Werbung für die Atombewaffnung der EU und Bundeswehr

Von Bernhard Trautvetter.

Am 18. Februar startet in München um 13.00 Uhr am Stachus die Friedensaktion gegen die „Sicherheitskonferenz“ genannte Tagung als Forum des Austauschs wichtiger Politiker/innen, Konzern-Führungskräfte und Militärstrategen aus dem Nato-Raum.  Die Frage der Nuklearrüstung gewinnt bei diesem Themenbereich eine immer größere Rolle, auch wenn das dort eher hinter vorgehaltener Hand geschieht. Offen geschieht dies in der FAZ, der ARD (Panorama) und in der vor 25 Jahren durch den Bundes“sicherheits“rat gegründeten Bundesakademie für Sicherheitspolitik. Das lebensbedrohliche Thema wird von interessierten Nato- und Bundeswehr-Militaristen seit über 60 Jahren immer wieder eingebracht. Widerstand ist auch 2017 möglich und notwendig:

Gegen die atomare Bedrohung gemeinsam vorgehen

Am 16.9.2012 berichtete der ‚Spiegel‘, dass der einstige CSU-»Verteidigungs«-minister Franz Josef Strauß Anfang der 60er Jahre einen Atomschlag gegen die Sowjetunion erwog.

Die meisten bekannten bundesdeutschen Atomwissenschaftler der frühen Nachkriegszeit warnten zum Ärger, auch von CDU-Bundeskanzler Adenauer, Jahre zuvor und zwar am 12. April 1957 mit vollster Berechtigung in ihrem Göttinger Aufruf ‚Kampf dem Atomtod’ vor der nuklearen Gefahr u.a. mit diesen Worten: „Für ein kleines Land wie die Bundesrepublik glauben wir, daß es sich heute noch am besten schützt und den Weltfrieden noch am ehesten fördert, wenn es ausdrücklich und freiwillig auf den Besitz von Atomwaffen jeder Art verzichtet. Jedenfalls wäre keiner der Unterzeichnenden bereit, sich an der Herstellung, der Erprobung oder dem Einsatz von Atomwaffen in irgendeiner Weise zu beteiligen.“
http://www.friedensratschlag.de/userfiles/images/2017/2017-02_GoettingerManifest_1957_150dpi.jpg

Jedes Jahr beteiligt sich die Bundeswehr am Nato-Manöver Steadfast Noon, in dem die „Nukleare Teilhabe“ in der Weise durchgespielt wird, dass Placebos der in Büchel gelagerten US-Atomsprengköpfe B 61 an Tornados der Luftwaffe angebracht werden, um sie im Rahmen der Übung zum Einsatz bringen zu können.
https://atomwaffenfrei.wordpress.com/tag/cold-igloo/

Die Friedensbewegung demonstriert ebenfalls Jahr für Jahr in Büchel gegen die atomare Bedrohung, die von dort aus geht.

Die Gefahr steigt weiter an. ‚Gedankenspiele‘ führender Medien und Politiker:

Am 27.11.2016 schrieb die in konservativen Kreisen meinungsführende Frankfurter Allgemeine Zeitung („dahinter steckt immer ein kluger Kopf“), welche Konsequenzen sie für Deutschland aus der Weltlage schlussfolgert: „… höhere Ausgaben für die Verteidigung, die Wiederbelebung der Wehrpflicht, das Ziehen roter Linien – und das für deutsche Hirne ganz und gar Undenkbare, die Frage einer eigenen nuklearen Abschreckungsfähigkeit…“ Passend dazu hatte ein paar Tage vorher der CDU-Außenpolitiker Roderich Kiesewetter im Deutschlandfunk-Interview auf eine Frage zum Thema alarmierend vielsagend geantwortet:

Frage des Interviewers Martin Zagatta: „Sie werden ja von der Nachrichtenagentur Reuters jetzt zitiert, man müsse nun sogar eine atomare Abschreckung, eine europäische atomare Abschreckung organisieren. Wie soll das denn gehen?“

Kiesewetter: „Das steht ja noch nicht zur Debatte, sondern es darf hier keine Denkverbote geben.“ (18.11.2016)

Das Thema wurde im Interview zwar in den Zusammenhang von Trump-Äußerungen zur Nato gestellt, aber der Versuch der Militaristen in Deutschland, den Griff auf die Bombe zu erschleichen, ist älter:  Die Bundesakademie für Sicherheitspolitik schrieb 2015 in ihrer „Studie“ »Das atomare Element im Russland-Ukraine-Konflikt« genau dazu Worte, die wie eine Steilvorlage für ihre aktuellen Impulse verstanden werden können und müssen:

„Die Frage der nuklearen Abschreckung … drängt sich wieder in den Vordergrund.

Darüber hinaus stellt sich aber die Frage, wie künftig nukleare Abschreckung glaubwürdig gewährleistet werden kann.

Hinzu kommt, dass das nukleare Abschreckungspotential gegenüber Russland nicht allein aus den amerikanischen Bomben gebildet wird, sondern aus dem gesamten atomaren Arsenal plus (mit Einschränkungen) der Atomwaffen der NATO-Mitglieder Frankreich und Großbritannien.“ (Arbeitspapier Sicherheitspolitik , Nr.3 )

Und nun schlug das ARD-TV-Magazin Panorama am letzten Donnerstag, dem 2.2.2017 in genau diese Kerbe.

Die Öffentlichkeit soll offensichtlich weich geklopft werden, das gerade noch Undenkbare, das Inakzeptable zu schlucken:

In der Sendung kam der ‚Wissenschaftler‘ Ulrich Kühne vom Stanton Nuclear Security Fellow am Carnegie Endowment for International Peace, zu Wort: „Man droht im Grunde mit einem kalkulierten Selbstmord. Aber je sicherer man diesem Selbstmord droht, mit der Willigkeit zu sagen, es bleibt mir nichts anderes übrig, desto mehr schreckt man die andere Seite ab, genau das zu unternehmen, was man selber nicht möchte…“ Ulrich Kühn führte weiter aus: „Sollte sich in den nächsten Jahren die Sicherheitslage in Deutschland und Europa deutlich weiter negativ verändern, sprich Russland weiter den Frieden in Europa bedrohen und die Amerikaner sich gleichzeitig zurückziehen, dann möchte ich nicht ausschließen, dass man auch in Deutschland damit anfängt, darüber nachzudenken, wie man sich wirklich verteidigen muss.“ Die Panorama-Sprecherin klang etwas hilflos, als sie sagte: „Es ist ein sensibles Thema – unpopulär und heikel – das angesichts des neuen Mannes im Weißen Haus leider schneller als gedacht aktuell werden könnte.“

Die Friedensbewegung hat vor 60 Jahren schon einmal die Atombewaffnung der Bundeswehr verhindert:

58 führende Professoren um Otto Hahn und C.F: v. Weizsäcker, veröffentlichten am 12. April 1957 den Appell „Kampf dem Atomtod“, der die Anti-Atom-Bewegung und die Ostermärsche mit auf den Weg brachte. Die Friedensbewegung durchkreuzte die Pläne von CSU-‚Verteidigungs’minister Strauß und CDU-Kanzler Adenauer, die Bundeswehr atomar aufzurüsten. Zitat aus dem Appell der Nuklearwissenschaftler: „Für ein kleines Land wie die Bundesrepublik glauben wir, daß es sich heute noch am besten schützt und den Weltfrieden noch am ehesten fördert, wenn es ausdrücklich und freiwillig auf den Besitz von Atomwaffen jeder Art verzichtet. Jedenfalls wäre keiner der Unterzeichnenden bereit, sich an der Herstellung, der Erprobung oder dem Einsatz von Atomwaffen in irgendeiner Weise zu beteiligen.“

Dieser Appell wird 2017 und in den Folgejahren offensichtlich aktuell. Die Friedensbewegung hat schon 50er, 60er und 80er Jahren mit der Strategie „Kampf dem Atomtod“ und „Gegen die atomare Bedrohung gemeinsam vorgehen“ Erfolge erzielt: Die Bundeswehr erhielt keine Atombombe, als die Regierung Strauß/Adenauer das wollte. In den 80er Jahren zog die Nato die Pershing II- und Cruise-Missile-Lenkflügel-Atomraketen aus Westeuropa wieder ab, nachdem die hunderttausendfach getragenen Friedensdemonstrationen in diesem Land eine Stimmung erzeugten, die auf konservativer Seite die Befürchtung aufkommen ließ, dieses Land könnte durch die Massenbewegung von unten unregierbar werden. (Siehe Trampert-Interview im Spiegel, 21.02.1983).

Es geht heute nicht um die (Un)Regierbarkeit eines Landes, es geht um das Leben in einem Europa, in einer Welt wachsender Ungewissheiten. Der Protest gegen die nukleare Gefahr wird in diesem Jahr in Büchel verstärkt, wo die ‚Modernisierung‘ genannte Weiterentwicklung der Atompotentiale B 61 mit dem gebrauchsfähiger (more usable) genannten Modell 12 zielgenauer und in der Wirkung miniaturisiert konkret umgesetzt wird:

http://www.eifelzeitung.de/themen/politik/die-stationierung-neuer-us-atomwaffen-in-buechel-beginnt-110739/

http://www.eifelzeitung.de/themen/politik/die-stationierung-neuer-us-atomwaffen-in-buechel-beginnt-110739/

In Hamburg, Ramstein und überall in der Republik wird die Friedensbewegung dieses gefährliche Spiel der Nato-Militärs in diesem Land und der Politiker, die dabei mitmachen, mit dem nuklearen Feuer öffentlich machen und dagegen vorgehen.

Wir haben jede Gelegenheit zu nutzen, um Alarm zu schlagen und um zu verhindern, dass die atomare Bedrohung durch den Griff der Bundeswehr auf dieses Teufelszeug weiter anwächst. An ihm klebt der Makel, dass es die gesamte Zivilisation auslöschen kann. Es ist nicht hinzunehmen, dass die Politik, einige Medien und die Militärs in diesem Land das Ende alles Lebens so leichtfertig in Kauf nehmen. Wolfgang Borcherts Worte „Sagt Nein“ erhalten neue Aktualität.

Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

Fotohinweis: wikimedia.commons.org, Urheber: Buroll, Lizenz CC BY-SA 3.0

KenFM bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Meinungsartikel und Gastbeiträge müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.

36 Kommentare zu: “Werbung für die Atombewaffnung der EU und Bundeswehr

  1. Sorry vorab für die harschen Worte — aber anders kann man es in einigen Fällen nicht mehr formulieren:

    Politiker vom Schlage wie dieser im Text genannte Kiesewetter sind gewissenloser Ab-schaum, verkappte Rüstungslobbyisten und niederträchtige Charaktere (und diese Leute wissen das haargenau), die beispielsweise der Logik anhängen, dass Waffenexporte in Krisenregionen dringend nötig seien, weil damit ja das Leben eventuell dort lebender Deutschen verteidigt werde. Unfassbar kranke Hirne.

    Kiesewetter hat letztes Jahr im DLF ein dermaßen russophobes und hetzerisches Interview gegeben, für das er allein schon ein Jahr lang in den dunkelsten Knast der Republik gesteckt gehört. Dass diese Sorte übelster Gesellen in Berlin, oder ein Elmar Brok in Brüssel, ihr Unwesen treiben und von Merkel auch noch gedeckt und gefördert werden, ist gemeingefährlich und müsste eigentlich schon lange als Straftatbestand deklariert sein. Dieses Pack sind keine Volksvertreter sondern mutmaßliche Volksgefährder, kreidefressende Hyänen, die dem weltweiten NATO-Terror bei jeder Gelegenheit das Wort reden, ihn verharmlosen und still und heimlich in ihren Netzwerken fördern.

    Diese selbstversessenen Macchiavellis sind schäbig, bis ins Mark verdorben und eine Bedrohung für den Frieden — und nicht nur für den im eigenen Lande.

    Es sind freundlich lächelnde Kriegstreiber, sie sind die „Kongo-Müller“ der Gegenwart. Die, die mit dem verbrecherischem Gebrauch des Wortes „Verantwortung“ den Tod unzähliger Menschen fordern. Und sich dabei in einer verkommenen Partei verschanzen, die allen Ernstes immer noch glaubt, sich als „christlich“ bezeichnen zu müssen.

    Wie bösartig, verlogen und durchtrieben dieser Kiesewetter ist, kann man heute noch dort lesen: http://www.deutschlandfunk.de/roderich-kiesewetter-cdu-putin-bedroht-den-zusammenhalt.694.de.html?dram:article_id=344309

  2. Natürlich alles richtig Bernhard, aber… schon mal über diese Frage nachgedacht:

    Was ist für die Deutschen vorzuziehen: Atomwaffen unter amerikanischer Kontrolle auf Russland zu richten und diese möglicherweise doch eines Tages einsetzen, und die Europäer dann die Konsequenzen tragen zu lassen… oder…. eine europäische atomare Bewaffnung, deren Verantwortliche im Gegensatz zu den Amis die russische Antwort selber ertragen müssen?

    Ich meine diese Frage generell, nicht im Zusammanhang mit Panorama. Die Sendung, die ich seit ihren Anfängen mit Paczenski gesehen habe, ist seit nahezu zwei Jahren völlig indiskutabel. Prototypen der verblödeten Gut-Menschen, die allerdings anscheinend nichts gegen Atomwaffen haben, wenn es denn für eine guten Zweck ist.

    Unfassbar…. welch ein Volk.

    • Der spätere Bundespräsident Dr. Dr. Gustav Heinemann sagte zum Plan einer deutschen Atombombe am 25. März 1958 im Bundestag klare Worte:
      „Ich erinnere daran, daß das Genfer Protokoll von 1925 — auch mit deutscher Beteiligung — Ähnliches sagt. Die neuen sogenannten Waffen sind die prinzipielle Außerkraftsetzung allen Kriegsrechts, sind das Ende aller Errungenschaften abendländischer Kultur.
      Ich überlasse es Ihnen, sehr verehrte Damen und Herren, welches Gewicht Sie dieser völkerrechtlichen Frage geben wollen. Aber es gibt etwas darin, dem Sie nicht ausweichen können: Völkerrecht ist Bundesrecht. In Artikel 25 unseres Grundgesetzes steht, daß die allgemeinen Regeln des Völkerrechts Bestandteil des Bundesrechts sind, es steht darin,
      daß die allgemeinen Regeln des Völkerrechts den Gesetzen der Bundesrepublik vorgehen, daß sie unmittelbare
      Rechte und Pflichten für die Bewohner des Bundesgebietes erzeugen! Bitte, verübeln Sie mir nicht, daß ich auf diese Rechtslage aufmerksam mache. Eigentlich müßten Sie das ja tun. Sie bedeutet das Recht zur Gehorsamsverweigerung, ja sogar die Pflicht zur Gehorsamsverweigerung, wenn es um Massenvernichtungsmittel geht.“ Dem habe ich nichts hinzuzufügen.

    • Sehr geehrter Herr Trautvetter,
      worauf Kollege Heinemann hinweist ist über die oberflächliche Leseweise hinaus, dass das Recht im Ausnahmezustand wie Krieg sofort sistiert wird und – wie bereits durch Carl Schmitt dargelegt – lediglich die auf dem abstrakten „Volk“ (insoweit hat das GG Recht wenn dort steht „alle Gewalt geht vom Volke aus“) basierende Gewalt fortbesteht und ausgeübt wird, um zu einem späteren Zeitpunkt des eventuellen Obsiegens die Schönwettertapete der abstrakt-universellen Rechtsstaatlichkeit wieder anzukleben.
      Ich kann es als Juristin seit langem nicht mehr nachvollziehen, dass gerade das moderne Recht abstrakter Interessen/Normen ohne Ansehung der Person und deren Lebenswirklichkeit auch von kritischen Geistern geradezu vergötzt wird anstatt auf seine gesellschaftliche Natur hin untersucht zu werden. Modernes Recht ist im Kern und primordial gewalttätig und dient nicht den in ihm korporierten, sondern dem Erhalt des im Weltmaßstab konkurrenten Nationalstaates. Um den Krieg moderner Prägung aus der Welt zu schaffen, müssten die Leute über unsere Welt hinausgreifen und unsere Verfasstheit selbst angreifen – eine neue und andere Erklärung der Welt hervorbringen, wie sie dies in der Vergangenheit bereits getan haben, z.B. als sie sesshaft wurden. Solange ausgerechnet das moderne Recht gegen die Zustände angerufen wird, die dieses Recht seiner gesellschaftlichen Natur nach selbst hervorbringt, ist das zwar honorig aber im Ergebnis sinnlos. Auch im nicht öffentlich erklärten Ausnahmezustand wird der Gehorsamsverweigerung standrechtlich begegnet, ggf. in der „netten Form“ für delinquent erklärt zu werden.
      Ich habe folgendes jüngst an anderer Stelle geschrieben, aber es passt hier auch sehr gut:
      Welches ist die Unternehmung eines Staats in unserer Gesellschaft, einmal abgesehen davon, dass Unternehmung die gesellschaftliche Form des Überlebens in unserer Gesellschaft ist? Zunächst – in der Abstraktion, die einem Subjekt zukommt, wenn von ihm im gesellschaftlichen Zusammenhang die Rede ist – ist die Unternehmung des Staats die Erhaltung der gesellschaftlichen Zustände durch die Erhaltung seiner selbst. Schon hier ist erkennbar, dass – bezogen auf die Abstraktheit der Subjektivität – der existenzielle Unterschied zwischen einem Staat und einem Individuum nicht sonderlich groß ist. Ein fundamentaler Unterschied zwischen Staaten und Subjekten geringerer Größenordnung (Familien, Vereine, Klassen) besteht aber darin, dass der Staat das Gewaltmonopol in der Gesellschaft des modernen Ensembles besitzt. Ab dem Zeitpunkt, ab dem moderne Staaten auf einem geschlossenen Siedlungs- und Produktionsgebiet entstehen, wird die Abgabe der bewaffneten Gewalt an den Staat als der große Fortschritt eben dieser sozialen Errungenschaft gefeiert. Nicht mehr Krieg, sondern Handel soll die Quelle des Reichtums und des Ansehens sein und die Aufgabe des Staats sei es, diese Quellen nicht versiegen zu lassen. Hier also können wir auch die konkreten konkurrenten Unternehmungen von Staaten zu einer einzigen zusammenführen: der Verteidigung des Gewaltmonopols gegen seinesgleichen (Krieg) wie gegen seine in ihm Korporierten(Recht). Dies aber unternehmen Staaten nicht aus Selbstherrschaft und eigener Machtvollkommenheit, sondern weil sie müssen, wie auch das individuelle Subjekt unternehmen muss.
      Dabei aber sind zwei Aspekte von großer Wichtigkeit. Zum einen geht es nicht oder erst in zweiter und dritter Hinsicht um die Arrogation von Waffenarsenalen, sondern das Gewaltmonopol bedeutet das Aufrechterhalten aller gewaltsamen Verhältnisse, die am Anfang als Geburtshelfer der bürgerlichen gesellschaftlichen Verhältnisse stehen. Geld, Land und Menschen zu Waren zu machen, ist ein Gewaltakt, an den wir uns längst gewöhnt haben, der aber am Anfang als primordiale Tat der bürgerlichen Gesellschaft blankes Entsetzen und Unverständnis hervorgerufen hat, weil er alle vorher erfahrene Gewalt übertroffen hat. Dass Menschen unfrei waren und als Unfreie verhandelt, verkauft, verschenkt und weitergegeben werden konnte, ist eine jahrtausendalte Erfahrung. Dass die Herren und Frauen den Knechten und Mägden befohlen und sie bestraften, war unter diesen Verhältnissen allgemein gültig und nicht in Frage gestellt. Dass aber die Unfreiheit nun auf anderen Grundlagen sich durchsetzte und nicht mehr als persönliche Herrschaft erfahren wurde, sondern zusätzlich als Vertreibung von Grund und Boden, zusätzlich als Beraubung aller Rechte und Privilegien, die vordem noch gegolten und gemeinschaftliches Überleben gesichert hatten, zusätzlich als Unterwerfung unter die Disziplin von Arbeitshäusern, Zwangsarbeit und Umsiedlung ohne Rekompensation, diese Umwertung aller gültigen Werte war nur durch gewaltsame Begleitmusik möglich, die den aufklärerischen Beschönigungen vom „Leviathan“ bis zum „Gesellschaftsvertrag“ Hohn sprach und sie widerlegte und als vernünftige Übereinkünfte das Ausreizen von modernen Übergriffen maskierte. Gewaltmonopol des Staats ist also nicht dem vernünftigen Abwägen geschuldet, wer die Verfügungsgewalt über die Waffen haben solle, ist nicht die Selbstbescheidung vernünftiger Staatsbürger, die die Gewalt ächten, sondern die ideologische Verschleierung der dieser gesellschaftlichen Formation zu Grunde liegenden Gewalt, die zur Durchsetzung der abstrakten Beziehungen nötig ist. Denn abstrakte Beziehungen sind es, wenn für Märkte produziert wird (also für Instanzen, die die Produkte nicht brauchen), wenn Werte von Dingen an Produktionszeiten gemessen werden (also an Parametern, die über die Brauchbarkeit nichts aussagen), wenn Menschen ihr gesellschaftliches Ansehen aus ihren erzwungenen Selbstdarstellungen und Vorhaben ziehen (also nicht aus der Erfahrung durch andere).
      Dies aber führt sofort zum zweiten Aspekt der Unternehmungen von Staaten. Um das Gewaltmonopol aufrechtzuerhalten, müssen Staaten zur Durchsetzung dieses Vorhabens die Subjektivität der Staatsbürger selbst, also aller Subjekte, die im Staat aufgehoben sind, in Frage stellen und die freiwillige Unterwerfung einfordern. Dies geschieht in der Regel des Bedrohungsfalles und die freiwillige Selbstaufgabe der Subjektivität trägt als ihr Zeichen die Uniform. Bedroht ist der Staat aber immer, und zwar nicht durch konkrete Katastrophen, Verbrechen und Kriege, sondern durch die abstrakte Präsenz ihrer Möglichkeit. Und so begegnen uns Polizei, Pflegepersonal und Feuerwehrleute in ihren Uniformen, weil immer und überall die Katastrophe hereinbrechen könnte, die die Gewaltverhältnisse angreift, und sei es einfach dadurch, dass ein Erdbeben oder ein Schiffbruch die Disziplin untergräbt. Die Uniform ist das sichtbare Zeichen der allgemeinen Disziplinierung, der Aufgabe und Sistierung von Subjektivität und zeigt den nicht uniformierten an, dass Zwang droht, sollten sie die Unterwerfung verweigern.
      Die sogenannte freiheitsverträgliche Freiheit Kants – heutzutage bis zum Erbrechen über den Slogan „Freiheit braucht Sicherheit“ abgenudelt, entpuppt sich damit als abstrakt-universelle und leere, staatlich garantierte Gefängniszelle, die der eiserne Käfig und das von jedem beliebig dekorierbare, ganz individuelle Paradies des räsonierenden, aber gehorsamen und keinesfalls über sich selbst hinaus denkenden oder hinausgreifenden Menschen ist. Ein Gefängnis, in dem die Insassen sich als Richter, Ankläger, Verteidiger und Vollzugsbeamter gleich selbst überwachen, denn hier wird ein jeder gebraucht: zur Aufrechterhaltung einer sinnentleerten Ordnung ohne eigenen Zweck, die immer wieder mit neuen Inhalten des nämlichen aufgefüllt werden muss, weil ihr Leerlaufen, ihr Zusammenbruch, das Chaos einander zerfleischender Subjekte heraufbeschwören würde.

    • Insbesondere atomare, biologische und chemische Waffen, eine Totalüberwachung, Waffenhandel, Kriegsideen…entspringen, m.E einem kranken Hirn. Wer will so etwas, ohne an seine eigenen Lieben zu denken? Wer plant es und sieht keine global-nachhaltigen Wirkungen, selbst auf die Cayman-Inseln? Oder zu meinen, er und die Seinen entkämen dem ungeschoren? Wer glaubt, er könne in „Bunkern“ überleben? Wer erkennt nicht, was gerade unsere Wissenschaftler tagtäglich offenbaren: Wie dicht alle Prozesse in der Natur zusammenhängen und eins das andere bedingt?
      Wie blöd, vernagelt, ichbezogen muss man sein, um darüber überhaupt noch zu diskutieren, anstatt es als Selbstverständlichkeit zu betrachten, dass es sich dabei im Prinzip um Selbstschussmechanismen handelt? Glaubt irgendwer wirklich, dass dadurch diese unsere 1 Welt zu erhalten sei???

    • TDVolland: Die amerikanischen Atomwaffen in Deutschland würden sich nicht in Luft auflösen, wenn es im Land Atomwaffen gäbe, über die ein deutscher Kanzler entscheiden könnte. Unsere Bedrohung bliebe bestehen.

    • @ Linus Ida
      Und doch ist die Atombombe bereits eingesetzt worden.
      Mit der Frage wie es dazu kommen konnte, hat sich sehr ausführlich der Philosoph Günther Anders beschäftigt, der auch eine Korrespondenz mit dem Bomberpiloten des Abwurfflugzeuges geführt hat. Zu erinnern ist auch an das Buch Dr. Strangelove und dessen Verfilmung mit Peter Sellers.

    • Petra,

      Was wäre, wenn sich die Überzeugung, auf der sich das Gewaltmonopol des Staates gründet, nämlich dass „ihr Leerlaufen, ihr Zusammenbruch, das Chaos einander zerfleischender Subjekte heraufbeschwören würde“ als Illusion herausstellte?

    • @Petra….
      Nagasaki, Hiroshima, Tschernobyl, Fukushima…und viele atomare Tests auf, unter Land und Meer, atomar-biologisch-chemisch bestückte kleinere Waffensysteme, …es hat bereits nachhaltige Auswirkungen.
      Die Frage ist doch, in wie weit Mensch bereit ist hinzuschauen oder wegzugucken. „Krank“ eben, weil es um seine eigene Existenz (die seiner Nachfahren) geht. Eine Hündin, die ihren Wurf totbeisst, hat Verhaltensstörungen!

    • @ KenFmFan
      Ja durchaus, der Schlusssatz war auch so gemeint. In zugegebenermaßen etwas polemischer Formulierung wollte ich sichtbar machen, welche unhinterfragten Prämissen das heutige Denk- und Argumentationsschema stützen. Eine andere Welt ist möglich. Wenn man sich die Vergangenheit ohne die Brille der ebenfalls für das moderne Ensemble einzigartigen Legitimationsideologie der Universalgeschichte ansieht, kommt man darauf, dass sich die Vergangenheit in Brüchen vollzogen hat und nicht als „Entwicklungs-Geschichte“. Schon etliche Male haben die Leute ihre Welt ganz neu erfunden, bisher aber ihre Fähigkeit sich sozial zu organisieren, immer an dritte Instanzen (Geister, Götter, unsichtbare Hand etc. pp) sofort wieder abgegeben, die ihnen dann jeweils als Unhintergehbares und Vorgefundenes entgegen tritt. In den Bruchzeiten (z.B. in Europa die Renaissance als katastrophischer Zusammenbruch der Legitimation der religiösen Formation) ergeben sich dann große Kontingenzen, ein Füllhorn an Möglichkeiten ohne, dass vorausgesagt werden könnte, was sich letztlich als neue Erklärung der Welt durchsetzen wird.
      Wir können die Praktikabilität der Erklärungen untergegangener Zivilisationen nicht kopieren, denn auch diese sind an sich selbst gescheitert so, wie unsere Welt zunehmend in Auflösung begriffen ist. Wenn wir die Alten aber wenigstens endlich Ernst nehmen und damit ruinös belassen und ruhen lassen können anstatt sie uns anzueignen (z.B. Feuerstein-Industrien! (sic) im Neolithikum auffinden) kann man sehen, dass Menschen auf verschiedene und ganz andere Weise ihr Leben und Zusammenleben gestalten können. Das ist es, was aus meiner Sicht, jetzt anliegt: Das im doppelten Sinne „Un-erhörte“ zu denken und zu tun. An den diversen Stellschrauben unseres Ensembles zu drehen und immanente Instanzen zu affirmieren, verlängert bloß die Agonie.

    • Liebe Petra,
      in der Tat sehe ich uns -wie Du/Sie- an der Stelle eines Epochewandels, der mich an die Stelle von Rosa Luxemburgs Alternative erinnert: Sozialismus oder Barbarei.
      Ich sage es heute eher so: Entweder wir erreichen die Gestaltung einer gerechten Gesellschaft, die John Lennons Vision realisiert „nothing to kill or die for“, oder wir jagen uns die Erde gegenseitig um die Ohren. Wir müssen neu denken lernen. Mit den Methoden, die uns hier her geführt haben, kommen wir da nicht heraus. Nach EInstein: DIe Atombombe hat alles verändert, nur nicht das manschliche Denken. Das Denken, die Sozialisations- und Lebensbedingungen, das Handeln, all das darf nicht mehr so weiter gehen. Die EInschnitt-Tiefe, die auf uns zuzukommen hat, ist in der Tat mit der der Sesshaftwerdung nach der Nomadisierung vergleichbar. Es ist weder mit dem Geldsystem, noch mit einer netteren Elite getan. Das magt nach einer übermenschlichen Aufgabe klingen. Wir haben die Chance, es zu versuchen. Die Verantwortung. Che Guevara sagte es so: „Seien wir realistisch, fordern wir das Unmögliche. “ Hoffnung entspringt der Wahrnehmung von Sinn in dem, was wir tun.

    • Petra, ich bin Ihrer Meinung, dass wir die Prämissen unseres Denkens hinterfragen müssen. Jeder kann verrückt werden, sich verrücken von der vorgegebenen Norm, dann entwickeln sich neue, vielfältigere Weisen des Zusammenlebens… sich nicht verrücken um aufzufallen, etc. aber weil es nötig ist, all die manipulierten Denkschemata zu verlassen um in dieser Freiheit den Frieden zu finden.

    • @ Bernhard und KenFMFan
      Ja, das möchte ich unterschreiben, was Ihr beide da sagt: seien wir endlich realistisch.
      Danke Euch beiden

    • Bernhard, kleiner Denkfehler… Damals war kalter Krieg, mit einem klaren Feindbild, heute sind wir zynischer und wissen, dass unsere amerikanischen „Freunde“ die Feindbilder produzieren.
      Was an den Konsequenzen eines Atomnbomben Einsatzes nichts ändert, abre viel darüber dass es da wenn es drauf ankommt AMerika keine Hemmungen haben wird.
      Punkt!

      Da die Amis nun mal nicht in der Lage sind irgend einen zum Präsidenten zu küren, der weder ein Verbrecher ist, noch jemand, der im Einsatz aller möglichen Bomben ein Problem sieht, wäre es für die Zukunft Europas unerlässlich die Amis mitsamt ihrem Wurmfortsatz „NATO“ rauszuschmeissen.

      Da dies nicht möglich ist, denn auch die Deutschen haben bei Wahlen das unüberwindliche Problem übergrosser Dummheit, erweist sich meine geliebte Rosa Luxemburg mal wieder als realistische Prophetin: Nur weil es in Mitteleuropa noch einigermassne lebenswert ist, so ist doch nicht zu übersehen, dass auch wir (noch) Privilegierten unaufhaltam auf dem Weg in die Barbarei sind.

      Sie glauben doch hoffentlich nicht ernsthaft, dass die rechten und die linken Spiessbürger aus dennen das Deutsche Volk nahezu ausschliesslich besteht, irgend ein Interesse an ihrer „Pflicht zur Gehorsamsverweigerung“ haben?

      Wer es mit sowas ernst meint und kein Teil dieser Sauereien sein will, der hat Deutschland längst verlassen… die Welt ist gross und wunderschön.

      Der Rest… der bekommt was er sich verdient hat.

    • TDVolland, Ja die amerikanische Besatzung und die NATO, was ebenfalls amerikanische Besatzung ist, müssten wir rausschmeissen, denn ich stimme überein: im Ernstfall bieten sie natürlich keinen Schutz. Das sind alles auch Waffen gegen uns.

      Ich denke auch manchmal, dass man auswandern müsste. Nicht wegen der Deutschen, von denen ich eine andere Meinung habe als Sie, aber wegen der Politik. Können Sie was empfehlen? Ich habe in verschiedenen Ländern gelebt aber noch nicht gefunden wo man dauerhaft bleiben möchte und es gibt so viele Bindungen…

    • Kanada, Neuseeland und Australien.
      Es ist, wie so ziemlich leider alles, eine Geldfrage… und DESHALB eine Frage der Legalität. Wegen der geringer Einwohnerzahl ist zB also Neuseeland gefährlicher.

      Die kulturelle Bindung an die Heimat, und zwar bei Themen von Aldi bis Bayreuth, ist zugegegbermassen ein Problem, trotzdem… Für mich ist es gar keine Frage, dass ich lieber auf einer Parkbank im warmen Australien leben würde und mit dem Sydney Morning Herald zudecke, als in einer 30qm/€1000 Bude…
      Es sollte eoin sogenanntes erste Welt Land sein, denn mit zunehmendem Alter wird Gesundheitsversorgung zu Problem.
      Ich komme alle paar Jahre in DE vorbei und freue mich nach 4 oder 6 Wochen bei jedem Abflug…

  3. Habe gerade einen Anruf bekommen. Putin will jetzt nach der Krim Rügen besetzen. Da hat er auch immer gerne Urlaub gemacht.
    Was sollen wir denn da machen, wenn Trump uns nicht mehr unterstützt. Da brauchen wir wirksamer Waffen. Die Russen, ich glaubs nicht, das hat schon Opa gesagt…
    Ist doch gut, dass uns Sendungen wie Panorama über die auf uns zukommenden Gefahren aufklären.

  4. Jedes Land, das diese Atomwaffen hat, müsste ein tiefes Loch in die Erde bohren und das Zeug dort verschwinden lassen.

    Dass die Diskussion jetzt aufkommt, könnte auch wieder der Angstmache dienen, denn: wir sollen ja Angst vor Trump haben, der uns nicht mehr „beschützen“ will und gegen den man zur Not auch Atomwaffen schicken können muss… Will man sowas die Leute denken lassen? Oder wollen die Eliten ihren Hauptsitz nach Dtl. verlegen und brauchen Atomwaffen im Rücken als Drohkulisse zur Durchsetzung ihrer Ziele? Sind nur Fragen, die ich mir selber stelle…

  5. Hier findet man weitere Unterlagen+Information zum Thema und auch ARD-Dateien der kritiseirten Panorama-Sendung selbst:
    http://friedensratschlag.de/ >Dossier zur Panorama-Sendung v. 2.2.2017 über deutsche Atomwaffen
    UND: https://www.ippnw.de/startseite/artikel/de/deutschland-braucht-keine-atomwaffen.html?platform=hootsuite
    + + + + + + + + + + + + + + + + + + +
    Die Friedensbewegung wendet sich weltweit gegen die wachsende Gefahr – Hier das aus Groß Britannien:
    https://www.theguardian.com/world/2016/feb/27/cnd-rally-anti-nuclear-demonstration-trident-london
    +Bericht aus Japan:
    https://www.heise.de/tp/news/Japan-Friedensdemos-im-ganzen-Land-3113913.html

    • Also das mit Japan können sie sich abschminken… Den Menschen auf Okinawa geht es ausschliesslich um die Konsequenzen der amerikanischen Besetzung.

      Der ehemalige Premier Tanaka hat vor zwei Jahren zugegegeben, dass es (wahrscheinlich genau wie in Deutschland!) ein geheimes Zusatz abkommen aus den 50er Jahren mit den Amis gibt, das eindeutig regelt, dass Amerika, wenn es dies für nötig hält, das letzte Wort hat!

      Ein Beipsiel gab es ei paar Monate vor Fukushima, als der neue Premier Hatoyama seine Unterstützung für Okinawas Wunsch nach einem Wegzug der US Army bekannt gab.
      Ms Clinton, damals aussenministerin kam ein paar Wochen danach zu Besuch und 14 Tage später war Hatoyama Premier gewesen. Japan ist in politischer Hinsicht ein völlig lächerlicher Feudal Staat, korrupt wie Nigeria oder Saudi Arabien

    • Man kann es auch übertreiben.
      Sie hat berichtet und zur Diskussion aufgerufen. Das heißt doch nicht das Sie das befürwortet.
      Nicht mal der Bericht war von ihr. Haben sie es überhaupt gesehen?

    • Man kann es auch klein reden.

      Ich habe es erst hinterher gesehen, weil ich mainstream nur noch schaue, wenn es einen besonderen Anlass gibt.

      Was soll man über Atomwaffen diskutieren? Alles dazu ist geklärt.
      Sie sollten geächtet werden, und dementsprechend war der politische Kurs ja eigentlich auch schon lange festgesteckt. Trotzdem wurde der Mist jetzt modernisiert, oder wird es noch. Da habe ich Berichterstattung vermisst.
      Stattdessen wird der Scheiß jetzt massenkonform aufbereitet, quasi salonfähig gemacht.
      Gott sei Dank haben wir diese Waffen noch, obwohl sie ja eigentlich längst weg sein sollten, hm? Aber das ist natürlich vom Tisch, zu Zeiten von Putin, und jetzt auch Trump. Gottlob können deutsche Piloten die Bomben ja auch unabhängig von Trump nach Osten bringen.
      Hier wird versucht, aus gutem Grund für nahezu jeden Menschen lange schon geklärten Sachverhalt wieder diskutabel zu machen.

      Nur weil die Reschke von rechts angefeidet wurde sollte man ihr jetzt keinen Heiligenschein überstülpen. Die USA beschützen Deutschland seit Jahrzehnten mit Nuklearwaffen???
      Na Klar, and they came, they saw, Gaddafi died.

    • Wenn mich hier etwas stört, ist es undifferenziertes Schreiben, z.T. ohne es gesehen zu haben.

      „Gottlob können deutsche Piloten die Bomben ja auch unabhängig von Trump nach Osten bringen.“

      Das ist auch wieder falsch. Die Dinger müssen erst von Trump „scharfgeschaltet“ werden.
      Kam auch so im Bericht.
      Die Hauptbotschaft ist doch das in Deutschland über eigene Atomwaffen nachgedacht wird.
      Nur das das klar ist, ich bin auch gegen jede Art von Waffen u. nukleare Waffen müssen zuerst weg.
      Was Frau Reschke betrifft, sagte ich das völlig wertfrei, ohne ihren angeblichen Heiligenschein.
      Wenn die Staatsmedien darüber nicht berichtet hätten, würden Sie sie auch kritisieren.
      Wie das gemacht worden ist, darüber kann man unterschiedlicher Meinung sein.

    • Natürlich müssen die Bomben erst durch die USA scharf geschaltet werden, alles andere wäre auch absurd, wer könnte von was anderem ausgehen? Natürlich haben die USA die Hoheit über ihre Kernwaffen.
      Aber macht das die Sache besser?
      Mir geht es um die suggerierte Botschaft, die dieser Beitrag von Panorama vermitteln sollte.

      „Falsch“ ist da völlig deplatziert, ein „wieder falsch“ erst recht, denn ich habe nichts falsches behauptet, weder zunächst noch dann wieder.

      Wie gesagt, das Thema wird so diskutabel, und je nachdem, wie jetzt die Reaktionen ausfallen, wird es mehr oder weniger schnell konkret auf dem Tisch liegen. War immer schon so. Ein Bauernopfer bgeginnt das Thema (in dem Fall Reschke), dann wird es ausgeweitet, nach und nach, bis das Pack seinen Willen kriegt.

      Und nein, natürlich würde ich die Staatsmedien nicht dafür kritisieren, dass sie diesen Beitrag nicht gebracht hätten, wie auch?
      Ich kritisiere sie für die Art des Beitrags, und für all die Berichte, die lange vorher zu dem Thema schon nicht gebracht worden sind, obwohl dies die Aufgabe der Medien wäre, die meine Gebühren für ihre Zwecke stehlen.

  6. Alle Eliten haben eins gemeinsam, sie sind feige. Einsatz von Waffen ist nur dann statthaft, wenn es den eigenen Zielen nutzt, und zwar ohne eigene, direkte Beteiligung.
    Ein Gesetz, welches in jedem Kriegsfall die Befürworter eines solchen Krieges, unabhängig von Alter und Geschlecht, als erstes für den entsprechenden Kampfeinsatz verpflichtet, das wünsche ich mir. Natürlich ist ein schwabbeliger Politiker eher weniger gut für den Kampfeinsatz geeignet, dafür aber entfallen umfangreiche Kosten für Ausbildung, und auch die Ausrüstung wäre wohl mehr oder weniger überflüssig, er könnte sie weder tragen noch einsetzen. Aber in Zeiten der marktkonformen Demokratie kann man auch dieser Sache was gutes abgewinnen. Als Kanonenfutter taugt sowas alle mal, und viel besser als junge Menschen.
    Atomwaffen jedoch machen selbst solche Gedankengänge überflüssig, denn jeder ist betroffen, ob er will oder nicht, ob er kann oder nicht, ob er reich ist oder nicht. Die Welt ist dann futsch. Was also muss da alles schief laufen im Hirn, um sowas zu unterstützen? Was liebe Frau Reschke, stimmt bei ihnen nicht?

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