Wann fangen wir endlich an zu leben, anstatt nur zu überleben?

von Dirk C. Fleck

In diesem Augenblick liegt der Schrei Neugeborener in der Luft,
ist das Röcheln Sterbender um uns.
In diesem wie in jedem Augenblick werden Messer in Hälse gerammt,
rütteln Gefangene an Gittern,
gleiten Zungen in fremde Münder.

Es wird Beifall geklatscht in diesem Augenblick
und auf Vögel geschossen.
Bäume fallen und ein Stein wird Geist.
In den Konzertsälen erklingt die Kleine Nachtmusik.
In diesem Augenblick werden Unterschriften geleistet,
Knochen gebrochen,
Lostrommeln gerührt.

Es beten Menschen in diesem Augenblick.
Rund um den Globus schrillen Telefone,
bellen Hunde,
starten Jets.

Es schneit in den Bergen.
Ein Dichter findet endlich ein Wort.
In stillen Buchten genießen Hunderttausende die Einsamkeit.
Man tanzt auf den Tischen in diesem Augenblick,
operiert, schnarcht und verzeiht.

Huren hocken auf Bidets,
es werden Brieftaschen gezückt,
Liebesbriefe parfümiert
und Kartoffeln geschält.
Betrunkene fallen von Barhockern,
Richter rücken ihre Roben zurecht,
alle Welt sagt ICH.

Wieviel Stahlhelme werden in diesem Augenblick aufgesetzt?
In wieviel Männerhänden glimmt ein Streichholz?
Wieviele Frauen zünden sich daran ihre Zigaretten an?
Die Taschendiebe halten ihre Finger geschmeidig,
an unendlichen Schwüren richten sich jetzt die Träume auf.
Ringe werde geschmiedet und Pläne der Unterjochung.

In den Städten frieren Kamele,
Frauen bereiten sich auf den Blick in den Spiegel vor,
heiß weht das Heroin die Sensiblen an.
In den Wäldern geht der Sturm um.
Hier und dort erhellen Blitzlichter die Szene.

Nachrichten laufen ein in diesem Augenblick.
Grenzgänger lassen auf Geheiß die Hosen fallen,
Kinder ziehen Regenwürmer lang.

Was fühlen die Selbstmörder, die gerade von den Brücken fallen,
was die Linksaußen beim Absingen der Nationalhymnen?

Präsidenten lassen entscheiden und befummeln ihre Speckkörper.
Wir geben Probealarm und Almosen,
Verschüttete sind nicht mehr zu retten.

In diesem Augenblick werden Zahlen zu Begriffen,
spritzen abgeschnittene Fußnägel an Heizungskörper,
tatstet die Natur in den Fischen nach Gegengiften,
explodieren Tellerminen.

In diesem Augenblick erfahren die Todgeweihten
von ihrer unheilbaren Krankheit.
In diesem Augenblick ist das hysterische Lachen um uns,
die Fäulnis,
die Stille …

In diesem wie in jedem anderen Augenblick springt die Physiognomie  eines
jungen Gesichts aus der schützenden Unschuld,
gewinnt ein Spieler an Einsicht.

In diesem Augenblick haben wir eine Chance.
In diesem Augenblick galoppiert ein weißes Pony auf die Straße.
NDR 2.
In diesem Augenblick ist es sieben Uhr.
Guten Morgen, meine Damen und Herren, wir senden Nachrichten.

Wenn man sich alle Ereignisse, die auf der Erde stattfinden, als einen lebendigen „Ereigniskörper“ vorstellen würde, käme man zu der Erkenntnis, dass die Struktur dieses Körpers in jedem Augenblick aus dem Fundus sich endlos wiederholender Handlungen erwächst. Die Messer, die in diesem Augenblick in Hälse gerammt werden, sind immer in Aktion, wenn auch nicht ganz so häufig wie die Nationalhymnen, die in diesem Augenblick gesungen werden. Jedes Ereignis hat ein ganz bestimmtes Volumen, ein bemessenes Potential, mit dem es zu jeder Zeit zum allumfassenden Leben beiträgt. Dieses allumfassende Leben bleibt aber größtenteils unerkannt, was natürlich nichts an seiner Vollkommenheit ändert.  Aufgrund unseres verkümmerten Bewusstseins gewinnen wir lediglich einen extrem beschränkten Eindruck von der Wirklichkeit. Das fatale daran ist, dass wir diesen Eindruck für die Realität halten. Aber unsere sogenannte Realität hat den Tiefgang einer Badeente. Ebenso die Wissenschaft, auf die wir so vertrauen. Dabei stochert sie doch nur hilflos mit der Taschenlampe in einem unermesslichen Universum herum und verkauft uns das, was zufällig in ihren Lichtstrahl gerät, als Ultima Ratio.

Nun muss man nicht gleich zusammen zucken, wenn ich unserer Spezies ein verkümmertes Bewusstsein unterstelle. Der vor zwei Jahren verstorbene Physiker Ernst Senkowski meinte, dass die geistigen Niederungen, in die sich die Menschheit verstiegen hat, hausgemacht sind. In einem Interview sagte er folgendes: „Unsere Begrenzungen haben wir von klein auf an eingetrichtert bekommen. Dieses System hat eine maßlose Trägheit in sich, weil wir es immer wieder reproduzieren, wir erziehen unsere Kinder immer wieder in dieses System hinein. Die Ansätze, die wir machen, um unser System an den Grenzen zu erweitern, kranken an folgendem: ich kann aus einem begrenzten System nur sehr schwer in ein breiteres oder weiteres System wechseln. Man muss sich das wie ein Trichter vorstellen. Oben ist das erweiterte System und unten sitzen wir. Jetzt wird oben ein Bündel Heu hinein geworfen und bei uns landet allenfalls ein dünner Strohhalm. Damit werden wir noch eine Weile leben müssen.“

We are people with a straw, wir erkennen gerade noch die Cola, in die wir unseren Strohhalm stecken. Wirklich vertraut sind wir nur mit dem kapitalistischen Cola-Imperium, seinen Gesetzen und scheinheiligen Werten. An ihm orientieren wir uns, das ist unser Maßstab. Den Mut, seinen eigenen Intentionen nachzugehen und sein eigener Wahrheitssucher zu werden, bringen nur noch wenige Menschen in dieser verängstigten, überwachten und auf Sicherheit bedachten Leistungsgesellschaft auf, die mit Hilfe ihrer gleichgeschalteten Medien perfekt auszusortieren versteht, was nicht mit dem Strom schwimmt.

So tapsen wir also blind durch das fantastische Mysterium unseres Lebens. Erst wenn unsere Zeit abgelaufen ist und es ans Sterben geht, wohlmöglich erst in der Sekunde, wenn unser Atem reißt, wenn wir loslassen müssen und keine Möglichkeit mehr besteht, sich ins vertraute Leben zurück zu beißen, erst dann erkennen wir unsere Defizite, die unsere persönliche Geschichte geprägt haben. Erst dann sind wir empfänglich für die Wahrheit, die wir so grandios verpasst haben. Für die Wahrheit zum Beispiel, dass jede Substanz in ihrem gegenwärtigen Zustand alle ihre vergangenen und zukünftigen Aufgaben birgt, wie es die Quantenphysik behauptet. Sie drückt das ganze Universum aus, da nichts vom anderen so weit entfernt ist, dass es nicht Verbindung mit ihm hätte. Der Quantenphysiker Walter Thurner sprach von der Welt als Meer der unendlichen Möglichkeiten, in dem alles gespeichert ist, was jemals von irgendeiner Kreatur gedacht oder gefühlt wurde oder noch gedacht oder gefühlt werden wird. Das Meer der unendlichen Möglichkeiten ist das allumfassende Ganze, in dem die Materie nur ein unbedeutender Ausfluss ist.

Mit der Quantenphysik hat man nun ein Instrument in der Hand, mit dem sich eine Brücke bauen ließe zwischen dem religiösen Potential des Menschen und seinem Verstand, zwischen Religion und Wissenschaft. Natürlich ist die Quantenphysik bei klassischen Physikern noch immer umstritten, ihre Schwierigkeit besteht darin, dass sie keine konkreten Beweise auf den Tisch legen kann. Sobald nämlich der Verstand mitspielt, ist das Ergebnis immer infrage zu stellen. Die Quantenwelt ist für den menschlichen Verstand eine No-Go-Area. Im Umgang mit den Quanten dürfen wir uns eben nicht des Verstandes bedienen, sondern müssen lernen, die Botschaften auf andere Weise zu empfangen. Sobald uns das gelingt, geraten wir in Verbindung.

Jetzt fragen Sie mit recht, mit was? Schon mal was von der Akasha-Chronik gehört? Mit der Akasha-Chronik ist ein übersinnliches „Buch des Lebens“ gemeint, das in immaterieller Form ein allumfassendes Weltgedächtnis enthält. Der Begriff Akasha leitet sich aus dem Sanskrit her und steht für Himmel, Raum oder Äther. Die Vorstellung eines Weltgedächtnisses hat in Europa eine lange Tradition, sie geht bis auf den antiken Philosophen Plotin zurück, der 200 Jahre vor Christus gelebt hat. Helena Petrovna Blavatsky, die Begründerin der modernen Theosophie, bezeichnet die Chronik als Aufzeichnung von allem was war, ist oder je sein wird. Die Urtraditionen wussten das und wissen es noch heute, die Kunst weiß es und jetzt weiß es endlich auch ein Teil der Wissenschaft.

Hätten wir nicht auch endlich Lust, uns mit diesen Dingen zu beschäftigen, anstatt ständig Gefahr zu laufen, am Fliegenfänger einer pervertierten Konkurrenzgesellschaft hängen zu bleiben und deren lächerliche Wahrheiten als alternativlos zu verinnerlichen. Haben wir wirklich vergessen, was Neugierde bedeutet und was sie bewirken kann? Was es bedeutet zu leben, anstatt zu überleben?

Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Artikels.

KenFM bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Meinungsartikel und Gastbeiträge müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.

53 Kommentare zu: “Wann fangen wir endlich an zu leben, anstatt nur zu überleben?

  1. Nach unserer reinen Logik muss zunächst das Schönste, Zarteste und Beste vergehen. Und wir erleben das ja. Das Unangreifbarste ist immer noch das von degenerierten Menschen aufgebaute Mörder- System. Aber nach der selben Logik muss dies am Ende unweigerlich vollständig zusammenbrechen, weil es nicht mehr belebt werden kann.

    • Ein weiser Mann sagte vor drei Jahren, das System wäre bereits zusammengebrochen.

      Ich mag diese Sätze von Fritjof Capra:
      „Es wird daher entscheidend darauf ankommen, nicht einfach bestimmte Gruppen
      oder Institutionen zu attackieren, sondern aufzuzeigen, daß ihre Einstellungen und Verhaltensweisen
      ein Wertesystem widerspiegeln, welches unserer gesamten Kultur zugrundeliegt und inzwischen
      überholt ist.“

      Welche Werte? mag sich daraufhin vielleicht so mancher fragen 😉

      Welche Werte kennt denn der patriarchale Materialismus außer Quantitäten?

    • Hi Specht,
      „… dies am Ende unweigerlich vollständig zusammenbrechen …“
      Sicher?

      „RaumZeit – Provokation der Schöpfung – Johannes von Buttlar
      Veröffentlicht am 20.04.2017
      Raum, Zeit und Gravitation sind nach wie vor die größten Rätsel und zugleich die ge-
      waltigsten Herausforderungen des Wissenschaft auf der Suche nach dem Ursprung
      und Urgrund unseres Seins. Gab es eine Zeit vor der Zeit?
      „Wir müssen uns mit einem völlig neuen Universum auseinandersetzen“, stellt der
      amerikanische Kosmologe Saul Perlmutter fest. „Wir müssen völlig neue Theorien
      entwickeln.“ Mit seiner revolutionären Theorie der RaumZeit – eine wahre Provo-
      kation der Schöpfung – dringt Bestsellerautor J. v. Buttlar zum möglichen Urgrund
      des Alls und erklärt dabei spannend und verständlich Hintergründe und Zusammen-
      hänge von Raum, Zeit und Gravitation. Ausgehend von seinen neuen Denkansatz
      stellt er gängige Modellvorstellungen infrage und nimmt de Zuhörer mit auf eine
      fantastische Zeitreise der Wahrnehmung, die vor allem eines offen legt: RaumZeit
      und Gravitation bilden eine Einheit. Als dunkle Materie ist sie der „Stoff“, aus dem
      das Universum besteht.
      Johannes Freiherr von Buttlar, geboren 1940, studierte Philosophie, Astronomie,
      Physik und Mathematik und ist Fellow der oyal Astronomical Society. Er gehört zu
      den erfolgreichsten und meistgelesenen Sachbuchautoren der Gegenwart. Von
      seinen mittlerweile 30 Büchern wurden weltweit mehr als 28 Millionen Exemplare
      in 30 Sprache verkauft.“
      https://www.youtube.com/watch?v=cz_2-n5OL6Y

    • Das von Menschen aufgebaute rein materialistisch kapitalistisch aufgebaute Mörder-System. Ja, das muss vollständig zusammenbrechen, weil es am Ende nicht mehr belebt werden kann.
      Der Vortrag ist auf einer ganz anderen Schiene. Übrigens scheint Herr von Buttlar davon auszugehen, dass ERST Leben war und DANN Bewusstsein. Das ist aber die selbe Einstellung, die sich vor den Erkenntnissen unserer bekanntesten Physiker im 17. Jahrhundert festgesetzt hatte und die auch damals von der Kirche – heute noch von den Kreationisten und von unserer materialistsch orientierten Wissenschaft immer noch weiter gepflegt wird. Die neue – oder uralte- Sichtweise ist doch aber, dass der Ursprung allen Seins der Geist ist. Ich kann mit seinen Ausführungen nicht so recht etwas anfangen. Ich habe jetzt allerdings auch nur erst 10 Minuten zugehört.

    • Hierzu kann man auch das lesen, was ich am 11.Juni weiter unten unter KenFmFan als letztes von Dr. med. Werner Hartinger zitiert habe.

    • Hi Specht,
      „…Das von Menschen aufgebaute rein materialistisch kapitalistisch aufgebaute
      Mörder-System. Ja, das muss vollständig zusammenbrechen, weil es am Ende
      nicht mehr belebt werden kann…“
      Ähnlich dem Zusammenbruch des DDR-Systems?
      Sorry, habe mich zum Thema: Dr.med Werner Hartinger etwas vertan – ist etwas weiter unten.

  2. Hallo Herr Dirk C. Fleck, Sie schreiben u. a.:
    „… Erst wenn unsere Zeit abgelaufen ist und es ans Sterben geht,..“
    Oder sich an der Grenze befindet!

    Man schreibt dazu:
    „Nichtlokales Bewusstsein — Ein Konzept über die
    Kontinuität unseres Bewusstseins (Pim van Lommel)
    Veröffentlicht am 30.01.2014
    Der Kardiologe Pim van Lommel behauptet: Das Bewusstsein ist nach neuesten
    Erkenntnissen der Hirnforschung nicht im Körper lokalisierbar und es hört nach
    dem Tod nicht auf zu existieren.
    Van Lommels Erkenntnisse beruhen auf internationalen wissenschaftlichen Lang-
    zeituntersuchungen und Berichten tausender Patienten, die Nahtoderfahrungen
    erlebten.
    Gibt es also ein Bewusstsein außerhalb unseres physischen Körpers?
    Ein globales Bewusstsein? Und welchen Einfluss hat dieses auf uns, auf unser
    Ich-Bewusstsein und umgekehrt?“
    https://www.youtube.com/watch?v=_TxOvNewR4E

    • Lieber DSM! Ich denke, die Menschheit hat immer schon ein begrenztes Begreifen dessen gehabt, was wir mit „Bewusstsein“ bezeichnen. Und heute um so weniger, als diese Menschengesellschaft sich diese determinierte, deterministische Art von Wissenschaft als Maßstab für Wissen gesetzt hat. Es ist ein Maßstab, der in der Regel nur materiell verwendbare Fakten zulässt, zugespitzt auf unseren Kapitalismus: Fakten, die sich zur Geldvermehrung eignen. Mit dieser Art Denke hat sich die Menschheit einen schwer zu lösenden Riegel an der Türe ihres selbst gemachten Bewusstsein- Gefängnisses angebracht. Und dies bezieht sich leider nicht nur auf die sog. „Eliten“, die angeblich oder auch wahrhaftig das Geschick dieser Menschengesellschaft mehr oder weniger steuern, sondern erfahrungsgemäß auf die Mehrheit. Das dies so ist, beweist schon allein die Tatsache, dass diese Nahtoderfahrungen nur erst von den wenigsten ernst genommen oder überhaupt interessant gefunden werden. „Bewusstsein“ außerhalb eines lebenden Menschenexemplars ist für die meisten glaube ich immer noch völlig undenkbar und von daher schlicht Humbug.

    • Elisabeth Kübler-Ross, meines Wissens die erste Nahtod-Erlebnis-Forscherin unserer Zeit, sagt z.B. dass der Tod nur der Übergang in eine andere Existenzform mit einer anderen Schwingungsfrequenz sei.
      Ich habe auch ein Buch eines anderen amerikanischen Arztes gelesen, der Nahtoderlebnisse seiner Patienten gesammelt und aufgeschrieben hat(Name momentan vergessen). Dieser Tunnel mit dem Licht am Ende ist da ein immer wieder gleich auftauchendes Phänomen und allen gemeinsam ist auch, dass sie am Ende ihrer Schilderungen immer sagen, dass die ganze überwältigende Schönheit des Erlebnisses mit Worten nicht wiedergegeben werden kann. Gemeinsam ist auch immer die Perpektive „von oben“, so als ob sie oberhalb des Geschehens geschwebt hätten, von wo aus sie alles genau beobachten konnten. Wer einmal intensiv das Sterben eines nahen Verwandten miterlebt hat, kann u.U. einen Hauch des Unbeschreiblichen,den Blick in die Ewigkeit und Unvergänglichkeit miterlebt haben. Mir jedenfalls ist es so ergangen.

    • „Ich habe auch ein Buch eines anderen amerikanischen Arztes gelesen, der Nahtoderlebnisse seiner Patienten gesammelt und aufgeschrieben hat( Name momentan vergessen).2
      Er heißt vermutlich Raymond Moody: ttp://www.nahtod.ch/forschung/studien/

      Es gibt übrigens Menschen, die sterben täglich. Sie bedürfen nicht tödlicher Krankheiten oder lebensgefährlicher Unfälle, um ihre Körper zu verlassen. Sie tun es täglich, und zwar in der Meditation nach der Einweihung durch einen kompetenten spirituellen Meister. Dabei wird, unter Anleitung von jemandem, der diese Methode gemeistert hat und alle Stadien des Sterbens (des Ichs) bereits durchlaufen hat, das Bewußtsein aus dem Körper ins Dritte Augen zurückgezogen. Die pranischen Ströme sammeln sich im Dritten Auge, wodurch
      der Körper nach und nach taub wird. Genau das geschieht auch beim späteren wirklichen Sterben, nur dann,
      da man das Sterben nicht geübt hat, unter unsäglichen Qualen und Verwirrungen. Man findet ja den Ausgang nicht….
      Zuerst werden die Füße gefühllos, dann die Beine, dann die Arme, der Unterleib, der Torso. Schließlich kommt
      es uns so vor, als existiere der Körper überhaupt nicht mehr, wir hören, wie wir anfangen, tief zu atmen,
      was einem Zustand des Tiefschlafs entspricht, dann verlassen wir den Körper durchs Dritte Auge und steigen in höhere spirituelle Dimensionen auf.
      Was für die Wissenschaft dieser Welt also eine Sensation war, das ist für die eingeweihten Schüler vollkommener Meister eine ganz tägliche Angelegenheit.
      Der beschriebene Tunnel mit dem vielzitierten Licht am Ende wird in der Tradition der Hindus und Sikhs
      Bunk Naal genannt, the curved tunnel, der gekrümmte Tunnel.
      Ich habs zwar schon zwei mal gemacht (auf KenFM), führe die spirituelle Landkarte aber auch noch ein drittes Mal hier an.
      ttp://markkaz.com/ishwar/Other/Inner-Planes-Poster_byArran.pdf
      Der gekrümmte Tunnel erscheint auf dieser Graphik in der ersten spirituellen Ebene, Anda, „the Astral Plane“ genannt.
      Innerhalb dieser Ebene gibt es wiederum mehr als hundert (!!!!) verschiedener Ebenen, von denen jede eine andere Daseinsdimension, andere Erfahrungen und ein anderes spirituelles Tiefenverständnis mit sich bringen. Wir bereisen diese Regionen mit dem reinen Bewußtseinskörper unserer Seele, die in Anda vom Astral- und Kausalkörper umhüllt ist, in Trikuti nur noch vom Kausalkörper, und darüber von etwas, das der Verstand
      nicht mehr nachvollziehen kann.

    • Ja. Die Erfahrung am eigenen Leib ist sicher die wichtigste, deshalb fragte ich. Aber je mehr Erfahrungsherde wir nutzen, desto plastischer das Wissensbild. So meine Erfahrung. Der „reale“ Tod bleibt für mich dennoch ein Mysterium und ein Faszinosum, weil einige verstorbene Menschen, mit denen ich eng zusammen gelebt habe-und auch Tiere- in wunderbar transformierter Weise in mir und für mich weiter leben.

    • DSM: Das Schönste Fazit eines Glaubens an die Unsterblichkeit wäre also, dass wir diese ganze schreckliche technologische Entwicklung gar nicht brauchen, sondern ganz im Gegenteil diese Technologien inklusive Waffenforschung nur schrecklich sind, aber nicht unser „Tod“. Ich jedenfalls möchte niemals auf solche Weise „gerettet“ werden. Schrecklich ist am Leben nur der menschliche Irrsinn.

    • Hi Specht,
      „… Das Schönste Fazit eines Glaubens an die Unsterblichkeit wäre also,..“
      Meiner einer würde dazu schreiben: … das jede Sekunde unseres Lebens
      gespeichert wird und jeder einzelne Mensch, sein nächstes Leben somit
      selbst bestimmt. Unser Leben ist somit eine Möglichkeit, uns selbst
      zu einen ethischen, moralischen und liebevollen Menschen zu entwickeln.

  3. Seine Vorstellungen bestimmen das Handeln des Menschen.

    Wird ein Ur_TEIL_ ausgesprochen kann dies keine ganzheitliche Sicht sein:
    Alles aus einem Urteil ergebende Moralische hat immer einen Begleiter, das Unmoralische.

    Existiert auch nur eine einzige Grenze, wie bspw. ein Anfang, ein Ende oder auch nur ein Teilchen, die absolut bestimmbar ist, so ist die Welt durch _IDEALE_ determiniert, sie ist unveränderlich. Das Ideal ist die Voraussetzung für ein Ur_TEIL.

    Existiert auch nur ein einziges Ideal, ist _alles_ in dieser Welt vorherbestimmt von einem höheren Wesen.

    Die Behauptung es existierte etwas ‚an sich‘, folglich vollständig bestimmbares, so ist dies Kreationismus.

    Das Entstehen jedweder Moral beginnt mit der Teilung der Welt.

    Aussagen wie

    Der Ursprung allen Seins ist der Geist. Materie ist „geronnener oder verdichteter Geist“.

    sind absolute und daher moralisierende Behauptungen genauso wie die Behauptung alles sei Körper/Mathematik/Formen.

    Das Geist-Körper-Problem.

    Sprachlich lauert das Universalienproblem bzw. -streit. (Universalismus vs. Nominalismus)

    Beide sind logisch betrachtet Kreationismus.

    Daraus ergibt sich, daß auch die östliche Betrachtung _nicht_ zutreffen kann, den auch die Vorstellung einer Leere ist nicht bestimmbar.

    • Interessant:
      „Die Behauptung es existierte etwas ‚an sich‘, folglich vollständig bestimmbares, so ist dies Kreationismus.“
      „Das Entstehen jedweder Moral beginnt mit der Teilung der Welt.“

      Dazu im Daoismus:

      Das Dao, von dem man sprechen könne, sei nicht das ewige Dao. Dao, was die Wesen erhalten, um zu entstehen. Erst wenn das Dao verloren sei, erfänden die Menschen Sitten und Gebote, was sie noch weiter vom natürlichen Tun entferne.

      Der Weise verweile im Wirken ohne Handeln (Wu Wei). Nicht-Eingreifen in allen Lebensbereichen beruht auf der Einsicht, dass das Dao, welches aller Dinge Ursprung und Ziel ist, von selbst zum Ausgleich aller Kräfte und damit zur optimalen Lösung drängt. Tun ist für Lǎozǐ ein (absichtliches) Abweichen vom natürlichen Gleichgewicht durch menschliche Maßlosigkeit. Jede Abweichung hat darum eine (absichtslose) Gegenbewegung zur Folge, die das gestörte Gleichgewicht wiederherzustellen sucht.

      Quelle: Daodejing, Wikipedia:

    • F.M.A.: Nicht ganz so hoch geschraubt und wortverschwenderisch genügen auch auch 6 Worte:
      „Ich weiß, dass ich nichts weiß“.

  4. Lieber Herr Fleck,

    Ich habe Ihren langen Beitrag gelesen.

    Da mich gegensätzliches gleichermaßen angesprochen hatte, konzentriere ich mich bewusst auf den letzten Abschnitt, der mit „hätten wir nicht auch endlich Lust, uns mit diesen Dingen zu beschäftigen, anstatt ständig Gefahr zu laufen, am Fliegenfänger einer pervertierten Konkurrenzgesellschaft hängen zu bleiben und deren lächerliche Wahrheiten als alternativlos zu verinnerlichen.“

    Genau dieser Abschnitt ist die Frage: Welcher Adressatenkreis soll sich durch das“wir“ angesprochen und abgeholt fühlen?

    Wenn das „wir“ rein künstlerisch gemeint war: klingt Melancholie bei Ihnen durch.

    Und in diesem wie im ersten Fall kann ich empfehlen als Gedanken : den Radius des Einzugsgebiets Ihres Textes zu verändern, d.h. : andere Plattform = andere Adressaten, aber derselbe Text.

    Dann könnte es sein, dass sich die Menschen angesprochen und abgeholt fühlen, welche kurz vor einem Aufwachprozess stehen.

    Schöne Grüße

    InDubioQuiBono

  5. „Mit der Quantenphysik hat man nun ein Instrument in der Hand, mit dem sich eine Brücke bauen ließe zwischen dem religiösen Potential des Menschen und seinem Verstand, zwischen Religion und Wissenschaft.“

    In der Quantenmechanik werden Wahrscheinlichkeiten errechnet für ein Teilchen, das an Punkt A ist an anderen möglichen Punkten aufzutauchen.

    • Das ist aber stark vereinfacht, KenFmFan. Wurde durch die Quantenphysik nicht auch noch einmal
      ganz klar, daß es so etwas wie Materie überhaupt nicht gibt?
      Und daß wir (wenn wir Sheldrake und seine Entdeckungen außer acht lassen; sowie die Lehren spiritueller
      Meister) eigentlich überhaupt gar nicht wissen, wodurch die Dinge ihre Form behalten; also woher beispielsweise ein Stuhl die Information(en) hat, ein Stuhl zu sein und bleiben zu können?

    • KenFMFan: Wer sich über Quantenphysik ein Urteil erlauben will, muss sich zumindest selber intensiv damit auseinander gesetzt haben. Vielleicht teilen Sie uns hier auch einmal mit, wo alles Sie sich darüber informiert haben bis jetzt und was Sie explizit selbst alles darüber gedacht haben, außer diesem einen Satz, der schon rein grammatikalisch nicht richtig zu verstehen ist. Haben Sie das irgendwo abgeschrieben und das Komma hinter „Ist“ vergessen? Aber selbst dann ist es m.E. rein sprachlich nicht ganz korrekt.

    • Um sich über die Erkenntnisse aus der Quantenphysik/Grundlagenforschung ein genaueres Bild zu machen, empfehle ich die Bücher „Das Tao der Physik“ und „Wendezeit“ des Physikers F. Capra. Was heute z.B. im CERN gemacht wird, ist m.E. vor allem Militärforschung. Es haben schon etliche Physiker gegen diese Aktivitäten geklagt und es wird vermutet, dass die schweren Erdbeben in Italien/Umbrien von den Tests des CERN verursacht wurden. Auch hier werden Erkenntnisse, die nur stückhaft verstanden wurden, missbraucht. So wie alles wissenschaftliche Wissen nun heute den wahrscheinlich höchsten Pegel des Missbrauchs erreicht hat.

    • Zum Thema „Quantenphysik“ schreibt man u.a.:
      „…Beim Doppelspaltexperiment lässt man monochromatisches Licht (Strahlung einer
      genau definierten Wellenlänge) durch eine Blende mit zwei schmalen, parallelen
      Schlitzen treten. Auf einem Beobachtungsschirm hinter der Blende zeigt sich dann –
      durch die Interferenz des Lichtes welches die beiden Blendenöffnungen passiert – ein
      Interferenzmuster aus hellen und dunklen Streifen.
      Das Experiment kann nicht nur mit den „Wellen des Lichts, sondern auch mit seinen
      und anderer Art „Teilchen“ (Elektronen, Neutronen, Atomen, Fulleren-Molekülen usw.)
      durchgeführt werden. Es zeigt sich auch in diesen Fällen ein Interferenzmuster wie bei
      der Durchführung mit Licht. Das bedeutet, dass auch klassische Teilchen unter be-
      stimmten Bedingungen Welleneigenschaften zeigen – man spricht dann von „Materie-
      wellen“.
      Mit dem Doppelspaltexperiment kann man so den Welle-Teilchen-Dualismus de-
      monstrieren, der nur im Rahmen der Quantenmechanik erklärt werden kann. Dieses
      Gesetz gilt aber nicht nur aus Gründen des Welle-Teilchen-Dualismus als das
      wichtigste Experiment der Quantenmechanik. Es ist zugleich ein hervorragendes
      Beispiel dafür, wie die Quantenmechanik unsere Weltanschauung verändert.
      Folgerungen aus den Beobachtungen für die Quantenmechanik
      Betrachtet man die quantenmechanische Beschreibung des Experimentes, so fällt
      eine wichtige Tatsache auf: Der Beobachter muss in die Experimente miteinbezogen
      werden, da er durch die Detektion bzw. Messung des genauen Weges eines be-
      stimmten Teilchens den Ausgang des Experimentes entscheidend verändert (über-
      raschenderweise kann diese Veränderung aber auch komplett rückgängig gemacht
      werden, etwa durch einen Quantenradierer). In der klassischen Physik beeinflusst
      eine Messung nie das Ergebnis eines Versuches.
      In der Quantenphysik gibt es mehrere Ansätze, dieses Phänomen zu beschreiben.
      Alle diese Ansätze (Interpretationen oder Deutungen genannt) führen zum selben
      Ergebnis, sind aber konzeptuell unterschiedlich. Zwei Deutungen haben sich be-
      sonders profiliert:
      Kopenhagener Deutung: Der oben erwähnte Kollaps der Wellenfunktion ist diejenige
      Variante, die heute wohl am weitesten verbreitet ist. Beim Kollaps der Wellenfunktion
      sagt man, dass das Teilchen alle möglichen Wege gleichzeitig benutzt (linker oder
      rechter Spalt) und sich nicht „entscheidet“ (es befindet sich in einer sog. Superposition
      aller möglichen Wege). Mehrere dieser Wege können nun miteinander interferieren und
      bilden so das erwartete Interferenzmuster. Der Detektor misst dabei aber immer nur ein
      Teilchen und legt somit seine Position erst fest. Die Wahrscheinlichkeit, das Teilchen an
      einem bestimmten Ort zu detektieren, ist dabei durch das Interferenzmuster gegeben,
      das bei der Detektion vieler Teilchen sichtbar wird. Man könnte ein solches Teilchen
      also als ein „Geisterteilchen“ bezeichnen, auch wenn man keine Möglichkeit hat, dies
      nachzuweisen, da diese Messung ja den „Geistercharakter“ zerstören würde. Findet nun
      die Detektion schon vor dem Spalt statt, so stehen nicht mehr alle Wege für die Inter-
      ferenz zur Verfügung, und es ergibt sich eine andere Verteilung auf dem Schirm (das
      Interferenzmuster verschwindet). siehe auch Welle-Teilchen-Dualismus
      Viel-Welten-Theorie: Eine weitere Interpretation ist die sog. Viel-Welten-Theorie. Dort
      geht man davon aus, dass sich unsere Welt zu jedem Zeitpunkt in unendlich viele
      parallele Welten aufspaltet, in denen jeweils ein bestimmter Ausgang des Experimentes
      realisiert ist (z.B. jeweils eine Welt für die Wege 1 und 2). Dies löst das Problem des
      Geistercharakters der Teilchen, da nun in jeder Welt die Position deterministisch
      bestimmt ist…“
      https://www.youtube.com/watch?v=3ohjOltaO6Y

    • Danke, Deussempermajor!
      Dieser Satz hier – und mit ihm das, was er beschreibt – hat unermeßliche Tragweite wie ich finde:
      „Findet nun die Detektion schon vor dem Spalt statt, so stehen nicht mehr alle Wege für die Inter-
      ferenz zur Verfügung (…)“

      Klingt irgendwie so, als würden sich Mechanik und Materialismus erledigt haben?

    • „Der Beobachter brachte die Wellenfunktion nur durch seine Beobachtung zum Kollabieren.“
      Lautet der letzte Satz aus dem von Deussempermajor angeführten Link.

    • In der östlichen Philosophie ist es nie eine Frage gewesen, dass „alles in allem“ lebt und dass es „tote Materie“ , so wie sich das die Westler ab dem 17. Jahhundert gedacht haben(ein letztes festes Teilchen, das „Gottesteilchen“, aus dem alles zusammengesetzt sei), nicht gibt. Es war und ist ein Wahnsinn, zu glauben, dass es irgendwo etwas “ total festes“, etwas wie „reine Materie“ gäbe. In der Hindu-Religion wird das sogar durch den „ewig tanzenden“ Gott Shiva dargestellt. Wir sehen hier, dass die Indische nicht monotheistische Religion hier noch viel näher an der natürlichen Wirklichkeit ist, wie z.B. die westlichen Abrahamitischen Religionen.

    • Jede Messung mißt den jeweiligen Meßaufbau und nicht die Wirklichkeit.

      Es sind Impulse, die gemessen werden, keine Wellen. Der Wellencharakter ensteht visuell ‚kreativ‘ durch einen Taktgeber/Uhr.

      Die Existenz eines höheren Wesens _teilt_ die Welt in ein Diesseits und ein Jenseits, bedingt einen Schöpfer, Kreationismus pur.

      Logik hat nur dann einen Sinn, wenn die Welt unbestimmt ist. Nur die Unendlichkeit ist nicht bestimmbar, sie hat keinen Maßstab und daher auch keine Größe oder Form.

      Mathematisch ‚unendlich‘ ist _nicht_ tatsächlich unendlich, da ein zählbarer Teil eine absolute Grenze behauptet.

      Der Kreationist kommt ohne Logik aus, die Welt ist für ihn durch Naturgesetze und die sich ergebenden Regeln vollständig bestimmt. Alles ist für ihn, wie es sein _soll_.

      Denken beginnt erst dann, wenn das Zählen, der Ritualismus und Formalismus aufhört.

    • „Im Gegensatz zu der naturwissenschaftlichen Biologie und Medizin noch üblichen Denkweise auf der Grundlage von zwei Seins-Formen – nämlich Materie und Geist – definiert die Ontologie alles wirklich Existierende nach drei Seins-Formen: die Materie als das Grobstoffliche, die energetische Substanzialität als das Feinstoffliche und der Geist als das Unstoffliche.
      Mit diesen Feststellungen unserer berühmten Naturforscher( u. a.Max Planck, Einstein, Heisenberg,David Bohm) wird die Aussage über die Notwendigkeit einer Änderung der Denkstruktur verständlich. Ja, damit erhalten selbst die manchmal etwas unklaren philososophischen und religiösen Begriffe einen verstehbaren Inhalt: Die in den Religionswissenschaften gelehrte „Trichotomie“ des Menschen(Geist, Seele und Körper) ist also identisch mit den jüngsten und bedeutsamsten Erkenntnissen der Physik, der Ontologie.“

      Dr. med. Werner Hartinger im Frühjahr 1995

  6. „Ich selbst kann ein Lied davon singen. Und deshalb werde ich mich mit der Hommage an meine „Heroes“ aus der gesellschaftspolitischen Debatte verabschieden. Ich habe einfach nicht mehr die Kraft, mich gegen die Walze aus Dummheit und Ignoranz zu stellen, welche die Sensibelsten unter uns gnadenlos diffamiert und begräbt. Ich habe meine Aufklärungsarbeit geleistet, vierzig Jahre lang. Jetzt gilt es, den Strang zu den immer schwerer zu ertragenden Negativinformationen zu kappen. Das mag mir als ein Zeichen von Schwäche ausgelegt werden, ist aber reiner Selbstschutz.“

    Schrieb der Autor dieses Gedichtes schon vor fast einem Jahr.
    Und immer noch ist er dabei, unser tapferer Streiter.
    Und in bester Gesellschaft:

    „Ich werde Menschen umarmen, solange ich genug Kraft habe, mich all derer anzunehmen, die zu mir kommen. Es ist mein Wunsch, bis zum Ende dieser sterblichen Hülle Menschen zu trösten und ihre Tränen zu trocknen.“ — Amma

    Die Rettung dieser Welt wird sicher nicht vom Westen ausgehen, und ganz sicher nicht von Intellektuellen.
    https://www.youtube.com/watch?v=ScW_PhXB8hc

  7. Hier bei Fleck können Freigeister immer so schön schreiben, was ihnen gerade in den Sinn kommt, weil Fleck auch weiß, dass heute alles „zum Thema“ gehört. Mir hat der treffende Ausdruck “ wie entkernte Amöben“ für den degenerierten modernen Menschen aus dem letzten Artikel ein anerkennenden Lachen entlockt. Ich wollte aber eigentlich etwas ganz anderes sagen, was mir in letzter Zeit immer wieder durch den Kopf geht: Von allen beschnittenen verdrängten Gefühlen ist glaub ich die Trauer am meisten entwertet und verdrängt worden, dabei ist dieses Gefühl, wenn zugelassen und bewusst durchlebt, meiner Erfahrung nach heute das Heilsamste von allen. Und echte, tiefe Trauer fühlt sich sogar sehr gut an und schadet niemandem, ganz im Gegenteil. Aber was würde geschehen, wenn ich jemanden treffe, der mich wie üblich erst einmal fragt: „Na, wie geht’s denn? und ich würde sagen: Ich bin gerade in tiefer Trauer? Dem würde es wahrscheinlich erst einmal die Sprache verschlagen und er würde sich vielleicht wünschen, gar nicht erst gefragt zu haben. Wie peinlich, da ist jemand traurig! Aber er würde sehr wahrscheinlich das einzige sagen, was ihm dazu in den Sinn kommt: „Wieso, ist jemand bei Dir gestorben?“ Wenn ich dann sagen würde „Nein, ich trauere um unsere Welt“, dann würde ihm wahrscheinlich plötzlich einfallen, dass er noch dies und jenes zu besorgen hat und er würde sich mit einer hastig dahingeworfenen Entschuldigung und einem „na dann bis zum nächsten mal“ schnellst möglich verabschieden und vielleicht denken, dass er mir beim nächsten mal lieber aus dem Weg geht.

    • @Specht, ein kleiner Beitrag zum Thema Trauer:
      „An dem Tag, als die Menschen die Tiere als Ressource ansahen und nicht mehr als ihre Verwandtschaft, haben sie auch ihr Mitgefühl verloren. In vielen Sprachen der amerikanischen Ureinwohner wird dem möglichen Verlust des Mitgefühls noch heute auf ganz einfache Art begegnet. Die Yuroks zum Beispiel nennen alle Lebewesen Menschen. Es gibt die Frosch-Menschen, die Wolf-Menschen, die Büffel-Menschen, die Menschen-Menschen. All diese Menschen haben ihr Mitgefühl, um all diese Menschen können sie trauern, wenn ihnen etwas Böses zustößt. Man kann um die durstigen Hirsch-Menschen trauern, um die Molch-Menschen, die im Winter nicht genug Regen abbekommen haben, um zu überleben, um die Lachs-Menschen, die es an den Staumauern vorbei nicht mehr flussaufwärts schaffen. Es ist eben immer eine Frage des Ausdrucks, wie wir unsere Welt gestalten…“
      Aus meinem Roman FEUER AM FUSS

    • Herr Fleck,

      „An dem Tag, als die Menschen die Tiere als Ressource ansahen und nicht mehr als ihre Verwandtschaft, haben sie auch ihr Mitgefühl verloren.“
      Nun stellt sich nur die Frage…ab welchem Alter erhält der Mensch das erste Mal ein Stück Fleisch, ebenso, wie alt muss es geworden sein, eh es die Umstände der Fleischgewinnung kennt?
      Ihre Aussage ist mir zu pauschal, denn auch ohne Fleischkonsum werden Menschen Egoisten, sind neidisch, immer auf die eigenen Vorteile bedacht……! Um das fest zustellen, muss man nur Erstklässler beobachten…
      Das Versagen der Eltern wird gern unter den Tisch gekehrt, kaum einmal ernst genommen, es bleibt ein Tabuthema!

    • Specht,

      nun ist einmal gut, oder glauben Sie wirklich von hier aus wird es Veränderungen in den Köpfen geben?
      Die meisten fragen sich doch schon, was wäre?
      Ja was wäre mit den vielen auf den Zug Aufgesprungenen, würde Frieden, Gerechtigkeit Wirklichkeit werden?
      Viele würde sich umorientieren müssen, manche sogar eine neue Einnahmen-Quelle suchen müssen und die hier so friedlich versammelte Schar von Intellektuellen , ist sich nie dafür zu schade , andere als Dummerchen hinzustellen…Haben die bei Ihnen noch ein recht auf Leben?
      Man, man…Frieden schafft Ihr (womit die sooo Klugen gemeint sind)nicht…Gerechtigkeit auch nicht, wo drauf beruht die Selbsterhöhung?

    • Es geht doch für jeden Menschen darum, erst einmal Frieden in sich -und mit sich selbst – zu schaffen. Wenn ich z.B. mich der Trauer hingebe, dann bin ich vollständig in Frieden mit mir. Trauer ist jenseits von allen Streit schaffenden Gefühlen wie Wut, Eifersucht, Rachsucht, Machtgier usw. Aber gerade die Trauer lassen die meisten Menschen heute gar nicht mehr zu- bei sich nicht und auch nicht bei anderen- obwohl es heute kaum noch etwas gibt, was nicht zu betrauern wäre. Die Trauer gehört aber zum Mensch-Sein genauso dazu, wie die Freude. Wer nicht mehr trauern kann, kann dann auch keine Freude mehr empfinden. Und wer mit anderen nicht mit leiden will, kann sich auch nicht mit anderen zusammen mehr freuen. So wühlt sich die Menschheit immer tiefer in ihre selbst gemachte Hölle hinein.

    • Specht,

      das Wort Trauer ist im Hinterkopf verborgen.Kaum jemand, wenn er nicht durch Umstände(Verstorbene) gezwungen wird, würde sie freiwillig zu lassen. Trauern ist meistens auf das Sterben begrenzt, niemals um Vernachlässigungen, verlorene Chancen, auch würde damit verbunden sein über sich selbst nachzudenken.
      Um das umgehen zu können, benötigt man nicht viel, den auf andere gerichtete Finger und schon hat man sich entlastet.Das eine persönliche Entwicklung damit unmöglich gemacht wird, sei´s drum…anscheinend lebt es sich wohl leichter!
      Zur Not kann an ja anderen die Schuld in die Schuhe schieben…trauern kommt nicht in Frage..Ich habe einen 78Jährige in unserem Hospiz wieder gegeben.

    • Specht,

      “ Wer nicht mehr trauern kann, kann dann auch keine Freude mehr empfinden. “
      Was bedeutet Freude,ich nehme an jeder empfindet sie anders!
      Ich bevorzuge Zufriedenheit, weil Freude in ihr ebenso steckt, denn ein zufriedener Mensch lächelt öfter, kann sich gut in andere hineinversetzen, sich mit ihnen amüsieren, aber auch mit ihnen zusammen traurig sein.
      Neid, Missgunst, Verlogenheit, Verrat haben da keine Chance.Und wenn die Menschen erst einmal merken, dass man sich Freude, Zufriedenheit nicht kaufen kann, kein Kto-Ausszug es ihnen liefert, dann haben sie einen großen Sprung gemacht!

    • Danke an den Autor!! Ein unglaublich anrührendes und immer noch so lebendiges Gedicht! Und dann der inspirierende Text, sich für neue Möglichkeiten zu öffnen, und nicht mehr an den beängstigenden Strohhalm des Kleinbürgertums oder Möchtegernmachtmenschen zu klammern.
      Ja, wir stehen schon lange vor neuen Erkenntnissen. Sie werden nur bewusst unter den Tisch gekehrt oder sogar verteufelt, denn das schadet nur dem Geschäft. Die Quantenphysik ist doch schon lange bekannt, eigentlich. Oder die Erkenntnisse von Buckminster Fuller, oder Nikola Thesla, oder, oder oder… Und gerade Deutsche Forscher haben bahnbrechechend Neues entdeckt. Ich bin jedenfalls in dem Fall sehr stolz, Deutsche zu sein.
      Wir stehen vor einem Bewusstseinssprung – es wird Zeit! Allerhöchste Zeit! Ich vertraue auf unsere Fähigkeiten und das Wissen, dass bereits da ist und eigentlich ja auch verfügbar ist. je mehr Menschen zugreifen, sich interessieren und sich öffnen für den Quantensprung der Wahrnehmung, desto mehr werden angesteckt. 🙂 Warum nicht? Wir haben ja alles Wissen gespeichert, nenne es Akasha, oder Morphogenetische Felder oder sonstwie. Es wird Zeit, dass wir uns anstecken lassen. Ich mache gerne immer wieder aufmerksam auf eine Studie: https://www.youtube.com/watch?v=Moy6tz6Ubps&feature=share
      und Nassim Haramein und seine Forschungen faszinieren mich heute sehr. Er erklärt mit seiner Forschung noch klarer die Zusammenhänge und Potenzen vom allerkleinsten Teilchen bis zum Universum.
      Er hat Einsteins Forschung weitergeführt, mit den Elementen der fraktalen Geometrie verbunden und eine neue Sichtweise zur Schwerkraft entwickelt. https://www.youtube.com/watch?v=pOHAhX4MPto
      Dieser kleine Film über die Bewegung unseres Sonnensystems in einer Spirale hatte mein Interesse damals geweckt: https://www.facebook.com/Nassim.Haramein.official/videos/266716193519646/
      Wann hatte die Menschheit den letzten Wahrnehmungssprung? War das nicht, als man entdeckte, dass die Erde nicht flach, sondern rund ist?

    • Das Licht der Erkenntnis hat schon viele Menschen erreicht, manche stärker, manche schwächer und manche wissen schon gar nicht mehr was Normalität ist!
      Jedoch für viele, sehr viele Menschen ,ist es egal wie sich de Sonne bewegt, so lange sie noch schwimmen, laufen, leben können.
      Aber solche Kleinigkeiten übergeht man, weil kleinbürgerliche Angelegenheiten..Man steht ja vor dem „Großen“!
      Ein kleines Atombömchen und die Erkenntnis wird entstehen…man wusste nichts vom realen Leben, man tat nur so…weil kleinbürgerlich sterben…eine grässliche Vorstellung, dann doch lieber durch die Wissenschaft..

    • Wunderbar Uta, Ihre Links kommen gerade richtig.
      Leider wird von den Herrschenden sehr viel Wissen unterdrückt, das zu einer Änderung der
      gesellschaftlichen Verhältnisse führen könnte; auch im technischen Bereich.
      So weiß ich aus sicherer Quelle, daß die NASA schon lange über Plasmamotoren bzw. Plasmageneratoren
      verfügt, sowas wie Perpetua mobilia. Wenn das verbreitet würde, wären unsere Energieprobleme gelöst.
      Aber natürlich könnten wir auch nicht mehr so leicht unterdrückt und gehandhabt werden. Freie Energie.
      Die innere und äußere Freiheit wäre zwangsläufig viel näher und für viele einfacher zu erreichen.

      Das von Specht empfohlene Buch kann ich übrigens nur jedem/jeder Interessierten ans Herz legen:
      F.Capra: Wendezeit – Bausteine für ein neues Weltbild.

      Bei Ihnen, Annette, weiß ich leider oft nicht, ob das, was Sie schreiben, wirklich
      ernst gemeint, oder ob es Ironie ist. 😉

      *********************************************************
      Aus you tube kopiert: Die Keshe Foundation ist eine unabhängige, nicht gewinnorientierte und nicht religiöse Organisation, die von dem Nuklear-Ingenieur M.T. Keshe gegründet wurde. Sein Ziel ist die Entwicklung von neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen, neuer Technologie und neuer Lösungen für die globalen Hauptprobleme wie Hunger, Wasserknappheit, unzureichende Stromversorgung, Klimawandel und Krankheiten, indem die speziellen, entwickelten Plasma-Reaktoren als Hilfsmittel verwendet werden. Diese werden der Menschheit auch die wahre Freiheit geben, in die Tiefen des Weltraums zu reisen.
      Diese Technologie unterliegt einer ständigen Weiterentwicklung, und die jüngsten Ergebnisse von verschiedenen statisch und dynamisch arbeitenden Prototypen bestätigen die neuen Einsichten. So haben wir es zum Beispiel zum ersten Mal geschafft, atomaren Wasserstoff und Kohlenstoff als Gas zu erzeugen und CO2 bei Raumtemperatur und normalem Luftdruck als feste Materie zu gewinnen. Gegenwärtig braucht man zur konventionellen Produktion von Graphen Temperaturen von 700° bis 800°C und die Erzeugung von CO2als feste Materie findet erst bei einigen zig Minusgraden statt.
      Die Produktion von Kohlestoff in monoatomaren und mehrfach geschichteten Lagen mit Hilfe dieser neuen Methode wurde durch Raman-Spektroskopie bestätigt, die von führenden Instituten und Universitäten in Europa durchgeführt wurde. Durch die Entwicklung dieser Technologien wurden in den letzten Jahren auch einige internationale Patente, die über 300 mögliche Anwendungen abdecken, erteilt.

      (keshefoundation.org)

    • Zum 1. Link von Uta: ja! Das Wissen liegt buchstäblich in der Luft! Oder in diesem Fall eben auch im Wasser. Überall. Wir können also hoffnungsvoll Auf die Tatsache blicken, dass Erkenntnis, einmal gewonnen, sich sowieso verbreitet ganz unabhängig von installierten Medien und niemals mehr verloren geht. Der Ursprung allen Seins ist der Geist. Materie ist „geronnener oder verdichteter Geist“.

Hinterlasse eine Antwort