Was es ist…

Ein Gedicht von Bernhard Trautvetter.

Das Leben
zwischen Vaters Samenerguss vor meiner Zeit
und meinem letzten Atemzug
Schatten und Glück, Wärme und Gewalt
fließende Übergänge
zwischen Trauer und Erfüllung des großen Traums
Wendungen, Risse und Liebe bis der Tod uns scheidet.
Das Wechselspiel ziehender Wolken
mit der Sonne
und dem neuen Mond der langen Nacht.
Sie bergen das offene Geheimnis,
das zu erahnen
die Freude wächst
selbst
wenn der große Strom
vieles mit sich reißt
was mir ans Herz gewachsen
lerne ich schwimmen
indem ich versuche
nicht unterzugehen
zwischen Quelle und Mündung
immer weiter
Horizonte weiten
die Seele
in der Begegnung
mit Seelen von Mensch
über uns hinaus
Im Angesicht
weisen Mutes
beherzt
Anmut
erahnen
ganz tief
auch wenn wir es nicht verstehen
ist es
ein Geschenk
des Lebens
wie es scheint

+++

Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung.

+++

KenFM bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Meinungsartikel und Gastbeiträge müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.

+++

KenFM jetzt auch als kostenlose App für Android- und iOS-Geräte verfügbar! Über unsere Homepage kommt Ihr zu den Stores von Apple und Google. Hier der Link: https://kenfm.de/kenfm-app/

+++

Dir gefällt unser Programm? Informationen zu Unterstützungsmöglichkeiten hier: https://kenfm.de/support/kenfm-unterstuetzen/

4 Kommentare zu: “Was es ist…

  1. Wie wäre es, mit ‚zwischen Vaters „ekstatischer Freude“ vor meiner Zeit‘,
    statt des fünften Wortes, das einem hypersensiblen Phantasiebegabten
    wirklich Ekel verursacht.
    Aber ich vergesse, daß solche Themen ja jetzt schon, dank der Grünen,
    in die Kindergärten eingeführt werden sollen.

    Na dann.

    Nicht mehr von dieser Welt,
    Rulai

  2. Genau so is es… wie in dem Bild ersichtlich: Schnurgerade Bäche; keine Möglichkeit für das Wasser, zu leben; kaum (keine) Möglichkeit für die Natur, sich in irgendeiner Form zu entfalten oder sich auch nur am leben zu erhalten!!!

    Denkt nach!!!!

    • Liebe/r Schual
      Beim NachDenken stieß ich darauf, dass Wasser seinen ganz eigenen Weg findet, etwa z.B. in den mit abgebildeten Wolken. Die Zivilisation kann die Quelle auch ihres Lebens letztlich doch nicht ein-engen, schon gar nicht auf Dauer. Aber solange es uns gibt, können wir schwimmen lernen, indem wir uns darauf ausrichten, nicht unterzugehen.
      Dann können wir sogar über uns hinaus wachsen…

Hinterlasse eine Antwort