Warum gehen die Lämmer schweigend zur Schlachtbank? | Von Christian Kreiß

Ein Standpunkt von Christian Kreiß.

Die Quote der Intensivbettenbelegung in Deutschland ist seit Anfang August sehr konstant bei etwa 75 Prozent. Die Quote der freien Betten liegt fast durchgehend bei 25 Prozent. Bezieht man die Notfallreserve an freien Intensivbetten ein, liegt der Anteil an freien, zur Verfügung stehenden Intensivbetten seit Monaten zwischen 45 und 50 Prozent, also beinahe jedes zweite Bett ist frei.1 Die freien Kapazitäten sind sehr groß, es gibt seit Monaten keinerlei Anzeichen für einen generellen Engpass in deutschen Kliniken oder für die Gefahr einer unzureichenden Behandlungsmöglichkeit.

Trotzdem wurde Ende Oktober in Deutschland der zweite Lockdown ausgerufen. Bereits der erste Lockdown hat uns eine Jahrhundertrezession beschert. Jetzt durchleiden wir erneut massive Unterbeschäftigung, Millionen von arbeitslosen Künstlern und Kulturschaffenden, Gastronomie- und Hotelzwangsschließungen, Reiseverbote und Maskenzwang selbst für Grundschüler am Platz, obwohl kleine Kinder sich weder nennenswert infizieren noch zum Infektionsgeschehen irgendetwas beitragen.2 Maskenzwang für Grundschüler bringt keinerlei Nutzen, aber massiven Schaden für unsere jüngsten Schulkinder.

Warum gibt es angesichts dieser Paradoxie so wenige Proteste? Warum gibt es so wenig Diskussion um den Sinn der Maßnahmen? Warum wird so wenig gesunder Menschenverstand angewandt? Warum schlucken die allermeisten Menschen in unserem Lande brav alles? Warum schweigen fast alle Lämmer brav? Wie kann das sein? Das hat vor allem zwei Gründe.

Zum einen wird durch die allermeisten Mainstreammedien und Politiker eine systematisch einseitige, manipulative Darstellung der Sachlage gegeben, Angst erzeugt und die politischen Maßnahmen als alternativlos dargestellt.3 Die einseitigen, manipulativen Darstellungen reichen bis tief in die Wissenschaft hinein.4 Den allermeisten Bürger*innen werden zentrale Daten vorenthalten und daher glauben die meisten Menschen die offizielle Version. Wer dagegen argumentiert, wird diskreditiert oder gar verunglimpft. Gegenteilige Meinungen werden auf YouTube gelöscht. Darauf soll im Folgenden aber nicht weiter eingegangen werden.

Zum anderen wird ökonomische Appeasement-Politik, Beruhigungspolitik in historisch nie dagewesenem Ausmaß betrieben. Die deutsche Regierung gibt 2020 und 2021 zusammen knapp 1.500 Milliarden Euro Beruhigungsgeld aus, das entspricht etwa 30 Prozent vom Bruttosozialprodukt. Ein solcher Staatschuldenanstieg in Friedenzeiten, ein solches Ausschütten von staatlichen Geldmassen ist historisch einzigartig.5 Sehr viele Betroffene werden geradezu zugeschüttet mit Geld.

Noch nie gab es ein solch gigantisches Konjukturankurbelungsprogramm in der gesamten deutschen Geschichte. Dass die deutsche Wirtschaft trotz dieses enormen deficit spending in den ersten neun Monaten 2020 um knapp 6 Prozent gegenüber dem Vorjahr geschrumpft ist6 zeigt, dass die wahre ökonomische Lage geradezu desolat ist. Denn ein Konjunkturankurbelungsprogramm im Umfang von etwa 20 Prozent vom Sozialprodukt, wie es 2020 stattfindet, würde normalerweise zu einem Wirtschaftswachstum in etwa derselben Höhe führen. Wenn stattdessen eine Wirtschaftsschrumpfung von 6 Prozent stattfindet, zeigt es, dass die tatsächliche Wirtschaftslage in Wirklichkeit katastrophal ist.

Das Überschütten mit Geld zeigt die erhoffte Wirkung: Sehr viele Wirtschaftsvertreter protestieren nicht. Das Handelsblatt verweist in diesem Zusammenhang auf „einen wichtigen Verbündeten in der Runde, einen mit tiefen Taschen: Olaf Scholz. Der Bundesfinanzminister köderte die Ministerpräsidenten mit einer milliardenschweren Zusage. Er versprach „massive Hilfe“ für die vom Lockdown light betroffenen Branchen.“7 Das zeigt Wirkung auf das Protestverhalten. Das Handelsblatt schildert eine bekannte Gaststätte in Hamburg, bei der am Vorabend des zweiten Lockdown „die Prosecco-Korken ploppen: Prost Lockdown. Untergangsstimmung sieht anders aus. Aber zu der besteht für Restaurantbetreiber auch kein Anlass. 75 Prozent des vorherigen Umsatzes gibt es für die Zwangsschließung vom Staat. Wenn man bedenkt, dass zugleich der komplette Wareneinsatz entfällt, ist das eine mehr als großzügige Entschädigung für einen Monat Urlaub.“ So sichert man sich die Zustimmung vieler Betroffener und gleichzeitig auch politische und mediale Befürwortung bzw. so verhindert man Proteste: Man stopft den Betroffenen den Mund voll Geld.

Nicht nur die Ist-Situation ist belastend, sondern beinahe noch mehr die künftige. In einem sehr ausführlichen Artikel mit dem Titel „Die Schulden-Pandemie: Wie Corona die Staatsfinanzen ruiniert“ weist das Handelsblatt auf die Unhaltbarkeit dieser aggressiven Schuldenpolitik bei gleichzeitiger Geldschwemme durch die Notenbanken hin. Es werde zu Steuererhöhungen und vermutlich zu Inflation kommen.8

Diese Sorge bestätigt ein Blick auf die Politik der führenden westlichen Zentralbanken, die in historisch nie dagewesenem Umfang die Notenpresse angeworfen haben. Die EZB hat die Zentralbankgeldmenge seit 2006 gut versechsfacht9, die US-Notenbank FED seit 2007 beinahe verneunfacht.10 Das heißt, heute existieren grob sechs- bis neunmal so viele Geldansprüche in Form von Giroguthaben oder Banknoten an das Sozialprodukt wie vor 13 Jahren. Wenn diese Geldansprüche jemals auch nur annäherungsweise geltend gemacht werden, können die Preise nur ansteigen, das heißt inflationäre Prozesse einsetzen. Die aktuellen Börsenkurse, Immobilien- und Goldpreise deuten bereits in diese Richtung.

Kurz: Die aktuelle Beruhigungspolitik der deutschen Regierung, indem Betroffene mit Geld überschüttet werden, damit sie nicht oder nicht zu sehr gegen die Lockdowns protestieren, ist ein Scheck auf die Zukunft, verschiebt die Rechnung auf später.

Dennoch gibt es einige kritische Stimmen aus der Wirtschaft. Mario Ohoven, seit 1988 Präsident des bedeutsamen Bundesverbandes mittelständischer Wirtschaft (BVMV) kündigte am 22.10. rechtliche Schritte gegen den zweiten Lockdown an. Es handele sich um staatlich verordnete Berufsverbote, die „weite Teile der Wirtschaft und viele Unternehmen nicht überleben würden.“11 In einem Interview mit der Tageszeitung „Die Welt“ sagte er am 29.10. „80 Prozent der Wirtschaft“ seien Psychologie. Die Politik schüre Angst. Zig Prozent des Mittelstandes würden den zweiten Lockdown nicht überstehen, das sei wie ein zweiter Herzinfarkt, den man ebenfalls häufig nicht überlebt. Durch Verschieben der Insolvenzen würden Zombies finanziert.12 Bei Verkündigung der zweiten Lockdown-Welle am 29.10. stellte Ohoven die Verhältnismäßigkeit und Verfassungsmäßigkeit der Maßnahmen in Frage und kündigte an, im Interesse des Mittelstandes gegebenenfalls das Bundesverfassungsgericht anzurufen.13 Zwei Tage später, am 31.10. starb Mario Ohoven bei einem Autounfall.

Mario Ohoven ist mit seinen pessimistischen Prognosen nicht allein. Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) warnte bei Beginn des zweiten Lockdowns, „Zehntausenden Unternehmen drohe ohne umfassende finanzielle Hilfen die Pleite. […] Durch den zweiten Lockdown wird ein Drittel der 245.000 Betriebe den Winter nicht überstehen. Ohne umfassende Entschädigungshilfe droht ihnen die Pleite“ sagte Dehoga-Hauptgeschäftsführerin Ingrid Hartges.14 Laut der Wirtschaftsauskunft Crif Bürgel seien Stand Ende Oktober 14,5 Prozent der untersuchten Restaurants, Gaststätten, Imbisse und Cafés in Deutschland insolvenzgefährdet. Der Präsident des Handelsverbandes Textil, Steffen Jost meinte: „Es wird ein Ladensterben in den Hauptlagen geben. Das Gesicht vieler Innenstädte wird sich massiv verändern. Manche wird es nicht mehr geben.“15 Und der Handelsverband Deutschland fürchtet, „am Ende könne die Krise 50.000 mittelständische Unternehmen die Existenz kosten.“16

Über diese Entwicklungen sind nicht alle unglücklich. Ein Münchner Gastronom erzählte mir vor wenigen Tagen, im März hätte er noch aussteigen, sein Lokal schließen und mit etwa 200.000 bis 300.000 Euro Eigenkapital herauskommen können. Sein mitbeteiligter Sohn wollte aber weitermachen. Eine Fehlentscheidung. Heute ist das Eigenkapital weg. Gerade bekam das Unternehmen einen KfW-Kredit von 400.000 Euro für zwei Jahre. Der Gastronom sagt, jetzt kann er seine Leute und die Pacht noch für zwei Jahre zahlen, dann sind auch die 400.000 Euro weg und er hört auf. Bei einer kürzlichen Besprechung der Dehoga mit führenden Münchner Gastronomen waren über diese Entwicklungen, so der Münchner Gastronom, wie gesagt nicht alle unglücklich: Brauereieigentümer, Großinvestoren und Großgastronomen schauen sich an, welches Lokal an welchem Standort jetzt günstig zu haben ist und greifen dann zu. Ein sehr bekannter Münchner Spitzengastronom sagte demnach: Das Ganze kostet mich jetzt ein paar Millionen Umsatz, aber danach habe ich ein paar sehr hübsche Standorte mehr und stehe viel besser da als zuvor.

Genau das ist ein zentrales Grundprinzip, das hinter den Lockdowns in den Industrieländern steht. Die Großen fressen die Kleinen und wollen sie fressen. Deshalb gab und gibt es auch keinen nennenswerten Widerstand von den einflussreichen Großunternehmen und Großfinanziers gegen die Lockdown-Politik. Im Gegenteil. Wie gesagt: Jetzt kostet es ein paar Millionen, vielleicht auch ein paar Milliarden Umsatz, aber danach steht man viel stärker da als zuvor. Die Lockdowns arbeiten den großen Kapitalisten und denjenigen, die jetzt auf viel Liquidität sitzen, in die Hände. Dazu kommt: Die Großunternehmen wissen ganz genau, dass sie im Zweifelsfall von der Regierung gerettet werden, Stichwort too big to fail, zu groß, um pleitezugehen, Beispiel Lufthansa. Die Fluggesellschaft wurde mit etwa 10 Milliarden Euro Staatsgeldern gerettet. Allein im dritten Quartal 2020 verbrannte sie davon zwei Milliarden Euro.17 Man kann davon ausgehen, dass Lufthansa auch nachdem sie ihre Finanzreserven verbrannt hat, nicht pleitegehen wird.

Wie bereits in der Vergangenheit, insbesondere in der schlimmen Weltwirtschafts- und Finanzkrise 190718, wird es auch diesmal gewaltige Gewinner des kommenden Bereinigungsprozesses geben. Die Großen werden in möglicherweise nie dagewesenem Umfang die Kleinen fressen. Je mehr Angst in den Medien, die von sehr wenigen Milliardärs- und Multimillionärsfamilien beherrscht werden, erzeugt wird, desto länger und strikter werden die Lockdowns. Jeder Tag zusätzlicher Lockdown führt mittelfristig zu zusätzlichen Milliardengewinnen der großen Player, insbesondere der Multimilliardäre. Je schlimmer die Lockdowns, desto stärker wird die Marktbereinigung, desto größer wird der Machtzuwachs bei einer vergleichsweise kleinen Gruppe von Oligarchen, denen die großen Konzerne gehören. Ich mache mir große Sorgen um unsere freiheitliche Demokratie.

Zum Autor:

Prof. Dr. Christian Kreiß, Jahrgang 1962: Studium und Promotion in Volkswirtschaftslehre und Wirtschaftsgeschichte an der LMU München. Neun Jahre Berufstätigkeit als Bankier, davon sieben Jahre als Investment Banker. Seit 2002 Professor an der Hochschule Aalen für Finanzierung und Volkswirtschaftslehre. Autor von sieben Büchern: Gekaufte Wissenschaft (2020); Das Mephisto-Prinzip in unserer Wirtschaft (2019); BWL Blenden Wuchern Lamentieren (2019, zusammen mit Heinz Siebenbrock); Werbung nein danke (2016); Gekaufte Forschung (2015); Geplanter Verschleiß (2014); Profitwahn (2013). Drei Einladungen in den Deutschen Bundestag als unabhängiger Experte (Grüne, Linke, SPD), Gewerkschaftsmitglied bei ver.di. Zahlreiche Fernseh-, Rundfunk- und Zeitschriften-Interviews, öffentliche Vorträge und Veröffentlichungen. Homepage www.menschengerechtewirtschaft.de

Quellen:

2 Soldner, Georg, Sommer, Markus, Ökologie und Pandemie. Was lernen wir an COVID-19?, 7.11.2020

7 Handelsblatt 6.11.2020, Die Schulden-Pandemie: Wie Corona die Staatsfinanzen ruiniert

8 Handelsblatt 6.11.2020, Die Schulden-Pandemie: Wie Corona die Staatsfinanzen ruiniert

14 Welt.de 29.10.2020

15 Welt.de 5.11.2020

16 Welt.de 7.11.2020

17 Welt.de 5.11.2020

18 https://kenfm.de/standpunkte-%E2%80%A2-der-boersencrash-von-2020-und-die-bewusst-herbeigefuehrte-finanzpanik-von-1907/

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Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

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Bildquelle: patjo / shutterstock

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31 Kommentare zu: “Warum gehen die Lämmer schweigend zur Schlachtbank? | Von Christian Kreiß

  1. Wer nach all dem Regierungsgebahren immer noch meint, das die Impfstoffe die Normalität zurückbringen werden, den wird die ungezügelte staatliche Totalität in 2021 doppelt so hart treffen! Niemand wird sich länger hinter einer Maske verstecken oder Zuhause abtauchen können. Die Impfung wird diesmal mit allen Mitteln staatlich durchgesetzt werden!

    Nur die eigentliche Risikogruppe bleibt verschont, denn die Impfstoffe sind für die Masse konzipiert, nicht jedoch für Leute gehobenen Alters, zudem mit schweren Erkrankungen. Kein Pharmakonzern würde Impfstoffe nur für solch eine Minderheit entwickeln. Und schon gar nicht für Risikopatienten mit bedenklicher Vorerkrankung!

    Wozu also ein Impfstoff für die Mehrheit, die keine schwere Erkrankung befürchten muss?

    Dazu: eine Impfung kann nur verhindern, das eine Infektion zu einer schweren Erkrankung ausartet. Ok! Ein Empfänger und Verbreiter des Virus bleibt man dennoch. Trotz Impfung!

    Was ist also mit einer Impfung gewonnen? Und was passiert mit den eigentlich Gefährdeten? Und wieso kehrt mit einer Impfung dann Normalität ein?

    Hofft nicht, glaubt nicht, denkt nach!!

  2. Jedes Kind kann sofort ein erstrebenswertes, lebens- und liebenswertes Weltbild zeichnen, deshalb weil das in jedem Menschen mit seiner Geburt angelegt ist. Ideen gibt's also reichlich. Würden die Leitmedien von heute auf morgen über solche Modelle berichten und die Umsetzung ernsthaft ankündigen und die Politik sich plötzlich dem Volk zuwenden und alle mit einbeziehen, wäre die neue aufgeklärte Gesellschaft vermutlich innerhalb von 3-4 Generationen Wirklichkeit. Reine Utopie.

    Denn solange diejenigen, die aktuell in Politik und Medien an den zentralen Schaltstellen sitzen, nicht entmachtet werden, d.h. im Klartext aus dem Weg geräumt werden, wird sich gar nichts ändern. Und weil die aktuellen Machthaber nicht freiwillig gehen werden, wird es also entweder schmutzig und blutig werden oder ihr könnt eurem eigenen Untergang zusehen – so einfach ist das. Denn alle hier scheinen verstanden zu haben, dass die Fehlgeleiteten nicht von den Sehenden aufzuklären sind und dass Straßenmärsche, Kundgebungen usw. ins Leere laufen MÜSSEN, denn: Wir SIND KEIN Rechtsstaat mehr! Wir sind längst auf dem Weg in den ARSCH!

    Empfehlung: Schaut euch mal das sehr authentische "Babylon Berlin" an, alle 3 Staffeln. Guckt euch an, wie die Menschen damals drauf waren – weit von Lethargie entfernt. Und die Parallelen zu jetzt – erstaunlich. Warum erstaunlich? Weil sich an den Grundprinzipien, Menschen zu manipulieren, Macht zu erlangen usw. GAR nichts geändert hat. Und das wird hier sehr deutlich abgebildet.

    Gott zum Gruße, C

    • Sehe ich genauso. Mit friedlichen Mitteln ist dieser volksfeindlichen Kanaille aus der Politik und ihren Imagepolierern aus der Leitpresse von ARD bis ZEIT nicht mehr beizukommen.
      1917 haben die Bolschewiken dies auch erkannt, dass Demos immer wieder ins Leere laufen, bis man sich entschieden hat, die Volksfeinde mit brachialen Mitteln der Gewalt auszuschalten.
      Ich kann mir gut vorstellen, dass dies irgendwann im 21. Jhd. auch in Deutschland passieren wird.

  3. Mein Vater (ohne höhere Bildung) hatte zwei grundlegende Maximen, die auf die Frage der Lämmer ebenfalls eine Antwort geben können:
    Der Mensch ist ein Gewohnheitstier ( vom Kindergarten an auf Autoritätshörigkeit erzogen, gewöhnt sich durch Wiederholungen auch an das New Normal)
    und – Geld regiert die Welt ( allerdings nicht direkt das Geld, sondern die Menschen, die eine Drucklizenz dafür haben )
    Es fehlt den Menschen außerdem eine plausible Vision dafür, wie denn eine andere Gesellschaft aussehen könnte. 1989 hatten die Ostdeutschen die vollen Geschäfte und die materiell besser gestellten Westdeutschen greifbar vor Augen.
    So gesehen, war ihre Wahrnehmung vergleichbar so verengt, wie heute die Wahrnehmung der Corona-Plandemie.
    Es fehlt eine überzeugende Zukunftsperspektive, wie denn eine wirklich freie, demokratische Gesellschaft denn aussehen könnte.
    Ebenso fehlt eine überzeugende Vision, wie die Plandemie ohne Impfung beendet werden könnte.
    Es muss eine einfache Erzählung her.
    Vergleichbar wie: Vom Tellerwäscher zum Millionär !
    Von der Masken-Mumie zum freien Super-Sperma-Spreader! ( Was soll schon dabei Schlimmes passieren ?)
    Massen-Partys statt Lockdown-Langeweile !
    4-Stunden-Arbeitstag für alle im 21. Jahrhundert !
    Selbst Geld drucken! – neue Regionalwährungen in neuen regionalen Gemeinschaften !
    Uns fehlen das richtige Marketing und die richtige PR für neue bessere Ideen.
    Vom Anteil der Beiträge her müssen wir ebenfalls neue und positive Entwicklungen ins Zentrum stellen. Wie zum Beispiel die bereits bestehenden solidarischen Landwirtschaftsprojekte in Deutschland als real mögliche Zukunft einer ökologischen Landwirtschaft.

    • Wie Du auch schon andeutest, fehlt es nicht an Ideen und Modellen. Es fehlt aber an der Möglichkeit, die den Menschen zwecks eigenen Nachdenkens und eigner Gestaltung nahezubringen, sozusagen das "Marketing". Zurück zu Corona – obwohl es "sackweise" Informationen gibt, ist vernünftiges Denke nicht zu erreichen. War gerade draußen… fast die Hälfte der Leute rennt mit Maske herum. Wenn es angeordnet wird, setzen die diese auch allein im Auto auf, wie man auch schon gesehen hat. Welche Chancen hat da ein neues Weltmodell? Die Menschen werden viel lieber das vorgesehene Weltmodell akzeptieren, das von der Massentierhaltung abgeleitet ist, als sich mit einem eigenen, einem gemeinschaftlich geschaffenen, zu beschäftigen. Siehe Autoritätshörigkeit, von der Du schreibst.

  4. Gestern bei der Mahnwache für die Opfer der Corona Maßnahmen, gab es Bedenken, dass die Bundestagswahl wegen der Plandemie nicht stattfinden wird und die Frage, ob es danach überhaupt noch Wahlen geben wird? Die Demokratie hätte sich dann wie befürchtet erledigt, leider kann ich mir zur Zeit auch dieses Szenario vorstellen.

    • Was spielt das für eine Rolle?
      Die "westlichen Wertedemokratien" sind de facto Wahloligarchien bzw. Elitendemokratien – Fassadendemokratien.

      "Die Prinzipien und Ideen der radikalen Aufklärung reichen in ihrem Kern weit in die Ideengeschichte zurück. In der Zeit der Aufklärung wurden sie indes besonders prägnant formuliert. Seitdem wurden sie kontinuierlich verfeinert und in viele Richtungen weiterentwickelt. Sie stellen die wohl größten gesellschaftlichen Errungenschaften dar, die wir in dem mehr als 2000jährigen Kampf für eine menschenwürdigere Gesellschaft gewonnen haben. Heute, in der Zeit einer radikalen Gegenaufklärung, sind sie im öffentlichen Diskussionsraum praktisch vergessen worden, sie wurden ihrer Radikalität beraubt und sind zu bloßer ‚Aufklärungs‘-Rhetorik politischer Festansprachen verkommen. Dadurch stehen sie uns als Leitideen, mit denen wir unsere Erfahrungen gedanklich organisieren können und mit denen wir unsere Veränderungsenergie kollektiv bündeln und wirksam machen können, praktisch nicht mehr zur Verfügung.

      Wir sind nicht nur sozial fragmentiert, wir sind entpolitisiert, wir sind weitgehend in politische Apathie und Resignation getrieben, und wir sind vom Besten unserer sozialen Ideengeschichte entwurzelt worden. Warum? Damit wir politisch orientierungslos bleiben und damit wir vergessen, wofür es sich zu kämpfen lohnt. Das sind keine Folgen zufälliger Entwicklungen, sondern Erfolge einer jahrzehntelangen systematischen Indoktrination durch die herrschenden Eliten. Mehr als 50 Jahre Elitendemokratie haben uns gezeigt, wohin dieser Weg führt. Es ist der Weg der Zerstörung. Der Zerstörung von Gemeinschaft, der Zerstörung der Idee von Gemeinschaft, der millionenfachen Zerstörung von Leben, der Zerstörung von kultureller und zivilisatorischer Substanz – vor allem in der Dritten Welt – und der Zerstörung unserer ökologischen Grundlagen. Die Nutznießer dieser Zerstörung haben keinen Grund, diesen Weg der Zerstörung zu ändern. Die dazu notwendige Veränderungsenergie kann nur von unten kommen – von uns. Das ist unsere Aufgabe und das ist unsere Verantwortung."

      Rainer Mausfeld, „Die Angst der Machteliten vor dem Volk“

    • Rainer Mausfeld – Warum schweigen die Lämmer? – Vortrag – DAI Heidelberg
      (ab ca. min. 29)

      (Rechtfertigung von Herrschaft – Rassismus, Kulturrassimus, Klassenrassismus)

      Angst führt immer zu einer Status quo Neigung, die wir sowieso haben. Wir neigen von Natur aus, Teil der Beschaffenheit unseres Geistes, neigen wir dazu den Status quo allen anderen Zuständen vorzuziehen, auch wenn sie objektiv besser sind. Wir lieben den Status quo, hat einen ganz einfachen Grund, wir sind an den Status quo gewöhnt. Der ist für uns berechenbar. Der hat für uns eine gewisse Übersicht, eine gewisse Vertrautheit. Wir wissen was im Status quo passieren kann. Alles Andere, selbst wenn es objektiv vielleicht besser ist, führt immer zu einer Verunsicherung. Wenn sie Ängste erhöhen, wird in der Bevölkerung massiv die Status quo Neigung erhöht.

      Gesellschaftliche Apathie war von Anfang an in der Demokratietheorie der Machteliten eines der wichtigsten Ziele. Demokratie sagen wichtige Politologen und politische Philosophen, Demokratie kann nur funktionieren wenn wir es schaffen den Großteil der Bevölkerung in die politische Apathie zu kriegen.

      Korrespondierend geht das Interesse am Anderen runter. Empathie, Solidarität werden reduziert unter Angst. Autoritäre Neigung und Sehnsüchte auf einen mächtigen schützenden Führer steigen.

      Eine Dämonisierung der Anderen. Die Neigung den Anderen zu dämonisieren. Wir suchen in unserer Not der psychischen Verarbeitung dieser inneren Energie, möglichst in Personalkategorien, einen Verantwortlichen.
      Und der einfachste Trick, kennen sie aus dem Leben, verantwortlich ist, da neigen wir immer dazu, ist immer der Andere. Unter großer Angst neigen wir dazu den Anderen zu dämonisieren. Den Fremden, den äußeren Feind. Und deswegen ist eine der Konsequenzen von großer Binnenangst, eine Erhöhung der Neigung zum Rassismus.

      Das hat für die Machtausübenden den Vorteil, daß sie nun die Angst doppelt nutzen können. Die erste Nutzung war, Angst durch die Erzeugung von Binnenangst, psychische Energie von den eigentlichen Zentren der Macht abzulenken.
      Der zweite Nutzen den man hat, wenn man durch die Erzeugung von Binnenangst die Neigung zum Rassismus erhöht, daß man jetzt den Rassismus nutzen kann, um ihn wieder als Drohgebilde an die Wand zu malen. Und sagen kann, wenn ihr uns nicht wählt oder wenn ihr uns nicht folgt, dann entsteht ja Rassismus.
      Das ist wieder ein infamer Trick weil der Rassismus genau auf diese Weise erst erzeugt worden ist. Und jetzt als zweites Mal, als Drohmittel genutzt wird.
      Also da ist eine ziemlich komplexe Funktionslogik dieser Dinge.

      Diese Sachen erzeugen dann auch gleichzeitig in uns natürlich Deutungsmuster für gesellschaftliche Konflikte die den jeweils Machtausübenden willkommen sind, weil sie wieder den Blick von den Zentren der Macht weg richten, auf Andere.
      Wir kriegen Deutungsmuster; ach so die gesellschaftliche Krise die wir gerade durchleben sind die Anderen.
      Also es werden bestimmte Deutungsmuster induziert indem man vorher entsprechende Ängste aufgebaut hat.

      Schauen wir uns ein paar Bsp. an:
      Angst hat die Deutschen gepackt, Angst vor dem Fremden, Angst um den Arbeitsplatz und vor hohen Mieten, Angst vor Inflation und Rezession, Angst auch vor … usw.
      Das liest sich eigentlich wie ein Bsp., aktuelles Bsp. aus der Tagespresse. Es stammt de facto aber von 1992 (Der Spiegel 15/1992), wo wir diesen Zyklus bereits schon einmal hatten.

      Und interessant ist heute, daß uns die Auseinandersetzung mit dem was damals passiert ist, eigentlich schon wieder aus dem gesellschaftlichen kollektiven Gedächtnis entflutscht ist. Sonst hätten wir heute mehr Möglichkeiten uns mit dem was aktuell passiert auseinander zu setzen. Wir sind bereits durch diese Zyklen durchgelaufen.

      Wenn wir über Rassismus sprechen, als Konsequenz der Angsterzeugung, da muß man sich auch klar machen, das ist ein ganz wichtiger grundsätzlicher Punkt, daß die Funktion von Rassismus nie die Abwehr von Fremden war.
      Sondern die Funktion von Rassismus ist die Kategorie des Fremden als kategoriale Gruppe überhaupt erst zu konstituieren. Der Rassismus erzeugt erst die Kategorie des Anderen.

      (Die Funktion des Rassismus besteht nicht in der Abwehr von „Fremden,“ sondern in deren Hervorbringung > dadurch stiftet der Rassismus Gemeinschaft)

      (…)

      Damit wir auch das richtig einordnen können was da passiert mit dieser Angsterzeugung.
      Gründe: Erzeugung von Rassismus über Angsterzeugung. Ist ein weiterer grundsätzlicher Punkt ganz wichtig. Die permanente Erzeugung von Rassismus ist historisch ganz tief in unserer Gesellschaft verankert.
      Der Kolonialismus war natürlich ein zutiefst rassistisches Programm. Der westliche Kapitalismus erzeugt strukturell rassistische Mechanismen von Ausgrenzung. Ein konstanter bezüglich der Grenzziehung, aber einigermaßen flexibler Rassismus. Der ist sehr subtil, der hat nicht immer einen Aufkleber, „ich bin Rassismus.“

      (Die permanente Erzeugung von Rassismus ist historisch tief in unserer Gesellschaft angelegt.

      Der westliche Kapitalismus erzeugt strukturell rassistische Mechanismen von Ausgrenzung, sei es kulturell oder Klassenrassismus – ein konstanter, bezüglich der Grenzziehungen aber einigermaßen flexibler Rassismus“ (Wallerstein).

      Die mit jeder Form von Rassismus einhergehende Zuschreibung unveränderlicher Eigenschaften zu Gruppen dient der Verfestigung und Stabilisierung von Ausbeutungsverhältnissen.

      > Der globalisierte Kapitalismus kann nur rassistisch sein, weil er extreme Ungleichheit rechtfertigen muß.

      Lit.: Immanuel Wallerstein und Étienne Balibar (1988/2017 Rasse – Klasse – Nation.))
      (Rainer Mausfeld – Warum schweigen die Lämmer? – Vortrag – DAI Heidelberg)

  5. Der Autor ist hier als Redner angekündigt. Vielleicht wohnt jemand im näheren Umfeld und kann kommen.

    https://www.allgaeu-fuer-grundrechte.de/leere-seite-6

    (Markus Haintz wird auch sprechen, steht aber nicht auf dem Plakat.)

  6. Zum Nachdenken: Warum sind noch im letzten Jahrhundert Millionen von Menschen in den Krieg gezogen? Warum haben sich nur wenige Menschen geweigert? Wo liegt der Unterschied zur heutigen Sachlage?

    Es wird immer wieder geschrieben (so auch in diesem Artikel), dass die MSM "Schuld daran sind", dass die Menschen in ihr eigenes Verderben laufen. Mittlerweile ist sind viele grundlegene Mechanismen umfassend auch hier z.B. durch das Interview von Prof. Mausfeld aufgearbeitet. Dennoch muss doch langsam klar werden, dass die Gesellschaft NICHT aufgewacht ist. Warum haben aber die gefühlten restlichen 5 – 10% der Menschheit durchaus die Wahrheit erkannt?
    Dass dies noch immer die Dauerhypnose und die Dominanz des Reptiliengehirns sein sollen bezweifle ich mittlerweile.
    In Gesprächen mit Mitmenschen, die Masken mittlerweile sogar "gerne" tragen, geht hervor, dass eine Akzeptanz einer Impfung ohne wenn und aber durchaus Sinn macht.
    Ein Blick in die Geschichte zeigt immer wieder, dass ein Großteil der Menschen nicht selbstständig denken und handeln wollen. Somit wiederholen sich die Ereignisse immer wieder. Warum sollte es gerade jetzt in der Wohlstandsgesellschaft anders sein? Es gibt sie und es gab sie immer durch alle Zeitepochen: bewusste Menschen, die in ihrer Entwicklung deutlich weiter sind, als der Rest der Menschheit. Wir sollten die Mitmenschen so gut es geht positiv unterstützen. Mehr können wir meiner Meinung nach nicht tun. Die breite Masse strebt einer kollektiven Erfahrung entgegen, die sie offensichtlich machen muss, um sich weiterzuentwickeln.

    • Sehr gut! Auch: "Die breite Masse strebt einer kollektiven Erfahrung entgegen, die sie offensichtlich machen muss, um sich weiterzuentwickeln."

      Ich finde aber solche Fragen nach dem "muss" oder dem "unausweichlichem" unheimlich schwer zu beantworten bzw. zu verstehen. Geht es wirklich nicht anders? Ich erinnere mich gerade an den Teil der Bibelgeschichte, in der Jesus vom Teufel verführt werden sollte und der Teufel, nachdem Jesus alle seine Angebote abgelehnt hat, ihm (Jesus) zeigt, was alles schlimmes über die Menschheit hereinbrechen würde und Kriege in seinem Namen geführt würden und ihn dazu fragt, ob er das denn richtig fände. Und er sagte: "Ja" Was nichts anderes heißt, als dass Deine eigene Glückseligkeit von nichts äußerem abhängen darf. Für mich, jedenfalls, eine unverschämte, starke Bürde.

    • Habe gerade aus einem 300 Jahre alten Haus ein "Gedenkblatt" für einen Gefallenen aus der Kaiserzeit ausgegraben, darauf erzählt uns ein Engel:
      "Wir sollen auch unser Leben für die Brüder lassen" 1.Joh. 3.16
      Dafür…haben Kaiser und König…herzliche Teilnahme …für bewiesene Pflichttreue bis zum Tod…und unauslöschlichen Dank…"

    • Ist doch egal. Die Druckmaschine schafft das so oder so 🙂 Ist nur ein Mausklick…
      Erst für kommende Generationen wird es die Kette, an der sie liegen mit dem Eisenband um den Hals. Und das geht wie eine Garotte.

    • Danke für den kleinen, säuerlich aufstossenden Lacher <a class='bp-suggestions-mention' href='https://kenfm.de/members/wildenfelser/' rel='nofollow'>@wildenfelser</a>

    • Nein, das ist keinn Komma sondern ein Tausenderpunkt, andernfalls hätte er die nachfolgenden zwei Nullen weggelassen;)

  7. Auf Kreiss `berechtigte Frage in der haedline gibt sein Artikel darunter keine Antwort. Ist aber lesenswert.
    Die Antwort auf seine headlinefrage waere nach meiner Wahnehmung:
    weil die Machtausuebungszirkel massiv und global von langer Hand und Kognitionswissenschaftern vorbereitete und detailliert ausgearbeitete Hypnosetechniken zeitgleich auf die gesamte Weltbevoelkerung in allen Staaten ausprobieren.
    Offenbar mit ueberraschenden und durchschlagenden Erfolg.
    Doch der Kognititioswissenschaftler Mausfeld, aus dessen Feder die Kreissfrage in der haedline formuliert wurde, hat bereits angedeutet, dass der Versuch nach dessen Meinung nicht lange gutgehen koennte.
    Denn die biologische Evolution speist sich aus der Fuelle, nicht aus der Verengung.
    Und der jetzige Laemmerversuch mit der Massenhypnose verengt nach meiner Wahrnehmung, weitet nicht die Moeglichkeiten. Duerfte also klaeglich scheitern. Das koennte mit dem Juristen Fuellmich morgen schon losgehen.
    Welch ein Namenszufall!

    • Warum gehen die Lämmer schweigend zur Schlachtbank?
      Wurde gut damit beantwortet,
      dass den Menschen Geld vor die Nase gehängt wird und die Menschen darüber die Konsequenzen
      der Entscheidungen der Politik nicht sehen
      und auf notwendige Reaktionen wie Demonstrationen und Widerstand verzichten .

    • @ wasserader, auch hier sehr gut getroffen. Das lange verweilen in der Wohlstandsblase hat den Menschen bequem, faul, gleichgültig und träge gemacht, es geht nur noch um den Erhalt des Status Quo, hat Noam Chomsky schon vor Jahrzehnten so festgestellt. Der Mensch wird aber auch gezielt so gemacht, s. Noam Chomsky und Rainer Mausfeld!

    • na gut…dann noch ein bisschen Senf von mir. Hypnosetechniken sehe ich grad keine konkreten. Wie sollen die aussehen? In den Fernseher zu schauen erzeugt allein schon innerhalb von Sekunden eine Art apathischen Geisteszustand – das kann man bei vollem Bewusstsein selbst an sich ausprobieren (Glotze an – Glotze aus – Glotze an…), erstaunlich. Die Leute schalten schon mit der Erwartung, die "Wahrheit" serviert zu bekommen ein – und schon haben sie verloren.

      Ich denke eher, es ist das einfache Prinzip "frech kommt weiter". Man muss das ganze nur groß genug aufziehen (s. auch 9/11) und natürlich allen durch Angstgequatsche 'ne volle Hose verpassen. Und außerdem können und wollen sich die allermeisten nicht vorstellen, dass etwas schreckliches in Ihr Leben treten könnte – das ist ihr wahres Hindernis, durchs Dunkel zu schauen. Sie sind, wie oben bernstein sinngemäß gerade sagte, einfach zu schwach und unbewusst (wie auch immer sie an diesem Zustand angelangt sind).

    • @ Urimpuls

      Kognitionswissenschaftler hin oder her…
      Du gehst m.E. auch an der Ursache vorbei, bei Deiner Wahrnehmung.

      Ist nicht die Ursache für das Schweigen im Wald die tief verinnerlichte Angst vor dem Tod durch das tödliche Virus?
      Bei aller intellektueller Analyse über die Gefährlichkeit/Mortalität bleibt doch bei den Allermeisten der Zweifel.

      Meiner Meinung nach ist der Glaube an die "Ansteckung" bzw. "Übertragung" von Krankheiten durch materielle Dinge der Grund für 1. die Angst und 2. den Zweifel.
      Hierin sehe ich den Grund dafür, dass gerade die sog. Intellektuellen so gerne gehorchen.
      Gerade den Ärzten wird schon von der Pieke auf erzählt: Ja gegen Viren da hilft nur eine Impfung!

      Betrachtet man aber "Ansteckung", die ich nicht abstreite, als einen dynamischen, informellen und vor allem IMMATERIELLEN PROZESS, dann wird einem klar, welches Ausmass an Verblödung unser Verbildungssystem erzeugt hat!

      Aude sapere – Wage zu wissen

      "Der aus den Briefen des Horaz stammende Wahlspruch der Aufklärung „sapere aude” wurde von Hahnemann 1819 in der 2. Auflage des Organon zu „aude sapere” abgewandelt. In der Wendung liegt eine Kritik an der Ablehnung des Geistartigen durch Kant. In ganz anderer Form entwickelte im selben Jahr der Philosoph Arthur Schopenhauer in seinem Hauptwerk die Kritik an Kant, indem er den philosophischen Materialismus als Zirkelschluss demaskierte. Nach dem Werk Schopenhauers ist es logisch unmöglich, die Homöopathie aufgrund ihrer nicht materiellen Wirkungsweise abzulehnen." Zitat aus: (https://www.thieme-connect.com/products/ejournals/abstract/10.1055/s-0029-1242556)

      Leider hat sich selbst die Homöopathie in weiten Teilen sehr weit von sich selbst entfernt. Will sagen von seinem Entdecker Dr. Samuel Hahnemann entfernt. Hielten sich Ärzte und Heilpraktiker strikt an die Vorgaben Hahnemanns und seiner direkten Nachahmer (Bönninghausen, Burnett usw.) so wären deren Heilerfolge so überzeugend, dass die sog. Schulmedizin in weiten Teilen schon lange überflüssig geworden wäre.

      In der Anerkennung des geistartigen liegt meiner Ansicht nach der Schlüssel zu wirklicher (Angst)Freiheit!

    • @ Matthias: Gut getroffen bezüglich dem Kernpunkt der Angstfreiheit. Mit rationalen Fakten werden die Menschen mit Angst nicht mehr aufwachen, denn sie können es nicht. Ihr weltliches Deutungsmuster ist bereits zu stark manifestiert. Herr Prof. Mausfeld spricht es – soweit ich mich erinnere – auch an: Es müssten wesentliche Fakten offenbart werden, damit die einmal getroffene Meinung geändert wird. Und das wird nicht passieren. Die Gründe wurden hier in den Kommentaren angesprochen. Auf dieser weltlichen – und damit sehr oberflächlichen – Ebene gibt es keine Chance mehr. Es können tausende Artikel geschrieben werden. Sie werden nur von den bereits bewussteren Menschen gelesen.
      Die einzige Alternative wäre der geistige Entwicklungsbereich des Menschen: Der wahre göttliche Kern in jedem Menschen ist völlig frei von jeglicher Angst. Dies ist jedoch noch schwerer zu erreichen als weltanschauliche Überzeugungen zu ändern. Dies sieht man daran, dass auch die alternative Presse zwar der Wahrheit verpflichtet ist und vorbildlich die Menschen aufklärt. Aber das WARUM hinter all den Dingen liest man in keinem Artikel. Geht es wirklich nur um das Geld, um Rohstoffe, um weltliche Dinge? Das "nur" ist aus meiner Sicht auf einer anderen Ebene zu beantworten: auf der spirituell-geistigen Ebene.
      Daher bin ich der Meinung, dass ein Großteil der Menschen diese Erfahrung machen muss, um sich weiterzuentwickeln, so wie es in all den Epochen hindurch passiert ist.

  8. Dem aufmerksamen Beobachter war schon zu Beginn der Pandemie klar, dass der Mittelstand weg muss um Platz für die Großunternehmen zu machen. Da frisst sich der Kapitalismus am eigenen Körper satt. Wieviel Lockdown braucht die Säuberung? Das scheint sich erst jetzt herumzusprechen. Da haben wohl Scheuklappen und Korruption tüchtig geholfen.
    Aber das ist längst nicht alles…
    Vielmehr ist das "Neue Normal" zugleich der Übergang zu einem neuen Lebens- und Gesellschaftsmodell, das an der Massentierhaltung orientiert ist. Da hatten es die Schafe noch gut auf der Wiese. Jetzt gibt es Käfighaltung für alle – außer natürlich für das 1%.

  9. Was meldet gerade BBC? Der neue Impfstoff schützt zuverlässig zu 95%. Wogegen eigentlich? Wie können die wissen, wogegen der Impfstoff schützt? Und wie können sie wissen, dass er zuverlässig, gegen was auch immer, schützt? Woher wissen die, dass Covid-10 noch unterwegs ist? Vielleicht mittels des Drosten-Tests, nach dem man gar nichts weiß, als dass nach 30-40+ Zyklen irgendwas gefunden wurde? Vielleicht ist längst Covid-20, 21, 22, 23 usw. unterwegs. Aber das weiß man auch nicht. Was genau macht der Impfstoff eigentlich? Weiß das jemand? Auch nicht. Und von den Nebenwirkungen kann man erst in Jahren etwas wissen. Aber egal… die Schafe stehen schon in der Schlange.
    Was wissen wir von dem Impfstoff? Nur, dass die Regierungs- und Medienpropaganda und die Werbung bestens laufen.
    In alten Wild-West-Filmen sieht man gelegentlich einen reisenden Verkäufer ein Wundermittel anbieten, das alles heilt. Der Vorteil damals – das war meist ein alkoholisches Getränk mit ein paar harmlosen Kräutern drin, das dann eine gute, moralisch entschuldigte Gelegenheit bot, einen zu nehmen. Die Allheilsverkäufer sind die gleichen geblieben, aber das Zeug, das sie anpreisen ist unterdessen lebensgefährlich.

    • Eins hat Christian Kreiß nicht erwähnt (Und vieles Andere auch nicht). Etwa das Glück der "Schafe", die doch so froh sind, endlich die Verantwortung für das eigene Leben (Ich meine die Reste davon, die es noch gab) los zu werden. Die übernehmen jetzt Merkel und Spahn (Um nur zwei der Machtclique zu erwähnen). So ein Glück!
      Und die stehen längst in der Impfschlange und fragen: "Wohin?" um den Weg zu ihrem Käfig gewiesen zu bekommen.

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