WhatsApp: Die End-to-End Verschlüsselung war eine Lüge | Von Thomas Röper

Ein Kommentar von Thomas Röper.

Wer sich um seine Daten sorgt, sollte WhatsApp schnellstmöglich verlassen, wie die neuen Regeln des Messengers zeigen. Hier will ich beleuchten, was die neuen Regeln (unfreiwillig) aufzeigen, was sie bedeuten und welche Alternativen es gibt.
Dass WhatsApp eine sichere Verschlüsselung hat, die dafür sorgt, dass nicht einmal WhatsApp selbst die Nachrichten mitlesen kann, ist nun als Lüge entlarvt worden. Zwar gab es schon früher Meldungen, die bewiesen haben, dass Geheimdienste zum Beispiel in Deutschland und Spanien bei WhatsApp problemlos mitlesen können. Aber das scheint nicht schwer gewesen zu sein, denn die vielgerühmte End-to-End-Verschlüsselung scheint es bei WhatsApp nie gegeben zu haben. Anders lässt sich nicht erklären, dass WhatsApp nun ganz offen mitteilt, ab sofort alles mitlesen und speichern und an Facebook weitergeben zu wollen.

Außerdem hat WhatsApp bereits in der Vergangenheit gezeigt, dass es mit der Datensicherheit dort nicht weit her ist, als Einladungen zu Gruppen-Chats plötzlich in Google-Suchen gezeigt wurden und Außenstehende dann in diesen vermeintlich privaten Chats mitlesen konnten.

Aber was bedeuten die Änderungen der Nutzungsbedingungen von WhatsApp tatsächlich und welche Alternativen gibt es für diejenigen, die nicht zustimmen wollen? Dazu hat die TASS (eine der größten russischen Nachrichtenagenturen) eine Analyse veröffentlicht, die ich übersetzt habe (Die im Schriftartikel vorzufindenden Links sind aus dem Artikel übernommen) (1)

Beginn der Übersetzung:

„Zustimmen oder löschen“ Warum verschrecken die neuen WhatsApp-Regeln die Nutzer?

Viele haben begonnen, über den Wechsel zu alternativen Messengern zu sprechen.

WhatsApp hat sich immer als sichere Plattform positioniert, die eine End-to-End-Verschlüsselung verwendet, was bedeutet, dass auch der Dienst selbst keinen Zugriff auf die Korrespondenz und Gespräche seiner Nutzer hat. Die neuen Vorschriften haben jedoch für viele die Frage aufgeworfen, ob ihre personenbezogenen Daten geschützt bleiben. Das hat bereits dazu geführt, dass Politiker, Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens und normale Menschen sich von dem Messenger abwenden.

Ab dem 8. Februar wird jeder, der WhatsApp nutzt (außer Bürgern der EU und Großbritanniens), gezwungen sein, seine persönlichen Daten mit Facebook zu teilen. Das soziale Netzwerk hat Zugriff auf Telefonnummern, Transaktionsinformationen und IP-Adressen.

„Als eines der Facebook-Unternehmen erhält WhatsApp Informationen von anderen Facebook-Unternehmen und stellt anderen Facebook-Unternehmen Informationen zur Verfügung“, heißt es in der neuen Version der Datenschutzvereinbarung. Wie in dem Dokument gesagt wird, analysiert und fördert Facebook auf diese Weise die Arbeit seiner Dienste.

Die Benachrichtigung über die Einführung der neuen Regeln erscheint im Messenger-Fenster und fordert die Benutzer auf, ihre Zustimmung zu geben. Wer das nicht vor dem 8. Februar tut, verliert die Möglichkeit, Nachrichten auszutauschen und zu telefonieren. De facto geht es um die Entscheidung, WhatsApp weiterhin zu nutzen und persönliche Daten mit Facebook zu teilen oder nach alternativen Messengern zu suchen.

Was die neuen Regeln bedeuten

„Die Daten, die wir mit anderen Facebook-Unternehmen teilen, umfassen Informationen über Ihr Konto (z. B. Ihre Telefonnummer), Transaktionsdaten, dienstbezogene Informationen, Informationen darüber, wie Sie mit anderen Plattformen interagieren, wenn Sie unsere Dienste nutzen, Informationen zu Mobilgeräten und Ihre IP-Adresse“, heißt es in dem Dokument.

De facto wird das Unternehmen in der Lage sein, zu verfolgen, wo sich das Gerät befindet, Statistiken darüber zu sammeln, wie oft eine Facebook-App verwendet wird und Zugriff auf den Status der Nutzer und Fotos ihrer Profile zu erhalten.

Wie im Abschnitt über Datenschutz in den Richtlinien von WhatsApp erwähnt wird, werden diese Änderungen dem Unternehmen helfen, die Dienste zu verbessern und mit anderen Facebook-Produkten zu verbinden, einschließlich der Interaktionen von geschäftlichen Accounts. De facto sprechen wir über die Schaffung eines miteinander verbundenen Ökosystems, das Ihnen zum Beispiel erlaubt, WhatsApp Pay auf Instagram zu verwenden. Facebook-Chef Mark Zuckerberg sprach 2019 über das Konzept der Multiplattformen, die den Facebook Messenger, Instagram und WhatsApp miteinander verbinden würden.

Bisher gibt es keinen Grund zu der Annahme, dass die neuen Regeln private Korrespondenz oder Gespräche von WhatsApp-Nutzern gefährden werden. Jedenfalls ändert die Plattform ihre Richtlinie zum Schutz dieser Daten nicht.

INFORMATIONEN, DIE WHATSAPP SAMMELT:

  • Die Telefonnummer, die zum Erstellen des Kontos verwendet wird
  • Account-Fotos und Informationen zu Ihrem Konto
  • Telefonnummern Ihrer Kontakte auf WhatsApp
  • Transaktions- und Zahlungsdaten
  • Standortinformationen
  • Informationen zu Ihrem Gerät (Modell, Betriebssystem und Mobilfunknetz)
  • Sonstige Informationen, einschließlich IP-Adresse

Ein unfreundlicher Ansatz

Die neuen WhatsApp-Regeln haben nicht nur normale Nutzer empört, die den Hashtag WhatsAppPrivacy populär gemacht haben, sondern auch ganze Regierungen. So leitete die türkische Wettbewerbsbehörde ein Ermittlungsverfahren gegen Facebook wegen Änderungen in der Nutzervereinbarung ein:

„Die Wettbewerbsbehörde hat eine eigene Untersuchung zu Facebook und WhatsApp eingeleitet, einschließlich der Notwendigkeit, Daten von Social-Media-Nutzern und Messengern teilen müssen“, heißt es in dem Communiqué. Vor diesem Hintergrund begannen Mitarbeiter türkischer staatlicher Institutionen, Konten in Telegram und BIP, einem Messenger der türkischen Firma Turkcell, zu eröffnen.

Auch in Russland wird über die Notwendigkeit gesprochen, WhatsApp zu verlassen. So ist Alexander Malkevitsch, der erste stellvertretende Vorsitzende der Kommission der Öffentlichen Kammer der Russischen Föderation für die Entwicklung der Informationsgemeinschaft, Medien und Massenkommunikation, der Ansicht, dass „russische Beamte aufhören sollten, auf WhatsApp über berufliche Themen zu kommunizieren.“

Malkevitsch hat dazu aufgerufen, darüber nachzudenken, dass „alle unsere vertraulichen Informationen nun per Gesetz Eigentum westlicher Geheimdienste werden.“

Anton Gorelkin, Mitglied des Ausschusses für Informationspolitik, Informationstechnologie und Kommunikation der Duma, nannte den neuen Ansatz des Messengers ebenfalls „suboptimal“:

„Sie stellen ihre Nutzer einfach vor vollendete Tatsachen: Stimmen Sie unseren Bedingungen zu oder löschen Sie die App. Das ist eine unfreundliche Politik gegenüber dem Nutzer und ich denke, dass es die Popularität von WhatsApp allmählich verringern wird“, prophezeit der Abgeordnete.

Das Signal zum Wechsel

Nach der Meldung über die neuen WhatsApp-Regeln forderte der SpaceX-Gründer und neuerdings reichste Mann der Welt, Elon Musk, seine Twitter-Follower auf, zu Signal zu wechseln. Dieser Instant Messaging-Dienst wird oft von Journalisten, Aktivisten, Politikern und all jenen genutzt, die sich besonders um die Sicherheit eines Netzwerks sorgen. Er twitterte zwei Wörter: Use Signal. Benutzt Signal.

Signal ist nicht im Besitz eines großen Unternehmens, sondern arbeitet innerhalb der Signal Foundation, die von Einzelpersonen gesponsert wird. Der Messenger ist eine der Benchmarks bei der Verschlüsselung, seine Sicherheitsprotokolle werden auch von WhatsApp und Skype verwendet. Im Gegensatz zu anderen Apps sammelt Signal keine Kundendaten zu Werbezwecken, da es nicht versucht, seine Zielgruppe zu monetarisieren.

Der Messenger steigerte seine Popularität inmitten der amerikanischen Proteste gegen die Ermordung von George Floyd. Die Teilnehmer dieser Aktionen befürchteten, dass IT-Unternehmen ihre personenbezogenen Daten mit der Polizei teilen könnten. Das einzige, was Signal benötigt, wenn ein neuer Benutzer registriert wird, ist eine Telefonnummer, aber das Unternehmen arbeitet bereits daran, diese Regel zu umgehen.

Nach Elon Musks Tweet sah sich der Messenger einem massiven Zustrom neuer Kunden gegenüber, der sogar zu technischen Schwierigkeiten führte.

Das Senden von Verifizierungscodes verzögert sich derzeit bei mehreren Anbietern, weil zu viele Leute versuchen, Signal beizutreten“, schrieb das Unternehmen auf seinem Twitter-Account.

Das Vertrauen der Benutzer

Die Anzahl der Downloads hat außer bei Signal auch bei Telegram dramatisch zugenommen. Der Gründer des Messengers, Pavel Durov, hat das direkt mit der neuen WhatsApp-Richtlinie in Verbindung gebracht.

Nach Angaben des Unternehmers hat sein Unternehmen nicht die Absicht, Daten seiner Nutzer zu sammeln oder groß angelegte Werbung einzuführen. Durov sagte auch, dass bei Facebook eine ganze Abteilung daran arbeitet, den Erfolg seiner Anwendungen zu untersuchen.

„Ich bin glücklich, Facebook zig Millionen Dollar zu sparen und unser Geheimnis kostenlos zu enthüllen: Respektiert Eure Nutzer“, sagte er.

Nach Angaben des Analyseunternehmens Sensor Tower haben zwischen dem 6. und 8. Januar mehr als 100.000 Nutzer Signal im Apple Store und bei Google Play installiert, während Telegram zur gleichen Zeit fast 2,2 Millionen Mal heruntergeladen wurde.

„Signal und Telegram sind jetzt die besten Alternativen, wenn Sie sich Sorgen um Ihre Privatsphäre machen“, schrieb Mike Butcher, Redakteur von TechCrunch auf Twitter.

Laut Sensor Tower ging die Zahl der WhatsApp-Downloads in der ersten Woche des Jahres 2021 im Vergleich zur Vorwoche um 11% zurück, es erreichte aber weltweit immer noch rund 10,5 Millionen Downloads. Im März 2020 erreichte WhatsApps Gesamtpublikum 2 Milliarden Menschen.

Ende der Übersetzung

Anmerkung in eigener Sache: Ich werde WhatsApp, das ich bisher wegen seiner großen Verbreitung genutzt habe, Ende Januar deinstallieren und komplett zu den genannten Alternativen wechseln.

Quelle:

1. Russischer Originaltext: https://tass.ru/mezhdunarodnaya-panorama/10439967

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Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung.

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Dieser Artikel erschien zuerst am 12. Januar 2021 auf dem blog ANTI-SPIEGEL

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Bildquelle: Worawee Meepian/ shutterstock

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28 Kommentare zu: “WhatsApp: Die End-to-End Verschlüsselung war eine Lüge | Von Thomas Röper

  1. 1) Es gibt noch keine Quantenkryptographie
    2) Die WhatsApp End-To-End Verschlüsselung, nutzt SECP256k1, die selbe Verschlüsselung wie auch bei Bitcoin verwendet wird.
    3) Wer sich mit Coden auskennt, kann die APK für Android einmal Dekompilieren und sich dann selber anschauen wie die Daten verschlüsselt werden.
    4) Facebook / WhatsApp möchte nur die MetaDaten verwenden, was ansich nicht besser ist, jedoch ist die Krypto zum derzeitigen Standpunkt sicher.
    5) Geheimdienste können auch bei WA nicht mitlesen, ohne dass das Gerät Kompromittiert wurde.

    WhatsApp ist nicht die beste App und Telegramm genauso nicht, die Verschlüsselung von Telegramm ist noch unsicherer als WhatsApp.
    Derzeit sind 2 Messenger sicher, darunter Signal und Session (Loki).
    Session hat den Vorteil, das es ein Dezentraler Messenger ist, welche die Tor Methode benutzt um Daten auszutauschen.
    Session (Loki) Android: https://play.google.com/store/apps/details?id=network.loki.messenger
    Session (Loki) IOS: https://apps.apple.com/app/session-private-messenger/id1470168868?ls=1
    Bei Session verwendet man keine Telefonnummer sondern einen PublicKey, welcher mit einer Bitcoin Adresse verglichen werden kann.

  2. Wer einen Messenger zu installieren bekommt hier technische Hilfestellung zur Auswahl:

    a) https://www.kuketz-blog.de/die-verrueckte-welt-der-messenger-messenger-teil1/ , mit Weiterführung zu den einzeln untersuchten Messenger

    b) https://privacy-handbuch.de/handbuch_74.htm

    Eine Anmerkung zu Whatapp: Ich habe in den letzten Jahren beruflich in Chile zu tun gehabt. Die Kommunikation mit den Leuten dort ging bis zu einem Punkt, an der ich mich entscheiden musste: Kommunizieren, dann mit W,hatsapp, oder es bleiben lassen ohne Whatsapp. Jeder, wirklich jeder nutzt es dort. Warum? Jegliche Datenverkehr mit den Servers von Whatsapp, Facebook und Twitter zählt nicht zum Datenvolumen, das man zahlt. Es war gratis. Ein Schelm ist wer dabei an Böses denkt.

  3. Es lebt sich auch gut ohne Messenger, auch ohne Smartphone. Ja, eigentlich sogar besser, freier.
    Aber das will niemand wagen. Gut, man wird belächelt, bemitleidet. Aber ich hatte meinen Weg gefunden,
    mich von diesem Digitalisierungswahn fern zu halten und glücklich zu sein. Mit meinem Hund in der Natur, beim Wandern, bei Radtouren, im Garten arbeiten, Joggen, usw.
    Aber der Corona-Staats-Terror holt mich zurück in die Realität. Es wird immer schwieriger, seine kleine Insel zu finden.
    Was passiert hier eigentlich? Ich könnte kotzen!

  4. Querdenker,

    ja natürlich ist das Schwachsinn, ist ja auch Teil des Propaganda-Artikels von Herrn Grassmann, der wie andere brave Knechte die technokratische Diktatur des Geldadels befördert. Um die weiteren im Artikel vorgetragenen Phantasien des Herrn zu entkleiden, wurden die Ausführungen von Herrn Davidsson beigefügt.

    Es ging mir darum, darauf hinzuweisen, daß das Problem nicht allein durch Apps verursacht ist und etwas umfangreicher ist.

  5. End-to-End-Verschlüsselung ist zwar gut, wenn sie denn funktioniert, aber es fallen auch noch Metadaten an, wer mit wem kommuniziert. Briar versucht hier zu punkten. Aber auch freie Messenger, welche über selbst aufgesetzte Server kommunizieren verdienen Beachtung: Matrix bzw. XMPP mit OMEMO.
    Letztlich muss auch das Endgerät in der Hand des Benutzers blieben, wie es Purism mit dem Librem 5 anstrebt.

  6. @ Box: "Es gibt wohl keinen Zweifel: der aktuelle Shutdown wirkt nur schwach, die deshalb notwendige Verlängerung ist ein harter Schlag. Anders als im Frühjahr gehen die Infektionsraten nur langsam zurück."

    Entschuldigung, das ist Schwachsinn!

    Ob die Infektionszahlen runter gehen oder nicht weiß keiner, da keiner dies feststellt. Was immer in der Presse als "Infektionszahlen" kolportiert wird, sind lediglich PCR-Test positiv Raten. PCR-Test von denen eigentlich keiner so richtig weiß was sie machen, denn es gibt mittlerweile über 200 verschiedene. Im Grunde kann jedes Labor einen eigenen erstellen. Was wird denn überhaupt gemesse? Wir erfahren es nicht! Nur das E-gen? Oder auch das RdRp-gen? Das N-gen schon mal sicher nicht. Und wie viele Zyklen werden als positiv gewertet? Die 45 vom original Drosten Test?

    Abgesehen davon sind die Test noch nicht mal für die Klinik zugelassen, lediglich für Laborzwecke.
    Was eine Infektion ist nachzulesen im ISG § 2, Abs. 2.

    So, und der aktuelle Lockdown wirkt also nur schwach?! Deshalb muss er verlängert werden? Merkt hier überhaupt noch jemand, was das für Sinnbeferite Aussagen sind :-(((

  7. Telegram ist nicht zu empfehlen, da Gruppenchats dort nicht verschlüsselt werden, und somit im Klartext auf deren Servern liegt, und niemand weiß, was dort damit passiert.
    Die Finanzierung ist intransparent, und der Chef ist Mitglied im World Economic Forum.

  8. Ich empfehle den Schweizer Messenger Dienst "Threema".
    Threema kann auch Videotelefonie und das beste, man muss weder Telefonnummer noch Email angeben,
    man ist also anonym.
    – Keine Erhebung von Nutzerdaten, keine Werbung
    – 100% Swiss Made und DSGVO-konform
    – für iOS und Android
    – für Android kann man sich die .apk auch auf der Herstellerseite herunterladen wenn man den Google Store nicht nutzen möchte.
    – durch einscannen eines QR Codes kann man Threema sogar am PC nutzen.
    Sicher er kostet eine Kleinigkeit, doch die paar Groschen sollte einem die Privatsphäre schon wert sein.
    Für Geschäftsleute gibt es auch noch "Threema Work".

  9. Träume der Technologie-Autokraten, das Smartphone als elektronische Fußfessel:

    Corona-App: Wie geht es nach dem Lockdown weiter?
    14. Januar 2021 Peter Grassmann

    Wir sollten uns eher zur Abgabe unserer Daten bereiterklären, als wochenlang in einem durch "Datenschutz" begründeten Lockdown zu veröden

    Es gibt wohl keinen Zweifel: der aktuelle Shutdown wirkt nur schwach, die deshalb notwendige Verlängerung ist ein harter Schlag. Anders als im Frühjahr gehen die Infektionsraten nur langsam zurück. Hatte man keine anderen Möglichkeiten erwogen? In Fernost zumindest ist die zweite Welle bislang ausgeblieben. Die Wirtschaft brummt, während bei uns die Schulden ins Astronomische steigen. Hat das hierzulande niemand wahrgenommen oder nur wenige interessiert?

    Einer der Hebel dort ist die wesentlich strengere Quarantäne. Schnell und viel testen, verbunden mit einer straffen, voll digitalisierten Verwaltung und einer konsequenten Nutzung des Smartphones. Das rasche Durchsetzen der Quarantäne und deren Überwachung ist die Priorität, teils kombiniert mit Nutzung eines Gesundheitsausweises.

    Bei uns geht es dagegen bei der Corona-App nur um Warnung vor Infizierten und um deren Nachverfolgung, beides mit nur geringem Erfolg. Die Warnhinweise lassen den Nutzer ratlos zurück, und für die Rückverfolgung entstand nicht das erwartete Wunderinstrument. Als eine Ursache werden die Erschwernisse durch die europäischen Datenschutzbestimmungen und -gesetze gesehen.

    "Wir müssen runter von diesem Datenschutz-Kult" und "Wir müssen diese App scharf stellen" hatte Boris Palmer, Grünen-Politiker, vor kurzem in dem Boulevardblatt BILD gewettert. Ihm ging es um bessere Nachverfolgung "wo sich wer ansteckt". Schon ein kurzer Blick in Wikipedia zu Anwendungen in Fernost zeigt aber, dass es dort, wie erwähnt, um anderes geht, nämlich um einen zuverlässigen Ausweis des Smartphones dafür, ob jemand "gesund oder krank" ist, kombiniert mit dem Durchsetzen von Quarantäneverpflichtungen.1
    (…)
    Wunderwaffe Smartphone

    In China zeigt die App die Quarantänepflicht an: Gelb für sieben und Rot für vierzehn Tage. Kontrollen an Bahnhöfen und in Einkaufszentren sind üblich. In Singapur ist die App für das Betreten öffentlicher Gebäude notwendig. In Indien ist es für die Beschäftigten von Unternehmen und Ämtern Vorschrift. Singapur und Australien registrieren GPS-kontrolliert das Verlassen der Quarantäne-Unterkunft und nutzen es zur Strafverfolgung. Taiwan arbeitet dabei völlig ohne Corona-App. Man nutzt das Smartphone, um Quarantänepflichten konsequent zu kontrollieren – sozusagen als Fußfessel – und kontrolliert die Bewegungen in Zusammenarbeit mit dem Telefonanbieter während der Erkrankung, aber ohne App.2

    Alle diese Länder setzen die Möglichkeiten des Smartphones also härter und anders ein als wir, eben zur Lokalisierungskontrolle und als Gesundheitsausweis und nur wenig zur Nachverfolgung Infizierter. Diese Länder waren damit erfolgreich und konnten die Herbstwelle verhindern – eine Botschaft an uns für das Maßnahmenpaket nach diesem Lockdown. Denn die Impfungen allein werden nicht genügen. Der Impfschutz ist vergänglich und freiwillig. Die sofortige und konsequente Isolierung sporadisch auftretender Infektionen wird nun höchste Priorität haben müssen.Das erfordert eine neue Strategie und eine völlige Überarbeitung der Ziele der Mobilgerätnutzung.

    Weitergehende Nutzungsmodelle würden dabei die europäische Datenschutz-Gesetzgebung berühren. Sie wären nicht mehr nur ein Thema der Kanzlerin und der Ministerpräsidenten der Bundesländer, sondern wohl auch eines der EU-Kommission.
    (…)
    Die Pflicht-App zwingt zu Disziplin

    Erst eine App, in der jede Infektion registriert ist, kann wirklich wirken. Wer die Quarantäne verlässt – natürlich mit dem Handy – warnt seine Umgebung. Die Nutzung öffentlicher Räume und von Massenverkehrsmitteln wird kontrollierbar. Und die App wäre hilfreich im Privatbereich, denn von einer App gewarnt, schicken die Freunde ihren undisziplinierten Gast nach Hause.

    Schnell wird es Standard werden, bei jedem Treffen zu prüfen, ob alle ein Smartphone dabeihaben. So kann eine Warn-App Disziplin erzwingen, wo sie vom Charakter her nicht gegeben ist. Es wirkt der soziale Druck, die Angst, von Freunden und Bekannten heimgeschickt zu werden. Strafen und die Häufigkeit der Überprüfungen werden zusätzlich bestimmen, ob Quarantänen unterlaufen werden und Handys zu Hause bleiben.
    Im Fazit zeigt sich, dass die Verantwortung der Ministerpräsidenten für die lokale Gesundheitsvorsorge zu kurz greift. Die Nutzung unserer Smartphones und einer zumindest für Infizierte verpflichtenden Corona-App ist eine Frage der europäischen Legislative und deren Interpretation. Gefordert sind die EU-Kommission und das EU-Parlament.

    https://www.heise.de/tp/features/Corona-App-Wie-geht-es-nach-dem-Lockdown-weiter-5023599.html?seite=all

    Dazu:

    Das Déjà-vu-Erlebnis
    Die heutige digitale Diktatur hat mit dem Hitler-Faschismus mehr gemeinsam als die meisten wahrhaben wollen.
    von Elias Davidsson

    (…)
    Unterschied 1: Sichtbare versus unsichtbare Diktatur

    Der sichtbarste Unterschied zwischen der Hitler‘schen und der digitalen Diktatur ist die heutige Benutzung fortgeschrittener Überwachungstechnologien — dazu zählen unter anderem das Internet, Satelliten, Sicherheitskameras und künstliche Intelligenz. Durch die Erstellung automatischer Algorithmen ist nun die ganze Armee menschlicher Schnüffler, die es in früheren Diktaturen gab, nicht mehr vonnöten. Das beste Beispiel dafür bietet die chinesische totalitäre Überwachungsgesellschaft, die mit relativ wenigen Mitteln 1,4 Milliarden Menschen diszipliniert.
    (…)
    Fazit

    Die moderne Diktatur ist (a) unsichtbar, (b) global und (c) totalitär. Sie unterscheidet sich von früheren Diktaturmodellen durch ihre scheinbare Sanftheit, was höhere Nachhaltigkeit gewährleistet. Das globale Ausmaß der Diktatur von heute ist mühelos wahrnehmbar: Jeder Schüler, Student, Lehrer, Professor, Journalist, Arzt, Anwalt, Politiker — und das weltweit — kann so gut wie nicht mehr auf die Dienstleistungen einer Handvoll von US-Konzernen, also Google, Youtube, Amazon, Facebook und Microsoft verzichten. Das bedeutet, dass sämtliche Bereiche des täglichen Lebens kontrolliert werden: zwischenmenschliche Beziehungen, Arbeitsleistungen, die Informationsumwelt der Einzelperson, Bewegungen, Reisen und Aufenthaltsorte, Einnahmen und Ausgaben sowie der Gesundheitszustand.

    Die Frage, ob sich der Mensch mit seiner Unterwerfung unter eine globale, totalitäre Diktatur abfinden, seine „sanfte Versklavung“ vielleicht sogar genießen wird, bleibt hier unbeantwortet. Das chinesische Modell zumindest deutet auf eine bejahende Antwort hin…

    https://www.rubikon.news/artikel/das-deja-vu-erlebnis

    Das mit der erwähnten "Sanftheit" und "Unsichtbarkeit," kann aber schnell sichtbar und grob werden, was bereits vorgeführt wurde.

  10. Für Jonathan Ario :

    Das ZDF ist ein widerlicher Propagandasender, das ist bekannt.
    Verwundet bin ich , dass Gunnar Kaiser, der es besser wissen sollte, dieser bösartigen Unterstellung gegen Jebsen (Holocaustleugner) nicht widerspricht.

  11. https://www.youtube.com/watch?v=8VFngRmp1HE
    "Covid 19 fraud exposed in NY Hospital"

    In diesem Video zusehen: Krankenschwester berichtet und filmt wie Menschen ermordet werden, um Covid-Statistiken zu manipulieren. Das passiert AUCH in Deutschland immernoch täglich.
    Ist zwar etwas älter, aber unbedingt sehenswert!

    Bitte teilen!

  12. @ Wildenfelser, "… da hatten doch die Nazis die absolut sichere Verschlüsselung mit der "Enigma" genannten Maschine."

    Ach die Enigma war schon gut. Nur man war da auch schon so bequem und sich so sicher, dass man gar nicht die mögliche Verschlüsslungstiefe nutzte und so Alan Turing es leichter hatte. Ist heute aber ähnlich aus Bequemlichkeit wird oft auf sicherheit verzichtet ;-(

    Und wer sich 'ne Alexa in die Wohnung stellt braucht über sicherheit nicht mehr nachzudenken ;-(

    Es geht aber auch anders: Wer seine Daten lokal sicher verschlüsselt, z.B. mit VeraCrypt, und dann in die Wolke lädt, hat seine Daten auch sicher. Nur das ist dann nicht mehr ganz so bequem.

  13. @ Jonathan Ario, kurz zuvor bei 31:32

    Aussage des Moderators: "Ken Jebsen ist in der öffentlichen Debatte gerade eine Persona non grata, hat sich zu einer solchen gemacht."

    Schon echt heftig, Ken hat sich also selber zur "Persona non grata" gemacht. Ich weiß schon warum ich ÖR seit langem nicht mehr schaue. Mir tut in der Sendung nur der Gunna Kauser leid, da werden echt Perlen vor die Säue geworfen!

  14. Es will mir scheinen, dass der Narren kein Ende ist. Sichere Daten hier, sichere Daten dort… Vielmehr gilt, was verschlüsselt ist, kann entschlüsselt werden. Man erinnere sich… da hatten doch die Nazis die absolut sichere Verschlüsselung mit der "Enigma" genannten Maschine. Dann haben die Engländer einen der ersten wirklichen Computer gebaut und siehe da – sie konnten die Nachrichten entschlüsseln. Kann ja sein, dass Manches nicht so leicht zu entschlüsseln ist und dazu eine Supercomputer gebraucht wird, wie den die NSA hat und deshalb nicht jeder unwesentliche Unsinn entschlüsselt wird, aber wenn es wichtig erscheint, dann eben doch. Mal ganz abgesehen davon, dass CIA und/oder NSA verlangen, dass von Vornherein in Applikationen eine Hintertür für sie eingebaut wird. Ich amüsiere mich auch immer über die Cloud-Nutzer. Mal 'ne Frage: Würdest Du eine Cloud ohne Hintertür aufbauen und Dir das große Geschäft entgehen lassen? Da findest Du dann Daten einer Firma, die an einem Patent arbeitet und für gutes Geld verkaufst Du die an eine andere Firma, die in gleicher Richtung unterwegs ist und nun das Patent anmelden kann, noch ehe die eigentliche Urheberfirma fertig ist (Man arbeitet jetzt eben mit Hochdruck auf der Überholspur).
    Was ist daraus zu lernen?
    Tue im Internet nur das, was Dich ggf. nicht stören würde, wenn es morgen auf der Titelseite der BILD stünde. Dann hast Du "Datensicherheit".
    Und da ist noch nicht erwähnt, dass ggf. die Daten direkt von Deinem Computer geholt werden können, der online ist oder von Deinem Smartphone. Es gibt sogar Programme, die abbilden, was Du gerade auf Deinem Keyboard eintippst.

  15. @ KenFM Redaktion, @ Wildenfelser, wie ich heute schon auf den gestrigen Artikel (die Bevölkerung will das Markus Söder geimpft wird) schrieb, die Kommentarfunktion benötigt auch eine dringende weiterentwicklung 😉

    Und weil wir gerade dabei sind, bitte gebt doch auch frei, dass man seine eigenen Kommentare editieren kann, das wär wirklich sehr hilfreich 🙂

  16. Sehr geehrtes KenFM Team,
    in der Sendung "13 Fragen" vom ZDF stellt einer der Gäste die Behauptung auf Ken Jebsen hätte den Holocaust geleugnet.

    Bitte eine Unterlassungsklage an das ZDF und auch an den Gast eine Strafanzeige stellen.

    Hier finden Sie die Aussage:
    https://youtu.be/YjeTikJuVHA

    Minute 32:02

    Vielen Dank

    Mit freundlichen Grüßen
    Jonathan

  17. Ergänzend: Was ist in den USA und dem UK u.a. aktuell zu beobachten? Der Impfzwang wird nicht generell eingeführt, vielmehr wird gezielt eine Gruppe oder Aktivität nach der anderen mit dem Impfzwang verbunden. Beispiel: Du bist Student und möchtest weiter studieren oder gar ein Examen machen? Aber nur geimpft. Und so wird man sich langsam vorarbeiten, bis man alle erwischt hat.
    Noch etwas zu dieser Seite: Das Login rechts oben ist verschwunden. Da steht stattdessen: "Bitte haltet Euch an die Spielregeln. Hier könnt Ihr sie nochmal nachlesen.", die ich lese und so gut einhalte, wie ich sie verstehe.
    Einloggen kann ich mich nur, wenn ich auf "Antworten" klicke, woraufhin ich aber nicht antworten kann, sondern nur einen neuen, eigenen Post abgeben kann, wie diesen hier.
    Kann das jemand erklären?

  18. Ergänzend: Was ist in den USA und dem UK u.a. aktuell zu beobachten? Der Impfzwang wird nicht generell eingeführt, vielmehr wird gezielt eine Gruppe oder Aktivität nach der anderen mit dem Impfzwang verbunden. Beispiel: Du bist Student und möchtest weiter studieren oder gar ein Examen machen? Aber nur geimpft. Und so wird man sich langsam vorarbeiten, bis man alle erwischt hat.

  19. @ Wildenfelser, ja kam auch neulich im "Radio Vaticana", dass der Past fordert, dass alle Menschen Zugang zu den den Impfungen bekommen und die ärmeren Länder nicht ausgeschlossen sein sollen! Da kann man nur noch mit offenem Mund staunen und die Worte fehlem einem 🙁

  20. Wo genau sind wir denn gerade? Dazu findet man etliche, interessante Informationen hier:
    https://www.youtube.com/watch?v=2oVeHBaBGA0&feature=emb_logo
    Das UK und die USA sind schon weiter als Deutschland. Aber wir werden aufholen. (Zum gruseln).

  21. Ein ausgereifter Schweizer Messenger-Dienst ist
    THREEMA.
    Empfehle, gute Vergleichsportale zu befragen.
    Threema ist ausgezeichnet worden für hohe Sicherheitsstandarts und:
    Funktioniert auch ohne Rufnummer!
    Sim wechseln oder Wifi-Pad/Mac/PC: Worx in all.
    Testen Sie's parallel; mach ich seit Jahren.

  22. Frage da diese Technik für mich Böhmische Dörfer darstellen.
    Warum macht KenFM gleich nach diesen Beitrag Werbung für ihre "WhatsApp",was ist an deren WhatsApp denn anders.?

    Es sei angemerkt das ich dies nur aus interesse wissen möchte da ich Grundsätzlich kein Handy oder sonstige Strahlende Geräte habe und auch in Zukunft nicht haben will.

    Daher kann ich leider noch nicht einmal zu Telegram umsiedeln da die auch eine Mobiltelefonnummer haben wollen.

  23. Bei der neuen Richtlinie geht es, so wie ich das verstanden habe, nicht um die Verschlüsselung. Diese war und ist gewährleistet. Sonst sähe sich die EU nicht genötigt folgendes auf den weg zu bringen:
    https://taz.de/Verbot-von-Verschluesselung-in-der-EU/!5724036/

    „Sicherheit durch Verschlüsselung und Sicherheit trotz Verschlüsselung“ Das ich nicht lache.. Einen geforderten "Master Schlüssel" gibt es bei der asynchronen Verschlüsselung technisch schlicht nicht. Bin da ja mal gespannt..

    Es geht darum den Whatsapp Dienst stärker mit dem Mutter Unternehmen zu "verzahnen". Man vermutet hier eine Vorbereitung bezüglich der Kartell-Klage in den USA gegen Facebook:
    https://www.bluewin.ch/de/digital/riesige-kartellklage-gegen-facebook-steht-bevor-489807.html

    Die erwähnten Metadaten werden übrigens bereits seit (glaub) 2016 munter geteilt, sofern man dies nicht in den Whatsapp Einstellungen unterbunden hat. Diese Möglilchkeit fällt leider künftig weg.

    Oben genanntes Dödel-Gesetz würde übrigens auch Telegra, Signal, Threema und wie sie alle heissen betreffen…

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