Wenn eine Frau ihrer magischen Aura verlustig geht – und es nicht merkt …

Von Dirk C. Fleck.

Allen, die schon aufgrund der Überschrift die Feder spitzen, um ihre Verbalattacken zu starten, sei folgendes gesagt: Man kann den Text auch auf den Kopf stellen, man kann statt Frau auch Mann lesen, denn selbstverständlich können auch Männer über eine magische Aura verfügen. Und auch Männer können sie über Nacht verlieren, ohne es zu bemerken, ist doch klar. Ob bei Männern oder Frauen – wenn der Umstand eintritt, das ihr Zauber erlischt, wird es häufig peinlich für diejenigen, die jene Verehrung und Bewunderung, die ihnen entgegengebracht wird, nie so richtig verstehen, die nicht verstehen, warum andere Menschen ihnen erliegen, warum sie diesen Kredit an Liebe und Leidenschaft, der ihnen zinsfrei gewährt wird, überhaupt verdienen – die das nicht einmal wollen, sich mit der Zeit aber daran gewöhnen und im Vertrauen auf ihre unerklärliche Stahlkraft plötzlich anfangen, eine Rolle zu spielen, was sie plötzlich wieder zu gewöhnlichen Menschen werden lässt – was ihnen vielleicht sogar recht ist.

Die magische Aura, von der ich spreche, umgibt nur jene, die sich im Zustand der reinen Unschuld befinden, die sich in Harmonie mit der Schöpfung wissen, die auf fantastische Weise neugierig sind, die keine Schuldzuweisungen treffen und sich nicht strategisch durchs Leben schlagen. Auf sie fällt ein Licht, das nicht von jedem wahrgenommen wird, was ihnen aber egal ist. Erst wenn sie sich der Wirkung auf andere bewusstwerden und sich die Eitelkeit ihrer Unschuld bemächtigt, ist es vorbei mit der von wem auch immer verliehenen Zauberkraft. Schnipp, einfach so. Das ist eine nicht einfach zu handhabende Situation für diejenigen, die so lange in ihrem Bann gestanden haben und denen nun der Adressat für ihre Bewunderung abhandengekommen ist. Ich spreche von den Vergötterern unter uns, von denen, die, und jetzt drehe ich die Geschichte wieder um, von Frauen nichts anderes verlangen, als eine Vollmacht zum träumen. Ein Vergötterer, und ich zähle mich durchaus dazu, ist im Grunde genommen ein Egoist, der das Dickicht zwischenmenschlicher Beziehungen so gut es eben geht zu meiden versucht, weil er sich nicht in Missverständnissen und trivialen Auseinandersetzungen verheddern möchte, die aber in unserer sogenannten Realität zum Standardprogramm zwischen den Geschlechtern zu gehören scheinen. Deshalb sucht er bewusst nach Frauen, die dem Träumer geben was des Träumers ist: die perfekte Illusion.

Natürlich findet man solche Frauen nicht an jeder Ecke, manch einer von uns findet sie nie, was gelegentlich dazu führt, dass man sich die anfängliche Faszination einer Begegnung zunutze macht, um sich die Person schön zu reden, schön zu denken und schön zu fühlen, schließlich muss man seiner unerfüllten Sehnsucht nach wahrer Liebe gelegentlich Futter geben. Männer, die das tun, kreieren Fantasiefiguren, sie machen ihre Auserwählten zu nichts ahnenden überforderten Opfern. Zu dieser Sorte gehöre ich nicht. Nicht seitdem mir schon im zarten Alter von dreizehn Jahren die drei Jahre ältere schöne Lilofee begegnet war. Ihr Bild ist mir in die Seele gebrannt. Die von Sehnsucht und Schüchternheit durchtränkte Affäre wirkt bis heute nach. Mit dem Gedanken an Lilo scheint mir von ganz alleine zu gelingen, was Kafka als die eigentliche Aufgabe des Künstlers bezeichnete: das isoliert Sterbliche ins unendliche Leben hinüber zu führen. Die Narren, die daran den größten Gefallen finden, wissen um ihr Los: sie bleiben allein. Frauen lieben romantische Träumer, aber ihr Leben bauen sie an der Seite von Notaren.

Damals sangen wir in der Schule noch gutes deutsches Liedgut. Das Lied von der schönen Lilofee zum Beispiel. Es traf mich jedes Mal mitten ins Herz: „Es freit ein wilder Wassermann/ hoch droben über dem See/ des Königs Tochter wollt er ham/ die schöne junge Lilofee…“ Die Liebe hat sich mit Lilo gebrüstet, als sie sich mir vorstellte. Lilo war das Goldpapier, in das ich die Trivialität meines jugendlichen Alltags wickelte. Es gehörte damals zu meinen Pflichten, die Schuhe der Familie zu putzen. Ich erledigte das im Kohlenkeller, zusammen mit Freunden aus dem Haus, die sich zu ähnlicher Fronarbeit verpflichtet hatten, um den Eltern für eine Stunde zu entkommen. Wir hockten auf einem Haufen Eierbriketts und genossen die Abendstunde in der Unterwelt. Ausgerechnet ich war es, der den männlichen Geheimbund des Öfteren im Stich ließ. Ich zog es vor, auf der anderen Straßenseite bei Wind und Regen auf dem Rasen zu stehen und erhobenen Hauptes darauf zu warten, dass sich Lilos Silhouette hinter den Gardinen bemerkbar machte. Irgendwann zog ihre Familie fort. Niemand wusste wohin. Die Siedlung war trist ohne sie. Was mir zuvor wie der Garten Eden erschienen war, entpuppte sich als das, was es war: ein Vorstadtslum von kaum zu überbietender Hässlichkeit.

So ist das, wenn ein Traum an der Realität zerschellt. Früher oder später passiert das immer. Der Träumer weiß das, er ist darauf vorbereitet. Er leidet nicht einmal sonderlich darunter, er sieht sich nur erstaunt um. Er weiß, dass er sich jetzt mit dem zufriedengeben muss, was ihn umgibt: uninspirierte, hilflose Geschöpfe, die sich in unserer erbarmungswürdigen Konkurrenzgesellschaft ein Rattenrennen voller Hinterhältigkeiten liefern, welches sie zu emotionslosen Krüppeln verformt. In dem ein seelisches Wachstum kaum mehr möglich ist. Damit muss er jetzt klarkommen. So schwer ist das gar nicht. Man reduziert seinen Umgang einfach auf die wenigen Freunde, die sich dieses Etikett verdient haben. Meist sind es nicht mehr als eine Handvoll. Das reicht aber, denn der Vergötterer weiß, dass nur der Verzicht ihn wahrhaft adelt. Der Verzicht ist eine Kunst, an der man aufs trefflichste gedeihen kann. Das Paradoxe ist, dass sich Frauen von Männern, die diese Kunst beherrschen, extrem angezogen fühlen. Womit sich die Tür für das nächste himmlische Abenteuer wieder sperrangelweit geöffnet hätte …

Ich muss an dieser Stelle eines klarstellen: wenn ein Mann von der magischen Aura einer Frau fasziniert ist und ihr verfällt, ist er kein Illusionist, wie selbst seine Freunde nicht müde werden zu betonen. Er begibt sich nur in eine andere Realität. In ihr ist er zuhause, dort atmet er anders, sein Blut pulsiert in einem anderen Rhythmus, es fühlt sich an, als sei es mit Sternenstaub versetzt. Seine Gedanken an diese Frau kommen nicht einzeln daher, sie verbinden sich zu einem schützenden Kokon, in dem er durch den Alltag schwebt, stets mit einem Lächeln im Gesicht und zu jedermann freundlich. „Du siehst gut aus“. Diese Worte umgeben ihn wie ein Mantra, wenn er auf der Straße Bekannten begegnet.

Vor kurzem fand ich einen Text der US-amerikanischen Autorin und Heilerin Sophie Bashford mit dem Titel: WENN DU DICH ENTSCHEIDEST EINE ERWACHTE FRAU ZU LIEBEN. Ihn ihm heißt es: Wenn du die Aura und den Körper einer Frau betrittst, deren spirituelles Feuer hell brennt, akzeptierst du, dass ein bestimmtes Niveau an Risiken und Gefahren auf dich wartet. Dein Leben wird nicht schläfrig bequem sein in dieser Zeit. Dein Leben wird nicht zulassen, dass du in alten Spuren läufst oder in stagnierenden Routinen. Dein Leben wird einen radikal-neuen Duft und Geschmack annehmen.

Recht hat sie, ich kann das bestätigen. Sie spricht in dem Artikel auch von elektrischen Schockwellen, die man aussendet, von einem spirituellen Licht, das durch unsere Chakren rast und uns auf eindrucksvolle Art mit dem Universum verbindet. Von dem plötzlichen Verlust dieser Wonnen spricht sie nicht. Er ist nicht zu erklären. Die andere Realität, von der ich sprach, ist ein sehr verletzbares Gebilde, vergleichbar einer Seifenblase. Manchmal reicht eine kleine Bemerkung der Liebsten, um die Blase zum platzen zu bringen, manchmal findet man überhaupt keine Erklärung für das Verschwinden des Zaubers. Schuld an der plötzlichen Ernüchterung aber ist keiner der Beteiligten. Auch die Ernüchterung bleibt ein Mysterium, das man zu akzeptieren hat. Die Dichter sind schlau, sie schreiben das unerwartete Glück fest. Ihre Verse dienen den verlassenen Vergötterten als Feuerstelle, an dem sie sich die Seele wärmen – bis zur nächsten Illusion, in denen es der Dichter Worte nicht mehr bedarf. Ein Meister solcher Worte ist der 1973 verstorbene chilenische Dichter Pablo Neruda. Beispiel gefällig?

Du bist die Königin.
Wenn du durch die Straßen gehst,
erkennt dich keiner.
Niemand sucht deine Krone aus Kristall,
niemand schaut den Teppich aus rotem Gold,
den jeder Schritt von dir betritt.

Und wenn du erscheinst
rauschen alle Flüsse
in meinem Körper auf,
rütteln die Glocken am Himmel,
und ein Hymnus erfüllt die Welt.

Nur du und ich,
nur du und ich, meine Liebe,
hören ihn tönen.

Natürlich hätte es jede einzelne Frau verdient, dass es jemanden in ihrem Leben gibt, der auf den Grund ihrer Seele schauen kann. Es gäbe so viel zu sagen über Frauen. Über Frauen und Jahreszeiten, über Frauen mit Hund, über arme und reiche Frauen, über Frauen, die sich aus dem Gespinst dunkler Begegnungen lösen, über schwangere Frauen, über Frauen, die auf ihrer Hochzeit im Garten heimlich den Geliebten verführen, über die Frauen von Helsinki, über Frauen, die zu souveräner Trauer finden, wenn die Schwester sich die Pulsadern aufgeschnitten hat, über Frauen am Mikrofon, über lesbische Frauen, über Frauen, deren Augen auf zerknitterten Schwarzweiß-Fotos strahlen, als könnte nichts und niemand ihnen etwas anhaben. Aber selbst der stärkste Vergötterer sieht sich dabei überfordert, denn heilig sind wir nicht. Noch nicht …

 

 

Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Artikels.

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41 Kommentare zu: “Wenn eine Frau ihrer magischen Aura verlustig geht – und es nicht merkt …

  1. Sehr geehrter Herr Dirk C. Fleck , Danke für Ihren wundervollen verträumten Artikel , leider macht die Diskussion über DIA ( ihre Abkürzung )und die Verwendung diese Begriffes / Bezeichnung vieles kaputt ! Und es wäre schön wenn Sie in Zukunft derartige Verachtung gegenüber diesen Menschen in ein friedlicheres und toleranteres Gewand stecken würden.
    Denn was sollen wir mit diesen „immer noch Menschen“ machen die durch eine verkorkste Sozialisierung gutes Benehmen und Nachdenken nie gelernt haben.???
    -Ihr Hass ist unser Antrieb für Liebe zu allen Menschen !
    -Ihre Ignoranz ist unser Antrieb zur Überwindung von Denkverboten!
    – Ihre Aggressionen sind die Kraft die uns zufließt um friedlich zu bleiben !
    beste Grüße
    Raymond

  2. Lieber Herr Fleck! Ich find es gut und richtig, auch vorbehaltslos aus dem eigenen Leben zu plaudern! Mach ich auch. Daher weiß ich , dass man damit in Foren soz. ein „Weichteil“ bietet, wo manch andere der Velockung, locker da mal reinzutreten nicht widerstehen können! Aber wir wissen ja, was wahre Stärke ist! 🙂

    • Dies ist der erste Beitrag, zu dem ich von mir aus nicht viel beizutragen habe. Vielleicht, weil für mich diese Mann-Frau-, oder Frau-Mann-Dramatik nicht(mehr) relevant ist. Ich kenne sie eher zur Genüge aus früheren Zeiten, wo ich ständig in unerträglich unglückliche Verliebtheiten mit Suizidgedanken und allem drum und dran verwickelt war. Ich bin froh, dass aus keiner wirklich etwas geworden ist und ich endlich meinen jetzigen Liebsten getroffen habe und lieben lernen konnte. Heute weiß ich, dass mir immer überall die menschliche Tiefe und Wärme gefehlt hat und das echte Freundschaft unendlich viel wertvoller ist, als sexuelle Abhängigkeit. In der Studienzeit fand ich es immer so langweilig, wenn zwei von uns sich „gefunden“ hatten, weil die dann für uns anderen erst mal weg vom Fenster waren. Als ich meinen Liebsten zum ersten mal traf, haben wir nach kurzer Zeit schon gemeinsame Lachanfälle bekommen. Zusammen lachen können ist eigentlich das schönste, was zwischen Menschen geschehen kann, finde ich.

  3. Werter Herr Dirk C. Fleck,

    vielen Dank für Ihren Artikel und die damit einhergehende Offenbarung Ihres illusteren Lebens als Spanner zu Jugendzeiten, Liebhaber des „himmlische(n) Abenteurers“ in späteren Jahren und abstoßenden, älteren Chauvinisten heutzutage, der davon ausgeht ein anderer Mensch, in ihrem Fallbeispiel eine Frau, wäre nur dafür da ihre Illusionen zu erfüllen.

    Nicht für diejenigen, deren „Zauber“, wie Sie schreiben, angeblich „erlischt“, wird es peinlich – sondern für jemanden wie Sie, wenn Sie denken ein „Zauber“ oder eine „magische Aura“, die jemanden umgibt, könne durch eine Bemerkung oder mit einem „Schnipp, einfach so“ erlischen. Die Wahrheit ist, nicht der Zauber der- oder desjenigen erlischt, sondern Ihre Fähigkeit ihn zu sehen!

    Was wären eine Aura und ein Zauber für inferiore, nichtige Dinge, wenn sie sich nur durch Bemerkungen und kurze Momente von einem Menschen zerstören ließen.

    Die Wahrheit ist, dass die meisten Menschen von einer besonderen, persönlichen Aura umgeben sind und diese bleibt. Sie verändert sich vielleicht, so wie die mit ihr verbundenen Menschen sich verändern. Sie entwickelt sich weiter und wächst am Leben. Aber sie verschwindet nicht.
    Lediglich: Sie besitzen scheinbar nur eine sehr beschränkte Fähigkeit zur Wahrnehmung, beleidigen plump und herablassend all jene, die Ihren Vorstellungen nicht entsprechen, als „uninspirierte, hilflose Geschöpfe“ und hängen lieber Ihrer schäbigen, lebensfernen „perfekten Illusion“ hinterher – auf ewig lebe der unerfüllte Traum vom wahren – an dieser Stelle durch eigene Beschränkung selbst vermasselten – Glück!

    Bleiben Sie doch gerne weiter in Ihrer esoterischen Traumwelt und verlangen Sie von Frauen auch weiterhin „nichts anderes (…) als eine Vollmacht zum träumen“ (Anmerkung des Kommentators/ der Kommentatorin: korrekte Schreibweise „zum Träumen“, vgl. hierzu „Die amtliche Regelung der deutschen Rechschreibung“ §57: „Wörter anderer Wortarten schreibt man groß, wenn sie als Substantive gebraucht werden (=Substantivierunen).“ – um nur einen ihrer zahlreichen Rechtschreibfehler aufzugreifen), wenn Sie einem echten, realitätsnahen Leben mit Menschen statt ihren chauvinistischen Machismo-Illusionen nicht gewachsen sind. Viel Erfolg dabei für immer unglücklich zu sein!

    Gott sei Dank gibt es in diesem Land auch noch andere Journalisten, sodass man zur Meinungsbildung nicht auf egozentrische und sexistische Texte wie diesen angewiesen ist. Zudem gehört es auch zu gutem Journalismus, dass Dinge vollständig dargestellt und Aussagen und Ereignisse nicht durch Auslassungen manipuliert und verfälscht werden – so wie Sie das bei dem von Ihnen zitierten Gedicht von Pablo Neruda gemacht haben:

    Die Königin

    Größere gibt es, größer als du.
    Reinere gibt es, reiner als du.
    Schönere gibt es, schöner als du.

    Doch du bist die Königin.

    Wenn du durch die Straßen gehst,
    erkennt dich keiner.
    Niemand sieht deine Krone aus Kristall,
    niemand schaut
    den Teppich aus rotem Gold,
    den jeder Schritt von dir betritt,
    den Teppich, der gar nicht da ist.

    Und wenn du erscheinst,
    rauschen alle Flüsse
    in meinem Körper auf, rütteln
    die Glocken am Himmel,
    und ein Hymnus erfüllt die Welt.

    Nur du und ich,
    nur du und ich, meine Liebe,
    hören ihn tönen.

    (Pablo Neruda: „Liebesgedichte“. Btb Verlag. März 2012, S.17)

    Beste Grüße,

    C. Goldbergh

    • Werter Herr C. Goldbergh.

      ich bin erst heute dazu gekommen, ihren Kommentar zu lesen, für den Sie sich vermutlich noch immer auf die Schulter klopfen, aber glauben Sie mir, elegante Polemik geht anders. Ich hielt es zunächst nicht für angebracht, Ihnen zu antworten, aber dann las ich Ihren Kommentar ein zweites Mal und empfand ihn, gelinde gesagt, als Frechheit, zu der ich mich dann doch äußern möchte. Ist Ihnen eigentlich aufgefallen, das Sie sich schon im ersten Satz nicht entblöden können, mir einen Haufen Etiketten anzukleben, die zusammengenommen einen veritablen Rufmord ergeben? Sie deuten mein Bekenntnis, dass ich als Dreizehnjähriger sehnsüchtig darauf gewartet habe, die Silhouette eines angebeteten Mädchens hinter der Gardine ihres Wohnhauses zu entdecken als spannerhaftes Verhalten. Daraus kann ich nur schließen, dass Sie die Wonnen und Schauer der ersten Verliebtheit wohl „vernünftiger“ erfahren haben als ich, also gar nicht. In späteren Jahren, was immer Sie darunter verstehen, wurde ich Ihrer Meinung nach zum Liebhaber des „himmlichen Abenteuers“ und noch später, also iim betagten Alter, mutierte ich dann zum Chauvinisten.

      Wie kann sich ein intelligenter Mensch, und dafür halten Sie sich ja offensichtlich, wenn ich den oberlehrerhaft erhobenen Zeigefinger („Die amtliche Regelung der deutschen Rechtschreibung, §57“) richtig deute, an einem mit durchgehenden Augenzwinkern geschriebenen Text derart verbiestert festbeißen, um eine Grundsatzdebatte über Ethik, Moral und „esotrische Traumwelten“ mit den Argumenten eines Klippschullehrers vom Zaun zu brechen. In Form eines finalen Stoßseufzers danken Sie dem lieben Gott auch noch dafür, das er diesem Land noch andere Journalisten als Fleck geschenkt hat, „sodass man zur Meinungsbildung nicht auf egozentrisch und sexistische Texte wie diesen angewiesen ist“. Mensch Goldberg, habt ihr ein Glück!

      PS: Wo, werter Herr, steht, das man aus einem Gedicht nicht zitieren darf? Ach so, das passt nicht in ihr journalistisches Weltbild. Oder wollten Sie nur damit glänzen, dass Sie Neruda kennen. Den kennt doch jedes Kind, insofern dürfte es auch weit mehr Leuten als Ihnen aufgefallen sein, auf welche Weise ich mich bei Pablo bedient habe. Aus egoistischen Gründen versteht sich. Wissen Sie, welchen Titel ich unserem kleinen Zusammenprall geben würde? Eine Begegnung mit Deutschland …
      Liebe Grüße
      Dirk C. Fleck

    • Ohje – ich wollte eigentlich nur mal rein schauen, ob sich hier diskussionsmäßig noch was getan hat. Und dann so was: wie Sie (Herr Fleck) richtig anmerken: eine Begegnung mit Deutschland!

      Leben Sie auch im Ausland? Ich in Spanien.

      Der frustrierte Herr Goldbergh vermutlich in einem trostlosen Plattenbau. Mutterseelen allein.

      Der Arme!

      Welch bedrückende Aura er ausstrahlt allein schon durch das was er schreibt.

      Eine persönliche Begegnung möchte man sich gar nicht ausmalen.

  4. Ich halte diese “Magie“ eher für etwas tragisches. Wenn sie verfliegt wird ja bewusst wie trist oder öde doch alles ist und genau das halte ich für ein Problem meiner Generation (bin 27). Man ist ständig auf der Suche nach neuem oder aufregendem und wenn es bzw der Partner, warum auch immer langweilig wird sieht man keinen Grund mehr die Beziehung fortzusetzen…das halte ich für grundlegend falsch. Jede schöpferische Kraft erlischt irgendwann und es setzt ein Alltag, eine Routine ein die es zu bewältigen gilt. Beständigkeit steht für mich im Kontrast zu dieser Magie. Sie mag wunderschön sein, ich kenne dieses Gefühl auch doch ist für mich eine lebenslange Verbundenheit zu einem Menschen wichtiger als eben das Wissen um all die schönen kurzen Augenblicke die Bedeutungslos werden, wenn eben diese Beziehung warum auch immer, beendet wird.

    Vielleicht bin ich auch einfach nur zu jung,um zu verstehen was Herr Fleck versucht mir zu sagen.

  5. Es ist nicht die Magie der Frau, es gibt diese nicht. Es ist die Magie in dir, die eine Frau entfacht. Und sie hat keinerlei Schuld daran, außer, das nur sie dies vermag. Und zwar so ganz ohne ihr Zutun. Und nur, weil sie es ist. Das ist das alleinige, das man sicher weiß: sie ist es. Was auch immer dies bedeuten mag.

    • @wiebitte,

      „Es ist nicht die Magie der Frau, es gibt diese nicht. Es ist die Magie in dir, die eine Frau entfacht.“

      Interessanter Gedanke. Es gab in meinem Leben schon mehrere Frauen, die diese Magie auf mich ausübten. Und jede war anders. Jede hatte eine andere Art von Magie.

      Was kann ich jetzt als daraus schließen?

      Daß jede anders war und trotzdem eine Magie auf mich ausübte spricht wohl eher dafür, daß Sie recht haben.

      Oder doch nicht? Wer weiß? Vielleicht ist meiner Ratio nur entgangen was (welche Magie) diesen Frauen gemeinsam war? Für mich war jede von ihnen ein Individuum ohnegleichen. Keine war ein Spiegelbild oder Ersatz für die vorherige.

      Das kann für Ihre These sprechen.

      Oder aber auch dagegen.

    • @W. Schürer: Ist keine These und nicht als solche gedacht. Es ist eine Erfahrung. Eine tief subjektive Erfahrung.
      Man erfährt es, oder nicht. Ist etwa so, wie sehende Menschen Farbe kennen Blinde bedauerlicherweise nicht. Da ist nichts rationales. Es ist die Antwort auf die Frage: ist dies alles? Ist da sonst nichts mehr? Es offenbart, das damit alles erst beginnt.

    • @W.Schürer: Daß jede anders war und trotzdem eine Magie auf mich ausübte…
      War es wirklich eine (äußere) Magie, die auf einen ausübt? Ich meine, es ist die eigene, innere Magie. Und ja, es ist nie die Gleiche. Das vermag auch nur Magie. Sie bedarf aber eines äußeren Anreizes. Ist nicht Automagisch. Möglicherweise.

  6. Ich musste mich ebenfalls sofort bei kenfm registrieren, als ich diesen Beitrag gelesen hatte. Als ich ihn lass, erinnerte ich mich an einen Tag, als ich dummerweise, aus sehr egoistischen Gründen, meiner Herzensdame verriet, dass sie eine magische Aura verfügt, die so stark ist, dass sie sich davor in acht nehmen muss, welche Falter jeder Coleur sie damit anzieht. Das Ergebnis nach 6 Jahren Vergötterung ist dieser Beitrag von mir mit der Erkenntnis, dass ich wieder den Mut bekomme, von mir aus nochmal 6 Jahre das verlockende Licht der Anziehung zu suchen. Die Zeit des Verzichts schließe ich hiermit ab.
    Wann war nochmal die nächste Friedensdemo? Ich werde dort sein, um es zu finden, mein strahlend flackerndes und verlockendes Feuer. Ein leicht angesengtes Leben ist einem Leben ohne LEIDENschaft immer vorzuziehen.
    Vielen herzlichen Dank für diesen Beitrag.

  7. Lieber Herr Fleck,

    ihr Beitrag lädt wirklich zum sinnieren ein. Das Thema ist brilliant gewählt und umgesetzt. Ich denke jeder kann den Inhalt „nachfühlen“ und persönliche Erfahrungen darin wieder finden.

    Ich habe Sie das erste Mal im Gespräch mit Ken jebsen ( in ihrem Arbeitszimmer) gesehen und gehört und versucht sie als Person zu verstehen, ihre Wertevorstellungen zu erfassen. Umso erstaunter war ich über die einleitenden Worte ihres Textes. Nicht weniger irritiert mich die Wortschöpfung DIA (Dumm, Ignorat, Aggressiv), sowie die Aussage weiter unten bzgl. positiver und negativer DIA’s , die für mich völlig abstrakt daherkommt. Mir ist nicht ganz klar , was eine solche „Wortschöpfung“ positives bewirken soll. Bedenkt man zudem, dass durch dieses geschaffene Stigma, kritisches Denken , auch hier in diesem Forum gegeiselt werden könnte, entsteht doch ein etwas fader Beigeschmack. Die ersten Forderungen nach ausschließlicher Meinungsfreiheit für Beitragszahler wurden schon erhoben.
    Die Wirkung ihrer Aussagen erscheint mir daher kontraproduktiv, gerade wenn ich beobachte , wie mannigfaltig Meinung hier geäußert wird. Es drängt sich unweigerlich die Frage auf , ob in diesem Block ,kritische Meinungsäußerung lt. Ihrer Ansicht nach, lieber vermieden werden sollte.

    Ich denke man hätte seine Meinung wesentlich zielführender darlegen können, vielleicht sogar müssen. Es muß nicht jedes Problem auf künstlerischer Ebene gelöst werden, es reicht manchmal schon aus ,“einfach“ seine Meinung zu sagen und seine Erwartungshaltung darzulegen, ganz ohne das Bemûhen eines „Kunstbegriffes“ .

    ich wünsche Ihnen weiterhin viel Schaffenskraft

    MfG

    • Lieber Sebastian Mühl, ich verstehe Ihre Bedenken sehr gut und ich hatte in meinem Artikel meine Meinung zur Zensur auch deutlich gemacht. Dass ich das löschen einiger E-Mails hier in Ordnung finde, hat einfach den Grund, dass die Diskussionskukultur, die wir gerne auch in ihrer kontroversesten Form ertragen, durch Äußerungen dieser Art (noch nicht gelöscht) ausgehebelt wird: „gibt genug von euch Dummschwätzern, geht in eure Spirituelle Welt zurück und langweilt mich nicht ?“ Istvdas ein Beitrag, der uns weiter bringt, oder wollen wir nicht lieber auf ihn verzichten? Dem Verfasser reißen wir damit kein Bein aus, der sucht sich andere Foren, die er als Müllkippe für seine Ergüsse benutzen kann.

    • Ihre Einleitung vermittelt ein falsches Signal. „Rationalisten“ deuten diese Worte als Schwäche bzw. Angst und versuchen ,ihre Ideologien auf dieser „Welle“, der vermeintlich gezeigten Unsicherheit, darzustellen . Wahrscheinlich wollen auch einige den Text dann gar nicht mehr durchdenken….

      wenn sie das so provozieren wollten, ok. Ansonsten doch einfach weglassen. Das schohnt die Nerven , gerade in dieser “ wilden“ Zeit.

  8. Ja, das kann man sagen, ist wahr. Die Wortwahl ist nicht meine, aber das kann jeder selbst entscheiden. Sophie Bashford kommt meiner Auffassung nach einer Trivialisierung Nerudas gleich. Teilweise bekommt man auch das Gefühlt, dass Nerudas Gedicht nicht als Illustration bzw. poetische Kristallation des Textes dient, sondern der Artikel teilweise wegen seiner Wortwahl einer sehr eigenwilligen Interpretation des Gedichtes gleichkommt.

  9. Vielen dank, Herr Fleck, für diesen Text. Der hat Mich jetzt getroffen, wie Worte es noch nie geschafft haben. Dabei ist Deutsch meine vierte Sprache; die mehr poetischen Sätze musste Ich zieh-mal lesen, bis Ihr Gedanke raus kam. So soll es auch sein. Der wahre Künstler will individuell interpretiert werden, nicht bloß konsumiert. In der heutigen, hektischen und von Blödsinn (FB) gefluteten Welt wird das leider immer weniger. Leider. Auch wenn Sie darüber schreiben, denke und hoffe Ich mal, das die Meinung von ‚Konsumenten‘ Ihnen nicht unter die Haut geht. Schon Konfuzius schrieb: Es nützt nichts, sich mit denen zu beraten, die andere Wege gehen.

    Ich hatte auch schon jung das Glück bei einem Mädchen, trotz ihrer unendlich tiefen Augen, im ersten kleinstel der Sekunde den Grund zu sehen. Der Raum um sie wurde hell und blass. Es wahr stumm und die Zeit stand still. Bis da war Ich voll wissenschaftlich und atheistisch erzogen, konnte den Augenblick aber nur als eine Manifestation von Gott oder das Paradies bezeichnen. Maya (aus dem Indischen) wurde später meine Freundin. Sie war perfekt, ich brauchte nichts anderes, nur Sie. Aber eine Göttin fast man doch nicht an, und so verlies Sie mich für jemand der später Notar geworden ist. Damals habe ich nicht geweint, denn ich sah noch immer das licht, wenn ich Sie traf. Sie zog aber weg, und Ich weine jetzt, denn es kommt mir vor, als würden Sie auch in meine Seele sehen.

    Ich blieb lange wie ich war; Ich habe die Zuneigung vieler Frauen irgendwie genossen (konnte die aber nie begründen), ohne aber Eitelkeit aufkommen zu lassen oder es irgendwie auszunutzen. Doch sah Ich Gott nie wieder. Wehrend sich viele von meinen Freunden (auch Frauen) wunderten, warum Ich mir denn keinen Harem aufbaue, lebte Ich ein Leben im strengem ‚Zölibat‘, voller Zurückhaltung, Bescheidenheit und Verzicht. Ich kannte das wahre Glück, fand es aber nicht mehr. Ich blieb immer freundlich und hilfsbereit, kriegte aber am ende immer die A-Karte (Ich mein nicht As oder Joker). Und ich war so allein, das Ich entschied mein leben auf den Kopf zu stellen. Mein Paradoxon: Frauen können einem Man unglaublich vieles verzeihen, nicht aber wenn er die Chance nicht ergreift und die ausnutzt.

    Alle Freunde hatten schon Familie, Haus, Wagen, Job und Sportkanal. Die schienen zufrieden in ihrer beschränkten Welt. Wirklich hatten die meistens nur Stress, Ärger, Zoff, Kredite und andere Probleme, versteckten die aber hinter dem System, das meint sie hätten alles erreicht. Ich bin nicht stolz darauf, aber Ich meinte Ich muss aufholen. Ich holte schnell meinen dr. in Physik nach, nahm eine Lehrstelle an und weil es nun schnell gehen müsste, befasste Ich mich mit dem Finanzsystem. Um bescheiden zu sein, Ich bin nicht blöd; Ich fand raus das das Banksystem löchriger ist als mein liebster Schweizer Käse. Das ist so gewollt, für die die es geheim wissen. Die erste Million war nicht einfach, die nächsten kamen dann von alleine. Leute schenkten mir ihr Geld, um es bloß nicht versteuern zu müssen, so blöd kann man auch sein. Blöder ist nur noch der statt, der das legal nennt.

    Ich brauchte eine weile, bis Ich bemerkte, das mein Licht weg war. Frauen bemerkten mich kaum noch, wenn ich nicht das Geld heraushängen lies. Es gab viele, junge naive, etwas ältere und ein bisschen verzweifelte, aber Ich musste mich bemühen. Mit drei Frauen habe Ich sieben Kinder, aber kein Glück und keine wahre liebe mehr gefunden. Die sind jetzt alle bestens versorgt, zumindest finanziell. Alles andere am materiellen wert habe Ich verschenkt – für gute Zwecke und für den Kampf gegen das böse (leider kannte Ich vor zwei Jahren Ken noch nicht, aber die Welt ist ja rund). Ich schreibe mit ein-paar anderen auch an einem Buch, das im System richtig viel Dampf machen soll und schon nebenbei auch ins Deutsche übersetzt wird.

    Ich habe die Länge eines Kommentars wahrscheinlich schon weit überschritten, wollte aber auch nur sagen: bewahrt euch das licht, wenn ihr es denn habt. Die schönst-versprochene Realität kann eine Illusion nicht aufwiegen, nicht im geringstem. Ich reise jetzt den ganzen Sommer per-anhalter durch Süd-Europa und bin auf der suche. Wonach? Ich weiß es nicht. Ich kann wieder träumen, Ich glaube mein licht kommt auch sehr langsam wieder, aber Ich muss noch viele hässliche Gedanken und angesammelte Wut für immer verbannen. Ich will nur noch einmal das Paradies sehen, bevor Ich in die Hölle muss. Ich hoffe Frauen nehmen es uns Vergötteren (ab jetzt mein liebstes Deutsches Wort) nicht allzu übel.

    Wegen der blöden FB Kommentare fällt mir noch ein Satz von meinen liebsten Denker ein:
    Der Horizont vieler Menschen ist ein Kreis mit Radius Null – und das nennen sie ihren Standpunkt.[Albert Einstein]

    Vielen Dank nochmal Herr Fleck und Herr Jebsen, Ich hoffe noch viel von/bei Ihnen zu lesen. Ihr Text gab mir neuen Mut, das Ich doch nicht aus einem Parallel-Universum komme, aber wohl dahin will.

    • Lieber R.B., Ihr Text hat mich sehr beeindruckt. Offensichtlich haben wir sehr viel gemeinsam. Der Notar in meinem Artikel war eigentlich nur eine Metapher für Sichereheit, aberr Sie packen ihn in Ihrer Geschichte gleich richtig aus. Sie haben in der Tiefe und an der Oberfläche geschürft, und obwohl sie schweben konnten, fielen Sie wieder zu Boden, um nun torkelnd voran zu schreiten. Das passiert, cèst la vie. Immerhin haben Sie erkannt (oder erkennen müssen), dass der Weg, auf dem wir letztlich alle nachhause kommen, nicht immer ausreichend beschildert ist. Aber trotz aller Umwege gibt es kein Zurück mehr, das hat sich in unserem Innersten fest manifestiert. Viel GFlück, ir sehen uns

    • JA, es ist das licht und die strahlkraft aller herztänzer, aller berührten und berührbaren die wunderbar gestreift wird. sie sind die wahren träumerInnen. egal ob mann oder frau, eine treffende metapher für das spannungsfeld kopf und herz.

      dein text b.r. berührt und tanzt genau so stark in mir wie die worte von dirk – herzensdank euch beiden und auch für alle anderen berührenden kommentare – meine gedanken und meine seele tanzt in der glückseligkeit solch genial angereihter buchstaben, zeichen und zwischenräumen. welch geschenk der worte eingehüllt vom lebenshauch der poesie mitten aus dem herz geboren. verneige mich sanft bei kenfm, der mut, auf dieser plattform solchen tief menschlich getränkten texte raum zu schenken so deren entfaltung flügel zu verleihen, chapeau!

      denn sprudeln nicht im herzen und in dessen tieferen botschaft stetig wahrheit, liebe und frieden, unaufhörlich…?!
      herzhafte umarmung

    • @Angelo Siracusa

      unglaubwürdig? Würde ich nicht unbedingt unterschreiben. Eher vollkommen verfehlte Selbsteinschätzung.

      Erst mal ein Komplement an Herrn B.R. wie gut er sich in seiner vierten Sprache ausdrücken kann. Das könnte einen normalen, durchschnittlichen Einsprachler schon mal einschüchtern. Ich getraue mich aber trotzdem zu Herrn B. R.´s Beitrag Stellung zu nehmen.

      Was das Mädchen betrifft, in deren tiefen Augen Herr B.R. im ersten kleinstel der Sekunde den Grund zu sehen vermeinte: wer weiß vielleicht wurde Maya von ihrer inneren Magie dabei geleitet den Notar dem späteren Multimillionär auf Basis der Dummheit anderer Leute den Vorzug gegeben zu haben? Leider erfahren wir nicht ob ihre Wahl ebenso verkehrt war wie die von Herrn B.R. und der drei Frauen, die sieben Kinder mit ihm gezeugt haben.

      Bei seiner Anhalter-Tour durch Südeuropa wünsche ich Herrn B.R. viel Glück. Das wird er brauchen. Ich kann das beurteilen. Denn ich trampte schon vor mehr als 40 Jahren durch Europa und Amerika. Damals war das noch möglich und ein Vergnügen. Und ich wohne seit 25 Jahren in Südeuropa und die einzigen paar Anhalter, die ich in den letzen Jahren hier gesehen habe waren die wenigen, die ich mitgenommen habe. Kann es sein, daß ich für 100% der Anhalter in Südeuropa zuständig bin? Ich vermute mal, das ist etwas außer Mode.

      Daß Herr B.R. damit rechnet, daß er in die Hölle muß läßt nichts Gutes ahnen bezüglich der Beziehung, die er zu den drei Frauen und seinen sieben Kindern hat.

      @Dirk C. Fleck,
      ich bin begeistert von Ihrer Fähigkeit innere Seelenzustände verbal auszudrücken. Für mich ist das reine Poesie. Deren ich – zumindest in dieser Intensität – nicht mächtig bin. Ich habe mich diesbezüglich (rein privat und auf absolut persönlicher und vertraulicher Ebene) gegenüber denjenigen Frauen, die diese Magie auf mich ausübten auch versucht. Und zumindest zeitweise durchaus mit Erfolg bis – was auch immer – die Magie zerstört hat.

      Ein kleiner Wehrmutstropfen in meine Bewunderung für ihre poetischen Fähigkeiten ist die Tatsache, wie Sie hier auf die Prahlerei von Herrn B.R. hereinfallen (meiner persönlichen Einschätzung nach). Ich erkläre es mir mal so: der Grat zwischen erbaulicher Poesie und falscher Selbsteinschätzung übersteigerten Egos scheint äußerst schmal zu sein.

  10. Lieber Herr Fleck. Es ist eine grossartige Liebeserklärung an alle Träumer… mit Ihren Texten ist die Realität viel schöner und besser zu ertragen. Danke schön. Solche wunderbaren Texte mit einem Tiefgang kann auch nur jemand mit einer „magischen Aura“ schreiben – Sie haben sie ganz bestimmt. Bleiben Sie uns erhaben, ich werde Ihre Texte immer wieder gerne lesen – auch die kritischen und wahrhaftigen. Schöne Grüsse aus der Schweiz.

  11. W.Schürer, danke für das Kompliment, über das ich mich freue. Ob der Text einem aktuellem Anlass entspricht werde ich nicht verraten, aber es hat in meinem Leben schon einige solcher Anlässe gegeben. Aber ich frage mich, warum die Kommentare auf dieser Seite sich zum Teil doch sehr von denen auf Kens FB-Seite unterscheiden. Um den Artikel zu lesen, wird man doch hierher geführt. Warum postet man dann doch lieber auf Facebook? Oder ist davon auszugehen, dass einige, die sich zu Äußerungen wie „Viel bla bla um nix“ hinreißen lassen, den Text gar nicht gelesen haben?

    • Aber ich frage mich, warum die Kommentare auf dieser Seite sich zum Teil doch sehr von denen auf Kens FB-Seite unterscheiden. Um den Artikel zu lesen, wird man doch hierher geführt. Warum postet man dann doch lieber auf Facebook?

      Ich vermute, bei vielen hat das vor allem „praktische“ Gründe. Ich kenne mittlerweile so viele Leute, die aufgehört haben, Blogs zu lesen oder Portale aufzusuchen, geschweige denn in Foren zu schreiben, weil „bei Facebook hab‘ ich alles schön gesammelt auf einen Blick“.

      Das geht bei manchen schon so weit: Was oder wer nicht auf Facebook ist, existiert praktisch nicht. Gibt’s für eine Veranstaltung keine „Facebook-Veranstaltung“, kann die doch gar nicht wirklich stattfinden, oder…?

      Kann natürlich auch sein, dass so manche/r den Text wirklich nicht gelesen hat, das kann ich nicht beurteilen.

    • Bequemlichkeit. Das wäre vielleicht die treffendere Bezeichnung gewesen anstelle von „praktisch“.

    • Claudia C., das beantwortet meine Frage nicht, denn auf Facebook kann man diesen Text nicht lesen, man wird automatisch hierhin umgeleitet

    • Vielleicht kann man hier nur kommentieren wenn man zu den Crowd-Fundern von KenFM gehört? Kann mich nicht mehr erinnern ob das eine Voraussetzung für die Registrierung war.

    • Das war ein Versuch, einen Teil der Frage zu beantworten: Warum wird nicht hier gepostet, sondern auf Facebook?

      Antwort: Weil vermutlich viele Leser hier auf KenFM gar nicht registriert sind, und (nicht nur, aber auch) deshalb lieber auf Facebook antworten, was sie anscheinend eher als ihre „community“ wahrnehmen.

      Dass das die Frage nicht beantwortet, ob der Text überhaupt gelesen wurde, hab‘ ich oben bereits eingeräumt.

      Ob der Unterschied in der Qualität der Antworten darauf schließen lässt, dass die Menschen hier auf diesem Portal tendenziell anders ticken als der „gewöhnliche“ Facebook-User, wage ich nicht zu beurteilen. Wie wir alle wissen gibt es hier auch so manche Entgleisung – allerdings auch ein einigermaßen waches Auge darauf.

      Und dann ist da noch die Frage der bloßen Quantität: Weit mehr User haben die Facebook – Seite geliked als hier jemals angemeldet waren. Schon das allein erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass da auch entsprechend mehr „dumme Sprüche“ dabei sind.

      Aber das war wieder eine furchtbar trockene Antwort, und vermutlich habe ich gar nicht erfasst, was die eigentliche Frage war…

      Zu welchem Schluss sind Sie gekommen?

      @W.Schürer
      Nein, das glaube ich nicht: Ich kann mich nicht erinnen, dass ich mich irgendwie hätte „ausweisen“ müssen bei der Anmeldung oder einen Zahlungsbeleg vorlegen.

    • „Aber ich frage mich, warum die Kommentare auf dieser Seite sich zum Teil doch sehr von denen auf Kens FB-Seite unterscheiden. Um den Artikel zu lesen, wird man doch hierher geführt. Warum postet man dann doch lieber auf Facebook? Oder ist davon auszugehen, dass einige, die sich zu Äußerungen wie „Viel bla bla um nix“ hinreißen lassen, den Text gar nicht gelesen haben?“

      Ich schätze, es gibt diese Sorte Mensch, die zwar hier etwas liest, aber es wie ein flanieren einer Fußgängermeile ansieht.

      Facebook ist für diese Menschen die Fußgängermeile – sie flanieren an Menschen und Geschäften vorbei. Die Geschäfte sind unterschiedliche Websites. Sie betreten die Geschäfte ( z.B. KenFM) kurz, um sich ein Bild zu machen und anschließend kehren Sie zurück zur Facebook, denn dort ist ihre Heimat. Ihre virtuelle Fußgängerzone. Dort fühlen sie sich geborgen, mit der Möglichkeit überall vorbei zu schauen, doch die Mühe sich hier anzumelden, zum kommentieren – um das Geschäft KenFM häufiger, persönlicher zu betreten – diese Mühe scheuen sie.

      Sie kommentieren lieber sofort, als dass sie sich überlegen, hier etwas zu schreiben; was ja eine Anmeldung erfordern würde.

      So meine These zu Ihrer Frage.

    • Facebook ist für diese Menschen die Fußgängermeile – sie flanieren an Menschen und Geschäften vorbei. Die Geschäfte sind unterschiedliche Websites. Sie betreten die Geschäfte ( z.B. KenFM) kurz, um sich ein Bild zu machen und anschließend kehren Sie zurück zur Facebook, denn dort ist ihre Heimat. Ihre virtuelle Fußgängerzone.

      Das ist ein sehr brauchbares Bild! 🙂

    • Danke, Immerwiedersonntags, diese Erklärung leuchtet mir ein. Ein schönes Bild mit den Geschäften und der Flaniermeile

  12. super beitrag dirk du scheinst deine maskuline mit deiner femininen seite vereint zu haben. das macht dich zum man/partner jeder frau, die in die zukunft mit dir gehen will. die alte macho-tour
    wirkt bei uns frauen der zukunft nicht mehr. wir brauchen gleichwertige partner, die nicht von ihrem ego gesteuert werden. wie bei dir. 😉 am schoensten fand ich den schluss: „noch nicht…….“

  13. Danke!

    Jetzt habe ich mich extra angemeldet, um mich zu bedanken.

    Ich bin nicht bei Facebook, habe nicht die Kommentare gelesen, doch ich nehme an, dasss die meisten Leser, die vom Text berührt wurden in dem Gefühl verbleiben, und nicht auf Ratio umschalten – um zu kommentieren. So ging es mir zumindest und ich hätte ohne Ihren Hinweis wohl nicht geschrieben.

    Mir haben Ihre Worte von der Magischen Aura einer Frau sehr viel gesagt. Ich lese den Text nun noch einmal, um zurück in das Gefühl zu kommen und dann in die Stadt zu gehen und vom Café die Menschen, unsere Welt und die Frauen zu bewundern…

  14. Die angesprochenen Verbalattacken ließen nicht lange auf sich warten, keine sechs Minuten. Die DIAs (wie fast immer allesamt Männer) hoben als erste die Hand. Schaut mal auf die FB-Seite von KenFM. „Neuauflage des katastrophalen Esoschwachsinns der Siebziger“. Gut ist auch das hier: „Nun mal schauen was hinter der reißerischen Ankündigung mit esoterischem Touch steckt.“ Vielleicht, lieber Kollege, sollte man erst einmal lesen, bevor man von „esoterischen Touch“ spricht. Am besten fand ich folgenden Kommentar: „Waaaas?!“ Er drückt das Unverständnis der vom Verstand Gepeinigten wohl am klarsten aus. Weiter so, Jungs, geht nur immer schön am Leben vorbei. Aber beschwert euch nicht über die Zustände, die wir heute überall vorfinden. Inzwischen hat sich die Summe der Kommentare jedoch aus der Schieflache befreit, auch das war zu erwarten. Mein Gott, ich habe hier doch keine esoterischen Statements verbreitet, sondern lediglich von einer wesentliche Erfahrung aus meinem Leben berichtet. „Waaaas?“ Ja genau, was wohl …

    • Vielen Dank für den wunderschönen beseelten Text. Da kommen viele schöne und schmerzhafte Erinnerungen hoch.

      Ich hoffe sehr dieser Text entspringt nicht einem aktuellen Anlaß.

      PS: Ich bin froh, daß es kenfm.de gibt und man nicht mehr mit den Schmierereien auf der FB-Seite konfrontiert wird. Freiwillig tue ich mir das nicht an, dort nachzulesen. Mein Bedarf an DIAS wird (inzwischen) auch hier mehr als gedeckt.

    • könnt ihr mal langsamer löschen, ich hätte die dia-Kommentare gerne gelesen…

    • Entschuldigung, Martin, ich habe das in meinerm vorherigen Artikel „DIAs vs Friedensfaher“ erklärt. Neben den DIA Pisitiven gibt es auch DIA Negative, ich habe den Begriff erfunden, er steht für Dummheit, Ignoranz und Aggressivität

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