Wie viel Existenzrecht hat ein Apartheid-Staat? | Von Rainer Rupp

Ein Kommentar von Rainer Rupp.

Das Spektrum der weltweiten Reaktion auf die erneuten, mörderischen Bombardierungen der palästinensischen Zivilbevölkerung in Gaza-Stadt mit Raketen und Artillerie durch die hochmoderne israelische Armee ist breit gespannt. Es reicht von der vorbehaltlosen Unterstützung für Israels „Recht auf Selbstverteidigung“ am rechten Ende des Spektrums bis zur Infragestellung des Existenzrechts des Apartheid-Staates Israel am anderen Ende.

Im Narrativ der westlichen Politiker und Medien dominiert allerdings die Version von der unschuldigen israelischen Demokratie, die sich gegen den Raketenbeschuss der bösen, islamistischen Hamas-Terroristen verteidigen müsse. Das ist jedoch nicht nur zu kurz gegriffen, sondern schlichtweg falsch.

Tatsächlich hatte eine weitere Intensivierung der rassistischen, anti-arabischen Unterdrückungspolitik der israelischen Regierung gegen die diskriminierte palästinensische Bevölkerung die aktuellen Kämpfe ausgelöst. Diesmal waren es mal wieder provokative Enteignungsmaßnahmen gegen die palästinensische Mehrheitsbevölkerung im Ostteil von Jerusalem. Der Osten der Stadt war erst 1980 von Israel annektiert worden. Seither präsentiert die zionistische Landräuber-Regierung das “ganze und vereinte” Jerusalem als Hauptstadt Israels. Das wird jedoch von der gesamten internationalen Gemeinschaft – mit Ausnahme der USA und einiger kleiner US-Vasallen – nicht anerkannt.

Allerdings beanspruchen die enteigneten Palästinenser weiterhin ihr angestammtes Ostjerusalem für sich selbst, zumal sie darin die Hauptstadt für den zukünftigen, unabhängigen Staat Palästina sehen, der ihnen im Rahmen der Zwei-Staaten-Lösung von Israel und den USA versprochenen worden war. Dieser Staat Palästina sollte alle seit 1967 von Israel besetzten arabischen Gebieten umfassen. Ungeachtet dessen haben alle israelischen Regierungen jedoch seit 1980 unter Einsatz von enormen Ressourcen und Anstrengungen die sichtbaren Merkmale der Stadt, vor allem aber die demografische Zusammensetzung Ostjerusalems verändert, indem sie systematisch Palästinenser aus ihren Häusern verjagt und jüdische Siedler dort angesiedelt haben. Damit sollen vor Ort möglichst irreversible Fakten geschaffen und der Anspruch der palästinensischen Autonomiebehörde auf Ostjerusalem als zukünftige Hauptstadt eines Palästinenser-Staates ein für alle Mal über den Haufen geworfen werden.

Übrigens, bei diesem rassistischen Unterfangen werden die jüdischen Siedler-Kolonialherren vor allem von den großen und politisch einflussreichen Gruppen fundamentalistischer Christen in den USA unterstützt. Die tun das nicht etwa aus Liebe zu den Juden, sondern weil sie fest daran GLAUBEN, dass die herbei gesehnte Wiederkehr ihres Herr Jesus auf Erden erst dann stattfinden kann, wenn das Heilige Land frei von Muslimen ist.

In jüngster Zeit konnte man wieder eine Intensivierung der ethnischen Säuberung von Palästinensern aus dem Ostteil der Stadt beobachten. Dazu gehörte auch die jüngste Aktion der israelischen Polizei und Armee als sie vor etwa zwei Wochen begann, erneut arabische Familien mit Gewalt aus ihren angestammten Häusern in Ostjerusalem zu verjagen, um dort Platz für jüdische Siedler zu machen. Bei denen handelt es sich meist um aus den USA zugezogene Fanatiker, die ihre Mission darin sehen, die Heilige Stadt Jerusalem gänzlich Araber-frei zu machen.

Zeitgleich provozierte die israelische Führung Tausende von muslimischen Palästinensern, denen sie im heiligen Fastenmonat Ramadan mit großem Polizeiaufgebot den Zugang zur Al-Aksa Moschee auf dem Tempelberg versperrten, wo sie ihr Abendgebet halten wollten. Dabei kam es zu massiven Zusammenstößen (Video dazu hier) (1). Allein am 8. Mai waren dabei nach offiziellen israelischen Polizeiangaben 163 Palästinenser und 6 israelische Polizisten unterschiedlich schwer verletzt worden (2).

Damit nicht genug; am selben Tag stürmte die israelische Polizei mit Tränengas- und Schockgranaten den riesigen Gebetssaal der Moschee, um die Gläubigen ins Freie zu treiben. Das ebenfalls verlinkte vom britischen „The Guardian“ gepostete Video zeigt chaotische Szenen von diesem ungeheuerlichen Vorgang, denn Al-Aksa gehört zu den weltweit heiligsten Stätten des Islam (3).

Parallel dazu, gingen Fotos und Videos um die Welt, die Hundertschaften von David-Stern-Flaggen schwingenden, zio-faschistischen Jugendlichen zeigten, die hasserfüllt durch die Straßen von Ostjerusalem zogen und immer wieder „Tod den Arabern“, „Tod den Arabern“ skandierten. Ein Video dazu ist ebenfalls im Schriftartikel hier zu finden (4)

In der Vergangenheit war es der israelischen Propaganda im Westen immer wieder gelungen, mit handfester Unterstützung zionistischer Kreise in lokalen Medien und in der Politik der Öffentlichkeit eine Fassade von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit vorzugaukeln, trotz der massiven Diskriminierung gegen die arabische Bevölkerung innerhalb der israelischen Grenzen und der brutalen Besatzerpolitik in den palästinensischen Gebieten. Dem gegenüber stand das sorgsam gepflegte, diabolische Bild des politisch irrationalen, religiösen Fundamentalismus der Palästinenser. Dieses Bild hat sich jedoch in den letzten Jahren teilweise zu Ungunsten der israelischen Propaganda geändert.

Dank der jüngsten Bilder und Nachrichten aus Israel, die den religiös-fundamentalistischen Rassismus der jüdischen Zeloten dokumentieren, haben auch im Westen immer mehr Menschen erkannt, was in dem religiös definierten jüdischen Staat Israel tatsächlich vorgeht: nämlich ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Im Vergleich dazu erscheinen die Palästinenser mitsamt ihrer Führung eher als Kraft säkularer Rationalität.

Diese Entwicklung wurde jetzt durch Hamas, die palästinensische Widerstandsorganisation im Gazastreifen, wieder in Frage gestellt, als sie als Zeichen der Solidarität mit den geschundenen und erniedrigten Brüdern und Schwestern in Ost-Jerusalem, in der Al-Aksa-Moschee und im Westjordanland begannen, Raketen gegen Israel abzufeuern. Denn damit haben sie Netanjahu geholfen, den echten, verzweifelten Protest gegen die israelische ethnische Säuberung in Ost-Jerusalem zu einem weiteren Hamas-Israel-Konflikt umzudeuten.

Hamas hat Netanjahu den Vorwand geliefert, von Israels angeblichem Recht auf Selbstverteidigung Gebrauch zu machen.

Dennoch musste auch Netanjahu eingestehen, dass die breiten zivilen Unruhen im Inneren von Israel eine größere Bedrohung darstellten als die ungenauen, im Eigenbau hergestellten Hamas-Raketen aus Gaza. Ein Zentrum der Unruhen war z.B. die israelische Stadt Lod, südöstlich von Tel Aviv, mit einer starken palästinensischen Präsenz. Lods Bürgermeister hat die Ereignisse als “Bürgerkrieg ” bezeichnet, wobei Banden von beiden Seiten Einzelpersonen, Familien und Geschäfte terrorisierten und auch vor Lynchmorden nicht zurückschreckten.

Trotz dieser komplexen Situation haben hierzulande die Israel-Apologeten mal wieder ohne nachzudenken lautstark ihre unverbrüchliche Solidarität mit den Zionisten und Rassisten in der Regierung des jüdischen Staates erklärt, das israelische Recht zur Selbstverteidigung unterstrichen und mit eindringlichem Pathos das angebliche heilige „Existenzrecht“ des Staates Israel beschworen.

Allerdings schien es diesmal – zumindest in einer ersten Reaktion – einen weitaus größeren Anteil an Kommentatoren zu geben, die eine Position der Äquidistanz einnahmen. Einerseits beklagten sie den – allerdings sehr ungenauen – Raketenbeschuss israelischer Dörfer durch die Hamas und bezeichneten ihn – zurecht – als Kriegsverbrechen, aber zugleich wiesen sie auf die Unverhältnismäßigkeit der Mittel bei der Reaktion der israelischen Armee und Luftwaffe hin. Denn es war vollkommen inakzeptabel, mit Bomben, Raketen und Artillerie-Granaten zivile Ziele anzugreifen und – wieder einmal – ganze Stadtviertel in Gaza platt zu machen. Über 200 Tote, davon die Mehrheit Frauen und Kinder, sind dieser zionistischen Barbarei bereits in den ersten Tagen zum Opfer gefallen.

Obwohl die Aktionen beider Konfliktparteien zweifelsfrei Kriegsverbrechen darstellen, wird man mit einer Gleichsetzung der Situation vor Ort jedoch nicht gerecht, denn dadurch wird nicht unterschieden zwischen Unterdrückern und Unterdrückten, zwischen Besatzern und Besatzungsopfern, zwischen jüdisch-kolonialen Siedler-Herrenmenschen und ihren arabischen Sklaven. Auch unterscheidet eine Gleichsetzung nicht zwischen der mächtigen Militärmaschine Israels mit ihren modernen Waffen und deren ungeheurer Zerstörungskraft und den selbst gebastelten, ungenauen Raketen und Steinschleudern auf der Gegenseite.

Dann gibt es noch am anderen Ende des Spektrums westlicher Kommentatoren vor allem in den alternativen Medien Kritiker, die die aktuellen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit in Gaza den langen Listen ähnlicher israelischer Verbrechen der letzten Jahrzehnte hinzurechnen. Nicht wenige fordern sogar das Ende des israelischen Apartheid-Staates. Das wiederum löst bei all jenen, die das so genannte Existenzrecht Israels zu ihrem „nationalen Interesse“ erhoben haben, wie das z.B. Kanzlerin Merkel getan hat, helle Empörung aus. Mit dem Totschlagbegriff „Anti-Semitismus“ soll jede weitere Diskussion im Kern ersticken werden.

Dennoch möchte ich angesichts der neuen israelischen Verbrechen der Frage nachgehen, ob Israel ein Apartheid-Staat ist und wenn ja, wie es dann um die angebliche Existenzberechtigung eines Apartheid-Staates steht.

Der Begriff Apartheid steht für einen rassistischen Polizeistaat mit einem entsprechenden Überwachungssystem und Gesetzeswerk. Der erste Apartheid-Staat, die rassistische Republik Süd-Afrika, mit der die Bundesrepublik Deutschland seinerzeit innige wirtschaftliche und insgeheim auch militärische Beziehungen gepflegt hatte, ist im Jahr 1994 als staatliches Gebilde ausgelöscht worden. Das zutiefst verbrecherische Staatssystem der weißen Herrenrasse wurde von der politischen Landkarte des Globus für immer getilgt.

Aber die zuvor in Südafrika herrschende weiße Minderheit wurde von der neuen, demokratisch gewählten Herrschaft der schwarzen Mehrheit nicht ins Meer getrieben oder massakriert. Mit dieser Greul-Propaganda wollte man in der westlichen Öffentlichkeit Verständnis für die angeblich hoffnungslose Situation der weißen Südafrikaner gewinnen und so ihre Existenzberechtigung am Kap der Guten Hoffnung verlängern. Dieses Horror-Szenario, das im Westen von konservativen Eliten und ihren umtriebigen Medien an die Wand gemalt wurde, hat sich zum Glück nicht materialisiert.

Wie die Sache ausging, ist Geschichte und allseits bekannt. Bekannt ist auch, dass es keine Pogrome oder Lynchjustiz gegen die Weißen gab. Auch wurden diese nicht ihres rechtmäßigen Eigentums beraubt. Selbst notorische Verbrecher, Folterer und Killer im Dienst des Apartheidstaats wurden nicht verurteilt, wenn sie vor einem ordentlichen Gericht öffentlich ihre Verbrechen bekannten und Reue zeigten. Die wenigen uneinsichtigen Kriminellen hatten in der Regel viel Zeit, das Land unter Mitnahme großer Teile ihres Vermögens zu verlassen.

Was lehrt uns das: Das verbrecherische Staatsgebilde Südafrika hatte sein Existenzrecht verwirkt. Der Apartheid-Staat Südafrika wurde ausgelöscht und ist von der politischen Landkarte verschwunden. Aber die südafrikanische Gesellschaft hat sich dadurch zum Besseren geändert. Allerdings hat die weiße Minderheit ihre durch das alte System per Gesetz zugesicherten Privilegien als Herrenrasse verloren. Im neuen Staat ist nun jeder Bürger Südafrikas vor dem Gesetz gleich, egal welcher Hautfarbe er ist.

Wenn wir uns nun Israel anschauen, finden wir viele Parallelen zum ehemaligen südafrikanischen Apartheidstaat, einschließlich des Angstszenarios, dass die jüdischen Israelis über kurz oder lang ins Meer getrieben würden, wenn die arabischen Bürger Israels gleiche Rechte bekämen. Wie zuvor schon in Südafrika dient dieses Argument auch hier dazu, die Privilegien der zionistischen Siedler-Herrenrasse zu verewigen. Das zeigt der nachfolgende kurze Auszug aus meiner am 24. Juni 2018 veröffentlichten Tagesdosis: Neue Giftblüten des zionistischen Apartheid-Regimes“ (5):

„Das Präsidium der Knesset hatte am 8. Juni 2018 eine Gesetzesvorlage der arabischen-israelischen Balad-Partei zur Gleichstellung aller israelischen Bürger zurückgewiesen, bevor es überhaupt zu einer Debatte im Parlament kommen konnte. Die Vorlage wurde von den herrschenden Zionisten als ungeheuer frecher Anschlag auf die so genannte „israelische Demokratie“ gewertet, denn sie sah vor, den Grundsatz der gleichberechtigten Staatsbürgerschaft im israelischen Verfassungsrecht zu verankern. Damit sollte die echte Gleichberechtigung aller im Land lebenden Juden und Araber und anderer Volksgruppen hergestellt werden.“

„Laut Knesset-Rechtsberater Eyal Yinon hätte der Gesetzentwurf den Charakter des Staates Israel vom Nationalstaat des jüdischen Volkes in einen Staat verändert, in dem sowohl die jüdischen als auch die arabischen Nationen in Bezug auf die Nationalität gleichgestellt sind.” Knesset-Sprecher Joel Edelstein von der rechtsextremistischen Regierungspartei Likud schloss sich dieser Sichtweise an. Er sagte: “Dies ist eine absurde Gesetzesvorlage, die jede intelligente Person sofort blockieren muss. Ein Gesetzentwurf, der an den Grundlagen des Staates nagen will, darf in der Knesset nicht zugelassen werden.”

Apartheid ist inzwischen völkerrechtlich als ein „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ kodifiziert. Und bereits der kleine Ausschnitt über die Vorgänge im israelischen Parlament zur Gleichstellung der arabischen Bürger riecht bereits verdächtig nach Apartheid. Aber zur Beweisführung eines Apartheidregimes gehört mehr, wie z.B. die umfangreiche Dokumentation der international bekannten Bürgerrechtsbewegung Human Rights Watch (HRW) mit zahlreichen, juristisch belastbaren Details. Der Bericht vom 27. April ist unter dem Titel „Die Schwelle ist überschritten: Israelische Behörden und die Verbrechen der Apartheid und Verfolgung“ erschienen (6). In der Einführung heißt es:

“Etwa 6,8 Millionen jüdische Israelis und 6,8 Millionen Palästinenser leben heute zwischen Mittelmeer und Jordan. Im größten Teil dieses Gebiets ist Israel die einzige Regierungsmacht; Im Rest übt es neben der begrenzten palästinensischen Selbstherrschaft die primäre Autorität aus.”

“In diesen Bereichen und in den meisten Aspekten des Lebens privilegieren die israelischen Behörden methodisch jüdische Israelis und diskriminieren Palästinenser. Gesetze, Richtlinien und Aussagen führender israelischer Beamter machen deutlich, dass das Ziel, die jüdische israelische Kontrolle über Demografie, politische Macht und Land aufrechtzuerhalten, die Regierungspolitik seit langem geleitet hat. Um dieses Ziel zu erreichen, haben die Behörden die Palästinenser aufgrund ihrer Identität in unterschiedlichem Ausmaß enteignet, eingesperrt, gewaltsam getrennt und unterworfen. In bestimmten Bereichen sind diese Entbehrungen, wie in diesem Bericht beschrieben, so schwerwiegend, dass sie die Verbrechen gegen die Menschlichkeit der Apartheid und Verfolgung darstellen.”

“Das Verbot institutionalisierter Diskriminierung, insbesondere aus Gründen der Rasse oder ethnischen Zugehörigkeit, stellt eines der grundlegenden Elemente des Völkerrechts dar … [über das] der Internationale Strafgerichtshof die Befugnis zur Strafverfolgung hat, wenn die nationalen Behörden die Verbrechen nicht verfolgen können oder nicht wollen.”

Mit dieser unmissverständlichen Einführung und der nachfolgenden klaren Aussagen im Rest des Berichtes hat Human Rights Watch eine Bombe platzen lassen, die jedoch von unseren öffentlich-rechtlichen Qualitätsmedien konsequent „ignoriert“ wurde. Bereits das Titelblatt des Berichts schreckt auf. Es zeigt einen etwa 10 jährigen Jungen, der an einer schier endlosen, etwa 7 Meter hohen, monotonen Betonmauer entlangläuft, die mit Stacheldraht und gelegentlichen Überwachungskameras gekrönt ist. Die Bildunterschrift lautet:

„Ein palästinensischer Junge läuft in der Nähe der israelischen Trennmauer der Stadt Qalqilya im von Israel besetzten Westjordanland. Die Mauer umgibt vollständig die Stadt, in der mehr als 55.000 Palästinenser leben.“

Das muss man sich vorstellen: Ein Freiluftgefängnis für fünfundfünfzigtausend Menschen.

Wo bleibt da der Aufschrei in Deutschland und Europa? Was ist mit Sanktionen? Was ist mit der Verteidigung der sonst so hoch gehaltenen Menschenrechte? Ach so, ich verstehe. Die Menschenrechte verteidigen wir nur dort, wo es Bodenschätze oder geo-politische Vorteile zu holen gibt. Und Israel ist ohnehin so ne Sache. Als Deutsche müssen wir da ganz vorsichtig sein. Da dürfen wir uns auch von Tatsachen nicht beirren lassen.

Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass der HRW-Bericht seine Apartheid-Vorwürfe gegen Israel auf insgesamt 213 Seiten wie bei einer akribischen Anklageschrift mit deprimierenden Details belegt. Allerdings ist das nicht das erste Mal, dass die Natur des Apartheid-Systems Israel in den letzten Jahren immer wieder demonstriert wurde.

Dem aktuellen HRW-Dokument ging ein Bericht der UN-Wirtschafts- und Sozialkommission für Westasien vom 16.März 2017 voraus (7), der ebenfalls Israels Apartheid-Charakter aufgezeigt hatte. Obwohl der Bericht korrekt war, lehnte der UN-Generalsekretär ihn unter dem Druck der Vereinigten Staaten und Israels ab. Hier sei daran erinnert, dass der ehemalige US-Präsidentschaftskandidat der Republikaner Pat Buchanan im Juni 1990 bereits festgestellt hatte, dass neben Palästina auch der US-Kongress, „Senat und Repräsentantenhaus ein von Israel besetztes Territorium sind“  (8).

Auch war im Mai von 2018 eine gründliche Untersuchung des bekannten Journalisten Jonathan Cook mit dem Titel Apartheid Israel, erschienen (9). Vor vier Monaten, im Januar 2021, hat Israels führende Menschenrechtsorganisation „B ‘Tselem“ einen besonders aufschlussreichen Bericht vorgelegt unter dem Titel Ein Regime jüdischer Vorherrschaft vom Jordan bis zum Mittelmeer: „Das ist Apartheid” (10).

Man sollte sich auch das israelische Apartheid-Factsheet ansehen (11), online veröffentlicht am 12. Januar 2021 von „War On Want“. Das Fact-Sheet unterstreicht, dass es überwältigende Beweise dafür gibt, dass das von der israelischen Regierung gegen das palästinensische Volk eingeführte System der Unterdrückung „der UNO-Definition der Apartheid entspricht.“ Und Apartheid ist laut dieser UNO-Definition ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit.

Folglich ist jede Beschwörung des Existenzrechts des Staates Israel in seiner jetzigen Form eine Unterstützung und Ermunterung des israelischen Apartheit-Systems. Aktuell haben in Deutschland mal wieder enthusiastische Erklärungen der Solidarität mit dem Apartheid-System Israel Hochkonjunktur. Aber jeder, der sich mit Israels systematischen Verbrechen gegen die Menschlichkeit solidarisch erklärt macht sich mitschuldig. Aber dessen sind sich die meisten Menschen hierzulande überhaupt nicht bewusst. Denn sie sitzen weiterhin dem weit verbreiteten und von interessierten Kreisen geförderten Irrglauben auf, dass Anti-Zionismus und Kampf gegen das israelische Apartheid-System identisch sind mit Anti-Semitismus.

Quellen und Anmerkungen:

  1. https://youtu.be/3tlrTPLRxSg
  2. https://www.bbc.com/news/world-middle-east-57034237
  3. https://youtu.be/P1pt40ZelgM
  4. https://youtu.be/sGrOZb3WpBU
  5. https://kenfm.de/neue-giftblueten-des-zionistischen-apartheid-regimes/
  6. https://www.hrw.org/report/2021/04/27/threshold-crossed/israeli-authorities-and-crimes-apartheid-and-persecution
  7. https://www.washingtonpost.com/news/worldviews/wp/2017/03/16/is-israel-an-apartheid-state-this-u-n-report-says-yes/
  8. “Pat Buchanan in his own words”. ADL. Archived from the original on October 26, 2012.
  9. https://www.jonathan-cook.net/2018-03-18/why-israel-is-an-apartheid-state/

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Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

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Bildquelle:   John Feffer / shutterstock

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50 Kommentare zu: “Wie viel Existenzrecht hat ein Apartheid-Staat? | Von Rainer Rupp

  1. Outlaw sagt:

    Vermutlich hätte das Volk Israel vor damaligen Zeiten auf Gott hören sollen .Aber sie waren widerspenstig ,woran sich bis heute nichts geändert hat ,wie entsprechende Strafen Gottes ,nach dem AT …bis heute ,deutlich aufzeigen .In der Bibel ist Krieg und Unfrieden klar vorausgesagt ,doch von einem "Propheten" ,den sie als Gott nicht anerkennen wollten .Stattdessen sind sie festgefahren in ihren alten Opfer-Riten und beharren auf den Bau eines neuen Tempels,welchen auch sogenannte Namenschristen ,die von ihrem Gott " Jesus" wenig Ahnung haben ,gern unterstützen . Zitat :
    Übrigens, bei diesem rassistischen Unterfangen werden die jüdischen Siedler-Kolonialherren vor allem von den großen und politisch einflussreichen Gruppen fundamentalistischer Christen in den USA unterstützt. Die tun das nicht etwa aus Liebe zu den Juden, sondern weil sie fest daran GLAUBEN, dass die herbei gesehnte Wiederkehr ihres Herr Jesus auf Erden erst dann stattfinden kann, wenn das Heilige Land frei von Muslimen ist.
    Da haben wohl viele Märchen-Manipulationsgeschichten gehört ,die so nicht im Wort stehen !Der Tempel ist längst wieder aufgerichtet ,(3Tage)aber eben nicht für solche ,die von Gott nichts wissen wollen ,sondern ,für diese ,welche eine Herzensbeziehung mit ihm haben .So gesehen wird nach dem Wort ein ganz anderer Gott kommen mit seinem verführerischen Propheten und Frieden in diesem Land bewegen ,einen Frieden der nicht halten wird ,sondern das Ende der Gnadenzeit einleitet.Denn dann wird ein König zurückkommen und von allen erkannt werden ,für wenige zur Freude ,für die meisten zum Erschrecken ,dabei spielt es kiene Rolle mehr welchem Volk oder Staat man angehörte.Die alten Regeln und Gebote sind nicht abgeschafft ,aber durch das einmalige Opfer zur Gnade für viele geworden .Nur zu viele verstehen das bis heute nicht ,deswegen sind auch die rasanten Veränderungen ein Zeichen ,worüber sich viele einmal hinterfragen sollten ;denn es gibt einen gewaltigen Unterschied zwischen der Wahrheit und den vielen Lügen ,die man uns allen täglich ins Gehirn treibt .Deswegen sind geistig Arme und Kinder auch gesegnet ,denn sie werden nach dem Herzen beurteilt .

  2. Zivilistin sagt:

    Waffentest

    https://www.voltairenet.org/article213144.html

  3. euromugu sagt:

    @Schramm
    Können Sie bitter erläutern, warum ein palästinensischer Staat dauerhaft auf Alimentierung angewiesen wäre?
    Liegt es daran, das die Juden einfach die besten Teile besetzt haben, und nur noch die Ödnis für die Palästinenser bleibt,
    oder daran, dass die P. prinzipiell weniger intelligent als die J. sind und daher unter gleichen Voraussetzungen nicht leben können, oder daran, dass Israel als Ganzes ohne deutsche und US-Hilfe nicht lebensfähig wäre, und daher auch der P-Staat nicht? Oder weshalb sonst?
    Wie konnten die Palästinenser vor der Gründung des Staates Israel überleben?

  4. Poseidon sagt:

    Bruno versucht die Welt zu verbruedern.
    Funny or die?
    Was nicht vom Herzen getragen wird kann jetzt weg.
    https://youtu.be/PYZ0OhwpGWU

  5. ehrental sagt:

    Habe mir gestern die zionistische Propagandasendung mit dem fehlerbehafteten Friedman angesehen "open end". Ein schlimmes und schmieriges Elaborat.

  6. Hartensteiner sagt:

    So. Nachdem wir nun sowohl Israelis wie Palästinensern alle nur denkbaren Ratschläge erteilt haben – wie wäre es, wenn wir mal wieder auf uns selbst schauen in einem Land, das vom Dornengestrüpp der "Lumpereien" schon beinahe nahtlos überwuchert ist und DRINGEND ein paar Ratschläge bräuchte. Da kommt aber nichts, außer hier und da etwas heißer Luft.
    Das scheint mir eine gute Voraussetzung dafür, anderen Ratschläge zu erteilen (???) – während man selbst längst in Hilflosigkeit versumpft ist, also u. a. keine Ahnung hat, wie man die uns dirigierenden "Lumpen" (nett gesagt) aus dem Verkehr ziehen könnte statt sich denen – willentlich oder gezwungen – weiterhin zu unterwerfen.

    • Astrid sagt:

      Ehrlich gesagt; Herr Hartensteiner mir fällt für Deutschland mit seiner Bevölkerung kein Lösungsweg ein obwohl mein Job darin besteht Lösungen zu finden. Ich vermute mit Ivan Illich das man erst eine Entschulung der Gesellschaft durchführen müsste und in Zwangsvorlesungen Camus "Der Fremde" den Menschen nahebringen. Für Camus besteht das Absurde im Erkennen der Tatsache, dass das menschliche Streben nach Sinn in einer sinnleeren Welt notwendigerweise vergeblich bleiben muss." Die Leistung des Menschen besteht darin, dennoch weiterzuleben, was Camus als die Revolte beschrieb."
      Das wird es wohl für die Mehrzahl der Jünger Coronas sein. Wer Maske trägt ist ein Revoluzzer für die neue Welt.
      Mir fällt nichts mehr ein wenn ich sehe mit welcher Inbrunst bei Besuchen im Supermarkt die Maske über der Nase getragen wird. Ich beobachte das dann ohne Maske Minutenlang wie die Leute in ihren Joggingklamotten sich verhalten wenn sie mich entdecken. Das die Leute überhaupt nicht begreifen das die Masken mit Schadstoffen überfrachtet sind und dies direkt in die Lunge geht. Leute mit Abitur erklären mir dann das man FFP2 Masken nie waschen muß sondern einfach über Nacht auf der Wäscheleine trocknet und man diese wieder am nächsten Tag verwenden kann. Mich schüttelt es vor Ekel und ich will diesen Menschen nie mehr begegnen. Am besten hat es der Nobelpreisträger Le Clézio in einem seiner frühen Romane ausgedrückt. Er berichtet wie er als Kind immer zuhause in der Wohnung spielte. Seine Mutter überzeugte in doch einmal mit den anderen Jungs im Sandkasten zu spielen. Nach einer Stunde kam er mit Spuren von Prügeln zurück in die Wohnung. Als seine Mutter fragte was passiert ist sagte er die anderen hätten darauf bestanden das er zuerst einmal eine Mutprobe durchmachen müßte wenn er mit ihnen spielen wollte. Das war im zu blöd und deshalb hätte man ihn verprügelt.
      Wie wollen sie so etwas ändern, die Gesellschaft bekommt was sie verdient hat. Ich denke oft an Heinrich Heine und ich bin mir sicher er wäre jetzt im Zug in die Schweiz. Die gute Marlene Dietrich auf dem Weg nach Florida usw….
      Es ist halt wieder soweit, die Volksmasse dreht wieder durch.
      Wie gesagt ;Ivan Illich "Entschulung der Gesselschaft und Herbert Marcuses "Der eindimensionale Mensch". Was zu beweisen war .

    • Hartensteiner sagt:

      Astrid – wenn eine Zivilisation alle Elemente zusammengebracht hat, die nötig sind, ihren Untergang zu bewerkstelligen, gibt es kein Halten mehr. Eines dieser Elemente ist die durchgängige Überzeugung, dass jegliche Art von Vernunft – auf allen Gebieten – zu scheuen (bekämpfen) ist, wie der Teufel das Weihwasser scheut. Eine "Welle", auf der unterdessen die Regierungen weltweit "surfen" zum Klang der Propagandatröten, die ihrerseits Vernunft sofort erkennen und zerstampfen.
      Günther Anders hat dieses mit seinem Buch: "Die Antiquiertheit des Menschen" schon um 1960 beschrieben, ganz ohne alle unsere "Errungenschaften", die wir uns seither zugelegt haben. Selbst wenn es uns gelänge an einigen Punkten umzusteuern bleiben genügend andere Faktoren im Spiel um den Weg zum Abgrund fortzusetzen.
      Jede der zahllosen Kulturen bzw. Zivilisationen kamen irgendwann auf diese schiefe Bahn. Schaut man von heute aus und überlegt, ob und wie das aufzuhalten gewesen wäre, muss man feststellen, dass das nicht möglich gewesen wäre. Zu viele Faktoren waren zusammen gekommen und was folgte war die logische Konsequenz.
      Der Kommentator "Rulai" hat (andere Seite) ein Video verlinkt, das vielleicht nicht in allem zutreffen mag, das aber durchaus schon eine ganze Liste solcher Faktoren aufführt:
      https://www.youtube.com/watch?v=Ni8hfDr4dbI&t=1s
      Es erinnert mich, dass ich vor Jahren eine Liste von 12 Aspekten aufstellte, deren jeder einzelne ausreichen würde, unsere Zivilisation zu Fall zu bringen. Vielleicht könnte ich jetzt schon 20 oder 30 zusammen bringen?

    • Abu Bilal sagt:

      ich plädiere immer noch für einen finalen Event. Eine Million Schwurbler, Querdenker, Verschwörungstheoretiker, Nazis, Rechte und Antisemiten vors Kanzleramt und den Bundestag ( tunlichst vor der Sommerpause ) und solange bleiben bis diese Terror Regime zurücktritt. Solange Zoff und Radau machen bis sie das Militär holen und es richtig kracht. Entweder Hopp oder Topp. Alles andere ist und bleibt Kindergarten und sie lachen uns bloss aus. Vertraut irgend jemand noch unserer Justiz ? glaubt irgend jemand noch an einen Richtungswechsel nach der Wahl ? Diese Politiker sind korrupt durch und durch. Hat jemand eine bessere Idee ? Er möge sie kundtun.

    • Hartensteiner sagt:

      Abu Bilal – eine sehr sympathische Idee 🙂 Da wird dann die neue Republik ausgerufen und die wird hoffentlich etwas besser funktionieren als die, die 1918 ausgerufen wurde und die nicht aus dem "alten Schlamm" herauskam, obwohl sie auch viel Gutes (Kultur!) produziert hat. Der "alte Schlamm" hat sie schließlich überspült. Das müsste diesmal besser werden 🙂
      Vielleicht singen wir dann auch Brechts Lied von der Seeräuberjenny 😉 Auch wenn wir das nicht ganz wörtlich nehmen, denn wir haben kein Schiff um davon zu fahren und müssen "in der Stadt" bleiben 🙂

  7. P.Nibel sagt:

    Nahost-Experte Michael Lüders:
    https://www.youtube.com/watch?v=-Y6qGWq24Y4

  8. Schramm sagt:

    Keine Zweistaatenlösung, sondern ein gemeinsamer Staat.

    Die Zukunft von Palästinensern und Israelis besteht nicht in zwei wirtschaftlich, sozial und religiös getrennte Staaten.

    ►Die einzige dauerhafte Lösung des Konfliktes besteht in einer gemeinsamen gesellschaftspolitischen Alternative, ein gemeinsamer bürgerlich-demokratischer Staat.

    ►Ein demokratisches Staatswesen von Palästinensern und Israelis, für gleiche politische Rechte und Pflichten, ein gleichberechtigtes Wirtschaftssystem im sozialen Interesse der ganzen Bevölkerung, die gesellschaftliche Gleichberechtigung für alle Frauen, die Gleichstellung und Gleichberechtigung von Mädchen und Jungen auf Bildung, Fortbildung und berufliche Ausbildung und auskömmliches Erwerbsleben. Die gemeinsame Schaffung der sozialen und gesundheitlichen Absicherung für alle Menschen, unabhängig vom Alter, von Herkunft, Religion, Geschlecht und Hautfarbe.

    • Schramm sagt:

      Nachtrag.

      Es braucht einen demokratischen Einheitsstaat.

      Auch die VR China propagiert die Zweistaatenlösung. Dabei völlig entgegen ihrer Möglichkeit einer prosperierenden Realisierung. Ein palästinensischer Staat wäre auf dauerhafte Alimentierung angewiesen. Damit hätte auch die Mehrheit der palästinensischen Jugend keine Möglichkeit auf ihre persönliche Entwicklung und auf eine eigenständige Erwerbsarbeit ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. – Fortwährende Konflikte mit Israel wären vorprogrammiert.

      ►Bei allen bevorstehenden Herausforderungen, eine gemeinsame Zukunft für die palästinensische und israelische Jugend gibt es zukünftig nur in einem gemeinsamen bürgerlich-demokratischen Staat. Dabei hat die Bevölkerung eine gleichberechtigte demokratische Teilhabe an der gesellschaftlichen und staatlichen Entwicklung. Gleichberechtigung in Erziehung und Bildung, berufliche Ausbildung und auskömmliche Erwerbsarbeit für Mädchen und Jungen. Zugleich ist die bürgerliche Gesellschaft und demokratische Justiz unabhängig vom Aberglauben-Religion!

  9. Astrid sagt:

    Mein Vorschlag wäre wir Deutschen räumen unser Land für die Palästinenser und für sämtliche Flüchtlinge aus Afrika. Die restlichen Moneten aus der Sozialkasse geben wir unseren Bundestagsabgeordneten damit sie sich einen schönen Lebensabend in der Schweiz machen können. Die Deutsche arbeitende Bevölkerung die zwischen 35% UND 50% Abgaben pro Monat im Lauf ihres Lebens gezahlt hat und jeden Morgen um 7.00 Uhr aufgestanden ist um 45 Jahre zu arbeiten spritzen wir einfach ab. Wir erzählen den Deppen das es ein Coronavirus gibt das Millionen von Menschen tötet und impfen sie dann. In ein paar Jahren werden sie merken das sie unfruchtbar geworden sind und dann sterben auch schon die ersten an der vergifteten Impfung.
    So wie wir heute die Geschichte von Troja in Deutschen Qualitätsschulen lernen wird man in 1000 Jahren die Geschichte von den armen Deutschen hören die, die trojanische Impfung erhalten haben.

    • Nomaske sagt:

      Bei 50% Abgaben haben Sie aber nich defensiv gerechnet. Manche sprechen von bis zu 70%, das kommt dann drauf, ob ein Jurist oder ein Volkswirt rechnet.

      Jedenfalls sind die Deutschen an allem schuld, haben demnach für alles zu zahlen und in jedem Fall immer den Rand zu halten.

      Das deprimierende dabei ist, dass die meisten Deutschen zumindest indirekt diese Haltung unterstützen oder zumindest akzeptieren.

    • Hartensteiner sagt:

      Ich würde auch empfehlen, dass die deutsche Bevölkerung auswandert, denn das scheint der einzige Weg zu sein, wie wir diese schwachsinnig-bösartige Regierung loswerden könnten 🙂 Auch GEZ und Medien hätte sich erledigt.

    • drosophila sagt:

      Leider ist hierzu zu sagen, dass daselbe für Italiener in Italien, für Franzosen in Frankreich, für Griechen in Griechenland usw. usf. gilt. Deutschland ist natürlich ein Spezialfall, wegen des Zweiten Weltkriegs, aber die hier beschriebene Agenda wird in allen Ländern angewandt. Es herrscht Krieg zwischen den sog. Regierungen und den Bevölkerungen, finanziert durch den IWF und die Weltbank, die fleissig Lockdowns einkaufen und damit schon Millionen von Menschen auf dem Gewissen haben. Letztes Beispiel: Indien, welches vom IWF 750 Millionen Dollar an Schuldenerlass und Krediten erhalten hatte, um diejenigen Massnahmen zu applizieren, die bisher über eine Million Verhungerte gefordert haben, was aber – natürlich – als Covid-19-Opfer dargestellt wurde.
      Wir müssen endlich aufwachen. Nicht auswandern.
      Hierzu bleibt, für mich, zu erwähnen, dass ich bereits mehrmals ausgewandert bin. – Glaubt mir; es hilft nichts. Das Problem ist global, und wir werden es nur lösen können, wenn wir endlich damit aufhören, uns ständig an der Nase herumführen zu lassen.

  10. Karlheinz Zahneissen sagt:

    Wie ist eigentlich der Standpunkt der indigenen Völker Nordamerikas zum Existenzrecht der USA ?

    • Nomaske sagt:

      Was ist der Vorschlag?

      Israel hat sein Existenzrecht, Ihrer Meinung nach, verwirkt?

      Und weiter?

      Wie kann von heute konstruktiv weitergegangen werden?

      Die Zeit lässt sich nun mal nicht zurückdrehen. Es leben dort Menschen, auf beiden Seiten.

      Was nun?

      Ich weiß es nicht.

      Aber mit Hypermoral fabulieren, das ist doch keine Kunst und hilft keiner Sau weiter.

      In der Welt ist kein Platz für Romantik. Die Kacke ist am Dampfen. Ich habe sie nicht angerührt. Und ich lebe nicht in diesem Landstrich. Und deshalb bin es nicht ich, der hier Vorschläge, Ratschläg zu erteilen hat.

      Aber hier rennen andauernd die Topchecker durchs Forum und beonkeln alle Doofen, die nicht ihrer Meinung sind.

      Schon mal dort unten gelebt? Verwandte, Feunde, Kollegen aus der Region?

      Das Thema spaltet seit Jahrzehnten. Und genau dafür haöt man sich den Konflikt auf Reserve. Und dazu tragen Figuren auf beiden Seiten bei.

      Wenn Sie mich fragen, trägt Israel einen Riesenbatzen an Verantwortung, nennen Sie es auch Schuld.

      Aber ob ich deswegen gleich das Existenzrecht in Frage stellen kann, wage ich zu bezweifeln.

      Menschen in Israel targen damit bei, dass sie den Extremisten, Terroristen, den Siedlern und reigiösen Honks zu viel Lauf lassen.
      Aber soll deswegen diesen Menschen verwehrt werden, weiter dort zu leben?

      Also: Alle Juden weg?

      Können Sie diese Konsequenz denken?

      Und dann lieben sich alle Palästinensen und fortan herrscht eitel Sonnenschein?

    • weberg sagt:

      Deutsche haben m.E. mindestens 6 Millionen Gründe für 1000 Jahre einfach die Fresse zu halten wenn um das Existenrecht Israels oder die Sicherheit von Juden geht !

  11. Carsten Leimert sagt:

    Jeder Mensch hat überall auf der Welt ein Existenzrecht, erst recht die dort geborenen Juden und Palästinenser. Abgesehen davon ist das Existenzrecht der Juden durch ihre militärische Macht abgesichert, sodass ein Bestreiten ihres Existenzrechts Makulatur ist. Ergänzend zum Artikel sei gesagt, dass es natürlich auch unter den Palästinensern viele Extremisten gibt, was ja darin deutlich wird, dass sie Raketen auf Israel schießen. Nach 70 Jahren Krieg ist dort für die Palästinenser Hopfen und Malz verloren. Da der Krieg bereits so lange dauert, ist ein Frieden völlig unwahrscheinlich, geschweige denn ein wirtschaftlicher Aufbau von Gaza, der eine enge freundschaftliche wirtschaftliche Kooperation von Israel und Gaza erfordern würde, was in absehbarer Zukunft als ebenfalls völlig ausgeschlossen angesehen werden kann, da sich weite Teile der Juden und Palästinenser gegenseitig hassen und nicht wenige sich gegenseitig den Tod wünschen und die Bombardierungen der anderen Seite beklatschen. Man kann die Palästinenser aus diesem Kriegs- und Armutsgebiet nur nach Europa oder etwa auf Deutschlands Kosten nach Afrika evakuieren. Denn Gaza wird in Anbetracht der Vergangenheit auch in den nächsten 50 Jahren nicht gedeihen. Damit die Palästinenser leben könnten, müssten sie Fortbewegungsfreiheit genießen, und dürften insbesondere nicht länger in Gaza eingeschlossen sein, sondern müssten nach Israel reisen dürfen, dort arbeiten dürfen, von Israelischen Firmen auch Jobs bekommen. Jedoch führte eine Öffnung in der Vergangenheit dazu, dass es jeden Tag in Israel Terrorattentate gab, sodass man den Juden eine solche Öffnung nicht zumuten kann. Insoweit ist die Situation also leider festgefahren und lässt sich nicht mehr kitten. Und selbst wenn die Grenze geöffnet würde, dann würden die wenigsten Bewohner von Gaza in Israel einen Job bekommen, da sich in 70 Jahren Krieg viel gegenseitiger Hass aufgestaut hat. Dies wäre aber dringend notwendig, damit Gaza prosperieren könnte.
    Da die Palästinenser in Gaza keine wirtschaftliche Zukunft haben, ist ihr dortiges Existenzrecht daher nichts wert. Für sie ist es also besser, auf ihr dortiges Existenzrecht zu verzichten und aus diesem Höllenloch (ewigen Kriegsgebiet) nach Europa zu flüchten.

    Hinzu kommt, dass die Palästinenser nicht willens sind, eine gemäßigte, rechtstaatliche Regierung (inklusive einer funktionierende Polizei, die Attentate verhindert und Attentäter bestraft) zu wählen. Da es in Gaza keine funktionierende Polizei gibt, steht Israel im Falle seines Beschusses durch Raketen also vor dem Dilemma entweder diesen Terror zu dulden oder aber ihn mit groben, unverhältnismäßigen militärischen Mitteln zu antworten, durch die viele unschuldige Menschen einschließlich Kinder getötet und verletzt werden.

    Keine Bevölkerung der Welt hat das Recht Extremisten zu wählen. Israel hätte daher darauf hinwirken müssen, dass die Palästinenser keine extremistische Regierung wählen können, indem es deren Auswahl hätte beschränken müssen. Und es hätte ein geheimes Polizeisystem in Gaza organisieren müssen, sodass es die Terroristen nicht mit groben, unverhältnismäßigen militärischen Mitteln, sondern mit vergleichsweise minimalinvasiven polizeilichen Mitteln hätte kampfunfähig machen können.
    Da die Palästinenser mehrheitlich eine extremistische Führung gewählt haben, ist es allerdings besser, wenn sie z.B. nach Europa einwandern und dort in einer mehrheitlich gemäßigten Bevölkerung aufgehen. Denn eine Konzentration von Extremisten führt immer auch zu einer faschistischen Regierung bzw. zu einem faschistischen Staat, ist also eine gefährliche Sache.

    Evakuierung der Palästinenser insbesondere nach Europa ist also die einzige praktikable, erfolgversprechende Lösung. Vor dieser traurigen Realität darf man sich nicht verschließen. Für über 90% der Palästinenser wäre dies eine Art Glückslos. Sie würde Deutschland Peanuts kosten.

    • Kari sagt:

      Herr Carsten Leimert ist ein Beispiel dafür, mit welch erschreckender Gleichgültigkeit, Empathielosigkeit, zynischer Menschen- und Lebensverachtung die europäische Bildungsgesellschaft, vor allem das deutsche Bildungsbürgertum, auf das Leid und Elend von Palästinensern und auch Syrern reagiert. Er zeigt erneut die fehlende Einsicht der ‘Wir-wollen-den-totalen-Krieg’-Nachkommen die kriegstraumatisiert weder fähig noch bereit ist zu ihrer Vergangenheit zu stehen. Einer Gesellschaft die weiterhin nur an das Gesetz des Stärkeren, an die Überlegenheit des europäischen resp. deutschen Herrenmenschen und an die Lösung der Probleme mit Macht und Gewalt glaubt.

      Und ausgerechnet diese masslos überhebliche «Sippschaft», von der Carsten Leimert ein Beispiel ist, der auch jegliche selbstkritische Einstellung fehlt, glaubt an das Recht über andere zu bestimmen. Glaubt zu wissen, was für andere gut ist und glaubt andere belehren zu dürfen und zu können.

      Obiger Kommentar von Herrn Carsten Leimert ist ein Musterbeispiel dafür, dass von der deutschen Bildungsgesellschaft, dem Bildungsbürgertum keine Gerechtigkeit, keine Gleichwertigkeit, kein Allgemeinwohl, keine Solidarität, kein Friede ausgeht und ausgehen wird.

    • Carsten Leimert sagt:

      @ Kari

      Im Gegensatz zu Ihnen habe ich öffentlich dazu aufgefordert, dass wir die Palästinenser aufnehmen und das unter meinem Klarnamen und das, obwohl es dort auf beiden Seiten nicht wenige Extremisten gibt, die es befürworten, dass man die andere Seite bombardiert (und damit u.a. auch unschuldige Kinder umbringt) und es Deutschland (inklusive mir) eigentlich nicht zumutbar ist, Extremisten aufzunehmen. Damit habe ich mir bestimmt nicht nur Freunde gemacht. Aber ich glaube, dass die sich genauso wie die Syrer, die wir aufgenommen haben und die ebenfalls aus einem Kriegsgebiet kamen und von denen ein Teil dort grausame Dinge im Zuge des Krieges begangen hat, hier integrieren werden und hier nicht weiter Krieg spielen werden. Wollen Sie die Palästinenser in Gaza dort unten im Kriegsgebiet weiter schmoren lassen? Man muss die von dort hierher locken (rausholen) genauso wie man die Kinder, die in dem Roman „Der Herr der Fliegen“ auf einer Insel sich selbst überlassen waren und Krieg spielten, abholen und unter eine vernünftige (erwachsene) Aufsicht stellen musste. Dort unten gibt es für die Palästinenser nichts mehr zu gewinnen. Und daran bin nicht ich schuld, sondern beide Seiten (Juden und Palästinensern). Indem sie immer wieder begannen, sich zu bekriegen und das auf die fürchterlichste Art und Weise, sodass auch viele Kinder starben, haben sie den Frieden für alle Ewigkeit dort getötet und insoweit eine Art (irreparable) Politik der „verbrannten Erde“ in Bezug auf den Frieden betrieben, sodass der Frieden und der wirtschaftliche Aufbau Gazas, der eine wirtschaftliche Zusammenarbeit von Gaza und Israel erfordert, für Jahrzehnte nicht mehr möglich sein wird. Da nun Israel seine Grenzen dicht gemacht hat, ist Gaza abgeschottet (eingeschlossen), sodass ein Leben dort unzumutbar ist. Und beide Seiten wussten, dass dies die Folge sein würde, wenn sie sich immer wieder bekriegen. Sie handelten also mit Vorsatz hinsichtlich der Konsequenzen. Und im Gegensatz zu dem Roman handelte es sich bei den Verantwortlichen dabei auch nicht etwa um kleine Kinder, sondern um Erwachsene, die sich daher insoweit nicht mit mangelnder Reife entschuldigen können.
      Herr oder Frau Kari: In Ihrem Kommentar haben sie jedes Maß mir gegenüber verloren, während sie die Verbrechen, die von weiten Teilen der Bevölkerungen dort beklatscht worden sind, übersehen. Denn die Bombardierungen beider Seiten verstoßen gegen Internationales Kriegsrecht und große Teile beider Bevölkerungen waren darin involviert, nicht nur dadurch, dass sie die Hamas wählten oder emotionale Beihilfe durch Beklatschen des Krieges leisteten. In Deutschland wäre eine solche Partei zum Glück nicht zugelassen, da sie verfassungswidrig wäre. Wenn die Palästinenser hierher kommen, dann können sie hier daher auch nicht länger eine solche Partei wählen und das ist gut so.

  12. Kari sagt:

    Palästina und Syrien: Die Stacheln im Fleisch der selbstgerechten Westeuropäer.

    Die Palästinenser kämpfen ganz bewusst für Menschenrechte und aus der Schwäche heraus. Nicht für geopolitische und wirtschaftliche Eigeninteressen wie unsere Regierungen und Zivilgesellschaften. Nicht für korrupte Eliten. Sie sind weit besser informiert als unsere Propagandisten, angeblichen Nahostspezialisten.

    Jenen, die in ihrer Unkenntnis propagieren, dass Dialog und Verhandlungen immer mögliche Lösungen seien, sei gesagt, dass dies für die Schwachen (wie Palästinenser) selbstzerstörerisch ist, wenn die Zielsetzungen: Gleiche Ebene (Gleichwertigkeit) und gleiches Ziel (Allgemeinwohl) nicht gegeben sind. Kein geringerer als der weltbekannte christliche Palästinenser Edward Said («Orientalismus») hatte sich deshalb Zeit seines Lebens mit ganzer Kraft GEGEN Verhandlungen mit Israel eingesetzt (leider erfolglos) da er sah, dass Verhandlungen dem, weitgehend nationalsozialistischen Deutschland gleichenden, europäischen Unrechtsstaat Israel NUR der Vernichtung Palästinas, der Palästinenser dienen und NIE Gleichwertigkeit und Allgemeinwohl.

    Unsere westliche Bildungsgesellschaft rechtfertigt, unter üblicher Missachtung jeglicher Verhältnismässigkeit, mit sattsam bekannten selbstgerechten, akademischen Argumenten sein (pro israelisches) Verhalten im Nahost-Konflikt. Mit dem Hamas hat man den willkommenen Schuldigen, das Feindbild auf den das eigene schlechte Gewissen abgewälzt werden kann.

    Ich empfehle die Publikation:
    ‘Der israelisch-palästinensische Konflikt – Aufräumen mit gängigen Ansichten durch kritische Betrachtung im Gesamtzusammenhang’
    zusammengestellt von den israelischen Friedensaktivisten Jeff Halper, Jimmy Johnson und Emily Schaeffer. Daraus ist ersichtlich, dass von unseren Medien die israelische Propaganda bedenkenlos und wortwörtlich übernommen wurde und wohl weiterhin wird.
    http://www.ipk-bonn.de/downloads/Versoehnungsbund_2010_-_Israel_Pal%C3%A4stina.pdf

  13. info@vernissage-laboratorium.de sagt:

    Sehr geehrter Herr Rupp.
    *** Wie viel Existenzrecht hat ein Apartheid-Staat? ***
    K E I N E S

    • info@vernissage-laboratorium.de sagt:

      Auch mit Atomwaffen, wird aus Unrecht, NIE Recht

    • Abu Bilal sagt:

      Dem ist nichts hinzuzufügen. Wer die Menschenrechte so mit Füssen tritt, hat sein Existenzrecht verwirkt. Alle Verantwortlichen gehören auf die Anklagebank des Int'l Strafgerichtshof. Da dies jedoch nicht stattfinden wird, bleibt den Opfern nur die Hoffnung auf das Strafgericht Gottes. Und das wird definitiv eintreffen. Und dann Gnade ihnen Gott…

  14. gruni sagt:

    „Diese Entwicklung wurde jetzt durch Hamas, die palästinensische Widerstandsorganisation im Gazastreifen, wieder in Frage gestellt, als sie als Zeichen der Solidarität mit den geschundenen und erniedrigten Brüdern und Schwestern in Ost-Jerusalem, in der Al-Aksa-Moschee und im Westjordanland begannen, Raketen gegen Israel abzufeuern. Denn damit haben sie Netanjahu geholfen, den echten, verzweifelten Protest gegen die israelische ethnische Säuberung in Ost-Jerusalem zu einem weiteren Hamas-Israel-Konflikt umzudeuten.“
    Damit hätten sie Netanjahu geholfen … Dies ist eine zutiefst kleinbürgerliche Sicht der Dinge, denn sie verkennt den wahren, den inhaltlichen Grund für diese Verzweiflungsaktionen der Palästinenser! Wir wollen nicht vergessen wer der eigentliche Aggressor ist und wer ständig provoziert.
    Eine ähnliche Debatte gibt es übrigens auch hier in DE, wenn es um die Gewaltfreiheit der Aktionen der Corona Skeptiker geht. Mit allen Mitteln soll versucht werden eine sog. „Diese Entwicklung wurde jetzt durch Hamas, die palästinensische Widerstandsorganisation im Gazastreifen, wieder in Frage gestellt, als sie als Zeichen der Solidarität mit den Gewaltfreiheit zu postulieren. Hallo, erwidere ich, da freut sich aber der Klassengegner (…), wenn schon im Vorweg die Friedlichkeit garantiert wird. Das heißt nicht, dass wir uns bewaffnen sollen, jedoch in unseren Köpfen darf es keine Friedlichkeit geben gegen die Tyrannen, die Krieg gegen uns führen wie W. Buffet es selbst sagt.

    • gruni sagt:

      Irgendetwas ging schief, deshalb mein nochmaliger Versuch:

      „Diese Entwicklung wurde jetzt durch Hamas, die palästinensische Widerstandsorganisation im Gazastreifen, wieder in Frage gestellt, als sie als Zeichen der Solidarität mit den geschundenen und erniedrigten Brüdern und Schwestern in Ost-Jerusalem, in der Al-Aksa-Moschee und im Westjordanland begannen, Raketen gegen Israel abzufeuern. Denn damit haben sie Netanjahu geholfen, den echten, verzweifelten Protest gegen die israelische ethnische Säuberung in Ost-Jerusalem zu einem weiteren Hamas-Israel-Konflikt umzudeuten.“
      Damit hätten sie Netanjahu geholfen … Dies ist eine zutiefst kleinbürgerliche Sicht der Dinge, denn sie verkennt den wahren, den inhaltlichen Grund für diese Verzweiflungsaktionen der Palästinenser! Wir wollen nicht vergessen wer der eigentliche Aggressor ist und wer ständig provoziert.
      Eine ähnliche Debatte gibt es übrigens auch hier in DE, wenn es um die Gewaltfreiheit der Aktionen der Corona Skeptiker geht. Mit allen Mitteln soll versucht werden eine sog. „Diese Entwicklung wurde jetzt durch Hamas, die palästinensische Widerstandsorganisation im Gazastreifen, wieder in Frage gestellt, als sie als Zeichen der Solidarität mit den Gewaltfreiheit zu postulieren. Hallo, erwidere ich, da freut sich aber der Klassengegner (…), wenn schon im Vorweg die Friedlichkeit garantiert wird. Das heißt nicht, dass wir uns bewaffnen sollen, jedoch in unseren Köpfen darf es keine Friedlichkeit geben gegen die Tyrannen, die Krieg gegen uns führen wie W. Buffet es selbst sagt.

  15. Poseidon sagt:

    Ein palästinensischer Taxifahrer schimpfte ueber die Juden.
    Nach dem mein Vater eine Zeit lang geduldig zuhoerte hatte, sagte er:
    "Wenn ich sie so anschaue ,dann koennten sie ein Bruder von einem Juden sein.
    Der Taxifahrer lachte und sagte auf englisch:"Das ist derGrund warum wir kaempfen".

    Was man mit Gewalt gewinnt, kann man nur mit Gewalt behalten wusste Mahatma Gandhi .

    Die goettliche Zauberformel heisst :"Was man mit Liebe gewinnt ,kann man mit Liebe halten."

    Gandhi wusste ,das die universelle Liebe die staerkste und gleichzeitig die demuetigste Kraft in diesen Universum ist.
    Sie gewinnt in Verbindung mit der Dimension der Zeit immer ,weil ihr goettlicher Energiestrom unendlich ist,
    wenn wir ihn pflegen.

    Das goettliche "Aufraeumen"(Harmageddon, Armageddon oder Har-Magedon und nicht "Hammer-Gedon)
    besteht jetzt darin,dass alles was jetzt nicht von Liebe getragen ist,weg kann.

    "Jerusalem"ein goettliches Kochbuch
    (https://kaisergranat.com/rezensionen/jerusalem)

    Eine kulinarische und kulturelle Entdeckungsreise: Ein ganz besonderes Kochbuch, eine ganz besondere Begegnung: Yotam Ottolenghi und Sami Tamimi, ein Israeli und ein Palästinenser, stellen uns mit diesem Buch die Küche ihres Heimatlandes vor. Jerusalem, religiöses Zentrum und Pilgerziel der drei großen Weltreligionen, hat schon immer Menschen aus aller Welt angezogen. Nicht nur kulturell, auch kulinarisch ist die Stadt ein Schmelztiegel.

    • Hartensteiner sagt:

      Erinnert mich an Art Spiegelmans Comic – Maus – über den Holocaust (Sollte man älteren Kindern ab 10 oder 12 zu lesen geben!).
      Im 2. Band beschreibt Spiegelman, wie er mit seinen Eltern, die dem Holocaust entkommen sind, im Taxi durch New York fährt – der Fahrer ist schwarz – und die nichts Besseres zu tun haben, das diskriminierende Bemerkungen über Schwarze zu machen, während dem Sohn vor Peinlichkeit der Sitz unter dem Hintern zu brennen beginnt. Spiegelman wollte damit zeigen, dass eben letztlich niemand vor den eigenen Vorurteilen sicher ist, nicht einmal die, die es besser wissen müssten.
      Und damit wären wir bei den Israelis. DIE MÜSSTEN ES EIGENTLICH BESSER WISSEN!

    • Hartensteiner sagt:

      PS: … natürlich alles in die Mausfiguren übersetzt….

  16. Kari sagt:

    Österreich, Tschechien und andere unterstützen Israel durch hissen der Israel-Fahne. Fernsehanstalten durch unerträglich-massive proisraelisch-zionistische Propaganda. Um ein paar Beispiele zu nennen.

    Den Grossteil der syrischen Bevölkerung vernichten wir mit unseren Sanktionen: Aushungern, Verweigerung lebensnotwendiger med. Produkte u.a.m. Die Bevölkerung Gazas durch enge Zusammenarbeit mit Israel, Lieferung von Waffen und moralischer Unterstützung Israels.

    Vor allem Deutsche, beschimpfen die US-Amerikaner gerne als einfältig und uninformiert. Doch bei ‘De-mocracy Now!’ (über 100'000 Aufrufe) kommen verantwortungsbewusste, unparteiische und in Palästina und Israel lebende Persönlichkeiten zu Wort. Und sie vermitteln ein Bild von der Situation, der Wirklichkeit, welche bei weitem nicht jenem entspricht, welches von unseren europäisch-konditionierten, letztlich macht- und regierungsloyalen «Nahostspezialisten» vermittelt wird. Beispiele:

    “Ethnic Cleansing”: Amid Protests of Palestinian Evictions in Jerusalem, Israel Raids Al-Aqsa Mosque
    https://www.youtube.com/watch?v=9XwYNvxnuYM
    Gideon Levy & Noura Erakat
    https://www.youtube.com/watch?v=oBalj9bLxi8&t=682s
    Amira Hass
    https://www.youtube.com/watch?v=i1TXv02MUgY

    Eines ist gewiss. Die extrem mangelhafte Informiertheit der Deutschsprachigen (selbst angeblicher Palästinafreunde) können wir nicht den US-Amerikanern in die Schuhe schieben. Kommt hinzu, dass ganz offensichtliche Angst davor (Ich erinnere z.B. an die Israel-Lobby) besteht zu hinterfragen und zu veröffentlichen, warum denn ganz offensichtlich gezielt schlecht informiert wird und wer denn echte Information verhindert.

    Entsprechend fallen bei den Deutschsprachigen die Reaktionen, Proteste, Demonstrationen auf die Massaker Israels im Vergleichen zu den Englischsprachigen äusserst dürftig aus.

    Will man konstruktive Veränderungen im Nahen und Mittleren Osten, das Wohlergehen der dort lebenden Menschen, so müssen HIER Veränderungen geschehen, bei den Hauptverursachern von Leid, Elend, Zerstörung im Nahen und Mittleren Osten. Ohne von eigener Verantwortung abzulenken indem auf böse andere (USA) gezeigt wird. Sie können nur von Teilen der Zivilbevölkerung ausgehen. Dies mit vielfältigen Arten und Formen des, gegenwärtig nicht einmal in Ansätzen existierenden, zivilen Ungehorsam, gewaltfreiem Widerstand. Sonst ist es weiterhin Heuchelei, Täuschung, leeres Geschwätz. Die Medien, die Politik und alles was etwas Macht hat wird dies weiterhin mit allen Mitteln verhindern. Sie müssen für ihre vergangenen und gegenwärtigen Handlungen zur Rechenschaft gezogen werden.

  17. Carsten Leimert sagt:

    Dass dort Frieden einkehrt, obwohl es dort seit 70 Jahren Krieg gab, ist völlig utopisch. Zumal die Palästinenser mehr bräuchten als nur Waffenruhe. Damit sich Gaza wirtschaftlich entwickeln kann und aus der Armut herauskommt, müsste es von Israel komplett wirtschaftlich integriert werden. Dies ist noch utopischer, weil sich beide Seiten seit 70 Jahren überwiegend hassen.

    Lösungen:

    1. Deutschland lässt die Palästinenser nach Deutschland. Dies schuldet es Israel und Palästina, weil es die Flucht der Juden nach Palästina verursacht hat und wegen des Holocaust. Neben den Flüchtlingen der letzten 70 Jahre fallen die 1 Million Palästinenser nicht ins Gewicht, zumal Deutschland ohnehin jedes Jahr ½ Million Einwanderer aufnehmen muss, um die Bevölkerungszahl stabil zu halten.

    2. Deutschland könnte für Peanuts lauter Holzhütten für die Palästinenser in Afrika bauen (siehe hierzu ausführlich meinen Beitrag zum Artikel „Der gute Mensch von nebenan“.) Besser in einem großen, fruchtbaren, prosperierenden Afrika wohnen als in einem winzigen abgesperrten dauerhaften Kriegsgebiet (seit 70 Jahren!) und Armutsgebiet in der Wüste, d.h. in Gaza.

    3. Jeder Mensch hat nach Siegmund Freud grundsätzlich die Veranlagung zur Bisexualität, die ihm jedoch meist von der Gesellschaft ausgetrieben wird. Die alten Griechen im antiken Griechenland haben jedoch alle Menschen durch Erziehung bisexuell gemacht. Dies könnte man heute durch die frühzeitige Vergabe von bisexuellen legalisierten Pornos an Jugendliche erreichen. Wenn die neuen Generationen bisexuell wären, würden sie sich besser verstehen und es gäbe weniger religiösen Extremismus und Terror und Unterdrückung. Bisexuelle würden garantiert nicht zur Hamas halten und sich von dieser missbrauchen lassen. Besser legalisierte, friedliche, gewaltfreie legalisierte Pornos als Waffen, Bomben, Krieg, Gewaltfilme wie Actionfilme, Krimis, Horrorfilme.

    Außerdem könnte man mit einer totalen Bisexualisierung das Bevölkerungswachstum stoppen und damit die Welt retten, weil Bisexuelle (und Schwule und Lesben) weniger Kinder bekommen als Heterosexuelle. Andernfalls wird die Weltbevölkerung in den nächsten 10 Jahren um eine weitere Milliarde Menschen steigen und in den nächsten 20 Jahren um 2 Milliarden steigen und es wird dann wahrscheinlich global Armut und Krieg um Ressourcen geben. Besser eine Bisexualisierung als dauerhaften Weltkrieg und weltweite Armut. Zugleich wäre eine globale Bisexualisierung mittels legalisierter Bisexuellenpornos das wirksamste Mittel im Kampf gegen den Terror. Ich habe diese Lösungsidee daher auch vielen Armeen mitgeteilt (insbesondere dem IDF, der Bundeswehr, der amerikanischen, der britischen, der französischen und der chinesischen Armee. Aber die wollen scheinbar lieber Krieg gegen den Terror führen und viel Geld für Waffen und Bomben ausgeben als für zu legalisierende Bisexuellenpornos und Videoabspielgeräte wie Smartphone.

    • Hartensteiner sagt:

      Schön, auch mal einen Kabarettisten hier zu begrüßen. Frage an Carsten: Hast Du Deine Geschlechtsumwandlung hinter Dir oder steht die noch bevor?

    • Carsten Leimert sagt:

      Eine weltweite totale Bisexualisierung hätte übrigens noch weitere Vorteile:

      – LGBT hätten dann die Mehrheit und würden nicht länger weltweit unterdrückt und diskriminiert und verächtlich gemacht. In vielen Ländern sind sie von menschenrechtswidrigen Strafen bedroht bis hin zur Todesstrafe oder sind in Gefahr vom homophoben Mob gelyncht zu werden. Von den üblichen LGBT-feindlichen "Witzchen" wie von Martensteiner hier einmal abgesehen. Und diese Mehrheit würde nur der Natur entsprechen, da jeder Mensch ursprünglich die Veranlagung zur Bisexualität hat

      – Bisexuelle würden weltweit den Feminismus bzw. Menschenrechte für Frauen durchsetzen können.

      – Als Bisexuelle hätten die Menschen mehr Wahlmöglichkeiten (Optionen)

      – Männer könnten ihre Sexualität, insbesondere ihren Drang nach Promiskuität (Partnerwechsel) besser ausleben.

      – In den meisten Kirchen dürfen 2 Lesben oder 2 Homosexuelle nicht heiraten. Dies ist wie wenn 2 Schwarze dort nicht heiraten dürfen, was ja früher leider auch mancherorts der Fall war. Auch dieses Unrecht würde dann aufhören.

    • Nomaske sagt:

      Bisexuell ist doch reaktionär und eher eine bürgerliche Kategorie. Der Trend geht zum Fünftgeschlecht. Wenn überhaupt.

      Hanswurst von heute hat schon sechs Muster zur Auswahl. Und das schon lange.

      Straight-Queer Masculinities sind voll im Trend. Bei denen mit Vollbart.

      Interessant dabei: Social-justice straight-queers.

    • Hartensteiner sagt:

      Carsten – worauf ich eigentlich hinaus wollte, ist Deine absurde Idee, die Palästinenser aus ihrer Heimat vertreiben zu wollen. Das wäre ja eine Vollendung des Zionismus. Ist ja super!
      Mein Scherz über Deine anstehende ? Geschlechtsumwandlung bezieht sich auf den nächsten Unsinn, Menschen massenhaft umwandeln zu wollen. Was den Einzelnen oder die Einzelne betrifft sehe ich das alles als Privatsphäre, die niemanden etwas angeht. Auch Dich nicht.
      Und wenn es niemanden etwas angeht ist selbstverständlich jede Diskriminierung o. ä. ausgeschlossen.
      Was ein Heiratsverbot angeht – so ist das eher fortschrittlich, denn man sollte diese gesellschaftliche Konvention generell verbieten, nicht nur für Schwule. Was geht es Staat oder Kirche an, wenn zwei Menschen zusammen leben wollen? Muss man sich dafür eine Lizenz holen? Ggf. reicht es doch völlig aus, wenn die Leute das feiern wollen, wenn ihnen danach ist. Na schön. Reicht doch.

    • Carsten Leimert sagt:

      @ Hartensteiner:

      Dass man den Palästinensern anbietet nach Deutschland zu kommen, ist kein Zionismus, sondern eine humanitäre Aktion, damit sie nicht länger in einem ewigen Kriegsgebiet und Armutsgebiet leben müssen. Und es ist auch keine „absurde“ Idee, sondern eine völlig nahe liegende Lösungsmöglichkeit. Obwohl eine derartige Lösungsmöglichkeit absolut nahe liegt und fast jedem bei kürzerem Nahdenken in den Sinn kommen müsste, wird diese Idee kaum von jemandem vorgeschlagen. Ein Armutszeugnis in Sachen Humanismus.

      Dass Sie gleich zweimal Witze zum Thema Geschlechtsumwandlung gemacht haben und versuchen, auf diese Weise einen Gesprächspartner unter der Gürtellinie zu treffen, indiziert, dass sie ein großes Problem mit LGBT bzw. möglicherweise insoweit Ressentiments hegen.

      Deswegen scheinen Sie auch zu übersehen, dass durch das kirchliche Heiratsverbot Schwule und Lesben diskriminiert werden.

      Und deswegen übersehen Sie anscheinend auch, dass die meisten Menschen auf Kosten der LGBT (durch die Gesellschaft, insbesondere durch viele Kirchen, Eltern, Freunde etc) heterosexuell gemacht werden, obwohl sie ursprünglich die Veranlagung für Bisexualität hatten.

      Alles zu verbieten, was Ihnen nicht gefällt, insbesondere das Verbot einer Heirat wäre faschistisch und würde gegen die Religionsfreiheit und andere Grundrechte verstoßen. In einer Gesellschaft sollte so wenig wie möglich (bzw. nur so viel wie nötig) verboten werden. Andernfalls landet man in einer furchtbaren Verbotsdiktatur.

      Im Übrigen hat man das Grundrecht, anderen Menschen legalisierte Pornos zu schenken und LGBT bzw. die Bisexualität auf diese Weise zu fördern. Und ein Verbot für Jugendliche, sich Pornos anzusehen, verstößt gegen deren Grundrechte. Zumal es zu dem Widerspruch führt, dass sich Jugendliche zwar brutale Filme, in denen sich Menschen umbringen und brutal verletzen, oft schon mit 12 Jahren ansehen dürfen, nicht aber gewaltfreie, friedliche Pornos. Und dass Jugendliche zwar Geschlechtsverkehr haben dürfen, sich aber nicht Geschlechtsverkehr im Fernsehen in Form von Pornos ansehen dürfen. Und das, obwohl die meisten Menschen mit 12 Jahren bereits geschlechtsreif sind, d.h. von Seiten der Natur für sie Geschlechtsverkehr bereits mit 12 Jahren vorgesehen ist.

    • Hartensteiner sagt:

      Na schön… ist ja durchaus interessant, dass sich mit Carsten mal jemand meldet, der in Vielem "die ganze andere Meinung" vertritt. Wenn es Leute gibt, die diese Meinungen haben, dann müssen sie die auch äußern können. Ich habe habe da das Problem, dass ich zu jedem Aspekt eine Menge zu schreiben hätte und mir das einfach zu viel ist. Aber nochmal Palästinenser – wärst Du mal in Israel gewesen und in Palästina, dann hättest Du sehen können, was das für ein wunderbares Land ist bzw. sein kann. Menschen, die dort leben, aus diesem Land zu entfernen wäre eine üble Sache. Und wie die jüdische Tradition ca. 2000 Jahre sagt: "Nächstes Jahr in Jerusalem", so wird deutlich, wie die Erinnerung an das Land "in dem Milch und Honig fließen" nie vergessen werden konnte. Also ist es, meine ich, viel einfacher, wenn sich alle dort wohnenden zusammen finden und gemeinsam dieses wunderbare Land bewohnen.
      Dann kommst Du zu anderen Themen, die ich hier nicht umfassend diskutieren möchte, aber gewiss, eine Verbotsdiktatur ist nichts, das ich anstreben würde, davon haben wir bereits mehr als genug. Und gewiss ist es pervers, Kindern in Filmen Mord und Totschlag als "normal" vorzuführen, während ein nackter Mensch sofort das hysterische Geschrei der Verbieter auf den Plan ruft. Dennoch kann ich Pornos rein gar nichts abgewinnen – habe allerdings da keinen tiefen Einblick – aber soweit ich gesehen habe, sind das eher komische Unterrichtungen in Anatomie jenseits jeder Gefühlsebene. Ich würde eher befürworten, dass man dort, wo in einem guten Film z.B. Nacktheit natürlich vorkommt, diese auch vorkommen sollte. Ansonsten brauchen Kinder keinen Unterricht in Sexualität, den alles was dazu gehört entdecken die von ganz allein. Das braucht weder Tabus noch Förderung. Wenn es so problematisch wäre, dann wäre die Menschheit längst ausgestorben. Millionen Jahre hat es aber auch ohne Pornos geklappt – Pornos halte ich eher für ein Symptom einer bereits kranken Gesellschaft. Ansonsten – einfach mal Wilhelm Reich lesen.

    • Carsten Leimert sagt:

      @ Hartensteiner:

      Die Tiere schauen einander auch beim Sex zu, sogar life. Ein Jugendlicher, dem es verboten ist, Sexualität in einem Film anzusehen, der hat insoweit also weniger Rechte als ein anderes Lebewesen (Tier) in der Natur. Pornos ansehen ist also gar nicht so unnatürlich, wie immer getan wird. Aber in den meisten Ländern ist eben vieles verboten, was nicht offiziellen Geschmack einiger Menschen trifft, auch wenn viele der männlichen Zensoren heimlich selber Pornos sehen.

    • Alan Perkins sagt:

      Da gewinnt der Ausspruch von Schwarzenegger als Terminator "Fuck yourself Asshole" eine ganz besondere Note! 😉

  18. Hartensteiner sagt:

    Eine ausgezeichnete Darstellung von Rainer Rupp. Ich würde vielleicht noch den "Friedensplan" anführen, den vor nicht langer Zeit Trump nach Israel brachte und zu dessen Fassung die Palästinenser nicht gefragt wurden. Ich verstehe den als das "Modell USA". Wie geht das? Man sperre die Indigenen in Reservate und nehme sich das Land. Betrachte ich eine Karte der Westbank, die bereits in 200 oder mehr kleine Einheiten aufgeteilt ist, dann erscheint mir das nahe dran.
    Dem gegenüber würde ich lieber einmal einen vernünftigen Lösungsvorschlag betrachten, den ein Israeli hier vorstellt:
    https://www.youtube.com/watch?v=-tjEAc9nC8M
    Natürlich werden Viele gleich sagen, dass das zu weit von dem gegenwärtigen Zustand entfernt sei, doch würde ich dem entgegnen: Man muss einfach mal anfangen. Fängt man nicht damit an, kann es natürlich nichts werden, aber, wie man sagt, Rom wurde auch nicht an einem Tag gebaut.
    Und schließlich: Will Israel längerfristig eine Zukunft haben, dann ist das nur im Frieden nicht nur mit den Palästinensern möglich, sondern auch mit allen Ländern der Umgebung. Leider – wie überall – fehlt es an weitsichtigen Politikern.

  19. P.Nibel sagt:

    §1: Es gibt gar keine Juden – dass es Juden gibt, ist eine Erfindung der Antisemiten!
    §2: Sollte es doch Juden geben, so haben diese kein Geld, sondern sind arm wie die Kirchenmäuse!
    §3: Da die Juden – die es nicht gibt – auch kein Geld haben, haben Sie auch keinen Einfluss auf die internationale Politik!
    §4: Die schlimmsten Antisemiten sind die mit den guten Argumenten!

    • Hartensteiner sagt:

      Typisch Nibel'scher Unsinn. Was ist eine Nation? Das ist eine Gruppe von Menschen, die sich als Nation begreifen. Fertig. So gab es vor 1948 auch keine palästinensische Nation, nur Araber, die länger unter türkischer Oberhoheit in Palästina gelebt haben. Die Umstände seither haben dazu geführt, dass sich diese als Nation verstehen – und so sind sie jetzt eine Nation. Dazu muss niemand eine genealogische Liste vorlegen und nachweisen, dass dass seine Vorfahren vor drei oder fünftausend Jahren auch schon eine Nation waren. Sonst gibt es auch keine deutsche Nation. Nibel… schon mal in ein Telefonbuch geschaut? Da wimmelt es nur so von z.B. polnischen Namen. Das sind Menschen, die sich seit Generationen als Deutsche verstehen und sich nicht erinnern, wo ihre Vorfahren einmal herkamen. Es gibt keine Juden? Dann frag einfach die, die sich als Juden bezeichnen. Wenn sie sagen, dass sie sich als ein Volk oder eine Nation verstehen, dann sind sie genau das.

    • Hartensteiner sagt:

      Nachtrag auch für Nibel: Komisch. Die Juden, die ich kenne, haben alle auch nicht mehr Geld als ich und ich habe nicht viel – und die müssen dafür auch fleißig arbeiten. Oder schau nach Israel, wo die Masse der Bevölkerung – wie es hier auch ist – für eher wenig arbeiten muss. Auch da gibt es sehr viele, die immer in der Sorge leben, ob es wohl bis zum Monatsende reicht.
      Gibt es auch ein paar Reiche, die vor Geld nicht wissen, wohin? Klar gibt es die – wie es die auch bei uns und in fast jedem Land gibt. Außer vielleicht in Kuba?

  20. Meinenstein sagt:

    Wird ja nicht mehr lange dauern, dann können wir unsere und alle anderen westlichen Demokraturen auch in solche Artikenl als Arpartheitsstaaten betrachten.
    Das Tempo Rückwärts ist ja atemberaubend!

    Multipolar hat hierzu mit einem Link auf einen interessanten Kommentar in der "Welt" von Hendryk M. Broder
    hingewiesen:

    Welt: Schon möglich, dass ich ein Geisterfahrer bin (Kommentar von Henryk M. Broder) – Auszug: „Wird der Impfausweis dort ansetzen, wo der „Ariernachweis“ aufhören musste? Wird es in den Grünanlagen bald Bänke „Nur für Geimpfte“ geben? Wird Nicht-Geimpften die Benutzung der öffentlichen Verkehrsmittel verboten? Müssen sie sich an für sie bestimmten Ladenkassen anstellen? Werden ihnen separate Einkaufszeiten zugeteilt? Ich nehme an, so hat es weder der Chef von Eventim noch die Kanzlerin gemeint. Aber soweit kann und wird es kommen. Die digitale Revolution macht es möglich. Das Ergebnis wird nicht eine Zwei-Klassen-Gesellschaft sein, sondern totale soziale Kontrolle, wie sie derzeit in China an der Tagesordnung ist. Auch bei uns wird niemand eine Armbinde tragen müssen oder bekommt ein großes C in den Pass gestempelt. Aber: Wenn erst einmal eine Gruppe als Volksfeind identifiziert wurde, ist es nur eine Frage der Zeit, bis sie vom Volkskörper abgestoßen wird. Als Bedrohung für die Volksgesundheit. Es müssen ja nicht immer Juden, Homosexuelle oder Sinti und Roma sein.“

    Bleiben wir stark

    🙂

    • P.Nibel sagt:

      @Meinenstein
      Broder gehört bereits zur herrschenden Klasse und deshalb fängt sein Geschichtsverständnis auch erst im Jahre 1933 an und umgeht süffisant die Tatsache, dass es bereits vorher eine Zwei-Klassen-Gesellschaft in Deutschland gab, von der eine Minderheit profitierte während die Mehrheit darunter litt!

    • Hartensteiner sagt:

      Gute Beobachtung von Broder. Wie auch er hoffen wir alle, dass es nicht so kommt. Es sieht aber so aus, als ob es so kommen wird. Vielleicht gelingt es dann zudem noch unterschiedliche "Öko-Klassen" zu bilden, etwa zwischen denen, die ein Dach haben, das sie mit Solarpaneelen bepflastern können und den Umweltschweinen, die kein Dach besitzen usw.

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