Wie zionistischer Antisemitismus die Meinungsfreiheit in Deutschland bedroht!

Von Evelyn Hecht-Galinski.

Nur 72 Jahre nach Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz werden jüdische Bürger in Deutschland und ausländische Juden schon wieder mit einem Redeverbot belegt und sind Antisemitismus ausgesetzt.

Aktuell gewärtigen jüdische Referenten wie Ilan Pappe und Moshe Zuckermann ein Redeverbot im Rahmen der Konferenz „50 Jahre israelische Besatzung“, die im Juni in Frankfurt stattfinden soll und MUSS. (1)

Die Meinungsfreiheit und Freiheit der Lehre ist ein hohes Gut und muss selbstverständlich auch für Kritiker der Politik des „Jüdisches Staates“ gelten. Allerdings hintertreibt die rührige Israel-Lobby mit infamen und haltlosen Antisemitsmusvorwürfen dieses wichtige Recht, in Deutschland und weltweit. Das dürfen und wollen wir nicht zulassen!

Wieder einmal wurde ein Veranstalter, diesmal das Ökohaus in Frankfurt, von der Israel-Lobby, also die Jüdische Gemeinde und in deren Schlepptau der unsäglich philosemitische Bürgermeister Becker, derart unter Druck gesetzt, den Veranstaltern der Konferenz die Räume zu kündigen. Dank des „besonderen“ Verhältnisses zum „Jüdischen Staat“ und seiner Lobby kann in Deutschland kaum einer dem Druck und den Diffamierungskampagnen dieser Lobby lange standhalten. (2)

Da gibt es eine Jüdische Gemeinde und ihr Vorsitzender Leo Latasch, den „Genugtuung“ nach der Kündigung der Räume beschleicht, und der sicherlich hofft, das die Konferenz keine neuen Räume finden wird, weil er Tätlichkeiten unter den Konferenzteilnehmern befürchtet.

Ja, wo lebt dieser Mann denn? Im „Jüdischen Staat“, wo Knesset-Abgeordnete schon einmal aufeinander einschlagen? Worüber sollten sich denn Pappe, Zuckermann oder Paech denn die Köpfe einschlagen? Über ihren Zorn, gegen die illegale zionistische Besatzung Palästinas, gegen die sie gemeinsam ankämpfen?

Und wenn Bürgermeister Becker aus seinem Büro heraus posaunt: „Wer in Frankfurt Stimmung machen will, ist in unserer Stadt nicht willkommen“, stelle ich fest, dass es in Frankfurt wieder einen Antisemitismus gibt, und zwar gegen Juden, die sich für ein Ende der jahrzehntelangen illegalen Besatzung Palästinas einsetzen. Das ist eine Schande für das angeblich weltoffene Frankfurt!

Vor allem die Leitmedien sind in der Pflicht, Lügen aufzudecken, anstatt sie zu unterstützen oder zu decken.

All das hatten wir doch schon einmal: Medien, Künstler und Intellektuelle haben zu Unrecht geschwiegen und sich weg geduckt, als es um jüdische Verfolgte ging. Das sollte aber kein Grund sein, erneut die Augen zu verschließen, wenn jüdische Täter im „Jüdischen Staat“ vor unser aller Augen seit mehr als einem halben Jahrhundert die ethnische Säuberung Palästinas, die illegale Besatzung und die Judaisierung Palästinas, betreiben, ohne dafür zur Rechenschaft gezogen zu werden!

Diese permanenten Angriffe der Israel-Lobby gegen die Meinungsfreiheit sind ein Schlag gegen die Demokratie, und dürfen nicht hingenommen werden!

Allerdings widerstand mit einem wohltuend mutigen Artikel der Chefredakteur der Frankfurter Rundschau, Arnd Festerling, ebenso Daniel Bax, der in mehren Artikeln Antisemitismus und Islamhass thematisiert hat. Zwei der wenigen Lichtblicke in der grauen deutschen Medienlandschaft: (3) (4) (5) (6)

Die Chronologie der philosemitischen Meinungsfreiheit-Zerstörer:(7) (8) (9)

Das darf doch nicht wahr sein, dass eine philosemitische Clique über die politische Meinungshoheit bestimmt und Juden wieder ausgrenzt, weil diese ihren Mund auf machen gegen das Apartheidregime im „Jüdischen Staat“. Besonders verwerflich ist, dass Juden und Christen, kurz gesagt die „christliche Zionisten“ hier einträglich zusammenarbeiten. Und wieder gibt es eine „antijüdische Stimmung“ im Land, erzeugt von jüdischen Antisemiten, die jede Kritik an den Völker- und Menschenrechtsverbrechen des „Jüdischen Staates“ verhindern wollen. Ist das nicht ein Fall für den internationalen Gerichtshof in Den Haag, wenn jüdischen Bürgern in Europa, die sich für die mitnichten antisemitische, gewaltfreie BDS-Kampagne (Boykott, Desinvestition, Sanktionen) einsetzen, ein Maulkorb umgehängt werden soll, oder wie im angeblich „demokratischen“ „Jüdischen Staat“ mit Einreiseverbot zu rechnen haben?

Die neuen Kapos sind Juden gegen Juden, mit eifriger Hilfe „christlich-zionistischer“ Politiker.(10)

Wie sich die Geschichte wiederholt: Schon einmal gab es jüdische Kapos, die mit den Faschisten zusammen arbeiteten. Heute arbeiten diese neuen Kapos, die meisten Nachfahren von Holocaustüberlebenden, zusammen mit den Enkeln der National-Sozialisten, als „Werteheuchler“ der „deutschen Leitkultur“.

Was für eine absurde deutsche Leitkultur, von muslimischen Flüchtlingen und Einwanderern die Anerkennung des Existenzrechts eines Apartheidstaates zu verlangen, der seit Jahrzehnten eine illegale Besatzung betreibt und ein anderes Volk ethnisch säubert und beraubt und alle Forderungen des UN-Sicherheitsrats ignoriert und auch nicht davor zurückschreckt, sogar palästinensische Kinder und Frauen zu misshandeln und einzusperren und mit dem blockierten Gaza ein Freiluftgefängnis, einem Konzentrationslager gleich, mit etwa 2 Millionen Menschen unterhält. (11) (12)

Was verbindet diese „Leitkultur“ der „christlich -jüdischen Werte“? Gemeinsame Feindbilder, um die eigenen Verbrechen zu vertuschen. Das neue verbindende Feindbild und Hassobjekt: Der Islam und Muslime! Palästinenser und Muslime werden kollektiv als Terroristen abgestempelt, per se verdächtig und als „Gefährder“ eingestuft. Kann diese Ausgrenzung auf Dauer gut gehen? Bestimmt nicht, denn sie schafft berechtigten Zorn und Hass.

Diese Atmosphäre erzeugt dumpfe Vorurteile gegen Muslime, die es auch den Gutwilligsten immer schwerer macht, sich in Deutschland wohl zu fühlen. Eine gute Integration kann nur erreicht werden, wenn man nicht ständig etwas von Muslimen einfordert, was man von anderen Religionsgemeinschaften, wie Juden, niemals verlangen würde.

Während sich der Zentralrat der Juden, die Jüdischen Gemeinden in Deutschland, ebenso wie die vielen internationalen jüdischen Organisationen speziell in Berlin, sich noch nie vom „Jüdischen Staat“ und seinen Völker- und Menschenrechtsverbrechen und von der illegalen Besatzung Palästinas distanziert haben, nimmt man absurderweise muslimische und islamische Organisationen und Gemeinden kollektiv für Verbrechen in Haftung, die sie gar nicht zu verantworten haben, und mit denen sie sich auch, im Gegensatz zu jüdischen Vertretern, noch nie solidarisiert haben, sondern ablehnen.

Auf der anderen Seite werden jüdische Israel-Kritiker und Besatzungsgegner mit Hilfe der offiziellen Politik in Deutschland wieder einmal medial kalt gestellt und mit Redeverbot belegt. Deutschland 2017 ähnelt in diesem Punkt sehr Nazi-Deutschland.

Sind das die Lehren aus der deutschen Geschichte; wenn heute mit Unterstützung von „guten“ Juden andere vermeintlich „schlechte“ Juden ins Abseits und kalt gestellt werden? Deutschland ist vom Antisemitismus in einen fatalen Philosemitismus geschlittert und diesem gefährlichen Zustand müssen wir gemeinsam entgegen wirken. Die Bedrohung der Meinungsfreiheit durch den zionistischen Antisemitismus darf nicht kampflos hingenommen werden.

Ein Jude an die zionistischen Kämpfer

von Erich Fried

Was wollt ihr eigentlich?
Wollt ihr wirklich die übertreffen
die euch niedergetreten haben
vor einem Menschenalter
in euer eigenes Blut
und in euren eigenen Kot?
Wollt ihr die alten Foltern
jetzt an die anderen weitergeben
mit allen blutigen
dreckigen Einzelheiten
mit allem brutalen Genuss
der Folterknechte
wie unsere Väter sie damals
erlitten haben?
Wollt jetzt wirklich ihr
die neue Gestapo sein
die neue Wehrmacht
die neue SA und S.S.
und aus den Palästinensern
die neuen Juden machen?
Aber dann will auch ich
weil ich damals vor fünfzig Jahren
selbst als ein Judenkind
gepeinigt wurde
von euren Peinigern
ein neuer Jude sein
mit diesen neuen Juden
zu denen ihr die Palästinenser macht
Und ich will sie zurückführen helfen
als freie Menschen
in ihr eigenes Land Palästina
aus dem ihr sie vertrieben habt

Danke an die Autorin für das Recht der Zweitverwertung.

Dieser Text erschien zuerst auf der Seite „Sicht vom Hochblauen“: Wie zionistischer Antisemitismus die Meinungsfreiheit bedroht (…)

KenFM bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Meinungsartikel und Gastbeiträge müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.

33 Kommentare zu: “Wie zionistischer Antisemitismus die Meinungsfreiheit in Deutschland bedroht!

  1. Dank der Blockaden tausender Nazigegner blieben die braunen Geschichtsverdreher vor dem Bahnhof von Dresden-Neustadt eingepfercht. Bürgerliche Demokraten und Linke besetzten die umliegenden Straße und Plätze, die Polizeiführung verzichtete auf eine gewaltsame Räumung und ersparte der Stadt schwere Straßenschlachten.

    http://www.tagesspiegel.de/meinung/dresden-wo-buerger-gegen-nazis-siegen/1682942.html

    Björn Höcke Seit‘ an Seit‘ mit Neonazis

    Schon 2010 hat sich der heutige AfD-Politiker Björn Höcke an einem Neonazi-Aufmarsch in Dresden beteiligt. Für den Zentralrat der Juden steht fest: Höcke ist ein Rechtsextremist. von Matthias Meisner

    http://www.tagesspiegel.de/politik/aufmarsch-am-13-februar-2010-in-dresden-bjoern-hoecke-seit-an-seit-mit-neonazis/19389230.html

    Das Deutsche Problem in zwei Web Artikel.
    Wenn es nicht so wichtig wäre konnte man lachen, Geschichte schreiben durch Demonstrationen, und die Führer einer religiösen Gruppe.
    Es gibt Historikern in Deutschland, es scheint alsob keiner die Bücher Werner Maser’s las, er wurde heute auch als Rechtsextremist gelten.

  2. Evelyn Hecht-Galinski schreibt: „Auf der anderen Seite werden jüdische Israel-Kritiker und Besatzungsgegner mit Hilfe der offiziellen Politik in Deutschland wieder einmal medial kalt gestellt und mit Redeverbot belegt. Deutschland 2017 ähnelt in diesem Punkt sehr Nazi-Deutschland.“

    Die Liste der Unterdrückung von Art. 5 GG durch Mitglieder der CDU, der SPD, der Grünen wird lang und immer länger: Der Lehrer Glanz in Oldenburg, Dozenten an der HAWK in Hildesheim, am Otto-Suhr-Institut der FU Berlin, an der Uni Hamburg, an der Uni Witten/Herdecke, Referenten in München, in Halle, in Bremen, in Gräfelfing. Auch in Wien hat die zionistische Mafia zugeschlagen und – wie einst die Nazis im Jahre 33 – Andersdenkenden das Menschen- und Bürgerrecht auf Meinungsfreiheit verwehrt.

    Das Vehikel zur Unterdrückung von Antizionisten und Zionismuskritik ist der DER ZIONISTISCHE ANTISEMITISMUSBEGRIFF http://wp.me/sxqev-4289, der sich in der Psychologisierung von Antisemitismus als Judenhass erschöpft.

    Hier die typische Rhetorik der zionistischen Antisemitismus-Lüge: „Dazu muss man sich bewusst machen, dass Israel so gehasst wird, eben weil es der Staat der Juden ist“, sagte Esther Schapira. Letztlich speise sich dieser Hass aus dem immer noch vorhandenen, vielfach unterschwellig lauernden Antisemitismus. Auf die in der Diskussion mit den rund 50 Gästen aufgeworfenen Frage, wie man diesem begegnen könne, lautete Schapiras Antwort: „Wir müssen uns vor allem über den unbewusst in uns schlummernden Judenhass bewusst werden. Das ist die wichtigste Voraussetzung, damit sich etwas ändert.“

    Die zionistische Rosstäuscherei besteht also darin, uns den jüdisch angemalten zionistischen Staat Israel als den „kollektiven Juden“ (Netanjahu 2016) zu verkaufen. Daraus lässt sich dann nominologisch deduzieren: „Antizionismus“ = „Israelfeindschaft“ = „Judenfeindschaft“ = „Antisemitismus“.

    Basis dieses Tricks ist die Psychologisierung des staatspolitischen Phänomens Antisemitismus, hat doch mit der Machtergreifung der Hitleristen im Jahre 1933 der bis dahin gesinnungsorientierte personale Antisemitismus-Begriff insofern einen Paradigmenwechsel erfahren, dass von den Nazis Antisemitismus als antijüdischer RASSISMUS ALS STAATSDOKTRIN etabliert und praktiziert worden ist http://www.blueprinttheorie.de!

    Die zionistische Psychologisierung dieses inzwischen staatspolitischen Phänomens Antisemitismus also eröffnet den zionistischen Hetzern die Möglichkeit, auch Juden wie Zuckermann, Finkelstein oder Metzler mit dem virtuellen Judenstern des „Antisemiten“ zu etikettieren, obwohl es weltweit – wie schon seit 2.500 Jahren (5. Mose 7) – nur noch Judenhass, aber eben keinen Antisemitismus (= Genozid) mehr gibt.

    Antisemitismus ist ja – wie jeder andere soziale Ismus auch – nur dann gegeben, wenn sich eine Denkweise institutionell organisiert und materialisiert, in welcher Institution auch immer; so kann beispielsweise niemand als „katholisch“ bezeichnet oder beschimpft werden, wenn er nicht der katholischen Kirche angehört. Das wissen natürlich auch die Zionisten – also die Mitglieder und Unterstützer des zionistischen Staates Israel – sehr genau, der ja die „Jüdischkeit“ eines Juden nicht mehr auf halachischer Grundlage definiert, sondern auf Basis der Nürnberger Rasse-Gesetze der NSDAP von 1935.

    Dies wiederum verwundert nur denjenigen, der nicht weiß, dass der nationalsozialistische (!) Antisemitismus ein Plagiat des zionistischen Konzepts vom „Judenstaat“ (Th. Herzl) gewesen ist. Auf diese Gemeinsamkeiten von „Auserwähltheit“, von „Blut und Boden“, von „Rassereinheit“ braucht der Kenner der BLUEPRINTtheorie allerdings nicht mehr verwiesen zu werden: ANTISEMITISMUS GLEICH ZIONISMUS http://wp.me/pxqev-GR

    Evelyn Hecht-Galinski hat in ihrem Beitrag dazu eindrucksvolle Beispiele als Belege aufgeführt.

  3. http://www.unz.com/pgiraldi/aipac-is-back-in-town/

    Ms. Haley and her peers in state governments have successfully pushed legislation in a majority of states that punishes anyone who tries to boycott Israeli institutions or products. On university campuses non-violent criticism of Israel is being suppressed. There is also increasing pressure to define any criticism of Israel as anti-Semitism and therefore a hate crime, modeled on similar legislation in Canada, Britain and France.

    In a number of European countries it is a crime to challenge the standard narrative on “the Holocaust.” Why should that be? You can in much of Europe stand in a town square and say horrible things about your own country but if you criticize the factual basis of one particular “event” that took place in the 1940s you will go to jail.

    • Im Gegensatz zur Meinungsfreiheit in D schützt die Redefreiheit (freedom of speech/USA) in den USA auch unwahre Tatsachenbehauptungen.

      Unterscheidungen zwischen Meinungsäußerungen und Tatsachenbehauptungen sind in der Praxis problematisch hinsichtlich der Beweisführung/Wahrheit/ Wissenschaft.

      Demokratischer Dissens sollte auch ohne Beweisführung möglich sein, schließlich befinden wir uns immer „vorher“, da Wissen (Wissenschaft/Forschung) nie abgeschlossen ist.

      „To oppose the policies of a government does not mean you are against the country or the people that the government supposedly represents. Such opposition should be called what it really is: democracy, or democratic dissent, or having a critical perspective about what your leaders are doing. Either we have the right to democratic dissent and criticism of these policies or we all lie down and let the leader, the Fuhrer, do what is best, while we follow uncritically, and obey whatever he commands. That’s just what the Germans did with Hitler, and look where it got them.“
      Michael Parenti

  4. “ Die Bedrohung der Meinungsfreiheit durch den zionistischen Antisemitismus darf nicht kampflos hingenommen werden. “

    Es ist doch keine Bedrohung, die Meinungsfreiheit über Israel existiert kaum.
    Sah noch nie ein objektives Artikel über wie Israel gestiftet wurde bei uns, die Bücher existieren, aber werden tot geschwiegen.

    Nicholas Bethel, ‘The Palestinian Triangle, The struggle between the British, the Jews and the Arabs, 1935-48’, London 1979

    • ja, da geb ich Ihnen Recht. Wir hatten doch schon vor Jahren hier z.B. die riesige Medienkampagne gegen Günther Grass, der mit großer berechtigter Sorge die Politik der Israelischen Regierung und das Verhalten der Deutschen Regierung dazu kritisiert hat. Das war ja wie eine Hexenjagd. In Deutschland ist doch überhaupt in der Öffentlichkeit nur noch oberflächlicher machtkonformer Schwachsinn erlaubt, ganz egal um welches Thema es da geht. Aber das ist doch ein alter Hut. Selbst hier bei Ken FM ist es ja sogar schon fast so. Wenn man irgendwo den Teppich hoch heben will, unter den die unerlaubten Wahrheiten ständig gekehrt werden, dann ist gleich die Hölle los. Der Unterschied besteht nur darin, dass hier nicht gleich alles von der Redaktion gelöscht wird, wie das in den Foren der „Lückenpresse“ schon damals praktiziert wurde. Ich denke dabei auch immer an den Scherz, den Daniele Ganser mal in einem Gespräch mit Ken Jebsen über kritisches eigenes Denken gemacht hat. Er charakterisierte eine schon bei jungen Menschen leider verbreitete Einstellung dazu folgendermaßen:
      „Was, Du denkst selber? Ist ja voll peinlich!“ Damit hat er es genau auf den Punkt getroffen, was da in unserer Gesellschaft los ist. Für die Beurteilung von undurchsichtigen Problematiken gibt es doch „Experten“ ist auch eine weit verbreitete Einstellung. Selber denken hat für viele schon fast etwas anrüchiges und macht einen verdächtig. Das ist meine Erfahrung, sogar hier auch bei KenFM schon.

    • Das alles nach meinem Ansicht als Grund das gesetzlich vorgeschriebene Holocaust Idee: ohne einen Grund ermordete Deutschland sechs Millionen Juden.
      Zweifel daran ist nicht erlaubt, in Deutsche Gefängnisse sitzen, oder waren, z.b. Zundel, Rudolf.
      David Irving, der der Meinung ist das kein Mensch vergast wurde, bekam drei Jahre Haft in Österreich, Norman Finkelstein ist der Meinung das Irving de beste WWII Historiker ist:
      Norman G. Finkelstein, ‘Die Holocaust Industrie, Wie das Leiden der Juden ausgebeutet wird’, München 2001.
      Dabei natürlich die Idee, wird auch im Bundestag ohne jede Widerspruch gesagt ‚das Deutschland zwei Weltkriege verursacht hat‘.
      USA ratifizierte nie Versailles, Revisionismus lehrte die Amerikaner dass die Kriegspropaganda falsch war.
      Nach WWII kam auch Revisionismus, aber nie erreichte das das grosse Publikum.
      Alle Lânder machen ihre Geschichte schöner, nur Deutschland tut das ganz anders, selbst Deutsche Schuld an die fragwürdige Armenische Genozid wird erkannt.
      Wer kennt Victor Klemperer, ‘I will bear witness, A diary of the Nazi years, 1942-1945’, New York 1999, das Tagebuch eines Juden in Dresden, es gibt auch eine deutsche Übersetzung, erwarte ich, weiss das Deutsche Bürger nicht antisemitisch waren, und auch Klemperer ‚wusste es nicht‘.
      Die Gestapo behandelte ihn furchbar.

    • Wegen diesem ganzen großen Lügenteppich, der über alles ausgebreitet wird von der Spitze dieser unseligen Zivilisation aus, können wir heute aus meiner Sicht erst wieder Klarheit schaffen, wenn wir alles in einen viel größeren Rahmen setzen im Sinne des immer wieder zitierten Ausspruches von Einstein, dass man Probleme nicht mit dem selben Denken lösen kann, mit dem sie geschaffen wurden. Und geschaffen wurden diese mittlerweile weltumspannenden Probleme mit dem überheblichen Glauben an Macht und Gewalt, der sich in allen Systemen und Bereichen des menschlichen Lebens wiederspiegelt. Wenn wir uns jetzt nur noch darin verzetteln, alle Lügen aufzuklären, aus der diese Weltvernichtungsmaschinerie zusammen gesetzt ist, mit allem vorhandenen Für und Wider und allen Relationen, dann kommen wir glaub ich gar nicht mehr weiter, sondern verstricken uns immer nur noch mehr darin, raufen uns gegenseitig die Haare aus.
      Uns kann nur noch ein ganz neues Denken und Fühlen retten, das von diesem Glauben an Macht und Gewalt bereinigt ist. Ich denke, das ist Ihnen jetzt zu „extrem“ oder zu „fatalistisch“, zu „naiv“ oder zu „unpraktikabel“, aber ich wollte es trotzdem nochmal gesagt haben, weil ich davon tief und fest überzeugt bin und diese meine Sicht durch die Wirklichkeit immer nur wieder bestätigt bekomme. Natürlich ist es gut, so informiert wie möglich zu sein, so viele wie möglich gute ehrliche Analysen über die Geschichte der Menschheit gelesen zu haben. Das stelle ich gar nicht in Abrede. Aber dies allein genügt eben nicht, wenn man nicht den grundsätzlichen Webfehler dieser Art von Zivilisation erkannt hat oder ihn nicht erkennen will. Das 3. Reich, wen alles auch immer man dafür für schuldig erklärt, ist ja auch nur eine Folge aller vorausgegangenen gewaltgläubigen Handlungen auf dem ganzen Planeten. Und was jetzt geschieht, ist wiederum die Folge hiervon. Dieses 3. Reich war offenbar ein Testlauf im Kleineren für die ganze Welt dann im Größeren. Aber es gab auf der Welt auch überall solche Testläufe dafür, wie mörderische und vernichtende Systeme aufgebaut und manifestiert werden. Wir brauchen uns da nicht immer nur auf den Deutschen Nationalsozialismus zu fokussieren. Das führt uns dann irgendwann auch nicht mehr weiter. Wenn nun Deutschland moralisch und kulturell am Ende wäre, was womöglich der Fall ist, dann wird diese gefräßige Kriegs- Megamaschine Kapitalismus eben die nächste Kultur in Angriff nehmen, die sich ihr gerade in den Weg stellt, wenn dieses Macht-und Gewaltdenken nicht durch etwas anderes ersetzt wird.

    • Ich kann nicht sehen warum ein ganz neues Denken nötig ist.
      Wer neugierig ist, Geduld hat, und mehrere Sprachen beherscht, kan eine ganz andere Geschichte des 20en Jahrhundert finden in vergleich zu was uns die Medien erzählen.

      Für das heutige finanziëlle System ist es noch viel leichter, ein Buch genügt:
      Yanis Varoufakis, ‚The Global Minotaur, America, Europe and the Future of the Global Economy‘, London, New York, 2013.
      In deutsch ungefähr dasselbe:
      Thilo Sarrazin, ‚Europa braucht den Euro nicht, Wie uns politisches Wunschdenken in die Krise geführt hat‘, 2012 München

    • Kluge und sogar weise Menschen mit klugen und heilsamen Vorschlägen für eine heilende Veränderung dieser Welt hat es seit Menschendenken in jeder Kultur gegeben. Aber wie wir sehen, hat das alles bis jetzt nicht wirklich gegriffen. Warum sollten nun plötzlich Ideen von Varoufakis oder Thilo Sarrazin aus der Weltkrise helfen? Finden Sie das logisch?

    • Mein Dank an die mutige Autorin Evelyn Hecht-Galinski!!!

      Sehr berührend auch das Gedicht von Erich Fried. Er darf das.

      Da ich selbst kein Jude bin – ich darf so etwas nicht – muß ich hier auf Zehenspitzen gehen und möchte lieber was von Prof. Sieferle zitieren, Gott hab ihn selig, aus seinem Buch „Finis Germania“:

      Zitiert von den Seiten 66-68:

      „Auf die Kollektivschuld der Deutschen, die auf Auschwitz zurückgeht, folgt (…) der Aufruf zur permanenten Buße, doch fehlt in dieser säkularisierten Form der Erbsünde das Element der Gnade und Liebe vollständig. Der Deutsche ähnelt daher nicht dem Menschen, dessen Schuld durch die Liebe Gottes zwar nicht revidiert, aber kompensiert wird (Anm.:.. Rückbezug auf Adam), sondern dem Teufel, dem gestürzten Engel, dessen Schuld niemals vergeben und der für alle Zeiten in der Finsternis verharren wird. (…) Der Deutsche, oder zumindest der Nazi, ist der säkularisierte Teufel einer aufgeklärten Gegenwart. Die mündig und autonom gewordene Welt benötigt ihn als eben die Negativfolie, vor der sie sich selbst rechtfertigen kann.
      (…)
      Die Welt braucht offenbar Juden und Deutsche, um sich ihrer moralischen Qualitäten sicher zu sein. Allerdings gibt es in einer Hinsicht einen gewaltigen Unterschied: die Juden teilten selbst nicht die Bewertung, die ihnen seitens der Christenheit widerfuhr (Anm.: Das zweite große Menschheitsverbrechen nach dem Fall Adams war die Kreuzigung Christi), während die Deutschen die ersten sind, ihre unauflösliche Schuld zuzugeben.
      (…)
      Die endlose liturgische Repetition einer immergleichen Geschichte beschwört deren unverlierbare Aktualität. (Anm.: In den jährlich wiederholten Reden deutscher Präsidenten)

      Das erste Gebot (Anm.: der deutschen Staatsreligion) aber lautet: Du sollst keinen Holocaust neben mir haben.“

      (…)
      Die Deutschen die ihre gnadenlose Schuld anerkennen, müssen von der Bildfläche der realen Geschichte verschwinden.“

      Und von Seite 76: „Wenn Deutschland (…) verschwunden und zum bloßen wirtschaftsgeographischen Begriff geworden ist, wird sein schrecklicher Name doch im Gedächtnis der Völker erhalten bleiben, ganz unabhängig davon, was in diesem Lande wirklich geschieht. Da der Holocaust keinem profanen, sondern einem auserwählten Volk widerfahren ist, wurde das Volk der Täter ebenfalls der profanen Geschichte entrückt und in den Status der Unvergänglichkeit erhoben. (…)

      Die Juden, denen ihr Gott selbst die Ewigkeit zugesichert hat, bauen heute ihren ermordeten Volksgenosssen in aller Welt Gedenkstätten, in denen nicht nur den Opfern die Kraft der moralischen Überlegenheit, sondern auch den Tätern (…) die Kraft ewiger Verworfenheit zugeschrieben wird.“

      (Ende der Zitate.)

      Deutschland und der Deutsche: ein negatives Absolutum. Israel und der Jude: ein totales Positivum.

      Das ist die Erzählung, durchschaut von Prof. Dr. Rolf Peter Sieferle, der Ende letzten Jahres den Freitod wählte.

    • Kenne ich gut: Victor Klemperer, LTI (Lingua tertii imperii). Sein Buch über die Sprache des Dritten Reichs. Sehr empfehlenswert, da es hilft zu durchschauen, was heute in den Propagandamedien bereits wieder gemacht wird. Und in Wikipedia.

    • Veganislove
      Nach meinem unbescheidenen Ansicht verstehen Varoufaikis und Sarrazin wie die heutige Welt finanziëll disfunktioniert.
      Ik denke dass leute wie Stiglitz und Krugman es auch wissen.
      Wer ein Problem lösen will, muss es zuerst analysieren.
      Wer das nich kann, kan auch das Problem nicht lösen.
      Keiner der genannten vier Männern kann etwas tun.
      Sie werden gefürchtet, weil was sie tun wurden, als sie es könnten, die heutige Eliten von ihre Macht berauben wurde.
      Dabei Merkel, nach den Ansicht Varoufakis will Merkel die Euro Krise nicht lösen, so lange die Krise besteht ist Berlin der Hauptstadt Europa’s.

    • Es ist schon bezeichnend für die geistige und emotionale Verfassung unseres Volkes, dass es hier immer wieder ein
      Niederländer ist, der nicht müde wird uns daran zu erinnern, dass auch wir, die Teufel der Welt, das Recht haben unsere Geschichte aus allen Blickwinkeln und unter Zuhilfenahme denkbar möglichen Autoren zu betrachten.

      Denn ist unsere Geschichte, so wie sie uns erzählt wird, wahr, dann gibt es doch nichts zu befürchten. Die Wahrheit ist wahr und braucht deshalb nicht durch Sprech- und Denkverbote unter Androhung von Gefängnisstrafe beschützt werden. Allein die Tatsache, dass es diese Verbote gibt, sollte uns zumindest zu denken geben.

      Wenn Veganislove in Anlehnung an Einstein sagt, „dass man Probleme nicht mit dem selben Denken lösen kann, mit dem sie geschaffen wurden.“, dann ist das sicher richtig. Auch ist es unzweifelhaft, dass wir etwas ganz neues im Denken und Handeln brauchen. Wenn wir jedoch beurteilen wollen, was neu ist und sich gegenüber dem ewig gestrigen bewahrheiten und durchsetzen soll, dann werden wir nicht um einen Blick zurück herumkommen. Nur sollte dieser eben ein freier sein, ungetrübt vom Willen anderer, von denen wir schon wissen, dass diese nicht unsere Freiheit zum Ziel haben.
      Aber selbst wenn wir selbst nicht zurückschauen wollten, so wird uns ein Blick zurück permanent aufgenötigt und zwar ein immer gleichartiger.

      Wenn wir als einzelner Mensch, als Person, in der Vergangenheit Schuld auf uns geladen haben, dann verdrängen wir das häufig, nicht zu Letzt, weil wir in einer Kultur der Verdrängung allgemein leben. Wir haben aber, wenn der Druck zu groß wird, die Möglichkeit uns auf die „Couch“ zu legen, mit jemandem zu sprechen und mit Hilfe einer Therapie die Dinge aus der Vergangenheit anzuschauen, anzuerkennen, was anzuerkennen ist und beiseite zu legen, was beiseite und verworfen gehört, um zu einer befriedeten Seele zu gelangen.

      Wir, als Volk, als Land, bräuchten eine solche Therapie dringend! Aber leider ist unsere Krankenkasse, die Staatsmacht, nicht bereit eine solche zu erwägen und zu finanzieren. Stattdessen verabreichen sie uns weiter ein geschichtliches Betäubungsmittel, eine Droge, die uns das kollektive Selbstbild eines Schandtäters, einer Horde von Barbaren träumen lässt, welches uns im Leben zum Schweigen, Vertuschen und Anpassen führt.

      Wir betteln an ihren Pforten für Frieden, gegen Krieg und für Gerechtigkeit, entzweien uns selbst dabei, weil wir nicht mit einer Stimme sprechen können und lassen uns abspeisen mit Verweis auf bestehende Gesetze.
      Der Hauptgrund unserer Uneinigkeit ist das rechts-links–Denken, welches immer weiter mit Verweis auf die Geschichte geschürt wird, ohne dass es je eine Therapie für uns alle gegeben hätte, in der wir die Schuld von der Unschuld, die Lüge von der Wahrheit je hätten unterscheiden lernen können.
      Es ist eine Illusion zu glauben, wir brächten jemals eine einheitliche Stimme in diesem Land zu Wege, ohne eine Therapie.
      Bei dem Verbot auf unsere Geschichte zu blicken geht es weniger um die Angst, dass wir einem Fehler der Vergangenheit wieder verfallen könnten, sondern, dass wir die Absichten, die Gründe der Ereignisse und auch besonders das Richtige und Gute der Zeit nicht erkennen sollen.

      Dieser ehrliche Rückgriff auf unsere Geschichte als Volk wird uns verwehrt, damit wir nicht klar denken und entscheiden können.
      Was passiert aber mit einer Person oder aber einem Volk, welches nicht klar denken und entscheiden kann? Es/Sie muss sich lenken lassen von den Zuschreibungen anderer und geht unweigerlich den Weg eines fremden Willens.

      Vor einiger Zeit wurde eine Aussage von Roosevelt von 1906 hier zitiert:

      „Hinter dem, was wir für die Regierung halten, thront im Verborgenen eine Regierung ohne jede Bindung an und ohne jede Bindung für das Volk. Die Vernichtung dieser unsichtbaren Regierung und Zerschlagung der unheiligen Allianz von korrupter Wirtschaft und korrupter Politik, ist die entscheidende politische Herausforderung unserer Zeit.“
      Das dieser Mann es nicht im Ansatz geschafft hat dieser Herausforderung gerecht zu werden, sondern sich in seiner Amtszeit von 1933-1945, also 27 Jahre nach seiner Erkenntnis, ebenfalls vollkommen in den Händen dieser mafiösen Hintermänner befunden hat, macht noch einmal klar, wie lange wir es schon mit dieser ungeheuren Macht auf der Welt zu tun haben und auch, wie groß der Zuwachs dieser erst nach dem Federal Reserve Act von 1913 gewesen sein muss.

      Wer sich vor diesem Hintergrund die heutigen Anstrengungen der Presse und der ganzen Organisationen zur Täuschung der Öffentlichkeit, die sich im laufe der Zeit gebildet haben, ansieht, der ahnt, dass dies nicht ohne triftigen Grund geschieht, sondern das dieser eben genau in dem beschriebenen Sachverhalt zu finden ist.
      Wer sich vorurteilsfrei und bei klarem Verstand mit den Sachverhalten beschäftigt, der muss unzweifelhaft erkennen, dass die Befürchtungen vor einem industriell-militärischen Komplex, welcher durch die global operierende Hochfinanz erschaffen und gesteuert wird, keine Erscheinung war, die Hitler als Handlungsgrundlage einfach erfunden hat, sondern dass diese wirklich existierte und heute in ihrer ganzen Entfaltung über uns hereinbricht.
      Wer Hitler eine Urteilsfähigkeit abspricht, weil er sich mit der ganzen Welt angelegt hat, der sollte mal darüber nachdenken, vor welcher Situation wir jetzt stehen! Vor welcher Situation alle Staaten stehen, die bei den Globalplayern nicht mitspielen wollen. Sie alle haben immer die ganze, durch neoliberale Propaganda infizierte und daher als geisteskrank zu bezeichnende, Welt gegen sich, die jedes, aber wirklich jedes Mittel anwenden werden, um diese Staaten zu Fall zu bringen. Die Parallelen zeigen überdeutlich, dass der Mann damals gar keine Wahl hatte. Die Maßnahmen, die er in diesem Zusammenhang tatsächlich getroffen hat, sollte man sich vorurteilsfrei ansehen und beurteilen.

      Es ist immer noch der selbe Kampf. Und die Niederlage Deutschlands wird heute geschickt genutzt, um weiter fortfahren zu können.

      A.S. CRANE liegt vollkommen richtig, wenn er in Anlehnung an Prof. Sieferle sagt, dass die Welt die Schuld der Deutschen moralisch braucht.
      Das Dauerfeuer vom Bild des bösen, für immer und ewig schuldig zu geltendem deutschen Volk, welches trotz seiner Hochkultur mit großen Dichtern und Denkern nicht in der Lage war den grausamen Teufel Hitler zu verhindern und einfach mitgelaufen ist, blind, unterwürfig, militaristisch und zu jeder Perversion bereit.
      Dieses Bild des ewigen Teufels und seiner willenlosen Untertanen lässt sich wunderbar, insbesondere von Nationen wie Israel und den USA, als moralisches Schutzschild vor sich hertragen, um zu verdecken, wer seit einigen Jahrhunderten die grausamsten und größten Verbrechen mit den meisten Toten überhaupt zu verantworten hat. Ebenso wird damit verschleiert, dass bei der Ausübung der Verbrechen das Strickmuster bis heute das Gleiche ist.

      Der Platz würde hier nicht ausreichen, um die unfassbarsten Taten derjenigen Subjekte, welche offensichtlich die Kontrolle über die Vereinigten Staaten erlangt haben, und dazu gehören sicher Anhänger der Zionistischen Agenda, hier aufzuführen.

      Man kann sich durchaus mit Berechtigung fragen: Hätte ein freies Deutschland jene Verbrechen, über die sich jeder informieren kann, wenn er bereit dazu ist, einfach geschwiegen und sich so feige vor diesen Wahrheiten verhalten?

      Klaus Doppler formulierte einst:

      „Macht heißt für mich, den Sinngebungs- und Verhaltensspielraum anderer Menschen gezielt einengen.“

      Die Frage des Aufwachens im Sinne des Weltfriedens und auch eben die Zukunft Palästinas hängt möglicherweise nicht unerheblich davon ab, ob wir Deutschen in der Lage sein werden uns von dieser Macht zu befreien.

      Die Demokratie rühmt sich immer mit ihrem Bildungsziel des mündigen Bürgers. Nun, wer wirklich gebildet und mit einem freien Geist ausgestattet ist, bzw. sich diesen erarbeitet hat, erkennt, dass die uns so oft suggerierte Alternativlosigkeit zwischen Demokratie, Kommunismus und Faschismus nicht existiert. Es gibt etwas anderes, etwas, dass man uns nicht fertig auf einem Silbertablett präsentieren wird, sondern wir uns durch kritisches und emphatisches Hinschauen und mit der Hinwendung zu menschengerechten Kriterien formulieren können.

    • Ihr Brief, „Außerkontrolle“ hat mich die ganze Nacht verfolgt. Ich fand ihn in großen Teilen sehr heilsam und aufbauend. Es sträubt sich jedoch alles in mir, im Nazismus und dessen Anführern nach dem Guten Ausschau zu halten und das, was ihr Versuch gewesen sein mag, den fädenziehenden Machteliten – eiskalter, abgestorbener Maschinengeist: Macht um ihrer selbst willen; lebensfeindlich; eine globale Bedrohung für alle – etwas entgegenzusetzen, auf irgendeine wie auch immer geartete Art und Weise zu verteidigen. Das halte ich für den falschen Weg. Was H. angerichtet hat, wird von mir mit keinem Wort verteidigt werden. Aber im Leben nicht…..
      Mein persönlicher Weg ist zu prüfen, was mir unsere nationalsozialistische Vergangenheit über mich selbst erzählen kann. Wo verhalte ich mich diktatorisch, dogmatisch, gewalttätig, intolerant, lieblos? Wo bin ich Opportunist? Wie wichtig ist es mir, dazuzugehören. Wie wichtig ist es mir, Anerkennung zu finden und von anderen geliebt zu werden. Wo und wie stecke ich andere Menschen mit meinem Unglücklichsein an? In welcher Hinsicht hege ich vielleicht sogar mörderische Tendenzen? Und sei es auch nur in Gedanken oder Phantasien? Wann verhalte ich mich feige? Wie entwickle ich einen standfesten Mut?
      … … …
      ich glaube nicht, daß man die Dämonen des eiskalten Maschinengeistes, des Neoliberailismus, des Materialismus und Imperialismus mit dämonischen Energien besiegen kann. Die Homöopathie funktioniert m.E. im globalen Rahmen nicht. Wenn ich Sie richtig verstanden habe, soll H. aber genau das versucht haben?

      Die Alternativen, die wir haben, hat Gangaji einmal sehr schön formuliert: „You can serve in heaven or rule in hell. That’s the choice.
      Du kannst entweder im Himmel dienen, oder in der Hölle regieren. Das ist die Wahl, die Du hast.“

      Das ist die Wahl, die wir alle haben. „Will ich recht haben oder glücklich sein?“ (COURSE IN MIRACLES)

    • @ Außerkontrolle

      „…in der Lage sein werden uns von dieser Macht zu befreien.“

      Ziehen wir – willkürlich – eine Linie beim römischen Imperium, ignorieren also die Zeit davor, dann verfolgen wir (grob) die Spuren und Hauptlinien dieser Macht weiter nach Venedig, von dort nach Warburg, Frankfurt, Hanover, Niederlande, London und enden schließlich in New York und im Fed-System. Diese Spuren führen zu Namen von Personen der Gegenwart und Zeitgeschichte, deren Namen, manchmal geändert, bis zum Anfang der Spurensuche zurückführen. Diese Namen und deren Spuren muß man in den historischen Aufzeichnungen suchen, im Gegensatz zu den Namen der Personen der Geschichte der Version der Geschichtschreibung, wonach Personen Geschichte machen, wie angeblich Hitler (Brecht: Hat Alexander nicht wenigstens seinen Koch dabei…?). Nach einer Version der Geschichtsschreibung sind es Personen, die Geschichte machen. Nach einer anderen sind es Ideologien (Ismen), und dann gibt es die verschiedensten Mischungen und Abwandlungen davon. (Mir gefällt HISstory im Gegensatz zu GeschichtsWISSENSCHAFT). All das lenkt davon ab, daß GELD (Bankhäuser) Geschichte macht. Wir benutzen es täglich. Wenn wir es nicht haben, hören wir auf, zu existieren. Wir glauben an seinen Wert. Aber sehen seine Wirkung nicht. Hitler konnte nur wirken, weil er sich der Macht des Geldes bedienen durfte. Erst dann konnte er ein ganzes Volk verführen.

      Die Mehrheit der Menschen glaubt, daß Personen Geschichte machen.
      Sie kennt den Spruch, daß Geld die Welt regiert, aber das ist ja nur eine Redewendung!?

      Ein Anfang, sich von dieser Macht zu befreien wäre, das existierende Geldsystem zu verstehen als das, was es ist: eine Religion, die nur durch ENTtäuschung überwunden werden kann. Daß „Persönlichkeiten“ Geschichte machen ist ebenfalls Religion, was sich offenbart, wenn diese „verteufelt“ oder „verehrt“ werden.

      Sich auf eine solche ENTtäuschung einzulassen, sind Sie als Suchender bereit, die meisten Menschen aber nicht.

      Ich lese gerne, was und wie Sie schreiben. Allerdings, wenn Sie eine „Volkstherapie“ fordern, das ist keine gute Idee. Das haben wir doch schon!!!

    • An Tony Hill

      Ich glaube, daß Geld das ist, was Menschen daraus machen. Auch das Geldsystem scheint mir nur ein Symtpom für Ursachen zu sein, die wir im Inneren des Menschen suchen müssen. (Herrschsucht, Selbstsucht, Glauben an die Dominanz der Materie über den Geist, Glaube an das Haben statt an das Sein, Ignoranz usw.)
      In einer Familienaufstellung zum Thema Geld zeigte sich sogar, daß Geld in seinem Wesen Liebe ist. Es wollte frei von einem zum anderen fließen, es wollte für alle gut sein, für alle da sein. Es wollte tanzen und immer in Bewegung sein. Es wollte allen beteiligten Energie spenden und ihnen helfen. Es wollte sich frei bewegen und nicht eingesperrt oder festgehalten werden. Wenn ein Teilnehmer versuchte, das Geld festzuhalten, dann ging das Geld hierbei fast zu Boden. Dieses Festhalten erzeugt alles Unglück der Welt.

    • @ A.S. Crane

      Herrschsucht, Gier etc. verleiht keine Macht! Und ohne Gier kann man existieren, ohne Geld nicht!
      Sie können Geld – wie es existiert – nur verstehen, wenn Sie es gründlich untersuchen.
      Allerdings, interessant ist, was Sie im Zusammenhang von Familienstellen und „fließendem Geld“ sagen. Genau darum geht es nämlich, daß das Geldsystem, wie es existiert, kein fließendes Geld fördert.
      Geld ist zuerst Ursache und dann Symptom! Daß Geld Liebe sei, das ist schon wieder Religion. Aber was Ihnen die Familienaufstellung zeigt, das zeigt Ihnen auch die Auseinandersetzung mit dem Geldsystem, wenn Sie dazu bereit sind. Bei einem alternativen Geldsystem geht es nämlich genau darum, daß es fließen muß.

      Ja, Festhalten und Anhaften (Buddha) bedeuten Leid.

    • Jedenfalls sind es nicht ursprünglich die Systeme und ihre Mittel allein, die verändert oder gegebenenfalls eliminiert werden müssten. Es ist das grundsätzliche Lebensverständnis unter einer wie selbstverständlichen Einbeziehung von Gewalt. Einer Anerkennung von Ungleichheit unter der gesamten Weltbevölkerung, einer Einteilung in Herrschende und Dienende und der Idee von Zweck-Versachlichung und Zugrunde-Nutzung von Lebewesen. Bei dieser grundsätzlichen Be ja- ung von Gewalt spielt es keine Rolle, ob es sich dabei um Sklaven, Frauen, Kinder, Soldaten oder Tiere handelt. Alles, was sich nicht genügend widersetzen kann, wird zur Machtgewinnung und der möglichst ewigen Manifestierung von Macht benutzt. Die erste bekannte Hochkultur, die Herrschaft perfekt praktizierte und schon den Traum von Weltherrschaft hatte, war wohl das alte Ägypten, wenn nicht die Sumerer auch schon Vorläufer waren.
      Ich glaube, es muss begriffen werden, dass diese Zivilisation, in der wir heute leben müssen, ein einziger Krampf von Anfang an gewesen ist. Ein Kampf gegen das Leben und diesen Mutterplaneten, den die Menschheit natürlich nur verlieren kann.

    • An Tony Hill:
      Zunächst einmal schreiben Sie so, als wäre das, was Sie da sagen, eine unumstößliche Wahrheit. Und allein das zu hinterfragen, würde ich sie gerne inspirieren wollen, gerade wo wir in einem Kontext der Totalisierung sprechen.
      „Es ist so. Punkt.“ Das macht auch Psiram. Können Sie es nicht besser?

      „Herrschsucht, Gier etc. verleiht keine Macht! Und ohne Gier kann man existieren, ohne Geld nicht!“
      Gegenbeispiel ist natürlich jeder Wandermönch (oder eines der stärksten: Jesus Christus), aber ich merke schon, daß Sie Religion als negativen Begriff verwenden. Daher wird es Sie vermutlich nicht überzeugen, wenn ich betone, daß alles, ganz einfach alles seinen Ursprung in der Psyche des Menschen, in den drei Minds, (Bodymind, Astraler Mind, Kausaler Mind) hat. Ich spreche nicht aus einem angelesenen Wissen, sondern aus meiner direkten Erfahrung heraus, die jeder nachprüfen kann, der bereit ist, ans Eingemachte zu gehen. Aber das macht den meisten leider immer noch zu viel Angst. Also beschäftigen wir uns, statt das innere System zu knacken, das von weisen Menschen aller Zeitalter für die Ursache des äußeren Systems angesehen wird, lieber mit den Symptomen da draußen.

      (Ich glaube, daß wir hier auf KenFM übrigens mittlerweile voraussetzen können, daß diejenigen, die hier schreiben, das Geldsystem studiert haben und wissen, wo der Hase im Pfeffer liegt. Auch bei der Wissensmanufaktur finden wir unter „PlanB“ alles Nötige über das fließende Geld. Wenn Liebe für Sie Religion ist, dann – – – traurig traurig.)

      Was mich immer wieder wundert, ist, daß Menschen, die ihren inneren Frieden noch nicht entdeckt haben und noch nicht vollständig aus dem Gewaltsystem ausgestiegen sind, glauben, sie könnten ernsthaft und dauerhaft als Friedensaktivisten etwas in der Welt verändern …

    • @ A. S. Crane

      @ A S.Crane

      Ja, es gibt keine unumstößliche Wahrheit, und genau das kann man in meinem Kommentar lesen.
      Ja, die „innere Welt“, wie Sie es nennen, verleiht dem Geld und (dem Inhaber) der inneren Welt die Macht (zur Gewalt) – und umgekehrt: Gier macht Geld/Geld macht Gier) – und genau das kann man in meinem Kommentar lesen. Ich schlage vor, das Geld abzuschaffen. Sie wollen den Menschen abschaffen? Wieviele Leben braucht Buddha, um die „innere Welt“ und alle damit verbundenen Anhaftungen zu überwinden? Wieviel Reinkarnationen?
      Mein Eindruck ist, daß es Ihnen – auch beim Lesen hier – die Achtsamkeit fehlt, nach der Lehre des achtfachen Pfades des Buddha.

    • Manchmal täuscht der Eindruck, T.H.
      Ich vermute, daß Sie vor allem dem eher linken Ansatz zugeneigt sind: ändern wir die Umstände, dann werden die Menschen glücklich sein. („Ich schlage vor, das Geld abzuschaffen“, war Ihr Satz.)
      Wohingegen der eher rechte Ansatz darin besteht zu sagen: ich bin meines eigenen Glückes Schmied. Die Umstände meines Lebens hängen von mir selber ab. Wenn ich an (und in) mir arbeite, dann wird das äußere Glück nachfolgen. (Das Typische Gegenargument jener, die das Innere meiden ist Ihres mit dem Buddha. Wieviele Jahre, wieviele Reinkarnationen etc. Halte ich für eine Ausrede.)
      Mein persönlicher Ansatz liegt in einer Synthese der beiden Grundhaltungen, also in sowas wie einer goldenen Mitte. Vielleicht besteht hierin ja sogar ein Konsens zwischen uns?

      **********************************************************************************************

      Geld ist Liebe. Ein Versuch der Umrüstung

      Ich habe in Untersuchungen (neben Lektüre von Fachbüchern durch systemische Methoden, aber auch durch ganz praktische Teilnahme an einem Schenkkreis) zu ergründen versucht, was Geld eigentlich ist. Das Ergebnis war: Geld ist Liebe.
      In seinem innersten Kern ist das Geld Liebe.

      Geld existiert jedoch, wie fast alles in dieser Welt, auf verschiedenen Ebenen. Und auch nicht nur als „Geld“, sondern auch als andere Arten von Kapital, als da wären soziales Kapital, kulturelles Kapital, das Kapital, das in guter Ausbildung und in Wissen besteht, das Kapital von technischen oder handwerklichen, künstlerischen, intellektuellen oder spirituellen Fähigkeiten; das Fachkräftekapital. Desweiteren Kapital in Form von Produktionsmitteln und Waren; in Form von Immobilien und Grundstücken. Kapital in Form von Vernetzung und Wirkungsgrad; Bekanntheit. Innovatives Kapital… … …
      Geld ist nicht nur Schein und Münze, nicht nur Zahl auf dem Kontoauszug, nicht nur 1 oder 0 im Computer; nicht nur Tauschwert, Konvention, Vereinbarung, Aberglauben – es ist all dies zusammengenommen. Geld ist multidimensional. In seinem Kern ist es Liebe. Und je weiter wir nach außen gehen, in die materielle Welt hinein, desto handgreiflicher wird es.
      Zu wem kommt das Geld?
      Es kommt gern oder es kommt gezwungenermaßen. Gezwungenermaßen kommt es aufgrund eines pathologischen Geldsystems. (In diesem Fall macht es aber die Menschen nicht glücklich, denn es kommt nicht als Liebe. Blutgeld und Ausbeutungsgeld, Zinsgeld und Geld, das man anderen gestohlen hat, macht sogar höchst unglücklich.)
      Gern kommt es zu Menschen mit Herz und da kommt es als Liebe. Zu Menschen mit Charisma; die erfolgreichen Künstler haben ja nicht etwa Macht, weil ihr Geld ihnen diese Macht verleiht. (ich weiß, daß Sie hier nicht wiedersprechen, T.H. will es aber trotzdem ausführen.) Sie haben Geld, weil sie Ausstrahlung haben, weil sie Kraft haben, weil sie begabt und kreativ sind. Geld ist ein äußeres Symbol für Energie, für Kraft, für Liebe. Es ist nicht der Erzeuger der Energie und der Kraft. Oder besser: vermutlich war das ganz am Anfang so und inzwischen haben wir es mit einem verzwickten System gegenseitiger Wechselwirkungen zu tun, die kaum noch einer durchschaut.
      Allerdings dürfte auch wahr sein, daß die Hände, die mit dem Geld umgehen, und der Geist, der die Hände bewegt, maßgeblich mitbestimmen, was Geld an der Oberfläche vor allem und in der Welt von jedem einzelnen ist.

      Weisheitsspruch der Cree-Indianer: „Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werdet Ihr merken, dass man Geld nicht essen kann.“

      „Geld ist zuerst Ursache und dann Symptom!“ sagen Sie, und mir klingeln die Ohren von diesen wütenden Ausrufezeichen.
      Sehe ich anders.
      Vielleicht können wir uns einfach auf eine Multikausalität der Ursachen einigen? Wir stehen einer Kette oder einem Netz hierarchisch gegliederter Ursachen gegenüber. Und jede Ursache erzeugt Symptome, deren wiederum jedes die Ursache für neue Symptome ist?

      Ich denke, das dürfte in Ihrem Sinne sein?

    • Was soll denn dieser ganze mystische Blödsinn um das Geld? Es ist nur eines der zahllosen Produkte des menschlichen Erfindergeistes, um das unvollständige, fehlerhafte gänzliche Miteinander zu schmieren, weiter nichts.

    • Vielen Dank an alle, die hier auf meine Gedanken geantwortet haben.
      Eine kurze Rückmeldung, da ich gerade nicht die nötige Muße habe für Detaillierteres:

      A.S.CRAINE: Das ich Sie die ganze Nacht wach gehalten habe, tut mir leid. Andererseits kann ich es gut verstehen, denn dieses Thema hat mir schon sehr oft den Schlaf geraubt.
      Mir ist auch klar, dass man das Thema Hitler, 3. Reich etc. nicht ansprechen kann ohne das Risiko einzugehen gründlich missverstanden zu werden. Da wir uns ja schon des Öfteren hier begegnet sind und wir uns schon ein wenig kennen und schätzen gelernt haben (mir geht das zumindest so), befragen Sie vielleicht noch mal den ein oder anderen Kommentar von mir, ob es grundlegend möglich sein kann, dass ich Gleiches mit Gleichem bekämpfen wollen würde. Ich denke, ich muss nicht die grundlegend zu verwerfenden Anteile einer Ideologie hier aufzählen, um mich von jenen zu distanzieren. Die Distanz zu bestimmten Aspekten dieser Weltanschauung ergibt sich aus dem, was ich bereits gesagt habe zu diesem und anderen Themen.
      Ich habe viele Zweifel, viele Hoffnungen, Einsichten, vielleicht Illusionen aber immer die Gewissheit, dass es einen besseren Weg gibt, als den bisher von anderen und uns selbst beschrittenen. Wie wir realistischer Weise dorthin gelangen ist eine Frage auf die ich, wenn ich ganz ehrlich bin, auch noch keine endgültige Antwort gefunden habe.

      Alles ist offen und so will ich auch mich offen halten, nicht zu endgültigen Urteilen kommen über die Mitmenschen von heute und von Gestern, denn ich kenne diese mehr aus dem Munde derer, die nachweislich entweder nicht wissen was sie tun, oder mir eine Welt vorspiegeln, damit ich die Wahrheit nicht sehen kann. Die Offenheit ist uns durch Festschreibungen verloren gegangen. Man nehme nur schon die Begrifflichkeiten.
      Toni Hill, Sie schreiben, dass Sie keine „Volkstherapie“ für richtig halten. Der Begriff Volk ist so ein diskreditierter Begriff, ähnlich wie Heimat, beschreibt aber doch nur eine bestimmte Menge von Menschen als eine Gemeinschaft. Gemeinschaft ist es, was uns verloren gegangen ist, wenn sie auch gleichsam in der Vergangenheit meistens nur aus Worthülsen bestand und eben nicht aus den grundlegenden Dingen, die wir als soziale Wesen brauchen, um uns authentisch zueinander zu empfinden. Die Therapie, die ich ansprach, ist keine, die man verordnen kann. Es geht, wie ich beschrieb, darum sich die Dinge anzusehen und zu erkennen, was uns auf welche Weise beeinflusst und warum und auch, ob diese Dinge wahrhaftig sind.
      Wie ich es von mir selbst kenne, habe ich auch bei anderen einen gewissen Reflex auf die Zeit des NS erwartet, welcher, wie man an ihren Kommentaren erkennen kann, auch in gewisser Weise eingetreten ist. Bei aller Differenziertheit, die wir für uns in der Regel in Anspruch nehmen, können wir uns davon nicht wirklich immer frei machen. Ich identifiziere mich mit keiner Ideologie und auch keiner Person nur weil ich versuche diese in ihrem Denken und Handeln zu verstehen. Auf allen Ebenen gibt es hier Widersprüche und Ungereimtheiten in den Darstellungen, die bis in die heutige Zeit hineinreichen und klares Denken verhindern.

      Ich denke mein Hinweis:
      „…dass die uns so oft suggerierte Alternativlosigkeit zwischen Demokratie, Kommunismus und Faschismus nicht existiert“ zeigt, dass ich eben keines dieser Modelle für geeignet halte unsere Hoffnungen zu erfüllen. Dennoch muss ich sie genau anschauen und erkennen, was sie wollen oder wollten und was sie warum hervorgebracht haben.
      So viel als erste kurze Rückmeldung.

    • @ A.S. Crane

      Ja, Multikausalität, Multidimensionalität, Vernetzung, Welle/Partikel, Dichotomien, Rechts/Links, der Januskopf, Hierarchien, Wechselwirkungen…und dann noch der Flügelschlag des Schmetterlings. Da haben wir alle dran zu arbeiten, rollen den Brocken immer und immer wieder den Berg rauf…

      Geld an sich ist nicht böse. Aber was antworten Sie Hieronymus: „Wer reich ist, der ist entweder selbst ein Gauner oder der Erbe eines Gauners.“ Ist viel Geld böse?

      „Allerdings dürfte auch wahr sein, daß die Hände, die mit dem Geld umgehen, und der Geist, der die Hände bewegt, maßgeblich mitbestimmen, was Geld an der Oberfläche vor allem und in der Welt von jedem einzelnen ist.“

      Wie wahr, aber dieser Geist und diese Hände gehören nicht dem von Ihnen zitierten Indianer. Sie gehören denen, die seine Vorfahren praktisch ausgerottet haben. Denen, die heute mit Geld und der Atombombe spielen und riskieren, daß uns das eine oder andere oder beides um die Ohren fliegt – die Flüsse verdampfen. Denen, die nicht mehr Pfeil und Bogen zum „Kriegen“ benutzen.

      Geld ist Liebe und kommt zum Liebenden. Das glauben die Evangelicals in Amerika, darunter sind viele Rassisten und Faschisten. Glaube an Gott und Geld, und Gott und Geld kommen zu dir. Im selben „auserwählten“ Geist wurden die Indianer ausgerottet.

      Derartiges unterstelle ich Ihnen natürlich nicht!

      Wir sind uns einig: versuchen wir den Mittelweg „… in diesem verzwickten System gegenseitiger Wechselwirkungen…, die kaum noch einer durchschaut.“

      PS: Nochmal, das mit dem Familienstellen und Geld fand ich interessant. Wäre gerne anwesend gewesen.

    • Tony Hill
      Was spricht dagegen, eine solche systemische Aufstellung zu wiederholen? Die von mir erlebte ist aus 2001, und ich hatte damals noch nicht die geringste Ahnung von der FED-, Giralgeld- und Zinsproblematik. Vielleicht können wir da etwas initiieren? Wohnen Sie weit weg von Stuttgart? (Ich bin aus Kempten). Ich kenne dort eine hervorragende, tiefe und erfahrene Aufstellerin, die u.a. auch schon 9/11 aufgestellt hat. (Für den September ist im Rahmen einer Benefizwoche in Kempten eine Aufstellung zum Thema Flüchtlings-/Mitgrationsproblematik vorgesehen; im Zusammenhang mit Demokratie und Sozialstaat.)
      Ganz interessant Ihre Frage, ob „viel Geld böse“ ist.
      Aus spiritueller Sicht ganz gewiß: nehme ich mehr vom großen Kuchen, als ich eigentlich brauche, dann bestehle ich andere oder töte sie gar und bringe das Ganze aus dem Gleichgewicht. (Die karmischen Rückwirkungen hierfür werde ich zu erleiden haben…..)
      Auf der Rückfahrt von Berlin bin ich mit dem nigerianischen Busfahrer ins Gespräch gekommen. Er erzählte mir, daß in Südnigeria (Öl) manche Reichen ganze unterirdische Bunker angelegt haben, die mit Gelscheinen vollgestopft sind, während an der nächsten Straßenecke die Menschen (ver)hungern. Er meinte: „Das sind echte Teufel!!!“ (Die Geldhorter)
      Bitte schauen Sie doch morgen abend hier noch einmal rein. Ich habe bis dahin leider keine Zeit mehr, zu posten. Vielleicht können sich Gleichgesinnte zu einer Geld-Aufstellung zusammentun, wobei evtl. auch die zionistische Agenda einbezogen werden könnte?!
      Der Schenkkreis, von dem ich sprach, war übrigens bis zum 9.11.2001 in voller Blüte. Er lief so richtig gut. Nach 9/11 kam alles zum Stocken. Es gab kein richtiges Vorwärtskommen mehr, und der Kreis zerfiel nach einigen Monaten.
      An dieser Stelle nur noch kurz der Hinweis darauf, daß es eine Korrelation zwischen der Güte und Qualität unserer Kommunikation mit dem Energie- und Geldfluß in unserem Leben gibt.

      Außerkontrolle
      Aus Zeitgründen nur ganz kurz: Sie und Ihr Wirken hier sind für mich über jeden Verdacht erhaben. Die Wertschätzung, von der Sie sprechen, beruht auf Gegenseitigkeit. Es war mein Bedürfnis, mich eindeutig zu positionieren. Ich schiebe die Beschäftigung mit Forschern und Autoren, die unsere NS-Vergangenheit anders deuten als erlaubt, bisher noch auf und mache es mir also noch etwas einfach. Ein heißes Eisen…

    • Liebe/r A.S.Crane

      „Sie und Ihr Wirken hier sind für mich über jeden Verdacht erhaben. Die Wertschätzung, von der Sie sprechen, beruht auf Gegenseitigkeit. Es war mein Bedürfnis, mich eindeutig zu positionieren. Ich schiebe die Beschäftigung mit Forschern und Autoren, die unsere NS-Vergangenheit anders deuten als erlaubt, bisher noch auf und mache es mir also noch etwas einfach. Ein heißes Eisen…“

      Ich muss sagen A.S.Crane, ich bin wirklich berührt ob Ihrer, aus meiner Sicht ehrlich empfundenen, Wertschätzung für meinen gefährlichen Versuch hinter eine mögliche Maske zu blicken, vor der ich mich viele Jahre lang gefürchtet habe. Das Sie erkennen und anerkennen, dass es mir nicht darum geht diese Maske einfach herunterzureißen, um dem, was auch immer sich dahinter verbergen mag, zu huldigen, z.B. weil es einfacher ist der klaren Ansage eines Führers einfach zu folgen, damit man nicht mehr selber denken muss. Dafür bin ich sehr dankbar!
      Ich selbst bin mir gegenüber sehr klar, was ich empfinden möchte in dieser Welt und im Zusammenleben mit meinen Mitmenschen und das hat nichts mehr mit Gewalt und Ausgrenzung zu tun. Es ist allerdings auch so, dass ich immer auf der Hut sein muss, dass ich mir selbst immer verdächtig bleiben muss. Nicht, dass ich meinen Traum von einer anderen Welt jemals würde aufgeben oder an seiner Richtigkeit zweifeln könnte. Es ist viel mehr so, dass der Weg in die vermeidliche Hölle sehr anstrengend ist. Man erwartet dauernd das Gesicht des Bösen, des Abscheulichen, des Unannehmbaren und ist bisweilen verwirrt über das, was man antrifft.

      Als damals in den Medien zur Zeit des Irakkriegs erzählt wurde, die irakischen Soldaten hätten in einem Krankenhaus Babys aus Brutkästen herausgezerrt und auf die Erde geworfen, da war ich auch erschrocken über die Vorstellung, dass Menschen so etwas tun könnten. Ich war seiner Zeit aber schon skeptisch, habe die Information nicht ganz in mein Herz gelassen, wo sie ihre volle Kraft hätte entfalten können. Was, wie sich dann herausstellte auch gut war so, da dies alles von einer PR Agentur gezielt gestreut wurde, um die Aggression gegen den Irak vor der Bevölkerung und der ganzen Welt rechtfertigen zu können. Das hat mich ebenso umgehauen, ob der Unfassbarkeit, dass dies jene tun, deren Obhut wir anvertraut sind und für eine solche Tat nicht etwa ins Gefängnis wandern, sondern einfach fortfahren dürfen mit Krieg und Zerstörung, als sein nicht gewesen.

      Mit dem 3. Reich verhält es sich nun aber ganz anders für mich. Ich bin den Informationen über diese Zeit, wie wir alle, seit meiner Kindheit ausgesetzt gewesen, habe kaum einen Zweifel daran entfalten können, hatte das Thema im Abitur, habe nahezu alles an Filmen und Dokumentationen darüber gesehen. Jetzt sitze ich manchmal da, höre mir eine Originalrede von einem Mann an, die ich nie zu Ohren bekommen habe, staune nicht nur allein über diese Tatsache, sondern „ertappe“ mich dabei zu nicken oder gar zu lachen über eine treffende Analyse, da sie nicht nur die damalige Zeit, sondern auch die heutige trifft. Ich will meine Erfahrungen diesbezüglich gar nicht näher beschreiben, aber um es kurz zu machen, es fühlt sich schizophren an. Ich komme da nur langsam voran, da ich mir selbst immer wieder versichern muss, dass mit meiner geistigen Gesundheit alles in Ordnung ist. Man muss sich dabei gut im Auge behalten, eben die Spreu vom Weizen trennen und immer und immer wieder neu bewerten und prüfen. Und ich habe das Gefühl dies ist noch ein längerer Weg.

      Ich finde auch Ihre Aussage, dass Sie sich selbst bisher noch nicht wirklich unter Hinzunahme anderer Quellen als der bisherigen mit dem Thema beschäftigt haben, bewundernswert ehrlich und mutig. Meine aufrichtige Hochachtung!

      Ich hätte hier auch noch einiges zu sagen zu ihrem Dialog mit Toni Hill.
      Zum Beispiel A.H. und Geld, aber das würde jetzt zu weit führen.

      Ich finde beide von Ihnen betrachtete Seiten interessant.
      Möchte diesbezüglich wieder einmal keinen geringeren als Christus selbst zitieren, dessen Aussage ich in diesem Zusammenhang passend finde:

      Er schaut sich die Münze an und fragt, wessen Bild ist auf der Münze zu sehen?
      Als die Antwort kommt: des Kaisers, sagte er den berühmten Satz:
      Dann gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist.

      Einerseits sehe ich darin einen versteckten Hinweis auch für unsere Zeit, nämlich, dass wir das Grundproblem der aktuell alles umspannenden Macht, die uns als Menschen und vor allem unser zwischenmenschliches Dasein durch Käuflichkeit zerstört, lösen können indem wir dieses Geld einfach nicht mehr akzeptieren, es zurückgeben.

      Ist das nun ein „Beweis“ dafür, dass Geld grundlegend schlecht ist?

      Wenn Jesus betont, dass jenes Konterfei den Besitz anzeigt, könnte er nicht gleichzeitig auch damit andeuten, dass dieser Besitz des Geldes das Problem ist?
      Geld, welches jemandem Gehört, kann keinen Nutzen für alle bringen, kann nicht frei wandern, kann uns nicht einfach als Tauschmittel dienen, sondern wird uns im Namen des Besitzers versklaven.
      Wenn es als Zeichen der Wertschätzung unter Berücksichtigung einiger weiterer Überlegungen zum Thema benutzt würde, dann könnte es möglicherweise sogar Liebe ausdrücken!?

      Ausdrücklich auch an Toni Hill
      einen herzlichen Gruß
      A.

    • Lieber Außerkontrolle,
      ich wollte zu diesem Zeitpunkt eigentlich noch gar nicht wieder aktiv sein, aber Ihr Schreiben war wiederum dermaßen wohltuend, aufbauend, lehrreich und hilfreich, daß ich mich geradezu erfrischt fühle und es mir leicht fällt, in Ihre Fußstapfen zu treten ,-)
      Ihre Art zu sprechen und sich mitzuteilen ist für mich etwas ganz Besonderes. Das hat ja auch schon Marikka zurecht an anderer Stelle gewürdigt.
      Machen wir uns also gegenseitig Mut.

      (Haben Sie eigentlich gesehen, daß ich zwei Private Nachrichten an Sie geschrieben haben in Ihrer Base? Die zweite als spontane Erwiderung auf dieses Ihr Schreiben. Die erste schon vor ein paar Tagen.)

      Sie schreiben: “ ….zu nicken oder gar zu lachen über eine treffende Analyse, da sie nicht nur die damalige Zeit, sondern auch die heutige trifft. Ich will meine Erfahrungen diesbezüglich gar nicht näher beschreiben, aber um es kurz zu machen, es fühlt sich schizophren an. Ich komme da nur langsam voran, da ich mir selbst immer wieder versichern muss, dass mit meiner geistigen Gesundheit alles in Ordnung ist. Man muss sich dabei gut im Auge behalten, eben die Spreu vom Weizen trennen und immer und immer wieder neu bewerten und prüfen. Und ich habe das Gefühl dies ist noch ein längerer Weg.“

      Wow. Kann ich einfach nur voll unterschreiben. Da bleiben keine Wünsche offen.

      Ich habe damit begonnen, die Aussagen von Sri Aurobindo über den Anführer des deutschen A.H.-Effektes aus einem Riesenwälzer herauszusuchen. Aurobindo gilt in eingeweihten Kreisen als jener, der A.H. bzw. das, was A.H. übernommen hatte und totalen Besitz von ihm ergriffen hatte, auf feinstofflichen Ebenen besiegte.
      Bevor Aurobindo, ein überaus mächtiger Yogi, damals eingriff, war A.H. nahezu unbesiegbar. Unzählige Anschläge schlugen fehl, seine imperialen Aktionen waren wie von einem „Schutzengel“ angeleitet, und es schien, als würde er einfach alles „richtig“ machen und hätte Informationen zur Verfügung, die er eigentlich gar nicht haben konnte.
      (Schutzengel: Ganz schlechtes Wort in diesem Kontext, bitte um Nachsicht. Ich wollte das Wort „Dämonen“ vermeiden und sage es nun doch, auf die Gefahr hin, als ein esoterischer Spinner angesehen zu werden. Nichts gegen Esoterik, ganz im Gegenteil, ja?)

      Lassen wir doch Aurobindo selbst zu Wort kommen:
      Aurobindos Beziehung zum 2.Weltkrieg: „Zu Beginn befaßte er sich nicht aktiv damit, aber als es den Anschein hatte, daß H. alle Kräfte, die sich ihm entgegenstellten, zerschmettern und der Nazismus die Welt dominieren würde, begann er einzugreifen.“ (Abendgespräche mit Sri Aurobindo S.13)
      „Der Rückschritt des menschlichen Geistes in Europa ist erstaunlich. (…) All diese Anstrengungen, den menschlichen Geist in einen engen Zirkel von Ideen einzuschließen, sind absurd! (ebd. S 121)
      „Selbst Mahatma Gandhi ist eine Art Diktator.“ (ebd. S. 125)
      „Und schließlich gibt es noch die Art eines expansiven Vitals – das Hitlersche Vital -, das sich auf andere Leute stürzt und diese unterjocht.“
      Im Kontext von Kunst und deren Degeneration: „ Man kann Hitler nicht vorwerfen, diese Bilder verboten zu haben. Deutschland hat viel verloren (von seinem früheren Schönheitssinn). Es ist erstaunlich, wie sich diese Häßlichkeit überall verbreitet.“ (S. 270)
      „Der (indische) Kongreß (Dezember 1938) ist doch wohl nichts weiter als eine faschistische Organisation. Gandhi ist ein Diktator wie Stalin.“ (S. 684)
      „… selbst H. und Mussolini stehen für eine gewisse Wahrheit.“ (698)
      „Es gibt viele Fallstricke im Vital. Diese vitalen Mächte nehmen sogar einen Mann wie H. in Besitz und bringen ihn dazu, gewisse Dinge zu tun, indem sie ihm suggerieren: „Das und das wird geschehen.““ (718)
      „Diese Diktatoren haben bemerkenswert wenige Ideen. Nehmen wir zum Beispiel H., er glaubt:
      – Die Deutschen sind das beste Volk auf der Welt.
      – H. soll ihr Führer sein
      – Alle Juden sind schlechte Personen
      – Alle Menschen in der Welt müssen Nazis sein
      Ich weiß nicht, wie sich die Menschheit unter solchen Bedingungen entwickeln kann.“ (721)
      „H. würde nicht dort stehen, wo er ist, wenn er ein weiches Herz hätte. Es ist eigenartig, wie manchmal die sentimentalsten Menschen am grausamsten sind. H. zum Beispiel ist sehr sentimental. Er weint über dem Grab seiner Mutter und ist sehr sentimental. (…) Männer wie H. können sich nicht ändern, sie müssen aus der Existenz gestoßen werden. Es besteht keine Chance, daß sie sich in diesem Leben ändern. Er kann seine Grausamkeit nicht loswerden – sie ist in seinem Blut.“ (727)
      „.. vielleicht hat Roosevelt geheime Nachrichten bezüglich der Absichten der Nazis … (Es geht darum) zuletzt gefressen zu werden. Es gibt zumindest einige Leute in Amerika, die das verstehen.“ (733) !!!!! (Anmerkung: Nachtigall ick hör dir trappsen!; Crane)
      „Frage an Aurobino: Hat H. denn recht, wenn er sagt, ich höre eine Stimme und ich folge ihr?
      Anwort: Recht in welchem Sinne. Moralisch? Wie kann man sagen, seine Stimme sei nicht wahr? Er hat gesehen, daß er durch ihr Beachten imstande war, Österreich und die Tschechoslovakei einzunehmen, und er hatte Erfolg in vielen anderen Dingen. Wie kann man also sagen, es sei keine wahre Stimme? Wie ich schon sagte, es mag der Wille des kosmischen Geistes sein, daß er diesen Weg verfolgt. Sogar moralisch kann man nicht sagen, er sei unmoralisch. Er ist sehr zurückhaltend, was die Nahrung betrifft, und er soll keine Frau oder Geliebte haben und in jeder anderen Hinsicht ein beherrschtes Leben führen. (Diese Aussage wurde im Januar 1939 gemacht.) Robespierre war auch ein moralischer Mensch und doch tötete er viele Menschen.“ (773/4)

      Weiter bin ich noch nicht. Das möchte ich erst mal unkommentiert so stehen lassen.

      Sie schreiben, Außerkontrolle weiterhin: Vorausging die Erzählung mit der Münze und dem geflügelten Wort. „Ist das nun ein „Beweis“ dafür, dass Geld grundlegend schlecht ist?
      Wenn Jesus betont, dass jenes Konterfei den Besitz anzeigt, könnte er nicht gleichzeitig auch damit andeuten, dass dieser Besitz des Geldes das Problem ist?“

      Ich erinnere mich noch an die Zeit im Schenkkreis. Wir erhielten damals alle sehr viel und gaben sehr viel weiter. Je mehr wir weitergaben, so schien es uns, desto mehr floß nach. Allerdings unbegrenzt nur im Ideellen, beim Geld stellten sich dann schon Grenzen ein. Vor allem nach dem 11.9. (Korrektur: ich schrieb oben versehentlich 9.11.) war es wie ein Zusammenziehen, und daß nach diesem Schock, der viel Angst mit sich brachte, jeder sich nur noch fester an das klammern zu müssen glaubte, was er BESASS als vorher. Es gab damals nur bei wenigen ein Innehalten. Die meisten glaubten, gleich in die Aktion gehen zu müssen. Die Chance, an einen tiefen Schmerz und an eine tiefe Angst zu kommen, wurde vertan. Das aufgerissene Loch mußte schnell mit Aktivitäten gestopft werden. Da diese jedoch nicht aus unserem Zentum kamen, schlich sich mehr und mehr der Mißerfolg ein. Kurz darauf fiel der Schenkkreis auseinander.

      In seinen besten Zeiten hatten wir mit allen Münzen und jedem Schein, den wir irgendwo verwendeten, bei jedem Einkauf und jeder Bezahlung im Bewußtsein gehandelt, wir würden Liebe an die Menschen weitergeben. Dankbarkeit und Liebe, die einander ja sehr nah verwandt sind.
      Das war die Erlösung aus dem Mangeldenken. Das brachte unser Selbstwertgefühl auf ganz neue Höhen. Und je reicher wir innerlich wurden, desto reicher wurden wir in der materiellen Welt.

      Aber ja, der 11.9.2001 war in vielerlei Hinsicht ein Wendepunkt zum immer Schlechteren. Ich glaube, das müßte sich auf vielen Ebenen und in vielen sozialen und kulturellen Bereichen nachweisen lassen?!

      Angst ist einfach kein guter Ratgeber. Wenn ich ein Homöopathikum für den „Genius“ von 9/11 wählen müßte, dann wäre das vermutlich …….. Hier muß ich eine Lücke lassen, da neben Aurum und Kalium Carbonicum noch ein anderes Mittel sich anbietet. Recherche angesagt.

      Beste Grüße, in Verbundenheit und bis bald?
      A.S.C.

    • „Denen, die nicht mehr Pfeil und Bogen zum „Kriegen“ benutzen.“
      Guuuuuuuut, Tony Hill! Habe ich erst jetzt in seiner ganzen Doppelkeit gehört. Ich räume ein, daß Sie recht haben könnten, mit meiner mangelnden Achtsamkeit. Jedenfalls immer mal wieder, unter dem Ansturm der Flut an Informationen und Emotionen. Herrscht nicht bei den meisten von uns fast ständig schon Landunter? „Offline ist das neue Bio.“ Daniele Ganser hat ja sooo recht.

  5. Es ist immer eine kleine, manchmal auch sehr kleine Gruppe an Menschen, die sich an die Spitze einer Gemeinschaft setzen und ihnen sagen was richtig und falsch ist bzw. was zu tun und zu lassen ist. (Das sind die, die stets nach Macht gieren, weil sie ohne diese nicht Leben können.)
    Das funtkioniert unabhängig davon, ob die jeweilige Gemeinschaft auf Grund religiöser, ethnischer oder anderer gemeinsamer Merkmale als Gemeinschaft lebt.
    Solange die Mehrheit der Gemeinschaft unter der Herrschaft dieser wenigen – wie auch immer diese legitimiert sein mag oder evtl auch gar nicht – zufrieden ist, d.h. ihr Leben so erträglich ist, dass sie es so akzeptieren können wie es ist, dann darf diese kleine Herrschergruppe weiter herrschen, also bestimmen wo’s lang geht.
    Hier ist es die „Kunst“ der Herrschenden, die Mitte zu finden, also der Mehrheit das Gefühl zu geben, es geht für sie aufwärts und gleichzeitig stehen noch genug unter ihnen, denen es schlechter geht – denn der Mensch nimmt sich bzw. seine eigene Situation immer in Relation zu der Situation anderer Menschen wahr – und andereseits es für diese Mehrheit aber nicht zu schnell (wirtschaftlich) aufwärts gehen zu lassen, da sonst auch diese Mehrheit anfängt, immer schneller nach immer „mehr“ zu gieren und diese Gier dann zu Konflikten mit der Elite führt.
    Der Mittelweg ist also ideal, um das Gefühl der Zufriedenheit bei der Mehrheit zu erzeugen und somit die Macht der Elite zu erhalten.
    Die Konsequenzen dieses Mittelwegs erleben wir tagtäglich.

    • Und wie ich es in privatem Umfeld immer wieder bestätigt bekomme, ist der Mensch an sich lieber sehr gerne zufrieden und in gleichem Maße nur sehr ungerne tätig in der Hinsicht, sich für politische Veränderungen einzusetzen.
      Das ist auch der Grund, weshalb der gewöhnliche Mensch auch mit recht wenig schon zufrieden ist bzw. versucht seinen Frieden damit zu finden. Denn dann muss er ja nicht politisch aktiv werden.

    • „Der Mensch kann sich nur selbst befreien oder entwickeln. Er kann sich nicht von jemand anderem befreien oder entwickeln lassen….Die Erweiterung seines eigenen Bewusstseins und seiner Gewalt über sich selbst, seine Umgebung und seine Gesellschaft, muss daher schließlich das sein, was wir für Entwicklung halten. … Das Ziel ist die Befreiung des Menschen von den Behinderungen und Beschränkungen durch Unwissenheit und Abhängigkeit.“ – Julius K. Nyerere

      Im konkreten Fall: – Meinung, Freiheit, Meinungsfreiheit, Antisemitismus, Zionismus – was sind hier die Behinderungen und Beschränkungen durch Unwissenheit und Abhängigkeit?

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