Widerstand in Berlin gegen das Ermächtigungsgesetz II | Von Anselm Lenz

Wenn man denkt, der Staatsstreich macht zumindest mal eine Pause bei der Zerstörung des zivilisierten Lebens in Deutschland, setzt er immer noch eins drauf. Das neueste Kapitel des Corona-Unrechtsstaates trägt die unscheinbare Abkürzung IfSG §28b. Eine Woche des massiven Widerstandes der Demokraten in Berlin hat begonnen. Das Ziel ist die zeitnahe Inhaftierung der Regierung Merkel und die Beendigung des Zivilisationsbruchs.

Ein Kommentar von Anselm Lenz, Herausgeber der Wochenzeitung Demokratischer Widerstand.

„Durchregieren bis in die Wohnzimmer der Menschen“, das ist laut dem „Netzwerk Kritischer Richter und Staatsanwälte“ das Ziel des neuesten Staatsstreichs der Regierung Merkel – „made in USA“. Laut der Medizinrechtsanwältin Beate Bahner bedeutet die neueste Fassung des Infektionsschutzgesetzes „die Beendigung aller Freiheiten, die komplette Vernichtung der Rechte und die endgültige Beseitigung der Demokratie“. Zumindest bis zur demokratischen Revolution. Und die findet in Form der größten Demokratiebewegung in 4.000 Jahren bekannter europäischer Geschichte auch bereits statt. Die Frage ist nur noch, wann sie durchwirkt.

Gegen das IfSG §28b versammelten sich bereits am Dienstag immerhin rund 500 mutige Demokratinnen und Demokraten vor dem Bundestag, die kurzfristig ihre Proteste angemeldet hatten. Auf Plakaten wurde die Inhaftierung der Regierung Merkel gefordert. Für die laufende Woche werden massive Demonstrationen in Berlin erwartet sowie Brief- und Anrufaktionen bei den Parlamentariern. Insbesondere am kommenden Freitag am Bundestag und an den Berliner Regierungs- und Konzernmedienzentren sowie am Samstag werden große Protestversammlungen gegen das geplante Ermächtigungsgesetz erwartet, wenn es bundesweit in allen Landeshauptstädten heißt: “Es reicht!” (1)

Mit dem neuen IfSG sollen weitere Ausgangssperren, Betriebsschließungen, Schulschließungen, Schließung von Universitäten und Kulturstätten und zudem eine De-facto-Impfpflicht durchgedrückt werden: Das Regime will mit diesem IfSG jetzt in deine Wohnung und in deinen Körper. Dafür soll nun der föderale Charakter der Bundesrepublik im Handstreich zerstört und zudem der Bundesrat umgangen werden. Die Volksvertreter in den Farben von CDU, CSU, SPD und Bündnisgrünen wollen das Ermächtigungsgesetz II noch diese Woche durch den Bundestag winken, Termine werden kurzfristig festgelegt, die Demokratiebewegung muss wachsam sein. (2)

Ausschaltung der Gewaltenteilung

Der Juristenverband führt zum geplanten Gesetz weiter aus: “In einer Art manipulierbarem Automatismus würde der Exekutive auf Bundesebene eine praktisch nur durch das Bundesverfassungsgericht überprüfbare Macht zur Einschränkung elementarer Grundrechte eingeräumt werden. Gleichzeitig würde durch unmittelbar geltendes Parlamentsgesetz, das keiner Umsetzung durch die Exekutive mehr bedarf, der instanzgerichtliche Rechtsschutz und damit der Grundsatz der Gewaltenteilung ausgeschaltet.”

Vom Bundesverfassungsgericht ist derzeit nicht zu erhoffen, dass es im Sinne des Grundgesetzes, des Menschenrechts und vor allem im Interesse der Bevölkerung entscheidet, die ihre Abwehrrechte gegen den Staat braucht. Der oberste Gerichtshof der Bundesrepublik ist im Mai 2020 im Stile einer mittelamerikanischen Bananenrepublik an den Konzernlobbyisten Stephan Harbarth übergeben worden. Der Problemjurist hatte sich bereits in seiner Zeit als CDU-Hinterbänkler und Beihelfer im sogenannten Cum-Ex-Skandal das Vertrauen des sogenannten Tiefen Staates, von Big Pharma und Banken erworben.

Im Entwurf des Infektionsschutzgesetzes wird die magische Zahl von “100” genannt. Ein willkürlicher Inzidenzwert, bei dessen erreichen der Merkel-Club direkt in die Länder hineinregieren will; die Zahl kann jederzeit künstlich herbeigetestet werden. Dies unter der weiterhin unrichtigen Setzung der Regierung, bei “Corona” handele es sich um mehr als einen Grippeinfekt sowie unter Kumulation von Zahlen bei Aussetzung jeder Wissenschaftlichkeit und Verhältnismäßigkeit in Bezug auf den PCR-Test. Wer sich Corona nach einem Jahr noch immer als Horrorseuche verkaufen lässt, ist, pardon, schlichtweg dumm.

Westliche Erlösungssehnsucht?

Die verständliche Erlösungssehnsucht weiter Teile der Bevölkerung von sich seit Jahrzehnten häufenden Niedergangserscheinungen in der westlichen Welt sollte sich indes ebenfalls in Luft aufgelöst haben. Denn weder geht mit dem Corona-Regime das “Grüne Wunder” einher, noch kommt damit eine sinnvolle Umverteilung von Kapital und Arbeit auf sie zu – sondern das ganze Gegenteil. Angesichts von rüde verfassungswidrig durchgreifenden Regierungen ist zudem deutlich geworden, dass die Staaten überfällige und sinnvolle Sozialreformen und Umweltschutz auch ohne die gemachte Seuchenpanik hätten durchsetzen können. Aber darum geht es eben nicht.

Damit bleibt: „What you see is what you get“, was Sie sehen, ist das, was Sie kriegen. Außer totalitärer Kontrolle, Zerstörung des Verfassungsstaates, der Kulturproduktion, der Bildungsstätten, des Gewerbes, des Mittelstandes, des zivilen Lebens, des Lebens überhaupt – kommt da gar nichts. Es gibt keine andere Seite, kein rettendes Ufer. Die heutige Wirklichkeit ist das Ergebnis dieser Entwicklung der Vergangenheit der zurückliegenden 13 Monate. Und leider: Keine Regierung hat jemals in der Geschichte einmal abgeschaffte Grund- und Freiheitsrechte freiwillig zurückgegeben. Diese mussten immer erbittert erkämpft werden, fast immer schließlich gewaltsam und unter größten Opfern.

Aber wer oder was stürzt uns in dieses Fiasko? Hinter dem Corona-Krieg gegen Mittelschicht und Arbeiterklasse insbesondere in der Europäischen Union steht das Höllenregime des US-amerikanischen Militärisch-Industriellen-Komplexes (MIK), der auch in weiten Teilen der US-Bevölkerung verhasst ist. Die flüchtete sich zuletzt in die Wahl und sehr wahrscheinliche Wiederwahl Donald Trumps, der auf den völlig enttäuschenden Kriegspräsidenten Barack Obama folgte. Der US-Präsident hatte sich am klassisch nationalliberalen »Dealmaking« orientiert und eine zwischenzeitliche Friedenspolitik eingeleitet. So zog er unter anderem 12.000 der 35.000 Soldaten aus dem US-besetzten Deutschland ab.

Trauriges Amerika

Mit dem unter dubiosen Umständen zu Jahresbeginn inaugurierten Joseph Biden rollte nach kaum vier Wochen die amerikanische Kriegsmaschinerie in Syrien und Osteuropa an. Auch in Deutschland wurden in den vergangenen Tagen die US-Besatzungstruppen wieder verstärkt. Die deutsche Nato-Ministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) versprach am Dienstag in Berlin, sie werde alles tun, damit die Soldaten eine gute zweite Heimat bekommen. Der neue US-Kriegsminister Lloyd Austin grüßte zurück, die neuen US-Truppen auf deutschem Boden sollten in Europa “wenn nötig, kämpfen und siegen”. (2)

Vor dem MIK und dessen Marionetten hatte bereits US-Präsident Dwight Eisenhower bei seiner Abschiedsrede 1961 gewarnt (3). Der skrupellos massenmörderische Apparat führte den Pinochet-Regime-Change in Chile herbei, später die US-Invasion des Iraks mit 1,2 Millionen zivilen Todesopfern und die gezielte Destabilisierung der Ukraine. Um nur drei Beispiele des systematisch produzierten Unglücks auf Erden „made in USA“ zu nennen.

Die USA mögen Jahrzehntelang das kleinere Übel gewesen sein. Unter dem Stichwort “Corona” greift deren Oligarchenklasse nun die Bevölkerung der Satellitenstaaten direkt an, um Beute für die eigenen Konzerne zu machen und dem unhaltbaren Wahn der Weltherrschaft zu frönen. Der vielzitierte „Great Reset“ ist dabei sehr wahrscheinlich nur ein „Layer“, eine weitere Façette eines gigantischen Manövers gegen den freien Menschen: Das Imperium dreht durch.

Möglichkeiten der Demokratiebewegung

Abgesehen von den realistischen Möglichkeiten, den Wahn des verfassungswidrigen Corona-Ausnahmezustandes abzumildern und als letzte zivile Kontrollinstanz gegenüber der Regierung zu fungieren, sowie als lebendiges Archiv, wo Chronistenpflicht und gegenseitige Hilfe gewährt werden, hat die Demokratiebewegung durchaus die Chance, das Schlimmste abzuwenden. Ganz kurzfristig wäre ein weiterer Erfolg der Demokratiebewegung, das geplante Gesetz in dieser Woche aufzuhalten.

Mittelfristig ist es vorstellbar, dass die Revolution sich durchsetzt, die Regierung und Teile der politmedialen Kaste inhaftiert werden, die sich mutmaßlich schwerer und schwerster Verbrechen schuldig gemacht haben, und daraufhin zum Grundgesetz in dessen Sinn- und Wortgehalt zurückzukehren – ein echter Fortschritt zum Gegenwärtigen. Die Demokratiebewegung hat von Beginn an klare, rationale, nachvollziehbare und durchführbare Absichten erklärt. Eine andere Abhilfe auf ein Leben in Würde zeichnet sich nicht ab.

Doch auch für den Fall des Gelingens der Revolution in Deutschland ergeben sich Folgeprobleme, die sich aus dem Wanken des US-Imperiums sowie der in dieser Form unhaltbaren Europäischen Union und der Währung Euro ergeben. Das neueste Kapitel des Unrechtsstaates, der von Beginn nur den Zusammensturz des US-Finanzkapitalismus überlagerte, ohne, dass 2020 und 2021 eine echte Seuche feststellbar gewesen wäre, trägt in Deutschland jedenfalls die vermeintlich unscheinbare Abkürzung IfSG §28b.

In Bewegung bleiben

Will man den Versuch unternehmen, der Situation etwas Gutes abzugewinnen, so kann man sich einstweilen vorstellen, dass das Corona-Regime eine gewollte „Insolvenzverschleppung“ ist, wie der Kabarettist und freiheitlich-demokratische Sozialist Uwe Steimle es nennt. Die Regierung verschafft uns Zeit, uns mittels Verfassungsgebender Versammlung auch über unsere künftige Wirtschaftsrahmengesetzgebung zu verständigen. Das sollten wir mit öffentlicher Diskussion und Volksentscheiden tun. Denn wir alle werden unter den künftigen Regeln zu leben haben. Dabei sind Menschenrecht und Grundgesetz brauchbare und bewährte Fundamente, auf denen auch jeder abgestimmte Fortschritt aufbauen kann.

Realistischerweise sollte man sich aber auch darüber Gedanken machen, wie dem Cluster-Krieg gegen das Menschsein (5) ausgewichen werden kann, ohne sich aus dem eigenen Land vertreiben zu lassen. Und wie man trotz alledem beweglich und in Bewegung bleibt. Am besten bleibt man das in der Demokratiebewegung.

Auf geht’s!

Anselm Lenz ist Journalist und Gründer der Wochenzeitung Demokratischer Widerstand (DW). Die gedruckte Wochenzeitung Demokratischer Widerstand erreicht Menschen, die ansonsten ausschließlich der Gleichschaltungspropaganda in TV, Regierungspresse und Konzernportalen ausgesetzt wären. Die Zeitung ist für diese Arbeit auf Abonnenten und für die Verteileraktionen im ganzen Land auf Spenden angewiesen, siehe demokratischerwiderstand.de/spenden.

Quellen:

  1. https://es-reicht-uns.de
  2. https://www.bundestag.de
  3. https://avalon.law.yale.edu/20th_century/eisenhower001.asp
  4. https://taz.de/Truppenverlegung-des-US-Militaers/!5765204&s=karrenbauer/
  5. https://kenfm.de/verclusterung-oder-die-strategie-der-corona-putschisten-von-anselm-lenz-podcast/

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Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

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Bildquelle: Jaz_Online / shutterstock

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48 Kommentare zu: “Widerstand in Berlin gegen das Ermächtigungsgesetz II | Von Anselm Lenz

  1. RULAI sagt:

    https://www.youtube.com/watch?v=UJnj6vYmsB8

    Anselm Lenz im COMPACT-Studio: Mit Martin Müller-Mertens und Jürgen Elsässer diskutiert er die Lage vor der Bundestagssitzung über das neue Ermächtigungsgesetz am kommenden Freitag.

    Eine entscheidende Woche: Merkels Politbüro will die Verschärfung des sogenannten Infektionsschutzgesetzes in den nächsten Tagen durch den Bundestag peitschen: Flächendeckende Ausgangssperren, zwingende Schulschließungen, Testpflicht in den Betrieben drohen dann. Gerichte und Parlamente sollen für immer ausgeschaltet werden. Erste Lesung des neuen Ermächtigungsgesetzes soll schon am Freitag (übermorgen!) sein, aufgrund des Einspruchs der AfD könnte sich die endgültige Beschlussfassung bis kommenden Mittwoch verzögern, aber keinesfalls länger.

    Doch die siegesgewohnte Rautenfrau sieht sich plötzlich mit Widerstand konfrontiert, der den Putsch gegen das Grundgesetz auf der Zielgeraden noch verhindern könnte. Im Bundestag braucht sie nämlich eine Zweidrittelmehrheit. Dafür reichen die Stimmen von CDU/CSU, SPD und Grünen aber nicht. FDP, Linke und AfD sperren sich. Auch in der Unionsfraktion melden sich Abweichler zu Wort. Ministerpräsidenten wie Weil (Niedersachsen, SPD) und Kretschmer (Sachsen, CDU) verstärken die Kritik, selbst Kretschmann (BaWü, Grüne) wackelt und laviert.

    Verstärkt wird der Vormarsch der Diktatur durch das Chaos um die Kanzlerkandidatenkür in der CDU/CSU. Das CDU-Präsidium hat am Montag Laschet gekürt – doch in der Sitzung der Bundestagsfraktion gestern haben sich zwei Drittel für Söder ausgesprochen. Keiner der beiden will nachgeben. Das weitere Prozedere ist völlig unklar. Merkel und Spahn müssen fürchten, dass ein Teil der Lockdown-Kritiker in der Union ihren Unmut durch Unterstützung Söders bekunden, was die Autorität der CDU-Führung und damit auch Merkels in jedem Fall beschädigt – und das vor der entscheidenden Abstimmung über das neue Ermächtigungsgesetz.

    In dieser kippeligen Situation kann Bürgerprotest auf der Straße durchaus entscheidend sein. Anselm Lenz und seine Zeitung „Demokratischer Widerstand“ hat gestern schon einige hundert Leute vor den Reichstag mobilisiert, weitere Aktivitäten sind in den nächsten Tagen geplant, zur geplanten Verabschiedung am nächsten Mittwoch könnte es eine Großkundgebung geben.

  2. Soeren Hueter sagt:

    Wovon träumt jener Anselm Lenz denn eigentlich Nachts?
    Etwa davon, dass sich in Deutschland gar eine Mehrheit für eine derartige Revolution gegen das hierzulande herrschende Corona-Terror-Regime finden lassen würde?
    LoL……
    Ist nicht sein Ernst, oder?

    Sorry, aber dazu geht es viel zu vielen Leuten immer viel noch zu gut,….gerade auch unseren staatlich alimentierten Mitbürgern, wie z.B. Rentnern und Pensionären, Beamtem, Mitarbeitern im öffentlichen Dienst, Soldaten, usw. usf..
    Halt all diejenigen die im Grunde nichts weiter zu tun brauchen um auch weiterhin ihr Auskommen zu haben, außer auch weiterhin schön brav die Füße still zu halten.
    Auf deren Schultern nämlich wurde jene "Gesundheits"-Diktatur errichtet.
    Sie, all diejenigen die nicht mucken und nicht murren, egal welch Grund-und Menschenrechte uns allen auch schon geraubt wurden, sie sind es letztendlichen denen wir all dies zu verdanken haben.
    Und solche Leute kriegste doch nicht zu einer Revolution bewegt, nie und nimmer.
    Nein, die machen auch weiterhin jeden noch so großen Scheiß mit.
    Erst wenn es dann an ihre eigene kleine Existenz gehen sollte, dann wird das Geschrei auf einmal groß sein,…..wetten dass…..
    Aber dann ist es für einen erfolgreichen Widerstand schon längst zu spät.
    Dann,….und das muss allen Beteiligten klar sein, kann und wird es nur noch blutig enden, und zwar mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit.

    • RULAI sagt:

      "Durch Herzchenhochhalten auf abgelegenen Festplätzen werde wir diese Bestie nicht bezwingen.!
      Anselm Lenz

    • Scarlett Debord sagt:

      Die einen stellen ihre Gerhirnwäsche auf Dauerschleife.

      Die anderen Demonstrieren in Dauerschleife.

      Das eine ist echt, das andere unecht.

      1,3 Millionen Menschen auf der Straße des 17. Juni überzeugt mehr, als das dummdreiste gefasel vom Klabauterbachmann.

      Nur weil der Erfolg nicht direkt vom Himmel herunterfällt, heisst nicht, dass er nicht da ist.

      Ohne massiven Corona-Dauerprotest würden Richter in Weimar vielleicht anders Urteilen und beschließen.

      Der erfolg besteht darin, dass die Corona-Attacke an vielen Enden ins leere läuft und die regierungsnahe Propagandamaschinierie im brutalen Erklärungsnotstand steckt.

      Die mediale Scheinwelt, in die man die Menschen langsam aber sicher hineingezwungen hat, hat schwere Risse, wie ein "kaputtes Holodeck im Star-Trek Universum".

      Dieser Bruch führte bei den letzten Wahlen zunächst erstmal zu einem Wahlrückgang von 6 bis 8 %.

      Anselm Lenz erzählt auch viel wenn der Tag lang ist, aber darauf kommt es nicht an.
      Es kommt darauf an, dass eine signifikante Menge an Menschen auf der Straße sind die für sich entschlossen haben ein Zeichen, gegen Merkels Zivilisationsbruchspolitik zu setzen.

    • heinzharrald sagt:

      Da kann ich dir nur jeden Satz beipflichten. Da sich das Verbrecherteam dem im Klaren ist, wird es immer so weiter gehen. Wir sind in einem Krieg und die Mehrheit des Doofvolkes bekommt nichts davon mit. Ganz simple Kriegsführung 2 Schritte vor und max. 1 wieder zurück. Was haben wir aus all den Kriegen der letzten hunderten von Jahren gelernt: Es kann nur der gewinnen der geschlossen dem Feind mit den besseren Waffen und Ausrüstung gegenüber steht. Das heißt für uns Erwachten: Sorgt vor packt Eure Sachen und bringt Euch in Sicherheit. Bisher sind alle Helden einsam gestorben. Das Blödvolk ist noch lange nicht so weit, sie brauchen ihren Herren.

    • Loveisthekey sagt:

      "Doofvolk", "Blödvolk" – ich kann's echt nicht mehr hören. Es hat nichts mit Dummheit zu tun, wenn man noch in der "Matrix" verhaftet ist. Da kann man auch nicht selber ausbrechen, da wird man rausgeschmissen … und zwar im besten Fall erst dann; wenn es erträglich für denjenigen ist; wenn er nicht daran zugrunde geht, dass seine Realität wie ein Kartenhaus über ihm zusammenkracht. Ich habe bis 9/11 auch weitestgehend geglaubt, was die Tagesschau berichtet, deswegen war ich doch nicht dümmer als heute.

      Lieber heinzharrald, wo ist denn diese Sicherheit, in die wir uns bringen sollen?

  3. RULAI sagt:

    "Ermächtigungsgesetz mit allen Tricks
    Normalerweise muss ein Gesetzentwurf durch die verschiedenen Lesungen im Bundestag.
    Wird dann von diesem verabschiedet. Und im nächsten Schritt muss der Bundesrat zustimmen.

    Die Unterschrift von Steinmeier ist oft nur noch eine Formalie.

    Nicht so bei der Novelle des Infektionsschutzgesetzes.
    Diese ist nämlich als sogenanntes Einspruchsgesetz formuliert.
    Bedeutet: Der Bundesrat kann nur Einsprüche geltend machen, muss nicht zustimmen.

    Viele Bundesländer verhalten sich in der Länderkammer neutral, aus Koalitionsgründen.
    Diese Neutralität gilt hier als Zustimmung!

    Die Änderungen würden den Bundesländern aufgedrängt, ohne dass es einer Zustimmung des Bundesrats bedürfe, sagte Sachsen-Anhalts Regierungschef Reiner Haseloff (CDU) am Mittwoch im MDR.
    Er ist derzeit der Vorsitzende im Bundesrat.

    Eine Zustimmung des Bundesrats ist nicht zwingend erforderlich. Die Länderkammer kann dagegen Einspruch erheben, der Bundestag kann diesen allerdings wieder überstimmen, so Haseloff weiter."

    Von hier: https://t.me/CompactMagazin/7464

  4. RULAI sagt:

    https://www.youtube.com/watch?v=GN5B27zT29Y

    Danser encore

    • CH_Max sagt:

      Das ist ja wohl mal eine tolle Aktion, wie ich finde! "Flash Mobs" fand ich immer etwas skurril, aber dieser hier am Gare de l'est unter den Augen der verdutzten Polizei hat in Corona-Zeiten wirklich Tiefgang, demonstrative Lebensfreude in depressiven Zeiten!

    • Loveisthekey sagt:

      Einfach nur schön!

      (Hat vielleicht jemand die Übersetzung parat? Die Fragmente meines Schulfranzösisch geben das leider nicht mehr her …)

    • RULAI sagt:

      Eine der Ursprungsversionen des neuen internationalen Revolutionsliedes:
      https://www.youtube.com/watch?v=SyBEMRyt6Qg

      Heute schon 2 Millionen 300 000 Aufrufe.
      Mit verschiedenen Untertiteln, auch auf Deutsch. (Zahnradähnliches Symbol anklicken. Untertitel Deutsch anklicken.)

      Der Text wurde neu gedichtet.

    • CH_Max sagt:

      Hier gibt es einen Kommentar mit deutscher Uebersetzung … Ohne Gewähr, auch mein Schulfranzösisch reicht leider nicht aus um es selber bestätigen zu können.

      https://www.corodok.de/sie-tanzen-wieder-gegen-den-ausnahmezustand/

    • Loveisthekey sagt:

      Danke für die Links. 🙂

      Jetzt nochmal knapp 40.000 Aufrufe mehr. Hat viel Energie.

      Die Seite Coronadoks scheint auch recht interessant zu sein, hab' ich mir mal abgespeichert.

  5. corovide sagt:

    Lenz verpennte die Geschichte. Bereits 1968 wurden die Notstandsgesetze eingeführt und damit das Aus jeglicher Demo9kratie. Sehr viele Leute gingen auf die Straße und einige stehen bis heute im Widerstand. Erst als sowas wie Corona kam wachte Lenz und Co auf und was sie glauben zu tun ist harmlose Leute die einfach nur Angst haben als Kanonenfutter in die Schlacht zu schicken. Hinzu kämen noch erfundene Hintergründe und Abartigkeiten a la Hiltman und Co.

    • Hartensteiner sagt:

      Eins stimmt – nach 68 begann weit und breit ein Schnarchton hörbar zu werden, der zunehmend den Charakter von Donnerhall (donnerndes Schweigen) annahm.

  6. Ulli sagt:

    Man bedenke –
    Der Deutsche Föderalismus wurde zu Schutz gegen totalitäre Diktatur installiert.
    Was hier geschieht , geht also gar nicht.

    ´´Realistischerweise sollte man sich aber auch darüber Gedanken machen, wie dem Cluster-Krieg gegen das Menschsein ausgewichen werden kann, ohne sich aus dem eigenen Land vertreiben zu lassen. Und wie man trotz alledem beweglich und in Bewegung bleibt. Am besten bleibt man das in der Demokratiebewegung.´´

    Auf geht’s!´´

    Ich habe mich schon abgesetzt..
    Dennoch bin ich natürlich konkret bereit Demokratie zu verteidigen bzw die Einführung in direkter Form zu unterstützen.
    Wo oder wie finde jemand wie ich den think-tank, der an der praktischen Umsetzung arbeitet.

    • corovide sagt:

      du siehst du wie das geht und das der Pseudo Widerstand a la Lenz und Co rein nichts bringen.

    • Hartensteiner sagt:

      Ulli – diese Schlacht, dieser Krieg gegen das Leben, ist ein globaler Krieg. Das macht "sich absetzen" zu einem zeitlich begrenzten Provisorium. Wird der KRIEG GEGEN DAS LEBEN gewonnen, wird es keine lebendige Ecke mehr geben.

  7. Volker Djamani sagt:

    Widerstand in Berlin?

    Nur noch eine Frage der Zeit, dann wird der erste (friedliche) Demonstrant, eher eine Demonstrantin, mittels 50.000 Volt durch einen Taser niedergestreckt. Wozu der Staat in der Lage ist, zeigte sich deutlich im August 2020 in Berlin.

    (Den Taser darf bisher nur die Bundespolizei verwenden, dessen Anwendung m.W. nach seit letztem Jahr erprobt wird.

    Trifft es irgendwann jemand, der einen Herzschrittmacher trägt oder eine schwangere Frau, dann ist das Opfer für die ARD und ZDF doch nur ein "Covidiot", "Querdenker", "Spinner", "Reichsbürger" oder "Rechtsradikaler" und neuerdings wohl auch ein "Impfgegner".

    • corovide sagt:

      daran erkennt man was da für Leute angestachelt werden zu absurden Demos zu gehen oder selbst eine Demo anzumelden. Was du so schilderst ist nicht mal der Ansatz von dem was auf einer üblichen Demo so abgeht. Was also beschwerst du dich? Wende dich mal an Ballweg Ken Lenz und andere. Nach einschlägiger Demo Erfahrung sind es genau die die einen auch noch verraten und verkaufen. Aber mach mal selbst die Erfahrung und jammer nicht so rum … Teaser ach je langweilig.

    • Volker Djamani sagt:

      @Corovide – "Absurde Demos"? Sie wollen wohl unbedingt, wie auch die anderen Kommentage zeigen, die Deutungshoheit haben und merken nicht, dass nur Ihr Ego sprichten. Im Übrigen "teaser" (?), bei ihrer Genauigkeit würde ich noch mal nachschauen, worüber Sie da schreiben. Sie sind einfach reizend.

  8. P. Nibel sagt:

    Demokratie ist genau die Diktatur der Dummen, die Anselm Lenz hier beklagt!
    Ullrich Mies zitiert in seinem Artikel "Die aufgehende Saat" diese Woche Gustave Le Bon:

    „Es ist überflüssig zu bemerken, dass die Unfähigkeit der Massen, richtig zu urteilen, ihnen jede Möglichkeit kritischen Geistes raubt, das heißt, die Fähigkeit, Wahrheit und Irrtum voneinander zu unterscheiden und ein scharfes Urteil abzugeben. Die Urteile, die die Massen annehmen, sind nur aufgedrängte, niemals geprüfte Urteile. Viele einzelne erheben sich in dieser Beziehung nicht über die Masse. Die Leichtigkeit, mit der gewisse Meinungen allgemein werden, hängt vor allem mit der Unfähigkeit der meisten Menschen zusammen, sich aufgrund ihrer besonderen Schlüsse eine eigene Meinung zu bilden“

    Der Mann hatte Recht und deshalb ist die Demokratie als Staatsform voll und ganz abzulehnen!
    Als die Schule aufgehört hat, den Dummen zu erklären, dass es einen Unterschied zwischen einer Meinung gibt, die man hergeleitet hat und einer Meinung, die man "hat", waren wir verloren!

    Die schlimmsten Feinde der Freiheit und der Menschenwürde sind BASISDEMOKRATIE und SCHWARMINTELLIGENZ!!!

    • Scarlett Debord sagt:

      Das jemand der postuliert, dass Demokratie abzulehnen sei zugleich Anselm Lenz kritisiert zeigt ganz deutlich den Charakter (falls vorhanden) des Verfassers.

    • P. Nibel sagt:

      @Scarlett
      Zu Ihrem Kommentar kann ich nur sagen: Quod erat demonstrandum!

    • Ulli sagt:

      ´´heil Södolf´´haben sie noch vergessen.
      Schwarm-Intelligenz hat uns Computer und Internet beschert ..
      Diese tools werden gerade auf fatale Weise missbraucht, die Weiterentwicklung zu unterbinden,
      Die Vernetzung wird ja bis hin zum Lockdown behindert.
      Das mit einen Virus zu begründen, der seit einer Ewigkeit vor sich hin mutiert, stammt auch aus Think-tanks.
      Würde die Wissenschaft mehr auf Schwarm-Intelligenz beruhen, anstatt auf reduktiver Analyse, wäre man mit Sicherheit in der Lage intelligentere Auswege aus dem zum Anschlag gebrachten System finden.

    • Hartensteiner sagt:

      Dann schlage doch mal Dein Modell vor! Du regierst und alles wird gut?
      Früher sprach man einmal von der "Elite der Arbeiterklasse", die regiert – gegenüber dem "Lumpenproletariat".
      Eine Basisdemokratie würde automatisch so funktionieren. Die, die etwas DENKEN würden darin aktiv – die anderen würden, wie heute schon, die "schweigenden Lämmer" spielen und gar nicht auftauchen. Könnte doch klappen, oder?
      Jede und Jeder hätten die Freiheit, mit zu regieren oder sich um nichts zu kümmern.
      (Ganz so einfach ist es vielleicht nicht, aber so ähnlich 🙂

    • corovide sagt:

      wenn es noch Demokratie wäre. Von Anfang an war und ist das in Deutschland Mogelpackung. Überleg mal wann Frauen Rechte bekamen oder wie es Schwule und Lesben erging. Und das und vieles mehr in einer Demokratie? Eine handvoll Leute die mit viel Schein Macht ausüben und dabei dicke kAsse machen. Erinnert nicht nur an Merkel sondern auch an Ken und Co.

    • Hartensteiner sagt:

      Corovide – damit hast Du auch recht. Schließlich wurde diese "Demokratie" hauptsächlich von Altnazis aufgebaut unter US-amerikanischer Aufsicht, die bei genauerem Hinsehen auch Demokratie (zu Hause) nie aus quasifaschistischen aber propagandistisch sehr cleveren Fesseln gelöst hatte.

    • RULAI sagt:

      "Sie müssen nur den Nibel durch die Lasche zieh'n,
      und mit der kleinen Kurbel ganz nach oben dreh'n;
      da erscheint sofort ein Pfeil,
      und da drücken sie dann drauf,
      und schon ist die Tube auf!"

      https://www.youtube.com/watch?v=uPsvNOuR-Ho

    • P. Nibel sagt:

      @Hartensteiner

      Was Sie da machen, nennt man "Schwarz-Weiß-Denken"!
      "Wenn er Lenz kritisiert, dann muss er automatisch ein Rechter sein". Auch Sie – genau wie Scarlett – bestätigen damit leider genau das, was dieser Le Bon gesagt hat. Wegen Menschen wie Ihnen funktioniert die Spaltung der Gesellschaft, weil Ihr Bildschirm leider nur zwei Helligkeitsstufen hat und die Umwelt deshalb so präsise abbildet, wie ein Scherenschnitt!

    • Hartensteiner sagt:

      Unsinn. Wo soll ich Dich denn als Rechten bezeichnet haben? Nirgends! Mit der Bemerkung, dass Du regieren solltest und alles gut würde wollte ich ironisch darauf hinweisen, dass Du bisher kein Modell vorgestellt hast, das z.B. das von Lenz ersetzen könnte. Als "Rechte" habe ich lediglich die Altznazis bezeichnet, die diese Demokratie wesentlich in ihrem Aufbau beeinflusst haben, die etwa auch im Bundestag saßen, aber nicht nur dort. Ich fürchte, Du hast meine Anmerkungen nicht richtig gelesen.

    • P. Nibel sagt:

      @corovide
      Achtung, jetzt kommt ein Karton!

      Warum haben Frauen so wenig Nobelpreise?
      Die feministische Antwort lautet, dass die Männer, weil sie im statistischen Durchschnitt 30% mehr Muskelmasse haben, den Frauen diese Preise vorenthalten konnten, obwohl es – abgesehen von der Muskelmasse – eigentlich keinen wesentlichen Unterschied zwischen Mann und Frau gibt.

      Die Frauen, die ich kenne, sagen, dass (heterosexuelle) Männer einfach keinen Zugang zu ihren Gefühlen haben, was den Schluss zulässt, dass (heterosexuelle) Männer sich deshalb viel mit der Außenwelt beschäftigen, während Frauen und homosexuelle Männer es in ihrer Innenwelt sehr gut aushalten können.

      Wer einen guten Zugang zu seinen Gefühlen hat, der bekommt Applaus auf Modenschauen, ist der Star auf Oscarverleihungen und bekommt einen Preis auf der Berlinale und in Cannes.
      Muss es denn unbedingt der Nobelpreis sein?

      Dass die Staatspresse seit Jahren eine Hasskampagne gegen den "alten weißen Mann" fährt, liegt daran, dass die meisten Personen, die bislang etwas zum Wohle der Menschheit beigetragen haben, aus dieser Gruppe stammen! Das lässt sich nicht umdrehen – nicht jeder, der zu dieser Gruppe gehört, ist ein wertvoller Mensch – aber gerade dieser schlechte Zugang zu den eigenen Gefühlen ermöglicht es einem Menschen erst, einen neutralen Standpunkt gegenüber einer Sache einzunehmen.

      Der chinesische Präsident Xi ließ sich nach einem Treffen mit unserer Bundesregierung zu der Bemerkung hinreißen: "Bei uns sitzen in den führenden Positionen die fähigsten Leute" (aus dem Gedächtnis zitiert).
      Was glauben Sie, wer da in China in der Regierung sitzt – Menschen mit einem guten Zugang zu ihren Gefühlen, oder Menschen, die in der Lage sind, einen neutralen Standpunkt einzunehmen und vorurteilsfrei zu denken?

    • Scarlett Debord sagt:

      Quod erat demonstrandum

      logisch oder mathematisch?

      PissKnebel, ein Schwachmat der sich mit geistig anspruchsvollen Sprüchen schmückt.

      Das Gesamtbild sieht aus, wie ein Weihnachtsbaum in Unterhose, weil nichts zusammenpasst.

    • P. Nibel sagt:

      @Hartensteiner

      Ich bitte um Entschuldigung!
      Ich habe inzwischen selber gemerkt, dass ich Ihnen einen Arschtritt verpasst habe, der eigentlich für Ulli bestimmt war! Ich biete Ihnen dafür an, zu verzeihen, dass Sie schon mehrfach behauptet haben, dass es in Ihrer Familie eine Geschichte der Verfolgung gibt, ohne diese Geschichte jemals zu erzählen – okay?

    • Hartensteiner sagt:

      P.Nibel… zu dieser Verfolgungsgeschichte könnte ich z.B. eine Urkunde vorlegen, in der der in einem der deutschen Länder ranghöchste Nazi meinem Großvater bescheinigt, kein Nazi zu sein (Rauswurf aus Beamtentum 1933) oder dann auch eine "passive Mitgliedschaft" in einem KZ. ABER – selbst wenn ich davon sackweise besäße, muss ich zugeben, dass ich mich mit dem System BRD immer irgendwie arrangiert habe. Das ist dann kein Ruhmesblatt. Leider.

    • Hartensteiner sagt:

      P. Nibel und sein nobelpreisverdächtiger Beitrag.
      1. Hat es bis deutlich ins XX. Jahrhundert gedauert, bis Frauen endlich studieren durften, während ihnen beinahe bis heute die Gesellschaft eingeimpft hat, dass sich derlei für eine Frau nicht schickt.
      2. wenn dann Frauen zum Nobelpreis anstanden, was ist passiert? Sie wurden kurzerhand von einem Mann überholt, beinahe so, wie uns besonders Erfolgssüchtige noch in der Autowaschanlage überholen (möchten).
      Mit besten Grüßen von Marie Curie.

    • arteurope sagt:

      Also bitte meine Damen und Herren, was reden Sie denn da. Es gibt nicht so viele Schäfchen, es gibt aber viele Bereiche die dem einzelnen zu groß sind, die nicht überschaut werden können und deshalb fügt sich derjenige in die Majorität. Denken Sie mal in kleineren Strukturen, nehmen wir eine Kleinfamilie, Vater, Mutter, 4jähriges Kind. Zu allem was diese Familie direkt betrifft hat jedes Mitglied ganz sicher eine Meinung (sofern alle gesund sind), zum Sonntagsessen, zum Urlaubsziel usw. – ja, auch der 4jährige junge Mensch kann leicht angeregt werden sich zu äußern und wird es mit Hingabe tuen.

      Schauen wir uns jetzt eine Hausgemeinschaft mit mehreren Familien an, dann können wir uns hier bereits vorstellen, dass so manches Familenmitglied kein wirklich eigenes inneres Interesse spürt an Debatten teilzunehmen und bei einer Abstimmung dann eher "mitschwimmen" wird. Die sozialen Wohnbauprojekte, angefangen mit den Wohnparks Ende 70iger, bis hin zu den mit Sozialarbeitern professionell begleiteten Projekten der 90iger schafften es nicht die regelmäßigen Hausversammlungen aufrecht zu erhalten.

      Um es etwas abzukürzen ist das Entscheidende der freie Debattenraum. Das kann der Kinderspielplatz, der Supermarkt, Kirche, oder Eckkneipe sein. Dass daraus schließlich eine gemeinschaftliche Willensbildung entsteht, möglicherweise indem auch eine Versammlung mit Abstimmung stattfindet, ist bereits kultivierte Basisdemokratie und funktioniert auf natürliche Weise sofern für den einzelnen erkennbar wird, seinen Lebensraum tatsächlich mitgestalten zu können.

      So lief das übrigens viele Jahrhunderte lang in Mitteleurope auch ab, bis die Römer kamen. Um ihrem Zugriff zu entgehen mußten diese kleinstrukturierten Gesellschaften sich unter einem gewählten Fürsten zusammenschließen. Das war nicht neu, doch anders als bisherige Zwistigkeiten unter den Stämmen, dauerte die Auseinandersetzung nicht wie üblich einen bis vielleicht 5 Kampftage, sondern Jahrhunderte und am Ende hatten diese ehemaligen kleinstrukturierten Familien- und Stammesgebilde nicht nur hier und da blöde Badehäuser, das Land zerteilende Heerstrassen, sondern auch festeingerichtete und vererbbare Hierarchien , den für nordeuropäische Mentalitäten komplett überflüssigen Adelsstand und soviele "Unfreie" wie noch nie zuvor. Man war ein gutes Stück zu dem geworden, was man bekämpft hatte. Der ausgleichende Debattenraum, das Thing, verlor mehr und mehr an Bedeutung und als es dann noch mit der Kirche losging und der ewige Pfennig eingeführt war, war der Sack zu.

      Daraus lernen wir, dass nachhaltige Basisdemokratie nur über kleinstrukturierte, autarke Gemeinschaften möglich ist, alles andere führt über einen Bogen wieder genau dahin, von dem wir uns jetzt verabschieden sollten. Außerdem lernen wir, dass wir uns auf diesem Weg niemals kriegerisch mit Psychpathen herumschlagen sollten, denn selbst wenn wir sie besiegen, ist es wohl ein Naturgesetz (das sogenannte Zombiegesetz), dass wir dann genauso werden. Deshalb gehört zu einer echten Basisdemokratie eine gepflegte Kultur der Kreativität und das heißt von Grund auf ein komplett anderes Schulungssystem, sonst kann es nicht funktionieren und man hat dann bestenfalls sowas wie die Schweiz. Es bedeutet aber auch, dass wir die süssen Früchte einer derart ausgeglichenen Gesellschaft wohl kaum selber genießen werden, dafür aber die Kinder unserer Kinder. Schneller geht es nicht, ein Baum wächst nicht schneller, wenn man dran zieht. Seid also dankbar für den ganzen Corona-Scheiß und dafür, dass wir es sein dürfen, die Licht ins Dunkele bringen.

    • P. Nibel sagt:

      @arteurope

      Ich bin inzwischen schon froh, wenn jemand ruhig seine Meinung sagt, anstatt zu fluchen und zu schimpfen – also danke dafür – aber Ihr Vortrag hat einen entscheidenden inhaltlichen Fehler: Die von Ihnen beschriebenen Kleinstrukturen waren überhaupt nicht demokratisch organisiert, sondern autoritär! Auch in autoritären Systemen gibt es hin und wieder Abstimmungen. "Demokratie" funktioniert noch nicht einmal auf familiärer Ebene: Eine befreundete Therapeutin, die Familientherapien machte, sagte mir, dass in Familien, in denen es keinen erwachsenen Familienvorstand gibt, der Schwarze Peter den Kindern zugeschoben wird, die dann zum Familiendiktator werden.
      Ihrer Ansicht nach ist dies die Hauptursache für die Hyperaktivität bei Kindern!

      Bei "Asterix" las ich einmal einen Spruch mit lateinischem Ursprung: "Aus der Ferne besehen ist alles schön".
      Das ist das Geheimnis hinter Ihrem Optimismus – treten Sie ruhig einmal näher!

    • Hartensteiner sagt:

      Hier würde ich arteurope zustimmen. Es stünde nichts dagegen, auch größere Gesellschaften in kleinere, übersichtliche Einheiten zu gliedern, in den dann – in vermutlich vielen Varianten – eine direkte Demokratie lebendig werden könnte, was übrigens bei Bedarf auch das eine oder andere übergreifende Projekt kooperativ lösen könnte.
      Damit auch ständig durch Ahnungslosigkeit glänzende Leute – ich will da gar keine Namen nennen, man sieht es ja leicht – mal etwas kenntnisreicher werden können, empfehle ich den schon 2012 gehaltenen Vortrag von Prof. Werlhof, in dem die Grundstrukturen unserer, aber auch alternativer Gesellschaften hervorragend beleuchtet werden:
      https://www.youtube.com/watch?v=Nzl8ipJfY0c&t=600s

    • Matthias R. sagt:

      Lieber P. Nibel,

      Du schreibst:
      "Als die Schule aufgehört hat, den Dummen zu erklären, dass es einen Unterschied zwischen einer Meinung gibt, die man hergeleitet hat und einer Meinung, die man "hat", waren wir verloren!"
      und
      "Die schlimmsten Feinde der Freiheit und der Menschenwürde sind BASISDEMOKRATIE und SCHWARMINTELLIGENZ!!!"

      Wenn ich Dich richtig verstehe, dann hältst Du Basisdemokratie und Schwarmintelligenz nur unter der Voraussetzung für die schlimmsten Feinde der Freiheit und der Menschenwürde, wenn Menschen diese Basisdemokratie und Schwarmintelligenz leben und gestalten, die wie Du schreibst nur eine Meinung haben, welche nicht selbst hergeleitet wurde.

      Was ich mich dabei aber frage ist Folgendes:
      Wäre dann nicht das Abtrainieren der Fähigkeit zur schlüssigen Meinungsbildung der größte Feind der Freiheit und der Menschenwürde?

      Ich halte es im Übrigen für einen Irrtum, dass den "Dummen" einmal beigebracht wurde, wie man sich eine Meinung herleitet. Vielmehr glaube ich, dass die "Dummen" erst zu "Dummen" werden, weil man Ihnen das Selbstherleiten abgtrainiert.
      So wie Du es formuliertest, denken Meiner Erfahrung nach eher zur Hochmütigkeit neigende Menschen.
      Aber Hochmut kommt vor dem Fall.

      Um auf Deine Kernaussage zurück zu kommen. Ich halte Basisdemokratie und Schwarmintelligenz perse nicht für die schlimmsten Feinde von Freiheit und Menschenwürde. Wenngleich sie Dir unter den von Dir genannten Voraussetzungen als solche erscheinen mögen.

      Grüße, Matthias

    • P. Nibel sagt:

      @Matthias

      Nicht ich war es, der den Begriff "Dummheit" in die Diskussion eingebracht hat, sondern Anselm Lenz!
      Er sagte, dass er die Menschen, die immer noch nichts gemerkt hätten, für dumm hält.
      Da diese Menschen die Mehrheit sind, stellt sich die Frage nach dem Sinn der Demokratie, in der ja die Mehrheit entscheidet, was gemacht wird.

      Dass sie mich beschuldigen, von Dummheit gesprochen zu haben und nicht Anselm Lenz, dessen Gedanken ich ja bloß aufgenommen habe, zeigt die Unfähigkeit der meisten Menschen, vorurteilsfrei zu denken. Sie haben gegenüber Lenz ein positives Vorurteil und schreiben seine Aussage deshalb mir zu und nicht ihm!

      Ihre Idee, man müsse den Menschen bloß die Wahrheit sagen, damit eine Demokratie funktionieren könne, hinkt, denn dann denken die Menschen ja immer noch nicht selber, sondern laufen bloß jemand anders hinterher!
      Als in meiner Grundschule jemand ausplauderte, dass es den Weihnachtsmann gar nicht gibt, gab es einen wütenden Streit, denn die Hälfte der Kinder wusste das noch nicht und war empört von der Vorstellung, dass die eigenen Eltern angeblich die Unwahrheit gesagt haben sollten. Die gleiche Situation haben wir jetzt wieder.

      Mich hat das damals nicht gestört, denn ich war längst von alleine darauf gekommen und habe daraus gelernt, dass eine Geschichte auch dann unwahr sein kann, wenn sie von allen behauptet wird.
      Sein Sie ehrlich: Sie haben es von älteren Kindern erfahren und haben gar nichts daraus gelernt, oder?

    • Matthias R. sagt:

      Lieber P. Nibel,
      ich wollte Dir nichts unterstellen. Und ich kenne weder Dich noch Anselm Lenz persönlich, sodass ich hier grundsätzlich keine Unterschiede im Ansehen oder Sonstwas mache.
      Du liegst aber völlig richtig, wenn Du sagst, dass "Nicht ich war es, der den Begriff "Dummheit" in die Diskussion eingebracht hat, sondern Anselm Lenz!"
      Da habe ich mich vertan! Ich räume meinen Fehler ein und bitte Dich dafür um Nachsicht.
      Ich präzisiere meine Aussage deshalb folgendermaßen:
      Ich halte es im Übrigen für einen Irrtum, dass den "Dummen" einmal beigebracht wurde, wie man sich eine Meinung herleitet. Vielmehr glaube ich, dass die "Dummen" erst zu "Dummen" werden, weil man Ihnen das Selbstherleiten abtrainiert hat.
      Menschen, die so denken und formulieren, sind meiner Erfahrung nach eher zur Hochmütigkeit neigende Menschen.
      Aber Hochmut kommt vor dem Fall.
      An dieser Stelle muss ich unweigerlich an Forest Gump denken. (Dumm ist der, der Dummes tut ;o))

      Du schreibst weiter:
      "Ihre Idee, man müsse den Menschen bloß die Wahrheit sagen, damit eine Demokratie funktionieren könne, hinkt, denn dann denken die Menschen ja immer noch nicht selber, sondern laufen bloß jemand anders hinterher!"

      Das habe ich so nicht geschrieben, und so denke ich auch in keinster Weise!
      Ich wollte nur zum Ausdruck bringen, dass ich Deine These unterstütze, dass es durchaus einen entscheidenden Unterschied macht, ob ich eine Meinung "habe" oder sie mir selber hergeleitet habe. Durch eigene Erfahrung.
      Ich bin aber überzeugt, dass die Fähigkeit zum selbst herleiten ursprünglich in Jedem steckt – diese Fähigkeit aber durch institutionalisierte Verdummung (sog. Schulbildung) immer stärker verloren geht, je länger diese Verbildung andauert.
      Und meine Kernaussage lautete:
      Ich halte das Abtrainieren der Fähigkeit zur schlüssigen Meinungsbildung für den größeren Feind der Freiheit und der Menschenwürde?
      Basisdemokratie und Schwarmintelligenz halte ich mit Menschen, die über ein gesundes Urteilsvermögen, eine gefestigte Identität (diese brauchen sich mit nichts und niemandem identifizieren) und dem festen Willen zum Selbstdenken verfügen, für keine Gefahr, sondern für wichtige Pfeiler einer gesunden und stabilen Gesellschaft.

      Beste Grüße

    • P. Nibel sagt:

      @Matthias

      Ich sollte nicht versuchen, Ihnen ihren Optimismus auszureden, denn ein verzagter Mensch wird auch nichts reissen!
      Es ist wirklich schade, dass die große Chance zu einer besseren Bildung nicht genutz wurde, als man dem Lehrer den Rohrstock aus der Hand nahm. Damals hätte man sofort die Schulklassen verkleinern müssen, damit der Lehrer die Schüler "da abholen kann, wo sie stehen" und das war tatsächlich auch im Gespräch:

      Ich weiß noch, wie ich mich geärgert habe, dass ich nicht mehr in den Genuss der kleineren Klassen komme, denn wenn man die Politiker gehört hat (es muss ein Wahljahr gewesen sein), hatte man den Eindruck, dass das mit dem nächsten Schuljahrgang eingeführt werden würde! Tatsächlich wurde aber gar nichts in diese Richtung getan – im Gegenteil hatte ich bald Unterricht von Pensionären, die man aus ihrem Ruhestand zurück an die Schule holte, um bloß keine neuen Lehrer einstellen zu müssen.

      Eine individuelle Förderung hat es leider nie gegeben und deshalb ist es letzlich Spekulation, was möglich gewesen wäre, wenn.
      Wir werden es auch in Zukunft nicht erleben, denn allgemeine Bildung ist politisch nicht erwünscht und die Dummen werden von den Politikern ermuntert, die Intelligenten niederzubrüllen – wie ich es auch hier ständig erlebe, aber zum Glück NICHT bei Ihnen.
      Alles Gute!

    • heinzharrald sagt:

      super geschrieben

  9. Scarlett Debord sagt:

    Merkills Arbeitssucht:

    Auswirkungen von Arbeitssucht

    Die Flucht aus Unsicherheit, Partnerproblemen etc. in die Arbeit hat Folgen: Beziehungen flachen ab, werden gar zerstört. Körperliche Beschwerden können sich einstellen. Depressionen, Angstzustände, Suizid oder -versuche, Frühverrentung und vorzeitiger Tod sind häufiger als im Durchschnitt bei Arbeitssüchtigen anzutreffen. Arbeitssucht ist öfter verbunden mit Alkohol-, Tabletten- und Nikotinmissbrauch.

    Mag der Betrieb die beginnende Sucht zunächst noch schätzen und fördern, so kommt es im späteren Stadium zu häufigen Störungen: Nichteinhaltung von Terminen, Fehlentscheidungen, erhöhte krankheitsbedingte Ausfälle sowie Leistungseinbußen, die durch Alkohol und Tabletten verschärft werden.

    Wie häufig bei Süchten, ist zunächst noch eine Deckung durch die Kollegen zu beobachten, die sich in den späteren Phasen aber zunehmend abwenden, den vermeintlichen Leistungsträger ablehnen. Das Team ist gestört, die Teamarbeit ist beeinträchtigt.

    Die Gesellschaft fördert indirekt die Arbeitssucht durch das Paradigma, dass Leistung und noch mehr Erfolg Voraussetzung für soziale Anerkennung ist. Angst vor Arbeitsplatzverlust kann begünstigend hinzukommen.

    • RULAI sagt:

      Ohne massive Betäubungsmitteleinnahme incl. Aufputscher kommt dieses …. gar nicht mehr aus dem Bett.
      Wir sehen sie immer nur kurz und immer hochenergetisch; bzw. wenn es mal lang dauert, völlig down und kraftlos. Was die sich alles reinspritzt, möchten wir gar nicht wissen.

    • Querdenker sagt:

      "All That Jazz" mit Roy Scheider:
      https://www.youtube.com/watch?v=4XAQ4vFQEJo&ab_channel=MarcusViniciusdePaula

    • Hartensteiner sagt:

      So funktioniert das, wenn die Versklavung noch durch das Einbläuen einer Sklavenmentalität ergänzt wird (Gehirnwäsche).

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