Werbung wirkt

von Jones Petersen.

Wir leben in einer Zeit, die bestimmt ist von Werbung. „Crossmedial-bedingt“ intensiver Werbung. Sie hat eine ganz klar definierte Aufgabe und wird millimetergenau auf unsere Köpfe zugeschnitten. Sie steuert unser Verhalten. Oft mehr als uns das selbst im Alltag bewusst ist. In den neunziger Jahren hat Anna Nicole Smith mit ihren aufreizenden H&M- Werbeplakaten dafür gesorgt, dass Männer im näheren Umfeld ihrer Plakate Verkehrsunfälle verursachten und auch der Taschendiebstahl in diesen Bereichen florierte angeblich stärker als andernorts.

Je größer das Unternehmen, desto mehr wird in Werbung investiert. Werbung funktioniert ziemlich gut. Sie ist einer der Antriebe unseres kapitalistisch ausgerichteten Systems.

Die Behörden sorgen dafür, dass für Werbetafeln und Leuchtreklame an Geschäften oft Baugenehmigungen erteilt werden müssen, bevor diese aufgehängt werden dürfen. Das Ordnungsamt kontrolliert neben Tischaufstellflächen von Gastronomen und Blumenauslagen von Floristen auch dies. Mit Kamera und Zollstock.

In Berlins Mitte werden sogar ganze Gebäude per Gerüstbauweise nachgebildet, um diese als Werbeplakatträger zu nutzen.

Je größer der Banner und die Gebühren-Zahlungen, desto sicherer die Genehmigung dafür. Selbst ein überaus nützlicher Fahrradständer auf dem Gehweg mit einer kleinen Reklame darauf ist genehmigungs- und kostenpflichtig. Man möchte unseren Geist vor zu viel Werbung bewahren und das Maß halten. Also das wollte man mal. Kassiert hat man schon immer. Aber inzwischen scheint beinahe alles egal zu sein.

Wer genug hinblättert darf inzwischen eigentlich alles. Und Werbung ist auch ziemlich teuer. Werbeagenturen verdienen gutes Geld. Je kreativer und damit unterbewusst einflussreicher, desto besser werden sie bezahlt. Eine der erfolgreichsten deutschen Agenturen hat es vor einigen Jahren geschafft das Image der Berliner Müllabfuhr stark aufzufrischen. Aus eher schlecht gelaunten, stinkenden Müllfachwerkern in Eile wurden smarte, flinke und echt nette „Tonnenboys“ mit starken Oberarmen. Das Unternehmen hat sich eigentlich nicht verändert. Aber wie wir dieses sehen, hat sich durch die Werbekampagne grundlegend verändert.

Werbung oder auch Schrift im öffentlichen Raum ist immer mehr im Fokus. Slogans wie: „Die Grenze verläuft nicht zwischen den Ländern, sondern zwischen oben und unten“ oder „Diese Stadt ist ausverkauft“ sind inzwischen der kapitalistischen Abrissbirne zum Opfer gefallen oder fallen demnächst. Die kommerziellen Slogans und Botschaften werden immer mehr und größer. Auch Sexismus in der Werbung, welcher zu Hochzeiten von Anna Nicole Smith noch kein großes Medien-Thema war, ist inzwischen -zurecht- ein großes Thema geworden. Die Alice Salomon Schule in Berlin Hellersdorf hat aktuell ein Problem mit dieser Thematik, denn ihre Gebäude-Fassade ziert ein spanisches Gedicht, welches nun übermalt werden soll, weil es angeblich „Sexismus“ beinhaltet. Besonders wachsame Studenten monierten es. Nun wird diskutiert über Blumen, Frauen, Männer und Straßen.

Wer sich dieses Gedicht genauer zu Gemüte führt, wird feststellen, dass es eigentlich nicht sexistisch ist, sondern einfach schön bzw. zumindest nicht rechtsverletzend. Die Diskussion darüber ist in vollem Gange. Der Autor – ein bekannter Lyriker- wehrt sich und die Schule will es wohl überstreichen.

Man redet über Blumen, Frauen und Männer…Während eine ganz neue Art der Werbung aktuell mitten in Berlin überall stattfindet. Diese hat eine negative Qualität, die ich so zuvor noch nicht erlebt habe. Und niemand scheint es zu bemerken oder es stört sich einfach niemand daran: Smarte Boys and Girls: Go to Mali!

Nachdem die Bundeswehr wohl recht erfolgreich eine Werbekampagne zur Rekrutierung neuer Soldaten durchgeführt hat und die Bundestagswahlen vorbei sind, ist nun eine neue Kampagne gelauncht worden. Das Personal ist nun da und will beschäftigt sein.

Es geht um die neue Mission der Bundeswehr in Mali. Erstmalig prangt das Zielgebiet des Einsatzes der Bundeswehr an Berliner Bushaltestellen und Werbetafeln: Mali. Mit Slogans wie: „Ihre Nachtwache lässt auch dich ruhig schlafen“ oder „Ihre Mission macht auch dein Leben sicherer“ versucht eine Werbeagentur uns werbeüberflutetem Volk geschickt die angebliche Normalität und Notwendigkeit solcher Missionen im fernen Ausland aufzudrängen und uns damit schleichend daran zu gewöhnen.

Es ist keine neue Fantasy-Serie, die da beworben wird. Es ist Werbung für realen Krieg.

Die aktuellen Slogans dieser Bundeswehr-Aktion erinnern stark an „Unsere Freiheit wird am Hindukusch verteidigt“. Dass solche militärischen „Missionen“ ganz wesentlich zu massiven Flüchtlingsströmen beitragen, ist inzwischen jedem klar, der sich mit Kriegsoperationen der westlichen Allianz nur ein wenig auseinander gesetzt hat. Dass diese im Grundsatz falsch sind, weiß inzwischen auch beinahe jeder.

Mann kann über die Auswirkungen dieser Flüchtlingsströme streiten, aber in einem scheinen sich die meisten Menschen einig zu sein: Sicherer machen sie Deutschland nicht. Es ist das Gegenteil der Fall.

Und unsere Spitzenpolitiker legen uns nahe, wir sollten uns an den großen und kleinen Terror im eigenen Lande gewöhnen lernen. Entsprechende gesetzliche Maßnahmen, die unter dem Stichwort der „Terrorbekämpfung“ durchgesetzt werden können, stoßen nun leichter auf Akzeptanz in der Bevölkerung. Denn wer Angst hat, der nimmt schnell ein vermeintliches „Schutz“-versprechen des Staates in Kauf, das unter Umständen aber vor allem eines ist: Unsere Bürgerrechte beschränkend.

In Berlin trägt gefühlt jede 20. Bushaltestelle diese Plakate mit Werbung für den Kriegseinsatz in Mali. Und auch Berliner Kinos machen mit beim Support der Bundeswehrkampagne.

Wenn man sich die bisherigen „Missionen“ der Bundeswehr mal genauer anschaut, stellt man fest, dass es vor allem keine Einsätze sind, die für mehr Sicherheit hierzulande oder in der Ferne gesorgt hätten, sondern Kriegseinsätze, in denen Menschen getötet wurden und werden. Deutsche Bundeswehr-Soldaten sind derzeit bei Auslandseinsätzen in 15 verschiedenen Ländern eingesetzt.

Wenn Politik und Militär die eigene Bevölkerung mit Hilfe einer massiven Werbekampagne, wie die der aktuellen Bundeswehr, hinter sich scharren, ist es leichter mit dem Morden im fernen Ausland. Weil sich kein Widerstand und keine Empörung regt. Es ist ja alles schön verpackt und die Werbung suggeriert uns, der Krieg sei ein legitimes Mittel zu unserem Schutz.

Wir sollten der Bundeswehr hier nicht auf den Leim gehen und stattdessen unsere Stimme erheben und diese Kampagne als das benennen, was sie ist: Kriegspropaganda, die das Töten von Menschen salonfähig machen soll.

That’s it. Nothing more.

+++

Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung.

KenFM bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Meinungsartikel und Gastbeiträge müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.

+++

Alle Beiträge von KenFM sind ab sofort auch auf der KenFM App verfügbar: https://kenfm.de/kenfm-app/

+++

Dir gefällt unser Programm? Informationen zu Unterstützungsmöglichkeiten hier: https://kenfm.de/support/kenfm-unterstuetzen/

18 Kommentare zu: “Werbung wirkt

  1. Das Leben ist wie Kaffee. Riecht besser als es schmeckt. Der Wille zur Existenz in Samsara im Menschenkostüm ist im Grunde nur durch permanente Propaganda aufrechtzuerhalten. Selbstindoktrination. Selbsthypnose. Werbung halt. Die Bundeswehr verkauft den Kaffee ‘legales Morden mit Zucker und Sahne’. Der Autor verkauft den Mythos eines friedlichen Samsara. Dabei ist er ja offenbar im Krieg mit Samsara. Kein Wunder, Samsara ist nun mal Krieg. Wahrer Friede hat mit dem Kaffee nichts zu tun.

  2. „Weil sich kein Widerstand und keine Empörung regt.“

    Widerstand und Empörung hätten sich schon regen müssen, ob der Tatsache, daß Regierungen (Politiker) von PR-Agenturen (der Lobby-Industrie) beraten werden. Sie übernehmen zuerst unsere Regierungen und Politiker und dann haben sie leichtes Spiel. Auch in Großkonzernen ist die PR-Abteilung ein „Staat im Staat“.

  3. Danke fpdcb für den Hinweis auf die Steuermittel – auf die von uns allen aufgebrachten Steuermittel – Es kann doch nicht sein, dass damit grundgesetzwidrige Kriegseinsätze finanziert werden! Man müsste seinen Steuerzahlungen den Hinweis anfügen: Verwendung nur zur Finanzierung grundgesetzkonformer Leistungen!

  4. Warum gibt es kein Gesetz, dass man einer Bundeswehr-Werbung einen Verbraucherschutzhinweis anfügen muss, so wie bei der Pharmawerbung. Mir fällt dazu als passender Text zB die Aussage von Henry Kissinger ein: „Militärpersonal ist blödes, dummes Vieh, das man als Bauernopfer am Schachbrett der Weltpolitik benutzt.“

  5. Werbeverbot für Tabak. Hmm. Es dreht sich um Erwachsene. Aber immerhin, nicht schlecht daß der Tabakkonsum zurückgegangen ist.
    Sexismus-Kampagne – das ist nur noch eine Hexenjagd. Ist mir sch…egal, was die Stars in Hollywood machen.
    Was ist wichtig, wenn wir über Werbung heute reden?
    Verbot von Werbung, die sich an Kinder richtet, da würde ich mitmachen.
    Und klar, Werbung für den Krieg lehne ich auch ab. Danke für den Artikel.

  6. Dem kann ich voll und ganz zustimmen.

    Und das ist ein enorm wichtiges Thema, Bundeswehreinsätze in Ausland, die nicht in meinem Interesse sind. Nicht Herrn Trumps Haarfrisur oder eine „Kamerafahrt“ über die Beine von Frau Poth sollten uns bewegen, sondern die Kriege, die Deutschland im Ausland führt.

    Deutsche Soldaten haben im Ausland nirgendwo etwas zu suchen!

    • ich musste mir das auch zuerst einmal ansehen und kann es echt nicht fassen!
      So bekam ich diesen Menschen verachtenden Dreck auch in der Schweiz auf den Bildschirm
      http://wck.me/-kz
      Ich bin allerdings gar nicht stolz, dass ich in der Schweiz lebe. siehe hier;
      http://wck.me/-kA
      die einzige Hoffnung die bleibt ist;
      dass sich die westlichen Werte derzeit so gründlich auf Luxus-Hochseejachten aus dem Staub gemacht haben,
      dass das bald der hinterletzte mit grossem Grauen feststellen muss.

      Es ist ein reumütiger Multimilliardär gesucht,
      der die gesamte Werbefläche zurückkauft
      und Kindern und Jugendlichen
      zur Gestaltung ihrer Zukunftswünsche zur freien Verfügung stellt.

  7. Ja, wir wissen es..und nun?
    Sammelklage wegen grundgestzwidriger Verherrlichung von Krieg und Teilnahme an widergestzlichen militärisch/terroristischen Aktivitäten.
    Die Bundeswehr besteht aus unseren Steuermitteln und hat sich offensichtlich, teilweise, zu einer grundgesetzwidrigen Organisation gewandelt.
    Damit muss man, finde ich, untersuchen, ob sie (ohne UN-Mandat sowieso) nicht den Ansprüchen einer terroristischen Vereinigung erfüllt und sich von Ihrem Grundgesetzauftrag verabschiedet hat.
    Auch die Befehlshaber dieser Organisation sind damit zu verfolgen.
    Die staatliche Armee darf kein Söldnerheer sein, welches sich zum Staat im Staate entwickelt und sich an kriminellen Aktionen beteiligt.

    • „Sammelklage wegen grundgestzwidriger Verherrlichung von Krieg und Teilnahme an widergestzlichen militärisch/terroristischen Aktivitäten.“

      Geht leider nicht durch. Hat mein Vater versucht. Antwort vom Verfassungsgericht: Klage ist nur möglich, wenn der Kläger direkt PERSÖNLICH betroffen ist. So ähnlich wie bei dem Lehrer aus Ramstein und seiner Truppe. Deren Klage wurde auch abgewiesen. Da gibts etliche Leute, die versucht haben über den „Rechts“weg was zu erreichen. Den Misserfolg sieht man deutlich überall. Statt besser wirds immer schlimmer. Machen wir uns doch nix vor. Wir haben keinen Rechtsstaat.
      „Die Definition von Wahnsinn ist, immer wieder dasselbe zu versuchen und auf andere Ergebnisse zu hoffen“. (frei nach AE)

      Andere Idee?

    • Die einzige Idee, die mir noch bleibt ist, den Versuch zu starten, durch lokale Organisation die Welt im Kleinen zu verändern, in der Hoffnung, dass andere auf diesen Zug aufspringen werden, wenn sie erkennen, dass es geht.

      Das Ziel sollte sein, an einen Punkt zu kommen, an dem den umliegenden Menschen Teilen und Kooperieren sinnvoller erscheint, als das Gegeneinander in Form des anderen Teilens in Verbindung mit Herrschen.
      M.E.n. sollte es ein Punkt sein, an dem Tausch nicht mehr notwendig ist (Wobei er nach meiner Ansicht auch heute schon nicht mehr notwendig ist). Dieser direkte Tausch in der heutigen Form mit Geld, der ja aufgrund der Arbeitsteilung als unumgänglich bezeichnet wird, sorgt dafür, dass so viele sinnlose Dinge vollbracht werden und Menschen in einer Abhängigkeit stehen, die Ihnen eine freie Entscheidung erschwert und sie allzu oft zu Ihrem Gewissen widersprechenden Entscheidungen bringt.

      Da wir uns von klein auf darauf vorbereiten in ein Jeder-Gegen-Jeden einzusteigen ist es heute unglaublich schwer einen passenden Startpunkt für solch ein Vorhaben zu finden. Außerdem finden wir die Möglichkeit andere mit Bußgeldern zu gängeln manchmal doch irgendwie gut. Wenn es uns selbst trifft, sieht das wieder anders aus. Auf jeden Fall meinen nicht wenige, dass man andere ruhig öfter mal zu etwas zwingen sollte und Fehler machen muss ordentlich bestraft werden. Obendrauf sind alle tagtäglich so lange mit der Jagd nach Geld beschäftigt, dass sie wenig Zeit und Kraft finden noch an anderen Stellen tätig zu werden.

      Wenn wir es also irgendwo schaffen sollten zu zeigen, dass man miteinander, trotz aller zwischenmenschlicher Differenzen, die wahrscheinlich in Teilen bleiben werden, mindestens genauso gut leben kann, wie jetzt, ohne sich gegenseitig zu erpressen oder zu bestechen, dann könnte sich das verbreiten und andere inspirieren ähnliches zu versuchen. Das würde einen massiven Machtverlust bei den wenigen bedeuten, die heute per Order di Mufti einfach bestimmen können.

      Wenn die Abhängigkeit aufgelockert oder abgeschafft wird, kann man besser nach seinem Gewissen entscheiden.

      Dies alles soll zum Ziel haben, dass wir ohne Geld, also ohne Tausch, auskommen. Wenn dann keiner mehr davon abhängig ist bezahlt zu werden, damit er teilhaben kann, dann können Soldaten auch frei entscheiden, ob sie ins Ausland ziehen oder nicht. Denn heute leben deren Familien davon, dass sie ihren Job behalten. Vielleicht brauchen wir dann auf lange Sicht auch keine Armeen mehr, wenn wir verstanden haben, dass Konkurrenz um die einzige Ressource Planet es uns nicht leichter sondern schwerer macht.

      Einziger Ausweg wäre also, es irgendwie selber zu machen anstatt darauf zu hoffen, dass die Politiker, die Ken Jebsens oder eben immer die anderen es für uns regeln oder das gar der gütige Kaiser irgendwann daherkommt und die passenden Regeln entwirft, die im Sinne der meisten Menschen sind und das Unrecht besiegen.

      Der Traum sollte so langsam auch beim letzten zerplatzen.

      Bleibt friedlich…

      Ich

    • @Hans Dampf:

      „Die einzige Idee, die mir noch bleibt ist, den Versuch zu starten, durch lokale Organisation die Welt im Kleinen zu verändern, in der Hoffnung, dass andere auf diesen Zug aufspringen werden, wenn sie erkennen, dass es geht.“

      „Dies alles soll zum Ziel haben, dass wir ohne Geld, also ohne Tausch, auskommen.“

      Meine Rede.
      Ich sehe, wir liegen hier ganz auf einer Linie.
      Sehr erfreulich.

      Dennoch müssen wir den Menschen zusätzlich zeigen/beweisen, dass sie ohne Geld/Geldsystem mehr von den Produzierten Gütern erhalten, bei sogar gleichzeitig weniger Arbeit für den einzelnen.
      Denn die vorhandenene, sich stetig vermehrende Geldmenge verteilt sich zunehmend einseitig in die Geldsäcke der Reichen.
      Die Geldmenge aber entscheidet, wieviel der Mensch von den produzierten Waren und Dienstleistungen haben darf.
      Nicht entscheidend dafür ist seine geleistete Arbeit.
      Das ist der Kern des fauligen Systems.
      .
      .
      p.s.: was mich stets verwundert ist, dass selbst die Millionen an Wissenschaftlern sich zum großen Teil für lächerliche Vergütungen ihrer Leistung abspeißen lassen, obwohl doch sie es sind, die den technologischen Fortschritt erzeugen und damit den vergrößerten Wohlstand generieren.
      Gerade von diesen Personen nimmt man doch zurecht an, dass sie über höhere logische Denkfertigkeiten verfügen und ihren Wert doch besser kennen kennen und einfordern müssten.
      Aber naja, vielleicht ist es ja so, dass sie eben solange zufrieden sind, wie sie ihrer Leidenschaft, dem Forschungsdrang, ungestört nachgehen dürfen.
      So ist leider auch gerade von dieser Personengruppe kein primäres Interesse an sozialen Verhältnissen und deren Veränderung zum Wohl aller zu erwarten, was sehr bedauerlich ist.

    • Hans Dampf 🙂
      Ich freu mich voll!!! Genau das erzähl ich meiner Umwelt seit Jahren. Ich bin froh, dass es hier ganz viele Menschen gibt, die so ticken. Fangen wir ganz klein an und leben es den Anderen vor. Schaffen wir endlich den verdammten Wettbewerb ab, der für so viel Übel verantwortlich ist und uns eingetrichtert wird von morgens bis abends.

      „Außerdem finden wir die Möglichkeit andere mit Bußgeldern zu gängeln manchmal doch irgendwie gut.“
      Bitte nicht „wir“ schreiben. Ich lehne das ab. „Wer OHNE Fehler ist, werfe den ersten Stein.“ Hab mich lang damit beschäftigt, warum manche Menschen böse, oder manchmal böse sind. Die einleuchtendste Erklärung kam (für mich) von Arno Gruen. Wer sich als Kind unterwirft, hasst sich selbst dafür, kann aber diesen Selbsthass nicht zulassen und projeziert ihn dann auf Andere.
      Oder um ein praktisches Beispiel zu nehmen: wer sich brav zum Nichtraucher hat umerziehen lassen, wird die Raucher umso vehementer bekämpfen. Weil er anderen nicht gönnt, was er sich selbst versagt.

      Wir sollten „Wider den Gehorsam“ an den Schulen verteilen! 😉

  8. Der spanische Text lautet übersetzt: „Alleen / Alleen und Blumen / Blumen / Blumen und Frauen / Alleen / Alleen und Frauen / Alleen und Blumen und Frauen und / ein Bewunderer.“ – Quelle: berliner-zeitung.de/28420896 ©2017

    So ein „Gedicht“ ist doch viel wichtiger als Werbung für Krieg, Mord und Totschlag – das muß man doch auch mal einsehen.

    • Vor kurzen habe ich in Jena eine Straßenbahn fotografiert, die die Bundeswehr „gekapert“ hat.
      Alles in CAMOUFLAGE gestalltet. Darauf ein blaues Schild der Bundeswehr mit Hoheitszeichen.
      Weitere Sprüche wie „WAS SIND SCHON 1000 FREUNDE IM NETZ GEGEN EINEN KAMERADEN?“
      oder „GRÜNZEUG IST AUCH GESUND FÜR DEINE KARRIERE.“
      Ich nehme an, dass die Verkehrsbetriebe auf das Geld nicht verzichten wollen.

      Und da wird das Geld verdient:

      „Mit 30.000 Plakaten in zwölf Großstädten, 5,5 Millionen Postkarten, Anzeigen im Online-Dienst Instagram, im Radio, auf Filmen, einer Facebook-Seite und einer neuen Bundeswehr-Webseite ist die zehn Millionen Euro teure Werbekampagne um den Nachwuchs an den Start gegangen – alles made am Rhein. Denn hinter dem Medien-Kampf der Streitkräfte ums Image und potenzielle Mitarbeiter unter dem Slogan „Mach, was wirklich zählt“ stecken Düsseldorfer Köpfe: Sabine Castenow, die zusammen mit ihrem Mann Dieter sowie Geschäftsführer Hubert Hundt im Düsseldorfer Medienhafen die 1992 gegründete Agentur Castenow leitet und Kunden wie McDonald’s, Rewe, Saturn und Fressnapf betreut.“ (Welt 24)

    • Bezahlen tust du, ich und Lieschen Müller die ganze Chose.

      Nur eine weitere kriminelle Aktion der Regierung – abhaken und weiter zahlen.

Hinterlasse eine Antwort