Wenn der Patient plötzlich selbst schuld ist

Wie neoliberales Denken in die psychotherapeutische Arbeit Einzug hält.

Hinweis zum Rubikon-Beitrag: Der nachfolgende Text erschien zuerst im „Rubikon – Magazin für die kritische Masse“, in dessen Beirat unter anderem Daniele Ganser und Rainer Mausfeld aktiv sind. Da die Veröffentlichung unter freier Lizenz (Creative Commons) erfolgte, übernimmt KenFM diesen Text in der Zweitverwertung und weist explizit darauf hin, dass auch der Rubikon auf Spenden angewiesen ist und Unterstützung braucht. Wir brauchen viele alternative Medien!

von Florian Sander.

Der Soziologe Peter Fuchs bezeichnet die Psychotherapie als die „Verwaltung der vagen Dinge“. Patentrezepte gibt es hier nicht. Klare, naturwissenschaftlich unanfechtbare und fassbare Lösungen kann es hier nicht geben, da einerseits jeder Patient anders leidet – und wenn wir noch so viele neue Kategorien und Namen für psychische Erkrankungen schaffen – und andererseits die Ursache niemals völlig geklärt werden kann. Allzu oft liegen Ursachen psychischer Krankheiten in einer Melange aus biologischen Faktoren, tiefenpsychologischen Einflüssen und Umständen der Sozialisation, deren einzelne Anteile auch bei noch so guter Diagnostik niemals restlos auseinander sortiert werden können. Das gilt auch deswegen, weil sich etwa prägende Phasen wie die frühkindliche der Erinnerung des Menschen weitestgehend entziehen und daher nur schwer aufgearbeitet werden können.

Diese „vage“ Natur der Psychotherapie bringt es mit sich, dass sie anfällig wird für verschiedenste Formen der Interpretation, der Politisierung, der Manipulation. Wo sich empirische Erkenntnisse nicht zweifelsfrei ergeben, da arbeitet der Sozialwissenschaftler mit Theorien und Hypothesen. Eine Tatsache, die unvermeidlich ist, aber auch nicht grundsätzlich problematisch, auch wenn sie vielen eher „technisch“ denkenden Menschen, für die am Ende immer ein klares Ergebnis, ein „A oder B“ stehen muss, oft suspekt ist.

Problematisch wird es erst, wenn diese Interpretationsanfälligkeit geschickt genutzt wird, um mit ihrer Hilfe „hinten rum“ eine politische Ideologie zu verwirklichen, die dem Menschen – dem Patienten – am Ende des Tages alles andere als zum Vorteil gereichen wird. Bei der modernen Psychotherapie ist genau dieses Phänomen vorzufinden – was umso schlimmer anmutet deswegen, weil es damit Menschen trifft, die ihr leidendes Innerstes offen legen, weil sie sich anders nicht zu helfen wissen.

Die Frage der Verantwortung

Analog zur Frage, was zuerst da war, die Henne oder das Ei, wird auch die Psychotherapie stets von der Frage nach der Verantwortlichkeit – noch drastischer: „Schuld“ – für die Erkrankung des Betroffenen begleitet. Ein Mitarbeiter eines Betriebes leidet am Burnout-Syndrom: Hat sein Arbeitgeber zu viel von ihm verlangt – oder er von sich selbst? War das Arbeitsklima schuld – oder er einfach zu „dünnhäutig“, zu schwach, zu wenig bereit, auch seine Ellenbogen einzusetzen?

Das Szenario muss sich nicht auf den Arbeitsplatz beschränken. Ein weiteres Beispiel: Eine junge Frau leidet an Depressionen. Im Gespräch kommt heraus, dass sie unter schwierigen familiären Verhältnissen aufgewachsen ist. Sind es nun die Eltern, die die Verantwortung für ihr Leid tragen – oder hat die junge Frau einfach nie „zu sich selbst gefunden“? Hat sie sich „gehen lassen“, sich nicht genug von ihrer Vergangenheit emanzipiert? Hätte sie mehr „kämpfen“ müssen?

Es wird schnell deutlich: Wir haben es bei psychischen Erkrankungen mit Phänomenen zu tun, deren Ursachen-Herleitung mehr als komplex ist und die Tür öffnet für verschiedenste Antworten. Und das gilt nicht nur im laienhaften Umfeld, das für die junge Frau aus dem Beispiel entweder Verständnis hat oder über sie die Nase rümpft, sondern auch manche „Profis“ gehen mit sehr unterschiedlichen Prämissen an die Leiden der exemplarischen jungen Frau heran.

Das Resilienz-Konzept

Ein Schlüsselbegriff zum Verständnis der Unterschiedlichkeit dieser Prämissen ist der der „Resilienz“. Die Psychologie versteht darunter die psychische Widerstandskraft des Einzelnen (aber auch, in anderen Auslegungen, einer Gruppe oder einer Organisation). Diese Kraft kann sich aus verschiedensten Einflüssen (den „Ressourcen“, wie die Psychologie sie nennt) ergeben: Dazu zählen Intelligenz, emotionale Kontrolle, Ausgeglichenheit, Selbstsicherheit, positive innere Einstellung usw. usf. Auf Gruppen- oder Team-Ebene sind das Klima der Interaktion und der gegenseitige Umgang entscheidende Faktoren; auf Organisationsebene auch Führungsentscheidungen und formale Strukturen der Organisation. An verschiedenen Stellen wird ein „betriebliches Resilienz-Management“ vorgeschlagen, das dazu beitragen soll, die Resilienz der Mitarbeiter zu stärken, um ihre Arbeitsleistung zu erhöhen.

Nun ist es sicherlich niemals ein Fehler, die Resilienz von Gruppen beziehungsweise Teams in einem Betrieb und damit auch die organisationale Resilienz des Betriebs als Ganzes zu stärken, indem etwa für ein gutes Arbeitsklima gesorgt wird. Doch der Resilienz-Begriff hat eine primäre Konnotation – und diese bezieht sich auf den Einzelnen, auf das Individuum und seinen seelischen Zustand. Die Grundthese der Vertreter des Resilienz-Konzeptes lautet, dass das Individuum, der einzelne Arbeitnehmer letztlich – und auf jeden Fall zu beträchtlichen Teilen – selbst imstande wäre, sich vor Erkrankungen wie dem Burnout-Syndrom zu schützen, wenn er nur „widerstandsfähig“ genug ist.

Es deutet sich langsam an, worin das neoliberale Element eben dieser Denkweise liegt: Indem die Verantwortung für seine psychische Gesundheit am Arbeitsplatz auf ihn selbst verschoben wird, es also von seiner eigenen Resilienz, seiner inneren Einstellung und Haltung abhängig ist, wie er mit den Anforderungen der Arbeit, mit den Arbeitszeiten, den Erwartungen von Kollegen und Vorgesetzten etc. umgeht, liegt sie eben nicht mehr – oder wenigstens zu deutlich geringeren Teilen – beim Arbeitgeber. Der Arbeitnehmer bricht irgendwann infolge allzu vieler Überstunden zusammen? Erleidet einen Burnout? Gerät in Konflikt mit Kollegen oder dem Chef? Erledigt seine Aufgaben nicht mehr zu deren Zufriedenheit? Nun: Da war er dann wohl nicht resilient genug!

Die Prämisse, die hier mitschwingt, ist eine, die wir bereits aus der Europapolitik von Angela Merkel kennen: Die der vermeintlichen Alternativlosigkeit des großen Ganzen. Die politischen oder eben wirtschaftlichen Strukturen sind demnach quasi gottgegeben – und die kleineren Einheiten, in der EU die Nationalstaaten, im Wirtschaftssystem die Arbeitnehmer, haben sich diesen unveränderbaren, alternativlosen Gegebenheiten anzupassen, wenn sie nicht untergehen wollen. Der Einzelne ist seines Glückes Schmied – und kann dabei alles gewinnen oder eben alles verlieren, je nachdem, ob er zur Genüge an seiner Resilienz gearbeitet hat.

Nun wird es verschiedene Gründe haben, warum Psychologen und Psychotherapeuten diese Prämisse aufgreifen. Weder liegt diesem Phänomen eine große Verschwörung zugrunde, noch sind die derart vorgehenden Psychologen und Psychotherapeuten allesamt neoliberale Hardliner, die sich händereibend überlegen, wie sie dem globalen Turbokapitalismus noch besser als bisher zu Diensten sein könnten. In vielerlei Fällen spielt hier vielmehr ein Phänomen mit hinein, das man – überspitzt ausgedrückt – als Fachidiotentum bezeichnen könnte: So wie sich beispielsweise allzu viele Politologen zu wenig für die psychischen Einflüsse auf politische Prozesse interessieren, mangelt es auch Psychologen zuweilen an Interesse für politische Hintergründe und politische Motivationen hinter wissenschaftlichen oder therapeutischen Konzeptionen. Aber auch wenn man es oftmals eher mit Ignoranz anstatt mit Böswilligkeit zu tun hat: Das Sich-Instrumentalisieren-Lassen für neoliberale Intentionen entschuldigt dies nicht.

Skepsis gegenüber therapeutischen Interventionen

Das Resilienz-Konzept stellt bei weitem nicht die einzige Erscheinungsform neoliberalisierter Psychotherapie dar. Eine andere, um exemplarisch noch eine weitere zu nennen, tritt im Rahmen der Systemischen Beratung und Therapie in Erscheinung. Diese ist zwar als Ganzes – so viel soll hier klargestellt werden – keinesfalls als ein „neoliberales therapeutisches Verfahren“ zu bezeichnen; sie greift aber theoretische Prämissen auf, die das Aufnehmen solcher Grundsätze zumindest nicht unwahrscheinlich machen.

Konkreter: Eine vielfach diskutierte Frage in Bezug auf die Psychotherapie und die Systemische Therapie im Speziellen ist die nach der Berechtigung und Sinnhaftigkeit von Interventionen seitens des Beraters oder Therapeuten. Anders gesagt: Wie sehr darf der Berater oder Therapeut sich „einmischen“? Wie sehr darf er „steuern“? Ist hierbei „Steuerung“ überhaupt legitim oder sinnvoll? In welcher Rolle sieht sich der Berater oder Therapeut selbst in der Interaktion mit dem Klienten / Patienten? Kann er es als „gesetzt“ betrachten, dass er manche Dinge „besser weiß“ als der Klient / Patient, oder hilft er diesem lediglich bei der Selbstfindung? Liegen die Lösungen im Klienten / Patienten selbst – oder auch im Berater oder Therapeuten?

Auch hier wird deutlich: Die Reflexion der eigenen professionellen Rolle und, daraus hervorgehend, der des Klienten / Patienten, die Frage nach der Selbstdefinition und der eigenen Verortung sind entscheidende Fragen für das therapeutische Prozedere, welche alles andere als verbindlich geklärt sind. In vielerlei Fällen bleibt Raum für Interpretationen und – je nach therapeutischem Verfahren und je nach Person – fallen die Antworten unterschiedlich aus. Und oftmals werden auch hier – mal bewusst, mal unbewusst – neoliberale Prämissen aufgegriffen.

In der der Systemischen Beratung und Therapie zugrunde liegenden, interdisziplinär aufgegriffenen Systemtheorie wird von der Annahme ausgegangen, dass wir es im Alltag mit hochkomplexen biologischen, psychischen und sozialen Systemen zu tun haben. Biologische Systeme bezeichnen dabei die Körper von Lebewesen, psychische Systeme das menschliche Bewusstsein und soziale Systeme Interaktionen zwischen Personen, Gruppen, Organisationen oder die Gesellschaft als Ganzes.

Von nicht wenigen Systemtheoretikern wird dabei eine tief reichende Steuerungsskepsis vertreten, die sich aus eben jener These der hochkomplexen Systeme herleitet: Jene Systeme sind demnach kaum steuerbar, da es dafür seitens des „Steuernden“ ein grundlegendes Verständnis und eine umfassende Kontrolle aller Dynamiken bräuchte, die das System und seine Komplexität ausmachen. Diese sei jedoch nicht vorhanden und auch kaum zu erreichen, da Systeme füreinander immer bis zu einem gewissen Grad intransparent sind: Das politische System kennt nicht alle künftigen Entwicklungen des Wirtschaftssystems, und ein psychisches System kennt kein anderes psychisches System „von innen“, weil wir uns nicht gegenseitig in die Köpfe schauen können, es also immer vieles gibt, was wir von der anderen Person niemals erfahren werden. Dies sind nur einige kurz angerissene Beispiele für das, was nach der Systemtheorie die unüberwindbare Komplexität von Systemen ausmacht.

Innerhalb der anwendungsbezogenen Systemischen Beratung und Therapie wird daraus nun – nicht immer und von allen, aber häufig – die Konklusion abgeleitet, dass therapeutische Interventionen, ebenso wie etwa direkte politische Steuerungsversuche des Wirtschaftssystems, mindestens skeptisch zu sehen, im Extremfall sogar grundsätzlich zum Scheitern verurteilt sind, weil ja auch der Berater oder Therapeut das psychische System des Patienten / Klienten nicht „durchschauen“ kann, sondern nur mit dem kalkulieren kann, was dieser ihm erzählt. Eine Intervention ist demnach mindestens riskant bis illegitim, da sie die Systemkomplexität des anderen ausblenden würde.

Stattdessen, so vertreten es die Verfechter dieser Denkrichtung, sollen die Antworten auf sein Problem von dem Klienten / Patienten selbst kommen: Nur er selbst kennt sich eigentlich gut genug, nur er selbst weiß letztlich, was er braucht oder nicht. Der Berater oder Therapeut hat in einem solchen Verhältnis nicht mehr die Aufgabe, Antworten zu liefern, sondern nur noch, die richtigen Fragen zu stellen. Typische Berater- oder Therapeutenfragen in diesem Zusammenhang lauten: „Was brauchen Sie?“, „Was würden Sie jemandem raten, der sich mit genau diesem Problem an Sie wendet?“ etc.

Die Parallelen zum Resilienz-Konzept sollten an diesem Punkt deutlich geworden sein. Sicherlich gilt hier die Einschränkung, dass nicht jede therapeutische, die Denkprozesse des Patienten / Klienten in positive und konstruktive Bahnen lenkende Frage sofort Ausdruck eines zynischen neoliberalen Therapieverständnisses ist. Und dennoch zeigt sich die Prämisse der „Eigenverantwortlichkeit“, des „Jeder ist seines Glückes Schmied“ auch hier: Die Antworten auf sein Problem liegen in dieser Denkrichtung im Betroffenen selbst; der Berater oder Therapeut zieht sich, gleich dem steuerungsskeptischen Staat im Neoliberalismus, auf eine lediglich „stimulierende“, aber nicht mehr intervenierende „Nachtwächter“-Rolle zurück, als eine Art leiser Stichwortgeber, aber immer mit dem Unterton „Nur du kannst dir selbst helfen – ich nicht!“.

Wachsamkeit ist geboten

Nun wird es, so viel sei abschließend klargestellt, durchaus Fälle geben, in denen diese Herangehensweise ebenso wie das Resilienz-Konzept fruchten und konstruktive Ergebnisse erzielen. Manchmal liegen die Antworten eben wirklich in der Person selbst, und manchmal schützt eben psychische Widerstandsfähigkeit wirklich ausreichend vor Belastungen am Arbeitsplatz. Nur haben wir es hier mit einem weiter reichenden Paradigma zu tun: Das Resilienz-Konzept und die Skepsis gegenüber Interventionen sind in Teilen durchaus dogmatisch vorgegeben, haben also nicht selten den Charakter einer allgemeingültigen Grundregel angenommen.

Spätestens hier wird es problematisch: Denn psychische Widerstandskraft und ihre Stärkung durch „betriebliches Resilienz-Management“ rechtfertigt keine Überbelastungen am Arbeitsplatz, welchen durch derartige Maßnahmen ihre Legitimation als „zumutbar“ zugestanden werden sollen. Und zugleich dürfte sich auch noch so mancher Patient / Klient finden lassen, bei dem die Antworten auf sein Problem eben nicht irgendwo „in ihm selbst“ liegen, sondern es einer klaren Intervention bedarf, um es zu lösen – z. B. in dessen soziale Systeme.

In jedem Fall ist es geboten, ein wachsames Auge zu richten auf politische Prozesse, die sich abseits der „üblichen“ Bühnen der Politik abspielen, aber dennoch gravierende Wirkung entfalten können. Die wissenschaftlichen Deutungshoheiten von heute bestimmen die gesellschaftliche Realität von morgen.

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Florian Sander ist Dozent für Soziologie, Sozialpsychologie und Politikwissenschaft sowie Verhaltenstrainer an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung NRW, der in Nordrhein-Westfalen unter anderem die Polizeiausbildung obliegt. Zugleich ist er Doktorand im Fach Soziologie an der Bielefeld Graduate School in History and Sociology der Uni Bielefeld. Daneben betätigt er sich seit vielen Jahren als Autor für den Blog „Le Bohémien“.

Dieser Beitrag erschien am 21.10.2017 bei Rubikon – Magazin für die kritische Masse.

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21 Kommentare zu: “Wenn der Patient plötzlich selbst schuld ist

  1. In der Analyse des katastrophal lebensfeindlichen weltweiten Systems, befeuert von Personen, die uns mental anscheinend völlig fremd sind und die wir nur als Geisteskranke ansehen können, sind wir uns ja hier als user einigermaßen einig. Aber was ist mit der Mehrheit, die sich dieser „Behandlung“ immer noch willig oder zumindest gedankenlos hingibt und sich von ihr formen, bzw. unbewusst geistig deformieren lässt? Hier ist doch der Ansatz, wo nachgeforscht werden muss nach den wahren Gründen. Denn diese Menschenmassen sind ja das Material, aus dem das System geformt werden kann. Ich für mein Teil habe da für die Zukunft null Hoffnung, wenn die Menschheit sich nicht dazu durchringen kann, von der traditionellen Fehlernährung über Tiere abzulassen. Eine Zukunft für die Menschheit gibt es aus meiner Sicht nur noch als eine pflanzenköstlerische Wertegemeinschaft. Und zwar auch deshalb, weil ich durch meine Lebenserfahrung auf allen möglichen Ebenen zu der tiefen und unumkehrbaren Überzeugung gelangt bin, dass das tierische Protein eine Fehlernährung für den Menschen darstellt und sich auf unsere Spezies degenerativ ausgewirkt hat. Wenn das mit dem Tiere-Essen nicht aufhört, schreitet auch die allgemeine Verblödung unweigerlich voran. Ich weiß, dass Ihr nicht dieser Ansicht seid, aber gerade deshalb führe ich es ja an. Und ich werde das so lange tun, bis es endlich ernst genommen und nicht mehr ignoriert wird und nicht mehr nur mit den üblichen dummen Abwehrvokabeln abgewiegelt wird(Dogmatismus, Messianismus etc.)
    Ansonsten gilt mein Spruch: An der Spiessigkeit und am Traditionalismus geht die Welt unter.

    • Ich persönlich esse noch Fleisch, allerdings wirklich deutlich weniger als früher – und ich gebe Ihnen Recht, dass es logisch gesehen am Vernünftigsten ist, auf tierische Produkte zu verzichten. Jedenfalls weitgehend. Ich sehe also ein, dass das ein Problem und wichtiges Anliegen ist.

      Aber trotz allem: Meinen Sie, dass alle anderen wichtigen Probleme auf unserem Planeten gelöst wären, wenn sich alle vegan ernähren würden? Gibt es keine Veganer, die gewalttätig werden und aus Gier andere Menschen ausbeuten, beispielsweise? Das wäre doch wohl auch zu schön und einfach, um wahr zu sein, oder nicht?

    • Wenn der Entschluss, vegan zu leben aus echtem Mitgefühl und echter Einsicht entspringt, dann ist logischerweise auch eine konsequente Ablehnung gegen jegliche Form von Gewalt vorhanden. Es kommt also darauf an, echt vegan zu werden und nicht nur einem Modetrend zu folgen. Deshalb möchte ich auch niemanden überreden, sondern lediglich dazu auffordern, dieses Thema ernst zu nehmen und sich genauso gründlich und vielseitig über unsere Ernährung zu informieren, wie z.B. Ken Jebsen und andere das für die sog. „weltpolitischen Themen“ empfiehlt. Denn davon, welcher Art unsere Ernährung ist, hängt tatsächlich unser aller Zukunft ab, mindestens genauso, wie von der Frage, welche Massenvernichtungsmittel in naher Zukunft eingesetzt werden, denn diese Art von Ernährung, die in dieser Welt die größte Lobby hat, ist schon lange die größte und effizienteste Massenvernichtungs- ja Weltvernichtungswaffe.

    • Gandhi hat übrigens auch genau dies gesehen -er sagte: „Die gefährlichste Waffe der Welt ist die Gabel“.

    • Jesus hat das anders gesehen: „Nicht das, was in den Menschen hinein geht, ist macht ihn unrein, sondern das, was aus dem Menschen herauskommt!“

    • Anscheinend hast Du keine Ahnung, was Jesus wirklich zum Tiere-Essen gesagt hat. Falls es Dich interessiert: Essener Friedensevanelium, die Rede Jesu an die Kranken.

    • Anscheinend hast du ein Problem damit, wenn jemand deine Meinung nicht teilt – schade.
      Ich weiß, wir sind uns in vielem einig – hier nicht. Na und?

      Und bitte: wirf mir kein mangelndes Wissen vor, nur weil ich deine Meinung nicht teile. Die Bibel und die dazugehörige Exegese kenne ich sehr genau, wir können gerne hier tiefer einsteigen. Die Aussage von Jesus ist allerdings eindeutig.

    • Ja, schade, dass auch bei Dir die Regel greift: Wenn der gewöhnliche Fleisch- Eier-und Milch- Vertilger Angst um seine gewohnten Gelüste kriegt, wird er plötzlich unlogisch, persönlich anschuldigend und ungerecht. Wir kennen die Bibel auch ziemlich gut und wir wissen auch, dass sie unzählige Male gefälscht wurde im Sinne der jeweiligen Regierungsmächte. Das kann übrigens auch jeder andere user wissen, es gibt unzählige Dokus darüber im Netz und wer in der Weltpolitik und der Menschheitsgeschichte etwas durchblickt, was Du ja sicherlich auch tust, der weiß das auch so, dass Schriftwerke, die derart einflussreich sind, wie die Bibel, logischerweise immer im Sinne der Macht justiert wurden. Von da her können wir die Bibel schon mal nicht als non plus ultra der Wahrghaftigkeit anführen. Und das weißt Du auch. Aber selbst, wenn ich davon ausgehe, dass diese von Dir zitierte Stelle nicht gefälscht ist, so ergibt sie einen ganz anderen Sinn, als den, den Du hier hineinlegst. Lass es uns mal ansehen.

      „Von Reinheit und Unreinheit, Matthäus 15(Text der Lutherbibel, revidierte Fassung 1984
      Da kamen zu Jesus Pharisäer und Schriftgelehrte aus Jerusalem und sprachen
      Warum übertreten Deine Jünger die Satzungen der Ältesten? Denn sie waschen ihre Hände nicht, wenn sie BROT(!!!) essen…….
      Jesus zuletzt :.. böse Gedanken, Mord, Ehebruch, Unzucht, Diebstahl,falsches Zeugnis, Lästerung. Das sind die Dinge, die den Menschen unrein machen. Aber mit ungewaschenen Händen essen macht den Menschen nicht unrein.

      Es geht also hier mitnichten um das Fleischessen, sondern um das Essen mit ungewaschenen Händen.
      Was er vom Fleischessen hält, hat man z.B. wohlweisslich nicht in die offizielle Version der heiligen Schriften mit hinein genommen, denn die Herrschenden wollten sich, genau wie Du, nicht ihr Fleischessen vermiesen lassen.
      Das Essener Friedensevangelium von der „Rolle aus Cumran“, die erst um 1900 in der Wüste ausgeraben wurde und als echte Hinterlassenschaft der Essener geprüft ist, der Gruppierung, in der auch Jesus aufgewachsen ist, wird seitdem im Vatikan oder sontswo versteckt aufbewahrt und es ist ein Wunder, dass überhaupt etwas vom Text bekannt geworden ist.
      Aber ich bin mir sicher, dass Du Dich von all dem auch nicht überzeugen lässt. Wahrscheinlich möchtest auch Du mit aller Gewalt den Jesus von Nazareth zum Fleischesser umfunktionieren, damit Du ihn weiter zu Deinen Kumpeln zählen kannst.

    • Jesus empfiehlt in diesem Friedensevangelium nicht nur die vegane Kost, sondern die vegane Rohkost. Nach meiner Erfahrung ist tatsächlich pflanzliche Rohkost das Gesündeste für uns. Nicht nur, dass sie am meisten Energie gibt, sondern sie hat auch das Potenzial, schwere Krankheiten zu heilen. Und sie verhindert und lindert Entzündungen und Schmerzen. Ich selbst bin allerdings nur erst bei etwa 70% Rohkost, weil ich mir die leckeren Bio- Kartogffeln und die italienischen Nudeln nicht abgewöhnen kann oder will. Muss ja auch nicht sein. Hauptsache, man isst zu jedem Essen etwas rohköstliches dazu. Wegen der „Verdauungsleukozytose“, die bei gekocher Nahrung sonst auftritt.

    • „Ja, schade, dass auch bei Dir die Regel greift: Wenn der gewöhnliche Fleisch- Eier-und Milch- Vertilger Angst um seine gewohnten Gelüste kriegt, wird er plötzlich unlogisch, persönlich anschuldigend und ungerecht.“

      Da stimmt kein Wort. Ersten weißt du nicht, was ich esse. Zweitens: unlogisch, persönlich anschuldigend und ungerecht? Wo denn? Ich habe Jesus zitiert und von dir vorgehalten bekommen, ich hätte „keine Ahnung“. Doch, die habe ich, kann jeder selbst nachlesen. Exegese ebenso. Jesus sagt nichts, aber auch gar nichts über Vegetariertum, im Gegenteil: er hat selbst gefischt, Fische gegessen und verteilt. Das sind einfach die Fakten.

      „Aber ich bin mir sicher, dass Du Dich von all dem auch nicht überzeugen lässt. Wahrscheinlich möchtest auch Du mit aller Gewalt den Jesus von Nazareth zum Fleischesser umfunktionieren, damit Du ihn weiter zu Deinen Kumpeln zählen kannst.“

      So ein Text von jemanden, der anderen vorwirft, unlogisch und persönlich angreifend zu sein. Hm.

    • Du gehst überhaupt nicht auf das ein, was ich schreibe! Die Stelle, die Du aus der Bibel zitiert hast, hast Du falsch interpretiert. Das ist Fakt. Und dass Jesus tote Tiere verteilt hat, glaube ich nicht. Und dass auch das mit dem Passah-Lamm eine Fälschung ist, ist schon lange geklärt. Wer die Lehre Jesu wirklich versteht, weiß sowieso, wie er eingestellt war. Ich glaube nicht, dass jemand, der fürs Tiere-Töten -und Vernutzen ist, Jesus überhaupt verstehen kann. Töten ist töten, da gibt es keinen Unterschied zwischen Mensch und Tier. Unser Blut ist auch nicht roter, als das von Tieren und Tiere werden auch nicht lieber geschlachtet, als Menschen.

    • Was bringt uns diese Diskussion?
      Ich habe kein Problem damit, wenn jemand Fleisch ist, und ich habe kein Problem mit Vegetariern.
      Du hast ein Problem damit, wenn jemand Fleisch ist.
      OK.

      Was keinen Sinn macht, ist die Fakten zu verdrehen: “ Und dass Jesus tote Tiere verteilt hat, glaube ich nicht.“

      Halten wir uns jetzt an Bibelstellen, oder nicht? Das steht genau so drin, kannst gerne die zig Bibelstellen suchen, an denen Jesus Fische fängt, isst, verteilt, etc.
      Falsch zitiert habe ich auch nicht bzgl. der Nahrung, das steht genau so drin.

      „Wer die Lehre Jesu wirklich versteht, weiß sowieso, wie er eingestellt war.“
      Stimmt, und ich denke, das letzte, was er getan hätte, wäre, jemanden für seine Nahrung zu verurteilen.

      „Töten ist töten, da gibt es keinen Unterschied zwischen Mensch und Tier.“

      Das ist deine Meinung. Ich glaube, es gibt einen fundamentalen Unterschied zwischen Menschen und Tieren.

    • Und Du schreibst, Ich könne ja gar nicht wissen, was Du isst. Klar kann ich das. Wer über das Thema so schreibt, wie Du, der ernährt sich jedenfalls nicht vegan und der hält vegan für unrealistischen Blödsinn und will mit allen Mitteln recht behalten. Mitleid mit Tieren muss er sich zwangsläufig abgewöhnt haben. Fleisch-und Tiere-Sekrete-Esser sind meiner Ansicht nach von Haus aus im Unrecht, na und? Ist das ein Verbrechen, Tiere zu achten und zu lieben? Und Du schreibst, ich ließe keine andere Meinung gelten, als meine.
      Stimmt nicht. Ich lasse nur die Ignoranz von Tier-Ausbeutern nicht gelten. Mit anderen Pflanzenköstlern bin ich total d’accord.

    • Du bist übrigens derjenige, der die Fakten verdreht. Du weißt wie ich, dass die Bibel insgesamt genauso ein Macht-kontrolliertes Machwerk ist, wie alles, was an Schriften in der Welt massenbeinflussendes Potenzial besitzt.
      Trotzdem tust Du hier so, als ob darin nur unumstößliche, nicht bedenkenwerte, wahrhaftige Fakten aufgezählt seien und interpretierst sogar eine Bibelstelle auch noch völlig verkehrt und entsprechend dem, was Dir davon gerade hier persönlich zu passe kommt.

    • Ich fand es ja gut, dass Du hier wiederholt auf den schaurigen Kindsmissbrauch in der Welt hingewiesen hast. Was ich jetzt nach dieser Diskussion mit Dir noch dazu sagen möchte, hat Leo Tolstoi auch schon gut auf den Punkt gebracht:
      „Das Mitleid bleibt immer das selbe Gefühl – ob man es für einen Menschen oder eine Fliege empfindet. Der dem Mitleid zugängliche Mensch entzieht sich in beiden Fällen dem Egoismus und erweitert dadurch die moralische Befriedigung seines Lebens.“

  2. Oft genügt es, auf die Sprache zu achten, um zu sehen, wer dahinter steckt. Hinter anger management (einige kennen sicher den Film!) und resilience management sind es die gleichen Anhänger der gleichen Abteilung, nämlich der – sorry, da bin ich absolut respektlos – Cowboy Manager, sowohl derer in Texas und Hollywood als auch derer der Chicago-Schule. Das Wort, mit dem Stallgeruch italienischen Ursprungs “maneggio” / management / training of a horse / from “maneggiare”, und die damit verbundene Tätigkeit sind auf wundersame Weise (Hollywood/PR)) als Management, also Training des Menschen, von Stall- und Manege-Geruch gereinigt, und in unserer Corporate Culture als Religion und Hobby der ehemals Pferdetrainer veredelt worden. Und aus (respektablen) Pferdeflüsterern und Jockeys (to jockey s.b. into doing s.th. = jdn. dazu bringen, etw. zu tun; to jokey for position=alles daransetzen, eine möglichst gute Position zu erringen) sind (ominöse) Marktflüsterer geworden. Statt widerstandfähigen Pferden/Koppeln eben nun resiiente Arbeitnehmer(-Teams/Koppel).

    Ich habe zehn Jahre in Asien gelebt, wo Bambus als resiliente Pflanze im Bewußtsein vieler Asiaten als Vorbild für den eigenen (National)Charakter gesehen wird, was sich in Sanftheit, Toleranz und Freundlichkeit, aber auch in Stärke, Ausdauer, Widerstandsfähigkeit und extremer Biegsamkeit und Duldsamkeit zeigt. Der Fremde ist – mit Recht! – verzaubert. Die andere Seite, die Implosionen und Explosionen erlebt der Fremde eher selten. Bambus schützt nicht davor, sich in der Selbstmordliste weltweit regelmäßig in führender Stellung zu finden. Und wo und wenn Gewalt ausbricht, da ist man an den Bambus erinnert, der entsprechend zurückpeitscht, wenn der Wind plötzlich nachläßt.

    Man kann aber auch seinen Blick nur auf Amerika richten, dem Land des “anger management”.
    Selbstmordrate? Anteil der Bevölkerung im Gefängnis? Anteil der Psychotherapeuten pro Person?
    Gewalt im Alltag?

    Wie anger management ist das Resilienz-Konzept ist ein zynisches, noch dazu von Stall- und Manegengeruch behaftetes Konzept. Meine Empfehlung für Manager zur Eigentherapie: einen Pferdestall mit Jockeys zulegen, bzw. sich auf einen solchen schon im Besitz befindlichen beschränken. Wer mag, der kann sich noch dazu eine Bambus-Plantage zulegen.

    Widerspruch: Dieses Management der Manager sowie der Therapeuten ist nicht “lediglich stimulierend” oder “nicht-intervenierend”, es ist manipulativ-destruktiv, indem es nur Biegsamkeit fordert/fördert, aber Selbstermächtigung nicht zuläßt, Verantwortung für den Erfolg für sich in Anspruch nimmt, für den Mißerfolg aber an den “Resilienz-defizitären” Patienten delegiert. So wird Apathie produziert, was zwingend das Ergebnis von Biegsamkeit ohne Eigenermächtigung sein muß. Der Begriff der “Egenverantwortlichkeit” ist so zu verstehen: jeder ist seines Glückes Schmied, aber der Amboß ist das System.

    • Zu Ihrem letzten Teil passt gut das Zitat von Bertrand Russell:
      „Es ist nicht erwünscht, dass der normale Bürger selbständig denkt. Weil man der Auffassung ist, dass Leute, die selbständig denken, schwer handzuhaben sind. Nur die
      Eliten sollen denken. Der Rest soll gehorchen und ihren Führern folgen, wie eine Hammelherde.“

      Das muss man bei allen Interventionen von oben oder auch bei den Medien immer im Hinterkopf behalten: es ging/geht nie darum, selbstermächtigte Bürger zu erzeugen oder echte Eigenverantwortung zu fördern. Weil dann würden die Bürger ja selbstständig denken und könnten evtl. durchschauen, wie der Laden läuft, und dann wären das ja alles „Verschwörungstheoretiker“, die man bekämpfen müsste, …
      Und ab einem gewissen Prozentsatz „Verschwörungstheoretiker“ wird es für tatsächlich vorhandene Verschwörer halt schwierig.

      Der Artikel beschreibt gut, wie sehr neoliberales Denken inzwischen in fast alle Bereiche des Lebens einsickert, selbst in solche, die es besser wissen müssten. Nun ersetze man „neoliberal“ durch „krank und unmenschlich“, dann gewinnt man einen etwas klareren Blick auf die Realität.

    • @ Volume

      Ja, der Artikel zeigt auf, wie Management, Management von Macht, alle Bereiche des Lebens dominiert und die besondere Rolle, welche die „Sozialwissenschaften“ dabei spielen. Der Arzt denkt und spricht nach, was ihm der Manager vordenkt und vorsagt. Denken ist nur noch Nachdenken, aber nicht als Reflektion, sondern wie Nachplappern. Die Therapie bestimmt nicht mehr der Arzt. Die Lehre bestimmt nicht mehr der Lehrer. Überall ist es der Manager, der das Vordenken beherrscht. Neoliberalismus ist Wortgeklingel, ebenso wie Globalisierung nichts anderes ist als Kolonialismus. Denken und Sprache werden vorgedacht und vorgesprochen, es bleibt fast nur noch Raum für Nach-Denken und Nachplappern.
      Nochmal Bertrand Russell: „The fundamental concept in social science is Power, in the same sense in which Energy is the fundamental concept in physics.“

  3. Kann das nur bestätigen – alles wird ver-technisiert. Der Mensch ist inzwischen von oben bis unten so unfassbar empirisch „durchgetestet“ dass es praktisch nichts mehr gibt, was nicht erfasst und kontrollierbar wäre. Er hat wie eine Maschine zu funktionieren.
    Tut er das nicht… sein Problem.

    Einziger Schutz dagegen: ein bisher sich praktisch jeglichem Forschungszugriff entziehender Begriff „THE SELF“ – das Selbst. Unsere Persönlichkeit ist die letzte Bastion, die wir noch haben – und es wird mit Hochdruck daran gearbeitet, die Festungsmauern zu dekodieren.

  4. Guter, wichtiger Text. Die Versachlichung und Vereinheitlichung von empfindsamem Leben, die durch den absolutierten Kapitalismus auch in der „Gesundheitspolitik“ immer weiter voranschreitet, macht natürlich auch vor der menschlichen Seele nicht halt. Wir kennen das ja aus der profitorientierten Pharma-Politik schon seit über hundert Jahren. Dazu braucht man sich nur die Geschichte der Inpfserenforschung oder die der Vivisektion anzusehen. Wenn es nun um seelische Erkrankung am Menschen geht, hat sich in diesem profitorientierten Denken sogar noch eine zusätzliche Repressalie gegenüber dem empfindsamen Leben ergeben: die eigene Schuld. Damit schliesst sich dann der Teufelskreis des neoliberalen „Heilwesens“.

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