Wer zuerst schießt, stirbt als zweiter

Die Türkei überfiel den Nachbarstaat Syrien, um dort ansässige Bewohner/innen zu verjagen, da es sich dabei um viele Kurden handelt, die Erdogan immer wieder ein Dorn im Auge sind.

Von Bernhard Trautvetter.

Sie will dort Flüchtlinge „zurückbringen“, die dort nie gewesen sind. Sie verlangt von den Nato-‚Partnern‘ Rückendeckung. Dann passiert etwas Verblüffendes: Die Regierungstruppen des überfallenen Landes setzen militärische Mittel gegen den Aggressor ein. Der verlangt nun Hilfe von seinen Bündnispartnern, sonst lässt er das Flüchtlingsabkommen mit der EU platzen. Diese Erpressung war von Anfang an Selbstbetrug derer, die versuchten, wie die Rechten in der EU aus der Bekämpfung von Fluchtursachen eine Bekämpfung von Flüchtlingen zu machen, da diese Kräfte vielen etablierten Parteien Stimmen abluchsten.

Das war so ähnlich, wie Anfang der 1990er Jahre, als die Koalitionsregierung Deutschlands mit Unterstützung von Teilen der Opposition das Asylrecht quasi abschaffte, nachdem es rassistisch motivierte Brandanschläge und Dutzende Tote zu beklagen waren. „Zwischen 1990 und 1992 kam es in Deutschland gehäuft zu rechtsextremen Gewalttaten. Allein für 1990 verzeichnete die Amadeo Antonio Stiftung insgesamt sieben Todesopfer rechtsextremer Gewalt. 1991 sind es acht Opfer. Das Jahr 1992 forderte 27 Tote.

Am 26. Mai 1993 verabschiedete der Bundestag den sogenannten „Asylkompromiss“.“ (1) Jetzt hatte praktisch nur noch ein Flüchtling, der irgendwie aus der Luft nach Deutschland kam oder als blinder Passagier per Schiff Aussicht auf Asyl, wegen der neu eingeführten Regel über sichere Drittstaaten. Jeder Nachbarstaat Deutschlands ist ein sicherer Drittstaat.

Auf diesen Akt der Bekämpfung von Rassismus durch die Übernahme und Erfüllung von Forderungen von „Ganz-Rechts“ folgte die weitere Stärkung des Rassismus. Das zeigte sich vor allem ab 2015, als die gleichen Kräfte und ein bis weit in die sogenannte „bürgerliche Mitte“ reichendes Umfeld von Rechtsbruch sprachen. Sie taten das nicht wegen Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz, nicht wegen der Verstöße gegen das Völkerrecht bei den beschönigend „Einsätze“ und „Mission“ genannten Kriegsaktionen der Bundeswehr, sondern sie taten das im Angesicht der großen Zunahme von Flüchtlingstragödien weltweit, in Europa und auch in Deutschland. Letzteres konnten sie unter Bezug auf den sogenannten „Asylkompromiss“ tun.

Natürlich muss die Sozial- und Tarifpolitik, die Wohnungs- und Bildungspolitik schützend für alle Bedürftigen reagieren, was in der Folge nicht adäquat oder gleich gar nicht geschehen ist. Die Kälte des Neoliberalismus betrachtet von ihnen so genannte „Leistungsempfänger“ als Minderleister und förder sie nicht, sondern übt „Repression“ unter dem Begriff „Fordern“ aus.

Nun hat die Türkei den EU-Flüchtlingsdeal platzen lassen. Die Nato hat schon Solidarität mit der Türkei bekundet, weil die Armee Syriens einen Schlag gegen den Aggressor durchgeführt hat.

Wohlgemerkt: Auch diese Gewalt ist Öl ins Feuer, sie bringt Leid und Tod, sie bringt die Lage einen Schritt näher an den Abgrund einer Konfrontation zwischen Atommächten der Nato und Russland.

Dies festzustellen ist das eine. Das andere ist, dass die Türkei und ihre Nato-Partner etwas kritisieren, womit alle Seiten gerechnet haben müssen. Die westliche Propaganda spricht nun von Truppen des Machthabers Assad, das meint die von der UNO anerkannte Regierung des Landes. Die Türkei spricht nun von Vergeltungsschlägen, da ihre Soldaten innerhalb Syriens angegriffen wurde.

Sie hatte schon länger die für ihre Brutalität berüchtigte Mujaheddin unterstützt, gegen die die syrische Regierung vorgeht.
Die Eskalation der Gewalt auf allen Seiten fördert das Elend und steigert auch die Anzahl von Fliehenden. Nun, da die Türkei die Tore nach Europa für diese Menschen durchgängig gemacht hat, werden sich auch in der EU die innenpolitischen Spannungen wieder forcieren (lassen).

Einen Ausweg kann es nur geben, wenn den Waffenproduzenten und -händlern von Produkten aus Fabriken im Westen, auch in Deutschland das Handwerk und die Handelswege trocken gelegt werden.

Die Menschheit hat zu viele Probleme zu bewältigen, die Ausmaße annehmen können, deren Bewältigung sonst menschliche Fähigkeiten übersteigt.

Krieg lenkt davon ab, Rassismus entsprechend auch. Die Legitimationsmärchen der Militaristen, sie bomben den Frieden herbei, haben sich immer als das erwiesen, was sie sind. Kriege enden nicht im Frieden.

Die Menschheit hat nur eine gemeinsame Zukunft oder keine.

Ich weiß, wovon ich spreche: Die USA haben nach des ehemaligen Kanzlerberaters Michael Steiner auch einen Atomschlag gegen Afghanistan erwogen. (2)

Das Problem auf einen Heißsporn im so genannten „Weißen Haus“ zu reduzieren, ist Sand in den Augen.

Die Forderungen der EU-Militaristen, auf den US-Präsidenten mit einer EU-Armee zu reagieren, dies auch noch inklusive eines nuklearen Schirms aus EU-Hand – besser passt hier statt Schirm das Wort „Leichentuch“ – all diese Eskalationsalpträume zeigen:

Es geht hier nicht um einzelne Personen, die man durch bessere austauschen sollte. Es geht hier ums System.

Der französische Sozialist Jean Jaurès traf in diesem Zusammenhang den Nagel mit dieser Einschätzung auf den Kopf: „Der Kapitalismus trägt den Krieg in sich wie die Wolke den Regen.“

Ich ergänze: Ohne Frieden kippt das Klima. Dies schon weil der nukleare Winter nach einem Atomkrieg droht, der es bewirkt, dass es am wärmsten Ort im Sommer mittags unter null grad ist, weil die Flugasche der Verbrennungsabgase die Erdatmosphäre verdunkelt, sodass die Sonne nicht durch kommt.

Den Militärs die Nuklearmacht aus der Hand schlagen, das ist die erste Priorität der Friedensbewegung, da nun Nuklear-Rüstung auch nach Deutschland kommen soll, die den Atomkrieg, also das Ende wahrscheinlicher und näher bringen. Die Systeme unter dem Namen B 61-12 sind in der Sprache der Militärs gebrauchsfreudiger. Das wäre es dann. Der Präsident der Sowjetunion Nikita Chruschtschow sagte einst: Im Atomkrieg stirbt der als zweiter, der als erster schießt. (3)

Die Kräfte des Friedens und damit der Zukunft haben die Aufgabe, diese Rechtsbrüche zu verhindern

Quellen:

(1) Bundeszentrale für politische Bildung, 24.5.2018 – https://www.bpb.de/politik/hintergrund-aktuell/161980/brandanschlag-in-solingen

(2) https://www.abendblatt.de/vermischtes/article205615207/USA-erwogen-offenbar-Atomschlag-nach-11-September.html

(3) https://nrw-archiv.vvn-bda.de/texte/1518_japcc_jw.htm

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Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

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Bildhinweis: ymphotos / Shutterstock

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23 Kommentare zu: “Wer zuerst schießt, stirbt als zweiter

  1. "Das Römische Reich war fremdenfreundlich. Doch Einwanderer ließen sich nur in überschaubarer Zahl integrieren. Das Machtgefüge verschob sich. Den Fremden blieb das Reich fremd – trotzdem übernahmen sie die Macht."

    faz.net/aktuell/politik/staat-und-recht/untergang-des-roemischen-reichs-das-ende-der-alten-ordnung-14024912.html

    Integration und ähnliche Konzepte sind gegen die menschliche Natur. Warum auch immer, ich weiß es nicht.

    Vielleicht wäre es schöner, wäre es ganz anders. Isses aber nicht und wird es auch diesesmal nicht werden.

    Wie nennt man es, wenn der Wiederholung des Immergleichen Chaos das Wort geredet wird?

    Fahrig, zynisch, gar hundsgemein?

    • Ausgerechnet vom Zentralorgan des Kapitals -FAZ- einen konservativen Kronzeugen heranzuziehen, das ist sicher zu wenig, um die eigene Weltsicht abzusichern. Wie auch in der aktuellen Situation sind die Probleme icht monokausal zu erfassen oder zu lösen.
      Der Zusammenbruch Roms ergab sich aus einem Mix vieler Prozesse, nicht im Wesentlichen aus der Migration, sondern – ähnlich heute – stärker nich aus den Kriegen. Hunnen drangen von Osten her vor. Andere Völker gingen das Römische Reich von Westen her an. Die Teilung des Reiches in West- und Ost-Rom brachte weitere Probleme, und sie drückt für sich schon innere Spannungen als Problem aus.
      West-Rom hattedann reiche Provinzen an angreifende Stämme verloren, 'Africa' musste verstärkt 'foederati' für seine Truppen Hilfstruppen aus den romanisierten germanischen Stämmen anwerben. Sie waren immer weniger zu kontrollieren als die eigenen römischen Truppen. Im 5. Jahrhundert übernahmen sie die Herrschaft in Italien.
      Den Untergang Roms kann man ohne das Unrecht der Sklavenhaltergesellschaft nicht erklären: Sklaven, die wie Sachen Besitz waren, begehrten zunehmend auf; am Ende lebten 300 000 von Ihnen alleine in der Hauptstadt des Reiches. Das alles (Kämpfe von außen her und Aufbegehren von innen her) ließ sich nicht mehr kontrollieren.

    • Oder halt so:

      tichyseinblick.de/kolumnen/alexander-wallasch-heute/polizeiliche-kriminalitaetsstatistiken-pks-2019-straftaten-von-zugewanderten-besorgniserregend-hoch/

      Möge jeder selbst einschätzen, wem das nützt.

      Ach, ich vergaß, wir sind heir ja nur zu Dritt.

    • Herr Tichy sieht auch keinen Zusammenhang zwischen dem Klima gegen Menschen, die zur Zielgruppe (nicht nur) des Hanauer Mörders zählen, und der Tat, die sich in eine Reihe weiterer Anschläge gegen Angehörige ähnlicher Zielgruppen (v.a. Juden, Moslems) einreiht. Aber das sind ja immer Taten von ver(w)irrten Einzeltätern. So viel zu Wahrnehmungsdefiziten. Lassen wir das. Es hat keinen Zweck. Wer nicht sehen will, das aber anderen vorwirft, dem sage ich: Die größten Kritiker der Elche sind häufig selber welche.

    • In der Regel sind es Taten von Irren, den Diensten oder eben jene benannte Gruppe.

      Der organisierte Naziterror ist doch eine Chimäre in IHrem Interpretationsgefängnis.

      Der Chemnitznazi mit dem entsprechend verbotenen Armgruß hatte doch selbst ein Tatoo, das ihn dem linken Spetrum zugeordnet hat.

      Gerade der V-Schutz in Thüringen unter ROT und Herrn Kramer wird in Sachen Infiltration doch eher für das eigene Lager arbeiten.

      Sind Sie so naiv oder haben Sie nur nicht richtig recherchiert? Oder lügen Sie bewusst?

    • Ich rede nicht von 'organisiert…' Das ist wieder eine der Unter-Stellungen, die mehr über andere als über mich, den Angegriffenen sagen.
      Die drei Alternativen in Ihrer abschließenden Frage mit der unausgesprochenen Unterstellung, ein Punkt davon muss zutreffen, sagen mir: Ich ziehe mich besser daraus endgültig zurück. Habedurch die Mischung von Person und Sache (ist immer ein Zeichen inhaltlicher Unsicherheit) schon viel unter die Gürtellinie erlebt und mich trotzdem um Austausch über Inhalte bemüht. Brotlose Kunst ist für niemanden befriedigend. Das wars dann in diesem Zusammenhang.

    • anti-spiegel.ru/2020/wie-das-russische-fernsehen-ueber-die-lage-an-der-griechisch-tuerkischen-grenze-berichtet/

      Vielleicht erweitert ja ein Blick auf eine russische Sichtweise ihren Horizont.

  2. Ich nehme da beim Autoren dieses Textes ein starkes Realitätsdefizit wahr. Ich erinnere nur daran, wie er sich damals auf die massenmedial erzeugten Hetzjagden von Chemnitz gestürzt hat – einfach weil das zu seinem Narrativ und zu seiner Agenda gehört. Er hat bis heute nicht eingestanden, daß er sich darin geirrt hat.
    Und über Köln, wo vor kurzem, anders herum, ca. 350 Goldstücke Hetzjagden auf ihre Gastgeber gemacht haben – dazu wird er schweigen wie ein Grab. Denn das paßt nun eben nicht zu seinem Scheinnarrativ.
    Realitätsverlust und das Bedürfnis, diese Welt zu verlassen. Da ist ein starker Selbstvernichtungs-, ein starker Todeswunsch zu erspüren..
    Aber auch eine Form von Rachebedürfnis an den Herzlosen und Reichen. (Resentment)
    Wer glaubt, er könne zeit seines Lebens 50% der Äußerungen desselben unterdrücken und sich in einer dualen Welt dauerhaft und ausschließlich auf die positive Seite schlagen – der dürfte, bei sich selbst und in seinem familiären und näheren Umfeld – so lange einen Schicksalsschlag nach dem anderen erleben und miterleben müssen, bis er die Lektion gelernt hat. Es ist diese innere Dissoziation, diese Abspaltung von den eigenen Schattenanteilen, die so gefährlich ist.
    Bösartige Energien dürften sich in seinem Umfeld manifestieren, da er sie in sich verleugnet.
    Er wird den Schatten, den er auf den politisch Andersdenkenden projiziert so lange um die Ohren gehauen bekommen, bis er anfängt, zu verstehen. Wirklich, tief, zu verstehen.
    Diese weit verbreitete Meinung, man müsse nur genügend Dunkelheit und Leiden umarmen – es kann ja gar nicht genug sein, am besten das von allen – und dann, hokuspokus dreimal schwarzer Kater – kommt irgendwie das Licht daraus hervor. Der wird sich übernehmen und krank werden. Oder er ist es schon längst und kann gar nicht mehr frei denken. Merkt es bloß noch nicht.
    Die weibliche Haltung der Welt gegenüber – in Liebe umarmen, was kommt – muß mit Vernunft einhergehen.
    Und sie muß die männliche Haltung des Zurückweisens, Abschneidens und Begrenzens an ihre Seite rufen, sonst geht sie unter.

    Jeder, der will, darf natürlich gerne gehen.
    Aber er mute uns nicht zu, das Leben ebenso zu sehen wie er. Manche haben noch Freude und leben gern.
    Er mute uns also bitte nicht zu, uns seinen gutmenschlich destruktiven dissoziativen Realitätsverlust von ihm überstülpen zu lassen und diese Vergewaltigung auch noch gut zu heißen.

    Danke Milchgesicht für Ihren Einsatz.
    Ich wollte mich hier eigentlich gar nicht mehr melden.

    Es gibt einen Punkt, von dem ab die Menschen nur noch sich selbst hören können.

    • Chemnitz so zu sehen, wie es Herr Maaßen getan hat, ist das eine. Anderen, die den eigenen Blick nicht teilen, Wahrnehmungsdefizite zuzuschreiben, das nehme ich zur Kenntnis. Diese Position dann auch noch unbeirrt von dem entgegenstehenden Berichten durchzuhalten, das wirft Fragen an die Wahrnehmung auf.
      Zu Chemnitz selber: Die Polizei kommunizierte im Zusammenhang mit diesen Ereignissen wie folgt: "Zu dieser Zeit kam es am Bahnhofsvorplatz schon zu Handgemengen: 'Zwei Personen mit Eisenstangen am Bahnhofsvorplatz in Richtung Brückenstraße unterwegs.' Die vor Ort agierenden Polizisten fragten gegen 20.30 Uhr im Einsatzstab nach, welche Maßnahmen sie ergreifen sollen, wenn der Hitlergruß gezeigt wird. Antwort der Zentrale: '1. Beweissicherung, 2. Strafverfolgung, 3. Einschreiten vor Ort nur bei Nichtgefährdung des Gesamteinsatzes.' " Soweit dies laut frontal21 (zdf) vom 11.09.2018.
      Ich habe nicht geschrieben, dass es von anderen Kräften als den erwähnten keine Gewalttaten gab/gibt. Ich habe hier lediglich den Zusammenhang aufgezeigt, dass politische Entscheidungen in diesem Land in einem bedenklichen Zusammenhang entstanden sind und dass sich die Kritik an der Politik seither auf Gesetze bezieht, mit denen die Regierungsmacht und weitere parlamentarische Kräfte rassistischem Terror nachgegeben haben, um ihm das Wasser abzugraben. Das Ergebnis ist bekannt.

    • GGesara, was hat er jetzt schon wieder? Den verstehe, wer will. Diese Altlinken, nene. Finden einfach den Rückwärtsgang nicht. Manchmal geht es auch nach vorne ins Verderben. Aber heh, rückwärts nimmer, steht doch schon in der Bibel für die ohne eigenen Mumm, selbst korrigierend zu denken. Marx bleibt Marx, da hilft auch keine Realität, keine Intuition. Ihr seid ja noch toter als der Vatikan nie war.

      Unten der krude versuch, Kommunismus mit Auschwitz zu vermengen und dadurch zu entlasten. Also dreist und billig im Endstadium. Ist vermutlich so eine Art Kommunismus black friday super sale. Alles muss raus.

      Irgendwie schon erbarmungswürdig, wenn man immerzu alles passend machen muss. Was eine mentale Eisenbiegerei, muss das anstrengend sein, permanent alles einzupassen und -spannen.

      Immer muss bei allem am Ende der Kapitalismus schuld sein. Vermutlich auch an Corona. Oder an der Wettermanipulation. Sogar dem Kalten Krieg.

      Aber an einer Sache sicher nicht. Sie ahnen es bereits, dem Kommunismus selbst, der Mutter aller Psyops! Die hat der dicke Mann mit Mart im Herzen des Empires ganz unbehelligt vom mächtigsten Apparat der Geschichte verfasst.

      Wer das glaubt, wird sicher nicht selig. Jede Wette.

      Der K. ist rein wie vom Weißen Riesen höchstselbst gewaschen. Oh, da lauert er schon, der Rassismusvorwurf.

      Gesara, nicht jeder Zitronenfalter kann Zitronen falten. Und ähnlich ist es mit Witzfiguren.

      Ich lache dennoch!

    • Meine Antwort auf diesen Form von 'Humor', auf diese Form von 'Vernunft':
      Ich zitiere: "Es gibt einen Punkt, von dem ab die Menschen nur noch sich selbst hören können."
      Ab dann erübrigt sich jedes weitere Wort.

    • Wenn die Vorgehensweise herleitend, beweisend zu argumentieren* weise genannt wird, bitte.
      Ich lehne das Prinzip des behauptenden Behauptens ab. Narren sind wir alle, die wir im Angesicht des Wahnsinns daei bleiben, durch den Alltag mit seinen Strukturen zu schreiten, als gehe das auch weiter weiter. Ich habe kein Interesse daran, mich als Person über andere zu stellen. Ich trenne gerne Person und Sache*.

  3. Lassen wir uns diesesmal blos nicht noch einmal mit Moralgeheuchel erpressen!

    Wider die Diktatur der Hypermoral!

    Wir retten die Welt nicht, indem wir uns aufgeben, auch wenn für viele das Ende von Europa oder zumindest dem verhassten Deutschland ein lohndes Ziel ist.

    Europa zu fluten wird für keinen eine Lösung bieten.

    Die Globalisierung ist ein Mist. Aber die Globalisierung von Migration ist Teufelswerk.

    • Erpressung ist uns hier Aktiven generell fremd.
      Die Globalisierung im Gesicht des auf Konkurrenz und Profit für eine immer kleinere Klasse steht gegen die Lebensinteressen weltweit. Flucht ist etwas anderes als Migration. Von Migration spricht man, wenn eine Person ihren Lebensmittelpunkt räumlich verlegt. Wer sich aufgrund der Verwandlung seiner Heimat auf Flucht begibt, der verlegt nicht einfach seinen Lebensmittelpunkt von hier nach da. Er/Sie weiß erst einmal gar nicht, wo dieses 'Da' sein wird, Hauptsache er/sie und evtl. die Familie hat eine Verbesserung der Überlebens-Chancen. Diese Flucht kann selbst mit Lebensgefahr verbunden sein. Das sind in den letzten Zehn Jahren Zehntausende. Die Angst vor dem Vorwurf, die Hyper(?)moralkeule und Heuchelei vorgeworfen zu bekommen, darf einen kritischen Geist nicht davon abhalten, selber zu denken, umfassend zu recherchieren und kritisch zu bleiben. Wir haben es uns zu lange so eingerichtet, dass wir zu wenig widerstanden haben, als in Rostock das Sonnenblumenhaus tagelang belagert und befeuert wurde, als dann weitere Morde in Mölln, Solingen, Kassel, Hanau,… stattfanden, als der NSU 10 Jahre lang mit gewisser Unterstützung von Staatsbediensteten mordend durch das Land zog und die Behörden von Dönermorden sprachen,… Analyse ist kein Schlag mit einer (Moral)Keule. Wir können nur dann etwas ändern, wenn wir bereit sind, zu sagen, was ist.

    • SORRY! Im zweiten Satz ist auf seltsame Weise das Wort 'Kapitalismus' wieder weggelöscht gewesen. Das war sicher meine Unaufmerksamkeit. Horkheimer sagte, wer von Kapitalismus nicht reden will, der soll vom Faschismus schweigen. Ich will von beidem reden, denn beides vergiftet die Seelen nach wie vor. Da der Kapitalismus immer noch so wirkt, ist der Schoß fruchtbar noch, wie es einst Brecht in Arturo Ui sagte.

    • Bei den von Ihnen ins Feld geführten Terroraktivitäten gibt von jeher Zweifel an an ausschließlich rechten Täterschaft.

      Gerade beim NSU ist doch lachhaft, von rechtem Terror zu reden. Die Dienste haben – warum auch immer – die Dönermorde zum NSU gemacht.

      Wer immer noch an den Glatzennazi aus der Ostzone glaubt, der hat die Kontrolle über das Denken verloren.

      Die Dienste, die Dienste. Meine Güte, die BND o. ä. Handlanger der Besatzungsmächte verfolgen doch keine deutschen Nazimotive. Allenfalls wird das Genre bespielt, weil sich damit was machen lässt.

      Aber authentische Nazis…das ist doch Autoimagination.

      Der Gesamtbefund deutet ebenfalls in eine andere Richtung.

      vera-lengsfeld.de/2020/03/08/laut-europol-daten-kaum-rechtsterrorismus-in-europa/

      Wollen wir jetzt noch einmal Millionen ohne Idendität einreisen lassen und uns dann wundern, dass es Ärger gibt?

      Noch so eine Ruinrunde, weil die Welt damit gerettet werden kann?

      Vielleicht haben Sie nichts zu verlieren. Andere in diesem Land haben noch eine Zukunft und würden gerne demokratisch darüberreden und abstimmen, ob die mit oder eher ohne die neuen Fachkräfte stattfinden sollte.

      Jedenfalls ist "Traut alle Mutti" nicht diejenige Elendsgestalt, der ich diese Entscheidung überlassen möchte.

      Erschaffe ein Problem, warte die erwartbare Reaktion ab und präsentiere deine NWO-Lösung, die du ohne das von Dir erschaffene Problem gar nicht durchbekommen hättest.

      So sieht das für mich aus. Und Hypermoral mit Naziangst und NSU-Märchen gehen mir auf den Zeiger.

    • Auf eins möchte ich angesichts Ihrer Reaktion doch noch einmal trotz allem eingehen:
      Auch die Unterstellung, ich hätte eine besondere Wahrnehmung für Rassismus und faschistische Entwicklungen in der ehemaligen DDR, kommt bei Ihren Worten implizit zum Tragen. Nicht die einzige. Selbst der Faschist B. Höcke ist kein Mensch aus dem Osten Deutschlands. Natürlich habe ich Angst, Sorge,…, dass sich ein Lager weiter ausbreitet, das schon mal weit über 50 Millionen Tote und noch viel mehr Unheil in der Geschichte der Menschheit und der Erde hinterlassen hat Es war möglich, das heißt: Es ist möglich.
      Übrigens liegen die Städte der Terror-Spur, die ich erwähne (Mölln, Solingen, Kassel, Hanau) alle im westlichen Teil Deutschlands. Von solchen Fakten unbeirrt gegen Andersdenkende unter die Gürtellinie zu gehen, das nützt keinem.
      Meine Angst ist kleiner als der Mut, der ja ihre Überwindung mit umfasst. Wir geben nicht auf. Auch deshalb hier meine Antworten. Nicht nur für Sie.

    • Ihre Nachhilfeversuche in Georgrafie in Ehren, aber ich weiß soweit, wo die Tatorte liegen. Heimatkunde, Sie verstehen.

      Weil Moro in Rom entführt und seine Leiche dort gefunden wurde, sagt das dennoch nichts über Terror oder Kriminalität der Stadt Rom im Vergleich zur Lombardei aus, oder sind Sie da anderer Meinung?

      Nicht zu Ende aufgeklärte Gewaltverbrechen schiebt man ja gerne dem toten Einzeltäter oder einer ominösen rechten Untergrundzelle in die Schuhe. NSU, tatütata, das glaubt doch keiner mehr, der noch Gehirnzellen sein eigen nennt. Also die SOKO Parkplatz (o.s.ä.) den deep state-Strukturen hinter den Dönermorden zu nahe kam, wurde das Designobjekt NSU aus dem Hut gezaubert, inkl. Paulchen-Panther-Video etc.
      Ganz billig.

      Dieses Nnarrativ wurde mit einer Vehemenz durchgedrückt, dass man schon hart an die Grenze der Selbstaufgabe gehen muss, um darin noch einen authentischen rechten Terror zu sehen.

      Sind Sie noch bei mir?

      Und Höcke ist Faschist? Das kommt vor allem bei jenen gut an, die Sie kommunistisch zu beglücken, also lediglich zu befreien vorgeben, nu rum dann doch die alte Oktroyierungsleier anzuschlagen.

      Der Faschismis kann recht oder linksherum gewendet sein. Aber was rede ich mit dem Blinden über Farbe?

      Wieviele hat Stalin auf seinem Deckel? Das wollen Sie natürlich nicht hören.

      Als gelernter 68er wissen Sie ja, dass kulturmarxistisch gesehen die Arbeiterschicht als Träger der Revolution ausfallen dürfte, weil die den Quatsch dicke oder durchschaut hat.

      5 % Lohnerhöhung, endlos Biersorten und 3 Wochen Camping am Lido de Jesolo sind einfach geiler als Marxismushirnmurx und Nulloutput.

      Ihnen bleibt nur die Diktatur der Denker, also Nichtsnutze und Zivilversager. Sie geben doch nur vor, das Proletariat zu achten.

    • Ich war gestern bei Esther Bejarano, Kommunistin, Jüdin, Auschwitz-Überlebende. Das mit dem linken Faschismus ist vor Schicksalen wie dem ihren ein immer erfolgloser Versuch der Verharmlosung. Der industriell organisierte Massenmord ist eine Singularität der Geschichte, ohne dass ich damit andere Verbrechen für ungeschehen erkläre.
      Das hier ist wohl jetzt besser zu beenden, ehe es die LeserInnen nur noch bedauernd zur Kenntnis nehmen.

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