie versuchen, so vegan wie möglich zu leben. Alles Gute!

    • Ich hab mich über den Beitrag von Uli Herrmann auch sehr gefreut, weil er von Liebe und Achtung zu unseren nächsten empfindsamen Verwandten zeugt, die dem gefühlsamputierten Machtstreben der zivilisatorischen Menschheit schon lange wehrlos ausgeliefert sind.

      „Der Mensch sitzt auf ganz hohem Ross-und der Fall wird sehr unangenehm werden“. Genau!

      Arroganz und Ignoranz sind Eigenschaften, bzw. seelische Degenerationserscheinungen, die nur den Menschen befallen konnten und die er bis in extremste Perversität hinein weiterentwickelt hat.

      Ich rate immer, mal zum Antesten und als schönes Erlebnis gute vegane Restaurants zu besuchen. In Berlin z.B. gibt es einige davon, die meines Erachtens und erfahrungsgemäß jeden Feinschmecker voll befriedigen, egal, welche Ess-Gewohnheiten er hat. Was mich selbst bis heute immer noch wieder überrascht, sind die veganen Torten. Die schmecken viel besser, als alles, was ich von früher kenne, nur mit dem Unterschied, dass sie viel leichter verdaulich sind.

  29. Was mich immer nervt, ist die Unlogik, mit der den konsequenten, soz. „ethisch motivierten“ Veganer/innen vorgeworfen wird, sie seien „dogmatisch“. Ich habe das jetzt grad wieder in einem Video-Gespräch auf „Weltnetz“ zwischen Daniele Ganser und der Wotführerin der „Humanistischen Friedenspartei“ gehört. Diese Frau beklagte sich darüber, dass in ihrer „Gesprächsgruppe Tierschutz“ es immer Streit gäbe zwischen den Fleischessern und den Veganern, weil die Veganer so „dogmatisch“ seien. Sie selbst äße aus „persönlichen Gründen“(angeblich geht es ihr mit Fleischessen besser) auch Fleisch und habe ja auch nichts dagegen, dass andere kein Fleisch äßen. Das Übliche Dilemma. Daniele Ganser verglich das dann sogar mit den Katholiken und Protestanten, die sich gegenseitig umbrächten! Er selber sei Vegetarier, aber er habe überhaupt nichts dagegen, wenn andere Fleisch äßen.

    Nun möchte ich aber mal ein paar Fragen stellen: Wer bestimmt eigentlich, was Dogmatismus ist und was nicht? Die Mehrheit? Also die Fleischesser? Was ist, wenn das Fleischessen ein uraltes Dogma ist?
    Ist das Verbot des Tötens ein Dogma oder ein Gebot? Ist das Tiere-Töten kein Töten? Könnte nicht dann ein Menschen-Mörder mit dem gleichen Recht behaupten, es sei dogmatisch, das Morden zu verbieten?
    Und wenn diese Friedensaktivisten die Tiere mit ihrem Frieden schon ausnehmen wollen, so müssten sie sich doch wenigstens mal überlegen, wie es wohl zu diesem ständigen Tabu-Bruch in Bezug auf das Menschentöten gekommen sein mag? Dieses Töten, das sogar in vielen Staaten ins Strafgesetz eingegossen ist? Ich nehme an, dass diese „Friedensaktivisten“ auch strikt gegen die Todesstrafe sind. Und dann sagen sie immer so schön, sie seien natürlich „gegen Massentierhaltung“. Aber bei der Masse Mensch, die heute immer noch Fleisch essen will, geht es doch gar nicht ohne Massentierhaltung! Was tun diese Fleischessser überhaupt gegen Massentierhaltung? Wenn diese Fleischesser jetzt alle tatsächlich „Bio-Fleisch“ essen, dann haben wir eben eine „Bio-Massentierhaltung“! Das bedeutet, dass die Tiere genauso qualvoll leben müssen und genauso qualvoll fließbandgeschlachtet werden, nur dass sie „Bio-Nahrung“ bekommen, damit es den Fleischessern besser bekommt und schmeckt. Was nützt das den Tieren?
    Mit solchen halbherzigen „Friedensaktivisten“ habe ich ehrlich gesagt wenig gemein! Tut mir leid, Herr Ganser und Frau Paula P’Cay. So kann wohl keine wirklich friedliche Friedensbewegung heute mehr entstehen. Dazu ist das Bewusstsein und das Wissen um die Ralität heute zu weit fortgeschritten! Speziesismus ist die Grundstufe des Rassismus‘ und des Faschismus. Damit hat das ganze Dilemma ja einmal angefangen und das steckt heute in allen Konflikten mit drin! Wer das nicht sehen kann oder will, sieht die Wirklichkeit nicht. Mein Liebster sagt mir eben, ich solle auch Ihnen das Buch „The World Peace Diet“ von dem Amerikaner Will Tuttle mpfehlen. (Hier schon oft erwähnt und beschrieben.)

    • Hallo „Veganislove“, das mit dem Dogma ist auch wieder so ein Totschlagargument, gerne werden auch die Begriffe „fanatisch“ und „extrem“ verwendet, wo doch eigentlich – so sehe ich das – die Vokabel „konsequent“ viel angebrachter wäre. Veganer haben einen Missstand erkannt und handeln konsequent, ohne faule Kompromisse. Was daran soll eigentlich falsch sein?

      Vielleicht erinnerst Du Dich, ich hatte zu dem Thema „Dogma“ bereits etwas geschrieben. Darf ich es hier nochmal kopieren? Dann muss niemand suchen, den es ggf. interessiert:

      Sobald es um das Thema „Veganismus“ geht, wird den Vertretern dieser Weltanschauung (es geht ja nicht nur um Ernährung) regelmäßig und vorhersehbar Dogmatismus, wahlweise religiöse Ideologieverbreitung und Fundamentalismus vorgeworfen. Eigentlich erstaunlich, dass hingegen die Ansichten der „Fleischesser-Fraktion“ allgemein als undogmatisch und ideologiefrei bewertet werden… Nicht selten ist „undogmatisch“ nur ein beschönigender Ausdruck für „willkürlich“, „inkonsequent“ und „gleichgültig“.

      Dazu noch Folgendes: Die meisten Menschen finden es bewundernswert, wenn andere sich konsequent und engagiert gegen Ungerechtigkeit und Gewalt engagieren, es sei denn man fordert diese Gerechtigkeit nicht nur für Menschen ein, sondern auch für die empfindungsfähigen Lebewesen, die andere Menschen gerne essen und nutzen wollen. Da ist man dann schnell dabei, diese Forderung als blind-religiös oder eben als dogmatisch zu verunglimpfen.

      Selbstverständlich ist es kritikwürdig, ohne gute Begründung auf einer Ansicht zu beharren, aber der Begriff Dogma wird – ähnlich wie „Verschwörungstheoretiker“ – gerne als Kampfbegriff gegen Überzeugungen verwendet, die unbequem sind. Damit kann man Ansichten, mit denen man sich ansonsten auseinandersetzen müsste, und die die eigenen Überzeugungen in Frage stellen, für die man womöglich keine wirklichen Argumente hat, einfach als „Religion“ bezeichnen, um sie damit beliebig zu machen und abzuwerten und die Vertreter dieser Ansichten in die fundamentalistische Ecke zu stellen.

      Wenn jemand keine Tierprodukte konsumiert, weil die Großeltern und Eltern es nicht taten und weil alle anderen es auch nicht tun und es schon immer so war, und weil es normal ist, und wenn er diese Haltung unhinterfragt übernimmt, dann könnte man das eventuell als Dogma bezeichnen, nur ist das bei den wenigsten Veganern der Fall, dafür aber bei praktisch allen Fleischessern.

      Das Festhalten an einer Überzeugung, die man vernünftig anhand von klar nachvollziehbaren Kriterien erläutern, verteidigen und begründen kann, ist kein Dogmatismus.

      Die Forderung, dass es in der Kantine jeden Tag Fleisch geben müsse, könnte man viel eher als dogmatisch bezeichnen, vor allem angesichts der Empörung, die die versuchte Einführung eines FREIWILLIGEN Veggiedays hervorgerufen hat ….

      Es ist kaum möglich, ein Leben zu führen, ohne auf irgendeine Weise Schaden anzurichten; es liegt aber ein großer Unterschied darin, ob wir bei der Überquerung einer Wiese versehentlich auf einen Käfer treten oder eine Gans wochenlang mästen, um sie dann zu Weihnachten bewusst zu schlachten. Absichtliche Tierquälerei ist absolut inakzeptabel, da sie vermieden werden kann. Veganer behaupten nicht, perfekt zu sein – sie wenden ihre Ethik einfach auf andere Tiere an, ohne künstlich eine Grenze zu ziehen. Einem Ideal kann man sich zumindest annähern, anstatt es gar nicht erst zu versuchen.

      Insofern finde ich es sehr schade, dass Daniele Ganser, den ich ansonsten überaus schätze und für seine mutige Arbeit sehr achte, hier eine vermeintliche Toleranz an den Tag legt, die m. E. nur mangelnde Konsequenz ist. In meinem Verständnis hat der Begriff „Toleranz“ da nichts verloren, wo es um „Leben oder Tod“ geht – beim Menschen sowenig wie beim Tier. Hier gibt es nur Entscheidungen, Toleranz ist hier fehl am Platze, zumal dieses Wort – Toleranz – vom Lateinischen „tolerare“ stammt (= dulden, ertragen). Man kann leicht tolerant sein, wenn diejenigen, die die sich aus dieser Toleranz ergebenen Folgen „ertragen“ müssen, die anderen sind …

      Heike

    • Und noch etwas muss hier der Vollständigkeit halber erwähnt werden: Bisher haben alle unabhängigen vergleichenden Studien ergeben, dass Menschen, die sich vegan ernähren, gesünder sind, als Menschen, die Tierprotein zu sich nehmen. Den Studien nach sind die Milch-und Eier-Vegetarier dabei in der Mitte. Nach meiner Erfahrung liegt das aber nicht daran, dass Milch und Eier gesünder sind, als Fleisch, sondern daran, dass sog. „Vegetarier“ schonmal sorgfältiger auf ihre Ernährung achten, als diejenigen, die gedankenlos dem Karnismus- Dogma frönen und alles essen. Ich kann nicht glauben, dass es irgendjemand gesundheitlich besser geht, wenn er oder sie Fleisch isst, wie das immer wieder von einzelnen Fleischessern behauptet wird wie auch in dem oben erwähnten Gespräch, um noch irgend ein tragfähiges Argument für ihre Lust auf Fleisch anführen zu können.
      Es ist bekannt, dass die Blutwerte sich ohne das tierische Protein verbessern und nicht verschlechtern!

    • Ich hab mir gestern Abend das Interview von Paula P’Cay mit Daniele Ganser angeschaut, bis zum Ende der Veganer-Diskussion bei ca. 0.31.00. Leider widersprechen sie sich eklatant. Einerseits sagen sie, es gehe um das Leben, und andererseits sagen sie, Fleischessen sei ok. Als ob Fleisch kein Leben gewesen wäre. Wenn es jemandem um das Leben geht, darf dieser Jemand kein Fleisch essen. Ist jemand Fleisch, geht es ihm/ihr nur um das Leben der Menschen, nicht um das Leben aller empfindungsfähigen Wesen, da hierzu auch die Tiere gehören. Soviel sprachliche Genauigkeit muß schon sein, wenn Leben oder Tod Unschuldiger davon abhängen.

      Daß Herr Ganser Veganismus als Dogmatismus sieht, ist schon sehr enttäuschend. Veganismus ist ein positives Ziel, so wie Frieden, Gerechtigkeit, Naturschutz u.s.w. Sollen das alles Dogmen sein? Das ist doch nicht hilfreich. Auch hier sprachliche Ungenauigkeit, mit tödlichen Folgen. Aber auch ein Herr Ganser kann ja noch dazulernen.

      Dann der Vergleich der Auseinandersetzung zwischen Veganern und Fleischessern mit den gewalttätigen, oft tödlichen Religionsstreitigkeiten zwischen Katholiken und Protestanten in vergangenen Jahrhunderten. Ich wußte nicht, daß ein Veganer schon mal einen Fleischesser ermordet hätte oder umgekehrt. Beim Thema Fleisch vs. Veganismus sind die Opfer immer nur die Schwächsten, die Wehrlosesten, die Unschuldigsten: die Tiere. Wissenschaftliche Analyse sieht anders aus. Also wie schon gesagt, hier hat Herr Ganser noch erheblichen Nach-Denk-Bedarf. Und auch Paula P’Cay, wenn das mit der „Friedenspartei“ wirklich stimmig und das mit dem Frieden nicht schon auf dem Teller zu Ende sein soll.

    • Hallo Torsten und Veganislove

      Ich hatte vor einiger Zeit dieses Gespräch Ganser – P-Cay entdeckt und angefangen, es mir anzuhören. Nach 10 Minuten hatte ich es abgeschaltet, weil ich es erstaunlich uninteressant und banal fand, was in erster Linie an P’Cay lag, die mir persönlich und spontan einfach nicht zusagte, was ich in dem Moment nicht einmal hätte begründen können, es war einfach eine innere Ablehnung da und deshalb habe ich mir auch das Gespräch nicht weiter anhören wollen.

      Nachdem nun von Euch beiden berichtet wurde, dass es auch um das Thema Veganismus ging, habe ich mir das nun doch bis zu der entscheidenden Stelle „angetan“ (so muss ich es nennen) und bin ebenfalls schwer enttäuscht von Gansers – unreflektierten (?) – Äußerungen dazu. Wobei ich schon halb auf der Palme war, als P’Cay von den Arbeitsgruppen sprach und wörtlich meinte: „Da waren dann diese Veganer …“ Na super! Damit hat sie ja schon alles gesagt. Was hat sie denn bitte erwartet in einer Arbeitsgruppe „Tierschutz und Tierrechte“?? Da sind traditionell nicht nur Fleischesser und Vegetarier drin, sondern in erster Linie Veganer, gerade wenn es um Tierrechte gehen soll …

      Und Ganser bringt es fertig zu sagen, dass es für ihn als Vegetarier „voll OK“ sei, dass P’Cay Fleisch esse, dass es ihm „völlig egal“ sei. Gleichzeitig begründet er seine Entscheidung aber doch mit ethischen Aspekten (Film über Massentierhaltung We feed the World). Da hat er dann aber wirklich nicht zu Ende gedacht. Dass er den sicher existierenden Streit Veganer vs. Vegetarier/Fleischesser dann auch noch, zumindest theoretisch, in einen Vergleich mit den Religionskriegen oder gar mit den Geschehnissen im Zusammenhang mit Pol Pot stellt, finde ich mehr als grenzwertig.

      Mir ist wirklich unbegreiflich, wie ein intelligenter Mensch wie Ganser hier nicht reflektiert und wider besseren Wissens zur Dogma- und Fanatismuskeule greift. Er sollte es doch besser wissen.

      Ich schließe mich Torsten an, ja, da könnte Herr Ganser bitte nochmal nachdenken und vielleicht diesen Text von Dirk Fleck und die gesammelten Kommentare dazu lesen, könnte hilfreich sein. Bei Frau P’Cay wäre ich da weniger optimistisch, weil sie sich ja während ihres – wie lange auch immer dauernden – vegetarischen Experiments „körperlich nicht wohl gefühlt hat“. Nun denn…

    • Hallo, Ihr echten Friedensbewegten!
      Das Video mit den unzählig vielen Kommentaren bei youtube ist übrigens verschwunden! Am Ende steht etwas von „rechtlichen“ Gründen, weswegen es entfernt wurde. Jetzt kann sich jeder selber denken, wem es womöglich dann doch zu peinlich war!

    • Halten wir Herrn Ganser zugute, dass er vielleicht einfach noch nicht die Zeit hatte, sich ausführlich und in aller Konsequenz mit dem Thema auseinander zu setzen, auch seine Tage haben nur 24 Stunden und die Tatsache, dass er es (trotzdem) bereits zum ethisch motivierten Vegetarier geschafft hat, spricht eigentlich auch in dieser Hinsicht für ihn.

      Vielleicht erkennt er ja auch in Kürze den Zusammenhang zwischen der Abwesenheit von Frieden und dem bedenkenlosen Töten von Milliarden fühlender Wesen, Menschen wie Tieren.

    • Liebe Heike,
      Du hast es nochmal sehr gut zusammengefasst. So wie wir uns bei Daniele Ganser (und Ken) über Medien-Propaganda und geostrategische Fragen informieren, zwei zweifelsohne wichtigen Themen im Kampf gegen den Faschismus, so sollte er sich bei Gelegenheit über Veganismus und Tierrechte informieren, einem ebenso wichtigen Thema.
      Von den Opferzahlen aus betrachtet stellt das Tierrechte-Thema allerdings alles andere weit in den Schatten. Man schätzt, daß in allen Kriegen der Menschheitsgeschichte zusammengezählt etwa 500 Millionen Menschen umgekommen sind. Für 500 Millionen Opfer braucht die fleisch- und fischverarbeitende Industrie gerade mal knapp 15 Stunden.

  30. Wir haben ja sonst keine Probleme ….

    Schöne Glosse in der SZ zum Vorstoß von Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt „Kampf der Lügenwurst!“

    http://www.msn.com/de-de/finanzen/top-stories/kampf-der-l%C3%BCgenwurst/ar-BBxEJ8t?li=AA4WUm&ocid=spartanntp

    Zitat daraus:
    „Also sprach der CSU-Politiker: Bezeichnungen wie „vegetarisches Schnitzel und „vegane Currywurst“ seien „irreführend“ und würden die Verbraucher „verunsichern“. Man dürfe nicht „bei diesen Pseudo-Fleischgerichten so tun, als ob es Fleisch wäre“. Er möchte, dass solche Produktnamen verboten werden – jawohl: VERBOTEN!“

    Auaaaaaaaaaaa! Aber das kennen wir ja schon vom „Soja-Drink“, der auf gaaaaaar keinen Fall als „Sojamilch“ bezeichnet werden darf, weil man ja sonst denken könnte, es sei „richtige“ Milch. Gott bewahre!

    Der Vebu hat sich auch bereits verärgert dazu geäußert: http://www.deutschlandradiokultur.de/vegetarierbund-kritisiert-landwirtschaftsminister-duerfen.2165.de.html?dram:article_id=374998

    Und überhaupt scheint der Herr Schmidt echt Angst zu haben, dass es bald kein Fleisch mehr geben könnte, fordert er doch tatsächlich „Schweinefleisch-Pflicht an Schulen und Kitas“ – Klar, hier geht es vor allem darum, dass muslimische Kinder kein Schweinefleisch essen würden, aber … hallo, der meint doch wirklich, dass Schweinefleisch zu einer „ausgewogenen Ernährung“ zwingend dazu gehöre. Roll eyes – was soll man dazu eigentlich noch sagen? Mir tut gerade alles weh bei soviel Schwachsinn auf einmal.

    • Was machen die Politiker der C-Parteien eigentlich richtig? Mir fällt kein einziges Politikfeld ein, wo die kompetent wären. Daß sie dennoch von 20 % der Wahlberechtigten (30 % Wahlergebnis bei 2/3 Wahlbeteiligung) gewählt werden, sagt mir, daß die deutsche Bevölkerung zu 20 % aus geistig verknöcherten Spießern besteht.

    • Ach ja, dieser Schmidt, der treibt ja schon lange sein Unwesen im Bereich Ernährung. Der möchte auch vegane Eltern, die ihre Kinder so ernähren, kriminalisieren. Das ist natürlich das rote Tuch für die Fleischwirtschaft: Wenn jetzt von klein auf vegan Ernährte mit ihrer auffallend stabileren Konstitution den allgemeinen Beweis liefern, dass Ernährung über Tiere ungesund ist! Das muss von daher natürlich unbedingt verhindert werden! Aber wenigstens ist der Artikel in der SZ über ihn doch auch mit reichlich Ironie gewürzt! Die Lügen-Wuirst“ lachmichtot!
      Wir sollten mal dagegen auf die „Leichensäcke“ unterm Kinn und die „Fettmasken“ auf den Gesichtern hinweisen, die deutlich von Angesicht zu Angesicht zeigen, wie sich das tierische Protein ablagert! Kein Langzeitveganer sieht so entstellt aus! Und ich bin überzeugt, dass diese Ablagerungen auch vor dem Hirn nicht halt machen. Den Demenzkranken sollte vegane Ernährung verschreiben, anstatt zusätzlich vernebelnde Pillen, die im Tierversuch getestet wurden.

    • Ja, ja, diese CSU-Politiker für den Bereich Landwirtschaft (und Verbraucherschutz) sind wirklich Garanten für beinahe kabarettistische Einlagen. Nur zu gerne erinnere ich an die Vorgängerin Ilse Aigner und ihre Heumilch-Saga, Ihr wisst schon, die Milch, die Kühe geben, die nur mit Gras und Heu gefüttert werden und die deshalb laktosefrei ist ….

      Bei so viel Sachverstand bleiben doch wirklich keine Fragen mehr offen, oder? Da fühlt man sich als Verbraucher wirklich „geschützt“ und in den allerbesten Händen.

      Ich meine, Hagen Rether hätte mal sinngemäß über Fleisch gesagt: „Davon wird die Birne weich“ …. Das lass‘ ich jetzt mal so stehen … 😉

      Heike

  31. Schönen, geruhsamen Heiligen Abend, allerseits!

    Hier noch ein paar Infos aus meinem pro-vegan-newesletter von heute:
    Unser lieber kluger Nietzsche, einer der 3 prominenten Vegetarier des 19. jahrhunderts, schrieb u.a. auch dies:

    „Ich fürchte, die Tiere betrachten den Menschen als ein Wesen ihresgleichen, das in höchst gefährlicher Weise den gesunden Tierverstand verloren hat“.

    Für die heutigen „Vegetarier“, die ja eigentlich „Milch-und Eier-Vegetarier“ heißen müssten, die glauben, sie täten schon mehr für die Tiere und für ihre eigene Gesundheit, folgendes:

    Der Milchexperte Robert Cohen stellt in seinem Newsletter interessante Fragen:
    1. Was passiert mit den männlichen Babys der Milchkühe?
    2. Was passiert mit den Kühen, wenn sie nicht mehr genug Milch geben?
    3. Warum gibt es so viel Eiter in Milch und Eiscreme?
    4. Warum sollten meine Kinder (mit der Milch)täglich Östrogen und andere Steroidhormone konsumieren?
    5. Warum weisen die Länder mit der höchsten Rate von Knochenmarkserkrankungen den höchsten Konsum von Käse auf?
    6. Warum weisen Länder mit der höchsten Rate von Brustkrebs den höchsten Verbrauch von Milchprodukten auf?
    7. Warum warnte die medizinische Fachzeitschrift „New England Journal of Medicine“ davor, Kindern unter einem Jahr Kuhmilch oder Milchprodukte zu füttern?

    Hier die Antworten:
    1. Männliche Kälber werden ermordet, weil sie keine Milch geben.
    2. Ausgelaugte Kühe werden ermordet.
    3. Viele Kühe sind krank und leiden unter Euterentzündung, so dass immer auch Eiter in der Milch zu finden ist.
    4. Für die Kinder ist es gesundheitsschädlich, Hormone über Milch zu erhalten, die sonst nur auf Rezept in der Apotheke zu bekommen sind.
    5. Entgegen der Behauptungen der Industrie zeigen Studien eindeutig, dass der Konsum von viel Milchprodukten die Knochen schwächt.
    6. Aus Studien ist bekannt, dass Tierprotein, insbesondere Milchprotein, das Krebswachstum fördert.
    7. Kleinkinder, die mit Kuhmilch gefüttert werden, weise z.B. eine erhöhte Rate von Diabetes Typ 1 auf.

    Quelle: https://groups,yahoo.com/neo/groups/NotMilk/conversations/messages/5965

    • Krankenkassen empfehlen vegane Ernährung

      Übergewicht, Diabetes mellitus II, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und viele weitere sogenannte Zivilisationskrankheiten nehmen in den westlichen Ländern dramatisch zu. Diese stehen in enger Verbindung mit dem Lebensstil: Neben Bewegungsmangel, Rauchen und Alkoholkonsum spielt eine fett- und eiweißreiche Ernährung mit einem hohen Anteil tierischer Lebensmittel eine entscheidende Rolle bei der Krankheitsentstehung. Für das Gesundheitswesen bedeutet dies hohe Kosten für Behandlung, Klinikaufenthalte, Krankengeld und vor allem Arzneimittel. Die größte US-amerikanische Krankenversicherung Kaiser Permanente empfiehlt daher zur Prävention von Erkrankungen und Verbesserung der Lebensqualität von Patient_innen ausdrücklich eine vegane Ernährung.
      Eine 18-seitige Broschüre, die auch als pdf downloadbar ist, klärt über die Vorteile veganer Kost auf und gibt zahlreiche praktische Tipps für den Ernährungsumstieg.
      Die Vorteile sind laut Kaiser Permanente:
      Niedrigerer Cholesterinspiegel, Blutdruck und Blutzucker
      Prävention und Therapie von Herz-Kreislauf-Erkrankungen
      Längeres Leben
      Gesünderes Gewicht
      Reduziertes Risiko für Krebs und Diabetes
      Kann die Progression von verschiedenen Krebserkrankungen erniedrigen
      Verringerte Symptome bei Rheumatoider Arthritis
      Weniger Medikamente
      Niedrigere Lebensmittelkosten
      Gut für die Umwelt
      Aufgrund der deutlichen gesundheitlichen Vorteile sollten laut Kaiser Permanente Ärzt_innen erwägen, allen Patient_innen eine pfanzliche Ernährung zu empfehlen. Diese können dadurch vielfach profitieren: Es bestehe die Möglichkeit, die Zahl ihrer Medikamente einzuschränken, ihr Körpergewicht zu reduzieren und ihr Risiko für bestimmte Erkrankungen wie Krebs und ischämische Herzkrankheiten zu verringern. Besonders vorteilhaft könne sich eine vegane Ernährung für Patient_innen mit Übergewicht, Diabetes mellitus II, Bluthochdruck, Störungen des Fettstoffwechsels und Herz-Kreislauf-Erkrankungen auswirken.

      Auch die Wiener Städtische Versicherung befürwortet vegetarische und vegane Ernährung. In einem eigenen PodCast mit dem Titel „Gesund leben ohne Fleisch – vegetarische und vegane Ernährung“ klärt sie über die Vorteile pflanzlicher Ernährung auf. Darin kommt auch Prof. Dr. Widhalm zu Wort, Professor für Ernährungsmedizin und emeritierter Leiter der Abteilung für Ernährungsmedizin der Medizinischen Universität Wien: „Dass Vegetarier länger leben, besser leben, das ist evident. Sie haben weniger Begleiterkrankungen, weniger Bluthochdruck, weniger Herzinfarkte.“

    • Lieber Torsten! Die „BKK PRO VITA“ ist in Deutschland eine betont Vegan- freundliche Krankenkasse. Der Leiter selbst ist Veganer und sucht mit seiner Frau zusammen immer gern Wildkräuter.

  32. Zwei Drittel aller Deutschen essen an Weihnachten Teile einer Gans oder einer Ente. Daher hier ein paar Informationen zu diesen liebenswerten Vögeln:

    Gänse sind ihren Familien gegenüber sehr loyal. Sie wählen einen Partner auf Lebenszeit und gehen mit ihrem Partner und den Kindern sehr beschützerisch um. Wird der Partner einer Gans oder werden die Kinder krank oder verletzen sich, weigert die Gans sich häufig, ihnen von der Seite zu weichen, selbst wenn der Winter naht und die anderen Gänse ihrer Gruppe in den Süden fliegen. Diejenigen, die einmal Zeit damit zugebracht haben, Gänse zu beobachten, berichten, dass sie genauso Gefühle empfinden wie wir: Wird der Partner einer Gans getötet oder werden ihre Eier zerstört, zieht sie sich von der Gruppe der übrigen Gänse zurück, während sie trauert. Ist ihr Partner gestorben, verbringen manche Gänse den gesamten Rest ihres Lebens als Witwen/Witwer und weigern sich, sich erneut zu paaren.

    Mehrere Gänsefamilien finden sich zusammen, um eine größere Gruppe zu bilden, die man als Schar bezeichnet. Diese Zahlenstärke kommt ihnen zugute, wenn sie lange Entfernungen fliegen. So schützen sie nicht nur ihre eigenen Familien, sondern die Gänse geben auch aufeinander Acht in ihrer Schar: Wird eine Gans während des Fluges abgeschossen, bleiben einige der anderen Gänse zurück, um nach ihrem verletzten Freund zu schauen.

    Gänse sind Meister im Fliegen, die Tausende von Kilometern während ihrer jährlichen Züge zurücklegen können, und sie fliegen in der charakteristischen V-Formation, so dass die Gänse vorne den Luftwiderstand für die hinten verringern. Diese erstaunliche Windschneidetechnik hilft den Gänsen, in der Gruppe etwa 70 Prozent weiter zu fliegen, als sie es einzeln schaffen würden. Die Gänse rotieren von vorne nach hinten, wenn sie müde werden, und diejenigen, die hinten sind, schreien, um die Führer anzufeuern. Gänse verfügen über ein langes Gedächtnis, und sie setzen ihnen vertraute landschaftliche Merkmale und die Sterne ein, um sich bei ihren jährlichen Zügen zu orientieren.

    Enten sind mitteilsame, soziale Tiere, die sich am wohlsten fühlen, wenn sie sich in der Gesellschaft einer größeren Gruppe anderer Enten befinden. Sie verbringen ihre Tage damit, Futter im Gras oder in flachen Gewässern zu suchen, und sie schlafen nachts gemeinsam mit ihrer Gruppe. Enten sind penibel reinliche Tiere, die ihre Nester frei von Abfall und Dreck halten, und sie lieben es, ihr Gefieder zu putzen und ihr wundervolles Federkleid für potentielle Lebensgefährten zur Schau zu stellen. In der Natur können sie 10 Jahre alt werden.

    Enten sind Meister im Schwimmen und Fliegen, und sie können jährlich Hunderte von Kilometern während ihrer Züge zurücklegen. Sie fliegen aus Gründen des Schutzes und des verringerten Luftwiderstandes in Formation und können Fluggeschwindigkeiten von bis zu 90 Kilometern pro Stunde erreichen!

    Enten setzen Stimmlaute und Körpersprache zur Kommunikation ein. Wissenschaftler an der Middlesex University in Großbritannien berichteten kürzlich, dass Enten sogar über regionale Akzente verfügen, genau wie Menschen! Diese Wissenschaftler stellten fest, dass Stadtenten eher einen “schreiendes” Quaken einsetzen, damit andere Enten sie auch noch trotz all der Betriebsamkeit vernehmen, während Enten vom Lande über eine weichere, sanftere Stimme verfügen.

    Während die meisten Leute nicht an Enten und Gänse denken, wenn von Tierquälerei bei Nutztieren die Rede ist, so behandelt die Fleischindustrie die Tiere ganz entsetzlich. Enten, die ihres Fleisches wegen aufgezogen werden, verbringen ihr gesamtes Leben eingepfercht in dreckigen, dunklen Hallen, wo man ihnen alles vorenthält, das natürlich für sie ist: Sie können niemals schwimmen, die Sonne auf ihrem Rücken spüren, frische Luft atmen oder eine Familie aufziehen. Die entsetzliche Beengtheit in dieser Intensivhaltung führt zu kräftezehrenden Verletzungen und Krankheiten.

    Vögel, die für Foie gras (Gänse-Fettleber) aufgezogen werden, erleiden ein noch schlimmeres Schicksal.

    Danke an PETA für die Genehmigung zur Verwendung der Informationen.

    • Dass die Vögel allgemein tatsächlich verschiedene „Sprach- Dialekte“ haben habe ich vor langer Zeit auch einmal gelesen. Das hat auch einer mal herausgefunden, der Vögel so liebte, dass er immer alle Fenster in seinem Haus auf ließ, sodass alle möglichen Vögel rein und rausfliegen konnten und er hatte Kontakt mit ihnen und lernte ihre Sprachlaute und verständigte sich mit ihnen. Ein blinder Rabe saß immer auf seiner Schulter…
      Mal sehen, ob ich davon im Netz etwas finde, ich hatte es mal in irgendeiner Zeitung gesehen, schon lange her.

  33. Immer mehr Kardiologen in den USA werden vegan!
    http://www.care2.com/causes/another-cardiology-chief-goes-vegan-convicted-yet.html
    Die koronare Herzerkrankung ist die häufigste Todesursache in den Industrieländern. Wissenschaftliche Studien haben eindeutig bewiesen bzw. nachgewiesen, dass eine fettarme vegane Ernährung eine koronare Herzkrankheit verhindern, stoppen und sogar heilen kann. Unter diesen Umständen ist es mehr als erstaunlich, dass dies bisher in der Medizin, Politik und Bevölkerung nahezu vollständig ignoriert wird.

    • Bemerkenswert auch, wie fit Dr. Caldwin B. Esselstyn, einer der bekanntesten Kardiologen Amerikas und Veganer, mit über 80 Jahren bei seinem hier mit verlinkten Vortrag aussieht und wirkt. Da gibt es keine Speckbacken oder deformierte Halspartie zu beklagen wie bei fast allen älteren Leuten in den hochzivilisierten Ländern! Fällt dieser ganz alltägliche Deformationsprozess eigentlich außer mir niemandem auf? Also ich persönlich kann mir von solchen Wabbelspeckmasken nichts mehr erzählen lassen!

  34. Jedes Jahr, wenn es kalt wird im Winter, wundere ich mich, daß es Lebewesen gibt, die es 24 Stunden am Tag in dieser Kälte aushalten. Gut, ich weiß theoretisch, daß sich diese Geschöpfe durch die Evolution an die Bedingungen in unseren Breiten angepaßt haben. Trotzdem nötigt mir das jedes Jahr auf’s Neue großen Respekt ab.
    Umso unpassender kommt mir vor, daß es Menschen gibt, die nichts Besseres zu tun haben, als diese wundersamen Lebewesen zu jagen und totzuschießen. Ausgerechnet in der Vorweihnachtszeit veranstalten sie große Treib- und Drückjagden mit dutzenden, manchmal hunderten Jägern und Helfern. In einer Zeit, in der die Waldbewohner mit ihrer Energie sparsam umgehen müssen, weil die Natur wenig Nahrung bietet, werden sie stundenlang durch die Wälder gehetzt. Oder irgendwann in dieser Zeit erschossen. Oder verletzt, was im Winter den sicheren langsamen Tod bedeutet.
    In den Internetforen der Jäger kann man nachlesen, wie sie sich ihrer „Erfolge“ brüsten. Schnell wird offensichtlich, daß es den Jägern nicht um Naturschutz geht, sondern um den eigenen Spaß. Bei manchen spürt man auch, daß sie damit ihr Ego stützen. Macht über Andere, Spaß an der Vernichtung Unschuldiger, wie geisteskrank das ist. „Schöne Weihnachtszeit!“

    • „Geisteskrank“, das kann man wohl sagen! Und schon das „Erlegen“ eines dieser Wildtiere ist im Grunde nur ein ganz gemeiner Mord und für das Tier ein grauenhafter Tod. Das beschreibt der user „nom de net“ einmal ganz minutiös mit seinem Artikel „Mord“ 2011 in der Zeit-Community, als sie noch lesens-und schreibenswert war.
      community.zeit.de/user/nom-de-net/beitrag/2011/02/19/mord

    • Dr. Karl-Heinz Loske, in seiner Jugend kurze Zeit selbst Jäger und heute Umweltsachverständiger in NRW, beschreibt in seinem Buch „Von der Jagd und den Jägern“ verschiedene psychologische Mechanismen der Selbsttäuschung. Ich zitiere mit persönlicher Erlaubnis von Herrn Loske.

      „Verdrängung:
      Jäger, die ihre instinktiven Impulse und Aggressionen im Alltagsleben verdrängen, tragen diese mit der Waffe in die Natur hinaus und reagieren ihre Last und ihren Druck an unschuldigen Lebewesen ab.

      Projektion:
      Auch sie ist eine systematische Selbsttäuschung,und eine Folge von Verdrängung, da hier eigene seelische Tendenzen auf andere verlagert werden (Sündenbock-Prinzip). Um besser dazustehen, werden diese Tendenzen an anderen abgelehnt und bekämpft. Man beschuldigt andere, die Fehler zu haben, die man an sich selbst nicht wahrhaben will. Jäger gehen auch deshalb zur Jagd, weil sie negative Eigenschaften auf etwas Schwächeres übertragen. Jagd ist eine Art Kampf gegen sich selbst. Typisch für Jäger sind simple Deutungen der Symptome in der Natur (z.B. „Habichte schaden dem Fasanenbestand“), während sie für die eigene naturfremde Rolle in Wald und Flur blind sind.

      Rationalisierung:
      Wenn man sich Selbsttäuschungen wie Verdrängung und Projektion nicht eingestehen kann, dann kommt es zur Rationalisierung, einfach gesagt zur „faulen Ausrede“. Mehr als andere Menschen streben Jäger nach Sicherheit und Kontrolle. Sie mögen keine ambivalenten, unklaren Situationen. Da die Natur dem Jäger in ihrer Komplexität und ihrem scheinbaren Chaos zu undurchsichtig erscheint, postuliert er gern ursächliche Beziehungen auch da, wo es keine gibt. Dies nimmt ihm vieles von seiner Hilflosigkeit, denn wenn man zu wissen glaubt, woran etwas liegt (z.B. Übervermehrung der Beutegreifer), dann hat man das Gefühl, daß man tatsächlich Einfluß hat (z.B. durch Abschuß der Beutegreifer).

      Minderwertigkeit:
      Karl.Heinz Loske vermutet, daß das Gefühl der Minderwertigkeit das zentralste Motiv der Jäger ist, denn es wird bei der erfolgreichen Hobbyjagd gegen die Attribute Stärke, Tüchtigkeit, List und Schläue eingetauscht. Schon das Tragen einer Waffe in einer Jagdgesellschaft, der wichtige Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft beiwohnen, erhöht das kleine Ego Das Recht zu töten, das außer dem Metzger bei uns niemand mehr hat, inspiriert zudem Gefühle von Macht und Unabhängigkeit.

      Geltungssucht:
      Sie ist der Zwilling der Minderwertigkeit. Oft erwächst bei demjenigen, der sich als schwach erlebt, ein Streben nach Geltung und Macht, um sich über andere zu erheben. Auch die Geltungssucht ist einer der Hauptgründe für die Jagdleidenschaft. Nur für einen Moment der Sieger sein, der Macht über Leben und Tod hat. Das ist der Lohn des Jägers, der für sein kleines Ego ein Tier erlegt. Am Ende prangt das Geweih über dem Ofen im Wohnzimmer, und beim Besuch von Gesinnungsgenossen wird um die Wette geprahlt.

      Jagd ist ein Blusport, bei dem nur Sieger und Trophäen zählen. Sie wird durch bestimmte männliche Tugenden wie Aggression, Gewaltbereitschaft, Herrschaft, Unterdrückung, Ausbeutung, Wettbewerb und Rationalität charakterisiert. Männer können sich keine Probleme und Schwächen eingestehen, sie wollen führen, kämpfen, steuern und planen.
      Nicht das Geschlecht der Männer ist das Problem, sondern ein Gesellschaftssystem, das die Macht des Schwertes zum Ideal erhebt und Männlichkeit mit Gewalt und Herrschaft gleichsetzt.
      Kindern wird während der Erziehung durch einschränkende Regeln klar gemacht, wie sie sich zu verhalten haben. So entsteht allmählich ein männliches bzw. weibliches Rollenverhalten, das dem kulturellen Umfeld entspricht. Kinder lernen auch durch Nachahmung von Erwachsenen, Lehrern und durch die Massenmedien. Für Jungen in unserem Kulturkreis heißt das z.B., eigene Gefühle nicht zu spüren oder darüber zu sprechen. Stimmt das aufgezwungene Rollenverständnis nicht mit dem eigenen Selbst überein, entsteht ein Persönlichkeits-Teil, der nicht gelebt werden darf.
      Ein eigentlich weicher, mitfühlender Mann geht vielleicht auf die Jagd, um dem Ideal der Männlichkeit zu entsprechen. Ein harter Mann dagegen tötet vielleicht, um seine Aggressionen gegen den Vater auszuleben, der alle weiblichen Tugenden an seinem Sohn abgetötet hatte.
      Freizeitjägern fehlt die Integration von weiblich und männlich. Sie sind einseitig nur in eine Richtung gepolt. Der weiche, mitfühlende Mann müßte lernen, daß seine Sanftheit keine Schwäche ist, sondern Voraussetzung für echte Stärke. Der rational denkende Mann dagegen muß lernen, Vertrauen zur Natur und seiner eigenen Lebendigkeit zu bekommen und Mitgefühl und Liebe zu den Lebewesen zu entwickeln.
      Der Jäger muß deshalb seinen weiblichen Schatten akzeptieren und seine archetypisch männliche Energie nutzen, um dem Leitbild des Edlen Kriegers zu folgen. Auf dem Weg des Edlen Kriegers entdeckt der Jäger eine Natur, die nicht von brutaler Dominanz, sondern vom Prinzip der Partnerschaft lebt. Wer es schafft, seine Waffe freiwillig fortzulegen und dem Bruder Tier Schutz zu gewähren, der wird zur Belohnung mit dessen Vertrautheit und Zuneigung belohnt. Nur dieser Nichtjäger kann sich glaubhaft auf den Heiligen Hubertus berufen und hat begriffen, daß es keinen Sinn macht, mit dem Vergießen des Bluts fühlender Wesen eigene Probleme lösen zu wollen. Der ethisch gereifte und durch echte Selbsterkenntnis geläuterte ehemalige Lustjäger wird so zum Verbündeten, zum Beschützer und Hüter des Lebens, der aus der Kraft seiner Mitte heraus Frieden mit der Erde schließt.“

    • Einer, der das selbst schon einmal durchlebt hat, kann das psychologische Element dabei natürlich so von innen her noch einmal ganz anders erkennen und beschreiben, als wir. Gut, dass Du auch so einen hier zitiert hat. Ich glaube, es wird heute und auch in den alternativen Medien noch viel zu wenig auf unsere Psyche eingegangen.
      Die Menschheit als Ganzes hat sich darüber klar zu werden, was mindestens seit Anbeginn dieser Zivilisation oder besser noch innerhalb ihrer gesamten Existenz als Spezies psychologisch abgelaufen ist und wie groß die Selbsttäuschung ist, in der sie sich heute befindet. Die eindeutige Entscheidung hin zur Überhebung über die Natur und dem damit verbundenen Entschluss, sie zu vergewaltigen und auszubeuten, hat die Menschheit spätestens mit Beginn der patriarchalen Hirten- bzw. Tierzüchterkultur getroffen mit der absoluten, bis in die reine Vernutz-Versachlichung und kompletten Lebensentrechtigung der Tiere reichende Unterwerfung und Ausbeutung, wobei sie bis heute mehrheitlich nicht bemerkt zu haben scheint, dass sie damit die erste Stufe des Faschismus und des Rassismus erklommen hat, wogegen sich aber aktive und passive Tiervernutzer und sogar selbst ernannte Pazifisten unter uns unlogischerweise vehement zur Wehr setzen und dies weit von sich weisen.
      Es gibt in unserer Psyche keine natürliche Trennung zwischen diesem und jenem Blutvergießen und es gibt weder einen moralischen noch einen wirklich erfühlbaren Unterschied zwischen dem Leiden und den Qualen dieser oder jener Kreatur. Dieser Unterschied ist künstlich und mit Gewalt von unserer Spezies geschaffen und immer weiter befördert und raffiniert worden, soz. „parfümiert“ mit allen möglichen Ausreden, die mit der Zeit immer noch groteskeren Formen angenommen haben, um den „Seelenverwesungsgestank“ zu übertünchen.
      So wird trotz eindeutiger Indizien aus der Ernährungsforschung für die krankmachende Wirkung des tierischen Proteins auf unseren Organismus und durch ebensolche Indizien für die verwüstende und vergiftende Wirkung dieser Tiervernutzindustrie auf dem ganzen Planeten , immer noch weiter an dieser Lebensvernichtungstradition festgehalten und sogar von „Historikern“ behauptet, unsere Art sei nur durch das „Aasessen“ und später durch die Entdeckung des Kochtopfs so „klug“ geworden, wie sie heute angeblich sei. Dabei weiß die Ernährungsforschung nebenbei gesagt heute schon lange, dass die natürliche Roh- Nahrung bei hohen Hitzegraden(über 40°) ihre wertvollsten Bestandteile verliert -und darüber hinaus- mehr oder weniger vergiftend auf unseren Organismus einwirkt, Stichwort „Verdauungsleukozytose“.
      Der „letzte Schrei“ dieser „Seelenparfümierung“ ist nun die Behauptung, die Pflanzen würden unter unserer Vernutzung zwangsläufig genauso leiden müssen und Qualen empfinden, wie die Tiere, deren Blut bedenken-und empfindungslos ununterbrochen auf der ganzen Welt vergossen wird und deren Schreie die Fleischkonsumenten nicht hören und deren Todesangst sie nicht sehen und wahrhaben wollen. Ich finde das einen unerträglichen Zustand und auch ich muss in meiner Psyche diesen grauenhaften Aspekt unserer „Menschlichkeit“ ständig zumindest teilweise verdrängen, um noch weiterleben zu können, ohne restlos zu verzweifeln.

    • An dieser Stelle eine kleine Anekdote aus meiner Jugend, als man versuchte mir das Töten von Tieren schmackhaft zu machen.

      Ein Handelsvertreter eines Lieferanten, der den Handwerksbetrieb meines Vaters belieferte, beschenkte mich eines Tages aus heiterem Himmel mit einem Luftgewehr. Ok – ein Geschenk. Ich wußte zwar nicht recht, was ich damit anfangen sollte. Aber als höflicher Junge (von ca. 14 oder 15 Jahren) nahm ich das Geschenk an.

      Da stand es dann monatelang unbeachtet in der Ecke. Bis mich eines Tages mein Onkel in die Kunst des Schießens einweihen wollte. Wir gingen also mit dem geladenen Gewehr hinter den Hof meiner Großeltern, wo einige Obstbäume standen. Und zu meinem Entsetzen wollte mein Onkel dort meine besten Freunde, die Singvögel, abknallen.

      Er hatte schon angelegt. Aber es kam nicht dazu. Denn ich fiel ihm in den Arm und untersagte ihm die Benutzung meines Gewehres. Das war ein erster schwerer Konflikt zwischen mir und diesem Onkel, dem noch weitere folgen sollten.

      Ich war zu diesem Zeitpunkt ein sehr folgsamer Junge der noch wenig an der Weisheit der Erwachsenen zweifelte. Aber das was da passieren sollte ging mir so gegen den Strich, daß ich mich ganz spontan auflehnen mußte.

      Darauf bin ich heute noch stolz und es war ein erster Schritt mich von zahlreichen weiteren unsinnigen Vorgaben durch Erwachsene zu emanzipieren.

    • Meinen Respekt, Herr Schürer, das haben Sie sehr gut gemacht! Darauf können Sie wirklich stolz sein! Mit 15 Jahren schon ein Held, das kann nicht jede(r) von sich sagen. Damit haben Sie bewiesen, auch und vor allem vor sich selbst, daß die lebensbejahende Kraft in Ihnen stärker ist als die Folgsamkeit. Auch das kann wahrlich nicht jede(r) von sich sagen. ich wünsche Ihnen die Kraft, diesem Prinzip stets weiter folgen zu können.

      Hier noch 3 intelligente Zitate zum Thema Jagd:

      Der bekannteste französische Schriftsteller im 18 . Jahrhundert, Voltaire, sagte: „Die Jagd ist eines der sichersten Mittel, das Gefühl der Menschen für ihre Mitgeschöpfe zu ertöten.“

      Der bekannteste deutsche Naturforscher im 19. Jahrhundert, Alexander von Humboldt, hat geschrieben: „Wo ein Jäger lebt, können 10 Hirten leben, hundert Ackerbauern und 1000 Gärtner. Grausamkeit gegen Tiere kann weder bei wahrer Bildung noch bei wahrer Gelehrsamkeit bestehen. Sie ist eines der kennzeichnendsten Laster eines niederen und unedlen Volkes.“

      Und im 20. Jahrhundert brachte es Prof. Dr. Theodor Heuss, 1. Präsident der Bundesrepublik Deutschland, auf den Punkt: „Jagd ist nur eine feige Umschreibung für besonders feigen Mord am chancenlosen Mitgeschöpf. Die Jagd ist eine Nebenform menschlicher Geisteskrankheit“.

  35. Für mich ist es sehr interessant hier mit zulesen. Ich beobachte schon lange das Essverhalten der Menschen und bin der Meinung das man imer wieder die Menschen durch ängste umstrukturieren kann. Ich bin eine Fleischesserin. Was denken jetzt Veganer von mir? Bin ich ein schlechter Mensch?! Man liest des öfteren wie Veganer Fleischesser nicht mögen weil sie nicht so handeln und denken wie sie selbst und man versucht mit Bildern usw zu schocken um damit den Leuten ein gewissen einzureden und zu manipulieren. Ich finde das der Mensch abgestumpft ist durch Medien und der Gesellschaft. Jeder will es besser wissen und es gibt so viele gekaufte Schreiberlinge die für die Elite arbeiten. ich frage mich wer jetzt durch BioProduckte profitiert. Wer steckt wirklich dahinter.?! So und jetzt zu der Haltung der Tiere! Wer verdient denn an Lebensmittel? Es sind doch die ganz Großen! Sie haben uns mit den Lebensmitteln abhängig gemacht. Sie diese ganzen Kaufhallen. Es gibt kaum noch kleine Betriebe die selbst Wurst,Käse und Backwaren herstellen. Alles nur noch Fließbandarbeit. Den Reichen interessiert nicht wie es den Tieren geht! Leider! Der Mensch denkt heutzutage nur noch an sich und das er was auf dem Teller hat. Ich nenne das öfters das große Fressen;). Überall nur noch Essen und was ganz schlimm ist,diese Fresssendungen. Als wenn es nur um das Fressen geht. Ich bin gegen diese Tierhaltung! Ich alleine kann da kaum was machen und die meisten Menschen sind verdummt. Wenn man wirlich mit der Natur im einklang sein möchte und auch leben möchte dann finde ich die Indianer gar nicht mal so schlecht. Es gehört auch kein Computer ,Radio,Handy,Fernseher dazu;)! Ich muss zugeben das ich Vegane Produkte schon probiert habe und die Produkte kann man essen. Was ich widersprüchlich finde ist bei dem Veganern ist, dass sie zusätzlich noch Vitaminpräperate zu sich nehmen. Es gibt jetzt aufeinmal soviel Vitamine in Kapselform und diese sollen besser sein als die Tabletten von den Pharmaindustrie und die Argumente gehen den Schreiberlingen nie aus. Für mich sind das einige Studenten die so ihr Geld verdienen. Siehe Youtube und wie man Produkte an den Mann bringt. Sind ja so natürlich und man soll das Gefühl bekommen sie sind so wie ich. Irgendwie muss die Elite Geld gewinnen und es gibt genug Narzissten heutzutage denen egal ist für wen sie werben. Denken eh nur an sich damit ihre Geldböse fetter wird. Die Reichen würden nicht mal BIO kaufen denn sie haben ihre eigenen Lebensmittel. Wie kann Essen Bio sein wenn der Boden mit Mühl vergiftet wird. Chemtrails zum Beispiel. Das ganze System ist scheisse. Ich würde gerne mal auf der Welt aufräumen. Es geht nicht nur um die Tierhaltung es geht um viel mehr auf dieser Welt was schief läuft.Leider! Nur jeder Gruppe bezieht sich auf irgendein Thema was er vertritt. Wie Tierschützer,Umweltschützer…….. Ich würde nie Spenden denn die Elite und ihre Anhänger sind für den Mist verantwortlich was schief läuft auf der Erde. Man macht gerne die dumme Masse dafür verantwortlich und man merkt ja selbst wie schnell man den einzelnen Menschen ein schlechtes Gewissen einreden kann. Interessant wie Menschen bzw die Masse manipulierbar ist.

  36. Es ist erstaunlich, wie genau die Worte Jesu aus den Essener Briefen die Wirkung des Fleischessens entsprechend der neueren Ernährungsforschung wiedergeben. Und Jesus spricht hier nicht als Patriarch, er erwähnt auch die weibliche Daseinskraft. Hier einige Zeilen daraus:

    „….Und viele Unreine und Kranke folgten Jesu und suchten die Ufer der murmelnden Flüsse auf… und als sie gereinigt waren, sagten sie: Sag uns, welches sind die Sünden, die wir vermeiden sollen, damit wir niemals wieder krank werden?
    Und Jesus antwortete: Es wurde in alter Zeit gesagt, Du sollst Deinen Himmelsvater und Deine Erdenmutter
    ehren und ihre Gesetze achten, auf dass Du lange lebst auf Erden. Und als nächstes wurde dieses Gebot gegeben:
    DU SOLLST NICHT TÖTEN!
    Denn Leben ist allein von Gott gegeben und das, was Gott gegeben hat, darf der Mensch nicht wegnehmen. Denn wahrlich ich sage Euch: von einer Mutter stammt alles, was auf Erden lebt. Darum tötet jeder, der tötet auch seinen Bruder. Und von ihm wird sich die Erdenmutter abwenden und ihm ihre belebenden Brüste entziehen. Und er wird von ihren Engeln gemieden und der Satan wird in seinen Körper einziehen. Und das Fleisch geschlachteter Tiere in seinem Körper wird sein eigenes Grab werden. Denn wahrlich, ich sage Euch, der, der tötet, tötet sich selbst und wer vom Fleisch erschlagener Tiere isst, isst vom Körper des Todes. Denn in seinem Blut wird jeder Tropfen ihres Blutes sich in Gift verwandeln, in seinem Atem ihr Atem zu Gestank, ihr Fleisch in seinem Fleisch zu Beulen, in seinen Knochen ihre Knochen zu Kalk, in seinen Eingeweiden ihre Eingeweide zu Verfall, in seinen Ohren ihre Ohren zu wachsigem Belag. Und ihr Tod wir sein Tod werden.
    Denn nur im Dienste Eures himmlischen Vaters werden Eure Schulden von 7 Jahren in 7 Tagen vergeben. Doch Satan vergibt Euch nichts. Und Ihr müsst ihm für alles bezahlen. Auge um Auge, Zahn um Zahn, Hand um Hand, Fuß um Fuß, Brennen um Brennen, Wunde um Wunde, Leben um Leben, Tod um Tod. Denn der Lohn der Sünde ist der Tod.
    Gehorcht deshalb den Worten Gottes:
    SEHET ICH HABE EUCH GEGEBEN ALLE PFLANZEN DER ERDE, DIE SAMEN TRAGEN UND ALLE BÄUME MIT FRÜCHTEN, DIE SAMEN BRINGEN, DIE SOLLEN EURE SPEISE SEIN!“

    Aus dem Friedensevangelium der Essener, Teil der Schriftrollen von Qumran am Toten Meer, die erst um 1900 entdeckt wurden und in der Bibliothek des Vatikan lagern. Übersetzer ist Dr. Edmont Szekely, Verlag Bruno Martin.

    Bemerkenswert finde ich hier auch, dass Jesus die Worte „Auge um Auge, Zahn um Zahn..“ aus dem AT Satan zuordnet.

  37. DIE MEDIZIN DER TIERE- Wie die Tiere sich selbst heilen können und es uns Menschen gelehrt haben.

    Sie beugen Infektionen vor, pflegen ihre Kranken,stecken potenziell Kranke in „Quarantäne“ und nutzen „Medikamente“…
    Tiere sind die ältesten Heilkundelehrer des Menschen. Grizzlis z.B. zerkauen die Blätter des Ligusters, verteilen den Brei auf ihren Pfoten und reiben sich damit das Fell ein. So schützen sie sich gegen Milben und Zecken. Die Navajo im Südwesten der USA nutzten diese Pflanze ebenfalls gegen Parasiten und Infektionen. In ihrer Überlieferung lernten sie die Heilkraft des Ligusters von den Bären. In vielen Kulturen der American Natives ist der Bär ein mystischer Vater der Medizin.
    Die Ureinwohner Perus erkannten, dass Pumas immer dann an der Rinde eines bestimmten Baumes kauten, wenn sie krank waren. Wir kennen den Extrakt dieser Rinde heute als Chinin- das Mittel gegen Malaria und Fieber aus dem Chinarindenbaum.

    Dies und noch viel mehr kann man über die Heilkundigkeit von allen möglichen Tieren nachlesen bei:
    Heilpraxisnet. de- Naturheilkunde und Naturheilverfahren – Fachportal.

  38. Liebe Veganer (und solche die es werden wollen),

    ich habe mich gestern endlich mal dazu entschlossen, mich im Macher-Forum von KenFM anzumelden. Und siehe da, es wurden grade die letzten Tage zwei Topics zum Thema vegane Ernährung in der Rubrik „Gesundheit / Natur / Ernährung“ eröffnet:
    „Heilung chronischer Krankheiten, durch basisch vegane Ernährung“
    und
    „Bewußt & vegan“
    Vielleicht habt ihr ja Lust auch mal da rein zu schauen. Oder kennt ihr es schon?
    In letzterem Topic gibt es einen Link auf die Seite „malvegan.com“ und dort einen Blog mit 12 Beiträgen (ältester vom 6.10.16 und neuester vom 22.11.16). Hab grade angefangen dort zu Schmökern. Im ältesten Beitrag mit dem Titel „Eilmeldung zum Veganismus“ fand ich einen Link auf „Die große vegane Nährwerttabelle“ von Katharina Petter und Tobias Pohlmann.
    Kennt die jemand von euch? Die wurde 2007 erstellt und seitdem nicht mehr verändert. Was die natürlichen Nahrungsmittel betrifft wird sie ja wohl weiterhin aktuell sein. Sie enthält aber auch eine Menge veganer Produkte. Gibt es dazu neuere Tabellen dieser Art?

    Ich bin grade auf der Suche nach geeigneter Begleitliteratur für meinen allmählichen Übergang zur veganen Ernährungsweise. Diese Tabelle finde ich schon mal ganz hilfreich.

    LG W. Schürer

    • Dazu können Veganislove und Vegan4Life sicherlich mehr sagen als ich. Ich hab mich bisher noch nicht ernährungsphysiologisch mit Veganismus beschäftigt. Ich lasse einfach die tierischen Produkte weg und esse stattdessen Soja, Pilze, Bohnen oder Sellerie.

    • Lieber W. Schürer! Vielen Dank für die Info! Ist ja toll! Wie komme ich jetzt konkret da hin? Wenn Sie irgendwelche Fragen in Bezug auf Ernährung haben, die neuen Superfoods usw., können Sie auch gern bei mir anfragen, z.B. auch mit einer PN. Ich weiß da ziemlich gut bescheid und nicht nur theoretisch.

    • Hallo Herr Schürer,

      das sind ja interessante Neuigkeiten – vielen Dank! Da muss ich mich auch mal umsehen, habe nur im Moment recht wenig Zeit, werde es aber so bald wie möglich angehen… 🙂 Ähem, aber wie man da hin kommt, ist mir auch noch nicht so klar und wäre für eine kurze „Wegbeschreibung“ dankbar.

      Was die Ernährung anbelangt, hat sicher jeder persönliche Ansprüche und Vorstellungen. „Veganislove“ scheint sich mit dieser Thematik ganz besonders auseinandergesetzt zu haben.

      Ich persönlich mache keine „Wissenschaft“ daraus, sondern esse eigentlich immer, was mir gerade schmeckt, wobei ich industriell verarbeitete Produkte weitgehend meide bzw. nur selten auf den Tisch bringe und vorwiegend frische Produkte verwende.

      Vegane Rezepte zur Orientierung gibt es mittlerweile ohne Ende. Sehr informativ finde ich z. B. auch die Seite „nordischroh.com“ für das eine oder andere rohköstliche Gericht. Auch die Seite „https://vegan-taste-week.de/“ der Albert-Schweitzer-Stiftung gibt viele Anregungen.

      Viele Grüße
      Heike

    • Vegane Rezepte gibt es ja im Netz zuhauf. Da sind mir bis jetzt besonders 2 Autoren aufgefallen: Attilla Hildmann mit seinen diversen Kochbüchern, die auch erklären, warum dieses und jenes oder auch bestimmte Kombis besonders gesund sind und La Veganista, die tolle, raffinierte Rezepte auch für den kleineren Geldbeutel bringt. Ich selber habe allerdings noch nie stur nach Kochrezepten oder Gesundheitstabellen leben können, habe aber all diese Infos immer als Tips und Anregungen gern wahrgenommen und viel davon profitiert. Vom gesundheitlichen Standpunkt aus rate ich jedem heute, so viel wie nur möglich aus der Pflanzenwelt roh zu genießen und als Fett zum Braten nur Kokosöl zu benutzen, weil es das einzige pflanzliche Öl ist, das beim Erhitzen nicht giftig wird und das kann man auch genau riechen. Wenn ich z.B. Knoblauchstückchen mit Pepperoni für „Spaghetti agli e oglio e pepperoncino“ anbraten muss, nehme ich zuerst Kokosöl und füge zuletzt erst das Olivenöl zu, das ich dann nur noch etwas erwärme und nehme viel von frischer Petersilie und anstatt Parmesankäse Edelhefeflocken, die sowieso finde ich in der veganen Küche nicht fehlen dürfen. Kokosöl ist auch deshalb gut für Veganer, weil es von allen pflanzlichen Ölen den höchsten Prozentsatz an gesättigten Fettsäuren hat(98%) und wir diese auch in geringeren Mengen gut brauchen können, wenn auch die ungesättigten Fettsäuren bisher immer als viel gesünder galten. Avocados haben auch einen sehr hohen Gehalt an gesättigten Fettsäuren. Und die berühmten Omega3- Fettsäuren kann man wunderbar mit Chia-Samen zu sich nehmen. Die schmecken zwar fast nach nichts, aber man kann damit prima Rohkostpuddings und Rohkostgelees machen, weil die so enorm quellen. In der Tomatenzeit mache ich damit z.B. immer frisches scharfes Tomatengelee fürs Frühstücksbrot. Und Kaffe schmeckt gut mit Reismilch, Kakao mit Hafermilch.

    • Veganislove — ja, die „Veganista“ finde ich auch gut, Hildmann nicht so sehr, der hat häufig ziemlich exotische Zutaten und dann ist das auch so eine persönliche Sache, er hat ja zugegeben, dass er maximal ein opportunistischer „Lifestyle-Veganer“ ist. Auf youtube hat er zugegeben, dass er Fleisch isst, er ist daher in meinen Augen einfach nur unglaubwürdig. Wer will, kann sich das ja mal antun, wenn man sich (als echter Veganer mal so richtig ärgern will): https://www.youtube.com/watch?v=7stGBJwqC0A

      Da ist mir ein Björn Moschinski noch lieber (hoffe, dass wenigstens er das aus echter Überzeugung macht). Ich habe ein Kochbuch von ihm und er kommt wirklich mit ganz normalen Zutaten aus und hat richtig viele tolle Ideen.

      Thema Kokosöl: ja, da bin ich Deiner Meinung, aber Kokosöl für Spaghetti aglio/olio? In der von Dir dargestellten Variante mit anschließender Zugabe von Olivenöl habe ich das noch nicht probiert, aber ist denn da der Kokosgeschmack nicht dominant? Ich finde, Kokos passt nicht in ein solches Gericht, lasse mich aber gern überzeugen.

      LG
      Heike

    • Zu meinem letzten Kommentar:
      Da mich der Anfang des Videos von Hildmann https://www.youtube.com/watch?v=7stGBJwqC0A so genervt habe, habe ich es nicht zuende geschaut – war wohl ein Fehler, offenbar sollte das ein „Witz“ sein, auch wenn ich nicht wirklich darüber lachen kann.

      Erst ein Kommentar unterhalb des Videos gab einen Hinweis darauf, dass er das nicht ernst meint. Reingefallen …. 🙁

    • „Vegan4Life“: Nein, gutes Kokosöl schmeckt man nicht bei den Spaghetti, man braucht ja auch nur ein kleines bisschen davon zum kurzen Anbraten.
      Ja, der Hildmann nimmt teure Zutaten, deshalb kann ich seine Rezepte auch so nicht nachkochen, will ich ja auch nicht. Aber es ist inspirativ und lecker, was er so macht. Er ist ein sehr begabter Koch, finde ich. Dass er Fleisch isst, halte ich für ausgeschlossen, aber er ist uns auch gegenüber Fleischessern oft zu tolerant erschienen. Ich begegnete ihm manchmal in dem Berliner Bio-Markt in Charlottenburg, wo er wohnt und ich fand ihn da menschlich völlig o.k.
      Björn Moschinski find ich auch beispielhaft gut und er hat in seinem Gourmet-Restaurant, was verständlichereweise nicht für jeden Geldbeutel passt, jetzt ab 2017 ein „Come-together“-Menue versprochen, was erschwinglich ist und wo man alle zusammen an einem langen Tisch sitzt. Das finde ich eine tolle Idee und wir wollen das dann mal ausprobieren.

    • Vielen Dank für das tolle Video von Attilla Hildmann! Er zählt ja da nach dem Fake am Anfang doch korrekt die ganzen negativen, für alle nachprüfbare Auswirkungen des Nutztiermissbrauches auf, ist doch klasse!

    • „Vegan4Life“: Apropos Kokos und Penne: Wenn ich „penne alla arrabiata“ mache, tu ich manchmal etwas Kokosmilch in die scharfe Tomatensoße. Das macht ein bisschen weicher. Und wenn wir Tomatenbrote essen, streuen wir auch gern ein bisschen Kokosraspel auf die Tomaten. Tomaten und etwas Kokos passen gut zusammen- jedenfalls für unseren Geschmack. Bei Kokos muss ich nur aufpassen, dass es wirklich nicht zu viel wird, sonst streikt sofort mein Magen. Rohkost-Kokostorte geht z.B. bei mir gar nicht. Aber das ist individuell.

    • Vielen Dank für die Tips.

      Auf die Einladung mich per PN bei Ihnen schlau zu machen, veganislove, komme ich demnächst gerne zurück. Wenn es zu individuell wird ist es ja nicht unbedingt für einen öffentlichen Diskussionsbeitrag geeignet.

      Ich möchte das Thema für mich selber auch nicht allzusehr „verkopfen“. Aber so eine Nährwert-Tabelle halte ich (zumindest für den Einstieg) für ganz hilfreich.

      Wie kommt man in das Macher-Forum? Ja, das hatte ich mich auch gefragt. Und ich frage mich nach wie vor wieso das nicht etwas prominenter auf dern KenFM-Seite platziert wird. Ich fand es indem ich über das Suchfeld auf der KenFM-Seite nach „Macher“ suchte. Da kriegt man dann unter anderem einen Link auf den Artikel „KenFM-Froum Die Macher ist online!“. Und dort schließlich findet sich dann endlich der Link:

      forum.kenfm.de

  39. Da auf dem Blog von Ken:“Nachdenken über Donald Trump“ mein Kommentar zu Rohmilch entfernt wurde, poste ich es hier noch einmal:
    Rohmilch ist auf jeden Fall „gesünder“, als pateurisierte, ultrahocherhitzte Milch. Das ist Fakt. Aber artfremde Milch ist unserem System nicht angepasst und Muttermilch ob tierisch oder menschlich, ist kein Nahrungsmittel für Erwachsene
    Die Zusammensetzung von Kuhmilch ist logischerweise eine völlig andere wie die von Menschenmilch. In der Kuhmilch ist z.B. ein hoher Gehalt von Kalzium für den kräftigen Knochenaufbau eines Kalbes, während die Menschenmilch z.B. viel Phosphor für den Aufbau des Gehirns enthält. Die Natur hat das so über Jahrmillionen entwickelt und genau passend austariert. Ich bin auch mittlerweile sogar davon überzeugt, dass das Säugen der Menschenbabys durch Ammen schon nicht gut war, weil für das Baby nur die Muttermilch das optimale sein kann, die in dem System gebildet wurde, in dem sich der Säugling selbst gebildet hat.
    Aus der Perspektive einer Mutterkuh und ihres Neugeborenen ist es das schlimmste, was man ihnen antun kann, was auch in Demeter-Höfen geschieht. Wenn das nicht Gewalt genannt werden darf, dann ist dieser Begriff in unserer Gesellschaft eine äußerst fragwürdige Angelegenheit. Wer das einmal gesehen hat, wie eine Kuh mit selig verträumten Augen zusammen mit ihrem Kalb glückstrahlend auf der Weide steht und dann jemand kommt und ihr ihr Junges wegreißt und in ein Auto zum Abtransport verfrachtet… Ich möchte das Video nicht noch einmal sehen müssen, obwohl da noch kein Tropfen Blut fließt. Es zieht mir mein Herz zusammen, wenn ich nur daran denke!
    Was Tiermilch betrifft, kommt noch dazu, dass sie unter Einwirkung kleinster Sauerstoffmengen schon erheblich an Güte verliert. Das bedeutet, dass Muttermilch nur etwas zum direkten Absaugen von der Zitze ist und nicht etwas zum Abfüllen in Gefäße, zum Transportieren und zum Lagern.
    Dass wir auch hier so brutal in die Naturgesetze eingegriffen haben, hat sich gerächt und wird sich weiter rächen.
    Rudolf Steiner hat viel gewusst und auch viel Gutes bewirkt, aber in diesem wichtigen Punkt war er noch zu sehr im Traditionellen verfangen. Man kann ja nicht sagen, dass die Industrialisierung der Tiervernutzung irgend etwas Gutes mit sich gebracht hätte, außer nun vielleicht die Aufschreckung aus dem verkehrten traditionellen Denken durch die grell sichtbar gemachte Grausamkeit, Brutalität und Lebensverachtung, die ihr im Grunde immer schon zu eigen war.

    • Ich kann mir lebhaft vorstellen, wie traumatisierend es für die Kühe und Kälber sein muß, wenn sie auseinandergerissen werden. Milch ist ein „Lebensmittel“ voller Traurigkeit.

    • Das kann man wohl sagen! Aber warum finden nur wir wenige das so? Diese Frage brennt mir immerzu im Herzen…
      Wenn ich die sonst so Nachdenklichen und redegewandten Tierprodukte-Verzehrer nach den Gründen frage, bekomm ich entweder gar keine Antwort, oder nur irgendwelche verwaschenen Ausreden wie: „Ich esse FAST gar kein Fleisch mehr. Oft hört man aber auch von sonst intelligenten Menschen nur ein dumpfes „Fleisch muss sein“, oder „Currywurst muss sein“, oder es geht um die Leberwurst, den Leberkäs‘, den Milchkakao, den Käse. Alles schon gehört. Ich weiß von dem Übersetzer des Buches „The World Peace Diet“, dass er auch die Übersetzung ins Französische schon lange fertig hat, aber noch keinen Verleger in Frankreich bisher dafür gefunden hat. Das liegt meiner Ansicht nach an Frankreichs Käsekultur, wo ja auch viel Geld weltweit dran verdient wird. Die Schweinefleischesser in Deutschland lesen so ein Buch ja sowieso nicht, da kann es ruhig mal erscheinen. Oder es war ein großer Glücksfall. Wunder gibt’s ja immer wieder und ich glaube auch weiter an diese Wunder. Das Leben ist ja voller Schrecknis, aber doch auch voller Wunder!

    • An Wunder glaube ich eher nicht, eher an den Erfolg von Beharrlichkeit. „Gott hilft nur dem, der sich selber helfen kann.“ Wobei man „Gott“ auch durch „Schicksal“ ersetzen kann. Wir dürfen (und wollen) einfach nicht aufgeben.
      A propos: Hast Du eine Erklärung, warum Dein Beitrag bei “Nachdenken über Donald Trump“ entfernt wurde? Das ist doch seltsam.

    • Nein, es wurde vorher auch schon bei dem Beitrag von Brigitte von mir was gelöscht, aber das fand ich dann auch nicht schlimm. Und das mit der Milch konnte ich ja nun hier noch schreiben. Ja, klar Beharrlichkeit setzt sich auch immer durch und die gute, die von Herzen kommt jetzt immer mehr, weil nämlich immer mehr Menschen merken, dass es genau das ist, was in der Welt zu kurz gekommen ist und weshalb wir jetzt vor einem Riesenscheißhaufen von schlechtem und falschem Denken sitzen, der abgetragen werden muss. Sozusagen abeschmolzen „Mit der Hitze des Mitgefühls“, um mit Herrn Fleck zu sprechen. Das Mitfühlen mit allem empfindsamen Leben. Unser Fühlen abzugrenzen hat uns ja erst so krank gemacht. Aber damit verhält es sich umgekehrt wie mit dem Geld: Wenn es eingespart wird, macht es nicht reicher, sondern immer nur ärmer!

    • Hallo Herr Schürer, freut mich, wieder von Ihnen zu lesen.
      Der Sendetermin steht noch nicht fest. Ich werde das Skript zur Sendung in den nächsten 2 Monaten fertigstellen, dann wird die Sendung vermutlich Ende Januar aufgezeichnet und im Februar oder März gesendet. Und zwar eine Woche lang täglich zu unterschiedlichen Uhrzeiten. Der Sender heißt Sthoerfunk, und auf der Internetseite des Senders sthoerfunk.de ist die Sendung dann weltweit in einem Livestream zu empfangen.
      Sobald ich die Tage und Uhrzeiten habe, gebe ich es hier bekannt. Solange muß ich noch um etwas Geduld bitten.

    • Lieber Torsten, danke! Schön, dass das dann auch über internet zu empfangen ist, denn Radio hören tun wir hier nur für den Wetterbericht und kriegen auch nicht alle Sender rein.

  40. „DU Sollst Nicht Töten!“

    Hier bei KenFm wird das immer wieder zitiert, aber auch hier nutzt vermutlich die Mehrzahl das Tiere-Töten für sich und einige töten auch selber! Fällt Euch dieser Widerspruch eigentlich gar nicht auf? Ist Menschenblut röter als Tierblut?
    Wenn ihr keine Kriege mehr wollt, dann helft doch erst einmal, den „Nutzkrieg“ gegen Tiere zu beenden! Das kann jeder -ohne jedes Risiko und noch dazu mit großem Profit für Leib und Seele.
    „So lange es Schlachthäuser gibt, wird es auch Schlachtfelder geben“. Tolstoi
    Und ich zitiere das nicht, weil es von Tolstoi ist, sondern weil ich genau weiß, dass Tolstoi damit recht hatte.

  41. Laut PETA leben nun 2,5% US-Bürger vegan und 5% vegetarisch. Auffallend viele Veganer findet man unter den prominenten Schau-und Musik-Stars. In der Huffington Post vom 9.12.2013 sind einige der bekanntesten mit ihren Geschichten dazu aufgelistet, wobei viele durch Erkrankungen vom Aspekt Gesundheit zur Ethik kommen, aber für einige allein das Mitleid mit den Tieren der Ausgangspunkt war, was aus meiner Sicht eine gesunde Psyche beweist. Insofern sind die beiden Begriffe Ethik und Gesundheit in Wirklichkeit untrennbar miteinander verbunden. Genauer: Was unethisch ist, kann auch nicht gesund sein und ungesund kann nicht ethisch korrekt sein.

    Eine gesunde Psyche bewies z.B. der oscarprämierte Schauspieler Joaquin Phoenix schon als Kleinkind, der damit auf die wohl längste prominente Vegan- Karriere zurückblicken kann. Er berichtete der „New York Dayly News“:

    „Ich war 3 Jahre alt und kann mich heute noch lebhaft an diesen Tag erinnern. Meine Familie und ich waren auf einem Boot und haben Fische gefangen… Aus einer lebendigen, schillernden Kreatur wurde ein Tier,das um sein Leben kämpfte und einen grausamen Tod starb. ich erkannte dies und ebenso erkannten es meine Brüder und Schwestern.“

    Er nahm vor kurzem ein provokatives Video für die „Go-Vegan“-Kampagne der PETA auf, in dem er einen Ertrinkenden spielt, um damit auf das Leiden der Fische aufmerksam zu machen. PETA wollte das Video als Werbespot während der Oscar-Übertragung zeigen. Aber der Fernsehsender ABC weigerte sich, berichte „Business Insider“.

    Der Sänger Morrissey von den „Smith’s“ sorgte in den USA für Schlagzeilen mit seinem vehementen Einsatz für die Rechte der Tiere. Zum Anlass von Thanksgiving bezeichnete er die traditionelle alljährliche Begnadigung eines Truthahns durch den US-Präsidenten als „Thankskilling“ und schrieb auf einer Fan- Website:

    „ignoriert bitte das abscheuliche Beispiel von Präsident Obama, der im Namen von Thanksgiving die Folter von 45 Millionen Vögeln unterstützt, die auf grausamste Weise misshandelt und durch Elektroschock-Bäder gezogen wurden, bevor man ihnen die Kehlen durchschneidet.“
    Präsident Obama fand das amüsant. „Haha, wie lustig“ fiel laut Rolling Stone seine Reaktion dazu aus.
    Morrissey, der Frontman der Smith’s, sagte auch einen Auftritt in der US- amerikanischen Late-Night-Talkshow „Jimmy Kimmel Life“ ab, weil Mitglieder von „Duck Dynasty“ eingeladen waren, einer Reality-Serie um ein Familienunternehmen, das Ausrüstung für die Entenjagd herstellt. Morrissey teilte Kimmel unverblümt mit, seine Gäste seien im Grunde nichts weiter als „Serienmörder von Tieren“.
    Die Band hat weltweit bei ihren Auftritten mit dem Stück „Meat is Murder“ großen Erfolg. In diesem Jahr gaben sie auch bei uns in Berlin ein gut besuchtes Konzert.

    • Danke für die Infos! Ich wundere mich sowieso, dass nicht noch viel mehr Musier/innen dieses Thema aufgreifen, denn unter ihnen gibt es ja die meisten Veganer/innen. Hängt offensichtlich mit der Schwingungssensibilität zusammen. Ich verstehe aber auch ums Verrecken nicht, wie Menschen, die jetzt wissen, was da los ist-und das ist ja wohl die Mehrzahl- nicht zusammen in welterschütterndem Protest dagegen aufstehen, sondern im Gegenteil

      SICH DAS ALLES AUCH NOCH GENÜSSLICH EINVERLEIBEN!

      PFUI TEUFEL !

    • Das ist die Überheblichkeit der Herren-Spezies.
      Paradoxerweise wird von Seiten der Fleischesser immer wieder Überheblichkeit den Tierrechtlern vorgeworfen – eine Verdrehung der Tatsachen um 180 Grad.
      Hinzu kommt bei den Fleischessern ein mangelhaft entwickeltes Gewissen. Die Sozialisation zum Fleischesser vom Kleinkindalter an. Fast alle Leute, die man kennt, tun es, „dann muß es ja richtig sein“. Der gesellschaftliche Überbau. Das Verstecken der Gewalt hinter Mauern. Sprachliche Erniedrigung der Tiere durch Schimpfwörter.
      Insgesamt ein ausgeflügeltes perfides System.

    • Deshalb fordere ich auch schon seit langem überall eine öffentliche Diskussion über den Begriff GEWALT an sich.
      Wenn wir das nicht unter uns Menschen endlich einmal klären, was es mit diesem Phänomen auf sich hat, dann werden die darüber gelagerten Probleme selbstverständlich nie geklärt! Die Gewaltbereitschaft ist doch der Unterbau, der Sockel allen Übels in dieser Welt!

    • Wenn man – wie ich – gewisse Kategorien („Schubladen“) braucht, um die Phänomene der menschlichen Gesellschaft einordnen zu können, dann ist die Einordnung in „gewalt-bejahend“ und in „gewalt-ablehnend“ viel hilfreicher als die wesentlich häufiger verwendeten Kategorien „progressiv – konservativ“, und bis zu einem gewissen Grad auch von „rechts – links“. Allerdings immer unter der Voraussetzung, daß mit „Gewalt“ „Gewalt gegen Unschuldige“ gemeint ist. „Gewalt gegen Schuldige“ ist eine andere Ebene.

      Die allermeisten Menschen lehmen Gewalt gegen Unschuldige ab. Wenn sie dennoch mit ihrem täglichen Ess-Verhalten das Gegenteil von dem tun, was sie eigentlich für richtig halten, kann das nur mit Verdrängung geschehen. Daher müssen die Tierrechtler und die Umweltschützer den Menschen den Spiegel vorhalten, damit sie die Blutspur auf ihrem Lebensweg sehen können.
      Ich habe in diesem Forum schon viel gelernt und thematisiere den erweiterten Gewalt-Begriff bei vielen persönlichen Gesprächen.

    • Ich habe mich- ausgehend von dem, was mich in meinem Leben immer am schmerzlichsten berührt hat- soz. „heruntergedacht“ und „heruntergeschrieben“ zu der Ursache aller dieser Schmerzen. Und diese Ursache nenne ich schlicht Gewalt. Und ich bin mittlerweile davon überzeugt, dass dies nicht nur ein persönliches individuelles Empfinden ist, sondern dass die Gewalt -die Bereitschaft von Menschen zur Gewalt- die Ursache allen Übels ist, ganz egal, gegen wen oder was diese angewendet wird. Die einzige Situation, in der Gewalt gerechtfertigt sein kann, ist die Selbstvertreidigung oder das Beschützen eines anderen Individuums bei Lebes- oder großer Verletzungsgefahr. Gewalt ist eine degenerative Krankheit am Menschen.

  42. … und wieder Gülle

    http://www.tagesschau.de/inland/klage-gegen-deutschland-wegen-nitrat-verseuchung-101.html

    Dass ich mal eine EU-Maßnahme begrüßen würde, hätte ich jetzt auch nicht gedacht 😉
    Aber wie immer, erst mal abwarten, was daraus wird.

    Auszug:

    „Die EU hat Deutschland wegen der steigenden Nitratbelastung des Grundwassers und jahrelanger Untätigkeit bei dessen Schutz verklagt. Die Klageschrift hat es in sich. Nicht nur Bauern müssen massive Folgen fürchten.

    Es ist ein einmaliges Dokument des Versagens. Auf rund 40 Seiten Anklageschrift – belegt mit 1500 Seiten Dokumenten-Anhang – rechnet die EU-Kommission mit der Umwelt- und Agrarpolitik der Bundesrepublik ab. Seit Jahren steigt in vielen Regionen Deutschlands die Belastung des Grundwassers mit Nitrat. Hauptursache ist die Landwirtschaft, die Überdüngung mit Gülle und Mist. Das ist ein klarer Verstoß gegen die seit 1991 geltende EU-Nitratrichtlinie…. „

    • Danke! Werden wir irgendwann eigentlich noch erleben, dass unsere Regierenden auf die überlebenswichtigsten Fehlentwicklungen reagieren? Oder ein deutlicheres mehrheitlicheres Zeichen von der Bevölkerung ausgeht? Wenigstens erst einmal von den sog. „Intellektuellen“?
      Fangt doch bitte endlich mal an, die Weichen zur Abschaffung der elenden Tierzucht zu stellen! Es ist ganz einfach und macht sogar gesund, glücklicher und schöner!

      Vegan4Life: Wir nehmen ja, wie ich schon schrieb, kein VitaminB12 extra zu uns. Aber ich beobachte schon immer aufmerksam und interessiert die rasante Zunahme der sog. „Superfoods“ und was uns davon schmeckt, wird Standard in der Küche, außer den Wildkräutern, die wir in der wärmeren Zeit pflücken. So wachsen die biologisch erzeugten Superfoods in unserer Küche immer weiter an. Jetzt ist gerade die Chlorella -Alge dran(auch zur Entgiftung), wobei man selbst bei Bio noch sehr auf die Qualität achten muss, hab ich jetzt wieder gemerkt. Der Unterschied in Geschmack und Wirksamkeit ist da eminent. Da lohnt es sich eher, etwas tiefer in die Tasche zu greifen,zumal man ja nur Spuren davon im Essen braucht.
      Und eines weiß ich auch schon lange: der letzte Schritt zur Revolutionierung in der Ernährung muss die Rohkost sein! Ich empfehle dazu die Bücher und die Vorträge von Urs Hochstrasser- sehr erhellend!

    • Hallo Veganislove,
      beim Vitamin B12 muss ich leider tatsächlich substituieren. Mein Wert sank von Jahr zu Jahr und hat sich leider nicht von allein eingependelt. Man muss es einfach testen und entsprechend handeln oder, wie in Deinem Falle, eben nicht ;-).

      Ja die Superfoods – davon habe ich auch eine ganze Reihe im kulinarischen Repertoire. Im Sommer mag ich auch gern die Wildkräuter, allerdings ist es in meiner Gegend gar nicht so einfach, welche zu finden, die man ruhigen Gewissens nutzen kann (Stichwort: Straßen- oder Ackernähe (konventionell, also pestizidbelastet)). Brennnesseln, Giersch, Löwenzahn und Vogelmiere sind aber zu finden und wandern in den Smoothie, Salat oder auch mal in den Kochtopf.

      Ich kann mir auch vorstellen, dass Rohkost optimal ist, schaffe das aber nicht 100%ig. Ich schätze 50 – 75% meiner Ernährung ist roh, aber in der kalten Jahreszeit eher nur 50% und außerdem würde mir echt was fehlen, wenn ich kein Brot/Brötchen (nur selbstgebacken) und keine Nudeln, Kartoffeln und Hülsenfrüchte mehr auf dem Speisezettel hätte ;-). Insgesamt versuche ich aber, Industrieprodukte so weit wie möglich zu meiden. Bioprodukte (zumal wenn Bioland oder Demeter) sind allerdings sehr, sehr teuer im Vergleich und sicher nicht für jeden erschwinglich, schon gar nicht, wenn man eine Familie zu versorgen hat. Ich denke da nur z. B. an Frühlingszwiebeln, die nicht selten bei über 2 € liegen (Vergleich Discounter: 0,45 €) oder Gurken zu 1,80 € (vs. 0,69 € im Supermarkt). Blumenkohl 2,90 €, etc. etc. Wenn man diese Preise mal gedanklich in DM umrechnet, kann einem nur schlecht werden… Manchmal finde ich das doch übertrieben. Und wenn man sich rein pflanzlich ernährt, hat man mengenmäßig nicht wirklich Spielraum.

      Und ist es nicht absurd, dass Obst und Gemüse oft teurer sind als Fleisch? Da sollte man sich durchaus mal die Frage stellen, wie das überhaupt sein kann …!

    • Wir waschen meist die Wildkräuter mit EM-Wasser, schon allein wegen der Chemtrails. Ich weiß auch nicht, ob ich das noch in diesem Leben schaffe, durchgehend auf 100% Rohkost zu kommen. Aber ich möchte es gern, weil es mir klar ist, dass dies die gesündeste und auch ökonomischste Ernährung ist. Man verschwendet dabei noch weniger Energie und am meisten bin ich gespannt drauf, wie sich das mental auswirkt. Ich glaube nämlich, dass dies noch einmal einen deutlich spürbaren Schub im Bewusstsein bewirkt.
      Ich war mal in Berlin bei einem privaten veganen Rohkosttreffen, wo alle etwas selbst gemachtes mitgebracht haben und ich muss sagen, ich habe noch nie so gut gegessen, wie da!
      Die vegane Rohkostküche ist ja fast mit genauso vielen Vorurteilen belastet, wie die vegane Kochkunst. Dabei rückt natürlich die Qualität noch mehr in den Vordergrund. Es muss auf jeden Fall Bio sein und weitmöglichst frisch. Ich beginne deshalb jetzt mal wieder mit dem Keimen-Lassen.
      Da hat man auch im Winter immer frisches Grün in Top-Qualität. Gut tut es ja auch schon, wenn man die gekochte Kost mit etwas frischem bestreut oder immer frisches dazu isst.

  43. Will Tuttle weist (auch in seinem von mir weiter unten verlinkten Vortrag) immer wieder darauf hin, dass die menschliche Intelligenz darin besteht, Verbindungen(connections)herzustellen. Das Verdrängen von Problemen ist das Gegenteil davon und das Allerschlimmste ist der ständige Versuch der Herrschenden, die natürlichen mentalen Verbundenheiten zwischen Menschen immer wieder zu kappen. Dies sieht man ja hier im Thread auch ganz deutlich.
    Aber eine „Neue Weltordnung“ mit einem gigantischen geistiges Sklavenheer und ein paar wenigen Herrschenden, die anscheinend damit hergestellt werden soll, kann nicht funktionieren, weil das Leben eben nicht auf Kampf und Zerstörung basiert, sondern auf CO-Operation. Wenn z.B. die Zellen in unserem Körper durch abgelagerte Gifte nicht mehr genügend miteinander in Verbindung sind und nicht mehr das erfüllen können, wofür sie geschaffen sind, nämlich Co-Operation, dann fängt der Körper an, abzusterben. Und das beseelte Leben auf der Erde ist insgesamt auch nichts anderes wie ein einzelner Körper. Micro-und Macrokosmos funktionieren gleich. Das Leben folgt immer den selben Gesetzmäßigkeiten und diese werden nur mit einer Einstellung zur allumfassenden Liebe erkennbar in dem entsprechenden Gefühl einer All-Verbundenheit und Demut, aber niemals mit unserem mangelhaften, immer einschränkenden „Sachverstand“ und der unseligen Beherrsch- und Besitzgier.

  44. Ich habe hier übrigens spasseshalber mal nachzezählt: 13 von den usern hier sind sich einig, dass der Missbrauch der Tiere unerträglich ist und unbedingt beendet werden muss, nicht „2-3“. Der Apparat Nuevo1 ist schon allein im Abzählen unzuverlässig. Bei Menschen nennt man das „Lügen“.

    Apropos Lügen, das wollte ich hier auch noch loswerden: Das achtsame Essen schließt nach meiner Erfahrung auch das Lügen mit aus. Veganismus und Unaufrichtigkeit schließen sich gegenseitig aus.

  45. Wer „uns anvertraute, schwächere Lebewesen“ als abstrakten Begriff bezeichnet, erinnert mich an Hitler, Himmler, Eichmann. Bei dem Typ fröstelt’s mich. Ist wahrscheinlich auch BertTom alias tanjavossebein alias veganishope.

    • Um Mißverständnissen vorzubeugen, möchte zur Information aller Neulinge hier klarstellen, daß sich mein obiger Kommentar auf einen Herren namens „Nuevo1“ (tritt auch unter anderen Namen auf) bezieht, der ständig dieses friedliche Forum stören mußte.

      Wer gegen Gewalt arbeitet, macht sich in einem Gewaltsystem Feinde. Dies gilt im besonderem Maße für diejenigen, die sich mit einem umfassenderen Friedensbegriff nicht nur gegen Krieg im klassischen Sinn einsetzen, sondern auch gegen Tierausbeutung und gegen Unterdrückung des weiblichen Prinzips in der Welt.

    • Hallo Torsten,

      offenbar ist der Kommentar von nuevo1 wieder verschwunden und meine damit verbundene Antwort gleich mit … muss man das verstehen?

      By the way: kann man eigentlich eigene Kommentare selektiv löschen? Das nur, weil ich ja vor einigen Tagen einen Kommentar zunächst nicht einstellen konnte, so dass ich ihn gesplittet hatte, nur um dann einige Stunden später festzustellen, dass der ursprüngliche Kommentar dann doch erschienen ist. Ist jetzt zwar auch egal, aber grundsätzlich würde ich die Doppelpostings gerne löschen.

    • Liebe Veganislove,
      ich hab mich bei den Administratoren über die ständigen Störungen beschwert, und sie haben darauf aufgeräumt, auf eine Weise, wie es ihnen richtig erscheint.

      Mir ist keine Möglichkeit bekannt, wie man eigene Kommentare selektiv löschen kann.

      Schade finde ich, daß die allgemeine Kommentar-Funktion verschwunden ist. Jetzt können wir nur noch an alte Postings unten etwas dranhängen.

    • Torsten:Deprimiert? Ist doch toll, dass Nuevo1 jetzt hier gelöscht wurde! Du und die Redaktion haben uns gut zusammen geholfen! Mir ist wieder ein Stein vom Herzen gefallen!
      Vegan4Life: Die können doch Kommentare, die ohne das gelöschte nicht mehr verständlich sind, nicht stehen lassen!
      Freuen wir uns doch!

    • Vegan4Life: das lange Kommentar von Dir an „Tanjavossebein“ , von der wir ja auch schon freundlicherweise hier befreit wurden, ist jedenfalls stehen geblieben, weil es ja auch Sinn macht!

    • Veganislove: Du bist lieb. Ich freu mich ja.
      Bin halt nur ein bißchen traurig, daß wir, die wir nur das Gute wollen, Opfer von diesem Forumsterroristen werden.
      Aber ich weiß, daß er nicht gewinnen kann. Ich weiß, daß wir nicht aufgeben, solange wir leben.

    • Torsten: Mit solchen Trolls bzw. Agenten muss man immer rechnen, ganz besonders in so einem freien Forum. Es geht immer gegen alles mögliche, das sich nicht schon im Netz aus Gewalt, Lüge und Unterdrückung verfangen hat. Es geht auch nicht allein gegen Veganismus, es geht hier bei KenFM generell gegen das freie Denken, also auch gegen die Macher von KenFM.

    • Weil jetzt seit 5 Stunden mein Kommentar geprüft wird, weil er einen Link enthält, schreibe ich halt so, was ich sagen will:
      Ich hab mir heute Mittag ein Interview mit Julien Assange angeschaut. Man findet es bei Youtube unter dem Titel „RT Exklusiv: Assange über die geheime Welt der US-Regierung“.
      Dieses 25-Minuten-Interview ist die perfekte Bestätigung der Aussage von Veganislove: „Es geht immer gegen alles mögliche, das sich nicht schon im Netz aus Gewalt, Lüge und Unterdrückung verfangen hat. Es geht auch nicht allein gegen Veganismus, es geht … generell gegen das freie Denken“.
      Das interview ist für alle sehenswert, die erkennen wollen, wie heruntergekommen die kapitalistische Demokratie inzwischen ist. Solange Julien Assnge in zwei dunklen Räumen leben muß und solange Edward Snowden sich vor der „Demokratie“ in Rußland verstecken muß, herrscht keine Demokratie. Hätte man mir prophezeit, daß ich eines Tages objektive Nachrichten nur bei einem Online-Sender aus Rußland finden würde, hätte ich ihn für verrückt erklärt. Aber soweit sind wir jetzt. Willkommen in der Neuen Weltordnung.

    • Viel zu viele kapieren heute immer noch eines nicht: Da wir nun am Ende dieser „Zivilisation“ bzw. dieser „Bellerei“ auf dem Planeten angekommen sind, den wir als „höchst entwickelte“ Spezies vornehmlich heruntergewirtschaftet haben, muss unser Augenmerk doch logischerweise nun jenen wenigsten gelten, die immer schon die einsamen „Rufer in der Wüste“ waren und nicht diesen meisten, die immer schon alles von Grund auf verkehrt gemacht haben.
      Es wird z.B. von den meisten immer noch behauptet, dass unsere Spezies „immer schon“ Fleisch gegessen habe und dass z.B. das alte Ägypten die „erste Hochkultur“ gewesen sei und es wurde ein Zeitpunkt festgelegt, vor dem die Menschheit noch nicht des Schreibens kundig gewesen sei. Das sind alles nur unbewiesene Behauptungen, aber die meisten glauben unerschütterlich daran. Es steht dann aber die Frage im Raum, wie unsere Spezies auf diese gewalttätige Art, wie wir sie kennen, so lange hat überleben können, wenn es sie doch zig- oder hunderte tausend Jahre schon auf diesem Planeten schon gegeben hat?

  46. Wenn ich dem Abwägen von ethischen Werten über die Grenzen unserer Toleranz gegenüber dem Lebensrecht unserer empfindsamen Mit-Lebewesen deutscher Gelehrter heute zuhöre(siehe das hier weiter unten verlinkte Gespräch zwischen den beiden deutschen Philosophen Precht und Spaemann), dann kommt mir so ein Wort wie „emotionales Analphabetentum“ als nähere Bezeichnung dessen, was ich empfinde, in den Sinn. Je „klüger“ aus menschlicher Sicht ein Tier, desto eher ist zu verurteilen, wenn es gequält oder getötet wird. Ich bin ehrlich gesagt froh, dass ich mit solcherlei spitzfindigen Ethikbetimmungsversuchen nie herumquälen musste. Und jenen, die aus dem selben Grund für sich persönlich die Herabsetzung von anderen empfindsamen Lebewesen strikt ablehnen und danach leben, geht es vermutlich auch so. Wir wissen anhand unserer gesamten Wahrnehmungsmöglichkeiten von Natur aus doch ganz genau, was und wo etwas Qual und Leid ist. Beispiel: Ich bin in einem omnivoren Haushalt aufgewachsen und obwohl z.B. mein Vater philosophische Betrachtungen und Auseinandersetzungen sehr liebte und zuhause so oft wie möglich praktizierte und ein sehr empfindsamer Mensch war, tauchte diese Frage über das Unrecht der Tiervernutzung durch den Menschen niemals auf, noch wurde es damals je in der Schule diskutiert oder sonst irgendwo.
    Als Stadtkind kannte ich die Prozesse aus eigener Anschauung nicht, die zur Entstehung meiner Wurst auf dem Brot, meinem Käse, meiner Eier, meinem Braten oder Fischgericht geführt hatten. Als ich aber in den Ferien am Gardasee einmal meinen geheimen Schwarm, den schönen Sohn unseres reichen Mailäner Nachbarn, beim Fischen beobachtet hatte, verwandelte sich meine Schwärmerei für ihn in Entsetzen und Abneigung. Ich sah nämlich, wie er die geangelten Fische „fachmännisch“ vom Haken riss und entweder in einen Eimer oder zurück ins Meer warf. Ich als etwa zwölfjähriges Kind wusste also ganz genau, fühlte ganz intensiv mit allen Möglichkeiten meiner Wahrnehmung dies für mich ganz fraglos als ein verabscheuungswürdiges Verhalten gegenüber diesen armen Fischen. Und ich glaube weder, dass ich da eine überdurchschnittliche Intelligenz bewies, noch dass ich „emotional überreagiert“ habe. Es war eine ganz klare Sache damals für mich und ich musste mich nicht, wie die erwachsenen „Denker“ damit auseinander setzen, warum das denn nun eigentlich so sei.
    ich glaube, dass wir die „Ethik“ in dieser Art von Gesellschaftsstrukturen, in denen wir leben, nicht an-sondern aberzogen bekommen. Und allem voran diejenige gegenüber Tieren.

    • Ich vergaß hier noch, zu erwähnen, dass mein Vater sogar ein sehr tierlieber Mensch gewesen ist und sehr sensibel gegenüber Brutalität und Gewalt war. Und obwohl sonst ein tief nachdenklicher Mensch, kam er damals nie auf die Idee, die traditionelle Tiervernutzung prinzipiell von diesem Gesichtspunkt aus in Frage zu stellen. Ich glaube auch dies könnten mir in ähnlicher Form sehr viele aus ihrer eigenen Familie bestätigen: Es war nie und nirgends in unserer Kultur davon die Rede.
      Und wenn ein Nietzsche auch einer der drei Prominenten Vegetarier des 19. Jahrhunderts gewesen ist und geschrieben hat, dass die menschliche Moral „In der Küche beginnt“ und sofern sich Philosophen mit diesem Thema nicht auseinander setzen, sei es „nichts mit ihnen“, so wurde doch damals noch weit eher dieser Nietzsche angezweifelt als diese festgetrampelte Tradition des bedenkenlosen Tiere-Vernutzens.

    • Um dies noch einmal mehr zu vertiefen, möchte ich noch dazusagen, dass mein Vater z.B. nie selber gefischt oder gejagt hat und sich aber nach meiner Vermutung deshalb(weil er es nämlich gar nicht übers Herz brachte), eher als Schwächling fühlte, als dass er dieses Verhalten gegenüber Tieren wagte, von Grund auf in Frage zu stellen gegen alles, was er in dieser kulturellen Struktur des Abendlandes eingetrichtert bekommen hatte. Hier spielt dann auch noch die in dieser auf Gewalt und patriarchale Hierarchie aufgebaute Definition von „männlich“ und „weiblich“ eine Rolle, die von klein auf einzuüben war und sich tief bis ins Unterbewusste hinab gesenkte hat, wie etwa „Männer weinen nicht!“

    • Ja, ich denke, wozu brauchen wir diese vielen „Experten“ in der Politik, der Philosophie und Religion, die uns vorschwafeln, was gut und richtig ist, wenn sie noch nicht einmal die völlig simple, jedem Kind unmittelbar einleuchtende Erkenntnis haben, daß es unsere Aufgabe als Menschen ist, schwächere, uns anvertraute, unzweifelhaft leidensfähige und mit den Menschen verwandte Wesen zu beschützen. Wieso muß ich als unbedeutender kleiner Mensch einer Bundeskanzlerin mit Doktortitel ständig in Petitionen sagen, wie man sich anständig benimmt? Es gibt offenbar verschiedene Ebenen von Intelligenz, und die ethische Intelligenz ist nach meiner bescheidenen Meinung mit großem Abstand die wichtigste.

    • Oh ja, was heißt Männlichkeit, auch so eine interessante Frage. Ich hab mal meinen Vater dabei beobachtet, wie er einen schwächeren Schüler gegen mehrere große Jungs verteidigt hat. Ab diesem Moment wußte ich, was Männlichkeit für mich bedeutet.

    • Ja, das, was man mit „allumfassender“ oder „bedingungsloser“ Liebe bezeichnen kann, nämlich das Bewusstsein darum, dass alles eins ist, dass jedes Atom mit jedem Atom in Verbindung steht, ist ja nicht eine „unvernünftige Gefühlsduselei“, als die es sogar in intellektuellen bis philosophischen Kreisen unserer Gesellschaft heute noch gewertet wird, sondern in Wirklichkeit die höchste bzw. tiefgreifendste Vernunft bzw. Intelligenz des Menschen.

    • „Unvernünftige Gefühlsduselei“ ist ein Beispiel für die sprachlich-mentale Unterdrückung des weiblichen Elements in der Welt. Wer so argumentiert, zeigt damit lediglich, daß er (sind ja meistens „Männer“) ein chauvinistischer Betonkopf ist und daher als intellektuelle Autorität nichts taugt.

  47. „Alle die schon etwas länger Kenfm besuchen …“,
    … aber erst seit ein paar Stunden angemeldet.

    Weiblicher Nickname, männlicher Schreiber.

    Sie sind BertTom, in neuem Gewand.

    Dafür gibt es hier ja den niedlichen Namen „Troll“. „Hinterlistiger Betrüger“ würde es wesentlich genauer treffen.

    Werden Sie dafür bezahlt, oder sind Sie ein Sadist?

    Liebe Kenfm-Administratoren, können Sie bitte dafür sorgen, daß dieses Forum nicht immer wieder gestört wird.

  48. Tanjavossebein: Wenn 1 Million Menschen keine Eier und Milchprodukte mehr konsumieren und 8 Millionen Menschen kein Fleisch mehr essen, dann hat das selbstverständlich Auswirkungen, wie unlogisch ist das denn? Daß wir noch nicht die Welt retten konnten, liegt daran, daß wir eine Minderheit sind.
    Die Macht des Verbrauchers gibt es, das steht außer Zweifel. Aktuelles Beispiel: McDonalds. Was strampelt sich dieser Weltkonzern gerade ab, weil immer weniger Menschen seine vermoderten Leichenteile essen wollen.
    Uns vorzuschlagen, Tiere umzubringen, hat die selbe Umsetzungs-Wahrscheinlichkeit wie wenn ich Ihnen vorschlage, die Kinder in Ihrer Stadt umzubringen, also vergessen Sie’s.
    Ich verdächtige Sie, nur ein weiterer Störer zu sein.

    Und Sie, veganishope, kommen immer gleichzeitig mit denen hierher. Was sagt mir das?

  49. Tanjavossebein

    Sie schreiben: „…die Macht des Verbrauchers gibt es nämlich nicht“.

    Das sehe ich aber ganz anders.

    1. gibt es noch gar nicht so viele Veganer (ich meine aktuell in Deutschland ca. 1 Million, was etwas mehr als 1 % entspricht)
    2. und trotzdem sehen sich Discounter und Supermärkte und mittlerweile sogar klassische Fleischproduzenten veranlasst, vegane Produkte in ihr Sortiment aufzunehmen – warum wohl? Weil selbst die verhältnismäßig geringe Zahl der Veganer offenbar eine „Marktmacht“ darstellt, die sie bedienen wollen.

    Insofern würde eine zunehmende Zahl von Menschen, die das verstehen und konsequenterweise handeln, durchaus eine Veränderung bewirken, auf jeden Fall hinsichtlich der Art der Produkte.

    Sie haben insofern recht, dass der derzeitige Rückgang beim Fleischkonsum in Deutschland bisher nicht dazu geführt hat, dass sich die Fleischproduktion analog verringert hätte. Dazu gibt es noch zu viele Abnehmer auch im Ausland, so dass Überschüsse einfach exportiert werden.
    Sollte sich aber weltweit eine vegane Bewegung bilden, bin ich sehr sicher, dass sich das ändern würde.

    Die Industrien (welcher Art auch immer) wollen Geld verdienen und dazu bedarf es Abnehmer. Wenn diese immer weniger werden, ist es nix mit Geld verdienen, das sollte doch wohl einleuchten.

    Ihr merkwürdiger Vorschlag, dass Veganer Tiere halten, diese schlachten (sic!) und verkaufen sollen, kann nicht wirklich Ihr Ernst sein… Wie kommen Sie auf so eine abwegige Idee? Den meisten Veganern geht es um ethische Aspekte, da hat eine so grausame Tat wie das Schlachten/Töten von Tieren keinen Raum, auch wenn Sie das nicht verstehen können/wollen!

    Auch Ihre Vorstellung, dass wir doch alle sozusagen Selbstversorger werden könnten, bleibt Wunschdenken. Die Arbeitsteilung hatte und hat ihre Berechtigung, vor allem, weil nicht jeder (vor allem in der Stadt) die praktische Möglichkeit dazu hat (in Form von Land, etc.).

    Man stelle sich nur vor: Kartoffeln, Getreide für den Eigenbedarf anzubauen?? Ein Ding der Unmöglichkeit, noch dazu, nicht alles wächst überall, also selbst wenn jedermann ein ziemlich großes Stück Land hätte (was illusorisch ist), könnte er nicht alles allein anbauen.

    Außerdem können wir auch nicht alle autark leben, einfach in Ermangelung der Möglichkeiten und der schlichten Tatsache, dass die meisten – wie die Erfahrung lehrt – nicht mal einen Hauch von Ahnung haben, wie sie überhaupt überleben sollten, können doch viele nicht mal mehr kochen, sondern maximal Tüten und Verpackungen von Fertiggerichten aufreißen …

    Heike

  50. Wer empfindsame Lebewesen für sich zum Benutzen als Essen oder Gebrauchsgegenstand akzeptieren kann, ist der Ausgrenzende und hat eine Trotzburg zwischen den Ohren.
    Wie kommen Sie oder ein Tanjavossebein überhaupt darauf, dass wir von Ihnen belehrt/geholfen werden müssten?

  51. Wie wahr, veganishope. Nur stimmt hier nicht nur eine Sache nicht – es stimmt hier gar nichts. Es kommt eine Stimmung rüber, als sollten wir jetzt alle brav unserer achtungsvollen (geistigen)Abschlachtung harren. Dies geht auch nicht nur gegen Veganer, sondern gegen KenFM insgesamt und versucht wieder einmal mehr, genau hier zu spalten.

  52. Nur zur Erklärung für alle Neulinge hier: Dieser Kommentar ist eine Antwort auf einen Kommentar, der gelöscht wurde, weil er aus der falschen Behauptung bestand, daß Veganer Massen-Menschen seien. Das Gegenteil ist richtig: Wir sind ein ziemlich bunter Haufen.

  53. BUMERANG: Ich poste jetzt also einen Artikel von mir von 2015, der im Postfach der patriarchatskritischen Internetzeitung BUMERANG angeblich verschütt gegangen war:

    Der Bumerang-Effekt des entgleisten menschlichen Denkens ist in allen Lebensbereichen dieser Welt mit zunehmender Härte und Ausweglosigkeit spürbar und wir sehen zu, wie die Zahl der veröffentlichten Texte über die „Gegenschläge der Natur“ parallel zum immer rascher zunehmenden Umfang der von uns selbst ausgelösten Katastrophenlawine sich immer wieder einmal erhöht. In Vorträgen. Büchern, Internetforen, häufen sich schon lange die Bedenken und Anklagen gegen diese zehntausend Jahre alte überlebensgefährliche, gewaltätige Viehzüchter-und Herrschaftskultur mit all ihren Ungerechtigkeiten und Unterdrückungsmethoden wie dem Speziesismus, Rassismus, Sexismus, ihrer Zerstörung der lebenserhaltenden Ökosysteme, des Klimas und dem galoppierenden Artensterben. Und der Weltkapitalismus lässt dazu grüßen(Sie Fabian Scheidlers aktuelles Buch: „Das Ende der Megamaschine“).
    Doch der zündende geistige Funke, der alles Alte verbrennen und wirklich Neues befeuern sollte, hat immer noch nicht genügend Glut entfacht. Was hat ihm bisher an Strahlkraft und Zündstoff noch gefehlt? Allem Anschein nach etwas ganz einfaches, aber dafür umso grundlegend Entscheidendes. Erstaunlicherweise ernährt sich nämlich – neben der mehr oder weniger geistig versklavten Mehrheit der Zivilisationsbürger – selbst von den einflussreichen intellektuellen Kritikern unserer Zivilisation ein großer Teil immer noch scheinbar bedenkenlos vom Blutvergießen (Fleisch der Tiere) und vom Zugrunde- Nutzen(tierische Sekrete) unserer uns wehrlos ausgelieferten empfindsamen Mitgeschöpfe.
    („Die gefährlichste Waffe der Welt ist die Gabel“, Gandhi.)
    Dies ist ein erstaunliches Phänomen und wir Pflanzenköstler, die wir sonst mit allen deren Bedenken d’accord gehen, wundern uns zunehmend hierüber. Diese selbstverständliche, aber gleichzeitig immer noch peinlicht genau und mit großem Aufwand und allen erdenklichen Ausreden versteckte Grausamkeit und Missachtung gegenüber empfindsamem Leben der immer noch von der Mehrzahl aktiv akzeptierten Ess-„Kultur“ überschattet seit Jahrzehnten unsere Empfindungswelt derart, dass wir gar nicht anders können, als uns permanent damit auf allen möglichen Ebenen damit zu befassen- darüber nachzudenken, zu sprechen, zu schreiben und aus Verzweiflung und Trauer darüber immer wieder in Tränen auszubrechen.
    Wie tief die Wurzel der Unterdrückungsmoral sitzt, zeigt also die Tatsache, dass selbst bei vielen höchst nachdenklichen und auch empfindsamen Kritikern unserer Gesellschaftsform die unvorstellbar grausamen, lebensverachtenden Produktionsmethoden der tierverarbeitenden Industrie mit ihren verheerenden Auswirkungen auf den gesamten Globus derart wenig Beachtung finden, dass sie noch nicht einmal „unter anderem“ in ihren Texten vorkommen. Selbst der respektable Fritjof Capra, der uns in den 1980er Jahren mit seiner „Wendezeit“ so erhellend über die Entstehung des „mechanistischen Weltbildes“ und der dringenden Notwendigkeit seiner Ablösung informierte und der wegen der erstickenden Überbevölkerung ganz bewusst nur ein Kind gezeugt hat, isst nach eigener Angabe noch „ganz wenig“ Fleisch. Von den Sekreten der Tiere, deren furchtbar erzwungenes Dahinvegetieren wegen ihrer mütterlichen Anlagen noch doppelt und dreifach vom Menschen vernutzt wird, ist da gar nicht erst die Rede. Wer sich aber als potentes menschliches Sprachrohr dazu nicht explizit äußert, macht dabei doch einvernehmlich mit!
    Ihnen allen, die so mutig ihre Stimme erheben, müsste doch schon längst klar sein, dass diese seit Jahrtausenden betriebene Verhaltens-Entgleisung des traditionellen Blutvergiessens für unseren angeblichen Benefit und unsere tägliche Ernährung diese ganze unheilvolle Verzerrung des Denkens und Fühlens überhaupt erst hervorgerufen hat, die zutiefst verbunden ist mit dem Abgefallensein vom heilsamen ganzheitlichen Verständnis dieser Welt!
    Und dass dadurch das Praktizieren der All-umfassenden Liebe, welche unserer Spezies infolge ihrer Fähigkeiten als ordnende und pflegende Aufgabe zukommt, mehr und mehr in Vergessenheit geraten ist und immer nur noch von einer kleinen Minderheit gelebt und proklamiert wurde. Diese schlichte, uralte Gewissheit ist ja nicht erst durch Jesus von Nazareth erkannt und gelebt worden und auch nicht erst vom Pythagoras im antiken Griechenland, dessen Erkenntnisse sich unsere Kultur eifrig zu eigen gemacht hat und von seinem Genie auf allen möglichen Ebenen unserer Kultur profitierte, während das Fundament seiner Lehren, das von ihm proklamierte und sein eigenes tägliches Leben leitende Prinzip des Mitgefühls für alles Lebendige diese breite Beachtung bisher nicht fand! Sein Prinzip:
    „So lange der Mensch Tiere schlachtet, werden Menschen auch einander töten. Wer Mord und Schmerz sät, kann nicht erwarten, Friede und Freude zu ernten.“
    Was der Amerikaner John Robbins mit seinem Werk „Diet for a new America“ zu diesem Thema im 20. Jahrhundert geleistet hat, leistet ein weiterer Amerikaner -Will Tuttle- nun für das 21. Jahrhundert mit seinem aufrüttelnden, bestürzenden und ungeheuer erhellenden Werk „The World Peace Diet“.
    Ein wichtiger Satz Tuttles, den sicher auch Fritjof Capra unterschreiben würde, im Kapitel 8 „Metaphysik der Nahrung“:
    „Wenn das Bewusstsein als bloßes Epi-Phänomen, als Begleiterscheinung der Materie angesehen wird, so ist das eine irrige Umkehr der Tatsächlichen Gegebenheiten.“
    Albert Einstein dazu: „Ein Mensch ist ein räumlich und ziemlich beschränkter Teil des Ganzen, das wir Universum nennen. Er erlebt sich selbst und sein Denken und Fühlen getrennt vom Rest in einer Art optischen Täuschung seines Bewusstseins. Diese Wahnvorstellung ist ein Gefängnis, das uns auf unsere persönlichen Bedürfnisse und die Zuneigung zu einigen von uns nahestehenden Menschen beschränkt. Es muss unsere Aufgabe sein, uns aus diesem Gefängnis zu befreien, indem wir den Radius des Mitfühlens für andere ausweiten, so dass er alle Lebewesen und die gesamte Natur in ihrer Schönheit umfasst“
    Und wieder Will Tuttle: ….(dies hatte ich schon weiter unten zitiert!)

    Abgesehen von der unansehbaren und unbeschreibbaren Grausamkeit dieser weltweit heute immer noch expandierenden Ernährungs-und Tiervernutzungs-Indistrie mit ihren verheerenden Auswirkungen auf unsere Psyche, unsere Gesundheit und unsere Umwelt, gibt es auch sonst kein einziges tragfähiges Argument dafür, warum dies durch unser Verhalten immer noch weiter gefördert werden sollte! Es wird aber immer noch massenhaft so getan, als ob es ohne dies doch gar nicht gehe und weiter die Produkte von Qual und Lebensverachtung konsumiert!
    So lange dies so bleibt, wird es keine wirkliche Wende zum Guten auf dieser Welt mehr geben. Im Gegenteil nimmt die allgemeine Verrohung und Pervertierung der menschlichen Psyche und die Verwüstung der gesamten Natur damit an Volumen immer noch schneller zu wie bei dem Schneeball, der sich mit selbst potenzierender Geschwindigkeit zur alles vernichtenden Lawine aufrollt.
    Ich möchte folgende Werke zum Thema empfehlen:

    1.John Robbins: Ernährung für ein neues jahrtausend.
    2. Will Tutle: Ernährung und Bewusstsein.
    3. T. Colin Campbell: China Study
    4. Thomas Klein: Volkskrankheit VitaminB12- Mangel.
    5. Melanie Joy: Warum wir Hunde lieben, Schweine essen und Kühe anziehen.

    Wer von den unzähligen Sachbüchern zum Thema nur diese 5 gelesen hat und dann trotzdem immer noch glaubt, zwingend vom Tierleid profitieren zu müssen, dem ist wohl mit logischen Argumenten nicht mehr beizukommen. Es genügt ja leider immer noch vielen, dass es „halt schmeckt“. Geistige Flexibiklität und selbstständiges unabhängiges Nachdenken, Zutrauen zur Verifizierungund und Reflexion der eigenen Sinneswahrnehmung abseits der festgetrampelten Pfade, scheint für viele etwas geradezu Furchterregendes zu sein.
    Aus unserer Geschichte kennen wir das ja zur Genüge, das meist diejenigen schuldig gesprochen wurden, die mit dem Finger auf die Wunde zeigen, anstelle derer, die diese verursachen. Wahrscheinlich ist es die tiefe, unumkehrbare Erkenntnis und Überzeugung, die den anderen fehlt, die uns Pflanzenköstler immer noch nur mehr oder weniger immer noch als Störfaktor oder sogar „das rote Tuch“ erscheinen lässt, weil diese Überzeugung dort einen festen, unverrückbaren Standpunkt darstellt, wo die anderen noch fremdgesteuert und im Grunde ihres Herzens unsicher sind.
    Die Gewissheit, dass Menschenkost Pflanzenkost ist, ist eben nicht ein Dogma, sondern kommt direkt aus dem Herzen und die Entscheidung dazu wurde mit dem entsprechenden Verstand getroffen.
    Diese Entscheidung ist frei vom Einfluss der jahrtausende alten patriarchalen Machtstrukturen und den Einflüsterungen der gewalttätigen profitorientierten Industrie , die auf Leid, Qual, Unterdrückung und Verrat an der gesamten Schöpfung aufgebaut sind.

    • Vielen Dank, Veganislove!

      Mir stellt sich jetzt folgender chronologischer Ablauf dar:
      – Bis vor 5000 Jahren gab es zumindest in Indien eine Menschen-Kultur, die in allen Lebensbereichen ohne Gewalt auskam und in Einklang mit der Natur existierte.
      – Dann begannen Menschen, ebenfalls in Südasien, z.B. Zweistromland, mit der Tierversklavung, die sich später über die ganze Erde ausbreitete.
      – Dadurch entstanden Kapitalismus und hierarchische Strukturen unter den Menschen.
      – Aus der dem Kapitalismus inhärenten Habgier entstanden die Kriege. Reichtum (in der Vergangenheit = Tierbesitz) einiger statt aller führt gemäß der Struktur der kapitalistisch geprägten Seele zum Krieg.
      – Heute befindet sich der Kapitalismus in einem fortgeschrittenen Stadium, was u.a. folgende dramatische Konsequenzen hat:
      1.) Die Tierausbeutung hat eine Größenordnung erreicht, die unvorstellbares Tierleid bewirkt.
      2.) Die mit der Tierausbeutung unweigerlich verbundene Umweltzerstörung hat ein Ausmaß erreicht, das für die menschliche Spezies allmählich existenzbedrohend wird.
      3.) Die dem Kapitalismus innewohnende Expansion, und auch Rücksichslosigkeit und Aggression, führen im Atomraketen-Zeitalter zur Gefahr der Auslöschung der Menschheit, wovor die Kapitalisten zurückschrecken. Sie bleiben deshalb eine Stufe darunter und führen Stellvertreterkriege (z.Zt. in Syrien, davor in Afghanistan, davor in Vietnam).

      Solange es Schlachthöfe gibt, wird es
      a) eine Umweltzerstörung geben, die die Menschheit langfristig nicht überleben wird.
      b) Kriege um die letzten Ressourcen dieses Planeten geben: Erdöl, sauberes Wasser, fruchtbares Land.
      c) eine Abstumpfung der menschlichen Psyche geben, die diese Kriege erst ermöglicht.

      Damit wäre der Satz „Solange es Schlachthöfe gibt, wird es auch Schlachtfelder geben“ bewiesen.

    • Ja, Torsten. Tuttle spricht von der Gegend des heutigen Irak, von wo aus systematisch mit der Viehzucht begonnen worden sei. Und ich habe an anderer Stelle gelesen, dass „Reiternomaden aus dem Donaudelta“, die als erste das Pferd als Trag-und Transporttier domestiziert hatten, in alle möglichen Richtungen ausgeschert sind und ihre kriegerischen Eroberungen gemacht haben. Diese sind auch in Indien eingefallen und es entstand die hierarchische, männerdominierte vedische Kultur mit dem strengen Kastensystem. Es waren immer jeweils die Priester, die das geistige Band in der Hand hielten, genau wie im alten Ägypten, wo sich die Priester die Beschneidung (und die Weltherrschaft) ausgedacht haben, die ja auch als eine Art von Domestizierungsmaßnahme zu werten ist. Es wurde ein unvergesslicher Schmerz kurz nach der Geburt verknüpft mit dem Glauben an den unabdinglichen Gehorsam gegenüber dem Gott Jahwe, der angeblich die Vorhaut als Pfand verlange. So wurde zum Beispiel gehorsame Soldaten gemacht. Dies und die Unterdrückung des Weiblichen folgte der systematisierten Tierzucht und ist deutlich verknüpft mit dem Streben nach mehr(Kühen, „Gavisti“), also dem späteren Kapitalismus und dem Kriege-Führen. Die Frau wurde in diese aufgekommene Hierarchie mit eingereiht als Reproduktions- und Lustobjekt. Die Bibel ohne Jesus von Nazareth bzw, Jesus Christus ist ja auch typisches Zeugnis dieser patriarchalen Kultur. „Begehre nicht deines nächsten Haus, Weib, Gesinde oder Vieh“.
      Jesus war ein Revolutionär für die bedingunslose Liebe, die einzig das Potenzial hat, diese Ketten wieder zu sprengen und deshalb musste er auch im Sinne der patriarchalen Gewaltherrschaft getötet werden. Das Gewaltdenken in der Welt hat sich Schritt für Schritt alle Bereiche erobert. Im antiken Griechenland, wo ja auch massig Krieg geführt wurde mit der Folge von Sklavenhandel, galt ja wenigstens die Erde noch als Lebewesen .
      Dies wurde dann mit dem Aufkommen der rein berechnenden, materialistisch orientierten Wissenschaft ab dem 17. Jahrhundert umgewandelt in den Glauben, dass das ganze Weltall eine von „Gott“ geschaffene Maschinerie sei, zusammengesetzt aus den letzten, festen Materie-Teilchen, den „Gottesteilchen“, die man heute Atome nennt.
      Eine Maschinerie, die es nun auch nur noch zu erforschen und zu beherrschen gilt mit Gewalt, wie alles andere. Auf diesem Stand befindet sich ganz offensichtlich die heutige „Weltherrschaft“ immer noch und dieser fatale Irrtum bedroht nun das gesamte empfindsame Leben auf der Erde.

    • Veganislove, Torsten

      Vielen Dank, diese Darstellungen zeigen sehr nachvollziehbar die originäre Ursache für all die so unlösbar erscheinenden existenzbedrohenden Probleme auf.

      Wenn man beginnt, sich kritisch mit unserem Umgang mit unserer Umwelt zu befassen – wobei dieser Begriff eigentlich unkorrekt ist, da wir ja schlicht IN der Natur/Welt leben und nicht von dieser umgeben sind -, wenn man zu erkennen beginnt, was wir anderen Lebewesen antun, ganz besonders den Tieren, dann ist das, wie an einem Faden zu ziehen und plötzlich einen ganzen Pullover aufgeribbelt zu haben. Die Ausbeutung der Tiere zieht eine zerstörerische Spur durch unser gesamtes Leben, sie ist – wie Ihr beide klar dargestellt habt – die Ursache aller folgenden Gräuel.

      Da die (noch) meisten Menschen nicht willens sind, hier hinzuschauen, fällt es mir immer schwerer, noch so etwas wie Optimismus oder auch nur leise Hoffnung aufzubringen, dass wir die sich anbahnenden Katastrophen noch abwenden können, zumal die Zusammenhänge ja nicht einmal erkannt werden.

      Aber aufgeben gilt nicht – das einzige, das man tun kann, ist zu versuchen, diese Erkenntnisse weiter zu vermitteln.

      Heike

    • Es muss allgemein bekannt und erkannt werden, dass die Entgleisung hin zur Lebensunterdrückung durch Gewalt ein schon viele tausende währender Prozess ist und dass die Lüge nichts anderes ist als die bekleidete, nackte Gewalt. Wenn allgemeine Heilung vorgenommen werden soll, muss der Ursprung der Krankheit allgemein sichtbar gemacht werden.

    • Vielen Dank, Heike und Veganislove, für Eure Ergänzungen meiner Beschreibung. Die Unterdrückung des Weiblichen sollte in die Beschreibung mit aufgenommen werden. Das Wort „Umwelt“ sollte durch „Natur“ ersetzt werden.
      Sehr anschaulich der Vergleich mit dem aufgeribbelten Pullover. Es hängt tatsächlich alles mit allem zusammen.
      Ich weiß nicht, wie es Euch geht, aber für mich sind solche Überblicks-Analysen wichtig, um die vielen Detail-Informationen zu ordnen und die komplizierte Weltlage klarer zu sehen, auch wenn ich dadurch viel verallgemeinern und vereinfachen muß.

    • Torsten

      Es geht mir ähnlich. Die Herstellung bzw. Erläuterung von Zusammenhängen finde ich sehr wichtig, um das Gesamtbild verstehen zu können. Vieles ist mittlerweile so derart komplex, um nicht zu sagen kompliziert, dass manch einer in unserer so schnelllebigen Zeit bereits nach kurzem Sich-damit-Befassen gedanklich wieder aussteigt.

      Das ist vielleicht eines der größten Hindernisse für positive Veränderungen: Um solche als begründet und notwendig erkennen und anerkennen zu können, bedarf es einer gewissen Ausdauer und Disziplin, die nicht zuletzt Zeit braucht – und die haben wir nicht bzw. wir wollen sie uns nicht nehmen. Unsere Konzentrations- und Aufnahmefähigkeit wurde sukzessive durch immer mehr Ablenkung herabgesetzt und das steht dem kognitiven Begreifen der Überlebensnotwendigkeit von Veränderung im Wege…

      Heike

  54. Vom analytisch / bissigen Richard David Precht gibts es ein Buch zum Thema:
    youtube.com/watch?v=9EyAy5TasMI

    Ob Gülle oder Ochsenschwanzsuppe: was hält uns davon ab, Mensch und Tier als Geschwister einer uns gemeinsamen Mutter Erde zu erkennen?

    • Precht hat sich schon häufiger mit dem Thema „Tiere“ im Allgemeinen auseinandergesetzt.

      Hier ein Interview mit dem Titel „Dürfen wir Tiere essen“ aus dem Jahr 2012. Der Interviewpartner war Prof. Robert Spaemann, seines Zeichens angeblich einer der wichtigsten zeitgenössischen deutschen Philosophen, der allerdings in diesem Gespräch erstaunlich unvorbereitet und blass erschien.

      Vor allem brachte er gleich zu Beginn dieses suuuuper Argument, dass Hitler ja auch Vegetarier gewesen sei …. Dieses „Argument“ aus dem Munde eines angesehen Philosophen (?) finde ich erbärmlich. Mit gleichem Recht könnte man aus der Tatsache, dass Hitler Nichtraucher war folgern, dass dies ein Grund sei, zu rauchen. Also echt!

      Precht hingegen stellte brillante Fragen und zeichnete Gedankenspiele auf, die die Absurdität des Standpunkts von Herrn Professor ziemlich deutlich werden ließen.

      https://www.zdf.de/gesellschaft/precht/duerfen-wir-tiere-essen-100.html#/beitrag/video/1790078/Precht-und-Spaemann-Tiere-essen%3F

      Prechts Schlusswort, mit dem er Albert Schweitzer zitiert, fasst den Tenor des Gesprächs ziemlich passend zusammen: „…. so achtet der Philosoph darauf, dass ihm keine Tiere in der Ethik herumlaufen“.

      Und hier noch ein Link zu einem Interview mit Precht über den Umgang mit Tieren: „Unvereinbar mit unserer Moral“

      http://www.deutschlandfunk.de/richard-david-precht-ueber-den-umgang-mit-tieren.886.de.html?dram%3Aarticle_id=368290

      Heike

    • Es gibt allerdings ein Zitat von Spaemann in Bezug auf Tierversuche, das eine ganz andere Seite von ihm zum Vorschein bringt und mich berührt hat:
      „Die Absichtliche Verwandlung eines solchen Lebens in ein Bündel von Leiden und stummer Verzweiflung ist ein Verbrechen. Was sollte eigentlich sonst ein Verbrechen sein?“

      Ich erlebe das aber immer wieder, dass es aus ist mit Empathie für Tiere, wenn es um den Sonntagsbraten geht.
      Ich verstehe nicht: Kann denn wirklich etwas Sooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooo gut schmecken? Bin gespannt, ob ich nochmal irgendwann dahinterkomme.

  55. EUROPA WEISS NICHT WOHIN MIT SEINER GÜLLE! Sein Grundwasser wird mehr und mehr mit Nitraten verseucht! Das kommt sogar schon in den Radionachrichten! Frankreich ist vom Europäischen Gerichtshof deshalb schon abgeurteilt worden und Deutschland als „der Schlachthof Europas“ ist jetzt aktuell angeklagt!
    „Hofnarr“, Sie haben hier doch vor einiger Zeit geschrieben, wir Veganer „profitieren“ von der Gülle! Haben Sie da bewusst die Wirklichkeiten verkehrt? Das Gülle-Problem ist ein schon lange anerkanntes Umweltproblem! Das müssten Sie doch auch schon längst einmal mitbekommen haben! Ich habe selbst einmal eine Nitrat-bzw. Nitrit-Vergiftung gehabt (Nitrate wandeln sich im Körper in krebserregende Nitrite um) und weiß,wie schlimm das ist. Ich bin damals jeden morgen mit Kopfschmerzen aufgewacht. Hatte Glück, eine gute Homöopathin zu finden, die mit hom. potenzierten Schlangengiften meinen Körper zur Entgiftung brachte. Es wird behauptet, dass es mit der Verseuchung des Grundwassers in Niedersachsen am schlimmsten sei, aber ich hatte diese Nitratvergiftung schon in den 1990er Jahren am Bodensee! Wer weiß, wie hoch die Belastung unseres gesamten Grundwassers schon ist!

    Leute, hört auf diesen Qual-Leichenfraß zu konsumieren! Das ist mit Abstand der dringendste Beitrag zur Entlastung der sog. „Umweltprobleme“. Eigentlich müssten sie „Missbrauchsprobleme“ heißen!

    • Genau so ist das! Diese Gülleorgien sind das widerwärtige Ergebnis aus den Qualställen und sorgen immer wieder für Erbauung.

      Selbst die FZ, die nun nicht gerade im Verdacht steht, Verschwörungstheorien zu verbreiten, schrieb dazu im Februar 2016:

      „Die Massentierhaltung ist andererseits in kaum einer Region der EU so konzentriert wie in Nordwestdeutschland. Entsprechend groß ist die Not der Tierhalter, die kaum mehr wissen, wohin mit dem Dünger. Und es gibt kaum Besserung, obgleich die Problematik seit Jahrzehnten bekannt ist. „Wir sehen seit mehr als zehn Jahren keine Verringerung bei der Belastung der Gewässer mit Nitrat und der Luft mit Ammoniak“, resümierte Agrarforscher Taube für Schleswig-Holstein, wo es besonders viele Rinder für die Milch- und Fleischerzeugung gibt.

      Viele Betriebe bekämen den Umgang mit organischem Dünger nicht in den Griff. Der Stickstoffüberschuss – also die Ausbringung von Stickstoffdünger minus der Entnahme durch die Ernte – sei höher als erlaubt. Laut dem Bericht beträgt der Stickstoffüberschuss mindestens eine Million Tonnen aus Gülle und Gärresten. Stickstoff sickert, je nach Bodenbeschaffenheit, manchmal über 20, 30 Jahre herab, bis er das Grundwasser oder auch das Trinkwasser erreicht“

      Quelle: http://www.faz.net/aktuell/politik/umweltverbaende-fordern-guelle-euro-von-deutschen-bauern-14059019.html

      Soviel zum Thema, dass wir ja alle so von dieser Sch… profitieren…. 🙁

      Die Bauern nutzen die Felder regelrecht als Entsorgungsflächen für die Gülle – egal, Hauptsache, das Zeugs ist erst mal aus den Tanks raus. Im Frühjahr ist es dann immer besonders schlimm, weil dann die gesammelte Gülle aus den Wintermonaten entsorgt wird. Bei festgefrorenen Böden lässt sich das Zeugs ja nicht unterpflügen.

      Wohin wir auch schauen, eine pflanzliche Ernährungsweise wäre die Lösung für sehr viele Probleme, die wir augenscheinlich anders nicht in den Griff bekommen.

      Heike

    • Sehr schöner Vortrag, hab ihn eben angeschaut. Danke für den Tipp. Will führt die wesentlichen Punkte zu einem stimmigen Gesamtbild zusammen. Er zeigt, daß die desaströsen Auswirkungen des Sklavensystems nicht auf die Nutztiere beschränkt bleiben, sondern über Hunger und Fluchtbewegungen auf der Welt, über Umweltzerstörung und -verarmung, über Zivilisationskrankheiten und über die seelische Verarmung immer mehr und schneller auch die Menschen erreichen. Veganismus wird in zunehmendem Maße der notwendige Evolutionsschritt, wenn die Menschheit noch länger bestehen will.

      Neu war für mich, daß das lateinische Wort für „Köpfe“ „capita“ lautet, und damit der Kapitalismus schon vom Wort her mit Sklavenhaltung verbunden ist.

      Den Vortrag kann man Jedem empfehlen. Wobei den größten Nutzen die Fleischesser daraus ziehen könnten, nur schauen ihn die sich paradoxerweise vermutlich kaum an.

    • Ich war auch froh, dass ich endlich mal einen Vortrag mit Will mit deutscher Übersetzung gefunden hab.
      Er erklärt hier die Viehzucht als den Ursprung des Kapitalismus und der Kriege! ich wusste bisher noch nicht, dass das alte Sanskrit-Wort für Krieg „Gavisti“ auch gleichzeitig „mehr Kühe“ oder „searching for cows“oder „desire for cows“ bedeutet! Das passt auch wiederum zusammen mit dem Bericht des indischen Yogi über die Drawidas, den ich weiter unten verlinkt habe. Vor 5000 Jahren etwa haben die patriarchalen Gesellschaften überhand genommen und man hat systematisch mit der Viehzucht begonnen. Es stimmt ja gar nicht, dass es in den frühen Menschheitsepochen nur „Jäger und Sammler“ gab. Es gab zumindest in Indien über viele Jahrtausende gleichheitliche, friedliche, matriarchale Gesellschaften, die sich von reiner Pflanzenkost ernährten. Dies waren auch schon Hochkulturen mit differenzierter Sprache, nur ohne jegliches Waffenarsenal.
      Kriege wurden noch nicht geführt und Tiere nicht gejagt oder vernutzt. Das kam erst mit der patriarchalen vedischen Kultur, aus der das Wort GAVISTI=Mehr Kühe! stammt. Und gleichzeitig im damaligen Irak, wie Tuttle hier sagt.
      Dass die ganze Menschheitsmisere ursprünglich mit dem Tiere-Essen und -Vernutzen zusammenhängt, weiß ich schon lange. Deshalb finde ich die ganzen Diskussionen über Krieg und Kapitalismus sinnlos, wenn nicht gleichzeitig diese perverse Tiervernutzung und ihre Abschaffung mit diskutiert wird.

    • Ich hol den Artikel über die Drawida-Kultur mal her, damit man ihn nicht lange suchen muß:
      https://www.sein.de/vergessene-weisheitslehren/
      Damit haben wir mit der Drawida-Kultur ein Vorbild, wie es besser gemacht werden kann.
      Will führte den Beweis, daß mit der Tierversklavung der Kapitalismus und die Kriege begannen.
      Wie läßt sich das auf die heutige Zeit übertragen? Wie lautet der schlüssige Beweis, daß solange es Schlachthöfe gibt, es auch Schlachtfelder geben wird?
      Wenn Du, Veganislove, mit Deinem umfangreichen Hintergrundwissen dazu etwas schreiben würdest, wäre das prima. Danke.

    • Lieber Torsten! Da Du danach fragst, bin ich grad auf die Idee gekommen, hier mal den Artikel reinzustellen, den ich der Internetzeitung Bumerang schon 2015 angeboten hatte, der dann aber angeblich aus dem Postfach der Obfrau „verschwunden“ war und stattdessen mit Verzögerung ein Text von mir dort veröffentlicht wurde, den ich nur als Angabe zu meiner Person als Autorin dort abgeliefert hatte. Das hat mich sehr geschockt: Ein patriarchaler Unterdrückungsmechanismus ausgehend von der angeblich „ersten patriarchatskritischen Zeitung“! Ich habe dann sofort verlangt, dass dieser Text zur Person, mein „Werdegang zum Veganismus“ entfernt wird und man ist dem auch nachgekommen. Darüber bin ich jetzt heilfroh, denn ich habe gar kein Interesse daran, meinen „Werdegang zum Veganismus“ in der Öffentlichkeit so breitzutreten! Und wo ich betrogen werde, mache ich natürlich freiwillig nicht mehr mit. Ich lasse mich doch nicht versklaven, wo ich über Versklavung aufklären wollte! Ich erzähle dies hier nicht, um diesen „Bumerang“ schlecht zu machen, denn er enthält durchaus Lesenswertes von vielen Autorinnen und auch wichtige Informationen. Ich möchte nur hiermit mal aufzeigen, wie schwierig es immer noch ist, die verschiedenen Geister alle unter einen Hut zu bekommen und wie tief und fest verankert in dieser Gesellschaft der traditionelle Tiermissbrauch ist, dass noch nicht einmal eine derart gebildete Patriarchatskritikerin mit ihrem umfangreichen Wissen wie Prof. Dr.Claudia v. Werlhof die Unabdingbarkeit einer weltweiten Veränderung unserer Ernährung weg von der tierischen und hin zu der pflanzlichen erkannt zu haben scheint!

  56. Torsten: Solche Art Erfahrenheit erlangt man ja in dieser Welt als Mensch nur durch Leid und Qual. Ich bin früher in Internetforen der Sklavenpresse oft genug als einzige Vertreterin für Tierrechte „gesteinigt“ worden und kenne die verlogenen, zusammenkonstruierten Argumente der Lebens- Unterdrückerkultur bis zum Erbrechen. Heute kann sich niemand mehr hinter angeblicher Unwissenheit verstecken. Wenn uns als Tierrechtsvertreter „Frömmelei“ oder „Religiösität“ vorgeworfen wird, dann könnten wir im Gegenzug mit Fug und Recht behaupten, die Gerne- Fleischesser frönten dem Satanismus. Tun wir aber nicht, weil wir wissen, dass gegenseitiges Beschimpfen nichts Heilendes hat. Aber als Krankheit müssen wir es schon ansehen. Bezeichnend ist auch, dass dies dann genau umgedreht wird. So sagte z.B. Wolf Biermann einmal, Veganer seien „Zivilisationskrüppel“. Aber die Wirklichkeit liegt ja dagegen in aller Augenschein, wie ich schon oft genug beschrieben habe. Seinen Körper deformieren kann man aber am besten mit dem Verzehr von Leichenfleisch und qualvoll erpressten Tiersekreten. Mir fällt in letzter Zeit besonders auf, dass kaum ein älterer Mensch noch einen ansehnlichen Hals hat, bei sehr vielen sieht man den schon gar nicht mehr.

  57. Lieber Herr Schürer, liebe Veganislove, ich danke Euch für Eure aufmunternden Worte, sie tun mir nach dieser nervenzehrenden Angelegenheit richtig gut. Ich weiß nun noch besser als vorher, daß ich mich auf Euer Urteil bezüglich der Diskutanten hier verlassen kann.
    Es lag, wie Du, Veganislove, richtig geschrieben hast, bisher außerhalb meines Denkens, daß es Menschen gibt, die mit – aus meiner bisherigen Wahrnehmung – überzeugenden Geschichten hier auftauchen, nur um Unruhe und Zwietracht unter uns zu schüren. Aber eigentlich ist das ja logisch. Wir kritisieren das Verhalten von Millionen von Menschen: Fleischesser, Metzger, Viehzüchter, Jäger, Angler, Tierexperimentatoren, Pelzfarmbetreiber, Kürschner, Restaurantbetreiber, Köche, Schuhhersteller, und und und. Dass da welche darunter sind, die uns schaden wollen, kann aus deren Weltsicht sogar nachvollziehen (aber nicht gutheißen). Mann, war ich naiv, der Hellste bin ich wirklich nicht. Nun mußte ich also auch diese üble Erfahrung machen und werde in Zukunft besser aufpassen.
    Nochmals danke an Euch, Ihr seid wirklich klasse!

  58. Torsten: Es ehrt Dich nur wieder Deine Fähigkeit zur Selbstkritik wie auch alles andere zuvor. Wer selbst nichts Böses im Schilde führt, denkt das erst einmal auch vom anderen. Das „Widerliche“ lehrt uns dann die Erfahrung. Ich erlebe das so wie Du auch immer wieder. Habe es gerade auch direkt wo anders in schockierender Form erlebt.
    So wie die chemischen Gifte von außen das körperliche Angreifen, greift die Lüge von innen die Seele an.

  59. Hallo Torsten,

    es ist offensichtlich, daß Sie mit Ihren Postings das Gute fördern wollen. Es ehrt Sie auch, daß Sie sich bemühen auch mit Leuten ins Gespräch zu kommen, die ganz anders drauf sind.

    Man muß meines Erachtens nur – wie ich an anderer Stelle schon mal erwähnt habe – aufpassen, daß man da nicht an Leute gerät, die ganz anderes im Schilde führen. Die Ausdrucksweise und Unverschämtheit mit der dieser Diskutant gegenüber einigen Leuten hier aufgetreten ist legt nahe, daß es ihm nur ums Stören ging.

    An Ihrem Verhalten gibt es meiner Meinung nach nichts zu tadeln. Da verwundert mich mehr das Auftauchen plötzlicher neuer Diskutanten, die das konsequente Eintreten für eine Überzeugung mehr zu stören scheint als der unverschämte Umgang mit anderen Diskutanten.

    Daß dieses konsequente Eintreten für eine Überzeugung in diesem Fall nichts mit Dogmatismus zu tun hat, hat Vegan4Life mehr als deutlich an anderer Stelle hier begründet und überzeugend dargelegt.

  60. Ich kann dieser Nachricht von BertTom auch nur entnehmen, daß er Morden nach wie vor für richtig hält. Ich sehe daher meine Überzeugungsarbeit als gescheitert an und beende die Diskussion mit ihm. PNs, Telefonate oder e-Mails mit ihm wird es keine geben, Herr Schürer.

    Veganislove bitte ich um Verzeihung, falls ich sie in meinem Posting am Samstag Morgen zu hart angegangen bin. Manchmal gehen mir halt „die Gäule durch“, vielleicht ist Dir das ja auch schon mal passiert.

    Wenn ich sonst noch irgendeinen Kollateralschaden verursacht haben sollte, dann muß ich erneut um Verzeihung bitten. Ich will in allen meinen Postings nur das Gute fördern.

    Ich hoffe sehr, daß dieses wichtige Forum wieder in ein Fahrwasser kommt, das sowohl den geschundenen Tieren irgendeinen Nutzen bringt, als auch den aufrichtigen Diskutanten hier.

  61. veganishope: Ich bin einfach nur aufrichtig! Wenn ihnen das zuwieder ist… bitteschön!
    Ihr seid mir auch widerlich, weil es bei Euch gar nicht um die Sache an sich geht. Es geht Euch gar nicht darum, die Hölle für die Tiere hier auf Erden abzuschaffen! Und das ist mir zuwider!

    Es ist die akzeptierte Gewalt, die diese Welt kaputt macht. Und Lüge ist die Verkleidung der nackten, blutigen Gewalt! Lüge und Gewalt ist es, woran diese Welt zugrunde geht!

  62. Liebe Veganislove

    In der Verständigung liegt der Schlüssel zu einer heilsamen Zukunft zum greifen bereit. Man muss sich nur trauen ihn zu aufnehmen.

    Die konstruktive Verständigung zwischen Torsten und BertTom ist meines Erachtens ein wertvollerer Beitrag zu ebendieser Genesung als Ihr, Entschuldigung, widerliches nachtreten.

    Sie haben doch nach eigener Darstellung auch schon mal Fleisch verzehrt. (Tier-)Mord verjährt nicht. Wie gehen Sie eigentlich mit dieser Schuld um? Da darf ich Ihnen ja rückwirkend auch eine „Sklavenhaltermentalität“ unterstellen, oder?

  63. W.Schürer: Sie sind ja wirklich ein schlauer Fuchs! Sehen Sie, so hab ich es auch gemeint mit meiner Bewunderung!
    Mir fiel nämlich zu diesem Posting wieder gar nichts mehr ein, weil mir bei so etwas immer gleich übel wird.

  64. @ Torsten,

    hier möchte offenbar jemand ungestört ein privates Gespräch mit Ihnen führen.

    Falls Sie daran interessiert sein sollten, teilen Sie dem Interessenten doch bitte Ihre Telefonnummer oder Email-Adresse mit. Oder erklären Sie ihm wofür es in so einem Forum (sogar in diesem rudimentär gestrickten) die Einrichtung einer PN gibt.

    Es wäre sicher im Interesse aller, wenn Ihre bewundernswerte Überzeugungsarbeit in privater Sphäre stattfinden würde. Dadurch könnte viel Kollateralschaden vermieden werden.

  65. „Tierversuche“ einmal anders herum:
    „In einer groß angelegten internationalen Kooperation untersucht die PINE STREET FOUNDATION die Fähigkeit von Hunden,aufgrund ihres ausgeprägten Geruchssinnes Lungen – und Brustkrebs frühzeitig zu erkennen. Die Arbeit beruht auf der Tatsache, dass Krebszellen andere Stoffwechsel-Abfallprodukte ausscheiden als gesunde Zellen. Ein Hund kann diesen Unterschied bereits in einem frühen Stadium der Erkrankung mit seinem scharfen Geruchssinn wahrnehmen. Bisher liegt die Erfolgsquote der Hunde bei der Aufdeckung (und beim Ausschluss)von Lungen-und Brustkrebs sowohl in frühen als auch in späteren Stadien der Erkrankung bei rund 90%. Das ist die gleiche Trefferquote wie bei der Mammographie, aber völlig strahlungsfrei. Bei einem Forschungsprojekt wurden bspw. mehr als 12 000 Geruchsversuche durchgeführt, die Hunde konnten bspw. Lungen-und Brustkrebs mittels Atemproben der Patienten identifizieren. Weder das Stadium der Erkrankung der Krebspatienten, noch die Tatsache, ob sie kürzlich geraucht oder etwas gegessen hatten, beeinflusste das Ergebnis.“

    Aus dem Buch: „Letzter Ausweg Vegan“ Von John Robbins.

    Wenn wir die Tiere immer schon als unsere Freunde und Partner gesehen behandelt hätten, stünden wir heute an einer völlig anderen, auf jeden Fall viel gesünderen und glücklicheren Entwicklungsstufe.

  66. Ich möchte hier mal einen Textteil aus dem Buch „Ernährung und Bewustsein“(TheWorldPeaceDiet) von Will Tuttle posten, den hoffentlich auch Ken Jebsen liest und sich durch den Kopf gehen lässt, aus dem Kapitel 8 „Metaphysik der Ernährung“:

    „Wenn das Bewusstsein als bloßes Epiphänomen, als Begleiterscheinung der Materie angesehen wird, ist dies eine irrige Umkehr der tatsächlichen Gegebenheiten….
    …Aus all dem folgt, dass die Verschmutzung unseres kollektiven Bewusstseinsfeldes durch die dunklen Höllenqualen, die Milliarden von Tieren erleiden, die für unsere Ernährung getötet werden, eine verkannte Tatsache ist, die unseren sozialen Fortschritt vereitelt und in gewaltigem Umfang zur Gewalt zwischen Menschen und zu den weltweit fortwährend ausbrechenden Kriegen beiträgt.
    Wenn wir uns zusammenschließen, um gemeinsam für den Weltfrieden zu beten, um dieses Ziel zu visualisieren, ist dies zwar ein nobles Ansinnen; doch wenn wir gleichzeitig fortfahren, uns vom Elend unserer Mitgeschöpfe zu ernähren,erzeugen wir ein monumentales und kontinuierliches Gebet für Gewalt, Schrecken und Sklaverei. Es ist das Gebet unserer Taten und die erlebte Realität für Milliarden fühlender Geschöpfe, die uns auf Gnade oder Ungnade ausgeliefert sind und mit denen wir keine Gnade kennen. (…)
    Unser Geist ist darauf konditioniert, unsere Nahrung und das Tier, das rücksichtslos missbraucht und anschließend zu dieser Nahrung verarbeitet wurde, strikt zu trennen. Doch die Schwingungsfelder, die von unseren Entscheidungen in
    Ernährungsfragen erzeugt werden, haben tiefgreifende Auswirkungen auf uns – ob wir vorgeben, diese zu ignorieren, oder nicht. Achtsames Essen erhellt die verborgenen Zusammenhänge, reinigt unseren Geist, unser Herz und unsere Handlungen und entfernt innere Masken und Schutzschilde, so dass all dies offen sichtlich wird.

    Dr. Will Tuttle hat in Erziehungswissenschaften an der Uni Berkeley in Kalifornien promoviert. Er hat in den letzten 15 Jahren sein Hauptengagement auf die Vermittlung eines neuen Denkens in Bezug auf menschliche Ernährung gelegt. Er ist zudem Pianist, Komponist und Zen- Mönch. Sein Buch ist im asiatischen Raum das Grundlagenwerk zum Thema Ernährung und Bewusstsein.

  67. Lieber Herr Fleck, vielen Dank für den berührenden Beitrag.
    Früher habe ich mein Ess- und Konsumverhalten nicht in Frage gestellt, im Gegenteil, ich habe mich auf der moralisch sauberen und richtigen Seite gewähnt.
    Bis es verschiedene Auslöser gab, teils kleine Ereignisse, damals kaum wahrgenommen, die mich dazu brachten, meine Glaubenssätze zu hinterfragen, sozialisiertes Verhalten auf 0 zu setzen und mein Handeln nach einem neuen Wertesystem auszurichten.
    Unter anderem führte dies zu einer relativ gesunden, veganen Ernährung in der fünfköpfigen Familie. Inzwischen ist der kleinste Pflanzenfresser vier Jahre alt, von Geburt an vegan. Was soll ich sagen? Das ist der fitteste, empathischste und gesündeste Mensch, den ich kenne… Wir anderen haben uns ähnlich positiv entwickelt 😉
    Was allerdings die größte Bereicherung durch den vermeintlichen Verzicht auf tierische Produkte ist, ist die große Ruhe und Befriedigung, mit einer Lebenslüge abgeschlossen zu haben und einen friedlicheren Weg eingeschlagen zu haben.
    Das macht glücklich und wirkt sich auf alle Lebensbereiche aus.

    • Ja, das vegane Leben bringt zu sich selbst zurück! Und das ist die Grundvoraussetzung zum Glücklichsein!
      Als Omnivorin war ich fast immer fremdgesteuert, von den negativen Einflüssen und unbewältigten Emotionen hin und her geworfen wie ein Blättlein im Winde. Seit ich reine Pflanzenköstlerin bin, lebe ich endlich wieder selbstbestimmt, d.h. in Kontakt und Frieden mit meinen Gefühlen, wie ich das nur aus der Kleinkinderzeit noch erinnere, nur eben heute bewusster.

    • tank242:
      Das Aufwachsen meiner Eltern war davon geprägt, das es fast nichts zu Essen gab. Geschweige denn Fleisch. Das war dann allenfalls mal der Sonntagsbraten, später so in den 50iger Jahren. Wir Kinder wuchsen später mit täglich Fleisch- und Wurstwaren auf. Der Kühlschrank davon stets geproppte voll. Samstags dazu die üppige Lieferung vom Metzger, oft per Fahrrad frisch angeliefert. Im typischen Metzgerhemd. Es lag eine tiefe Genugtuung darin, seinen Kindern die gleiche Erfahrung des Hungerns ersparen zu können. Niemals wieder sollte es an Essen fehlen. Bzgl. Schlachtung hatten wir das Bild des Bauern, der in der Schlachtzeit mal 2 oder 3 seiner Schweine opferte. Schlachtefest, mit Schlachtplatte und Schnäpsle dazu. Wie eh und je. Wie naiv! Selbst bei meinen Kindern durfte es an Fleisch- und Wurstwaren natürlich nicht fehlen. Ein Stück Lebensgefühl. Weitergeben.
      Jüngst sah ich eine Doku über die KZ im dritten Reich. Was wussten die Bürger damals darüber? Ich glaube, die allermeisten wussten nicht davon. Von Schlachthöfen und Schlachtfabriken wissen wir aber alle. Heute. Wir wissen von der massenhaften Vernichtung von Leben. Zu … Lebensmitteln. Wir wissen auch von Kriegen. Für … Rohstoffe. Ganz offensichtlich reicht das Wissen davon, allein noch nicht.

    • @ wiebitte:
      Nein, abstraktes Wissen allein reicht nicht. Es muß persönliche Betroffenheit hinzukommen. Eine Überschwemmung in Deutschland mit ein paar Millionen Euro Sachschaden füllt eine Titelseite, eine Überschwemmung in Pakistan mit 5.000 Toten ergibt nur eine kleine Meldung. Beim Thema Tierleid muß man entweder persönlich dabei sein oder einen Film sehen, damit es einen berührt. Solche Filme werden im deutschen Fernsehen höchstens alle Schaltjahre gezeigt, dafür sorgt schon der mächtige Bauernverband. Es ist wie ein Gesellschaftsvertrag zwischen Bevölkerung und Fleischindustrie: Ihr zeigt uns nicht die brutale Realität, und dafür kaufen wir Euer Fleisch.

      Der Vergleich mit den KZs passt teilweise. Daß es KZs gab, wußten die Menschen. Das stand sogar in den damaligen Zeitungen. Allerdings wurden die KZs den Menschen als Umerziehungslager für Kriminelle, „Asoziale“ und „Volks-Schädlinge“ verkauft. Von den Vergasungen wußten sicherlich nur wenige. Aber die Leute wollten es auch garnicht so genau wissen. Das hätte ja ihr Weltbild verunsichert („Wir sind die Guten“). Außerdem war ja Diktatur, da war öffentliche Kritik die sichere Eintrittskarte in ein Gestapo-Gefängnis. Also im 3. Reich kamen wirklich alle Formen von Manipulation eines Volkes zusammen, und das erklärt dann auch, wie das Volk der Dichter und Denker zum Volk der Mörder werden konnte.

    • Ich sehe aber durchaus auch einen Zusammenhang zwischen der KZ-Praxis von damals und der Masttierhaltung heute. Es geht überhaupt darum, die Zusammenhänge überall in unserem Leben zu erkennen. Wenn man begriffen hat, dass das Fleisch- Verzehren für den Menschen im Grunde gar nicht artgerecht ist und dann überlegt, wie sich das dann auswirken könnte und dann wahrnimmt, wie sich das schon rein körperlich sichtbar und dann auch wissenschaftlich nachgewiesen gesundheitlich belastend auswirkt, dann kommt man doch auch unweigerlich zum Nachsinnen darüber, wie sich das dann auch logischerweise auf die menschliche Psyche belastend und verzerrend auswirken kann. Ganz abgesehen davon, was biochemisch substanziell an Wirkung festzustellen ist, muss man sich doch auch überlegen, was es allein im Denken schon mit den Menschen macht! Ich komme nämlich immer mehr zu der Auffassung, dass die Erscheinungen von Abartigkeit und Perversität in unserer Gesellschaft bis hin zu Kannibalismus, Nekrophilie oder den geheimen Ritualen der Satanisten(die ich jetzt hier lieber nicht näher beschreiben möchte) womöglich eine solche seelisch- geistige Verzerrung sein könnte, die im Prinzip vom Tiere-Verzehren ursprünglich herrührt. Denn es ist ja klar, dass etwas, das zur körperlichen Deformierung und Degeneration(Krankheiten) führt, auch mit unserem Geist und unserer Seele etwas entsprechendes macht!

    • Liebe Veganislove,
      ich sehe diesen Zusammenhang zwischen den NS-KZs und der Massentierhaltung auch. Ich habe nur „passt teilweise“ geschrieben, weil es nicht komplett 1 zu 1 übertragen werden sollte. Bei der Judenvernichtung ging es halt nicht um Ernährung.
      Wie oft habe ich das Gefühl, in einem 3. Reich 2.0 zu leben. Täglich werden Freunde von mir (die Tiere) abgeholt, um massenhaft getötet zu werden. Die Menschen wissen etwas davon, wollen aber nicht mit den Einzelheiten konfrontiert werden. Dann denke ich, soviel haben sich die Menschen seit damals nicht geändert.
      Bekanntlich wurden in der NS-Zeit in 12 Jahren 6 Millionen Juden ermordet. Für 6 Millionen Tote braucht die deutsche Fleischindustrie (3 Millionen Tote täglich) gerade mal 2 Tage. Rechnet man die Fische hinzu (täglich 11 Millionen für Deutschland), dann ist es noch nicht einmal ein halber Tag. Das Ausmaß an Gewalt gegen Tiere allein in unserem Land ist unvorstellbar. Aber die meisten Menschen tun so, als sei damit alles in Ordnung.

    • ‚Es ist wie ein Gesellschaftsvertrag zwischen Bevölkerung und Fleischindustrie: Ihr zeigt uns nicht die brutale Realität, und dafür kaufen wir Euer Fleisch.‘

      Und diesen Vertrag gibt es auf ganz vielen Ebenen. Er erlaubt dem Menschen eine Lustbefriedigung ohne die Verpflichtung, sein Verhalten zu hinterfragen.

      Meiner Meinung nach müssen wir es als Individuen schaffen, uns die Folgen unseres Handelns bewusst zu machen, unser Handeln zu hinterfragen und neu auszurichten.

      Es geht hier nicht nur um die Ernährung, wie BertTom möglicherweise annimmt, sondern um Reflexion und Veränderung in allen Lebensbereichen.
      Obwohl ich davon überzeugt bin, dass mit Veganismus die schnellsten und wichtigsten Fortschritte auf spiritueller, ökonomischer und ökologischer Ebene erreicht werden können.

      Ich finde es toll, dass wir uns hier so konstruktiv und offen austauschen. Danke dafür!

  68. Spinnen sind ja eigentlich als Blutsauger bekannt, zumindest nicht als Vegetarier oder Veganer. Deshalb war ich heute sehr überrascht, als eine kleine Spinne sich über ein runtergefallenes Kleckschen meines gerade frisch geriebenen Apfel- Karotten- Birnen -Müslis hermachte. Mein Mann konnte erkennen, wie sie ihren Kiefer bewegte. Sie mümmelte so fast 2 Stunden daran herum. Man lernt doch immer noch was dazu, wenn man die eigenen Augen offen hält!

  69. Wie kann man erwarten, dass der Mensch Mitleid und subjektivierende Empathie für Tiere aufbringt, wenn es ihm nicht einmal beim Menschen gelingt?

    Kurioser Weise gibt es Menschen, die das eher bei Tieren vermögen, und sonst in gleicher Weise zu verobjektivierender Grausamkeit fähig sind, und gar Rechtsansprüche auf ihr Gehabe anmelden.

    Das ist der Mensch und seine ’natürliche‘ und ‚unnatürliche‘ Veranlagung. Und beides widerum obliegt seiner Entscheidung, wohin er sich formen möchte.

    Ideologien allerdings, zur einen oder anderen Veranlagung hin, argumentieren selten von dort, der Entscheidungsfreiheit, sondern berufen sich auf eine Natürlichkeit, die es so alleine nicht gibt.

    Ich esse übrigens gerne Fleisch, und zwar Bio, damit es besser schmeckt. Schmeckt es besser, so hoffe ich, wird es dem Tier besser gegangen sein müssen. Vegetarische Gerichte machen mich meist nicht satt, außer ein Gericht mit Kichererbsen.
    Gedanken darüber, wie irgendein Mienenarbeiter seine Gesundheit zerstört haben muss, um seltene Erden zu finden, damit ich darüber schreiben kann, dass ich mir keine Gedanken über den Mienenarbeit mache, der das Silber-Besteck zum Essen ermöglicht, mache ich mir nicht, denn ansonsten würde das Essen nicht mehr schmecken.
    Essen und Freude-haben gehört nunmal zum Leben dazu. Profit und Aktiengewinne streiche ich dagegen nicht ein, sobald ich ein Steak esse.

    Es hat also auch etwas gutes, Dinge ausblenden zu können. Da ich mit wenig Ressourcen zum Leben klarkomme, hoffe ich, dass mein Magen und meine Existenz nicht über Gebühr der Umwelt schaden. Nutze ich allerdings die Vorzüge der Umwelt, etwa den Computer, ist es vorbei mit diesem Traum.

    Da hängt man sofort am kraken und kaputten Mienenarbeiter, millionenfach geschundenen Soldaten, etc. etc.

    • Der geschundene Minenarbeiter und das mit dem Bolzenschußgerät verletzte Rind, das zappelnd am Boden liegt, sind nur zwei Seiten ein und derselben Medaille. Beide sind Opfer des Rechts des Stärkeren, der sich nimmt, was ihm gerade paßt.
      Kapitalismuskritiker, die das immense Leid der Tiere nicht interessiert, haben für mich nur eine sehr eingeschränkte Wahrhaftigkeit und Überzeugungskraft. Sie schreiben: „Freude-haben gehört nunmal zum Leben dazu“. Daß für ihre Freude ein Lebewesen das einzige hergeben mußte, was es besaß, sein Leben, blenden Sie aus, wie Sie selber schreiben. Auch den Minenarbeiter blenden Sie aus. Sie leben in einer Traumwelt, wie 90 % aller Menschen in D-Land. Wenn Sie aufgewacht sind, würde ich Sie gerne als Kämpfer an meiner Seite begrüßen.

    • „Wie kann man erwarten, dass der Mensch Mitleid und subjektivierende Empathie für Tiere aufbringt, wenn es ihm nicht einmal beim Menschen gelingt?“

      Tja, das wird für zu Empathie unfähige Zeitgenossen immer ein Rätsel bleiben.

      Die können „Empathie“ nur für das empfinden was möglichst genau so ist wie sie selbst. Und am meisten „Empathie“ natürlich für sich selbst. Auch Egoismus genannt. Wenn es sich noch auf die eigene Verwandtschaft oder sonst wie eingebildete Schicksalsgemeinschaft (wie z.B. Nation) bezieht, dann ist das immer noch Gruppenegoismus und nicht Empathie.

      Empathie: für Egoisten ein Schloß mit 7 Siegeln.

    • @ Torsten:

      Das ist nunmal leider die Belastung, die jede Natur oder Leben zur (funktionalen, beim Mensch: Milch und Honig, ansonsten Depression) Lebenserhaltung (mein Gott, nennen wir es eben Egoismus) seiner Umwelt zumutet.
      Diese Tatsache muss man leider einfach nüchtern akzeptieren, und nicht durch ein paar moralisch aufgeladene Themen vor sich (Stichwort Traumwelt) verheimlichen.

      Die Argumentation, die von Natürlichkeit ausgeht, um die eigene Lebensbelastung und Zumutung an Umwelt vor sich zu verheimlichen, sei ein Komet-Einschlag oder Vulkan vorgehalten, um zu erinnern, dass die Argumentation (sich für natürliche Ernährung zu entscheiden) über zur Natürlichkeit kommenden Moral baut, etwas, das menschlichen Ursprung ist – und aus der menschlichen Natur.

      Aus der menschlichen Natur kommt eben leider nicht nur Moral und freier Wille – mit dem dieses Thema überhaupt erst über die Natur kommt – sondern auch andere menschliche Eigenschaften, etwa Technik und gesellschaftliche Strukturen.

      Wir beherrschen diese aus uns kommenden, aber durch und mit uns verwirklichten Strukturen keineswegs – trotz freiem Willen, der sich im Einzelnen für etwas entscheidet und im Großen zusätzlich etwas anderes verwirklicht.

      Wer träumt nun?
      Derjenige, der meint, dass er _ein_ Thema herausgreift, oder gar mehrere Einzelbeispiele, und die ändert, und sich moralisch erhaben dünkt, und die grundsätzliche menschliche Natur, die sich ebenfalls vollumfänglich als Natur ausgeben und ausleben will, verleugnet – oder derjenige, der anmerkt, dass die Lebensberechtigung auch der menschlichen Natur in ihrer Gesamtheit – und da zählt Moral durchaus dazu – Lebensberechtigung und Freude daran haben darf – in der Hoffnung, durch sparsamen Ressourcenverbrauch nicht über Gebühr innerhalb eines menschlichen Maßstabs die Natur und Umwelt zu belasten?

      Sie glauben doch nicht ernsthaft, dass Sie mit einem Identifiziertsein mit Moral zu diesem Thema, ohne Belastung zu einer Umwelt auskommen, dass für Sie nich tagtäglich Natur, (also Mensch, Gestein , Pflanzen, Tiere, Insekten, Energie) draufgeht und die eigentümliche ‚funktionale‘ Seinsweise hingeben muss?
      Allein Ihre Vorfahren!

      @ W. Schürer

      Zur Empathie gab es einmal eine ‚Studie‘ – die man nicht allzu ernst nehmen sollte – aber die Erkenntnis, die man zu postulieren glaubte, war:

      Männer haben eine Grundempathie, bei Frauen(oder Mütter, das weiß ich nicht mehr genau) war es so, dass man ihnen teils sagen musste, dass hier Empathie angebracht wäre, und dann waren sie auch sehr empathisch.

      Ernsthafter: Empathie selbst und für sich allein ist bei weitem nicht verlässlich genug, und nicht wirklich auf Gleichgesinntes gerichtet. Das zeigt Krieg, das zeigt Abtreibung, das zeigt Babyklappen, das zeigt Scheidungskriege, Missbrauch, etc.
      Der Umkehrschluß ist aber auch so gelagert, dass Abtreibung als gutes Recht empfunden wird, gleichzeitig aber die Schlachtung schwangerer Kühe skandalisiert wird.

      Fazit: Wir Menschen sind frei. Das gehört auch zur Natur, somit auch Gruppen’egoismus‘.
      Zum Glück sind Menschen aber nicht nur empfindsam, etwa gegenüber Empathie und Moral, sondern auch vernünftig.

    • Bert Toms Fazit ist ja wirklich köstlich und da weiß man dann auch bescheid:

      „Wir Menschen sind frei. Das gehört auch zur Natur, somit auch Gruppenegoismus. Zum Glück sind Menschen aber nicht nur empfindsam, etwa gegenüber Empathie oder Moral, sondern auch vernünftig.“

      Allein dieser Satz hätte in einem Wettbewerb der „klügsten“ Kommentare schon die goldene Zitrone verdient!

    • BertTom, ich habe aus Ihren Ausführungen drei Aspekte herausgelesen:
      1.) Sie sagen, daß die (menschliche) Existenz nicht ohne Schaden für andere Lebewesen sein kann. Man könne nur versuchen, diesen Schaden zu minimieren.
      Da gebe ich Ihnen völlig recht. Auch ich muß gelegentlich Auto fahren und dabei die Umwelt belasten, und ich kann nicht verhindern, daß die eine oder andere Fliege auf meiner Motorhaube stirbt, was mir leid tut. Völlig unschuldig zu bleiben, ist nicht möglich. Aber man kann versuchen, an offensichtlichen und vermeidbaren und sehr schlimmen Ungerechtigkeiten sich nicht länger zu beteiligen. Die Umstellung auf eine vegane Ernährung dürfte eine der effektivsten Möglichkeiten sein, unsere Welt ein wenig besser zu machen.
      2.) Sie sehen bei mir das Bestreben, mich mittels eines Themas moralisch über Andere erheben zu wollen.
      Damit haben Sie teilweise recht. Meine Ernährung ist deutlich friedfertiger als die der 90 % Fleischesser. Das finde ich gut und da bin ich auch ein wenig stolz darauf. Es ist das Beste, was ich in meinem Leben aus eigener Leistung erreicht habe. Aber dieser Stolz ist nur ein unwesentliches Nebenprodukt. Viel wichtiger ist, daß für mich kaum Tiere sterben müssen, nur die unvermeidbaren, oben genannten Fliegen. Das ist kein moralisches Philosophieren, sondern erspart ganz real einigen freundlichen Lebewesen einen Leidensweg, weil ich ihr Fleisch NICHT gekauft habe.
      3.) Mit dem Thema Moral winden Sie sich sehr. Ist sie rechtfertigt, oder zählt doch mehr die Natur, die auch brutal sein kann. Doch gehört die Moral zur Natur, da der Mensch ja auch zur Natur gehört. Und, in Ihrem letzten Satz schreiben Sie, wir sind nicht nur moralisch und empathisch, sondern auch vernünftig.
      Moral und Vernunft sind kein Gegensatz, im Gegenteil. Mit mehr Moral z.B. in der Politik hätten wir viele große Probleme, die uns heute belasten, nicht. Moral würde Platz machen für eine Welt, in der sich die Vernunft und Kreativität erst richtig entfalten könnten. Verglichen mit der heutigen Welt wären dies geradezu paradiesische Zustände. Die Vision bleibt aber unsichtbar, weil die Menschheit aus Mißgunst untereinander den Blick darauf verstellt. Moral, Empathie UND Vernunft sind der einzig richtige Kompaß, die Welt aus dem Jammertal zu führen, in dem wir uns derzeit bewegen.

    • @ Kinders
      Schweigt, wenn Erwachsene sich unterhalten

      @ Torsten
      1) Zustimmung – bis auf die Zuschreibung, welches Heilspotential Sie dem Veganismus zusprechen.

      2)
      2.) Sie schreiben „Meine Ernährung ist deutlich friedfertiger als die der 90 % Fleischesser.“
      Nun übergehe ich nur kurz erwähnt die gängige Einschränkungsfrage (folgt unter 3), auf welche Opfer sich diese Behauptung bezieht – und frage danach, warum das stimmen sollte.
      Denn der Normalernährer schont möglicher Weise auf andre Weise die Umwelt, möglicherweise effizienter als Sie.

      Ein Beispiel ohne persönliche Anfeindung: Herr Fleck tritt auf als Tierfreund, ist vielleicht sogar Veganer, und lebt vom Verkauf von Büchern.
      Allein der berufliche Ressourcenverbrauch ist in dieser Bilanz-Dimension in Bezug zu einem Normalernährer immens verschieden.
      Wenn Sie stolz auf sich und ihre Leistung als Eigenbezug wären, dann ginge es Ihnen um Ihren freien Entschluss, und dann würde ich Ihnen dazu gratulieren, denn dann handeln Sie nach ihrer Moral. Passt.
      Sind Sie hingegen stolz in Bezug auf einen unterstellt ’schlechteren‘ Menschen, was ist es dann wirklich, ihre Moral, ihr Stolz – zumindest etwas fragwürdig.
      Nun schreiben Sie, dass Sie stolz auf sich sind, weil es einer Eigenleistung entspringt. Gratulation meinerseits.

      Warum aber geht dies einher mit der unterstellenden Meinung, andre Menschen hätten nicht ihre eigene Moralverteilung? Ein typischer Vater, der Tag ein Tag aus seiner Vatermoral für einen ordentlichen Kinderunterhalt arbeitet und sich abschuftet, seine Lebensenegrie, Lebensfreude und Gesundheit opfert – der handelt auch nach seiner Moralverteilung, setzt sogar mehr seine Gesundheit und Dienst für eine höhere Idee ein, und kann nicht nach belieben sich zurückziehen, sondern muss diesen Einsatz auch liefern – ich wüßte nicht, ob ich den verpflichteten Einsatz und Fremddienst am Kind höher und minder einschätzen sollte, als einen Mann, der dies auf vegane Weise tut.
      Wieso sollte ich die Moral ein Leben zu ernähren in irgendeine Konkurrenz treten lassen, zu der Moral, dass „daß für [Sie] kaum Tiere sterben müssen, nur die unvermeidbaren, oben genannten Fliegen.“.

      Kurz und gut: Ich denke, jeder Mensch hat seinen Moral-Kristallisationspunkt oder Moralverteilung mit entsprechend zu schützenden Werten.

      3.) Moral muss erwähnt werden, um den Ursprung dieser Wertdebatte richtig zu verorten. Da sehen viele Veganer nicht klar.

      Außerdem habe ich mir das angewohnt, um treffsicher auszumachen, ob jemand Ideologie-vereinnahmt und einfach emotional aufgeladen mit einer Horde mit und alles und jeden niederrennt, oder ob hier ein individueller Mensch mit sich ins Reine kommen möchte. Und da sind wir ganz richtig bei der Tatsache, dass Moral, emotionale Ergriffenheit und Vernunft unbedingt zusammengehören müssen, soll es ein mündiger persönlicher Entschluss sein. (Dieser persönliche Entschluss muss aber auch nicht der Meinung widersprechen, dass man _persönlich_ hinter Tierrechten allgemeine Naturrechte erblickt.)

      Es kommt aber noch ein weiteres Thema hinzu, und das ist für mich einfach philosophische Konsequenz, für Sie müsste es aber eine dringendere Frage sein.

      Mit dem Menschen und seiner menschlichen Natur entsteht die moralische Frage und der eigene Entschluss Empathie zu wecken, zuzulassen und gelten zu lassen gegenüber Tieren. Es ist im Menschen somit nicht ganz unsynthetisch. Empathie kann geweckt oder verleugnet werden. Man kann Empathie-Empfinden ver/lernen.

      Ebenso verhält es sich mit vernünftiger Überlegung. Man kann zufällig, logisch oder anderweitig zu einer Wertigkeit, Analogie oder Identifizierung kommen.

      Unabhängig vom Ursprungsort (Moral, Empathie oder Vernunft) eigener Auseinandersetzung und Vegan-Entschlossenheit: es war bis dahin nicht einfach naturgegeben – und das führt zur Willens-Empathie-Moral-Willkür der synthetischen Eigenformung/Eigenerziehung.

      Diese eigene Willkür wird von vielen als Spannung und Widerspruch zur oftmals naturbehaftet empfundenen Moral gesehen, und darum gern verleugnet, gerne wieder ins Natürliche verwischt, und zwar in eine Natürlichkeit hinein, die das menschliche Zutun, das Synthetische, gerne aus einem Idylle ausblenden möchte.

      Dies Spannung gehört für mich wesentlich zu einer ehrlich-aufrichtigen Eigenauseinandersetzung.

      Denn dann steht plötzlich die Frage im Raum, ob nicht nur die eine unterdrückte ethnische Gruppe Recht auf Anhörung und Respekt und Wertschätzung habe, sondern generell jede. Ob als nicht nur Ochsen und Pferde, sondern auch Schweine, und ob nicht auch Pflanzen.

      Und wer nun für sich rechtfertigt und in Anspruch nimmt, zwischen Pflanzen und Tieren gerechterweise zu unterscheiden, aufgrund eines willkürlich zurechtgeschusterten Merkmales, der ist nun wieder an derselben Stelle, wie jeder andere Mensch auch. Der eine zieht die Trennlinie hier (Mensch/alles andere) , der andere dort (Mensch&Tier/alles andere), und andere mitten durch beide, ist einmal Fleisch, einmal Fisch, einmal Himbeerjoghurt, einmal Nüsse etc.

      Am Ende ist man aufgeklärt ob seiner Moral, ernüchtert, und etwas zurückhaltender mit seinem Eigenanspruch als vergleich zu anderen.

      Es bleibt übrig, ob man Tier/Pflanzenverzehr auf diese industrialisierte Weise haben möchte oder ob man sich an Treibhäusern/Tierställe stört und auf andere Weise organisiert.

      Und wenn man noch einen Schritt weiter geht, und anerkennt, dass man nunmal Pflanzen oder Tiere verspeisen muss, und der moralische Skandal sich nicht einfach abtrennen lässt,
      bemerkt man, dass alles auch zum Teil der eigenen Bespiegelung und Selbstbewichsung gedient hat.

      Außer man widerspricht vehement der Willkürlichkeit der Grenzziehung moralischer Empathiezulässigkeit, aber dann q. e. d.

    • NATURGEDICHT

      Die Dinge hören nur
      wenn Du sie rufst
      bei ihrem wahren Namen
      Getäuscht sein will allein
      der Mensch
      Er täuscht sich
      aus der Welt hinaus, die Dinge
      kennen kein Verzeihen

      Reiner Kunze

    • @ BertTom

      Zu 1.) Das Heilspotential des Veganismus ist für mich offensichtlich: Keine von Menschenhand gequälten Tiere mehr, weniger Treibhausgase, weniger Regenwaldabholzung, dadurch bessere Luft, weniger Schadstoffe (Medikamente), die über die Gülle in den Boden und das Grundwasser gelangen, dadurch gesündere Menschen, weniger Landbedarf in den armen Ländern, in denen das Futtermittel angebaut wird, dadurch weniger Armut in der Welt. Und weniger depressive Menschen, die unter dem Schicksal der Tiere leiden. Und alles, weil die Menschen auf ihren Tellern Schweineschnitzel mit Sellerieschnitzel tauschen würden. Kleine Tat, Riesen-Wirkung.

      Zu 2.) Auf welche Opfer sich meine Behauptung bezieht, daß meine Ernährung friedfertiger als die von 90 % der Bevölkerung dieses Landes sei, dürfte hoffentlich inzwischen klar geworden sein: Auf meine Freunde, die Tiere.
      Wenn Fleischesser (den Ausdruck „Normalernährer“ kann ich nicht übernehmen) die Umwelt effizienter schonen als ich, habe ich vor dieser Umweltschonung Respekt, und werde schauen, ob ich davon etwas übernehmen kann. Auch ein Familienvater, der sich für seine Familie opfert, ist zu respektieren. Es geht hier doch nicht um Entweder-Oder, sondern um Sowohl-als-auch. Das Leben stellt uns viele Aufgaben, und es ist schwierig, allem gerecht zu werden. Aber ein friedfertiger Umgang mit den anderen Lebewesen, die uns ausgeliefert sind, gehört halt auch unbedingt mit dazu. Die von Ihnen angesprochene Konkurrenz der guten Taten kann ich nicht erkennen.
      Mein moralischer Kristallisationspunkt sind die Schlachthof-Filme im Netz. Solange das zu unserer Realität gehört (und solange ich lebe), muß ich mich empören und muß ich meine Stimme erheben für die, deren letzte Schreie ungehört hinter dicken Mauern verhallen.

      Zu 3.): Ja, die Menschen haben die Freiheit, sich für Moral, Empathie und Vernunft zu entscheiden oder auch dagegen. Ich entscheide mich klar dafür, und fände es genial, wenn sich ganz viele Menschen dafür entscheiden würden. Dann hätten wir eine Welt, in der es sich lohnen würde, zu leben.
      Selbstverständlich hat jede unterdrückte ethnische Gruppe Recht auf Anhörung, Respekt und Wertschätzung. Bei Ihnen führt dies zur alten Streitfrage, ob man dann noch Pflanzen essen darf. Da sind die Fruktarier am konsequentesten, und ich habe großen Respekt vor dieser Konsequenz. Die Veganer ziehen die Trennlinie zwischen Tieren und Pflanzen, das haben Sie ja schon erwähnt. Diese Linie macht Sinn, wenn man sich die deutlich sichtbaren Lebenswillensbekundungen der Tiere vor Augen hält. Bei Pflanzen sind diese Willensbekundungen zwar inzwischen auch nachgewiesen, aber auf welchem geistigen Niveau? Im Grunde genommen wissen wir viel zu wenig um die Lebewesen, die uns umgeben. Forschung hierfür wird kaum betrieben. Sollte sich eines Tages herausstellen, daß auch Getreidepflanzen und Karotten Schmerz und Trauer empfinden, dann bleibt uns nur noch die Einstellung der Indianer: Sie trotzdem zu töten, und uns dafür zu entschuldigen. Das Leid der Tiere ist uns aber bereits bekannt, und es ist vermeidbar, und darum sollte es vermieden werden. Der bei Ihnen anklingenden Willkürlichkeit der Grenzziehung moralischer Empathiezulässigkeit widerspreche ich daher vehemment.

    • @ Torsten

      Ihren Aussagen kann ich mich nur anschließen und bestätigen, dass man als Veganer tatsächlich häufig darauf hingewiesen wird, dass Pflanzen auch Lebewesen seien, womit der gemeine Veganer natürlich völlig überfordert, überrascht und überrumpelt wird [Ironie off]. Es entbehrt nicht einer gewissen Merkwürdigkeit, wenn Menschen, denen Tierleid eher egal ist, sich plötzlich berufen fühlen, sich um das vermeintliche Leiden von Pflanzen zu sorgen …

      Abgesehen davon, dass es müßig ist, eine Kritik mit einer Gegenkritik zu beantworten, anstatt die Kritik selbst zu widerlegen, geht es in diesem Falle also nur darum, den anderen ins eigene Boot zu ziehen, und ihm vorzuhalten zu können, auch nicht besser zu sein.

      Pflanzen besitzen kein Zentralnervensystem und sind nicht fähig, Schmerz zu empfinden (dies allen pseudowissenschaftlichen Studien zu Trotz, die Gegenteiliges behaupten). Der Schmerz hat naturgemäß die Aufgabe, höhere Lebewesen vor Schaden zu bewahren. Da Pflanzen aber nun einmal nicht weglaufen können, ist es evolutiv betrachtet völlig sinnlos, dass sie so etwas wie ein Schmerzempfinden entwickeln.

      Nichtsdestotrotz sollte man natürlich aus ökologischen Gründen versuchen, so wenig Pflanzen wie möglich zu schädigen, womit wir wieder bei der veganen Ernährung wären, da für die Produktion tierischer Nahrung ein Vielfachens an Pflanzen verfüttert wird, teils bis zu 15 mal so viel, je nach Tierart. Es sollte eigentlich für jeden erkennbar sein, dass eine pflanzenbasierte Ernährung in puncto Grausamkeit buchstäblich die harm-loseste ist.

      Ach, und wie ich mich immer freue, wenn dann irgendwann ein Totschlagargument aufgefahren wird, wenn einem halt so gar nichts Fundiertes mehr einfallen will: Dann wirft man einfach mal den Begriff „Moralische Arroganz“ in den Ring (wahlweise: Intoleranz, moralische Überheblichkeit, Gutmensch, etc.).

      Da wird gefordert, man müsse es halt akzeptieren, dass es Menschen gibt, die sich nicht ausschließlich vegan ernähren wollen. Muss man das? Ja, muss man … wegen der Toleranz. Ach so. Warum eigentlich sind wir dann nicht auch toleranter gegen Menschen, die Menschen töten? Ach ja, Menschen sind ja doch viel mehr wert als so ein „Nutztier“, das ja schließlich nur für unseren Genuss überhaupt erst existiert …

      Ich schließe mich hier den durchaus provokanten Äußerungen eines prominenten italienischen Tierschützers an, Prof. Franco Libero Manco, der es (übersetzt) einmal so formulierte: „Nicht alle Meinungen haben denselben Wert, und es ist eben nicht wahr, dass eine Meinung, die es rechtfertigt, Fleisch zu essen so richtig ist wie die Meinung, dass man dies aus ethischen Gründen nicht tun sollte. […] die Position, die das Gesetz des Stärkeren über den Schwächeren legitimiert, hat nicht denselben Wert wie die Meinung, die Unschuldige verteidigt. […] Wenn es gerechtfertigt und richtig ist, das Fleisch von Tieren zu essen, warum weigert sich dann die Mehrheit der Menschen dabei zuzuschauen, wenn sie getötet werden – auch auf einem Bio-Hof??
      Und wenn es weder gerechtfertigt noch richtig ist, warum haben sie dann teil an einer als moralisch nicht gerechtfertigten, ungerechten und grausamen Praxis?“

      Es ist sehr schade, dass der Großteil der Menschen immer noch in der anthropozentrischen Kultur gefangen ist (vermutlich, weil es einfach die bequemere Denkart ist?), derzufolge der Mensch dem Tier überlegen ist. Wenn demnach der Mensch entscheidet, ein Tier zu töten oder zu versklaven, so muss es ihm freistehen, dies zu tun, ohne dass man sich die Mühe machen müsste oder gar die Frechheit besäße, ihn wegen seines Verhaltens zu kritisieren? Dies ist für mich eine sehr archaische Sicht auf die menschliche Zivilisation.

      Heike

    • @ Torsten

      Eigentlich kann ich mit Ihrer Ansicht der Dinge gut leben.

      Nur stört mich auf ‚philosophischer Ebene‘ folgendes:
      Entweder man kommt von dem anfänglich moralisch-empathisch-vernünftig initiierten Entschluss zur aufgeklärten willkürlich-eingestandenen Trennlinie – und verlegt sich nur noch auf pragmatisch-vernünftige Abwägungen zur Lebensgestaltung, wobei man dann keinen moralisch-überheblichen Standpunkt mehr einnehmen kann, sondern lediglich einen vernünftig-pragmatischen kühl-ethischen Standpunkt. (Dazu scheinen Sie bereit, kenne allerdings viele, die hier schon in Panik geraten.)
      Oder aber man verlegt seinen moralisches ‚Beil‘ nun widerum auf a) einen Sinn ergebenden Aspekt, hier etwa den Aspekt des Fühlens, des Bewusstsein, als Lebe-Wesens-Definition, und viele denken dies dann doch wieder in Konkurrenz: sinnigeren Aspekt, sinniger als die Unterscheidung Menschen/Tier. Oder aber – und das finde ich eigentlich den grundsätzlicheren Vorgang, der sich nicht konsequent zur Moral als Recht aus dem Wesen selbst heraus (Naturrecht, vom moralischen Menschen eingesehen und zugestanden, indem er sich herausnimmt aus der Zusprechung des Rechts) verträgt, nämlich die Tatsache b) dass man als Mensch überhaupt abwägungsrecht darüber haben kann, was denn nun der entscheidende Aspekt ist, um das Recht auf Leben zuzuerkennen.

      Einem Schwarzen etwa hätte man in der Vergangenheit die Seele, damit das Menschsein, und damit auch Empfindsamkeit (in Bezug auf versnobbt gedachte Kultur) abgesprochen, und damit wäre das Ermorden eines Schwarzen kein Mord mehr – oder allgegenwärtig: ungeboren lebenden Menschenlebewesen.

      Also wenn man wirklich die Stufen durchgeht, die wir in den letzten Posts angedacht haben, dann müsste eigentlich die Einsicht da sein, dass das Recht auf Leben und die Definition, was nun Leben ist, nicht vom Menschen abhängen darf, sondern vom Tier selbst, der Pflanze selbst, dem Schwarzen selbst etc. entspringt.

      Denn wenn man diese Verallgemeinerung des Rechtszuspruches nicht vollzieht, sondern von seinen persönlichen Vorlieben/Kalkül/Denken abhängig sein lässt, dann hat die Vernunft nicht bis zum Ende die Moral begleitet, sondern ist vorher ausgestiegen. Dann ist es wiederum _nur_ beliebig. Es steht dann immer noch die Person im Zentrum, nicht das Naturrecht verwirklichte Lebewesen. Will man wirklich menschliche initiierte Moral als Naturrecht konsequent denken und bei sich etablieren, muss man es von sich, dem Menschen und seinem Dünken, Spekulieren und seinen vorläufigen ‚Forschungserkenntnissen‘ abnabeln und eigenständig gelten lassen.

      Und von daher, diesem Dammbruch, kann ich nachvollziehen, warum Menschen diese Aufweichung des menschlichen Rechtsempfindens auf außermenschliches und abwägungsfähigen Sinnaspekten kritisch gegenüberstehen, den Menschen unangetastet und undefiniert belassen (Ausnahme bilden Frauen, die sich als Frauen nicht den allgemeinen Menschenrechten verpflichtet fühlen, und Sterbehilfeanmaßung Dritter) und vage etwas belassen, was mit Vernunft genausowenig klar umrissen werden kann, wie es auch emotional nicht klar umrissen werden kann.

      Man stelle sich vor, man nähme hier nur einen Aspekt, oder alle zusammen allzu ernst: Man könnte betäubt-schlafende Menschen abtöten, weil keine Empfindung und kein Bewusstsein.

      Und obwohl Emotionen den Gewaltverbrecher genauso rachebedingt gerechtfertigt umbringen könnte, wie es Vernunft Abtreibung meint rechtfertigen zu können, ist trotz dieser Unklarheit in den einzelnen Gebieten (Vernunft, Empathie Moral Empfinden) wenigstens eine Intuition und Instinkt klar: Was ein Mensch ist.

      Deswegen scheint mir der Schritt vom Menschen weg auf die Ausweitung zum bloß empfindsamen Lebewesen als ein sehr gravierender Schritt, den man nicht so unbedenklich (wenn auch gutgemeint) tun sollte.

      Soviel zum moralisch-empfindsamen Aspekt.

      Ohne Moral, nur als Vernünftigkeit:

      Nach wie vor bezweifle ich, dass ein gesund geführter Bauernhof mit Tieren, der mit Tierausscheidungen den Stickstoff für die Felder bereitstellen und den Nahrungs-Abbau-Kreislauf schließen kann, und nur das verwertet, was zusätzlich abgeworfen wird, mehr Belastung für die Umwelt darstellen sollte oder friedloser sein sollte. Schließlich wird hier über die Milch, Butter, Getreide, Fleisch , Innereien, Knochenmark, Fond, doch ziemlich alles effizient zum Verzehr verarbeitet – und vor allem fließt die Arbeitsressource der Bauernfamilie direkt, unmittelbar und authentischer als bei so manchem Großstadtveganer in diesen (Pflege-)Kreislauf hinein.

      Ich wüsste nicht, was ein Veganer an seinem Verzehr und seiner Verdauung effizienter gestalten könnte. Wenn allerdings nur der Vorteil darin liegen sollte, dass nur die Empfindsamkeit gegenüber empfindsamen Leben vermieden wird, dann ist Effizienz gar nicht die richtige Bewertungsebene.

      Einem Kleinbauern aber mangelnde Friedfertigkeit vorzuwerfen, der teils sehr genau weiß, was Kühen wehtut, wann sie bei zu spätem Melken schmerzen, ihre Namen kennt, und deswegen seinen Aufsteh-Rythmus nach den Kühen ausrichtet – das werden Sie hoffentlich ebenfalls als absurd bezeichnen?

    • @ Veganislove,

      Der Bube zieht nicht nur niedliche Fazite, auch seine Einteilung der Lebewesen finde ich sehr originell: Menschen, Tiere, Pflanzen und Schwarze:

      „… dass das Recht auf Leben und die Definition, was nun Leben ist, nicht vom Menschen abhängen darf, sondern vom Tier selbst, der Pflanze selbst, dem Schwarzen selbst etc. entspringt.“

    • @ Heike,
      ich danke Ihnen für Ihren Kommentar. Wir verstehen uns.

      @ BertTom,
      ob man bei diesem hoch-emotionalen Thema einen vernünftig-pragmatischen kühl-ethischen Standpunkt einnimmt oder einen moralisch-überheblichen, ist meiner Ansicht nach relativ unwichtig. Ungleich wichtiger ist es, daß man damit aufhört, den eigenen Lebensweg mit Leichen zu pflastern. Tiere sind eindeutig leidensfähig, für Saugetiere, Vögel und Fische ist dies nachgewiesen. Dies haben wir Menschen zu respektieren, sonst sind wir ungerecht. Nun kann man auch über den Sinn von Gerechtigkeit diskutieren, aber das tue ich nicht, denn ohne Gerechtigkeit ist das Leben nicht mehr lebenswert. Moral ist ein Produkt des menschlichen Geistes und wäre ohne Menschen nicht in der Welt. Aber nun sind wir nunmal da, betrachten die Welt und kommen zu Einsichten. Ich bin zur Einsicht gelangt, daß die Behandlung der „Nutz-„-Tiere, wie ich sie erlebe, ein Verbrechen gegen die Gerechtigkeit ist. Diese Einsicht entspricht meinem Koordinatensystem, deshalb handle ich danach. Ich spreche den Tieren das Recht auf ein gutes Leben zu. Ich bin so, ich kann nicht anders. Nach Ihrer Logik mache ich mich damit von meinem persönlichen Denken abhängig, aber ich frage Sie, von was denn sonst? Vernunft ist gut und wichtig, aber die Moral steht noch über ihr. Vernunft ist das Werkzeug, Moral ist das Ziel.

      Die von ihnen formulierte „Aufweichung des menschlichen Rechtsempfindens auf Außermenschliches“ ist für mich im fall der Tiere die Vollendung der Vernunft, und ich bin immer wieder fassungslos, daß diesem Vorgang „Menschen kritisch gegenüberstehen“.

      Ja, auch den Schwarzen hat man früher die Seele abgesprochen und bis ins Mittelalter Manche auch den Frauen. Glücklicherweise hat sich in diesem Punkt die Menschheit weiterentwickelt und dieser Blödsinn hat heute keine Chance mehr auf allgemeine Anerkennung. Nun hat der Kampf um die Anerkennung von Rechten für Tiere begonnen, und ich weiß, auf welcher Seite ich stehe.

      Das Thema Abtreibung, auf das Sie anspielen, wäre ein eigenes Forum wert, deshalb nur soviel dazu: Ich bin nicht dafür, weil man unerwünschte Kinder auch friedlich „loswerden“ kann, Stichwort „Babyklappe“.

      Hingegen scheint mir das Töten gewissenloser Gewaltverbrecher erlaubt. Wer soviel Schaden angerichtet hat, sollte das Lebensrecht verlieren. Im Gegensatz zu Ihnen ziehe ich die Grenze nicht zwischen Mensch und nichtmenschlichem Lebewesen, sondern zwischen Gut und Böse. Das Gute soll sein und das Böse soll nicht sein.

      Auch auf Bio-Höfen müssen Unschuldige sterben. Ich bin in der Tat der Meinung, daß Effizienz nicht die höchste Priorität hat. Sie macht an vielen Stellen Sinn, aber effizient Unschuldige zu töten, ist in meinem Denken nicht positiv besetzt, im Gegenteil. Wenn ein Kleinbauer den Kühen, die er mit Namen kennt und nach denen er seinen Tagesrhythmus ausrichtet, vor der Zeit, die ihnen die Natur eigentlich gegeben hätte, das Einzige nimmt, was sie besitzen, ihre natürliche Lebenszeit, das ist das Akt roher Gewalt. Friedfertig kann ich das nicht nennen, dazu müßte er mehr Ehrfurcht vor dem Leben haben und das Töten sein lassen.

    • @ Kinders
      Im Grunde geben Sie zum Ausdruck, dass Sie den Begriff Unabwägbar in unserer Verfassung nicht verstehen.

      @ Torsten

      Schade, jetzt ist doch wieder alles irgendwie Gefühlssache, nicht?
      Ich dachte, Sie selbst hätten die Notwendigkeit von Moral/Empathie und Vernunft angesprochen.

      Da finde ich die Ambivalenz und Spannung eines Kleinbauern ehrlicher, weil er die aushält ohne moralisch aufzutreten, denn auch Sie werden ohne diese Ambivalenz (halb ist es ja schon mit dem Gewaltverbrecher angeschnitten) nicht auskommen.

      Jetzt wäre natürlich noch interessant, ob sie das Arbeitsergebnis ihrer Eltern in Form von Erbe zum Todeszeitpunkt ablehnen werden/ abgelehnt haben, oder ob sie da nicht auch bereits zum Bauer werden oder geworden sind.

    • @ Torsten,

      Ich bewundere Ihre Geduld. Ganz ernst gemeint.

      Dieser Neuling im Diskussionsforum mußte offenbar in eine neue Identität schlüpfen, da die alte gesperrt wurde, wie er in einer anderen Diskussion selbst zum Besten gab. Gegenüber mir und Veganislove ist er in einer anderen Diskussion von Anfang an ohne ersichtlichen Grund aggressiv und beleidigend aufgetreten. Das strapaziert natürlich die Geduld eine wenig. Falls es Sie interessieren sollte, das war in der Diskussion zum Thema „Tabus versus Tabula rasa“. Ist aber nicht wirklich der Mühe wert sich dieses Gestänkere durchzulesen.

      Leute, die nur zum Stänkern an Diskussionen teilnehmen meide ich natürlich. Veganislove hat da eine höhere Toleranzschwelle, wie wir in einem Gedankenaustausch schon herausgefunden hatten.

      Wenn jemand in einer Diskussion mit seiner angeblichen Vernunft gegen Empathie anstinken möchte, dann kann man sich diesbezüglich meiner Meinung nach durchaus auf eine Diskussion einlassen. Wenn aber Faktenphobie gepaart mit Ungeschicklichkeit und Unverständlichkeit der Ausdrucksweise alleine schon den Schluß nahelegen, daß derjenige während des Schöpfungsaktes nicht nur bei der Ausgabe von Empathie zu kurz gekommen ist sondern auch bei der Ausgabe von Vernunft, dann ist für mich die Schwelle erreicht wo ich gerne auf weitere Diskussionen verzichte.

      Da ziehe ich mich dann lieber höflich zurück. Wenn derjenige dann allerdings solche Stilblüten bringt wie die oben von mir zitierte, dann kann ich es mir manchmal nicht verkneifen, die ein wenig ins Rampenlicht zu stellen. Ich denke Zitieren im Zusammenhang muß erlaubt sein.

      Dies nur, falls Sie sich über meinen obigen kleinen Einschub in diese Diskussion geärgert haben sollten.

      Als empathischer Mensch sollte man immer auch auf der Hut sein nicht ausgenutzt und auf den Arm genommen zu werden.

    • @ BertTom

      Vielleicht brauchen Sie noch die Erfahrung, daß Ihnen bittere Ungerechtigkeit widerfährt, um zu verstehen, daß Gerechtigkeit und Moral Werte an sich sind, die keiner kühl-logischen Begründung bedürfen.
      Was Sie als Ehrlichkeit des Kleinbauern bezeichnen, sind für mich Grenzüberschreitungen, die er begeht, um seinen Lebensunterhalt zu bestreiten und sie juristisch gesehen nicht verboten sind. Natürlich müssen wir alle Kompromisse eingehen. Aber Unschuldige töten muß man nicht. Tut man es dennoch, will man es. Dann ist man nicht ehrlich, sondern abgestumpft.

      @ Herr Schürer

      Ich danke ihnen für Ihre Informationen über meinen Gesprächspartner, das wußte ich nicht. War wohl auch besser so, sonst wäre dieser aus meiner Perspektive durchaus interessante Dialog wohl nicht zustande gekommen.
      Geärgert haben Sie mich natürlich nicht. Ich schätze Sie als empathischen Menschen und Mitstreiter. Da müssen Sie mir schon heftig an die Karre fahren, daß ich mich über Sie ärgere, und das kann ich mir bei Ihnen nicht vorstellen.

    • @ Torsten,

      „sonst wäre dieser aus meiner Perspektive durchaus interessante Dialog wohl nicht zustande gekommen.“

      Dieser Dialog war nicht nur aus Ihrer Perspektive interessant. Ich fand das auch sehr interessant.

      Ich habe wirklich Schwierigkeiten zu verstehen, was Ihr Diskussionspartner uns mitteilen möchte. Erstens weil er wirklich Schwierigkeiten zu haben scheint sich klar auszudrücken. Und zweitens weil er wirklich Überlegungen aus der Luft greift, die mit der Sache überhaupt nichts zu tun haben. So kommt es mir zumindest vor. Und insofern war Ihr Part in diesem Dialog für mich sehr lehrreich: bezüglich dessen, wie man mit viel Geduld doch einen Sinn in solch schwer Verständlichem entdecken und wie man mit noch mehr Geduld ruhig darauf antworten kann. Da kann ich noch was von Ihnen lernen.

    • @ Gruppenschläger

      Es ist eine Lüge, dass mein Account vormals gesperrt wurde.
      Es ist auch überhaupt gar kein Geheimnis, was sie hier in einem argumentations – übrigens charakterlos – diffamierenden Sinne als erwähnenswert gar argumentationswert erachten.

      Ich habe Sie im Nachbar-Thread schon ausreichend demaskiert, und auch dies endet hier desaströs peinlich für sie.
      Gruppenschläger, Diffamierungsversuche trotz Eingeständnis, dass ein interessantes Gespräch nicht verstanden wurde, lieber destruktiv hineinzuwirken, weil man die Intelligenz zu solch einem Gespräch nicht aufbringt.

      Ist eben einfach nur peinlich. Bei Männern schwanzlos. Bei Frauen eben Weibchengehabe. Wer nichts zu sagen hat, sollte einfach schweigen, oder lernen. Wer nichts kapiert, hat immer noch Defamierungsfaust, Vermassung …

      @ Torsten
      Da Sie sich zum Gruppenmobbing verbrüdern lassen:

      Die Tatsache, dass meine Reflexion bereits ein paar Schritte weiter zu sein, nicht nur behauptet, sondern hier dargelegt wurden, sollten erster Hinweis sein, dass die bequemliche Unterstellung, nur Sie hätten Ungerechtigkeit erlebt, einfach nur für sich spricht.

      Was andere offen zugeben, nicht zu verstehen, und Diskussions-Geduld als sinnunterstellende Dummheit entwerten, um sich selbst aus der Pflicht zu nehmen, nämlich nachzudenken, dies Nichtverstandene würde direkt in Ihr Kernproblem münden, die zu der abstrus-verwegenen Selbsttäuschung führt, andere hätten keine Ungerechtigkeit erlebt.

      Es zeigt sich mit dem Gesprächsverlauf folgendes:

      Moral wird in einer Person absolut (als Naturrecht) empfunden. Es verleitet das vereinnahmte Ich zu überheblich-exklusiver Ichaufwertung und Nichtvereinnahmung zu Abwertung.

      Ebenfalls sieht man von anderen Teilnehmern, die selbst nur trollartig destruktives einbringen – was ja hier nachvollziehbar ist (schwarz auf weiß) – wie sie Teils diffamierenden teils _panisch_ jegliche vernunftgeleitete Eingrenzung, Abgrenzung und Einschätzung für unbotmäßig halten.

      Zuletzt, nach einer (Ihren) _seltenen_ Bereitschaft sich und den Absolutheitsanspruch (der einhergeht mit Wahrheis/Gerechtigkeits/Weltanspruch) der moralischen Empfindung und Ichvereinnahmung (Ichidentifizierung mit Moral) einer Einschätzung und Untersuchung einzulassen, kommen typische gravitative Kräfte, die einen in den Empfindungsmutterschoß zurückziehen.

      Hier wird dann gerne auf die angebotenen Diffamierungen und Paniken zurückgegriffen, um vor sich selbst gesichtswahrend die Regression ins Gefühl zu rechtfertigen, denn ansonsten wäre Regression schambesetzt, letztes aber nur nebenbei.

      Ich unterstelle Ihnen (aus Erfahrung mit vielen Veganern) nun mal zur Selbstreflexion im fragend-abklopfenden Sinne, dass ein Bauer einen authentischere und ehrlichere Beziehung zu Tieren hat, als das, worauf Sie sich mit Ihren (entfernten) Gefühle/Empathien berufen.
      Ich denke Tiere dienen hier lediglich als Anknüpfungspunkt, so weit entfernt und vereinnahmt, wie es Herr Fleck nachkonstrieren muss: Keiner von euch beiden hat wahrscheinlich die mit ihrem Gefühl/Moral suggerierte Tiernähe, etwa, schon einmal eine Kalb mitgeboren zu haben, eine Kuh bis zum natürlichen Tode begleitet zu haben, noch gepflegt zu haben.
      Solche Gefühle sind zunächst einmal als abstraktere Tierempfinsamkeit zu entlarven, und einer wirklichen Tierbeziehung weit hintanzustellen. Für Aids zu spenden und ergriffen zu sein, gegen Hungersnöte etc. ist weit hinter den tagtäglichen Helfern und Pflegepersonen anzustellen.
      Soweit einfach mal zur Authentizität zur Tierbeziehung – was noch nichts darüber aussagt, ob die durch Elterngeschenke angenommene Eigentumswohnung, Ausbildung, juristisch erzwungener Unterhalt der Eltern moralisch schlimmer einzuschätzen sind, als die Verspeisung der Kuh, am Ende eines Kuhlebens, für das der Bauer _wirklich_ tagtäglich Pflege aufgebracht hat, anders als Kinder ihre Eltern zur Pflege abschieben, und das Erbe nicht dem Pflegepersonal zukommen lassen.

      Diese nicht als Beziehung geführte abstrakte Tierempfindsamkeit enttarnt sich sehr oft als Abneigung und alternative Angriffsposition gegen bestehendes, Menschliches.

      Das führt zur weiteren Feststellung, dass auch ‚vegane Moral‘ willkürlich, fehlerhaft, engstirnig und ungerecht ist, wenn es nicht vom persönlichen Hochkanzelgefühl der Ichaufwertung abgenabelt wird.

      Und diese Weigerung, sich diese Widersprüche und unperfekt-ungerechten Absolutheitsempfindung zuzugeben, zusammen mit der Weigerung, die Sie hier allesamt zutage legen, sich nicht _vernunftgeleitet_ auf eine Moralerweiterung/Verallgemeinerung einzulassen, etwa auch Pflanzen unabhängig von ihrer persönlich narzisstischen Definition vom empfindsamen Leben (mit dem lächerlichen Entkräftigungsversuch, Veganer würden doch schon mehr an Moral beanspruchen und umsetzen) als schützenswert zuzulassen, …
      … diese Weigerung und Uneinsichtigkeit ist kurioserweise genau das, woran Sie bei anderen scheitern. Sie beklagen diese Uneinsichtigkeit, mangelnde Empathie, mangelnde Moral, und sind selbst nicht bereit, weder emotional, weder theoretisch, weder moralisch.

      Und daran kann man unterscheiden, ob es sich eigentlich um ideologievereinnahmte Ichschwäche und Ichaufwertung handelt, um (noch) irgendwelche privat-psychologische Probleme, die sich gegen etwas richten und in Oppoisition treten müssen (was durchaus als gesund und richtig betrachtet werden kann) und stellvertretend eine Krücke der Abnabelung suchen, oder ob es wirklich um die Bereitschaft geht, einen moralisch-empfindsamen Kristallisationspunkt zu verwirklichen, und bereit sind, diesen über sich hinaus ins Allgemeine (Menschen/Tier-) Recht wachsen zu lassen.

      Kaum jemand nimmt seine Moral wirklich so ernst, liebt vielmehr die Erhöhung der Kanzlei und spricht von Tieren wie Priester über Sex, oder Herr Fleck über abstrakte Tierempfindsamkeit: ‚falsche‘ Gefühle.

    • Empathie-fähigen Menschen stellt sich natürlich bei sowas die Frage: wie kann man jemand helfen, der in dieser extremen Weise seine Minderwertigkeitskomplexe dadurch kompensieren muß, daß er anderen moralische Überheblichkeit andichten muß. Mir fällt bei derartig aus der Luft gegriffenen haltlosen Projektionen nichts ein, was man für den Armen tun könnte. Da ist wohl professionelle Hilfe erforderlich.

    • @ BertTom

      Ich danke ihnen für dieses Statement, Ich werde mich daraufhin auf einen möglichen Zuammenhang zwischen meinem Einsatz für Tierrechte und möglichen narzistischen Strömungen in meiner Persönlichkeit beobachten. Sollte ich fündig werden, werde ich den Narzismus zurückdrängen.
      An der Richtigkeit meines Einsatzes für Tierrechte habe ich allerdings nicht den allerkleinsten Zweifel. Was mit Tieren geschieht, ist so unvorstellbar schlecht, daß jeder vernünftige Mensch zur Erkenntnis kommen muß, daß dies nicht hinzunehmen ist.
      Ich hoffe, daß Sie sich im Rahmen Ihrer Möglichkeiten an der Lösung beteiligen.

    • Ich bewundere Euch, dass Euch zu solchen Texten wie denen von BertTom oder auch vorher denen von Hofnarr überhaupt noch etwas einfällt! Man kann so etwas allerdings auch nutzen, indem man die Dinge immer noch klarer und umfassender darstellt. Dies ist hier „Vegan4Life“ besonders gut gelungen. Ich schwächele schon lange mit den Nerven, wenn ich immer wieder diesen gewaltsam zusammenkonstruierten Blödsinn über die gefühllosen, arroganten Veganer lese, die bedenkenlos Pflanzen ermorden! Ich vermute, dass bei den hartnäckig willigen Tierausbeutern eine tiefe Angst besteht, diese Art Vormachtstellung in der Welt zu verlieren, weil sie dann nicht mehr wissen, woraus sie ihr gewohntes Überheblichkeitsgefühl beziehen können, aus dem sich ihr krankes Selbstverständnis speist.

    • @ Veganislove,

      „Ich bewundere Euch, dass Euch zu solchen Texten wie denen von BertTom oder auch vorher denen von Hofnarr überhaupt noch etwas einfällt!“

      Finde ich ja witzig. Das hatten wir auch schon mal umgekehrt, wo ich Sie deswegen bewunderte.

      Was BertTom betrifft, so hat der sich durch sein Auftreten als Diskussionsteilnehmer ja selbst disqualifiziert. Deshalb diskutiere ich MIT dem ja auch nicht. Ich schreibe höchstens was ÜBER seine merkwürdigen Einlassungen. Denn – ich hatte das ja an anderer Stelle schon mal geschrieben – meine Empathie galt als kleines Kind ja mal fast ausschließlich den Tieren, die es vor den Menschen zu schützen galt. Erst als Heranwachsender adoptierte ich dann allmählich auch die Gattung Mensch in dem Maße, in dem mir bewußt wurde wie sehr auch viele davon schwer zu leiden hatten. Grade Leute mit einer Macke verdienen ja durchaus unser Mitgefühl.

      Was allerdings nicht bedeutet, daß man sich von ihnen als Projektionsfläche für ihre Defizite mißbrauchen lassen muß.

      Was die eigenartigen Gedankenverknüpfungen unseres Diskussionsteilnehmers hier betrifft – er scheint Tierliebe und die Bereitschaft ein Erbe anzunehmen für unvereinbar zu halten – so mache ich mir Gedanken auf welcher Grundlage solche Eigenarten gedeihen? Ob wir es hier mit einem selbstlosen Pfleger zu tun haben, der sich beruflich(?) der Pflege von reichen Alten widmete und seine Arbeit als nicht ausreichend vergütet empfand? Und dann mit ansehen mußte, daß die Nachkommen, die die unerquickliche Pflegearbeit delegiert hatten nach dem Ableben der Alten ein reiches Erbe einsackten? Und diese Nachkommen waren vielleicht tierlieb? Wer weiß für welche Erfahrungen die Menschen Projektionsflächen brauchen?

      Was Hofnarr betrifft, so sehe ich dessen Sichtweise gar nicht so weit von meiner bisherigen entfernt. Wobei meine bisherige Sichtweise wohl zum großen Teil einer gewissen Bequemlichkeit und Weigerung sich mit unangenehmen Fakten auseinanderzusetzen geschuldet war. Was Hofnarr jedenfalls bisher hier an Argumenten für die Mensch-ist-ein-Aasfresser-These vorbringt kommt mir altbekannt vor. Und überhaupt nicht überzeugend. Bei Hofnarr habe ich die Hoffnung noch nicht aufgegeben, daß er vielleicht auch zu neuen Überzeugungen gelangen kann. Jedenfalls handelt es sich bei ihm meines Erachtens tatsächlich um einen Suchenden und nicht um jemand, der eine Diskussion nur stören möchte.

      „Ich schwächele schon lange mit den Nerven, wenn ich immer wieder diesen gewaltsam zusammenkonstruierten Blödsinn über die gefühllosen, arroganten Veganer lese, die bedenkenlos Pflanzen ermorden!“

      Da steht mir ja wohl noch manche unangenehme Erfahrung bevor, wenn ich den Schritt zum Veganer wirklich mache. Ich habe meinen Fleischverzehr ja inzwischen drastisch gesenkt, aber immer noch nicht auf Null. Und das eigentlich ausschließlich aus „sozialen“ Gründen. Mein Umfeld besteht nun mal zum großen Teil aus Fleischessern. Und da habe ich mich noch nicht vollkommen abgenabelt. Mit Genuß hat der Fleischverzehr inzwischen allerdings nichts mehr zu tun. Und ich beginne mich zu fragen, wie das mal anders sein konnte.

    • „Massenmenschen“? Der war gut …. ! Ausgerechnet Veganer mit diesem Begriff zu etikettieren, ist doch schon sehr schräg, schwimmen diese doch spätestens seit ihrer Entscheidung in vielerlei Hinsicht gegen den Strom, wie Herr Schürer ja auch dargestellt hat. Das Umfeld, die Masse nämlich, geht diesen Weg nicht, so dass mancheiner, der eigentlich vegan leben möchte, es aus Angst vor Ausgrenzung oder Isolation nicht umsetzt.

      Ich glaube, die meisten langjährigen Veganer können davon ein Lied singen.

      Heike

    • Lieber BertTom,

      nicht alle Veganer neigen zu solch religiösem Grabenkampf. Sie dürfen Fleisch essen, das ist OK. Ich hoffe Sie genießen es und werfen wenn möglich nichts in die Tonne.

      Es ist gerade zu kaf­ka­esk wie Menschen ständig versuchen Ihre eigene Lebensweisen oder Überzeugungen zu rechtfertigen. Verständlich, denn irgendwo muss man sich halten.

    • Also hier nochmals der Witz
      vegan1 und
      vegan2
      unterhalten sich über ihre Individualität.

      Ist einfach köstlich.

    • Och nö, wie albern ist DAS denn? Nir weil hier einige aus gegebenem Anlass das Wort „vegan“ in ihrem Alias haben (gerade mal 3 Diskutanten), sprechen wir hier von mangelnder Individualität? Als ob sich diese allein über die Ernährung definieren würde …

      Das war dann ja wohl ein klassisches Eigentor, denn die Nicht-Veganer sind nach wie vor die meisten, die allermeisten (rd. 70 Millionen in D)?

    • Ach, auch (Nazis und) Mitläufer pflegten gerne ihr ‚deutsche Opferrolle‘ vor der Welt und blühten innerhalb eines albernen Banners, eines albernen Grußes und einer albernen Philosophie, aber vor allem in Schlägergruppen richtig auf.
      Und da reichen schon zwei, drei Personen, um sich erhaben zu fühlen, wie Sie hier belegen.

      Im Übrigen sind es ja Sie, die auf solche Banner, Erkennungsmerkmale und Avatars zurückgreifen. Mir wäre das auch peinlich, die Vereinnahmung durch Ideologie so plastisch vor Augen geführt zu bekommen,und dann auch noch selbst verbockt zu haben.

      Natürlich missversteht man dann gerne Masse, Massenmensch als reine Mengenangabe; Und dass mit dem Namen natürlich ein Verhalten gemeint ist, dass sehr wohl im Rudel mitschwimmt, und nicht für sich alleine steht… Alles schön offenkundig geworden – und wunderbar unbewusst veranschaulicht auch durch euren individuellen Namen.
      Zugegeben: Ich kann den Versuch verstehen, diese offenkundige Peinlichkeit unter den Tisch kehren zu wollen,
      veganxxx

      Tja, das ersehnte Eigentor, ging wohl gründlich daneben.

    • Ok, mir reicht’s mal wieder. Den Nazivergleich brauche ich wirklich nicht.

      Behalten Sie ruhig Ihr merkwürdiges Weltbild und werden Sie glücklich damit.

      Jede weitere Auseinandersetzung mit Ihnen ist vergeudete Zeit.

    • Liebe Vegan4Life,

      es wäre bedauerlich wenn Sie sich zurückziehen würden. Sicher, es ist mühsam, aber mühsamer ist es, sich an Dingen abzuarbeiten die einem sehr individuellen (Lebens-) Gefühl entspringen. Solche Gefühle wachsen über viele Jahre und solltem jedem zugestanden sein. Man kann sie doch einem Menschen nicht einfach wegnehmen, verdrehen, verbieten oder befehlen. Da ergibt doch die Aussage: „Wie kann man erwarten, dass der Mensch Mitleid und subjektivierende Empathie für Tiere aufbringt, wenn es ihm nicht einmal beim Menschen gelingt?“ tatsächlich Sinn.

      Ich spreche jetzt nicht konkret Sie an, meine folgende Einlassung ist an alle Menschen gerichtet und auch Themenübergreifend anwendbar.

      Muss ich BertTom einen fehlgeleiteten Menschen oder gar Mörder nennen? Nein, den es würde nicht nur seine Aussage bestätigen, sondern auch offenbaren dass ich selbst nicht mehr fähig wäre mich auf andere Menschen einzulassen. Und schlimmer noch, ich würde soweit gehen und behaupten, dass diejenigen Personen die das tun, bereits, wahrscheinlich ohne es zu merken, die Seiten gewechselt haben… hin zu betoniertem Fundamentalismus.

      Wenn jemand argumentiert, es ginge einzig und alleine darum, man könne aus Mitgefühl keine Tiere töten, so braucht sich diese Person nicht wundern wenn ihr giftige Spitzfindigkeiten entgegengeschleudert werden. Man muß sich dann fragen lassen: „Wie hälst Du es mit dem Haustier? Frisst dieses Fleisch?“, „Wie hälst Du es mit Personen die ihre Haustiere nicht vegan ernähren?“, „Wie hälst Du es mit den Bettwanzen?“, „Wie hältst Du es mit den Stechmücken oder den dreimal verfluchten Holzböcken?“.

      Was sollte man da antworten? Beispielsweise so:

      Ja, auch „der Veganismus“ lässt Fragen offen. Aber ich gebe mir größte Mühe mein Leben in Einklang mit meinen Überzeugungen zu leben und würde mir wünschen, dass mehr Menschen ein schärferes Bewußtsein dafür entwickeln könnten zu welch unwürdigen Zuständen wir es bereits gebracht haben. Findest Du diese Industrie den nicht pervers?

      Was wäre wohl die Erwiderung? Der überwiegende Teil der Menschen, und wahrscheinlich auch ein großer Teil der Profiteure selbst, würden mit „Doch, finde ich.“ antworten und sicher würde es auch nicht lange dauern bis das Wort „Unmenschlich“ gebraucht wird. Und genau das macht mir Hoffnung, denn offenbar gibt es doch ein Referenzbild der Menschlichkeit bzw. was einem Menschen würdig ist, in uns.

      Die Lösung ist also keine erzwungener veggieday (Verlauf bekannt), sondern die Aufklärung und Sensibilisierung aller Menschen. Ich persönlich würde mich schon sehr freuen, wenn das „Alles zu jeder Zeit und überall verfügbar“ und die damit begründetet „Überproduktion“ ein Ende finden würde.

      Wenn man sich überlegt wie das klappen könnte, dann kommt man unweigerlich zu dem Schluss, dass es mit einer Diskussion ob nun die „Vegane Gesellschaft“ oder die „Vegane Gesellschaft Deutschland“ es keinesfalls hinhaut. Es macht auch keinen Sinn im Gestern nach Argumenten zu suchen. Jetzt ist der Zeitpunkt der uns betrifft und eine bessere Zukunft liegt nicht auf dem Schlachtfeld.

    • @ vegan-masse

      Die konstruktive Unterhaltung mit Torsten wurde durch euch Herrn Z durch Diffamierung und abwehselnde Einlassungen von vegan-xy zum Erliegen und ins Absurde gewendet..

      Ich begrüße nicht nur die Ankündigung des sich Zurückziehens, sondern frage, ob sie künftig sich nicht komplett aus anderen Gesprächen heraushalten könnten.

      Was hatte diese Horden-Autreten von Anfang eigtl für einen Sinn, da doch zwei Erwachsene sich unterhielten?

      Diesen Threadverlauf betrachtet, müssen Sie sich der Tatsache stellen, wer hier Massen-Hordenmethoden gegenüber Einzelnen anwendet. Wollen Sie nicht mit Pöblern assoziert werden, oder gar als Massenmensch ohne eigene Meinung, dann sollten sie sich dementsprechend verhalten.

      Der Thread-Verlauf zeigt deutlich, dass Handeln nicht mit ihrem Selbstbild zusammenpasst.

      Deswegen: wenn zwei sich unterhalten, sollte man das Gespräch erst einmal respektieren.

      Dass dann BertTom in die Nähe eines Mörders gestellt werden soll, dessen Behauptung nur durch Vernünftigkeit der Fragestellerin und nicht sachlich zurückgenommen wird, ist strafrechtlich relevant – und lässt nochmal ganz anders aufhorchen.
      Zusammen mit der PM zeigt das, dass sie es gar nicht wert waren für Torsten – Stichwort friedlich – das Wort zu reden.

      Das ist schon ziemlich dreist, und zeigt Methode (etwa zur Beurteilung Freuds).

      Schade ist, dass der eigentlich vernünftige Ursprungsverlauf durch euch Hordenmenschen gekapert wurde, und die glaubhafte a-ideologische Friedlichkeit eines Veganers Torsten von euch völlig in den ideologischen Grabenkampf gedreht wurde: Auf euch kann der Veganismus verzichten.

      Eine schändliches Beispiel für emanzipierten Frauen seid ihr allemal.

    • @ BertTom
      Keine Ahnung, ob Sie mich mit Ihren unverständlichen Attacken meinen, ist mir aber auch egal.

      Jedenfalls habe ich Sie zu keinem Zeitpunkt einen Mörder genannt.

      Und jemand, der so verquastes, pseudo-intellektuelles Zeugs von sich gibt wie Sie und dabei nicht einmal die eigene Grammatik und Syntax beherrscht, den Unterschied von Groß- und Kleinschreibung nicht kennt, disqualifiziert sich ohnenhin am besten selbst. Ernst nehmen kann ich Ihr unreifes Geschreibsel tatsächlich nicht …

    • @ Vegan4Life,

      „und dabei nicht einmal die eigene Grammatik und Syntax beherrscht“

      Sie sagen es – wenn schon die Form ein heilloses Durcheinander ist, wie soll man da einen sinnvollen Inhalt entdecken können. Meine Bewunderung für die diesbezüglichen Bemühungen von Torsten hatte ich ja schon zum Ausdruck gebracht.

      Aber der Pseudo-Intellektuelle beherrscht nicht nur seine Sprache nicht. Er hat auch keine Ahnung für welche Art von Kommunikation man welches Medium wählt:

      „Deswegen: wenn zwei sich unterhalten, sollte man das Gespräch erst einmal respektieren.“

      Es gibt viele Kommunikationswege für ungestörte Zwiegespräche. Ein öffentliches Diskussionsforum gehört mit Sicherheit nicht dazu.

      Aber der erste Auftritt des Pseudo-Intellektuellen in der Diskussion zum Tabula-Rasa-Thema zeigte ja eindeutig, daß es ihm nicht um eine gedeihliche Diskussion geht sondern nur um die Störung einer solchen und um die Herabwürdigung anderer Diskussionsteilnehmer. Wenn man sich auf solche Leute einläßt, kommt immer so was raus wie hier. Und der Troll hat sein Ziel erreicht.

    • W. Schürer: Ja, das „soziale Tiere-vertilgende Umfeld“ scheint viele daran zu hindern, vegan zu werden. Ich muss zugeben, dass mein Weg zum Veganismus sich bei näherer Betrachtung auch in mehreren Schritten vollzog: 1. Schritt war es, kein Fleisch aus der Tierzucht mehr zu essen, nachdem ich die ersten Fotos aus den Tierhöllen gesehen hatte. Ich bildete mir dann in meiner damaligen Naivität ein, dass das Fleisch von „Wildtieren“ qualfrei erzeugt worden sei. Als ich dann kapiert hatte, dass dem nicht so ist und schon ein bisschen mehr über unsere Physiologie wusste, fühlte ich mich als „Ovo-lakto-Vegetarierin“ ernährungsmäßig auf der richtigen Seite. Aber dann bekam ich um die Zeit der Tschernobyl- Katastrophe in einem Bio-Laden eine Broschüre in die Hand, in der die Perversität der Milchgewinnung und unseres lebenslangen Konsums artfremder Muttermilch ausführlich und klar dargestellt wurde. Besonders die Tatsache, dass die Mutterkühe und ihre Kälbchen noch lange nach ihrer Trennung verzweifelt nacheinander rufen, hat das Absetzen des Milchkonsums bei mir bewirkt. Das letzte, was ich glaubte, von Tieren noch essen zu können, waren dann die Eier von „glücklichen Hühnern“. Aber diese glücklichen Hühner gibt es auch nicht in Bio-Lege-Batterien und letzten Endes kapiert man irgendwann, was für ein verhängnisvoller Irrtum diese gesamte Ernährung über Tiere in jeder Beziehung ist. Je länger man sich vegan ernährt, desto deutlicher tritt diese Wahrheit vor das innere Auge. Und ich fand das Thema Ernährung und Essenszubereitung und Würzen und Genießen noch nie so spannend wie jetzt als Veganerin. Jetzt kann ich mir sogar selber meine zuckerfreien Toffee -Pralinen herstellen, die zudem noch gesund sind und so sahnig auf der Zunge zerschmelzen, wie man sich das immer schon gewünscht hat. Es ist alles viel leckerer und feiner geworden. Und ich fühle mich dabei mit der Erde, den Pflanzen und den Tieren in inniger Zuneigung verbunden. Was will man mehr?

    • „Divide et impera“ – von Römern, Briten und derzeit Amerikanern mit großem Erfolg angewandt.
      Über Euer Gezänk kichern die Tierausbeuter.
      Wie sollen wir die Welt verändern, wenn wir über Nicknames, Rechtschreibung und Ausdrucksweisen streiten?
      Leute, tut Euch zusammen, sonst habt Ihr immer die Arschkarte, und Eure Kinder und Enkel und Urenkel auch noch. Wir sind die kleinen Leute, mit uns machen die Mächtigen, was sie wollen.
      Es gibt nur einen einzigen Weg, da rauszukommen: Rauft Euch zusammen, geht aufeinander zu, zeigt noch mehr Empathie, seht das Konstruktive im Gegenüber.
      BertTom ist es wert, geachtet zu werden. Veganer sind es wert. geachtet zu werden. Ist denn das so schwer?

      Und dann bildet ENDLICH eine Macht, die den Sklavenhaltern das Fürchten lehrt.

      Heute wurden 644 Millionen Freunde von mir auf jede nur erdenkliche Weise umgebracht – falls das jemand interessiert.

    • Danke Torsten und danke Veganishope!
      Ich hatte mich hier im Forum abgemeldet, um mich nicht mehr in diese „Ideolgiendebatten“ zu verstricken.
      Doch natürlich habe ich weiter mitgelesen und aufgrund des „Macher-Forums“ mich hier auch wieder angemeldet, weil es im dortigen Forum keine Möglichkeit gibt, PN’s zu versenden, sondern nur hier…

      Ich persönlich lebe inzwischen weitgehend vegan und es ist einfach wunderbar, welche fantastischen Rezepte es gibt, ein wirklich kulinarischer Genuss…
      Doch ich bin weit davon entfernt, daraus eine Ideologie zu machen! Mir bekommt die fleisch- und tierproduktionslose Kost gut, doch dies muss nicht auf alle Menschen zutreffen! Jeder Mensch ist einzigartig, es gibt ihn nicht zweimal…und diese Einzigartigkeit ist besonders! Das gilt nicht nur für uns Menschen, sondern für alles Leben…
      Lieber BertTom, ich kann Ihren Ausführungen sehr gut folgen…auch denen in einem anderen Thread bzgl. Freud!
      Es ist ein Segen, dass wir Freud hatten…auch wenn ich ihn schon verflucht habe, weil er aufgrund des Mainstreams seiner Zeit, seine Erkenntnisse „verleugnet“ hat und eine Theorie entwickelte, von der wir heute wissen, dass sie absurd ist…Doch das ist nur zu verstehen, wenn klar ist, welchen Anfeindungen Freud ausgesetzt war…

      Ich schätze die Beiträge von W. Schürer…doch was ich nicht verstehe, das er sich „vereinnahmen“ lässt…

      Die Beiträge von Hofnarr waren wichtig, teilweise konnte ich seiner Argumentation folgen und dann auch wieder nicht…

      Und was ich diesem Thread entnehme, das niemand, wirklich niemand will, das Tiere als Objekte benutzt werden, so als wären sie seelenlos und gefühllos…

      Und doch ist so, dass die Evolution ein Wesen, den Menschen, hervorgebracht hat, der ein Bewusstsein über sein „ICH“ hat und somit Entscheidungsfähig ist! Dieses Bewusstsein hat ein Tier nicht…
      D.h. eine Katze kann nicht aus ethisch moralischen Gründen entscheiden, sich lieber von Pflanzen zu ernähren, anstatt eine Maus solange zu Tode zu „spielen“ bis sie gefressen wird.

      Ich weiß inzwischen nicht mehr, wie viele Mäuse ich vor unseren Katzen gerettet habe, weil diese Perversität für mich nicht aushaltbar war…Einfach furchtbar, wie Katzen Mäuse quälen, bevor sie sie verspeisen…oder als „Geschenk“ vor die Haustür legen, weil sie keinen Bedarf haben, sie zu fressen…

      Was uns Menschen von den Tieren unterscheidet, dass wir Entscheidungen treffen können…

      Soweit…

    • Maomi: Da möchte ich aber doch mal genauer nachfragen, welche wichtigen, guten „Erkenntnisse“ denn der gute Freud da Ihrer Meinung nach verleugnet hat, wie Sie schreiben?

      Und dass das Tiere-Essen für die menschliche Physionlogie nicht so gut verträglich ist wie die Pflanzenkost und sogar alle möglichen Krankheiten hervorruft, ist heute schon lange bewiesen. Deshalb muss man aus der pflanzlichen Ernährung kein Dogma. keine Religion und keinen Aberglauben machen. Nur diejenigen, die unbedingt an der offensichtlich niederträchtigen Tradition der Tiervernutzung festhalten wollen, müssen sich immer noch verrücktere Argumente ausdenken wie Bert Tom und Hofnarr, um der Wirklichkeit des Lebens paroli zu bieten!
      Ich bitte Sie hier um eine genaue ausführliche Antwort bezüglich Sigmund Freud! Wer so eine Behauptung hier aufstellt, muss Sie auch begründen! Sonst ist dies unredlich!

    • Torsten: Ich bin aber auch nicht für Friede-Freude-Eierkuchen um jeden Preis! Du willst ja auch den Sklavenhaltern das Fürchten lehren. Und Menschen, die fürs Tiere- Vernutzen sind, sind für Sklavenhaltung!

    • Lieber Torsten,

      ich stimme Ihnen zu 100% zu. Nun ist mir auch klar, wie es zu der Aussage kommt ich hätte Ihnen das Wort geredet. Das tue ich in dem Falle gerne und möchte gleichzeitig um Verzeihung bitten ebenfalls Ihre fruchtbare Unterhaltung mit meinem Einwurf gestört zu habe.

      Liebe Veganislove,

      bitte zügeln Sie sich, wenn Sie alle Leute verschrecken erreichen Sie gar nichts für die Ihre Sache.

    • @ Torsten – u. a.

      Grundsätzlich haben Sie sicher recht, wenn Sie das erfolgreiche römische Prinzip hier erwähnen und ich habe auch keinerlei Interesse daran, nun einen Diskurs darüber zu führen, wer denn nun hier „angefangen“ hat, auch wenn dies für einige hier recht offensichtlich ist.

      @ Mamomi @ veganishope

      Sobald es um das Thema „Veganismus“ geht, wird den Vertretern dieser Weltanschauung (es geht ja nicht nur um Ernährung) regelmäßig und vorhersehbar Dogmatismus, wahlweise religiöse Ideologieverbreitung und Fundamentalismus vorgeworfen. Eigentlich erstaunlich, dass hingegen die Ansichten der „Fleischesser-Fraktion“ allgemein als undogmatisch und ideologiefrei bewertet werden… Nicht selten ist „undogmatisch“ nur ein beschönigender Ausdruck für „willkürlich“, „inkonsequent“ und „gleichgültig“.

      Dazu noch Folgendes: Die meisten Menschen finden es bewundernswert, wenn andere sich konsequent und engagiert gegen Ungerechtigkeit und Gewalt engagieren, es sei denn man fordert diese Gerechtigkeit nicht nur für Menschen ein, sondern auch für die empfindungsfähigen Lebewesen, die andere Menschen gerne essen und nutzen wollen. Da ist man dann schnell dabei, diese Forderung als blind-religiös oder eben als dogmatisch zu verunglimpfen. Selbstverständlich ist es kritikwürdig, ohne gute Begründung auf einer Ansicht zu beharren, aber der Begriff Dogma wird – ähnlich wie „Verschwörungstheoretiker“ – gerne als Kampfbegriff gegen Überzeugungen verwendet, die unbequem sind. Damit kann man Ansichten, mit denen man sich ansonsten auseinandersetzen müsste, und die die eigenen Überzeugungen in Frage stellen, für die man womöglich keine wirklichen Argumente hat, einfach als „Religion“ bezeichnen, um sie damit beliebig zu machen und abzuwerten und die Vertreter dieser Ansichten in die fundamentalistische Ecke zu stellen.

      Wenn jemand keine Tierprodukte konsumiert, weil die Großeltern und Eltern es nicht taten und weil alle anderen es auch nicht tun und es schon immer so war, und weil es normal ist, und wenn er diese Haltung unhinterfragt übernimmt, dann könnte man das eventuell als Dogma bezeichnen, nur ist das bei den wenigsten Veganern der Fall, dafür aber bei praktisch allen Fleischessern.

      Das Festhalten an einer Überzeugung, die man vernünftig anhand von klar nachvollziehbaren Kriterien erläutern, verteidigen und begründen kann, ist kein Dogmatismus.

      Die Forderung, dass es in der Kantine jeden Tag Fleisch geben müsse, könnte man viel eher als dogmatisch bezeichnen, vor allem angesichts der Empörung, die die versuchte Einführung eines FREIWILLIGEN Veggiedays hervorgerufen hat ….

      Es ist kaum möglich, ein Leben zu führen, ohne auf irgendeine Weise Schaden anzurichten; es liegt aber ein großer Unterschied darin, ob wir bei der Überquerung einer Wiese versehentlich auf einen Käfer treten oder eine Gans wochenlang mästen, um sie dann zu Weihnachten bewusst zu schlachten. Absichtliche Tierquälerei ist absolut inakzeptabel, da sie vermieden werden kann. Veganer behaupten nicht, perfekt zu sein – sie wenden ihre Ethik einfach auf andere Tiere an, ohne künstlich eine Grenze zu ziehen. Einem Ideal kann man sich zumindest annähern, anstatt es gar nicht erst zu versuchen.

      Dass ich mich gegenüber BertTom zu polemischen Äußerungen habe hinreißen lassen, liegt nicht zuletzt daran, dass er selbstherrlich meinte, den Thread als seine private Diskussionsplattform vereinnahmen zu können und jeden Kommentator, der nicht seine Meinung vertrat, aufs Übelste herabwürdigte und auf eine Weise anging, die nicht mehr tolerabel ist.

      Sie erwarten Respekt. Respekt muss man sich verdienen, den gibt es nicht gratis. Und B.T. hat ihn sich m. E. durch seine herablassende Art definitiv nicht verdient, jedenfalls von mir nicht. Was für eine unerträgliche Arroganz liegt in seiner Auffassung, nur er allein und vielleicht Sie noch, Torsten, seien „erwachsen“ und berechtigt, hier zu diskutieren?! Also, beim besten Willen …

      Torsten: Sie schreiben „Heute wurden 644 Millionen Freunde von mir auf jede nur erdenkliche Weise umgebracht – falls das jemand interessiert“ – Mit diesem Wissen lebe ich seit vielen Jahren und habe meine Konsequenzen daraus gezogen. Mehr geht in dieser Hinsicht nicht, maximal noch der Versuch, dieses Elend anderen ebenfalls vor Augen zu führen, was – wie wir hier ja sehen – nicht selten an betonköpfigem Beharren auf der Beibehaltung alter Gewohnheiten scheitert, denn auf genau das reduzieren sich alle sog. Argumente „pro Fleischkonsum“, die am Ende schnell aufgezählt sind und stets einen – wie ich finde – etwas trotzigen Charakter haben.

      „Es war schon immer so“ –viele Dinge in der Vergangenheit waren „schon immer so“ und wurden dennoch, zum Glück, abgeschafft oder geändert. Nur der Homo sapiens sapiens, auf seiner bislang vermeintlich höchsten Entwicklungsstufe ist nicht mehr zu einer derartigen Kulturleistung fähig?

      Fazit: Sicher kann man niemanden zwingen, seine Gewohnheiten abzulegen, aber wenn es gelänge, jedermann dazu zu bringen, seine eigenen Gewohnheiten einmal wenigstens kritisch in Frage zu stellen und objektiv zu bewerten, wäre vielleicht ein erster Schritt getan. Am Ende ist es ohnehin nur eine Frage des ethischen Bewusstseins, der Herzensbildung und ich ahne bereits, dass ich mir mit dieser Aussage sicherlich wieder den Vorwurf der „moralischen Arroganz“ einhandeln werde. Sei’s drum …

      Wenn die zahllosen unreflektierten Fleischesser mit ihrer Haltung glücklich sind, nur zu! Die vielen artgerecht gehaltenen Tiere, die das große Glück erfahren dürfen, in deren Mägen zu landen, werden bestimmt der gleichen Ansicht sein.

      Ja, das war jetzt polemisch, aber wenn’s reicht, reicht es eben.

    • Komisch – jetzt kann ich hier auch nicht mehr kommentieren? Jedenfalls schlugen zwei Versuche fehl, daher jetzt vielleicht in gesplitteter Form:

      Teil 1:

      @ Torsten – u. a.

      Grundsätzlich haben Sie sicher recht, wenn Sie das erfolgreiche römische Prinzip hier erwähnen und ich habe auch keinerlei Interesse daran, nun einen Diskurs darüber zu führen, wer denn nun hier „angefangen“ hat, auch wenn dies für einige hier recht offensichtlich ist.

    • Veganislove: Bitte mich nicht falsch verstehen, ich bin kein Anhänger von Friede-Freude-Eierkuchen. Wer hier offen für Sadismus plädiert, dem fahre ich an die Karre, daß es kracht.
      Aber BertTom ist kein Sadist. Er hat sich Gedanken gemacht, geht immerhin schon mal auf einen Biohof zu einem Bauern, der die Tiere wenigstens gut behandelt, bevor er sie umbringt. Das ist aus Deiner und meiner Sicht natürlich längst nicht ausreichend. Ich habe BertTom in diesem Punkt immer meine Kritik geschrieben. Aber wie willst Du Menschen überzeugen, auch noch die letzten Schritte zu machen und auf Leichen an ihrem Lebensweg komplett zu verzichten, wenn Du sie vor den Kopf stößt? Sie werden sich verärgert abwenden und denken: „Die blöden Veganer, ideologiezerfressene Besserwisser.“ Damit ist keinem Tier geholfen. Wenn wir hier nur einen Menschen überzeugen können, dann erspart das – statistisch gerechnet – über 100 Tieren pro Jahr einen sinnlosen Tod. Dafür lohnt es sich, über den eigenen Schatten zu springen und freundlich zu bleiben bei Menschen, die schon mal angefangen haben, nachzudenken. Wenn Du jeden gleich verurteilst, der nicht von heute auf morgen Veganer wird, dann geht unser Kampf nicht voran und die Hölle geht immer weiter. Ich will das nicht, Ich kämpfe um jede Menschenseele. Nur gemeinsam sind wir stark genug, das Böse erfolgreich zu bekämpfen.

    • Teil 2

      @ Mamomi @ veganishope

      Sobald es um das Thema „Veganismus“ geht, wird den Vertretern dieser Weltanschauung (es geht ja nicht nur um Ernährung) regelmäßig und vorhersehbar Dogmatismus, wahlweise religiöse Ideologieverbreitung und Fundamentalismus vorgeworfen. Eigentlich erstaunlich, dass hingegen die Ansichten der „Fleischesser-Fraktion“ allgemein als undogmatisch und ideologiefrei bewertet werden… Nicht selten ist „undogmatisch“ nur ein beschönigender Ausdruck für „willkürlich“, „inkonsequent“ und „gleichgültig“.

      Dazu noch Folgendes: Die meisten Menschen finden es bewundernswert, wenn andere sich konsequent und engagiert gegen Ungerechtigkeit und Gewalt engagieren, es sei denn man fordert diese Gerechtigkeit nicht nur für Menschen ein, sondern auch für die empfindungsfähigen Lebewesen, die andere Menschen gerne essen und nutzen wollen. Da ist man dann schnell dabei, diese Forderung als blind-religiös oder eben als dogmatisch zu verunglimpfen. Selbstverständlich ist es kritikwürdig, ohne gute Begründung auf einer Ansicht zu beharren, aber der Begriff Dogma wird – ähnlich wie „Verschwörungstheoretiker“ – gerne als Kampfbegriff gegen Überzeugungen verwendet, die unbequem sind. Damit kann man Ansichten, mit denen man sich ansonsten auseinandersetzen müsste, und die die eigenen Überzeugungen in Frage stellen, für die man womöglich keine wirklichen Argumente hat, einfach als „Religion“ bezeichnen, um sie damit beliebig zu machen und abzuwerten und die Vertreter dieser Ansichten in die fundamentalistische Ecke zu stellen.

      Wenn jemand keine Tierprodukte konsumiert, weil die Großeltern und Eltern es nicht taten und weil alle anderen es auch nicht tun und es schon immer so war, und weil es normal ist, und wenn er diese Haltung unhinterfragt übernimmt, dann könnte man das eventuell als Dogma bezeichnen, nur ist das bei den wenigsten Veganern der Fall, dafür aber bei praktisch allen Fleischessern.

      Das Festhalten an einer Überzeugung, die man vernünftig anhand von klar nachvollziehbaren Kriterien erläutern, verteidigen und begründen kann, ist kein Dogmatismus.

      Die Forderung, dass es in der Kantine jeden Tag Fleisch geben müsse, könnte man viel eher als dogmatisch bezeichnen, vor allem angesichts der Empörung, die die versuchte Einführung eines FREIWILLIGEN Veggiedays hervorgerufen hat ….

    • Teil 3

      Es ist kaum möglich, ein Leben zu führen, ohne auf irgendeine Weise Schaden anzurichten; es liegt aber ein großer Unterschied darin, ob wir bei der Überquerung einer Wiese versehentlich auf einen Käfer treten oder eine Gans wochenlang mästen, um sie dann zu Weihnachten bewusst zu schlachten. Absichtliche Tierquälerei ist absolut inakzeptabel, da sie vermieden werden kann. Veganer behaupten nicht, perfekt zu sein – sie wenden ihre Ethik einfach auf andere Tiere an, ohne künstlich eine Grenze zu ziehen. Einem Ideal kann man sich zumindest annähern, anstatt es gar nicht erst zu versuchen.

      Dass ich mich gegenüber BertTom zu polemischen Äußerungen habe hinreißen lassen, liegt nicht zuletzt daran, dass er selbstherrlich meinte, den Thread als seine private Diskussionsplattform vereinnahmen zu können und jeden Kommentator, der nicht seine Meinung vertrat, aufs Übelste herabwürdigte und auf eine Weise anging, die nicht mehr tolerabel ist.

      Sie erwarten Respekt. Respekt muss man sich verdienen, den gibt es nicht gratis. Und B.T. hat ihn sich m. E. durch seine herablassende Art definitiv nicht verdient, jedenfalls von mir nicht. Was für eine unerträgliche Arroganz liegt in seiner Auffassung, nur er allein und vielleicht Sie noch, Torsten, seien „erwachsen“ und berechtigt, hier zu diskutieren?! Also, beim besten Willen …

      Torsten: Sie schreiben „Heute wurden 644 Millionen Freunde von mir auf jede nur erdenkliche Weise umgebracht – falls das jemand interessiert“ – Mit diesem Wissen lebe ich seit vielen Jahren und habe meine Konsequenzen daraus gezogen. Mehr geht in dieser Hinsicht nicht, maximal noch der Versuch, dieses Elend anderen ebenfalls vor Augen zu führen, was – wie wir hier ja sehen – nicht selten an betonköpfigem Beharren auf der Beibehaltung alter Gewohnheiten scheitert, denn auf genau das reduzieren sich alle sog. Argumente „pro Fleischkonsum“, die am Ende schnell aufgezählt sind und stets einen – wie ich finde – etwas trotzigen Charakter haben.

      „Es war schon immer so“ –viele Dinge in der Vergangenheit waren „schon immer so“ und wurden dennoch, zum Glück, abgeschafft oder geändert. Nur der Homo sapiens sapiens, auf seiner bislang vermeintlich höchsten Entwicklungsstufe ist nicht mehr zu einer derartigen Kulturleistung fähig?

      Fazit: Sicher kann man niemanden zwingen, seine Gewohnheiten abzulegen, aber wenn es gelänge, jedermann dazu zu bringen, seine eigenen Gewohnheiten einmal wenigstens kritisch in Frage zu stellen und objektiv zu bewerten, wäre vielleicht ein erster Schritt getan. Am Ende ist es ohnehin nur eine Frage des ethischen Bewusstseins, der Herzensbildung und ich ahne bereits, dass ich mir mit dieser Aussage sicherlich wieder den Vorwurf der „moralischen Arroganz“ einhandeln werde. Sei’s drum …
      Wenn die zahllosen unreflektierten Fleischesser mit ihrer Haltung glücklich sind, nur zu! Die vielen artgerecht gehaltenen Tiere, die das große Glück erfahren dürfen, in deren Mägen zu landen, werden bestimmt der gleichen Ansicht sein.

      Ja, das war jetzt polemisch, aber wenn’s reicht, reicht es eben.

    • Teil 3

      Es ist kaum möglich, ein Leben zu führen, ohne auf irgendeine Weise Schaden anzurichten; es liegt aber ein großer Unterschied darin, ob wir bei der Überquerung einer Wiese versehentlich auf einen Käfer treten oder eine Gans wochenlang mästen, um sie dann zu Weihnachten bewusst zu schlachten. Absichtliche Tierquälerei ist absolut inakzeptabel, da sie vermieden werden kann. Veganer behaupten nicht, perfekt zu sein – sie wenden ihre Ethik einfach auf andere Tiere an, ohne künstlich eine Grenze zu ziehen. Einem Ideal kann man sich zumindest annähern, anstatt es gar nicht erst zu versuchen.

      Dass ich mich gegenüber BertTom zu polemischen Äußerungen habe hinreißen lassen, liegt nicht zuletzt daran, dass er selbstherrlich meinte, den Thread als seine private Diskussionsplattform vereinnahmen zu können und jeden Kommentator, der nicht seine Meinung vertrat, aufs Übelste herabwürdigte und auf eine Weise anging, die nicht mehr tolerabel ist.

      Sie erwarten Respekt. Respekt muss man sich verdienen, den gibt es nicht gratis. Und B.T. hat ihn sich m. E. durch seine herablassende Art definitiv nicht verdient, jedenfalls von mir nicht. Was für eine unerträgliche Arroganz liegt in seiner Auffassung, nur er allein und vielleicht Sie noch, Torsten, seien „erwachsen“ und berechtigt, hier zu diskutieren?! Also, beim besten Willen …

    • Teil 4

      Torsten: Sie schreiben „Heute wurden 644 Millionen Freunde von mir auf jede nur erdenkliche Weise umgebracht – falls das jemand interessiert“ – Mit diesem Wissen lebe ich seit vielen Jahren und habe meine Konsequenzen daraus gezogen. Mehr geht in dieser Hinsicht nicht, maximal noch der Versuch, dieses Elend anderen ebenfalls vor Augen zu führen, was – wie wir hier ja sehen – nicht selten an betonköpfigem Beharren auf der Beibehaltung alter Gewohnheiten scheitert, denn auf genau das reduzieren sich alle sog. Argumente „pro Fleischkonsum“, die am Ende schnell aufgezählt sind und stets einen – wie ich finde – etwas trotzigen Charakter haben.

      „Es war schon immer so“ –viele Dinge in der Vergangenheit waren „schon immer so“ und wurden dennoch, zum Glück, abgeschafft oder geändert. Nur der Homo sapiens sapiens, auf seiner bislang vermeintlich höchsten Entwicklungsstufe ist nicht mehr zu einer derartigen Kulturleistung fähig?

      Fazit: Sicher kann man niemanden zwingen, seine Gewohnheiten abzulegen, aber wenn es gelänge, jedermann dazu zu bringen, seine eigenen Gewohnheiten einmal wenigstens kritisch in Frage zu stellen und objektiv zu bewerten, wäre vielleicht ein erster Schritt getan. Am Ende ist es ohnehin nur eine Frage des ethischen Bewusstseins, der Herzensbildung und ich ahne bereits, dass ich mir mit dieser Aussage sicherlich wieder den Vorwurf der „moralischen Arroganz“ einhandeln werde. Sei’s drum …
      Wenn die zahllosen unreflektierten Fleischesser mit ihrer Haltung glücklich sind, nur zu! Die vielen artgerecht gehaltenen Tiere, die das große Glück erfahren dürfen, in deren Mägen zu landen, werden bestimmt der gleichen Ansicht sein.

      Ja, das war jetzt polemisch, aber wenn’s reicht, reicht es eben.

    • Liebe Vegan4You!
      Genau das habe ich auch schon oft gedacht und auch gesagt. Wenn es z.B. um Kindsmissbrauch geht, wagt niemand, dies abfällig als „religiös“, „dogmatisch“ oder „fanatisch“ oder was auch immer zu bezeichnen. Aber wenn es „nur“ um Tiermissbrauch geht, dann geht das sofort damit los. Das nennt man heute „Speziesismus“. Und aus diesem ist auch der Rassismus entstanden, der Sexismus und alle anderen ausgrenzenden und abwertenden Sichtweise auf empfindsames Leben. Wie oft soll man das alles eigentlich noch sagen oder schreiben? Mit Gewalt in all ihren Ausformungen und deren kontinuierlichen Entwicklung ist die Menschheit heute dort angelangt: Am Rande eines von niemandem mehr auslotbaren Abgrundes! Ist das wirklich so schwer zu begreifen?

    • @ veganislove

      Ja, das ist eben die Ambivalenz in der Wahrnehmung.

      Aber Vorsicht, wenn wir uns jetzt wieder gegenseitig unsere vermeintliche Ideologie bestätigen, verlieren wir wieder die Fähigkeit zum eigenständigen, sprich: individuellen Denken … [Ironie off].
      Eigentlich haben doch gerade wir beide in der Vergangenheit hier schon unter Beweis gestellt, dass wir auch nicht in jedem einzelnen Punkt übereinstimmende Ansichten haben – und damit kann ich gut leben, denn die Richtung stimmt wieder.

      Und ich bin ebenfalls Ihrer Meinung, dass es diese „Einigkeit um jeden Preis“ einfach nicht gibt, es sei denn, man ist bereit, seine eigenen – in unserem Falle nicht blind übernommenen sondern errungenen Erkenntnisse und Überzeugungen – aufzuweichen und der Mainstream-Meinung wieder anzugleichen und anzupassen. Everybody’s darling sozusagen. Geht für mich nicht. Punkt.

      Heike

    • Torsten: Man kann Menschen nur mit Fakten überzeugen und dies auch nur dann, wenn sie diese Fakten nicht mit aller Gewalt anzweifeln wollen. Dies ist aber hier der Fall. Man kann niemanden davon überzeugen, dass er wo Mitleid haben muss, wo man selber mitleidet. Das muss schon aus jedes eigenem Herzen kommen, sonst ist es sowieso nichts wert. John Robbins hat einmal eine wahre, selbst erlebte Geschichte über einen Schweinezüchter geschrieben, den er zuerst furchtbar abstoßend fand, der sich aber ihm gegenüber dann geöffnet hatte und seinen versteckten Schmerz offenbarte. Sie sind Freunde geworden und der Schweinezüchter hat seinen Beruf dann aufgegeben und Brokkoli angebaut und nur noch ein paar Schweine als Streicheltiere gehalten. Aber das war ein grundehrlicher und zur Selbstkritik bereiter Mensch gewesen, der auch von einer liebevollen Frau positiv beeinflusst wurde. Und das sehe ich hier nicht. Ich kann mit den Texten von BertTom überhaupt nichts anfangen. Ich finde, dass sie ohne wirklichen Sinn und Verstand zusammenkonstruiert sind. Es sei denn, es soll der Fleischindustrie dienen oder genau das hier erreichen, was Du oben geschrieben hast: Spaltung derjenigen, die sich eigentlich verstehen.

    • Tja, jetzt sind meine Einstellversuche mit Stunden Verspätung doch noch erschienen – tut mir leid, dass jetzt manches doppelt und dreifach hier aufgetaucht ist, das war keine Absicht von mir.

      Da ich keine Links in meinem Post hatte, der üblicherweise geprüft wird, musste ich davon ausgehen, dass er zu lang war, da die gekürzten Fassungen ja erschienen sind…. Es bleibt ein Rätsel.

    • @ Mamomi,

      „Ich schätze die Beiträge von W. Schürer…“

      Vielen Dank. Das freut mich natürlich.

      „…doch was ich nicht verstehe, das er sich „vereinnahmen“ lässt…“

      Das verstehe ich jetzt wiederum nicht. Können Sie mir bitte erklären, was Sie damit meinen?

      @ Veganislove

      „Ich kann mit den Texten von BertTom überhaupt nichts anfangen. Ich finde, dass sie ohne wirklichen Sinn und Verstand zusammenkonstruiert sind. Es sei denn, es soll der Fleischindustrie dienen oder genau das hier erreichen, was Du oben geschrieben hast: Spaltung derjenigen, die sich eigentlich verstehen.“

      Das sehe ich genauso. Ein nur notdürftig getarnter Agent provocateur um den hier viel zu viel Aufhebens gemacht wird.

      @ Vegan4Life,

      „Es bleibt ein Rätsel.“

      Dieselbe Erfahrung habe ich schon mehrfach gemacht. Das muß wohl an dieser eher mangelhaften Forumssoftware liegen.

    • Es muss aber auch damit zusammenhängen, was man selber für ein Programm als user hat, denn ich hab dieses Problem nicht mehr, seit ich einfach kein „ad“ mehr verwende. Nur die Postings mit den links, die werden generell erst mal überprüft. Lasst doch auch einfach mal dieses „ad“ weg!

  70. Was mir außer den Tieren auch von Herzen leid tut, sind die lieben Menschen, die ich kenne, die schwer unter ihrer omnivoren Ernährung leiden, es aber nicht wissen und auch nicht glauben mögen oder können. Ich habe schon etliche daran sterben sehen. Bei den Männern ist es jetzt in meinem Umfeld meistens Blasenkrebs und bei den Frauen Brustkrebs, an zweiter Stelle kommen Hirntumoren, je nach Gegend. Ich sehe sie leiden und teure Medikamente einnehmen und sich teuren OP’s unterziehen und weiß dabei immer, dass eine Umstellung auf vegane Bio-Nahrung, möglichst Rohkost, die beste und die einzige wirkliche Hilfe wäre! Aber es ist sinnlos, es ihnen immer wieder zu sagen. Man spricht dabei wie gegen eine undurchdringliche Schallmauer! Fehlernährung und Stress ergeben zusammen ein Krebsgeschehen, wenn nicht geheim gehaltene Uranstrahlung die Ursache war. Wer an Krebs erkrankt ist, müsste sofort jegliche stressige Tätigkeit aufgeben, möglichst aus der Großstadt(oder dem Strahlungsfeld) wegziehen, sich bio- vegan ernähren und bei jedem Sonnenstrahl raus gehen. Außerdem gibt es natürliche Medikamente gegen Krebs wie z.B. Akrikosenkerne(VitaminB17) u. a. m.

  71. Da wir jetzt in der Dikussion um die Würde der Tiere bei einer Betrachtung unserer ganzen (kriegerischen)Menschheitsgeschichte angelangt sind, möchte ich unbedingt noch auf das Interview mit einem indischen Yogy hinweisen, das 2009 in der Septemberausgabe des kostenlosen Berliner Szene-Magazins SEIN. de abgedruckt ist. Owjyam -Meister Archarya G. Sree Raj beschreibt hier ein umfassendes uralt-indisches Lebenssystem der Drawida -Kultur noch vor der patriarchalen vedischen Kultur mit ihrem hierarchischen Kastensystem. Es gab keine Waffen- weder zum Kriege- Führen noch zum Tiere-Töten und es gab keine Götter. Verehrt wurde Mutter Natur und die höchste gesellschaftliche Stellung kam der Frau zu. Aber nicht in einem gewalttätigen Herrschaftssystem, wie wir es heute nur noch kennen, sondern in einem gewaltfreien Umgang mit sich und der gesamten Natur. Das Töten von Tieren zu Ernährungs-oder religiös-rituellen Zwecken war völlig unbekannt. Im Gegenteil gab es die „Waldtempel“, die als naturbelassene große Gebiete nicht von Menschen betreten wurden und somit echten dauerhaften Schutz für Pflanzen und Rückzugsgebiete für die Tiere darstellten. Es gab also demnach tatsächlich einmal paradiesische vegane Zustände auf diesem Planeten vor 5000 Jahren noch. Die „Owiyam School“, die sich in Berlin-Nähe damals gegründet hat und auch eine zeitlang bestand und auf Basis der uralten Überlieferungen auch Ernährungsseminare angeboten hatte, hat sich leider aus von mir nicht ermittelbaren Gründen wieder aufgelöst. Alles, was ich durch einen Telefonanruf noch erfahren konnte, war, dass diese Vereinigung sich wieder nach Südindien zurückgezogen hat und dort ein Zentrum für internationale Zusammenkünfte unter musisch kreativen Menschen- meist Musikern- bestehen soll. Aber im Netz hat sich -zumindest für mich- die Spur verloren, was immer dies bedeuten mag.

    https://www.sein.de/vergessene -weisheitslehren/

    • Oh, Danke! Ich hab das nicht gewusst! Leute, macht dann doch mal einen Trip in die derzeit europäische Hauptstadt des Veganismus: Berlin! Da kann man überall gut vegan schlemmen!

  72. @ Hofnarr,

    „Ich bin sehr auf Ihre Antwort gespannt.“

    Das ehrt mich sehr. Falls Sie jetzt von mir eine wissenschaftliche Abhandlung über die Menschheitsgeschichte erwarten oder aber einen Beweis, daß der Mensch von Natur aus Pflanzenfresser ist bzw. alternativ (falls ich diesen Beweis nicht erbringen kann) das Eingeständnis, daß wir doch Allesfresser sind, dann werden Sie von meiner Antwort enttäuscht sein. Das kann ich nicht liefern.

    Aber ich teile Ihnen gerne meine diesbezügliche Sicht der Dinge mit.

    Ich möchte meinen Betrachtungen die wenig bestrittene Beobachtung voranstellen, daß unsere Spezies dank der Entwicklung ihres Denkapparats eine ganz besondere Stellung innerhalb der Gemeinschaft der Lebewesen einnimmt. Dank der enormen Leistungsfähigkeit dieses Organs ist es uns wohl möglich unser Verhalten an ein enormes Spektrum von Gegebenheiten und Veränderungen der Umwelt in einem extremen Ausmaß anzupassen. Auch andere Lebewesen haben diese Möglichkeit. Allerdings nur sehr eingeschränkt wie der Mensch durch individuelles oder kollektives Lernen sondern durch das Zusammenspiel von Selektion und Mutation in Form der Entstehung neuer Arten.

    Wir hingegen konnten uns über sämtliche Klimazonen ausbreiten ohne dafür neue Arten ausbilden zu müssen. Eine nur von eingefleischten Rassisten und Nazis bestrittene Tatsache.

    Diese unsere besondere Gabe kann man auch aus einem anderen Blickwinkel betrachten. Dann könnte man sagen, daß wir weitgehend wie ein unbeschriebenes Blatt zur Welt kommen und ein enormes Potential von Verhaltensmöglichkeiten mit auf den Weg bekommen haben aus denen dann im Zusammenspiel von vererbter Veranlagung, Gruppenzwang und individueller oder kollektiver Umwelterfahrung sich die Charakteristika der Individuen herauskristallisieren.

    Was unsere natürliche Ernährungsweise angeht, so sind die Indizien überwältigend und veganislove hat eine große Zahl davon hier bereits aufgeführt, so daß es sich erübrigt, sie hier zu wiederholen: wir sind von Natur aus eindeutig Pflanzenfresser.

    Dank unserer enormen Lern- und Anpassungsfähigkeit sind wir (als Spezie) aber offenbar auch in der Lage uns andere Ernährungsgewohnheiten von anderen Lebewesen abzuschauen. Und dies hat in der menschlichen Entwicklungsgeschichte offensichtlich auch stattgefunden.

    Die meisten – wenn nicht alle – Raubtiere haben kein Problem damit, wenn ihre fleischliche Nahrung schon begonnen hat zu verwesen. Einige Arten haben sich sogar darauf spezialisiert, andere bevorzugen eklig stinkende Halbkadaver gegenüber Frischfleisch. Der Mensch mußte vermutlich bei der Imitation dieses Verhaltens (diese Geistesleistung traue ich auch anderen Primaten zu) wohl erst mal Lehrgeld bezahlen. Da wird so mancher Pionier sein Leben gelassen haben durch verdorbene Lebensmittel.

    Generell scheint es so zu sein, daß der Verdauungsapparat von Natur aus für fleischliche Ernährung geprägter Spezies da anders veranlagt ist als unserer.

    Unsere Lernfähigkeit allein hätte uns allerdings natürlich nicht dazu befähigt auch Fleisch verzehren zu können. Offenbar sind auch unsere Verdauungsorgane imstande dies zu verstoffwechseln. Mit den von veganislove hier an vielen Stellen beschriebenen Symptomen als Folgeerscheinung.

    Dies ist nun wiederum nichts so einzigartiges. So werden heutzutage auch Rinder vollkommen entgegen ihren natürlichen Bedürfnissen ernährt und fallen trotzdem nicht gleich tot um. Sie sind nur um vieles kränker und Träger von schädlichen Bakterien, was der intelligente Mensch aber durch Chlorwäsche, Antibiotika und andere Kniffe wieder in den Griff bekommt bevor dies alles auch noch unverdaulich auf seinem Teller landen würde.

    Was den Umzug unserer Spezies von wärmeren Gefilden in unwirtlichere betrifft ist Ihre Vermutung nicht aufrecht zu erhalten.
    „Die hat er ja zuvor erst verlassen, weil höchstwahrscheinlich nicht genug Pflanzen da waren um den Arterhalt zu sichern.“

    Was immer die Gründe gewesen sein mögen, menschliche Überbevölkerung mit Sicherheit nicht. Ich vermute eher Neugier und Bellizismus (Stammesrivalitäten) als Ursachen hierfür.

    Dank unseres wunderbaren Denkorgans sind wir ja mit einer gehörigen Portion Neugier versehen und diese (die Neugier) führt über Rückkoppelungseffekte zu immer höherer Leistungsfähigkeit des ersteren (des Denkapparates).

    Dem Buch „Die ganze Wahrheit über alles“ entnehme ich auf Seite 243, daß die Weltbevölkerung des Spezies Mensch vor 75000 Jahren aus ca. 75000 Exemplaren bestand und vor 10000 Jahren aus ca. 5 bis 10 Millionen. Damit war zu letzterem Zeitpunkt die vorher realistische Gefahr des Aussterbens weitgehend gebannt. Dies können wir inzwischen – mal abgesehen von unvorhersehbaren kosmischen Ereignissen – nur noch aus eigener Kraft schaffen.

    Daß sich die Spezies Mensch in klimatischen Gefilden bekleidete ist vermutlich eine von den Abgesandten des Vorläufers der „westlichen Wertegemeinschaft“ – der katholischen Kirche – erzwungene Kulturleistung. Durch ihre Missionierung lebten die Naturvölker plötzlich in Sünde, wenn sie sich nichts anzogen. So viel ich weiß, gibt es noch heute Naturvölker in Amazonien für deren Bekleidung Materialien pflanzlichen Ursprungs durchaus ausreichend sind.

    Im Laufe der Menschheitsgeschichte haben sich ja durchaus viele verschiedene Kulturformen herausgebildet. Heutzutage kann man sagen, daß sich diejenige der Bellizisten durchgesetzt hat. Für manche Ureinwohner des amerikanischen Kontinents war wohl ein ähnlicher Lernprozeß erforderlich wie der weiter oben von Ihnen beschriebene bei den Haustieren beim Anblick des Bauern mit dem Hackebeil. Wenn man der geschichtlichen Überlieferung trauen darf gab es da ganze Kulturen, welche die Ankunft des „weißen Mannes“ mit einem in ihrer Mythologie angedeuteten Besuch von Göttern verwechselten. Angesichts der waffentechnischen Überlegenheit und ernährungsphysiologischen („Feuerwasser“) und hygienischen (leistungsfähigeres Immunsystem aufgrund des engen Zusammenlebens mit Haustieren) Verwahrlosung dieser „Götter“ war dann allerdings die Zeitspanne für diesen Lernprozeß zu gering um der eigene Ausrottung durch die „Götter“ zu entgehen.

    Nun sind solche Kulturverbände natürlich keine Reinkulturen. Und so ist es nicht verwunderlich, daß es trotz des weltweiten Siegeszuges der Bellizisten inmitten dieser immer noch Individuen wie veganislove oder vegan4life (und andere) gibt, die mit dieser Leitkultur wenig im Sinn haben. Ich für meine Person bin sehr froh darüber und habe die Hoffnung noch nicht ganz aufgegeben, daß durch derartige Dissidenten vielleicht doch noch das unverkennbare Ziel der Selbstausrottung der Bellizisten-Kultur verhindert werden kann.

    Eine (unbewiesene) Hypothese – die veganislove und vegan4life vermutlich im Gegensatz zu Ihnen sicher mit mir teilen werden – von mir ist, daß der Siegeszug der Bellizisten aufs engste mit der kulturellen Errungenschaft der Imitation von Raubtieren verknüpft ist.

    Da sich auch heutzutage trotz der sich abzeichnenden Konsequenzen aus unserer Unfähigkeit nachhaltig mit unseren Lebensressourcen umgehen zu können und der kulturellen Höchstleistung des menschlichen Erfindungsgeistes, der Atombombe (an der Realisierung ihrer Einsetzbarkeit wird in verschiedenen Ländern mit Hochdruck gearbeitet), sich nachhaltig die Auffassung großer Beliebtheit erfreut, der Mensch sei die Kröne der Schöpfung von mir an dieser Stelle noch kurz folgender Zwischenruf: ob „wir“ wirklich die intelligenteste Spezies auf diesem Planeten sind ist noch lange nicht entschieden. Nimmt man „Pisa“ als Kriterium, dann ist dies zwar eindeutig so. Es sind aber auch andere Beurteilungskriterien denkbar. Ich schlage zum Beispiel vor: Zeitspanne in der es einer Spezies gelungen ist auf diesem Planeten zu überleben. Diesbezüglich gehören wir zu den Schlußlichtern. Man könnte einwenden, daß dies unserer „späten Geburt“ geschuldet ist. Aber ich vermute, dies wird sich auch in der Retrospektive nicht großartig ändern. Heute teilen wir uns diesen Planeten als Lebensraum mit diversen Lebewesen, die schon zig-Millionen Jahre unverändert hier existieren. Aus deren Sicht wäre das uns auszeichnende spezielle Organ vielleicht eher als fataler Betriebsunfall der Natur zu betrachten.

    • W.Schürer, vielleicht interessiert Sie ja auch das, was Prof.Taureck aus Hannover dazu sagte. Man kann das auf vegan. eu nachlesen.
      Es gibt übrigens auch eine Theorie dazu, wie der ehemalige Fruchtesser Mensch zuerst dazu gekommen sein könnte, sich von Tieren zu ernähren. Sie u.a. in dem Büchlein: „Geheimarchiv der Ernährungslehre“nachzulesen: Dr. Ralph Bircher (verwandt mit Max Bircher-Benner) schrieb da:

      “ Dass der Mensch eine karnivore (…) Anlage habe, wird von niemandem im Ernst vertreten. Manche halten die menschliche Anlage für omnivor(….), wofür mir jedoch trotz jahrzehntelangen Suchens noch keine nachhaltige Begründung vorgekommen ist. Die Indizien scheinen vielmehr alle für eine frugivore Anlage zu sprechen. Das stimmt auch gut mit der Urgeschichte überein, nach welcher der Mensch durch Vorstöße der Eiszeit in Landfallen abgesprengt zum Eisrand-Jägermensch unter Selektion der Überlebensfähigen wurde. Nicht eine hypothetische omnivore Anlage, sondern eine außerordentliche Anpassungsfähigkeit ermöglichte diese Spezialisierung. (…)
      Im Rahmen der menschlichen Entwicklung bedeutet eine Spezialisierung wie die des Neandertalers und des Eskimos eine Regression in eine Sackgasse, von welcher aus kein Weg mehr zur Kulturentwicklung führte, so wenig wie ein Bunker zur Bauhütte der Zukunft werden kann(Regau)….“

      ich vermute auch, dass das Tiere-Jagen für die Ernährung zuerst nicht freiwillig unternommen wurde, denn warum sollten Menschen sich dieser gefährlichen und anstrengenden Tätigkeit unterziehen, wenn nicht die verzehrbereite gesunde und einfacher zu beschaffende ursprüngliche Pflanzennahrung ausgefallen wäre?
      Mit der Zeit hat es sich dann aber vermutlich ausgebreitet und man hat die Möglichkeit wahrgenommen, sich mit diesem neuen Brauch überall auf der Erde auszubreiten. So in etwa denke ich auch, könnte es gewesen sein.
      Es gibt ja auch nicht wenige unter uns, die sich gut vorstellen können oder sogar glauben, dass hier in frühen Zeiten einmal Außerirdische gelandet sind, die ihren Senf mit dazugegeben haben. Ich gehöre nicht zu den Anhängern dieses Glaubens aber einfach ausschließen möchte ich diese Möglichkeit auch nicht. So wie der weiße Mann in Amerika eingefallen ist, könnten ja auch welche von anderen Planeten mittels Raumschiffen die Erde betreten haben. Rein theoretisch. Mich würde mal interessieren, wie andere hier darüber denken! Das wäre zumindest ein Erklärungsversuch für die Tatsache, dass die Erde von so vielen als „Beute“ betrachtet wird und nicht als die Nährmutter, die sie ist.
      Aber mir wäre es natürlich auch lieber, wenn wenigstens nur hier so schrecklich gewütet und kriegerisch gedacht würde und nicht auch noch anderswo im Weltall.

    • @ W.Schürer
      interessante Darstellung die sie liefern. Die Fragen die ich stellen wollen würde, würden jedoch nur dieses Thema ungehindert weiter ,,ausleihern“ oder Links zu irgendwelchen Unis, die gänzlich anderes behaupten und meine Thesen belegen. Und ich muss auch zugeben das ich sie gerne davon überzeugen wollen würde die bisher wissenschaftliche Erkenntnisse zu akzeptieren. Vielleicht haben sie ja sogar Recht (der Mensch sei schon immer Pflanzenesser gewesen) und irgendwann wird es bewiesen, zum Beispiel durch neue Verfahren, Entdeckungen usw. Bis dahin werden sie und auch ich an jeweils andere Entwicklungen am und um den Menschen glauben bzw. festhalten und selbst dann ist ja die Frage was man für richtig und falsch hält (in Bezug auf den Konsum) wieder eine ganz andere. Selbst das ich mich eines Tages gänzlich vegan ernähre (warum auch immer) kann ich ja nicht für mich sofort und als absolut ausschließen aber selbst dann werde ich die These vertreten das der Mensch, so wie wir ihn kennen, ein Omnivore war.

      Was den Menschen und seine Intelligenz angeht, bin ich ganz bei ihnen. 🙂 Eigentlich eher ein Grund zum heulen aber er wird sich schon irgendwann wandeln oder halt selbst ausrotten. Eine Win-Win-Situation für die Erde alle mal. Selbst die Theorie von den Außerirdischen, die Veganislove anspricht kann man ja nicht gänzlich ausschließen. Bei der Anzahl an Galaxien usw besteht ja eben die Möglichkeit.

      Ich bin jedenfalls Dankbar für all die Informationen und Meinungen die ich hier so lesen konnte. Einig wird man sich wohl nie werden. ; )

      Mit freundlichen Grüßen

      Hofnarr

    • Hallo Hofnarr! Mich würde jetzt mal interessieren, ob Sie auch noch an den Freud’schen „Aggressionstrieb“ glauben?

    • @ Hofnarr,

      „ich muss auch zugeben das ich sie gerne davon überzeugen wollen würde die bisher wissenschaftliche Erkenntnisse zu akzeptieren.“

      Nur zu – mir geht es nicht ums Rechthaben. Ich bin immer Lernbegierig.

    • @ W.Schürer

      Ich versuche es mal hiermit:

      http://www.evolution-mensch.de/thema/nahrung/nahrung.php

      https://de.wikipedia.org/wiki/Homo_ergaster

      Die erste Seite zeigt den deutlichen Unterschied zwischen dem australopheticus und dem homo ergaster.
      Über den 2. Link gelangen Sie zu einer Darstellung der Entwicklung der Gattung Homo. Der Vergleich der, Zahlen in beiden Texten unterstützen meine Thesen.

      @ Veganislove
      es ist schon eine Weile her, das ich mich mit Freud beschäftigen musste. Ich hab nur kurz bei Wikipedia reingeschaut. demzufolge ist die Theorie dazu widerlegt aber noch in anderen Präsent bzw wurde mit rangezogen.
      Laut Wikipedia:
      ,,Eine besondere Rolle bei der Entwicklung der Konzeption des Todestriebs spielte für Freud dabei die Erfahrung des Ersten Weltkriegs, der ein bis dahin noch nie erlebtes Ausmaß an menschlicher Zerstörungslust offenbarte. Erich Fromm analysierte in seiner Schrift Anatomie der menschlichen Destruktivität (1973) unter anderem Adolf Hitler und Heinrich Himmler als „destruktive“, auf pathologische Weise vom Todestrieb beherrschte Charaktere.“

      Heißt für mich: Fromm hat Theorien Freuds aufgegriffen und erweitert bzw verfeinert. Freuds Theorie ist also nicht mehr aktuell, da sie zu “einfach“ formuliert war. Sie als komplett falsch zu betrachten ist also genauso falsch wie sie als zweifelsfrei anzuerkennen. Außerdem ist die Tiefenpsychologie ja nur eines von mehreren Paradigmen.

    • @ Hofnarr,

      ich habe mich – nach überblättern der McDonalds-Werbung – erstmal darauf beschränkt, die Eingangsseite Ihres ersten Links zu lesen.

      OK, da wird behauptet fleischliche Nahrung sei erforderlich für die Entwicklung eines Gehirns in der Größenordnung des heutigen Menschen. Auch die restlichen Behauptungen hinsichtlich der Überlegenheit fleischlicher Nahrung sind in etwa das Sammelsurium, das ich schon kannte und an das ich letztendlich bis vor kurzem auch mehr oder weniger begeistert glaubte. Ich konnte also hier das mir bisher aufoktroyierte, von mir wenig hinterfragte Weltbild bezüglich menschlicher Ernährung in konzentrierter Form noch mal nachlesen. Einen Nachweis, daß die darin vorkommenden Thesen mehr als unbewiesene Behauptungen sind konnte ich nicht entdecken.

      Neu für mich war nur, daß die Gattung Homo als Aasesser auf der Bühne der Fleischfresser reüssierte. Wie darf man sich das vorstellen, daß uns die Fähigkeit verwesendes Fleisch zu verzehren ohne schwer daran zu erkranken oder gleich tot umzufallen abhanden gekommen ist? Ist dieser evolutionäre Sprung der Erfindung des Kühlschranks geschuldet?

      Dem zweiten Link entnehme ich: „Welche Nahrung Homo ergaster aufgenommen hat, ist bisher nicht nachvollziehbar“

      Also ehrlich gesagt: dieses Angebot ist etwas zu dünn, um mich zu überzeugen.

      Für Gläubige der Fleischfresser-Fraktion mag es als Plausibilitätsthese zur Beruhigung dienen und diesen weitere Nachforschungen für überflüssig erscheinen lassen.

    • Häufig genug liest man, dass Fleisch = Hirnnahrung sei und dass sich das menschliche Gehirn ohne den Konsum von Fleisch nicht so entwickelt hätte. Hm, dann würde das wohl bedeuten, dass man die vorwiegend vegetarischen Menschenaffen „nur“ mit Fleisch füttern müsste, damit sie ein dem Menschen vergleichbares Gehirn entwickeln? Da habe ich meine Zweifel …

      Was die Entwicklung unseres größeren Gehirns anbelangt, hatte ich vor einiger Zeit eine ebenfalls interessante Erklärung gelesen, die zwar jetzt vermutlich die überzeugten 100%-Rohköstler wieder auf die Barrikaden bringt, aber sei’s drum.

      Leider finde ich gerade nicht den wissenschaftlichen Artikel, den ich seinerzeit gelesen hatte, nur einen Artikel, der bei „Welt“ erschienen ist und daher nicht unbedingt als hochwissenschaftlich einzustufen ist, wobei das ja auch nicht für jeden das wesentliche Kriterium ist. Interessant ist es allemal:

      https://www.welt.de/wissenschaft/article110117088/Gekochte-Nahrung-machte-unsere-Vorfahren-klueger.html

      Demnach hätte erst die gekochte Nahrung so viel Energie geliefert, dass sich das Gehirn entsprechend ausbilden konnte, das ja einen Großteil der zugeführten Kalorien (nämlich rd. 20%) für sich in Anspruch nimmt.

      Wie auch immer, ich bin auf jeden Fall ein Rohkostfan (ca. 2/3 meiner täglichen Kalorienzufuhr stammt aus Rohkost), möchte aber auch auf gekochte Nahrung nicht verzichten – ist vielleicht auch eine Frage des persönlichen Geschmacks und der Gewohnheit.

      Heike

    • Auf dieses „Hirnwachsargument“ habe ich nur noch gewartet! Ich habe den Eindruck, je primitiver eine These, desto freudiger wird sie von der Menge aufgenommen! Ich habe da eine ganz andere Erklärung für die Zunahme von Hirnmasse beim Menschen, die auch von der modernen Hirnforschung bestätigt wird: Die Menschen hatten sich bisher – dem materialistisch-mechanistischen Fehlglauben nach- das Gehirn als etwas statisches, Apparate-artiges vorgestellt, das allenfalls durch Ernährung beeinflusst werden kann, wenn überhaupt. Nun hat man aber beispielsweise festgestellt, dass das Hirn von kleinen Kindern, wenn sie sich intensiv mit Musik beschäftigen, anfängt, zusätzliche Synapsen zu bilden. Man hat auch beispielsweise mit einer speziellen Aufnahmetechnik festgestellt, dass menschliche Hirne ab einem gewissen Alter ungesunde Verwachsungen produzieren können. Man nennt das dann ein „weißes Hirn“, weil bei der speziellen Aufnahmetechnik es dann durch diese Verwachsungen „weiß“ aussieht. Es besteht dabei eine durch wissenschaftliche Studien gestützte These, die zunächst unglaublich wirkt, aber bei näherem Hinsehen und Betrachten der gesamten Forschung über die Beinflussungsmöglichkeiten in Form und Konsistenz sogar WÄHREND EINES LEBENS des Gesamtzustandes unseres Hirnes logisch und durchaus vorstellbar ist: Man hat nämlich entdeckt, dass „weiße Hirne“ überraschenderweise immer wieder bei solchen Personen auftreten, die im Laufe ihres Lebens nachweislich viel GELOGEN haben. Es wurde nämlich durch das Studium der verschiedenen Hirn- Areale und deren Zuständigkeit(Sprachzentrum. Emotionen etc.) erforscht, dass das LÜGEN spezielle zusätzliche Aktivitäten unseres Hirnes leisten muss.
      Dass ein generelles Wachstum und Spezialisierung unseres Hirnes über viele Generationen durch das Leben selbst logischerweise stattgefunden hat, ist für mich offensichtlich. Muskeln z.B. können sich ja auch durch Betätigung allein enorm vergrößern und ausbilden. Hände z.B. bleiben kleiner und schmaler, wenn damit nicht gehandwerkt wird. Selbst unsere gesamten Gene werden ja über Generationen hinweg positiv oder negativ beeinflusst. Warum also sollte unser wohl sensibelstes und komplexestes Organ ausgerechnet nicht durch Bewegung und Denkprozesse in Form und Konsistenz beeinflussbar sein? Ich meine, es ist durch alles beeinflussbar, natürlich auch durch unsere Ernährung! Aber umgekehrt wie bei der „Aas- Esserthese“ wird das Hirn, genauso wie unsere anderen Organe, durch tierisches Protein nicht positiv, sondern durch Ablagerungen negativ beeinflusst!

      Um das Aufkommen einer derart irren These wie jener, dass wir nur durch tierisches Protein so „intelligent“ geworden seien(sind wir denn nicht eher krank geworden?) richtig einordnen und verstehen zu können, rate ich , einmal das Buch: „Ernährung für ein Neues Jahrtausend“ von John Robbins zu lesen. Hier erfährt man sehr viel zuverlässig Recherchiertes und Belegtes über den Zusammenhang der Interessen der gesamten mächtigen Tiervernutzindustrie und ihrer eingekauften Wissenschaft. Bisher konnte fast alles, was diese fälschlicherweise behauptet hat und immer noch behauptet, restlos widerlegt werden. Deshalb werden jetzt die beiden letzten Bastionen, nämlich das VitaminB12 Problem, das fälschlicherweise nur den Veganern angehängt wird und diese irre Hirnwachsthese, die von Laien(die zusätzlich nicht selbstständig denken, sondern wissenschaftsgläubig sind), nicht widerlegt werden kann, umso hartnäckiger vertreten.
      Es ist erstaunlich: In der Weltpolitik, wenn es z.B. um drohende Kriege geht, sind fast alle KenFM -user sich einig darüber, dass wir von vorn bis hinten von den Machtinteressen belogen werden, aber wenn es um unsere Ernährung geht, glaubt man jeden Mist, der uns von diesen Machtinteressen eingetrichtert wird! Wo ist da die Logik?

    • @ Veganislove,

      ich frage mich auch warum Löwen und Tiger so kleine Hirne haben? Da würde doch keinerlei pflanzliche Kost die Hirnentwicklung stören.

      Schön, daß neueste Hirnforschungen auch zu dem Schluß kommen, daß die Leistungsfähigkeit unseres Gehirns in erster Linie durch Training beeinflußt wird. So können das jetzt auch diejenigen verstehen, die für jeden Sachverhalt einen wissenschaftlichen Beweis brauchen, für dessen Erkenntnis auch ein normaler gesunder Menschenverstand eigentlich ausreichen müßte.

    • @ W.Schürer ein einfacher Blick auf die Tabelle zur Evolution hätte ja ausgereicht um meine Thesen zu verstehen. Sie hätten die Zahlenwerte nur auf den Text aus dem ersten Link übertragen brauchen. Wären Sie noch etwas tiefer eingestiegen, hätten sie sogar feststellen können, das der Austrhalopitecus ein reiner Pflanzenesser war, sich aber der Kiefer dann erneut veränderte. Da kommt das fehlende Stück zwischen uns und unseren Vorfahren ins Spiel.

      Und das darf ich auch nicht vergessen zu erwähnen, das ich vergessen hatte einen 3. Link mit anzugeben. Bitte einfach
      Ernährung des Menschen
      bei Wikipedia eintragen. (Ich poste den Link nicht, um die Prüfung zu umgehen = )
      Gerne können Sie darüber Sinnen oder streiten das eben der Mensch aus einem reinen Pflanzenesser hervorgegangen ist, dem ich einfach entgegne das der Mensch erst der Mensch war, der er heute ist, als er den Fleischkonsum aufnahm. Was ihre Vermutung zum Aas angeht: vielleicht wurde nur „frisches´´ Aas verzehrt, das kommt jetzt darauf an wie man Aas definiert oder vielleicht hat der Mensch tatsächlich durch das Jagen (frisches Fleisch) und später auch durch kochen/braten die Eigenschaften zum verdauen von Aas verloren. Es gibt ja genug Berichte über Kannibalismus in denen behauptet wird das der Kamerad erst beim 3. Versuch im Magen blieb. Und vielleicht wäre der Mensch tatsächlich in der Lage gewesen das zu werden, was er heute ist, hätte er die kalorischen Mengen durch Nüsse etc aufbringen können aber eben genau das schien er ja nicht gekonnt zu haben (Klima, Wanderung etc erlaubten es ihm einfach nicht).

    • W. Schürer: „…für dessen Erkenntnis auch ein normaler gesunder Menschenverstand eigentlich ausreichen müsste.“
      Ja, das habe ich auch immer gedacht, habe im Lauf der Zeit aber erfahren, dass die einfachsten logischen Schlussfolgerungen, die jeder halbwegs begabte Mensch naturgemäß zustande bringen könnte schlichtweg von vielen übersehen werden oder sogar abgewertet werden. In jedem Falle immer dann, wenn Sie ihren angewöhnten Gelüsten nicht zu passe kommen und wenn eine in den Massenmedien breit gestreute Wissenschaftsstudie dem widerspricht.
      Der Historiker Daniele Ganser, der auf seinem Gebiet auch oft das eigenständige Denken vermisst, hat diese wohl häufig von ihm so erlebte Einstellung bei einem Gespräch mit Ken einmal ganz witzig treffend kommentiert:
      „Was, Du denkst selber? —ist ja voll peinlich!“

    • Ich versuche grad hier einen Kommentar einzustellen. Klappt leider nicht. Hatte ich neulich auch schon mal – bis er dann wie von Zauberhand plötzlich doch noch erschien.

    • @ Vegan4Life,

      interessante These (aus dem von Ihnen verlinkten Artikel): „Unsere Vorfahren dagegen hätten sich diesem Dilemma entzogen, indem sie begannen, ihre Nahrung zu kochen.“

      Dieser gewagten These nach müßten die Menschen erst mal die gedankliche Großleistung (immerhin einzigartig in der ganzen Tier- und Pflanzenwelt) erbracht haben und darauf gekommen sein ihre Nahrung zu kochen bevor dann ihr Gehirn dank der gekochten Nahrung zu wachsen anfing. Zur Erstellung von Thesen ist Logik wohl ab und zu eher hinderlich.

      „Für andere Tätigkeiten wie das Werkzeugmachen oder soziale Kontakte wäre dann kaum mehr Zeit übrig geblieben. „Unsere Daten sind eine direkte Bestätigung der Theorie von Wrangham“, konstatieren Fonseca-Azevedo und ihre Kollegin Suzana Herculano-Houzel. Allein mit Rohkost hätten unsere Vorfahren ihr großes Gehirn nicht entwickeln können.“

      Immerhin waren sie als Rohköstler offenbar schlau genug darauf zu kommen ihre Nahrung zu kochen. Mehr muß man dazu nicht sagen.

      „Andere Forscher halten eine umgekehrte Reihenfolge für wahrscheinlicher: Erst entwickelte der Mensch ein größeres Gehirn, dann erfand er das Kochen.“

      Na, dann bin ich ja beruhigt.

    • @ Hofnarr,

      „ein einfacher Blick auf die Tabelle zur Evolution hätte ja ausgereicht um meine Thesen zu verstehen“

      Ich habe keine Ahnung von welcher Tabelle Sie sprechen.

      Ihrem 3. Link entnehme ich abenteuerliche Thesen:

      „Krankhafte Veränderungen an einem 1,5 Millionen Jahre alten, den Hominini zugeschriebenen Schädelknochen eines Kleinkindes (Olduvai Hominid OH 81) wurden zudem als Folge einer Anämie interpretiert, eine Erkrankung, die mit Eisenmangel in Verbindung gebracht wird. Hier gibt es Spekulationen, diese Anämie könnte darauf hinweisen, dass zu diesem Zeitpunkt bereits eine Anpassung an einen regelmäßigen Verzehr von Fleisch stattgefunden habe.“

      Da gab es wohl auch schon so spinnerte Veganer.

      „Was ihre Vermutung zum Aas angeht: vielleicht wurde nur frisches´´ Aas verzehrt, das kommt jetzt darauf an wie man Aas definiert oder vielleicht hat der Mensch tatsächlich durch das Jagen (frisches Fleisch) und später auch durch kochen/braten die Eigenschaften zum verdauen von Aas verloren.“

      Wollen Sie mich jetzt auf den Arm nehmen? Sie verlangen ein bißchen zu viel an geistigen Klimmzügen um Ihrer These vom Aas-fressenden Menschen folgen zu können. Das sehen Sie hoffentlich selbst ein und ersparen mir, das hier ausführlich breit treten zu müssen. Nur so viel als kleiner Hinweis: die Generationsdauer beim Menschen ist ca. 30 Jahre und nicht 20 Minuten wie bei E. coli. Warum sollte so eine vorteilhafte Eigenschaft wie die Verträglichkeit von Aas spurlos aus dem menschlichen Genpool verschwinden? Welcher evolutionäre Druck sollte da dahinter gestanden haben?

    • @ Hofnarr,

      „ein einfacher Blick auf die Tabelle zur Evolution hätte ja ausgereicht um meine Thesen zu verstehen“

      Ich habe keine Ahnung von welcher Tabelle Sie sprechen.

      Ihrem 3. Link entnehme ich abenteuerliche Thesen:

    • „Krankhafte Veränderungen an einem 1,5 Millionen Jahre alten, den Hominini zugeschriebenen Schädelknochen eines Kleinkindes (Olduvai Hominid OH 81) wurden zudem als Folge einer Anämie interpretiert, eine Erkrankung, die mit Eisenmangel in Verbindung gebracht wird. Hier gibt es Spekulationen, diese Anämie könnte darauf hinweisen, dass zu diesem Zeitpunkt bereits eine Anpassung an einen regelmäßigen Verzehr von Fleisch stattgefunden habe.“

      Da gab es wohl auch schon so spinnerte Veganer.

    • „Was ihre Vermutung zum Aas angeht: vielleicht wurde nur „frisches´´ Aas verzehrt, das kommt jetzt darauf an wie man Aas definiert oder vielleicht hat der Mensch tatsächlich durch das Jagen (frisches Fleisch) und später auch durch kochen/braten die Eigenschaften zum verdauen von Aas verloren.“

      Wollen Sie mich jetzt auf den Arm nehmen? Sie verlangen ein bißchen zu viel an geistigen Klimmzügen um Ihrer These vom Aas-fressenden Menschen folgen zu können. Das sehen Sie hoffentlich selbst ein und ersparen mir, das hier ausführlich breit treten zu müssen. Nur so viel als kleiner Hinweis: die Generationsdauer beim Menschen ist ca. 30 Jahre und nicht 20 Minuten wie bei E. coli. Warum sollte so eine vorteilhafte Eigenschaft wie die Verträglichkeit von Aas spurlos aus dem menschlichen Genpool verschwinden? Welcher evolutionäre Druck sollte da dahinter gestanden haben?

    • „Was ihre Vermutung zum Aas angeht: vielleicht wurde nur „frisches´´ Aas verzehrt, das kommt jetzt darauf an wie man Aas definiert oder vielleicht hat der Mensch tatsächlich durch das Jagen (frisches Fleisch) und später auch durch kochen/braten die Eigenschaften zum verdauen von Aas verloren.“

    • Wollen Sie mich jetzt auf den Arm nehmen? Sie verlangen ein bißchen zu viel an geistigen Klimmzügen um Ihrer These vom Aas-fressenden Menschen folgen zu können. Das sehen Sie hoffentlich selbst ein und ersparen mir, das hier ausführlich breit treten zu müssen. Nur so viel als kleiner Hinweis: die Generationsdauer beim Menschen ist ca. 30 Jahre und nicht 20 Minuten wie bei E. coli. Warum sollte so eine vorteilhafte Eigenschaft wie die Verträglichkeit von Aas spurlos aus dem menschlichen Genpool verschwinden? Welcher evolutionäre Druck sollte da dahinter gestanden haben?

    • Sie verlangen ein bißchen zu viel an geistigen Klimmzügen um Ihrer These vom Aas-fressenden Menschen folgen zu können. Das sehen Sie hoffentlich selbst ein und ersparen mir, das hier ausführlich breit treten zu müssen. Nur so viel als kleiner Hinweis: die Generationsdauer beim Menschen ist ca. 30 Jahre und nicht 20 Minuten wie bei E. coli. Warum sollte so eine vorteilhafte Eigenschaft wie die Verträglichkeit von Aas spurlos aus dem menschlichen Genpool verschwinden? Welcher evolutionäre Druck sollte da dahinter gestanden haben?

    • @ W. Schürer

      Ich schrieb ja, dass ich das eigentliche Thema anderweitig gelesen hatte und sehr viel schlüssiger in Erinnerung habe, es aber leider nicht mehr finde.

      Für so manche „Erfindung“ ist ja vielleicht weniger der Verstand als der Zufall verantwortlich, so wie es ja überlieferter Weise auch bei der ersten Aussaat von Getreide der Fall gewesen sein soll, die das Ergebnis von Beobachtung und nicht von intelligenter, eigenständiger Überlegung oder Planung war.

      Möglicherweise ist ja auch nur jemandem zufällig ein Gemüsestück in kochendes Wasser gefallen…. 😉

      Heike

    • @ W. Schürer es werden ja Grafiken (Links) zur Evolution dargstellt. Diese in Kontext mit den jeweiligen Texten in Verbindung bringen zum Fleischkonsum und zur Entwicklung. Dann passt das zu meinen Thesen.

      Und was das Aas angeht…
      1. die Definition: der eine spricht von Aas, wenn es sich um einen Kadaver handelt der vielleicht erst 10 Minuten tot ist, der andere meint es sei erst dann Aas wenn es schon am verwesen ist.
      2. Warum soll der Mensch nicht in der Lage gewesen sein erst Aas zu verdauen und hat dann durch das Jagen und den Konsum von Frischfleisch, Beispielsweise, diese Eigenschaft wieder verloren? So wie sich eben Hornhaut durch Belastung, Beanspruchung bildet? Die Regenerationszeit dürfte damals auch nicht 30 Jahre betragen haben…und vielleicht haben die E.Coli Bakterien auch nicht unbedingt gestört. Die Menschen die direkt am Ganges leben usw sind ja auch gegen Keime usw gewappnet die einen einfachen Europäer zum Leben auf dem Klo verdammen würden…übertrieben gesagt. Der benannte Inder hingegen stirbt dann vielleicht an anderen für den Europäer harmlosen Erkrankungen.

      Was den Text zum Eisenmangel angeht, so stand es nie in meiner Absicht damit zu sagen, dass das daran lag das es ein Veganer war (oder ähnliches) sondern das eben die Nahrung nicht vorhanden war um den Mangel zu decken, also weder pflanzlich noch tierisch. Was meine These unterstreicht das eben auf Grund klimatischer Veränderung der Mensch begann umherzuziehen und eben nicht mehr genug Pflanzen da waren, um den Eisenbedarf zu decken, den er aber auch schon lange, bevor er sich zum Menschen entwickeln konnte decken musste. In den Steppen dürfte es aber ebenfalls eher arm an Nüssen, Beeren, Früchten etc gewesen sein. Büffel etc kommen ganz gut mit wenig aus. Also erschloss sich der Mensch Fleisch erst Aas, dann das von umerziehenden Tieren als Nahrungsquelle. Mit den Tieren fand er auch genug Wasser, besonders in den Dürreperioden.

    • @ Hofnarr,

      „Gerne können Sie darüber Sinnen oder streiten das eben der Mensch aus einem reinen Pflanzenesser hervorgegangen ist, dem ich einfach entgegne das der Mensch erst der Mensch war, der er heute ist, als er den Fleischkonsum aufnahm.“

      Gut – dann steht Glaubensbekenntnis gegen Glaubensbekenntnis. Lassen wir es dabei – ich bin kein Religionskrieger. Einen Beweis für Ihr Glaubensbekenntnis kann ich nicht erkennen. Ihre versprochenen Links zu wissenschaftlichen Publikationen vermisse ich auch weiterhin:

      „Links zu irgendwelchen Unis, die gänzlich anderes behaupten und meine Thesen belegen“

      evolution-mensch. de ? Keine Ahnung wer da dahinter steckt. Es gibt nicht mal eine Rubrik „Wir über uns“

      Folgendes ist allerdings dort zu lesen:
      „Die Galeriewälder entlang der Flüsse bieten ausreichend Schutz und gute Möglichkeiten die Kadaver vor Geiern zu verstecken, den wohl lästigsten Nahrungskonkurrenten.“

      Das klingt für mich nicht kompatibel mit Ihrer Vermutung: „Was ihre Vermutung zum Aas angeht: vielleicht wurde nur „frisches´´ Aas verzehrt, das kommt jetzt darauf an wie man Aas definiert“

      „Warum soll der Mensch nicht in der Lage gewesen sein erst Aas zu verdauen und hat dann durch das Jagen und den Konsum von Frischfleisch, Beispielsweise, diese Eigenschaft wieder verloren?“

      Aas verdauen zu können ist wohl unbestreitbar ein evolutionärer Vorteil im Falle von Nahrungsknappheit. Evolutionäre Vorteile verlieren sich nicht einfach so wie eine Hornhaut. Da muß schon ein evolutionärer Druck vorhanden sein der diejenigen aus dem Stammbaum ausscheiden läßt, die diese vorteilhafte Eigenschaft besitzen. Welcher evolutionäre Druck soll das gewesen sein? Wer mir erzählen will, daß der Mensch ein Aasfresser war, der muß mir diese Frage beantworten können, wenn ich ihn ernst nehmen soll.

      Fleischfresser können in der Regel Aas vertragen. Ihr Verdauungsapparat ist dafür geeignet. Ich vermute mal aufgrund der viel höheren Magensäurekonzentration (Salzsäure) als der Mensch sie hat.

      Das mit den E. coli haben Sie mißverstanden. Ich wollte damit nur andeuten, daß bei einer Generationsdauer von 20 Minuten es vielleicht möglich wäre, daß derartige Eigenschaften (sofern evolutionärer Druck vorhanden ist) nach 100.000 Jahren verloren gehen. Aber nicht bei einer Generationsdauer von 30 Jahren. Bei einer Generationsdauer von 30 Jahren müßte dieser evolutionäre Verlust innerhalb von 3333 Generationen eingetreten sein. Bei einer Generationsdauer von 20 Minuten erst innerhalb von 2,6 Milliarden Generationen. Also innerhalb von 2,6 Milliarden Genkopien anstatt von 3333 Genkopien. Oder anders rum betrachtet, was für E. coli 100.000 Jahre sind, das wären für den Menschen 79 Milliarden Jahre. Über evolutionäre Veränderungen der Menschheit in diesem Zeitraum würde ich mich allerdings keinerlei Vermutungen anzustellen getrauen.

      „Was den Text zum Eisenmangel angeht, so stand es nie in meiner Absicht damit zu sagen, dass das daran lag das es ein Veganer war (oder ähnliches) sondern das eben die Nahrung nicht vorhanden war um den Mangel zu decken, also weder pflanzlich noch tierisch.“

      Nicht in Ihrer Absicht – aber in der Absicht des Wikipedia-Artikels. Und seit ich „Die dunkle Seite der Wikipedia“ gesehen habe stehe ich Wikipedia sehr kritisch gegenüber. Als unabhängige, von Interessen freie Quelle kann ich Wikipedia jedenfalls nicht akzeptieren.

      „Was meine These unterstreicht das eben auf Grund klimatischer Veränderung der Mensch begann umherzuziehen und eben nicht mehr genug Pflanzen da waren, um den Eisenbedarf zu decken, den er aber auch schon lange, bevor er sich zum Menschen entwickeln konnte decken musste.“

      Was ist denn nun Ihre These? Das ist mir noch nicht ganz klar. Wurde der Mensch aufgrund klimatischer Bedingungen denen er aufgrund seiner Wanderschaft ausgeliefert war zum Fleischfresser. Oder wurde eine Vorstufe des Menschen zum Fleischfresser und diese Eigenschaft hat ihn dann zum Menschen gemacht? Und in kürzester Zeit ist der genetische Vorteil Aas vertragen zu können wieder aus seinem Erbgut verschwunden?

    • Nachtrag: Nochmal zur Klarstellung. Die E. coli erwähnte ich nicht etwa, weil sie im Aas vorkommen. E. coli sind allgegenwärtig in unserem eigenen Verdauungsapparat. Ohne sie würde er ja gar nicht funktionieren.

      Die brachte ich nur um zu illustrieren wie kurz 100.000 Jahre in evolutionärer Sicht sind. E. coli sind ja wegen ihrer kurzen Generationsdauer Dauergast und Hauptdarsteller in Genetik-Labors. Nur noch zur eindrücklichen Illustration: was für ein Lebewesen mit einer Generationsdauer von 30 Jahren 100.000 Jahre sind, das sind für ein Wesen mit 20 Minuten Generationsdauer nur 46 Tage, also nicht einmal 2 Monate.

  73. Zu allererst danke für den Artikel von Hr.Fleck. Ich konnte ihn nicht zur Gänze lesen, da es mir körperliche Schmerzen bereitet. Wir haben das Fleisch essen aufgegeben. Leider können wir das essen nicht aufgeben, denn ich bin nicht sicher, ob das System nicht mit Pflanzen sehr ähnlich verfährt.
    Zum Töten von Tieren. Mußte das schon öfters tun und ich bin sicher, daß die Tiere das wissen, aber auch einverstanden sind. Eines von vielen Beispielen: Ein Esel verunglückte bei Laufen und stolperte in einem Loch im Boden, brach sich das bein. Wir ließen ihn zweimal operieren, aber nach ca. 2 Wochen erhob er sich nicht mehr und liegend überlebt er nicht wirklich. Die Entscheidung ihn zu töten tragen wir und die beschäftigt enorm. Beim Töten blieb ich bei ihm und ich bin sicher er war einverstanden. Er blieb die ganze Zeit, auch bei den Vorbereitung ganz ruhig und sah mich an.
    Ähnliches habe ich schon oft bei Hunden erlebt. Ich weiß nicht, ob die Geschichten der Ureinwohner stimmen, die sich bei der Jagd bei den Tieren bedanken und entschuldigen. Ich kann es mir vorstellen – aber nicht wissen.
    Was ich weiß ist, daß mich die unsägliche Gleichgültigkeit und Ignoranz der überwiegende Masse von sogenannten Menschen wütend macht und ich nehme mir das Recht und die Freiheit das auch zu sagen.
    Was ich tun kann, und sicherlich könnte es mehr sein, nur würde mir dann die Kraft ausgehen, tue ich. Ich sage das aus Erfahrung, weil ich die Erschöpfung schon einige male erlebt habe. Also was ich tue ist ein Asyl für Straßenhund zu betreiben. Und es macht mir nicht immer aber sehr oft viel Freude. Und weil wir sie mögen haben wir auch ein „Altersheim“ für Hühner und Hähne. Natürlich passieren immer wieder mal Unfälle und Hunde töten Hühner und es belastet sie (die Hunde) nicht. Der Tod ist nur eine Passage im Leben, auch wenn er, wie bei diesen Hühnern nicht schnell geht und nicht wirklich vermeidbar ist.

    • Tiere sind tatsächlich oft einsichtiger als Menschen, wenn es um die Unvermeidbarkeit des Sterbens geht. wir haben hier auch immer wieder Hunde aus schlechter Haltung aufgenommen und gesund gepflegt oder wenn nicht mehr möglich, ihnen noch ein schöne letzte Zeit verschafft. Das letztere haben wir erlebt mit einer kleinen Hündin, die ganz allein auf einem verlassenen Grundstück von Abfällen hatte leben müssen ohne Schutz gegen Kälte im Freien und schon einen Brustkrebs entwickelt hatte. Sie hat dann noch anderthalb schöne glückliche Jahre bei uns verbracht, ehe sie ganz rapide gesundheitlich abbaute und trotz großer Gefräßigkeit immer mehr abmagerte. Aber eines Tages hat sie das Fressen verweigert und ich begriff, dass sie jetzt von sich aus sterben wollte und habe sehr um sie geweint. Das hatte sie offensichtlich auch noch gebraucht, denn danach war sie total entspannt und hat ganz willig und ruhig sich zum Tierarzt fahren lassen, wo sie dann unter unseren Streicheleinheiten eine Spritze bekam und sofort verstarb. Dies war der einzige von unseren 4 Hunden, der tatsächlich eingeschläfert werden musste und auch wollte. Ich finde, dass diese Maßnahme nur dann erfolgen sollte, wenn das Tier von sich aus auch bereit dazu ist. Und Tiere haben wohl noch die natürliche Akzeptanz des unvermeidlichen eigenen Sterbens durch Entkräftung, die Menschen heute oft verloren gegangen ist. Da beweisen dann tatsächlich die Tiere mehr Würde!

    • Erwin Heller: „Leider können wir das Essen nicht aufgeben, denn ich bin nicht sicher, ob das System nicht mit Pflanzen sehr ähnlich verfährt“.
      Das kapitalistische System verfährt in allen Bereichen sowieso gleich. Aber der Missbrauch kann von Natur aus bei Pflanzenkost nie an den der tierlichen Kost heranreichen, weil der Mensch genau passend zu seiner gesamten Physiologie(Seele- Körper- Geist) von Natur aus ein Fruchtesser ist und die Früchte werden von der Pflanze freiwillig immer wieder abgegeben, ohne dass sie einen Schaden daran nimmt. Und die Fruchtesser geben sogar die Samen in der Frucht zusammen mit ihrem eigenen Dung in der Natur wieder der Erde zurück, sodass auch daraus wieder neue Pflanzen erspriessen können. Das ist ein symbiotischer Kreislauf ganz ohne Gewalt. Mensch und Pflanze ergeben die ideale Überlebenssymbiose. Die Pflanze „atmet“ ja auch das aus, was wir einatmen, nämlich den gesunden Sauerstoff und wir wiederum atmen das aus, was die Pflanze wieder nutzbringend „einatmet“, den Kohlenstoff bzw. das Kohlendioxyd.

  74. Wenn es um die „Würde der Tiere“ geht, gäbe es viele „Heldentaten“ zu berichten über nicht-menschliche Lebewesen, die dem Attribut „Menschlichkeit“ mehr als zur Genüge entsprechen- sie könnten in ihrer Bedeutung oft genug als „engelsgleich“ oder als „jesuanisch“ bezeichnen werden. John Robbins berichtete zu Ehren der Tiere zu Beginn seines Buches „Ernährung für ein neues Jahrtausend“ einige dieser anrührenden und bedenkenswerten Geschichten so wie auch diese über die Delphine, denen übrigens im antiken Griechenland noch juristisch der Rang von Menschen zugesprochen war: Ein Delphin-Mord wog damals dort genauso schwer, wie ein Menschen-Mord. Die Seefahrer dieser Zeit wussten die legendäre engelsgleiche Hilfsbereitschaft dieser Tiere noch gebührend zu schätzen.
    John Robbins:
    „Die katholische Kirche vertrat lange Zeit den Standpunkt, dass Tiere keine Seele hätten. Bei einem kirchlichen Konzil des Mittelalters wurde darüber abgestimmt, ob Frauen und Tiere Seelen haben. Die Frauen schafften es knapp. Die Tiere allerdings erhielten zu wenig Stimmen.
    Yvonne Vladilavich würde Ihnen aber sicherlich gute Argumente entgegenhalten, wenn Sie ihr zu erklären versuchten, dass Tiere keine Seele hätten. Im Juni 1971 war Yvonne an Bord einer Yacht, die explodierte und im Indischen Ozean versank. In Todesangst musste sie daraufhin in einem von Haien wimmelnden Gewässer um ihr Leben schwimmen. Plötzlich sah sie, wie sich ihr drei Delphine näherten. Einer von ihnen schwamm unter die Frau und hob ihren Körper über die Wasserfläche empor. Währenddessen kreisten die anderen um sie herum, um sie vor den Haien zu schützen. Die Delphine trugen und beschützten Yvonne, bis sie schließlich eine Boje erreichten und sie dort absetzten. Als ein Schiff die Frau von dieser Boje rettete, stellte man fest, dass die Delphine sie über mehr als 320 Kilomenter begleitet und beschützt hatten.“

  75. Allen unbeirrten Fleischessern, die sich damit rechtfertigen, nur Fleisch von „glücklichen Bio-Tieren“ zu essen, sei dieses aktuelle 10-minütige Video empfohlen. Die Aufnahmen stammen aus einem dreifach mit sogenannten Gütesiegeln ausgezeichneten Mastbetrieb, darunter das relativ neue „Tierwohl-Siegel“.

    http://www.stern.de/tv/schweinemast-in-merklingen—so-grauenvoll-werden-die-tiere-gehalten-7106094.html

    Ja, es gibt unzählige, schwergewichtige Probleme in unserer Zeit, die meisten davon werden wir vielleicht auch nicht lösen, aber dieses hier, dazu kann jeder jetzt und sofort einen spürbaren Beitrag leisten, indem er sich einfach weigert, weiterhin Teil dieses Problems zu sein. Einfach machen, es kostet nichts und man muss sich beim Essen nicht länger fragen, wie das, was auf dem Teller liegt, wohl gestorben ist …

    Heike

    • Es ist mehr als erstaunlich was für Sie als „glückliches Bio-Tier“ gilt. Ein langweiliger, plumper Versuch ihrerseits jedem der nicht bereit ist sich zu ändern, Fleisch als ein Produkt aus Qual und Blut zu „verkaufen´´. Erneut widersprechen Sie sich selbst, in dem Sie das „glückliche Bio-Tier“ in einem Zusammenhang mit einem Mastbetrieb nennen.

      Ich hoffe das man sich fairer Weise auch dieses Video anschaut: https://www.youtube.com/watch?v=p8R5-yVKqCM

      Das sollte der Standart sein: http://www.demeter.de/verbraucher/ueber-uns/was-ist-demeter/unterschied-von-bio-zu-demeter

      Viel Spaß beim Informieren.

      MfG

      Hofnarr

    • Der amerianische Erziehungswissenschaftler, Pianist, Komponist und Zen-Mönchs Will Tuttle hat mit seinem Buch „TheWorldPeaceDiet“(„Ernährung und Bewusstsein“) für mich das wichtigste Buch dieser Zeit geschrieben. Aus dem Vorwort dazu:

      „Die Zwangslage, in der sich unsere Gesellschaft befindet, offenbart sich durch eine Reihe von scheinbar unlösbaren Problemen, die uns von allen Seiten bedrängen: Allgegenwärtige Kriege,Terrorismus, Genozide,Hungerkatastrophen, Ausbreitung von Krankheiten, Umweltzerstörung, Artensterben, Tierquälerei, Konsumrausch, Drogensucht, Entfremdung, Stress, Rassismus, Unterdrückung der Frau, Kindesmissbrauch, Ausbeutung durch die Konzerne, Materialismus, Armut. Ungerechtigkeit und soziales Elend. Diese Problempalette lässt sich auf einen wesentlichen Ursprung zurückführen, der so offensichtlich ist, dass er bislang nahezu vollkommen übersehen wurde. Indem wir versuchen, die gesellschaftlichen und individuellen Probleme sowie die Umweltprobleme, denen wir gegenüberstehen, zu lösen, aber dabei deren grundlegende Ursache außer Acht lassen, behandeln wir Symptome, ohne die Wurzel der Krankheit anzupacken. Derartige Bemühungen sind letztendlich zum Scheitern verurteilt. Stattdessen ist es notwendig, ein Netzwerk des Verstehens und des Bewusstseins aufzubauen, das uns dabei unterstützt, die Zusammenhänge zu erkennen, die zwischen unserer Ernährungsweise, unserer individuellen und gesellschaftlichen Gesundheit, der weltweiten Ökologie, unserer Spiritualität, unseren Überzeugungen und Glaubensgrundsätzen und der Qualität unserer Beziehungen bestehen. Wenn wir dies tun und entsprechend der so gewonnenen Erkenntnis handeln, tragen wir zur Entstehung einer harmonischeren und freieren Lebensgemeinschaft auf unserem wunderschönen und missverstandenen Planeten bei“.

    • Hofnarr: Zeigen Sie uns mal ein Tier, das glücklich geschlachtet wird! Ihre Anschauung ist ein einziger Widerspruch in sich und damit sind Sie ja leider nicht allein! Es ist genau diese seit Jahrtausenden verbreitete Arroganz und Ignoranz einer Gewalt-Menschenphilosophie, die uns alle immer tiefer in die Katastrophe hineingeführt hat.

    • Jedes Tier das nicht glücklich beim Schlachter ist, verwässert durch den Stress das eigene Fleisch, durch bedingte Hormonausschüttung. Ergo schmeckt das Fleisch dann auch entsprechend schlecht. Sowas kann aber nur jemand wissen, der sowohl den Unterschied zwischen konventionellem Fleisch aus dem Supermarkt kennt und eben den Geschmack eines Schnitzels, etc von einem glücklich bis zum Bolzenschuss lebenden Tier (Rind und Schwein). Bei einem Huhn mag das etwas anders sein, was die biochemischen Prozesse angeht. Dennoch wird jeder feststellen, dass das Supermarkthuhn wässrig ist, der Sonntagshahn vom Bauernhof hingegen nicht. Das Fleisch ist ausgesprochen muskulös, da er sich frei bewegen durfte.

      Beispielsweise stellen sich viele Menschen den Tod wesentlich schöner vor, wenn sie einfach in Ruhe einschlafen und nicht mehr aufwachen. Ähnlich ist es mit dem Bolzenschuss. Das Tier ist sich dessen nicht bewusst, ergo glücklich oder zumindest nicht im Todeskampf. Ich erwarte nicht von Ihnen bzw Veganern im allgemeinen, dass das verstanden (aus ethischen Bedenken, persönlicher Einstellung heraus) aber so akzeptiert wird. Wer nicht im mindesten zu Akzeptanz bereit ist, sollte auch seine Haltung gegenüber der eigenen Spezies überdenken und nicht Akzeptanz oder gar Toleranz für sich selbst in Anspruch nehmen. Alles andere ist bigott.

    • Hofnarr: Ich habe selbst erlebt, wie ein Mast-Rind in einem kleinen Privatbetrieb von mir gut Bekannten, wo nachweislich keine zusätzlich Quälerei stattfand, mit Todesangst in den Augen vor meiner Hand zurückschreckte, die es zwischen den Hörnern kraulen wollte. Es ist dumm und überheblich, zu glauben, dass Tiere nichts davon mitbekommen, was Menschen mit ihnen vorhaben, wenn es um ihr Leben geht! Jede Fliege, jeder Wurm, spürt, ob jemand sie töten will, oder nicht!
      Mark Twain: „Es entspricht ganz der menschlichen Eitelkeit und Unverschämtheit, ein Tier dumm zu nennen, nur weil es seiner schwachen Wahrnehmung als dumm erscheint!“

    • @ Hofnarr

      Die Endstation im Schlachthof ist für all diese Tiere gleich und dort wird nicht danach unterschieden, ob sie von einem eventuell besseren Leben auf einem Demeter-Hof kommen (auch hier sind Zweifel mehr als berechtigt. Dass es immer wieder Vorzeigehöfe und Alibivideos gibt, sollte doch hoffentlich bekannt sein).

      Vielleicht haben Sie es ja überlesen, aber die in meinem geposteten Video gezeigten Bilder stammen aus einem dreifach zertifizierten Betrieb – und das sind leider keine Ausnahmen, auch wenn es hier offenkundig besonders schlimm zugeht.

      Und an dieser Stelle meine volle Zustimmung zu der Aussage von Veganislove, dass jedes Tier selbstverständlich versteht, was auf es zukommt, allein die Schreie und das Blut der Artgenossen – dass hier Stresshormone im Spiel sind, dass diese Tiere Todesangst haben, kann nur jemand leugnen, der es sich wirklich schönreden muss, weil er wohl zu schwach ist, das Offensichtliche zu erkennen und die entsprechenden Konsequenzen zu ziehen.

      Und kommen Sie mir bloß nicht mit „Akzeptanz“ oder „Toleranz“ – diese sind hier ganz und gar fehl am Platze. Es geht nicht darum, ob man einen roten oder blauen Pullover schöner findet, hier geht es um Leben oder Tod, das hat nichts mit Toleranz zu tun.

    • @ Veganislove ,,Ich habe selbst erlebt, wie ein Mast-Rind in einem kleinen Privatbetrieb von mir gut Bekannten, wo nachweislich keine zusätzlich Quälerei stattfand, mit Todesangst in den Augen vor meiner Hand zurückschreckte, die es zwischen den Hörnern kraulen wollte.´´

      1. Kein Tier lässt sich gerne von fremden betatschen. 2. Wenn sie doch selbst kein Argwohn gegenüber dem Tier hatten, und diese das ja angeblich spüren dann sollten sie sich fragen warum es dennoch zurückschreckte. – Wohl entweder aus einem einfach Reflex (weil Fluchttier) oder daraus heraus weil sie vielleicht irgendetwas an sich hatten was das Tier nicht mochte oder sie dem Tier als Person schlichtweg fremd waren.

      ,,Es ist dumm und überheblich, zu glauben, dass Tiere nichts davon mitbekommen, was Menschen mit ihnen vorhaben, wenn es um ihr Leben geht! Jede Fliege, jeder Wurm, spürt, ob jemand sie töten will, oder nicht!´´
      Dumm und überheblich ist dieser Satz von Ihnen.

      Denn wenn eine Fliege als Beispiel die Gefahr spüren könnte, wären Frösche, Spinnen etc schnell verhungert. Sie würden sonst nicht sich in Spinnennetzen verfangen, in den Bereich des Frosches gelangen der es ihm ermöglicht seine Beute zu erhaschen, wenn sie denn tatsächlich ein ausgeprägtes Gefahrenbewusstsein hätten. Ähnlich ist es vermutlich auch bei einem Rind. Würde es den Tod erahnen können, würde keines sich transportieren lassen. Durch den Transport aber nicht wieder zurückkehren der Artgenossen hätte es sonst assoziieren müssen, das da nichts gutes sein kann. Also beim reinen anblick des LKW würde das Tier Stress haben.

      Vegan4Life: ,,Die Endstation im Schlachthof ist für all diese Tiere gleich und dort wird nicht danach unterschieden, ob sie von einem eventuell besseren Leben auf einem Demeter-Hof kommen (auch hier sind Zweifel mehr als berechtigt. Dass es immer wieder Vorzeigehöfe und Alibivideos gibt, sollte doch hoffentlich bekannt sein).´´

      Bitte einfach die Richtlinien von Demeter lesen, die sind extrem streng. Mir ist bisher nichts von einem Demeterhof bekannt der einen schlechten Schlachter hat. Und manche Bauern dürfen ja auch selbst schlachten oder leistet es sich das der Schlachter zu ihm kommt (alles leider eine Preisfrage). Aber auch da machen leider die teilweise doch sehr übertriebenen Hygienegesetze in Deutschland einen Riegel davor. Wer diese jedoch zu 100 % richtig findet, sollte niemals außerhalb Deutschlands, Österreichs oder der Schweiz in ein Gasthaus gehen.

      Die Siegel die Sie ansprechen kenne ich nicht. Muss ich mir mal durchlesen, welchen „Wert´´ diese tatsächlich haben aber eben drum gebe ich auch nichts auf das EU-Bio-Siegel.

      Zu ihren letzten beiden Statements habe ich mich schon oft genug geäußert.

      Fazit: Wenn Veganer ein Problem mit dem Nutzen von Tieren und deren Produkte haben, bedenke man das bitte auch in Bezug auf Erdöl, welches ja nunmal auch aus Tieren entstanden ist. Und dann seien sie auch so konsequent und nutzen nicht ein einziges Produkt mehr, das auch nur minimal Öl in der Herstellung bedarf.

    • Hofnarr: „Kein Tier lässt sich gern von Fremden betatschen“.

      Ach, ja? Aber alle lassen sich liebend gern von Bekannten abschlachten, meinen Sie?

      Ich habe da konstant andere Erfahrungen gemacht. Sie halten eingesperrte Tiere für so dumm, dass sie nicht wissen, dass sie sterben sollen und wollen mir etwas von deren Psychologie erzählen! Es gibt genügend Beispiele für Schlachttiere, gerade Rinder, die versucht haben, der Gefangenschaft und dem Schlachbeil zu entkommen und einigen wenigen ist es ja dann sogar auch gelungen mit Hilfe solcher Menschen, die noch ein Herz anstelle einer Pumpe im Leibe haben. So wie Sie schreiben, scheinen Sie ein hoffnungsloser Fall von rein materialistischem Denken zu sein.

    • Unfassbar, jetzt kommt der Hofnarr mit Erdöl daher. Diese Lebewesen sind doch schon seit Millionen von Jahren tot und spüren nichts mehr.
      Legen Sie sich 5 Minuten auf das Gleis einer dichtbefahrenen ICE-Strecke, dann kapieren Sie vielleicht, worum es in diesem Forum geht.

    • @ Veganislove @ Vegan4Life
      Wenn ein Tier aus einem Schlachthof entkommen kann, spricht das Bände über die Zustände vor Ort in den Punkten Sicherheit und Umgang mit den Tieren an sich. Da ich (was aber anscheinend konsequent ignoriert wird) Massentierhaltung etc ablehne ist ein solcher Schlachthof auch per se abzulehnen. Auch hier muss man leider wieder auf die Gesetzeslage verweisen, die es gerade in Deutschland den Landwirten schwer macht selber zu schlachten und sie zwingt einen Schlachthof aufzusuchen, der Mensch und Tier zu zahlen im Unternehmen degradiert. In einem guten Schlachthof, mit guten Mitarbeitern (Unterschied Beruf und Berufung) werden Sie es nicht erleben das einem Tier absichtlich unnötige Qualen bereitet werden. Wenn einer mit einem Bolzenschussgerät nicht umgehen kann, sollte er es lassen.

      Ich bin der Überzeugung das ein Tier lieber von seinem Besitzer/Vertrauten getötet wird, als allein gelassen mit einer Fremden Person konfrontiert. Deswegen bleibt der Bauer zum Beispiel im Video (nach eigener Aussage) ja auch die ganze Zeit vor Ort.
      Und ja ich erzähle ihnen was von Tierpsychologie, da jeder Pawlow und seine Versuche kennt. Jedes Tier und jeder Mensch ist manipulierbar im Verhalten. Aktiv und passiv.

      Noch drei (wenn auch polemische) aber für mich Interessante Fragen (die ich wirklich ernst meine).
      1. Welche Rolle haben denn in Ihren Wertvorstellungen Haustierbesitzer?
      2. Der Mensch ist in meinen Vorstellungen auch nur ein Tier, in ihren auch? Wenn ja, dann würde ich gerne mal wissen wie es für Sie denn um das Ausnutzen ihrer Mitmenschen steht in Bezug auf Dienstleistungen und Produkte aller Art die sie konsumieren? Wenn Sie beispielsweise Obst und Gemüse kaufen das nicht fair gehandelt ist.
      3. Ob sie sich tatsächlich auch darüber Informieren wie denn das Obst und Gemüse gedüngt wird, welches Sie konsumieren? Vorzugsweise denke ich da eben an all die Produkte die sie nicht selber anpflanzen. Denn sollte eben Gülle verwendet werden, kommt diese schließlich auch von Tieren die sie somit auch ausnutzen, da Gülle meistens aus der Massentierhaltung stammt oder zumindest so auch Teil des Systems das sie verachten sind.

    • @ Torsten falls sie nicht mit echten Biomilchprodukten vertraut sind folgendes Beispiel: Eine echte Biokuh oder auch Ziege wird nur dann gemolken, nachdem das Jungtier gesäugt wurde. Die Milch ist also frei verfügbar. Ergo musste kein Tier dafür leiden. Demzufolge könnte ein Veganer (der ja meistens aus Ethischen (könnten auch gesundheitliche Aspekte sein) Gründen auf Tierprodukte aus der Massentierhaltung verzichtet) diesen Käse dann genießen. Tut er aber warum auch immer nicht. Ihrer Aussage nach was das Erdöl angeht würde mit Logik betrachtet zur Folge haben das Veganer Tierprodukte von natürlich gestorbenen Tieren nutzen dürfen. Sollte also ein Veganer beim spazieren gehen im Wald einen Hirschkadaver finden, könnte er doch dann also auch das Fell für Leder nutzen oder doch nicht? Der zeitliche Aspekt den sie nennen, dürfte doch somit keine Rolle spielen. Es gibt zum Beispiel einen Unternehmer in Neu Seeland der die Federn von wilden Kiwis sammelt und daraus Kleidung macht. Darf ein Veganer sowas tragen? Sollte dies aus Gründen, warum auch immer abzulehnen sein, erübrigt sie auch das Nutzen von längst toten Tieren in Form von Erdöl. Mag sein das sie das als ungerecht empfinden, sachlich ist die Frage dennoch.

    • @ Vegan4Life,

      freut mich sehr, daß Sie hier wieder was beitragen. Ich hatte schon befürchtet, daß Sie sich hier rausekeln ließen.

      Leider ist der Beitrag, den Sie bringen nicht gerade erbaulich. Da muß wirklich jedem Fleischesser der Appetit vergehen wenn er noch nicht vollkommen abgestumpft ist.

      @ Hofnarr,

      Sie benehmen sich wirklich wie ein Narr.

      Wo bitte soll Vegan4Life sich widersprechen? Nicht Vegan4Life versucht „Fleisch als ein Produkt aus Qual und Blut zu verkaufen“. Diverse Supermärkte versuchen aus unsäglichen Qualen entstandenes Fleisch als Endstadium des glücklichen Bio-Tiers zu verkaufen, versehen mit diversen Gütesiegeln in Kooperation mit „Kontrollinstanzen“ die beidseitig blind sein müssen, wie das von Vegan4Life eingestellte Video eindeutig beweist.

      Was bezwecken Sie mit Ihrem Beispiel vom Erdöl? Sich endgültig als Diskutant lächerlich zu machen? Das ist Ihnen zweifelsohne gelungen. Da haben Sie einen Volltreffer erzielt!

    • Hofnarr, Ihre Fragen erinnern mich an die Gewissensprüfung für Wehrdienstverweigerer in den frühen 1980er jahren („Sie gehen mit Ihrer Freundin im Wald spazieren. Plötzlich kommen Russen und wollen Ihre Freundin vergewaltigen. Was tun Sie? … Ja, aber wenn … Und dann … Und so und so … „). Es nervvvvvt.

      Es ist so einfach: Versetzen Sie sich einmal ganz, ganz konzentriert
      in die Lage einer Kuh vor der Tür des Schlachthofes.
      Ganz konzentriert sein.
      Sie vor dem Schlachthof.
      Kurz vor Ihrem Tod.
      Sie sterben gleich.
      Darauf konzentrieren. Nur darauf!

      Wenn Sie das geschafft haben, werden Sie in spätestens einem Jahr zumindest Vegetarier sein. Wenn Sie kein Vegetarier werden, haben Sie es nicht geschafft. Dann nochmal probieren.

    • ,,Wo bitte soll Vegan4Life sich widersprechen? Nicht Vegan4Life versucht „Fleisch als ein Produkt aus Qual und Blut zu verkaufen“. Diverse Supermärkte versuchen aus unsäglichen Qualen entstandenes Fleisch als Endstadium des glücklichen Bio-Tiers zu verkaufen, versehen mit diversen Gütesiegeln in Kooperation mit „Kontrollinstanzen“ die beidseitig blind sein müssen, wie das von Vegan4Life eingestellte Video eindeutig beweist.´´

      ,,ALLEN unbeirrten Fleischessern, die sich damit rechtfertigen, nur Fleisch von „glücklichen Bio-Tieren“ zu essen..´´

      Hier von der Initiative Tierwohl (Siegel aus dem Video) die Finanzierung: Finanziert wird die Initiative Tierwohl vom teilnehmenden Lebensmitteleinzelhandel. Folgende Unternehmen führen pro verkauftem Kilogramm Schweine- und Geflügelfleisch und -wurst 4 Cent an die Initiative ab. Mit diesem Geld werden Tierhalter für die Umsetzung von Tierwohlmaßnahmen honoriert. (Es folgen dann die großen EH-Ketten).

      Demzufolge ist es a) kein Bio-Siegel und b) nicht mein persönlicher Standart! Der Verbraucher ist in der Pflicht sich zu informieren. Im Video selber behauptet auch keiner das es sich beim Schweinezüchter um einen Biobetrieb handelt. Regionalität gibt es zwar aber das bedeutet ja nicht bio oder gar Tierwohl. Das sind zwei paar Schuhe, Demeter vereint das und ein Demetersiegel war da nirgends zu sehen.
      Wäre nochmal was anderes gewesen, wenn ein ausgewiesener „EU-Bio´´betrieb solche Bilder geliefert hätte. Die wird es auch geben. Aber einen Nicht-Bio-MASTbetrieb als Quelle anzugeben ist somit lächerlich in einer Debatte um „glücklichen Bio-Tiere“ bzw Biofleisch.
      Auch Biomastbetriebe (gibt es leider auch) sind abzulehnen. Das Wort Mast, also der Zwang sagt alles über die Art und Weise. Auch wenn ein Biobetrieb vielleicht „besseres´´ Futter einsetzt, dem Tier geht es nur unwesentlich besser, anders als bei einem Demeterhof.

      Und die Sache mit dem Öl ist doch verständlich oder nicht? Denn sonst dürfte eben der Veganer ja auch Tierprodukte nutzen, die ein Tier freiwillig hergibt. Federn aus der Mauser für Kissen, Schlangenhaut nach der Häutung etc. Aber auch das wird ja abgelehnt. Tiernutzen (auch als Öl) ist ja quais (für den ein oder anderen Veganer) wie Mord und Mord verjährt ja nicht oder gibt es tatsächlich Unterschiede zwischen Veganern und Veganern? Klären sollten Veganer untereinander erstmal Ihre Haltung zu diversen Themen: vegane Ernährung von Kleinkindern, Schwangeren. Haustierhaltung von Tieren von A bis Z, (Gibt angeblich auch Haustierhalter die Hunde und Katzen vegan ernähren). Rolle der Genmanipulation (Veganislove hat sich ausdrücklich dagegen ausgesprochen) bei Pflanzen usw usw gibt noch andere Themen. Bezugnehmend auf den Artikel von Herr Fleck (letzter Absatz): wie es denn mit den Naturvölkern und deren Verhalten gegenüber Tieren aussieht?

      Die moralische/ethische aber vor allem vermeintliche Überlegenheit seitens der Veganer HIER in diesen Foren ist eben nur vermeintlich. Akzeptanz und Toleranz tendenziell gegen null laufend. Im Hauptartikel geht es um die Würde der Tiere und Schaden in vorm von Quälerei abzuwenden. Ich glaube nicht das Herr Fleck damit meinte: Esst alle kein Fleisch mehr etc sondern: Quält die Tiere nicht extra um eine „Delikatesse´´ zu haben, sorgt für ordentliche Zustände in den Schlachthäusern etc..

      @ Torsten: Vorsicht bei Ihrer Wortwahl. Sollten Sie nur Vegetarier sein, sind sie manchen Veganern hier genauso ein „Feind´´ am Ende wie ich es wohl schon bin. Und was die Empathie für die Kuh angeht, die hält sich schlichtweg in Grenzen. Sie wurde gezüchtet um gegessen und anderweitig genutzt zu werden. Dieser Tatbestand steht aber nicht im Widerspruch zu einem möglichst stressfreiem Tod. Und ich spreche der Kuh etc das Bewusstsein um den eigenen Tod ab. Die Bürde um das Wissen des eigenen Todes setzt ein Maß an Intelligenz voraus, das ich höchstens Menschenaffen zukommen lassen würde. Sollte aber das Tier an sich über dieses Bewusstsein verfügen, machen sie sich selbst bewusst, das dann jedwede Ausdehnung von Ackerbau vom Tier als Bedrohung wahrgenommen wird und am Ende deren Verdrängung und Tod zur Folge hat. Und dann haben sie auch den Mut den Menschen dieser Erde zu sagen das sie aufhören sollen sich zu vermehren.

      Gestehen sie einfach anderen Menschen ihre Einstellung zu, so wie sie es für sich von anderen einfordern. Wenn die einzelne Person das nicht kann, ist sie auf KenFM ohnehin Fehl am Platz. Und erlaubt sei auch die Frage wie der Mensch sich ändern soll, vor allem im Verhalten Schwächeren gegenüber, wenn „der Veganer´´ für sich selbst eine ,,moralische Hoheit´´ in Anspruch nimmt und diese dem ,,moralisch verkommenem´´ Fleischesser aufzwingen will?

    • @ Hofnarr
      Mea culpa, ich habe von Bio-Siegeln, statt von Gütesiegeln gesprochen. Das ändert natürlich ALLES… [Ironie off].
      Fakt ist, dass die meisten Menschen, angesprochen auf ihren Fleischkonsum und den damit verbundenen Implikationen, behaupten, nur „Bio-Fleisch“ zu essen, wahlweise sich an den sog. Gütesiegeln zu orientieren und sich auf diese Weise selbsthypnotisierend davon überzeugen, dass sie „hochwertiges“ Fleisch von „glücklichen“ Tieren essen. Ich wiederhole mich ungern, aber es gibt kein Fleisch von glücklichen Tieren, nur von toten!
      Eigentlich habe ich gar keine Lust, auf die diversen, von Ihnen angeführten Pseudoargumente einzugehen, das wäre abendfüllend, und das will wohl auch niemand in der nötigen Ausführlichkeit lesen.
      Also nur selektiv:
      Ihre Argumentation, dass alle sog. Raubtiere ja verhungern müssten, wenn ihre Beutetiere den Tod erahnen könnten, hinkt nicht nur sondern ist vollkommen absurd. Wie erklären Sie sich denn dann den Fluchtinstinkt, den jedes Säugetier hat? Außerdem geht es hier um Tiere, die im Schlachthof im Akkord aufs Grausamste getötet werden, meist sogar bei vollem Bewusstsein. Der Gestank von Blut und Exkrementen bewirkt sofort, dass die Tiere in Todesangst versetzt werden. Wie lächerlich Ihre Behauptung „Würde es [das Tier] den Tod erahnen können, würde keines sich transportieren lassen“! Als ob es eine Wahl hätte!! Da kommen Schlagstöcke und Elektroschocks zum Einsatz!
      Wie schön, dass Sie immer die Richtlinien von Demeter anführen. Abgesehen davon, dass auch Demeter-Tiere nicht im Tierparadies leben, werden sie meistens ebenfalls zusammen mit den anderen, Nicht-Bio-Zertifikat-Tieren im selben Schlachthof getötet.
      Da Sie ja auch den Aspekt der Ausbeutung von Menschen thematisieren: Ja, da gebe ich Ihnen durchaus Recht, das ist in gleicher Weise zu kritisieren und zu vermeiden. Tatsache ist aber, dass all die in diesem System auf Minilohnbasis ihr Dasein fristen müssen (was Sie nicht den Veganern anlasten können!), garantiert nicht zum nächsten Demeterhof laufen, um dort ihr Fleisch zu kaufen, sie werden das Billigfleisch aus Qualzucht kaufen und das macht nach wie vor mehr als 90 % der überhaupt verkäuflichen Fleischmenge aus. Daher mein Appell aus meinem Eingangs-Post: Einfach lassen, einfach kein Fleisch mehr kaufen, egal aus welcher Quelle. Damit bewirkt man garantiert etwas, nicht nur für die Tiere!

      Auf Ihre drei polemischen Fragen (wie Sie selbst sie ja bezeichnen) könnte ich ausführlichst eingehen, das würde aber zu weit führen, daher nur kurz.

      Zu 1.: Haustiere – auch hier ist zu differenzieren. Ich persönlich lehne die aus purem Luxusdenken bzw. aus der Haltung „Ich will ein Tier haben“ resultierende Haltung von Haustieren ab, zumal für des Deutschen Lieblingshaustiere (Hund und Katze) die Massentierhaltung ebenfalls einen nicht unerheblichen Beitrag leistet. Auch hier ist nicht das Haustier „schuld“ sondern wieder einmal der Mensch, der auch seinen „Lieblingen“ ein völlig unnatürliches Leben mit für sie unnatürlicher Nahrung und den daraus resultierenden Krankheiten aufzwingt – auch hier sind zweifellos wieder Industrien am Werk, die damit reichlich verdienen.

      Zu 2.: Diese Frage hatte ich ganz am Anfang bereits beantwortet und zwar dahingehend, dass Veganismus keine Beschreibung für eine Ernährungsform ist, sondern eine Lebenseinstellung, eine Weltanschauung, in der selbstverständlich auch die Ausbeutung von Menschen keine Rechtfertigung erfährt. Da gibt es einen Satz, der das kurz und knackig beschreibt: „Vegan means I don’t eat, exploit or wear other beings!“, der sich also nicht allein auf Tiere beschränkt.
      Dass es in unserer Zeit kaum möglich ist, 100% vegan nach o. g. Motto zu leben, streite ich nicht ab. Man kann aber verlangen, dass man sich bemüht, Leid zu vermeiden oder zumindest zu verringern, ganz gleich, ob dieses Leid Menschen oder Tiere trifft.

      Zu 3.: Das Düngen von Obst und Gemüse mit Gülle.
      Also ich könnte gerne darauf verzichten, zumal das möglich ist. Leider findet sich in meiner regionalen Umgebung kein Landwirt, der eine bio-vegane Landwirtschaft betreibt. Das ist aber kaum den Veganern anzulasten. Fakt ist heute, dass die Gülle kaum noch als nützlicher Dünger zu betrachten ist, das Gegenteil ist der Fall. Sie ist ein Abfallprodukt und wird massiv auf den Feldern entsorgt, wo sie zum Problem für Böden (Stichwort: Nitrat) und Grundwasser wird.

      Zitat: „Eine echte Biokuh oder auch Ziege wird nur dann gemolken, nachdem das Jungtier gesäugt wurde. Die Milch ist also frei verfügbar“ – Das glauben Sie doch wohl selbst nicht, oder?“ Dann glauben Sie bestimmt auch, dass in einem Bio-Milchbetrieb geborene männliche Kälbchen aus reinem Idealismus mit durchgefüttert werden? Also das ist schon sehr naives Wunschdenken.
      Manchmal bin ich nicht sicher, ob Sie hier nur provozieren wollen oder ob Sie das alles ernst meinen: „Federn aus der Mauser“?? Superidee! Hat schon mal jemand ausgerechnet, wie viele in der Mauser verlorene Federn über wie viele Jahre von wie vielen Federtieren gesammelt werden müssen, um ein einziges Kissen zu füllen?

      Last but not least: Zitat: „Und ich spreche der Kuh etc das Bewusstsein um den eigenen Tod ab. Die Bürde um das Wissen des eigenen Todes setzt ein Maß an Intelligenz voraus, das ich höchstens Menschenaffen zukommen lassen würde“ – Das nenne ich mal zynisch!
      Meine Meinung dazu: Abgesehen von der unbestrittenen Tatsache, dass auch die eigens vom Menschen gezüchteten „Nutztiere“, insbesondere Schweine, über ein Maß an Intelligenz verfügen, das einem dreijährigen Kind überlegen ist, ist dies überhaupt nicht von Belang, oder sind Sie der Auffassung, dass der Grad an Intelligenz bzw. das Fehlen derselben dazu berechtigt, das jeweilige wenig oder weniger intelligente Lebewesen zu schlachten/töten?
      Es ist nicht wichtig, ob sie intelligent sind oder nicht, es ist nur eines wichtig: ob sie Schmerz empfinden und das tun sie!

      Heike

    • @ Vegan4Life vielen Dank für die Antworten.

      In der Tat kaufe ich mein Fleisch (je nach Verfügbarkeit etc) bei einem Händler, der gelegentlich Demeter-Fleisch anbietet. Ansonsten ist es halt für einen ständigen Konsum, in Form von Wurst etc zu teuer und eben auch nicht immer Verfügbar. Wenn ich die finanziellen Mittel hätte hm…da muss ich zugeben, das es wohl schwierig wäre nicht ständig auf solche Produkte zu verzichten. Ich würde dann hoffen das ich die Disziplin aufbringe selbst dann darauf weitestgehend zu verzichten, um Fleisch nach wie vor als etwas besonderes zu erleben.

      Und ja, auf einem Demeterhof werden auch die Bullen mit großgezogen und die Kühe erst nach dem säugen ihrer Kälber gemolken. Hochleistungsrassen sind eh verboten. Daher variiert das Angebot extrem stark in den Regionen. Und da zahle ich gerne für ein Glas Joghurt auch mal 3 Euro oder eben ein Stück Butter, das sollte es jedem echten und bewussten Bioesser wert sein. Wenig in Quantität, umso mehr in der Qualität. In anderen gebieten gibt es eine größere und dauerhaftere Auswahl, da mehr entsprechende Höfe im Umland liegen. Kann aber auch sein das der Ladenbetreiber selber zu den Höfen fährt und dort die Produkte kauft. Und ein guter Landwirt lässt es nicht zu das seinem Tier schaden durch Schläge etc zugefügt wird.

      Zum Bewusstsein: Weder Schwein, noch Kind würden auf Gefahren achten beim Straße überqueren oder statt Hausschwein, das Wildschwein. Ähnlich ist es mit Pferden die aufgeschreckt, wovon auch immer, von der Koppel ausbrechen. Ein Zuchttier, nimmt den Menschen, der es täglich füttert etc nicht als Feind bzw Bedrohung war.

      Und was die Situation im Schlachthaus angeht will ich nicht sofort widersprechen, würde mich aber freuen wenn sie einen Link haben der sowas bestätigt. Am liebsten natürlich wissenschaftlich.

      Danke nochmals für ihre Sicht der Dinge.

    • Nur, damit es nicht wieder zu Missverständnissen kommt: Ich plädiere ganz und gar nicht dafür, dass man getrost zu Demeter-Fleisch greifen könnte.

      Für mich ist eine tierproduktfreie Lebensweise auf lange Sicht unumgänglich, um nicht das viel strapazierte Wort „alternativlos“ zu verwenden.

    • Das ist mir bewusst @ Vegan4Life, deswegen habe ich ihnen auch noch eine „kurze´´ Nachricht an ihr Postfach gesendet.

      MFG Hofnarr

    • Hofnarr: Jemand, der aus welchen Gründen auch immer unter dem Zwang steht Tiere schlachten und essen zu müssen, kann für die Psyche dieser Tiere logischerweise gar kein Verständnis aufbringen, denn es gibt keine „Schlachttierpsyche“. Er muss sie sich krampfhaft umdichten. Und genauso muss dann auch alles andere krampfhaft umgedichtet werden, wie man hier sieht und so entsteht ein Zerrbild der Wirklichkeit, das Sie hier immer wieder präsentieren. Sie stehen allerdings damit nicht allein. Die Fleischsüchtigen machen das zwangsläufig alle so. Es tauchen immer die selben hirnverbrannten Argumente auf und hin und wieder trifft man sogar noch auf Steigerungen wie das Argument mit dem Öl. Ich fände es z.B. auch besser, wenn das Erdöl in der Erde bliebe, weil es dort von Natur aus hingehört. Genauso wie alles andere, dessetwegen die Erde von Menschen immer mehr ausgehöhlt wird. Aber der mit Abstand krasseste traditionelle Missbrauch, der sich ganz direkt fühlbar auf unsere Psyche, Moral, unsere gesamte Konstitution und unser ganzes Leben jetzt am verheerendsten auswirkt und den wir mit der größten Heilwirkung jetzt ganz locker abschaffen können allein mit Einsicht und ohne jede Gewalt, ist diese Form von Kannibalismus und Sklaverei: die Nutztierzucht.

    • Und von wegen von der Gülle profitieren: das ist ja wohl der makaberste Witz! Die Tiermäster wissen ja gar nicht wohin, mit der Gülle! Wir sind mal zur Zeit der Gülleausbringung in der Nähe von Bremen über Land gefahren, da hat mir der ätzende Gestank die Tränen in die Augen getrieben! Dieser Landstrich hat mich nie wiedergesehen, so ekelhaft ist die Erinnerung immer noch daran! Das Grundwasser wird mit der Gülle verseucht, wissen Sie das nicht, Hofnarr?
      Ich möchte sowieso lieber Pflanzen essen, die auf Gründünger gewachsen ist und das ist auch möglich. Außerdem können wir als Veganer auch unseren eigenen Mist als Dünger verwerten. Das hat man in China über Jahrtausende so gemacht! Wussten Sie gar nicht, was? Der einzige Tiermist, den ich auf unserem Grundstück noch akzeptiere, sind hin und wieder Pferdeäpfel von gepflegten, gut ernährten Hobby-Reitpferden. Die können sogar ganz wunderbar duften! Allerdings Pferde-Leistungssport lehne ich ganz entschieden ab!

    • Nach einem Video, welches Vegan4Life mir gepostet hatte, bin ich gerne bereit dem Tier ein Bewusstsein für den direkt drohenden Tod zuzugestehen. Nicht aber für einen bevorstehenden Transport zum Schlachthaus, den es als „letztes Stündlein´´ assoziieren könnte. Genauso spreche ich einer Fliege dieses Bewusstsein in Gänze ab. Auch ein Hund lässt sich von jemandem streicheln, der ihm mit freundlicher Stimme sagt das er ihm am liebsten erschlagen wollen würde. Sowas ist hinlänglich bekannt.

      Und nun zu Ihnen @ Veganislove
      Erneut muss ich staunen, da ihr Weltbild lediglich aus Massentierhaltung und Mast und dem Verzicht darauf besteht. Sie wissen hoffentlich auch, das Erdöl notwendig für diverse Dünger sind, welche vorzugsweise von Agrarflächenbtreibern genutzt werden, die exotische Früchte etc anbauen, welche sie ja auch konsumieren werden. Mag sein das wenn es nach Ihnen ginge, sie darauf verzichten könnten. Nur geht es a) nicht nach ihnen und b) auch wenn zugegebener maßen der Anteil für die Massentierhaltung dabei verwendet wird, partizipieren sie dennoch!
      Gründüngung wird bevorzugt von den tollen Demeter-Landwirten genutzt. Aber in ihrem Weltbild gibts ja sowas nicht.

      Was China angeht…was man da so gemacht hat und heute noch macht…das ist mir zu einfach das zu widerlegen.
      Alice im Wunderland war zum Beispiel verboten, weil ja mit Tieren gesprochen wird und Tiere sind dem Menschen nicht gleich zu setzen. Ist zwar von 1931 aber was sind für eine Nation schon 80 Jahre…Vielleicht sollte Ihnen Vegan4Life auch mal das Video zusenden.

      Und ein Tier zu züchten um es zu Schlachten und gänzlich in allen Belangen die es bieten kann, zu verwerten, somit also einen echten Wert für mehrere Menschen hat ist verwerflich, aber aus Spaß ein Tier zu reiten (Belastung für den Rücken des Pferdes) und ebenfalls bis zum nächsten Besuch einzusperren (egal ob Box oder Koppel) ist in Ordnung? Spaß ist also kein Nutzen für sie? Ich habe noch nie von Wildpferden gehört die freiwillig andere oder anderes mit sich rumschleppen… Schlussendlich ist ja auch ihr Reitpferd das Ergebnis von Zucht und Nutztierhaltung aber weil sie es sind, ist das bestimmt was anderes.

      Ich respektiere Veganer dafür das sie freiwillig auf ein wesentlich leichteres Leben verzichten, welches der Normalbürger hat und sich nicht den Kopf zerbrechen muss, kann oder will.

    • Ich weiß nicht, Hofnarr, ob Sie bewusst die Wahrheit verdrehen oder unbewusst. Eigentlich müssten Sie bei ein klein wenig logischem Nachdenken darauf gekommen sein, dass die Tiere aus dem Geruch des Angstschweißes ihrer Vorgänger an den Transportwagen genau herauslesen können, wo das da jetzt hingeht. Ich habe selber einmal zufällig gesehen, wie ein Bauerehepaar mit viel Mühe einen jungen Bullen in so einen Anhänger reinbugsiert haben, der sich verzweifelt gewehrt hat. Der wusste aber sowas von genau, wo das hingeht! Und ich sehe heute noch- nach Jahrzehnten- das Gesicht der Bäuerin vor mir. Das schlechte Gewissen und das Bedauern stand in aller Deutlichkeit darin geschrieben. Ich habe mich später immer wieder gefragt: Warum macht die das bloß, wenn es ihr doch dabei so schlecht geht? Aber dieses Problem haben sie ja wohl nicht, da sie sich einfach schon lange eingeredet haben, dass die Tiere das vorher ja gar nicht merken und Todesangst gar nie kennen lernen. Menschen können sich für irgendwelche Benefits oder Profite alles einreden, ich weiß.

    • Eine absolute Wahrheit existiert auch nicht bei Themen um Moral und Ethik. Wenn sie 10 Menschen zu einem Thema befragen, erhalten sie auch mindestens 10 Meinungen.
      Und selbst wenn es tatsächlich so wäre, wie sie es mit dem Angstschweiß beschreiben, liegt dann das eher daran das man nicht mit den Tieren zuvor gut Umgegangen ist, der Angstschweiß sich also festsetzen konnte. Kein Tier assoziiert mit einem Transporter automatisch den Tod. Wenn das Tier enormen Stress oder gar Angst hatte, dann nur weil sich der Stress der Bauern auf das Tier übertragen hat. Diese Form von Stress oder auch Intensität (Angst ist im Prinzip auch nur eine Form von Stress) lässt doch aber in einem Tier keine Zukunftsängste in Form des nahenden Todes aufkommen. Tiere denken nicht nachhaltig bzw ganzheitlich. Die hätten vielleicht versuchen sollen ihn mit besonderen Leckereien dort hinein zu locken? Einige Bauern zum Beispiel, wenn sie ein fremdes Schwein in eine Gruppe integrieren wollen, machen einfach die Gruppe und das einzelne Schwein betrunken (in dem Bericht den ich sah war es Kirschwasser in Milch gemixt), führen sie zusammen und wieder nüchtern kommen alle wunderbar miteinander aus, ohne den Stress für die Tiere die sie sonst miteinander hätten.

    • @ Hofnarr,
      Ich bin nicht auf einem Bauernhof aufgewachsen aber direkt neben dem Bauernhof meiner Großeltern. Und in meiner Kindheit war der Bauernhof mit seinen Tieren mein absoluter Lebensmittelpunkt.

      Schweine und Hühner wurden natürlich auf dem Hof selbst geschlachtet. Rinder, später auch Schweine, wurden abtransportiert. Immer nur eines, höchstens mal zwei. Bei Schweinen auch schon mal ein halbes Dutzend.

      Jedes dieser Tiere wußte genau, was es geschlagen hatte. Vielleicht haben Sie recht, daß so ein Tier keine Vorstellung vom Tod hat. Wenn er aber in Form des Bauern mit dem Hackebeil oder Bolzenschußgerät naht oder es in einen Tiertransporter geht, dann ist die Panik so groß wie sie nicht größer sein könnte.

      Würde Ihnen der Appetit vergehen, wenn Sie dies eingestehen müßten? Oder wieso halten sie so standhaft an der absurden Idee fest, so ein Tiertransport würde die Tiere nicht in Angst und Schrecken versetzen. Daß Sie so was noch nie gesehen haben ist nur eine spärliche Ausrede.

    • @ W.Schürer
      Warum sollte mir dann der Appetit vergehen? Würde er nicht. Kein normales Beutetier / Wildtier stirbt an Altersschwäche. Ausnahme sind die ohne Fressfeinde (Elefanten, Nashörner etc).

      ,,Schweine und Hühner wurden natürlich auf dem Hof selbst geschlachtet. Rinder, später auch Schweine, wurden abtransportiert. Immer nur eines, höchstens mal zwei. Bei Schweinen auch schon mal ein halbes Dutzend.
      Jedes dieser Tiere wußte genau, was es geschlagen hatte.´´

      Sie werden ja sicherlich nie ihren kompletten Bestand immer an einem Tag geschlachtet haben, richtig? Zumindest denke ich das so bzw wäre das Sinnvoll. Sowohl Schwein, als auch Huhn werden also mitbekommen haben, das etwas anders ist nachdem der Bauer (der ja sonst das Futter bringt) diesmal etwas anderes in der Hand hatte und hinterher Artgenossen fehlten. Dazu kommen die entsprechenden Tierlaute, wenn beim Schlachten an sich etwas schief geht oder das Tier keine für sich stressfreie Situation erleben konnte. Es brüllt, quiekt wie auch immer ggf. was auch die Artgenossen mitbekommen.
      Somit kann man behaupten, das die Tiere die erst später geschlachtet werden, den Bauer mit der Axt fürchten müssen, weil sie es so gelernt haben. Klassisches Konditionieren, auf einen Reiz folgt eine Reaktion. Der Bauer der sonst das Futter bringt, hat nicht jedesmal Futter –> hat er kein Futter wird etwas anderes passieren. Dieses Beobachten und Lernen, ist aber nur durch das Überleben der Tiere ermöglicht. Hätte der Bauer eben alle Tiere an einem Tag geschlachtet, hätte kein Lernprozess stattfinden können.
      Anderes Beispiel: Wenn ich das erste mal mit einem Tier zum Tierarzt fahre (und das Tier an sich mit der Autofahrt kein Problem hat oder Transport im weitesten Sinne) hat es auch keine Angst vor ihm. Wird das Tierchen dann aber geimpft und erlebt diese Situation eben als besonders unangenehm, dürfte sich die Fahrt zum Tierarzt in Zukunft schwieriger gestalten.
      Sowohl Bolzenschussgerät, als auch Hackebeil machen ja Geräusche beim Einsatz. Dazu dann eben noch ein Warnschrei des Tieres, das mit der Situation an sich sowieso unzufrieden ist (Kuh wird von der Herde getrennt / Huhn erst gejagt, dann eingefangen und festgehalten, alles Faktoren die zu einem erhöhten Stresslevel führen können) das ist doch nicht zu leugnen (und das habe ich bisher auch nicht) das die anderen Tiere diese eben miteinander assoziieren. Auch den visuellen Reiz durch das Bolzenschussgerät oder Hackebeil will ich nicht ausschließen oder das Transportfahrzeug.
      Auch ein schönes Beispiel für das natürliche Fehlen von Bewusstsein für eine drohende Gefahr: Immer mehr Schafhirten halten sich zusätzlich Alpakas zum Schutz ihrer Herden. Entdeckt ein Alpaka/Lama einen Wolf oder Kojoten (der wenn er ein Bewusstsein für seine Überlegenheit hätte, es einfach reißen würde) ergreifen sie nicht die Flucht sondern gehen auf ihn zu. Das wiederum, irritiert den Angreifer so sehr das er lieber das Weite sucht.

      Und ein Phänomen was es bei Hühnern gibt: Wenn ein Huhn selber ein Ei aufpickt und es dann leer frisst, kann es passieren, dass jenes Huhn das in Zukunft immer öfter macht und auch auf das eigene Gelege losgeht. Sowas kommt in der Natur selten vor aber es kommt vor. Da Arterhaltung instinktiv veranlagt ist, würde es aber gleichzeitig bedeuten das das Huhn eben doch kein Bewusstsein für einen drohenden Tod hat. In diesem zwar sehr speziellen Fall nicht für sich selbst aber für die eigene Brut und somit im Umkehrschluss für sich selbst, da es ja nicht seiner natürlichen Aufgabe der Arterhaltung nachkommt.

      Ich will nur zum besseren Verständnis festhalten: Nutztiere haben von Natur aus kein Bewusstsein für einen drohenden Tod durch den Menschen der sie Füttert und auch nicht vor einem Transporter, da er nicht ihr natürlicher Feind ist (Weder Mensch, noch Maschine). Sie können bestenfalls ein Bewusstsein entwickeln, auf Grund verschiedener Lernprozesse, welche aber eben auch nicht natürlich sind. Wenn eben von 6 Schweinen, 2 geschlachtet werden, sie durch das einfangen für die anderen quieken, den Stress riechbar machen usw usw haben die 4 übrigen Schweine die Möglichkeit diesen Prozess zu verarbeiten und eben den Bauern etc als Feind zu assoziieren.

      Auch die Dauerhaftigkeit dieses erlernten Verhaltens ist betrachtenswert. Würde ein Tier den Bauern nachhaltig als etwas furchtbares, todbringendes erleben, würde es sich doch kaum von ihm füttern oder streicheln lassen.

      Es ergibt sich für mich einfach nicht das natürliches Vorhandensein für diese Form und sehr spezielle Art von Bewusstsein.

    • „Warum sollte mir dann der Appetit vergehen?“

      Das ist eine Frage der Empathie. Und für welche Wesen man diese edle Empfindung zu verspüren vermag.

      Tiere gehören bei Ihnen offenbar nicht dazu.

      Hat vermutlich auch etwas damit zu tun, wie man unsere Spezies selbst einordnet. Ob als Raubtier oder als Pflanzenfresser. Wenn man der Ansicht ist, daß unsere Spezies Raubtiere sind wäre es in der Tat absurd Empathie für Tiere zu empfinden, die man zum Zweck des Verzehrs tötet.

      Das was ich damals als Kind auf dem Bauernhof erlebt habe ist ja übrigens nicht mit dem zu vergleichen was heute dem Standard-Schlachttier widerfährt bevor es endlich ins Jenseits befördert wird. Damals ging der Transport nur um ein paar Hausecken. Schlimmstenfalls bis ins Nachbardorf.

      Heute darf ein beträchtlicher Anteil der Schlachttiere aufgrund besonders sinniger EU-Gesetze für Subventionskassierer und Ausnutzern von Steuerschlupflöchern erst noch eine Odysse durch halb Europa im komfortablen Transporter hinter sich bringen bevor es so weit ist und sofern es nicht unterwegs vorher an den Strapazen krepiert ist.

    • Verhängnisvoll ist auch immer noch die Fehleinschätzung der materialistisch-mechanistisch orientierten Wissenschaft, zu behaupten, wir seien „das Ende der Nahrungskette“, was nichts anderes bedeutet, als dass wir von der Natur aus veranlagt und berechtigt seien, „alles“ zu essen. Das ist der große Irrtum. Es ist so augenscheinlich, dass dem nicht so ist, dass ich mich wundere, wie hartnäckig große Teile der Menschheit immer noch an diesem Aberglauben festhalten wollen. Schon lange kann jeder buchstäblich allein mit den Augen feststellen, dass das tierische Protein uns nicht gut tut. Ich habe verschiedentlich schon darauf hingewiesen, dass es z.B. kinderleicht ist, allein schon von der Physiognomie her zu erkennen, wer unter uns sich aus der Pflanzenwelt ernährt und wer als „Ende der Nahrungskette“ fungiert(von der Gesamtstatur ganz zu schweigen). Wer sich pflanzlich ernährt, hat niemals unter zu hohem Blutdruck zu leiden und folglich gibt es hier auch nimals diese krankhafte Dauer-Gesichtsröte, die wir von den Fleischessern kennen. Ebenfalls gibt es unter Veganern keine großporige, fette Haut mit Mitessern, womit sich die heute sog. Vegetarier noch herumärgern müssen. Und da das tierische Protein vom Menschen nicht vollständig verstoffwechselt werden kann wie das pflanzliche, lagert es sich überall im Körper und natürlich auch im Gesicht mit der Zeit als hässliche Ausbuchtungen und später als“Hängesäcke“ ab. So haben wir dann bei jüngeren die „Speckmasken“ und bei den Älteren die „Hängbacken“
      und die Doppelkinne. Letztere deformieren die Gesichter derart, dass z.B. ich bei manchen Menschen schon gar nicht mehr hinsehen mag. Sie tragen buchstäblich „Leichensäcke“ unter ihrem Gesicht mit sich herum, sodass das Gesicht direkt aus dem Kragen zu quatschen scheint. Vom Hals ist da oft gar nichts mehr zu sehen. Gerade in den letzten Tagen habe ich als ehemalig leidenschaftlicher Dylan -Fan mit Ekel ein Gesicht-Foto von dem jetzt etwa 80-jährigen gesehen. Ich frage mich da wirklich: Wie kann man sich als genial begabter Mensch nur so verfressen?
      Ich selber bin sogar noch vom Übergang Vegetarismus-Veganismus insgesamt über die Jahre 20 Kilo überflüssiges Gewicht losgeworden und meine Haut ist schon lange wieder so rein und feinporig wie als Kind. Es ist ja doch so offen sichtlich, dass tierische Nahrung Monster aus uns macht, wie außen, so innen. Ich bin mittlerweile auch tief und fest davon überzeugt, dass mit der Nutztierzucht auch die Mordlust hochgezüchtet wurde. Und wo nicht Mordlust, so doch Empfindungsamnesie. Es fand mit dieser patriarchalen Viehzüchterkultur eine verhängnisvolle Verzerrung unseres Bewusstseins und unserer Lebensanschauung statt! Dies ist an Deutlichkeit eigentlich nicht mehr zu übersehen!

      „Die gefährlichste Waffe der Welt ist die Gabel“. Mahatma Gandhi

    • Eben deswegen @ W.Schürer bin ich auch wie Sie, gegen die Massentierhaltung. Ich würde mich sehr über solche Bauernhöfe freuen auch wenn das im Umkehrschluss für mich bedeutet das ich auch mal kein Fleisch, mangels Verfügbarkeit essen könnte oder aus finanziellen Gründen. Aber das sollte für niemanden ein Hindernis sein, wenn dafür Massentiertransporte etc stark vermindert oder hoffentlich sogar gänzlich gestoppt werden könnten.

      Bezüglich der Einteilung des Menschen als Raubtier bis Omnivore oder Pflanzenfresser: Ich selber betrachte ihn als Omnivore, was somit den Fleischverzehr für mich natürlich macht.

      Wenn der Mensch von Natur aus reiner Pflanzenesser wäre, wäre das dann nicht ein Widerspruch zu seinem Verhalten bereits als Jäger und Sammler, Tiere zu töten? Es würde bedeuten er hätte die Tiere ausschließlich für das Fell getötet. Vielleicht auch für Schmuck und anderes aus den Knochen. Auch im Winter bei -20 Grad hat der Mensch ja seine Höhle verlassen müssen und auch sein wärmendes Feuer, um Beeren, Wurzeln etc zu suchen, was er wohl kaum überlebt hätte, ohne wärmende Kleidung. Das verarbeiten von Kleidung aus Baumwolle etc beherrschte er ja nun mal viel später. Wie hat also ihrer Meinung nach der Mensch als reiner Pflanzenfresser, ohne Kenntnis von Ackerbau, Eiszeiten, Winter etc überlebt? Und bevor sie Antworten mit:

      Er ist in wärmere Gefilde gezogen;
      1. Die hat er ja zuvor erst verlassen, weil höchstwahrscheinlich nicht genug Pflanzen da waren um den Arterhalt zu sichern.
      und 2. sollte das aus dem Verständnis heraus, das der Mensch eine reiner Pflanzenesser sei, wohl kaum eine legitimiation für das Töten eines Tieres für sein Fell sein. Denn auch unsere Vorfahren aus wärmeren Gebieten, in denen es keine Eiszeit gab haben Felle getragen. Wenn dem so ist, würde es am Ende sogar bedeuten das der Omnivore oder reiner Fleischesser mehr Ethik beweisen würden, durch den Gesamtnutzen des Tieres, da er es auch isst bzw mehr nutzt. Falls es Untergegangen ist: Bitte bedenken Sie, das der Ackerbau zu diesem Zeitpunkt nicht existierte, selbst nach neuesten Erkenntnissen wohl erst seit 23.000 Jahren. Ich bin sehr auf Ihre Antwort gespannt.

      MfG Hofnarr

  76. Noch etwas möchte ich hier ansprechen, das vielleicht heute nur noch von vegan Lebenden richtig verstanden werden kann, aber doch ganz allgemein höchst bedenkenswert ist, wie ich meine: Gerade in der letzten Zeit und besonders wenn ich frische Früchte esse- zum Beispiel eine gute, reife Birne-wird mir bei diesem delikat-erquickenden Schmecken die direkte Verbundenheit mit dem gesamten lebendigen Organismus dieses Planeten bewusst. Ich erlebe dann nicht allein den körperlich-sinnlichen Genuss, sondern ich fühle mich auch mit unserer Mutter Erde wie in einem Gebet in tiefer freudiger Dankbarkeit verbunden. Ich empfinde dann reine Liebe beim Essen und das ist das Schönste dabei. Dann hat es wirklich geschmeckt und ich bin wirklich ganz zufrieden. Eine bessere Ernährung kann es gar nicht geben. Das weiß ich dann ganz sicher auch ganz ohne Beweise durch Ernährungsstudien von gelehrten Experten. Der Mensch wird von der Natur liebevoll mit Früchten bewirtet – er muss nicht töten für seine Ernährung!

    • 100% richtig. Grade im Sommer, wenn man wegen der Hitze Nachts nicht richtig schlafen kann, gehts an den Kühlschrank ran an das Fach, wo die Birnen lagern. Eine pure Wohltat so eine schön gekühlte Birne. Saftig, weich und mit unvergleichlichem Aroma. Man genießt sie mit einem Blick in den klaren Sternenhimmel und schmeckt einen, an sich unfassbaren Moment. Wie wundersam diese unglaubliche Welt doch ist. Im Großen wie im Kleinen. Irgendwo, im Hier und Jetzt, ganz still und friedlich. Und erhascht ein Hauch eleganter Harmonie, begleitet von Ahnung, wie glücklich man sich doch schätzen darf.

    • Hallo ihr beiden,
      VeganisLove,
      „… körperlich-sinnlichen Genuss, sondern ich fühle mich auch mit unserer Mutter
      Erde wie in einem Gebet in tiefer freudiger Dankbarkeit verbunden. Ich empfinde
      dann reine Liebe beim Essen und das ist das Schönste dabei…“
      Wiebitte,
      „…Wie wundersam diese unglaubliche Welt…“
      Dieses tolle Gefühl, hat mich gestern gepackt, bei dem Genuss einer
      Rice Milk Schokolade NIRWANA VEGAN mit Praliné Füllung. Bio. Fair. Rapunzel.

    • Oh jaaa, diiiie liebe ich auch! Damit ist man wirklich auch schon im Nirwana! Aber hast Du auch mal die kleine teure Rohkost- Kokosmilchschokolade mit Kokosblütenzucker probiert? Wer sich’s leisten kann…unbeschreiblich!

      Noch etwas: Seit wir vegan sind, sind wir auch erst richtig auf die Bedeutung der Gewürze-Welt aufmerksam geworden. Man kann ja jetzt im Netz die ganzen Wirkstoffe recherchieren und da haben wir ja schon ein Riesenarsenal an Heil-und Arzneimitteln je nach persönlicher Befindlichkeit und Geschmack. Mir geht es immer wieder so, dass ich ERST das Gewürz für mich als Wohlgeschmack entdecke und DANN anschließend erfahre, dass es jetzt für mich auch genau das Richtige ist! Wir können das nämlich genauso gut, wie die Wildtiere! Die Gewürze „sprechen“ mich direkt an bis ins Blut, bis ins Innerste, in den Zellkern hinein! So fühle ich es. „Euer Heilmittel sei Eure Nahrung“, wer sagte das noch?

  77. Ich möchte bei diesem Thema auch auf das Thema Tierversuche hinweisen, das in den Bezügen des Missbrauchs von Lebewesen und deren Würde genauso zu beachten ist, wie die Frage unserer Ernährung. Mit den Bezügen meine ich den Ethischen und den Wissenschaftlichen Bezug, die wir hier diskutiert haben.
    Die Frage nach der Ethik und der grundsätzlichen Sinnhaftigkeit der Tierversuchspraxis muss genauso tiefgreifend und umfassend gestellt und beantwortet werden, wie dies hier vor allem in Bezug auf unsere Ernährung geschehen ist.
    Ich habe mich mit dieser Thematik schon in den 1970er Jahren grundsätzlich auseinandergesetzt und ich war zuerst Aktivistin gegen Tierversuche, bevor ich Vegetariein und dann Veganerin wurde. Dadurch habe ich auch von vorn herein einen tiefen Einblick in die Unterschiedlichkeit der Physiologie von Mensch und Tier bekommen. Vor allem Hans Ruesch ist es zu verdanken, dass die Unsinnigkeit und die Grauenhaftigkeit der Tierversuchspraxis der Pharma überhaupt erst einmal an die Öffentlichkeit gedrungen ist. Seine beiden Bücher: „Die nackte Herrscherin“ und „Die Pharma Story- der große Schwindel“ entblößten den Irrsinn unserer immer mehr vom kapitalitischen Denken beeinflussten Wissenschaftsindustrie am Beispiel Tierversuche zur Medikamentenherstellung. Und auch nicht vergessen werden darf der Missbrauch unserer empfindsamen Mit- Lebewesen für die Waffen-und Militärforschung. Bei all dem müssen wir immer diese beiden Aspekte im Auge behalten: Den Ethischen genauso wie den Wissenschaftlichen(im wahren Sinne dieses Wortes). Es wird dabei nämlich am Ende immer klarer, dass diese beiden Aspekte niemals zu unterschiedlichen Ergebnissen führen. Das bedeutet, dass in der sog. „Ethik“, dem, was wir mit offenen unverstellten Sinnen und Herzen wahrnehmen, schon das gesamte Wissen im Prinzip enthalten ist.

    • Ja, es ist wirklich hanebüchen, was da unter dem hehren Begriff Wissenschaft getrieben wird. Komplexe Krankheiten mit jahrzehntelangen Vorgeschichten wie Herzinfarkt bei Menschen werden in der Forschung nachgeahmt, indem man z.B. Hunden (Beagles, weil diese Rasse so gutmütig ist!) eine Arterie abklemmt. Die Übertragbarkeit von dadurch gewonnenen Forschungsergebnissen auf Menschen ist gleich null. Von den Medikamenten, die sich in Tierversuchen als erfolgversprechend erwiesen haben, fliegen bei der Übertragung auf Menschen weit über 90 % wieder raus. Auf der anderen Seite werden möglicherweise erfolgreiche Ansätze nicht weiterverfolgt, weil sie den Tierversuch nicht bestanden haben. So etwas ist doch nicht wissenschaftlich. Hier ruht man sich auf alteingefahrene Verfahren aus, die im 18. und 19. Jahrhundert so konzipiert wurden. Es wird sehr viel Geld verbrannt für Forschung, die nur dem nützen, der damit seine Doktorarbeit schreiben kann.
      Meiner Ansicht nach können nur Computer die Komplexität menschlicher Krankheiten erfassen. In den USA ist man auf diesem Gebiet einiges weiter.

    • Hallo Torsten,
      „… Vorgeschichten wie Herzinfarkt bei Menschen werden in der Forschung
      nachgeahmt, indem man z.B. Hunden (Beagles, weil diese Rasse so gutmütig
      ist!) eine Arterie abklemmt…“
      Ein Film:
      „Unsinn Tierversuch
      – Ein animierter Aufklärungsfilm der Ärzte gegen Tierversuche
      Tierversuche werden stets mit dem zukünftigen Nutzen für den Menschen ge-
      rechtfertigt. Schauen wir uns diese Versuche genauer an, wird der Nutzen aber
      fraglich, denn ein Tier ist kein Mensch. Der Film erklärt mit Hilfe von animierten
      Bildern, warum Tierversuche unsinnig und unnötig sind.
      Im Auftrag von Ärzte gegen Tierversuche e.V.
      Jeder kann gegen Tierversuche aktiv werden! Macht mit! “
      https://www.youtube.com/watch?v=xxFbQfbxXjI

    • Pressemitteilung des Vereins Ärzte gegen Tierversuche e.V. vom 19.02.2015:

      Göttingen ist durch den Standort des Deutschen Primatenzentrums (DPZ) nicht nur ein Brennpunkt hinsichtlich der Affenversuche, sondern belegt nach einer Auswertung des Ärztevereins Platz 3 der Tierversuchshochburgen Deutschlands.
      Das DPZ führt seit den 70er Jahren Experimente an Affen durch, besonders in den Bereichen der neurologischen Forschung sowie Infektionsforschung wie AIDS- und Hepatitis-Forschung. Die Einrichtung hält rund 1.300 Primaten acht verschiedener Arten vor, u.a. Rhesusaffen, Weißbüscheläffchen und Paviane. Es importiert zum Teil Affen aus ihren Heimatländern, zum Teil züchtet es Affen für eigene Experimente und andere Versuchslabore selbst.
      Am DPZ werden ähnliche Affenhirnversuche durchgeführt, wie sie in Bremen und Tübingen justiziabel geworden sind: In sogenannte Primatenstühle fixierte Tiere müssen mit unbeweglich angeschraubtem Kopf Aufgaben am Bildschirm erledigen, während durch ein Bohrloch im Schädel in das Hirngewebe eingeführte Elektroden Hirnströme messen. Durst zwingt die intelligenten Primaten zum Mitmachen. „Die Qual der Tiere kann Jahre dauern, der Nutzen für kranke Menschen ist gleich null“, so Dr. med. Katharina Kühner, wissenschaftliche Mitarbeiterin bei Ärzte gegen Tierversuche.
      Um einen Impfstoff gegen AIDS zu entwickeln, werden Rhesusaffen mit SIV, dem Affen-Aids-Virus, infiziert. Dazu bekommen die Tiere so lange einmal wöchentlich SIV-Dosen in den Mastdarm eingeführt, bis Viren im Blut nachweisbar sind. Affen-AIDS ist aber nicht mit der menschlichen Immunschwäche-Krankheit zu vergleichen. Obwohl seit Jahren bekannt ist, dass die menschliche AIDS-Form bei Primaten nicht ausbricht, werden weiterhin zahllose unserer nächsten Verwandten in sinnlosen Experimenten missbraucht.

      Affen sind jedoch nicht die einzig geplagte Spezies. An der Göttinger Georg-August-Universität wird z. B. versucht, mit Mäusen Alzheimer nachzuahmen. Im Rahmen von „Gedächtnistests“ werden Mäuse gleichzeitig Stromstößen und einem Ton ausgesetzt. Die Tiere schreien und springen auf. Wenn der Ton später erneut erklingt, erstarren die Tiere vor Angst. Genmanipulierte Mäuse zeigen dabei weniger Angst, da sie sich den Zusammenhang von Ton und Schmerz nicht gemerkt haben.
      „Bei Mäusen werden künstlich Symptome konstruiert, die mit der Alzheimer-Erkrankung beim Menschen nichts gemein haben“, so Kühner weiter, „Amerikanische Experten publizierten unlängst Studienergebnisse* die zeigen, dass Alzheimer-Tierversuche nicht auf den Menschen übertragbar sind. Auf diese Weise entwickelte Behandlungsmethoden versagen beim Menschen auf ganzer Linie, heißt es in dem Artikel. Hingegen wird betont, dass Untersuchungen an menschlichen Nervenzellen zielführend sind.“

      Pressemitteilung der Ärzte gegen Tierversuche e.V. vom 12. November 2014 zum Weltdiabetestag:

      Tierversuche bieten keine Medikamentensicherheit

      Der bundesweite Verein Ärzte gegen Tierversuche (ÄgT) warnt anlässlich des Weltdiabetestags am 14. November vor den Gefahren tierversuchserprobter Arzneimittel für den Menschen. Zahlreiche Diabetesmedikamente mussten bereits vom Markt genommen werden, weil sie bei Patienten Schaden anrichten.
      2011 wurde in Deutschland die Zulassung für das Diabetesmedikament Actos wegen Krebsverdacht auf bestimmte Patientengruppen beschränkt. Das Mittel steigert das Risiko für Blasenkrebs um 40 Prozent, wenn es mindestens ein Jahr lang eingenommen wird. Ein Jahr zuvor musste Avandia wegen schwerwiegender Nebenwirkungen wie Herzinfarkten vom Markt genommen werden. Avandia wird seit langem in der Risikoliste der Ärzte gegen Tierversuche geführt. Die Aufstellung listet Medikamente, die im Tierversuch für sicher befunden wurden, aber bei menschlichen Patienten zu gravierenden unerwünschten Wirkungen geführt haben.
      Die Ärztevereinigung kritisiert, dass Tierversuche oft damit gerechtfertigt werden, die Sicherheit von Medikamenten gegen menschliche Krankheiten zu gewährleisten. Tatsächlich geht es in der Pharmaindustrie nur um den Profit. So machte Avandia-Hersteller GlaxoSmithKline 2009 mit dem Mittel einen Umsatz von 1,2 Milliarden Dollar. „Schwerwiegende Risiken eines Medikamentes wie im Fall des Avandia-Wirkstoffs Rosiglitazon versucht die Pharmaindustrie zu vertuschen, um Medikamente so lange wie möglich auf dem Markt zu halten und Gewinne einzufahren“, so Katharina Kühner, Ärztin und wissenschaftliche Mitarbeiterin bei Ärzte gegen Tierversuche. Das Schicksal der betroffenen Patienten spiele für die Pharmamultis offensichtlich keine Rolle. Einem Bericht des US-Senats zufolge hat GlaxoSmithKline bereits vor 2007 von möglichen Nebenwirkungen gewusst.
      „Bei Krankheiten wie Diabetes spielt die Ernährung und Lebensweise eine wesentliche Rolle. Diabetes Typ 2 wird zum großen Teil durch zu fleisch- und fettreiche Ernährung sowie durch Rauchen und Bewegungsmangel gefördert“, so Ernährungsexpertin Kühner, die am Institut für alternative und nachhaltige Ernährung in Gießen tätig war. Der Verein fordert die Abkehr vom Tierversuch und die Stärkung innovativer Zell- und Computermodelle ohne Tierversuche sowie von Patientenstudien, um die bestmögliche Sicherheit für den Verbraucher zu gewährleisten und eine moderne, ethische Medizin und Wissenschaft zu etablieren.

    • Ich könnte noch unzählige weitere Beispiele bringen. Aber ich fasse jetzt trotzdem mal zusammen:
      – Tierversuche behindern den medizinischen Fortschritt weit mehr, als sie ihm nützen.
      – Für die betroffenen Tiere bedeuten sie ein elendes Leben und einen traurigen Tod.
      – Sie verschlingen enorme Ressourcen an Geld und menschlicher Arbeitskraft.
      – Es gibt sinnvolle Alternativen, die aber nur wenig gefördert werden.
      Konsequenz?

  78. ich bereite eine Radiosendung vor mit dem Titel „Fleisch – Der globale Massenmord“. Aufnahmetermin ist im Januar, und gesendet wird sie Ende Februar oder Anfang März auf st(h)örfunk.de, sowie terestrisch. Falls jemand gute Texte zur Hand hat: Ich bin für Tipps dankbar.

    • Lieber Torsten! Da empfehle ich Dir gleich mal das Buch: „Ernährung und Bewusstsein“(TheWorldPeaceDiet) von Will Tuttle. Besonders was den tiefenpsychologischen Aspekt betrifft, ist es das beste und ausführlichste Buch darüber im 21. Jahrhundert. Im 20. Jahrhundert war es das Buch von John Robbins“ Ernährung für ein neues Jahrtausend“(Diet for a new America). Hier findest Du jede Menge einschlägiger Statistiken und Untersuchungsergebnisse, verbriefte Aussagen von bekannte Ärzten und Wissenschaftlern und vieles mehr. Das sind meine beiden „Bibeln“, wenn man so will. Was Vitamin B12 betrifft, empfehle ich „Volkskrankheit VitaminB12-Mangel von Thomas Klein.

    • Vielen Dank, Veganislove, für die Buchtipps. Die ersten beiden Bücher hab ich soeben bestellt. Mit der B12-Thematik kann ich nicht mehr soviel anfangen, seit ich das mal mit Pillen ausprobiert und keine Veränderung festgestellt habe.

    • Freut mich! Was das Buch über VitaminB12 betrifft: Es ist nicht das, was Du vielleicht denkst. Es beleuchtet die VitaminVB12-Problematik nicht als Veganerproblem, sondern als allgemeines Problem. Thomas Klein schreibt auf einem hohen Bewusstseins-Level. Man erfährt auch, wie dieses Märchen entstanden ist, dass nur das Fleischessen einen vor diesem Mangel bewahre. Mit diesem Buch könntest Du ein bisschen mehr Licht in die Sache bringen.
      „Die Ursache des B12-Mangels liegt zumeist in der gestörten Aufnahme des Vitamins. Fleischverzehr schützt keinesfalls, denn die meisten B12-Mangel-Patienten sind Fleischesser..“(aus dem Klappentext)
      Das einzige Problem in diesem Buch ist für mich, dass Thomas Klein immer von „Vegetariern“ schreibt, damit aber reine Pflanzenesser meint, also Veganer. Im Grunde hat er ja eigentlich recht, denn die heute so genannten Vegetarier sind ja dem Wort-Sinn nach gar keine. Korrekt müsste es dann immer heißen „Lacto-Ovo-Vegetarier“. Aus dem Inhaltsverzeichnis:
      Ursachen des VitaminB12-Mangels: Kranke Verdauungsorgane, Erkrankung der Bauchspeicheldrüse, Erkrankung der Leber und der Nieren, Operative Entfernung von Teilen des Magens oder des Darmes. Parasitenbefall, Quecksilberbelastung, Lachgas als Betäubungsmittel, Stoffwechselstörung und enzymdefekte, Kobaltmangel in der Nahrung durch Anbau der Pflanzen auf mineralarmen Böden, Fehlernährung.

      Wir nehmen ja auch kein VitaminB12-Medikament und essen nun seit fast 40 Jahren kein Fitzelchen Fleisch mehr und seit etwa 13 Jahren gar nichts tierisches mehr. Aber das muss jeder individuell für sich entscheiden. Ich finde es nur nicht korrekt, dass das jetzt allgemein als Veganerproblem gilt, weil das einfach nicht wahr ist.

    • Das verstehe ich, daß es Dich nervt, wenn Viele glauben, Vitamin B12-Mangel sei ein Veganerproblem. Aber wenn die meisten B12-Mangel-Patienten Fleischesser sind, kann man da ja prima kontern. Also ich meine auch, daß die Vitamin B12-Frage sehr individuell beantwortet werden sollte.
      Und im Radiovortrag soll es nicht um menschliche Befindlichkeiten, sondern um das tägliche Verbrechen an den nichtmenschlichen Tieren gehen. Kurz gesagt: Um den B(ewußtseins)-Mangel.

    • @ Torsten,

      Mich machte vor kurzem ein guter Freund auf folgendes Buch aufmerksam: „Vegan in Topform“ von Brendan Brazier.
      ( https://www.amazon.es/Vegan-Topform-Kochbuch-pflanzliche-Gesundheit/dp/3944125177 , https://de.wikipedia.org/wiki/Brendan_Brazier )

      Das ist ein ehemaliger Spitzen-Triathlet. Mein Freund ist auch extrem aktiver Sportler und Trainer einer in Deutschland noch ziemlich unbekannten Kampfsportart. Er kocht für die 4-köpfige Familie nach diesem Kochbuch. Ich selbst kenne das Buch noch nicht.

      Vielleicht ein schönes Beispiel für deine Sendung, wie Spitzenleistung und vegane Ernährung vereinbar sind. Da gibt es ja auch oft die Vorstellung, das widerspreche sich.

    • Plutarch, römischer Philosoph(45-120 n.Chr.) in seiner Abhandlung über das Fleischessen:
      „…Könnt Ihr wirklich die Frage stellen, aus welchem Grunde sich Pythagoras des Fleischessens enthielt? Ich für mein Teil frage mich, unter welchen Umständen und in welchem Geisteszustand es ein Mensch das erste mal über sich brachte, mit seinem Mund Blut zu berühren, seine Lippen zum Fleisch des Kadavers zu führen, und seinen Tisch mit toten, verwesende Körpern zu zieren, und es sich dann erlaubt hat, diese Teile, die kurz zuvor noch gebrüllt und geschrien, sich bewegt und gelebt haben, Nahrung zu nennen. Um des Fleisches Willen rauben wir Ihnen die Sonne, das Licht und die Lebensdauer, die Ihnen von Geburt an zustehen…“

    • Super Zitat! Das kommt in den Vortrag rein!
      Ich beschäftige mich viel mit der römischen Geschichte. Da wo ich wohne, war vor 1800 Jahren die römische Provinz Germania superior, übersetzt Obergermanien. In Obergermanien haben fast keine Germanen gelebt. Der Name sollte den Menschen in Rom vortäuschen, daß die Germanen besiegt sind, was eine Wahrheitsverdrehung um 180 Grad war. Daran kann man erkennen, daß das römische Reich der erste moderne Staat war, der bereits mit Mitteln gearbeitet hat, die uns heute vom amerikanischen Imperium leider allzu vertraut sind.
      Und wie man an Plutarch und Pythagoras sehen kann, gab es auch damals schon Stimmen, die sich gegen den Mainstream-Wahnsinn gestellt haben. Also alles wie gehabt.

    • Pythagoras- der Grieche- ist vermutlich die wichtigste Persönlichkeit in Bezug auf unsere Ernährung. Er hat sie am klarsten und konsequentesten gelebt. Seine Schüler lebten genauso wie er und sein Freigeist ist auch daran zu erkennen, dass zu der Gruppierung sich auch Frauen gesellen durften, was in dieser Zeit extrem revolutionär war. Vor dem Begriff „Vegetarier“ nannte man die Pflanzenköstler ja deshalb auch „Pythagoräer“. Über ihn schreibt Will Tuttle auch ein ganzes Kapitel in seinem Buch.

    • @ Torsten,

      Mich machte vor kurzem ein guter Freund auf folgendes Buch aufmerksam: „Vegan in Topform“ von Brendan Brazier.

      Das ist ein ehemaliger Spitzen-Triathlet. Mein Freund ist auch extrem aktiver Sportler und Trainer einer in Deutschland noch ziemlich unbekannten Kampfsportart. Er kocht für die 4-köpfige Familie nach diesem Kochbuch. Ich selbst kenne das Buch noch nicht.

      Vielleicht ein schönes Beispiel für deine Sendung, wie Spitzenleistung und vegane Ernährung vereinbar sind. Da gibt es ja auch oft die Vorstellung, das widerspreche sich.

    • Erstaunlich, was Du alles weißt! Ich kannte Pythagoras bisher nur im Zusammenhang mit rechtwinkligen Dreiecken.
      Hab eben mal recherchiert, Ihm wird folgendes Zitat zugeschrieben: „Alles, was der Mensch den Tieren antut, kommt auf den Menschen zurück.“ Da gewinnt der Begriff „Satz des Pythagoras“ eine völlig neue Bedeutung!

    • Lieber Herr Schürer,
      vielen Dank für den Tipp. Ja, dieser angebliche Widerspruch ist auch so eine Propagandalüge. Schon die römischen Soldaten und Gladiatoren wurden hauptsächlich mit verschiedenen Getreide-Gerichten ernährt, weil man damals schon wußte oder ahnte, daß in Pflanzen mehr Power drinsteckt als in Fleisch, das damals zudem schnell giftig wurde (Botulismus, daher auch der Begriff „Botox“).

    • Man hat in den Knochenresten der Gladiatoren keinen Hinweis auf tierisches Protein gefunden. Es waren demnach „Veganer“! aus der heutigen aufgeklärteren Sicht auch gar nicht verwunderlich, da das tierische Protein den menschlichen Stoffwechsel ja nur belastet! Der „stärkste Mann Deutschlands“, Patrick Baboumian, ist ja auch schon seit vielen Jahren Veganer und konnte seine Leistungen seitdem deutlich noch toppen! Er ist übrigens nicht nur ein Muskelpaket, sondern auch ein kluger, studierter Kopf, hält Vorträge über Veganismus usw.

    • Lieber, sehr geehrter Herr Fleck,
      ich danke Ihnen für den Link und gebe Ihnen absolut recht. Wie wollen die Menschen den Frieden unter sich und mit der Natur erreichen, wenn sie noch nicht einmal bereit sind, den kleinen Schritt zu gehen, ihre Essgewohnheiten zu ändern?! Es ist noch ein sehr weiter Weg zum Ziel. Falls er nicht vorher in der völligen Katastrophe (z.B. Atomkrieg) endet.
      Werde mir in den nächsten Tagen mehr Vorträge und Interviews mit Ihnen anschauen.

    • Nietzsche, einer der 3 Prominentesten Fleischgenußverweigerer des 19. Jahrhunderts(„der denkende Mensch ist zum Mitgefühl verpflichtet“) neben Richard Wagner(den er aber erst dazu bekehren musste) und dem tierlieben bayrischen Märchenkönig( der zu denen liebsten und Mutigsten aller Zeiten gehört, die genau deshalb gewaltsam beseitigt wurden) schrieb, dass die richtige Lebensphilosophie schon in der Küche beginnt und dass es nichts mit den Philosophen ist, die Fleisch essen.

  79. @ Veganislove, @ Torsten,

    bei diesem sogenannten „nuevo1“ handelt es sich um einen forumsbekannten Troll, dessen einziges Bestreben es ist mit seinen an Dämlichkeit und Dumpfheit nicht zu übertreffenden Beiträgen das Diskussionsniveau zu beschädigen.

    Dies nur zu Ihrer Information und an dieser Stelle um nicht noch durch eine Antwort seinen „Beitrag“ aufzuwerten. Solchen Mist kann man – wenn er denn nicht entfernt wird – einfach nur ignorieren.

    • Lieber Herr Schürer,
      ich danke Ihnen für Ihren Kommentar. Es ist sehr angenehm, erleben zu dürfen, daß es noch vernunftbegabte und zu Mitgefühl fähige Menschen gibt.

    • Danke, ich vermute das auch schon lange bei nuevo1. Ich empfand seine Kommentare aber von Anfang an als so brutal, dass ich manchmal schon etwas dazu sagen wollte, ob er nun Troll ist, oder nicht.
      Wir, die wir der Wahrheitsfindung dienen wollen, müssen uns immer im Klaren sein, dass hier nicht wenige solche Störer und Spaltbeile unterwegs sind. Und da immer wach bleiben. Ihre Mittel sind ja die üblichen und man kann sie früher oder später immer erkennen. Mir ist zu dieser Wahrnehmung einmal im Halbschlaf ein Bild erschienen: Ein Meer, wo sich plötzlich das Wasser an einer Stelle anders kräuselt. Wie von einem gewissen künstlichen Sog hervorgerufen.

    • @ Veganislove,

      „Ich empfand seine Kommentare aber von Anfang an als so brutal, dass ich manchmal schon etwas dazu sagen wollte, ob er nun Troll ist, oder nicht.“

      Daraus, daß jemand auf ihre Unflätigkeiten eingeht saugen Trolle ihre Energie. Da gibt’s nur eins: kommentarlos aushungern.

    • Wenn etwas meiner Ansicht nach verkehrt dargestellt wird, möchte ich es zurecht rücken. Weiter nichts.