Was steckt hinter den „Panama Papers“?

Von Ernst Wolff.

Die Enthüllung der „Panama Papers“ hat sich wie ein Lauffeuer rund um den Globus verbreitet. Kaum ein Medium, das nicht darauf verweist, dass es sich bei den 2,8 Terrabyte Daten, 214.000 Firmenadressen und insgesamt mehr als 11 Millionen Dokumenten um das „größte Datenleck“ der jüngeren Geschichte und damit um eine journalistische Sensation ersten Ranges handelt.

Journalisten preschen bereits vor und behaupten, mit diesen Enthüllungen sei ein großer Schritt zur Trockenlegung aller globalen Steueroasen für Superreiche und korrupte Machthaber getan. Auch die internationale Politik schließt sich an, entrüstet sich medienwirksam, fordert Strafverfolgung und mahnt strenge Konsequenzen wie die Schließung weiterer Steuerschlupflöcher an.

Von langer Hand vorbereitet

Bei näherem Hinsehen stellt man allerdings fest, dass die Auswahl an Steuersündern zum einen recht einseitig ausfällt und zum anderen außergewöhnlich gut in das Konzept der US-Regierung passt. So werden bisher nicht bestätigte Vorwürfe gegen das Umfeld von Wladimir Putin und die Tochter des chinesischen Ex-Präsidenten erhoben, während man unter den aufgeführten Steuersündern vergeblich nach einem einzigen US-amerikanischen Staatsbürger sucht.

Bei der Enthüllung der Daten handelt es sich auch keinesfalls um eine journalistische Bombe, die über Nacht geplatzt ist, sondern um einen von langer Hand vorbereiteten Coup, bei dem nichts dem Zufall überlassen wurde: 400 Journalisten von 100 Medienorganisationen in rund 80 Ländern waren mehr als 12 Monate lang mit der Auswertung der Daten beschäftigt.

Die US-Jagd nach Steuersündern

Da man getrost davon ausgehen kann, dass die betroffenen Medien sich fest in der Hand internationaler Investoren befinden, sollte man von den „Panama Papers“ keine Enthüllungen erwarten, die der internationalen Finanzelite gefährlich werden könnten. Was aber steht dann hinter der Veröffentlichung dieser angeblich so brisanten Informationen?

Die Frage beantwortet sich von selbst, wenn man die Politik der USA gegenüber den größten Steueroasen der Welt in den vergangenen Jahren näher betrachtet.

Vor allem seit der Jahrtausendwende hat die amerikanische Regierung nichts unversucht gelassen, um an das Geld ihrer eigenen steuerhinterziehenden Bürger heranzukommen. So hat der US-Kongress 2010 das Fatca-Gesetz (Foreign Account Tax Compliance Act) verabschiedet, das außerhalb der USA gelegene Finanzinstitute dazu zwingt, alle Kontodaten von US-Bürgern an die US-Steuerbehörde IRS (Internal Revenue Service) zu melden.

Unter anderen gerieten die Schweiz, Luxemburg, Monaco, Zypern Singapur und die Cayman Islands ins Visier der US-Justiz. Inzwischen haben zahlreiche Schweizer Banken nach Strafzahlungen in Milliardenhöhe das Angebot der USA auf Verzicht auf Strafverfolgung angenommen, ihre Taktiken zur Steuerhinterziehung offengelegt und damit das Ende des Schweizer Bankgeheimnisses besiegelt.

Die Doppelstrategie der US-Regierung

Das Ergebnis der amerikanischen Härte war allerdings eher ernüchternd: Die Gelder flossen im großen Stil aus den alten in neue Steueroasen. Deshalb suchten die USA nach einem neuen Weg, um an das Geld von Steuerflüchtlingen heranzukommen und änderten die eigene Taktik: Im Rahmen der G 8 und der G 20 spielten sie die eigene Macht aus und erwirkten, dass deren Mitglieder und die der OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) einem Abkommen über den Automatischen Informationsaustausch (AIA) zustimmten.

In diesem Abkommen verpflichten sich fast 100 Staaten, gegenüber ausländischen Steuerbehörden, die Vermögensverhältnisse von deren Staatsbürgern offenzulegen. Nur wenige Länder haben dieses Abkommen nicht unterzeichnet – Bahrain, Nauru, Vanuatu… und die USA.

In anderen Worten: Die USA haben die ganze Welt mit Nachdruck zur Offenlegung des Steuergeheimnisses gedrängt, die dazu durchgesetzten Vorschriften selbst aber nicht übernommen. Und das ist nicht alles: In den vergangenen Jahren haben sie vier ihrer Staaten in wahre Steuerparadiese für internationales Kapital verwandelt.

Das neue Steuerparadies USA

So galt der Staat Delaware bereits seit langem als idealer Platz zur Steuervermeidung und zur Einrichtung von Briefkastenfirmen. Dort sind, wie die New York Times 2013 ermittelte, in einem einzigen Haus in Wilmington 285.000 Gesellschaften ansässig. Sämtliche Dax-Unternehmen wie auch die Deutsche Bank und internationale Giganten wie Apple und Coca-Cola nutzen die Steuervorteile und die Verschwiegenheit der Behörden.

Aber nicht nur Delaware, sondern auch South Dakota und Wyoming zählen inzwischen zu den US-Plätzen, in denen ein uneingeschränktes Bankgeheimnis gilt und in die seit einiger Zeit Milliarden aus aller Welt fließen. Die Genfer Vermögensberatung Cisa Trust, die ultrareiche Südamerikaner berät, ist ebenso nach South Dakota gezogen wie Trident Trust, einer der weltgrößten Anbieter von Offshore-Konten, der der Schweiz und den Cayman Islands den Rücken gekehrt hat.

Und noch ein Staat ist inzwischen hinzugekommen: Nevada. Hier hat die Schweizer Rothschild Bank 2013 in Reno eine Filiale eröffnet, die sich um die Vermögen ultrareicher Familien aus aller Welt kümmert und sich die weltweit wohl einmaligen Vorschriften für Geschäftsfirmen zunutze macht: Keine Stammkapitalpflicht, keine Buchführungs- und Bilanzierungspflicht, keine Aufbewahrungspflicht für Belege und Nachweise zur Mittelverwendung und – bei entsprechender anwaltlicher Beratung – keine Betriebsprüfungen.

Die USA haben es also nicht nur geschafft, den Rest der Welt zu zwingen, ihnen bei der Jagd auf eigene Steuersünder zu helfen, sondern den übrigen Staaten der Welt auch noch deren Steuersünder abspenstig gemacht und so für den Zustrom riesiger Summen ins eigene Land gesorgt. Damit haben sie zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: Sie haben die Konkurrenz empfindlich geschwächt und dazu beigetragen, dass der Zustrom von Milliarden von Dollar ins eigene Land die eigene Zahlungsbilanz aufbessert und den kränkelnden Dollar – zumindest vorübergehend – stützt.

Warum dann aber noch die Veröffentlichung der „Panama Papers?“

Mit Hilfe der „Panama Papers“ wird nun dieser Strom noch zusätzlich befördert, und zwar durch die Zurückhaltung von Informationen: Welcher Ultrareiche und welcher Politiker weiß schon, ob er nicht auch noch in irgendeiner Liste auftaucht? Was wird er tun, um seinen Kopf aus der Schlinge zu ziehen? Vermutlich wird er sein Vermögen so schnell wie möglich in das neue Steuerparadies USA transferieren…

Und ganz nebenbei dienen die „Panama Papers“ auch noch dazu, bisher nicht belastete unliebsame Politiker und Konkurrenten auf dem Finanzmarkt unter Druck zu setzen, denn von einem kann man wohl ausgehen: Die Zahl führender Persönlichkeiten, die angesichts der angekündigten Veröffentlichung zusätzlicher Informationen derzeit gut schlafen können, weil sie sich in der Vergangenheit nichts haben zuschulden kommen lassen, dürfte sich in Grenzen halten.

 

Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Artikels.

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47 Kommentare zu: “Was steckt hinter den „Panama Papers“?

  1. Ich kenn den Mann nicht. Also weiß ich nicht ob er über eine blühende Phantasie verfügt, oder nict aller Welt zugänglichen Informationen. Auffällig ist er mir geworden, weil er teils weit zurückliegende Ereignisse, mit aktuellen in Verbindung bringt, sie zusammenknüpft und eine Kette herstellt.
    Jedenfalls ist es (für mich) regelrecht spannend seine Ausführungen zu lesen. – Thierry Meyssan

    Die « Panama Papers »! – Warum?
    von Thierry Meyssan

    Ganz im Gegensatz zum Anschein, wird die Kampagne der „Panama Papers“ die finanziellen Unterschlagungen nicht einschränken und die Gestaltungspielräume nicht erweitern, sondern ganz im Gegenteil. Das System wird sich etwas mehr rund um Großbritannien, die Niederlande, die USA und Israel zusammenziehen, der Art, dass nur diese die Kontrolle haben. Unter Verletzung der Gleichheit vor dem Gesetz und ihrer Berufsethik, haben die Mitglieder des internationalen Konsortiums investigativer Journalisten sich zum Handlanger der Feinde der Freiheit und der Verteidiger des Großkapitals gemacht, und die Tatsache, dass sie im Vorbeigehen den ein oder anderen Ganoven aufgepickt haben sollen, ändert daran rein gar nichts. Erläuterungen.

    Die Wirtschafsstrategie der USA

    Gleich zu Beginn seiner Amtszeit hat Präsident Obama die Historikerin Christina Romer zur Vorsitzenden seines Komitees von Wirtschaftsberatern ernannt. Diese Professorin an der University of Berkley ist eine Spezialistin der Krise von 1929. Nach ihrer Ansicht hat weder der „New Deal“ von Roosevelt, noch der Zweite Weltkrieg es ermöglicht die Krise zu überwinden, sondern nur der Zufluss europäischen Kapitals ab 1936, auf der Flucht vor „dem Ansteigen der Gefahren“.

    Genau auf dieser Grundlage hat Barack Obama seine Wirtschaftspolitik geführt. In erster Linie hat er dafür gesorgt, dass sämtliche Steuerparadiese die Washington oder London nicht kontrollieren, geschlossen wurden. Dann hat er die Destabilisierung Griechenlands und Zyperns organisiert, der Art, dass die europäischen Kapitalien sich in die angelsächsischen Steuerparadiese flüchteten.

    Alles hat angefangen im Dezember 2008 in Griechenland, mit Demonstrationen in Folge der Ermordung eines Heranwachsenden durch einen Polizisten. Die CIA hat mit Autobussen aus dem Kosovo Schläger herangeschafft, um eine Demonstration durcheinander zu bringen und einen Anfang von Chaos zu installieren [1]. Das Finanzministerium konnte anschließend verifizieren, daß griechisches Kapital das Land verließ. Da das Experiment überzeugend verlaufen war, beschloss das Weiße Haus diesen fragilen Staat in eine Finanz- und Wirtschafskrise zu stürzen, die sogar die Existenz der Euro-Zone in Frage stellen sollte. Jedes mal, wenn man Fragen über eine eventuellen Ausschluss Griechenlands aus dem Euro oder über eine Auflösung der Eurozone stellte, stürzten sich, wie vorgesehen, die europäischen Kapitalien in die verfügbaren, vorwiegend britischen, US oder niederländischen Steuerparadiese. 2012 wurde gegen das zypriotische Steuerparadies eine andere Operation geführt. Alle Bankkonten über 100.000 Euro wurden konfisziert. Das war das erste und einzige Mal in einer kapitalistischen Wirtschaft, dass man eine derartige Enteignung beobachten konnte [2].

    Im Lauf der letzten acht Jahre konnten wir bei zahlreichen G8 und G20 Gipfel zusehen, die aller Art internationale Regeln aufgestellt haben, angeblich um der Steuerflucht zuvor zu kommen [3]. Hingegen, waren diese Regeln erst einmal von allen angenommen worden, haben sich die USA, – und in einem geringeren Maß Israel, die Niederlande und Großbritannien – davon wieder entbunden.
    Die Steuerparadiese

    Jedes Steuerparadies hat einen spezielles juristisches, aber generell skurriles Statut.

    Aktuell sind die Haupt-Steuerparadiese „Der unabhängige Staat der City von London“ (Mitglied von GB und Nordirland), der Staat Delaware (Mitglied der USA), und Israel, aber es gibt noch viele weitere Steuerparadiese, vor allem britische, angefangen von den Kanalinseln Jersey und Guernsey (Mitglied des Herzogtums der Normandie und unter diese Titel unter der Autorität der Königin von England, aber weder Mitglied von GB noch der EU), Gibraltar (ein spanisches Territorium, welches das Königreich illegal besetzt hält und dessen Steuerhoheit britisch ist ), bis zu Anguilla, die Bermudas, die Caiman Inseln, die Türkischen Inseln, die Jungferninseln oder Montserrat. Es gibt auch einige die zu den Niederlanden gehören, wie Aruba, Curacao oder Sint Maarten.

    Ein Steuerparadies ist eine „Zollfreigebiet/Freihandelszone“ [4] welches sich über ein ganzes Land erstreckt. Während, in der kollektiven Vorstellung, ein Zollfreigebiet für die Wirtschaft unverzichtbar ist, so ist ein „Steuerparadies“ eine Kalamität, indessen sind beide genau dasselbe. Sicher, manche Unternehmen missbrauchen Zollfreigebiete um keine Steuern zu zahlen und andere missbrauchen Steuerparadiese, aber das ist kein Grund, diese, für den internationalen Handel unverzichtbaren Werkzeuge, in Frage zu stellen.

    In ihrem Krieg gegen NICHT! angelsächsische Steuerparadiese haben die USA ihre Schläge vor allem gegen die Schweiz gerichtet [5]. Dieses Land hatte ein striktes Bankgeheimnis entwickelt, welches kleinen Marktteilnehmern erlaubte Transaktionen ohne das Wissen Großen durchzuführen. Indem sie die Schweiz dazu zwangen ihr Bankgeheimnis aufzugeben, haben die USA ihre Massen-Überwachung wirtschaftlicher Transaktionen ausgeweitet. Auf diese Weise können sie bequem die Konkurrenz manipulieren und die Tätigkeit kleiner Marktteilnehmer sabotieren.

    Die « Panama Papers »

    Genau in diesem Kontext hat Washington der Süddeutschen Zeitung 11 500 000 digitalisierte Dokumente geliefert, geraubt beim viertgrößten Anwaltsbüro der Welt, welches damit beauftragt wird, Off-Shore Firmen zu gründen. [6] Da diese Ausspähung ein Verbrechen war, sind die vorgeblichen „Whistleblower“, welche sie durchgeführt haben, anonym geblieben. Mit Sicherheit hat Washington zunächst sorgfältig die Dokumente sortiert und in erster Linie alle die aussortiert die US-Bürger oder US-Unternehmen betreffen, wie dann wahrscheinlich auch alle diejenigen welche ihre guten Verbündeten betreffen. Die Tatsache, daß einige vorgebliche Verbündete, die ein gespanntes Verhältnis zu Obama’s Verwaltung haben – wie Präsident Petro Porochenko – in diesen Dokumenten auftauchen, bestätigt uns, dass sie gerade von ihrem mächtigen Beschützer fallen gelassen wurden.

    Da nun Panama ein spanisch-sprachiger Staat ist und die Süddeutsche Zeitung in Deutschland herausgegeben wird, wurden die gestohlenen Dokumente von ihren Spionen englisch umbenannt in: „Panama Papers“

    Nebenbei versuchen die Urheber dieser Albernheit uns davon zu überzeugen, daß alle Menschen, die sich gegen Washington auflehnen Diebe seien. Erinnern wir uns zum Beispiel der Kampagnen, die gegen Fidel Castro geführt wurden, angeklagt ein Drogenhändler zu sein und von Forbes unter die größten Vermögen der Welt eingeordnet [7]. Um die schwierigen Lebensbedingungen der Familie Castro in Kuba festgestellt zu haben, frage ich mich, wie man einen solchen Schwindel aufziehen konnte. Die neuen geheimen Magnaten wären also Wladimir Putin, Bachar al-Assad und Mahmud Achmadinejad – dessen Einfachheit wirklich legendär ist – .

    Diese Propaganda gegen politische Gegner ist nur die herausragende Spitze des Eisbergs, das Wichtige ist die Zukunft des internationalen Finanz-Systems.

    Verletztung der journalistischen Ethik

    Die Süddeutsche Zeitung ist Mitglied des International Consortium of Investigative Journalists (ICIJ), eine Vereinigung nicht nur, wie man anhand des Titels glauben könnte, spezialisiert auf den investigativen Journalismus, sondern auf die Aufdeckung von Finanzverbrechen.

    In Gesellschaften republikanischer Ordnung, muss gleiches Recht für alle gelten. Aber die ICIJ, die seit ihrer Gründung bereits mehr als 15 Millionen Dateien veröffentlicht hat, hat sich noch nie gegen die Interessen der USA gerichtet. Sie kann somit mit Sicherheit nicht vorgeben aus Sorge um Gerechtigkeit zu handeln.

    Außerdem ergeben sich aus den republikanischen Prinzipien unserer Gesellschaft für Journalisten Verpflichtungen. Diese wurden in der Charta von München formuliert und 1971 von allen Berufsverbänden des gemeinsamen Marktes angenommen, dann durch die Internationale Föderation der Journalisten auf den Rest der Welt ausgedehnt.

    Ich verstehe vollkommen, dass dieser Text [Charta von München] manchmal schwer zu ertragende Beschränkungen fordert. Und ich habe vor einigen Jahren auch noch zu denjenigen gehört, die es für nützlich hielten von Zeit zu Zeit diese Grenzen verletzen zu können. Aber die Erfahrung zeigt, dass eine Verletzung stets den Weg frei macht zu weiteren Verletzungen, die sich gegen die Bürger wenden.

    Die Journalisten des International Consortium of Investigative Journalists haben sich keinerlei ethische Fragen gestellt. Sie haben es akzeptiert an gestohlenen und vorsortierten Daten zu arbeiten ohne die geringste Möglichkeit ihre Authenzität zu verifizieren.

    Die Charta von München gibt vor, dass Journalisten nur Informationen veröffentlichen, deren Ursprung bekannt ist, dass sie keine wichtigen Informationen unterschlagen und die Texte und Dokumente nicht manipulieren; schließlich, dass sie keine unlauteren Methoden einsetzen um Informationen, Fotografien und Dokumente zu erhalten.

    Drei Forderungen, welche sie in vollkommener Kenntnis der Sachlage verletzt haben, was sie aus allen professionellen Instanzen ausschließen und die Amtsenthebung der Direktoren von BBC, France-Televisions, ARD, ZDF, NRK, usw. und warum nicht auch von Radio Free Europe/Radio Liberty (der Sender der CIA die selbst auch Mitglied des Journalisten-Konsortiums ist) nach sich ziehen müsste.

    Und das ist nicht die erste Aufdeckung des International Consortium of Investigative Journalists. Es hat bereits 2013 2,5 Millionen Dateien, gestohlen bei 120.000 Off-Shore Firmen, veröffentlicht. Dann wieder es, welches 2014 die Verträge, welche die Verträge, die zwischen Luxemburg und Multis zur Nutzung von Steuerprivilegien geschlossen worden waren, aufgedeckt hat. Und es war wieder es, welches 2015 die Konten der britischen HSBC Bank in der Schweiz aufdeckte.

    Das International Consortium of Investigative Journalists, man zweifelt kaum, wird von zahlreichen Organisationen, die mit dem CIA verbunden sind, finanziert, wie die Ford Foundation und die Stiftungen von George Soros. Dieser Letztere ist der interessanteste: Für die Mitglieder der ICIJ kommt das Geld des Herrn Soros nicht von der CIA, sondern von seinen Finanzspekulationen zum Nachteil der Völker, was es akzeptabler machen sollte.

    Kein Widerstand ohne nicht-angelsächsische Steuerparadiese

    Dass die Hisbollah Firmen und geheime Konten in Panama besitzt, ist im übrigen nicht überraschend. Ich habe in einem der letzten Artikel die Anstrengungen des libanesischen Widerstandes dargestellt, sich selbst zu finanzieren ohne von iranischen Subventionen abhängig sein zu müssen. Die komplexe finanzielle Konstruktion, der sie sich ausgesetzt hat wird vollkommen neu aufgesetzt werden müssen, sonst wird der Libanon wieder die Beute seiner israelischen Nachbarn.

    Dass Präsident Ahmadinejad Off-Shore Firmen gegründet haben soll, um das Embargo zu umgehen, dessen Opfer sein Land war, um Öl zu verkaufen, ist nicht nur kein Verbrechen sondern, das dient ihm vollkommen zur Ehre.

    Dass die Familie Makhluf, die Cousins von Präsident el-Assad, eine Finanz-Konstruktion benutzt hat um das illegale Embargo der Westmächte zum umgehen und den Syrern zu erlauben, sich während FÜNF Jahren Angriffs-Krieg zu ernähren, ist ebenfalls völlig legitim.

    Was wird übrig bleiben von dieser breiten Entrümpelung? Zunächst ist die Reputation Panamas zerstört und wird lange Jahre brauchen um sich wieder zu erholen. Dann werden kleine Gauner, die das System missbraucht haben, vor Gericht verfolgt werden, während zahllose ehrenwerte Geschäftsleute sich werden lange vor den Gerichten verteidigen müssen. Aber, entgegen allem Anschein, diejenigen, welche diese Kampagne vom Zaun gebrochen haben, werden darüber wachen, dass sich nichts ändert. Das System wird also weiter bestehen, aber immer mehr allein zum Vorteil von GB, der Niederlande, der USA und Israel. Im Glauben ihre Freiheiten zu verteidigen, werden diejenigen, die an dieser Kampagne teilgenommen haben, sie realiter reduziert haben.

    Thierry Meyssan

    Übersetzung
    Ralf Hesse

    [1] Vielen Dank den Lesern, die das Interview, welches ich einem griechischen Medium zu diesem Thema 2009 gegeben habe, wiederfinden. Ich hatte keinen Artikel geschrieben, nur gerade einen Absatz zu diesem Vorfall in « La „révolution colorée“ échoue en Iran », von Thierry Meyssan, Réseau Voltaire, 24 Juni 2009.

    [2] „Die zypriotische Schachfigur“, von Thierry Meyssan, Übersetzung Horst Frohlich, Al-Watan (Syrien) , Voltaire Netzwerk, 25. März 2013.

    [3] « Le G 20 : une hiérarchisation des marchés financiers », par Jean-Claude Paye, Réseau Voltaire, 9 avril 2009.

    [4] Anm.d.Übers.: Man denke hier u.a. an die sog. „Freihäfen“ die es in allen großen, internationalen Seehäfen gibt, wie z.B. auch in Hamburg und welche dazu dienen Waren und Güter unter legaler Vermeidung von Zollformalitäten und Aussetzung von Steuern, weiter zu handeln. Weiterhin dient es zu weiteren legalen Steuer-Transformationen, die schließlich für den Finanzbedarf eines Unternehmens von Bedeutung sind“

    [5] « Lutte contre la fraude fiscale ou main mise sur le système financier international ? », « UBS et l’hégémonie du dollar », par Jean-Claude Paye, Réseau Voltaire, 3 mars et 21 octobre 2009.

    [6] Anm.d.Übers.: Kundigen Lesern ist bekannt, dass Stefan Kornelius, der Chef des Außenressorts der SZ tief in die Strukturen der Atlantikbrücke, ein US-Netzwerk, involviert ist, was in diesem Zusammenhang sicherlich ein weiterer schlüssiger Zufall ist.

    [7] « Forbes invente la fortune de Fidel Castro », par Salim Lamrani, Réseau Voltaire, 24 mai 2006.
    Thierry Meyssan

    http://www.voltairenet.org/article191147.html

  2. Irgendwie hat das Programm zwei wichtige Wörter geschluckt.
    Hier Dietrich Kittners Gesdchichte richtig:
    Dietrich Kittner sagte einmal:
    Es begab sich dereinst, dass es einmal ein Mensch alleine durch seiner Hände Arbeit zu großem Reichtum gebracht hat.
    Und nächste Woche erzähle ich Euch ein anderes Mächen.

  3. Lieber Michael Kannelos,
    danke für die Anmerkung, das Diskussionsangebot. Ich antworte erst einmal passend zum Thema:
    Der Reichtum der einen ist nicht alleine das Ergebnis eigener Arbeit. Dietrich Kittner sagte einmal: Es begab sich dereinst, dass es einmal alleine durch seiner Hände Arbeit zu großem Reichtum gebracht hat. Und nächste Woche erzähle ich Euch ein anderes Mächen. Zur Armut dies aus einem Jean Ziegler-Interview::
    >> Laut ECOSOC-Statistik sind vergangenes Jahr 52 Millionen Menschen Epidemien, verseuchtem Wasser, Hunger und Mangelkrankheiten zum Opfer gefallen. Der deutsche Faschismus brauchte sechs Kriegsjahre, um 56 Millionen Menschen umzubringen – die neoliberale Wirtschaftsordnung schafft das locker in wenig mehr als einem Jahr.
    FRAGE: Haben Sie mit Ihrer Arbeit in den UN etwas bewegen können?
    -Wohl eher mit meinen Veröffentlichungen. Mein Buch basiert nicht nur auf Statistik, es ist auch ein Erlebnisbericht, ich habe die Lage in vielen Ländern an Ort und Stelle studiert. Ich kann jetzt genau sagen, wer die Halunken sind – kann aber auch darauf hinweisen, welche Hoffnungen es gibt. Für die Völker des Südens hat der dritte Weltkrieg längst begonnen. … Immer mehr Menschen wird es klar, daß diese kannibalische Weltordnung von Menschen gemacht wurde und auch von ihnen gestürzt werden kann.<< (Junge Welt 15.11.2012) Jean Ziegler nimmt die Verantwortung für Strukturelles sehr persönlich. Keiner muss sich auf einen faustschen Pakt einlassen, um ein Rad im Getriebe des Systems menschlichen Zusammensterbens zu sein. Natürlich kann jeder Arbeiter theoretisch zum Kapitalisten werden. Theoretisch.

    • @ Bernhard Trautvetter
      Es gibt in großen Teilen Afrikas und Asiens keinerlei Neoliberalismus.

      Sondern was da – mit in den letzten Jahren erschreckend zunehmender Tendenz – praktiziert wird, ist die gezielte Verhinderung von Demokratie (Nordafrika, Nahost, Golfstaaten) bzw. die gezielte Verhinderung von wirtschaftlichem Fortschritt (Afrika südlich der Sahara, Sahelzone).
      Islamdiktaturen, failed states oder auch postkoloniale Marionettenstaaten, die einigen wohlgesonnenen Firmen aus reichen Industriestaaten Monopole einrichten und ihre eigenen Bürger (bis auf ein paar Reiche) unterdrücken, haben mit Neoliberalismus kaum etwas zu tun.
      Das betrifft bei den Islamdiktaturen natürlich die fehlende Religionsfreiheit. Bei den failed states und bei den sogenannten ‚Drittweltstaaten‘ Afrikas ist aber genau die fehlende(!) Marktwirtschaft das Problem. Wenn starke Nationen ggf. mit militärischer Gewalt oder Korruption Monopolfirmen etablieren und damit Länder ausgebeutet werden, ist das das genaue Gegenteil des marktliberalen Ansatzes, aber genau das passiert regelmäßig, das wird ja hier oft beschrieben.

      Ein erstaunlich ignorierter Punkt ist ein Markenzeichen kommunistischer und sozialistischer Staaten, aber das ist leider keineswegs auf diesebeschränkt: Das Problem der fehlenden Reisefreiheit.
      Ich bin klar der Meinung, dass es generell einen schweren Grundrechtsverstoß darstellt, wenn Staaten wie früher die Ostblockstaaten es taten ihre eigenen Bürger einsperren, indem sie Ausreisevisa verlangen, die willkürlich vergeben werden. Alleine das ist aber in zahlreichen Staaten von Syrien über Kuba bis Nordkorea und den Iran und teilweise auch Saudi-Arabien Realität. Aber sogar damit ist das Problem nicht komplett beschrieben. Viele Staaten, insbesondere in Afrika und Asien verweigern nämlich ihren ärmeren Bürgern ohne Rechtsgrundlage, aber de facto, Reisepässe, indem z.B. ‚Beziehungen‘ oder Schmiergelder für Pässe verlangt werden.
      Wenn ich Zeit finde, stelle ich dazu mal eine Liste auf, ich weiß jetzt schon, dass das Gesamtbild erschreckend ausfallen wird. Dass das seit dem Ende des Kalten Krieges kaum noch offizielles Thema westlicher Politik ist, spricht Bände.
      Und das zeigt, dass (neo)liberale Politik weder auch nur ansatzweise weltweit vorherrscht noch der Westen auch nur ansatzweise etwas dafür tut, diese wirklich zu propagieren.
      Ehrlich gesagt vergleiche ich die Benutzung des Wortes ’neoliberal‘ seitens der Linken inzwischen mit der sinnentleerten Benutzung des Wortes ‚Verschwörungstheorie‘ seitens der US-diktierten Propaganda-Desinformations-Maschinerie in den Medien. Es wird einfach alles so genannt, was der Gegenseite entspricht.

  4. Die Panama Papers können den unausgesprochenen Subtext vermitteln, der Gier vieler schwarzer Schafe untergräbt das an sich funktionsfähige System. Eine andere Art, das Geschehen zu interpretieren, geht dahin, dass der Mensch nun einmal von Natur aus ein Egozentriker ist. Beide Herangehensweisen stellen den Kapitalismus nicht infrage. Dann können auch Konservative sehr kritisch werden. Das verfehlt nur die radikale, das heißt an die Wurzel des Übels gehende Kritik: Unabhängig von der Frage, ob es Geier gibt, die sich auf Kosten der Gemeinschaft bereichern, ist der Kapitalismus das System gegen die menschlichkeit. Es fängt damit an, dass Kapitalbesitzer Lohn-Abhängigen gegenüberstehen, die sie einstellen, wenn deren Arbeitsleistung deutlich mehr erwirtschaften hilft, als die Höhe des Lohnes, den sie den Abhängigen für die Arbeitsleistung zahlen. Und dann finden sich die Kapitaleigner in der Konkurrenz um Marktanteile wieder, vom Wachstumszwang des sogenannten Marktes zu einer Haltung gezwungen, bei der oft der Zweck die Mittel ‚heiligt‘. Es sind keine Poroschenkos, Messis, Schreibmaschinen-Produzenten (Olympia…), Regierungs-Chefs,… Es ist das System, das den individuellen kurzfristigen Vorteil Einzelner, die genug macht innehaben, über das Wohl der Gemeinschaft stellt, es ist der Kapitalismus. Welche Transparenz, welche juristischen Finessen auch immer den Profiteuren das Handwerk zu legen versuchen, erst eine Gesellschaft, die nicht den Egoismus des Einzelnen zur Quelle des Wohlergehens aller ausruft, wird die soziale Realität ermöglichen, die des Menschen kooperative Wesenseigenheiten zu voller Entfaltung zu bringen vermag.

    • @Bernd Trautvetter
      Ich möchte hier ganz klar widersprechen.
      Kapitalismus bedeutet vor allem, dass Lohnabhängige selbst Firmen gründen können und ihren Job frei wählen können.
      Das ist im Kommunismus nicht der Fall und war auch im real existierenden Sozialismus nicht der Fall.
      Der grassierende Korporatismus ist näher am, Sozialismus als an echter Marktwirtschaft, insbesondere habe ich bei den Protagonisten mancher Konzerne und auch Banken den Eindruck, dass deren Denken eher Politbüromitgliedern ähnelt als echten Unternehmern. Google hilft – es waren und sind vor allem Bankmanager, die das Bargeld am liebsten abschaffen wollen, was einen diktatursozialistischen Rückschlag ungekannten Ausmaßes bedeuten würde.
      In keinem System wird auch nur ansatzweise so viel wirklich geleistet wie im Kapitalismus. Es war und ist der echte Kapitalismus, abgefedert durch marktkonforme soziale Sicherung, der in jeder Hinsicht genau den Fortschritt gebracht hat und bringt, von dem Marx und Lenin (ich glaube sogar wirklich) damals träumten.
      Das ist einer der großen Treppenwitze der Menschheitsgeschichte.
      Was auch ständig ‚vergessen‘ wird. Der Liberalismus, sogar der Neoliberalismus nach FDP-Version, hat für die arbeitende Bevölkerung mit der Tarifautonomie und dem Streikrecht ein veritables Grundrecht. Wer dieses Recht attackiert, sind neben turbokapitalistischen Arbeitgeberfunktionären nicht die Neoliberalen, sondern die Sozialisten, die die Gewerkschaften in Deutschland seit langem größtenteils unterlaufen und zerstört haben (Ausnahmen wie die GDL werden massiv von diesen Leuten bekämpft). So ziemlich das Erste, was Sozialisten und Kommunisten machen, wenn sie Macht haben, ist die Zerstörung der Gewerkschaftsrechte. Auch in Deutschland wurde das desaströse ‚Tarifeinheitsgesetz‘ nicht etwa von CDU/FDP beschlossen (die Justizministerin der FDP, Fauz Leutheusser-Schnarrenberger hat es verhindert), sondern von der übergroßen Mehrheit aus CDU/CSU/SPD in neuer ‚DDR‘-Attitüde (man kann hoffen, dass das Verfassungsgericht dem ein Ende setzt, aber ich bin kein Verfassungsjurist, ich halte das Gesetz allemal für verfassungswidrig).
      Sozialismus und Kommunismus stehen für Zwangsarbeit und Ausbeutung. Zum Beispiel will Kuba llen Ernstes Ärzte für ihre gfute Ausbildung bestrafen, indem es ihnen gezielt(!) die Ausreise verweigert. Das zeigt, wie wenig die wirklich Leistung und auch nur Arbeit schätzen. Schlicht verlogen ist das, ähnlich wie es deren wahre Nachfolger in Europ – die Rechtspopulisten – sind.

    • @Bernd Trautvetter
      Der letzte Satz noch einmal korrigiert:
      Sozialismus und Kommunismus stehen für Zwangsarbeit und Ausbeutung. Zum Beispiel will Kuba allen Ernstes Ärzte für ihre gfute Ausbildung bestrafen, indem es ihnen gezielt(!) die Ausreise verweigert. Das zeigt, wie wenig die wirklich Leistung und auch nur Arbeit schätzen. Schlicht verlogen ist das, ähnlich wie es deren wahre Nachfolger in Europa – die Rechtspopulisten – sind.

    • „Unabhängig von der Frage, ob es Geier gibt, die sich auf Kosten der Gemeinschaft bereichern, ist der Kapitalismus das System gegen die menschlichkeit.“

      Ich kann das partout nicht stehen lassen, weil es schlicht falsch ist. Nochmal und immer wieder, ein totes System kann gar nichts. Es ist der Mensch der dieses System geschaffen hat und erhält.
      Damit ist ausschließlich der (einzelne) Mensch – schuldig oder nicht – jedenfalls verantwortlich.

      Ich halte es äußerst wichtig immer wieder darauf hinzuweisen, weil sonst etwas imaginäres, etwas nicht wirklich greifbares verantwortlich gemacht wird.

      „…erst eine Gesellschaft, die nicht den Egoismus des Einzelnen zur Quelle des Wohlergehens aller ausruft, wird die soziale Realität ermöglichen, die des Menschen kooperative Wesenseigenheiten zu voller Entfaltung zu bringen vermag.“

      Schaffen von Unmöglichkeiten, können niemals zu (gewünschter) Änderung führen. Es ist nicht möglich die Grundwerte, die Basis der Menschen weltweit zu ändern.
      Es gibt den Ausdruck des gesunden Egoismus. Egoismus bis zu einem gewissen Maß, ist in der Menschheitsgeschichte immer Überlebens!-Notwendig gewesen und wird es auch bleiben.
      Egoismus ist auch ein Schutz und Abwehrmechanismus. Es ist wie immer: Die Dosis mach das Gift.

      Wer sagt der Mensch muß sich ändern, wir müssen die Menschheit ändern, der sagt im Grunde – wir tun nichts.

      Es ist genau der falsche Ansatz. Nicht der Mensch muß geändert werden, der Mensch muß das System ändern. Nämlich nur das ist realistisch und (eigentlich) leicht durchführbar. Im übrigen hat der Mensch in seiner Geschichte Systeme permanent geändert, während er im Grunde, dem Wesen nach gleich geblieben ist – barbarisch.

      Es kann also nur darum gehen, daß System zu installieren, welches diese Barbarei nicht unmöglich macht – das ist nicht möglich – sondern diese Barbarei ad absurdum führt, sie so unatraktiv macht weil ein durch Barbarei zu erreichendes Ziel, viel einfacher zu erreichen ist, lässt man Barbarei außen vor.

      Wer also ohne Steuerhinterzug, schwarze Konten, Briefkastenfirmen usw usf genau so viel oder gar mehr Geld viel einfacher „erwirtschaften“ kann und nicht verstecken muß, der wird auf all das Negative, Arbeitsintensive, Kriminelle etc drum herum gerne verzichten.

      Dieses System ist ebenso einfach wie genial und (positiv) zielführend für die gesamte Menschheit und Umwelt.

    • Michael Kanellos sagt: 7. April 2016 at 15:17
      „Zum Beispiel will Kuba allen Ernstes Ärzte für ihre gfute Ausbildung bestrafen, indem es ihnen gezielt(!) die Ausreise verweigert. Das zeigt, wie wenig die wirklich Leistung und auch nur Arbeit schätzen. Schlicht verlogen ist das, ähnlich wie es deren wahre Nachfolger in Europa – die Rechtspopulisten – sind.“

      Was für eine drastische Falschdarstellung. Ja, Kubas Ärzte sind sehr gut ausgebildet – KOSTENLOS auf Staatskosten.

      Kuba schickt schon seit langem seine Ärzte in andere Länder wo sie gerade gebraucht werden und zwar Anteilmäßig wie kaum oder gar kein anderes Land.

      Wenn aber nun die Ärzte massenhaft von ihren Auslandseinsätzen nicht zurückkommen, sieht das auf Dauer in Kuba selbst nicht mehr so gut mit kostenloser medizinscher/ärztlicher Versorgung aus.

      Soll das alles andere als monetär reiche Kuba nun auch noch die Ärzte für den kapitalistischen Westen ausbilden? (rhet.)

    • @Der Souverän
      Ich würde mal empfehlen, genau nachzulesen, bevor ich hier völlig zu Unrecht der ‚Falschdarstellung‘ bezichtigt werde.
      Google-Suche mit ‚Cuba denies medical doctors travel‘ findet unter anderem einen Artikel des Human Rights Watch, in dem klar steht:

      Cuba routinely denies exit visas to several categories of applicants, including health care professionals and young men who haven’t completed their mandatory military service.

      DAs bedeutet, dass dieser Staat sein medizinisches Personal – Ärzte und Pflegepersonal – damit bestraft, dass sie routinemäßig eingesperrt werden.
      Das zeigt, wie sozialistische Staaten übelste Ausbeutermentalität praktizieren: Leute, die Fähigkeiten haben, werden nicht nur nicht wertgeschätzt, sondern gerade WEIL sie Fähigkeiten haben, besonders schlecht behandelt, um ausgebeutet zu werden.
      Es spielt dabei gar keine Rolle, dass angeblich deren Ausbildung ‚kostenlos‘ war, denn gemacht haben diese Ausbildung die Mediziner. Das Castro-Regime behandelt diese zum “Dank“ dafür schlechter als es diejenigen behandelt, die z.B. das Examen nicht bestanden haben.
      Das halte ich für übelstes Diktaturgebaren, ich lehne das kategorisch ab.
      Es ist meines Erachtens höchst fragwürdig, warum Präsident Obama gegenüber einem solchen Staat einen Anbiederungskurs fährt.

    • Hier der Link über die von Ausbeutermentalität und arroganter Machtausübung von Politbürofunktionären geprägten Menschenrechtsverletzungen des kubanischen Regimes:

      https://www.hrw.org/reports/2005/cuba1005/2.htm

      Ich staune immer wieder, wenn ich das Bild des Dikaturschergen, Diktators und politischen Mörders Guevara in alternativen Läden oder gar auf T-Shirts sehe.

      Ausnahmsweise mal Wikipedia über Guevara – er befahl Erschießung von Anhängern des früheren Regimes und sogar von US-Geheimdienstmitarbeitern, das sind die Taten eines mörderischen Rechtsbeugers:
      ‚Während seiner Zeit als Ankläger wurden in der als Gefängnis genutzten Festung La Cabaña als ehemalige Anhänger des Batista-Regimes, Kollaborateure oder Vertreter des US-Geheimdienstes beschuldigte Kubaner in revolutionären Militärtribunalen verurteilt. Diese zu Zeiten des Ausnahmezustands in der ersten Jahreshälfte 1959 abgehaltenen Verfahren entsprachen keinerlei rechtsstaatlichen Mindeststandards und lösten internationale Empörung aus. Über die Zahl der von Guevara direkt befohlenen Erschießungen gibt es keine genauen Angaben – 216 Fälle sind namentlich belegt, ein ehemaliger Angehöriger des Tribunals in La Cabaña geht von rund 400 aus, kubanische Oppositionelle rechnen teilweise mit wesentlich höheren Zahlen.‘

    • „…216 Fälle sind namentlich belegt, ein ehemaliger Angehöriger des Tribunals in La Cabaña geht von rund 400 aus, kubanische Oppositionelle rechnen teilweise mit wesentlich höheren Zahlen.‘“

      Was für ein „kleines Würstchen“ er doch war im Vergleich zu jedem einzelnen amerikanischen Präsidenten – also in Bezug auf Anzahl der Todesopfer.

    • „Human Rights Watch, in dem klar steht:“

      Mir ist jetzt nicht bekannt was HRW mit Fakten und Wahrheit zu tun hätte, wenn sie über irgend etwas „berichten“ das in U-SS politischen Interesse steht.

    • PPPS:
      Oben im Posting meinte ich Frau Leutheusser-Schnarrenberger, die in der letzten Legislaturperiode das sogenannte ‚Tarifeinheitsgesetz‘ (das de facto spaltet, weil es Flächentarifverträge attackiert) verhindert hat.

    • 1. Mir ist nicht bekannt, dass jemals ein US-Präsident als ‚Ankläger‘ im Stil übelster Diktaturen politisch Andersdenkende ermorden ließ.
      2. Dass das kubanische Regime gezielt Ärzten und Krankenpflegepersonal die Ausreise verweigert, steht in der Tat in zahlreichen Quellen. Es ist eben vor allem blanke Ausbeutermentalität, wenn Leute wie in Kuba wegen ihrer Ausbildung sogar benachteiligt werden.

    • „Ich würde mal empfehlen, genau nachzulesen, bevor ich hier völlig zu Unrecht der ‚Falschdarstellung‘ bezichtigt werde.“

      Ok, hier die Richtigstellung.

      Kuba schickt schon seit langem seine Ärzte in andere Länder wo sie gerade gebraucht werden und zwar Anteilmäßig wie kaum oder gar kein anderes Land.

      Wenn aber nun die Ärzte massenhaft von ihren Auslandseinsätzen nicht zurückkommen, sieht das auf Dauer in Kuba selbst nicht mehr so gut mit kostenloser medizinscher/ärztlicher Versorgung aus.

      Soll das alles andere als monetär reiche Kuba nun auch noch die Ärzte für den kapitalistischen Westen ausbilden? (rhet.)

    • „1. Mir ist nicht bekannt, dass jemals ein US-Präsident als ‚Ankläger‘ im Stil übelster Diktaturen politisch Andersdenkende ermorden ließ.“

      Stimmt, ist mir auch nicht bekannt. Die begehen ihre Massenmorde ohne Anklage und sprengen Hochzeitsgesellschaften, Kinder, Frauen in die Luft.

  5. Spannend. Da geht gerade ein Informationskrieg ab. Und dann ist das auch im Zusammenhang mit „Big Data“ und „Cognitive Business“ / Watson zu sehen (..) Ich stelle einmal die These auf, dass Firmen durch den Deutschen Staat nicht mehr besteuert werden können, sondern nur noch deren Arbeitnehmer, die ihren Wohnsitz und Finanzamt in Deutschland haben. Ich nenne einmal ein potentielles europäisches Land, ist sogar EU-Mitglied: Malta. „Europäische Firmen werden schon seit den 1970er Jahren mit Steuervorteilen gelockt.“ (aus: Wikipedia).

  6. Worum es bei den Panama Papers „in WIRKLICHKEIT“ geht?

    Haltet Euch fest: Ein gewisse Frau Sabine Adler hat im Deutschlandfunk die Antwort:

    … Roldugin ist die wichtigste Figur

    Eine Freundschaft, die bis heute hält. Sergej Roldugin erlebte aus nächster Nähe, wie …. In der russischen Panama-Leaks-Affäre ist Roldugin die wichtigste Figur, die am dichtesten an den Präsidenten heran führt. …

    Quelle: http://www.deutschlandfunk.de/panama-papers-und-putin-sergej-roldugin-der-freund-des.691.de.html?dram:article_id=350389

    Ich meine sogar, dass noch es in der Frühmorgens-Radio-Version dieses DLF-Wortproduktes „die wichtigste SPUR, die am dichtesten an den Präsidenten …“ im Kommentar geheißen hat.

    Frage:
    Was für ein mieses, niederträchtiges Lohnschreiber- und gefährliches Denunziantenpack treibt sich da eigentlich mittlerweile beim Deutschlandfunk herum?

    Und für solch einen — sit venia verbo — journalistischen Sch***dreck zahlen wir auch noch Zwangs-Gebühren!?
    Wer hat diese vollends Durchgedrehten in den DLF gelassen?

    Es war also klar, du „Deutschland“funk: HINTER ALLEM STECKT PUTIN!
    HINTER DEN STEUEROASEN UND BRIEFKASTENFIRMENIMPERIEN DIESER WELT STECKT — PUTIN!

    ER WAR’S, ER WAR’S!!! STEINIGT IHN!!!
    (Ähnlichkeiten mit Monty Python’s „Leben des Brian“ sind beabsichtigt)

  7. Wenn Monsanto deren Ökosystem ruiniert hat, fehlt ja nicht mehr viel, können sie versuchen ihre Bits und Bytes und Geldscheine zu futtern.
    Ich wäre dann für eine europäische Obergrenze amerikanischer Flüchtlinge, sie sollte bei ausgewählten 99% ihrer Bevölkerung liegen.

  8. Also, im ersten Moment habe ich mir zugegebenermaaßen einen Ast abgefreut, als ich von den PP´s hörte. Als ich dann aber las, dass die Herrschafften aus 80 Ländern über ein Jahr daran gearbeitet haben, wurde ich dann doch skeptisch; die Tatsachen, dass die Papiere a) ausgerechnet der Süddeutschen zugespielt wurden, den „fanboys“ der USA/NATO, und b) hauptsächlich die üblichen „Verdächtigen“ angeschwärzt wurden und noch einige verzichtbare Papp-Aufsteller wie Poroschenko und der Isländische Diktator (der sich jetzt krampfhaft im Schweiße seines Angesichts an den Thron klammert), während die Amis fein raus sind, müssen bei genauerer Betrachtung zu Enttäuschung führen.
    Wäre auch zu einfach gewesen um wahr zu sein.
    Ich frage mich zwar, was nun aus den Riesen wie der Deutschen Bank wird, aber ich vermute, dass sie sich wieder leicht rauswinden können und Runde zwei in Amerika einläuten werden. Zugegeben, cleverer Schachzug von den Bastarden.

  9. Steuerpardies USA ! Man kann ja über die Privaten, welche so die Politik unter Druck setzen, sagen was man will, aber eines kann man denen NICHT in Wahrheit nachsagen: Dass diese Privaten selber NICHT SOUVERAEN seien ! Chapeau !
    Von denen können wir dazulernen ! Denn das sind offenbar Magier der Arena, sind Dompteure des „Kapitalismus“ genannten Raubtieres auf der Weltbühne des Schmiertheaters. Da springt die Politik durch den brennenden Reifen !
    Und nachher kriegt sie ein Leckerli ! Ich glaube, wenn der Clown mit der Seifenblase den Auftritt hat, sollten wir unser Gold aus dem Schliessfach holen, das vergraben und beten…

  10. „Oh wie schön ist Panama“
    – running gag in Geldkreisen…haha
    ach ja, ein Bargeldverbot sollte schon unbeding kommen, bekämpft ja bekanntlich Steuerflucht ne?!
    – die blicken doch selber nicht mehr durch durch ihr Geschwurbel…

    • Sieht so aus, als wären die alle hypnotisiert worden vom ganz gewaltigen Oberguru der Bilderberger Sekte.
      Vielleicht können die sogar nachts im Hypnoseschlaf auf dem Dachfirst balancieren ?
      Volker Beck vorneweg ? Wenn der in der Nähe vom Kinderstrich wenigstens eine Burka übergeworfen hätte und nen kleinen Jungen an die Hand genommen hätte, bevor der zum Dealer ging, dann hätte doch keiner gewagt, diesen religionspolitischen Sprecher zu filzen !

  11. Das wird sich mit Sicherheit noch ausweiten

    Die Tendenz, verheimlichte gesellschaftliche, wirtschaftliche und politische Tatsachen zu enthüllen, wird sich weiter ausbreiten. Nicht nur Whistleblower, sondern auch echte investigative Journalisten wie Gaby Weber, Jürgen Roth und viele andere werden weitermachen, auch wenn man ihnen mit Strafen Gerichtsverhandlungen oder mit was auch immer droht.

    https://www.youtube.com/watch?v=UFzVn740rf8
    http://www.irwish.de/bin/Roth_Juergen.zip

    Wir leben inzwischen in einer vollkommen durchkorrumpierten Welt, in der nicht nur irgendwelche Mafiosi und einzelne Politiker Verbrechen und sonstige moralisch äußerst fragwürdige Handlungen begehen, sondern gewissermaßen alle, auch die Konsumenten, Bürger, Untertanen, die sich aus Angst vor sozialem, wirtschaftlichem und gesellschaftlichem Abstieg still verhalten und durch ihr Dulden das System unterstützen.

    Wir sind von Feindbildern durchdrungen, die medial erzeugt werden. Wir werden von Politik und Massenmedien nach Strich und Faden belogen und glauben noch immer daran, daß alles schon irgendwie von alleine wieder gut werden wird. Die Massenmedien gehören vor allem jenen, die von all den Lügen wirtschaftlich profitieren, angeführt von Rüstungsfirmen.

    https://kenfm.de/positionen-4-kooperation-oder-konkurrenz/
    https://kenfm.de/daniele-ganser-tubingen/
    https://kenfm.de/kenfm-zeigt-dr-daniele-ganser-medienkompetenz-wie-funktioniert-kriegspropaganda-23-10-2015/
    https://kenfm.de/rainer-rothfuss-2016/
    https://kenfm.de/die-wurzel-allen-uebels/#comment-89166

    Die US-Geostragen planen über Menschenleben hinweg bar jeglicher Menschlichkeit Raubzüge und massenhafte Abschlachtungen.

    https://www.youtube.com/watch?v=mlxdr8gOGkE
    http://www.irwish.de/KenFM/Ehem_CIA-Offizier_John_Stockwell.pdf

    Und noch immer bleiben wir ruhig und betäuben uns allabendlich vor der Glotze, spielen das Spiel mit und behaupten hinterher, wenn wir den kommenden Krieg überlebt haben, wie gehabt, von all dem nichts gewußt, ja nicht einmal etwas geahnt zu haben:

    https://kenfm.de/kollektivschuld/

    Wir können uns das nicht mehr leisten, diese Bequemlichkeit, dieses ständige Wegschauen von inneren und äußeren Konflikten. Wir sollten damit beginnen, unsere Gehorsamsbereitschaft zu hinterfragen und dem System, das angeblich keiner aufhalten kann, die Energie entziehen.

    Das System „Kapitalismus“ wird nicht von den Menschen beherrscht, es beherrscht die Menschen. Natürlich könnte man „Wahnsinnige“ wie Soros oder Rothschild oder Rockefeller oder irgendwelche Fondmanager beschuldigen und hinrichten, aber die sind im Grunde genauso Opfer des Systems wie die weniger Wohlhabenden und die Armen. Das Problem sind nicht diese paar Eierköpfe, deren einziger Lebenssinn Macht- und Geldgier darstellt und die für ihre persönliche Befriedigung über Leichen gehen. Das eigentliche Problem ist die implantierte Gehorsamsbereitschaft und die Zerstrittenheit der Bevölkerung. Wenn die Personen, die heute vermeintlich das Sagen haben, weg wären, wäre das System noch immer da. Andere würden den Platz der Hinweggerafften einnehmen und sich freuen, endlich auch mal an der Spitze zu sein, und sie würden es vermutlich noch schlimmer treiben. Das System ist letztendlich Ausdruck der seelischen Verfassung all jener Menschen, die es ständig füttern und am Leben erhalten, und das ist genau das, was die überwiegende Mehrheit in den wohlhabenden Ländern jeden Tag tut.

  12. Die „Jagd der USA auf eigene Steuersünder“ kann ja wohl nur ein Vorwand sein: die können sich schließlich genauso, wie das internationale Großkapital, in die besagten neuen US-Steueroasen zurückziehen…
    Ein richtig schlechter Witz ist jedenfalls der Isländer!

  13. Noch ein ergänzender Hinweis zur „Sensation“ der Panama Papers:

    Panama-Papers: Vor der eigenen Haustür kehren

    Die hiesige Empörung über Briefkastenfirmen in Panama ist groß – dabei ist Deutschland ein wichtigerer Hafen für schmutzige Gelder als das lateinamerikanische Land –
    (…)
    Denn intransparente Finanzgeschäfte sind kein Alleinstellungsmerkmal Panamas. Im aktuellen Schattenfinanzindex des Tax Justice Network („Netzwerk Steuergerechtigkeit“) steht Deutschland an achter Stelle – fünf Plätze vor Panama. Seit Jahren rangiert die Bundesrepublik in den Top Ten.

    Die „traditionellen Stereotype über Steueroasen“ seien falsch, so das Netzwerk. Die wichtigsten Häfen für illegale Gelder seien nicht die „kleinen, palmenbewachsenen Inseln“, sondern die wirtschaftsmächtigsten Nationen. „Reiche OECD-Mitgliedstaaten (…) sind die wichtigsten Empfänger beziehungsweise Kanäle illegaler Geldflüsse.“ (2)

    Deutschland sei ein „sicherer Hafen für die Beute von Diktatoren, für Einlagen krimineller Netzwerke und Einnahmen aus Steuervergehen sowie anderen illegalen Geldflüssen aus der ganzen Welt“. (3)

    http://www.hintergrund.de/201604053916/wirtschaft/finanzwelt/panama-papers-vor-der-eigenen-haustuer-kehren.html

    … die Nachdenkseiten halten die passende Erkenntnis parat:

    Panama Papers – nicht Jahrhundertscoop, sondern Jahrhundertflop

    http://www.nachdenkseiten.de/?p=32753

  14. Dirk Müller in einem kurzen Video (6:53) zu den Panama Papers. In seinen Ausführungen betont er, daß es wohl sehr viel interessanter wäre zu erfahren was nicht veröffentlicht wurde:

    „Panama Papers“: Was ist eigentlich neu an diesem Skandal? Welche Intentionen stehen dahinter?
    https://www.youtube.com/watch?v=3C2gSUJ5-Bk

    Im Grunde ist das Ganze, einmal wieder, eine Wiederholung von „Im Westen nichts Neues.“ Selektive, manipulierende Berichterstattung der üblichen Verdächtigen.
    Durch Herrn Wolff und andere Berichterstatter wurden die verschiedenen Intentionen bereits sehr deutlich zu Tage gefördert.
    Die Halbwertszeit solcher Aktionen nimmt weiterhin rapide ab.

    Die Russische Föderation hat bereits vor einer Woche auf das Kommende hingewiesen:

    Kreml warnt vor bestellter Medienattacke auf Putin
    Mehrere Medien arbeiten an einer unverhüllten Auftragsattacke auf Russlands Präsidenten Wladimir Putin und seinen nächsten Kreis, wie Kreml-Sprecher Dmitri Peskow mitteilte.
    http://de.sputniknews.com/panorama/20160328/308763185/kreml-medien-attacke-putin.html

  15. Nicht nur das ZDF kann Satire. Auch Welt Online, in Person von Julia Smirnova, hat in dem Bereich ganz ordentlich was auf dem Kasten.

    So überschreibt sie ihren Artikel zu den Panama Papers für Welt Online vom 05.05.2016 mit, “ Der tiefe Fall des Hoffnungsträgers Poroschenko – Eine Briefkastenfirma bringt den ukrainischen Präsidenten Poroschenko in Erklärungsnot. Plötzlich scheint der Saubermann seinem Rivalen Putin viel ähnlicher zu sein, als ihm lieb ist.“ Ich gebe zu, dass ich ehrlich amüsiert bin.

    Quelle: http://www.welt.de/politik/ausland/article154016207/Der-tiefe-Fall-des-Hoffnungstraegers-Poroschenko.html

  16. Kann die Meinung von Herrn Wolff nur teilen und ihm für diesen Artikel danken. Als ich von dem „Leak“ gehört habe, war mein erster Gedanke – jetzt ist der Finanzplatz Schweiz an der Reihe wirtschaftlich ruiniert zu werden. Schon länger bemüht man sich über Steuer,-und Anwaltskanzleien das gesamte Finanzgeschäft in die USA zu ziehen. Steueroasen werden selbst schon in den Fachzeitschriften beworben. Grundsätzlich sind sie auch nicht illegal. Wer will schon jemanden verbieten versteuertes Geld an Finanzplätzen zu parken.
    Dass man mit mit den wahrscheinlich eh unbrauchbaren Datensätzen Putin weiter versucht zu diskreditieren und die europäische Hetzte fortzuführen, war auch klar. Ich gehe davon aus, dass rechtlich wenig zu verwerten sein wird.
    Was ich aber als besonders empörend empfinde ist, dass man dieser miesen journalistischen AIA-Truppe erlaubt, in dem Stil Verdächtigungen quer über alle Medien aussprechen. Das ist generalisierte, verabscheuungswürdige Menschenjagd ohne Beweise, ohne Fakten und nur zum Schaden der gesamten Volkswirtschaft.

    • @ Max Adamek: diese von public oberberg genannten Zahlen (zu US- und GB- Leuten) habe ich auch kurz mal gehört/gelesen, sie sind aber ganz schnell aus dem Verkehr gezogen worden. Geblieben ist der Vorwurf gegen Cameron und Verwandte- bei uns in DE jedenfalls.
      Schätze, die andern Namen werden für Erpressungsmöglichkeiten zurückgehalten.

  17. ein bemerkenswert kluger Artikel, danke dem Author und KenFM. Mich erstaunt aber zusätzlich, dass erst WikiLeaks dies aufdecken musste. Ist es nicht verdächtig, dass alle staatlichen Organe und Medien dies verschlafen haben sollten? Mich überfällt der Verdacht, dass das verschwiegen werden SOLLTE.

    • haben Sie den Artikel überhaupt gelesen?!
      Das wurde doch eben (leider) NICHT über WikiLeaks aufgedeckt sondern dem ICIJ, also das „Internationale Konsortium investigativer Journalisten“ und die betreiben Propaganda mit bestimmten ausgewählten Namen aus vorwiegend China, Russland (Putin! – steht nicht mal Namentlich in den PP!), Staaten die mit Sanktionen belegt sind, unliebsame Zeitgenossen aus Sicht der USA usf…
      Die Medien „sitzen“ auf den Namen und werden die auch nicht herausrücken, sie wollen die Privatsphäre dieser Personen schützen so ihr Argument.
      Dieser „Whistleblower“ hätte WikiLeaks nutzen sollen, er hat es den Medien zugespielt (angeblich). Vielleicht auch alles wieder rein und im Voraus von unseren „Freunden“ berechnet…

  18. Erst gestern stellte ich die Frage warum. Schon heute gibt es zumindest schon mal eine Teilantwort.
    Teilantwort weil ich nicht glaube, daß das schon alles war. Ich denke da steckt noch ein wenig mehr dahinter. Aber wir werden sehen – vielleicht…

    Bin gespannt wann wir die wahren Hinter-Gründe ob dieser absolut neuen und bahnbrechenden “Erkenntnisse” erfahren und ob wir sie erkennen werden.

    Der deutsche Staat macht es sich ein wenig einfacher, respektive bevorzugt etwas näher gelegene Steueroasen. So unter-hält z.B. die Deutsche Bahn eine Briefkastenfirma in den Niederlanden. Zweck; Steuern sparen. Ebenso VW mit Briefkastensitz in den Niederlanden. Bekanntlich hält das Land Niedersachsen 25% an VW, ist also Miteigentümer. Überhaupt tummelt sich die Creme der deutschen Wirtschaft in einem einzigen Steuersparbriefkasten in den Niederlande.

    Aber diese Creme tummelt sich irgendwie in allen Steueroasen wie Delaware (U-SS), Cayman Islands und und und.

  19. Ergänzend ein Artikel der die üblichen Verbindungen hinter diesem „Leak“ zu Tage fördert. George Soros und diverse andere Organisationen scheinen dieser Tage sehr geschäftig zu sein:

    Panama Papers: Mit George Soros gegen Wladimir Putin
    (…)
    Aus Österreich waren “Falter” und ORF im Rechercheverbund des “International Consortium of Investigative Journalists”, das unter anderem von der Ford Foundation oder den Open Society Foundations des George Soros unterstützt wird.
    (…)
    Der deutsche Blog Blauer Bote fragt zu Recht; “Wundert es eigentlich noch jemanden, dass der Name ‘Putin’ sage und schreibe 11 Mal in dem Hauptartikel der Süddeutschen Zeitung zu dem Skandal auftaucht, obwohl – und das heißt es zwischendurch selbst in dem Artikel – der Name des russischen Staatspräsidenten in den Panama-Unterlagen gar nicht auftaucht?”
    (…)
    Wer sich mit der Einflussnahme via Stiftungen befasst, ist nicht überrascht, wenn sich Netzwerke und Plattformen in anderen Netzwerken verstecken, denn bei den “Panama Papers” spielt auch das Organized Crime and Corruption Reporting Project eine Rolle: “The OCCRP project has been, or is, supported by grants from the United Nations Democracy Fund (UNDEF), the United States Agency for International Development (USAID) and the Open Society Foundations.
    (…)
    Vor vier Jahren schrieb Global Research: “This month is the twenty third anniversary of the US invasion of Panama on 20th December 1989, as Panamanians prepared their Christmas celebrations.
    (…)
    etc.

    https://alexandrabader.wordpress.com/2016/04/04/panama-papers-mit-george-soros-gegen-wladimir-putin/

  20. Ich bin sprachlos, die Ford Foundation gehört u.a. zu den Finanziers dieser „Journalisten“-Clique. Diese Foundation ist gegründet von Henry Ford und sie schmückt sich mit diesem Faschisten und Verfasser von „Der internationale Jude“. Aber wenn ich mir die von den USA installierte Regierung in der Ukraine ansehe überrascht mich das nicht. Warum habe ich immer mehr den Verdacht, dass die Nazis den 2.WeltKrieg gewonnen haben?

    Ich kann mir auch gut vorstellen, dass die vergangenen 12 Monate unter anderem auch für private Verhandlungen genutzt wurden. Diese Papers sind ein geniales Druckmittel, um auch in naher Zukunft viele brauchbare Personen politisch umzupolen.

    ABER WARUM JACKIE CHAN???? VERDAMMT!

    • Zitat „Warum habe ich immer mehr den Verdacht, dass die Nazis den 2.WeltKrieg gewonnen haben?“
      Vielleicht, weil dir nicht bewusst ist, dass diese auch nur Werkzeug der wahren Kriegsgewinner waren.
      Zitat „Diese Papers sind ein geniales Druckmittel, um auch in naher Zukunft viele brauchbare Personen politisch umzupolen.“
      Genau, oder sie in der Spur zu halten, falls sie doch ein Gewissen entwickeln sollten (ist ja schon mal vorgekommen).

  21. Warum taucht kein einziger, deutscher Politiker auf?

    Ist die Süddeutsche so eng verbandelt, oder sind die deutschen Politiker im Allgemeinen sehr reinlich, wenn es um Steueroasen geht?

    Warum taucht kein amerikanischer Politiker auf?

    Oder Freunde der Atlanticbrücke etc… ?

    Alle so weisse Westen?

    Bestimmt, oder?

    • Die deutschen Nichtgenannten dürften aber jetzt wissen, was auf sie zukommt, wen sie nicht spuren. So hält man sie unter Kontrolle.
      Und dann gibt es natürlich die Initiatoren der ganzen Affäre, die schon im Vorfeld dafür gesorgt haben, dass sie nicht (mehr?) in der Datei auftauchen.

  22. Das die USA offenbar eine interessante neue Strategie fahren, die darin besteht, die Schweiz als Finanzplatz für alle möglichen Arten von Geldern, bei denen ein Bankgeheimnis relevant ist, zu ersetzen, ist eine wirklich wichtige und hochinteressante Thematik, von der ich hier im Artikel von Ernst Wolff zum ersten Mal lese. Zumal die Schweiz ja – auch mit starker Hilfe der Massenmedien – diesbezüglich diskreditiert wurde bis hin zur Preisgabe des Bankgeheimnisses. Hingegen wurde es offenbar praktisch nur in der Schweiz berichtet, dass die USA ein massives Bankgeheimnis haben, das sicher auch genutzt wird. Google-Suche nach USA Bankgeheimnis und ‚USA bank secrecy‘ zeigen die massiven Kampagnen gegen die Schweiz und jetzt gegen Offshore-Finanzplätze wie Panama und das völlige Aussparen der USA diesbezüglich. Offenbar haben nur einige Schweizer Zeitungen das Thema so dargestellt, wie es ist. Das ist übrigens mitnichten ‚Antiamerikanismus‘ und auch keine Kritik an der US-Regierung, sondern Kritik an den Medien – die ja gerne auf solche Probleme ‚antworten‘, indem sie den berechtigten Kritikern sowas unterstellen. Das ist aggressives Zurückhalten von Informationen seitens der Massenmedien.

  23. Ich sehe das ganz ähnlich kritisch wie der Artikel es sieht.
    Wenn die gleichen Massenmedien, die in sehr wichtigen Themen (von Tschernobyl über 9/11 bis zum Syrien-Krieg und dem IS) nachweislich Informationen geradezu aggressiv zurückhalten (‚aggressives Zurückhalten‘ hätte ich bis vor kurzem noch für einen Widerspruch gehalten, aber viele Medien zeigen, wie das in der Tat geht), eine derart platte Enthüllungskamapgne fahren, die exklusiv auf einzelne Politiker und einzelne Operateure zeigt, ist das für mich mindestens fragwürdig. Denn die für die Bürger weit wichtigeren Themen wie die Kriegspolitik und Terrorbekämpfung werden weiterhin von den Massenmedien nicht adäquat behandelt, wie z.B. die aktuelle Hetze in der ‚Welt‘ exemplarisch zeigt oder es Gegenstand der aktuellen Programmbeschwerden gegen die Öffentlich-Rechtlichen ist. (Beispiele sind leicht im Internet zu finden).
    Natürlich sind die ‚Panama Papers‘ interessant, aber auch in bezug darauf, dass hier offenbar einige Akteure hinter den Kulissen gerade wieder einmal ‚ihre‘ Politiker quasi ‚disziplinieren‘, indem sie ihnen demonstrieren, wie leicht sie medial massivst angegriffen werden können. Eine ganz wesentliche Frage haben ich bisher nicht in der Berichterstattung gefunden: Wie weit ist es für Politiker, die hohe Ämter anstreben, sogar eine Bedingung, sich finanziell quasi angreifbar zu machen? Hätte z.B. Putin sich bei Oligarchen allzu ‚unbeliebt‘ gemacht, wenn er diese ‚Panama‘-Aktionen rundweg abgelehnt hätte – rein finanziell wäre er sicher auch ohne das klargekommen, ggf. aber nicht in bezug auf seine Eigenschaft als Spitzenpolitiker? Ähnliche Fragen gibt es auch in der westlichen Politik – und gerade in den USA werden diese inzwischen auch offiziell gestellt, z.B. von Bernie Sanders, der ja bekanntlich fordert, das Wahlsystem zu ändern, damit Geldgeber nicht mehr diese große Rolle spielen.

  24. Da stimme ich Ihnen zu, werter Herr Wolff.

    In den deutschen Medien stand bisher Folgendes zu lesen:

    Sergej Roldugin, Vertrauter des russischen Präsidenten Wladimir Putin: Über Offshorefirmen soll Roldugin Einfluss auf Rüstungs- und Medienbetriebe in Russland erhalten haben. Roldugin selbst antwortete auf Anfragen nicht. ICIJ-Reporter aber fingen den Musiker Ende März nach einem seiner Konzerte in Moskau ab. Auf Anschuldigungen sagte er, dass er mehr Zeit für die Prüfung der Fragen benötige.

    Hafez und Rami Machluf, Cousins von Syriens Machthaber Baschar al-Assad: Die beiden Brüder waren an einer Reihe von Briefkastenfirmen beteiligt. Beide ließen Anfragen zu ihnen unbeantwortet.

    http://www.welt.de/wirtschaft/article153962402/Diese-Namen-stehen-in-den-Panama-Papers.html

    Bisher immer nur Vertraute oder Verwandte – dennoch gerne die Fotos der Regierungsoberhäupter groß aufbereitet.

    Oder die gute Agenda der Personen, politisch korrekt aufgearbeitet:

    1. Petro Poroschenko
    2. Sigmundur David Gunnlaugsson
    3. König Salman
    4. Mahmut Ahmadinedschad, der frühere Präsident des Iran
    5. Nawaz Sharif, Premierminister von Pakistan, bzw. seine Söhne und seine Tochter
    6. Bidsina Iwanischwili, der frühere georgischer Ministerpräsident
    7. Ayad Allawi, Ex-Interimspremierminister und ehemaliger Vizepräsident im Irak
    8. Mauricio Macri, Präsident Argentiniens
    9. Ali Abu al-Ragheb, ehemaliger Premierminister Jordaniens
    10. Hamad bin Jassim bin Jaber Al Thani, ehemaliger Premier- und Außenminister von Katar
    11. Sheikh Hamad bin Khalifa Al Thani, ehemaliger Emir von Katar
    12. Ahmad Ali al-Mirghani, ehemaliger Premierminister im Sudan

    http://www.focus.de/politik/ausland/panama-papers-diese-politiker-tauchen-in-den-papieren-auf_id_5404558.html

    Bewegt man sich ausserhalb von den deutschen Medien- und Websiten, kommt ein anderer Fokus:

    UK PM Cameron’s spokeswoman says family investments are „private matter“

    http://in.reuters.com/article/panama-tax-cameron-idINKCN0X110T

    Es fällt schon auf, dass David Cameron bisher nicht bei der Liste sorgfältig zusammengestellter Namen auftaucht.

    Insoweit haben die Panama Papers schon noch eine Bedeutung. Nämlich wer gerade gut in die Agenda passt, bzw. auffällig geworden sein könnte. Und so lässt sich ein begrenzter Nutzen davon ablesen, wenn die genannten Namen betrachtet werden.

    z.B. wer eher kritisch gegenüber den USA sein dürfte.

    Beim Focus sind es hauptsächlich ehrenamtliche Personen, die Erwähnung finden.

    • Beim Focus sind es hauptsächlich ehrenamtliche Personen, die Erwähnung finden.

      „ehrenamtlich“ sollte ehemalig heissen.

      Letztlich kommt es fast auf dasselbe heraus. Jemand, der ehrenamtlich tätig ist, hat zumindest keine aktuelle Bezahlung mehr.

      Und wer als ehemaliger Politiker auftaucht… das könnte politisch-medial so ein Warnschuß an die aktuellen Regierungsoberhäupter der Länder sein: wenn ihr nicht tut, was wir sagen, dann haben wir auch Eure Namen in den 2,8 Terrabyte… ganz gewiss…

      Die Frage bei Poroschenko ist: weswegen wird er denn medial aufbereitet?

      Weil es noch keinen Krieg mit Russland gibt? Jemand enttäuscht ist, oder damit die Liste auch etwas aktueller ist???

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