Wahlkrieg, made in U.S.A.

Von Willy Wimmer.

Es könnte uns am Rücken vorbeigehen, was sich bei der Wahl in einem Land abspielt, mit dem wir eine enge Zusammenarbeit pflegen. Das ist jedenfalls die Norm bei den meisten Ländern, mit denen wir es zu tun haben. Bei den USA ist das anders. Davon hängt unser Schicksal zu einem bedeutenden Teil ab, wenn wir die Erfahrungen der Vergangenheit heranziehen. Aber bei dieser Wahl ist schon vor dem eigentlichen Wahltermin erkennbar, dass nicht nur das Wohl und Wehe Deutschlands von dem möglichen Wahlergebnis in den USA tangiert ist und sein wird. Schauen wir uns doch die vier Kandidaten in der Spitzenformation an. Unsere Rohrstock-Medien verweisen in ihrer täglichen Berichterstattung auch deshalb auf die beiden Spitzenkandidaten, Frau Clinton und Herrn Trump, um im deutschen Volk jenes Maß an Widerwillen Herrn Trump gegenüber sich entfalten zu lassen, das im Sinne der sogenannten „trans-atlantischen Netzwerke“ ein in jeder Hinsicht auskömmliches Dasein für die erwarteten kommenden vier Jahre garantieren soll.

Es ist bisher dem deutschen Außenminister, Herrn Steinmeier, vorbehalten, vor Herrn Trump ausdrücklich zu warnen. Viele im Lande erinnern sich noch an die anschließenden „Eiertänze“, die die Bundeskanzlerin beim noch im Amt befindlichen Präsidenten Obama hinlegen musste, nachdem sie ihm eine Rede als Kandidat vor dem Brandenburger Tor verweigert hatte. Für die Bundesregierung und die deutsche Rohrstock-Presse wäre es allerdings ein Gebot der Stunde, an Hand der Spenderliste für beide Kandidaten das deutsche Volk darüber aufzuklären, welche amerikanischen Industriezweige für die nächsten vier Jahre „return of investment“ einfordern und von der dann im Amt befindlichen amerikanischen Regierung die staatliche Unterstützung der deutschen und europäischen Wirtschaft gegenüber bei der Durchsetzung ihrer eigenen Interessen einfordern werden. TTIP als Spielplatz für amerikanische Anwaltsinteressen in Europa ist doch ein Musterbeispiel dafür, welche Verbindung zu dem Umstand hergestellt werden kann, dass die Wallstreet-Anwälte zu den Spitzenspendern für die Demokratische Partei fast traditionell zählen. Der Umstand, dass darüber die demokratische Beteiligung der europäischen Völker an ihren Gemeinwesen und die Demokratie generell auf der Strecke in Europa bleiben sollte, kann fast vernachlässigt werden. Beim „Budapest-Putsch“ der deutschen Bundeskanzlerin am 4./5. September 2015 konnte jeder bewundern, was eine deutsche Regierungschefin von den Grundregeln eines demokratischen Staates und seiner Rechtsordnung hält.

Es reicht aber nicht, um nur mit Clinton und Trump zu kommen.

Es mag sein, dass bei dem inneramerikanischen Widerwillen, der sich fast in gleicher Weise gegen die beiden Spitzenkandidaten zu entwickeln scheint, nur auf diese beiden Kandidaten geblickt wird. Natürlich ist der Abstand in dem Umfragen zwischen Clinton und Trump und den nachfolgenden Frau Dr. Jill Stein und Gary Johnson beachtlich groß, uneinholbar groß. Dennoch kommt bei dieser Wahl beiden nachfolgenden Kandidaten eine Schlüsselrolle alleine deshalb zu, weil sie diejenigen in den USA auffangen könnten, die beide Kandidaten Clinton und Trump für letzte Ausgeburten eines in sich kollabierenden Systems halten. Es gibt sie noch, die demokratische Grundsubstanz im amerikanischen Volk. Das ist vor allem bei der Kandidatin Dr. Jill Stein zu bewundern, die sich einen klaren Blick für die demokratischen Notwendigkeiten für die amerikanische Gesellschaft bewahrt hat und amerikanische Städte und Gemeinden für aufnahmestark genug hält, wenn das Washingtoner System der Macht-Usurpation durch Interessenmonopole kollabiert. Bei dem, was sich derzeit in den USA abspielt, könnten beide Kandidaten, Frau Dr. Jill Stein und Gary Johnson genügend Stimmen auf sich vereinen, um weder Clinton noch Trump den Zugriff auf das Weiße Haus zu erlauben.

Für Krieg als amerikanisches Geschäftsmodell: Clinton
Für Frieden: Trump, Dr. Jill Stein und G. Johnson

Die Fronten sind klar und man muss schon den Eindruck gewinnen, dass es gerade die republikanischen Angehörigen des Kriegs-Establishments mit ihrem Protestbrief gegen Trump in der letzten Woche deutlich gemacht haben, wie es eigentlich in Washington aussieht. Es ist bei Gott kein Geheimnis, dass die amerikanische „Welt-Neuordnungspolitik“ zwischen Demokraten und Republikanern parteiübergreifend gestaltet worden ist. Das haben schon die jeweils der Oppositionspartei angehörenden Verteidigungsminister in Washington deutlich gemacht. Kandidat Trump bricht die weltgefährdende Kumpanei sichtbar auf und das macht ihn bei den Haydens und McCains aus seinem eigenen Lager so verhasst. Was Trump über die NATO sagt, mag den Balten und Polen als Wurmfortsätze des Washingtoner Kriegs-Kartells nicht gefallen. Es steht aber in den Verträgen zur NATO drin. Das ist auch einer der Gründe, warum Frau Clinton schäumt. War es doch ihr Mann, Präsident Bill Clinton, der mit dem völkerrechtswidrigen Krieg gegen die Bundesrepublik Jugoslawien den Krieg wieder nach Europa zurückgebracht hatte. Dabei hatte er nicht versäumt, den NATO-Vertrag in die Illegalität zu verdrehen mit allen Konsequenzen für unsere Soldatinnen und Soldaten. Unvergessen sind ihre eigenen Freuden-Ausbrüche, als der libysche Machhaber tierisch umgebracht wurde.

Die vor uns liegenden Wochen sind aus Gründen des amerikanischen Systems kriegsgefährlich.

Man wundert sich als Europäer ohnehin, wenn die Bandbreite amerikanischer Politik betrachtet wird. Es mag ein Nachteil des europäischen Systems sein, wenn die eigene Regierungshandschrift bei staatlichem Handeln in jedem Teil der Welt erkannt und verstanden wird. Das ist systembedingt in der USA anders, wo die Politik der eigenen Agency, sei sie denn erfolgreich, einen ganz anderen Zugriff auf das staatliche Budget und damit die eigenen Möglichkeiten und Erlöse bedeutet. Für die vor uns liegenden Wochen bis zum ersten Wahltermin in den USA bedeutet das, mit allem rechnen zu müssen, was kriegerische Auseinandersetzungen anbelangt, die von den Kräften in Washington angezettelt werden, die einen zweckbestimmten Blick auf die Zukunft haben. Auch da ist zwischen Clinton und Trump sehr wohl zu unterscheiden. Clinton, und das haben die Reden auf dem Installierungs-Parteitag deutlich gezeigt, steht für Kräfte, die für jeden Krieg gut sind. Dabei kommt es auf die Weltgegend gar nicht an, weil die Überlegenheit des amerikanischen Systems eben auf dem Schlachtfeld gesucht werden muss, wenn sonst nicht mehr viel übrig ist. Trump steht erklärtermaßen nicht dafür ein, auch wenn eine Wahl von Herrn Trump zum Präsidenten oder knapp darunter innere Verwerfungen, die man sich nicht ausdenken mag, zur Folge haben dürfte.

Wer Russland sieht, sollte an die eigene, deutsche Geschichte denken

Versailles hat es uns auf Dauer unter die Nase gerieben. Deutschland war an allem schuld. Die von John Forster Dulles in den Vertrag hineingeschriebenen Reparationen wurde bis vor wenigen Jahren korrekt von uns bezahlt. Schäuble sei Zeuge. Deshalb ergriff uns alle ungläubiges Staunen, von dem Autor der „Schlafwandler“ rechtzeitig zum Jahrestag des Kriegsausbruchs im Jahre 1914 die wissenschaftlich fundierte Erkenntnis nachlesen zu können, dass von einer deutschen Alleinschuld überhaupt nicht die Rede sein könnte. Alle seien sie wie die Schlafwandler in den Abgrund marschiert. Merkwürdig war bei Christofer Clark allerdings, in welchem Maße er bei dieser historischen Betrachtung das Vereinigte Königreich draußen vorließ. Vor allem die in Großbritannien cliquenhaft betriebene Organisation von internationalen Zwangsläufigkeiten, die auf die Beseitigung des überaus erfolgreichen und aufstrebenden Deutschen Reiches gerichtet waren. Man kommt langsam aber sicher dahinter, wer den Schrecken und die Katastrophen herbei gefingert hatte, auch wenn Versailles eine neue Form der übergreifenden Kriegführung gegen das taumelnde Deutschland war.

Warum soll das bei Russland heute anders sein. Wenn man nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion in allen bekannten Einzelschritten sich das amerikanische Vorgehen gegen die Russische Föderation ansieht, war von einem Harvard-Professor über die beabsichtigte Übernahme der russischen Ressourcen bis hin zum Speer-Spitzenputsch in Kiew alles darauf gerichtet, sich Russland gefügig zu machen. Das Spiel ist nicht zu Ende. Es ist eine in Washington betriebene Dauerbeschäftigung. Was interessiert uns das? Wenn es schief geht, wird es niemanden mehr geben, der von uns als einem liebenswerten Land noch sprechen mag oder von unseren Nachbarn, denen wir herzlich zugetan sind, wenn wir von der Bundeskanzlerin mal absehen. Deshalb ist der Wahlkrieg in USA eine Frage unseres Überlebens.

Fotos: Michael Vadon, Nathania Johnson, Gage Skidmore,

24 Kommentare zu: “Wahlkrieg, made in U.S.A.

  1. https://www.youtube.com/watch?v=cIAtMPt8UE4
    Dieses Video sollte man ganz genau hören, denn es enthält brisante Infos:
    Inhalt: Reden von Wesley Clark, NATO-Oberbefehlshaber AD.

    Er sagt, dass er 2001 im Pentagon erfahren hat, dass geplant sei, 7 Länder innerhalb von 5 Jahren zu destabilisieren. Er behält das zunächst für sich, obwohl es ihn beunruhigt.

    2007 redet Wesley Clark öffentlich darüber – das ist in diesem Video aufgezeichnet. Er erzählt, dass er BEREITS 1991 von Wolfowitz bestimmte Bemerkungen hörte, die Sie bei ungefähr 3:30 bis ca. 7:00 oder länger anhören können.

    Ab 3:28 sagt Clark (Zitat): „Ich habe dann begriffen, ich habe mich erinnert, als ich 1991 ein Treffen mit Wolfowitz hatte…“ [er nennt den damaligen Rang von Wolfowitz und erzählt, wie es zu diesem Treffen kam] „…ich habe mir gedacht, ich würde gerne Wolfowitz sprechen… es ist das Jahr 1991 und ich sagte zu Paul: „Herr …[er nennt den Titel von Wolfowitz], Sie müssen sehr glücklich mit der Operation „Wüstensturm“ unserer Truppen im Irak sein.“ Und er sagte: „Ja, eigentlich schon, aber nicht ganz. Die Wahrheit ist, wir sollten Saddam Hussein eigentlich los werden, was wir aber nicht getan haben. Und das war gerade nach dem Aufstand der Schiieten im März 1991, den wir provoziert haben und dann haben wir unsere Truppen zurückgehalten und haben nicht interveniert. Und er sagte: „Aber eine Sache haben wir dabei gelernt: Wir haben gelernt, dass wir unsere Truppen in der Region des Nahen Ostens einsetzen können und die Sowjets werden uns nicht mehr stoppen.“ Er sagte: „Wir haben ungefähr fünf oder zehn Jahre Zeit bekommen, um all die sowjetischen Clientel-Regime zu beseitigen: Syrien, Iran, Irak bevor die nächste große Supermacht uns herausfordert.“
    Sie wollten den Nahen Osten destabilisieren, ihn auf den Kopf stellen, ihn unter unsere Kontrolle stellen……Es ist auf jene Anmerkungen von 1991 (von Wolfowitz) zurückzuführen.“ Zitatende.

    Fazit: Also war bei gewissen Strategen schon 1991 geplant, den Nahen Osten zu destabilisieren, das heißt, die Geostrategen haben eigentlich nie Ruhe gegeben und sie sind eigentlich nicht an dauerhaftem Frieden und echtem Wohlstand und Fortschritt für alle Menschen interessiert… Sie denken nur an Vorteile für eine bestimmte Menschengruppe – ganze Völker behandeln sie wie Bauern auf einem Schachbrett, deren Leben man für ihre gruppenegoistischen Ziele opfern könne. Eine solche Menschenverachtung kann ich nur teuflisch nennen. Es muss der Teufel sein, der sie inspiriert.

    Damals, als die Sowjetunion zusammenbrach, heckten US-Politiker also schon die nächsten geostrategischen Pläne aus.

    Und wir in Europa glaubten, wir könnten einen dauerhaften Frieden einrichten, ein Japanischer Wissenschaftler sprach gar vom „Ende der Geschichte“ etc…
    Dabei war „man“ schon längst wieder dabei, das nächste Feindbild aufzubauen…

  2. Hallo Herr Wimmer,
    Ich kann Ihre Kritik nur unterstützen, aber die Hoffnungslosigkeit in Ihren Zeilen eigentlich nicht. Ich glaube das Imperium fängt an zu wanken. Einerseits hätten wir noch vor wenigen Jahren einen Sanders mit all seinen sozialen Themen nicht erwartet. Und auch ein Trump in seinem ganzen Chaos, ist vom Neoliberalen System nicht wirklich zu kolportieren.

    Der Geopolitische Plan Assad zu eleminieren ist misslungen – die Iraner spielen wieder mit – Die Russische Wirtschaft erstarkt trotz Wirtschaftssanktionen – es gibt immer mehr bilaterale Abkommen ohne Dollar zwischen den Ländern der Welt…..meine Hoffnung ist nicht unbegründet.

  3. Es ist gleichgültig wer es wird. Die Präsidentschaft spielt in dem Ganzen m.E. seit 1963 keine bedeutende Rolle mehr.
    Wer Kennedys Rede vom 27. April 1961 aus heutigem Rückblick aufmerksam liest, der weiß wieso.
    https://www.jfklibrary.org/Research/Research-Aids/JFK-Speeches/American-Newspaper-Publishers-Association_19610427.aspx
    In Deutsch von Oliver Janich: http://www.oliverjanich.de/die-rede-die-john-f-kennedys-schicksal-besiegelte
    Die Aufmerksamkeit der europäischen Länder, insbesondere Deutschlands, sollte lieber darauf liegen, sich schleunigst von der transatlantischen Intervention zu befreien und die kontinentale Gemeinschaft wieder als gemeinsames Ziel in den Mittelpunkt stellen. Chancen, Ansätze und Gründe genug gibt es ja mittlerweile für jede Nation.

  4. Zum Titelbild: Man braucht den betreffenden nur ins Gesicht zu schauen, dann weiß man genau bescheid wes Geistes sie sind. Trump ist auch nicht besser wie Clinton. Für niemanden.

    • Es spielt keine Rolle, wer der nächste US Präsident wird. In jedem Fall ist der nächste US Präsident ein Vollblut Diener von Satan, der sich in Logen in den 33° Grad Satanismus gearbeitet hat. Der Arbeitgeber ist sowieso der Vatikan

  5. Mich wundert es, dass in Bezug auf die Anglo-Amerikanische Geopolitik nie vom sog. „Rapallo-Vertrag“ 1922 die Rede ist, mit dem Walther Rathenau durch ein Wirtschaftsbündnis mit Russland(R. als Öllieferant) Deutschland vor dem wirtschaftlichen Ruin retten wollte, der dann aber rechtzeitig durch die Ermordung Rathenaus wieder ungültig wurde. F. William Engdahl schreibt u.a. darüber folgendes:
    „Am 16. April platzte auf der internationalen Wirtschaftskonferenz in der Villa de Alberti im italienischen Genua eine politische Bombe, deren Druckwelle bis über den Atlantik reichte. Der deutsche Außenminister Walther Rathenau eröffnete der Versammlung in Anwesenheit seines sowjetischen Kollegen Tschitseherin, Deutschland und die Sojetunion hätten ein bilaterales Wirtschaftsabkommen geschlossen. Die russische Seite habe auf Reparationszahlungen verzichtet, im Gegenzug sei Deutschland bereit, wichtige industrielle Technologie zu liefern.(…)
    Und dann: „Die Antwort auf das Rapallo -Abkommen ließ nicht lange auf sich warten. Bereits 2 Tage nach seiner offiziellen Bekanntmachung, am 18.April 1922, überreichten die Siegermächte in Berlin eine alliierte Protestnote. Sie verurteilte, dass Deutschland „hinter dem Rücken“ der Reparationskomission mit Russland verhandelt habe. Das war noch übliche diplomatische Praxis. Die weniger übliche folgte am 24.Juni 1922. Gut zwei Monate nach dem Rapallo-Vertrag wurde Walther Rathenau vor seinem Haus im Berliner Grunewald ermordet. Als Täter wurden zwei Rechtsextremisten ausgemacht…. Der eine wurde bei der Festnahme im Schußwechsel mit der Polizei getötet, der andere beging unmittelbar nach der Festnahme „Selbstmord“…

    • Das Muster lässt sich Jahrhunderte zurückverfolgen bis heute: Die sterben immer alle. Auch der Typ, der den ersten Weltkrieg ausgelöst hat. Gestorben. Wer J.F. Kennedy ermordet hat: Gestorben. Attentäter sterben immer. Alle sterben immer. Sogar Osama bin Laden: Gestorben. Die Menschheit ist echt blind. Der rote Faden lässt sich erkennen

    • Und klar: In oberster Instanz wird diese Welt auf spiritueller Ebene von der Priesterschaft beherrscht. Im Vatikan laufen alle Fäden zusammen. Das muss wahrscheinlich auch so sein. Das Leben benötigt Pluspol und Minuspol. Eine Unterscheidung in „Gut“ und „Böse“ ist vermutlich nicht möglich. Wenn es eine Seite nicht gäbe – dann würde das „NICHTS“ bestimmt die Folge sein

    • Plus und Minus ist gleich stark. Daraus folgert, dass unsere Zivilisation untergehen wird. Dadurch findet aber keine Aufhebung statt. Eine neue Zivilisation kommt dann. Das Spiel geht dann wieder neu los. Das ist bestimmt schon oft hier auf der Erde passiert. Die Mythen von Atlantis und Lemuria kennt man. Man weiß auch, dass die Pyramiden von Gizeh nicht von unserer Zivilisation erbaut worden sein können.

    • Lieber Holger! Wahrscheinlich kann ich Sie nicht von Ihrem „Priestaschafts-Tunnelblick“ abbringen, aber in diesem Fall ist für mich ziemlich klar, dass Weltmacht-bzw. Wirtschaftsinteressen dahinter steckten. Und dieses Muster wiederholt sich tatsächlich immer wieder. Leider funktioniert das ja auch immer wieder, wenn auch die ganze Welt dabei letztendlich zugrunde geht. Trotzdem glaube ich immer noch an Wunder und die geschehen auch. Ich glaube, dass das Gute und Schöne immer wieder auferstehen wird, weil es keine stärkere Macht gibt als die Liebe.

    • @Veganislove

      Es geht um Macht. Es geht um nichts anderes als Macht. Wie lässt sich Macht denn erreichen? Durch Täuschung, Lug und Trug. Wer macht denn seit Ewigkeiten (Jahrtausenden) Täuschungen, Lug und Trug? Es ist die Priesterschaft! Es ist vollständig logisch, dass in höchster Instanz die Priesterschaft – heute Hauptsitz Vatikan – diese Welt beherrscht. Man kennt das „allsehende Auge“ – damit ist natürlich die Priesterschaft gemeint.

    • „weil es keine stärkere Macht gibt als die Liebe“

      Hass ist genauso stark wie die Liebe. Das sieht man schließlich überall und es lässt sich geschichtlich auch einwandfrei recherchieren

    • @veganislove:
      „der dann aber rechtzeitig durch die Ermordung Rathenaus wieder ungültig wurde.“
      Wie kommen sie darauf?

    • @Holger:
      „Wer als Werkzeug nur einen Hammer hat, sieht in jedem Problem einen Nagel.“

    • Ich sehe das nicht so absolut. Dass man Menschen mit einem Gottglauben am besten manipulieren kann, ist sicherlich von der Idee her uralt und wurde praktiziert, so weit der Rückspiegel unserer Kulturgeschichte reicht. Also etwa seit 7-10 000 Jahren. Aber es gab davor auch noch andere Gesellschaftssysteme, die sog. „Matriarchate“, die noch in Einklang mit der Natur gelebt haben, wo die Natur selber geheiligt wurde. Die Matriarchartsforschung wird aber bis heute massiv behindert und diskriminiert. Es gab in Indien eine matriarchale Hochkultur, die gar keine Waffen hatten. Weder gegen menschliche Feinde, noch für die Jagd. Sie ernährten sich rein pflanzlich und Krankheiten waren unbekannt. Es gab die „Waldtempel“. Das waren große Waldgebiete, die von Priesterinnen bewacht wurden sodass kein Mensch dort eindringen konnte und die wilden Tiere ein ruhiges Rückzugsgebiet hatten und die Pflanzenwelt dort ungestört wuchern konnte. Die Sprache dieser „Drawidas“ war so hoch entwickelt und differenziert, dass sie mit in die darauffolgende vedische Kultur übernommen wurde. Und von ihren Tänzen und Steintempeln gibt es heute noch welche in Indien. Sie wurden aber von patriarchalen, kämpferischen Reiternomaden unterworfen und dann übernahmen tatsächlich Priester die Herrschaft in dieser vedischen Kultur mit ihrer Frauenunterdrückung und mit ihrem Kastensystem.
      Ich glaube auch, und das wird ja auch gesagt, dass z.B. die Beschneidung ursprünglich als Domstizierungsmaßnahme von Priestern erdacht wurde, um das das Männervolk gefügig zu machen(Frauen hatten ja sowieso nichts zu sagen) und auf diesen Ein-Gott-Glauben zurechtzutrimmen. Jahwe soll das als „Zeichen des ewigen Bundes mit ihm“ ja verlangt haben.
      So der Glaube. Trotzdem ist Religiösität meiner Ansicht nach nicht zu verdammen, es kommt ja immer darauf an, wie und woran man glaubt. Man kann ja auch „Gott“ sagen, wie die Indianer z.B. „großer Geist“ gesagt haben. Jeder kann sich seine eigene Gottheit kreieren. Ich fände gut, wenn unsere Erde wieder geheiligt würde. Die gesamte Natur, der Himmel, die Meere, die Tiere, die Pflanzen, unsere eigenen Körper als Tempel für unsere Seelen.

    • @schwarz ist weiß: worauf? Dass der Vertrag ungültig wurde? Rathenau stand dafür mit seiner Unterschrift. Aber nun war er tot! Ganz einfach. Ich bin nicht darauf gekommen.

    • Veganislove:
      Das ist schlicht falsch.
      Wo soll denn das stehen. –> Quelle
      Dann würde ja jeder geschlossene Vertrag zwischen Ländern seine Gültigkeit verlieren, wenn die Unterzeichner gestorben sind.

    • @Schwarz ist weiß: Historischer Fakt ist, dass Rathenau den Rapallo -Vertrag abgeschlossen hatte, aber dieser nach bzw. durch seine Ermordung nicht mehr verwirklicht werden konnte. Dem Rapallo-Vertrag ist ein ganzes Kapitel gewidmet in Engdahls Buch „Mit der Ölwaffe zur Weltmacht“. Es lohnt sich, das Buch zu lesen.
      Engdahl: „Die Tat wurde als Ausgeburt des um sich greifenden Extremismus und Antisemitismus hingestellt. Es machten aber auch Gerüchte die Runde, „ausländische Interessen“ hätten den Schützen die Hand geführt. Einige sprachen sogar ganz offen von „britischen Interessen“. Wie dem auch sei, der Architekt des Rapallo-Abkommens, einer der bedeutendsten Politiker der Nachkriegszeit, war beseitigt und die Nation bis in die Grundfesten erschüttert….“usw.
      Einfach selber mal alles lesen! Entschuldigung für den Lesetip, war nicht böse gemeint! 🙂

    • @ Veganislove:
      Für den Buchtipp brauchen sie sich nicht entschuldigen. Das ist o.K.
      Werd ich mal lesen.
      Wie Sie aber vom aktuellen Walhlkampf in den USA auf den Rapallo-Vertrag kommen, erschließt sich mir nicht.
      Auch wenn Willy Wimmer auf Versailles kurz eingeht und Rapallo eine Reaktion Deutschlands darauf war, …..
      Es gibt weitere Ereignisse die darauf folgten.

      Das Wichtigste ist doch, dass sich dieser aktuelle Wahlkrieg auf unser Leben auswirken wird.
      Die Bericherstattung z.B. im deutschen TV ist sehr einseitig und folgt immer dem gleichen Schema.
      Eine nüchterne Analyse dieses Wahlkampfes ist nicht gewollt.

      P.S. Ich habe nun mehrere (auch gute) Seiten im WWW gesichtet und gelesen und keine Bestätigung oder Quelle Ihrer Behauptung gefunden.
      Falls Sie was haben, schicken sie es mir als persönliche Nachricht.

  6. Spielt es überhaupt eine Rolle, wer US Präsident wird? Jeder US Präsident ist ohnehin nur ein Darsteller. Bestimmt ist die Wahlbeteiligung in den USA auch sehr gering. Das wissen die USA Menschen bestimmt, dass wählen komplett sinnlos ist

  7. Ob Dr. Jill Stein und G. Johnson ernsthaft in den amerikanischen Wahlkampf eingreifen können, ist für mich mehr als fraglich.

    Die Frage ist, ob H. Clinton noch gestoppt werden kann.
    Es ist noch nicht „Aller Tage Abend“ – auch wenn Sie in den Umfragen weit vorne liegt.
    Da liegt noch einiges im Argen!

    Schaut euch mal auf YouTube
    „Exklusives RT-Interview mit Assange: Hat WikiLeaks Dokumente, die Hillary ins Gefängnis bringen? “ an,
    dass auch bei den Nachdenkseiten“ unter „Videohinweise der Woche“ zu finden ist.

  8. Heute Morgen wurde mir beim Einschalten meines N24 der Tag verdorben. Der Moskau Korrespondent kommentierte:

    Russland hat mit Putin (sinngemäß) „an Stärke zugenommen…“. Dem kann ich zu stimmen. Der Nebensatz enthüllt die derzeitige Hysterie:

    „… und ist zu einem schwierigen Gegner geworden…“ Hallo?! NOCH sind wir in Friedenszeiten. Es gibt keine Kriegserklärung und somit auch keinen erkennbaren „Gegner“. Aber vor allem, Gegner von wem?

  9. Das sollte man sehr genau lesen: „Man kommt langsam aber sicher dahinter, wer den Schrecken und die Katastrophen herbei gefingert hatte, auch wenn Versailles eine neue Form der übergreifenden Kriegführung gegen das taumelnde Deutschland war.
    Warum soll das bei Russland heute anders sein. Wenn man nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion in allen bekannten Einzelschritten sich das amerikanische Vorgehen gegen die Russische Föderation ansieht, war von einem Harvard-Professor über die beabsichtigte Übernahme der russischen Ressourcen bis hin zum Speer-Spitzenputsch in Kiew alles darauf gerichtet, sich Russland gefügig zu machen. Das Spiel ist nicht zu Ende.“
    ….und die Kräfte, die „Katastrophen herbei fingern“ sind, unter Einbindung der deutschen ‚Redaktions-Armee-Fraktion‘, ganz kräftig dabei zu ‚fingern‘

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