Der „War on Cash“

Interview von Jens Wernicke mit Norbert Häring in den NachDenkSeiten vom 12.05.2016.

KenFM empfiehlt diesen Artikel. Hier der Link zum Text: http://www.nachdenkseiten.de/?p=33337

Der Artikel erschien auch auf der Homepage von Jens Wernicke: https://jensewernicke.wordpress.com/2016/05/12/der-war-on-cash/

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4 Kommentare zu: “Der „War on Cash“

  1. Ich wiederhole mich da genauso wie das Waort ’neoliberal‘ ständig völlig falsch angewandt wird, sozusagen als Sammelbegriff für das, was LInksalternativen (oft sogar zu Recht) nicht gefällt:
    Die Teile-und Herrsche-Lobbyisten sind in keinster Weise liberal und auch nicht neoliberal.
    Kein Liberaler würde auch nur auf die Idee kommen, ein Regime wie das in Saudi-Arabien geopolitisch einzuplanen, außerdem ist deren Politik faktisch (natürlich mit ausgefeilter Rhetorik bemäntelt) GEGEN vieles gerichtet, was Marktwirtschaft ausmacht. Die wollen offen Monopole und staatliche Mittel gegen freien Marktzugeng (bis hin zu Einreiseverboten für unliebsame Konkurrenz in die von ihnen ‚eroberten‘ Territorien).

    Das Thema ist wichtig, weil es auch darum geht, wie der Begriff ‚liberal‘ in den Schmutz gezogen wird. Ich habe sogar den Eindruck, dass die Linken auf eine platte Begriffsverwirrungskampagne der ‚Teile-und-Herrsche‘-Lobby hereinfallen. Die wollen nämlich keine liberale Politik. Was liegt also näher, als den Gegnern den Begriff (neo)-liberal als Kampfbegriff zuzuspielen. Mir geht es schon ein wenig gegen der Strich, dass die wahre Ideologie dieser Leute, der NeoKONSERVATISMUS, meistens völlig ungeschoren davonkommt, während der Neoliberalismus, mit dem deren HAndeln nichts zu tun hat, die volle Diffamierung bekommt.

    Das ist wie mit dem Wort ‚Verschwörungstheorie‘, das von den Spindoktoren der US-Regierung verwendet wird, wenn Leute die oft hanebüchenen ‚News‘ und ‚Versionen‘ (also die Verschwörungstheorien) aus dem Pentagon völlig zu Recht faktenorientiert hinterfragen. Das ist das Gegenteil von Verschwörungstheorie, so wie das, was die US-Thinktanks der ‚Teile-und-Herrsche‘-Politik (‚Project for a New American Century‘ und ähnliche) machen und vertreten, das Gegenteil von Neoliberalismus ist.

    • PS: Und selbst mit neokonservativ schmeichelt man den (so immer hin passender als mit ’neoliberal‘ beschriebenen) Hardcore-‚Neocons‘ meines Erachtens noch.
      Konservativ sind die nämlich nur in wirtschaftspolitischer Hinsicht, indem sie z.B. keine kommunistische Regimes unterstützen. Liberal und vor allem neoliberal sind sie hingegen in keinster Weise, da sie den Markt bewusst und massiv staatlich beeinflussen lassen. Wenn starke Nationen Druck auf schwächere (und noch dazu bewusst geschwächte) Nationen ausüben, hat das mit Markt nichts zu tun, genausowenig wie die Tatsache, dass Monopole angestrebt werden und dafür auch nicht-kommunistische Diktaturen in Kauf genommen werden und sogar unterstützt werden).
      Aber schon bei der Religionsfreiheit hört jeder echte Konservatismus bei denen auf. Die unterstützen derzeit bewusst Islamisten, für die Religionsfreiheit ein Fremdwort ist und eben auch Islamdiktaturen.
      Ich frage mich, wann mal Reporter der US-amerikanischen Massenmedien die Republikaner oder deren Helfer bei den Demokraten (Hillary Clinton z.B. oder John Kerry) z.B. mal fragen, wie sie es finden, dass im verbündeten Saudi-Arabien keinerlei christliche Mission erlaubt ist und dass das so in nur wehr wenigen islamischen Ländern weltweit ist. Es ist frappierend, wie die Medien die anti-neoliberale Politik dieser Lobbyisten decken.

  2. „… Und, mit Verlaub, diese Art von „Bedenken“, das man selbst mit vernünftigen, humanistischen Kräften nicht gemeinsam agieren dürfe, so diese aus anderen Lagern kommen – das spielt doch einzig und allein der Teile-und-herrsche-Strategie der neoliberalen Apologeten in die Hände…“

    Stimmt. Und genau deshalb war ich gestern trotz anfänglicher Skepsis in Frankfurt an der Hauptwache und musste feststellen: Meine Skepsis war völlig unbegründet. Das Thema Bargeldabschaffung ist von solcher Tragweite, dass bei den nächsten Demos Hunderttausende in Frankfurt sein sollten …

    Samstag, 25. Juni, ab 11 Uhr, an der Hauptwache in Frankfurt

    Samstag, 27. August 2016, ab 11 Uhr an der Hauptwache in Frankfurt

    … und die Petition unterzeichnen auf pro-bargeld.com.

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