Was bedeutet Frieden? Warum sollten wir uns dafür engagieren? Mit Daniele Ganser

Ein Video-Interview mit Dr. Daniele Ganser veröffentlicht von acTVism Munich.

In diesem Video spricht der Historiker und Friedensforscher Daniele Ganser über das Konzept Frieden und was es bedeutet, in Frieden zu leben. Ganser erklärt, warum wir nicht nur in Familien oder Schulen, sondern auch zwischen den Staaten auf Gewalt verzichten sollten. Unter anderem geht er auf folgende Punkte ein:

  • Was bedeutet Frieden?
  • Warum sollten wir uns für Frieden engagieren?
  • Kann Gewalt ein Mittel sein, um eine friedliche Existenz zu erreichen?

 

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28 Kommentare zu: “Was bedeutet Frieden? Warum sollten wir uns dafür engagieren? Mit Daniele Ganser

    • Michel ich bin Ihnen für Ihre Filmempfehlung äußerst dankbar 🙂

      1. Zeigt der Film wunderbar den fließen Übergang einer Philosophie zur einer Ideologie.
      2. Dieser Film ist eine wunderbares Beispiel für Propaganda.
      3. Michel wenn dieser Film die Hauptquelle Ihrer Erkenntnis:
      Ich befüchte mit dem „keine richtigen Buddhisten“ ist das etwas zu einfach… Die sind so richtige Buddhisten wie es richtige Christen sind die ebenfalls massakrieren
      dann sind Sie über das Manipulierungsziel dieses Filmes hinausgeschossen.

      Zu 1.)
      Die Vermischung von Religion und weltlichen Interessen führt schnell zu ideologischen Ausprägungen, selbst beim Buddhismus. Bei dem Islam ist diese Vermischung allerdings leider schon implementiert (Koran).

      Zu 2.)
      Der Film beleuchtet nur eine Seite der Medaille und beantwortet folgende Fragen nicht:
      Sind die Befürchtungen der nationalistischen Buddhisten gerechtfertigt ?
      Sind die Gerüchte wirklich nur Gerüchte – gab es Berichte über Konflikte mit der muslimischen Minderheit ?
      Wird die christliche Minderheit verfolgt ? Wenn nein… warum nicht ?
      Ist die Bevölkerung oder das Militär verantwortlich für die „Massaker“ ?

      Zu 3)
      Entgegen ihrer Interpretation wollte der Film nicht vermitteln, das wahre Buddhisten Hassprediger und „Mörder“ sind, sondern nationalistische Buddhisten.
      Der Islam ist friedlich. Befürchtungen sind nur Ausdruck einer Krankheit (Islamophobie).
      Nationalismus ist gleich Patriotismus und außerordentlich böse und gefährdet die Demokratie, da in der Lage ist eine so friedliche Religion wie der Buddhismus zu vergiften.
      Der Buddhismus kann missbraucht werden.
      Die Mehrheit der muslimischen Minderheit sind illegale Einwanderer !?
      oder werden so bezeichnet weil sie keine anerkannte Bevölkerungsgruppe sind ?!

      Zum Islam und Einwanderung noch ein Zitat von mir:

      „Islam bedeutet Frieden“ ein Diskurs über diese Frage läuft wohl immer auf einen Wettkampf zwischen der Deutung von „friedlichen“ und „gewaltätigen“ Suren des Korans hinaus. Der Versuch mit friedlichen Suren die gewaltsamen Suren zu relativieren löst das Problem nicht. Auch dass es vielleicht „friedliche“ Interpretationen und Strömungen im Islam gibt legitimiert nicht die Aussage, das der Islam aufgrundlage des Korans allgemeingültig Frieden bedeutet. Um dies zu verstehen und um das eigentliche Problem zu erkennen, muss man mal in die Rolle eines radikalen islamistischen Imams schlüpfen. Mit dem Koran als theologisches Werkzeug kann ich wunderbar Gewalt gegen Ungläubige und Frauen legitimieren. Auch die friedlichen Suren kann ich überzeugend relativieren:
      So heißt es im Koran sinngemäß, wer einen Menschen tötet, tötet die gesamte Menschheit. Aber im Koran gibt es Suren die Ungläubigen das Menschsein absprechen und sie als Tier darstellen, sodass die vorherige Sure wieder relativiert wird. Dieser Relativismus im Guten wie im Schlechten ist das große Problem des Islams und eine Gefahr für alle „Ungläubigen“.
      Die theologische Komponente ist natürliche nur eine Komponente der Radikalisierung. Zum Völkerrechtswidrgige Kriege und Angriffe auf vorwiegend islamische geprägte Länder, die Unterstützung radikaler Gruppierungen und auch mangelne soziale Aufstiegschancen durch den Neoliberalismus sind die anderen Komponenten, die den Frieden insbesondere auch in unserem Land gefährden. Die unkontrollierte Zuwanderung aus islamisch geprägten Ländern verschlimmert die Lage noch. Wenn Gewalt insbesondere relgiös legitimiert werden kann, singt die Hemmschwelle diese Anzuwenden, dazu kommt noch eine sozioökologische reduzierte Hemmschwelle bedingt durch die Lebenssituation in diesen Ländern.

      Leider beleuchtet der Film die muslimische Minderheit nicht -Das öffentliche Leben, soziale Strukturen usw… die Haltung und Einstellung zur anderen Religionen, insbesondere zum Buddhismus – warum nicht ?

    • MIr reichendie Unterhaltungen mit ahnungslosen, aber unbelehrbaren Leutenn hier langsam. Im Gegensatzbzu ihnen habe ich 15 Jahre in eine Zen Ashram verbracht, ich brauche iher Belehrungen betraffs Buddhismus also wirklich nicht ich war mehrere Jahre in Thailand und dort dann offensichtlich auch in Burma.

      Ich habe dort Leute getrogffen die mit eigenen Augen gesehen haben, wie die Mönche die Armee beim Morden der Rohinga aufstachelt haben und die Infomationen dazu sind seid Jahren im Intenet und auch bei der UN verfügbar.

      Schlafen sie gut und träumen sie schön!

    • Ich bin so frei und kommentiere auch ihren letzten Kommentar der Diskussion weiter unten:
      Ignoranz und Dummheit zeigen sich stets in Foren Diskussionen wenn eine Seite mangels Argumenaten Spekulationen über die persönlichkeit des anderen anbietet….

      Sie erinnern mich irgendwie an meine Ex-Frau. Aufgrund des mangels an Argumenten, empört Füße stampfend und zähneknirschend emotional erregt die Diskussion beenden und dann das Weite suchen.

      Aufgrund ihrer Erfahrung habe mich eigentlich auf eine spannende Diskussion mit sachlichen Argumenten gefreut. Ich habe mich ja schon ganz klein gemacht um Sie nicht zu verschrecken.
      Die Angst bei Ihnen mal „Falsch“ liegen zu können ist vielleicht doch noch zu groß. Meine Wenigkeit hat keine Problem damit zu erkennen und zu akzeptieren, dass meine Überzeugungen und Argumente unlogisch sind oder auf fehlerhaften Annahmen beruhen.
      Nur kann man mich nicht mit Empörungsmanagement, Moralvorstellungen und indirekten Beleidigungen „belehren“.

      Obwohl ihr letzter Satz wohl mir im Subtext das Gegenteil gewünscht hat, so wünsche ich Ihnen wirklich erholsame Nächte.

  1. Dr. Daniele Ganser kommt aus dem Land, das beim Zweiten Weltkrieg Hitlers Hehler war. Ohne die Schweiz wäre der Krieg sinnlos gewesen.

    Außerdem hat die Schweiz eins der bedeutendsten Bankwesen der Welt.

    Das Bankwesen ist jedoch der Hauptverursacher von Kriegen, weil es zum fehlerhaften Prinzip „Gewinne privatisieren – Schulden sozialisieren“ regelrecht zwingt.

    Schulden eignen sich ferner um damit Konjunktur zu machen, aber der Schuldenabbau funktioniert komischerweise nicht.

    Zudem ist das Bankgeheimnis der Schweiz zwar faktisch tot, aber jetzt hilft sie dabei, dass Dividenden in sehr großem Umfang von der Einkommensteuer befreit werden.

  2. Leider ist es so, das da wo keine physische Gewalt angewendet wird noch lange kein Friede herrscht. Gewalt kennt heute viele Formen. Intrigen, in all seinen Spielarten, sind schon zu allen Zeiten bevorzugtes Handwerk gewesen, um seine Interessen durchzusetzen. Insbesondere in der Politik. Daher mag es auch nicht wundern, das Politik und Krieg nur Geschwister der selben Familie sind. Krieg ist nur politische Gewalt in physischer Form. Wieso können Menschen ihre Interessen nicht in offener und fairer Weise miteinander verhandeln? Dies ist die zentrale Frage.

    • So einfach ist es eben schon lange nicht mehr mit der verunreinigten menschlichen Psyche. Mag sein, dass es im „goldenen Zeitalter“ einmal so gewesen ist. Ich denke schon, dass es einmal eine Zeit gab, wo Menschen das waren, was wir heute noch unter „menschlich“ verstehen, denn sonst könnten wir heute noch nicht einmal mehr so schön davon träumen!:)

  3. Hoffnungslos kindisch: „Kein Land darf dies oder jenes…“
    Wow, da werden sich die Amis ud die Russen und alle anderen aber besinnen.

    „Ob es uns gelingt Länder daran zu hindern ihre Probleme mit Gewalt zu lösen kann sein, oder nicht!“

    Herr Ganser, der Konflikt zwischen den USA und dem IRAQ bestand darin, dass die USA etwas wollten, auf das sie kein Recht hatten weil es dem Iraq gehörte. Was soll da ihr Unsinn? Da gab es keine Konflikt, sondern die banle NORMALE Eintellung der Amerikaner: Einfach mal unter „American Exceptionalism“ recherchieren.

    Verbrecherische Angriffe, wie der Überfall auf den Iraq und derMord an Gaddhafi sollte verhindern, dass jemand sein Öl gegen EURO zu verkaufen kann!“

    Was soll da ihr kindisches Gelaber zu Gewaltfreiheit? Können sie den paar hier denkenden das mal erklären? FInden ssie Widerstand wenigstens angebracht oder soll man sioch ganz gewaltfrei massakrieren lassen um von Herrn Ganser gelobt zu werden?

    Keine Angst ich habe keine Illusionen, ich weiss dass sie sich wie immer um Antworten auf gestellte Fragen drücken werden!
    Tun sie sich selber einen Gefallen und hören mal dem Interveiw auf dieser Seite mit Herrn Wahl zu. So hört es sich an wenn man die reale Welt beschreibt!

    Einfach mal beide Seiten hören, vor allem wenn man die eine niemals hört, und die andere ihre Sinnlosigkeit tagtäglich aufs neue nachweist.

    Einfach mal beide Seiten hören und dann selber denken, ist das zuviel verlangt?

    „How_Nonviolence_Protects_The_State“

    https://theanarchistlibrary.org/library/peter-gelderloos-how-nonviolence-protects-the-state

    Jetzt bin ich mal gespannt was die vereinten Heuchler machen werden, die permanent die Zensur anderer beklagen… und zum selber Denken auffordern.

    • Ja, nonviolence schützt den Staat.
      Violence stärkt den Staat, wie Geschichte und Gegenwart zeigen.

      Max Weber war pessimistisch: „..nicht auszuscheiden ist aus allem Kulturleben der Kampf.“

      Hans J. Morgenthau, der die These akzeptiert, daß ein dauernder Frieden zwischen den Nationen einen Weltstaat erfordert, setzt zwingend auseinander, daß »eine Weltgemeinschaft einem Weltstaat vorausgehen muß«. Weil jedoch die Voraussetzungen für die Gemeinschaft jetzt nicht gegeben sind, »kann ein Weltstaat mit den gegenwärtigen moralischen, sozialen und politischen Zuständen in der Welt nicht gebildet werden« Trotz der Dringlichkeit des Problemes des Krieges dauert ein solcher Prozeß wahrscheinlich »Generationen«.
      Der bloße Verzicht auf militärische Rüstungen würde einem Land im Falle internationaler Gefahren die Möglichkeit der Verteidigung nehmen. Obwohl die militärische Verteidigung selbst höchst wirkungslos und zerstörerisch sein mag, läßt eine reine negative Vorsichtsmaßregel darüber, was nicht in Konfliktsituationen zu tun ist, viele Leute ohne eine andere Wahl als die, weiterhin die gewohnten militärischen Reaktionen der Regierung zu unterstützen, in die sie noch immer einiges Vertrauen setzen.“

      Gewaltverzicht ist eine höchst individuelle permanente Übung der Achtsamkeit. In Gemeinschaften wirkt die Gruppendynamik. Ich habe erlebt, wie Buddhisten massakrierten. Natürlich waren das keine „wahren“ Buddhisten!? Selbst in kleinen Gemeinschaften, wie der Ehe, entsteht Gewalt, wenn die Achtsamkeit fehlt. Erlauben große Gemeinschaften Achtsamkeit? Eine Weltgemeinschaft? Wenn, dann auch nur, wenn individuell und permanent geübt.

      Ob nach Max Weber der Kampf aus dem Kulturleben nicht auszuscheiden ist, d.h. ob der Teufelskreis von Gewalt erzeugt Gegengewalt zu durchbrechen ist?
      Wie es geht, das wissen wir.

      Empfehle Paul Feyerabend (Wider den Methodenzwang) und den „theoretischen Anarchisten“ David Graeber.

    • 1.)“…ein dauernder Frieden zwischen den Nationen einen Weltstaat erfordert,…“ das ist abslouter Blödsinn.
      2.)“…setzt zwingend auseinander, daß »eine Weltgemeinschaft einem Weltstaat vorausgehen muß«“ das ist ja noch größerer Blödsinn.
      .
      zu 1.)
      Gott bewahre uns vor einem Weltstaat – mit einer Weltregierung.
      Die Menschheit krankt jetzt schon an einer zu großen Bündelung von viel zu viel Macht in viel zu wenigen Händen, und da soll gerade ein Weltstaat die Lösung sein?
      So etwas in der Art streben doch schon die USA die ganze Zeit an. Eine Welt, die nach ihrem Vorbild und Willen funktioniert.
      .
      „Weil jedoch die Voraussetzungen für die Gemeinschaft jetzt nicht gegeben sind, »kann ein Weltstaat mit den gegenwärtigen moralischen, sozialen und politischen Zuständen in der Welt nicht gebildet werden«“
      Und das ist gut so und wird sich auch bis zum jüngsten Tag nicht ändern – will heißen, es wird keinen Weltstaat geben.
      Die muslimisch geführten Länder und deren Herrscher werden einen Teufel tun, ihren Glauben aufzugeben und ihre Macht so mir nichts dir nichts an den Westen zu verschenken. Ebenso die „kommunistisch“ regierten Großmächte Russland und China.
      .
      zu2.)
      Wenn die Welt erstmal eine Gemeinschaft ist, dann braucht sie nicht mehr regiert zu werden. Somit ist dann eine Weltregierung absolut überflüssig. Regierungen werden nur gebraucht, wo die Menschen eben keine Gemeinschaft bilden, sondern nur mehr oder weniger friedlich nebeneinander her existieren und sich für (meist monetäre) Zweckbündnisse zusammenschließen (Firmen, Arbeit,…). So wie das halt in allen modernen Staaten der Fall ist.
      Denn wären wir eine Weltgemeinschaft, dann wäre das Reich des Friedens und der Freude schon da.

    • Tony….

      Ich befüchte mit dem „keine richtigen Buddhisten“ ist das etwas zu einfach… Die sind so richtige Buddhisten wie es richtige Christen sind die ebenfalls massakrieren. Ich erinne nur an das Beten von Bush und Blair zusammen, auf ihren Knien.
      In Myanmar masskrieren Buddhisten gerade in diesem Augenblick immer noch die Leute im Nordosten, und bis votr ein wenihen Jahrhunderten besassen alle bedeutenden Klöster im heutige Thailand, Laos und Myanmar eigenen Armeen.

      Wenn sich Religionen organisieren ver wandeln sie sich immer Perversitäten. Unerreichbar darin allerdings die drei montheistischen Religionen.

      Sehr richtig allerdings dein Satz: „Gewaltverzicht ist eine höchst individuelle permanente Übung der Achtsamkeit. “ So sehe ich das auch.
      Trump scheint mittlerweile fest in den Händen der üblichen die eigentliche Macht besitzenden US Verbrecher zu sein, und wird sich von diesen zu dümmstmöglichen Entscheidungen überreden lassen die Kriege nach sich ziehen…

      Ich empfehle langsam aber sicher Mitteleuropa zu verlassen.

    • M.E.: Für mich sind sie ein anmaßender Zyniker und jede Zeile, die Sie ausspucken, tut mir weh.
      Und ich kann mir nicht helfen, meine Intuition sagt mir, daß sie vor kurzem noch als T.D.Volland geschrieben haben.
      Allmählich wird mir immer klarer, daß Sie vermutlich darauf aus sind, gewaltbereite Ignoranten zu rekrutieren, die sie dann in Ihren persönlichen Krieg schicken können.
      Sollte ich mich irren, würde mich das freuen.
      Was Herr Ganser hier in einer konkretisierenden und simplifizierenden Art und Weise ausgesprochen hat, sollte als ABC des Friedens in allen Schulen gelehrt werden. Wer ihm unterstellt, er würde auch nur eine Sekunde lang daran glauben, daß sich durch Ausführungen wie diese irgend jemand ändern würde, der sieht in Herrn Ganser
      eine Beschränktheit, die ich nicht entdecken kann.
      Ahimsa, die Gewaltlosigkeit ist das A & O des Friedens.

    • Ich zitiere mich mal selbst xD

      Frieden ensteht nicht aus einseitigen utopischen Überzeugungen, sondern aus pragmatischen Lösungen und Handlungen die beide Parteien betreffen. Zunächst gibt es in der Regel keinen Frieden der für sich alleine steht, es ist ein Zustand zwischen zwei Parteien. Frieden zwischen A und B gibt es nur wenn A und B Frieden wollen. Dieses „Wollen“ oder die Bereitschaft zum Frieden impliziert nicht unbedingt immer die Notwendigkeit der freiwilligen Zustimmung. Ein Beispiel hierfür ist das nukleare Gleichgewicht bzw. die nukleare Abschreckung: Die mögliche totale Vernichtung zwingt beide Parteien zum Frieden resultierend aus der pragmatischen Feststellung, dass die totale Vernichtung nicht erstrebenswert ist. Was aber nun wenn eine Partei, der Überzeugung ist, dass die totale Vernichtung bzw. die Aufgabe der Existenz im Diesseits nicht so erschreckend ist, da sie im Jenseits sogar mit Vorteilen weitergeführt werden kann?

      Simplifiziert gibt es nur drei Bedingungen für Frieden:

      1. Beide Parteien wollen Frieden ohne Zwang.
      2. Eine oder beide Parteien wollen Frieden aufgrund eines inneren oder äußeren Zwangs.
      3. Eine der Parteien hört auf zu existieren (Vernichtung, Auflösung, Zerschlagung)

      Bis auf Variante 3 müssen immer beide Parteien egal aus welchen Gründen den Frieden „wollen“.
      Was viele wohl aus einer utopischen Vorstellung von Frieden nicht verstehen ist, dass Frieden wenn er nicht aus der Überzeugung und Zustimmung aller Beteilligten selbst gewollt ist, nur mit Zwang und im Extremfall ironischerweise nur mit Krieg selbst erreicht werden kann.

      Man muss zwei Fragen stellen:

      1. Was schafft Frieden ?
      2. Was erhält den Frieden ?

      Ist Frieden der Ursprungszustand muss natürlich nur die 2. Frage beantwortet werden und da ist Gewaltlosigkeit ja der Selbstzweck.

      Im Bezug zur ersten Frage:

      Zynisch ausgedrückt: Frieden bedeutet die Abwesenheit von Gewalttätern, die zuvor mit Hilfe von Gewalt „befriedet“ wurden.

    • Mir fällt noch eine weitere sinnvolle Frage ein (zusätzlich zu den Fragen: Was schafft Frieden? Was erhält Frieden); und zwar:
      Was ist Frieden?

      Und wenn diese 3. Frage beantwortet ist: Wieso sollte ich auf jemand anderen angewiesen sein, um in Frieden zu sein?
      Warum sollte Frieden nur durch Beziehung entstehen?
      Das ist kein Frieden. Das ist Waffenstillstand. Oder ein Sich-gegenseitig-in-Ruhe-lassen.

      Aber so denken wir heute ja leider: Frieden ist die Pause zwischen kriegerischen Auseinandersetzungen,
      wird behauptet. Und das ist krank.

      Frieden als der ursprüngliche Zustand des Menschseins in Einheit und Verbundenheit mit allem, was ist.
      In Verbundenheit vor allem mit sich selbst. Ein Frieden, der durch nichts Äußeres gestört werden kann.
      Diesen Frieden kennen wir heute ja gar nicht mehr.
      Aber er ist immer noch da und wartet in uns darauf, entdeckt zu werden.
      Wenn ihn eines Tages genügend Menschen entdeckt haben werden, dann wird sich die ganze Welt ändern.
      Die Regierungen werden sich ändern. Es werden andere Menschen gewählt werden. Es werden friedfertige Menschen sein, die sich selbst ebenfalls kennen. Und so hat denn jede Gesellschaft die Regierungen und die
      Herrschenden, die sie verdient.

    • Frieden beschreibt den Zustand der direkten oder indirekten Beziehung von mindestens 2 Bezugselementen. Man kann auch selbst das andere Bezugselement sein (innere Frieden – Seelenheil). Die Natur kann natürlich auch ein Bezugselement sein. In der nähe eines Vulkans oder in einem Hurrikan… ist es dort Friedlich ? es kommt auf die Bezugselemente an. Für einen Menschen wäre es dort nicht „friedlich“. Mein Gedanken würden nur „passen“ wenn die Definition von Frieden allein die Abwesenheit von Gewalt egal aus welchen Gründen ist.

      Frieden ist Abwesenheit von Gewalt nur aus friedlichen Gründen – führt irgendwo in eine gedankliche Rekursion.

    • Crane

      Wieso „anmassender“ Zyniker? Was ist daran anmassend? Nichts von dem was ich geschrieben habe ist falsch und, dass es ihnen wehtut liegt einzig an ihrem Kindergarten Denken. Sie sollten beginnen SELBER mal zu denken, anstatt sich über andere zu beschweren die sie aus ihrem albernen Gut-Menschen Bewusstsein aufschrecken.
      Herrn Ganser Analysen sind hervorragend, was er zB mit Karl Marx gemeinsam hat. Der Sinn seiner Rezepte zur Besserung der Welt allein sind es, über den ich mich mokiere. Leider haben die Autoren allesamt hier Angewohnheit NIEMALS auf gestellte Fragen zu antworten, wie sie sicher selber bereits gemerkt haben.

      Nur weil etwas auf kenfm erscheint muss es noch nicht die letzte Wahrheit sein. Im Gegenteil kommt neben hervorragenden Beiträgen eben leider auch viel Verdummung.
      Aber allein für ein Gespräch, wie das mit Gert Ehnts über Geld, nehme ich gerne etlichepeinliche Texte und Kommentare in Kauf. Und so was kommt ja regelmässig.

      Noch zwei Dinge, da ich gerade schon dabei bin ihnen den Tag zu verderben…

      Im Gegensatz zu ihnen habe ich habe 15 Jahre in Indien verbracht und brauche betreffs Ahimsa keine Ratschläge. Studieren sie ihren Mahatma mal etwas sorgfältiger und sie werden da einige Überraschungen in seinem Leben erleben, unangenehme Überraschungen, von wegen Ahimsa.

      Und zweitens braucht man keine Intuition um am Inhalt sofort zu sehen, dass ich nur einen anderen Namen benutze. Wenn sie mir verraten wer mein Passwort geändert hat, und wie es jetzt heisst, benutze ich gern wieder den früheren. Obwohl ich sichrte bin, dass jmand wie sie werde eine Ahnung hat wer Tyler Durden, noch wer Prof Volland noch wer Michel Eyquem ist. Dann wären sie nämlich mit Sicherheit weniger infantil.

      Ich selber gehe allerdings davon aus, dass der Moderator ein Weltenretter wie sie ist und schlicht und einfach nur zensiert hat.

    • @ Michel und Crane

      Als Amateurpsychologe und Spaßseelsorger habe ich das Problem eures zwischenmenschliche Disputs vielleicht erkannt:

      Ein völlig diametrale Definition und ein Verständnis von „richtigen Buddhisten“ und „richtigen Christen“. Da ich nur eine oberflächliche Kenntnis von beiden Religionen habe, kann eben nur eine solche Definition anwenden: richtige Buddhisten und Christen sind friedlich und dem diesseitigen Leben nicht feindlich gesinnt.

      Michel ihre Aussage über Buddhisten und Christen kann daher ich auch nicht nachvollziehen – bei Christen im Bezug auf das alte Testament vielleicht – aber „wahre“ Buddhisten, die massakrieren eher nicht. Wo bei ein Buddhist auch nur ein Mensch ist und daher auch potentiell zu allen Fähig ist im Guten wie im Schlechten. Beim Buddhismus kann ich mir aber nur vorstellen, dass das „Mensch-sein“ zum massakrieren anderer führen könnte aber nicht der Glaube des Buddhismus an sich.

    • Andre

      Ich will ihnen nicht zu nahe treten, aber ich befürchte ihr „Wissen“ zum Buddhismus ist schon extrem oberflächlich. Bevor sie sich eine Meinung zu etwas bilden sollten sie etwas tiefer schürfen? Selbstverständlich hat der Buddhismus eine völlig andere Qualität als jede der drei Monotheistischen Religionen, aber organisierte Religionen entwickeln nun mal alle schlechte Angewohnheiten, vor allem was Geld und Macht angeht. Und der Buddhismus ist da keine Ausnahme. Mir persönlich ist der Buddhismus zu negativ. Ich kann die Regel des Buddha: „Leben bedeutet Leiden“ nicht nachvollziehen. Wo ich auch hinschaue sehe ich immer wieder nur: „Dummheit bringt Leiden“.
      Daher ist mir der wertfreie Zen Buddhismus sehr viel näher. Er ermöglicht es mir auch zB den guten Willen beim gewaltfreien Widerstand der Friedensaktivisten zu erkennen, aber trotzdem klar zu sehen, dass sie nun mal in unserer real existierenden Welt nichts weiter als nützliche Idioten sind und ganz kontra-produktiv systemstabilisierend wirken.

      Was wahre Christen angeht so sind die ebenfalls selten anzutreffen. Ganz im Gegensatz zu den heuchlertischen Fans der römisch-katholischen Kirche, der grössten, ältesten, gauenhaftesten, perversesten, unmenschlichsten Verbrecherorganisation die die armen Bewohner dieses Planeten je misshandelt und verblödet hat.

    • Kein Problem… meine Selbstironie und Ehrlichkeit sowie Unkenntnis über den Buddhismus bot eine wunderbare Gelegenheit für Sie zur Selbstreflexion.
      Den Anfang ihres letzten Kommentars können Sie vielleicht jetzt auch anders betrachten und verstehen. Außerdem kann man jetzt wieder mehr über Inhalte und deren Interpretationsmöglichkeiten diskutieren, da ich annehme Ascrane hat mehr Kenntnis über die buddhistische Lehre.

    • Ignoranz und Dummheit zeigen sich stets in Foren Diskussionen wenn eine Seite mangels Argumenaten Spekulationen über die persönlichkeit des anderen anbietet….

  4. Ach dass man bei einem Ehestreit gleich zur Axt bzw. Gift greift hat mich dann auch ein wenig überrascht. Irgendwie ist mir selbst nie der Gedanke gekommen meine Exfrau auf diese Weise ein Kopf kürzer zu machen. Auf der anderen Seite herrschte im extremsten Fall nur die Intention meine Reflexe mit dem Zuwerfen von Gegenständen zu testen, vielleicht waren aber gerade ihre schrecklichen Kochkünste ein Art verdeckte Kriegsführung um mich zu vergiften.

    • Sich selber ehrlich und realistisch zu sehen ist das, was seit Sokrates alle raten: Sich selber zu kennen. Man muss es ja nicht tun, aber der, dem so ein Gedanke kommt, der sind wirklich sie.

      Und sie wissen es wohl selber? Sie unterscheiden sich nicht im Geringsten von allen anderen Menschen 😉

    • Ich bin der Meinung alle Menschen teilen sich eine gemeinsame Basis, die einer natürlichen Grundordnung folgt.

      Auch wenn wir es nicht wahrhaben wollen, wir denken alle in ähnlichen Mustern und Handeln dementsprechend. Die „Software“ wenn man so will ist die gleiche nur die Einstellungen und Variablen sind unterschiedlich. Daher sind wir auch so leicht manipulierbar.

      Also keiner ist fehlerfrei und jeder kann sich irren.
      Eigentlich müsste ich alle meine Sätze in eine konjunktive Form pressen, weil ich persönlich nie den Anspruch erhebe, dass meine Aussagen Allgemeingültigkeit besitzen.

      Ich zitiere z.B. relativ wenig mit direkten Verweis auf die zitierte Person, nur weil eine bekannte Persönlichkeit sich den gleichen Stuss wie ich zusammengereimt hat bedeutet das nicht zwangsläufig das meine Aussage „wahrer“ wird. Nüchtern betrachtet war zumindest dann eine meist verstorbene Person gleicher Ansicht wie ich.

      Nach Möglichkeit versuche ich mit meiner subjektiven Logik Themen zu betrachten und lass mich weder von Empörungsmanagement noch einer Moralideologie beeinflussen.
      Allerdings lass ich mich auch mit mehr und weniger Großen Widerstand überzeugen von anderen Standpunkten. Wenn man eine Diskussion beginnt mit der Prämisse, dass der eigene Standpunkt nicht verändert werden kann oder darf, dann ist es keine Diskussion sondern ein Intellektueller Monolog.

  5. Bisher hatte ich noch nichts an Herrn Ganser zu kritisieren, aber dieses „Interview“ bzw. Monolog passt nicht zu seinen bisherigen Vorträgen, die ein anderes Niveau aufwiesen. Okay in 8 Minuten muss man seine Botschaften komprimieren und komplexe Zusammenhänge vereinfachen, aber hier ist er übers Ziel hinaus geschossen. Vielleicht wollte er auch mal eine andere Zielgruppe ansprechen, die lieber klare Schwarz-Weis Farbtöne bevorzugt anstatt graue Schattierungen und Abstufungen.

    Die Behauptung an deutschen Schulen herrscht Frieden mag vielleicht im Vergleich zu einer Schule in einem Kriegsgebiet zutreffen, aber nicht im Bezug auf Gewalt die nicht aus kriegerischen Handlungen resultiert. Da ich das Vergnügen hatte fast alle Schulformen persönlich zu erleben, kann ich bezeugen dass es selbst zu meiner Zeit schon in der Hauptschule „bewaffnete“ Konflikte gab.

    „Frieden“ gab’s da nur durch Gewalt. Zynisch ausgedrückt: Frieden bedeutet die Abwesenheit von Gewalttätern, die zuvor mit Hilfe von Gewalt „befriedet“ wurden.

    Bezüglich der Zusammenhänge von 9/11 und Ukraine gute Analysen, aber hier wurde ein wenig zu viel von der Naivolade genascht.

    • Kann nur zustimmen, der ganze gute Ruf von Ganser dürfte bei denkenen Leuten nach diesem Text ruiniert sein.

      Was mich extrem ankotzt in diesem Forum ist, dass weder der betreffende Autor, noch jemand von kenfm sich auch nur die gerinbgste Mühe macht auf irgendwas hier im Forum einzugehen!

    • Viele Artikel stammen aus der „Zweitverwertung“, diese (Fremd)Autoren sind wohl nicht Teil der Community. Das KenFM-Team beteiligt sich wohl nicht direkt an Diskussionen… wäre aber mal doch ein interessantes neues Format KenFM – Kommuniziere mir ins Gesicht, natürlich niveauvoll mit Anspruch.

    • Ich hab eigentlich nichts anderes erwartet als, dass sich die Herren und Damen Autoren den Kommentierern hier stellen….. Trautwetter tut das zB, allerdings ist er unbelehrbar, will gemocht werden und ist zufrieden in seinem Gut-Menschen Status.

      Immerhin sind Menschen wie Trautwetter und Ganser guten Willens. Leider aber eben auch Stützen des Systems und damit letztlich nützliche Idioten. Traurig…

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