Wer die Wahrheit verschweigt…

Weiter so im politischen Kabarett: Nach der Landtagswahl im Saarland wundert sich die Linke und sucht die Schuldigen für ihre Schlappe woanders. Ihre eigene Unehrlichkeit blendet sie aus.

Debattenbeitrag von Susan Bonath.

Die Grünen sind raus, die AfD drin. Die Linkspartei unter Oskar Lafontaine wird im Wahlkampf postulierte Fantasien von einem Regierungsbündnis mit der SPD begraben müssen. Letztere dürfte sich erneut der CDU an den Hals werfen, die als Wahlsieger jubelt. Zusammen ergatterte die in den Startlöchern stehende kapitalistische Einheitskoalition gut 70 Prozent der Stimmen. Das politische Kabarett an der Saar geht weiter. Die Futtertröge für die nächsten fünf Jahre sind gesichert. »Wir wollen dafür sorgen, dass es eine Handlungsfähigkeit der Regierung sehr schnell wieder gibt«, sagte SPD-Spitzenkandidatin Anke Rehlinger kurz nach der Wahl gegenüber »Zeit online«. Denn dies sei »ohne Wenn und Aber« der Wunsch der CDU.

Die Linke ist derweil auf der Suche nach Schuldigen. Sie sucht überall, nur nicht bei sich selbst. Zuvorderst knöpft sie sich die SPD vor. Die habe keine klaren Ansagen zu Rot-Rot gemacht, kritisierte Linke-Chefin Katja Kipping am Montag im ZDF-Morgenmagazin. »Das hat gereicht, um Angstmache dagegen zu befeuern, aber nicht, um Begeisterung dafür zu entfachen, wie eine mögliche Gerechtigkeitswende, ein Politikwechsel aussieht«, schimpfte sie sehr unkonkret. Für den Linke-Co-Chef Bernd Riexinger war es gar der SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz persönlich, der den Linken das Wasser für eine Mitregierungsoption abgegraben habe. Ein »Schulz-Hype« ersetze eben keine klaren Ansagen, so Riexinger.

Ganz so einfach ist es nicht. Selbstverständlich ahnt die potentielle Wählerklientel der Linken – vor allem die materiell Abgehängten -, längst, dass parlamentarisches Geplänkel nichts Grundlegendes für sie verändern kann, ob eine Linke nun mitregiert oder nicht. Berlin, Brandenburg und Thüringen haben es zur Genüge unter Beweis gestellt. 30 Prozent der Wahlberechtigten waren gar nicht wählen. Ein Zehntel der Gesamtbevölkerung im Saarland ist auf Hartz IV angewiesen. Wer wählt, dem geht es um seine ganz persönlichen Interessen. Die der Armen wurden von einem »demokratischen Parlament« in diesem System noch nie vertreten. Den meisten, die nicht arm sind, ist das auch nicht so wichtig.

So buhlt die abstiegsängstliche Mittelschicht um Parteien, von denen sie glauben, dass sie die Marktwirtschaft jeweils individuell ihrer Situation gemäß im Griff haben.  Andere wählen seit 50 Jahren dieselben, ohne nachzudenken. Es läuft ja irgendwie noch alles – für sie. Veränderung ist das nicht, nur ein seichtes Hin- und Herschieben des Ruders beim Weiter so. Vielleicht beglückt ein anderer Politiker mal andere Bonzen mit Fördermitteln. Oder er sorgt ganz außer der Reihe für eine weitere verkehrsberuhigte Zone in einer Nobelsiedlung. Das alles ändert für die Armen nichts. Die werden mehr, auch im Saarland.

An dieser Stelle wird die Linkspartei unehrlich. Sie tut, als könne sie am Ruder einfach ein paar Schrauben drehen, und alles würde besser. Auf Bundesebene fordert sie mehr Unterstützung für Erwerbslose und Armutsrentner. Was sie verschweigt und fast jeder weiß – nur jeder anders interpretiert – ist: Die kommunalen Kassen sind leer. Die Landeskassen sind leer. Immer dreister greift der Staat in den Beutel der »kleinen Leute«. Am fehlenden Geld liegt es nicht, aber daran, dass es systembedingt nach oben versickert. Höhere Steuern für Vermögende und Unternehmenserben, die das aufhalten sollen? Das wäre Bundes- und nicht Landessache. Doch die Linke verschweigt auch: Die Kapitalbesitzer würden das eben so wenig dulden, wie sich ihre langjährigen Pressesprecher in der Politik so mir nichts, dir nichts vertreiben ließen.

Und so verkommt das von allen Parteien gepredigte »Wir verändern was im Parlament« zur reinen Floskel eines diffusen kapitalistischen Einheitsbreis. Die einen wollen den Markt noch rabiater machen, die anderen dazu noch Flüchtlinge vertreiben und Kirchenkreuze aufhängen, als würde dadurch irgendetwas besser und nicht immer schlimmer. Die SPD lügt seit 100 Jahren, sie täte etwas für die Arbeiter und macht doch stets das Gegenteil. Und eine Linke? Wäre sie wirklich links, würde sie dazu aufrufen, den seit langem tobenden Klassenkampf von Oben gegen Unten umzukehren. Dazu ist sie aber viel zu feige. Da ist das eigene Geschäft im System dann doch wichtiger. Da lohnt es sich, die Wahrheit zu verschweigen.

Danke an die Autorin für das Recht zur Veröffentlichung des Artikels.

KenFM bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Meinungsartikel und Gastbeiträge müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.

30 Kommentare zu: “Wer die Wahrheit verschweigt…

  1. Hier noch einmal:

    Nun,
    das tatsächliche Problem beruht auf einem willkürlichen System des Glaubens, sprich solange Menschen Systeme anstreben, gilt Einsteins Definition zum Wahnsinn. Solange Menschen im Glaubensmodus verharren, ist keinerlei Ausweg, Ausgang aus der selbstverschuldeten Unmündigkeit zu erwarten. Aus einem Glauben gibt es kein ‚in kleinen Schritten‘ herausbewegen, es bleibt nur den eigenen Glauben, an was auch immer, aufzugeben.

    Das ist für die allermeisten Menschen äußerst schwierig, denn sie können ihre eigene Ignoranz glaubensbedingt gar nicht erkennen.

    Was bleibt ist der Versuch, Diskussionen in der Gesellschaft anzuschieben, die nicht die absolute Wahrheit, nicht die einzig wahre Lösung verkünden. Ein Perspektivwechsel zugunsten des Wissen wollens.
    Einfach irgendetwas zu machen, damit etwas gemacht wird, blinder Aktivismus, beschleunigt nur den Niedergang und die Gewalt wird erwartbar stetig zunehmen.

    Werden weiterhin Systeme, gleich welche, angestrebt, gar als beste Wahl(!) verkauft, wird auch die Bürokratie und mit ihr die Bürokraten nicht verschwinden. Glauben und damit auch Recht(!) bedingt Regeln, Regeln beinhalten Anweisungen, die organisierte Verantwortungslosigkeit. Ein besch…eidenes Theater-Spiel, im wahrsten Sinne des Wortes.

    Recht ist immer das Recht des Stärkeren, denn nur Stärke kann Recht überhaupt durchsetzen. (Für den KenFM Fan)
    Bei Recht geht es nicht darum dieses zu verstehen, es geht nur darum, es zu befolgen. Sprache ist gar nicht eindeutig genug, um (formelhaftes) Recht überhaupt verständlich darzustellen.
    Gleichberechtigung ist durch Gewaltenteilung nicht möglich, denn die, die das Recht machen, die die urteilen und die die es druchsetzen müssen gleicher sein, sprich mehr Rechte besitzen. Vor dem Gesetz sind niemals alle gleich, die Eigentümer sind immer gleicher. Eigentum verpflichtet insofern tatsächlich und zwar jene, die keines haben…

    Tatsächlich sind jedoch auch die Herrscher nicht ‚die Bösen‘, sondern nur Spielfiguren der zeitgeistigen sinnfreien Glaubenssätze.

    Jede geschaffene Realität durch Regelwelten wird unweigerlich an der unbestimmbaren Wirklichkeit scheitern. Die Frage ist nicht ob, sie lautet schlicht wann.

    Kleiner Hinweis am Rande:
    Ein funktionierendes System wäre ein Perpetuum Mobile.

    @Pieter Kamp
    Es existiert kein Markt, nicht einmal Angebot und Nachfrage. Bereits die Grundannahmen sind nichts anderes als eine Religion.
    Es existiert kein (Angebots)Wesen, das nur scheixxt, aber niemals frißt, genausowenig existiert ein (Nachfrage)Wesen, das nur frißt, aber niemals scheixxt.

    Der Mensch ist kein mechanistisches Wesen, dessen Handeln mittels Mathematik beschrieben werden kann.

    • „Der Mensch ist kein mechanistisches Wesen, dessen Handeln mittels Mathematik beschrieben werden kann.“
      .
      Es reicht vollkommen, die Wahrscheinlichkeiten für Verhalten zu ermittteln.
      Für das Individuum ist das natrülich ungleich schwerer als für die Masse, aber dank der selbstauskunftsfreudigen Smombies ist auch hier die mit hoher Wahrscheinlichkeit zutreffende Vorhersage von bestimmten Verhaltensweisen eines speziellen Individuums nur noch eine Frage der Zeit und der richtigen Algorithmen.

    • Ja, so lautet die Erzählung…

      Aber sorry, das ist hanebüchener Unsinn. Regeln dienen der Verhaltenssteuerung. Zuerst wird ein Regelsystem erschaffen anhand dessen der Mensch sich verhalten soll. Das sind die Rahmenbedingungen. Genau deshalb ist es eine erschaffene Realität. Der Mensch ist nicht seine Daten.

      Ansonsten einmal mit den Bedingungen beschäftigen:

      Welche Ergebnisse erhalte ich bei einer unendlichen Datenmenge?
      Was wird gemessen, die Wirklichkeit oder der Meßaufbau?

      Ich kann hierzu gerne noch sehr viel mehr Fragen formulieren, die den Widersinn aufzeigen. Ja, es existiert nicht einmal eine ‚digitale‘ Welt, wir imitieren diese nur. Elektronik ist immer analog, sie wird nur im Grenzbereich betrieben. Verstehen auch viele nicht.

    • Ergänzend

      BigData wird definitiv scheitern und das wird beim Aufwachen einen gewaltigen Bums geben. Daher sind die Grundannahmen der (Voll)Automatisierung, das Internet der Dinge bereits Ideologie. Die Märchenerzählungen des Silicon Valleys beruhen nachweislich auf reinem Glauben.

  2. Worin besteht denn nun die verschwiegene Wahrheit als Ursache der Wahlschlappe?

    Etwa hier? Zitat: „An dieser Stelle wird die Linkspartei unehrlich. Sie tut, als könne sie am Ruder einfach ein paar Schrauben drehen, und alles würde besser.“ Sorry, ich kann nicht erkennen, wo die Linke angedeutet hat, daß dann „alles besser“ wird. Aus Ihren früheren Artikeln, liebe Susan Bonath, kenne ich Ihre größtenteils richtige Beschreibung unserer heutigen Verhältnisse. Da kommt der Wunsch nach sofortigem Umsturz auch bei mir auf.

    Aber wie realistisch ist es, heute für den Sturz der Verhältnisse in Deutschland zu kämpfen? Eine verarmte Arbeiterklasse finde ich in der (westlichen) EU nirgends. In China, Indien, Bangla Desh etc. jedoch zuhauf! Wer hier in D arbeitet, führt im weltweiten Vergleich ein Mittelklasseleben, selbst dann, wenn er in der Produktion beschäftigt ist. (Deswegen funktioniert auch Merkels „Uns geht es gut!“).

    Das hier lebende „Prekariat“ ist im Vergleich mit Arbeitern in einem Land der dritten Welt immer noch „wohlhabend“, trotz des Geldmangels, der Leiharbeit, der Gängeleien durch das Arbeitsamt etc. Kinderarmut, Bildung? Ja leider, aber gehen Sie mal auf eine indische Großbaustelle, wo die Kinder der dort (sehr hart) arbeitenden Frauen neben dem Betonmischer spielen.

    Und natürlich, verkürzt ausgedrückt, bestimmen Lobbyisten des Kapitals unsere Gesetze und nicht die Parlamentarier. Aber es kann doch auch nicht davon abgesehen werden, daß Mehrheitsverhältnisse im Parlament nicht wirkungslos sind. Warum sonst wollen wir keinen Faschismus, keine AfD und keine Werbung für Erdogan? Wieviel Revolutionäre haben je gesagt, „Kampf für den 8-Stunden-Tag? Laß mal! Lieber nur für die Revolution kämpfen!“

    Wenn man für konkrete Verbesserungen auch im/durch das Parlament kämpft, ohne permanent zu rufen: „Nieder mit dem Kapitalismus!“ was ist daran falsch oder verschwiegene Wahrheit? Was aber sind dann die Ursachen der Wahlschlappe? Weiß ich auch nicht so genau, aber man denke mal über folgende Thesen nach:

    Die größte Bedrohungslage für die überwältigende Mehrheit in D ist heute tatsächlich Überbevölkerung, zunehmende Ressourcenknappheit und die dadurch vergrößerte Kriegsgefahr, die durch den Raubtierkapitalismus noch immens verschärft wird. Dazu kommt die Auswirkung der Digitalisierung auf die Arbeitswelt. Wir erleben das z.B. als Flüchtlingsdrama, Unsicherheit bezüglich des Einkommens etc. Wir erleben das nicht als Kriegsgefahr – da sei die Tagesschau vor!

    Wenn die Linkspartei also die AfD angreift mit der Argumentation, es handele sich eine Partei des Neoliberalismus, die das Prekariat noch schlimmer behandeln wird als die jetzige Regierung. Dann ist das zwar richtig – aber wie erreicht diese Botschaft dieses Prekariat? Ist da genug getan und das mit den richtigen Mitteln umgesetzt?

    Der überwältigenden Mehrheit des deutschen Nicht-Prekariats ist diese Botschaft aber eher egal. Die hat hauptsächlich weiter Angst vor dem Flüchtlings“strom“, den NoGo Areas, den Terroristen etc. Müßte man diese Zusammenhänge von NATO, Imperialismus, Freihandel, Flüchtlingen usw, und der daraus folgenden Kriegs- und Terrorgefahr etc. nicht viel mehr in den Vordergrund stellen? Könnte man so nicht mehr Erfolg im Sinne von Erkenntnis zur Notwendigkeit einer Änderung haben?

    Mit welchen Methoden muß man diese Botschaften unterbringen und was muß man unterlassen?

    Da bleibt dann noch die Frage, wie mit Leuten in der Linkspartei umgehen, die z.B: gegen Indianerkostüme beim Fasching angehen oder sogar im Entwurf zum Parteiprogramm einen feministischen Sozialismus fordern. Letzteres Oxymoron ist ja fast im Sinne eines Martin Schulz, der sagte: „Ich würde zwei Sachen unmittelbar anpacken: Das klare Bekenntnis zur Stärkung der Europäischen Union und die Abschaffung einer der größten Ungerechtigkeiten: Dass Frauen für die gleiche Arbeit weniger verdienen als Männer.“ Zum Glück antwortete Sahra Wagenknecht darauf: „Was für eine verfehlte Schwerpunktsetzung!“

    Verfehlte Schwerpunktsetzung, gilt das nicht auch ein wenig für Ihren Beitrag zur Wahlschlappe, wenn man die Ursachen da beim Verschweigen der Wahrheit sucht?

  3. „Die Mittelschicht“ – ich nehme an, dass damit die Leute gemeint sind, die einem Beruf nachgehen und nicht wirklich reich sind – ist keinesfalls durch ‚zu viel Markt‘ bedroht. Seit Jahrens chon gibt es in den westlichen Ländern in vielen Bereichen einen Mangel an guten Arbeitskräften. Würde es wirklich nach Markt gehen, wären die Gehälter massiv gestiegen.
    Dies ist aber nicht der Fall. Es gibt seit Jahren eine ANTImarktwirtschaftliche Establishmentpolitik. Der Gipfel dessen ist, dass allen Ernstes argumentiert wird, dass man wegen des Fachkräftemangels (den es tatsächlich gibt) Gehaltsgrenzen SENKEN müsste. Das ist das Gegenteil von Marktwirtschaft, es ist eine Art Ausbeutungs-Sozialismus, ein Sozialismus der Reichen und Privilegierten. Die Linke ist in einer tiefen Krise, weil sie sich FÜR Markt aussprechen müsste, aber wegen ihrer ideologischen Verblendetheit dazu nicht in der Lage ist – viele Linke sind dazu auch gar nicht willens.

    • Wenn nur die Lehren der reinen unbefleckten Marktwirtschaft befolgt werden würden. Ein Jammer daß Milton Friedman hier nicht mehr mitlesen kann, er wäre sehr entzückt.
      Nun ja, der Rest dürfte entzückt sein, wurde doch schließlich der allseits beliebte Fachkräftemangel platziert.

      Zumindest gibt es eine Wahrheit, die Lohndrückerei, das macht die Reichen zwar auch nicht mehr wirklich reicher, aber es verschärft den Kampf um die Brosamen, während man im Kasino um Fantastilliarden spielt.
      Zum Sozialismus für Reiche gehören eher solche Nettigkeiten, wie die Reduzierung u. der Wegfall von Steuern, die sie betreffen könnten. Es gibt da so einen Wettkampf zwischen den Nationalstaaten, ausgefochten durch die „Regierungen,“ gegen die jeweilige Bevölkerung, für das internationale Großkapital.

      Weiter unten bezeichnen sie die grüne Partei als einzig ernstzunehmende Opposition. Von was eigentlich?
      Eine richtige Antwort wäre z.B., von Frieden. Waren es doch die Grünen die sich vehement dafür verwandten unsichere Herkunftsländer zu generieren.
      Ihr Einsatz für Asylrecht und offene Grenzen, was sie sonst immer erwähnen, wäre auch äußerst nobel, würde sich dahinter nicht der Wunsch verbergen den Druck auf dem Kessel zu erhöhen. Dies um einer Partei, wie z.B. der AfD, ihre Wählerschaft zu verschaffen.

      In Summe, links antäuschen, rechts abbiegen.

    • Ich würde dir da die Bücher von Sahra Wagenknecht („die Linke“) sehr ans Herz legen, grotesker weise fordert sie darin genau das, also mehr Marktwirtschaft und so….

    • Sorry, aber das ist Bullshit. Sie haben Marktwirtschaft nicht verstanden. Es geht nicht um einen kleinen Gemüsemarkt, wo Äpfel gegen Eier getauscht werden. Der Markt ist originär dazu da – und das war er schon immer – den Kapitalbesitzern Profite in die Taschen zu spülen, damit sie ihr Eigentum mehren können. Dieses Eigentum entziehen sie ganz logischer Weise (begrenzter Planet) anderen. Dieses systemimmanente „Phänomen“ nennt sich schlicht „Kapitalakkumulation“. Auf dieser basiert Kapitalismus. Doch irgendwann stößt diese Kapitalakkumulation auf grund es eben begrenzten Planeten auf natürliche Grenzen, genauso, wie auch wegen neuer Technologien immer weniger Arbeitskräfte gebraucht werden. Dass z.B. soziale Berufe immer schlechter bezahlt werden (Altenpfleger, Krankenschwestern, Dozenten…), liegt schlicht daran, dass sie keinen unmittelbaren Profit abwerfen.

      Wenn nun also, wie wir es gerade sehen, die Kapitalakkumulation an ihre Grenzen stößt und damit die Widersprüche zwischen Kapitalbesitzern und Lohnabhängigen keine von Sozialdemokraten heraufbeschworene „Sozialpartnerschaft“ mehr zulassen, werden auch die Ausbeutungsmethoden rabiater. Die Kapitalbesitzer reagieren mit Lohnsenkungen gerade in den wenig profitbringenden Bereichen, wo der Konkurrenzkampf am größten ist, mit Entlassungen und auf der anderen Seiten mit Expansion, also der Eroberung neuer Märkte. Auch das erleben wir aktuell.

      Diese Phase des Kapitalismus nennt man auch „Verwertungs- und Überproduktionskrise. Das heißt:

      Das verwertbare Kapital (Agrarland, Bodenschätze, sonstige natürliche Ressourcen, Produktionsstätten, Maschinen, …) ist bereits in wenigen Händen aufgeteilt. Weil aber immer weniger menschliche Arbeitskraft zum Genierieren von Profiten gebraucht wird, ist es immer weniger Lohnabhängigen ohne Kapitalbesitz möglich, ihre Arbeitskraft zu verkaufen. Sie werden abgehängt, ihre Kaufkraft schwindet. Sie fallen also als Marktkonsumenten aus. Dadurch entsteht eine Überproduktion an Waren, die nicht mehr verkauft werden können. Darum steigen jährlich die Mengen an Nahrungsmitteln, die verbrannt werden, weil sie schlicht nicht mehr gewinnbringend verkauft werden können. Die Profite stagnieren. Die Kapitalbesitzer reagieren wiederum mit einer Verschärfung der Ausbeutung, was wiederum die Krise verschärft.

      Und wer organisiert das Spiel für die Kapitalbesitzer? Richtig, der Staat.

      Und genau dieses Spiel nennt sich Markt. Es handelt sich mithin um die Religion des allseits heiligen Marktes, der über allem steht, mit seiner gottgleichen, unsichtbaren Hand – laut Propaganda zumindest.

      Und diese Staaten organisierten das Marktspielchen für die Kapitalbesitzer schon immer, schon zu Zeiten der Ostindienkompanien im Frühkapitalismus des frühen 17. Jahrhunderts. Schon letztere übrigens setzten als erste Aktiengesellschaften, die alleine auf Kapitalakkumulation ausgerichtet waren, den Markt brutalst und mit viel Blut in den heute als „Dritte Welt“ bezeichneten Ländern durch, gefolgt von Kolonialisierungen inklusive Sklavenhandel.

      Die Staaten in ihrer heutigen Form bildeten sich historisch also mit der wachsenden Macht der neuen Kapitalbesitzer heraus, und zwar als deren Instrumente. Die Staaten bauten selbst Militär- und Polizeiapparate auf, um genau die Interessen der Kapitalbesitzer zu schützen. Die Staaten schufen Gesetze, um deren Rechte auf ihr (zusammengeraubtes) Eigentum zunächst an natürlichen Ressourcen zu sichern und um die Massen in die Lohnarbeit zu zwingen. Staat organisierte und organsiert also per Recht und Gesetz die Kapitalakkumulation zu Gunsten der Besitzer der Produktionsmittel, während er die zuvor ihrer Subsistenzwirtschaft beraubten Lohnabhängigen per Recht und Gesetz zum Verkauf ihrer Arbeitskraft zwang und zwingt.

      Es ist mithin ein Märchen, dass der Markt in all seinen Formen (Rohstoffmärkte, Agrarmärkte, Arbeitsmärkte) „natürlich gewachsen“ seien. Richtig ist hingegen, dass dieser Markt selbst, vom Staat für die Kapitalbesitzer organisiert, die Spirale der Massenverelendung, die auch in Deutschland kommen wird, vorantreibt. Und das, ganz logisch, aufgrund seiner Ausrichtung auf Profitmehrung.

      Profite für Kapitalbesitzer entstehen aus dem abgeschöpften Mehrwert von der Arbeit. Heißt: Dank sich weiter entwickelnder Technologie produziert ein Arbeiter immer mehr. Er erhält nur nicht den produzierten Wert seiner Arbeit als Lohn. Diesen Teil schöpft der Kapitalbesitzer ab, für sich selbst, um weiter zu expandieren und seinen Marktanteil und damit seine Chancen auf dem Markt zu verbessern. Tut er das nicht, kommt ein dickerer Fisch und macht ihn platt oder schluckt ihn.

      Ich hoffe, ich konnte Ihnen beim Verstehen behilflich sein.

    • Ich sehe mein Kind was sehr gut ist in Automatisiering, ich hoffe das es ein deutsches Wort ist, viel Geld verdienen.
      Das gleiche für Andere, in anderen Berufen.
      ASML, das niederländische Unternehmen was Chip Machinen fabriziert, und entwickelt, schreit um gute Mitarbeiter.
      Mängel an guten Kraften, stimmt, bie uns sind Klemperer schwer zu finden.
      Nach meinem Ansicht haben wir zu viele Soziologen, Politikwissenschaftler, Kommunikation Experte, usw., aber viel zu weinig Menschen die wirklich etwas können.
      Ich bin Volkswirt, bin erstaunt über was Fachbrüder heute Unsinn verkaufen.
      Es gibt eine Niederländische Studie nach intellektuelles Können der Fachbruder von heute, die Konklusion ist dat die Mehrheit slecht ist.
      Ihre Sarrazin schreibt ‚Deutschland schafft sich ab‘, durch schlechtes Unterricht, wer PISA googlet kann sehen wie das westen schlechter Unterricht hat als SO Aziatische Länder.

    • Susan
      die Geschichte zeigt das Marx kein Recht hatte.
      Wahr ist das heute Einkommens- und Vermögens Unterschiede zunehmen.
      Die Änderungen in Politik die wir heute sehen werden teilweise dadurch verursacht, ist meine Ansicht.
      FN in Frankreich ist mehr sozial als die Französische Parti Sozialiste, die Phantasiën von Sozialisten das Globalisierung alle reicher machen wurde, sind entlarft.
      Freies Kapitalverkehr, ihr Lafontaine seht das richtig, lieferte die Politiker aus an die Banken.
      Ein Markt funktioniert nur denn ‚gut‘, nicht in moralischer Sinn, wenn es keine Monopol Positionen gibt.

    • @Susan Bonath
      Zitat:
      „Sorry, aber das ist Bullshit. Sie haben Marktwirtschaft nicht verstanden. Es geht nicht um einen kleinen Gemüsemarkt, wo Äpfel gegen Eier getauscht werden. Der Markt ist originär dazu da – und das war er schon immer – den Kapitalbesitzern Profite in die Taschen zu spülen, damit sie ihr Eigentum mehren können.“
      Antwort:
      Das gebe ich zurück mit dem ‚Bullshit‘. Markt ist prinzipiell nichts Kompliziertes. Ein Wochenmarkt in einer kleinen Stadt hat bereits alles, was einen Markt in einer freiheitlichen und demokratischen Marktwirtschaft ausmacht.
      Einige notwendige und von marktwirtschaftlicher Politik durchzusetzende Eigenschaften des Marktes:
      – Es werden WAREN und DIENSTLEISTUNGEN gehandelt, keine Menschen (das wäre sonst ein Sklavenmarkt – sowas gab es vor einigen Jahrhunderten noch, das ist alles nicht selbstverständlich!!)
      – Markt ist frei zugänglich und diskriminierungsfrei (es geht um die Waren und Dienstleistungen selbst und nicht um Geschelcht, Nationailtät, Herkunft der Marktteilnehmer). In der Tat ist die Bekämpfung von Diskriminierung einer der ganz essentiellen Inhalte der Marktwirtschaft (und das ist ein wirklich ‚linkes‘ Thema!)
      – Markt hat strikte Regeln, die staatlich überwacht werden. Markt ist KEIN regelloses Wildwestszenario, wie es Lobbyisten der Arbeitgeberseite (die den Ausbeutungs-Sozialismus propagieren) gerne hätten, sondern das Gegenteil davon. Markt ist durch und durch geregelt, in jeder Hinsicht, von der Bekämpfung von Diebstahl und Betrug über Qualitätsstandards zu Vertragsformalitäten, Abläufen, Organisation.

      Es spricht nichts gegen eine soziale Absicherung, die parallel zum Markt angeboten wird und rein staatlich geregelt wird und möglchst nicht in den Markt eingreift. Deutschland hat so etwas fast perfekt realisiert mit der bedarfsorientierten Grundsicherung (Hartz-Reform). Selbst die USA greifen in ihrem Sozialsystem weit mehr in den Markt ein, indem sie z.B. Kreditvergaben an finanziell Schwache vorschreiben.
      Markt und Sozialstaat sind kein Gegensatz, ganz im Gegenteil.

    • @ Susan Bonath
      Zitat:
      „Sorry, aber das ist Bullshit. Sie haben Marktwirtschaft nicht verstanden. Es geht nicht um einen kleinen Gemüsemarkt, wo Äpfel gegen Eier getauscht werden. Der Markt ist originär dazu da – und das war er schon immer – den Kapitalbesitzern Profite in die Taschen zu spülen, damit sie ihr Eigentum mehren können.“

      Antwort:
      Das gebe ich zurück mit dem ‚Bullshit‘. Markt ist prinzipiell nichts Kompliziertes. Ein Wochenmarkt in einer kleinen Stadt hat bereits alles, was einen Markt in einer freiheitlichen und demokratischen Marktwirtschaft ausmacht.
      Einige notwendige und von marktwirtschaftlicher Politik durchzusetzende Eigenschaften des Marktes:
      – Es werden WAREN und DIENSTLEISTUNGEN gehandelt, keine Menschen (das wäre sonst ein Sklavenmarkt – sowas gab es vor einigen Jahrhunderten noch, das ist alles nicht selbstverständlich!!)
      – Markt ist frei zugänglich und diskriminierungsfrei (es geht um die Waren und Dienstleistungen selbst und nicht um Geschlecht, Nationailtät oder Herkunft der Marktteilnehmer). In der Tat ist die Bekämpfung von Diskriminierung einer der ganz essentiellen Inhalte der Marktwirtschaft (und das ist ein wirklich ‚linkes‘ Thema!)
      – Markt hat strikte Regeln, die staatlich überwacht werden. Markt ist KEIN regelloses Wildwestszenario, wie es Lobbyisten der Arbeitgeberseite (die den Ausbeutungs-Sozialismus propagieren) gerne hätten, sondern das Gegenteil davon. Markt ist durch und durch geregelt, in jeder Hinsicht, von der Bekämpfung von Diebstahl und Betrug über Qualitätsstandards zu Vertragsformalitäten, Abläufen, Organisation.

      Es spricht nichts gegen eine soziale Absicherung, die parallel zum Markt angeboten wird und rein staatlich geregelt wird und möglchst nicht in den Markt eingreift. Deutschland hat so etwas fast perfekt realisiert mit der bedarfsorientierten Grundsicherung (Hartz-Reform). Selbst die USA greifen in ihrem Sozialsystem weit mehr in den Markt ein, indem sie z.B. Kreditvergaben an finanziell Schwache vorschreiben.
      Markt und Sozialstaat sind kein Gegensatz, ganz im Gegenteil.

    • @ Susan Bonath

      ‚Die Staaten in ihrer heutigen Form bildeten sich historisch also mit der wachsenden Macht der neuen Kapitalbesitzer heraus, und zwar als deren Instrumente. Die Staaten bauten selbst Militär- und Polizeiapparate auf, um genau die Interessen der Kapitalbesitzer zu schützen. Die Staaten schufen Gesetze, um deren Rechte auf ihr (zusammengeraubtes) Eigentum zunächst an natürlichen Ressourcen zu sichern und um die Massen in die Lohnarbeit zu zwingen.“

      Das ist schlicht falsch. Die modernen Nationalstaaten wurden mit der Idee entwickelt, die wirklich schlimme Tyrannei der lokalen Despoten zu verringern und den Adel zu entmachten.

      Und: Niemand ist in einem kapitalistischen Staat oder gar einer echten Marktwirtschaft zu Lohnarbeit gezwungen. Erzwungene Arbeitsverhältnisse oder Dienstverhältnisse gibt es nur im Kommunismus und auch in rechtsradikalen Diktaturen (dort ggf. jahrelanger Zwangsdienst im Militär, siehe Nazis).
      Westliche Industriestaaten haben teilweise (Deutschland allerdings auf jeden Fall) Sozialsysteme, die eine früher nie gekannte und im Kommunismus völlig unmögliche freie Wahl des Arbeitsverhältnisses ermöglichen.
      Außerdem gibt es in echten Marktwirtschaften auch Regelungen bezüglich Arbeitnehmerrechten. Von 8-Stunden-Tag bis Urlaub und Krankmeldung ist da staatlicherseits alles abgedeckt. Der Staat schützt mitnichten nur Kapitaleigner. Der deutsche Staat behandelt einige Kapitaleigner sogar ziemlich schlecht (Immobilienbesitzer z.B.).

    • @ Box
      Zitat:
      „Nun ja, der Rest dürfte entzückt sein, wurde doch schließlich der allseits beliebte Fachkräftemangel platziert.“

      Antwort:
      Das Thema ist zu wichtig, dass ich hier auf eine Wiederholung meiner Argumentation verzichte!
      Natürlich gibt es einen Fachkräftemangel, aber alleine die Tatsache, dass dieser als Propagandainstrument zur Lohndrückerei seitens der Arbeitgeberlobby verwendet wird, zeigt doch, wie ANTI-marktwirtschaftlich bereits der ganze politische Diskurs ist. Gäbe es eine richtige Marktwrtschaft, würde Fachkräftemangel zu stark steigenden Löhnen und geringeren Profiten von Kapitaleignern führen und nicht zu aggressivem, fast hasserfülltem, Lohndumping von Ausbeutungssozialisten auf der Arbeitgeberseite.

      Auch die von Frau Bonath angeführte ‚unsichtbare Hand‘ ist natürlich Unsinn. Markt regelt viel, z.B. bezüglich Warenverfügbarkeit und Abwesenheit von Diskriminierung aber natürlich gerade keinen sozialen Ausgleich.
      Und die von Frau Bonath angeführte ‚brutalste Erzwingung des Markts‘ durch starke Nationen gegen schwache Nationen hat in Wahrheit keinen Markt erzwungen, sondern die Stärke der damaligen westlichen Nationen missbraucht, um Markt zu zertören bzw. teilweise sogar zum Sklavenmarkt zu degradieren. Wenn starke Nationen auf Befehl von Lobbyisten Unterdrückungsmechanismen durchsetzen, ist das gerade keine Marktwirtschaft der reinen Lehre!

      „Weiter unten bezeichnen sie die grüne Partei als einzig ernstzunehmende Opposition. Von was eigentlich?
      Eine richtige Antwort wäre z.B., von Frieden. Waren es doch die Grünen die sich vehement dafür verwandten unsichere Herkunftsländer zu generieren.“

      Wie bitte? Da können doch die Grünen nichts dafür, dass in Maghrebstaaten ggf. gesellschaftliche Minderheiten diskriminiert odet gar kriminalisisert werden. Die Grünen haben verhindert, dass diese Staaten trotzdem fälschlich als ’sichere Herkunftsländer bezüglich des Asylrechts‘ deklariert werden. Das war sehr wichtig. Es war dringend nötig, dass diesen Attacken auf das Asylrecht und auf die Reisefreiheit etwas entgegengesetzt wird.

      „Ihr Einsatz für Asylrecht und offene Grenzen, was sie sonst immer erwähnen, wäre auch äußerst nobel, würde sich dahinter nicht der Wunsch verbergen den Druck auf dem Kessel zu erhöhen. Dies um einer Partei, wie z.B. der AfD, ihre Wählerschaft zu verschaffen.“

      Das ist jetzt wirklich ausfällig. Ich bin klar gegen die ‚AfD‘. Und der Druck auf dem Kessel wird sicher nicht durch das Asylrecht erhöht, ganz im Gegenteil. ‚Druck auf dem Kessel‘ ensteht durch die marktwirtschaftsfeindliche Lohndumping-Politik, die in einer Dauerschleife von der Arbeitgeberlobby gefordert wird. Es sind die verlogenen und von SPD, FDP, Grünen und AfD (!!) in seltener Einigkeit geforderten sogenannten ‚Einwanderungsgesetze‘, die nur dazu dienen, dass Arbeitgeberlobbyisten diktieren, wen ‚wir brauchen‘ und wen wir ’nicht brauchen‘. Einwanderung sollte nach persönlichen Gesichtspunkten ermöglicht werden und nicht nach dem Gusto von Arbeitgeberverbänden.

    • Unglaublich, das diskutieren die FREILANDFARM-STEUER-MATRIX-SKLAVEN darüber ob die „Marktwirtschaft“ eine „nette Marktwirtschaft“ ist und ihr „STEUER-SKLAVEN-EINPEITSCHER-KAPITALIST“ ein netter Bursche aus der Nachbarschaft ist, in dem sie GLOBAL OPERIERENDE TOTALITÄRE MATRIX-SKLAVEN-PROFIT-GIER-KONZERNE bar jeglicher Transparenz und Kontrolle durch die Betroffenen mit der Gemüsefrau am Wochenmarkt beim Äpfel&Möhren-Handeln vergleichen!
      UNGLAUBLICH!

      Matrix – Steuervieh auf einer Steuerfarm: Das bist Du! (Video+Text) http://www.freiwilligfrei.info/archives/953
      Die Matrix ist eine der großartigsten Metaphern überhaupt. Maschinen, die erfunden wurden, um menschliches Leben leichter zu machen, versklaven schließlich die Menschheit – dies ist das häufigste Thema dystopischer Science Fiction.

      Warum ist diese Angst so universell – so unwiderstehlich? Glauben wir wirklich, dass unser Toaster und unser Notebook unsere mechanischen Oberbosse werden?

      Natürlich nicht.

      Dies ist keine Zukunft, die wir fürchten, sondern eine Vergangenheit, die wir schon längst durchleben.

      Man sagt, Regierungen wurden geschaffen, um das Leben der Menschen einfacher und sicherer zu machen, aber immer kommt es schließlich so, dass Regierungen die Menschheit versklaven.

      Das, was wir schaffen, damit es uns „dient“, beherrscht uns letztendlich.

      Die US-Regierung – durch und für das Volk – sperrt Millionen in Gefängnisse, nimmt die Hälfte des nationalen Einkommens zwangsweise an sich, überreguliert, bestraft, foltert, bringt Ausländer um, greift andere Länder an, stürzt Regierungen, hat 700 imperialistische Militärbasen in Übersee durchgesetzt, wertet die Währung ab und erdrückt die nächsten Generationen mit massiven Schulden.

      Das, was wir schaffen, damit es uns dient, beherrscht uns letztendlich.

      Das Problem mit der These, der Staat sei unser Diener, ist, dass sie historisch komplett falsch ist, sowohl empirisch als auch logisch.

      Die Idee, dass Staaten von Bürgern freiwillig eingerichtet wurden, um ihre eigene Sicherheit zu erhöhen, ist völlig falsch.

      Bevor es Regierungen gab, zur Zeit der Stammeskulturen, konnten Menschen nur soviel erzeugen, wie sie auch verbrauchten – es gab keine Überschussproduktion von Nahrung oder anderen Gütern. Daher machte es auch keinen Sinn, Sklaven zu halten, weil der Sklave keinen Überschuss produzieren konnte, den der Halter ihm wegnehmen konnte.

      Wenn ein Pferd durch das Ziehen eines Pfluges gerade soviel zusätzliche Nahrung produzieren kann, dass es damit ernährt werden kann, lohnt es sich nicht, ein Pferd zu jagen, einzufangen und zuzureiten.

      Als jedoch Verbesserungen in der Landwirtschaft die Erzeugung von Nahrungsüberschüssen ermöglichten, wurde es plötzlich sehr vorteilhaft, Menschen zu besitzen.

      Als es gelang, Kühen einen Überschuss an Milch und Fleisch abzugewinnen, begann sich der Besitz von Kühen zu lohnen.

      Die frühesten Regierungen und Reiche waren in Wirklichkeit eine herrschende Klasse von Sklavenjägern, die begriffen, dass, weil Menschen mehr produzieren konnten als sie verbrauchten, es sich lohnte sie zu jagen, zu fangen, zu zähmen und zu besitzen.

      Die frühesten ägyptischen und chinesischen Reiche waren in Wirklichkeit Menschenfarmen, auf denen Menschen gejagt, gefangen und gefügig gemacht wurden und Besitztum waren wie jede andere Art Nutztiere. Dank technischer und methodischer Verbesserungen produzierten die Sklaven genug Überschuss, dass die Arbeit, sie zu fangen und zu halten nur einen kleinen Anteil ihrer gesamten Produktivität ausmachte. Die herrschende Klasse – die Landwirte – behielt einen großen Anteil dieses Überschusses, und sie machte Geschenke und leistete Zahlungen an die Gewalt ausübende Klasse – die Polizei, Sklavenjäger und allgemeine Sadisten -, sowie an die Propaganda-Klasse – die Priester, Intellektuellen und Künstler.

      Diese Situation hatte für Tausende von Jahren Bestand, bis ins 16. und 17. Jahrhundert, als erneut massive Verbesserungen der landwirtschaftlichen Organisation und Technologie die zweite Welle der Überschussproduktion erzeugten. Die Landreform ordnete Grundbesitz neu und legte verstreute Flächen zusammen, was zu 5- bis 10-fach größeren Ernten führte. Dadurch entstand eine neue Klasse von Industriearbeitern, die vom Land abwanderten und sich in den neuen Städten sammelten.

      Dieser enorme landwirtschaftliche Überschuss war die Grundlage des Kapitals, welches die Industrielle Revolution antrieb.

      Die Industrielle Revolution entstand nicht, weil die herrschende Klasse ihre Leibeigenen befreien wollte, sondern weil sie erkannte, dass zusätzliche „Freiheiten“ ihre Nutztiere erstaunlich produktiver machen konnten.

      Wenn Kühe in sehr engen Ställen gehalten werden, schlagen sie ihre Köpfe gegen die Wände, wodurch sie sich verletzen und krank werden. Daher geben die Landwirte ihnen mehr Raum – nicht, weil sie ihre Kühe befreien wollen, sondern weil sie die Produktivität steigern und die Kosten verringern wollen.

      Die nächste Etappe nach Freilandhaltung ist nicht Freiheit.

      Der Aufstieg des Staatskapitalismus im 19. Jahrhundert war in Wahrheit der Aufstieg der Freilandhaltung für Leibeigene.

      Die zusätzlichen Freiheiten wurden den menschlichen Nutztieren nicht mit dem Ziel gegeben, sie in die Freiheit zu entlassen, sondern mit dem Ziel, ihre Produktivität zu steigern.

      Selbstverständlich wurden – und werden – Intellektuelle, Künstler und Priester gut bezahlt, um diese Realität zu verschleiern.

      Das große Problem moderner Pflege menschlicher Nutztiere ist die Frage der Arbeitsmotivation.

      Staatskapitalismus funktioniert nur, wenn der Unternehmergeist die Kreativität und Produktivität der Wirtschaft antreibt.

      Ein Überschuss an Produktivität erzeugt jedoch immer einen größeren Staatsapparat und lässt die herrschende Klasse sowie die von ihr Abhängigen anschwellen, was die Motivation für zusätzliche Produktivität untergräbt. Steuern und Regulierung nehmen zu, Staatschulden – zukünftige Erträge – steigen und der Lebensstandard stagniert und sinkt.

      Depression und Verzweiflung beginnen um sich zu greifen, wenn es der Bevölkerung dämmert, dass sie Besitztum ist.

      Die Lösung dafür ist zusätzliche Propaganda, Medikamente gegen Depression, Aberglauben, Kriege, moralische Kampagnen aller Art, die Erfindung von „Feinden“, das Säen von Nationalismus, kollektiven Ängsten, Paranoia gegenüber Außenseitern und Ausländern und so weiter.

      Es ist wesentlich, zu verstehen, was die Welt wirklich ist.

      Wenn du auf eine Karte der Welt schaust, schaust du nicht auf Länder, sondern auf Farmen.

      Dir werden gewisse Freiheiten gewährt – begrenzter Besitz von Eigentum, Bewegungsfreiheit, Versammlungsfreiheit und freie Berufswahl – nicht, weil deine Regierung diese Rechte aus Prinzip bejaht – schließlich verletzt sie sie ständig -, sondern weil Freilandhaltung so viel billiger ist und so viel produktiver.

      Es ist wichtig, zu verstehen, was Ideologien wirklich sind.

      Staatskapitalismus, Sozialismus, Kommunismus, Faschismus, Demokratie – das sind alles Bewirtschaftungsmethoden für Nutztiere.

      Manche funktionieren über längere Zeit gut – Staatskapitalismus – und manche funktionieren sehr schlecht – Kommunismus.

      Früher oder später scheitern sie alle, weil es unmoralisch und gegen die Vernunft ist, Menschen wie Vieh zu behandeln.

      Die jüngsten Erweiterungen der – Freiheit – in China, Indien und Asien finden statt, weil die örtlichen Landwirte ihre Bewirtschaftungsmethoden für ihren Viehbestand modernisiert haben. Sie haben erkannt, dass es den Herrschern mehr Milch und Fleisch bringt, wenn sie die Kühe in größeren Ställen halten.

      Die Herrschenden haben auch erkannt, dass du depressiv, träge und unproduktiv wirst, wenn sie dich daran hindern, von der Farm zu fliehen. Ein Leibeigener ist am produktivsten, wenn er glaubt, dass er frei ist. Daher müssen deine Herren dir die Illusion von Freiheit erhalten, um von dir den größten Gewinn zu ernten.

      Daher hast du die Erlaubnis, wegzugehen – aber niemals in wahre Freiheit, sondern nur auf eine andere Farm, weil die ganze Welt eine Farm ist. Sie hindern dich daran, sehr viel Geld mitzunehmen, sie begraben dich unter einem Berg von Formularen, sie beschränken dein Recht auf Arbeit – aber du bist „frei“ zu gehen. Aufgrund dieser Hürden gehen sehr wenige Leute, aber die Illusion der Mobilität bleibt erhalten. Wenn nur eine von 1000 Kühen entkommt, aber die Illusion des Entkommens die Produktivität der verbleibenden 999 Kühe bedeutsam erhöht, ist es in der Summe ein Gewinn für den Landwirt.

      Man hält dich auch auf der Farm durch Bewilligungen. Die produktivsten Nutztiere sind Leute, die Gewerbe erlernt haben, daher verpassen ihnen die Herrschenden eine elektronische Hundeleine, die man Bewilligung nennt, was ihnen die Ausübung ihres Gewerbes nur auf ihrer eigenen Farm erlaubt.

      Um noch weiter den Anschein von Freiheit zu erzeugen, darf das Vieh auf manchen Farmen zwischen einigen wenigen Landwirten wählen, die ihm von den Investoren präsentiert werden. Ihm werden bestenfalls kleinere Wahlmöglichkeiten gelassen, wie es gehalten wird. Ihm wird niemals zur Wahl gestellt, die Farm zu schließen und wirklich frei zu sein.

      Staatliche Schulen sind Indoktrinationspferche für Nutztiere. Sie trainieren Kinder, ihre Farm zu „lieben“ und wirkliche Freiheit und Unabhängigkeit zu fürchten, und jeden anzugreifen, der die brutale Realität des Besitzens von Menschen hinterfragt. Darüber hinaus schaffen sie Arbeitsplätze für die Intellektuellen, auf die sich die Staatspropaganda so sehr verlässt.

      Der Glaube an den Staat – wie Religion – kann mit seinen lächerlichen Widersprüchen nur aufrechterhalten werden, indem man hilflosen Kindern endlose Propaganda eintrichtert.

      Die Vorstellung, dass Demokratie und eine Art sozialer Vertrag die brutale Ausübung gewalttätiger Macht über Milliarden rechtfertigt, ist schlicht und ergreifend lächerlich.

      Wenn du einem Sklaven sagst, seine Vorfahren hätten die Sklaverei „gewählt“ und er sei daher an ihre Entscheidung gebunden, wird er schlichtweg antworten:

      „Wenn Sklaverei eine Wahl ist, dann wähle ich, kein Sklave zu sein.“

      Diese Äußerung ist die allerbedrohlichste für die herrschenden Klassen, weshalb sie ihren Sklaven beibringen, jeden anzugreifen, der sie auszusprechen wagt.

      Der Glaube an den Staat ist keine Philosophie.

      Der Glaube an den Staat entspringt nicht historischen Belegen oder vernünftigen Prinzipien.

      Die Lehre vom Staat ist eine nachträgliche Rechtfertigung für das Besitzen von Menschen.

      Die Lehre vom Staat ist eine Ausrede für Gewalt.

      Der Glaube an den Staat ist eine Ideologie, und alle Ideologien sind Abwandlungen von Bewirtschaftungsmethoden für menschlichen Viehbestand.

      Religion ist aufgemotzter Aberglauben, entworfen, um Kinder mit Ängsten zu betäuben, für deren „Linderung“ sie ohne Ende Geld bezahlen werden.

      Nationalismus ist aufgemotzter Fanatismus, entworfen, um ein Stockholm-Syndrom beim Viehbestand zu erzeugen.

      Der Gegensatz von Aberglauben ist nicht ein anderer Aberglauben, sondern die Wahrheit.

      Der Gegensatz von Ideologie ist nicht eine andere Ideologie, sondern eindeutige Belege und rationale Prinzipien.

      Der Gegensatz von Aberglauben und Ideologie – vom Glauben an den Staat – ist Philosophie.

      Vernunft und Mut werden uns befreien.

      Du musst kein Vieh sein.

      Nimm die rote Pille.

      Wach auf.

    • Fitze Fatze, ich mag Ihren Kommentar – vielen Dank :o)

      Nur in einem möchte ich Ihnen widersprechen: Kommunismus ist eine von Marx beschriebene Utopie, die noch niemals umgesetzt wurde (werden konnte).

      Die Utopie vom Kommunismus beschreibt eine herrschaftsfreie Gesellschaft ohne Privateigentum an Produktionsmitteln und ohne Geld. Die Produktionsmittel – Ressourcen, Ackerland, Produktionsstätten, Maschinen, … – werden kommunal verwaltet mit dem Zweck, zu koopieren und nach Bedarf zu produzieren und zu verteilen. Arbeit wird nach Befähigung und Bedarf aufgeteilt: Jeder nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seinen Bedürfnissen.

      Im utopischen Kommunismus existieren keine Staaten und Staatsapparate, nur Verwaltungen bzw. kommunal gewählte Räte, die eben genau dafür sorgen, dass nach Bedarf produziert und verteilt werden kann, dass jeder seine Wohnung hat, usw…

      Die Idee war, diese Utopie irgendwann über den Sozialismus zu erreichen. Heißt: Der Staat der Herrschenden sollte von den bis dahin Unterdrückten besiegt und neu errichtet werden, um die sich wehrende ehemalige herrschenden Klasse in Schach zu halten, bis dies nicht mehr nötig sei.

      Schon Lenin ahnte es: In einer Welt des globalen Warenhandels, also des globalen Marktes, kann in einem einzelnen Land kein Kommunismus erreicht werden. Denn die Abhängigkeiten vom Markt bleiben ja bestehen, da kein Land alle Ressourcen alleine besitzt, um bei der Entwicklung mitzuhalten. Und wenn ringsherum kapitalistische Staaten und Imperien lauern, kann ein Land den Staatsapparat nicht abschaffen, ohne unterzugehen.

      Aber trotzdem: Feiner Kommentar :o)

  4. Frau Bonath hat sicher recht, dass man die Ursachen des Nicht Erreichens von Wahlzielen zuerst bei sich selbst suchen sollte, zumal wenn man im öffentlichen Raum darüber redet.
    Die Spielräume, die agierende politische Parteien haben sind begrenzt durch das System, graduelle Veränderungen sind trotzdem möglich. Leider gibt es eine gewisse Erfahrung, dass Linke Parteien in der Opposition nützlicher sind als in Regierungsverantwortung, nicht wegen Inkompetenz, sondern weil sie durch das System stärker getrieben werden.
    Derzeit gibt es in keinem Land Europas nur ansatzweise so etwas wie einer revolutionäre Situation. Außerdem ist eine grundsätzliche Systemänderung in nur einem Land kaum von Erfolg gekrönt. Man ist isoliert und es ergibt sich eine politisch repressive Situation wie in Kuba oder Nord Korea. Solch isolierte Länder haben gar keine andere Chance, sie werden in diese Situation gedrängt, siehe z.Bsp. Griechenland.
    Die Wahl im Saarland ist eine Lex Lafontaine. Zugpferd der Linken und Verräter für viele Sozialdemokraten. Addiert haben beiden Parteien übrigens mehr Stimmen gewonnen als die CDU.
    Auch die CDU hat nur 28,4% der möglichen Wählerstimmen geholt. Das verdeutlicht, welcher Anteil der Bevölkerung des Landes sich für die führende Partei entschieden hat.
    Schon bei der Will Diskussion, die ich mir ausnahmsweise in Ausschnitten angesehen habe, lag der Tenor auf der Frage, ob eine unter kommunistischer Beteiligung entstehende Regierung unser schönes Land in den Ruin treibt. Und das wurde nicht nur von der CDU thematisiert, sondern vor allen Dingen auch von der Qualitätsjournalistin, natürlich gestützt durch entsprechende Umfragen. Das ist offensichtlich das Hauptproblem der auf uns zukommenden Wahlen zum Bundestag und der mediale Hintergrund, vor dem der ganze Wahlzirkus abläuft.
    Allerdings wenn den Linken nichts Besseres einfällt als SPD Bashing werden sie keinen Blumentopf damit gewinnen.

  5. Ich erwarte von Wahlen nie wirkliche Änderungen, ich bin schon mit einem kleinen, aber erfreulichen Geschenken, ab und zu mal, ganz zufrieden.

    In diesem Sinne mein Dank an die Saar-Wähler, dass sie das Pack, das es immer noch wagt sich „Grün“ zu nennen in die Wüste geschickt haben.

    Der Rest ist doch nun wirklich egal, oder? Die Medien Propaganda und die Dummheit der Leute verhindern wie immer gemeinsam die sich überflüssigerweise immer noch abtrampelnde Die Linke, wo doch auch bei denen nicht gerade sicher ist, dass die bei Erfolg etwas ändern würden. Man sieht ja wie die mit Wagenknecht umgehen…

    …und wer von dem Rest regiert ist völlig egal.

    • Die Grünen sind derzeit die einzige ernstzunehmende Opposition. Und das sage ich, obwohl ich kein Anhänger der grünen Partei bin. Die Grünen haben immerhin die üble Mauschelei „Bezeichung der Maghrebstaaten als sichere Herkunftsländer“ verhindert, die ein weiterer Versuch von Schwarz-Rot war, das Asylrecht zu torpedieren. Die ‚AfD‘ ist hingegen eine Scheinopposition, die von Rechtsradikalen gewählt wird.

    • Ich war bei der Gründung dieser Partei dabei und weiss daher, dass echte Grüne also Fundis von Anfang an ausgechlossen bzw auf der Abschussliste waren.

      Wie man eine Partei für grün halten kann, die gegen die Menschrechte verstossende Angriffskriege, entgegen dem Grundgesetz auf ausländischen Boden, veranstaltet, ist mir ein Rätsel.

      Dieses lächerliche Heuchler sitzen rum und warte auf ihre Pensionsansprüche. Der Sonntag Abend mit den Wahlergebnissen war ein Feiertag für Leute DIE DENKEN KÖNNEN!

      Wenn du mal die realen Nachrichten anhörst wirst du erfahren, dass gerade gestern wieder Leute ins „sichere“ Afghanistan abgeschoben worden sind. Ich sah keine Grünen die sich and das Flugzeug gekettet hatten!

  6. Leute, es bringt nichts, einfach das Personal an den Futtertrögen abzulösen. Eine humane und gerechte Gesellschaft wird nicht aus der Wahlurne kommen. Dazu müssen wir von „unten“ auf der Straße Druck machen. Anders wird das nichts.

    • Der erste Teil ist richtig, der zweite ist kindisch….

      Erstens wirst du NIEMALS genügend Leute auf die Strasse bringen, die Mase ist nun mal mit Konsumieren beschäftigt. Und zweitens ist es albern anzunehmen die „Eliten“ würden sich von den Bürgen die Butter vom Brot nehmen lassen… Beispiel?

      In den letzten Tagen gingen ein paar Meldungen zur Familie Quandt durhc die Medien.
      Der Gründer des Vermögensist durch und bei und mit den Nazis reich geworden. Seine Erben , muss wohl die vierte oder fünfte Genreation erhalten gerade, und zwar völlig leistungslos die Renditen ijhrer INvestionen mit diesem „erarbeiteten“ Geld, wie JEDES JAHR in Höhe von einer halben Milliarde Euro.

      Dies ist möglich weil die Masse eines verblödeten Volkes bei jeder Wahl immer wieder dasselbe Gesindel wählt, Leute die genau wissen, dass sie Erbschafts- und Vermögensteuer Gesetze genau so zu belassen haben wie sie sind.

      Und diese Wähler sind die Leute die du auf die Strasse bringen willst? Träum weiter…

  7. Ich glaube die LINKE will gar nicht gewählt werden, schon der Name sagt wir sind Außenseiter, nehmt lieber einen Anderen. Dann das Werbeplakat, Oskar Lafontaine mit einem Zeigefinger? Oberlehre, wissen alles besser? Nein wer so auftritt will gar nicht gewählt werden. Genauso die SPD, der total ungepflegte Martin Schulz wird den nur auf Aussehen getrimmten Mittelschichtwähler sicher nicht ansprechen, schließlich gilt immer noch „ein Vollbart flösst kein Vertrauen ein“. Das hier die SPD-ler auch mal die gepflegte hübsche CDU-lerin wählen wundert mich nicht, schließlich die Einzige die solide auftritt und nett wirkt. Warum die LINKE auf die Plakate nicht die Lebenspartnerin von Lafontaine abbildet am besten mit Ehering und ohne erhobenen Zeigefinger der in Zeiten eines IS ja total abschreckend wirkt kann ich mir nur als Wahlhilfe für Merkel erklären.

    • Ich nehme an. es sollte sein letzter Versuch sein.
      Er ist ganz sicher nicht dumm genug um nicht zu sehen, dass mit dem Urnenpöbel keine Änderung möglich ist, aber mir scheint er wollte es noch mal schriftlich, um sich jetzt guten Gewissens aus der Politik zurückzuziehen. Wenn mit demokratischen Miteln eine grundlegende Änderung möglich wäre, dann wäre Demokratie verboten… so simpel ist das alles nun mal.

      Die Ruhe sei ihm gegönnt…

  8. „Wer die Wahrheit nicht weiß, der ist bloß ein Dummkopf. Aber wer sie weiß und sie eine Lüge nennt, der ist ein Verbrecher.“ B. Brecht

    Auf die messerscharfe Analyse: „Die SPD lügt seit 100 Jahren, sie täte etwas für die Arbeiter und macht doch stets das Gegenteil“* folgt die Schlussfolgerung: „Wäre sie wirklich links, würde sie dazu aufrufen, den seit langem tobenden Klassenkampf von Oben gegen Unten umzukehren.“ Wie bitte?
    Genau das ist LINKS! Nicht „Wäre sie wirklich links“, sondern es IST links!
    Was stellt sich denn die Autorin (und sie ist nicht allein, weshalb das Spiel weitere 100 Jahre laufen könnte) unter links vor? So etwas wie Robin Hood? [„der Rächer der Enterbten und Beschützer von Witwen und Waisen“ (Otto Wahlkes)] So etwas wie Pipi Langstrumpf? [„ich mach‘ mir die Welt wie sie mir gefällt“]
    Sind 100 Jahre* nicht ausreichend, um das zu begreifen?

    Wenn die Basis falsch ist, stürzt alles, was darauf steht in sich zusammen. Und das tut es, seit 100 Jahren. Die „intellektuelle“ Onanie und der ganze dazugehörige Begriffssalat von „Kapitalbesitzern, Geld, leeren Kassen, Nobelsiedlungen…“ drückt nur materielle und geistige Mittellosigkeit aus.
    Als böser, böser ‚globalistischer Großimperialist‘, der ich nicht bin, von denen immer die Rede ist, denen aller Kampf gilt usw., wäre ich ziemlich gelassen. Ich fühlte mich ziemlich sicher: Das Kontrollsystem, das sich die Sklaven selbst organisieren, ist intakt (zumindest in Deutschland). Sie halten sich für Freie. Sie halten ‚in Ruhe gelassen werden‘ für Frieden. Sie haben verdrehte Ansichten. Es fehlt an Geistes- und Willensstärke und an Disziplin. Sie haben es noch nicht kapiert. Also, keine Gefahr.
    Änderungen gehen nicht von denen aus. Sie folgen brav. Für ein paar Euros sind sie für jeden Soros zu haben. Im Gegenteil, wirkliche Änderungen werden bekämpft. Es ist so bequem, kontrolliert zu werden.
    Dazu noch etwas von Brecht: http://antispe.de/txt/brechthaifische.html
    (mit der Website habe ich nichts zu tun, ich zitiere hier nur Brecht)

    *Ganz nebenbei und um korrekt zu sein: Die SPD lügt seit dem 23. Mai 1863, vielleicht aber noch länger.

  9. Die einzige Möglichkeit Wahlbetrug nachzuweisen wäre eine flächendeckende Befragung der Waehler, wenn diese das Wahllokal verlassen.
    Es ist mir unmöglich zu akzeptieren das die Deutschen 2017 genauso dumm sind wie 1982 und nichts dazugelernt haben.
    Einstein sagte einmal das „Immer wieder die gleichen Dinge zu tun und zu erwarten das Dinge sich verändern ist Wahnsinn“.
    Demzufolge nach ist ein großer Teil der Menschheit offensichtlich genau das: wahnsinnig.

    Man kann den Eindruck gewinnen das es keine Hoffnung für Deutschland mehr gibt. Wahlen in Deutschland werden in den USA entschieden. Was dort im letzten „Wahl-Kampf“ passiert ist, sollte jedem Menschen zu denken geben. Worin aber das Problem liegt. Mit dem Denken ist es in Deutschland einfach nicht mehr weit her.

    Das ganze verkommene und korrupte System muss aufgelöst werden. „Parlamentarische Pflicht“ muss getürkte Wahlen ersetzen. Die Kaste der „Politiker“ muss verschwinden.

    Klingt nach Fantasie? Ist es natürlich auch. Deutschland geht den Bach runter – genauso wie die USA. Mitgefangen – mitgehangen.

    • In Frankreich und bei uns, Niederländen, kann man sehen das man die Wähler für dumm halten kann, und auch noch einige Jahre Unsinn verkaufen kann, aber das Demokratie doch funkioniert.
      Bei uns ist die grosse Sozialistische Partei nach vier Jahre neoliberales Regieren fast verschwunden, von 39 nach 9 Sitze im Parliament von 150 Sitze.

      In Frankreich ist Sozialist Hollande gar kein Kandidat für President, die Haupt Parti Socialiste Kandidat, Valls, erster Minister bei Hollande, die zwei fûhrten bei Dekret Arbeits Reformen in, Gewerkschaften ausgeschaltet, einfacher Leute zu feueren, hat gar keine Chance mehr.

      Der andere sozialistische Kandidat, Macron, arbeitete bei Banque de Rothschildt, Millionen Einkommen, viele vertrauen ih auch nicht.

      Was mich wundert is wie Schulz vertrauen hat, der Mann von der behauptet wird das er E 700.000 in ein Jahr deklarierte, als EP Vorsitzende.
      Anscheinend viel für gutes Essen und Trinken.

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