Wer hat Angst vor Bitcoin oder: ein Monster kommt selten allein

Ein Kommentar von Adam Nümm.

Veränderungen haben das Potential, zu verängstigen oder Hoffnung zu schenken. So viele Narrative es gibt, so viele unterschiedliche Blickwinkel und Positionen gibt es. Jeder Mensch hat seine eigene Sicht auf die Dinge und es ist sicherlich nicht leicht für den Einzelnen, die einmal zurecht gelegte Position zu lockern, geschweige denn abzulegen und neu zu bewerten.

Das Thema “Bitcoin” beziehungsweise “Kryptowährung” polarisiert. Seit es Ende 2017 von den Mainstreammedien (vor allem wegen des Katalysators Profitgeilheit) aufgegriffen wurde, hat so ziemlich jeder Deutsche – auch wenn er Bitcoin nur vom Hörensagen kennt – eine Meinung dazu. Und diese Meinung ist – wie könnte es in unserer wunderbar demokratischen und pluralistischen Gesellschaft auch anders sein – zumeist recht eindeutig. Man kann das eindrucksvoll in den Kommentarspalten des Internets nachvollziehen: der Graben zwischen Befürwortern und Gegnern ist tief, die Diskussion angespannt. Groß sind die Ängste derjenigen, die in Bitcoin das Anbrechen des Endes der Welt ahnen. Von New World Order (NWO) ist die Rede, von einer Bankenverschwörung, ja sogar davon, dass Bitcoin in Wahrheit von einer künstlichen Intelligenz kreiert worden sei, um die Menschheit zu versklaven. Die Kreativität ist grenzenlos und hat durchaus Unterhaltungswert. Das Unschöne an der Sache: gefährliches Halbwissen vermengt sich mit aktuell berechtigten Sorgen wie beispielsweise der über die Abschaffung des Bargeldes zu einer emotionalen Suppe, in der alles mögliche eine Rolle spielt (etwa: bin ich selbst Besitzer von Bitcoin oder nicht?), nur eines ganz sicher nicht: Fakten.

Was seit Jahren seitens der Wissenschaft immer wieder alarmierend erwähnt wird und längst auch komödiantisch in Filmen wie Idiocracy (2006) oder Wall-E (2013) umgesetzt wurde, scheint sich in der aktuellen Debatte eindrucksvoll zu bestätigen: mehr Meinung, weniger Kenntnis der Sachlage – dies scheint der gesellschaftliche Trend zu sein. So bestätigt es auch eine aktuelle Umfrage im Auftrag des Bundesverbandes deutscher Banken (BdB). 49% der Befragten gaben an, sie hätten “keine Ahnung”, was überhaupt an der Börse geschieht. Nur 41% konnten mit dem Begriff “gesetzliche Einlagensicherung” etwas anfangen.

In Zeiten, in denen bahnbrechende Technologien wie Blockchain nur noch von einem elitären Kreis fachkundiger Mathematiker oder Programmierer in ihrer ganzen Tiefe nachvollzogen werden können, wird das Unwissen der Vielen, gepaart mit dem schwelenden Gefühl der Machtlosigkeit,  zum alles verschlingenden, postfaktischen Monster. Emotionen werden wichtiger als Informationen; das Neue, das man nicht einschätzen kann, wird in die Ecke der “Bösen” gestellt, eben weil man es nicht einschätzen kann – Gründe für die Distanzierung werden aufgeschnappt und nachgeplappert, zumeist ungeprüft und ohne das Gesamtbild zu kontextualisieren. Bitcoin? Das war doch das mit den Drogen! 

Das Monster ist real. Denn obschon der Code von Bitcoin für den Normalsterblichen kaum nachvollziehbar ist, so ist doch für jeden, der sich die Mühe macht ein wenig zu googlen, vollkommen unstrittig, dass eben dieser Code ein Open Source Code ist und die Idee dahinter, die einer dezentralen, also Banken-freien, Buchhaltung ist. In seiner Essenz ist diese Idee schlichtweg ein Schlag ins Gesicht des etablierten Bankensystems, daran ist nicht zu rütteln. Auch essentiell und in der Debatte bisher völlig verloren gegangen ist, dass Bitcoins nicht aus Schuld erschaffen werden. Bitcoins kommen somit dem Vollgeld, dem von der Monetative seit geraumer Zeit geforderten Geld, das nicht aus Schuld geschöpft wird, erstaunlich nahe. Der ökonomische Verein Monetative hat bereits seit längerer Zeit erkannt, dass das momentane Geldsystem mit der Schaffung des Giralgeldes (über 80%) aus privater Hand problematisch ist. Hierzu ein Zitat von Reinhold Harringer, Doktor der Ökonomie, von der Monetative: “Es besteht insofern eine Übereinstimmung mit der Bitcoin-Idee, als auch hier keine Schulden im Hintergrund stehen, sondern die Überzeugung, dass sich der Wert des Bitcoin einerseits aus der Knappheit und anderseits aus dem Vertrauen in die Stabilität der Beziehungen zwischen den Nutzern von Bitcoin ergibt.”

Während das eine Monster verängstigt um sich schlägt, schleicht sich ein anderes (sehr ernst zu nehmendes) Monster gerade heimlich auf den Kryptothron. Es trägt den Namen “Ripple” und belegt inzwischen Platz Zwei auf dem Rang der globalen Krypto-Marktkapitalisierung, Tendenz: rapide steigend. Zugegeben, Ripple als Monster zu bezeichnen, ist polemisch und dürfte höchstens für diejenigen Sinn machen, die das heutige Bankenkartell genauso bezeichnen würden. Zur Info: Ripple ist eher ein neues SEPA System als ein Coin (der Coin dazu heisst XRP), es ist nicht wirklich dezentral und läuft weder auf einer Blockchain, noch sieht es sich als Alternative zum herrschenden System. Vielmehr dient es sich diesem gefällig an mit bereits über 70 kooperierenden Banken. Es verlängert letztlich das bestehende Schuldgeldsystem hinein in ein digitaleres Zeitalter. Laut einer offiziellen Bekanntmachung von ripplelabs ist es sogar möglich, einzelne Konten einzufrieren. In so einem Fall solle “man sich an die entsprechenden Gesetzgeber wenden”. Klingt doch überzeugend. Ganz ehrlich, bei Bitcoin fand ich ja schon den Namen so doof.. und vielleicht kann man bei Ripple ja noch schnell auf den Zug aufspringen.. also wenn ich da Gewinn rausschlagen kann, dann bin ich auf jeden Fall dafür!

Am Ende bekommen wir eben das, was wir verdienen.

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Quellen

https://www.pcwelt.de/a/studie-technischer-fortschritt-macht-menschen-duemmer,3447479

https://www.focus.de/wissen/mensch/tid-5435/intelligenz_aid_52368.html

https://www.welt.de/finanzen/article171946993/Finanzkompetenz-Deutsche-wissen-nicht-was-Inflation-ist.html

https://bitcoin.org/bitcoin.pdf

https://www.vollgeld-initiative.ch/fa/img/Pressespiegel_deutsch/focus_30_2017_18.pdf

http://bitcoinist.com/not-decentralized-ripple-freezes-1m-user-funds/

https://ripple.com/files/GB-2014-02.pdf

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Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Artikels.

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53 Kommentare zu: “Wer hat Angst vor Bitcoin oder: ein Monster kommt selten allein

  1. So, nun ist ein bisschen Zeit verstrichen und man kann eine nüchterne Bestandsaufnahme von den Hype durchführen.
    Wie schon im Voraus sachlich die kritischen Punkte herausgehoben worden waren, ist die folgende Schlussfolgerung sicher: alles grober Unfug, reines Spekulationsmachenschaften.

    Das soll nur eine Nachbetonung sein, dass man vernünftig die Dinge durchdenkt („to think things through“) bevor man irgendwelchen Blödsinn weitergibt.

    https://www.heise.de/tp/news/Funny-Money-4189528.html

  2. Immer wieder das Gleiche.
    Bitcoin… Das hat nichts mit polarisieren zu tun.
    Bitcoin und so weite und die Technik dahinter sind getrennt zu sehen.
    Keines dieser „Gelder“ ist eine Alternative oder hat auch nur im Ansatz etwas mit Vollgeld zu tun.
    Und den Code dem man einsehen kann… Ahh.
    Wer nur einmal etwas als hobby verstanden hat wie das mit Bits und bytes läuft, der müßte jedem Programmierer oder anderer der Behauptet „die Geldmenge ist bei Bitcoin begrenzt“ oder „das ist sicher“ so eine Klatschen. Blödsinn.
    Befaßt euch mal mit dem Verstand mit Geld, das Geld selbst schon das Problem ist. Versteht, daß es nie notwenidg war und ist. Die Notwendigkeit wird nur herbei geredet.
    Die Einzige Funktion, die Geld eventuell in einer idiotischen Welt sinnvoll einnehmen könnnte, wäre die Funktion einer Steuer (Steuerung).
    Bitcoin kann, wenn gewollt, sehr wohl in unbegrenzter Menge erstellt werden. Wird es vermutlich auch. Und… auch, ihr kapiert ja nicht mal die Geldmenge nur weil ich immer nur auf die linke seite des Kommas schaut…

    Wollt ihr jetzt 500 Jahre damit verbringen zu schauen, welche Technik die Beste für Geld ist, danach 500 Jahre welches Geldsystem das Beste ist!?

    Wirklich, Selbst Leute wie Bontrupp und Co, kratzen doch gerade mal an der Oberfläche des Verstandnisses.

    Bitcoin, wie jedes Geld, ist nicht notwendig. Bitcoin selbst hat keinen naturalen Wert, und wenn dann wie bei allen Geldern usw. kann der „Wert“ nur auf Gewalt beruhen.

    Finanztechnisch ist Bitcoin (ich rede nicht von der Technik dahinter) die Vollendung der Finanzkapitalismusspieltisches.
    Schaut mal genau hin, rechnet mal alle Bitcoins um in eure anderen „Gelder“, dann wißt ihr, daß genau der Betrag per Mausclick leuten „geschenkt“ wurde. Einfach erstellte Zahlen im Computer. Und irgend wer kann dafür hier und da (direkt oder durch umtausch) reale Waren und Leistungen „kaufen“ (ergaunern).
    Schlimmer kann nicht mal ein Staat oder Finanzschwerverbrecher betrügen.
    Seid ihr alle so knalle im Hiern!!!!!
    Ich verstehe sehr wohl, ja wohl beser als die Schreiberlinge, was sie „MEINEN“ mit den Vorzügen des Bitcoin oder der Technik dahinter. Nur ist das nur Meinung ohne das Verständnis der einzelnen Punkte (Technik, Bitcoin & Co, Geld, Wert, Inflation, Geldmenge) und schon gar nicht im strukturieren Zusammenhang.
    Wenn ich schon bei jemanden wie Herrn A. Popp (der wirklich sehr gut die Zusammenhänge versteht) einen (vermutlich) schwerer Denkfehler in Bezug auf die Inflation / Deflation / Geldmenge beim Bitcoin bemerkt habe (und vermutlich noch nicht),….. dann… also der Beitragsverfasser und viele andere habe da dann sicher so gut wie gar kein „strukturieres Gesamtverständni“. Eure Begabungen und Verständis und Intentionen in einzelnen Punkten sind ja „Gut und Löblich“, mehr allerdings auch nicht.

    • Hallo Toshy,
      vielen Dank für diese sehr guten, aufklärenden Worte. Und ja. Es ist auch nach meiner Ansicht völlig richtig. Geld ist ein Hilfsmittel, das zur Quantisierung des menschlichen Lebens beiträgt. Sprich: per se inhuman, wenn man sich darüber erst einmal im Klaren ist, dass jedes einzelne biologische Wesen Mensch einzigartig ist und somit, zumindest zur Bemessung seiner „Leistung“ (wonach wird die Messlatte der Leistung dann angesetzt? Gott? Pferdehuf? Ein Gramm Gold, …?) nicht wirklich taugen kann. Und ja, ein derartiger Paradigmenwechsel ist der einzig mögliche Weg, die Menschheit grundsätzlich zu einer humanen, nichtquantisierten Welt zurückzuführen. Leider sind (noch) nicht sehr viele Menschen fähig das zu sehen. Deshalb danke, denn ich wähnte mich mit meiner jetzigen Erkenntnis auf recht einsamen, jetzt aber zumindest zweisamen Terrain.

    • Vielen Dank auch von mir!

      Die Fokussierung auf das Geldsystem alleine ist schlichtweg eine grobe Verkürzung der Zusammenhänge. Solange Menschen sich primär in einer Gesellschaft ökonomisch aneinander bereichern wollen, mit Gewinnern und einem Großteil Verlierer als Resultat, wird es auch niemals ein funktionierendes Geldsystem geben.

      Der Unterschied zum Ist-Zustand ist bei Bitcoin aber folgender:
      Bitcoin ist ein System, das auf sich selbst verweist:
      Für eine Bitcoin bekommt man eine Bitcoin.
      Außerhalb dessen kann man sie, wie Zigaretten oder Gold auch, noch als „Tauschmittel“ verwenden; aber wie schon gesagt: Prinzipiell handelt es sich um einen ungedeckten Wechsel, den man an Andere weitergeben kann, und dem man auch noch als Artefakt oder virtuelle „Ressource“ Wert beimessen kann.

      Das private Kreditsystem hingegen funktioniert nur deswegen überhaupt, weil dem frisch geschöpften Geld „auf Pump“ für gewöhnlich noch Sicherheiten gegenüber stehen: Beim Staat sind dies die zu erwartenden Steuereinnahmen, die der Wirtschaftsleistung entsprechen. Im Falle von Privaten oder Firmen hingegen sind es zu erwartende zukünftige Einnahmen, oder etwa z.B. Immobilien. Die Krise von 2008 beruhte auch darauf, dass die Sicherheiten nicht mehr vorhanden waren; Suprime, Verfall der Immobilienpreise, pipapo.

      Allgemein ist aber der springende Punkt, dass die durch den Kapitalismus angesparten und stetig wachsenden Finanzvermögen , denen gleichgroße, sie deckende, Verpflichtungen gegenüber stehen, sehr lange brauchen würden, um wieder durch Güter oder Einnahmen der Schuldenseite beglichen zu werden; – wobei ein plötzlicher massiver Anstieg der Nachfrage (von der Vermögensseite) einen Kollaps herbeiführen würde:

      Wenn der deutsche Staat etwa ein ganzes Jahr lang, durch massive Steuern, seinen Haushalt bei seinen Gläubigern begleichen wollte, was er rein(!) von der formalen Wirtschaftsleistung, die seine Schulden (das Geld) deckt, des Landes durchaus könnte (die Schuldenlast ist 85% des BIP), gäbe es nach kürzester Zeit einen kaskadenförmigen Zusammenbruch der Wirtschaft. (Und nach etwa einer Woche vermutlich, analog zu 1923, Hyperinflation und Hungertote)

      Allgemein ist es übrigens historisch seit der Antike genau so, dass eine gültige Währung sich präzise dadurch auszeichnet, dass man damit seine Steuerschuld begleichen kann, wobei der Staat dieses Geld mit seinen Ausgaben (ursprünglich Militär und Verwaltung, die er als selbstständig gewordene Aufgaben übernimmt) danach wieder in den Kreislauf bringt.

      Das zentrale Problem ist aber stets nicht Geld als Solches sondern das Geld, das von Marktteilnehmern über lange Zeit einbehalten wird, damit sowohl dem Steuerkreislauf als auch dem Warenkreislauf entzogen wird, und sich im Kapitalismus bei wenigen großen Profiteuren, die aus Geld mehr Geld machen; – viel mehr Geld- ; in immer stärkerem Maße anlagert (oder, wie Marx es präzise benennt: „akkumuliert“).
      – Als Anmerkung aber: „Fließendes Geld“ (Silvio Gesell) hat als Effekt, dass die Reichen stattdessen binnen kurzer Zeit auf „Realwerte“ (oder etwa Gold) umsteigen, die sie aufkaufen, wodurch das Geld noch wesentlich schneller entwertet wird als von Gesell angenommen.-

      Etwa im Mittelalter gab es wegen der „Sparneigung“ bei begrenzter Geldmenge eine Jahrhunderte andauernde Deflation; – dafür war es (wegen der Knappheit des Geldes) selten (außer, sagen wir für Venedig, das der „Staubsauger“ für das europäische Geld war) dass Kaufleute langfristig ihren Reichtum erhalten oder gar noch weiter vermehren konnten. (Deswegen u.a. gab es auch „idyllischerweise“ keinen Kapitalismus, und kein Wirtschaftswachstum, sondern „lediglich“ persönliche Abhängigkeitsverhältnisse)

      Dem gegenüber steht natürlich die „lockere Geldvergabe“ der Gegenwart, wo die Risiken (unzureichender Deckung) auf die Gesellschaft rückabgewälzt werden, während es sowohl für die Banken (Goldman z.B.) und spekulierende Milliardäre profitabel ist, wobei vom frischen Geld zunehmend weniger überhaupt in der „Realwirtschaft“ ankommt.

      Das Problem ist aber analog zu Waffen (beide sind übrigens „Equalizer“; – „God created Men, and Sam Colt made them equal“) nicht so sehr die Form des Geldes, sondern dass es überhaupt die Versuchung durch das Geld gibt, und die Menschen, die es dahingehend dann verwenden.

    • Anbei Herr Senf oder Geld, jedes Geld, als ultimatives Instrument zur Machtausübung, da verfügbare Geldmenge gleich verfügbare Macht:

      KenFM im Gespräch mit: Bernd Senf

      Zur Kasse, Schätzchen.

      Ab 2018 wird der 500 Euro-Schein von der Bildfläche verschwunden sein. Das beschloss vor geraumer Zeit und ganz nebenbei die EZB. Fragt man die warum, wird gerne das Argument vorgebracht, man wolle vor allem dem organisierten Verbrechen die Barmittel entziehen.

      Aha. Ist das organisierte Verbrechen wirklich auf den 500 Euro-Schein angewiesen? Jedes Kind weiß, dass dem nicht so ist. Es weiß auch, dass die Multimilliarden, die jedes Jahr organisiert ergaunert werden, auf das Konto der großen Finanzdienstleister gehen. Es ist das Giral-Geld, das digitale Geld, mit dem heute die großen Kapitalverbrechen begangen werden.

      Geld regiert die Welt, nur wer regiert das Geld?
      https://kenfm.de/bernd-senf/

      Und als Empfehlung noch die Zeitgeist Dokumentationen. Der Erste Zeitgeist-Film in 2007 war für mich der finale Einstieg, das heute real existierende Dystopia grundsätzlich zu hinterfragen:

      Zeitgeist – Der Film der DEIN LEBEN verändert? – Doku Teil 1
      Am 23.03.2015 veröffentlicht

      Zeitgeist ist ein von Peter Joseph produzierter Film, der mit den Mitteln eines Dokumentarfilms u.a. eine Reihe von Verschwörungstheorien rund um das Christentum, die Anschläge vom 11. September 2001 sowie die Verbindung zwischen Hochfinanz und Kriegswirtschaft aufgreift.[1]
      https://www.youtube.com/watch?v=TmuYrvKq1L0

      Zeitgeist 2 – Der Film der DEIN LEBEN verändert? – Doku Teil 2
      Am 23.03.2015 veröffentlicht

      Der Kern aller Probleme in unserer Welt ist das Geldsystem, welches einen unendlichen Schuldensog erzeugt und uns zwingt alle Entscheidungen und Handlungen in unserem Leben nach finanziellem Profit auszurichten. Dadurch verschwenden wir (bewusst und unbewusst) einen großen Teil unserer Energie mit selbstsüchtigem, korruptem Verhalten, anstatt in Freiheit die gemeinsame Entfaltung der Menschheit im Einklang mit der Natur genießen zu können.
      https://www.youtube.com/watch?v=MMGvXs91-9Y

      ZEITGEIST MOVING FORWARD – Full Movie – Deutsche Originalversion
      Am 27.03.2012 veröffentlicht

      ZUSAMMENFASSUNG:
      Bei dem Film handelt sich um eine Dokumentation in Spielfilmlänge, welche Gründe dafür präsentiert, warum eine Abkehr vom momentanen sozio-ökonomischen geldbasierten System, welches die ganze Welt beherrscht, nötig ist. Der Inhalt geht über die Fragen von Kulturrelativismus und traditionellen Ideologien hinaus und begibt sich zu den Kernattributen, den empirischen Grundlagen für das Überleben der Gesellschaft und des Menschen, um von den unveränderlichen Naturgesetzen ein neues gesellschaftliches Paradigma abzuleiten: eine „Ressourcenbasierte Wirtschaft“.
      https://www.youtube.com/watch?v=_nWFZwOZtiM

    • “ Befaßt euch mal mit dem Verstand mit Geld, das Geld selbst schon das Problem ist. Versteht, daß es nie notwenidg war und ist. Die Notwendigkeit wird nur herbei geredet. “

      Columbus fuhr nicht für nichts weg um Gold, das damalige Geld, zu suchen.
      Die sich entwickelende Wirtschaft hatte zu wenig Geld.
      Haben sie nachgedacht über wie eine Tausch Wirtschaft funktionieren könnte ?
      Ich bin Volkswirt, und Diplom Kaufmann, jetzt, wo ich alt bin, beginn ich erst zu verstehen wie schwierig es ist Wirtschaft zu verstehen.

  3. Meines Wissens hatten vor nicht all zu langer Zeit verschiedene Großbanken dieser Welt vor dem Internationalen Handelsgerichtshof geklagt, um Blockchain, und somit auch Bitcoin generell zu verbieten. Diese Klage wurde abgewehrt, und zwar erfolgreich mit den „juristischen Argumenten“, mit denen sich die Banken selbst ermächtigt hatten, ihr Viat (schreibt man das so?)-Geld zu legitimieren. Aus Angst, dass der Bitcoin nun die Vormachtsstellung des „klassischen Zins-Geldes“ durch Bitcoin und ähnliche Blockchain-Varianten nun weiter zerstören werde, ist eine inzinierte Kampagne gegen Bitcoin und Co. eher logisch. Ich denke – entgegen diesen Berichts – dass der BC das Zeug zu einer Zerstörung des etablierten Finanzsystems beitragen wird.

    • „Fiat“ – es werde Licht! Geld aus dem Nichts, so die Erklärung bei Wikipedia. Dass die Banken versucht haben sollen gegen Blockchain geklagt zu haben halte ich für ein Gerücht. Gegenteiliges würde mich aber definitiv interessieren. Übrigens trifft der Kommentar (es ist kein Bericht) keinerlei Aussagen darüber was passieren wird. Er gibt lediglich zu bedenken, dass BTC nicht das Ende der Fahnenstange ist und diejenigen, die den BTC verteufeln womöglich eines Tages merken werden, dass Sie einfach auf dem Schlauch standen. Dass Kryptowährungen nicht mehr verschwinden werden ist eh klar. Die Frage ist, ob wir als User eigenverantwortlich wählen was für ein Geld wir nutzen wollen oder ob wir uns mal wieder von oben verarschen lassen. Übrigens, falls es hier jemanden interessiert: es gibt sogar schon Projekte, Schwundgeld als Krypto umzusetzen. google freicoin.

    • Mann kann nicht verbieten Geld zu machen.
      Ein jeder kann das, wie Duisenberg uns lehrte.
      Es ist sehr einfach, sie schreiben auf ein Papierchen ‚I owe you‘, (ich schulde ihnen), mit ein Ziffer, die Name ihrer Währung, und mit Name und Unterzeichnung, wenn ihre Papierchen als Bezahlung akzeptiert werden, haben sie Geld geschöpft.

  4. Anbei Herr König und am Ende steht wieder die Eigentumsfrage, wem gehören, wer kontrolliert die Produktionsmittel:

    Retrenchment, Robotization and Crypto-Currencies: The Runaway Train Towards Full Digitization of Money and Labor
    By Peter Koenig – Theme: Global Economy
    Global Research, December 27, 2017

    The other day I was in a shopping mall looking for an ATM to get some cash. There was no ATM. A week ago, there was still a branch office of a local bank – no more, gone. A Starbucks will replace the space left empty by the bank. I asked around – there will be no more cash automats in this mall – and this pattern is repeated over and over throughout Switzerland and throughout western Europe. Cash machines gradually but ever so faster disappear, not only from shopping malls, also from street corners. Will Switzerland become the first country fully running on digital money?

    This new cashless money model is progressively but brutally introduced to the Swiss and Europeans at large – as they are not told what’s really happening behind the scene. If anything, the populace is being told that paying will become much easier. You just swipe your card – and bingo. No more signatures, no more looking for cash machines – your bank account is directly charged for whatever small or large amount you are spending. And naturally and gradually a ‘small fee’ will be introduced by the banks. And you are powerless, as a cash alternative will have been wiped out.
    (…)
    When I talked recently to the manager of a Geneva bank, he said, it’s getting much worse. ‘We are already closing all bank tellers, and so are most of the other banks’. Which means staff layoffs – which of course makes it only selectively to the news. Bank employees and managers must pass an exam with the Swiss banking commission, for which they must study hundreds of extra hours within a few months to pass a test – usually planned for weekends, so as not to infringe on the banks’ business hours. You got two chances to pass. If you fail you are out, joining the ranks of the unemployed. The trend is similar throughout Europe. The manager didn’t reveal the topic and reason behind the ‘retraining’ – but it became obvious from the ensuing conversation that it had to do with the ‘cashless overtake’ of people by the banks. These are my words, but he, an insider, was as concerned as I, if not more.

    Surveillance is everywhere. Now, not only our phone calls and e-mails are spied on, but our bank accounts are too. And what’s worse, with a cashless economy, our accounts are vulnerable to be invaded and robbed by the state, by thieves, by the police, by the tax authority, by any kind of authority – and, of course, by the very banks that have had your trust for all your life. Remember the ‘bail-in’, the infamous “hair-cut”, first tested in early 2013 in Cyprus? – Bail-ins will become common practice for any bank that has abused its greed for profit and would go belly-up, if there wouldn’t be all those deposits from customers. Even shareholders are not safe. This has been quietly decided some two years ago, both in the US and also by the non-elected white-collar mafia, the European Commission – EC.

    The point is, ‘banks über alles’ (“banks above everything”, following the Third Reich’s battle cry “Deutschland Über Alles”). And which country would be better suited to introduce ‘cashless living’ than Switzerland, the epicenter – along with Wall Street – of international banking.
    (…)
    Cashless trials are going on elsewhere, especially in Nordic countries, where selected department stores and supermarkets do no longer take cash. Another monstrous trial has been carried out in India a year ago, in the last quarter of 2016, where from one day to another 80% of the most popular money bills were eliminated, and could only be exchanged for new bills by banks and through bank accounts. And this in an almost pure cash country, where half the population has no bank account, and where remote rural areas have no banks. People were lied to so that the sudden introduction had maximum effect.

    It caused massive famine and thousands of people died, as they had suddenly no acceptable cash to buy food – all instigated by the USAID Project ‘Catalyst’, in connivance with the Indian rulers and central bank. It was a trial. It was a disaster. If it works in India with 1.3 billion people, two thirds of whom live in rural areas and most of them have no bank account, the scam could be applied in any developing country – see also India – India, Death by Demonetization: “Financial Genocide”, The Crime of The Century
    (…)
    Digitization and robotization is just beginning. Staffed check-out counters in supermarkets are disappearing; most of them are converted into automatic check-outs – and that happened within the last year. – Where are the employees gone? – I asked an attendant who helped the customers through the self-checkout. ‘They joined the ranks of unemployed’, she said with a sad face, having lost several of her colleagues. ‘It will hit me too, as soon as they don’t need me anymore to show the customers on how to auto-pay.’

    Bitcoins

    Digitization also includes the cryptocurrencies, the blockchain moneys floating around – of which the most famous one is Bitcoin. It brings digitization of money to an apex. The system is complex and seems to lend itself only to ‘experts’. Cryptocurrencies are fiat money, based on nothing, not even on gold. Cryptos are electronic, invisible and highly, but highly speculative, an invitation for gangsters and fraudsters. It looks as if cryptocurrencies were designed for crooks and speculators.

    Bitcoin was allegedly invented by Satoshi Nakamoto which could be a pseudonym of a man or a group of people, suspected to live in the US. “Nakamoto’s” identity is believed to be commonwealth origin, due to the vocabulary used in his writings. One of his close associates is purportedly a Swiss coder, who is also an active member of the cryptocurrency community. He is said to have graphed the time stamp of each of Nakamoto’s more than 500 bitcoin forum posts. Such ‘forum posts’ exist in the thousands, worldwide. They form an elaborate network based on algorithms.
    (…)
    We are currently at cross-roads, where we still can either decide to follow the discourse of a new electronic monetary era, with ever less to say by “We, the People” about the product of our work, our money; or whether, We, the People, will resist a banking / finance system that has full control over our financial resources, and which can literally starve us into submission or death, if we don’t behave. In order to resist we need an alternative monetary system or monetary network, away from the dollar-euro hegemony – and cryptocurrencies, as structured today, are no alternative.
    https://www.globalresearch.ca/retrenchment-robotization-and-crypto-currencies-the-runaway-train-towards-full-digitization-of-money-and-labor/5624050

  5. Ich Glaube das der Bitcoin das Digitale Gold bleibt und noch lange in der Top 10 zu sehen ist. Es wird/gibt jedoch andere Kryptowährungen die ballt unser Finanzwesen darstellen! ich denke dieses Kommentar soll macht genau darauf aufmerksam, wir sollten alle genau hinschauen und genau überlegen für was wir uns am ende einsätzen werden welche Währungen wir halten nutzen und als unsere Perfektes Zahlungsmittel akzeptieren.

  6. Was ist die Intension des Autors dieses bzw. seines vorherigen Kommentars auf KenFM?
    Bzw. Was möchte KenFM den Interessenten dieses Portals mit solchen Kommentaren zumuten?
    Was ich hier aus meiner Sicht bei diesen Kommentartor wahrnehme, sind viele leere Worthülsen, Vorurteile, elitäres Gebärden.
    Er schwafelt von Fakten aber nennt keinen einzigen.
    Und wenn sein Wissen so gewaltig in diesem Metier der Kryptowährung ist, dann soll er doch man in den Dialog mit den Forenkommentatoren treten. Wenn ihm diese „Bodengruppe“ intellektuell das Wasser nicht reichen kann, dann soll er mal ins Gespräch mit Ernst Wolff, Christoph Pfluger, Franz Hörmann, Norbert Häring oder Jens Berger treten.
    Ich bin mal gespannt wer sich jetzt rührt.

    • @ La Fayette
      Ihre Agenda ist ja nicht zu übersehen .

      Wenn der Adam Nümm
      „Das Unschöne an der Sache: gefährliches Halbwissen vermengt sich mit aktuell berechtigten Sorgen“ schreibt, ist das doch unteste Schublade aus der Propagandakiste.

  7. Der Gedanke das Geld nicht als Schuldgeld in die Gesellschaft und Wirtschaft kommt ist mir sehr sympathisch. Das bisherige Geschäftsmodell der Banken könnte erheblich eingeschränkt werden. Giralgeld aus dem Nichts zu schöpfen, und bei Zahlungsunfähigkeit des Schuldners dessen Sicherheiten einzukassieren, erinnert doch eher an modernes Raubrittertum als an einen ehrlichen Kaufmann. Es würde allein schon reichen, wenn Kryptowährungen als Konkurrenz zum jetzigen durch Banken kontrollierten Zahlungssystem auftreten. Ein „To-Big-To-Fail“ gäbe es dann schon mal nicht mehr. Ich denke aber nicht, dass sich Bitcoin hierbei durchsetzen wird. Die Blockchain-Technologie ist durch den Energieaufwand für Rechenleistungen schon jetzt ein unglaublicher Energiefresser. Mittlerweile gibt es da schon bessere Technologien (siehe IOTA). Zwei Dinge stören mich allerdings an den Kryptowährungen. Diese kommen zwar nicht als Schuldgeld in die Welt, aber in vielen Fällen leider durch die Gier der Menschen, die Geld als Spielgeld fürs Casino begreifen und nicht als alternatives Zahlungsmittel. Weiterhin habe ich Kryptogeld so verstanden, dass vorab eine fixe Geldmenge geschaffen wurde und damit keine Reaktion auf veränderte wirtschaftspolitische Ziele erfolgen kann. Aber warum nicht eine Alternative zu herkömmlichen Zahlungssystemen?

  8. Ich verfolge alle Veröffentlichungen über Kryptowährung derer ich habhaft werde.
    Dabei gefällt mir der IOTA noch am besten.
    Für mich sieht die Zukunft folgendermaßen aus:
    Eine Währungseinheit ist ein Energieriegel für einen Tag Nahrung und 3 Liter sauberes Wasser. Das gesetzliche Zahlungsmittel ist Geld als Schein oder Münze oder eine App auf dem Smartphone.

    • Ach ja? Dann kommt jetzt also mit Bitcoin und co. die demokratische Weltrevolution von unten, oder wie? 😉 Quasi ganz automatisch und bequem von zuhause für uns? Und die Banken, Zentralbanken, Regierungen und die mächtigen Hintermänner, wovon Sie bei KFM möglicherweise schon mal etwas gehört haben, werden dadurch dermaßen überrumpelt – schließlich gibt’s das ja erst seit etwa 10 Jahren (?) – und verlieren die Kontrolle?

      Ich behaupte nicht, jedes technische Detail bei Bitcoin verstanden zu haben, es interessiert mich aber auch nicht. Gesunder Menschenverstand ist mir hier der beste Ratgeber, um auch dieses Phänomen in einen Gesamtkontext einzuordnen.

      Und so langsam waren bei KenFM auch schon genügend Artikel zu diesem Thema, finde ich. Es langweilt mich und ist – wie gesagt – unter dem Strich nicht relevant.

    • Und die Macht der USA gründet sich ja ebenfalls maßgeblich auf den Dollar als Welt-Leitwährung, wie hier eigentlich bekannt sein sollte. Meinen Sie wirklich, die schauen zu, wie Bitcoin ihnen ernsthaft den Rang abläuft?

      Aber ich hab wohl keine Ahnung. 😉

  9. Im Moment haben wir knapp 1400 unterschiedliche Kryptowährungen mit einer Gesamt-Marktkapitalisierung von über einer Billion Dollar (1.000.000.000.000,- $). Bitcoin ist nur die teuerste, weil sie die bekannteste, erste, älteste und am weitesten verbreitete Währung ist. Sowohl was die technische Umsetzung als auch den Kursanstieg betrifft, so sind andere Währungen wie Ripple, Verge oder Cardano mittlerweile viel interessanter für Anleger.

    Letztlich haben all diese Währungen aber auch (wie altbewehrtes Papiergeld) gar keinen Gegenwert. Es ist lediglich ein Kryptografischer Schlüssel und für diesen existiert nur das Vertrauen der Besitzer darin. Die Entwicklung immer neuer Systeme geht mittlerweile so schnell, dass bei den neuen Währungen das fehlende Wissen über die Funktionsmechanismen von Algorithmen und Co. noch das kleinere Übel ist. Man weiß oft nicht einmal mehr genau, WAS man eigentlich damit in der Realität WO genau machen oder kaufen kann und WIE man das dann machen müsste. Die Gier nach Profit macht viele Leute blind.

    Genau diese Problem führt dann aber auch irgendwann dazu, dass man irgdendwann alles glauben muss, was einem erzählt wird, weil man selbst gar keine Ahnung hat. Wenn irgendwann ein Finanz-Guru erzählt: „Das System Bitcoin muss reformiert werden. Eine immer längere Blockchain macht die Berechnung immer langsamer und alles total ineffektiv. Nächste Woche Montag ist daher Währungsunion. Jeder muss da seine BitCoins in die neuen ByteCoins umtauschen, weil sie sonst verfallen.“
    Was meint ihr wohl wie schnell das Vertrauen dann weg ist ;-P

  10. Der BitCoin kann ja hoffentlich nur eine Zwischenlösung sein.
    Jetzt müssen wir schon Rechner sinnlos Bit und Bites durchrechnen lassen, um an ein Verteilwerkzeug für die Güter und Dienstleistungen zu kommen, die wir produzieren?? oder verstehe ich den Bitcoin falsch??
    Das Verteilwerkzeug sollte doch kein Wert haben, sondern lediglich ein Wert in Form von Zahl darstellen können, sowie ein Doppelmeter auf der Baustelle. Ein Verteilmesswerkzeug für die Gesellschaft sollte doch möglichst mit so wenig Aufwand wie möglich betrieben werden können, so das es jeder es versteht und nicht das ich da noch extra Energie reinstecken muss für virtuelle bit und bites Mining Spiele. Und ausserdem issts nicht so das die mit den schnellsten Rechner am schnellsten minen? Wo führt uns das denn wieder hinn war da nicht was?? Bitte um Aufklärung wenn ich total falsch liege, weil ich etwas falsch verstanden habe. Wünsch euch allen ein gutes neues Jahr wenn man es denn so nennen kann^^

    • stark vereinfacht, aber genauso sieht es aus…
      Weiter unten entspannt sich hoffentlich ein Deskussion, die da ein bisschen Licht drauf wirft…

  11. Bitcoin ist – egal welche Vor- oder Nachteile man ihm andichtet – aus meiner Sicht nur eine neue Spielerei. Und von dem her auch nicht besonders relevant.

    Oder meint jemand ernsthaft, dass sich die Banken (incl. Zentralbanken) einfach so die Butter vom Brot nehmen lassen und die Kontrolle verlieren? Ausgerechnet durch ein System, welches ohne das Internet nicht funktioniert?

    Na, sicher doch! 😉

    • Potzblitz! Ach was! 😉 Für unsere Kanzlerin ist das Internet ja noch Neuland, aber für die Banken also nicht mehr.

      Wir haben hier schon öfter diskutiert, dass KenFM z.B. sicher auch irgendwann abgeschaltet wird, falls die Reichweite zu groß wird und es dadurch kritisch wird für das System. Und Bitcoin lässt man einfach gewähren – unter der Annahme, dass es das klassische Finanzsystem ernsthaft gefährdet – und dagegen könnte niemand etwas tun? Ich bitte Sie…

  12. Eine sehr gut Analyse zum Potential der Menschen zur Veränderung am Beispiel BitCoin.
    Excelellent herausgeschählt ist der Mechanismus „Unwissenheit führt zu Meinung“.
    Es ist wirklich ein Problem das so viel Unwissenheit besteht und auch das Menschen ihr Gehirn für ungewohnte Gedankengänge ungern benutzen (Prinzip „niedrigster Energiepunkt“ nach Gerhald Hüther).
    Dennoch leben wir mit diesen zusammen benötigen sie um Verbesserungen zu erreichen.

    Ein Weg ist: „Videos hier mit youtube-dl runterladen, dann mit VLC abspielen und nach und nach dabei die Abspielgeschwindigkeit mit „AltGr + ]“ um 10% erhöhen.
    Das erhöht bequem und merklich die Verarbeitungsgeschwindigkeit des eigenen Gehirns, was sich z.B. besserer Dialog-Geschwindigkeit zeigt – es lohnt überall im Leben.
    Bin hier für weitere Ansätze sehr dankbar.

    An dieser Stelle Danke an (neben dem Team) den Charakter-Kopf Ken !!!.
    Der sich gerne eine Auszeit nehmen sollte aber dabei nicht zu vergessen braucht das er ein Brilliantes Jahr 2017 hingelegt hat, die Welt so kompliziert ist das es auch für einige Wochen ohne ihn und dank ihn sogar in die teils richtige Richtung geht – Danke!

  13. So bemerkenswert die Idee des Bitcoins ist, sie krankt an etlichen Systemimmanenten Problemen.

    Zum ersten: es ist kein echtes Vollgeld. Zwar ist das Geldmengenwachstum dadurch beschränkt, daß eine Leistung erbracht werden muß, um Geld zu erschaffen, allerdings gibt es da einen Pferdefuß. Wenn man Geld an einen Gegenwert, der das Ergebnis produktiver Arbeit ist, koppelt, dann entsteht ein Wert, der durch das erschaffene Geld – per Vereinbarung – repräsentiert wird – das kann z.B. das Staatsvermögen an Boden(-schätzen), Gebäuden, Infrastruktur usw. in Bezug auf eine staatliche Währung sein. Beim Bitcoin ist das anders. Es wird nichts erschaffen, sondern es werden nur Ressourcen (Energie) verbraucht.

    Zum zweiten: Es ist rein destruktiv, d.h. ressourcenvergrauchend.
    Ich lege hier mal dar, wie ich das Prinzip verstanden habe: Es gibt eine Gleichung, zu der theoretisch unendlich viele Lösungen gefunden werden können. Jedoch nimmt der Rechenaufwand für jede weitere Lösung zu. In welchem Maße weiß ich jetzt nicht (rekursives System?). Die Gültigkeit der vom Miner errechneten Lösung wird von einem zentralen Server geprüft, was ohne großen Rechenaufwand möglich ist (Beispiel: Finden Sie enlische Wörter, die mit „und“ beginnen und enden. Die Ermittlung gültiger Lösungen ist sehr zeitaufwendig, da jede mögliche Kombination (oder jeder Wörterbucheintrag) ausprobiert werden muß, daß die Lösung „UNDergroUND“ korrekt ist, sieht man aber auf Anhieb. [ Poundstone: „Im Labyrinth des Denkens“, 1993]). Ist die Lösung gültig, wird der BC dem Miner gutgechrieben. Ein optimierter Bitcoin-Miner wird eine Leistung von schätzungsweise 150-200W haben (Mittelklasse-Grafikkarte in einem Minimalsystem). Am Anfang, wo ein solcher Rechner noch 3 Bitcoins pro Tag errechnet hat, war das nicht weiter wild, 8 Stunden zu je 200W sind 1,6kWh, also etwa 30-40ct. Nun wird der Aufwand aber immer größer (exponentiell oder linear?), 2012 lag der bei etwa 1 Monat pro Coin, wenn ich mich richtig erinnere und heute bei 6 Monaten oder einem Jahr? machen wir die Rechnung nochmal: 30d x 24h x 200W=144kWh – ca. 33€, 6 x 30d x 24h x 200W= 864kWh – ca. 200€. Wichtiger als das Geld ist m.E. hierbei der dahinterstehende Ressourcenverbrauch ohne, daß reale Werte erschaffen werden. Es ist nichts anderes als unser heutiges Fiatmoney, allerdings mit einer Geldschöpfungsbremse, die ich aber eigentlich noch schlimmer finde, als das heutige System, und damit keine Lösung für das Finanzsystem. Außerdem ist es und wird es aller Wahrscheinlichkeit auch trotz zwischenzeitlicher Einbrüche weiterhin bleiben. Aus diesem Grund wird die Gier zu einem immer höheren Energieverbrauch führen, sobald die Kursentwickung, welche ein reines Spekulationsergebnis ist, es als wirtschaftlich interessant – also per Definition als gemeinschafts- und in diesem Falle auch Umweltschädlich – erscheinen läßt.

    Zum dritten: Dadurch, daß dieser Währung kein real existierender Wert gegenübergestellt ist, ist sie unheimlich Anfällig gegen Kurseinbrüche. Der Wert beruht, wie bei unserem Fiatmoney, auf Vertrauen, also ohne die staatlichen Garantien (gesetzliches Zahlungsmittel), die zumindest in gewissen Grenzen unser Geld absichern. Sobal jemand sagt „Ist mir doch egal, wie lange Dein Rechner dafür gebraucht hat, Du bekommst noch 10 Cent dafür, oder ich brauch es nicht“ bricht das System zusammen. Da die Menschen aber dumm und gierig sind, wird das nicht das Ende sein, sondern der Wert wird dann wieder langsam anfangen zu wachsen, bis wieder einer sagt… Es ist ja auch beim BC schon passiert…

    Daß es sich beim heutigen BC-Kurs um eine Blase handelt, liegt klar auf der Hand. Befeuert wird sie dadurch, daß es genug Spekulanten gibt, die ihr Vermögen in (eine vermeintliche) Sicherheit vor anderen Blasen bringen, welche kurz vor dem Platzen stehen. Wie lange es noch dauert, bis die BC-Blase platzt, läßt sich natürlich nicht vorhersagen. Ist es morgen so weit oder erst in 5 Jahren? Ich gehe davon aus, daß es eine Kettenreaktion von Einbrüchen verschiedener Blasen geben wird, was dann einer Breitseite gleich kommt, die sich richtig gewaschen hat…

    Aus den oben genannten Gründen kann ich die positive Bewertung dieses Systems in diesem Artikel nicht teilen. Ich finde, man sollte den Zusammenbruch abwarten und dann das weitere Mining, welches dann mangels Rendite ohnehin zum Erliegen kommen wird, zu unterbinden, um wenigsten weiteren Schaden durch den weiter wachsenden exorbitanten Energieverbrauch zu vermeiden. Ob es sich dann noch Für die Zunkunft kann uns dieses Experiment aber helfen, mit den gewonnenen Erkenntnissen eine echte alternative Währung zu entwickeln…

    Gruß
    Ben

    • Hi Ben,

      ich denke die Resourcen sind als Waffe zu sehen, mit denen die Vielen das System verteidigen gegen zentrale Mächte. Ich betreibe Bitcoin Knoten mit Solarstrom und verteidige damit meine Position im System und nehme nur Blöcke an, welche meiner Vorstellung von Bitcoin entsprechen. Somit übe ich mein demokratisches Wahlrecht im System aus (demokratisches Vollgeld). Viel Mining basiert mit Ökostrom und fördert gerade die Errichtung von Ökostrom Innovationen.

      Leider wird der Gegenwert bei Bitcoin immer vollständig falsch verstanden. Man muss sich mit dem Gedanken anfreunden das Geld nur Buchhaltung ist! Bei Bitcoin ist dies eine Buchhaltung, welche unmanipulierbar ist und somit hat dies den stärksten Wert überhaupt. Niemand kann beliebig Geld vermehren im System.

      Jeder kann mit einigen mathematischen Grundkenntnissen die Grundlagen des Bitcoin Systems verstehen. Die Regeln im System sind relativ transparent und vielfach publiziert. Dies hat einen großen Wert für ein Geldsystem, da es jeder der will es verstehen kann. Man kann auch für Dinge die man ändern will Partei ergreifen (zB Bitcoin Knoten mit anderen Regeln installieren und somit seine Stimme abgeben).

      lg

    • La Fayette,

      wie meinten Sie folgende Aussage? Könnten Sie das bitte etwas näher erläutern, wie das technisch möglich ist?

      „Ich…nehme nur Blöcke an, welche meiner Vorstellung von Bitcoin entsprechen.“

    • @La Fayette: Da Du als „BC-Profi“ meine Darstellungen nicht kommentiert hast, gehe ich also davon aus, daß meine Annahmen (Miningzeit, Energieverbrauch usw.) stimmen grundsätzlich erstmal? Dazu hätte ich gern mal eine Info, da ich nicht so auf dem laufenden bin…

      Ansonsten habe ich das Gefühl, daß Du meine Kritikpunkte nicht so richtig verstehst. Daß in einem Währungssystem die Geldmenge nicht beliebig vermehrt werden kann, ist eine wichtige Eigenschaft von Vollgeld. Aber das sollte doch vorzugsweise dadurch passieren, daß bleibendeWerte produziert werden. Bei BC ist die Vermehrung aber einfach nur durch die Produktion von Verlustwärme beschränkt. Und ob das Ökostrom ist oder nicht, ist dabei absolut irrelevant. Der Ökostrom, mit dem Ihr die Umwelt beheizt – naja, zumindest im Sommer, im Winter liefern die ja zumindest einen Beitrag zur Heizleistung, 200W sind da schon nicht ganz ohne – fehlt im Gesamtsystem und muß aus anderen Quellen zusätzlich eingespeist werden, mutmaßlich aus fossilen Quellen. Dabei treffe ich jetzt keine Aussage, ob die wirklich so „böse“ sind, wie man heute allgemein behauptet, zumindest mittel- bis langfristig stellen sie keine nachhaltige Lösung dar – aber das ist ein anderes Thema. Der Strom, den Ihr verbraucht, muß zusätzlich ins System eingespeist werden, da ihr den ja nicht dem Gesamtsystem zur Verfügung stellt. Und auch Solarzellen haben eine begrenzte Lebensdauer und benötigen als Halbleiterelemente auch noch Rohstoffe, die ich jetzt nicht als so furchtbar unproblematisch, sowohl für die Umwelt, als auch für viele Menschen, finde. Wie man es auch dreht und wendet – Ihr verbratet Ressourcen, um Bits ohne realen Wert zu erschaffen.

      Mit Deinem Kommentar, daß Geld nur Buchhaltung ist, widersprichst Du jetzt auch noch Deinem Vollgeld-Argument, denn bei diesem Konzept des Informationsgeldes ist eine Werthaltigkeit des Geldes und eine technische Geldmengenbegrenzung überhupt nicht notwendig, es wird als reine Abrechnungsgröße nach Bedarf erschaffen und vernichtet – s. dazu Prof. Franz Hörmann. Dort erfolgt dann die Kontrolle über die Gelderschaffung und -vernichtung einfach nur durch demokratisch legitimierte Regeln – ein Verbrennen von Ressourcen ist dazu nicht nötig.

      @Benjamin: genau das würde mich auch interessieren, da das ja die Grundlage für das Argument darstellt, daß es ein demokratisches System sei und damit gut wäre…

      Gruß
      Ben

    • Bitcoin löst ein sehr schwieriges Problem. Das Problem der „Byzantinischen Generäle“ (https://de.wikipedia.org/wiki/Byzantinischer_Fehler). Es ist mathematisch beweisbar, dass es mit Mathematik/Algorithmik alleine nicht lösbar ist. Satoshi Nakamoto hat Mathematik/Algorithmik mit Spieltheorie/Mikroökonomie verknüpft und eine Lösung gefunden. Das Problem wird auch „double spend problem“ gennant. Kurzum die Bitcoin Blockchain ist eine dezentrale, global synchronisierte Buchhaltung, welche pseudonyme Konten führt (Geld ist Buchaltung).

      Da jeder Teilnehmer eine lokale Kopie hat, könnte jeder seine Version fälschen (auf seinem Konto Guthaben reinschreiben) und diese falsche Version an andere Teilnehmer weitergeben. Sog. Mining Knoten verhindern dies, da Änderungen nur in einem Interval durchgeführt werden können. Dazu wird ein Verfahren verwendet, das Rechenzeit abverlangt und nur dadurch zu einer Lösung führt (Proof of Work). Für diese Arbeit gibt es eine Belohnung für Miner: Auschüttung neuer Bitcoins (Minting) und Transaktionsgebühren der validierten Transaktionen.

      Im Bitcoinnetzwerk können derzeit alle 10 Minuten 1MB große Blöcke generiert werden. Diese Blöcke enthalten ca. 2000 Transaktionen der Netzwerkteilnehmer. Das ist eine Beschränkung im System, Miner würden diese 1 MB Beschränkung gerne aufheben, da ihr ökonomisches Ziel ist Gewinn zu machen. Wenn weitere Transaktionen aufgenommen werden könnten, könnte man weitere Transaktionsgebühren verdienen.

      Ich betreibe ein Bitcoin Full Node und stärke dadurch das Netzwerk (https://bitnodes.earn.com/). Meine Vorstellung von Bitcoin ist von Bitcoin Core (https://bitcoincore.org/) vertreten. Es gibt andere Vorstellungen zB Bitcoin Cash, Bitcoin Gold, Bitcoin Segwit2x, Bitcoin XT, Bitcoin Classic. Alle diese Vorstellungen würden andere Konsens Regeln kodifizieren (zB 2MB Blöcke). Die Betreiber der Full Nodes stimmen ab wie das Hauptnetzwerk aussieht, es kann zu sog. Abspaltungen kommen (siehe Bitcoin Cash), wenn eine Minderheit groß genug ist und am Hauptnetzwerk nicht mehr beteiligt sein will.

      Das ganze System ist dynamisch mit einem Wahlrecht ausgestattet. Mein Wahlrecht kann ich nutzen indem ich eine Full Node betreibe (One CPU one Vote, siehte Satoshi Whitepaper).

      @Ben Blake: Zum Zweiten, ihre Berechnungen/Annahmen sind nicht ganz korrekt. Es gibt keine zentralen Server die irgendetwas prüfen, alles geschieht über einen dezentralen Konsens. Das Verfahren das sie beschreiben versuchen, nenn sich Hashcash. Kurz geht es darum einen Hash zu finden mit eine gewissen Anzahl führender Nullen. Je mehr 0 am Anfang desto schwerer wird es. Man kann eine Lösung nur durch dummes probieren finden, jedoch kann man eine gefundene Lösung sofort überprüfen.

    • @ La Fayette Sie wiederholen immer die gleiche Propagandaleier. Ich kann Ihnen auf mehere Ebenen bzw. Wissenschaftsbereiche ausführen, warum Kryptowährungen totaler Unsinn sind. Selbst im Bereich der Informationstechnik ist das absurder Unfug.
      Lediglich die Technik der Kryptographie ist interessant. ABER Kryptographie und Kryptowährung sind nicht ein und das Selbe. Man „fremdnutzt“ eine Technik für ein Problem oder besser gesagt für eine Spieltheorie die keine Belange für die menschliche Gesellschaft darstellt.

      Das Rad neu erfinden zu wollen ist schon mal grober Unfug. Das Rad auch noch zu digitalisieren ist die völlige Kapitulation vor der kritischen Nutzung seines eigenen Verstandes.

    • @Son_Snow ich würde mich gerne mal mit Ihnen direkt unterhalten, weil Sie auch immer mit der selben Propaganda kommen… Ich für meinen Teil würde, wenn Sie mich überzeugen, meine Meinung ändern.

      Ich glaube aber dennoch, dass Sie in Bezug auf (1) Ökonomie, (2) Mathematik/Kryptografie und (3) Informatik die wensentlichen Erkenntnisse nicht in Ihr Denken integrieren. Eine Welt die Ihnen vorschwebt, will ich nicht. Sie sind ein Träumer und verbreiten nochdazu Unsinn…

    • Ich will, möchte und muss NIEMANDEN überzeugen. Ich will hier nur beobachtete Fakten darstellen. Denn Rest kann sich jeder nach seinen Gewissen oder Gebrauch seines Verstandes ausmalen.
      Fakten aus der Ökönomie: Sowohl Inflation als auch Deflation haben immer die Tendenz das Währungssystem zu gefährden. Momentan haben wir im jetzigen Währungssystem eine latente Hyperinflation.
      Sie kommen jetzt mit der geglaubten Lösung mit einem neuen vorprogrammierten deflationären System das entgegenwirken zu wollen, eine gewagte riskante These!

      Mathematik/Kryptographie sind keine Wissenschaft die sich mit Währungen beschäftigen.
      Anders herum bedienen sich Währungssysteme und auch die Kryptographie der Mathematik um ihre Funktionalität aufrecht zu erhalten.

      Informatik ist eine auf Mathematik aufgebaute Wissenschaft, ergo hat auch nichts mit Währungen zu tun.
      Was Sie und viele Laien wahrscheinlich meinen sind EDV-Systeme. Diese sind dafür da Arbeits und Entwicklungsprozesse des Menschen zu unterstützen, verbessern und zu optimieren.
      Und nun beantworten Sie mir die Frage, welche Optimierungsprozesse Sie vorantreiben können, indem Sie den Stromverbrauch eines Landes wie Dänemark verschwenden um eine deflationäre Digitale Währung zu generieren?

      Bleiben wir bitte auf der sachlichen Ebene und hören Sie auf andere persönlich auf der emotionalen Ebene anzugreifen, weil Ihnen die logischen Argumente ausgehen.

    • @La Fayette: Oh mein Gott, es ist ja noch schlimmer, als ich dachte. Meine Darlegung – so hatte mir das mal vor längerer Zeit jemand erklärt, und alles was ich dazu nachgeprüft habe, hat soweit gepaßt und ich habe mich auch nicht weiter in die Tiefe damit beschäftigt – ist absolut falsch und die Konsequenzen daraus sind verheerend, was ich jetzt näher erläutere:

      Nicht das Erschaffen von Bitcoins, sondern das Aufrechterhalten des Abrechnungssystems, benötigt so viel Rechenleistung. Die Bitcoins sind lediglich eine Belohnung dafür, daß jemand seine Rechenleistung dafür zur Verfügung stellt. Der Grund dafür ist, daß es sich um ein dezentrales Netzwerk handelt, in welchem die einzelnen Knoten untereinander ihren Informationsstand abgleichen müssen. Dabei entsteht das Problem, daß jeder Knoten, selbst ein bereits länger existierender, insbesondere jedoch ein neuer, jederzeit zu einem Störer werden kann, welcher falsche Informationen, sei es aufgrund wirklicher Fehlfunktionen oder mit echtem Betrugsversuch, weitergibt. Zeitliche Verzögerung verschärft dieses Problem noch weiter. Nun ist irgendein Schlaumeier auf die Idee gekommen, daß es nicht notwendig ist, alle Knoten mit allen kommunizieren zu lassen sondern, daß es genügt, weniger Kommunikationen nach einem ausgetüftelten Algorithmus auszuführen, um mit einer gewissen als ausreichend erachteten Wahrscheinlichkeit die Anerkennung einer Fehlinformation als Konsens im Gesamtsystem zu verhindern. Nur hat dieser Schlaumeier zwei Dinge nicht bedacht. 1. Statistik spielt für den Einzelfall nicht die geringste Bedeutung, es ist nichts weiter, als eine mathematische Spielerei ohne wirklichen Praxisbezug. Verlierer: „Ich kann doch nicht verloren haben, meine Chance stand doch bei 10^50:1“ Antwort: „Tja, Pech gehabt, Shit happens…“ Lösung: auch eine Gewinnwahrscheinlichkeit von 10^50 macht einen Verlust nicht unmöglich, sondern lediglich wenig wahrscheinlich, nämlich in dem Maße, daß bei einem vielfachen (x) von 10^50 Durchläufen sich die Zahl der Verluste bei wachsendem x asymptotisch an x annähernd. Das schließt nicht aus, daß man bei den ersten 3 Durchgängen verliert und dann 100*10^50 Durchgänge gewinnt, denn sind wir mal ehrlich, 100 ist nach statistischen Maßstäben nicht wirklich eine große Zahl, was uns direkt zu 2. bringt: geht die Zahl der Versuche gegen unendlich, geht die wahrscheinlichkeit für alles, was möglich ist, egal wie unwahrscheinlich, gegen eins. D.h. alles was möglich ist, passiert irgendwann…
      Über die Grundlegende Frage, ob (insbesondere menschengemachte) Vorgänge durch statistisch begründete Modelle hinreichend genau approximiert werden kann, was uns zum Problem der Modellbildung und damit zu der Frage führt, wie groß ein Computer sein muß, der alle Informationen des Universums enthält…

      Ergo wird der Tag kommen, an welchem das System den ultimativen Kollaps erfährt. Der Tag wäre entweder, wenn 50% (theoretisch, real reichen weniger, Zeitverzögerung, Knoten, welche andere Falschinformationen verbreiten und so, „ehrliche Knoten“ haben falsche Informationen und geben diese in bester Absicht weiter) der Knoten die gleichen falschen Informationen weitergeben selbst, wenn man sich von dem vereinfachenden Algorithmus – dazu gleich mehr – verabschiedet und wirklich jeden Knoten mit jedem die Daten abgleichen läßt, denn plötzlich erhält jeder (ehrliche) Knoten genausoviel richtige wie falsche Information – ein Schattennetzwerk könnte das System also zu fall bringen. Oder der Tag wäre der, wenn das System hinreichend lang gelaufen ist sprich, eine hinreichende Zahl an Transaktionen verarbeitet wurde.

      Nun zum Rechenaufwand: Um den höchsten Grad an Schutz gegen Fehlinformation zu erreichen, müßte jeder Knoten seine Information mit jedem der anderen ohne Zeitverzögerung – das ließe sich durch einen globalen Takt erreichen, z.B. ein Abgleich alle 5 Minuten (eine Konsensfindung dürfte da ein Weilchen dauern), Zeit für die Auswertung ist ja auch noch notwendig – abgleichen. Das Ergebnis wäre ein Exponentielles Wachtum (n=1: R=0| n>1: R=2^(n-1)? ohne Overhead versteht sich) in Abhängigkeit von der Zahl der Teilnehmer/Knoten. Nun haben wir da einen Algorithmus, welcher – ich nehme mal an, durch den Einsatz von dezentralen Subnetzen – das Wachstum des notwendigen Rechenaufwands etwas reduziert, allerdings auf Kosten der Sicherheit und ich nehme an, es ist immernoch überproportional. (Antwort auf die Frage, wie groß ein Computer sein muß, der alle Informationen des Universums enthält: „Mindestens so groß, wie das Universum, bei Informationen über die Zunkunft und die Vergangenheit wäre er um ein unendliches Vielfaches größer, wenn das Universum zeitlich nicht unendlich sein sollte, dann wäre es immernoch ein unvorstellbar großes Vielfaches. Achso, plus Overhead.“, Sobald er kleiner ist, geht etwas verloren, Stichwort: Modellbildung.)

      Über die Sicherheitsfrage habe ich mich oben geäußert, jetzt komme ich zum Rechenaufwand:
      Der wächst vielleicht nicht exponentiell, aber immer noch rasant. Gibt es für diesen Algorithmus eine Asymptote , die den Rechenaufwand und damit den Energiebedarf begrenzt? Hat mal jemand ausgerechnet, wie groß der Rechen- und damit der Energieaufwand wäre, wenn der gesamte weltweite Zahlungsverkehr mit diesem System bestritten werden würde? Heute sind es wohl der Energiebedarf Dänemarks. Entspricht der Anteil des BC-Zahlungsverkehrs am Gesamtzahlungsverkehr dem des dänischen Energiebedarfs am weltweiten Energiebedarf, oder ist er vielleicht eher kleiner??? Wie groß ist der Wirkungsgrad eines solchen Abrechnungs-/Buchhaltungssystems???
      Ich habe es nicht nachgerechnet, ich habe auch keine Lust dazu (mir die notwendigen Informationen zusammenzusuchen) und ohne die notwendigen Informationen könnte ich es auch nicht. Ich gehe aber mal davon aus, daß das Ergebnis niederschmettern ist und noch viel katastrophaler, als in meinem ersten Post geschildert, dessen Kritikpunkte ich selbstverständlich unter Beachtung der Salvatorischen Klausel aufrechterhalte.

      Nachdem Sie es bisher vermieden haben, auf diese Kritikpunkte einzugehen, schließe ich mich mal Son Snow an und fordere Sie auf, sich mal sachlich zu den aufgeworfenen Fragen und Kritikpunkten zu äußern.

      Kleiner Nachtrag: Die grundlegenden Probleme mit einer nicht intrinsisch werthaltigen Währung, wie die, auf die Son Snow abzielt, habe nicht nicht explizit erwähnt, da ich der Meinung bin, daß diese so grundlegend sind, daß es sich erübrigt, damit einen ohnehin bereits langen Post weiter aufzublähen und schließe mich daher Son Snows Ausführungen uneingeschränkt an. 😉 Insbesonder der Frage: Wo soll, angesichts der oben vorgebrachten Einwände, der Nutzen für die Allgemeinheit sein?

      Gruß
      Ben

    • Nachtrag hinter dem 2. Satz des 2. Absatzes meines letzten Posts:

      Es ist die informationstechnische Entsprechung zum Versuch des Beweises eine Perpetuum Mobiles (2. Art mit Energieerzeugung und Schein-Perpetuum-Mobile), da sich das System aufgrund des Aufwands für seine Aufrechterhaltung selbst vergrößert und vernachlässigt wird, daß dazu immer von außen Energie zugeführt werden muß – das ignoriert man einfach.

    • @Son_Snow:
      Ich finde das so lächerlich. Immer kommen Sie mit dem selben Unsinn, ich hatte Ihnen das letzens bereits versucht zu erklären, versuchen Sie es wenigsten zu lesen. Argumentation hilft dort wahrscheinlich nicht, ähnlich wie bei AfD, FPÖ, NPD, welche die andere Seite durch die Wiederholung der immer gleichen falschen Argumente ermüden wollen. Inflation/Deflation ist nicht an einer Währung festzumachen sondern an der Wirtschaft, es gibt geldpolitische Maßnahmen um engegenzuwirken. Es zeigt, dass Sie nur über ökonomisches Unwissen verfügen und sich noch nie tiefergehend mit Makroökonomie beschäftigt haben, geschweige denn studiert haben. Eine Wissenschaft die nicht auf Mathematik aufgebaut ist, ist eine Pseudo- oder Normwissenschaft. Welche Wissenschaftsdisziplin beschäftigt sich den mit Währungssystemen Sie Schlaufuchs? Wir haben keine Hyperinflation, hihi, Sie wissen wirklich nicht was Sie reden…

      @Ben Blake:
      Sie haben bei Ihren Ausführungen die Kryptographie und digitale Signaturen vergessen. Die Fehler gibt es nicht, da das Eigentum an Bitcoins über das Eigentum eines privaten Schlüssels gegeben ist.

      Gibt es ein anderes Argument als den Stromverbrauch von euch? Wie gesagt, Kryptowährungen fördern die Innovationen der nachhaltigen Energieproduktion. Es gibt wohl keinen stärkeren Innovationsmotor dafür.

    • @ La Fayette Was unter den Begriff sachlicher Argumentation verstehen Sie nicht?
      Sachlichkeit heißt die Themen differenziert zu betrachten. Blockchaintechnologie =/= Kryptowährung =/= Kryptographie, die Kryptowährungszene bedient sich nur die Techniken aus den zwei genannten Bereiche. Mit Blockchain kann man z.B. andere Sachen veranstalten wie parallel in Echtzeit eine Datenbank durch x-Anwendern manipulieren. Und Kryptographie dient der Verschlüsselung der Kommunikation, ob Analog oder Digital, das einmal zu dem Technischen.

      Nun gehen wir mal das Wort Währung an. Was verstehen Sie darunter?
      Ich stelle nun ein Paar Fragen aus Sicht der Naturwissenschaft:
      Nennen Sie mir DIE „Währung“ die die Natur verwendet um das Leben zu ermöglichen.
      Nennen Sie mir eine Lebewesensart die eine eigene Form von Währung dem menschlichen Sinne erschaffen hat und aus mangelnder digitaler Weiterentwicklung ausgestorben ist.
      Was wie definiert die Physik Arbeit oder Energie?
      Was liefert die Quantenphysik für neue Erkenntnisse bzgl. Masse, Energie und Information?

      Nun zum historischen Teil:
      Nennen Sie doch mal aus Ihrer Sicht die Entwicklung der Währung ab den Zeitpunkt der Hochkulturen Ägyptens, Sumerer, Babylons. Wenn Sie die der Indus und Chinas kennen, gerne auch.

      Man muss schon die richtigen Fragen stellen, ansonsten spuckt auch der leistungsstärkste Rechner des Universiums nur die Antwort 42 heraus.

    • ja menschen sind keine tiere tolle erkenntnis 😉 bezüglich sachlichkeit: ich habe nicht im ersten kommentar den anderen als propagandist verunglimpft.

      nun zum thema geld sind mir thesen con david graeber sehr zugänglich, welche ebenfalls auf historischen gegebenheiten beruhen. geld ist buchaltung der guthuben bzw. schulden zwischen personen, nicht tauschmittel ohne das es kein wirtschaften gäbe. der anfang des geldes liegt in den schulden. früher haben diese buchhaltungen wegen vertrauen gut funktioniert, siehe zb fei lun geld. im fei lun system gibt es keine hierarchien. das moderne banken und geld system funktioniert nur auf hierarchien (m0, m1, m2,… geld). in unserer welt gibt es eben kein vertrauen, wenn es ums geld geht, deshalb muss das geldsystem sicher sein. das kann auch der beste gutmensch nicht ändern. der kapitalismus ist realität, wäre nicht so schlimm, wenn die mächtigen nicht nach belieben das geldsystem zu ihrem belieben manipulieren könnten.

      man kann jammern und schimpfem wie schlecht bitcoin ist. sehen sie nicht das es zumindest, was die machtverteilung bzw. gerechtigkeit angeht, besser ist als das bestehende? ja der stromverbrauch ist um ein vielfaches niedriger als der kosten für goldschürfung (nicht verwahrung nur schürfung)…

      nun es wäre besser sie versuchen über eigenschaften nachzudenken die ein geldsystem haben müsste, das es nach objektiven gesichtspunkten gerecht ist.

      kurze liste:
      (1) für jeden zugänglich, ohne zensur
      (2) nicht zentral, hierarchisch kontrollier und stereurbar
      (3) geldmenge ist fixiert und nicht zentral oder von mächtigen manipulierbar.
      (4) global in jedem land nutzbar (siehe nordkorea, iran, afganistan, …)
      (5) kein einfrieren von konten oder zensurierung von zahlungen etc

      schuster bleib bei deinen leisten:
      blockchain =/= kryptowährungen =/= kryptografie

      die blockchain technologie kann nur funktionieren wenn es eine kryptowährung gibt, welche als insentive für die aufrechterhaltung dieser vergeben wird. na und kryptografie ist ned verschlüsselung, sonder viel mehr. schauen sie cypherpunks, kryptoanarchismus, kryptokommunismus, etc. das ist mehr eine überzeugung bzw politische haltung…

      die wichtigsten kenntnisse der kryptografie sind meist von cypherpunls, sie diffie, hellman, shamir, adelmann, … auch moxie marlonpike…

      und letztens meinten sie tor ist von der cia erschaffen worden. bitte ned, roger dingledine hat bei der navy gearbeitet und das onion protokoll entwickelt, ja und?

      als historisches beispiel würde ich die rai steine empfehlen, falls sie blockchains noch nicht verstanden habe, die sind metaphorisch das selbe .

      ich weiß nicht was ihre fragen von physik erc damit jetzt was zu tun haben? das kann i ned nachvollziehen…

    • @La Fayette: „Sie haben bei Ihren Ausführungen die Kryptographie und digitale Signaturen vergessen. Die Fehler gibt es nicht, da das Eigentum an Bitcoins über das Eigentum eines privaten Schlüssels gegeben ist.“ Kryptographie und digitale Signaturen haben mit den von mir angeführten Punkten nix zu tun. Das ist so, als ob Sie sagen „Das Auto kann den Unfall nicht gebaut haben, weil da hinten, einen Kilometer weiter eine Straßenbahn um die Ecke gefahren ist“ oder „Nachts ist es kälter als draußen“ – es hat einfach überhaupt nichts damit zu tun. Es geht hier nicht um die Frage, ob jemand einen Bitcoin klauen kann, sondern darum, daß das ganze System anfällig ist, denn genau darauf läuft das Problem des Byzantinischen Fehlers hinaus – gleichberechtigte inkonsistente Daten und wenn das System platt ist, dann nutzen mir auch meine digitalen Signaturen nix mehr, na gut, ich kann sie noch ausdrucken, einrahmen und an die Wand hängen, das war es aber auch schon. Das ist so, als ob ein Staat eine Währungsreform ohne Umtauschrecht der alten Währung veranstaltet – die ist dann noch gut, um den Hintern abzuwischen… Wenn es so wäre, wie sie sagen, dann müßte man sich um den Byzantinischen Fehler keine Gedanken machen.

      Unsere Kritik geht weit über die Frage des Stromverbrauchs hinaus, was Sie aber aus Gründen, welche ich nur vermuten kann, einfach ignorieren. Sie machen einfach Strohmänner draus, mal einen sichtbaren und mal einen unsichtbaren, weigern sich aber, auf die Punkte explizit einzugehen. Stattdessen bringen Sie weitere (bestenfalls) Halbwahrheiten und Nebelkerzen, welche schon wieder einen Roman als Antwort rechtfertigen würden, aber dafür ist mir einfach meine Zeit zu schade…
      Sind sie nicht in der Lage, unsere sachlich begründeten Einwände als solche zu erkennen und adäquat auf diese einzugehen?

      Gut, auf einen Punkt einzugehen, kann ich es mir nun doch nicht verkneifen:
      „(1) für jeden zugänglich, ohne zensur
      (5) kein einfrieren von konten oder zensurierung von zahlungen etc“
      Das ist aber auch geträumt, oder? Wenn es denen nicht paßt, dann lassen die die Provider weltweit ein paar Ports und Protokolle sperren, lassen die Software von Antivierenprogrammen und Betriebssystemen blacklisten und aus is, eine Währung, die keiner mehr annehmen kann – sprich, die man nicht mehr Handeln kann, weil es keinen entsprechenden Marktplatz mehr gibt – ist wertlos… Und wenn man von mächtiger Seite der Meinung ist, daß das notwendig ist, dann machen die das früher oder später.

      Gruß
      Ben

    • Vielen Dank an Alle für die Argumente! Mein Problem ist erstmal alleine auf der rein ökonomischen Ebene, und zwar: (3) geldmenge ist fixiert und nicht zentral oder von mächtigen manipulierbar.

      Genauer: Der erste Punkt, der wohl eine „begrenzte“ und damit keine „potenziell unendliche“ Geldmenge meint. Das Problem, weswegen es überhaupt das gegenwärtige Kreditgeld gibt, ist doch dass das primäre Ziel des Kapitalismus für den Kapitalisten darin besteht, aus seinem schon vorhandenen Geld mehr Geld zu machen; -und zwar möglichst unendlich mehr.

      Während unser Geldsystem dies dadurch kompensiert, dass „einfach“ mehr Schulden gemacht werden, mit all den bekannten Folgen, stößt jede Begrenzung der Geldmenge auf das Problem dass dem System langfristig das immer wertvoller werdende Geld ausgeht, da dieses selbstvermehrt und gebunkert wird, bis es sich schließlich komplett und exklusiv in den Händen Weniger befindet.

      Man kann dann selbstredend immer noch eine weitere Kryptowährung aufmachen; diese Fiat-Währung ist aber dann wieder genauso willkürlich („manipulativ“) und im kleinen Kreis (im Vergleich zur Weltgemeinschaft) von Nerds („demokratisch“ :D) beschlossen worden wie Bitcoin auch schon, solange es sich noch in seiner „heißen Ponzi-Phase“ befindet (der „Wert“ bemisst sich nämlich erstmal durch die jeweils später ins System Einsteigenden, also a posteriori, die die Krypto z.B. nicht auf ihrem Rechner geschaffen haben) , und noch nicht „allgemeingültig“ ist . (Solange es das nicht ist, ist es übrigens eher elitär und gerade nicht im handelsüblichen Sinne demokratisch)

      Zudem entspricht eine jeweilige „subversive“ Neuauflage, um dem „Problem des knappen Geldes“ doch noch zu entkommen, letztlich wieder genau dem, was Banken auch tun; -nur eben mit dem wohligen Gefühl, dabei am eigenen Rechner zu sitzen, möglichst jeder übergeordneten Kontrolle entzogen zu sein, mit Anderen gegen das System zu sein, und Avantgarde spielen zu können.

      Eigentlich müsste man erstmal sagen: “ Man kann Menschen mit Bereicherungsintesse haben, oder eine fixe Geldmenge; – aber nicht Beides!“

      Außerdem finde es in diesem Zusammenhang faszinierend, wie mit den Begriffen „Endlich-Unendlich“ im jeweiligen Kontext umgegangen wird.

      Die unendliche menschliche Gier (auf einem endlichen Planeten) ist offensichtlich kein Zielkonflikt zu einer fixen Geldmenge; der ebenfalls (wie es den Anschein hat) potenziell gegen Unendlich gehende Stromverbrauch (auf selbigem endlichen Planeten) anscheinend ähnlich wenig.

      Der gemeinsame Nenner ist übrigens, zumindest von Außen betrachtet, dass Bitcoin leider nur eine weitere Möglichkeit ist, die unendliche Gier, zwangsläufig auf Kosten Anderer (ebenfalls Gieriger) und auf Kosten der Umwelt, zu befriedigen; – das Geschäftsmodell Gewinne internalisieren (privatisieren) , Verluste externalisieren ( sozialisieren).

      Allerdings nicht von der Spitze der Pyramide aus.

      – Sondern als AnCap Crystal Meth- Guerilla (Walter Whites perfekte Formel! :D) im Nakamoto- Heisenberg- Style:

      „Crystal Blue Persuasion“…

    • @ La Fayette
      Wenn Sie die Bibel wörtlich nacheifern wollen, dann haben Sie mit Ihrer Aussage „Menschen sind keine Tiere“ recht.
      Gemäß der Naturwissenschaft der Biologie zählen Menschen zu den Wirbeltieren, darunter zu den Säugetieren usw.
      Also im Bereich der Biologie kennen Sie sich nicht aus,
      dann beantworte ich Ihnen mit einen Beispiel aus der Natur wie sie den Austausch von Energie, was letztendlich im groben Sinne ein Währungssystem darstellt, bewerkstelligen. Zucker bzw. Glukose oder Stärke. Engeres Beispiel ist die Symbiose zwischen Bäumen und Pilzen und Bakterien. Darauf der Hinweis auf die ökologischen Intelligenz, Baume bevölkern seit ca. 500 Mio. Jahren erfolgreich diesen Planeten. der homo sapiens geschätzt 7 Mio. und der moderne Mensch erst 200.000 Jahren. Als Naturwissenschaftler interessiert mich schon diese ganzen Zusammenhänge und zwar warum sind Bäume erfolgreicher ohne ein „Währungssystem“ basierend auf Buchhaltung, Schulden oder Kryptowährung. Weil weiterentwickelt haben sie trotzdem in dieser langen Zeitspanne.

      Bzgl. David Graebers Aussagen, die für mich keine Thesen sind, sondern historische Aufarbeitung und zwar logisch und verständlich ausgearbeitet. Dabei werden zentrale Fragen gestellt, Was ist Schuld?Wem bin ich etwas schuldig? Wie und in welcher Form kann diese Schuld beglichen werden? Kann diese Schuld, wenn diese existiert, überhaupt jemals beglichen werden? Diese Fragen wurden jeher von unterschiedlichen Hochkulturen oder kleine Stämme versucht zu beantworten, da die damaligen Hochkulturen Heute nimmer existieren, außer ihre Hinterlassenschaften, schließt man daraus, dass sie diese nicht beantworten konnten.

      Das Stichwort Vertrauen nannten Sie, aber finden keinen Zusammenhang, das ist allzu traurig.
      Für eine erfolgreiche Weiterentwicklung bzw. Fortbestand der Menschen bedarf es allein eine enge Beziehungsstruktur und zwar nur zwischen Menschen das auf Vertrauen basiert. Sehen Sie den Widerspruch zwischen Vertrauen und Kryptowährung nicht?

      Ich weiß nicht welche Stoßrichtung der sog. „Wirtschaftswissenschaften“ sie anstreben. Aber selbst mittels der Mainstream Ideologie, sind Ihre Ansichten so widersprüchlich. Effizienz ist Ihnen völlig egal, also optimale Resourcenausbalancierung (Ja die Stromverschwenung ist gemein). Deflation ist Ihnen auch völlig egal.
      Selbst dieses unsägliche Argument von „Angebot und Nachfrage“ ist so hirnrissig, weil das Angebot absichtlich verknappt wird und die Nachfrage aber auch nicht gravierend steigt, lediglich der Preis ist exorbitant angestiegen bzw. zweitweise unabhängig von den beiden genannten Faktoren, signifikant abgestürzt. Alles Widersprüche die Sie nicht gewillt sind einzugehen oder aufzubrechen.
      Was wollen Sie den mit dieser Entwicklung von Kryptowährungen erreichen? Nennen Sie bitte nicht die Predig von „die Macht der Zentralbanken brechen“.

      Bzgl. Physik, da sollen Sie sich den Thema der „Heisenbergsche Quantenverschränkung bzw. „Einsteinsche spukhafte Fernwirkung“ widmen; Forscher am CERN haben schon den Nachweis erbracht und einige Forschen bereits wie man diese für die Verschlüsselung von Daten anwendet und somit auch die Kryptographie revolutioniert. Das wesentlich viel interessanter.

    • @Ben Blake:
      Von Ihren langen Ausführungen kann ich auch nach mehrmaligem lesen nicht alles nachvollziehen. Die Diskussionen sind wahrlich langwierig, nun denn ich werde zumindest an dem Punkt wo ich Sie verstanden habe etwas anmerken:

      Sie gehen davon aus, dass irgendwelche Mächtigen Bitcoin ausschalten könnten, die Methoden die Sie erwähnen sind: Antivirensoftware, blacklisting, Ports schließen, Provider können etwas verhindern etc pp.

      Nun ich denke man mehrere Aspekte betrachten sollte:
      (1) Bitcoin ist ein globales Phänomen, das in allen Ländern der Erde bereits genutzt wurde (auch in Nord Korea), einige Länder zB Japan haben Bitcoin als offizielle Währung anerkannt. In der Schweiz zB wurde sogar das Kryptovalley ausgerufen. Ebenfalls gibt es in der US Politik starken Support, zB von Ron Paul. Erwähnenswert vlt auch Österreich, da ich ja dort lebe: https://www.blockchain-austria.gv.at. Meiner Meinung würde der Austausch von Daten unter das Recht auf freie Meinungsäußerung fallen, weiß ich nicht. Jedenfalls gibt es genügend Länder in welchen langfristig Bitcoin Software betrieben werden kann. Es würde ja ein Land reichen, welches ans Internet angebunden ist.
      (2) Sperrung von Datenkommunikation im Internet. Nun hier könnte man sich viele Methoden vorstellen, wie versucht werden könnte Datenpakete die relevante Nachrichten für das Bitcoin Protokoll enthalten, sperren zu versuchen. Im gleichen Moment muss klar sein, dass dies nicht zielführend ist und nicht funktioniert. Hierfür gäbe es 1000e Variante (siehe chinesische, türkische, iranische Hacker, great Firewall etc) diese Sperren zu umgehen. Als einfachstes Beispiel könnten Methoden der Steganographie angewandt werden. So könnte man das Bitcoin Protokoll in Chat Nachrichten, Bildern, Audiodaten, Word-Dokumenten verstecken. Technisch wird es keine Möglichkeit geben Bitcoin abzuschalten, AUSSER: das Internet wird abgeschalten!

      Bitcoin abzuschalten ist schlicht nicht möglich, vgl auch die Versuche Bittorrent abzuschalten 😉

    • Es ist nicht so, daß man Bitcoin abschalten kann und das war’s. Da würde ein Wettlauf entbrennen wie zwischen Dopern und Dopingtestentwicklern. Die Software samt Quellcode des Systems ist allen frei zugänglich, d.h., wenn dort Mechanismen eingebaut werden, um Sperren zu umgehen, dann wird man sehr schnell darauf zugreifen und reagieren können…
      Und die internationale Netzstruktur liegt in der Hand weniger Konzerne. Wenn die sich einig sind, daß sie in Bitcoin etwas unerwünschtes sehen, dann schalten die ab.
      Sie wiegen sich in einer trügerischen Sicherheit…
      Und wenn es erstmal Quantencomputer (Es gibt Leute, dioe behaupten, in einigen Jahren wäre es so weit, allerdings behaupten die das auch schon seit ein paar Jahren mehr 😉 ) gibt, dann können sie eine kryptographische Währung nach heutigen Standards ohnehin vergessen, weil die Verschlüsselungsverfahren nutzlos geworden sind.

      Nebenbei hatte ich dieses Wochenende die Gelegenheit, dazu jemanden zu befragen, der sich richtig damit auskennt, und er sieht in der Blockchain-Technologie ein wirksames Verfahren für etliche Probleme der vertrauenswürdigen dezentralen Archivierung, Buchführung und so weiter, weniger aber für ein Währungs/Abrechnungssystem. Zwar wächst die Blockchainlänge langsamer, als notwendige Rechenleistung bezogen auf die Energie, da die Rechenleistungseffizienz stetig stärker wächst, dennoch hat er eingeräumt, daß der Energieverbrauch durch die Transaktionszahl irgendwann exorbitant groß werden wird und hat daher den Energieverbrauchseinwand als gerechtfertigt angesehen. Auch, daß eine Restwahrscheinlichkeit besteht, das System durch einen koordinierten Angriff zu täuschen – das Problem der Byzantinischen Generäle halt. Das Verschlüsselungsverfahren gilt darüberhinaus seit fast 10 Jahren als sicher, aber keiner weiß, was die Zukunft bringt, es wäre nicht das erste, welche irgendwann nicht mehr sicher ist…

      Damit betrachte ich die Diskussion als beendet, weitere Einwände bezüglich des Währungssystems an sich bestehen ebenso, wozu sich etliche Währungs-Spezialisten bereits zur Genüge geäußert haben…
      Fazit: Spielen Sie weiter, sie werden schon sehen, wohin das führt…

      Gruß
      Ben

    • @Ben Blake:
      Es wird zusehens lächerlich 😉 Sie verbreiten Verschwörungstheorien und haben keine Ahnung 😉

      2 der Bitcoin Core Entwickler haben unlängst einen Bug in der OpenSSL Bibliothek gefunden und gelöst, die für die Sicherheit der gesamten verschlüsselten WWW Kommuniktaion verantwortlich ist. Auch des gesamten Onlinebankings. Die Aussage das durch die Einführung von Quantemcomputern Kryptowährungen eine Ende hätten, strotzt von solcher Dummheit und zeigt das überhaupt nichts wissen. Das aktuelle WWW und die genutzte Verschlüsselung ist vielfach anfälliger als Bitcoin gegen Brute-Force Entschlüsselungsversuche von Quantencomputern. (1) Verkennen Sie den Aspekt das Bitcoin kein statisches System ist, sondern ständig in Weiterentwicklung ist, von einigen der Brilliantesten Informatiker, Mathematiker, Kryptographen, Ökonomen, etc der Welt. (2) Es gibt Post-Quantum Kryptografie und die Angriffsmöglichkeiten von Quantencomputern auf das Bitcoin Netzwerk sind limitiert, es wird ja bereits ständig versucht das Bitcoin Netzwerk anzugreifen mit allen Mitteln, aber schlägt fehl.

      Das Argument Bitcoin NEIN, aber Blockchain ist super, zeigt das vollkommene Unverständnis über diese Technologie. Blockchains können nur mittels einer Kryptowährung existieren, sonst sind es einfach Datenbanken. Vollkommener Humbug was Sie verbreiten, total Zwecklos hier zu diskutieren…

    • Da hat jemand den Kommentar, daß ich die Diskussion als beendet betrachte, zum Anlaß genommen, um nochmal so richtig in die Kommentare zu durchfallen. Und wenn wir nicht mehr weiterwissen, dann können wir immernoch die VT-Karte ziehen. Der VT- ist der neue Nazivergleich, ich verweise dazu auf Goswin’s Law…

      Lassen wir das Thema Quantencomputer mal außen vor, was und da bevorsteht – ich hätte die Ironie nicht mit einem 😉 verstecken sollen – weiß heute niemand.

      Blockchain bedeutet, daß zu einem Dateneintrag jede Änderung (z.B. ein Besitzerwechsel) mit einem kryptographischen Schlüssel versehen wird und die gesamte Historie forgeschrieben wird. Die Verarbeitung und Speicherung erfolgt dabei dezentral und mehrfach gleichzeitig auf verschiedenen Rechnern. Das ist ein System, was sich für jede Art der vertrauenswürdigen Archivierung, z.B. ein Grundbuch verwenden läßt. Der Unterschied ist da, daß nicht alle paar Sekunden oder meinetwegen alle paar Tage eine Änderung eingetragen wird. Da die gesamte Historie fortgeschrieben wird, wächst die Chain beständig weiter, in diesem Falle aber relativ langsam. Und wo ist für diesen Anwendungsfall nochmal die Kryptowährung, ohne die Blockchain nicht „existieren“ kann? Wach auf, es ist nur eine dezentrale Datenbank, und die läßt sich für 1000 – in Worten: tausend – verschiedene Anwendungen einsetzen, von denen eine Kryptowärung nur eine einzige ist.

      Du solltes Dir dringend Medikamente für dein Darmleiden besorgen, damit Du nicht noch weitere Kommentarbereiche beschmutzt. Jeden weiteren Kommentar Deinerseits betrachte ich als dummes Rumgetrolle – ich bin dann mal weg…

      Over and Out
      Ben

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