Von Deutschland soll nie wieder Krieg ausgehen. Und was ist mit Ramstein, Kalkar, Stuttgart,…?

Von Bernhard Trautvetter.

Die friedensbewegten Aktiven der Kampagne >>Stopp Ramstein<< sind bundesweit vernetzt, sie haben schon circa 12 Busse für die Aktionen am 11.6. gebucht und freuen sich über wichtige Unterstützer auch aus Frankreich, den Britischen Inseln, der Schweiz, den USA sowie den Beneluxstaaten… .

Unter anderem haben sich Willy Wimmer (CDU) und der whistle-blowende ehemalige Drohnenpilot Brandon Bryant angekündigt. Die internationale Beachtung wird sicherstellen, dass nationalistische Unterwanderungs-Versuche bei den Stopp-Ramstein-Aktivitäten ins Leere laufen.

Noch bestehende Hemmnisse bei der Aktivierung der Bevölkerung vor Ort können über den Umweltschutz aufgelöst werden: Die NATO-Infrastruktur bedeutet schon jetzt vor allem durch die intensive Luft-Aktivität eine Gesundheitsgefährdung, eine Schädigung des Lebens in der Region.

Unser Grundgesetz erklärt »Handlungen, die geeignet sind, das friedliche Zusammenleben der Völker zu stören, sind verfassungswidrig«. Schauen wir uns ein paar besonders markante Problembereiche an, die offenlegen, dass nicht nur Ramstein ein Menetekel ist, sondern dass die NATO das Bündnis weltweit ist, auf dessen Konto die häufigsten und massivsten Völkerrechtsverletzungen gehen:

Ramstein ist der Umschlagplatz für fast alle Personen- und Frachttransporte der NATO in Richtung Naher und Mittlerer Osten und Afrika, dabei ganz vorne die Kriegsgebiete, die der sogenannte Anti-Terror-Krieg entfacht hat, womit die Flüchtlingskatastrophe und der Zerfall ganzer Weltregionen ihren/seinen Lauf nimmt.

Über die NATO hätte Deutschland die Möglichkeit, das Geschehen in Ramstein so zu beeinflussen, dass es keinen Verstoß gegen internationales Recht mehr zulässt. Doch:

Ramstein spielte als militärisches Drehkreuz eine Rolle im Balkankrieg Ende der 1990er Jahre, ein völkerrechtswidriger Angriffskrieg, den die NATO ohne UNO-Mandat und mit einer Lüge (wie ein ARD-Team offenbarte: http://programm.ard.de/?sendung=281116097670119) vom Zaun brach und der ein Katalysator bei der Zerlegung Jugoslawiens war.

UNO-Generalsekretär Kofi Annan kritisierte deutsche Initiativen bei der Zerlegung Jugoslawiens damals als Gefährdung friedlicher Lösungen. Der »Kosovo-Krieg« genannte, von der BRD forcierte Völkerrechtsbruch gilt darüber hinaus als Türöffner für die NATO auf dem Weg zum weltweit aktiven Militärbündnis, das nach dem »Recht des Stärkeren« vermeintlich Sherif spielt und das sich so Rohstoffe, Märkte und Handelswege zu sichern versucht.

Auch US-Präsident George W. Bush Angriffskrieg gegen den Irak von 2003 bedurfte der Airbase. Zwar erfolgte der Krieg gegen das offizielle Votum der rot-grünen Schröder-Fischer-Bundesregierung. Doch hatte Bundeskanzler Schröder »den USA die (…) Nutzung ihrer Militärbasen« beim NATO-Gipfel 2002 garantiert, so das »internationale Tribunal gegen den Irak-Krieg«. Die US-Regierung bediente sich bei der Rechtfertigung des Angriffs der Lüge von den Massenvernichtungswaffen des damaligen irakischen Präsidenten Saddam Husseins, die ein vom BND ins Spiel gebrachter Ingenieur aus dem Irak erfunden hatte, um sich Asyl zu erschleichen.

Ramstein ermöglicht auch einen Großteil des Afghanistan-Krieges, der das längst überreizte ISAF-Mandat des Weltsicherheitsrates mit dem nicht UNO-mandatierten Antiterrorkrieg mischt.

Der bekannteste Völkerrechtsbruch, der nur mittels Ramstein möglich gemacht wird, ist der weltweite Drohnenkrieg der USA/NATO…: »Deutschland spielt eine (…) wichtigere Rolle im US-Drohnenkrieg als bislang bekannt. Nach Recherchen (…) werden Drohnenangriffe (…) über (…) Ramstein (…) koordiniert.« Zudem »ist die Militärbasis Dreh- und Angelpunkt für sämtliche Drohnenaktivitäten«. Demnach werden hier »rund um die Uhr Livebilder der Drohnen ausgewertet«, stellte die WDR-Sendung »Panorama« im April 2014 fest. Bei Drohneneinsätzen in Afrika (z.B. Yemen) spielt AFRICOM Stuttgart eine wesentliche Rolle mit.

Ramsteins nukleare Rolle wird auch noch von der öffentlichen Wahrnehmung abgeschirmt. Bei der Atombombe ist immer die Luft-Kontrolle einbezogen. Und die läuft über Kalkar und Ramstein. Beim weitgehend geheim durchgeführten NATO-Manöver >>Steadfast Noon<< und >>Cold Igloo<< übten die Militärs zuletzt im Oktober 2015 die Bestückung von Bundeswehr-Tornados mit Attrappen der in Büchel bei Koblenz lagernden Atombomben. Von Ramstein geht Krieg aus, der sogar auch noch die Gefahr eines Kontrollverlustes durch die Eigendynamik der Gewaltspirale in sich birgt…

Dementsprechend ruft ein breites Bündnis der Friedensbewegung zu Aktionen wie einer Menschenkette am Samstag, den 11.6., um die Airbase Ramstein auf, um der Forderung nach einem Ende der NATO-US-Bundeswehr-Aktivitäten vor Ort zu fordern, damit von hier kein Krieg ausgeht.

Davon ausgehend stellen sich weitere Forderungen, andere Standorte und auch die NATO-Mitgliedschaft betreffend. Frieden und NATO/Militär/Krieg sind nun einmal unvereinbar, kein Problem der Menschheit im 21. Jahrhundert ist durch Krieg lösbar, auch nicht der Terror. Seit Beginn des Ramstein-basierten sog. Anti-Terror-Krieges mit seinen tausendfachen außergerichtlichen Tötungen mit Hilfe von Drohnen, haben sich die Aktivitäten von Terroristen weltweit explosionsartig ausgebreitet. Die Militärs brauchen diesen Terror, um ihr Geschäft zu legitimieren. Fallen wir ihnen in Ramstein, Büchel, Kalkar, Berlin und überall…in die Arme!

Hier der Link zur Kampagne Stopp Ramstein: http://www.ramstein-kampagne.eu/

 

Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Textes.

KenFM bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Meinungsartikel und Gastbeiträge müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.

40 Kommentare zu: “Von Deutschland soll nie wieder Krieg ausgehen. Und was ist mit Ramstein, Kalkar, Stuttgart,…?

  1. Deutsche Grenzen gibt es auch zu Österreich, das nicht in der NATO ist.
    Frankreich war auch schon einmal aus der NATO ausgetreten.
    Was spricht gegen den Austritt von Deutschland? Es wäre natürlich gut, wenn unsere direkten Nachbarn da mitmachen würden.
    In einer reinen europäischen Verteidigungsarmee wären wir besser aufgehoben.

    Für mich ist die NATO kein Verteidigungsbündnis. Wir müssen nicht Hilfssheriff der USA sein.
    Das widerspricht (z.B. bei Auslandseinsätzen) dem Grundgesetz.
    Am Parlamentsvorbehalt wird ja auch schon geraume Zeit gesägt.

    „Dass deutsche Soldaten an der Grenze zu Russland stehen, ist erstmal kein Problem, solange es keinen Krieg gibt.“

    Ich sehe das schon als Problem – und Moskau wohl auch. (nach 2 Weltkriegen)
    Das unsere Soldaten dort sind, ist die Konsequenz aus Deutschlands NATO-Mitgliedschaft.

    Russland hat den Deutschen die „Wiedervereinigung“ möglich gemacht – und dafür rücken wir Ihnen jetzt auf den Pelz.

    Wenn ich zynisch wäre, würde ich sagen: „Tue niemandem was Gutes, dann tut dir keiner was Böses.“

  2. Liebe MitleserInnen,
    in der Tat ist es richtig, festzustellen, dass die Rote Armee und die Menschen in der damaligen Sowjetunion die Hauptlast des Krieges Nazi-Deutschlands gegen fast den gesamten „Rest“ der Welt getragen hat.
    13 Millionen tote Rotarmisten und noch einmal 14 Millionen Sowjetbürger sprechen eine klare Sprache: Angesichts dieser Zahlen ist klar, wie faktenwidrig vieles an der Propaganda gegen Russland ist, wenn etwa in der Ukraine dieser Sieg über den Faschismus als Besetzung bezeichnet wird, wenn etwa z.B. das Schicksal der Krimtartaren ohne historische Zusammenhänge besungen wird… . Und: Natürlich brachte uns der Westen die Marktwirtschaft. Diese ist unfähig, den Zukunftsinteressen gerecht zu werde. Sie verbraucht Ressourcen, die in unüberschaubar langen Epochen der Erdgeschichte gewachsen sind, innerhalb von rekordverdächtig kurzen Zeitspannen mit immer noch schneller wachsender Geschwindigkeit, obwohl seit einem halben Jahrhundert klar ist, dass die Erde ein begrenztes System ist, das einen Raubbau dieser Dimension nicht ewig aushält. Wir haben die Erde nur von unseren Kindeskindern geborgt, derzeit ersticken Marktgesetze aber ihr Leben aber im Keim.
    Und richtig ist auch: Die Nato und führende Nato-Staaten haben seit dem Ende des Kalten Krieges das Völkerrecht heftiger und häufiger gebrochen, als irgend eine andere macht auf dieser Erde. Ein Beginn wäre es schon einmal, aus der militärischen Organisation der Nato auszutreten, wie das Frankreich vor ein paar Jahrzehnten für eine Weile getan hat.

    • @ Bernhard Trautvetter: „Marktgesetze“ und „Völkerrecht“

      Lieber Herr Trautvetter,

      bin wie Sie der Meinung, dass wir Deutschen aus der Nato austreten sollten, weil das keine Verteidigungsarmee ist sondern der verlängerte Arm eines Wirtschaftskrieges, der die Natur zerstört, als hätten wir drei Welten.
      Dieses „Völkerrecht“ steht zwar auf Papier geschrieben, doch Papier – so sagt man ja – ist geduldig.
      Man kann ja alle möglichen Arten von „Recht“ sich ausdenken und aufschreiben. Nur werden diejenigen Leute, die die Wirtschaft selber als Kriegsmittel missbrauchen, immer einen Weg finden, um solches „Recht“ zu umgehen.

      Freiheit kommt vor dem Recht. Beweis: Gentechnik (Monsanto & Konsorten) kam zuerst. Gesetze und Verordnungen folgten. Und was ist ein „Völkerrecht“ noch wert ohne die Völker ? Man umgeht das „Völkerrecht“, indem man die Existenz der Völker leugnet. Beispiel Palästinenser. Zuerst wird gesagt, das palästinensische Volk existiere gar nicht.
      Und dann sorgt man dafür, dass es von der Landkarte verschwindet.
      Augstein behauptete auch schon, das deutsche Volk existiere gar nicht. Genauso mit dem „Recht auf Freiheit“.
      Was wäre denn ein solches „Recht auf Freiheit“ wert ohne die Freiheit selber, es auch durchsetzen zu können ?
      Was ist ein „Recht auf Leben“ für jemand wert, der per Justizirrtum hingerichtet wurde, trotzdem er formaljuristisch aufgrund seiner Unschuld ein „Recht auf Leben“ hatte ? Monsanto patentiert Lebewesen, als hätte diese Firma das Leben erfunden ! Die meldeten ein „Patent“ an auf eine gewöhnliche Tomate, die das Leben hervorbringt, als sei dieses Leben ihre eigene „Erfindung“. Wem verdanken solche Leute die Freiheit, leben zu dürfen ?
      Diese Freiheit war zuerst da, und was folgt ist diese Lügenfirma samt ihrer Horden von Rechtsverdrehern.

      Diese Nato ist Schutzschild und verlängerter Arm solcher Umweltzerstörer, denen nichts heilig ist ausser ihrem eigenen Profit. Wer behauptet, wir hätten seit 1945 „Frieden“, der leugnet den Wirtschaftskrieg, der als Kalter Krieg da war. Der Politikdarsteller Reagan zwang die Sowjetunion in einen Wettbewerb um Aufrüstung hinein, an dem sie wirtschaftlich zerbrechen musste. Und wenn wir in Europa nicht begreifen, dass es darum geht, Europa unabhängig zu machen gegenüber TTIP und Nato, werden wir bald sehen, wie Eurasien uns nur noch mitleidig belächelt und von Europa nur noch in der Vergangenheitsform spricht. Wir betreiben „Raubbau“, wie Sie ja selber wissen.
      Da wird Eurasien bald nur noch sagen: “ Was WAREN das für Räuber ? Heute sind es Bettler !“

    • Sehr geehrter Herr Trautvetter,
      Sie bringen die Dinge kurz und knapp auf den Punkt.
      Ich sehe auch keine Alternative zum Nato-Austritt. Soweit ich informiert bin war Frankreich jedoch auch nach 1966 ständiges Mitglied im Atlantikrat und somit teileingebunden in das Bündnis.
      Ich fürchte evtl. aggressive Reaktionen, insbesondere der USA, auf die dann notwendige Forderung zum Abzug ihrer Truppenkontingente von deutschem Boden. Alleine das lässt mich etwas hadern diesen unbedingt notwendigen Schritt zu machen.

      MfG

    • Ich sehe real da auch keine Notwendigkeit, aus der NATO auszutreten. Die Vorstellung, dass die USA und die NATO-Drahtzieher in irgendeiner Form auf Deutschland angewiesen seien, halte ich schlicht für absurd.
      Die richtige Antwort auf die in der Tat eklatatnten Schiefstände und Probleme ist meiner Meinung nach nicht der NATO-Austritt, sondern die Gegenöffentlichkeit. Daher überlege ich wirklich, am 11. Juni nach Ramstein zu fahren. Ich war noch nie auf einer Demo und mag solche Aktionen wie Menschenketten eignetlich nicht so (erinnern mich an ‚Polonaisen‘ oder Ähnliches), aber bei einem so wichtigen Anliegen und bei den massiven Problemen der westlichen Politik ist wohl mal eine Ausnahme drin.
      Gibt es bei den Ramstein-Veranstaltungen eigentlich auch eine ’normale‘ Demo und vor allem Informationsstände? Ich denke, dass wirklich über 90% der deutschen Bürger keinen Schimmer von dem haben, was in der aktuellen Weltpolitik und in Ramstein passiert und davon wie verlogen und skandalös das ist.

    • @ Michaela

      ‚Nur werden diejenigen Leute, die die Wirtschaft selber als Kriegsmittel missbrauchen, immer einen Weg finden, um solches „Recht“ zu umgehen.‘

      Und genau das ist der falsche Ansatz. Das Gegenteil ist richtig.
      Dass die Lobbyisten ‚Wege‘ finden, Recht zu umgehen, lässt sich nämlich in vielen Fällen verhindern. Dass das einfach ist, denke ich nicht. Es ist aber möglich. Diese Leute nicht nur aggressiv Lobbyisten, ggf. mit viel Geld, aber mit wenig zahlenmäßigem Rückhalt. Schon echte glebte Demokratie (weniger aber gesteuerte Mehrheitsdiktatur mit Hetzern , die ‚Volkentscheide‘ genau so lancieren, wie es in die Agenda passt) ist für die ein wirklich großes Problem. Daher wollen die ja auch keine Demokratie im Irak, Libyen, Somalia etc.!

      PS:
      Ihr Defätismus hier ist falsch und meies Erachtens sogar verlogen. Warum reden Sie einerseits davon, dass ‚die sowieso immer einen Weg finden‘ und andererseits wollen Sie den NATO-Austritt ohne jedes Verantwortungsbewusstsein für das Chaos, was dandurch enstehen würde.
      Das ist schlicht unlogisch. Wenn die Lobbyisten, wie Sie fälschlich behaupten, sowieso immer durchkommen, kann man ja erst recht auch in der NATO bleiben.
      Fakt ist: EIn NATO-Austritt hilft kein bißchen in bezug auf realen Frieden. Er würde neue Spannungen erzeugen, da die anderen Westmächte das kritisch sehen würden, aber die NATO-Politik würde sich nicht ändern. Die würden Deutschland sofort ersetzen,.

    • KORRIGIERTE VERSION:

      @ Michaela

      ‚Nur werden diejenigen Leute, die die Wirtschaft selber als Kriegsmittel missbrauchen, immer einen Weg finden, um solches „Recht“ zu umgehen.‘

      Und genau das ist der falsche Ansatz. Das Gegenteil ist richtig.
      Dass die Lobbyisten ‚Wege‘ finden, Recht zu umgehen, lässt sich nämlich in vielen Fällen verhindern. Dass das einfach ist, denke ich nicht. Es ist aber möglich. Diese Leute aus den ‚transatlantischen Lobbys‘ sind keine Übermenschen, sondern nur aggressive Lobbyisten, mit teilweise hanebüchenen Vorstellungen, ggf. mit viel Geld, aber mit wenig zahlenmäßigem Rückhalt in der Bevölkerung. Schon echte glebte Demokratie (weniger aber gesteuerte Mehrheitsdiktatur mit Hetzern , die ‚Volkentscheide‘ genau so lancieren, wie es in die Agenda passt) ist für die ein wirklich großes Problem. Daher wollen die ja auch keine Demokratie im Irak, Libyen, Somalia etc.!

      PS:
      Ihr Defätismus hier ist falsch und meies Erachtens sogar verlogen. Warum reden Sie einerseits davon, dass ‚die sowieso immer einen Weg finden‘ und andererseits wollen Sie den NATO-Austritt ohne jedes Verantwortungsbewusstsein für das Chaos, was dandurch enstehen würde.
      Das ist schlicht unlogisch. Wenn die Lobbyisten, wie Sie fälschlich behaupten, sowieso immer durchkommen, kann man ja erst recht auch in der NATO bleiben.
      Fakt ist: EIn NATO-Austritt hilft kein bißchen in bezug auf realen Frieden. Er würde neue Spannungen erzeugen, da die anderen Westmächte das kritisch sehen würden, aber die NATO-Politik würde sich nicht ändern. Die würden Deutschland sofort ersetzen,.

    • Aus einem Angriffsbündnis auszutreten kann niemals falsch sein, Spannungen hin oder her.
      Oder denkst du, wir sollten lieber auch die Demos ganz sein lassen, und TTIP unterzeichnen, um keine Spannungen zu erzeugen? Wundern würde es mich nicht.

      Du sprichst viel von Lobbyisten, als wären sie die Wurzel des Übels. Das sind aber Leute, die im Auftrag handeln, oder siehst du das anders?

    • @ Katzenshaun

      Die NATO ist offiziell ein Verteidigungsbündnis, und das macht einen Austritt meines Erachtens unmöglich.
      Natürlich ist die aktuellen NATO-‚Strategie‘ mindestens teilweise nicht entsprechend des Verteidigungsauftrags, sondern aggressiv und mehr als fragwürdig (Drohnen im Jemen – aus Ramstein – z.B.), aber man kann davon ausgehen, dass die NATO das dennoch im Zweifel deklarieren wird als ob das alles ‚für unsere Sicherheit‘ sei.
      Wenn Staaten wie Deutschland aus etwas ‚austreten‘ wollen, ist das völlig anders als wenn Einzelpersonen z.B. aus einem Verein austreten. Staatschefs können ihr Land nicht wie eine einzelne Person betrachten, da es viele Interessen gibt.

      Zu den Lobbyisten – das sind einfach Leute, die Einfluss auf Politiker nehmen. Das Wort kommt von der ‚Lobby‘, weil in früheren Zeiten ohne moderne Kommunikationsmittel die Lobbyisten in der Lobby der Parlamente die Politiker ansprachen. Lobbyisten können sowohl Auftragnehmer von Geldgebern sein als auch selbst die Geldgeber oder auch anderweitige Aktivisten.
      Und in der Tat sehe ich das Hauptproblem der NATO im EInfluss der mächtigen Lobbygruppen und Geheimbünde – und natürlich genauso sehen ich ein Problem darin, wie viele Politiker das tun, was die wollen, fast würde ich sagen: anweisen.

    • Offiziell ein Verteidigungsbündis, welches sich aber mindestens teilweise, um deine Worte zu gebrauchen, nicht so verhält, sondern Angriffskriege führt, und aus dem man als Land nichtmal austreten darf…also sollte man mitmorden, ne andere Alternative bliebe dann ja nicht.

      Zu den Lobbyisten..dass die im eigenen Auftrag unterwegs sind hälst du für möglich? Dann würden sie ihre eigenen Interessen vertreten, welche Interessen könnten das dann sein?
      Es können aber auch Vertreter von Auftraggebern sein, so sagtest du. Welche Auftraggeber?

      Ich denke, dass das schlichte Vorhandensein von Lobbyisten jede Demokratie unmöglich macht. Wird auch nur eine einzige Entscheidung im Sinne von Lobbyisten, bzw. deren Auftraggebern, getroffen, haben wir keine Demokratie.

    • @ Katzenshaun
      Trollpostings?
      Ich schrieb bereits, da die formal NATO ein Bündnis ist und keine Diktatur, kann man da auch EInfluss nehmen. Es gibt nicht nur die Alternative zwischen ‚Austritt‘ und ‚Mitmorden‘.

      Lobbyisten kennzeichnen eine Demokratie. Denn in einer Demokratie haben Bürger Mitspracherechte, auch in Form von Lobbyismus. Allerdings kann von Politiker erwartet werden, dass sie Lobbysiten nicht hörig sind, sondern das alles abwägen. Das geschieht derzeit in den USA bezüglöich NATO und Außenpolitik zu wenig.

      Übr die Interessenlage der ‚Teile-und-Herrsche‘-Lobby habe ich hier schon einiges geschrieben:
      – ganze Länder sollen so ‚gestaltet‘ werden, dass nur bestimmte Firmen dort Geschäfte machen können
      – daher Verhinderung von Markt, neoliberaler Politik und Demokratie
      – stattdessen Unterstützung von genehmen Diktaturen oder gar Inkaufnahme von ‚failed states‘
      – zudem wird versucht, Migration und andere bürgerliche Freiheitsrechte für die meisten Bürger zu beschränken. Dies dient denen dazu, die Weltwirtschaft weniger dynamisch zu machen, die wollen daher wenig Migration. Denn wenn die Wirtschaft nicht dynamisch ist, sind auch ihre Kinder und Enkel später risikolos noch reich. Terror und Krieg dient als Vorwand. Für die Lobbyisten selbst und ihre (allermeistens reiche) Klientel werden natürlich Ausnahmeregelungen geschaffen.

    • PS:

      Ich denke, die sehr bekannte Trilogie ‚Tribute und Panem‘ trifft recht gut, was durch diese Politik drohen würde, wenn man da nicht gegensteuert: Die Welt wird in ‚Territorien‘ aufgeteilt, ohne Reisefreiheit und mit ‚Aufgabenzuweisung‘ für jedes Territorium (entsprechend der ‚Distrikte‘ von Panem) und die Leute werden von einer dekadent-arroganten ‚Elite‘ gegeneinander ausgespielt. Diese Trilogie ist hochaktuell und kann als Warnung dienen.

    • Trollpostings, ja, das ist mein Eindruck von dir. Da du sämtliche elementaren Bestandteile der auf KenFM publik gemachten Artikel in Frage stellst, schlecht redest, keine Gelegenheit auslässt, unterschwellig tagesschaukonformen Einfluss auf systemkritische Punkte zu nehmen, selbst wenn die mit dem Artikel nichts zu tun haben, und Zustimmung nur in unwesentlichen Punkten äußerst, die dem System nicht gefährlich werden können, dann aber umso ausführlicher.

      Ich lese nicht alle deine Kommentare, obwohl ich viel Zeit habe, habe ich so viel Zeit dann doch nicht. Umso mehr macht dich das trollverdächtig. Wer bitte würde so viel Zeit in etwas investieren, bei dem er die wesentlichen Punkte massiv ablehnt? Das ginge nur als Arbeitsloser, und selbst dann…
      Da du in nahezu allen Kernpunkten auf KenFM anderer, systemkonformer Meinung bist, frage ich mich, was treibst du dann hier, und das so ausführlich?
      Andere Meinung schön und ok, absolut, aber grundlegend andere Einstellung zu allem, was Ken von sich gibt, macht dich in Kombination mit derart umfangreicher Präsenz verdächtig.

      Aber ich schreibe durchaus gern, besonders für einen guten Zweck, und das Katz und Maus Spiel hat seinen Reiz.
      Deshalb zum Thema:

      Welchen Einfluss können wir denn auf die Nato nehmen? Und wohin hat uns diese Einflussnahme auf unser schönes Verteidigungsbündis in den letzten Jahrzehnten gebracht? Ich würde sagen, zu noch mehr Angriffskriegen.
      Wie viele Jahre sollen wir noch versuchen, Einfluss zu nehmen, wie viele millionen Tote wären deiner Einschätzung nach dafür in der Zukunft akzeptabel?

      Der Rest ist eigentlich kein Spielchen wert, sondern Unsinn. Lobbyisten kennzeichnen eine Demokratie? Erst sind sie für dich das Böse schlechthin, aber jetzt kennzeichnen sie die Demokratie?
      In einer Demokratie wählt das Volk seine Stellvertreter. Bis zur nächsten Wahl sollen diese Stellvertreter im Rahmen ihres Wissens und Gewissens für das Volk entscheiden, und sind für diese Entscheidungen verantwortlich, und zur Verantwortung zu ziehen.
      Eine zwischenzeitliche Einflussnahme auf diese Volksvertreter, sei es durch nicht-neutrale Beratung, Druck, Manipulation, Bestechung, Erpressung, was auch immer, ist nicht zu tolerieren.
      Passiert das dennoch, sind beide Seiten zu bestrafen. Natürlich passiert das nicht. Alle noch auf freiem Fuß. Im Höchstfalle müssen sie vom aktuellen Amt zurücktreten, weil unsere Justiz dort ebenso versagt und mit im Boot sitzt, wie die Medien.
      Gleiches gilt übrigens für bezahlte Schreiber, die diese Sachverhalte verneinen oder verharmlosen. Sowas ist Bestandteil einer Diktatur, nicht einer Demokratie.
      Nachweislich beschäftigt unsere Bundesregierung aber Kontingente bezahlter Poster, die im Internet keinen anderen Zweck erfüllen, als Einfluss auf die öffentliche Meinung zu nehmen.
      Wie findest du das?

    • DA die NATO ein Verteidigungbündnis ist – formal jedenfalls – wäre ein Austritt Deutschlands aus der NATO eine schwerwiegende politische Aktion und kein ‚Anfang‘. Mit dem Hinweis auf die gegenseitige Verteidigung würden die NATO-Staaten Deustchland als ‚verantwortungslos‘ (mindestens) hinstellen.
      Und ich denke, dass die NATO in keinster Weise wirklich auf Deutschland angewiesen ist. Ein Austritt Deutschlands aus der NATO hätte meines Erachtens keine friedensstiftende Wirkung. Langfristig gesehen könnte Deutschland sogar zum Ziel von Übernahmeinteressen werden.
      Andererseits ist die NATO eben ein Bündnis und keine hierarchische Befehlsstruktur. Man kann auch innerhalb der NATO Einfluss nehmen. Wenn Lobbyisten wie Kagan/Nuland (‚Project for a New American Century‘) sich herausnehmen, sogar in die Regierungsbildung europäischer Staaten hineinzureden, können, können NATO-Mitgliedsstaaten auch Einfluss nehmen. Ich halte es auch für eine Schwäche der Kanzlerin Merkel, dass sie oft allzu servil den aktuellen US-Regierungen gegenüber positioniert ist.

      Zur Marktwirtschaft:
      Marktwirtschaft ist offensichtlich das, was vom wirtschaftlichen Standpunkt her gesehen am meisten fehlt im Moment. Es ist ein Märchen der Lobbyisten, wenn sie so tun, als ob die Reduzierung des Kommunismus auf einzelne isolierte Diktaturen (Nordkorea, Kuba) bereits gleichbedeutend mit Marktwirtschaft wäre.
      Gerade wird demonstriert, dass das Ausschalten von Marktwirtschaft auch ohne Kommunismus geht.
      Natürlich wolle die Lobbyisten des ‚Teile-und-Herrsche‘ keinen Kommunismus, aber eben auch keine echte Marktwirtschaft. Sie wollen Monopole für ihre Klientel oder für sich selbst und bevorzugen daher statt Demokratie Diktatur aller Art (mit der Bedingung, dass die Diktatur die Monopole ermöglicht, so wie Saudi-Arabien das macht). Wenn das nicht geht, ist denen immer noch eine Marionettenregierung (die über Korruption beeinflusst werden kann) oder sogar ‚failed states‘ (in denen man exklusive Verträge mit Milizen schließen kann, die dafür sorgen, dass nur die eigene Firma im Chaos geschützt wird) lieber als echte Demokratie. Was die unter keinen Umständen wollen, ist Demokratie mit neoliberaler Martwirtschaft.

    • @ Katzenshaun
      Erstmal die Definition des Wortes ‚Lobbyisten‘: Leute, die gezielt auf Politiker und Machthaber EInfluss nehmen.
      Das Wort kommt von der ‚Lobby‘, dem Vorraum des Parlaments(!)gebäudes, weil früher, als es noch keine Telefone und kein Internet gab, die Lobbyisten die Politiker dort ansprachen.

      Anders als viele Diktaturen erlaubt die Demokratie bewußt den Lobbyismus. Demokratische Politiker sind (WEIL sie Demokraten sind) sogar verpflichtet, mit einzelnen Bürgern und Bürgerbewegungen zu kommunizieren.
      Demokratsiche Politiker hören sich Anliegen regelmäßig an, müssen das sogar. Diktatoren hingegen machen das nicht in dieser Form.

      Daher gibt es in Demokratien notwendigerweise Lobbyismus. Sie können den Lobbyismus in Demokratien nicht verbieten, ohne die Demokratie selbst schwer zu beschädigen.

    • Thema „Demokratie“ und „Lobbyisten“

      „Demokratie ist, wenn zwei Wölfe und ein Schaf über die nächste Mahlzeit abstimmen.“ Benjamin Franklin

      12 Stiftungen haben sich zum „European Programme for Integration and Migration“-EPIM – zusammengefunden, um möglichst viele Migranten nach Europa zu bringen. Gesamtvermögen der Stiftungen: 34 Milliarden Euro. Diese Lobby manipuliert die Politik und finanziert Trainings-und Orientierungsseminare für Migranten.
      Die „Open Society Foundation“ – Teil der EPIM – des US Milliardärs George Soros fordert eine Million Migranten per anno „für“ Europa.
      Die in Osteuropa aktive Stiftung PASOS- Soros Imperium – bewirbt ein Europa der ungehinderten Einwanderung.

      Wenn diese Stiftungen der Schwerstreichen scheinbar soviel Herz für Flüchtlinge haben, warum helfen sie denen dann nicht in deren Heimatlämdern oder z.B. in USA ???
      Uebrigens : EU Militär probt für Bürgerkrieg in Deutschland. Polizeieinheiten und EU Militärs haben in NRW eine Uebung für Bürgerkriegsfall in Deutschland durchgeführt. Deutsche Wirtschafts Nachrichten v. 28.4.2016

      „Der böse Russe“ verbietet und verbannt jegliche Art von GenFrass. Totales GMO Verbot.
      Und was tut Deutschland ?

  3. „Freiheitsrechte“ ist ein Begriff, der dazu dienen soll, vom Begriff „Freiheit“ abzulenken.
    Der Begriff „Recht auf Freiheit“ suggeriert, die Freiheit entstamme einem Recht. Es ist genau umgekehrt: Freiheit kommt vor dem Recht. Denn zuerst war die Geistes-Freiheit, die ein Recht gedanklich konzipierte, und dann brauchte es die äussere Freiheit in Form von Gewalt des Staates, um dieses durch innere Freiheit ersonnene Recht auch durchzusetzen.
    Ein Staat basiert auf Macht, die er per Gewalt aufrechterhält. Was wäre ein Richter ohne die Macht, das von ihm gesprochene Recht auch durchzusetzen ? Er wäre überflüssig. Und dafür soll TTIP herhalten: Das Deutsche Recht überflüssig zu machen.
    Es de facto durch okkulte (der Oeffentlichkeit verborgene) Schiedsgerichte ausser Kraft zu setzen.
    Das als „Demokratie“ und „Befreiung“ zu benennen, ist ein ganz schwarzer Humor.

    Deutschland sollte den Anfang machen und diese NATO verlassen, weil das die Nazis von heute sind.
    Ich denke einen roten Teppich von Berlin bis Moskau. Bewacht durch russische Nachtwölfe und europäische Patrioten, die für Frieden stiftende kulturelle und wirtschaftliche Allianz stehen, egal was auch kommen mag.
    Mit Verbrechern, die für ihre unheiligen und gruppenegoistischen Kriegsziele über Berge von Kinderleichen gehen wie diese Madeleine Albright, die sogar sagte, die Kinderleichen seien “ es wert“ gibt es kein Bündnis. Schon gar nicht zwangsweise. Diese Nazi Nato ist eine Zwangsjacke für Vollidioten. Sollen die Geisteskranken Kindermörder sie anziehen.
    Ich binde die Aermel gerne hinten zu !

    Das ist ja Trollig, zu behaupten, wenn Deutschland in der Nato ist, könnten deutsche Politiker die Nato besser beeinflussen.
    Warum treten die nicht gleich der IS direkt bei ?
    Oder warum wandern die nicht direkt in die Hölle ? Da könnten die den Antichristen besser beeinflussen….Der lacht sich die Balken schräg wenn die Gurkentruppe aus dem Spreewald da ankommt, Gauckler vorneweg….

    • Michaela

      Ich sag dir mal was ich denke. Ich denke es gibt eine neue Trollmasche. Nachdem hier noch ein zweiter massiv aufgeschlagen ist der ähnlich – gelinde ausgedrückt – konfus rumschreibselt, kommt mir dieser Gedanke. Durch die hohe Frequenz und länge der Beiträge ist das Thema, der Thread sowieso schon fast gesprengt. Wenn aber dann noch in den Beiträgen solch konzentrierter …… steht UND Andere darauf eingehen, kann man die Seite besser löschen.

    • @ ‚Der Souverän‘

      Ich wäre hier an Ihrer Stelle mal ganz vorsichtig. Es ist Trollverhalten, was Sie hier machen: Nämlich andere unberechtigt des Trollings zu beschuldigen.

      Es ist eine Binsenweisheit: Man kann ein Bündnis von Staaten besser beeinflussen, wenn man bzw. der eigene Staat da Mitglied ist.
      Deutsche Bürger haben mehr Einfluss auf die NATO als russische Bürger. Denn Deutschland ist in der NATO und Russland nicht. Und Ähnliches kann man auch bezüglich der Politiker sagen, wobei hier noch mehr zu beachten ist. Ich habe deutlich erklärt, dass Deutschland (anders als Russland) kein militärisch mächtiger Staat ist und daher als NATO-Mitglied sofort z.B. von der Slowakei oder irgendeinem anderen sich anbiedernden osteuropäischen Land ersetzbar wäre. Wenn Deutschland aus der NATO austreten würde, würde Ramstein nach Bratislava oder in irgendeinen anderen Flughafen verlegt. Und Deutschland hätte gar keinen Einfluss mehr.

      @ Michaela
      Für mehr als konfus halte ich Ihre Behauptungen oder Ihre Ausfälle hier. Im Einzelnen:
      – ‚Die NATO sind die Nazis von heute‘ – das ist blank falsch. Ich habe sehr genau geschrieben, was bei der NATO schief läuft und was an der ‚Strategie‘ und auch der Ideologie der ‚Teile-und-Herrsche‘-Lobbyisten kritisch ist.
      Eins ist aber klar: Die Nazis waren mörderische Rassisten, die andere ‚Rassen‘ und die Juden vernichten wollten (Originalton Hitler ‚Mein Kampf‘ – er wurde auch danach noch von vielen gewählt!).
      Die Neocons und Teile-und Herrsche-Lobbyisten sind hingegen KEINE Rassisten wie die Nazis. Rassisimus ist vielmehr neben religiösem Fanatismus (außerhalb dem okkulten Kram ihrer Geheimbünde) so ziemlich das Einzige, wo ich mir wirklich sicher bin, dass man denen das nicht vorwerfen kann.
      Bush/Cheney/Rumsfeld haben z.B. eine schwarze Frau zu einer der mächtigsten Personen der USA gemacht (Condoleeza Rice). Das wird natürlich von vielen Linken nicht erwähnt, weil es nicht in ihr Feindbild von den Neocons (di sie ja ‚Neoliberale‘ nennen) passt. Zu glauben, dass diese Leute auch nur ansatzweise den Nazis ähneln in ihrer Ideologie, ist völlig falsch und lenkt von den wahren Punkten einfach nur ab.

      2) Wenn Sie die NATO mit dem IS gleichsetzen, ist das nicht nur wüstes Boulevardniveau, sondern auch logischer Unsinn. Der IS ist kein Staatenbündnis, sondern nicht einmal ein Staat (obwohl seine Chjefs wohl gerne hätten, dass er einer ist). In den IS kann man nicht eintreten, ohne sich dem zu unterwerfen. In der NATO hingegen kann man Politik machen – auch wenn das nicht einfach ist angesichts der mächtigen Lobbys. Das ist genau der Unterschied, und Sie negieren den einfach.

      3) Dass Sie die ‚Nachtwölfe‘ zu der neuen Schutztruppe Europas machen wollen, ist wohl ein Witz. Ich weise aber kuz darauf hin, dass Russland bzw. die Sowjetunion jahrzehnteland einen Teil Deutschlands, die ‚DDR‘ kontrolliert hat. Dieser war eine rotfschistische kleinkarierte Diktatur, die die Leute eingesperrt hat.

      4) Die NATO ist keine Zwangsjacke, sondern die NATO- und EU-Mitgliedschaft hat für Deutsche dazu geführt, dass sie geradezu privilegiert dastehen in bezug auf Reisefreiheit, materiellen Wohlstand und Demokratie.
      Es wird Zeit, dass daran gedacht wird, dass Syrer, Iraker, Somalier und viele andere auch ähnlich profitieren wie die Deutschen.

    • @ Der Souverän: „Trollmasche“ Du blickst das Technische besser durch als ich. Thread fast gesprengt und hohe Frequenz. Länge der Dinger. Mein Fazit: Ignorieren und nur noch Wesentliches auf Themen bezogen und Konstruktives.
      Alles Troll Wischiwaschi Gesülze ignorieren.

    • @ Michaela

      ‚…Freiheit…Recht…‘
      Offenbar wird von Ihnen einfach ignoriert, dass es bei politischer Freiheit genau darum geht, welche Qualität die offiziellen Rechte und die Machtverhältnisse haben.
      Freigeister können sich alle möglichen Unrechtsstaaten ausdenken. Politisch kriminelle und skrupellose Freigeister können auch versuchen, das in die Realität umzusetzen und damit vielen anderen Freiheitsrechte zu nehmen.
      Also kommt Freiheit nicht vor dem Recht.

    • Hallo Michaela und Souverän,

      absolut berechtigte Kritik. Habe mich in haufenweise Erklärungsversuche von Zusammenhängen hineinziehen lassen ohne die Wand zu sehen von der das abprallt. MeinFehler. Den unbedingten Wunsch nicht nur nach Russland, im Rahmen einer notwendigen Friedensfahrt, sondern als Normalität reisen zu können sehe ich aber nicht als konfus an.

      Dennoch danke für den eindeutigen Hinweis.

      MfG

    • @ BluProject: Ihr eindeutiger Hinweis auf mögliche aggressive Folgen eines Nato-Austrittes sind allerdings zumindest meiner Meinung nach auch nicht vom Tisch zu wischen. Dankeschön für diesen Gesichtspunkt.
      Und ganz offen gesagt habe auch ich da keine fertigen Lösungen in der Schublade. Mitteleuropa liegt zwischen Ost und West. Das ist militärisch betrachtet ein Nachteil.
      Der Vorteil Mitteleuropas liegt meiner Meinung nach darin, dass der riesige russische Markt direkt vor Europas Haustüre liegt, und der ist wiederum die Drehscheibe zu Eurasien, und dort wird so oder so die zukünftige Kultur aufblühen. Folker Hellmeyer von der Bremer Landesbank sagt, dass die eurasischen Staaten bereits sich dem US Dollar gegenüber emanzipieren, indem sie Gold anhäufen. Eine endliche Ressource.
      Es wird wohl an uns Europäern liegen, ob diese zukünftige eurasische Kulturblüte auch für uns Früchte trägt, oder, ob die Angloamerikaner uns den Zugang zu diesen Früchten verwehren.
      Firmen selber sind nicht mehr an Standorte gebunden. Das sind aber die Menschen, die hier leben.

    • @ BluProject: P.S. zu: Das sind aber die Menschen, die hier leben.
      Bleibt noch hinzu zu fügen: Die Menschen, die in Europa leben, sind natürlich auch nur solange an diesen Standort gebunden, wie sie nicht zu Nomaden umerzogen werden, die sklavisch irgendwelchen Firmen nachlaufen müssen, die heute hier, morgen da und übermorgen in Amerika zu finden sind.
      Nomadentum liegt mir ganz fern. Ich liebe den Ort, wo wir leben. Reisen kann Spass bringen. Aber ich finde auch ganz gut, nach einer Reise wieder nach Hause zu kommen, wo die Bäume wurzeln, die wir mit Liebe hier selber gepflanzt haben. Deutschland ist dicht besiedelt. Mir würde in der Seele wehtun, wenn hier die letzten Wälder abgeholzt würden, um Heime für Wirtschaftsflüchtlinge zu bauen…

    • @ Michaela
      Und mir tut es fast in der Seele weh (bin aber diesbezühlich abgehärtet, keine Angst), eine derart platte Hetze gegen Migration wie das von Ihnen zu lesen (‚Wälder gegen Wirtschaftsflüchtlinge‘). Leute wie Sie sind gute Erfüllungsgehilfen der ‚Teile-und Herrsche‘-Lobby, die geschlossen Grenzen wollen und die Leute wie Kommunisten am liebsten in ihr Land einsperren würden (mit Ausnahmen natürlich für Reiche und sich selbst).
      Denen ist die ‚AfD‘ auch im Zweifelsfall klar lieber als Linke und auch als (Neo-)liberale. Ich denke, auch daher hat die ‚AfD# kaum Finanzprobleme.

    • @ BluProject
      Also ich muss mich vor Figuren wie ‚Michaela‘ und ‚Der Souverän‘ nicht dafür rechtfertigen, dass ich für offene Grenzen bin, insbesondere auch nach Russland. Ich erlaube mir, die Putin-Regierung sehr kritisch zu sehen UND für offene Grenzen und freien Handel mit Russland zu sein. Und für den Verbleib Deutschlands in der NATO bei gleichzietigem deutlichem Hinterfragen der aktuellen NATO-‚Strategie‘.
      Das ist kein Widerspruch, sondern höchstens wollen Hetzer aus sowas einen Widerspruch konstruieren. Auch nicht alle Russen finden Putin gut übrigens – nur erstaunlich viele.

  4. US-Journalist: USA haben nicht vor Russland, sondern vor Weltfrieden Angst

    Laut dem Journalisten sind die Versuche, Russland als Bedrohung darzustellen, zwar absurd, allerdings muss die US-Machtelite die Militärausgaben in Höhe von 600 Milliarden US-Dollar pro Jahr irgendwie rechtfertigen.

    Doch das ist alles für die Aufrechterhaltung des US-Rüstungskomplexes notwendig. Die US-Wirtschaft wurde nach ihrer Struktur eine Militärwirtschaft. Das bedeutet, dass das Land ständig entweder an einem kalten oder an einem „heißen“ Krieg teilnimmt. Für diese Ziele entfacht Washington in der Welt Hysterie aus Angst und Hass und erhöht unendlich seine Außenschulden, wobei der „Zahltag“ für die übergroßen Militärausgaben der USA immer wieder verschoben wird.

    Eine objektive Bedrohung für die USA und ihre Verbündeten ist gar nicht Russland, sondern friedliche Beziehungen in der internationalen Arena, so der Verfasser des Artikels. Sobald Konflikte sich beruhigen, wird der Rüstungskomplex nicht nachgefragt. „Der Frieden in der ganzen Welt widerspricht den Grundlagen der Macht des korporativen Kapitals in den USA und das ist alarmierend“, so Cunningham. „So beschämend ist, dass die Welt vom Krieg und sogar von Vernichtung mit einem einzigen Ziel bedroht wird – die Privilegien der US-Elite aufrechtzuerhalten. Unter dieser dämonischen Ungerechtigkeit leiden vor allem die meisten Staatsbürger der USA, die Armut und Not erleiden müssen, während die korporativen Eliten 600 Milliarden US-Dollar pro Jahr für den Militär-Wahnsinn nehmen“, so Cunningham.

    http://de.sputniknews.com/politik/20160519/309973671/usa-russland-weltfrieden-angst.html

    • Deutschland muß ohne wenn und aber aus der

      N ord
      A merikanischen
      T error
      O rganisation

      austreten.

      Auch muß deutschland alle europäischen Natomitglieder dazu anhalten.

      Da der gefährlichste Unrechts und Kriegsstaat der Welt gleichzeitig die mächtigste Kriegsmaschinerie unterhält – die wir übrigens alle über Umwege bezahlen – und diesem ausnahmslos alles zuzutrauen ist, braucht Europa eine gemeinsame

      REINE VERTEIDIGUNGSARMEE.

      Diese gilt es nach Austritt aus der Nato aufzustellen.

    • Danke für den Link Souverän.
      Cunningham hatte ich noch nicht auf meiner Watchlist.

      Ohne mich bis hierhin näher mit Finian Cunningham auseinander gesetzt zu haben finde ich seine Analyse treffend. Wenn Du kein anderes überzeugendes Geschäftsmodell hast, spielst Du halt weiter Cowboy und Indianer. Mir schwant allerdings, dass das nicht nochmal mehrere Jahrhunderte so weitergeht. Irgendwie wachen, auch und speziell in den USA, immer mehr Menschen aus ihrem Koma auf und stellen sich die Frage wem das Alles nützt.

      Ein Austritt aus dem NATO-Angriffsclub wäre eine Option. Ob wir in einem Euro-Militärbündnis das Neokoloniale Rumturnen der Eiffelturmbesitzer auf der Suche nach Uran und anderen Bodenschätzen zu Discounterpreisen in Afrika beenden könnten, nun.. da bin ich mir nicht so sicher.

      Einfluss Deutscher Bürger auf die NATO..! Der war gut!

      Es war eben nicht primär das Westbündnis, welches unsere Vorfahren aus den Klauen der Fachisten befreit hat. Während die Briten ihre Wunden über das verlorene Empire auf Höhe des Ärmelkanals geleckt haben und die Franzosen massenhaft die Omaha-Beachboys mit Fahnen begrüssten, haben ca. 27 Mio. russische Mütter um ihre Kinder geweint. Und ich halte es auch für eine Mär, dass wir hier seit 71 Jahren Rosinen picken. Die USA haben weniger für uns getan als wir ihnen als Schild für ihre Panik zur Abwehr der „Bösen Russen“ dienten.

      Ja Herr Kanellos, es ist wirklich immer mehr sichtbar, dass die USA keine Kriege mehr, zumindest nicht der bekannten Form nach, erklären. Vielleicht fühlen sich die USA besser ohne das K.-Wort. Ohne K.-Wort gibt es nämlich auch keinen K.-Verbrecher, so wohl die gebildete Logik pseudozivilisierter Cowboys.

      Ich glaube auch nicht daran, dass wir mit unseren Aktivitäten, als Beispiel sei Ramstein genannt, die US-Army zur Einsicht bewegen, dass sie doch schonmal die Koffer packen kann. Aber wir können mit einer immer grösser werdenden Masse an Kriegsunwilligen und Gewaltablehnern immer massivere Zeichen setzen, bis man uns medial nicht mehr ignorieren kann. Dazu braucht es jeden Einzelnen von uns.

      Wir müssen uns immer wieder ins Bewusstsein rufen mit welchen positiven Assoziationen uns sehr weite Teile anderer Nationen, selbst in den entlegensten Winkeln der Welt, verbinden. Wir haben es in der Hand mit guten und liebenswerten Ideen und Taten dafür Sorge zu tragen, dass uns Millionen oder gar Milliarden Menschen weltweit folgen möchten. Das geht nicht von heute auf morgen, aber wir müssen den ersten Schritt machen bevor es nichts mehr gibt für das es sich zu gehen lohnt. Wir können das schaffen!

      PS.: Wer noch eine Mitfahrgelegenheit für Samstag den 11.06. sucht und irgendwo auf der Strecke zwischen 71522 Backnang , dann A81 über Weinsheim und A6 über Heilbronn, Sinsheim, Speyer, Heidelberg, Mannheim, Weinheim nach Ramstein einsteigen möchte, schreibt mir bitte eine PN. Habe mindestens noch 2 Plätze frei und ich würde mich freuen die voll zu bekommen.

      Grüsse
      Der Andi

    • ‚Die USA haben weniger für uns getan als wir ihnen als Schild für ihre Panik zur Abwehr der „Bösen Russen“ dienten.‘

      Das halte ich nun wirklich für ein Gerücht. Abgesehen davon, dass der ‚Kalte Krieg‘ vor allem eine große politische Aktion war und de facto bereits zur Verhinderung eines weiteren Weltkriegs ausreichte, hätten die USA das gar nicht gebraucht. Im Gegenteil. Die haben es ja zugelassen zw. zulassen müssen, dass die Sowjets direkt in Europa standen.

      Außerdem geht es mir primär mal um die Fakten. Und die sind so simpel wie offensichtlich: Deutschland hatte Anfang 1945 eine wirklich katatstrophale Diktatur, Null Freiheitsrechte, GEGEN die anderen Westmächte, und diese Diktatur war noch dazu von einem größeren Teil des Volkes (nicht von allen zwar, aber doch von vielen) in einer freien Wahl gewählt worden.
      Dennoch wurde Deutschland in eine westliche Demokratie transferiert und Deutsche sind inzwischen, was z.B. Reisemöglichkeiten und materielle Werte angeht, im Vergleich zu sehr vielen anderen schlicht bessergestellt – durch die USA und die anderen Westmächte. Das Westbündnis Deutschlands ist essentiell wichtig und hat den Deutschen sehr viel gebracht. DAs kann man nicht einfach bei der ersten Unbequemlichkeit – mehr ist es nicht – wegwerfen.
      Hingegen haben die Iraker mit Saddam Hussein einen Verbündeten der US-Kriegspolitik an der Macht gehabt, und selbst diese Diktatur war wohl eindeutig weniger schlimm als die Nazis. Und dennoch haben die Iraker viel weniger vom Sieg der USA und der Entlassung Saddams als die Deutschen von den USA haben. Das gibt zu denken, meine ich. Die Konsequenz sollte sein, dass man sich als Deutscher dafür ausspricht, dass westliche Politik wieder konsequent die echten westlichen Werte vertritt, nämlich Religionsfreiheit, Meinungsfreiheit, Demokratie und natürlich Marktwirtschaft – und Arbeitnehmerrechte (nicht zu vergessen!). Damit andere wie die Iraker auch wie die Deutschen 1945 profitieren UND damit Deutsche und andere Bürger von NATO-Staaten ihre globale Reisefreiheit behalten. Und es geht darum, dass derzeit Bürger der NATO-Staaten in vielen Ländern keine Geschäfte machen können, wenn sie nicht in den Geheim-Lobbyclubs sind. Auch das muss besser werden.

      ‚russische Mütter..‘
      Die Sowjetunion, also auch die Russen hatte(n) zu ‚DDR‘-Zeiten genug Zeit, irgendeinen Beweis zu liefern, warum sie sowas wie ein ’natürlicher Verbündeter‘ Deutschlands sein sollten. Die haben Deutschland wirklich übel behandelt – sie haben mittels der ‚DDR‘ eine Art großes Gefängnis aufgezogen.
      Ich vertrete die These, dass es natürlich sehr gute Beziehungen einzelner Deutscher mit einzelnen Russen geben kann und auch gute geschäftliche Beziehungen zwischen deutschen und russischen Firmen. Und daher gehören die Sanktionen heute noch abgeschafft und die Grenzen weiter geöffnet (Ziel: visafreies Reisen Deutschland-Weißrussland-Russland). Aufgrund der Geschichte bezweifle ich aber stark, dass Deutschland und Russland als Staaten natürlich Verbündete sein sollen. Sie USA haben die Sowjets nicht dazu gezwungen, aus dem ganzen Ostblock eine rotfaschistische Diktatur zu machen.

    • Herr Kanellos,

      es macht Spass Dialoge zu führen. Sie brauchen auch keine Rechtfertigungen für ihre Ansichten und Meinungen.
      Aber verkaufen Sie diese bitte nicht, um es mit ihren Worten zu schreiben, als „mal um die Fakten“.
      Denn diese sind weder simpel noch offensichtlich. Sie mögen das Schild oder auch die militärische Konfrontationsfläche der USA in Europa, namentlich die BRD, für ein Gerücht halten. Das steht ihnen frei. Ist aber kein Fakt und auch nicht richtig.

      Wenn Sie sich mal Raten des Warenaustauschs der USA mit der BRD der vergangenen 71 Jahre betrachten, ebenso die Verschuldungsquote der USA gegenüber der BRD, auch aktuell, werden Sie sehr bald zu der Einsicht gelangen, dass das eben in erster Linie für die USA ein günstiger Deal war und immer noch ist.

      Sie wissen sicherlich, dass die Russen zum Ende des WK II weit vor den Westalliierten mitten in Europa waren?!
      Was also hätten die USA dagegen unternehmen können?

      Sie wissen, dass der Menschenfreund Stalin, finden Sie die Satire, bereits kurz nach Kriegsende den Vorschlag unterbreitet hat ein vereinigtes Deutschland in eine neutrale entmilitarisierte Zone zu verwandeln. Sie wissen, dass die Ablehnung dessen primär von Seiten der USA abgelehnt und vom transatlantischen Vorzeigestiefelpolierer Adenauer exekutiert wurde?! Beschäftigen Sie sich, wenn es Ihre Zeit zulässt einmal ausgiebig mit der Person Adenauer vor, während und nach dem 2. Weltkrieg. Da haben Sie Lektüre für viele Wochen und ihnen wird geläufig warum unsere Brüder und Schwestern im Osten unseres Landes bis 1989 als unsere Billiglöhner im Massenknast ausharren mussten.

      Natürlich haben wir sehr viele Annehmlichkeiten genossen, besonders in Anbetracht unserer blütenweissen Staatsvita. Die Russen hatten in keiner Weise die Pflicht einen Beweis zu erbringen, dass wir ihre natürlichen Verbündeten wären. Unsere Väter und Grossväter haben in einem gigantischen Unrechtskollektiv 27 Millionen Russische Menschen massakriert. Und dennoch waren die Menschen in der DDR im wirtschaftlichen Vorzeigestaat eines völlig unzureichenden und maroden Systems interniert.

      Der wirtschaftliche Nutzniesser vor, während und nach, sowie am WK II sitzt auf seiner Insel hinter dem grossen Wasser und hat mannigfaltigen Schätzungen von Historikern zufolge seitdem etwa genauso viele Menschen durch Völkerrechtswidrige Invasionen, Staatsputsche, Regierungsstürze, Drohnenattacken, Bombadierungen, Uranmunition, Agent Orange etc.. zu verantworten.

      Die Russischen Menschen reden seit vielen Jahrzehnten schon nur gut von Deutschland und seinen Menschen.
      Noch mehr als V. Putin im Jahre 2001 im Deutschen Bundestag kann man sich nicht anbiedern und um Hilfe für ein Projekt bitten, welches es nie zuvor in der Russischen Geschichte gegeben hat: Demokratie.
      Ich betrachte Putin ähnlich kritisch wie beinahe jeden Politiker. Die Russen nennen ihn, nicht wegen seiner Zeit in der DDRsondern wegen seiner Sympathie für uns, den „Deutschen“. Und wenn wir nicht baldigst in die Pötte kommen, ist dieses relativ kleine historische Zeitfenster für lange Zeit oder gar immer verschlossen. Und der Treppenwitz der Geschichte?! Als Belohnung dafür reden die USA seit etwa 15 Jahren von der Dringlichkeit eines Anti-Iran-Raketenschirms auf polnischem Boden. Die politisch verantwortlichen in den USA machen sich vor Lachen in die Hose wenn irgendeiner unserer Politikdarsteller aus dem Berliner Puppentheater dort aufkreuzt.

      Der gesamte sogenannte Osteuropäische Block war ein Schutzgürtel, mutmasslich vielleicht sogar die Gründung des Warschauer Paktes als solches, eine Reaktion auf die Gründung der NATO. Sie haben völlig Recht, die Sowjetunion war sehr Rotfachistisch und infolge dessen natürlich auch die Osteuropäischen Satellitenstaaten.
      Die Sowjetverantwortlichen haben ihre eigenen Leute terrorisiert, eingesperrt und ermordet.
      Die USA haben in etwa im gleichen Zeitraum vorwiegend Menschen und Staatsführer anderer Nationen terrorisiert, eingesperrt und ermordet.
      So kommt man zu Geld, wenn auch nicht zu Eigenem. Hätten das die Russen damals schon gewusst, wer weiss wie die Weltgeschichte verlaufen wäre.

      Ich weiss nicht wie Sie zu einem Vergleich Saddam vers. Hitler gelangen. S.Hussein war ein kleiner lokaler Despot und Massenmörder von Gnaden und zum Nutzen der USA. Hitler hingegen war ein grosser Gesamteuropäisch agierender Despot und Massenmörder von Gnaden und finanzieller Unterstützung der Wall-Street und US- Wirtschaftsmagnaten. Inwieweit sich die Psychosen dieser beiden nekrophilen Komiker der Weltgeschichte gleichen habe ich nie genauer untersucht, hat mich nie interessiert und wird es auch nie tun.

      Wenn Sie unsere Völkerrechtswidrigen NATO-Aktionen in Syrien, Mali, Kosovo sowie Ramstein, AFRICOM, CENTCOM, Büchel etc.. eine „erste Unbequemlichkeit“ nennen, so ist das an Sarkasmus kaum zu übertreffen.
      Halten Sie das Töten von Menschen, nur weil wir an der Beute beteiligt werden, wirklich für eine Unbequemlichkeit?

      Trotz dieser gegensätzlichen Sichtweisen glaube ich aber zu wissen, dass wir Beide, so wie wohl auch alle Anderen hier und wo auch immer, das Gleiche wollen. Gerechtigkeit, Rechte für Arbeitnehmer, Demokratische Mitbestimmung, gute geschäftliche und freundschaftliche Beziehungen mit ganz vielen anderen Nationen und vor allem Frieden. Ich möchte in der Tat auch irgendwann noch einfach so mit dem Motorrad nach Moskau fahren, ohne Visumpflicht einen Abstecher nach Sankt Petersburg machen und auf der Rückfahrt das Sewastjanow- Haus in Jekaterinburg sehen. Das ist doch wirklich nicht zuviel verlangt, auch wenn die Amis die Deutsch-Russische Freundschaft niemals gerne sehen werden. Mir egal, sollen Sie halt wegsehen.

      Gruss
      Andi

      PS.: Wer noch eine Mitfahrgelegenheit für Samstag den 11.06. sucht und irgendwo auf der Strecke zwischen 71522 Backnang , dann A81 über Weinsheim und A6 über Heilbronn, Sinsheim, Speyer, Heidelberg, Mannheim, Weinheim nach Ramstein einsteigen möchte, schreibt mir bitte eine PN. Habe mindestens noch 2 Plätze frei und würde mich freuen die voll zu bekommen.

    • @BluProject

      ‚Ich weiss nicht wie Sie zu einem Vergleich Saddam vers. Hitler gelangen. S.Hussein war ein kleiner lokaler Despot und Massenmörder von Gnaden und zum Nutzen der USA.‘

      ich vergleiche ja gar nicht Hitler und Saddam, sondern ich vergleiche die Lage der West-Deutschen nach 1945 (Demokratie, Marktwirtschaft, Aussicht auf dauerhaften Frieden) mit der der Iraker, nachdem Saddam Hussein gefeuert wurde. Beides waren Eingriffe der westlichen Mächte, um Diktatoren zu stürzen (im Fall Saddams einen früheren Verbündeten, deshalb schreibe ich ja auch ‚Entlassung‘). Ich finde aber, dass für die deutschen Bürger da entschieden bessere Politik gemacht wurde als für die Iraker. Das ist der Punkt, meine ich.

      ‚Wenn Sie unsere Völkerrechtswidrigen NATO-Aktionen in Syrien, Mali, Kosovo sowie Ramstein, AFRICOM, CENTCOM, Büchel etc.. eine „erste Unbequemlichkeit“ nennen, so ist das an Sarkasmus kaum zu übertreffen.‘

      Ich möchte anmerken, dass das nicht meine persönliche Einschätzung ist, dass es sich hier nur um ‚Unbequemlichkeiten‘ handelt. Sondern ich versetze mich in Rolle der Machthaber der westlichen Mächte (USA, Frankreich, Großbritannien) und in die pure Machtlogik der NATO, der sich Deutschland ja nicht entziehen kann. Ich wollte auf keinen Fall die ernsten Probleme klein reden.

      Allerdings differenziere ich hier schon auch – z.B. waren die Resultate in Jugoslawien auch nicht schlecht für die Bürger – da herrscht immerhin jetzt Frieden und verarmt sind die ehemals jugoslawischen Staaten auch nicht. Und Albanien kann sich wirklich nicht beschweren – die waren lange von einer isolationistischen kommunistischen Diktatur beherrscht. Katastrophal finde ich hingegen Somalia und die Situation in Libyen finde ich skandalös. Und bei der fehlgeschlagenen ‚Strategie‘ für Syrien bin ich der Meinung, dass hinterfragt werden muss, warum diese so entworfen wurde, das stimmt hinten und vorne nicht meines Erachtens.
      Sie sehen also, ich will hier nichts beschönigen oder mit unpassendem Sarkasmus wegdiskutieren.

      Ich denke auch, dass es sehr wichtig ist, dass die Bürger (z.B. sowohl die Deustchlands als auch die Russlands) keine Nachteile haben sollten, und dazu gehören natürlich möglichst offene Grenzen.

      PS:
      Zu Libyen und zum Thema offene / geschlossene Grenzen (und zur Tatsache, dass bezüglich Visavergabe keine rechtsstaatlichen Kriterien herrschen): Die USA haben leider auch die meines Erachtens grundrechtswidrige Praxis implementiert, Leuten die Einreise zu verweigern, nur weil sie in einem bestimmten Land waren (so wie einige Staaten bezüglich Israel). Auch das zeigt den aktuellen Tiefstand der US-Politik.
      Auf der Seite dieser Lobbyorganisation ‚US-Libya-Association‘ wird auf einen Artikel verlinkt, in dem angekündigt wird, dass Leute, die seit 2011 im Jemen (?) oder in Libyen waren, kein automatisches Visum für die USA mehr bekommen. Das ist wirklich bürgerfeindlich. Diese Lobbypolitiker teilen sich Länder wie Libyen quasi auf, kümmern sich in keinster Weise um Demokratie und westliche Werte (im Gegenteil, sie verhindern diese) und schließen aggressiv alle anderen Bürger aus und belegen diese quasi mit ernsten Sanktionen.

      Das Thema Visavergabe und Reisefreiheit wird seit einiger Zeit von Massenmedien völlig ignoriert, stattdessen werden ständig die Rechtspopulisten, die für geschlossene Grenzen Propaganda machen, in den Vordergrund gestellt.

  5. Ich sehe das anders, dazu unten mehr.
    Aber ich finde es sehr begrüßenswert, dass deutsche Bürger (und natürlich Bürger aller NATO-Staaten), so weit es möglich ist, Einfluss auf die aktuelle NATO-‚Strategie‘ nehmen. Insbesondere denke ich, dass es gut ist, wenn eine Gegenöffentlichkeit erzeugt wird. Die Massenmedien, die bezüglich der Flüchtlingskrise hyperventilierten, berichten kaum konkret über solche Dinge wie zum Beispiel die Verwendung des Flughafens Ramstein.
    Dabei hat die NATO-Politik einiges mit der Flüchtlingskrise zu tun.
    Es dürfte spannend sein, wie die ‚Teile-und-Herrsche‘-Lobby in den USA auf die Forderungen und die neuen Diskussionsthemen reagiert. Meine Vermutung ist, dass die allen Ernstes behaupten werden, dass die NATO gar keinen Krieg führt – in der Tat erklären die USA zur Zeit kaum noch Kriege, sondern ‚legen‘ meistens einfach ‚los‘. Eine Bewertung in bezug eines Vergleiches dieses Vorgehens ohne Kriegserklärung mit Terrorismus spare ich mr jetzt. Ich sehe das nämlich nicht als Hauptpunkt an – ‚regulär erklärte‘ Kriege sind/wären nämlich nicht weniger grausam als ‚moderne NATO-Einsätze‘, sonder wohl eher deutlich schlimmer. Was mir besonders negativ auffällt, ist hingegen die Tatsache, dass Kriege gar nicht mit dem Ziel geführt werden, irgendetwas für die Bürger der betroffenen Länder und die Bürger der NATO-Staaten zu verbessern, sondern dass als Resultat meist Diktaturen, Marionettenstaaten oder ‚failed states‘ stehen, die nur speziellen Monopolisten nützen. Ich kann mich aber bezüglich der Öffentlichkeitsarbeit täuschen, die PR-Abteilungen des Pentagons sind zu einigem fähig.

    Zur Frage der NATO und warum ich gegen einen Austritt Deutschlands wäre:
    – historischer Aspekt: Deutschland ist in der Tat durch das westliche Bündnis aus der Nazi-Diktatur befreit worden, Deutschland kann also nicht nur ‚Rosinen picken‘, sondern muss jatzt in schweren Zeiten auch zum Bündnis stehen.
    – Friedensaspekt(!): Die NATO hat eine gerne verschwiegene Friedensfunktion, ähnlich der EU: Sie verhindert praktisch jeden Krieg zwischen den jetzigen NATO-Staaten. Und das ist nicht selbstverständlich. Eine Auflösung der NATO würde die Kriegsgefahr zwischen Staaten wie Großbritannien, Deutschland, Frankreich, Türkei etc. massiv erhöhen. Dass Kriege zwischen den genannten Staaten aktuell absurd scheinen, ist der NATO zu verdanken und keine naturgegebene Selbstverständlichkeit.

    Diese beiden Gründe wiegen bereits schwer und sind für mich entscheidend. Es gibt aber rein aus Sicht des deutschen Staates noch einen dritten Grund: Wenn Deutschland in der NATO ist, können deutsche Politiker die NATO besser beeinflussen als wenn Deutschland nicht in der NATO wäre. Osteuropäische Rechtspopulisten-Regierungen würden bei einem Austritt Deutschlands sicher keine Sekunde zögern, und sich sofort als ‚Ersatz‘ für Ramstein anzubiedern. Das würden die alleine schon deshalb machen, um – wie bei der sogenannten ‚Flüchtlingskrise‘ – einen weiteren Affront gegen die Bundesregierung zu starten.

    • PS: Das Obige st eine Antwort auf das Posting von ‚Der Souverän‘ vom 19. Mai um 14:07.

  6. Deutschland muß ohne wenn und aber aus der

    N ord
    A merikanischen
    T error
    O rganisation

    austreten.

    Auch muß deutschland alle europäischen Natomitglieder dazu anhalten.

    Da der gefährlichste Unrechts und Kriegsstaat der Welt gleichzeitig die mächtigste Kriegsmaschinerie unterhält – die wir übrigens alle über Umwege bezahlen – und diesem ausnahmslos alles zuzutrauen ist, braucht Europa eine gemeinsame

    REINE VERTEIDIGUNGSARMEE.

    Diese gilt es nach Austritt aus der Nato aufzustellen.

    • Ich sehe das anders, dazu unten mehr.
      Aber ich finde es sehr begrüßenswert, dass deutsche Bürger (und natürlich Bürger aller NATO-Staaten), so weit es möglich ist, Einfluss auf die aktuelle NATO-‚Strategie‘ nehmen. Insbesondere denke ich, dass es gut ist, wenn eine Gegenöffentlichkeit erzeugt wird. Die Massenmedien, die bezüglich der Flüchtlingskrise hyperventilierten, berichten kaum konkret über solche Dinge wie zum Beispiel die Verwendung des Flughafens Ramstein.
      Dabei hat die NATO-Politik einiges mit der Flüchtlingskrise zu tun.
      Es dürfte spannend sein, wie die ‚Teile-und-Herrsche‘-Lobby in den USA auf die Forderungen und die neuen Diskussionsthemen reagiert. Meine Vermutung ist, dass die allen Ernstes behaupten werden, dass die NATO gar keinen Krieg führt – in der Tat erklären die USA zur Zeit kaum noch Kriege, sondern ‚legen‘ meistens einfach ‚los‘. Eine Bewertung in bezug eines Vergleiches dieses Vorgehens ohne Kriegserklärung mit Terrorismus spare ich mr jetzt. Ich sehe das nämlich nicht als Hauptpunkt an – ‚regulär erklärte‘ Kriege sind/wären nämlich nicht weniger grausam als ‚moderne NATO-Einsätze‘, sonder wohl eher deutlich schlimmer. Was mir besonders negativ auffällt, ist hingegen die Tatsache, dass Kriege gar nicht mit dem Ziel geführt werden, irgendetwas für die Bürger der betroffenen Länder und die Bürger der NATO-Staaten zu verbessern, sondern dass als Resultat meist Diktaturen, Marionettenstaaten oder ‚failed states‘ stehen, die nur speziellen Monopolisten nützen. Ich kann mich aber bezüglich der Öffentlichkeitsarbeit täuschen, die PR-Abteilungen des Pentagons sind zu einigem fähig.

      Zur Frage der NATO und warum ich gegen einen Austritt Deutschlands wäre:
      – historischer Aspekt: Deutschland ist in der Tat durch das westliche Bündnis aus der Nazi-Diktatur befreit worden, Deutschland kann also nicht nur ‚Rosinen picken‘, sondern muss jatzt in schweren Zeiten auch zum Bündnis stehen.
      – Friedensaspekt(!): Die NATO hat eine gerne verschwiegene Friedensfunktion, ähnlich der EU: Sie verhindert praktisch jeden Krieg zwischen den jetzigen NATO-Staaten. Und das ist nicht selbstverständlich. Eine Auflösung der NATO würde die Kriegsgefahr zwischen Staaten wie Großbritannien, Deutschland, Frankreich, Türkei etc. massiv erhöhen. Dass Kriege zwischen den genannten Staaten aktuell absurd scheinen, ist der NATO zu verdanken und keine naturgegebene Selbstverständlichkeit.

      Diese beiden Gründe wiegen bereits schwer und sind für mich entscheidend. Es gibt aber rein aus Sicht des deutschen Staates noch einen dritten Grund: Wenn Deutschland in der NATO ist, können deutsche Politiker die NATO besser beeinflussen als wenn Deutschland nicht in der NATO wäre. Osteuropäische Rechtspopulisten-Regierungen würden bei einem Austritt Deutschlands sicher keine Sekunde zögern, und sich sofort als ‚Ersatz‘ für Ramstein anzubiedern. Das würden die alleine schon deshalb machen, um – wie bei der sogenannten ‚Flüchtlingskrise‘ – einen weiteren Affront gegen die Bundesregierung zu starten.

    • Hallo Herr Kanellos,
      lesen sie eigentlich den Beitrag, auf den Sie antworten.
      „Der Souverän“ hat doch geschrieben, was danach passieren sollte.
      „…..,braucht Europa eine gemeinsame REINE VERTEIDIGUNGSARMEE.“
      Das deutsche Politiker die NATO besser beeinflussen können , ist doch Bullshit!
      Deutsche Soldaten stehen (wieder) an der russischen Grenze.
      Die NATO wird immer von Generälen aus dem Imperium USA geführt.
      Da herrscht keine Demokratie! Also raus aus dem Verein!!!
      PS: ich muss Sie aber auch in Schutz nehmen – für LINKS halt ich sie nicht! 🙂

    • @ schwarz ist weiß

      Es ist meines Erachtens Bullshit, zu glauben, man kann ein – nach offizieller Lesart – Verteidigungsbündnis einfach so verlassen, ohne dass das enorme Konsequenzen hat. Was man aber in der Tat tun kann, ist Politik im Rahmen dieses Bündnisses zu machen. Dass deutsche Soldaten an der Grenze zu Russland stehen, ist erstmal kein Problem, solange es keinen Krieg gibt. Deutsche Soldaten stehen auch an der Grenze zu Frankreich, und dennoch ist ein Krieg zwischen Frankreich und Deutschland ausgeschlossen – was übrigens nicht mehr der Fall wäre, wenn Deutschland nicht in der NATO wäre.

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